Ht. Hfi Zweite, Blatt tilvch tb« «uSnalym ireS SonntQ^, D« S dic wesentlichsten Differenzvunlle der Vorlage zwffchcn den Ausschuß- Vorschlägen und den Anträgen näher ein und wendet sich besonders gegett die Anträge des Abg. Korell, die durchaus nicht «on Toleranz zeugten. Dessen Ausführungen über die Englischen Fräulein leien völlig unzutreffend. Die schulen derselben seien zum Teil böhere Bürgerschulen und die Forderung des hohen Schulgeldes würde diesen schulen den Todesstotz versetzen. Vor der lieber, zengnng der Abg. Münzer und Bach als Anhänger der Simnltan- ichulc habe er vollen Respekt, man müsse aber auch den Stand- Punkt der Eltern respektieren, aus den Abg Dr. Osann mit Recht dingewtesen bade. Bezüglich der Ordenstätigkeck weist der Redner aus Artikel 38 des Ordensgesetzes hin, wonach festqestellt wird, daß Mitglieder der geistlichen Orden an öffentlichen Volksschulen nicht tätig »ein dürsen. Dic ganze Vorlage sei nicht, wie immer behauhtet werde, ei» Ausbau der Ordensgesetzgcbnng, durch den die Rechte der Englischen Fräulein und die Ordensniederlassungen erweitert werden sollten, ^sondern sie solle mti der Regierung dic Möglichkeit geben, im Falle des Nachweises des Bckürsnisscs gewisse Erleichterungen zu gewähren. Wenn Abg. Bach befürchte, daß sich das bans mit den jetzigen Besffmmungen über dic Englischen Fräulein ffir die bevorstehende Revffion des Polksschulgrsetzcs vrä- judiziere, so sei der Redner bereit, einer Entschließung zuzustimmen, IN der ausdrücklich crllärt wird, daß sich dic Kammer für dic Revision des Dolksschulgesetzes vollständig freie band Vorbehalte. Zum Schluß richtet der Redner noch einen toarmen sLvpell au das bans, im Interesse des religiösen Friedens im Lande der Vorlage zuznstimmen. Präsident Köhler teilt mit, datz sich inzwischen noch sechs weitere Redner zu Wort gemeldet haben. Er ersucht dringend, sich letzt kurz zu fassen, damit ans jeden Fall noch heute die Abstimmung erfolgen kann. Weiter gibt der Präsident einen Antrag des Abg. Tr. Osann bekannt, die Regierung.zu ersuche», dem Landtag alle drei Fahre über den Stand der Ordcnsfragc eine Denkschrift vorzulegen. Abg. Urstobt (F. Bp.) wendet sich gegen dic Aeußerung von Zentrumsseite, daß die ganze Ordenssrage die oberhessischen Abgeordneten, die rein vrotestantischc Bezirke vertreten, gar nichts angehe, Gerade diese urteilen in der Frage frei von konfessionellen Sympathien »der Anffvattiien, von rein staickspolitiichen "Gesichts- punkten. Sie sind gern bereit, den Wünschen, den Empffndungen der katholischen Mitbürger errtgegenzukommen, wo es ihnen die Rücksicht aus das Gemeinwohl möglich macht. Das ist aber nur aus dem Gebiet der Krankenpflege der Fall. Gegen wetteren Ansbau des Ordcnsweseus spricht dic Rücksicht auf die Stcuerkrast der Bevölkerung Der Redner beweist mit statistischen Zahlen, daß dic Stencrleästuirg der kathol. Bevölkerung Mo Kövf bedeutend geringer sei als bei der Motestantisäten Bevölkerung und datz der Unttr- schied im Laus der Entwicklung immer größer geworden sei. Eine der Ursachen der geringeren Steuerkraft der Katholiken seien die bedeutenden kirchlichen Sffftungen, die pro Kopf mehr als das sechsfache betragen gegenüber den Protestanten. Durch Förderung des Ordcnswesens wird aber das Anwachsen des Besitzes der toten band noch gesteigert. Den Steueraussall muß dic protestantische Bevölkerung mit tragen. Dic Rücksicht auf die Wahlhilse des Zentrums dort bei unserer Entschließung keine Rolle spielen. Wir dürsen uns auch nicht cinschüchtern lassen durch htc Drohung, daß die Anhänger des Zentrums sozialdemokratisch wählen würden. Abg. Bach (Natl.) crllärt, daß für ihn die ganze Sache keine Religionsirage, sondern eine reine Schulsrage sei. Der Redner werrdet sich dann gegen einen Teil der heutigen Ausführungen des Abg. Dr. Schmitt. Den Antrag Korell betr. der Englischen Fräulein habe dic nationalliberale Fraktion einstimmig glatt ab- gelchnt. Er erllärc, daß er in allen Fragen, dic wirkliche Lebens- intcresscn der katholischen Kirche berühren, den Ausschußanträgcn zustimmc, dagegen bezüglich der Unterrichtsanstalten anderer Meinung sei. Durch Annahme seines inzwischen eingebrachtcn Antrags, die Beschlußfassung über Pos. I, Art. 2 (betr. die Privatmädchen- schulen in Alzen, Birkenau und Neustadt i. O.) und Pos. IV, Art. 3 b (betr. die bischöflichen Knabenerzichungsanstalten in Klein- Zimmern >md Drais) bis zur Beratung der in nahe Aussicht gestellten Novelle zum Bolksschulgcsctz zurückzustellen — würde nicht mir ihm, sondern auch andern Mitgliedern des bauses die Zustimmung zu der Vorlage erniöglicht werden. Als entschiedener Anhänger der Scmultanschule könne er nicht zugeben. daß das ganze Ausnahmegesetz bezüglich der Privatschulen noch