Nr. \\2 Der «ießener Snjeigtt erjcheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Siehe iterLamllienbläNer; i wennal ivöchentlRreir- latlsürdenKreisSiehen (Dienstag nnd Freitag); zweimal inonatl. landwirtschaftliche Zeitfragea ,r«r»lprech - Anschlilsse: mr die Redaktion 112, Bering n. Exvedjnon öl Adrcffe für Depeschen: Anzeiger Gießen, pimahme von Anzeigen nir die Tagesnnnlmer bts vorniittagS 8 Uhr. Erstes Blatt *64- Jahrgang Samstag. 20. Zum M4 General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen llniv.Guch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. !veznc,4vretS: monatlich 75Pf., vierteljährlich W. 2.20, durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestell^. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. C-Hefredaktenr: A. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Gocy; für .Feuilleton", .Vermischtes" und „Gerichts- saal": 5^arl Neurath; für .Stadt und Land^: Kurt Bendt; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 16 Seiten. politisclic woctzenscl)a»i. . Gießen, 20. Juni. der evangelische Bund gegen die weitere Ausbreitung des katholischen Ordenstvescns in Hessen Stellung utulmt, ist sein gutes Recht und wird niemand verwundern, ^re Gerster müssen ivach erhalten werden; die krästigo ■ C rl£'e-c lc ^ ute aus Rom iveht, wirkt ja auch alles eher als einschläfernd. Trotzdem halten wir die hessische Regierungsvorlage zur Revision der Ordcnsgesetzgebung mit der Mehr- yeit der Zweiten Kammer für annehmbar und zweckmäßig. a,as '.lussichtsrecht der Regierung wird dabei nicht berührt, und lmr hoffen, dag die maßgebenden Herren in Darmstadt Ji lc r.?,, ,lur Rechte, sondern auch ihre Pflichten kennen. Erfüllen sic diese, so lvird der Ruf der Zentrumsblätter nach einem oder, noch besser, mehreren ultramontanen Ministern niemanden erschrecken, noch aus seiner guten Laune bringen. Ter Bauernbnndlcr Wolf hat cs ja auch nicht so ernst gemeint, als er in der Kammer daran erinnerte, dag die Hmwen Minister der Kammer gegenüber sich in einer gewissen Abhängigkeit befinden. „Ein Wvrtlein kann sie fällen" . . Gerechte Wünsche der katholischen Bevölkerung in Hessen werden auch ohne ultrainontane Minister erfüllt Hätte ein anderer die katholische Ordenssragc wohlwollender behandeln können als der Minister ». Hombergk? Wir ehren diesen Geist echter Großzügigkeit und Duldsamkeit, der von enger Bevormundung sich abwendct. Wie wir in Kunst und Literatur des Schutzmanns Einschreiten möglichst vermeiden wollen, so soll auch die religiöse und konfessionelle llebung von kleinlicher Einschränkung befreit bleiben. Ein vernüns- tmes Maß von Freiheit steht allen zu, auch dem katholischen Kultus. Wenn es sich, wie nachgcwiesen worden ist, in der Vorlage nur' um die Ordenstättgkeit in der Krankenpflege, aushclscnder Seelsorge und den bisher schon erlaubten Schulen handelt, dürfen wir Gerechtigkeit walten lassen. Die Pflicht des Einschreitens hat der Staat nur gegen Terrorismus und die Schürung des konfessionellen Unfriedens. Ferner muß die Schule vor zu weitgehenden Einflüssen der Kirche bewahrt werden. Was die Vermehrung der Lehrkräfte an den Schulen der Englischen Fräuleins betrifft, so besorgen wir davon nicht, wie die Abgeordneten Korell und Bach, eine Zurückdrängung der Simultanschule in Hessen. Der Regierung steht es ja auch hier zu, jeweils das Bedürfnis zu prüfen. Besonders der Antrag des Pfarrers Korell, die Englischen Fräuleins anzuweisen, dasselbe Schulgeld zu erheben >vie die übrigen Anstalten, ist nicht nach liberalem Geschmack. Mit solchen Mitteln kann man geistige Regungen und Strömungen schlecht bekämpfen, und cs war erfreulich, daß der Abg. Reh als Ansschutzberichterstatter erklärt hat, die Korellschen Anträge gingen nicht von der fortschrittlichen Volkspartei aus. Schwerlich wird sich die Mehrheit der protestantischen Bevölkerung Hessens über die voraussichtliche Annahme des neuen Ordensgesetzcs sonderlich erregen. Wir hoffen aber, daß der Beweis des' Entgegenkommens von katholischer Seite recht gewürdigt wird. Das Streben etwa nach kirchlicher Herrschaft über den Staat oder nach zunehmender Einmischung in rein weltliche Geschäfte wird nach wie vor entschieden zurückgcwicsen werden. Im Zeitalter PiusX. ist jedenfalls an eine Rückkehr des Jesuitenordens ins Hcssen- kand, die der sozialdemokratische Abgeordnete lllrüh so dringend zu wünschen scheint, nicht zu henken. Spaziergänge durch die Sewerbeausstellung. v. Ter durch seine sorgfältige Pslcge in prächtigem Wüchse stehende Garten wird auf der rechten Seite sehr wirkungsvoll durch das Haus II abgcichlossen, dessen Entwurf und Ausführung von dem Geschästssührcr der Ausstellung, Herrn Architekten H Kocker- b e ck, stammt. Es ist ein dreiflügeliger Bau, dessen Stirnseite kleine Säulenhallen vorgelagert sind, die im Verein mit dem schlanken Mittelbau sehr originell und zierlich wirken. Wesentlich gehoben wird der freundliche Eindruck dieses Baues durch die geschmackvolle Verwendung kräftiger Farben und die schlank aufstrebenden Giebel. Die Vcrschindelung des Hauses ist von Johannes Haber- mebl in Allmenrod, der seine Schindeln alle im .Handbetrieb hcrstellt, und von Jobs. Hansel VI. in Dirlammen. Die Tcrrazzvarbcitcn find von Nizza und Maraldo in Gießen, die Bemalung von Georg Wagner in Gießen ausgeführt. Die Gipsarbeitcn sind von George in Alienmorschcn. In dem großen Laden stellt die Färberei nnd chcm. Waschanstalt B r a bach und Fischer eine große Slnzohl gefärbter und gereinigter Kleider, Stoffe, Dekorationsgegcnstände usw. aus, die samt und sonders den Eindruck der Neuheit machen und die Leistungsfähig- keit der Firma im besten Lichte zeigen. In einem im Stil einer altbessischcn Bauernstube eingerichteten Kostraum für Branntweine stellt Krause u. Co. (Inh. Rub. Gutermutb, Großcn-Lindcn) alle Arten von.Schnäpsen und ihre Nebenprodukte aus, wie Weinessig und Gärungsesssg. A. Graefe u. Co., G. m. b. H., kunstgewerbliche Werkstätten für Metallarbciten, Gießen, bringt eine Anzahl Heiz- körperverkleidungen, Ornamente, Grabtafcln, Urnen