m« 140 Der Sittzrnrr Anzeiger erscheint tägkch, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzrnerLamitiochtäUer; zweuuat wöchentUirek- dlattfürda, «reis Sichen i Trenslog «vdFrett aa ); jrottraal motnrtt. Qwö- wirlschafittchr Scitfragen Ferusprech - Anschlüsse: lür dis Redaktion US, Verlag ». Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «jeAe». t muchmr von Anzetgr, iür die Tagesmnnmer dir vormittags S Uhr. Erstes Blatt 164- Jahrgang Donnerstag. 18. Juni 1914 General-Anzeiger für Oberhessen 8otaki»llsör«k mrt Verlag der Srühi'sche« U«io.-V»ch- und 8teindrune Fülle van Gedanken und Gefühlen zeichnen seine Werke aus Groß war sein Slossgebict. Eingehende histonlche Studien, große Reisen und sinn llmgang mik^geistig hervorragenden Männern wie Arndt, Rückcrt. Gustav Schwab, Vnrkcr, Lenau, Anastasius Grün, hatten seinen Gesichtskreis geweitet. Das Christentum, die Vaterland,lchc Geschichte und die Natur sind die drei großen Quellen seiner Poesie. Von seinen geistlichen csiedern sind mehrere in die vrotestantischen Gesangbücher Uber- gegangen Bon seinen weltlichen Gedichten, unter denen sich schwache GeleaenbcitSdichnmgcn zu bestimmten fcultrficit Tagen und auch sonst viel Mittelaul bcsindei, Hai er in der Zeit innerer religiöser Kämpfe zwei dicke Bände in der Handschrift verbrannt, „geopfert', WIC Bon seinen historischen poetischen Arbeiten seien erwähnt: Hvbenstaincn, ein Zyklus von Liedern und Gesängen" l 1839« und "Lieder der Vorwelt" (1862h in denen er die Künst und die Taten des Heidentums besingt. .... , - . - . -eine bedeutende Tätigkeit «4s vymnologe ,and ihren Nieder- s Maa in dem „Evangelischen Liederschatz für Kirche und Haus" und der Herausgabe von Gottiried Arnolds und Zrnzcn- ßorks geistlichen Liedern und den österreichischen Efulantenttedcrn dem 50jährigen Krieg, knapv war auch de r A e rau sgeber des Zimten Taschenbuchs positiver Thcolvgre „Ehnkatexpc . . Knapp, der am Ende seines Lebens halb erblindete, war dreimal verheiratet: Mit Christiane v. Beulwitz in erster Ehe, nach ihrem Tode mit Amalie Geiger und nach abermaliger Vcrwitwung mit Minette Lerche. Er halte eine große Schar von Kindern. — Geschichten vom „alten Tchado w". In Berlin vor hundert Jahren war der „alte Schadow", tvie man den großen Bildhauer allgemein nannte, eine dm populärsten Gestalten: an sie erinnert ein soeben erschienenes Bändäscn der „Berliner Heimat- büchcr", „Jol^inn Gottiried Schadow, der Begründer der Berliner Bitdhaucrschulc und^ Vorkämpfer sür deutsche Hcimatkunst" von Otto .Hach. Ging schadow in seinem langen taschenreichen Rock, aus dem er ein buntkarriertes Taschentuch hervorzuziehen vilcgte, mit seiner Schirmmütze und in seinen riesigen Filzschuhen, seltener in kalbledernen Stieseln, in die er für die Ballen und Zehen große Locher geschnitten hatte, durch die Straßen, dann grüßte ihn jeder und er antwortete in scineni urwüchsigen Berliner Dialekt. Nicht anders bewegte er sich in der Akademie, deren Direktor cr 50 Jahre lang gewesen. Langsam schritt er durch die säte, blieb dann und wann bei einen, der zeichnenden Schüler stehen, und w:mi er zufrieden war, tlopstc er ihm Mit seiner inächtigen Hand auf den Kops und sagte: „Tel ir sut". Bei einem andern hicy es wieder: „Det iS nischl". Da müht sich ein dritter vergebens, den Umriß einer menschlichen Gestalt aus dem Papier festzuhattim. Der Mtc läßt ihn aufstehen, setzt sich aus seinen Schemel und meint: „Nu paß usi. Ick mach: det so." Dann nimmt er den Krerdesttit, macht mit fester »and Punkte hier und da aus dem Parier, und während er diese Punkte durch sicher gezogene Linien untereinander verbindet, brummt cr vor sich hin: „Tel bab ick von meinen Vater. Ter war'n z-chncider." Nicht nur „berlinisch" war der alte Schadow. sondern echt preußisch urdeutsch. Man hat sälschlicherweisc von ihm gesagt, er habe an den Vefreiungs- kriegen wenig Anteil gezeigt: aber bei der allgemeinen Erhebung trug auch cr sein -ocherslein aus dem Altar des Vatersandes bei und stistctc außer 80 Dukaten seine in Ron, so schiver crrmigenc große goldene Medaille zun, Einschmelzen Auch cr trug im Berliner Landsturm Säbel und Muskete und hat in prächtigen, schars- trefsendeu Spottbltdeni den Erbfeind Napoleon mit seinen Waisen bekämpst. Vaterländisch war auch seine voll einem gesunden Realismus getragene Kunst, und der ausgesprochene HeimatSsinn in seinen Werken lebt auch zu seiner Liebe zur Landschaft der Mark, für deren Schönheit cr eiutrat, als die damalige Kunst ihr Naturideal in der Ferne suchte. Ost wetterte