Er. M Der ftifftmr An^I«,r »rfd)(urt »ägllch, anßer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich OieftenerLawIliendlätter; zwennal wöchenll.ttteir- »>»U fürben llreis tziehen (Dienstag „nd Freitags; zweimal nionail. kan», wirtschoslllche Sritsrogen Fernsprech - Auichlüffe: lnr die Redaktion 112. Verlag u. Expedition 51 Adresse lür Devclchen: Anzeiger «tieften. Amiahti!« van Anzeigen lnr die Tagesnunimer bis vormittags S Uhr. Lift« Statt (64. Zohrgmg iehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Mfttwoch, 24. Znnl M4 BezugSvrel»: monatlich 75Pf„ vierteljährlich Mk. 2.20; durch ' Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pt.; durch diePost Mk.2.— uiertel- jährl. auSschl. Bestell» Zeilenpreis: lokal!5Ps. ausivärtS 20 Piennig, Chejredakteur: A. Goetz. Verantwortlich jür den polit. Teil: Aug. Goetz: sür .Feuilleton", .Vermischtes" und,GerächtS- saal"; Karl Neurath; sür .Stadt und Land": 8otat1onr-n>ck und Verlag der vrühl'scheii Univ.-V«ch- und Steiudruckerei R. Lange. RedaMou, Lrpcdition und Druckerei: Schulstraße 7. AnzeigenM.' ^ B«L Die heutige Nummer mnfatzt 10 Seiten. finanzielle Leistungzsähigkeit Deutschlands -infolge deS gestern iviedergegebenen „Betrübenden i „TemvS" bezüglich der Eröffnung des Hohenzollerukauals und der Zustände in Frankreich tvird folgenden Ausführungen, die wir in der „Deutschen Bvlkstv. Korr." finden, mit besonderer Befriedigung lesen; . Uefeet die finanzielle Leistungsfähigkeit Deutschlands fntd ui den letzten Jahren die mannigfachsten Betrachtungen angestellt worden. Sic wurden unmittelbar veranlastt durch me Tatsache^ hast man sich in Deutschland durch eine ganze Reichs von Zähren nacheinander in kurzen Llbständen mit der «uche nach neuen Steuern befassen mußte, und erhiel- biffcr Beziehung ihren großen, letzten Anstoß durch die Erwägungen über die finanzielle Tragfähigkeit des deutschen Volkes im Hinblick auf den großen Wehrbkitrag. Es kam hinzu, daß wir fortgesetzt die Beobachtung machen inußtcn, wie lebhaft sich Frankreich an allen Ecken und Enden der Welt darum bemühte, seine Kapitalkraft einzu- letzen, um deutschen Wettbewerb auszuschallcn und politische Whängigkeiten zu schaffen. Deutschland seinerseits mußte sich angelegen sein lassen, ihm befreundeten Mächten mit Anleihen zuhilfe zu kommen und cinzuspringcn, wo Frankreich aus politischer Absicht versagte oder wo die von Frankreich gestellten Bedingungen eine starke mittelbare Schädigung deutscher^Jnteressen zu bewirken drohten. J^t stehen wir offenbar in einer neuen Phase der Entwicklung — einer drinnen und draußen durch mancherlei gewichtige Kennzeichen charakterisierten neuen Phase; Mit lebhafter Uebcrraschung hat die Welt gesehen, daß doch schließlich auch aus dem Gebiete finanzieller Weltpalilik die Bäume nicht in den Himmel wamsen, und seien es selbst die des reichen Rentnerstaatcs Frankreich! Das Land, das selbst nach einem auf seinem Boden geführten unglücklichen Kriege fünf Milliarden sozusagen aus der Erde stampfe» und trotz dieser bedeutenden Abgabe sein Bolksvermögen wieder.gewaltig vermehren konnte, sieht jetzt plötzlich seine finanziellen Kräfte doch in einer gewissen Erschöpfung. Es hat im Dienste der Auslandspolitik seine finanzielle Kruft überanstrengt, indem es gleichzeitig in allen möglichen Ländern als großer Kreditgeber auftreten wollte, und sowohl in die eigenen wie in die russischen Rüstungen gewal- tige Milliardcnopser hineinsteckte, um aus einem militärisch defensiven einen stark offensiven Zweibund zu machen. So sehen wir für den Augenblick zunächst ein unerwartetes Hinüberglciten des Züngleins an der Wage finanzieller Leistungsfähigkeit zugunsten Deutschlands. Zugleich aber beobachten wir noch einen anderen, auf diese Dinge zurückwirtenden Ausgleich der Kräfte bei uns im eigenen Lande; Befand Frankreich sich in einer Epoche, in der es seine Finanzkraft für die Zwecke finanzieller Weltpolitik überanstrengte, so hatte Deutschland eine Periode durchgemacht, in der es in überreichlichem Maße seine Mittel für industrielle Ne uanlagen verwandte.Das war mit mancherlei unerfreulichen Nebenerscheinungen verbünde»,; unter ändert» trug es dazu bei, daß wir trotz des großen Volkswachstums mit den heimischen Arbeitskräften nicht auskamen, sondern für die Industrie wie für die Landwirtschaft des unerumnschten Massenzuzuges slawischer Hilfskräfte bedurften. Ein aufmerksamer Beobachter unseres Wirtsfltzifls- lebens, der Direktor der Deutschen Bank, Lcgationsrat Helfferich, macht nun in einem Borwort zur eben erscheinenden neuesten Auflage seiner Schrift übcr„Dcutsch- lands Volkswohlstand" darauf aufmerksam, daß im Jahre 1912 seit langen Jahren zum ersten Male die Gesamtheit der industriellen Aktiengesellschaften eine beträchtlich größere Summe an Dividenden ausgeschüttet Isal, als sie gleichzeitig an neuen Kapitalien investierte. Damit scheint üer innere Ausbau des deutschen Wirtschaftsapparates aus der Periode der beständigen Neuschopsungen in eine Periode ruhigerer Weitercnttvicklnng eingetrcten zu se.n. Um tv.-lch« Umsätze cs sich hierbei handelt, erhellt aus der Tatsache, daß die deutschen Aktiengesellschaften — alle anderen Unter» nchmungs, armen ungerechnet — allein mit rund 15 Milliarden Nominalkapiial arbeiten, das sich mit durchschnittlich 8Proz. verzinst. Im Jahre 1912 wurden bei den bestehenden Aktiengesellschaften insgesamt Kapitalerh Hungen vorgenrmmcn, die immer noch um 700 Millionen Mark die gleichzeitigen Kapitalherabsetzungen übertrcsscn. Dazu kam ein Ueberjchuß des Rominalkapitals im gleichen Fahre neu entstandener über das Nominalkapital der gleichzeitig aufgelösten Aktiengesellschaften im Betrage von über 150 Millionen Mark. Trotz des immer noch recht reichen Maßes von Neu- gründungcn sck)cinen wir nunmehr mit unserer Wirtschaftsentwicklung doch eben an einem Punkte angelangt zu sein, der in erwünschtem Krästeausgleich die über das Maß vorhandener Heims,cher Arbeitskräfte hinausgehende Erweiterung des Jndustriali;ierungsprozesses zu einem gewissen Stillstand kommen läßt und den Zuwachs des Volksvermögens nicht mehr in altem Maße für industrielle Neuanlagen verbraucht. Dieser Stand der Entwicklung verspricht zwei Vorteile, die mit Verständnis und Geschick genutzt sein wollen; einmal den, daß wir ohne wirtschaftliche Geiahr den ausländischen Arbeiterzustrom alln'.