Wecker aus- gebildet werde. Minister des Fnnern v. b o nt b e r g k crllärt, daß er dem Antrag Back namens der Großh. Regierung entschteden wtdersvrechen müsse. Der Antrag sei ein Unikum. Wenn man die Beratung der beiden Pimkte aussetzcn wolle, so müßte man sie doch in dem Gesetz diberhanpi streichen und diese Streichung ginge doch noch viel weiter als der Antrag Korell-Fngelhcim Es tritt darauf eine Pause ein. Nach der Panse teilt Präsident Köhler nrck, datz ein Antrag des Abg. Äorell-Jngclbeiw mit namentliche Abstimmung über seinen Antrag zu Abs. 1 cingegangen ist. Abg. B a ch hat seinen Antrag dahin abgcändcrt, die beiden ausznsetzcnden Punkte der Regierung als Material für die Revision der Novelle znm Balks- schÄgesctz zu überiveisen. . '.H6g Ulrich (Soz.) bemerkt, es gehe ichon aus den btshertgen Debatten über dic Vorlage klar hervor, daß durch die Vorlage der religiöse Friede nicht gefördert »verde, man komme im Gegenteil wüst lueitcr anscckiander. Von den evangelischen Abgeordneten hatten viele eckte ganz unangebrachte Zurückhaltung geübt und ihre Meinung zittäckgehalten, wohl weil sie aus Gewissensrückiichten sich nickt näher aitssprechcn wollten, oder weil sie glauben, doch an der Sache nichts mehr ändern zu können. Bei dieser Sachlage müsse seckie Partei doppelt vorsichtig sein. 'Die Jesutten fürchte seine Partei nicht, sie sei bereit, mit ihnen zu kämpien. aber sie wolle! ihnen nicht die Schule ausliefern. Es sei ein Sckanspckl für Götter, wemr das Zentrum jetzt so eifrig sich gegen die Ausnahmegesetze wend>et da es doch selber seiner Zeit an den Ansnahmegesttzen „egen dic Sozialdemokratie milgewirkt l>abe. Er müsse übrigens offen gestehen, daß ihm diese Regierung keine Garantie ffir die Erhaltung der liberalen Echulgesetzgrbung im Lande bieten könne. Abg Mergel! »natl.» polemisiert gegen deit Abg. Zw. -ä'Ntttt, der gegen ihn persönliche Vorwürst gerichtet habe. Datz die Angelegenheit der Englischen Fräulein bei Beratung der Novelle znm Äolksschulgesctz wieder mck zur Beratung kommen iverdc, „lanbe er nM Ten Erzichnngshäusern seien die Erzcehungs- oercine bedeutend vorznzichen. Die Ordensschwestern in!wr Kran- kcnpsleqe seien Mvdesache geworden, es »eten in Darmstadt IN der A tckeiwstege nur 20 evangelische und über 30 katholische Schwestern t'rttia uW dabei sei die Zahl der Evangelischen fünmml so grotz ms die der .Katholiktti» die „Gemeindeschwester" llrnge aistchemend o elcn zu sehr nach Volk. (Heiicrkeck.) Für eine Zulassung wecke- rer Mäunerorden könne er sich nicht cnti4iie6fn; gvgm ixe Su= lafiung der Kapuziner sei im Grunde nichts -unzi-werldcu. Mau aber M i ihrer Stelle auch die Evcntuailität der Zulassung eines archcren Ordens ins Ange gefaßt werde, wie der Benediktiner, so würde er auch gegen die beiden neuen Niederlassungen stimmen strüffem Bei den Ausschntzverhandtungen sei die evangellfche Bevölkerung noch vertrauensselig und einqeschläsert gewesen, es wurden ihm aber allmählich die Augen geöffnet und es sieht jetzt, wvtua die Fahrt gehen soll, gegen die ltberate Volksschule. Das Volk werde sich aber dieses Erbe der Reformation nicht nehmen lassen. „Der Präsident teilte einen Antrag Dr. Osann mit, in einer Entichließung zu erklären. daß sich die Kammer durch dic Abssim- muug über die Vorlage keine Bindung für die bevorstehende Be- ratung der Vol ksschul Novelle oder die konsessionclle Schule auserlegt. Der Präsident schlägt tveiter vor. die Rednerliste — noch 4 3tein .a»nnc näher dar und crllärt, daß er im allgemeinen sich den Witräge» lind Ausführungen seines Parteifreundes Kvrell-Jngelheim anschließe. Abg. Dr. Wtiiizer (Nll.) wendet sich gegen verschiedene persönliche Bemerkungen des Wg. Dr. Schmitt bezüglich der Stellung des Redners zur Konfessionsschule. Er müsse sich im Interesse der allgemeinen Volksschule gegen dic Konscssionsschule aussvreckien und wenn bei seiner Wahl das Zentrum für ihn cingetreten sei, so sollte das doch nach der Vetticherung maßgebender Zenlrumsmit- glicder nicht deshalb geschehen, um einen Trumph gegen die Sozialdemokraten anszusviclen, sondern es geschah, weil er sich in seinem langjährigen Wirken in jenem Kreise auch das Vertrauen der katholischen Bevölkcrimg erworben liabc. Für dies Bekenntnis sei er dankbar, aber er könne sich dock» dadurch nicht in seiner persön- lichcn Ueberzeugunb bestimmen lassen. Damit schließt die bauvtaussprachc. Es kommt dann noch zu einem persönlichen Wortwechsel zwischen den Abg. Korell-Fngelheim und Dr. Schmitt, wobei Dr. Schmitt den Vor- tvnrf der Denunziation erhebt, gegen den Korell-. P e t c r s e n - Darmstadt, dic Anwesenden, besonders die als Gästt anwesenden Prooinzialdirektor Dr. Usinger-ssiießen, Kreisrat Schenk zu Schwcinsberg-Friedberg, den Rellor der