und Schau- fenstermodcllc in reicher Auswahl. I. B. Häuser, Eisen- und Maschinenhandlung, Gießen, hat Irische und amerikanische Dauerbrandöfen, Landöfen, Herde, Waschmaschinen u. a. ausgestellt. Auch mit Grabdenkmälern und Kreuzen ist die Firma vertreten. Die Budcrus'schen Eisenwerke in Wetzlar, deren wir schon bei unserem ersten Rnndqang gedacht haben, hat ihre weltbekannten Fabrikate ebenfalls hier ausgestellt. In der Form und der Ausführung vorzügliche gußeiserne Gliederkcsscl und Radiatoren für Zentralheizungen sowie alle übrigen Zentralhcizungs- bestandteilc. Ferner sind Gußrohren vorhanden, Fvrmstücke, Kanal- tcile und sonstige Gußwaren. Ter von der Firnis hergcstellte Edelputz Terra Budera ist u. a. an dem Portal zum Friedhof angewendet. Tie Svczialiabrik für Holzbearbeitungsmaschinen Klein unb Stiefel in Fulda bringt ihre Universalbandsägemaschincn unt Fräse, Kreissäge, Langlochbohrmaschine mit cmgebautcm Immer winziger werden die Hoffnungen des Fürsten Wilhelm von Albanien! Zwar sind nach dem großen Gemetzel vom letzten Mittwoch keine schweren Schläge mehr gefallen, und durch das Eintreffen von Kriegsschiffen jauch ein französisches Schiss ist am Freitag vor Durazzo angelangt) wird ein großes Blutbad wohl verhindert werden. Aber die Großmächte scheinen sich nicht geeinigt zu haben, selbst Gewaltmittel anzuwenden, um dem Fürsten sein Recsime zu beivahren. Wenn auch in der italienischen Presse inzwischen einige Lobpreisungen des Fürsten erschienen sind, so deutet doch alles darauf hin, daß man in Rom mit einer gewissen Schadenfreude die Erfolge des Aufstandes, den man wohl auch heimlich gefördert hat, beobachtet. Die „Neutralität', der man sich befleißigt, ist von einer besonderen Art. Die albanische Regierung, die man zu fördern vorgibt, hat einen österreichischen Dampfer gechartert, der bcioassnet wurde und die Aufständischen vor Durazzo durch ein paar Schüsse behelligt hat. Darüber große Aufregung in den römischen Blättern, die auch den wenig glaubhaften Bericht verbreiten, der dort anwesende englische General habe gedroht, das Schiss in den Grund zu bohren, wenn cs weiter so vorgehe. Italien null dem Kontrollausschuß wieder die nächsten Schritte Aberlassen pnd den Rücktritt des Fürsten Wilhelm beschleunigen. Warum aber greifen die anderen Großmächte nicht ein? Wir würden dem Neuwieder Herrn gewiß alle Erfolge gewünscht und gegönnt haben, allein der Versuch darf wohl als gescheitert betrachtet werden. „Zu tief schon hat der Haß gefressen und zu schwere Daten sind geschehen, die sich nie vergeben und vergessen." Wer hat noch nicht von der Blutrache der Albaner gehört? Hat das kleine Land, dessen Bevölkerung nicht einmal so groß ist wie die einer deutschen Großstadt, etwa Beweise gegeben, daß es ein sried- lich zu regierendes Land sei? Gewiß, die türkische Verwaltung war verlottert, aber sic war den Albanern nur darum erträglich, weil ihnen dadurch ihre „Freiheit" garantiert war. Trotzdem die zahllosen Aufstünde noch in den letzten Jahren, die iveder Tschavid Pascha noch Tor^nt Schcsket Pascha ganz niederzuzwingen wußten. Wer sind die Miriditcn, deren Hilfe sich Fürst Wtlhalm jetzt erfreut? Sie sind ein katholisches Bergvolk mit eigenen Sitten und einem fürstlichen Führer, der aver keine Monarchcngcwalt besitzt, sondern ein „Herzog'' istp wie ihn die alten Germanen sich erkoren. Ein solcher Herzog ist der vielgenannte Prenk Bibdoda, ans den man in Durazzo die letzte Hoffnung zu setzen scheint. Er führt vielleicht 2000 Männ mit sich heran, aber wer weiß, welche ehrgeizigen Plän« er verfolgt! Ist es denkbar, daß Fürst Wilhelm, auch wenn alle Empörer mit Hilfe der Großmächte nicderge- zwungen wären, auf die Treue und Anhänglichkeit seines „Volkes" rechnen könnte? Die Wiener „Neue Freie Presse" ist so töricht, die Albaner des Undanks gegen den Fürsten zu zeihen: Da ist ein Volk, das aus devk Kriege verstümmelt, getreten und mißhandelt hervorging. Die Nachbarn wollten cs vernichten, und jeder hat einen Fetzen von Albanien an sich gerissen, und die Widerstrebenden wurden gemartert oder vertilgt, und die Absicht war, jede Erdenspur dieser Nation zu verwischen. Nach so viel Blut und Leid kommt ein Fürst, den sich manche vielleicht anders gedacht haben, und der trägem eine Hoffnung für alle war. Der Wüstcnlöwe vergißt nicht, daß ihm der Andrvklus einen Span aus der Tatze gezogen hat. Die rebellischen Albanesen haben nicht einmal so viel Fähigkeit, dankbar zu sein, wie ein reißendes Tier, und verdienen die Knechtschaft, in die ihre Verführer sie wieder hineinziehen wollen. Dazu müßte man eine Frage stellen: War es der Fü r st, der dem „Wüstcnlöwcn" Albanien den Spar» aus der Tatze zog? Nein, eigentlich müßten, tvenn das Dankgcsnhl entscheidend wäre, die Albaner zur Abstattung ihres Dankes Elektromotor; ferner Bandsägen mit Bohrmaschine und Drehbank, Hobelmaschinen, Fräsmaschinen und Mcsscrschleismaschinen. Anton Breuer, Gießen, stellt Fahrräder der Cüofahrradwerke in Köln aus. In dem zweiten EckvavUlon hat die Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf ihre bekannten Badcprodukie in reicher Auswahl übersichtlich zusammcngestellt. Hinter dem Haus kl scheu imr zunächst zwei mächtige Rohre der Budcrus'schen Eisenwerke. In einem hier auigestclltcn Zeltbau sind dann vorzugsweise landwirtschaftliche Maschinen zu sehen. W. H e l w i g, Maschinen» und Pflugfabrik in Treysa c ihre beiden Regierungen bei der Anfrcchterhaltung der Handelsfreiheit in der Meerenge haben. Dieser Schritt werde lebhaft erörtert. Man erblickt darin das erste Ergebnis der durch die Monarchcnbegegnung von Konstanza bekräftigten russisch-rumänischen Annäherung. Die türkische Kammer hat am Donnerstag der Verlängerung des türkisch-deutschen Handelsvertrages um ein Jäh-r zugcstimmt. Aus StaSt «Iid LarrÄ. Gießen, 20. Juni 1014. Schmiedeeiserne Arbeiten vom alten Friedhof zu Gießen. Es ist ja hinlänglich bekannt, ivelche Fülle von Anregung die alten Grabdenkmäler des hiesigen Friedhofs dem Kunsthistoriker und