ählich werden eindämmen können; zum andern den, daß wir reichlichere Beträge deutschen Sparkapitals als bisher werden flüssig machen können für maßvolle und wohldurchdachte Betätigung auf dem Gebiete der finanziellen Weltpolitik. Line Aaiserrede. Brunsbüttel, 23. Juni, Der Kaiser ging bald nach 7 Uhr an Bord der hapagdampfjacht „Viktoria Luise" und nahm dort an dem Regattodiner des Norddeutschen RegattavercinS teil. Bei der Tafel hielt Bürgermeister Dr. Predoehl eine Rede, die in ein Hoch auf den Kaiser ausklang. Der Kaiser erwiderte mit folgendem Trinkspruch; Wollen Eure Magnifizenz mir gestatten, unseren herzlichsten Dank ausznsprechen für Ihre freundlichen Worte und sür den schönen Rückblick, den Sie soeben über Nnchligc Phasen unserer na- iionalcn Entwicklung geworfen haben. Ich möchte zn gleicher Zeit dicicm Dank auch einen anderen anschließen, nämlich den. der noch mein ganzes .Herz erfüllt, für die Aufnahme, der ich mich seitens der Bevölkerung der Stadt Haneburg in diesem Jahre wie immer erfreuen durfte, und zwar geht das von den ältesten Jahrgängen herunter bis zu der großen Schar lieblicher Kinder. Ich habe daraus ersehen können, wie nun allmählich die von mir schon früher öjiers als eng und herzlich berührten Verhältnisse der Beziehungen ztvischeit Hamburgs Bürgcrscktast und mir anfangen, historisch und traditionell zu werden, denn sie gehen von Generation zn Generation. Eure Magnisizcnz haben hingewicsen aus die Quelle, Ivelche zu der Entwicklung des Mcnschcnmaterials des Vaterlands aus der See geführt Hai, und einzelne wichtige Erscheinungen mis diesem Gebiete uns vvrgesührt. Wenn ich auch meinersefls mit Freud« die Entivicklung unserer Nation durch den Sport zu ernsten Leistungen beobachtet habe, so möchte ich noch« auf eins Hinweisen, von dem ich glaube, daß sich unsere Nation auf den, richtigen Wege befindet: Wenn sic sich bestrebt, die Hauptlcistungcn aut die Gesamtheit zu übertragen, die große Masse aus ein höheres Ni v e a u zu bringen und nicht die einzelnen erstklassigen Leistungen aus einem allgemein niedrigeren Niveau sich berausschälcn zu lassen. Unser Wassersport, dem wir alle huldigen und der uns auch beute wieder in dieses gastliche Heim zusammengesührt Hai, h t auch wieder eine neue Jacht unter meiner Flagge erscheinen scheu, >ld es ist ihr ,««glückt, den Preis des Hamburger Staa'es zu gewinnen, für welche Ehre ich besonders crsreut danke. Sic in l ifliprnngeil dem OKdanken eitle« deutschen SchissbauerS der Hansastadt Hmnburg, und sie entstand von kunstfertigen Händen aus der bewährten Schissstverst der Herren Krupp an der Waterkant. Auch ist dies ein Betveis sür den Fortschritt und die Entwicklung unserer Technik, welche nur möglich war in langen Fricdenszciicn, die unS »ach aufregenden ^kriegerischen Jahren beschicdcn wurden, sic ist gewissermaßen ein Sinnbild dcS Friedens, den ja auch der Kaufmann, der Bankier und der Reeder brauchen, um sich zu entwickeln, und die sic auch in hervorragender Weste, jeder in seiner Art, ansgenutzt haben. Ich glaube wohl im Sinne aller hier versammelten Herren zu sprechen, wenn ich der Hamburg-Amerika-Linie, bei der wir heute wiederum aus diesem schönen altbewährten Schüfe vereinigt sind, noch einen besonderen Tank aussprcchc sür den Tag, den sie uns neulich beschert hat. Auch als ein Erzeugnis langer Fricdcnszcit lies vor diesem Tage der „B i s m a r ck" vom Stapel, das größte Schiss, das augenblicklich auf dem Wasser schwimmt. Darüber herrscht wohl unter »ns allen kein Zwoisel, daß diel kein gewöhnlicher Stapellaus war, sowohl im Hinblick aus die Größe des Schiffes als auch in bezug aus die Stimmung aller Zuschauer. Die Hamburg - Amerika - Linie hat durch den Kau dieses Schisses uns die Möglichkeit gegeben, eineti großen nationalen Festtag zu erleben in dem Augenblick, als dort die 30 000 Tons ins Wasser hinabglilten. Alle Schlacken, der Neid und die Kleinlichkeit der Tagcskämpse verschwanden, alle Herzen schlugen höher und gedachten der großen Zeit und der Männer, die in ihr loirktcn, des großen Kaisers und seines eisernen Ratgebers. 'Das unserige ist, dafür zu sorgen, daß das, was uns überkommen ist, von uns weiter verwaltet werde, und daß wir, wie wir in nnt'eren einzelnen Bestrebungen und wie wir bei unseren Sportveranstaltungen alle unsere Kräfte Msammennehmen und anspannen, um das Ziel zu erreichen, das auch im Großen sür das Vaterland tun. Air müssen in der Lage sein, eins der besten Worte, das der eisern« Kanzler je geprägt, tätig aus uns zu übertragen und aus- zusühreu Es heißt, wir müssen so leben und so bandeln, daß wir allezeit mit ihm sagen können; Wir Deutschen fürchte« Gott und sonst absolu t nichts und Niemanden aus dieser Welt. Fürst Bismarck — in diesem Sinne erhebe ich mein Glas und fordere Sie auf, mit mir auf den Hamburgeh Staat, den Norddeutschen Regattaverein und die Hamburg-Ame- rika-Linie zu trinken , l Nach der Tafel fand die Prcisverteilung für die Rc- gatta-Ergebnisse am Dienstag statt. __ vie wirren in Albanien. Tie Bekehrung einer Führers der Aufständischen. Durazzo, 22. Juni, 10 Uhr nachts. (Wiener Korr.« Bureau.) Dem schwer verwundet gefangen genommenen Kaimakau von Schiak, dem Scheich Hamdi Rubieka, wurde die Nachricht überbracht, daß Turkhan Pascha und die übrigen Mitglieder des Kabinetts für ihn die T o d c s st r a s e d u r ch d e n Strang forderten, wogegen Major Kroon energisch Stellung nahui. Aus Dankbarkeit sür die Haltung Kroons machte der Scheich ver „Von )uan" des Deutschen vühnenoereinr. Man schreibt uns aus Dresden; Grat Sccbach. der wagemutige Fechter für das Schassen Richard Strauß', unternahm cs auch, den allbekannten „Ton Juan" mit einem neuen Text heraus- zubringcn. Der Text stammt von dem berühmten Dresdener Kammersänger Karl Scheidemantel und ist unter 54 Einsendungen vom Preisgericht des Deutschen BühnenvercinS, das aus Erlangung eines cinwandireicn Wortlautes des Textes gerichtet war, als beste« mit dem ersten Preise bedacht und aus der Tagung des Deutschen Bühncnvercins den Mitgliedern zur Ausführung empfohlen worden. Ja. man ging dort »och weiter und verpflichtete die Opernbühnen, künftig nur noch den Schcidemantclichen Text bei „Don-Juan"-?lussükrungen zugrunde zu legen. Der Beschluß >var berechtigt, denn der neue Text erwies sich bei der getirigcn Uraufführung in der Dresdener .Hotoper als sehr sangbar und bedeutend sinngemäßer, als die zahllosen schon existierenden