Landesuniver- sität I). Eck und den Dekan der theol. Fakultät D Baldensperger. Sodann gedachte er der nn letzten Fahre verstorbenen Geisllichcn Lberhessens (Lie. Dieckmann-Ober-Eschbach, beinrichs-Ehrings- hansen, Kalblienn-Gießeii», deren Sliwenken in her üblichen Weise geehrt wurde. Er besprach dic kirchlichen Ereignisse des letzten gahres, auch den nötigen Kamps gegen die neue Ordensgeietzgebnng, der nicht mit Worten, sondern mit Taten geführt ivcrden müsse und hoffentlich zur größeren Eintracht und Stärke der evangelische» Kirche beitragen werde, bauotgegenstand der Verhandlungen »oar dann der min tolgendc eingehcnde^aus reichlickwr Erfahrung ent standene Vortrag des Pfarrers S ch n l t e-Großen-Linden über Der Pfarrer und der Friedhof in Oberhessen. Er führte ans: Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden in Ober- Hessen und auch in anderen Gegenden Deutschlands alle im Frieden mit der Kirche Gcswrbenen, auch die Toten der kirchlosen Fitial- dörser aut dem Platze bei den Kirchen beigesctzt. Dieser Platz heißt Kirchhot öder, weil er eingciriedigt war, Fttedhos, und weil er kirchlich geweiht war, Gottesacker. Bis zum 18. Jahrhitndert herrschte das .Sipvengrab. dann trat das Rcihengrab an seine Stelle. Etwa von der Mitte des l8. Jahrhunderts an wurden Friedhöfe außerhalb des Ortes und fern Volt der Kirche errichtet, teils weil die Kirchhöfe sür dic »vachsende Scelenzahl nicht ausreichiett, teils »veil die lirchlichen Filialdörser den weiten Weg zur Muttcrkirche scheuten, teils weil bestimmte bvgicinsche Gründe es zu fordern schienen. Ihnen fehlt aber der Mittelpunkt, die Kirche oder Kapelle, sic sind schmucklos und unschön. ohne Baumpslanzungen, mehr Ansbeloahrnngsstätten von Steinhauerarbeite»!, dic einander säst gleichen. Hier muß noch viel Auillärung ins Volk getragen werden. Jeder Friedhot sollte als Mittelpunkt eine Kapelle haben und reichlich Baumschmuck aut- weiscn. In die Verwaltung des Friedhofs gehört vo»i Amts wegen auch der Ortsoiarrer. Leichenhallen gehören in die Ecke, nicht in dic Atitte des Friedhofs. Der Portrag fand den nngetctlten Betsall der Aiuvesendecc und vcranlaßte eine längere Aussvrachc, die noch Iveckerc Wünsche sür die Schönheit der Friedhöfe zutage törderte. Zum Schlüsse »vurde eine Enffchließung cinsttmmig angenommen, »velche im Sinne des Bortrages verschiedene Wünsche an die Be Hörden richtet, und besonders die Beteiligung des Pfarrers in dem Fttedhossausichuß fordert. Mit dem Gesang von „Ein' feste Burg ist uirscr Gvti)" wurde die Konscrenz gegen 2 Uhr geschlossen. LanSwirtschaft. Erfolge der Oberhessischen Tierzucht aus der Wander-Ausstcllung in Hannover. Die Bcichickung größerer Aussttlli»iigen ist ffir vorwärts« Ärebeirde Zuchtgebiett von Zeir zu Zeit ei» Badiirsnis, weil man tm Wettstteck mit de» anderen deutschen Zuchten den besten Maß- swb für den augeublicklichcn Stand der eigenen Zucht gewinnt und aus Ersvlgeii und FeUsclstägen manche Lehre ziehen kann, dic natürlich in richttgcr Weise zur weiteren Veroollkommmmg d«r Zucht verwettet nutrden muß. An der DcmderauSstcllung der D. L. G. in ba»>nover beteiligte sich dck Provinz Oberhessrn in Einzelvassen mit 17 Bogels- bergeru, 21 Simmentalern und 31 Ziege» iM Preisbewerb. Zeigte schon die vor kurze»» i»c Schotten smttgehabte .Kreis- schau, daß in den letzten Jahren die (Zucht des Bogelsbcrgcc Rindes in „ualctativer Hinsicht sehr schöne Forffchttttc Mlszuwessc»! hat. so wurde diese Beobachtung in Hatmover von ncu«m bestätigt, llnter den 150 Stück Rotvteh, die wm 10 großen Zachtverbenden ausgestellt »rwrden waren, vereinigten die Oberheisischen Vogclsberger die meisten Geldpreise aus sich, iudttil sie in Einzel- Mid Samm- lungsklassen rund 1t>00 Mk. Geldpreise einheimsetc komilen. Dos PräMiierungsergebnis im Einzelne»! Ivar folgendes» Die ltzemttiche Reiskirchen erhielt aus ihren »Bullen dtti eftttn und Sieger-Ehrenpreis, Zuchtl>osint>aber Fischer in Ziviesalte» aut einen Bollen eine Anerkenmcng mcd aut 3 Kühe einen ersten, einen Sieger-Ehrenpreis und eine Anerkennung» außerdem ,vurde ihm ein erster Famckien- preis und cinc Anerkeninnig für eine Eiitzelzüchtersaminlimg zuicil. Weitere cwstc Preise empffngen» bttnttch Schneider-Lardenbach, tmd beckttlch Dambmann IV. in Rudingshain» Ludwig Menges Ww. in Großen-Linden erhielt ttnen znteiten Preis. Im Samm Ilmgswettbewerb cttangen dic Lberhessisck»e berdbnchgcsellschack einen zweiten, der Prenßisckt-bcssischc Zuchtverband einen ersten und der Verband Ntttteldeuffcher Rvwiehzückücr ebenfalls einen ersten Preis. Möge dieses Ergebnis die Vogc'lsberger Züchter Mit Stolz erfüllen, sie den Wert des einheimisctten Landvichcs richtig erkemien lassen und sie zu nausen 2. Preis, Adam Köhler-Zell 3. Preis, Peter HiuserlI-Rieder-Weisel 4. Preis» die Arbeckerkolonic Reu-Ulrichstein, Philipp Müller-Obe»-Hörgern, Hugo Kaspar II.