Geschichtsforscher bieten. Doch auch der Architekt und Kunstgewerbler hat seine helle Freude an den wirklich künstlerisch gearbeiteten Sachen, nnd es verlohnt sich daher der Mühe, einige dieser Denkmäler, und zwar die geschmiedeten Tore der Grabh-äuser, etwas näher zu betrachten. An dem der Kapelle zunächst stehenden Denkmal sicht man den Namenszug des kunstvollen Verfertigers, nämlich die Zeichen P. 5g., und als Jahr dev Herstellung 1635 angegeben. Mithin ivar es noch im 30jährigen Krieg, während alle Gewerbe schwer darniederlagen, während der Handel stockte und keine Aussicht aus Frieden vorhanden war, als der Schlossermeister sich an diese Arbeit machte. Offenbar hat er sich dabei an Vorbilder gehalten, denn, in der Marburger luth. Kirche findet sich ein Grabmalgitter vom Jahr 1592, das genau das gleiche Muster ausweist. Interessant bei dem hiesigen Gitter ist die Füllung des oberen Halbkreises. Rundstäbe in schön gebogenen Spirallinien durchziehen ihn und an ihren Enden sind sie durch Bleche, die in Form von Blättern und Fratzen zugeschnittcn sind, abgeschlossen. Zu beachten ist ferner die bekrönende Spindelblume, eine in damaliger Zeit vielfach angewandte Verzierung. Blütenblätter, Staubfäden und Ketrhblätier sind in der dem Material des Eisens entsprechenden Form der Natur nachgebildet. Sehr sein ist die auf dem Grabmal stehende Putte, die mit cmsgcbreilcten Aermchen herab- zuschweben scheint. Das danebenstehende Denkmal fällt mehr durch seine hübsche Architektur ins Auge. Es stammt wohl, da Angaben über das Alter nicht zu sindcn sind, aus derselben Zeit wie das vorhergehende. Der Schmiedearbeit nach könnte es dem benachbarten eher voraargehen. Ist doch diese viel roher geformt, obtvohl sie genau dasselbe Muster aufweift. Der Schluß liegt nahe, daß es aus der Werkstatt desselben Meisters stammt. Das Schloß zeigt eine etwas plumpe Art, ist nicht verziert. Einen sehr hohen Grad von künstlerischem Verständnis zeigt dagegen das über der Tür befindliche Fenster. Obtvohl sehr einfach gearbeitet, macht es doch mit dem hübschen Relief, das es umzieht, einen sehr seincn Eindruck. 80 bis 100 Jahre jünger als diese beiden mag wohl das dritte, an die Kirchhofmauer angebaute Grabmal sein. Es gehört einer noch jetzt lebenden alten Adelssamilie Gießens, was auch durch das Wappen über dem Tor bekundet wird. Hier merkt man schon die fortgeschrittenere Technik insofern, als alles genauer gearbeitet ist. Als neues Ornament treten die Blätter und Ranken auf, die der Barok in Deutschland einführtc. Zu beachten sind die schön ausgebildeten Türangeln und die Art ihrer Befestigung. Die Architektur des ganzen Häuschens zeigt ebenfalls den damals herrschenden Stil sowohl in der schön geschweiften Dachlinie als auch in den aus dem Holze hcrausgeschnittenen Oberlichtern. Die einzige gußeiserne Arbeit an dem ganzen Tor ist faag 1 schon erwähnte Wappen. Wenn man erwägt, welche Summe von Arbeit in diesen Türen liegt und wie einfach d)ie damaligen Werkzeuge waren, daß dem Schlosser noch keine Nietmaschincn, Schweißapparate u. dgl. zur Verfügung standen, so muß man den Meister» für diese künstlerischen Leistungen volle Anerkennung auSsprcchen. Unser heutiges Schlosscrgewerbc aber, das sich nach dem Niedergang vor 20 Jahren wieder zur alten Höhe aufzuschwingen beginnt, kann sich diese Arbeiten nur zu gutem Beispiel ancignen. * ** Tageskalendcr !>ir SnmStaq, den 20., und Sonntag, den 21. Jul», W e w e r b e a » s st e I l» » g: Heute Samstag , Berg- manustag, Tonntag: Jungmeistertag: Konzerte von 11—1,4—7 »»d 8—II Uhr. Stabil beater: Wobltätiikeils-Borslellinig : Engel Inder Knust. Samstag abend 7 Uhr und Sonnlag nachmittag 4 Uhr. O b c r h e > s i i ch e r K u n st v e r e > n. Die Gemälde-Ausstellung ist täglich von 11—1 Uhr. Mittwochs von 3 bis 5 Uhr, und an Sonntagen von 11—3 Uhr geöffnet. Lberbeslisches M »s e » m nnd K a i l' s ch e Sammlungen, Geöffnet Sonnlag vorinittags 11—1 Uhr unentgeltlich. M nie» m für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vorinittags von II—1 Uhr »nentgelttich. (Beibe Museen sind auch Mittwochs und CaiiistaaS vo» 3 bis » Uhr gegen ein Siiitrittsgeld voil 2 I Psg. fite die Person geöffnet. E e y l o n - A u s st e l l u » a > in Botanische» Garten vormittags voll 9-12 Uhr. Nachmittags nur sur Vereine nach vorheriger Anmeldung. Lichtspielhaus.- Täglich Vorstellung. U »i o » - T h ea t e r: Täglich Lorsleliung. ** Das Großhcrzogspaar begab sich am Donnerstag vormittag 7 Uhr 20 Min. im Auto nach Lich und kehrte nachmittags 1 Uhr 45 Min. nach Jagdschloß Wolssgartcn zurück. ** E r lt e « n u n g. S)er Kaiser hat zum Mitglied der kaiserlichen Diszivlinarkammer in Darmstadt den königlich Preußischen Militärintendanturrat Schaniberg auf die Dauer des von ihm bekleideten Staatsamtcs ernannt. ..., ** Professor Dr. Otto I m m i s ch , Ordinarius der klas- ,ischen Philologie in Königsberg i. Pr. hat den Ruf an die Universität Freiburg i. Br. angenommen. ** Pfarramts Personalien. Ter Großher- zog hat am 17. Juni d. I. den von dem Herrn Oberhof- hofinciiier Dr. Freiherr» von Leonhards auf die evangelische Piarrslcllc zu Burg Gräfenrode, Dekanat Rodheim, präsentierten Psarrassistenten Bernhard Mangold zu Bretzenheim für diese Stelle bestätigt. _ ** Ucbcrtragcn wurde nm 16. Juni d. I. dem Schulamtsaspiranten Adam Böller aus Stadecken eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Hcchtshcini, in demselben. Kreise: dem Schulamtsaspiranten Joseph Räppte aus! Karlsruhe eine Lehrcrstelle an der Volksschule zu Obertshausen ** Steuerpcrsonalien. Am 19. Juni d. I. wurden die Stcucraufschcr Wilhelm Mitschkn zu Lampertheim und Valentin Kissel zu Alsfeld an das Hauptstcucr- amt Worms, der Steucraufscher Ludwig S ch w i n n zu Lautcrbach an das Hauyisteueramt Mainz und der Steuer-- ausschcr an der Zuckerfabrik Groß-Uinstadt Paul Pi l- than zu Groß-Umstadt in den Steueranssichrsbezirk Groß- Umstadt versetzt, sämtlich vom Tage ihres Dienstantritts an. — Erledigt ist die Stelle je eines Bczirkssteucraufschers zu