Nr. 142 Drittes Blatt 164. Jahrgang Erscheint täglich i*it Ausnahme des Sonntags. Tie „Siehener Zamitiendlätter" werden dem .Anzeiger' »,ermal wöchentlich de,gelegt, dar ..«retrvlatt für den Kttis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeil- sragen" ersche.nen nwnatiich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejjen §amrtag. 20. Zun! 1914 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jcheu Unwersikäls - Blich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul- straße 1- Expedition und Verlag: &=8©51. Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.:An-eigerGießen. Aus Hessen. Aus der Ersten Kammer. rb. Da r m st a d t , 19. Juni. Der FinanzauSlchutz der Ersten Klammer stielt heule Mittag unter Vorsitz des Grasen ui Erbach-Fürstenau eine längere Sitzung ab, der als Regierungsvertreter Finanzminister Dr. Braun und mehrere Kommissorien beiwolmien Es wurde eine Reihe noch rückständiger Vorlagen und Anträge erledigt. Dem Gesetzentwurf, betr. die Verleihung der Zivil-Staatsdiencrrechte an die Reallehrer, stimmte der Ans schuf! nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer zu, desgleichen der Regierungsvorlage, betr. die mittleren Beamten der preußisch-hessischen Eiscnbahngemeinjchast und betr. den StaatS- zuschutz für die Autonrobillinie Weinhcim-Tröscl. Dagegen wurde der Gesetzentwurf, betr. die Förderung von K rast wagen, linien, vom Ausschuß, nicht erledigt. Er beschloß vielmehr, dem Plenum zu cmpsehlcn, z. Z. in eine sachliche Beratung der Vorlage nicht einzutrcten. sondern an die Regierung das Ersuchen zu richten, dem Landtaa eine neue Vorlage zu unterbreiten, in der auch die Ersastrungcn, die man in andern Ländern in dieser Frage gemacht, mit verwendet worden sind, da man bisher aus diesem Gebiet in Hessen noch keinerlei Erfahrungen besitze. rb. Darmstadt, 19. Juli. Die Erste Kammer der Land stände wird voraussichtlich am 29. und 30 Juni zur Abhaltung von Plenarsitzungen zusammcnlretcn und sich in erster Linie mit der Beratung des Gesetzentwurfs über die Revision der Ordcnsgcsctzgcbung beschäftigen Wenn keine weiteren Hindernisse cintreten, so wird der offizielle S ch l u II der 35. Legislaturperiode des Landtags durch den Grobherzog am 2. Juli erfolgen. Zn eine höhere ScrviSklaffc verseht. rb. D a r m st a d t, 19. Juni. Eine erfreulich eNach- richt für alle Reichsbeamten in Darm st'r dt wird uns soeben aus Berlin gcmelpct: Der Bundesrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Beschluß gefaßt, die Stadt Tarmstadt aus der bisherigen Zuteilung zur Scrviskia'se 0 in die Se rvis kl as s e B zu versetzen. Das bedeutet für die große Zahl der in der Landeshauptstadt ansässigen Ncichsbcamten. also Postbeamten, Militärs ustv. eine hochwillkommene Erhöhung ihres Wohnungsgeld- zuschnsses und dürfte namentlich auch für die zahlreichen hier wohnenden Beamten der hessisch-preußisclum Eiscnbahn-Eemcinschast eine sehr erwünschte Rückwirlung nach sich ziehen. Gleick>zeitig mit Darmstadt ist auch das benachbarte Ebcrstadt aus der Ortsklasse I) in Ortsklasse 6 versetzt worden. Aus Berlin wird uns noch gemeldet, daß der Bundcs- rat am 18. Juni beschlossen habe, für den Wohnungsacld- zuschuß in Klasse A zu versetzen! Altona, Berlin-Lichtenberg, Berlin-Schmargendorf, Dresden, .Hamburg, Leipzig, Mannheim, Zehlendorf! in Klasse B: Barmen, Koblenz, Tarmstadt, Diedenhosen, Ehrcnbreitstein, Elberfeld, Elster, Helgoland, Homburg v. d. H., Cronberg, Nürnberg, Rüstringen, Wandsbek. Di« Rrgierungsantmvrt auf die Anfrage betr. die Bcrkauss- preise von Bich und Getreide und die Lebensmitlelpreise. Auf die Anfrage der Abgeordneten Ko rell -Angenrod und Genossen wegen der Verkaufspreise von Vieh und Getreide und der Lebensmittelpreise hat das Großh. Ministerium des Innern, wie aus den Landtagsdrucksachen zu tntnehmcn ist, u. a. folgendes erwidert! ES steht außer Zweisel, das; der Landwirtschaft daran gelegen sein mutz, an Stelle schwankender teils daher teils niedriger Preise stetige Preise von mittlerer Höhe zu erzielen. Wie dieses Problem zu lösen sei, ist schon sehr häusig, aber bisher noch ergebnislos' erörtert loorden. Was insbesoudcrc bic Viehprcisc anlangt, so haben hierüber im vorigen Jahre unter der Lcüung deS Reichs- amtS des Innern sehr eingehende Berhandlungen, bei denen wir durch einen Vertreter unserer 'Abteilung III beteiligt waren, mit Vertretern aller Jnlercssentcngruppcn stattgesunden. Ein weiteres Ergebnis als dieses, daß man das Problem einmal so gründlich wir nie zuvor von allen.Seiten beleuchtet und über ein? ganze Reihe von Fragen Klarheit geschossen hat, haben auch diese Verhandlungen nicht gehabt. Als wohl rüizig zum Ziel führender Weg wurde von den verschiedensten Seiten der angesehen, durch langiristige Lieferungsvcrträge zwischen landwirtschaftlicher Vertretung einer- und entweder Gemeinden oder Fleischcroerbändcn andererseits der Landwirtschaft und den Konsumenten stetige mfttlcre Preise zu sickern. Ein anderes Ergebnis vcrsprcchcn wir uns auch von den angeregten Verhandlungen nicht. Immerhin sind wir in Anbetracht der Wichtiq- keü der Frage für unser gesamtes Wirtschaftsleben bereit, in Erörterungen einzutrcten. Zu einer etwaigen Besprechung dürsten nicht allein Vertreter der Landwirtschastskammer, sondern auch solche der übrigen Jntcrefsentengruppen zuzuziehen sein. Dauer der Ferien an den Volksschulen. Die Abgeordneten Urstadt und Genossen haben bekanntlich unterm 4. Mai lfd. Js. beantragt: Die Kammer wolle beschließen, an die Großh. Rc- aierung da' Ersuchen zu richten, daß bei der Revision des Volksschulgesetzes die Volksschule bezüglich der Gesamt dauer der Ferien den höheren Schulen gleichgestellt werde. Dazu heißt cs jetzt in dem gedruckten Ausschußberichl der zweiten Kammer: Die dem Antrag bcigegebenen Gründe scheinen uns durchaus gerechtfertigt, da u. E. kein Grund vorliegt, die Volksschule anders zu behandeln als die höheren Schulen. Die Regierung hat dem Antrag z u- gcstimmt. Es versteht sich von selbst, daß in ländlichen Bezirken mit Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Arbeiten zur Sommer- und Herbstzeit teilweise eine andere Fcrien- einleilung stattfinden muß als in städtischen. Bezirken, Wiel dies ja auch schon jetzt gchandhabk wird. Der Ausschuß be anlragt hiernach: dem Antrag Urstadt und Genossen startzugeben. Freie Vereinigung hessischer Nationalliberaler. Man schreibt uns: Zu eindrucksvollen Kundgebungen gestalteten sich die von den nationallibcralcn Vereinen Ltscnbach und Mainz aut den 