Nr. *44 Tn «itfct«r Snjdgft «schein! täglich, anbei Sonntag?. — Beilagen: viermal wörtienllich #irfetuf r5c?T!t! ienbläner; zwennal wöchenlllirei»- blotl fä r >ra K t»is «i« g« (Tienslag »nd Freitagl; zweimal mcnoii. landwirtschaftliche Seitsrag«» nerniprech - Anschlüfle: lür die Redaktion 112, B erlag u. Expedition 51 Adresse tfir Depeschen: Anzeiger «ießru. 2,»var, und daß dadurch der Erfüllung weitergehcnder Wünsche der Weg geebnet werden wird. Zunächst aber wird sich der Kampf um die Parifikation wohl auf dem Gebiet der Tarifierung des neuen Berlin-Stettiner Kanals fortsetzen, da diesem eine Abgabenvclastung droht, die wiederum diejenige be'r mit ihm in Wettbewerb tretenden Elbverbindnng sehr beträchtlich übersteigt. Die zweite der erwähnten Voraussetzungen ist die, daß nun auch das junge Geschlecht der Stettiner Kaufmannschaft es nicht an Rührigkeit, Unternehmungslust und Wagemut fehlen lasse, um aus den gebotenen Gelegenheiten Kapital zu schlagen. In dieser Beziehung liegt wohl eine Anzahl vortrefflicher Beispiele, eine starke und zusammenhängende Tradition aber noch nicht vor. Hier gilt cs noch Neues zu schafien, nicht an Ucberkommcncm sich genügen zu lassen: Möglichkeiten zu ersinnen, die noch ferne liegen, und nicht zu rasten und zu ruhen, bis das irgend Erreichbare 'erreicht ist, aus daß auch hier gelte, was Horaz vom Kuui manne singt: „Mox reficit ratcs Quassas, indocilis paupcriem pati", aus Deutsch etwa: „Bald muß er wieder neue Fahrten wagen, llnjähig zu erbärmlichem Behagen!" „Eilt betrübknder Vergleich," Paris, 22, Juni, In einem „Ein betrübender Vergleich" betitelten Artikel weist der „Tcmps" auf die große Bedeutung des kürzlich crössneten „Hohenzollern- Kanals" hin, liebt eingehend die von Deutschland zur Förderung der Binnciischifsahrtswegc unternom menen Bestrebungen hervor und schreibt u, a,: Wir glauben, noch immer dos reichste Volk Europas zu sein »nd dabei bleiben nnr olmc ic»e Werkzeuge zur Enlimcklunal der wirtschaftlichen Dobliahrt, mit welckien iich unsere Nachbar jänder ausrüsten, Deutschland bat dreimal ködere Mititärlasten decken müssen als wir und dabkl bat cs auch Iinauskaltsam seine Ausgaben zur wirtschaßlichen "lusgestaltuug vermeint Diese dop pelte Ungleichheit erfüllt alle guten Franzosen, die a» die Zukunft ihres Landes denken, mit einem Gefühl der Beklemmung Gegenüber den standloiten »nd inetdodischen Rüstungen Deutschlands und seinen Kanälen, seine» düsen und seinen Eisenbahnen bietet uns die sozialistisch radikale Partei ihre Treibereien gegen das Dreijahrgcsetz und die Erdlöcher von Paris, Der Vergleich ist betrübend, _ Die Zeit des ..waffenWftandes" in Albanien. Es bestätigt sich, daß die albanische Regierung den Aufständischen einen dreitägigen Waffenstillstand „bewilligt" hat, um den Führern Gelegenheit zu einer Bcsprech- img der Lage zu geben. So wird aus Durazzo gemeldet. Ob das wicht eine zu optimisttsch gefärbte Auffassung ist" Schon wird gemeldet, daß der Fürst nicht in, Einverständnis mit den holländischen Offizieren gehandelt habe. Und diese werden wohl ihre Gründe haben, mit den Aufständischen nicht in solcher .Weise zu verhandeln. Der Hilfespender Prenk Bibdoda verlangt auch ciuras Neues, bevor er für den Fürsten in Aktion tritt, nämlich eine Kanone, Der neu ernannte Minister des Auswärtigen jn Durazzo wird auf diplomatischem Wege auch nicht viel bessern können. Die Lage bleibt eben nach wie vor sehr bedenklich. Wir erhalten folgende Meldungen: Ein Konflikt des Fürsten Wilhelm mit den holländische» Osfizieren. Paris, 22, Juni, Nach einem Funkspruch des „Matin" aus Durazzo habe der Fürst den Aufständischen den Wassenstillstand bewilligt, ohne die holländische Mission zu fragen, Tic h o ilä nd is chen Offi - ziere hätten infolgedessen ihre Abberufung verlangt. Prenk Bibdoda hat von der Regierung eine zweite Kaiioucvcrlangt, um mit seinen Truppen seine Stellungen vier Stunde» nördlich von Durazzo verlassen und den Vormarsch gegen die Aufständischen antrcten zu können, DaS gewünschte (beschütz ist bereits von dem ^Ingenieur Häßler an Bord dar „Gisela" zu der Stellung Prenk Bib Todas gebracht worden, — Augenzeugen des letzten Vorstoßes berichten, daß die Rebellen die Verwundeten ohne Pardon »icdermachten, — Gestern und heute sind Leute abgegaugen, um bis in der vorgeschobensten Stellung gegen Rasbul nach Gefallenen zu suchen 50 Leichen wurden gefunden und heute beerdigt. Die Verluste der fiirstcntreuen Truppe» bei deni letzten Vorstoß gegen die Aufständischen dürften demnach 80 Tote und 120 Verwundete betragen, Bon dem 20 Mann starken Zohammkronen. Johann iskronen nannte man die Kränze, mit denen man sich früher am Johannistage schmückte, und dre man beim Tanz um das lodernde Feuer den Flammen premgali. „Cr? geh' hinweg und wcrd' verbrannt mit diesem SVvfliit all mein Unglück! ' riet man. den Gennnden nach, lvenn sie ins Feuer flogen, und glaubte fest, datz dieses mit den ,^Iohanniskroncn" zugleich aucl» alle Leiden vernichtete, die dereii Trägern für das kommende vom schick sal eigentlich zugedacht waren. Freilich» mussten die Kränze, wcnii sie zauberkrästig sein sollten, aus ganz beitimmtem x'tateriahgewunden werden, au? den sogenannten „Fvhauniskrcnltern". oii ihnen zählte man im Volke aicher dem durchlöcherten Johanniskraut oder 5?Npericum versoratum und dem Donarkraut oder L^um tele- phium nodi eine Reihe anderer Pflanzen, wie z B. das kraut, den Bärlapp, ha* Sempervivum und vor allem den Beimn. Dieier galt von ieher als ein Mittel gegen Ermüdung beim Landern Johanne» der Täufer' soll dcshakb ein BerNlsrgewurd al? Gürtel getragen lxrben, und zur Erinnerung daran legte man ebematl* Beriuirgürtel um, die irran den Flammen dec- ^ohannrs- seucrs gleich den „.'»krönen" uberanttvortete, D^r Bernip aber erhielt de^-lralb mancherorts auch den Namen ,,^ohannv>girrtet oder „Lonuenwendgurtel". Am 24. Juni pflegte man auch getrocknete Wurzeln der Pflanze zu zersw^en. um da? Pulver als ldeilmiucl gegen das „Fohanni?