Lampertheim, Alsfeld und La u t e r b a ch und die Stelle eines Zuckcrstcueraufsehers an der Zuckerfabrik Groß-Umstadt. ** Schulaugelegen!)eiten. Erledigt sind acht Schulstellcn an der Volksschule zu O f s e u b a ch. Hiervon sollen drei mit katholischen Lehrern, eine mit einer katholischen Lehrerin und vier mit evangelischen Lehrerinnen besetzt werden. Eine Lehrcrinstelle an der katholischen Volksschule zu Herbstein, Kreis Lauterbach. ** S i ti goldenes Jubiläum. Heute begeht Amts- gcrichtsdirektor Geheimer Justizrat Heinrich Gebhard die Wiederkehr des Tages, an dem er vor 50 Jahren für den hessischen Justizdienst als Gcrichtsakzcssist beim damaligen Hofgericht der Provinz Oberhessen in Gießen verpflichtet wurde. Der jetzt 73jährige Jubilar wurde in dem kleinen Bergstädtchen Battenberg a. d. Eder, im ehemaligen hessischen Hinterland, als Sohn eines Justizbeamten geboren und studierte in Gießen und Heidelberg. Nach seinem Staatsexamen wurde er nacheinander in Schotten, (tzrünberg, Laubach, Hungen und Alsfeld verwendet und als Staatsanwalts-Substitut Ende 1871 in Alsfeld angestellt. Seit 1875, wo der Jubilar als Stadtgerichtsasscssor nach Gießen kam, wirkt er als richterlicher Beamter in unserer Stadt beim Amtsgericht und ist beinahe 25 Jahre ununterbrochen als Vorsitzender des Schöffengerichts tätig. Geheimrat Gebhard wurde 1894 zum Amtsgerichtsrat, 1903 zum Oberamtsrichter, 1904 zum Geheimen Justizrat und am 1. April d. Js. infolge der neuen Besoldnngsordnnna zum Amtsgerichts-Direktor ernannt. Die Art Und Weise seiner Wirksamkeit am Schöffengericht hnt den Beamten zum populärsten Richter nicht nur in unserer Stadt, sondern in der Provinz Obcrhessen gemacht. Geheimrat Gebhard liebt es nicht, aus harte Strafen zu erkennen, denn er ist nichts weniger als ein Buchstabenjurist. Er läßt sich in seinen Entscheidungen von milden, menschlichen Erwägungen leiten. In Beleidigungsklagen versteht es der Vorsitzende der Schüssen meisterlich, die Parteien zur Nachgiebigkeit und zur Versöhnlichkeit zu bewegen und ein hoher Prozentsatz dieser Klagen endet durch einen Vergleich. Manch altem und erbittertem Hader zwischen Verwandten oder Nakhba.ru, der gewöhnlich als Beleidigungsklage vor die Schössen kommt, hat der Jubilar durch einen Vergleich zu einem versöhnlichen Ende verholsen, selbst wenn die Parteivertreter das Gegenteil angeraten hatten. Auf diese Seite seiner richterlichen Tätigkeit, in der es ihm so leicht auch keiner gleich! tut, kann der Jubilar mit Recht stolz sein. .Aus Anlaß des Jubelfestes sind Geheimrat Gebhard zahlreiche Ehrungen zuteil geworden. Seine Kgl. Hoheit der Großherzog hat ihm bas Ehrcnkreuz des Verdienstordens Philipps des'Großmütigen verliehen. Die Richter des Landgerichts und die Be- aniten der Staatsanwaltschaft widmeten eine prächtige Blu- < menspende, die von dem Präsidium des Landgerichts und 1 dem Großh. Oberstaatsanwalt tu der Wohnung des Jubilars überreicht wurde. Zu einer überaus erhebenden Feier gestaltete sich die Beglückwünschung, welche den. Jubilar heute im Schöffengcrichlssaale von den Richtern des Amts- gerichtS, den Beamten der Gerichtsschreiberei, der Amts- anwattschast und den Gerichtspollziehern dargebracht wurde. Der Schöffengerichtssaal war festlich geschmückt, der Amtssessel des Jubilars war mit Guirlanden umwunden. Herr Amtsgerichtsrat Wachtel hielt namens der Gratulanten eine wirkungsvolle Ansprache, in der er die Verdienste des Gefeierten während seiner langen Dienstzeit und seiner nahezu 4lljährigen Tätigkeit im Amtsgericht Gießen hervorhob und ihm insbesondere dafür dankte, daß durch seinen Einsluß die kollegialen Verhältnisse am Amtsgericht Gießen geradezu mustergültig geworden seien. Namens der zur Feier Erschienenen überreichte er herrliche Blumenspenden. Sichtlich gerührt dankte der Jubilar für die ihn so überaus ehrende Feier. In geradezu bewundernswerter, körperlicher und geistiger Frische denkt der Jubilar in das neue Amtsgerichtsgebäude demnächst einzuziehen. Möge ihm auch ferner noch gedeihliches Wirken in seinem Beruf vergönnt sein. ** Aus der Rechtsanwaltschaft. Am 9. Mai wurde der Rechtsauwalt Georg Lind zu Laubach zur Rechtsanwaltschaft bei t>em Amtsgericht Grünberg zugelassen, nachdem er die Zulassung bei dem Amtsgericht Laübach auf- gegeben hatte. Am 16. Mai hat der Rechtsanwalt Theodor Weber zu Fürth die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Fürth aufgegeben. ** Der Bergmannstag, der anläßlich der Gewerbeausstellung hier tagt, begann heute früh mit einer Be- grüßungsfeie r in Alt-Hessen, woran sich zunächst ein Vortrag anschloß. Es sind Vertreter aus fast alten mitteldeutschen Bergrevieren erschienen. ** Zu dem oberhessischen Jungmeistertag, der morgen statlfindct, haben sich rund 300 Jungmeister an- gcmcldet, die in Althessen, wo auch der Vortrag des Herrn Rechtsanwalts Kaufmann statlsindet, von dem Ausstellungsvorstand begrüßt werden. Eine rege Teilnahme der hiesigen Gewerbetreibenden auch an dem Festessen ist sehr erwünscht. Aus Anlaß des Jungmeistertags ist von 11— 1 Uhr Konzert im Ausstellungsgarten, ** Oberhessischcr Kunst verein. Aus der ausgestellten Sammlung von Professor Kaiser wurde beute wieder 1 Oelgemälde „Frühherbst" angekaust und geht in hiesigen Privatbcsitz über. Die gegenwärtige Ausstellung verbleib! voraussichtlich nur noch acht Tage einschließlich zweier Sonntage. Aus Wunsch wurde heute ein größeres Kinder- gruvpenbild (Porträts) von A. Wimmenauer-München aus hiesigem Prioatbesitz ausgestellt. **EngclinderKunst. Wie man uns schreibt, hatte die gestrige .Hauptprobe der Engclausführungeu im hiesigen Stadtthcaicr einen vollen Erfolg. Die lebenden Bilder und die musikalischen Vorträge ernteten einen außerordentlichen Beifall, so daß nicht genug darauf hingewiesen werden kann, sich den Genuß nicht entgehen zu lassen. ** Halte st elleBade» bürg. Der Zug, der Gießen oum 2.17 Uhr verläßt, hält von heute an nach Bedars an der Badenburg. ** Keine BahnaufdenFeldberg. Die kürzlich ausgelauchte Mitteilung, daß in absehbarer Zeit