17. und 18. Juni d. IS. cinberuicnen öijentlichen Versammlungen. in denen ReichstagSabgeordneier K e i n a I h - Slutt- gart über ,,D ie volitischc Lage im Reich" sprach. In eliva I' -sündiger Rede bebandcltc er die auswärtige Politik und warf interessante Strcislichter aus die brennenden innerpolitischen Fragen. Ter außerordentliche Beisall, den die Ossenbachcr und Mainzer Nationalliberalen den meisterhaften AuSsübrungcn spendeten. sind der' beste Beweis dafür, das; sie die Haltung der Reichstagsiraklion ihrer Partei zu den einzelnen Fragen in allen Teilen gut heißen, und daß sie ebensowenig geneigt sind, aus der einen Seite etwa ihre Kamvsstellung auszugcben gegenüber der Sozialdemokratie, wie sie ans der anderen Seite nun und nimmer zugeben wollen, daß die Trennungslinic, die die nationalliberale Partei von den Rechisvartcien trennt, eine Verwischung crsahre. Diese Gedanken unterstrichen insbesondere die Vorsitzenden der beiden nationallibcralen Vereine und Wahlkieirorganisalionen, die Herren Theodor Böhm- Ottenbach und Tr. P a g e n st e ch e r - Mainz: der erste in Hinweis aus die in bedauerlichem Maße durch die Schuld der rechtsstehenden, zum Teil sich nationalliberal nennenden Kreise verwickelten hessischen Partcivcrhältnisse. Tic Osscn- bachec und Mainzer und mit ihnen die übrigen zur Freien Bereinigung hessischer Nationalliberalcr zusammcngeschlossenen nalio- nalliberalcn Kreise im tzessenlande seien aus dem richtigen Wege, wenn sie ans der einen Seite vcrliarren in Frontstellung gegenüber der Sozialdemokratie und aus der anderen mit aller Energie arbeiten an ihrer Ausgabe, die nationalliberale Partei zu besrcicn von dem unwürdigen Einfluß, den in Hessen der Bund der Landwirte aus gewisse nationalliberale Kreise ausübe und der sich II. a. unheilvoll bemerkbar mache im hessischen Landtage, in dem in der sogenannten „Wirtschastlichen Bereinigung" 11 von 17 national- liberalen Abgeordneten genicinsam mit den Mitgliedern des Bundes der Landwirke und dem Zentrum raten und taten. — Im Ansang September wird Reichslagsabgeordnctcr Keinath in einer größeren 'Anzahl von Versammlungen im Bezirk der Freien Bereinigung, hauptsächlich im Odenwald und Oberdessen, sprechen. Wasserschaden durch Wolkenbrüchc. Die Abgeordneten Lang und K r e d e l haben in der Zweiten Kammer folgende dringliche Anfrage eingcbracht: Ist Großh. Regierung bekannt, daß in den Orten Dorf- Erbach, Ernsbach, Lauerbach, Schönnen, Beerfelden, Falkengesäß, Hctzbach usw. großer Wasserschaden durch Wolkenbrüche entstanden ist? Was gedenkt Großh. Regierung zu tun, um dem hierdurch entstandenen Notstände raschest ab- zuhelsen? _ Ein Eisenbahnunglück in England. Dem am Donnerstag mittag von Perth nach Jnverneß abgehenden Eilzug ist ein Unglück zugestoßen, das' sich Ihr Meilen nördlich von Carrdridge, in Jnverneß, auf dem höchsten Punkt der Schottischen Hochland-Hahn, ereignete. Die Unfallstelle liegt in einer öden, nur ganz dünn bevöh- kerten Gegend, und so ist es zu erklären, daß nachts erst spät die Nachricht in London bekannt wurde. Der Zug passierte gerade eine Brücke,als der Tender der Lokomotive entgleiste. Die Maschine selbst war bereits in Sicherheit auf der anderen Seite der Brücke. Zwei Personenwagen entgleisten ebenfalls und einer von ihnen stürzte in den Fluß. Nach einer anderen Metdung soll die Brücke unter der Last des stillstehenden Zuges ei»gestürzt sein. Der herabgesallene Wagen wurde zertrümmert und die Passagiere durch die stark angeschwollenen Fluten w eggeschwemmt. Drei Leichen wurden geborgen. Ern Herr und eine Dame waren in ihrem Abteil eingeklemmt und haben den Tod durch Ertrinken gefunden. Etwa 12 Personen sind verletzt worden. Die Zahl der Umgekommenen steht noch nicht genau fest, da man nicht weiß, wie viel Personen sich in den Wagen gefunden haben. Das Unglück ist wahrscheinlich daraus znrückzuführen, daß ein Gewitterregen die Geleise unterspült hatte, die dann unter der Last des Zuges durchbrachen. London, 19. Juni: Bis abends waren vier Leichen von den Opfern des Eisenbahnunglücks auf der schottischen Hochlandbahn geborgen. Lingesanvt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 19. Juni Ein wesentliches Erfordernis zur Erhaltung der Gesundheit ist gute Luft. Das ist anerkannt. Berechtigt dürste die Frage sein, wie es damit in Gießen steht? Tie Antwort lautet: Im allgemeinen gut, es könnte aber nock> mehr geschehen. Me Vor- bcdingungen für Gießen lind günstig: Freie Lage, von Wald größtenteils nahe umschlossen, ein Kranz sehr schöner Anlagen aus dem früheren Fcstnngsglacis und noch eine Anzahl Gärten in und in der Nähe der Stadl. Leider werden die Gärten weniger, man sagt, daß hierzu die städtischen Steuern Mitwirken, welche Grundvermögen dovvelt so hoch belasten wie Kavitaloermägen. Das erscheint unbillig und unzweckmäßig. Anzucrkennen ist das Bestreben der Stadt, die Rauchplage möglichst cinzuschränken. So ist einer Anzahl Bäcker die Erhöhung ihrer Schornsteine auf- gegeben worden, auch wurde in einer der letzten Stadtratsitzungcn die Vergrößerung einer in der besten Lage Gießens befindlichen Kaffee- usw. Rösterri abgelehnt, welche schon bisher an den immer häusigcr werdenden Rösttagcn die ganze Umgebung mit einem schweren öligen Qualm erfüllte. Die Nachbarschaft mußte tagelang die Fenster schließen und dami! die jrische Lust entbehren. Aut den Vorhängen und Geräten bis in die Schränke hinein entstand nach und nach eine braune Fettschicht. Aehntich wirken manche zu niedrige Schornsteine und schlechte Feueranlagen. Hier könnten schon die Architekten hellen, indem sie die Schornsteine genügend hoch über die Dächer hinauSführcn. Dann würde sich der Qualm nicht so in die Ööse legen und die Besitzer würden den Vorteil haben, daß ihre Lesen gut brennen. Jetzt wird sich notdürftig mit dem Aussetzcn unschöner Blechröhren geholten. Wie viele Neubauten sind damit verunziert, von den alten Häusern zu schweigen. Bes dieser Gelegenheit sei daraus hingcwicsen, daß die in dieser Zeitung bereits ailglnegte Beseitigung deS QualmenS des Elektrizitätswerks noch nicht gelungen ist. Nach wie vor lieqt über Gießen eine lange schwarze Wolke, wie die Wolke des Vesuvs über ihrer Umgebung. Ebenso wird das Gaswerk seiner ganzen Umgebung durch Geruch doch recht lästig, auch die Umgebung der Bahnhöfe hat durch gualmendc Lokomotiven zu leiden. Tie Kartosselscuer werden im Herbst ja hosscnt- lich nicht wieder auftauchcn. nachdem in der landwirtschastlichen Beilage deS „Anzeigers" daS Verbrennen des