Bearbeitungen und Ucbersclzungen der Originaldichtung von Ta Vonlc Wohl Und etliche bekannte Arien, dem Wortlaut, nicht dem Sinne nach gejallen, wie „Reich mir die Hand mein Leben" und die sogenannte „Cbompaqnerakic", die desdalb sinnlos und stillos ist weil maii zn Mozarts Zeiten noch keinen Champagner kannte. Der neue Wortlaut trifft den lebenslustigen Ton der Komposition ausgezeichnet. Die berühmic Register-Arie des Leporello ist jetzt besser durchgearbciict und klarer. Der Text ist ohne Zwcitel dem Original treuer nachgedichtet — lieber der Dresdener 'Aussuhrnng lag die Weihe böchster Kunst. Das iveltberühmtc Orchester bot den Zuhörern einen Ohrenschmaus seltenster Art. Ten Titelhelden sang der Berliner Hosschouspieler und jetzige Heldenbariton der'Dresdener Hosopcr, Dr. Waldemar Stc ege mann. Mit glücklichstem Gelinaen. Darstellerisch und gesanglich war er ein echter Don Juan Die szenische Ausgestaltung war schlechten voll endet die Ballsaals,enc ein Triumph bewegten Büdncnlcbcns. Tic Kostüme au« der Zeit des Velasqucz funkelten und sprühten in den reichsten Fa-ben Der Beifall des ausverkausten Hauses nahm nach iedem Akte stürmischen Charakicr an: Scheidemanrcl und die Haupt- d-rsteller wurden mit Recht gefeiert. Im Publikum bemerkte man viele deutsche Lperndirektoren, Dr. Hartmann-Berli». Martertteig- "eipzig und andere mehr. Es steht nun zu hosfc», daß die deutschen Bühnen den endgültigen Text, der erst jetzt bei Bote L Bock gedruckt werden soll, ebenso wie die Partflur, ihren zukünftigen Don Juan-Ausführungen zu Grunde legen werden. Allerdings meldeten sich schon vor der Aussührung in Dresden gegnerische Stimmen, die der alten Fassung des Textes den Vorzug gaben, aber sie werden vor dem Votum der Masorität verstummen müssen. Nachdem nun einnial der Ansang gemacht ist, wäre cs wünschenswert, daß auch andere Opern mit fremdem Text ihren Neichearbefler fänden Der Deutsche Bühncnvcrcin darf des Erfolges >>chrr sein, denn fortan kömicn häßliche Stildivergenzen zwischen den Darbietungen der ein zclnen Sänger nicht mehr Vorkommen. Der erste Schritt ist mit Erfolg getan, mögen weitere im Interesse unserer deutschen Opern- musik solaen. — Der Meister der Handschriftendeutung. Die in unseren Tagen wohl zu Tausenden zählenden Graphologen können am 2 4. Juni den hundertjährigen Geburtstag Adolf H e n z e ' s feiern, des Mannes, der die Handschriftendeutung in Deutschland populär machte und Wohl überhaupt erst diese Wiisen- schast - oder mit Bezug auf Henze darf man lieber sagen; Kunst — in Deutschland einsührte, nachdem sie bereits in Frankreich lange, besonders durch hohe geistliche Würdenträger, vor allem durch den Abbe Michon, sehr gepflegt wurde. Adolf Henze, der am 24. Juni 1814 in Leipzig geboren war, gab dann im Jahre 1862 in Leipzig ein Werk „Chirogrommatomantie" lwraus, in dem er, olwe ein besonderes Systein auszustellcn oder irgendwelche Regel" zn geben, die Kunst der DandschriitcndeuMng darstellic. Und '<■ trug diele Kunst dann in weitere Kreise, indem er Vorträge. auch außerhalb Leipzigs, hielt, wobei er Haildschristen aus den Kreisen seiner Zuhörer sofort deutete und diese dabei ofl in Erstaunen setzte, tvcnn er voll ihnen selbst oder ihren Angehörigen die Bestätigung seiner richtigen Diagnose erhielt. Dabei kamkii oft recht drollige Szenen vor, wenn er z. B. unangenehme Claraktereiacnschafien diskret in »michreibende Worte einhüllte. Großes Aufscl^n erregte zum Beispiel ein Dortrag, den Henze in dem Dresdener Literarischen Verein lstcli, dem damals eine Anzahl der bekanntesten Schriitstcller beiwohnte, die dann über den Vortrag in eine lebhafte, noch in der Preise sortgeiührie Diskussion aerieten. Besonders bekannt wurde 5,e»ze dann, als er seine Kunst in der Leipziger „Illustrierten Zeitung" praktisch ver- ivertete. was später von Berufenen und Unberuteiicn viel in anderen Zeitschriften uird selbst in der Tagespresse mit mehr oben weniger Glück nachgeahmt wurde. Zweifellos geschah es durch Henze zumeist mit Glück. Fhnr wurden überraicktcnde Deutungen nackigcsagt. doch war er, wie gesagt, mehr Künstler seines Facktes der intuitiv zu den Lösimgen gelangt. Erst von seinen Nachfolgern, besonders von Eugen Schwiedland. wurde die Graphologie in mehr wissenschaftliche Bahnen gelenkt. — Eine epochemachende Ersin dnn a. Ein Pilsener Ingenieur hat einen Apparat enunden, mit weltlrem man elektrischen Strom von verschiedener Spannung und Intensität drahtlos aus bestimmte Entfernungen übertragen kann. Durch diese Er- sinduna wird es ermöglicht, Natnrkräste, speziell Wasierkräiie, die in elektrische Energie verwandelt weiden, drahtlos aus einen beliebige« Ort zn übertragen. Die elektrische Energie würde dadurch natürlich ungewöhnlich verbilligt und allgemeiner benutzbar gemacht werde«. — Kostbarcs chinesisches Porzellan. Aus London wird berichtet: In den Auktionssälen von Christic entspann sich am Mittwoch unter den Kennern ei» heißer Kamps um den Besitz einer Anzahl einzigartig schöner- und kostbarer alter Porzcllan- werle. Den höchsten Preis erzielte ein altchinesischer Humpen mit prachtvollem ichwarzc» Eniaillegrund mid rei-hcn Btunienorna- uienten von grüner Farbe; das Stück, das 27 Zoll hoch ist, entstammt der Kang-He-Periode und erzielte schließlich den Rekord- vrcis von 100 800 Mark. Noch nie ist in London für schwarz- emailliertes Porzellan ein so fürstlicher Preis bczahti worden. Ein anderer altchinesischer Humpen aus gleicher Zeit, 18 Zoll hoch, mit gelbem Grund, wurde mit 92 200 Mark bezahlt. Zwei chine- sisck>c „iamille-rosc"-Waflerbel-älter in Emaille, im Ornament reitende Frauen darstellend, aus der Kien-Lung-Pcriode, erzielten 30 450 Mark. Für ein Paar Dresdener Basen und einen Humpen, in orientalischer Stilisierung gemalt, wurden 18 900 Mk. angelegt. Lebhaft umstritten war auch ein griechisches Mormor- rclies aus dem Besitze H. S. Cowpers; das Werk, das dem 4. Jahrhundert entstammt und bei einer Größe von 29 :34 Zoll drei Npinphen darstcllt, tvurde schließlich sür 28350 Mark zugeschlagcn. — Kann man einen Radium- Motor bauen? Ta» Radium sendet bekanntlich fortwährend Energie, Arbeits- krast, aus, und iiichrsach ist die Frage laut geworden, ob man dies« Arbeitskraft nicht nutzbringend verwenden könne. Ein Ersinder hat beispielsweise versucht, eine Uhr durch Radium zu treiben, und cs fragt sich, ob man die sreiwerdendc Krast de« Radiums, nicht