-Niedcr-Brttdeichael» und Koittad Häuser I .Niedrr- Wcisel erhielten je eine Anerkennung. Auf dic coommlung des »KrecSrriiderzuchivevcins Msfeld entffcl ein erster Preis und aut diejenige der Oberhessischen Herdbnchgesellschast eckte Anerkennung. In der Mtestung der Ziegen war Obcrhesscn wieder IN vielen Emzclklassen und in» »Sammlungsbeiverb führend. Bei sehr starker Konkurrenz wurden Preise int Gesamtbeträge von 1250 Mk. erzielt. Es erhielten erste Preise» Die Stadt Lauterback», Zicgcmbockstatint Sllsseld mck Karl Horst in Leusel. Zivnte Preise wurden zuerkannt» der Gemeinde (salz, der Stadl Lautcrbach, Heinrich Birkenstock, Sttebendort, Wilhelm Hankei, Lautcrbach, Peter Martin, Angenrod, Heinttch 'Schneider-Angenrod, Könr. Münster, Hattenrod und Heinrick» Karl Koch-Düdelshttm. Dritte Preise wurden errungen von Jost Gemmer, Zell, Heinrich Ocstreich, Baimerod, und Karl Kcmrad Schästr-Lang Göns. Vierte Preise erhielten» Die Ziegen- backstation Wülsersheim, Gemeinde Nieder-Weisol und Johannes Becker VIII.-Stockhausen. Durch Anerkennungen »onrden ausgezeichnet» Johannes »Rvdemer II.-Lautcrbach, ltzeorg Gemnieckcr-ilfteder- Florstadt, »Julius Kampa-Alsseld, Heinrich Weiß-Reuters, '.Konr. Helm». Hildebrand-Nicder Weisel, Martin Linn-Maar,^Karl schön- lials-Reuters »ind Ehttstian Schab-Lauterback. Im »Sommttrngs- nwttben»erb erhielt der .Krttsziegenzuchtvereckt Lautcrbach und der Verband der Oberhessischen Zicgeiizuchtvereinc in Gießen »e einen ersten Preis. Zur Affäre vunten-valwig!. 4 Berlin, 23. Juni. Der aufsehenerregende Familiensttcit im Hause des vcrstorbewe» hessischen Ministtrpräsidcnten Exzellenz v. Dalwigk beschästigt, wie man der „Deutschen Fournalpvst" schreibt, auch »veitcrhm die Gerichte und wird voraussichtlich noch verschiedene llebcrraichongcn ztttigeu. Inzwischen hat das Amtsgettcht Darmstadt nnffangreiche Beweiserhebung in dem gegen den ltzrasen Tunten-Dalwigk anhängigen Entmündigungsverfahren bc»chlv>'scn. Dic Staatsanwalt- schait Darmstadt hat sich dem Berfahren inc üsscntlichen Interesse angcsckilosscn. Tie Antragstcllerin Fräulein Baronesse Panlrne v. Dalwigk will den Nachweis führen, daß sie sich zn dem iolgen- schiveren Schritt gegen den Grasen v. Tuntcn-Dalwigk ans reinster geschwisterlicher Liebe und aus hohem Familiensinn heraus veranlaßt gesehen labe. Zu ihrem Schutze »mrd angeffihrt, daß es eine geradezu unglaubliche Unterstellung sei, sst beabsichtige ihren Bruder aus vermögensrechtlichen Gründen in einem Frrenhausr internieren zu lassen. Ter Brüder gelte nicht nur tbr, sondern allen, dic mit ihm in nähere Berührung gekommen, für derartig willens- und geistesschwach, daß ihm die zur selbständigen Verwaltung eines bedeutenden Vermögens in Deutschland und dazu großer MajvratSgüter in Livland crtordcrlichc Geickäststäbigkeit fehle. Dieses Streben brachte sic mittelbar mit dem ttzraicn Reh- binder, mit dessen Familie Gras v. Dunten-Dalwigk engen Verkehr vsirgt, in Konssill, und es erwuchsen ihr, sowie verschiedenen auf ihrer Seite Stehendtti eine Reihe von Prozessen »md dergleichen. Man wird ab, »Worten haben, welchen Ausgang das Entmün- diMtngsversabren gegen den Grasen v. Tunten-Dalwigk nimmt und dann erst cm endgültiges Urteil über die Frage, aut welcher Seite Recht und aus »oelcher Unrecht liegt, ab geben können. Aniversitätr-Nactzrichte«. ** Die Erösfituuz der Universität Frankfurt. Dic Mitteilung, daß der Kaiser der Erössnung dev Universität Franffurt beiwohnen werde, findet jetzt ihre offizielle Bestätigung. Der Kultusminister hat an Oberbürgermeister a. D. Ädickes, den Vorsitzenden des Ber- waltungsausschusseS der Mademie für Sozial- und Handelswissenschaften, folgendes Schreiben gerichtet»- Auf den Bericht vom 26. Mai teile ich Euer HoctffvoLl- aeborcn ergebenst mtt, daß Seine Majestät der Kaiser mrd König die Gnade haben wollen, der sererltchen Ixt bärtige» Unitx>rfitüt persönlich bcizuwohnen AIS Zeitpunkt für die Fcicr ist von Seiner Majestät der 18. Okt ^ I in Aufsicht genommen. Ter gefälligen Vorlage des Programms für die Eröffnungsfeierlichteit sehe ich er- gel»cnst entgegen — Der Heidelberger Historiker Professor Tr. .Varl H-a m p e hat den Rui an bic Universität Frankfurt ab- gricchnl — Der etalsmäßigc Professor der Nationalökonomie an der rechnlichcii Hochisäntle zu Lachen Tr. sur. et phil. iWilPelui ü ä li lcr hat einen Ruf iu die juristische Fakultät der Universität Greifswald, die in eine rechts- und ftaaiswijjcnjchastliche Fakultät uiugcwandcll werden wird, erhallen? er soll hier Prof. ä Oldenberg ersetzen. — Der Vertreter der Mineralogie und Geologie an der Tanziger Technischen Hochschule Tr. Ferdinand von Wolfs ha! einen Ruf als Ordinarius an die Universität Halle erhalten. — Der Ordinarius der alten Geschichte an der Mar- bu rge r Universität Prof. Tr. Elimar Klebs wird krankheitshalber mit Äblans des Joninierscniestcrs vom Lehrainlc ^urücktretcn: zu seinem Nachfolger wurde Professor Tr. Walter Otto von der Universität Greifswald berufen. — In Kiel ist der llnivcrsitälsinusikdircktor Professor !2r. h. c. .Hermann 2 t a n g e. Organist an der St. Nikolai- Kirche, im 79. Lebensjahre gestorben. Yereinrnachrichterr. — G > o b e ».