KartosselkraulcS unbedingt verworfen und auf die Verwertung als Futtermittel, zum Bestreuen der Wiesen und als wertvolles Düngemittel durch Untergraben oder Unterpstügen hingcwicsen worben ist. Gegen altmodische Liebhaber eines derartigen FeuerchenS wird die Polizei im Interesse der Anwohner und der Stadt selbst sicherlich tat- krästig einschreiten. Unser Wunsch ist, daß jeder Einzelne, jede Behörde dazu beitrage, der Schädigung der Gesundheit durch schlechte Lust ent- gcgenzuwirkcn und daß energische Maßnahmen in dieser Rich- lung nicht gescheut werden. Tie Eisenbahnbehörde sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß cS der Billigkeit entspricht, in gleicher Weile wie z. B. in Elsaß-Lothringen, nicht aitein sür Nichtraucherabteile, sondern auch sür Wartesäie sür Nichtraucher zu sorgen. Zum mindesten müßte im hiesigen Bahnhof im Iveisesaal das Rauchen verboten sein. ES ist nicht appetitlich, dein Essen den Rauch von in der Nähe sitzenden Bier irinkendcn Herren zu schlucken, loie man das recht oft sehen kann. Der Wartesaal 1. und 2. Klasse liegt zudem in unmittelbarer Verbindung mit diesem Svciscsaal. DaS Rauchen im Speisesaal entspricht nicht der guten Sitte, auch gibt eS recht viele Menschen, die den Tabakrauch nicht vertragen können. Also auch hier: Sorge für gute Luft! K. Gießen, 20. Juni. Zur Saalbaufrage. Durch die zurzeit hier stattsindende Gewerbe-Ausstellung scheint in manche Gießcner Ansichten ein frischer sröhlicher Zug gekommen zu sein und cs macht den Eindruck, als ob mit einem Male die Saalbausrage in unmittelbare Nähe gerückt sei. Wer die ständig! wachsende Besucherzahl in der Ausstellung beobachtet, muß sich fragen: WaS otlenbart sich hier? Ist cs der von Pharisäern stets cin» gebrachtc Vorwurf, eS drehe sich um Vergnügungssucht, oder ist es nicht vielmehr ein von Tausenden empfundenes DedüriniS nach Entspannung und einem zeitgemäßen Etablissement, das mit einer alten Kastengeisterei bricht und alle Kreise der Bevölkerung vereinigt? Entweder sind eS Leute, die sich aus Sonderintcressen einfach über die Wünsche eines groben Teils der Bürgerschaft hinwegsetzen, oder aber eS find gar zu zaghafte zaudernde Gemüter, die nicht erkennen, daß die Frage nach einem Saalbau und Stadtgartcn geradezu zu einer Notwendigkeit, wenn nicht gar, bei dem Konkurrenzkampf der Nebcnstädte, zu einer Lebensfrage geworden ist. Bringt man Bedenken finanzieller Natur vor, so lassen sich solche, bei sachgemäßer fachkundiger Handhabung des Betriebes widerlegen. Die Stadthallc soll ausdrücklich allen Interessen der Stadt dienen, so daß die Stckdt, als Inhaberin, durch Vermieten des Saales an Vereine, zwecks Abhalten von Vorträgen, Versammlungen, an die Universität, Veranstaltung städtischer Abonncmcntskonzerle, zweimal die Woche, wirtschaftlich sickier nicht schlecht fahren und eine normale Verzinsung des Kapitals erzielen wird. Es hieße Vogel Straub ivielen, woUtc man die sich in ganz kurzer Zeit schon eingebürgerte Gepflogenheit eines recht stattlichen Publikums in Abrede stellen, das sich während der Nachmittagstunden in der Ausstellung ein Rendez-vouS gibt. Da sieht man neben der Jugend eine Menge älterer Damen und Herren, denen bei zweifelhaftem Wetter ein Spaziergang ln die Umgebung zuweilen zu weit oder beschwerlich ersckzeint uiid die mit Freuden die ihnen gebotene Gelegenheit ergreifen. Nicht allein, daß ein Stadtgartcn mit gedeckter Glasterrasse einen AniiehungSvunkt für Fremde bedeutet, cS erscheint säst als ein Gebot für die Stadt, sür Tausende ihrer Einwohner ein modernen Ansprüchen gereckst werdendes buen retiro zu schäften. Es soll sich bei Anlage einer Stadthalle nicht um einen Millionenbau handeln, von dem an den Biertischen polemisiert wird, man kann mit weit weniger Geld, aber dafür mehr gutem Willen und Verständnis einen den Bedürfnissen einer vorwärts strebenden Stadt gleich dienlichen Bau erstehe, lassen. G. W. 6 ! MOTORWAQEM \ H & ' HlISSELSHEim * Fahrrad-Vertreter: Adam Kircher. ! 5582as ohne Reiben und Bürsten, bei denkbar einfachster Anwendung erzielen Sie mit Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan) und gleichzeitiger Verwendung des modernen Bleichmittels Seifix Selbst im Mldchertpensiomate braucht man »Sei fix* .das probate. Selbst Im Mädehenpensionate braucht man.Seifix-,dasprobate. Bad-Nauheim Programm vom 21. bis 27. Juni 1914. Dreimal tnnlidi Konzert, vorm. i. der Trinkkur anlage, nackm. und abds. a. d. Kurhausterrasse. SontHan nachm. 4 Uhr und abends 8 Uhr auf der Terrasse Dovvclkonzcrt der Kurkavellc und des Gesangvereins ^Frohsinn" Bad Nanbeim. 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Lange, Gießen. General-Anzeiger für Oberhejjen Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7, Expedition cmd Verlag: e^göl. Redaktion: s-« 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGi-tzen. Au» Hessen. Aus der Ersten Kammer. rb. Da r m st a d t, 19. Juni. Der Finanzausichuß der Enien Kanrmcr hielt heule mittag unter Vorsitz des Grafen zu Erbach-Fürstenau eine längere Sitzung ab, der als Regie- rungsvertrcter Finanzminister Dr. Braun und mehrere Kom- missarien beiwolmten Es wurde eine Reihe noch rückständiger Vorlagen und Anträge erledigt. Dem Gesetzentwurf, bctr. die Verleihung der Zivil-Staatsdicnerrechte an die Rcallehrcr, stimmte der Ausschuss nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer zu, desgleichen der Regierungsvorlage, bctr. die mittleren Beamten der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinichast und betr. den Staats- zuschutz für die Autonrobillinie Wcinheim-Trösel. Dagegen wurde der Gesetzentwurf, Herr, die Förderung von Kraftwagen, linicn, vom Ausschus: nicht erledigt. Er beschloß vielmehr, dem Plenum zu empfehlen, z. Z. in eine sachliche Beratung der Vorlage nicht cinzutrcten, sondecn an die Regierung das Ersuchen zu richten, dem Landtag eine neue Vorlage zu unterbreiten, in der auch die Ersahrungen, die man in andern Ländern in dieier Frage gemacht, mit verwendet worden sind, da man bisher auf diesem Gebiet in Hessen noch keinerlei Ersahrungen besitze. rb. Darmstadt, 19. Juli. Die Erste Kammer der Landstgnde wird voraussichtlich am 29. und 39. Juni zur Abhaltung von Plenarsitzungen zusammcntretcn und sich in erster Linie mit der Beratung des Gesetzentwurfs über die Revision der Oröensgcsctzgebung beschästigen. Wenn keine weiteren Hindernisse cintreten, so wird der ossizielle Schlun der 35. Legislaturperiode des Landtags durch den Großherzog am 2. Juli erfolgen. In eine höhere