in der Technik, etwa zum Treiben von Maschinen, verwenden kann. Im „Prometheus" Verlag von Otto Lpamer, Leipzig; beschästigi sich ein Ingenieur mit dieser wichtigen Frage. Der .Radiummotor wäre tatsächlich leicht zu bauen, tvcnn es aclänge, den Zerfall des Radiums zu beschleunigen, iodaß die Ärbcitsinenge, die sonst im Lause einiger Jahrtausende frei tvird, in einer kurzen Zeitipannc ausgcnntzt werden kann. Man hat verschiedene Versuche hierüber gemacht; man bat das Radium erhitzt, man hat es der Einwirkung von Kathoden- und Röntgenstrahlen ausgesetzt, man hat versucht, ob cflic längere Einwirkung elektrischer Entladung in Helium einen Einfluß ausübt, aber bei allen bisherigen Versuchen hat das Radiuni sich sehr hartnäckig gezeigt; bisher ist cs noch nicht gelungen, seinen Zerfall zn he- schleunigen, und so ist vorläufig mit einer technischen Ausnutzung der großen Energiemengen des Radiums und einem Radiuni- motor nicht zu rechnen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- s ch a s t. Ter König von Bauern hat angcordnci, daß die Büste Johann Sebastian Bachs in d>'r Walhalla aufgestclfl Vainbi dem albanische» hctuptmcrn» folgcnbe Mitteilungen au- dem Rebellenlager: Die Ausständischcn rekrutierten sich n»S den Gebieten von Dibra, Arana. Peking Kawaja und Schiak. Ihre Gesamtzahl betvage üöOOWann Davon seien wahre Anhänger der Bewegung nur ettva 3000, iväh- renb die übrigen, darunter zahlreiche Christen. durch Drohungen zur Solidarität gezwungen worden seien Er selbst war. wie er zncscbe, die Seele der Bewegung, Er verfüge über IbOO Leute, auf deren unbedingten Gehorsam er rechne» könne. Diese stünden unter der Führung des früheren Kvn- stantinopelcr Polizeibcanitcn Sch eilet und des früheren türkischen Oberleutnants Kiemil bei Elbassani lieber die übrigen Führer der Ausstaudsbewegung enthielt sich Scheich yamdi jeder Aeußcrung. Im n>eiteren Verlause der Unterredung erklärte der Scheich, daß er seine Leute aus fordern ivolle, die Waffen bedingungslos aus« zuliesern und sich dem Fürsten zu unterwerfen, Ter Scheich schrieb einen entsprechenden Brief an seine Leute, in welchem er die Ausjordcrung zur llnterwersung damit begründet, daß er jetzt, aus seinem früheren Milieu herausgerissen, mehr Zeit und Gelegenheit habe, die Lage objektiv zu beurteilen. Er komme zu dem Schluß, daß der beste Weg die Unterwerfung sei. Seine Leute möchten, wie er selbst, aus die Gnade des Fürsten rechnen, Scheich Hamdr ließ diesen Brief nach Schrak zu den Aufständischen bringen, / Bruch des Waffenstillstandes. Durarzo, 22, Juni, Trotz des Waffenstillstandes unternahm der Fqi n d des Abends Angrisssvcrsuche und erössnet« ein heftiges Feuer gegen die verschanzte» Regierungsmannschaften, die das Feuer lebhaft erwiderten. Bald griffen auch die Kanonen in den Kamps ein, der jedoch nach einer halben Stunde wieder verstummte. Eine »tue Niederlage der NegierungStruPPtn. Meldungen aus dem Süden besagen, daß die Regierungstruppen am Semenislussc von den Ausständischen geschlagen worden seien, wobei sic ein Geschütz und ein Maschinengewehr verloren hätten Der Platzlommandaut von Durazzo^ beabsichtigt, das gesamte buschige Gelände zwischen der Stadt und Rasbul, durch welches sich der Feind vor acht Togen unbemerkt an die Stadt heranschleichen konnte, durch Stadtbewohner planieren zu lassen, um einen freien lieberblick bis über die Sümpfe zu getvinnen, und dem Feinde jede Möglichkeit zu einer abermaligen Ueber- raschnng zu nehmen, Dnrazzo, 2.3, Juni, 10,30 N, (Agcnzia Stesani,) Der gestrige Tag verlief ruhig. Nachdem die Aufständischen die Truppen Prenk Bibdodas umzingelt hatten, zogen sie sich wegen des Waffenstillstandes zurück, Bibdoda griff daraus die Aufständischen an, die nach Schiak ogen. Der Bürgermeister von Schiak protestierte gegen iesc Verletzung des Waffenstillstandes in Durazzo, woraus die Regierung Bibdoda befahl, die Feindseligkeiten cinzu- stellcn. Nach heute mittag cingctroffencn Meldungen ist El- bajsan von den Aufständischen eingenommen. Die Regrerungstruppen sollen mit zwei Offizieren in Gefangenschaft geraten sein. Die Befestigung der Stadt. Durazzo, 23, Juni, Tie Regierung hat gestern eine Bekanntmachung erlassen, in der alle männlichen Personen von 14 bis 50 Jalzrcn ausgesordert werden, sich heute zu stellen, um an der Vervollkommnung der Befestigung der Stadt mitzuarbeiten, Ter Bruder der Fürfliu. Wien, 23, Juni Der Bruder der Fürstin von Albanien, Prinz Günther von Schön burg-Walden- burg, ist gestern aus Bukarest eingetroffen und abends nach Durazzo iveitergereist, Während seines Aufenthalts empfing der Prinz den Besuch des albanischen Gesandten, Verrt?ches Aeich. Der König von Sachsen ist am Dienstag vormittag um 0,09 Uhr in einem russischen Sonderzug von Petersburg kommend in Eydtkuhncn cingctrosfen. Die Weiterreise nach Trakeh-nen erfolgte um 9,53 Uhr, DerGroßherzogvon Baden reiste am Dienstag mittag 3,40 Uhr nach Königstein im Taunus, wo die Großherzogin sich, bereits seit Montag befindet. Die badische Zweite Kammer hat in ihrer Sitzung am Dienstag den Stantsvertrag zwischen Baden und Hessen über den B " u einer Eisenbahn von Neckar st cinach nach Schönau imOdcn- wälder Steinachtal einstimmig genehmigt. Wegen Landesverrats wurde in Berlin rin Schreiber der höheren Militärbehörde verhaftet. Er hat zugestandenermaßen Fe st u n g s p l ä n c an eine ausländische Macht verraten. Au»lai,v. Die russischeReichsduma hielt eine geschlossene Sitzung ab, in der 14 Vorlagen, unter anderen folgende, angenommen wurden: Vorlage betreffend Geldmittel für den Bau einer neuen Pulverfabrik, bctresscnd Verlängerung der aktiven Dienstzeit der Unter- militärc des Landheeres um drei Monate, Geldmittel zum Bau strategischer Chausseen au der West- grenze, Geldmittel zur schleunigen Verstärkung der Schwarzcn-Meer-Flottc in der Periode von 1914 bis 1917, Ergänzungskreditc für die Anschaffung von Minen. Geldmittel snr den Unterhalt des Flugwesens, sür Bildung und Unlerhalt einer besonderen Garnison in der Festung Peters des Großen, einen Ergänzungskredit von 100 000 Rubel für geheime Ausgaben des Marinemini st eriums im Laufe des Jahres 1914, ferner ein zeitweiliges Verbot der Pferdeausfuhr über die europäische und die SchwarLe-Meer-Grenze. Ein Besuch des russischen General stabs- chcss in Frankreich, Nach einer Meldung aus Toulon wird der russische Gcneralftabschej Russin sich in