der Bau etiter elektrischen Bahn auf den Feiooerggipfel in Angriff genommen würde, entspricht erfreulicherweise riicht den Tatsachen. Die Forstbehörde denkt nicht daran, die Bauerlaubnis zu erteilen und auch die Wandervereine wehren sich ganz energisch gegen die Verschandelung des Berggipfels, dessen „Besteigung" doch tatsächlich nur ein Spaziergang ist. **DerzweitehessischeBäckermeister-Ver- bandstag fand vorgestern unter dem Vorsitz von Obermeister Weber-Darmstadt in Alzey statt. Als Ehrengäste waren Vertreter der Regierung, der Stadt und der Handwerkskammer, sowie die benachbarten Innungen von Baden, Ntitteldeutschland, Pfalz und Frankfurt anwesend. .Nach dem Kassenbericht beträgt das Vereinsvermögen nahezu 4000 Ndark. Interessante Berichte erstatteten Klein-Büdingen über die Durchsührimg des Kinderschutz- g esetzes, Weber -Darmstadt über das M ü h lcn syn- dikat, Deibel-Gießen über das Hcsesyndikat, Fi n g e r » Darmstadl über den Arbeitgeberverband. Eine lebhafte Ausspraclw fand über die Tätigkeit der Nah- rungsmiitelbcrussgcnosienschaft statt. Der bisherige Vorort Darmstadt und auch der Vorstand wurden wieder gewählt. ** I u n g -- D e u t s ch l a n d. Nachdem cs dem Vorstand i>cs Bezirks Gießen-Stadt in ganz kurzer Zeit gelungen ist, nahezu alle Vereine, welche Leibesübungen irgendwelcher Art iür unsere deutsche Jugend pslegen, in dem Stadtbezirk zu- sammenzuschlicßcn, soll in einer ersten großen össentlichcn Veranstaltung gezeigt werden, daß bei einigem guten Willen zu Nutz und Frommen unserer Gicßener Jugend und nicht zum letzten auch zum Vorteil der körperschaftlich ange- schlosscnen Vereine ein einträchtiges Zusammenwirken auch, von scheinbar auseinanderstrebenden Anschauungen möglich ist, wenn alle nur das große gemeinsame Ziel im Auge behalten. An die ganze Gicßener Jugend ergeht die Aufforderung, sich an dem am 4. und 5. Juli d. I. stattfindendeü Wasser-, Turn- und Sport-Fest des Jung-Teutschland-Bun- des recht zahlreich zu beteiligen. Die Bedingungen für die einzelnen Wettkämpfe, die zu Wasser und zu Lande aus- gefochten werden sollen, gehen allen Schulen und Vereinen zu. Am Samstag, den 4. Juli, findet in der Militürschwimm- . anstatt von 3—6 Uhr das Schwimmen und von 6 Uhr ab vom Bootshaus der Rudergcsellschgst das Wetlrudcrn statt, ' während das Einzelwctturnen aus Sonntag, den 5. Juli, vormittags 7 Uhr, in die Turnhalle am Oswaldsgarten und die rasensportlichen Wettkämpsc und Spiele auf die Zeit von .3—6 Uhr am Sonntag nachmittag gelegt sind und auf dem Sportplatz an der Rodhcimer Straße vor sich gehen. Dort findet auch abends um 7 Uhr die Siegervcrkündigung statt. Von seiten eine» Gönners ist ein Bismarckschild als Wanderpreis gestiftet worden, der derjenigen SLule zusallcn soil, deren Schüler bei dem Fest die meisten Siege in den einzelnen Ueüungsarlcn erringen. Wird er dreimal hintereinander oder überhaupt ohne Rücksicht auf die Reihenfolge sechsmal von derselben Schule erkämpft, so geht er in deren Eigentum über. Wenn das Fest bei unserer Gießener Jugend Anktang und bei der Bürgerschaft die nötige Unterstützung findet, soll cs wie in anderen hessischen Städten zu einer ständigen Einrichtung werden. ** Die Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins hält heute abend ihre Hauptversammlung in der Herberge zur Heimat ab. ** ,Lur russischen Frage" sprach Dr. Johannes H o v i n g - New ?)orf gestern abend in Steins Garten aus Einladung des Alldeutschen Verbandes. Dr. Frbr. von Licbig begrüßte die Versammlung und gab einen Uebcrblick Uber die gegenlbärtige Lage Deutschlands, die nur von den erklärten Friedens- und Verständiaungssrcunden erträglich gesunden werden könne. Demgegenüber konnte der Redner aus die verderblichen Folgen der verwirklichten Abrüstungsidee, wie sie in Mexiko hervortrcten, Hinweisen. Es sei sicher nur eine Frage der Zeit, wann die grgnerischen Großmächte versuchen würden, Deutschland aus ihrer Reihe zu streichen. Wohl lei die deutsche Rüstung leidlich, aber es fehle an dein rechten tatenjreudigcn Geist. Dr. H o v i n g - RcwAork ergriff alsdann das Wort, um — obgleich selbst Schwede von Geburt — Deutschland als dem stärksten und. größten Repräsentanten des Gcrniancntums das Gewissen im Kampie gegen das im Vordringen begrissenc Slaventum zu schärfen. Der Redner konnte aus eigener langjähriger Erfahrung das Verhalten der russischen Kaiser gegen Finnland als lypisch für die p a n s l o v i st i s ch c Politik schildern. Er'zeichnete in großen Strichen die Schicksale Finnlands seit seinem Uebergang in rufsisckze Hände (1809), die sich durch eine lange Reihe »on Wortbrüchen und Meineiden, namentlich den Staatsstreich vom 17. Februar 1899, so überaus traurig gestaltet haben, obwohl Finnlanb immer die sicherste Stütze des Thrones gewesen ist. Die Erschütterungen des russisch-japanischen Krieges, der Tod Bobrikows. des Henkers Finnlands (1904), die Geburt der Duma, die Tätigkeit Stolpvins, des neuen berüchtigten Ministers, die aus weitere Einschränkung der Rechte des Volkes hinausläust, und endlich die Person des General-Gouverneurs Sayn zogen vor den Augen der Zuhörer vorüber. Ter Redner gab seiner Uebcrzeugung Ausdruck, daß Rußland einen Angriff aus die skandinavische Halbinsel plane, um Zugang zum eisfreien Atlantischen Ozean zu gc- wiimeu und daß es zu diesem Zweck selbst nicht das Mittel verächtlichster Spionage scheue. Dreier Angriff werde sreilich so lange nicht erfolgen, als Friede zwischen den europäischen Großmächten sei. Aber in einem allgemeinen europäischen Krieg hoffe Rußland im Trüben tischen zu können, und Frankreich, sein deuligcr Bundesgenosse, werde die Zeche zu bezahlen haben. Wann die Katastrophe hereinbrechen werde, hänge allein von der Entwicklung der innerpolitischen Verhältnisse Rußlands ab. Für die Germanen aber gelte es, allezeit zu arbeiten und auf dem Posten zu sein, das seien wir unserer eigenen Freiheit und der unserer Nachkommen schuldig. Lebhafter Beifall, in den sich das Getrampel der zahlreich anwesenden Alemannen, Germanen und