SirviSklaffc verseht. rb. D a r m st a d t, 19. Juni. Eine erfreulich eNcich- richt sür alle Reichsbeamten in Darm st'r dt wird uns soeben aus Berlin gemeldet: Der Bundesrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Beschluß gefaßt, die Stadt Tarmstadt aus der bisherigen Zuteilung zur servisktasse 0 in die Servisklasse B zu versetzen. Das bedeutet für die graste Zahl der in der Landeshauptstadt ansässigen Rcichsbeamten. also PostbeLinten. Militärs usw. eine hochwillkommene Erhöhung ihres Wohnungsgeld- zuschusscs und dürste namentlich auch für die zahlreichen hier wohnenden Beamten der hcssisch-prcußisckzen Eisenbahn-Gemeinschaft eine sehr erwünschte Rütkwirlnng nach sich ziehen. Gleiclrzeitig mit Darmstadt ist auch das benachbarte Ebcrstadt aus der Ortsklasse l> in Orts- klasse 6 versetzt worden. Aus Berlin wird uns noch gemeldet, dast der Bundes rat am 18. Juni beschlossen habe, für den Wohnungsacld zuschutz in Klasse A zu versetzen: Altona, Berlin-Lichtcnberg, Berlin-Schmargendorf, Dresden, .Hamburg, Leipzig, Mann- heim, Zehlendorf; in Klasse 8: Barmen, Koblenz, Darmftadt. Diedenhosen, Ehrenbreitsteiu, Elberfeld, Elster, Helgoland, Homburg v. d. H., Cronberg, Nürnberg, Rüstringen Wandsbek. Di« Regierungsantwort auf die Anfrage betr. die Verkaufspreise van Vieh und Getreide und die Lebcnsmitlelprcise. Auf die Anfrage der Abgeordneten Korell-Angen rod und Genossen wegen der Verkaufspreise von Vieh und Getreide und der Lebensmiltelvreise hat das Großh. Mi nistcrium des Innern, wie aus den Landtagsdrucksachen zu entnehmen ist, u. a. solgendes erwidert: Es steht außer Zweifel, dast der Landwirtschaft daran gelegen sein must, an Stelle schioankender teils hoher teils niedriger Preise stetige Preise von mittlerer Höhe zu erzielen. Wie dieses Problem zu lösen sei. ist schon sehr häufig, aber bisher noch ergebnislos erörtert loordcn. Was insbesondere die Dichvrcisc anlangt, so haben hieriiber im vorigen Jahre unter der Leüung des Reichsamts des Innern sehr eingehende Verhandlungen, bei denen wir durch einen Vertreter unserer Abteilung III beteiligt waren, mit Vertretern aller Jntercsscntcngrnvpcn stattgesunden. Ein weiteres Ergebnis als dieses, dast man das Problem einmal so gründlich wie nie zuvor von allen Seiten beleuchtet und über eine ganze Reihe von Fragen Klarheit gelchassen hat, haben auch diese Verhandlungen nicht gehabt. Als nwhl einzig zum Ziel führender Weg wurde von den verschiedensten Seiten der angesehen, durch langfristige Lieferungsvcrträge zwischen landwirtschaftlicher Vertretung einer- und cnttvcder Gemeinden oder Fleischcrverbändcn andererseits der Landivirtschast und den Konsumenten stetige mütlere Preise zu sichern. Ein anderes Ergebnis versprechen wir uns auch von den angeregten Verhandlungen nicht. Immerhin sind wir in Anbetracht der Wichtigkeit der Frage sür unser gesamtes Wirtschaftsleben bereit, in Erörterungen einzutrcten. Zu einer etwaigen Beivrechung dürsten nicht allein Vertreter der Landwirtschastskammer, sondern auch solche der übrigen Jnteresscntcngruppen zuzuziehen sein. Dauer der Ferien an den Volksschulen. Die Abgeordneten Urstadt und Genossen haben bekannt lich unterm 4. Mai lsd. Js. beantragt: Die Kammer wolle beschließen, an die Grotzh. Re giernng da' Ersuchen zu richten, dast bei der Revision des Volksschulgesetzes die Volksschule bezüglich der Gesamt- dauer der Ferien den höheren Schulen gleichgestellt werde. Dazu heißt cs jetzt in dem gedruckten Ausschustbcrichl der zweiten Kammer: Die dem Antrag beigegebenen Gründe scheinen uns durchaus gerechtfertigt, da u. E. kein Grund vorliegt, die Volksschule anders zu behandeln als die höheren Schulen. Die Regierung hat dem Antrag zu- ge st im mt. Es versteht sich von selbst, daß in ländlichen Bezirken mit Rücksicht auf die landwirtschastlichen Arbeiten zur Sommer- und Herbstzeit teilweise eine andere Ferien- cinteilung stattsinden must als in städtischen Bezirken, wie dies ja auch schon jetzt gehandhabt wird. Der Ausschuß de anlragt hiernach: dem Antrag Urstadt und Genossen startzugeben. Freie Vereinigung hessischer Rationalliberaler. Man schreibt uns: Zu eindrucksvollen Kundgebungen gestalteten sich die von den nationalliberalen Vereinen Ltsenbach und Mainz aut den 17. und 18. Juni d. Js. einberusenen öffentlichen Versammlungen. in denen Reichstagsabgeordneter K e i n a t h - Stutt gart über „Die o o l i t i i ch c Lage im Reich" sprach. In etwa 1> -bündiger Rede behandelte er die auswärtige Politik und wart inleressanre Strciilichter aus die brennenden innervolitischen Fragen. Der austerordentlichc 'Beifall, den die Otienbacher und Mainzer Nationalliberalen den mcistcrdasten AuSiüürungen wendeten, sind der beste Beweis dafür, dast sie die Haltung der Reichstagsiraksion ihrer Partei zu den einzelnen Fragen in allen Teilen gut heißen, und daß sie ebensowenig geneigt sind, aus der eine» Seite etwa ihre Kämvistellung auszugcben gegenüber der Sozialdemokratie, wie sic aus der anderen Seite nun und nimmer »u- geben wollen, dast die Trennungslinie, die die nationalliberale Partei von den Rechtsparteien trennt, eine Verwischung erfahre. Diese Gedanken unterstrichen insbesondere die Vorsitzenden der beiden nasionalliberalen Vereine und Wählst» eisorganiia'ionen, die Herren Theodor Böhm- Ossenbach und Tr. P a g e n st c ch e r - Mainz: der erste in Hinweis aus die in bedauerlichem Maste durch die Schuld der rechtsstehenden, zum Teil sich nationalliberal ncnnen- den Kreise verwickelten hessischen Partcivcrbältnissc. Tic Osscn- bacher und Mainzer und mit ihnen die übrigen zur Freien Bereinigung hessischer Nationalliberaler zusammengeschlossenen nationalliberalen Kreise im Hessenlandc seien aus dem richttgen Wege, wenn sie ans der einen Seite verharren in Frontstellung gegenüber der Sozialdemokratie und aus der anderen mit aller Energie arbeiten an ihrer Ausgabe, die nationalliberale Partei zu befreien von dem unwürdigen Einslust, den in Hessen der Bund der Landwirte aus gewisse nationalliberale Kreise auSübe und der sich u. a. unheilvoll bemerkbar mache im hessischen Landtage, in dem in der sogenannten „Wirtschastlichen Vereinigung" 11 von 17 national- liberalen Abgeordneten gcnicinsam init den Mitgliedern des Bundes der Landwirte und den, Zentrum raten und taten. — Im Anfang September wird Reichstagsabgeordneter Keinatb in einer größeren Anzahl von Versammlungen im Bezirk der Freien Bereinigung hauptsächlich im Odenlvald und Oberhessen, sprechen. Wasserschaden durch Wolkenbrüche. Die Abgeordneten Lang