- L l n d c n , 23. Juni. Ter diesige Radfahrer- Verein beteiligte sich am Sonntag, 21. Juni, a» dem Radsahrerfest in Dornholzhauscn. Er errang beim Korsosahren in der Abteilung A den 1. Preis. Luftschiffahrt. Ein Fliegernnglück Schwerin s. M.. 24. Juni. Bei dem Fluge, den «Oberleutnant Kolbe vom Inf.»Regt 97 Saarburg mit !Hauptmann Ruff vom Ins.-Regt. 180 Tübingen unternommen hat. kamen beide Flieger zwischen dem Dcstteile des Oslorfer Tees und Görries so unglücklich zu Boden, daß .Kolbe einen Schädelbruch davontrug, dem er bald darauf im Garnisonlazarctt erlag. Ruff ?am mit einem Unter- schcnkelbruch davon. Gcrichtrsaal. Mctterle gegen General.Keim. Kalmar (Elsaß!, 24. Juni. Vor dem hiesigen Landgericht iand heute die Berusungsverhandlung in dem B c l e i d i g u n g s- Prozeß des Rcichstagsabgeordnclen W e t t c r l e gegen den Worsitzeirden des deutschen Webrvereins, General a. D. Keim, statt. Dieser hotte in einem Artikel des „Tag" vom 9. Januar von einer „Schandvressc", „tämmerlichcii Hetzern", „Baftarddeutschen", „eMarteten VolkSgnwise»" usw. gesprochen, wodurch sich Weiterte, der politische Direktor de- „Nouvclliste d'Aliace-Locraine", beleidigt iübltc. Vom Schössengcricht war General Keim iu 2 00 Mark Geldstrafe verurteilt worden, wogegen er Berufung einlcgte. Das Landgericht änderte das Urteil in 30 Mark Geldstrafe bezw. drei Tage Hast um. Die entflohene Harcmrdame. Die entilobcnc HarcmSdame — sonst ineist eine hübsche Feuilleton-Anekdote, die das Herz des soinmerlichen Lesers rührt, diesmal aber ein ziemlich großer „Fall" von allgemeiner Bedeutung, wichtig und interessant durch die beteiligten Personen und durch gewisse politische und kulturelle Hintergründe. Es handelt sich um die Tochter Fzzet Paschas, aber nicht des türkischen Exkricgsministers Zzzet, der vor einiger Zeit beinahe albanischer Gegenkönig geworden wäre, der 1910 von Kaiser Wilhelm zu den Paraden und Manövern eingeladen und mit dem Roten Adlerordcn 1. Klasse dekoriert wurde. Nein, der Vater der Frau Lewa Abed, der ent- ilohenen Harcmsdamc ist jenes Zzzets nicht minder berühmter Namensvetter (unb persönlicher Todfeind), der ehemals allniächtige zweite Sekretär Abdul Hamids, der wegen seines unheimlichen Einflusses den Spitznamen „Vizcsultan" erhielt, ebenso unheimlich« Reichtümer sammelte und zurzeit mit seinen drei Lieblingsgattincn ein schönes Leben an der Riviera genießt. Wie seine Vergangenheit, so sind auch seine Anschauungen hamidisch, d. h. er verheiratete seine Tochter nach alttürlischem Stile. Man weiß ja, wie das geschieht. Bon Liebe im westLuropüischcn Sinne >s! da nicht b\c Rede. Tie jungen Le itc (Plicn sich vor der .Hochzeit nicht. Die Ehe wird mit Hilsc von Heiratsvermittlerinnen geschlossen cwas ja auch bei uns noch'vielsach geschehen soll), aber nur durch deren Schilderung lernt der Bräutigam die angeblichen Züge seiner Braut kennen und umgekehrt. Die Tochter Zzzet Paschas wurde also auf solche oder ähnliche Weise an den Anwalt Mazahr Abed in Damaskus verkuppelt. Tie erhielt sehr wertvollen Schmuck mit. Keine Mltgist. Das ist nicht Titte in der Türkei. Vielmehr hat der junge Ehegatte der Gattin eine größere Geldsumme als Geschenk übergeben., die in drei Teile geteilt wird. Ten ersten Teil erhält die junge Frau am Hochzeitstage, den zivcitcii nach der Geburt ihres ersten Sohnes und dcn'driiten bei der cveutucllcu Scheidung. DaS ist alttürtisch. Aber das ganze Fühlen und Denken der jetzt noch nicht siebzehn- jährigen Frau Lema Abed lehnte sich dagegen auf. Sie liebte ihren Mann nicht, »nd ihr Leben gestaltete sich in dem Harem zu Damaskus zur Hölle. Sic packte ihren Schmuck ein und beiverkstclligtc mit zwei Leidensgenvssincn die Fluch! über de» Libanon nach Beirut, fuhr von dort an Bord eines österreichischen Schisses nach Alexandrien. Hier kam der Baier der beiden anderen langen Mwdchm ans das Schiff und bewog diese durch gütliches Zureden zur Rückkehr. Auch der Anwalt Abed stellte sich em, vermochte jedoch seine Gattin nicht zu überreden. In Triest traf sic mit ihrem Vater Jzzet Pascha zusammen, entwand sich ihm aber und fuhr nach Wien. Zn Wien setzen nun die rechtlichen und staatsrechtlichen Schwierigkeiten ein. Frau