Frankonen mischte, dankte dem Redner für seine warmherzigen Ausführungen »*JnderFremdenlegiongesallen. Eine jetzt in Wiesbaden wohnende Familie erhielt vor einigen Tagen von dem französischen General Goulcnt die Mitteilung, daß ihr Sohn Albert am 12. Mai d. I. im Tal des Thouls im Kamps mit Marokkanern durch einen Schuß in die Brust sckpver verwundet wurde und bald daraus gestorben sei. Die Beerdigung habe am folgenden Tage stattgesunden. Der Gesallcne lernte in Saarbrücken Kaufmann, fiel in Metz französischen Werbern in die Hände und wurde, wie er damals seinen Angehörigen mitteilte, mit einer großen Zahl deutscher Leidensgenossen nach Asrika transportiert. Der junge Mann diente im sünsten Jahre; in 3V: Monaten wäre seine Dienstzeit beendet gewesen. Der General erwähnt in seinem Schreiben, daß der „für die Ehre Frankreichs Gefallene" ein tüchtiger Soldat gewesen und den Rang eines Korporals bekleidet habe. Seine Brust haben mehrere Me daillcn für hervorragende Tapferkeit geschmückt. Kreis Friedbcrg. L Friedberg, 1«. Juni. Sladtverordneleniißnnq am 18 Juni unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Stahl. Reden kleincren Bauaesuchen werden an Neubauten genehmigt: Dem F Schmoll ein Wohnhaus an der Jrankturter Straße: der Firma frt Schwor, Söhne Maqo,in und Schuvv-n, dem Kort Dietrich rin WirllchaklSgebänd- am neuen Bahnboi. Bei der Vergebung ro» Arbeiten und Lieiernngcn erhielten den Zuschlag tnr Erdarbeit Plattenlieierunq Sind Berg, Zeinentplaltcnlieier.mg Gkbr. Aäckel, Schreinerarbeit am Krematorium Seb. Halt, Glaserarbeü Gg. Vieler »nd !k. Mili»?, Linoleunilieserung I. Kogler lis Wenigst- lordernde. Der Voranichlag der Auguslinerjchute lür 191b wird nicht beanstandet; bei dieser Gelegenheit soll die Wiedererrichtung der seinerzeit verlorenen Oberleknnda beantragt werden. Da« Gehaltsreqnlaliv der Echulverwalterinne» nnd kchulverwalter wird ansgehoben. Der Sanitätskoloune werden 109 -Mark Zu- lchuß bewilligt und soll im Herbst ein geeigneter Rom» iür Ein- nellimg der Gcrnlschaiten zur Verlügnng gestellt iverden. Dem Fußhallverein 1904 und dem Ersten Stemm- und Ringklnb werden anläßlich ihrer Jubilniunssestlichkeite» Ehrenpreise gestiftet. Tie Kinder des Johannes Kilian werden in Fürsorgeerziehung genommen. Die Kosten der Elettrffchen Anlage bclragen 178 498 Alk.; der Voranschlag war 187 000 Alk. In den Ansschust wegen Erbauung einer elektrischen Bahn, deren Bildung die pandelekanimer angeregt hat. wurde Beigeordneter Wmdecker. lowie die Stadk- verordneleu Tamm und Lenchtgens gewählt. Tic Stadt Bad-Ra»- hcin, soll ebcnsalls drei Mitglieder wählen; das KrciSainl und die Badebirektion soll von der Handelskammer zu den Verhandlungen emgcladen werden. Hessen-Nassau. m. Weil bl, rg, 19. Juni. Die Buderusschen Eisenwerke haben aus sämtlichen Gruben Feierschichten eingelegt. Gerich»»saal. Der Prozeß Fehl, h. Frankfurt a. M, 19. Juni. Die Staatsanwaltschaft hat gegen das frcisprechendc Urteil im Prozeß Dr. Fehl aus eigener Entschließung Revision eingelegt. — In juristischen Kreisen wird der Prozeß mit allen seinen Ernzeshciien als einer der eigenartigsten der letzten Jahre bezeichnet und dementivrechcnd lcbhast erörtert. Man bezeichnet den Prozeß jetzt nach Klarlegung ailcr Vorgänge als einen Mißgriff der Staatsanwaltjchajt. Schars verurteilt wird die monatelangc Untersuchungshaft des Rechtsanwalts Fehl und Gcfangcnenausschcrs Hclftich, ebenso die unllarc Rcchislagc überhaupt. Dem Staatsanwalt waren die Instruktionen des Gejängnisinivektors über die Zuweisung von Klienten an Rechtsanwälte durch Gesaugenausschcr geworden. Sind) die Anwaltskammer wußte nicht das mindeste von den Beriügungen der Staatsanwaltschaft. Sodann ergab die Verhandlung das Gegenteil von der Voruntersuchung; die Hauvtbelastnngszcugen mußten aus- scheiden. Im Fall Fehl liat die Staatsanwaltschaft die Anklage- crhcbung ans besonderen Wunsch der Obristaaiüanwaltschast erfolgen lassen. Dies wird ihr von der Anivallichast als ein 2lns- ffuß mangelnder Sachlichkeü gedeutet. JadensaliS wird der Prozeß die juristischeu Kreise und deren Prozesse Iwch eingehend be- schästigcn. Die Glberfclöer Siebcstragööie vor Erricht. 4 Elberfeld, 19. Juni. Ter Andrang des Publikums zum Gerichtssaal ist heule noch stärker als gestern. Ten Prozeßbcteill'ten muß durch Polizcibeamte der Weg zum Eintritt srcigcmacht e cden In der fortgesetzten Beweisaufnahme bekundete ein Kau,mann Oehlcrs, der die Angcllagtc kannte, daß diese ihm Mitteilungen über ihren letzten Besuch bei Nettclbcck gemacht habe. Sic sagte, sie hätte gewissermaßen Nettelbeck mit Aorten die Pistole aus die Brust gesetzt und erklärt: Heirate mich oder rclja&i[itierc mich sonstwie. Nettclberk habe erwidert: ein Frauenzimmer wie sic heirate man nicht. Tann sei es ihr schwarz vor den Augen geworden nnd plötzlich habe es geknallt. — B o r s.: Sie luden stets erklärt. Sie seien durch Ncttelbeck ins Gerede gekommen. Ti.' Beweisaufnahme hat aber ergeben, daß Sic selbst mehreren jungen Leuten von dem intimen Verkehr mit Nettclbcck erzählt haben. Sic luden sich also selbst ins Gerede gebracht. — Angckl.: Ich mußte doch jemanden haben, der mir helfen sollte, und den mußte ich ins Vertrauen ziehen. — Tie kommiffarilch vernommene Schwester des verstorbenen Nettclbcck, Frau Assessor S p r i n g m a n n, hat ansgesagt, daß ihr Bruder zwar die Angellagte sehr lieb hatte, ständig Bilder von ihr in der Tasche trug und auf dem Schreibtisch einen Abguß ihrer Hand liegen hatte, daß er aber nie die ernste Absicht hatte, sic zu heiraten. — Unter Ausschluß der Ocsfcnt» .lichkeit werden der Assistent an der Technischen Hochschule in Darmstadt, S t r a ch in a n u, und der Referendar Trost ver- vernommen, die Beziehungen zu der Angeklagten unterhalten hoben sollen, als das Mädchen noch nicht 16 Jahre alt war. — Der Vater der Angeklagten erklärt hierzu, daß er beabsichtige, gegen diese Zeugen wegen Verführung seiner Tochter Strafanzeige zu erstatten. Er habe von diesen Geichichlcn erst vor drei Tagen erfahren. — Ein