und K r c d e l haben in der Zweiten Kammer folgende dringliche Ansrage eingebracht: Ist Großh. Regierung bekannt, daß in den Orten Dors- Erbach, Ernsbach, Lauerbach, Schönnen, Beerselden, Falkengesäß, Hetzbach usw. großer Wasserschaden durch Wolkenbrüche entstanden ist? Was gedenkt Großh. Regierung zu tun, um dem hierdurch entstandenen Notstände raschest abzuhelfen? die Vergrößerung einer in der besten Lage Gießens befindlichen Kaffee- usw. Rösterei abgelehnt, tveldte schon bisher an den immer häutiger werdenden Rösttagen die ganze Umgebung mit einem schweren öligen Qualm erfüllte. Tie Nachbarschaft mutzte tagelang die Fenster schließen und damit die irische Lust entbehren. Aut den Vorhängen und Geräten bis in die Schränke hinein entstand nach und nach eine braune Fettschicht. Aehnlich wirken manche zu niedrige Schornsteine und schlechte Fcneranlagen. Hier könntcn schon die Architekten Helsen, indem sic die Schornsteine genügend hoch über die Dächer hinaussührcn. Dann würde sich der Qualm nicht so i» die Höfe legen und die Besitzer würdon den Vorteil haben, daß ihre Lesen gut brennen. Jetzt wird sich notdürftig mit dem Aussehen unschöner BIcchröhrcn geholten. Wie viele Neubauten sind damit verunziert, von den alten Häusern zu schweigen. Bei dieser Gelegenheit sei daraus hingcwiesen, daß die »> dieser Zeitung bereits angeregte Beseitigung des QualmenS des Elektrizitätswerks noch nicht gelungen ist. Nach wie vor liegt über Gießen eine lange schwarze Wolke, wie die Wolke des Vesuvs über ihrer Umgebung. Ebenso wird das Gaswerk seiner ganzen Umgebung durch Geruch doch recht lästig, auch die Umgebung der Babnhösc bat durch gualmendc Lokomotiven zu leiden. Tie Kartossclscucr werden im Herbst ja hoiicnt- lich nicht wieder austauchcn, nachdem in der landwittschasilichen Beilage des „Anzeigers" das Verbrennen des KartosselkrauteS unbedingt venvorien und aus die Verwertung als Futtermittel, zum Bestreuen der Wiesen und als wertvolles Düngemittel durch Untergraben oder Unterpsiügen bingewiescn worden ist. Gegen altmodische Liebhaber eines derartigen Feuerchens wird die Polizei im Interesse der Anwohner und der Stadt selbst sicherlich tat- krästig einschrciten. Unser Wunsch ist, daß jeder Einzelne, jede Behörde dazu beitrage, der Schädigung der Gesundheit durch schlechte Lust cnt- gegenzuwirkcn und daß energische Maßnahmen in dieser Richtung nicht gescheut werden. Die Eisenbahnbehörde sei bei dieser Gelegenheit daraus hin- gewiesen, daß cs der Billigkeit entsvricht, in gleicher Weise wie z. B. in Elsaß-Lothringen, nicht allein sür Nichtraucherabteile, sondern auch sür Wartesälc sür Nichtraucher zu sorgen. Zum mindesten müßte im hiesigen Bahnhof im Sveiscsaal das Rauchen verboten sein. Es ist nicht appetitlich, dein: Essen den Rauch von in der Nähe sitzenden Bier trinkenden Herren zu schlucken, wie man das recht oft sehen kann. Der Wartesaal l. und 2. Klassa liegt zudem in unmittelbarer Verbindung mit diesem Speisesaal. Das Rauchen im Speisesaal entsvricht nicht der guten Sitte, auch i, die den Tabakrauch orge sür gute Lust! Ein Eisenbahnunglück in England. Dem am Donnerstag mittag von Perth nach Jnveriteß ab-gehenden Erlzug ist ein Unglück zngestoßen, baä sich IV« Meilen nördlich von Carrbridge, in Jnvcrneß, auf dem höchsten Punkt der Schottischen Hochland-Hahn, ereignete. Tie Unfallstelle liegt in einer öden, nur ganz dünn bevölkerten Gegend, und so ist es zu erklären, daß nachts erst spät die Nachricht in London bekannt wurde. Der Zug passierte gerade eine Brücke,als der Tender der Lokomotive entgleiste. Die Maschine selbst war bereits in Sicherheit aus der anderen Seite der Brücke. Zwei Personenwagen entgleisten ebenfalls und einer von ihnen stürzte in den Fluß. Nach einer anderen Meldung soll die Brücke unter der Last des stillstehcnden Zuges ein ge stürzt sein. Der herabgesallene Wagen wurde zertrümmert und die Passagiere durch die stark angeschwollenen Fluten weggeschwcmmt. Drei Leichen wurden geborgen. Ern Herr und eine Dame waren in ihrem Abicil eingeklemmt und haben den Tod durch Ertrinken gesunden. Etwa 12 Personen sind verletzt worden. Die Zahl der Umgekommenen steht noch nicht genau fest, da man nicht weiß, wie viel Personen sich in den Wagen gesnrrden haben. Das Unglück Ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß ein Gewitterregen die Geleise unterspült hatte, die dann unter der Last des Zuges durchbrachen. London, 19. Juni: Bis abends waren vier Leichen von den Opfern des Eisenbahnunglücks aus der schottischen Hochlandbahn geborgen. Littgcfanvt. bier: Snroe kür onke Luktk X. Gießen, 20 . Juni. Zur Saal baufrage. Durch die zurzeit hier stattsindcnde Gewerbe-Ausstellung scheint in manche Gicßcner Ansichten ein frischer fröhlicher Zug gekommen zu sein und es macht den Eindruck, als ob mit einem Male di« Saalbausragc in unmittelbare Nähe gerückt sei. Wer die ständig! wachsende Besucherzahl in der Ausstellung beobachtet, muß sich fragen: Was ossenbart sich hier? Ist es der von Pharisäern stets ein- gebrachtc Vorwurf, cs drehe sich um Vergnügungssucht, oder ist es nicht vielmehr ein von Tausenden empsundenes Bedürfnis nach Entspannung und einem zeitgemäßen Etablissement, das mit einer alten Kastcngcisterci bricht und alle Kreise der Bevölkerung vereinigt? Entweder sind es Leute, die sich aus Sonderinteressen einfach über die Wünsche eines großen Teils der Bürgerschost hinwcg- setzen, oder aber cs sind gar zu zaghafte zaudernde Gemüter, die nicht erkennen, daß die Frage nach einem Saalbau und Stadtgartcn geradezu zu einer Notwendigkeit, wenn nicht gar, bei dem Konkurrenzkampf der Nebenstädte, zu einer Lebensfrage geworden ist. Bringt man Bedenken finanzieller Natur vor, so lassen sich solche, bei sachgemäße» fachkundiger Handhabung des Betriebes widerlegen. Die Stadthalle soll ausdrücklich allen Inter, essen der Stadt dienen, so daß die Stftdt, als Inhaberin, durch Vermieten des Saales an Vereine, zwecks Abhalten von Vorträgen, Versammlungen, an die Universität, Veranstaltung städtischer Abonnemcntskonzerte, zweimal die Woche, wirtschaftlich sicher nicht schlecht sahrcn und eine normale Verzinsung des Kapitals erzielen wird. Es hieße Vogel Straub spielen, wvsitc man die sich in ganz kurzer Zeit schon esirgcbürgerte Gepflogenheit eines recht stattlichen Publikums in Abrede stellen, das sich während der Nach- mittagstunden in der Ausstellung ein Rendez-vous gibt. Ta sieht man neben der Jugend eine Menge älterer Damen und Herren, denen bei zweifelhaftem Wetter ein Spaziergang