Abed hat den größten Teil ihres Schmuckes bei einer Bant in Triest deponiert, ojjct Pascha reklamiert die Juwelen im Gesamtivert von 100 000 Kronen als sein Eigentum und macht zusarmnen mit seinem? Schwiegersohn geltend, daß Frau Lema Abed noch minderjährig und somit nicht versügungsberechtigt ist. aie Wiener türkische Botschaft ist in Bewegung gefetzt. Das Wiener Auswärtige Amt und die österreichischen Gerichte werden sich den Kops über den Fall zu zerbrechen haben. Tic lange Frau Abed erklärt? „Lieber in den Tod, als zum ^Gatten oder gar zum Vater zurück!" Sie will sich lieber als Sprachlehrerin durchs Leben schlagen, und sic ist in der Tat nicht nur sehr hübsch, sondern auch für eine Türkin aussallend gebildet. . Man weiß ja, in den letzten Zähren ist in der Türkei so etwas wie eine Frauenbewegung groß geworden Als deren Führerin wird Mirhi Nissa genannt. Zn den Harems vornehmer Türken haben deutsche und französische Erzieherinnen moderne Zdeen verbreitet. Eine kleine Armee intelligenter und durchgeistigter Frauen hat sich zusammengesunden. Sie wollen die aufgezwnngenen Fesseln sprengen und ihrem Volke eine neue Frau mit modernen ^Jdeen und Lebenszwecken schenken. Pierre Loti hat dieses Sehnen und Drängen der türkischen Frauen nach Freiheit und Selbstbestimmung höchst anschaulich geschildert. Nach der ersten Revolution in .Konstantinopel brachte es diese Bewegung bereits zu einer Zeitungsgründung, zu Fraucnversamm- lungen und zur Eröffnung einer Stndienanstalt für Mädchen. Die Reaktion fiel dann allerdings wie ein Reif in der Frühlingsnacht aus diese Emanzipationsbestrevungen. Als einige junge Türkinnen wagten, mi der Seite ihrer Brüder unverschleiert durch die Straßen zu gehen, wurden sie vom fanatischen Pöbel gelyncht. Aber der Funke der Emanzipa- tio.n Llimmt unter der Asche in den Harems weiter. Die türkische Frau, die jo viele Jahrhunderte in Dumpfheit hinter den Gittern des Harems dahinvegitiertc, verlangt Anteil am öffentlichen Leben, an der Bildung, an den Rechten und am Schicksal ihres Vaterlandes. Frau Lema Abed, die Tochter des Sultansekretärs, ist die typische Vertreterin der mohammedanischen Frauen, die nach Licht und Anerkennung ringen. Sie kämpft um die Menschenrechte der modernen Türkin, und es wäre traurig und schade, wenn der tote Buchstabe westeuropäischer Gesetze diesmal noch der hamidifchen Weltanschauung zu Hilfe käme Line glücklich verhinderte Katastrophe zur 8ee. London, 24. Juni. Auf die Notsignale des Dampfers „Gothland", daß er an der Küste von Cornwall aus eine Klippe ausgelaufen sei, eilten die Dampfer „Ascanius" und „Dlonte Cuma" sowie der Postdampser „Lvonesse" mit zwei Rettungsbooten im Schlepptau zu Hilfe herbei. Zur Zeit des Unglücks herrschte dichter Nebel. Um 91/2 Uhr lichtete sich der Nebel und die „Lyonesse" sichtete die „Gothland", die auf der Klippe festilag. mit einer starken Neigung nach der Steilerbordseite und anscheinend mit Wasser gefüllt. Di« „Lyonesse" fuhr so nahe wie möglich an die „Gothland" heran und ihre Rettungsboote brachten alle Passagiere an Bord. Die „Gothland" hatte selber versucht, zwei Rettungsboote auszusetzen, die jedoch kenterten; 40 Personen sielen ins Wasser, konnten aber gerettet werden. vermischte». * Der Kronprinz und ein durch ein Automobil Sch we rve rletz te r. Aus Danzig wird gemeldet? Auf der Rückkehr von Schmolsin nach'Zoppot am 22. d. M. im Automobil trag der Kronprinz bei Belgard im Kreise Lauenburg neben seinem vollkommen zertrümmerten Wagen am Chausseerande sitzend einen alten Mann, dessen jämmerliches Aussehen den Kronprinzen zum Halten veranlaßte. Der Zustand des anscheinend schwer verletzten Mannes, dem der Kronprinz Trost zusprach, verbot es, wie der Kronprinz es zuerst beabsichtigte, den Schwerkranken, der anscheinend durch das Zusammenprallen seines Gefährtcsmit einem vorübcrkommen- d en Automobil verunglückt war, ohne ärztlichen Beistand sortzuschasscn. Der Kronprinz überließ den alten Mann daher der Obhut anderer Automobilreisendcr und fuhr zunächst nach Lauenburg, wo er persönlich dem Dr. Hassclbach die notwendigen Anweisungen für die in einem Automobil zu bewerkstelligende lleberiührung des Schwerverletzten in das Zohanniterkrankenhaus in Laucnburg erteilte. Trotzdem alles erforderliche für den Schwerverletzten geschehen war. ist er im Zohanniterkrankenhaus in Lauenburg an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. * Titel- u » d O r d e n z s ch a ch e r. Au! Ersuchen der Berliner Staatsanmaltfchast ist in Toulouse ein gewisser Tr. Peres vernommen worden, um ieftzustellen, ob er in die Angelegenheit des Titel- und Ordensschachers verwickelt ist, mit dem sich die deutschen Behörde» zurzeit belassen. Dr. Peres gab zu. die inter- iiationole Akademie