cr gegen das „ewige Jtalienanalen". ,Lch bin nich io sehr vor Jlalien," meinte er drnyr wohl, ,Mi die Bööme gejalbcn mir nar schon iar nich. Immer diese Pinien und diese Pappeln, iln waS is denn am Ende damit? De eenen sehen aus wie ussgeklappic Regenschirme und die andern wie zugeklapptc." — Das Tageslicht-Kino. Eine interessante neue Erfindung aus dem Gebiete der Kinematogravhie hat nach einem Berichte der „Agenzia zotefani" ein Engländer gemacht und damit die Verwendung kincmatogravhischer Films im Dienste des wissenschaftlichen Studiums und Unterrichtes weientlich erleichtert und vervollkomninet. Es handelt sich um eine Vorrichtung, die es ermöglicht, den Film bei Hellem Tageslicht zu projizieren. Bisher war cs bei den Filmnorführmigen notwendig, verdunkelte Räume zu wählen, um die Photographien auf der Leinwand mit wünschenswerter Dcutlickikeit sichtbar werden zu lassen. Das hat mancherlei Nachteile, weil der Sehkrast damit erhöhte Anstrengungen auferlegt werden. Dazu kommt, daß Studenten und Lernende, die wiiscnichastliche Filmvorführungen versolgen, nicht imstande sind, sich während des Vortrages oder der Vorführung im Dunklen Notizen zu machen. Bei der neuen Methode wird cs möglich, den flilni im hellsten Tageslicht norznlühren. Die Entdeckung besteht in einer neuen Projcltionssläche, die nicht wie bisher aus weißem, von einem Holzrahmcn eingefaßten Tuche besteht, sondern in einem vergamentartigen Stoffe, der unoerbrcnnbar ist und das Liche IN hohem Maße auisaugt. Der Proiektionoavparat wird hierbei nicht vor der Projektianssjächc, sondern hinter ihr ausgestellt. Die in Birmingham mit dem neuen Verfahren unternommenen Versuche haben aufcrordentsich günstige Ergebnisse gezcisigt. In London haben drei große Kincinatogravhenthealer di: neue Methode für die Tagesvorstellungen eingeführt. Man bedarf dazu weder der Anschaffung neuer Apparate noch cincs stärkeren Scheinwerfers. — T i c Eisenbahn auf Island. Ter vielerörterte Plan der Isländer, ihre Insel um einen Schienenürang zu bereichen', ist nunmehr gesichert, der Altbing hat die Eisenbahn- Vorlage angenommen, und in nicht allzu ferner Zeit wird zwischen Islands Gletschern mid heißen Quellen das Dampfroß seinen Weg ziehen. Die Eisenbahn nimmt ihren Ausgang von der Hauptstadt Reikjavik und führt nach Thorssaa, von wo aus die eine Strecke zu den Geisern, die andere nach Orbak weitcrqeht. Die «Gesantt- strccke crrcucht annähernd hundert Kilometer, di: Kosten sind aut rund vier Millionen Mark veranschlagt, .'deute lind Handel und Verkehr in senen Gegenden noch auf höckift primitive Belörderungs» mittel migewiesen. Tie Reisenden bedienen sich der Reittiere, Güter wterden durch Karren befördert, die Straßen sind vielfach schlecht und oft durch -prurzbache gcjahrdct. Vas mexikanische Problem. Niagara Falls, 16 . Juni. (Reuter.) Die amerikanischen Delegierten der Friedenskonferenz find nach Buffalo gegangen, um mit den Vertretern des Generals Larranz« zu konferiere». Wie man erfährt, ermatten fic die Lifte von den Mexikanern zu erhalten, unter denen die Konstitutionallsten einen provisorischen Präsidenten zu wädlen bereit mären. NiagarasallS, 17. Juni. In der gestrigen Konteren; der amerikanischen Delegierten mit den Vertretern der Konstilutionalisten, die in Busallo staltsand, scheiterte d e r V e r s u ch . die R c b c l l e n in ll c b e r e i n st i ni in u n g mit den Zielen der P e i ni i t t l u n g s k o n s c r c n z zu bringen. Tie KonstitutionaliNen teilten den Amerikanern mit, sie seien nicht imstande, einem Waffenstillstände zuzustimmen und erklärten, nur ein hervorragender Mann aus ihren Reihen sei für sie als vrovisorischer Präsident annehmbar. Da die Delegierten H u c r l a s sich weigern, einen Rebellen als vroviiorischen Präsidenten anzunehmen, glauben alle an den PcrniittlungSvcrhandlungen Beteiligten, daß am Freitag die lebte Sitzung slattsinde. Tic Vermittler selbst haben alle Hoffnung auigcgcden, das Problem der inneren Lage Mexikos zu lösen. Der 6rohschiffa?)rtLVeg Berlin—Sttttin. Zu der Feier der Eröffnung de? Großschüsahrtswegs Berlin—Stettin batten sich u a. verschiedene Minister, die Öberpräsidcntcn von Brandenburg und Pommern, Reichstagspräsident Kaemps. eine Anzahl von Parlamentariern und Kommunalvertretern cingcsunden. Der Kaiser traf in Begleitung Z>es Prinzen August Wilhelm um 11 Uhr auf dem Festplatz ein. Minister von Breite n dach erinnerte in seiner Ansprache an die bisherige Fürsorge der Hohenzotlcrn für die Anlage und den Ausbau der Wasserstraßen und führte