übel" — ein alter Name für die Epilepsie — zu gebrauchen. Für wirklamer noch als der -oeiTUH aber galt das „durchlöcircrtc Johanni?krmtt", auch „.verrgotts Wmrdkraul" genannt. Helle Oeldrusen lallen die Blatter orefes Johanniskrautes gleichsam durchlochen erscheinen, und d^r L-age nach l,at sie der Teufel selbst durchbohn — au? -lorqer darüber, dak feine* bösen Anschläge auf die Gesundheit der Memchnr durch den heilkräftigen roten Saft, den man aus den Blumenblättern de^ Hypericum perforatum heranspressen kann, vereitelt werden. Da dieser Saft, das sogenannte „Iohannisblut". arich die >dratt besitzt den Herrn der Hölle selbst zu bannen, so bei,st die Pstanzc auch „Iagetenfcl" oder „Teusclsflucht". Uebriacns nnrd sie am Johannissest auch zu Ehe- »nd Liebeöorakesn benutzt, der Jobannlsnacht o,licken die Mädchen die Blum: und werfen sic aufs Gaatewobi in ein Gesäß mit Wasser Müht ne vier irciter so nnrd der Tranrinst noch im selben Jabr am Finster blinken venoclkt sie aber, dann beißt es warte». Etwa- Ähnliches tun auch die Dorfichönen in Enziand und Jilanch Am ^Boraöezhf des JvhairnislaDcS pflanzen sie sich Ableger der p.rprnc Plant, des Wundkrautes, in Blumentöpfe und nennen diese nun ..Midsnnimer Men" — „Mitsommermünnchen". Für verliebte Matchen bilden diese grünen „Johannismännchen" eine Quelle stänbigcc Spannungen und Bennruhigungen, Tie Blätter der P'lanic sind irämlnti sel.r empfindlich gegen äutzerc Einflüsse und wechseln ihre Stellung öfters. Aus der verschiedenen Stellung der Blätter, die sich der Pflegerin bald wkcbren, bald von il,r abwen- deu, glaubt sie aus die Treue oder Untreue ihres Geliebten schlic- tzen tu können, , , , Nicht ieblen in einer wirksamen Johannis- krvne durltc ferner das Tonarkraut. Sednm telephium. Man bängt es auch an den Häusern aus. um sie vor Blitzlchiag in brwakren Doch sann cs seine Jauberkrasl nur dann entiailen, wenn man es am 24, Juni inittags zwischen 11' und 12 Uhr bricht. Hoch in der Wenschätzung stand auch das schon erwähnte Eisenkraut, die Ber- bena: diese alte Kultvtionze, von den Argoptelm als „Träne der Isis" bezeichnet, ist eine „Friedensvflanze", Diinius erzählt, daß Gesandte, die den Friedensschlnß erwirken wollten, mil einem Kranz von Eisenkran! auf dem Hauvtc zum Feinde zogen. Auch bei germanischen Fritdensfeicrn soll sie eine Rolle gespielt haben. Sie ist also gewissermaßen ein Sinnbild der Befföhnung, und dies suckle inan daraus zu erklären, daß ihr heilkrästtger Saft die Wunden schloß: also loiedcr verband, was zerrissen war. Aus einem, anderen „Johanniskraut", dem Bärlapv, machte man Gürtel wie aus dem Beisutz, llnd wie dieser deshalb den Namen ,,Johann:s- güt'tel" rühr,, so erhielt auch der Bärlapv die Bczerchwung „Gürtel- kraut" oder — wie s. B, in Ulm — den fast gleichlautenden Namen „Sankt Johannisgürtcl",^ — Vorgeschichtlicher Fund, Aus Frankfurt am Main, 21, Juni wird gemeldet: Bei den FilndamcntierungSorbei- ten iür das Ehemilch« Jnstüut der Unweriitat wurde in einer Ticsc von vier Metern inmitten eines ausgedehnten Mooricldes das beinahe vollständig erbaltenc Skelett eines gcwalligcn Auerochsen sreigeieg, Ter kostbare Fund konnte iniolgc der 2lusmcrksamkeit eines Arbeiters nnbeschädigt geborgen werden. Er kam in das Senckenberg-Bttiscmn und wird hier ausgestellt. Da Ulan in diesem Suinpsboden noch weitere Funde vermutet, werden hse Ausschochtimgsarbeitcn in größerem Maße als bisher vorgesehen war, sortgrsctzt, — Tie Eröffnung des Kölner Wcrkbundthca- t c r s. Ans R ö I n wird uns geschrieben: Das Wcrkbundtheatcr crössnete seine Fcstspicle mir cmer Aufführung von Goethes „Faust" in der Jnszenicruug Barnonz-kis, mit den ersten Kräften des Berliner Lessingtheaters i» den Hauvtroilen, Nach van de Veltes Gedanke soll der neue Bühnenslil dem architektonischen Rahmen homogen, aller grob plastischen Reaiitäten entkleidet werden, wieder herausivachsk» zu einer Illusion des Un- eudsichcn. Ob die von ihm erdachte Form der dreiteiligen Bühne mehr ais problematischen Wert hat, Ivird sich nach diciem ersten Versuch, dessen freie Auswirkung Iwch zu sehr von äußerlichen Unzulänglichkeiten diktiert war, nick,! unbedingt entscheiden lassen, ?Iber schon an diesem Abend zeigten sich dcullich Mängel des neuen Biihncnjbstems, Ter Aufführung sehllc die Einheitlichkeit Ulid geschlossene Kraft, Die leitende Idee der Tragödie, das Ringen zwischen Gott und Teufel um dieses Menschen Seele, kam nicht einheitlich genug zum Ausdruck, Mau nimmt ganz instinktiv bei einer solchen Dreiteilung die mittierc große als die Hauvtbühne, während man die beiden Seitenbühncn als viel weniger bedeutend, al- lediglich dekorativ wirkend aulsaßt. Man schaltete auch allzu willkürlich mit der Verteilung der Szenen aus den cntivrechenden Bühnenraum, Tie Dekorationen von Sven Gäbe gaben iuncr- haib der gemachten Einschränkungen sehr schöne und charakterisnsche Bilder, Ter Prolog > 1 » Himmel mit den drei stilisierten Gestalten der Erzengel vor dem tiefblauen Himmel war von starkem Eindruck, Das szenische Relicl des Osterspazierganges gab sich voll blühenden Lebens, voll Farbe und in durckldachler Steigerung, Ganz monumental waren diese Szene und auch die im freien Felde ersaßt, ein Eindruck, der noch wesentlich durch die eminente Beleuchtungstechnik und die abgeklärte Anlage eines neuartigen Rundhorizonts verstärkt lourdc, I» der schanipielerischcn