der Künste und Wisjenschaüe» in Toulouse, die jetzt aufgelöst ist, oearündet und einem Tenlscheii namens Bobschiner Tivlome und Auszeichnungen dieser Akademie geliefert zu haben, üellle aber in Abrede, Bobschiner aulge>orde,t zu haben, ihm deutsche Diplome, insbesondere solche der Universität Rostock, zu verschaffen. Tie Archive seiner Akademie seien ISIS beschlagnahmt und nach Brüssel gebracht morden wegen eines dort schwebenden Brrsnhrens gegen Titelschacher, Kleine Tageschronik. DaS »Neue Wiener Tageblatt" meldet aus Krakau? Als Fürstbischof Sapieha zur Einweihung einer Dorlkapell« bei Krakau suhr, wurde ei» P s e r d des ihn begleitenden Bauern» Banderiums scheu. Ter Fürslbischos spraug aus dem W a q e » u n d ,v 0 l I t e d e », R e i t e r b e t st e h e n? er wurdi ledech vom Picrde mit dem Hui in die Seite gerrossen und nicht unerheblich verletzt. Trotz großer Schmerze» nahm der Fürslbischos die Einweihung der Kapelle vor, konnte aber die Predigt nicht Hallen und mußte auch die beabsichtigte Visttationsreise au'gebeu. In der Nacht zum Mittwoch wüteten in sünt amerikanischen Staate» heftige Stürme. In Watcrtawn und Süd- d a k 0 t a trug der Sturm den Charakter eines Tornado. Diele Häuser wurden zerstört und 22 Personen verletzt. KO Wiesbaden. Auftrieb? Rinder 84 Märkte. Viehhoi-Marktbericht vom 24. Juni. lOchsen 23, Lullen l?ß Kühe »nd Färsen 23,, Kälber 27t, Schale 36, Schwein« 488. Preise sür_100 Bis. Geschält nullet. Lebend» Schlacht- Ochs qeroicf)t_ Pollfleffchlge, ausgemästete, höchsten Schlacht» Mk. ivertes lm Alter von 4—7 Fahren .... 48—32 Junge, fleischige, nicht ousgemästete und ältere «uSgemästeti................. Mäßig genährte junge und giü gegenährte altere .......42—45 99 nt [ e n. Pollfleischige, nu§qen>, höchsten Schlacht»». . 40—42 Poll fleischige, jüngere ..........38—40 Färsen. Kühe. Pollflelfchlge auSgemästeti Färsen höchsten Schlachtwertes...........46—60 Povfleischige ousgemästete Kühe höchst«, Schlachtwerte» bi» Ul 7 Jahren.....38—41 kl eklere ausqemäktet« Kühe und wenig gu! ent» irickÄte jüngere Kühe.........40—44 Mäßig genährte Kühe und Färsen .... 32—38 Gering genährte Küh« und «rärsen.....28—31 Halbe.-. Feinste Mastkälber...........62-65 Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... 56—58 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 50—54 Geringe Saugkälber..........46—49 Echake. Weidemastschaie: Mastlämmer und jüngere Masthammel . 45,50—00,00 Schweine. Pollfleischige Schweine von 80—100 ßgt Lebendgewicht ..............44-46 Vollfleilchlge Schweins unter 80 kxLebendgewicht 43 l /g-45 Bvllfleijchige Schweine von 100—120 Ic- Lebendgewicht ... 4b'/, 47 Vollfleischlge Schweins von 120—150 Lg Lebendgewicht .............. 44 4» Fettschlveins über 150 kg Lebendgewicht . . 40-43 kr Frankturt a.M. L i e h h 0 s »r a r kt b e r i cb t vom 2». Juni. Aultrieb: Rinder 114, Schien 86, Bullen 2, Kühe und Färsen 55, Kälber 791, Schaie 100, Schweins 947. Tendenzl? Rinder, Kälber nnd Schale flau, Schweine flau, bleibt Usberstand. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlacht», gewicht Kälber. Feinste Mastkälber ....... Mittlere Maki- und beste Saugkäld^e. Geringere Mast- und gute Saugkälber Geringere Saugkälber.........44—47 Schale. Stallmastfchase Mastkämmer und jüngere Mastbammel Aeltere Masthammel, gut genährte junge Schafe und geringere Mastlämmer......35-37 Schwein;, Poklfleifchiqe Schweins von 80- 100 ’t» Lebendgewicht........44.41—47.01 59.00— 61 11 Lollflerschlgs Schweine unter 80 k* Lebendgewicht....... 44 51—47.04 58.00—60. M Pollfleijchigs Schweine von 100 —120 k; Lebendgewicht........ 46,00—47. «0 57.00—59 10 Loüfletschlgs Schweins von 130—150 c • Lebendgewicht....... 44.01—46.00 58.00—58.00 Limburg a. d. Lahn, 24. Juni. Fruch! markt. Durchschnittspreis pro llüalter. Roter Weizen lNaslauifcheri 17,20 Mfl, weißer Weizen (angebaute Fremdsortenl 16,70 Mk, klorn 13,10 Mt, Gerste (Futterl 0,00 Mk„ Braugerste 00,00 Mk, Haler 9,00—0,00 Alk., Erbse» 0,00 Alk« Kartoffeln 50 Kilo 0,00-0,00 Mk, Butter das Pflmd 1,05—0.00,Mk., Eier das Stück 7 Pfg. Mk. 85 -92 83—80 75—80 70—74 86-70 64-90 68 — 75 75—80 61—86 56-60 103-103 »2-97 83—91 78-83 94-00 57-59 56 58 57-59 55 —56 50-54 Mk. Mk. 58-82 96-103 52-58 88 -9b 48 -52 82-86 44—47 75-80 41-42 90-32 35-37 82-88 kirchliche Nachrichten. Israelitische keligiourgemeinde. Gotterdienjt in der Synagoge (Süd-Anlage-. Samstag, den 27. Juni 191t: Porab end 7.4.5 Uhr. Morgens? 8.30 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Jugcudgottcsdienft. Sabbatausgang: 8.40 Uhr. Irraclitijche Religionrgesellichaftz Gottesdienst. Cabbat^eisr am 27. Juni 131t: ^reitaa abend 8.00 Uhr. Samstaa vormittag 8.00 Ufte. Samstaa nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-AuSqanq 9.40 Ufte. L^ochengottesdienft: Morgen? 