weiter aus: Tic Erkenntnis der Unzulänglichkeit iur den geivalrig gestiegenen Verkehr der Rcuzeit in der Reichsbauvtstadt, wie ihres weiten Hinterlandes, der Wunsch, den blühenden Osthofen Stettin in gesteigertem Maße zum Veriniltter d,e>es Verkehrs zu machen und gleichzeitig die Interessen der Lande)hu lur in den Provinzen Brandenburg und Pommern zu fördern. führte zur Erbauung dieses neuen SchiffahrtswegeZ in ive entlich vcllkoinmencrcr Ausgestaltung, mit weit größerer Schlei,scnanzah! und den Abmeilungen, die den Bedürfnissen des Verkehrs für lange Feit Rechnung tragen werden, gleichzeitig aber zum Ausbau der Oder bis Stettin. Unter dcs Kaisers lcbhaitcstcr Teilnahme und Förderung ist daS große Ver- kehrswcrk im Einvernehmen mit den maßgebenden Körverschajten und now Uebernahme der geiorderten Earanlien von Seiten der Städte Berlin und Stettin, sowie unter Veieitigung anderer Interessenten, besonders der Provinz Pommern und der Stadt Ebarlottcnburg vorbereitet und vollendet worden^ Seine Weihe vollzieht sich beute angesichts der vierstufigen schleuscnlrevve, des hervorragendsten Bauwerkes der neuen Wasserstraße, die dos Herz der Mark mit den Fluten der Ostsee kraitvoller als bisher verbinden wird angesichts des alten dem Verkehr verbleibenden Wasserweges des FinowkanalS und angesichts der blühenden Fluren des alten OderbruckvS. Wenn ich mir Eurer Majestät Ermächtigung dieser Tchiüahrtsstraße zwischen der Haupt- und Residenzstadt des Reiches und dem Oderstrom den Rainen Hohcnzollernkanal beilege, so geschieht dies aus Daiikborkeii und zur bleibenden Erinnerung an die iriedlichen Großtaten unseres Liigestammlc» geliebten Fürstenhauses, denen! iich dieses jüngste Werk des Verkehrs zum Segen unseres Prcußen- landes ruhmvoll anschließt. Die Rede des Ministers schloß mit einem dreifachen Hoch aus den Kaiser. — Hieraus gab der Minister die aus Anlaß der Kanaleräisnung verliehmen Auszeichnungen bekannt. Ter Kaiser dankte allen, die an dem Werk milgeholsen haben, und erklärte den „Hohenzollernkanal" für eröffnet. Nunmehr witrdcn die Pläne', Modelle und Zeichnungen vom Kanal und des Hebewerkes besichtigt, wozu von einem Re- gierungsvertrctcr Erläuterungen gegeben wurden. Hncran schloß sich die Vorstellung von Vertretern der beteiligten Körperschaften, insbesondere des Wasserstraßenbeirates Um 12 Uhr begab sich der Kaiser, gefolgt von der Festgescllschast, zur Schleuse 1, wo sic die Schisse bestiegen. Nachdem die Durchschleusung der Schleuse 2 erfolgt war, wurde mittels Durckschncidung einer vor der Schleuse ausgcspannten Schnur die Fahrlinie sreigegeben. Es erfolgte nunmehr die Wcitersahrt nach Eberswalde. Von hier erfolgte die Rückfahrt des Kaisers nach dem Reuen Palais. Das Wetter hat sich aufgeklärt. Veutscdr» Rsictz. Der Kaiser und Graf v. Schwerin-Läwitz. Vom Kaiser ist am Mittwoch morgen beim Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses, Grasen v. Schwerin-Läwitz, folgendes Telegramm eingcgangen: Seine Majestät haben mit großem Bedauern von der Erkrankung Eurer Er- zellenz gehört, ersuchen um Nachricht und lassen gute Besserung wünschen, v. Mutius, Fitigeladjutant vom Dienst. — Daraus erfolgte sofort folgende Antwort: Ties bewegt bitte ich. Seiner Majestät meinen alleruntertänigsten Tank für die allergnädigste Anteilnahme zu unterbreiten. Nachdem gestern eine geringiügige Besserung cingetreten ist, ist heute durch Hinzutritt von sehr schmerzhaften Nervenentzündungen mein Allgemeinbefinden schlechter, obgleich das Fieber zurückgegangcn ist. Ich bin aber in bester, zuverlässigster Behandlung von Geheimrat Körte und Sanitätsrat Kirchhofs. Graf v. Schwerin-Läwitz. — Auch von der Großherzogin Luise von Baden ist ein sehr herzliches Telegramm ei,-gegangen, ebenso von zahlreichen anderen Fürstlichkeiten, vom Reichskanzler und von fast samt- lichen Ministern und Staatssekretären. Das Telephon rst fast ununterbrochen in Bewegung. Der Ausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses zur Beratung des Äommunalabgaben- gejetzes hat eine Entschließung des Zentrums angenommen, rn welcher ein Gesetzentwurf gefordert wird, durch den eine Verbesserung des Warenhaussteuergesetzes, insbesondere hinsichtlich der Grundlage der Stcuerbemessung und ihrer Höhe sowie des Verwendungszweckes herbeigcsührt wird. Angenommen wurde auch ein Antrag, ivonach bei der Gemeindc- e i n k o m in c n st c u c r für die Gesellschaften mit beschränkter Haftpflicht ein gleicher Steuersatz wie für die physischen Steuerzahler in Krasi tritt. Auslaiiv. E i n n e ue s