Begleitung des französischen Marine^cncralstabschefs Pivet an Bord des Panzerschiffes „Courbet" einschisscn um insbesondere den Schießübungen der Kriegsflotte an der Küste von Korsika und sodann mehreren Flottenmanövern in der Näh« von Toulon beizuwohnen. Es heißt, daß auch der frühere Botschafter in Petersburg und ehemalige Marineminister D e l c a s s s an Bord des Panzerschlsses „Voltaire" den Manövern beiwohnen wird, Herr Russin war schon am Montag bei dem französischen Marineminister in Paris zu Gast, wobei bundesbrüdcrliche Reden gewechselt wurden, Admiral Russin, der Chef der russischen Äkarine- nnssion, wurde zum Grobossizier der Ehrenlegion, vier Offiziere der Mission zu Offneren und einer zum Rätter der Ehrenlegion ernannt. Der Gicheurr Rathauswettbewerl» um die „alte ttlinik". Die ausgestellten Entwürfe aus dem Wettbewerb zur Verwandlung der Alten Klinik in ein Rathaus haben kein besonderes Interesse hcrvorgerusen; viele, wohl die Mehrheit der Bürger, hatten ja das Ausschreibcn für gänzlich unnötig gehalten Wir konnten uns denn auch überzeugen, daß die Wettbcwerbsentwürsc den Gedanken eines solchen Umbaues nicht gerade zu stützen geeignet waren, 'Daß der alte Bau eine ganze Anzahl von Raumen besitzt, wußte man schon vorher, und daß diese Räume nun) im wesent- lichen numeriert und sür Rathauszwecke eingeteilt wurden, erforderte keine großen Kunstleistungen der Architekten, Die 14 Verfasser von Entwürfen haben denn auch zum großen Teil sehr bezeichnende Kennwort« gewählt: „Alte Räume, neue Bezeichnungen", „Mehr Licht", „Lieber neub, „Provisorium", „Wandelbar", „Achte daS Alter", „Aus eiserner Zeit", „Putzliscncn" usw. Daß das Ausschreiben etwas überstürzt vor sich gegangen ist, scheint uns die folgende Zuschrift eines der beteiligten Architekten zu beweisen. Wenn es richtig ist, daß das Preisgericht das Programm vorher gesehen und genehmigt und hinterher nach andern Richtlinien geurteilt hat, so ist die nachstehende Kritik zweifellos berechtigt. Warum werden beim Erlaß solcher Wettbewerbe nicht gründliche fachmännische Beratungen allgestellt? Im vorliegenden Falle hätte man vielleicht den Kostenpunkt genauer umgrenzen, im übrigen aber den Beivcrbcrn erweiterte Freiheit lassen solle». Wir stellen nun die nachstehenden Ausführungen zur sachlichen Diskussion, Wir glaeben, die Stadt und die Oessentlichkeit haben von solchen öf-ciitlichen Darlegungen, die alle Gesichtspunkte, unter Ausschaltung persönlicher Auseinandsetzungc», übersehbar und klar hcrvorheben, vielleicht einen größeren Nutzen, als von übereilten Beschlüssen in verschlossenen Sitzungen, Wir gewähren gerne auch >olck>idl»ngsgel>ille»vewegung", Abends 9 Ubr. Steins Garten: 9. AbonnemenIS-Konzert, (Solist: Herr Weichte.) Ansang S'A Uhr. der Landw, Ins, l, Ausgcb,, — letztere zwei gleichzeitig zu d. Res,- Ossizieren d, Jnj.-Rcgts, Landgras Friedrich t, von Hessen Cassel (1. Kurbess,i Nr, 81, vcrs,, Ziemen (1 Frankfurt a, M.j, B ern- bar d (Höchst), Klc i nc r (Limburg a, L.) d, Landw, Jus. 2, Ausgebot, — Zum Rittmeister befördert: G ö p pc l, Oblt. d. Res, d, Drag.-Regts, Freiherr von Mantcuycl (Rhein.) Nr, 5 (Hanau), — Zum Oberleutnant befördert: E m m c l iu S , Lt, d. Re), d. 2, Kurhess, Fcldart -Rrgts, Nr. 47 iGicßeu , — Zu Leutnants der Reserve befördert: die Vizcjeldwebel: Gerhardt (Erbach:, d, 1, Oberrl-cin, Jnf-Regts, Nr, 97, Weil (I Frankfurt am Main), d, 4, Unterelfäff. Jns -Regls, Nr, 143, Müller (Limburg a, Lahn), d, 5, Loihr. JniFRcgts, Nr, 144, Hahn (Fricdberg), d. 5, Großh. Hess, Jns-Rcgts, Nr, 168, — Versetzt: Wagner, Lt, d. Res, d. Ins, Leib-Regts, Großherzogin (3, Grvßb, Hess.) Nr. »17 (Mainz-, zu d, Res.-Ofsiziercn d, Jni,-RegtS, Prinz Carl (4. Großherzvql, best.) Nr, 118. — Der Abschied bewilligt: dem Oberleutnant Schneiders d. Res, d, 5. RIein, Jnf.-Regts. Nr, 65 (Limburg a, L,). ** D i e Hagelschäden im Großhcrzogtum verursachten i, I, 1913 einen Schaden von 128 736 Mk., von denen für 32 320Mk, versichert waren. Die Zahl der geschädigten Gemarkungen betrug 17, davon 9 in Obcrhesscn, Die Größe des geschädigten Landes betrug insgesamt 2459 ha, davon 826 in Oberhesscn, In Oberhcssen wurde - sür die mit 13 480Mk, versicherten Früchte die Summe von 12 910MI bezahll, ** Die Obsternte in unserem Kreise und in der Provinz oerimicht Heuer ganz ausg»eichnet zu werden. Die Kirschen sind recht gut geraten, wenn mich die Früchte nicht so süß und aroma- tisch schmecken wie sonst. Man berichtet dagegen, daß die Sauerkirsche, die sür Erirmachzweckc bevorzugt wird, Heuer nicht zur Reise kommt, vielmehr ihre rote Farbe verliert unb von den Bäumen sällt. Dagegen wird es eine sehr gute Mirabcllcnernle und ebenso eine Fülle von Becrenobst geben. Die Aepsel- und Birnbäume sitzen )-hr rckl Ht, l«scn, wenn nicht etwas Außergewöhnliches < “ t »ruchtk ut Lulle uni Fülle «oftm. Auch ^ ofc ” 1 durchschnittlich ffut angcs-tzt, wenn auch tue 10 > nn kam». wie im letzten Jahre. DerGüterhandcl, Seit den im Jahre 1912 in getretenen verschärften Bestimmungen über den Hanget mit ländlichen (Grundstücken, insbesondere seit Ern- Mhrung eurer Sondersteuer über jedes gewerbsmäßig ver- äußerte Grundstück durch die Güterhändler, macht sich unter Eine Strömung bemerkbar, die Bezeichnung als ge- Guterhändier abzuschüttelu. indem sie bei “ be . r Abgabe dieses Gewerbes Anzeige machen. In VirNichteit bandelt es sich ober in den meisten ‘T Eine Scheinausgabe Ein großer Teil der Guterhaudler hat rn den letzten Jahren soviel Äntzäuse an landimrtschasilichen Grundstücken gemacht, daß sie auf Jahre hinaus flir etwaige Verkäufe gedeckt sind. Die «bsich! mit der Nicdcrlegung des gewerbsmäßigen Güterhandels ist nun darauf gerichtet, der mit der Veräußerung von Grund« schcken verbundenen Sonderstcuer, die in die betreffende Gcmeindclasse fließt, in deren Gemarkung die Grundstücke ^agen, zu entgehen Dies entspricht jedoch keineswegs den Bestimmungen über die Besteuerung der Geiverbei denn wre auch bei anderen Gewerbetreibenden solange ein Ge» ^^b^etrieb besteht, bis derselbe nicht mehr ausgeübt, also tatsächlich ausgcgeben wird, und alle zu diesem Betriebe angekausten Waren abgcsetzt sind, so ist auch beim geivcrbs- maßigen Güterhandel solange von der Ausgabe des Gewerbes keine Rede, bis sämtliche zu diesem Zwecke erworbenen Grundstücke veräußert sind. Die Abmeldung als ge» ioerbsmäßiger Güterhändler ist deshalb, wenn