6.00. abends 7.30 llftr. Müllersche Badeanstalt. Wasier wärme der Lahn am 2ö. Juni 14' R. Verantwortlich für ..Aus Stadt und Land" i. V : K. Neurath. Ein vierzigjähriger Katarrh geheilt. „Ich litt vierzig Jahre an einen, hartnäckigen Luftröhren- kotarrb, gebrauchte englische Jnhalationsgläser, die mir nichts Hallen, und eine Masse Arzneien, die ebensoviel bewirkten nnd mir einen Magen- und Tarmkaiarrh zuzogcn Vor kurzem ließ ich mir eine» Tancröschcn Inhalator kommen, und bald war mein altes Leiden vollständig geheilt. Auch das Llsthma, das ich mir infolge des anlxiltcnden Husten - zugczogcn hatte, ist fast vollständig vcr- schwundcu. Ich bin deshalb ganz begeistert von dem Taneröschcn Heilverfahren und kann älmlich Leidenden nur den fiat geben, sich sobald als möglich den vorzüglichen Tanercschc» Inhalator an- zuschasicu. Ich habe diese Anerkennung freumilig ohne Llus- lordcrung ausgestellt und mit meinem Namen unterzeichnet. Rastatt. H. Büchlcr, Realschuldirekwr a. T." Es liegen mehr als 15 000 ähnlicher Anerkennungen vor, lveschc van einem vereidigten Bücherrevisor und polizeilich beglaubigt sind. Tancrös Inhalator, der bereits von vielen Aerzten ivegen feiner überrafchcnden Wirkungen bei Katarrlre» der' Luftwege in Gebrauch genommen limrbf, darf nicht mit Inhalatoren älterer Konstruktion veriocchjel: werden. Sein Hauptvvrzug besteht in einer viel größeren Tiefenwirkung. Nicht nur bei Luitröbrenkatarrh und Asthma leistet Tancrös Inhalator jo schätzbare Dienste, ivic aus dem obigen Zengnis des Herrn Büchler -Raftatt- hervorgcht, sondern auch andere akute und chronische Katarrhe, wie Rachcnkatarrh, Nasenlatorrh, Slockschnup- scn, Kehlkovfkatorrh, Mittelohrkatarrh ufw. werden durch den lleincn Apparat sehr günstig beeinflußt, ivas aus den verschiedensten Anerkennungsschreiben hcrvorgcbi. ^o schreibt Herr kgl. Ober- lokomotivsührer Fritz Berger, Neu-Ulm, Friedcnsftraße 12? „Teile Ihnen ergebenst mit, daß^ich mit dem bezogenen Inhalator erfreuliche Erfolge erzielte. Seit vielen Jahren an Nasen-, Rachen- und auch zeitweise austrctcndcn Miticlohrkatarrh leidend, sind diese nach slcißiger Inhalation verschnniuden und haben sich auch die sonst recht häufig empfundenen Schmerzen im Mittelohr nicht wieder eingestellt. Der Inhalator findet auch in meiner Familie ileißigc Anwendung bei Schnupfen und Erkältung". Weiter schreibt Herr Wilh. Stcinhauer in Waldkappel? „Der von Ihnen bezogene Inhalator hat mir großartige Dienste geleistet, wie durch e,n Wmkder bin ich, schon beinahe 9 Jahre leidend, von meinem Kehlkopfkatarrh befreit worden. Ich kann diesen Apparat nur '.edcm, welcher an Beschwerden des Halses oder der Luftivege leidet bestens empfehlen." Ter mäßige Preis ermöglicht jedem Leidenden die Lürschastung Man gibt schließlich während eines längere Zeit dauernden Katarrhs auch sür andere, häusig unwirksame Mittel viel Geld aus, und wert mehr büßt man durch ein folchks Leiden an Verdienst ein, fcibst wenn man dabei feinem Berufe cwch nachgehen !an„ Tie Getaftr, sich durch einen veralteten Katarrh ein dauerndes Brufl- oder Halsleiden zuzuzichen, läßt sich überhaupt nicht in Geld abschätzcn. Hier crzäli man dagegen einen wiifcnfchaftlüli erprobten, viele Jahre m der FamMc verwendbaren Apparat, den jeder Arzt als ein ausgezeichnetes Mittel zur Bckämptung von Katarrhen an. erkennen lvird. Gerade in der Ucbcrgangszcit, wo man sich täglich einen Katarrh holcn kan», sollte jeder, der zu solchen Erkrankungen neigt, unbedingt ^sofort kostenfreie Ausklärung verlangen. Verlangen Sic den echten Tancre-Jnhalator, dcll 1! lSchutzmarkc „Tic Kur im Hause"), welcher komplett Mit sämtlichem Zubehör (sofort gcbrauchsscrtig> gegen Nachnahme 0,85 Mark iranko kostet. Keine weiteren Unkosten, nur einmalige Anschaffung. Bedürftigen Personen wird auch Teilzahlung gestattet. Warnung! Achten «ie genau aut Pen Namen Tancrv und die palentamtliche Schutzmarke „Die Kur im Hause", damit Sie auch den wirflich echten und altbewährte» Original-Tancre-Jnha lator erholten, da minderwertige Nachahmungen im Handel sind Kein znuuter Apparat kann sich wie dieser auf 15000 Zeugnisse von Llerzten und Patienten berufen. Nähere Auskunft über den Original-Tanere-Znhalator wird von der Firma Carl A. T a n c r e, Wiesbaden 87 B, gerne lostenios und ohne Kaufzwang erteilt. Firma Carl '}(. Innere, Wiesbaden 87 R. Ciefi wünsche genaue Aufklärung über Ihr neue» Jubalations- snüem. Es dürfen mir iedoch keine Kosten die rdurch entstedcu. Name ». Stand? ......... Wohnort? ............................................................ Genaue Adrehe?............................................................. _2»> offenen Bricsumschlag mit 3 Psg, frankieren.