Ausgestaltung war die große Linie nicht eindringlich genug herausgearbeitct uwrden, wenn auch Barnoivskis ausgezeichnete Regieknnst schmispielcrilch sehr seine Lösungen fand, Bon den schansvielcriichen Kräfte» hatte sich L i n a L o s s e n am besten in den Stil dieser 2lussührnng cmgclebt, Kal, ßler gab den Faust: aus seinem persönlichen Wesen heraus suchte er die Gestalt dieses Titanen zu cntlvickcln. Steinrück war kein rechter Mephisto: er wirkte weniger dämonisch als stark brutal, Lina Lossen gab das Gretchen in schlichter, herber Zurückhaltung, ganz ohne alle Tentimeutalität, JlkaGrüning bot als Marthc eine sein durchgearbeitcte Gestalt, Im übrigen waren die Darsteller durchweg entsprechend. So ergab sich als Ganzes zwar nicht ein stark geschlossener Eindruck, cher doch ein sehr interessanter, künstlerischer Abend, und das ausverkauftr Haus ries znm Schluß die Hauptdarsteller wiederholt vor die Rampe. Ar,,F, B. ©etdwxmtuejjoifen bei Der Porta Romana wurden wer getötet, die übrigen gefangen; zwei enttarnen. Die letzte» Kämpfe. Nach einer dein holländischen Kommando überbrachten Meldung befanden jich vorgestern abend (Samstag) die von Südeit vordringenden Trupvenableilungen, insgesamt 1000 Mann, bei Karabunar und Lufchina in einem deftigen Kampfe mit etwa 600 Aufständischen, ivelche die dortigen Anhöhen besetzt hielten. Die RegicrungS- truppen wurden zurückgeworfen und gegen Fieri am Sc- menifluffe zurückgedrängt, wo sie gegenwärtig stehen. Rom, 22. Juni. Zu dem Kampfe bei Luschina, in dem die R e g i e r u n g s t r u v p c n eine Niederlage erlitten, meldet die Agenzia Stcfani ergänzend aus 33 a - lona: Tie Freiwilligen des linken Flügels flüchteten in grotzer Unordnung. Zwei Geschütze mußten unbrauchbar gemacht und in den Händen der Äusständischen gelassen werden. Tie RegierungStruvpen, die sich nach F i e r i zurückzogen, hoffen, zusammen mit den HilfStruppen auS Berat die Linie am Semenislussc halten zu können. Tie Regierung in Turazzo ist um Entsendung eines Geschützes und 500 Gewehren gebeten worden, um die Verteidigung von Fieri und eventuell von Valona zu ermöglichen. Ein neuer Minister des Auswärtigen. Tic Albanische Korrespondenz meldet aus Turazzo: Ter Fürst ernannte Mchmed Bei in Konitza zum Minister des Aeußern. Mehmed Bei ist ein Bruder des NationalistensührerS Faik in Konitza. Er vertrat mit dem gegenwärtigen Finanzministcr Nogga und Rahsi Tino die provisorische Regierung auf der Londoner Botschastcr- konferenz. Oberst Muricchio und Professor Etzinigo vom Verdacht gereinigt. Dur azzo, 22. Juni. lAgenzia Stefani.) Ministeroräsi- dent Turkhan Pascha hat gestern abend dem italienischen Gesandten folgendes Schreiben überreicht! Ich bin glücklich, feststellen zu können, daß in den bei dem Obersten Muricchio und Professor Chinigo beschlagnahmten Sachen nichts Belastendes gesunden wurde. Da die Unschuld der beiden Herren erwiesen ist. wurde ihnen das Bedauern der albanischen Negierung über den beklagenswerten Vorfall, der eine Verletzung der Kapitulationen darstcllte, ausgedrückt. Es ist überflüssig hinzuzu- füaen, daß die Regierung alles tun wird, um die Wiederholung ähnlicher Vorlommnisse zu vermeiden. Ter italienische Gesandte ist der Ansicht, daß man den Zwischenfall mit dieser Erklärung als erledigt ansehen kann. Römische Erfindungen. Das Wiener „Fremdenblatt" erfährt von informierter Seite! Die in den ausländischen Zeitungen veröffentlicht-m Gerüchte, nach denen ö st e r r e i ch i s ch-u ngarische O s s t- ziere in Uniform an den letzten Kämpfen ,n Durazzo teklgenommen haben, nalch denen ferner die von den Aus- -ständischen an die internationale Kontrollkommission entsandten Parlamentäre von Offizieren zurückgewiesen worden leien, sind vollkommen aus der Luft gegriffen. Ebenso sei die ZLeld-ung, daß der englische Admiral in Durazzo gedroht habe, den von dem Fürsten gecharterten Dampfer ^Herzegowina" in den Grund zu bohren, falls er weiter auf die Aufständischen schießen würde, frei erfunden. Der englische Admiral meinte, er habe gegen diese Verwendung des T-anrpfers keine Bedenken geltend gemacht und auch keinen Protest sonst gegen die weitere Benutzung des Dampfers zur Bekämpfung der Insurgenten erhoben. Ein solches Vorgehen sei schon deshalb ausgeschlossen, iveil im vorliegenden Falle seitens der albanischen Regierung nicht die geringste Verletzung de? Völkerrechtes begangen worden sei. Der »aiser. Hamburg, 22. Juni. Ter Kaiser mit Gefolge hat sich gegen 10 Uhr nach Stellingen begeben, um den Hagenbeckschen Tierpark zu besuchen Um l2 Uhr 15 Min. frühstückte der Kaiser bei Generaldirektor Ball in. Der Kaiser ist am Montag um 3,15 Uf>r_ an Bord der .Ltobcnzollern". gefolgt von dem Depeschenboot „Sleipner", nach Brunsbütte. abgefahren. Aurlanv. Der König von Sachsen in Petersburg. An dem Diner in der Petersburger deutichen Gesandtschast zu Ehren des Königs von Sachsen nahmen auch die Vertreter der deutschen Kolonie teil. — Der König hat dem Minister des Kaiserlichen Hofes, Baron Fredericks — den Orden der Rautcnkrone, dem Minister des Aeußern, Tasvnow. und dem Kriegsminister, Suchomlinow, Porzcliangcichenke verliehen. Ter Ministerpräsident G o r e m n k i n und der deutsche Botschastcr erhielten das Großkrcuz des Albrechtsordens mit denr goldenen Ster» und der iilbcrnen Krone, der Oberhosmaischall Gral Benckendoris das Großkreu, des Albrechtsordens mit dem goldenen Stern. Rach dem Tiner kehrte der König nach Zarskoje Sselo zurück. — Der Kaiser, der König von Sachsen und die Mitglieder der kaiserlichen Familie nahmen am Montag dar Frühstück im Alexanhcrpalais ein. Für den deutschen Botschastcr, die BotschastSderren und für das Gesolgc wurde das Frühstück im Großen Palais serviert. Dann verabschiedete sich der König von den -Amvesenden und ging in Begleitung des Kaisers aus den Perron Bevor er den Salonwagen des kaiserlichen Zuges betrat, verabschiedete er sich nochmals vom Kaiser. Aus StaSt und (anit, ü) ießen, 23. Juni 1914. ** TagcSkalender tür Dienstag, den S» Juni: Stadt- heater! Wiener Lustsoiel-Abend. Anfang 8 Uhr. t * ** Ter Großherzog cmvfing am 20. Juni u. a. den Sreisamtmanu Tr. W c h n c r in Büdingen, den Direktor der Taubstummen-Anstalt zu Fricdberg Tr. Ritzen "Sitzung der Stadtverordneten-Ver- sammlung am Donnerstag, den 2b. Juni 1914, nachmittags 4 Uhr. Tagesordnung! 