auch vor- läustg keine Absicht zum weiteren Ankauf von Grundstücken besteht, hinfällig und die Händler sind den hierüber erlassenen Bestimmungen unterworfen und zur Abgabe der Steuer verpflichtet, sobald sie eines der früher erworbenen Grundstücke verkaufen. Der Güterhändler könnte sonst ruhig einen größeren Bedarf an (Grundstücken aufkaufen, wozu er ja keine Steuer zu entrichten braucht, und sodann das Getverbc abmclden, um später diese Güter, je nach Belieben, an den Mann zu bringen, ohne daß den Gemeinden diese Sonderstcuer zugute käme ** Die Ceylon-Aus st ellung int Botanischen Garten wurde gestern u, a, vom Hofmarschall des Grvß- herzogs, Freiherrn v, Ungern-Sternberg, besucht, ** Glcßrner Stadttheater, Das Wiener Lustspicl- ensemble, das gestern ein einmaliges Gastiviel IM Stadttbcater gab, I«tte sich zwar äußerst lebhaften Beifalls zu crireucn, aber der Besuch war nur sehr mäßig. Der gute Ruf, der den (Künstlern vovausgeln, hatte offenbar nur geringe Wirkung getan gegenüber der Fülle der gesellschaftlichen Begebenheiten, die diesen ^ommcr wiederum auszcichnen. Aber der Abend war recht unterhaltend und brachte eine Menge pikanter Scherze und kleiner Bosheiten, wie iic nun einmal zum Kabarett gehören, indem sie zugleich seine künstlerische Stufe bestimmen, Aar Stelle des angckündigten Kord e des Volkes als Tag der Sonnenwende gilt, so ist es leicht zu ernaren, daß man diesen Tag auch überall für einen Wendetag der Witte- rung ansieht. Darum sagt man: „Bor Johannes bet »m Regen, nach Johannes kommt er ungelegen , oder „Regnets am zzohanncs- lag, so regnet es noch vierzig Tag", Landkreis Gießen. A Klein-Lindcn. 23. Juni. Sein 1. Jugend- fc ft'beging unser Torf im Anschluß an das Turnfest Mehr als 300 Schulkinder bewegten sich >m Festzug durch das Dorf Auf dem Festplatz hielt Lehrer Boßler eine Au- sprach« die in ein Hoch aus das deutsche Vaterland aus- lang Darnach begannen die «piel- und Wettubungeu für die Schulkinder unter Leitung der Lehrer, Lebhaften Beifall fand der Reigen der oberen Mädchenklass«,, den Lehrer Seipp ovrsührte. Später fand die Verteilung von Preisen und Gaben an die Schulkinder statt, -m, Hungen, 24., Juni, Wie erinnerlich, mußten vor drei Wochen infolge Konkurses der ausführenden Firma die Baggerarbeiten auf Grub«„Friedrich", Trais-Horloff, eingestellt werden Dadurch waren rund 200 Arbeiter brotlos geworden, Ersrcultch ist cs nun, daß die Grube „Friedrich", wie man hört, aus eigene Rechnung die Bagger- arbeiten seit acht Tagen wieder ausgenommen hat, nwdurch den Arbeitern, die 14 Tage feiern mutzten, ivicder Arbeitsgelegenheit geboten ist, Kreis Alsseld, ekhAlsfeld,22, Juni, Der äl t e st c G u st a v-A d o l s Frauc»vcr ein im Grotz hcrzog t um Hessen ist der hiesige Verein, der heute aus sein 60jährigcs Be stehen zurückblickt. Im Oktober gedenkt der Verein eine grötzere Jubelfeier abzuhaltcn, Prälat Zimmcrinanii aus Dormstadt hat den Verein 1854 ins Leben gerufen. Kreis Friedberg, I, Friedberg, 23, Juni. Ter für morgen anberanmte Schiveinemarkl fällt wegen der in Rodheiin herrschenden Maul- und Klauenseuche aus, I- Bad-N anheim, 23. Juni. Heute wurde hier ein Soldat vom Jnfantcriereginient Nr. 118 sestgenounuen, der sich in auffälliger Weise hcrumtrieb. Der Fahnenstüchtige wurde zu seinem Regiment gebracht. D Bad-Nauheim, 24, Juni, Ein Festkonzert unter Mitwirkung von Frau Elisabeth Rothwell- Wolfs aus St, Paul in Amerika (Gesang), Proscssor Heinrich K i e s c r - Berlin (Cello) und dein Winderstein-Or- chestcr findet am Donnerstag, 25, Juni, nachmittags 5 Uhr, im großen Konzertsaal statt. Es ist dies die erste der drei künstlerisch hochbedeutsameil Beranstallungen zum Besten des Alice-Frauen- Vereins, welche in diesem Sommer unter dem Protektorat der Großherzogin von Hessen stattfinden- Zu obigem Festkonzert hat das Großherzogliche Paar sein Erscheinen in Aussicht gestellt, (st) Groß-Karben, 23,Juni, Der zum hiesigen Bürgermeister gewählte Friedrich Röthc wurde heute von Großh, Kreisamt Friedberg als solcher bestätigt. (st) 'Büdesheim, 23, Juni, Gestern mittag gegen 1 Uhr ging in der Gemarkung Büdesheim ein wolkcnbruch- artiger Regen nieder, der großen Schaden im Felde an» richtctv. Das Wasser drang bis in die Häuser des Tories, Mehrere Hühner wurden von den Wassermasscn sortgerissen und ertranken, Starkenburg und Rheinhessen, ». Groß-Steinhcim, 23. Juni, Einer althergebrachten Sitte gemäß wurde heute abend unter der alten Zcntgcrichtslindc am liier des Maines das „I o ho n n i s ! e u c r" abgebrannt, zu dem die Torffungiern schon wochenlang vorher unter dem Spruch lein: „Welle, Welle, Gehannsscucr" alles mögliche Brandmatcrial zusammengerragen hatten. Die Beteiligung an dem Feuer war in diesem Jahre von auswärts besonders groß, und die Fcuerräder schwingenden Fremden brachten den Besen verkaufenden^ Buben manchen Groschen, Auch in dem benachbarten Klein-Stein- b e i m balle inan in diesem Jahre zum ersten Mate den alten Brauch des Johannisseucrs wieder auilcbcn lassen, da er enffchiedeu dazu beiträgt , , , den Fremdenverkehr zu heben, Hessen-Nassau, r, Rodheim a, d. Bieber, 23, Juni Am Montag morgen traf ein Blitzftrahl die aus der Höhe nach Fellingshausen gelegene Zlgarrcniabrik von Rinn 8! Cloos. Nennenswerter Schaden ist nicht entstanden h, Frankfurt a, M., 23. Juni, Der Schriftsteller Heinrich Müller (Offenboch), der im „Türmer", im „Freigeist" und in einer öffentlichen Versammlung schwere Angriffe gegen Gcheimrat Ehrlich, die Höchster Farbwerke, den hicffgcn Magistrat und die Krankcnhausärztc richtete, hat nach dem Ergebnis des Salvarsanprozesscs allen von ihm beleidigten Faktoren eine Erllärung zugehen lassen, in der er seine Miiicilungen über das Salvarsan und dessen schädliche Wirkungen als nnlvahr bezeichnet. Ausdrücklich stellt er auch fest, daß er die Höchster Farbwerke durch seine Angaben weder beleidigen noch verleumden wollte, — Damit dürfte eine Zweiiauftage des Prozesses gegen Müller und den „Türmer" vermieden sein, h, K ö n i g st c > n , 23, Juni, In einem Gebüsch an der Crvn- berger Straße sand man am Montag den 70jährigen Kriegs- Veteranen von 1870—71, Jakob Flug aus Teltai, nahezu verhungert und vollständig heruntergekommen vor, Der arme Alle war erst aus dem Kasseler Krankenhause entlassen und batte sich bis hierher bettelnd durchs Land geschlagen, Flug kam soiorl in das hiesige Krankenhaus, — Und