Zeuge St e r t c 1, ein Freund des Verstorbenen trat am Abend des 16. Februar den Angeklagten Nolten. der ihm sagte, das Ehrengericht brauche nicht mehr zu tagen: sie hat ihn erschossen! und er fügte hinzu: Es ist ihm recht geschehen. — Im weiteren Verlaufe der Verhandlung muß dir Angellagte zeigen, wie sie die Pistole geladen hat. Es gelingt ihr das erst nach längerer Anstrengung. — Bei der Vernehmung des Rechtsanwalts Krausen kommt cs zu einem ausschcnecrcgcndcn Zwischenfall. Ter Zeuge sagt ans: Rotten kam am Abend des 16. zu mir und sagte: Herr Rechtsanwalt. geben Sie mir Ihr Ehrenwort, daß Sie über l ic Dinge, die ich Ihnen jetzt sagen w'rdc. niemandem etwas erzählen werden. Ick; lehnte das ab, sicherte ihm aber Diskretion zu. Darauf erzählte er: JaS Ehrengericht braucht nicht mehr stattzusindcn. Ich war ganz perplex. Jawohl, wiedcr- holfc er ruhig, Fräulein Wilden hat Nettclbcck erschossen! Einen Schuß in den Bauch, einen in den Kops nnd einen >n den Hals. Tann rangen sie miteinander, sie siel nieder und verletzt- sich dabei am Munde. (Große Bewegung im ganzen Saale.) — Vors, (mit erhobener Stimmen Das ist die Wahrheit, die jetzt durch einen Zufall in diesem Saale zum Vorschein kommt. Der Zcnac bekundet weiter, Tr. Nolten Hab: ein: gewisse Genngttning bei seinen Milteilungcn zur Schau getragen. Er glaube daher nicht, daß Nolten um di: Tat gewußt habe, denn für so gesnhlsrotz halte er ihn nicht. — T-r illngckl. Nolten bestäfigt die Richtigkeit der Darstellung des Zeugen. Ter Voilincndc erklärt, daß ihm daS Verhalten des Angc- klagicn begreiilich cricheine. da er Fräulein Wilden schonen wollte. Morgen wird die Verhandlung sortgesctzt. vor Hamllünzwift im Hause Wagner. 0 Bayreuth, 19. Juni, i Ter Familien streit im Hause Wagner hat durch ein zivilrechtliches Urteil des hiesigen Landgerichts eine Entscheidung erfahr"», die allerdings keine endgültige sein dürste. Tie Urteilsverkündung wurde für heute vormittag sestgcsetzt. Das Gericht beschränkte tick lediglich aus die rein formale Seite. Ta Frau Isolde Beider in der Ehe der Frau Eosima mit bans v. Bnlow geboren sei. habe sie auch als Kind Bülows zu gelten. Ihr Antrag aut Anerkennung der Vaterschaft Wagners durch ihre Mutter wurde daher kostcnpslichtig abgeiviesen.__ Ardeikerdewca ina. X Hanau, 19. Juni. In der Frankfurter Maschinenfabrik Framag zu Großauheim bei Hanau sind wegen Tisicrenzen in den Lohnvcrhälttiisscn 150 organisierte Arbeiter in den Ausstand getreten und von der Fabrikleitung entlassen worden. Ein großes verglinolirS. C a l g a r v (Staat Alberta, Canadab 19. Juni. In der Hillercst Kohlenzeche bei Fernic hat eine Explosion stait- gefnndcn. Ti- Schätzungen der Zahl der Toien schwanken zwischen 200 und 600. BisabendswarenSOLeichcngeborgen. vermiscbtcs. * Aus Anlaß der 23. Hauptversammlung der Bereinigung der Elektrizitätswerke, die 550 Werke des In- und Auslandes umfaßt, hielt am Donnerstag Universitäts- proscssor Dr. Himstedt im physikalischen Hörsaal der Universität Frei bürg einen Festvortrag über neuere Forschungen ans dem Gebiete der X-Strahlen. Sodann sprach Direktor Schustcr- Trcdenhoien unter Vorsührung eines 800 Meier langen Films, der von ihm selbst geschaffen ist, über das Dia-Positiv und de» Film als Werbemittel'für Uebeilandze »traten. * Wohltäter der Menschheit. „Warum kleiden die Frauen sich nur nicht vernünftig?" „Wenn sie das täten, dann machte die halbe Industrie der Welt Bankerott." »Splitter undBalken. „Ich verabscheue die Heuchler." „Ich auch." „Nehme» Sie z. B. Jackson; der ist der grösste iHcuchlcr aut XErben." „Aber es scheint doch, als ob Sie sein bester Freund wären." „O gewiß, ich versuche mich gut zu ihin zu stellen. Dabei fährt man am besten." Kleine Cagesdjrontf- Aus Tcchtojcioo (Serbien! wird gemeldet: Um Milternacht zum Freilag wurden die Bcivohner durch heftige Erdstöße erschreckt. Mehrere Gebäude sind ein ge stürzt, darunter ein Artilleriestall. Ein Arlillcrist und sechs Pferde wurden von den Trümmern erschlagen. _ Börsen-Wochcnbcricht. Frankfurt a. M., 19. Juni. Angesichts der m a n n i g s a ch e n U n s i ch c r h c i t e n ,n politischer und wirlschastlicher Beziehung trat auch in dieser Wockw die Börse aus ihrer Zurückhaltung nicht heraus. Aus keinem Gebiete fanden neuncnswerlc Umsätze statt und bei der großen G c - schästSnnlust kann cs nicht wundcruchmen, wenn die Kurse vorwiegend nach nntcil neigen. Zeigte sich nur geringe Stauslnsi, so trat andererseits doch auch kein größeres Angebot hervor, was immerhin aus eine gesunde Vcriaffung des Marktes schließen läßt. In maßgebenden Börsenkreiscn hat man auch das bestimmte Emv- sindcn. daß sowohl die deutschen wie die internationalen Börsen, von denen London und Paris noch durch inncrvolittschc Sorgen und Wallstreet durch die Hinausschiebung der Frachtratrnenlschci- dung bedrückt sind, nicht mehr lange untätig bleiben dürsten. Inmitten des erschlafften Börsenverhehrs Iwbcn sich nur wenige der Erwähnung werte Erschcmungcn heraus. Das meiste Interesse bc- ansprnchtc die Bewegung auf dem Markt der o de r s ch l c s i > ch c n Werte, die zu einer Anzahl von Gerüchten und stombinotionenl führte, die indessen von intercfsiertrr Seite sämtlich als nicht svruch- rcis bezeichnet iverden. Was die führenden westlickien Montan- werte anbelangt, so traten nur Phönix und Gclsenkirchener Aktten vorübergehend durch Festigkeit hervor. Reben den Perbandsmel- dungen wirkten Auslassungen aus Auffichtsratskreiscn über den relativ bcsricdigendcn Gcschästsgrad der Phönix-Gesellschgst^ und imvcrläßlichc Dividcndentaxen von 15 Proz. ffir diese GcseNschast anregend. Schifsahrlsaklien lagen schwersällig. Die Berichte über den Frachtenmarkt wirkten zurückhaltend. Die Spekulatton rechnet aut wesentlich hinter dem Vorjahre ,nrückbleibende se- mesrralgewinne. Soweit bei der Geschäftsstelle eine Tendenz erkennbar war. muß sie als fchtvächcr bezeichnet werden. Von Bahnen lagen österreichische Werte im Einklang mit Wien gedrückt. Oricnt- bahnen profitierte» von einer Meldung, daß man jetzt