1. Auslosung von Schuldverschreibungen. 2. Tienfteinsührung und Verpflichtung des besoldeten Beigeordnete» Krenzien. 3. Mitteilungen. 4. Vorlage des Verwaltungsberichts und Rechnung der Sladt und des StadtenveiternngsfondS für 1912. 5. Gesuch der Sanitätskolonne um Ucbernahme von Reparatur kosten einer Krankentrage. 6. Gesuch des Vereins Kanaria um Stiftung eines Beitrags für die Beschaffung von Ehrenpreisen. 7. Gesuch des Schwintm- uitd Wassersportoereins um Stiftung eines Ehrenpreises. 8. Gesuch der Typographischen Gesellschaft um Gewährung eines Beitrags zum Besuch der Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig. 9. Baugesuch des Reinhard in Gelsenkirchen wegen Errichtung eines Benzin- und Lcnzollaaers in der Nähe der Margaretenhüttc. 10. Gesuch des Th.^Budde wegen Einbringung eines Wandarmes am Haus Seltersweg 52. 11. Baugesuch des Ludwig Wehrum für Credner- straße 18. 12. Baugcsuch der Firma Bär und Wetterhahn für die Bahnhosstraßc. 13. Bangesuch I. H. Jhring für Asterweg 12. 14. Baugesuch des Wilhelm Horn für Kreuz- Platz 15. 15. Herrichlung des Geländes neben der Markt- laubenstraße. 16. Bebauungsplan stir die Straße von der Steinstraße nach der Dammstraße (vormals Eulersches Grundstück). 17. Uhrenanlage für denSchlachthos. 18.Ferien der Stadiverordneten-Bersammlung. 19. Gesuch des Wilhelm Kern um Erlaubnis zum SchankwirtschaftSbetriebc im HauS Seltersweg 70. 20. Desgleichen des Johann Ger- licher für Alicestraßc 12. 21. Desgleichen der Karl Wagner Ehefrau für Ludwigstraße 6. ** Gewerbe aus st cllung. An den Konzertaben- den sollen nach 8 Uhr Kinder unter 12 Jahren keinen Zutritt haben, da der Platz sehr beschränkt und Haftpflicht seitens der Ausstellungsleftung nicht übernommen wird. •• Abonnements-Konzerte. Der König!. Kammermusiker »nd Lebrer an der Kgl. akademischen Hochschule für Musik zu Berlin Paul Wcschke, der auch hier durch seine vom Plibliknm mit großem Beifall ousgenommenen Solo- vorträgc ans der Posaune bestens bekannt ist, ist kürzlich zum „Königlichen Kammer-Birtnosen' ernannt wordrn. Diese hohe 'Auszeichnung findet umsomehr große Bedeutung, da den Titel .Königlicher KainiiicroirluoS' ein Posaunist in Deutschland bisher nicht geführt hat. Herr Weschke wird in dem morgen obend in Steins Garten stattsindenden 3. Abonnc- ments-Konzcrt der Regimenkskapelle anstreten. ** Ter Bismarckfackelzug bewegte sich gestern abend in der üblichen Weise unter dem Vorantritt der Burschenschaft Germania durch die Stadt nach dem Bismarckturm, wo Herr st ud. L e r s ch iHasso-Rhenania) die Rede aus den eisernen Kanzler hielt. Nachdem die Fackeln unter dem Absingen des alten Durschenliedes Gaudeamus igitur zusammengeworsen waren, begann in der Faßlialle der Unionbrauerei der Kommers, zu dem sich auch viele Professoren eingefunden hatten. Die Rede auf Kaiser und Reich hielt Herr stud. L. Bernbeck lWingols). Auf Bismarck sprach Herr stud. Stroh lAdelphia>, aus die Universität Herr stud. Lotz (Germania). Ter Rektor, Prof. Dr. Eck, dankte im Namen der Gäste und trank auf die Zukunft Deutschlands. B. Die Gießener Freie Studenten? chaft hat es, wie sie uns schreibt, für angebracht gehalten, jetzt, wo das Thema: „Freideutsch" im Brennpunkt allseitigen Interesses steht, zur Klärung der Frage dadurch beizutragen, daß sie Anhängern und Gegnern der Bewegung Gelegenheit zu eingehender gegenseitiger Aussprache gibt. Herr Pros. Tr. A. Messer hat in dankenswerter Weise den Vortrag übernommen und wird morgen abend im großen Hörsaal der Universität über: „Die freideutsche Jugendbewegung" sprechen. Darauf folgt, wie aus dem Anzeigenteil hervorgeht, freie Anssprache. ** Aus dem Bureau des StadttheaterS. Nochmals sei nachdrücklich aus das heutige Gastspiel des „Wiener Lustspielensembles" hingewiesen ' und wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß es sich um erstklassige Darbietungen handelt, die in letzter Zeit in Wiesbaden und Stuttgart außerordentlichen Beifall gefunden haben. ** In der Ceylon-'Ausstellung traf heute eine verspätete Sendung aus Colombo mit wertvollen Gegen- ständen ein, mit deren 3lusstellung bereits begonnen wurde. Am letzten Sonntag nachmittag besuchte der Gartenbau-Berein aus Wetzlar die Ausstellung, die sich steigenden Besuches, namentlich von auswärts, erfreut. ** Der Feuerversichcrungsverband Hess. Lehrer hielt am 20. Juni in Osfenbach unter dem Vorsitz des Hauptlehrers Knauß-Gießen seine Hauptversammlung ab. Der Reingewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr bczistcrt sich aus 5859,37 Mk., der Reservefonds hat eine Höhe von 52 268.98 Mk. erreicht; am 31. Dezember 1913 zählte der Verband 2038 Mitglieder, die mit 12 008 64? Mark versichert waren. An Brandschaden wurden in 16 Fällen 505.45 Mk. gezahlt. Zur Einführung der Einbruchsdiebstahlversicherung sollen von dem Vorstände die erforderlichen Vorarbeiten bis zur nächsten Hauptversammlung in die Wege geleitet werden. Die durch Lehrer T h i e r o l s - Osfenbach gestellte Jahresrechnung ergab an Aktiven den Betrag von 58389.10 Mk., denen 