in die Umgebung zuweilen zu weit oder beschwerlich erscheint und die mit Freuden! die ibnen gebotene Gelegenheit ergreifen. Nicht allen!, daß eist Stadtaarten mit gedeckter Glasterrassc einen Anziehungspunkt sür Fremde bedeutet, cs erscheint säst als ein Gebot für die Stadt, sür Tausende ihrer Einwohner ein modernen Ansprüchen gerecht werdendes buen retiro zu schaffen. Es soll sich bei Anlage einer Stadthalle nicht um einen Millionenbau handeln, von dem an den Biertischen polemisiert wird, man kann mit weit weniger Geld, aber dafür mehr gutem Willen und Verständnis einen den Bedürfnissen einer vorwärts strebenden Stadt gleich dienlichen Bau erstehe, lassen. G. W. Fahrrad-Vertreter: Adam Kircher. !5582as ^fjpanmer schon feft bemüht, nuifi wegen dringenderer oeomurifie auf anderen otiedtn zunächst noch jHriicfgeftdlt werden. fl Ebenso wart die Königs (siienbabnbireftion Franknirl am ilccin nia)Mn der Sage, dem dringenden Ersuchen der Kammer, betreffend Wiederrtnschalttmg de> 'Aufenihalts des Eilzuges 221 Giesten^ Fulda (Gießen ad 2,l6 Uhr Xl in Mücke zu entsprechen. Der Ansemhalt mutzle aufgehoben werden, um die Kreuzung in Msfeld mit dem Eiliuge 228 Fulda—Kietze» Ms. feit' ab 3,26/3,28 Ulir ff 1 und die pünktliche Durrltiührung beider Erlzü ge sich erznsseNen, Indessen dürsten kierdurch allgemeine Ber- tek.rsiirteretsen nicht geschädigt werden, weil den Beteiligten die Per- louejyüge 525 und 527 (Kietzen ab 12,08 und 3,33 Uhr N) zur Verfügung stel-en und der Zug 5,27 Uhr N unmittelbaren Anschlug an den Zug 4274 nach Düngen (Mücke ab 4,27, Uhr N) erreicht, g) Die von der Kammer beantragte Weiterführung des Dersonenzuges 4 21 auf der Strecke Weilburg — Lne tzlar (Weilburg ab 4,57 Uhr V, Weylar an 5,37 Uhr V' bis Kietzen, konnte die Königl, Eisenbahndirektton Frankfurt a M, incht in Frage ziehen, da die Besetzung voraussichtlich eine viel zu geringe wäre. Die Weiterfüdrung dieses Zuges würde seine Früherlagung auf der Strecke Weilburg—Wetzlar um 20 Minuten erfordern, weil sein Material sür den Zug 422 !Wetzlar ab 8,02 «väterlegnna des Zuges 422 ist aber wegen des nachfolgenden Uhr V, Weilburg an 6,42 Uhr Vi verwende! werden mutz Die Schnellzuges I) 126 und seines Gegen,uges 423 (Weilburg ab 6,54 Uhr V, Gießen an 7,58 Uhr V' nicht möglich. Mit Rücksicht die geringe Zahl der von der Strecke Weilburg-Wetzlar in Betracht kommenden Personen und die empfindliche Schädigung andererieils, die sich für die zahlreichen Interessenten dieser Strecke durch die Früherlegung des Zuges 422 um 20 Minuten ergeben würde, mutzte die Königl, Eisenbahndirektion hiervon Abstand nehmen, hi Trotz wiederholter Ablehnung ihres Antrags hat sich die Handelskammer von neuem bei der Königl, Eisenbahndirektton Frankfurt a M, für die Beförderung des Personen, zugs 542 Grünberg—Kietzen (Kietzen an 6,34 Uhr V an Sonn, und Feiertagen verwendet, it Aus Antrag der Kammer tmirde die Station Lollar mit Wirkung vom l, Juni d, Is, in den A u s n g h m e t a i i f 4 Tür Eilen und Stahl im Verkehr nach haltingborg und Malmö einbezogen, kt Zur Klärung einer schwebenden TarisierungSsrage ist der Königl, Eiienbahndirektion Elberfeld ein Gutachten über den Be- griki „Radiatoren" (Röhren süc Heiz- und Kühlanlagen' sowie über deren Prodiikttons-Preisverhällnisse ».' dgl, erstattet worden, 6, M i t t e i l t, n g e u, Bon unterrichteter Seite liegen der Kammer noch folgende Mitteilungen vor: a) In New Port hat sich eine Deutsch-amerikanische Handelskammer unter dem Namen Chamber os Gerinan- Ameriean Commeree konstituiert, hi Die Semltner Lagerhäuser der Landeslager- hauier A.^fs bitten die Kammer, Interessenten davon in Kenntnis zu setzen, daß sie in der Lage sind, bei der Abwickelung des Verkehrs mit dem Balkan, insbesondere mit Serbien, bedeutende Vorteile zu bieten, c) In der Kammer vorliegenden Aufrufen fordern die Deutsch-Türkische Vereinigung sowie der Deutsch- Lhi ne fische Verband zum Beitritt au>, ck.Das Konsulat der Republik Columbien in Mainz teilt der Kammer mit, daß ihm der neue Zolltarif, der nunmehr Gesetzeskraft erlangt hat, zugegangen ist, und datz das Kmisulat zu Auskünften über Zollerhöhungen und Zollver- minderungeu gerne bereit ist, e) Durch das Staatssekretariat des Reichsmarineamts wurde der Kammer ein Verzeichnis der Ende 1013 deftebeuden, in das Handelsregister des Kaiierl, Gerichts in Kiautschou i n Tsingtau eingetragenen nicht chinesischen Firmen nebst Deränderungsliste sür 1913 zur Verfügung gestellt. kl Das Reichspostamt hat der Handelskammer zw«ks Einbürgerung des Postscheckverkehrs einige Drucksachen sowie die neuen Muster iür Zählkarten, Vordrucke mit anhangender Zahlkarte nebst einer Beschreibung ükwsandt gl Das Berwaltungsrrssart der Kaiserliche» Werft in Wilhelmshaven hat der Kammer die bei Lieferungen für die Marine güitigen technischen Bedingungen zur Einsichtnahme sür die Interessenten übersandt dl Vertrauliche Berichte über die wirtschaftliche Lage ch der asiatischen Türkei, Verschlechterung der Geschäftslage in "Harbin «China, Winke für die Einfuhr aus Griechenland, Tätig- keit der neuseeländischen Handelsagenten und Warenlieferungen nach Neuseeland und zweiielhgste ausländische Firmen in Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Grotzbrllaninen, lXutzland, Serbien, astatische Türkei, „. „ , , _ ' Nähere Auskunft über vorstehende Mittcrlungen erhalten Interessenten aus dem Sekretariat der Handelskammer. _ ykreinsnachrichten. Bitzmar. 16. Juni, hiesige Radiahrer-Verein „Ger- mania" errang um vergangenen svnntag bei dem Gantest des Gaues 9 a T, R, B, in K i r ch h g i n den I, Preis in der 90-Kilo- meter-Dauersahrt (Gruppe II b, , 20 Mitgl.l, Der errungene Preis, ein prachtvolles Wein-Geschirr, in Kupier gearbeitet, «» eine Stiftung Ihrer Exzellenz von stumm, schloß holzltauien Lanörvirtscha-t. *> Sujet »ein fut fui für Ob ft weinptobusente it und Avfelweinwirie Wie uns von der Obstbauschule in Friedberg miigeteilt wird, findet vom 6, bis 11, Jul, der dicsiährige Apfel,„einrurjus stall. Anmeldungen werden durch die Direklum entgegen genommen, die auch zu seder weiteren Alls- kunft gerne bereit ist. . .... ** Ter diesjährige Zmkerkurfus beginn, nachüen Sonntag in Hirzenhain in Oberhessen und hat eine achttägige Dauer Die Beteiligung am Kursus ist dieses Jahr sehr zahlreich, 23 .Herren vom oberst esssschen Bieneuzüchierverciu und eine Anzahl Herren vom Verein Kassel und Umgegend nehmen daran teil. Leiter des Kursus sind der Vortitzende des oberhess,scheu Bienenzüchiervereins, Lehrer