F a b r i kg c s c p i n d c r S ch w e i z. Der Ichwcizerische Nationalrat Hai einstimmig ein neues Fabrik- gesetz angenommen. Das Gesetz beruh! aus einem Kompromiß zwischen der Industrie und der Arbeiterschaft: es bringt den Zeh n stundentag, schränkt die Nacht- und Soiinlags- arbeit ein. verbietet diese sür Frauen und Zugendliche unter 18 Jahren, setzt das Mindcstaltcr sür Fabrikarbeiter auf 14 Jahre fest und gewährt einen Wöchncrinncnschutz bis zu acht Wochen. Der belgische Landwirtschasisingcnieur Tack, der von türkischen Räubern entführt worden war, ist nach einer Meldung auS Konstant-riopel wieder sreigc- lassen worden^ £)cer »»«iS Flotte. h Bad-Homburg v. d. H., 17. Juni. E r z h e r z o g Franz Ferdinand von Oesterreich nimmt als Gast des Kaisers an den Manövern teil und wird im hiesigen Schloß Wohnung nehmen. — Der König von Griechenland hat ebenfalls heute seine Teilnahme zugesagt. Er wohnt vom 14. bis 18. September beim Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen auf Schloß Friedrichshos bei Cronberg. An» Stadt und Land. Gießen, 18. Juni 1314. " Ta g e s ka l e n de r sür Donnerstag, 18. Jnni: Steins Garten: 2. Abonnements-Konzert der Militärkapelle. Abends 8X Uhr. Ge wer de-Ausstellung: Kuchenabend. " Pfarrpcrsonalien. Der GroßHerzog hat dem Pfarrer Julius Grauling zu Engelrod die zweite coangel. Psarrstelle zu Grünberg und dem Pfarrer Ferdinand Dörr zu Ossenheim die evangelische Psarrstelle zu Heuchelheim übertragen; den van den Sämtlichen Riedesel Freiherren zu Eiseu- bach, Ecbmarschallen zu Hessen, aus die evangelische Psarr- stelle zu Wallcnrod präsentierten Pfarrer Wilhelm Döll zu Freiensteinau, sowie den von den gleichen Patronen auf die evangelische Psarrstelle zu Stockhausen präsentierten Psarr- vermalter läo. Samuel Gengnagel zu Stockhausen sür diese Stellen bestätigt. ** Versetzung Auf Veriügung Großb. Ministerium der Finanzen wurde der Finanz-Aspirant Ludwig Höhn von Gießen mit Wirkung vom 18. ds. Mts. zur Großh. Kurdirektion nach Bad-Nauheim persctzt. "TieMaul-undKlaucnseuchcist ausgebrochcn aut dem Vietzhof zu Magdeburg. ** Anlagekonzert. Da die Regimentskapclle am Sonntag. 21. Juni, beurlaubt ist, so findet die Anlagemusik morgen Freitag, nachm. 6 Ilhr, statt (nur bei gutem Wetter). 1. Einzug der Gladiatoren. Marsch von I. Fucick. 2. Ouvertüre zur Operette „Tie schöne Galaths" von Fr. v. Suppe. 3. Fantasie aus der Over „Mignon" von A. Thomas. 4. Mein Regiment, Marsch von W. Löber. ** Alldeutscher Verband. Es wird uns geschrieben: Das Verhallen Rußlands ist in höchstem Grade beun- rubigcnd. Unter gleichzeitigem Druck aus Frankreichs Hcercs- rerstärkung fährt cs mit der Anhäufung von Truppen an seiner Westgrenze fort. Für seine Flotte hat die Tuma-Kom- mission 100 Millionen Rubel bereits bewilligt: weitere 600 Millionen Rubel sind beantragt: die Verstärkungen sollen bis 1917 durchgesührl sein. Aus den albanischen Wirren und den griechisch-türkischen Spannungen kann Rußland jederzeit die Flammen cmporschlagen lassen. Unter diesen Umständen erscheint cs erwünscht, einmal die russische Frage von einem Kenner Rußlands behandelt zu Horen, zumal uns Deutschen der Haß Rußlands gegen Deutschland ziemlich unverständlich ist: wir wollen nichts von ihm und begreifen nicht, was es von uns will. Der Vortrag des Herrn Dr. Hoving morgen Freitag in Steins Garten dürfte umso beachtenswerter sein, als der Vortragende von Geburt Schwede ist und in Newport lebt: von der Entfernung aus läßt sich im allgemeinen eine Lage noch klarer überblicken als aus der Nähe. ** Alice-Frauen-Bcrein. Unter dem Protektorate der Großherzogin finden im Laufe dieses Sommers in Bad-Nauheim drei bedeutsame künstlerische Veranstaltungen zum Besten des Altce-Frauenvercins (Darmstadt! statt. Tie erste dieser Veranstaltungen bringt bereits Mittwoch, den 2ä. Juni, nachmittags o Uhr, ein Konzert, dem Frau Elisabeth R o thw ell-W o l s f aus St. Paul in Amerika ,Gesang), .Herr Professor Heinrich Kiefer aus Berlin iCello' und das Minder st ein- Orchester ihre Mit- wirtung leihen werden. Diesem Konzert folgt am 15. Zuti eine Vorführung der Elisabeth Duncan-Schule (Darm- stadt), und den Beschluß macht am 22. September ein Vortragsabend von Irene Driesch (Berlin). Der Großher- zoa und die Großherzogin haben ihr Erscheinen bei sämtlichen drei Veranstaltungen in Bad-Nauheim in Aussicht gestellt. ** Gin Gicßener in den Alpen verunglückt. Aus Berchtesgaden. 