52 529.73 Mk. an Passiven gegenüberstanden. Von dem Reingewinn sollen 450 Mf. der Ludwig- und Alice-Stiftung und 100 9!f, dem hessischen Lehrerheim übernnesen lvcrden. Rach sehr lebhafter Aus- spräche wurde beschlossen, die Prämien nach einer Reihe von Jahren der Mitgliedschaft zu ermäßigen und die Policegebühren ganz auszuheben; vorausgesetzt, daß das Reichs- versicherunasamt in Berlin seine Genehmigung erteilt, Tie ailsscheidcnden Vorstandsmitglieder wurden wieder gewählt, während anstelle des verstorbenen Lehrers Emmerich der Vorsitzende des hessischeil Lehrerheims, Lehrer Ludwig Tern- Offenbach, neu in den Auftichtsrat eintrat. ** Brötchendieb. Dem Wächter Karl Möbus vom Gießener Wach- und Schließ-Jnstitut gelang es am Samstag früh in der Ost-Anlage noch heftiger Gegenwehr einen Brötchendieb seitzunehmen. In der Tiezstraße riß er sich aber los und floh durch den Botanischen Garten und die Brandgasse in den Astreweg, wo ihn der Wächter wieHr einholte iend mü .düle eines Passanten au, die Polizeiwache brachte. Auch den Palizcibeamten leistete er heftigen Widerstand. "Warnung für Radfahrer. Klagen über rücksichtsloses Fahren der Radfahrer haben die Polizei veranlaßt, gegen diese schärfer vvrzugehen. Insbesondere wird das übermäßig schnelle Fahren streng geahndet werden. Die nichtigsten der beim Radfahren auf öffentlichen Wegen und Plätzen zu beachtenden Vorschriften sind im heutigen Amtsblatt veröffentlicht. •“ doit gelingen wenmt über Engel aufführ ung en ist aus Versehen bei der Korrektur bäuerlicher»»»?« eine ganze Zeüe ausgefallen, so daß nicht nur mar - sondern auch eins der schönsten Bilder »ngcnr hü et'. Es muB richtig beißen: 15. Bild Schutzengel nach Mui Aräuler" Hedwig Kindt, Gertrud Momberger) T Geistliches Wiegenlied nach dem Spanrschen kür Alt und Viola .roh. Brahms (Frau E. Schudt, Herr Prof. H Walth Landkreis Gießen. ^ ^bllersheim, 21. Juni. Landwirt und Postagent B o p p von hier, der, wie schon berichtet, von seiuein -Pferde geschlagen worden ist. ist heute morgen im Kranken- Hause zu Himgen seinen Verletzungen erlegen. Kreis Büdingen. □ Orte »borg, 22. Juni. In Hirzenhain stndet ein achttägiger Jinkertn rfus unter Leitung der Lehrer Henfel- Hiczenhain und Buß-Leihgestern stall. — Tie Heugras-Der- st«, gerungen erztetten bei mittlerem Ertrag in den FürsiUch Etolbergschen Wtese» Hobe Preiie, der Normalmorgen Sb—50 Mt» Kreis Laukerbach. ~ Lauterbach, 22. Juni. Ter Jugendwanüerverein Germania iJunadeutfchland) war gestern durch Rittmeister H. Riedesel Freiherr zu Eisenbach zu einer Wanderung nach den SchalkSbachteichen bei Herbstein eingeladen worden. Unter Führung des Hauptlehrers Kinkel marschierten etwa 70 Teilnehmer über Frischborn, Hopsmannsfeld nach der bei den Teichen befindlichen Jagdschutzhüttc, wo sre von Rittmeister H. Riedesel und seiner Gemahlin bewirtet wurden. Der Rückmarsch erfolgte über Bahnhof Rixfeld, Eisenbach und Blitzenrod. Kreis Schotten. B. L a u b a ch , 22. Junr. Ans eine 25jährige Amtstätigkeit jit unserer Stadt konnte heute Forstmeister Eduard AII d r e zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurden dem beliebten Beamten zahlreiche Glückwünsche und Blumenspenden zuteil. Tie Stadt Laubach ließ durch Bürgermeister Ritter und zwei Vertreter des Gemernde- rats. zu dem der Jubilar seit einem Jahr gehört, ein Bild der Stadt .Laubach" überreichen. Abends fand im Kasino eüi Festkommers statt, mit dem das Kasino fernen langiährrgcn Vorsitzenden feierte. Krcis Fncdberg. bl. F r i e d b e r g, 22. Juni. Ter Landwirt Heinrich Schuhmann von Ockstadt fand heute Montag in einem Kvrnacker einen Knaben von etwa zwei Jahren. Er brachte das völlig durchnäßte Kind der hiesigen Polizei, die es dem Hospital überwtces. Hier stellte es sich Iteraus, daß das Kind gestern morgen von der eigenen Mutter abgeholt worden war. Sie heißt Elise Böcher und stammt aus Berstadt. Tie scheint die Absicht gehrbt zu haben, das Kriid in len Sieinhäußers Eisteich zu werfen, Tie wurde jedoch an Per sAussühurng durch die Anwesenheit von Maurern, welche in der Nähe arbeiteten, verhindert. --- Bad-Nauheim, 23. Juni. Das „Deutsche Zentralkomitee der ärztlichen Studienreisen" veranstaltet in dieiem Jahre eine Stutienrcise durch die Vogesen, Schwarzwald- und Tämrns- Bäder. Am 27. Juni trifft du Reisegesellschaft in Bad-Nauheim ein, um die neuen Bade- und Kuranlagen zu besichtigen. h. N > e d e r w ö l l st a d t. 22. Juni. Am Samsiag schlug ein Blitzin das Bahnwärterhaus der Strecke Frankfurt—Gießen und trat das Babnwärtcrehepaar. Während der Mann sich rasch erholte, erlitt die ,Frau eine Lähmung der rechten Seite, die ftch nach einiger Zeit glücklich »ieber verloren. Das Haus wurde erheblich beschädigt. Starkcnbiirg und Rheinhessen. rb. Darmstadt, 22. Juni. Von der Bergstraßen-: bahn. Herr Provinzialdirektor Fey batte kürzlich in BenshnM mit Herrn Kreisrat Eckstein eine Rücksprache wegen Fortsetzung der proickticrtcn elektrischen Bahn von Jugenheim-Alsbach nach Bens heim ilber Zwingen- berg und Auerbackr. Die Besprechung nahm einen günstigen Verlaus: es sind Verhandlungen wegen Fortsetzung der Bahn durch die .hessische Eisenbahn-Altien-Gesetlschast zu Darmstadt bereits eingelcitet. Eine weitere Besprechung der Herren Provinziat- direktor Fen, Oberbürgermeister Tr. Glässing und Kreisrat Eckstein in dieser Angelegenheit fand in der »origen Woche statt. Die Aussichten tür das Zustandekommen der Fortsetzung sollen hiernach giülslige sein. In der Tat entspricht es auch einem natüv- lichen Bedürfnis und den Interessen des Verkehrs zwischen der Stadt und der Bergstraße, sowie der Bergstraßenorte uartcreinander, daß, diese Bahn baldmögtichst gebaut wird. Alle beteilrgten Orte in diesem bereits eng bebauten und beüedelteit Gebiet werden daher gewiß auch das neue Pro'iekt bestens zu fördenr suchen. ä. Mainz. 