Butz-Leihgestern, und der Schrist- leiter der „Biene", Lehrer heniel-hirzenhui». _ !liiiDcrjiiäts=Had)ricbt{li. — In S t u t t g a r t ist der frühere Ordinarius für Pharma- kologie und Therapie au der dortigen Tierärztlichen Hochschule Stahtdirektionstierarzt Pros. Dr, med. oet. Gustav Nebele im Alter von 44 Jahren gestorben. — Aus Oesterreich, Am Alter von 72 Jahren ist in Brünn der emerit, o, Professor der allgemeinen und analntischen Chemie an der dortigen deutschen Technischen Hochschule hosrat Dr, Joses Habermann gestorben, — Tie Universität Jena zählt in diesem Semester 2007 immatrikulierte Studierende Hierzu kommen 67 Hörer, Ter Privatdozent Lic, Iheol. Gerhard heinzelmann in G ö I t i n g r n hat einen Rui als austerordenilicher Professor sür systematische Theologie und Neues Testament an die Uni- verlität Basel erhallen und angenommen, h, ist 1884 zu Coswig Anhalt' geboren, — Ter a o Professor Dr, Wilhelm Manchol in Würz- h II r g wurde als ordentlicher Professor der unorganische» Chemie au die Technische Hochschule in München als Nachfolger von Pros, W, Muthmann berufen. vermischte«. * Wilhelmshaven, 18, Juni, Ter Chef der Nordseestatton, Admiral v, Heeringen, hat seinen Abschied nachge- sucht Mild die Stadt gestern mit längerem Urlaub verlassen. Kleine Saqcsdjronil. In München erschoß sich am Donnerstag auf dem Zimmer des Präsidiums des Glaspalastes der Präsident dar Münchener Künstlergenoiienschaft Professor Petcrscu, Der Grund der Tat ist Furcht vor Erblindung, Professor Peterscn sollte sich in den nächsten Tagen einer Augenopcration unterziehen. Er stand im 64. Lebensjahre. Märkte. Niesten, 20. Juni Marktbericht. Au! bei» heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,00—1,10 Ml., Hühnereier 1 Stück 7—8 Psg., 2 Stück 00 Psg.: Enteneier I St. 9 Psg., 2 St. 00 Psg.: Gänseeier 1 St. 0-0 Psg., 2 St. OO Pfg.: Käse da? Stück 10—12 Pfg., Käsematts 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner ba« Stück 1,50—3,00 Alk., Hahnen das Stück 1 ,50 — 8,00 Mk., Enten das Stück 3,00—4,00 Mk,, Gänse das P!d. 00—00 Pla,: Welsche 4—5 Mk,: Ochsensteisch daS Psd. 86—96 Psg,, Rindfleisch das Pinnd 90—94 Pfg., Knhfletfch 80 Pfg,, Schweine- fleijcf) das Pinnd 70—86—98 Big, Kalbfleisch das Bid. 90 —94 Pta., Hammelfleisch das Psd, 70—96 Psg,: Kartoffeln 100 Kg. 7,50 dis 8,00 Mk.; Weißkraut das Stück 00—00 Pkg.; Zwiebeln der ZIr. 20,00— 25,00 Mk.: Milch das Liier 22 Psg.: Aepiel der Zentner 00-00 Alk.: Birnen das Pinnd 00-00 Psg., Nutze 100 Stück 50Pig,, Kirschen dar Psd. 30—40 Psg. Erdbeeren das Pid, 60 di; 80 Pig. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. Ktciu-csanitsneichrichten. Gießen, >, Aufgebote: Jimi 12. Johannes Fester, Eiienbahnschafk- ner in Klein-Linden, mit Frieda Crininc Stiegele in hützlin- !ülz, — Heinrich Wilhelm Friedrich Graf, Kauimann in Frankfurt a, M, rntt Luise Willnlmine Euler in Gießen, — 15. Philip» Harbinch, Schreibgelnlfe in Daubringeli, mit Karoline Schwär, in O^enlausen, — Paul Nikolaus Müller, Lagerist, mit Marie Schütz. Heide in Wetzlar, — Karl Deibel II,, Schlotter in Lollar, mit Anna Elisabeth Ziegler in Gießen, — Michael Serien, Schneider, mit Anna Auguste Elisobethe Luise Heger, beide in Gießen, — 16, Johann Georg Eisenacher, Heizer, mit Wilhelmine Iahanette Hardt, beide in Gießen. — Hermann Adols Bütte», Molkereigehilse, mit Leokadia Philak, beide in Giesten. — Iah Stork, Finanz-Aspirant in Gießen, mit Katharine Meuer in Ortenberg, — Tiegmund Micher Handelsmau» in Giesten. mit Flora Kaufmann in Nieder-Weiiel. — 17. Karl Georg Friedrich Rerrrhold Budrrus. Gietzereiingenieur in Audenschmiede, mit Gertrud Heubach in Wallendorf, — Willi Georg Ernst Merkel, Möbel- trauspvcteur, mit Johanna Sophie Karoline Langer, beide in Gießen, Geborene: Juni 9 Dem Oberlehrer. Professor Dr. Otto Knaus, Zwillinge lKnaben — 10. Dem Müller Ludwig Biedenkopf, eine Tochter. — Dem Dekorateur Joseph Schlag eine Tochter. Rosa Maria. — Dem Kreisftraßenwart Wilhelm Kipper eine Tochter. Frieda. — Dem Arbeiter Karl Robert Kur« Mattern ein Sohn, Willi Heinrich Gustav Dem Schlossermeister Georg Euler ein Sohn. — 12. Dem Eisenbahnschlosser Karl Stommel ein Sohn. Hans Friedrich. — Tein Buchbinder Wilhelm Schreier eine Tochter, Margarete Paula Franziska, — Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm August Gacdkc rin Sohn. Friedrich Wilhelm Alexander — 13. Dem Former Wilhelm Fuchs ein Sohn, — Dem Bahnbossrestauraleiir Ernst Wilhelm Heinrich Niemann ein Sohn, Ernst Jean Wilhelm, — Dem Mafchinenputzer Heinrich Wagner eine Tochter, Katharina, — 15. Dem Fuhrmann Georg Naumann ein Sohn, Johann, — 18 Tem Buchhalter Ernst Ludwig .Klotz eine- Tochier, Gertrud Elisabeth Elfe, Sterbefälle: Jimi 12, Lifette Wacker, geb Pseiifer, 36 Jahre all, Mühlstr 29 — Rosa Wegrli, geb Rolla du Rosen, 75 Jahre alt, Brandplatz l, — 14, Eberhard Ei ff, 42 Jahre alt, Sicher Straße 74, — 16, Karl Plit«, Taglöhner, 16 I, alt, ,Ka- tbarinengasfe 13, — 18, Margarete Baumann geb, Botz, 71 Jahre alt, Steinstr 53, , Albüch, Geborene: Juni 10, Dem Landwirt Philipp Euler ein Sohn, Philipp, Pad-Nlluhcim, Aufgebote: Mai 9 Ludnng Weis, Kanfmairn, mit Maria Margaretha Stoeppler, Heide in Bad-Nauheim, — 12. Friedrich Christian hehrrich Lübbing, Kaufmann in Hannover, mit Amalie Eliriede Busch, Bad-Nauhcim, — Johannes Bing, Schreiner, mit Margarethe Maria Katharine Elisabeth Heues, beide in Bad- Nauheim, — Franz Ignaz holzwarth, Hotelier, mst Emilie Morre Louise Kan, beide in Bad-Nauheim, Ehe schlietz ungen: Ma, 5 Philipp Maul, Friseur, Göllheim ^Psalz , m» Katharine Louise Marie Geßner, Bad-Nauheim. — 20. Hans Otto Mock. BergwerEdterktor, Orm» (Doliviru>, mit Emma Mathilde Stellt. Lad-Nauhcrni. — 30, Kurt Hugo heinr. Otto, Kaufmann, Pirna b. Dresden, mit Elsa Maria Perina Hedwig Grasenick, Bad-Nauheim. Geborene: Mai 7. Dem Kutscher Lothar Menningcr eine Tochter, Charlotte Emilie. — 20. Dem Taglöhncr Wilhelm Dietrich eine Tochter, Katharina. — 21, Dem Friseur Hermann Bauer eine Tochrer. Micha Maria Elisabeth. — 28. Dem vrakt^ Arzt I>r. med. Ferdinand Heinrich Alfred Martin ein Sohn, Hubertus Heinrich. Butzbach. Aufgebote: Juni 12. Heinrich Ludwig Otto Hahn, Oberlehrer in Golha, mit Emma Schweitzer, ohne Berus, in Butzbach. Geborene: Mai 31. Dem Schuhmacher August Georg Steinbock eine Tochter, Margarete Martha, — Juni 4. Dem hanteleniann Jakob Meyer eine Tachtcr, Ella, — 10 Dem Schweizer Josef Gerum eine Tochter, Emma Marie, — 12. Dem Färbereibeslt-er Anton Friedrich Wilhelm Ludwig