den Abschluß der Verhandlungen wegen Verkaufs der serbischen Linien an den serbischen Staat erwartet, und daß alsdann sofort die Derhand-- lungen mit der österreichischen Regierung tvegcn der Einzrlbedin- gungen beginnen Iverden. Am Bankcnmarkt konnten tich nur die Aktien oer Petersburger Internationalen stärker erholen, heimische Banken lagen schwäck-er, da die Forderung der Rcichsbank von größeren Barbeständen der Banken verstimmte. Die Börse sieht in der neuen Aktion der Reichsbank eine Erschtvcrung der Tätigkeit der Lanken, eine Belastung dieser Institute, die zwar dem all- gcmcineu Interesse dient, den Banken aber erheblichen Gcwiun- cntgang bereiten dürste. Jndu st ricpa Piere gaben bei geringen Umsätzen ebensalls meist etwas nach. Stärker gedrückt waren chemischen Werte und Maschinenfabrikllktien, von denen Kleyer ans Abgaben von der Verwaltung nahcsteliendcr Seite 18Vr Prozent einbühten. Raphta Nobel haben neuerdings wieder 10 Proz. verloren. Bon Anlagewcrten stclttcn ,ich fremde Fonds meist ettoas niedriger, Türken, Griechen und Mexikaner waren auf die unbefriedigenden politischen Nachrichten besonders gedrückt. Geld war iveiter flüssig. Privatdiskont 2"/l» Prozent._ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst. Gießen. Wettcranssichtkii in Hessen am Sonntag, den 11. Juni 1914: Zunehmende Bewölkung, noch nieist trocken, worin, südliche bis südwestliche Winde, sleNemveise Gewitter. Müllersche Badeanstalt. M ai' f r m Ärin« dec Lahn am 20. Juni 16' Ir. Letzte Abänderung des preußischen Warcnhaussteuer- gcs etzcs. Berlin, 20. Juni. Zwisck>en dem Finanz- nnd dem L a n d c l s m i n i st c r i n m schweben Verhandlungen wegen Abänocrung des Warenl-ausslenergesetzes. Vielfach sind im Bause der Zeit Wünsche von den Destaillistcnverbändcn geäußert worden. Es sind auch Ersahrnngen gesammelt worden, die bei der Abänderung des Gesetzes Beachtung finden dürften. Ein BootSungtück auf dcni Wannsce. Berlin, 20. Juni. Auf dem Wannsce ereignete sich gestern nachmittag ein schwerer Bootsunjatt, bcl'deni ein junges tOt ä b &t c n seinen Tod fand. Beim Wechseln der Plätze verlor die 18 Jahre alte Eharlottc Schüler, die mit dem Handlungs- gehilsen Paul Schmidt hinausgesahren war, das Gleichgewicht. Das Boot kcntcrte und beide Jnsatlen fielen ins Waffer. Obgleich dca HandlungSgchilsc alle Anstrengungen machte. NM das Mädchen zu retten, sank es !un:er und titeank. Der junge Mann wurde völlig crschöpst von einem vorübcrfahccnden Segelboot aus gerettet. Todesurteil. Z w e i b r ü ck e n , 20. Juni. Da? pfälzilche Schwurgericht verurteilte gestern abend gegen 9 Uhr den Arbeiter Paul Ludwig aus Tarnowitz, der im April den Gendarmen Kißlina von der Gendarnicricstation Rheinzabern in Jockgrim erschossen hatte, wegen Mordes z u m T o d c nnd ferner wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu zwciJahren Gefängnis. Zwischenfall bei einer Promotion in Prag. Prag, 20. Juni. Bei einer Promotion an der deutschen Universität kan, cs zu einem peinlichen Ztvischcnfall. Einer der jungen Doktoren erklärt sich dagegen wenden zu müssen, daß die Wissenschaft an der Prager deutsche» Universität nationalisiert und terrorisiert wird. Wissenschaft und Kunst sind in der ganzen Welt international, nur an der Prager Universität werden sic zu Quellen von Schlagtvortcn. Bei diesen Worten wurde er von dem Hosrat Rauchbcrg umelbcochen, der ihm bedeutete, daß polüischc Diskussionen nicht zu einer Promotion gehörten. Gewerbe-AussteiliiNI Gießen 1914 ,ej„, j„ ;ya„>n Rr. 7g a I> c und Raun, << n b c hochherrlchalttiche WobnnnaS- Einrichtungen. Aber mrljt mir in diesen iciiicn Anssübrungen, sondern auch in gediegenen, bürgerlichen, Wohnurigscinrichlungen iit die Firma Tb. Brück, Dos Möbelfabrik, Gießen, Ecke S ch l o ß g a i s e, B r a n d v l a tz u. K a n z l e i b e r a, lehr leisttinaS' sahig Beachten Sie deshalb vor Antaus die 19 Schauienller der Firma und deren Auöllellung, enthaltend komolette WobnungseiN' rrchtung, z. B.: Schtaiztmmer echt Eiche mit nußb. 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I., abends 8>/> Ubr. aus dem Brandvlat! am Turmbauic: Antreten der alten und neuen Mannschaften Versäumnisse werden gemätz Artikel 13 der Landes- feuerlöschordnung und nach 8 368 Ziffer 8 des Reichtzstraf- gesetzbuches bestraft. Gieffen, am 20. Juni 1914. 73836 Der städtische Branddirektor: Brau bach. RdtauranfSuemannshuim Inh.: Johann Stcincrö :: Walltorstratze 46 Sonntag, den 21. Jnni: [04908 8rsßks Ksiizcrt Der rmnänifdien Küiistler-Kartellc EtntritHrell mit sämtlichen Instrumenten. Rlutrttt krel I Staufenberg*. Sonntag, den 21. und Montag, den 22. Juni 3»-jäHriges Stiftungdfest verbunden mit einem 7331 volkstümlichen SertiinflB’Sinp uttD Fahmiveihe Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Selbst frisch geschlachtet. Es ladet freundlichst ein Der Festwirt: Ludwig Zcche^V. IßiMtnip - im Cftcnb ountaa.2l.Juni 04980 Schläfer. Sommcrfcst mit |sL ra SowtM, Den^l.guni pr Pulvcrmülilt. (Sintritt frei. 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Ein heiter pikantes Flimmerspiel in 4 Akten. Die Altonaer Nachrichten schreiben über dieses sensationelle Lustspiel: 7381a Man kann nie zween Herrn dienen. Man kann nicht der Geliebten dienen und seiner zukünftigen Ehehälfte. Das ist so ungefähr der Sinn des jüngsten Path^schlagers. einer köstlichen vier- aktisren Komödie „Der Bräutigam in Nöten“. Alle die Schwierigkeiten, die der arme Mister Angfeld durchzumachen hat, ehe er in den heiligen Stand der Ehe — reintreten kann, aufzuzählen, das würde ein Buch füllen. Dieser Film wird allen Ansprüchen des modernen Publikums gerecht. Ein klein wenig Pikanterie mischt sich mit allen Arten des Witzes, von der tollen Groteske bis zu dem feinsten humoristischen Spiel. Die außerordentliche Eleganz der Ausstattung verbindet sich mit der Schönheit der Bilder zu einem reinen Genuß für das Auge, während eben die Handlung alle Sinne fesselt, zugleich spannt und zum Lachen reizt. 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