22. Juni. I» der heutigen Si a ö t »ererb- ,i e i c n f i t, n ii n tollte mit der Beratung der HaiishaltSvornnIchläge tür das Rechiiuiigsjahr 1914 begonnen werden. Nach 3Ü,nüiidiger Sitzung konnte erst die Oanviauslvrachc gefchlos'en werde» und wird die Beratung der einzeiuen Pollen erst morgen nachmiliag beginnen. Auch die neuen Herren Ltadiräte tainen nicht darüber hinaus, die Siener in» 16 Prozent zu erhöhen. Hessen-Nassau, h. Frankfurt a.M., 22. Juni. Ueber Franktnri scheint seit mehreren Tagen eine wahre Seibstmardepidemie gekommen zu sein. Innerhalb zweier Wochen l»aben hier nicht weniger als 24 Personen durch eigene Hand geendet. Der leche Sonntag brachte abermals zwer Selbstmorde. In der Sveyartstraße erschoß sich der 35iälnnge Bäcker Georg .Hahn, nachdem er iich zuvor durch aussttömendes Gas nahezu betäubt hatte. Ferner erschoß ftch in der Sovhienstraße im Hause ihrer Verivandten die junge Witwe eines Zahnarztes aus Caiiel. b. Frankfurt a. M.. 22. Juni Aul der Märfelder Landstraße geriet das Automobil des Zuckersabrikdirektors Pill- hard aus Groß-Gerau, als es einem F-uhrwerk ausweichen wollte, gegen einen Tclegraphenmast und stürzte in den Straßengraben Sämtliche iünj Insassen wurden hcransgeschleudcrt und ieilwcis schwer verletzt. Ter snnge Pillhard, der den ?§ogen steuerte, erlitt neben einer schweren Gehirnerschütterung eine Brust- auetschung und andere Verletzungen. Zwei Tomen wurden die Arme gebrochen, außerdem trugen iie schwere Bruslguetschungen davon. Eine dritte Dame imd der Ebauttcur kamen mit leickneren Houtabschürftmgen davon. Tie drei Schwerverletzten >vurden durch die hiesigen Rettungswachen dem Städtilchen Krankenhause zu- geiübrt. Ter Kraitwogen ist völlig zerschellt. rr TillcNburg, 23. Juni Am Snnntav wurde eüi der der Bahnnieisterei Tillenburg beschästiger ?lrbeücr, der am Sonntag vertretungsweise im Lokvmotivicknlvpen als Maschinenvutzer verwendet wurde, ron einer ausiabrenden Maschin- ersaßt und gegen eine Türe gedrückt. ?ln den Folgen ist er verstorben rr Niederscheld Süd-Tillkreis. 23. Jun, Am Montag vormittag ivgen 9 Ubr wurde aus dem hiesigen Haltepunkt beim Absahren eines Zuges die Witwe Ni: von llieoericheld über- labrcn. Tie Verletzungen waren so schwer, daß die Verletzte bald daraus starb. -ß Bebra, 22, Juni. Heute nachmittag gingen hier, in dem angrenzenden Ringgougebirqe und Fnldatale imeber heftige Gewitter nieder. Tie Wassermengcn übnslutetcn die .Toristraßen, Gärten und Wiesen. Ter Blitz schlug in das Tachgebäude des Postamts ein und zündete. Ter Brand konnte nach cin- stündigcr Arbeit gelöscht werden. Tie gesamte Fernsprech- und Telegrapheneinrichtung bingegen imirde zerstört, so daß der 3!er- kehr eine empsindiichc Störung erlitt. Svort-, B. Laubach, 22. Juni, Aut dem neuerrichieten Spielplatz an der Scbottener Strafte wurde gestern ein Fußballwettspiel zwischen den Schülern des Bndinger Gymnasiums und denen des Laubacher Gymnasiums ausgetragen, aus welchem die Büdinger als Sieger 10—1 hervorgingen. CtiUidtirrrtbrt. Der Ostmarkenslug. Posen, 22. Juni. Leutnant v. Karsredt, de: um 5,18 Uhr ausgestiegen war, mußt« in Brvmberg um 6> - Uhr Mgen Nsyt.ir- schadens landen. Gra u denz, 22. Juni. 8> Uhr morgens: 2ämtlick>e Tki!- nehmer am Ostmarkenslug, die morgens IN Posen aufgesliegen waren, labe» hier die vorgeschricbenc Landung vorgeiivmmen und sind dann zum Weiterflug nach Klönigsberg i. Pr. aus- gesticaen. Zu der znieüen, etwa 600 Kilometer tongen Etappe des Zu- pertässigkeitsfluges sind out dem Flugplatz Lawiea nach Königsberg insgesamt 2 3 Flieger gestartet. Leutnant v starüedt mußte nach wenigen Minuten wieder zurückkeheen. da sich eine Sirebe an der Troqsläche gelöst hatte. Der Flieger Stiefvater steigt erst spater auf, da sein Apparat nicht ganz in Ordnung ist. 6<*wrfT. der »uleht bei Cber.&möenbttfcm xueärr.r’**'- TOB«. Hai enbpUnp cumegeben, cbmio Markgraf, bet in iiiegnrs landen muffe. Eckhardt liegt noch in Görlitz. Königsberg. 22. Jun, Als erster ist Georg Hans um S.-M Uhr elngetronen und gelandet. Bon 7.17 Uhr bi? 8,31 Ui/r Panierten 14 Flugzeuge Osterode Zum Empfang der nckugzeuge au, Leu, Devouer Flugselde such die weitgehenden Lor. kchrungen getrossen. Ein Zeppeliu-Luttschifs Ireist über dem d. Frankfurt °. M. 22 Juni. Unter dem Bsrsrtz des Geheimen Kommerzienrats Tr. schieb (Düffeldors) hielt beule die 4. e u t > ch e L u s t fest , >, a h r t S - A kti e n g e s e l l s ch a s t ihre 4 ordentliche Generalversammlung ab. auf der 1212 Stimmen vertreten waren. Dem Dorstandsbericht zufolge brachte das Jahr 1913 wiederum einen Perlust von nahezu einer Viertelmillion Mark, der allerdings Nicht au, BetriebSuniälle zurückzuführen ist. sondern au, die autzerordentlicki hoheil ?lbschreibungen aus das Lust- kchiiflonto. Ter reine Betriebsüberschuh stellt sich aus 2M000 Mk. er kann als günstig bezeichnet werden Tie Einnahmen der Granit betrag von 540000 Wk. 1191-. 490000 ^k.