17. Juni, erhalten wir folgendes Privattelegramm: Der 26jährige Friseur Ernst Kraft aus Gießen, der gestern abend vom Hohengöll abgestürzt war, ist heute vormittag durch eine Rettungsexpedition a l § Leiche aufgeiundcn worden. "Achtung, Schwindler! ES ist in letzter Zeit wiederholt im südlichen Teile der Stadt und zwar hauptsächlich in der Äilhclmstraße norgckommen, daß sich Leute unter dem Borwand, bei den Elektrizitätswerken beichäftigt zu sein und Arbeiten an den clekttischen Leitungen vorzunehmen hätten, Einlaß in die Häuser und einzelnen Wohnungen verschaffen wollten. ES handelt sich hierbei in Wirklichkeit um Personen, die es nur auf Diebstahl und sonstige strafbare Handlungen abgesehen haben. ES ist bei den bis jetzt bekannt gewordenen Fällen immer nur der Aufmerksamkeit der Hausbewohner zu danken, daß diese ihr Vorhaben nicht aussührem konnten. Es wird darauf aufmerksam gemach!, daß die bei den Elektrizitätswerken beschäftigten Leute mit Dienstmütze und Ausweiskarte versehen sind. Im eigensten Interesse wolle man deshalb auch nur den mit Dienstmütze und Ausweiskarte versehenen Leuten den Zutritt zur Wohnung gestatten. ** Einen großen Auflaus erregte ein Invalide in der Steinstraße durch gewaltiges Schreien und Drohen mit Totstechen. Es mußte polizeiliche Hilfe angerufen werden; der Ruhestörer hatte stundenlang die Hausbewohner und Nachbarn belästigt. ** Arbeitsjubiläum. Ter Werkmeister Kr ö ck von dem hiesigen Braunstein-Bergwerk beging heute den Tag, an dem er vor 25 Jahren ln das Geschäft cintrat. Dem Jubilar wurden zahlreiche Ehrungen zuteil. "KleineMittcilungen. In Frankfurt a. M. verbrühte sich in der elterlichen Wohnung ein junges Mädchen mit kochender Suvvc zu Tode. — Bei einem Einbruch in die Wohnung des Landwirts Schweitzer in Niedcr-Mörlcn erbeutete ein Dieb eine Geldtasche mit 15 Mk. — InBadHom - bürg ». d. H. erschoß sich am Schwanenteiche gestern abend der Arbeiter Heinrich Berger aus Fechenheim. Unmittelbar daraus stürzte sich eine Dame in den Teich. Sic wurde aber von zwei jungen Leuten gerettet. Landkreis Gießen. £ Stockhauscn, 17. Juni. An Blutvergiftung starb ein junger Landwirt im nahen Eichenau. Tie Vergiftung geschah durch eine Kratzwunde, die sich der Mann mit den Fingernägeln zusügte. a Trais-Horloss, 18. Juni. Die Baggerarbeiten ans der Grube .Friedrich', auSgesühtt von der Baggergejell- schast Bendorss & (Jo., sind eingestellt worden, da die pirma den Konkurs angemeldet hat. Schon über zwei Jahre hatte sie den Betrieb hier eröffnet und es hätte immer noch geraume Zeit bedurft, bis man Kahlen erreichte. B illingen, 16. Juni. Am Sonntag, 14. Juni, besuchte der hiesige Turnverein zum erstenmal ein Turnfest und. zwar das Bczirksfest des 3. Bezirks in Gedern. Dävci errang der lungc Verein unter der talkrästigcn Leitung des Lehrers Walldorf drei Preise: Lehrer Walldors den 5. Preis in der Oberstufe, Heinrich Jung den 14. Preis und Heinrich L e s ch h o r n den 22. Preis in der Mittelstufe. Kreis Büdingen, h. Büdingen, 16. Juni. Das zweijährige Söhnchen des EisenbahnschassnerS S o s s e n r o t b riß einen Topi kochender Linsensuppe vom Tische und verbrühte iich dabei derart, daß cs verstarb. Auch des Kleinen Mutter erlitt bei dem Unsalt schwere Brandwunden. Kreis AlSfcld. £ Alsfeld, 17. Juni. Di- Ober hessische Kornhails- genossenschast beschloß in einer stark besucknev Versammlung, dem von der Bahnbehärdc vorgesehenen neuen Platz tut das KornhauS nicht zuzustimme», da das Gelände dem Gcickütttsbelrieb des Kornhauses ungünstig sei. Es wurde ein Ausschuß bestimmt, der mit der Eisenbahnbehördc weiter vcibandeln soll. Ter Abbruch des bisherigen K'ornhaujcs und die Errichtung cmeS Neubaues ist infolge des Bähnhofsumbaues notwendig. — Aus de», Oh,»tat, 17. Juni. Eine bisher i» unseren Dorsschalten nicht gekannte Jnjeltenvlage tritt in diesem Sommer ans, es sind die Schnaken. Ata» kannte d,e Insekte» hier kaum, jetzt treten sie überall aus. Kreis Schotten. £ Aus dem Bogelsbcrg. 17. Juni. Die jüngsten: Wolkenbrüchc haben dem Landwirt deunicki den Nutzen der Hecke al§ Schutzmittel gegen das Wegschwemmen der Ackererde und das Durchbrechen der Raine vor die Augen geführt. Während an den Bcrgabhängcn die Ackerkrume weggeschwemmt, die Raine svrtgesckiwcmmt wurden, wo kein Heckenbestand war, zeigte sich bei einem solchen kein Rainbruch und kein Abflicßen der Ackererde. Die Hecke zeigt sich da durch ihr Flcchtwcrk unter und über dem Boden als das beste, natürliche Schutzmittel gegen Wasserschäden. Hoffentlich tut diese umso sinnfällig gewordene Tatsache dem Ausrotten der Hecke einigen Einhalt. tz. Sichenhausen. 