was geschieht nach seiner notdürftigen Kräftigung? Geireidevorratr-Statistif. Am l, Juli 1914 findet erstmalig eine Ausnahme der Vorräte von Getreide und Erzeugnissen der Geireidemüllcrer für menschliche und tierische Ernährung statt, die durch Reichsgesctz vom 20. Mai 1914 angcordnet ist. Sie soll die Vorräte insoweit ersoffen, als sie sich in der Nachl vom 30, Juni bis I, Juli in Gewahrsam der zur Angabe Vervfticktetcn befunden habe». Die Zählung erstreckt sich nicht ans gcwiDnliche Haushaltungen, sondern nur auf sestsmintc gewerbliche und sündwirischastllche Betriebe, Die Leitung der Zählung innerhalb des Grosherzogtums Dössen ist der Großh. Z en t ro I ft c11c s ür di c La nd c s sta t iftif z u DarIN stadt übertragen worden. Zur lAusnahmc der Vorräte und vorschriftsmäßigen Beantwortung der in den ErhcbungS- mustrrn gestellten Fragen sind die Belricbsinhober oder deren Vertreter verpflichtet, § 6 des Gesetzes vom 20, Mai 1914 bestimmt: „Wer die aus Grund dieses Gesetzes an ihn gerichteten Fragen wissentlich wahrhcitswidrig beantwortet, und diejenigen Angaben zu machen verweigert, welche ihm nach diesem Gesetz und den zu seiner Ausführung erlassenen und bekanni gemachten Vorschriften obliegen, wird mit Geldstrafe bis zu 200 Mark be- strast. Im Falle der Weigerung kann unbeschadet der straftecht- lichcn Ahndung eine Schätzung der Vorräte auf Kosten des Dcr- pstichtcten durch die Verwaltungsbehörden unter Zuziehung von sachverständigen statttinden," Nach h 4 des Gesetzes ist ein Eindringen in Einkommens- und Vermögensverhältnisse ausgeschlossen, Tie Angaben werden nur für Zwecke der amtlichen Statistik verwendet. Die Aussübrimg der Erhebung liegt detl Gemeindebehörden ob. Die Auftialnnc soll die Vorräte von Weizen, Soelz, Roggen, Mcnggctreide und Mischfrucht, Haler, Gerste, Mais, Mehl aus Weizen und Spelz, einschließlich des zur menschlichen Ernährung dienenden Schrots und Schrotmehls, Roggcnmehl, einschließlich des zur menschlichen Ernährung dienenden Roggenschrots Roggcnichrotmehls, anderem Mehl (aus Gerste, Hafer, Mais öder Menggetreide, Graupen, Gries, Flocken, Grütze (aus Hafer oder Gerste!, Futterschrvt. Futtermehl und Kleie aller Art erfassen. Die Erliebung erstreckt sich aus folgende Betriebe: 1, Landwirtschaftliche Bcrriebc mit 5 und mehr Hektar landwirtschaftlich benutzter Fläche, 2 Gewerbliche Betriebe: Getreide-, Mahl- und Schälmühlen: Bäckereien, Kondlloreien, Psefierküchler: Nudeln- und Mattaronisabriken: Nährmittcliabrrkcn: Rollgerttewörrlen: Malz- kofiectabrikeu: Weizen- und Mcüsstärkesabrrken: Mälzerercn: Mc>e- reicu, Molkereien mit eigenem Vichstand: Mästereien und Züchte- rcien ohme landwirtschaitliche» Betrieb: Brauereien: Kraiullweru- brcnncreien (mit Ausnahme der Obst- und iklernbrrnuereren) und Hesesabrikeu, - , 3 Handelsbetriebe: Handel mit Getreide und Mül>- lensabrikaic», Hülsensrüchtcn, Furage, Futter, Kolonialwaren: Konsumvereine: Warenhäuser: Getrerdchallen- und Lagerhäutcr: Handel mit Schlacht- und Nutzvieh: Pserdchandcl, 4, Verkehrsbetriebe: Kommunal- und Prrvatcricn- balubetrirbc: Personen- und Frachtfuhrgeschäitc einschließlich Om- nibusbeiricbc: Straßenbahnbctriebe: Ausspannwirtschaften: >»vc- ditwn: Abtuhranstaltcn: Lcichenbcstattung; Reitinsütute; Zrrkus- Untcrnchmmigcn: Schissahrtsbetricbe, 5. Außcrdenl auf die Vorräte int Gewahrsam von Kommunen und sonstigen öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Verbänden, . Jeder Angabeptlichtige erhall eine ZälLkartc, in die er seine Angaben cinträgi, Icrncr, um die Geheimhaltung derselben zu wahren, einen Briefumschlag, den er verschloffen bei der Abholung der Zählkarle an den Zähler abgcht. Die Gcmrmdcbehor- den müssen die Brieiumschlägc ungeöffnet an die Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik zu Darmstadt cinscndeil, wo die Zählkarten enmommen und ausschliesstich zu statiillichen Zwecken verarbeitet werden, Landwirte können, falls sic nicht die Ausiüllung einer Zählkarte vorzieben, ihre Angaben dem Zähler direkt machen, der sie dann i» eine Liste (Ortsliste) einträgt. Eine Statistik der Getroidevorrätr und der daraus zu menschlicher und tierischer ErnährlMg Izerqcstellien Müllcreierz^ngiune ist eine notivcildige Ergänzung der Erntcstatistik und der -Statistik über die Ein »nd Ausfuhr der wichtigsten landwirtlcktaftlrckien Erzeugniffe, Erst mit Hilfe einer Vorratsstatisllk läßt sich ein Ueberblick über die Bcivegung des Getreides gewinucn, bis cs m den Verbrauch übergcbi, übn die Vorräte, m« denen das ^aud IN die neue Ernte .eintrilt, und endlich wird zusammen Mit den Zollen der Statistik über Ernte, Ein- uich Ausfuhr eine Ber- brauchsstatistik, die bis Izeute ganz fehtt, crnrögticht, (nuc besmv- derc Bedeutung hrt eine Vorratsstatisllk sür die Lanöimrllchaft, Vom Deutschen Landwirtschaftsrat ist seit langem und auch rn neuerer Zeit der Wert einer Vorratsstallstik betont worden. Don der Bevölkerung dort deshalb erwartet ivrrdcn, daß sie ihre Angaben sorgiältig und gewisienhafl in die Zählkarten eintragt und die Behörden hei der Durchführung der schwierigen Zählung nach Krästen Ulftcrstützt, ^ «leine Tageschronik. Aus Wanne (Wesisalcn) wird gemeldet: In einem Persvnen- zuge fand man an Riemen ausgchängt die Leiche des Ungarn! Stcezko, deffen Brust von etwa 15 Messtrftichcn durchbohlt war. Bei der Leiche sand man noch etwa 250 Mkl. Mali ist bemüht, die Angelegenheit auszullären. In D ü s s e l d o r f ivurde der Schlosser H i l l c b r a n d wegen Falschmünzerei verhaftet. Er hat in großer Zahl salschc Zweimark- und Zchiipsennigstückc angcsertigt und in Verkehr gc- bracht _ Amtlicher Wetterbericht, Oefsentlicher Wetterbienü- Gietzeit. Wettcrauslichtc» in Hcffcn am Donnerstag, de» tb, Juni 1914: Wolkig, zeitweise heiter, trocken, etwas wärmer. Letzte Nack,richten. Eine „Svvrt-Steurr" in Düsseldorf. Düsseldorf, 24, Juni, Die Stablvcrordnctenverfammlung beschloß gestern die Einiübrung einer Gemeindesteuer aut Ern- t r i t t s k a r t c n iür alle s p o r t s i ch^e n B e r a u st a l t u n g c n. wie für Pferderennen, Wettsahrcn, Schaufliegcn und andere gewerbsmäßige Kampf- und Wettspiele, Der Steuersatz soll 10 », L. betragen. Gegen die Vorlage hatten die Sportverbändc eine lebhafte Agitation veranstaltet. i ■' Millio ne nstistung für ein Leipziger Stadion Leipzig, 24. Juni. In der «»sschußsitzung des deutschen Kamps-Svielbundes teilte gestern Geh