^lDa Unlälle nicht porkamen, hatte das Sie« baraturkonto nur 22000 Mk. zu oerzeichnen, lieber die Zukunft der fni 4 v ü -~ l td) • ^O^^tchli dahin aus, daß auch für das Jahr und fürdre weiteren Jahre nach den bisherigen Erfahrungen und Ergebnis,en vorerst kerne günstigen Ergebnil,e zu erwarten feien Die Delag hasst, da« es ihr gelingen nrird, den Fahrü-n- beirieb de-s Unternehmens durchzuhalten. — Die Bilanz am 31. Dezember 1913 wurde mit 3 280 728 Mk AktiPen und Pas» swen genehmigt, ebenso die Gewinn» und Verlustrechnung für 1913 mit 2 8o4 80( Mk soll und Habe» Oberbürgermeister a D -ld l a es Frankfurt! legte au» Gesundheitsrücksichten sein Amt al» Vorsitzender deS AutsicktsrateS nieder. Tie ausscheidenden Mit- glieder des Aufsichtsrater wurde» wiedergewählt. Gcricbt»?aal. h. F r a n k f u r k a. M.. 22. Juni. TerPilasterer Schleicher tollte vor etlichen Wochen den Eiienbohnassistenten Arndt meuch» lings überfallen und durch Messerstiche lebenSaeiabrlich oerleyt haben. In der Verbanblunq stellte sich die Unschuld des AngeNagten heraus^ dagegen verwickelte sich der als Zeuge geladene Gastwirt M. Grätsch bei seiner Vernehmmig in derariige Widersprüche, dass er unter dein Verdacht der alleinigeii Täterschaft sofort Per» hastet wurde. Der Angeklagte Schleicher wurde sreigesprochen und sosort entlassen. vcrtha von Suttner f. Wie wir gestern schon meldeten, ist die bekannte Vor,'echterin der Friedenstdee Bertha v, Suttner im Alter uon 71 Jahren gestorben. Ihre Leiche wird in Gotha verbrannt. Sie hatte jede Feier und jede Kranzspende testamentarisch adgelehni. Freifrau Bertha von Suttner, geb. Gräfin KinSki, von Wchinnitz und Tettau, die Tochter eines höheren österreichischen Offiziers, hat durch zahlreiche Romane und andere Schriften sich alS^ Schriftstellerin einen bedeutenden Namen gemacht. TaS größte Ausiehe» erregte ihr berübmter FriedenSroman - „Tie Waisen nieder!", der, im Jahre 1889 erschienen, bereit» im Jahre 1901 in 31. Auslage erscheinen konnte und au, Grund dessen die Versasserin mi, dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Der Roman „Tie Waffen nieder!" har eine Fortsetzung^ „MartbaS Kinder", 1908 hat Frau von Suttner umfangreiche Memoiren erscheinen lassen. Noch im Jahre 1912 bat sie eine ausgedehnte Vortragsretse durch die Bereinigten Siaaien von Nordamerika unternommen, um dort ihre Gedanken zur Friedensbewegung in die weitesten Kreise zu tragen. Mehr als zwanzig Jahre stand Bertha von Snttner an der Spitze der Friedensbewegung, der sie auch in zahlreichen Vortrögen unermüdlich diente Sie war Vorsitzende deS Oesterreichischen FriedensPereinS und Ehrenpräsidentin deS Internationalen FriedcuSbureau? in Bern. Frau von Suttner wohnte zumeist ist ihrem Witwenwohn» sitz, Schloß HarmanSdors in Niederösterreich. verrinsnachrtchtm. s Watzenborn, 22. Juni. Ter Gesang herein so ä n g e r c ra n z errang in Osthciin bei Windecken mn 237 Punkten vc» ersten Preis in der ersten Landkiasse und den EhrrnorerS mir 118 Punkten unter Leitung der Dirigenten Lehrer Blaß» Grvpen-Liiiden. ö Rodheim a d B„ 21. Juni. Am nächsten Sonntag feiert _ unfer erster und ältester Gr i an g verein Eiiitracbl iein öOjährigeS Jubiläum. ES ist dos erste größere Fest dieses Vereins seit seiner Gründung, Ivo» sicher als eine Seltenheit in unserer sestreichen Zeit zu berrachten ist Aniversitätr-Nackricbte«. — Ter Professor der Anthropologie Uiid Zoologie an der Technischen Hochschule Kluntzinger, Ehrenmitglied zahlreicher naturwissenschaftlicher Geiellschasten. ist im Alter von 79 Jabrrn am Sonntag bei einer Festlichkeit an einem Schlagansall gestorben. — Die Universität.»» WLrzburg zählt in diesem Semester 180p immatrikulierte Studierende. Hierzu kommen 49 Hörer und Hörerinnen. Tie Gesamtsreauenz beträgt 1t'>54. — Als Nachfolger von Pros, W. F. Otto wurde der a. o. «roseiior Tr. Joses M e S k zum außerordentlichen Professor der klassischen Philologie an der Wiener Universität ernannt. vcrmiscbtc». ' Ein Orkan aus dem Bodensee. AuS Konstantin opel wird vom 22. In», gemeldet, Heute nacdmittag kurz vor 2 Uhr zog ein heftiger Orkan über den Obersee, der die zwischen Langenargen und RomanSborn befindliche, aus etwa 60 Fahrzeugen bestehende, aus dem Fclchensang begriffene Fischer» booie-Flolille in arge Bedrängnis brachte. Eine Anzahl Boote len leite und deren Insassen steten in» Wasser. Hierbei errran» keil zwei Fischer aus Egg bei Konstanz, ern Fischer aus Staad und ein Fischerknecht, Tie beiden Egger Fischer sind Familienväter, die lüden anderen waren ledig, ES gehl noch das unbestätigte Gerücht, daß noch weitere Fischer ertrunken seien. * DaS Neueste von den Sussragetten, In Newcastle versuchten Sussragetten einen E, l, u g nach Norlhumbcr- land zu verbrennen. Tie Bänke dritter Klasse waren mit Petroleum begossen und Zelluloidkämine und verschiedenes andere zündbare Material lag umher. Ter Wachsamkeit der ZugsührerS ist es zu verdanken, daß im letzten Augenblick eine große Katastrophe verhindert wurde. * Das Grubenunglück in Kanada. Tie „Times" melden aus Toronto Pom 21. Juni, Ueber 100 Leichen der Verunglückten der HillereS Mine sind geborgen worden. Die Rettungsarbeiten sind wegen des Feuers in der Grube schwierig und gefährlich. Man nimmt an, daß kein Bergmann, der sich nicht innerhalb sünf Minuten nach der Explosion retten konnte, mit dem Leben davongekommen ist. «leine Tngeschronik. In den Tagen vom 5.—12, Juli d. I. findet in M a i, n h e i m daS 27. Berbandslchießen der B a di i ch - P i ä l z i,' ch - M i t t e E rheinischen Schütze „Verbandes statt. Ueber München brach am gestrigen Montag nachmittag, sowie auch über dem Starnberger- und Ämmeriee, ei» heftiges Gewitter los, das allenthalben mit dem damit verbundeilen Sturm großen Schaden anrichtete. Au, dem Starnberger See kenterte ein Segelboot mit vier Personen, Zwei davon wurden von einem Motorboot, eine Person durch einen Tampser gerettet, während die vierte bisher noch unbekannte Person ertrank. In R o e t l e r S d o r s bei Lobet,stein Reuß schlug die 50jöhr GutsbesltzerSsrau Lipiert ihre»! Ehemann im Bett mit der Alt die Hirnschale ein, und begab sich zu der aus der Bodenkammer schlasenden sechzehnjährigen Tochter und scküug dieser ebenfalls mit der Är! den Schädel ein. Beide waren ,'oiori tot. Die Fra» erhängte