17. Juni. Eine unüberlegte, aber doch rohe Tierguälerci brachte einem Feldschütz großen Schaden. Er kam beute in berauschtem Zustand: in seinen Lttatl, und gewahtte ein leerer Gesuch, das eine Kühe hinausgestoßcn hatte. Er geriet hierüber dermaßen in Zorn, daß er eine Säge nahm und der Kuh ein Horn abzuschneidcn begann. Tabai hatte er jedoch zu weit hinten angesetzt, jo daß sich Blut einstclttc. In ihren großen Schmerzen sing die Kuh nun an zu schreien, wodurch der im selben Stalle befindliche Bogelsbcrger Bulle in Wut geriet. Ter Fcldschütz wollte auch diesem in ähnlicher Weise abheisen, aber hier kam e4 ihm teuer zu stehen. Ter Ochs schleuderte ihn dermaßen wider die steinerne Krippe. daß ihm bcioe Knie sehr schwer verletzt wurden und ärztliche feilte in Anspruch nehmen mußte. r. La ubach. 16. Juni. Am 14., 15. und 16. Juni wurde das diesjährige Aus schuß fest, das schon seit der Mitte des 16. Jahrhunderts alljährlich geleiert wird, aui der mit Linden bepslanzien „Helte" abgchalten. Den Mittelpunkt des Festes bildet immer das am 2. Tage abgcbaltcne schießen der zur Ausschiißgesellichait gehörenden Bürger Laubachs und deren Söhne, die daS 18. Lebensjahr zurückgelegt haben. Von altersher stiftet das Gräfliche Haus zu dem Feste einen Hammel .und Stofs zu einem Kleid. Außerdem wurde» noch weitere 22 Gegenstände teil? gestiftet, teils von dem Vorstand der Ausschußgesellschaft angeiauil. Da« Schießen begann nach dem.Festzug um 11 Uhr und währte bis zum Abend. Tie drei ersten Preise errangen Ho'gärrner B u ch b o l z. Metzger G. Siegfried und Kaufmann Justus, denen der Hammel, Stosi zn einem Kleid und ein« silberne Uhr überreicht wurden. Tic sehr beifällig ausgenonrmcne Festrede hielt der diesjährige Hauvtmann Spengler Döll. Er endete mit einem Hoch au, das Grästiche Haus, worauf Gral Wilhelm zu Solms-Laubach de» Tank der Familie aussvrach und mit einem Hoch aui Die Stadt Laubach schloß. Der letzte Festtag, an dem morgens ein gut befahrener Bichmarkt stattsand, sollte, wie immer, der Volksbelustigung dienen. Bei dieser mußten die beabsichiigten Spiele uiw. des anhaltenden Rcgenweticrs ivcgcn aussallen. Äuck, am 1. Festtag wurden die Teilnehmer durch ein sehr beitigeS, eine stunde anhaltendes Gewitter, oerbundeir mit tzagelschlag, zerstreut. - Kreis Friedberg. (1‘ Fricdberg, Il^Juni. Ein neues Amtsgerichts- und Finanzamtsgebäude wird hier erbaut, da sich das bisherige Gebäude auf der Kaiserstraßc alS zu eng erwiesen hat. Hessen-Nassau. h. Frankfurt a. M., 17. Juni. Nach dem Genuß srischeu Blutwurst erkrankte vor einigen Tagen di- Famllie des Tag- löbners Volk im Stadtteil Bockenheim Trotz aller angewandten Gegemnittcl sind bereits die beiden drei- und icchsiährigen Söhne gestorben. Die Mutter und ein andere; Kind benndcn sich noch im Krankcnhauic. wo sie schwer darniederliegen. Ein kleines Kind und der Vater, di: nichts von der Wurst aßen, blieben gesund — Ein 22iährigcr Bankbeamter aus Marburg, der im letzten Jahre für den Militärdienst ausgeboben wurde, hat sich in dieser Nacht aus Furcht vor der Dienstzeit erschossen. st Frankfurt a.M.. 16. Juni. Der Schneider Breuel aus Schlitz hat sich aus seiner Wohnung entfernt. Zurück- gelassenen Briefen zufolge hat er sich krankheitshalber ein Leid angetan. X Hanau, 17. Juni. Die Stadt Hanau bringt als W c hr- h e i t r a g die Summe von 1 166 106 Mk. aus. der Landkreis Hanau l 243142 Mark. Im Landkreise Hanau bringt die 8500 Einwohner zählende Landgemeinde Fechenheim, die allein 756 000 Mark als Wcbrbeitrag ausbeingt, aber auch leistungsfähige industrielle Betriebe in ihrer Gemarkung auszuwcisen hat. io daS große chemische Werk Cassella u. Eo , G. m. beichr. tzastpilicht. m. Trcnsa. 17. Juni. Heute mittag um >/x12 Uhr wurde aus hiesigem Bahnho, der Stationsarbeiter Beil aus Dittershausen von einem aus Kassel kommenden Postzuge übersahren. Der Bedauernswerte erlitt so schwere Verletzungen, daß er aus der Stelle starb. Er war verheiratet und Vater mehrerer schon erwachsener Kinder. -j- Eschwege a. d. Werra, 16. Jnni. In dem benachbarten Dorfe Nesselröden wollte heute der Bauunternehmer Borchhardt in einer Gastwirtschaft den Gästen seinen Revolver zeigen. Plötzlich entlud sich die Waffe und das Geschoß drang Borchhardt in den Kopf. Der Tod trat sofort ein. Unwetter. V. Alsfeld, 17. Juni. Schweres Unwetter aind Ueberschwcmmung. Gestern nachmittag wurde unjerc Stadt und Umgeaend von einem, bisher alle anderen Gewitter übcr- trcssende», schweren Detter hcimgcsucht. Das Unwetter sing gegen 3 Uhr an. dauerte den ganzen Nachmittag durch und richtete un- crmeßlichcn Schaden an. Der Regen ging mit Hagel begleitet wolkcnbruchartig nieder. Tie Bahnboistraße war > .