Braubach ein Sohn, Wilhelm Ludwig, Sterbe fälle: Juni 13, Fabrikarbeiter Kaspar Diehl, 7.7 Jahre alt. Büdingen. Cbeschließungen: Juni 14. Karl Friedrich Gustav Fi;, Kauimann in Hanau a. M,, mit Helene Johanna Anna Klara Sitte in Büdingen. Geborene: Juni 6, Dem Landwirt Wilhelm Kaufmann ein sahn, Friedrich Ludwig, — 10. Dem Schuhmacher Karl Klein eine Tochter, Emilie, St erbe fälle: Juni 11, Marie Leistner von Bonhausen, 56 Jahre alt, — 12. Johannes Kirchner von Bingenheim, o9 Jahre alt, — 14, Heinrich Sassenroth, Büdingen, 2 I, alt. Aufgebote: Juni 11. Joseph Flörsheim, Metzgermeiste IN Meerholz, mif Selma Rosenthal in Kleinwallshadt, Eheschlietzungen: Juni 16, Hermann Heinrich Jüngei Wirt, mit Barbara Kunigunda Branz, beide in Friedberg. Geborene: Juni 12, Dem .Küser Iohamr Evangelist Devv ler ein Sohn, Karl, — Dem Taglöhner Konrad Slppel ein Sohr Karl, - 17. Schlosser Heinrich Faulstroh eine Tockster, Cturr lotte Malhilde, Stcrbefälle: Juni 13, Die Reninerrn Witwe Bell Bendheim geb, herz, 77 Jahre alt. Gkotzen-vmoen. Geborene: Jmii 14, Dem Bahnarbeiter Johannes Albat ein Sohn, Wilhelm Abert, Sterbefälle: Juni 12, OttUie Belten, 3 Jahre all, Grünberg, Geborene: Juni 1, Dem Müller Otto Christ ein Soht Otto hemrrch Ludwrg — 7, Tem Schlosser Georg Ludwi Roder III, ern Sohn, Karl, hungr». Geborene: Juni 13, Dem Bergmann heinrrch Pfanr kuchen eure Tochter. Laubach. u f ® ® 41 - ?wti 18 . Otto Wachtmeister in Dmnn stE, rmt Juliane Dnh a rr n e Silst in Loubach 9 Dem Techniker Heinrich Schmidt ei Vvyn, rsrrL. — 17. Dem Schreiner Friedrich Stotz ein Sodr ka Ami 8. Wse Krercker, gebovaze 23efK 04 sichre mt. A Grüuberg, 18. Juni. Unser heuNger ^ohannimarkr war vom Wetter begünstigt. Der Schweinemarkl zeigte eine starte Auffahrt von Jungschweinen. Bei dem groben ^liu^ebot ging der Öandel gedrückt trotz der sehr billigen Preise. Planche Stücke blreben unvcrkaust. Bezohlt ivurde sür das Paar Berkel geringster Sorte Nkk. 30-35, mittlerer Mk. 35—45, bester Mk. 45 — 55. Das Paar Läuler kostete Bit. 60—70. So billig waren die Ferkel in den lebten Inliren nicl't. ko. »^rnnkfurt a. M., 1^. In»ii. Heu- und St rohinarkt. Ange^ahren waren 11 Wagen Heu, 0 Wogen Stroh. Bezahlt ivurde iür veli <.30— <,70 Mk., Stroh (Koriüanqltroh) 0.00—".00 Mk., Wirr- stroh 0,00—0,00 Dtark. Alles je 50 Kilo. 05ejchäft unnelmäjzig. Die Zusllhreu wareu ails Sdcrhessen und nus den Kreisen Diebiirg niid Öonou. Meteorologische veobachtung en der Station Sieben. Juni Isö.i 3914 || 5-g P w s | "o SK 5 t» »t Sv |s| 2 a = 1 aif® M Wetter 19 i 2" 748,4 21,2 9,1 49 NE 2 3 Sonnenschein 19,| b B ü 748 8 163 10,6 78 NE 9 20. <" <48 1 176 10,9 73 NNW 0 Sonnenschein Höchst« Temperatur am 18,—19, Juni I9l1 --- Z- 21,7 " ^ Niedrigste . , 18.-19. . 1914 — ^ 11,1°, Niederschlag 0,0 mm. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i, V,: K, Neurath, Keirreschlafloselr Niichte in der Zahnzeit des Kindes wird die Mutter durch» machen, die ihm vor und während dieser Zeit Scotts Emiilfiou gibt. Tausende von Müllern bestätigen, daß Scotts Eniulsioit ihren Kleinen während des Zahnens ein Segen gewesen ist und ihnen zu starken, gesunden Zähnchen vcrholsen hat. Die große Vorliebe der lieben Kleinen für Scott» Eninlsion ist bekannt, leider weniger die Tatsache, daß das Präparat im Sommer ebenso gul schmeckt und bekömmlich ist, wie zu jeder anderen Jahreszeit. Scotts Emulsion ist und bleibt auch im Sommer das beste Kinder- Kräftignngsmittel. Gehalt, ca,: F«inster Medizinal-Lebertran 150,0, prima Glyzerin 50,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,S, unterphoöphorigiaurcS Patron 2/), pulv. Tragant 3,0. feinster arab, Gummi pulu. 2,0, Waffer 12»,o, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mir Zimt-, °l.'tandel- und GaulkheriaöL je 2 Tropfen. “v. ! Brauei-ei-Füllung Branerei-FtlLIunjr Liebhaber einer Flasche guten Bieres verlang, ansdrückl: Giessener Brauhaus-Bier hell und nach Uönchenor [ ^anltJIts-Krarthier: alkoholarm-^exfcraktreich ® Ausschließlich Braucrei-FüHung # daher Gewähr für beste Beschaffenheit Lauterbach, Eheschlietzungen: Mai 30, Georg Glöckner, Maurer in Ruppcrtsl-ain (Kr, Obcrtaunu»', mit Anna Marie Elise Duchardt in Lauterbacki, Geboren^: Mai 24, Dem Metzaermeister Andreas Groh eine^ Tochter, Sophie Elisabetha, — Juni 6. Tem Metzgermeister Johannes Schnell 1^ ein Sohn, - 12. Dem Webmeister Wilhelm Jslei ein Sohn, Friedrich, ^ . Sterbejälle: Mai 31, Ww, Sophie ZMistmann geb.Kömmel- befn, 79 Jahre alt, — Juni 8. Ww, Dorolhen Bollmölleri geh Tamm, 66 Jahre alt. — 15. Katharina Merz, Köchin, 54 Jahre alt, Lich. Geborene: Juni 14, Dem Tienstknecht Otto Sann eine Tochter, Lydia. Eheschlietzungen: Juni 19, Ludwig Lvvenbeimer, Vieh» Händler in holzhause», mit Paula Chambre in Lich Londorf. Geborene: Juni 5, Dem Taglöhncr Georg Emil Karl Hermann Jäger eine Tochter, Katharine Erna, 11 Dem schmiedemeister Ballhasar Becker ein Sohn, Karl Friedrick», Sie rb es alle: Juni 15, Taglölmer Jolyrnnes hasfel- bach I,, 77, Jahre alt, Nidda, Auigebole: Juni 11, Hermann Retlberg, Schlossenneistei in Nidda mit Minna Koch in Kohden, — 18. Ferdinand Jost, Kauimann, mit Ww, Anna Klein, beide zu Nidda. Geborene: Juni 11, Denr Rechner August Mann ein Sohn. Ernst, S kerbefälle: Juni 12, Anita Rappolt, 2 Jahre alt Schotten, sterbefälle: Juni 13, Adam Rockener, Privatier, 71 Jahre alt. Neue Entdeckung beseitigt übermäßige Fcttbildnng. Wertvolle,^ett-rückbildcndeElemente in Scepflanren gefunden. ' ---- - • • ..rz 7 ' eil* aiiiaui . ' 1!I IIUIU8. tlll- getronenes franzönsches nredrzlnisches Ionrnnl, Sie kbnncn jetzt ledes Pfund des hätzltchen, unbeguemen Fcunm'otzec' lcis werden, und zwar ohne gefährliche Drogen, ennüdendc e>humirnhf> 'chmä- clienbe Hunger- und Diätkuren durch die bloirc Anwendung bei elnmchen, harmlosen Nesia-Blätter, Extrakten von Seepffanzen. welche an der französischen Küste in 10 bis 15 F-aden Tieie ivachsen Diese Pflanzen wiirden zuerst von Bauern ihres kbanigenden Ein- nunes wegen gegeffeni sie erregten die Aufmerksamkeit der Wissen- 'wanler. als man mnd, das; solche mit übermäffigcm Korvergewichi oeren Gebrauch das übermäffige Fett verloren. Analyse und wtederbolte Versuche zeigen, datz die Resia-Bläkler durch ihren Ein- Nun auf die fehlerhafte Verdauung sowie durch ihre stetige, losende Z? 1 Y-ü?» *. au L ^E^ttzellen eine dauernde Neduzierung des Körver- rÄetführem davet das Fleisch feit, ohne Runzeln und ohne Ömicrloffcn. Jeder Apotheker kann ?.hnev ohne gronc Koste» besorgen, nach einigen Tagev aorrmger