siäi sodann aut dem Trockenboden. AuS Lissabon wird gemeldet i Ein von B e t a Alta kommender Zug stieß zwischen den Stationen Eelrido da Beira und FornoS de Algobre mit dem von Lfssübon kommenden Süd« expreßzuge zusammen. Zahlreiche Reisende nrai> den verletzt, der Heizer getötet. Der Materialschaden ist beträchtlich. Amtlicher Wetterbericht. Wetlerausiichten IN Hessen a>» i'iillii orti, den 24. Juni ISIS: Molkig, zettwecke beiter, Temperatur wenig geändert, westliche Wiabe- Lrtztc Nnclttkici?tcn. Pockenerkrankungen in Detmold. Detmold, 23, Juni. In dem hiesigen Landkrankenhaus sind mehrere Fälle vonPockenerkrankunqen vorgekommen, die von einem russischen Arbeiter ringe» schleppt worden sind. Tic Oberin des Krankenhauses, eine jüngere Schwester und zwei Männer wurden von der Krankheit ergriffen. Tic jüngere Schwester und die Männer sind gestorben. Tic Oberin besindct sich außer Gefahr. Eine Rede des ZentrumSabg, Trimborn, Siegburg, 23. Juni. In einer Zeulrumsversammlung sagte der Slbgevrdnete Trimborn, die bürgerlichen Parteien müßten iich ausraften und die Regierung müsse einen Arbeitsplan vorlegen, der durch das Zusammenarbeiten der bürgerlichen Parteien dnrchzusübren sei. Bei der zielbewußten Arbeit gegen die Sozialdemokealie habe die Regierung die Führung zu übernehmen, O r k a n i ch ä d e n in Rußland. Odessa, 23, Juni. Ein Orkan, der von gewaltigen Dol» kenbrüchen und Hagelschlag begleitet war, bat in den Gouverne- ineiitS E l, e r s o n, Kiew, Charkow, Krim und im nördlichen KakasuS eine ungeheure Verwüstung verursacht. 13 Personen wurden von Blitzschlägen getötet und verletzt. Fürst Lichuowsli als Ga st des Kaisers. London, 23. Inns, Ter deutsche Botschasler Fürst Lich- nowski verläßt am Donnerstag London aus 10 Tage, um alS Gast deS Kaiiers an der Kieler Woche teilziinehmen. 2 AHNPAS 1 A verhindert den Anfalz von Zahnffein und erhalt die Zähne rein und getund! Grofle Tube i M. Kleine Tube 60 PI Frau N. erlebte kürzlich cirtc itiumncnchmc ileberraicbnua alS plötzlich Besuch bei ihr eintraf, auf den sie nur nicht varbereitet war, Su allem Unglück, war es gerade Feiertag und nirgends etwas aii haben. 2ic war stets gewohnt, wenn Besuch kam. nnr daS Beite anszurragen, nun schien es. alS sollte sie dieses Mal ihren guten Ruf nlö nichtige Hausfrau einbnnen. ftn ihrer Not griff sie ul einem Mittel. das ihr zwar gegen ihre weibliche Ehre gmg. ihr aber aus der Verlegenheit hals. Sie ging nämlich ah ihrer Nach barin und lief? sich von derselben einen vor ti Monaten in ein Ner- (SHod konservierten Kalbsbraten, ein Rer-Glas mit prachtvollen Bohnen und auch noch ein GlnS Pfirsiche geben. (>nl5 Minuten stand alles frisch und duftend ans dem Tische, sodan sie ordentlich in Verlegenheit kam. als ihre Gäste sie sragten. ivie sie so schnell ein derartiges Gericht fertig gebracht habe. Sie hat eö -war nicht verraten, aber das nächste war, das; sie sich sofort einen Ner^Ein- kocb'Vvparat und eine AnAtthl Rer-Koniervengli/icr Anleglc. wodurch sie gegen jeden plötzlichen Uebersall gesichert war. Apparat . und Gläser lind au haben bei Hermann Met cnlrcimer «Inhaber Hoiäi A. 0‘. Ae ibci). 7438 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unserer lieben Mutter, Grob- mutter und Schwiegermutter Marie Morneweg geb. Runge sagen wir allen, besonders der Krankenschwester für ihre liebevolle Pflege, unfern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. d.N.: Familie Morneweg. Klem-Linden, den 22. Juni 1914. 05043 I Mittwoch früh u«d Tonnerätag früh | cintreffcnd: : ößtfifcinc Htlgol. schkllW per Pfund 50 Pfg. Kleine isum Backen . per Psund 25 Psg, pa.Nordsee-Kabtiau ^ garantiert blutfrifdje. blütenhelle Ware ^"1m°An.L°n,tt üttunb 38 PÜs Sec-Hecht ver Pmnd 1 Pfg. per Pfund 40 Pfg. 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Juli für die etwa erscheinendenBe wcrber ^treckcnbegcbungcn umer ftührung der Bauans nchtSbcamten vorgesehen. Treffpunkt jedesmal vormittags 11 Uhr im Bureau der Unterzeichneten Ban abteilnng. Die Bedingungen und Zeich nungcn liegen hier Aur Einsicht aus. Das Angebotsheft kann gegen vortofreic Ein sendung von 5 PU. (nur Pon- anweisnng) soweit der Vorrat reicht, von hier bcAogen iverden. Die Angebote sind versiegelt nud nnt der Aus- schrist: ,/Angebvt aus Ausführung der Erd-, BöschungS- u. WegebefestigungSarbeiten pp. deo l^oses II der Strecke Haiger bis Dillenburg" bis zum Eröffnungstage am 22 . ?mli d. tt^s.. vormittags 11 Uhr, bei der nntcrAcidt- neten Bauabteilnng cniAU- reichen. Znschlagsfrisk vier Wochen. 7494 id Dillcnburn, 20. ^uni 1914. Konigllche Erfenbahn Bau - Abtetüms. (Mentl,Wähler-Versammlung am Mittwoch, den 24. Juni. abends 9 Ohr, im Wintergarten des Hotel Schütz, Batinlioistr. Vortrag des Ganvorstehors Herrn Julius Schellin, Frankfurt a. M. über KaufmannsgerichtswahS und HandSungsgehiBfenbewegisng Danach freie Aussprache. Hierzu laden wir alle Berufsgenossen, Freunde und Gegner ein. Zur Hutzucker Kroßc >S 22 a Hutzucker kk,in, p i f ‘ u ü n l | 23 a Hutzucker l05e "Sd 24 A GemahlenerZnckcru. Ol . Kristall fein Pfund ^ ^ Victoria-Kristall RJ 23 3 , Die Preise für Zucker ermäßigen sich bei Abnahme von 50 Pfund um VaPfg- per Pfund . 100 „ , 1 . ^ Pergament-Papier Mtr/IÖA dto. Salyzil-Papier roii 0 15 a S alyzil-Pulverio Pakete 48 j, Wein- und Einmach-Essig Liter 28 A Flasche m. Gl. 40 A Margarita-Essig eia“' 57 a Essig-Essenz Fi.mGias 34 a de. m. Wein-Aroma .. 50 a Alle anderen Einmach-Artikel in bester Qualität zu den billigsten Preisen. 17489a 25°/ 0 Baisatt auf garn. Hüte und Huiformen 1 Serie Hutformen WÜMAZ Echte Panamahiite zu außergewöhnlich billigen Preisen F. 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