• Meter hoch mit Wasser angesüllt und nicht passierbar.. Der Bahnkörper war insolgc Durchbruch des LicdcnbachbetteS vollständig überschwemmt: die Wagen der Eisenbahn standen bis an die Puffer im Wasser. DaS abstießende Wasser nahm sich seinen Laut in der angrenzenden Straße und stillte Keller und Gänge. In dem »euerbauten Hotel „Zum alten BrauliauS" stand das Wasser bis zu 1,50 Meter in der Küche. Kur^ nach 4>/, Uhr wurde unsere Feuerwehr nach dem benachbarten Schwabenrod gerufen. Tort war daS Sll>- wcsen des Wirte« Scheuer durch Blitzstrahl in Flammen gesetzt worden: cz wurde vollständig cingeäicheri. I» der Stadt selbst wurde durch Blitzstrabl, außer verschiedenen Zerstörungeii von Bäumen und elektttschen Lichtleitungen, kein größerer Schaden angerichtet. (SH) Alsfeld. 15. Juni. Hier schlug ein Blitz tu den Stall der (ogeitannies ,LiiseZ>ütte" uni, teSeS* 5 W && (W Laut erb och, 16. Juni Sin schreckliches Gewitter iil>«r* M>9 beute unsere 3 tai>t Qj hagelte, baß sämtliche Ernkeauiiübten werbet sein dur't'n Ter Hagel lag weiß wie Schnee auk den »Straßen. Tie Woiscrmengcn schassen durch Graden und Bäche und nahmen große Mengen Ackererde mit, To baß viele Aecker leer sein dürsten. — Eichelsdorf, 17» Juni. Hier und in der ganzen weiteren Umgebung tobten gestern nachmittag surchtbarc Gewitter und richteten auf den Feldern und in den Gärten große Verheerungen an. zwischen hier und Raiurod ging ein mehrstündiger wolkenbruch- artiqer Regen nieder, die Basserinassen verwmrdelten rasch das ganze Wiesental zwischen Unter-Schmitten unb Nidda in einen strichen Zec. Deute noch sind bie Wiesen strödteniccks überschwemmt. 2er Blitz schlug in einen Stall der Bruchmüdlc bei Uneer-Schmitten und tötete ein Rind. Auch im Niddcrtal hausten mehrere Gewitter. Tie Vahnzügc mußten bei Lißberq und Stockheim einige Zeit Kalten und Tonnten nur sehr langsam wciterkommcn, da der Bahn- körver überschwemmt war. Die ganze Gemarkung von Stockholm südlich der Bahn Gießen-Gelnhausen war in einen liefen Lee verwandelt. Bei Effolderbach wurden zwei Leute beim Kartosselhacken «om Dliß getroffen und betäubt. tm) AusKnrhcsscn, 17. Juni. Gestern nachmittag wurde der größte Teil Kurhessens von einem schweren Gewitter heim- gesucht, In Binsförth erschlug der Blitz zwei i t o I i c it i* s Ä s Arbeiter. Ein weiterer Blitzstrahl suhr in das Stationsgebäude in B a u m b a ch , ein Kind des Dorstehers wurde erschlagen. während ei» anderes betäubt wurde. Tie Fluren wur- dcn von schwerem .hagelschlag getroffen. Auch das Psicsetal ist schwer heimgelucht und teilweise überschwemmt. Zum Teil wurde das irisch oemachlc Heu sorlgeschwemmi. In Oberaula brannte snsolqe Blitzschlag Haus und Nebengebäude des Landwirts Willhard ab: auch in Willingshain und Schwarzenborn zündete der Blitz. In Obermeiser bramue das Anwesen des Schubmochers Himmelmann auch durch Blitzschlag ab. Ter Schaden ist unberechenbar. — Eschwege a. d Werra, 16. Juni. In dem mittleren Werratalc und dem angrenzenden Eichsiclde gingen gestern in sväter Abendstunde außerordentlich starke Gewitter nieder, die m,t heftigen elektrischen Entladungen. Sturm und .Hage Ischl ag verbunden waren. Ter ,n den Fluren ongerichletc Schaden ist groß: B r ü k» ken wurden sortgeschwcmmt und die Straßen ausgeriilen. In dem Tvrsc Rcichcniach scn bei Eickiwege, wo gerade das Kriegerverbandsscsl ktS Kreises Eichene ge geschert wurde, überfluteten die Wassevinengen den Festplatz und der orkanartig» Sturm ritz die Tacher der Zelte zusammen. Leider bat das Unwetter auch Menschenleben gefordert. In der Nähe von Geist u n ge n a d. Werra wurde der Arbeiter Winrer mit Frau und Kind aus dem Felde von dem Gewitter überrascht und suchte im Walde Sebutz Alle drei wurden von einem Blitzstrahl getroffen, der 40sährigc Mann war sofort tot, während die Frau und das Kind sch io er betäubt wurden. Sic schweben „och in Lebensgefahr Ferner wurde zu derselben Zeit chn I3jahriges Schulmädchen aus dem benachbarteil Torfe K ü l l - stcdt dlirch chncn Blitzstrahl getötet. Das Kind war mit seiner Schwcstcr aus dem Felde mit Futter holen beschäftigt Auf dem Nachhausewege bemerkte es, daß eine Sichel zurückgeblieben, war. Es lies zurück, um diese zu holen und wurde unterwegs von dem tödlichen Blitzstrahl getroffen. vtreinrnachrichten. •• Der Verein ehe m. 13er Husaren Mainz begeht am 20, unb 2>. d. M. daS Fest seiner Siandarlenleier, Mit dieser Feier ist