Hosrat T b I e m e mit, dav der deutsche Patriotenbund lVs Millionen Mark für den Bau eines Leipziger Stadions zur Versagung gestellt habe. Ein automatisch stabiles Flugzeug. Pa ris, 23. Juni. Der amerikanische Flieger SvcrrN unternahm gestern mit einem von ihm erfundenen automatisch stabilen Wasserflugzeug, mit einem Fluggast an Bord, mehrere Flüge, die große Verblüffung erregten, Do ließ Sperr« in einer Höhe von 150 Meter das Steuer los und fern Fluggast stieg aus die Flügel und ging auf densellien hin und her. Gleichwohl setzte das Flugzeug seinen Flug mrgestörl mit einer) Geschwindigieit von 100 Kilometer in der Stunde fort. Ein großes Bauunglück in New Bork, New Bork, 24, Juni, Bei dem Bau der Untergnindbahn in Brooklyn hatten auf einer ausgeschachtetcn Strecke Arbeiter eine Holzbrücke errichtet, aus der die Lasllvagen vorfubrcu, um mit den ausgogfebeneil Erbmassen beladen zu werden. Durch die große Belastung stürzte die Decke ein und riß einen u n g c Heurcn K r a h n mit sich in die Diese, aut dem sich etwa 50 Ir» beiter bcsaiiden Diese wurden zum Teil zerschmettert, zum Teil durch die noch nachstürzenden Sand- und Gcstcinsmasscn getötet oder schwer verletzt. Für unsere Haussraucn wird es gut sei», sich die dicsiäbrige Obsternte zu Nuven z» inachkn. indem sie sich einen recht großen Vorrvt Obst, besonders aber Mischen, Avrikoscu, Pstrsiche »na Mirabellen rinmachcn. Als die brstdewöbrie Einrichtung hierzu cmvichle» Fachleute Rer Einkoch-Avvaratc und Rcr-Konservcn- glaser, welche durch die vorzügliche Ounlität und sinnreiche Kon- struküon ei» sicheres Gelingen gewährleisten. Das Rer-Iystcm wurde aul vielen Ausstellungen mit den höchsten Auszeichnungen bedacht Avvarai »nd Gläser sind zu haben bei Hermann Metten- beimcr iFnbaber iS. Hosch & . Kerber). _ 7438 LL Lerne» soll der Mensch an dem, was er erlebt. Wer im vorigen Sommer während der aronen Ferien die trostlose Regenzeit mitgemacht hat, wer frierend in der Sommerfrische saü und seinen Schnapsen pflegte, der wird auch die Nutzanwendung ziehen, datz man für alle Fälle sich vorsehen und zum Reisegepäck auch ein vaar Schachteln Fays achter Sodener —nian achte auf den Namen Fay! — legen foll. l^avS Sodener kosten 85 Pfg. die Schachtel und sind überall erhältlich. 342ss Brauerei-Füllung Brauerei-Füllung Liebhaber einer Flasche g:uten Bieres verlang, ausdrückl: i Giessener Brauhaus-BierI hell nnd nach Münchener Art. | Sanitüts-Krarthier: alkoholarm —extraktreich I • Ausschließlich Brauerei-Füllung • daher Gewflhr für beste Beschaffenheit | Direkt vom Lajjerfaß in die Flasche öW£«^. Bei Gicht Bei Nierenleiden Bei Harn- nnd Blasenleiden. ^iiiuiinmiiiiniuiuiinuunininiiuiiiiintiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiwiiiuiiiming | für Oberhessen und angrenzende Gebiete | § Haler dem Prolektoral Sr. Kgl. Boheitdes CroOherzogs von Hessen | = ivmitiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiriiiiiitiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiviiiiiii D | In den Ausstellungs-Anlagen | 1 täglich von nachmittags 4 Uhr an: D 1KONZERT 1 8805C StcGdiiheater Giessen Direktion: Hermann Steincroetter. Dienstag, den 30. Juni 1014, abends 8 Uhr: Zweites OperettengastspieS des Großherzogi. Kurtheaters Bad-Nauheim. Unter Mitwirkung der Kavclle des biengen Int. Nea S. „Kotier Wilhelm- Nr. ltfi. I7521C Lvcrettenvrciie: Ovcrcitcnvrciic! Abonnenten baden Prciscrmäiiianna acaen Vorwcis des 3. (ermästigungskuvono. Ncnbeit! Zum ersten Male: Neuheit! Der lachende Ehemann Operette in 3 Akten von Edmund Eysicr. Kafsenöffnung 7>/. Ubr. Anfang 8 Uhr. Ende 10V, Uhr. Ltudicrenbc aenicncn Preisermäniaung._ Gewerbe-Ausstellung Gießen i ii ii »u ii iniii ii mnm i nmM iii UiTiinimiurf T .rn T i !Tii iiim i mi r m i imii i im iii Neu eröffnet wird heute abend sechs Uhr 7531V Die ßauernscMe Bier 10 Pfg. :: Spezialität: Schinkenbröte Um geneigten Zuspruch bittet Kemper & Co. Kaufmannsgerichts- Wähler wählt unsere Liste Nr. 2 Muni) IciiWer Haniiliiiigsgchülskii Leipzig KreiSverein Wichen. Pereiii für Siinliliiiigs-Koiiiinis oon 1858 (fimifin. Herrin) Hamburg Allgemein $«rbanö -er Midien ^anfbeamten Ortsgruppe Gietzen. 7538 D Oberhemden nach Mass. Tadelloser Sitz Vorzügliche Verarbeitung 5751 Fr. Levermann, Seltersweg 81 Bielefelder Herren-Wäsche jkß- | Gewerbe-Ausstellung Giessen I9I41 8j/ für Oberhessen und angrenzende Gebiete 81/ 81/ 81/ | Konzerte: $ 8t/ Donnerstag, den 25. Juni: 4—7 Uhr und 8—11 Uhr, ausgeführt vom 81/ l 3. Schles. Drag.-Reg. Nr. 15, Hagenau i. E. U 8t/ 8t/ 8t/ 75310 Freitag, den 26. Juni: 7—10 Uhr, ausgeführt von der 8t/ hiesigen Regimentskapelle 8t/ Solist Herr Kgl. Kammermusiker Paul Weschke, Posaunenvirtuos in Berlin 81/ ^ ^ nv ^^^^'S Unseren Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, daß die kleinen Rabatt-Marken bis zum 30. Juni in den Verkaufsstellen gegen die Rückvergütungsscheine ä 20 Mark umzutauschen sind. — Die Rückvergütungsscheine 1. bis 15. Juli! Der Anteil - Schein oder | die Anteil-Karte ist bei der Ablieferung unbedingt mitzubringen. | müssen in der Zeit vom 1. bis 15. Juli in den Verkaufsstellen oder im Bureau, Schanzenstr. 16, abgeliefert werden, möglichst in den Vormittagstunden, von 8 bis 12 Uhr. 7271 D | Ibis 15. Juli! Die Auszahlung erfolgt nach der General-Versammlung. Die Zeit wird | später bekannt gegeben. Donnerstag, den 16. Juli d. Js. findet . in Butzbach (Strecke Gießen — Frankfurt) eine Zuchlviehauktion, veranstaltet voni Land- wirtschastskammer-Ausschuß für die Provinz Oberhessen und Oberheffischen Zuchtvereinen für Simmentoler Bullen. Kühe, Kalbinnen und Rinder, sowie Edclschweineber und veredelte Landschweineber statt. Kataloge sind vom 8. Juli ab und Bersteigerungsbestimmungen sofort durch den Landwirlschasts- kammer-Ausschuß für Oberhessen in Gießen zu beziehen. Indem wir hiervon Kenntnis geben, laden wir zu recht zahlreicher Beteiligung ein. Gießen, den 17. Juni 1914. 75270 Landwirtschaftskammer - Ausschutz für Oberhessen. Kassenschränke • Kassetten feuersicher • schmelzsicher • fallsicher • einbruchsicher 14 Schränke in verschiedenen Ausfuhr, u. Maßen im Erdgeschoß Raum 49 der Gewerbe - Ausstell. Gießen 1914 ausgest. Kostenvoranschläge und Auskunft jederzeit bereitwilligst u. ohne jede Verbindlichkeit. Zwanglose Besichtigung erbeten Einzige Spezial-Kassenschrankfabrik Hessens FR. 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