ein Gcneralavvell der ebeiii. Angehörige» des 2!cg> iiients verbuiideii. Tie Ortsgruppe Gießen, ivelche grüßleuieils dein Kavallerteverein Gießen angehört, wird mit der Standarte dl« Kavallerievercins an der Feier Icilnchnien und in dessen Namen einen goldenen Standartennagel ftem dortigen Verein überreichen. tt LangSdorl, Io. Juni. Bei de», gestrige» Bezirks-Turn- test in Gedern erhielt der hiesige Turnverein bei dem Emzel- turnen vier Preise und lei dem Rieqenturnen der Zöglings,iege den 2. und der aftiuc» Riege den 6. Preis» z, Nidda, 15, Juni. Ter Gesangverein Sänqcr- kranz feierte am 13, 14. und 15. Juni sein 75jährlges Jubiläum, verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne — der dritten — und einem großen vaterländischen Geiangswcttstreit. Es war dos ein Fest nicht nur des Vereins, iotchern der ganze,, Stadt Großes war geleistet in den Vorbereitungen — bis ms einzelne war alles durchgearbeitet. Samstag nachmittag begann die Feier. Aui dem Friedhöfe tmirdcn Kränze niebrrgeleg! an den Gräbern srühcrcr Tirigente» und Itervorroaender Vereinsleitern Am Abend sand ein großer Kommers aus dem Festptotz statt, der schon von zahlreichen auSwäriigcn Vereine» gut besucht war. Eine Reihe schöner Geschenke wurden dem Jubelvcrein überreicht. Ter Haupttag war der Sonntag. Nach dem großen Wecken sang der Gesangverein in Begleitung der Militärkapelle ..Wir treten zum Beten", Um 10 Uhr begann das Wettsingen der 27 Vereine in 2 Sälen. Es dehnte sich aus bis 2’ I Uhr. Leider batte der .Himmel kein Einsehen. Es regnete am Nachmittag. Trotzdem konnte der Festzug mit ewiger Versvötung durch die schön geschmückten Straßen vor sich gehen. Nach den Festreden wurde dem Verein eine Reihe von Ehrungen zuierl, u. a. vom Großherzog, der eine Fahnenschleifc überreichen ließ. Außerdem wurde noch eine große Anzahl von Geschenken überreicht. Am Abend wurde die Preisvcrteüung vorgenomme». Auch die Feier om Montag hatte sehr unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Ter Verein kann aber wobl trotzdem mit dem Verlaus und dem Ergebnis des Festes in jeder Beziebung zusrseden sein. Es hat dem Verein gezeigt, welche Svmpathicn er in weiten Kreisen der Bevölkerung besitzt, und tbm einen neuen Ansporn gegeben, seinen ibealen Ausgaben auch iürderhin nachzustrcben. Tas W e t t - singen hatte iolgertdes Ergebnis: I. Stadtklasse: 1 Preis und Ehrenpreis: Männerauartctt Neu-Isenburg, 261 Punkte: 2. Preis Sänqerlusi Eckcnhkim, 253 P. II. Stadt- klasse: 1. Pr. und Ehrenpreis: Heiterkeit Gießen, 234t! P,; 7 Pt Sängerchdr des Turnvereins Fechenheim, 214 P: 3. Pr. Li'derkranz Hungen. l?4 P III. Stabtklassc: l Pr vvd Ehrenpreis: Taab'echs Mannerauariett Lsienbach, 251 P.: 2. Pr. Fricdbcrgcr Toppelguartcli, 244 P : 3. Pr. Licdcrlianz Boni- heim. 239>, P : 4. Pr. Tvnblüte Frankiurt a R. 23" P : 5. Pr. Liederblütc Wiesbaden, 224 l i P.: 6 Pr, Eintracht Butzbach, 204'P, I. L a n d k l a s i c: I. Pr. Harmonie Großcn-Linden, 223> - P.: 2. Pr. und Ehrenpreis Eintracht Klein-Linden, 213' , P. II Landllai sc: l. Pr. und Ehrenpreis Germania Watzenborn, 227 P.: 2. Pr Einheit Allendon a. d. Lahn, 220' P.: 3. Pr. Germania Lollar. 220 P.; 4 Pr. Frohsinn Nieder-Wöllstaot, 204 P.: 5. Pr. Germania Freiendiez, 204 P.: 6. Pr. Eonkoroio holzhauscn, 199>: P : 7. Pr Sangerlranz Grünberg, 144 P. I. Klasse noch nicht preisgekrönter Vereine: I. Pr. und Ehrenpreis Germania Sternbach, 194 P.: 2. Pr Eintracht Eichelsdorf, 196 P.: 3. Pr. Mannergesangverein Köddingen, 190 P. IO ,K l a s s e n o ch n i ch i v r c i s g c k r ö n t e rV e r c i n e: l. Pr. Frobiinn Steinhenn, 146 P : 2. Pr. und .Ehrenpreis Mannergesangverein Oberschmitten 143 P : 3. Pr. Frohsinn Okarben, 190 P.; 4. Pr Gcsangsabteüung des Turnvcreins Wöliershcim, 177 P. Im hauptehrcnsingen gewann von den Städteklassen de» Großherzogsvrcis Taodiche? Mannerauariett Osicnbach mit 123 Punkten. Bon den vreisgekrönien Landklassen errang Harmonie Großen-Llnden den 2. hauvtehrcnvreis mit 115 Punkten, von den noch nicht preisgekrönten Landklassen belam Germania Steinbach den Ehrenpreis der Stadt Nidda mit 105 P. ttntocrfUäts»nacf?riditen. — Tr. Cito Anselmino, Privatdozent iiir Dbarmnjeitifcfif Chemie und Cberajfiftent am pharmajeutiidjen Institut her Universität Berlin, wurde zum ReflierungSrat und Mitglied dc4 Kaiser!. GesnndbeitSarnts in Berlin ernannt. — Die Univer'ität S t r a h b n r g weist in, laufenden Cammer» balbjahr eine ®e!amlfr€quenj von 2053 Hörern aui. Davon sind 1959 immatrikulierte Studierende und 94 Hospitanle: und Hospitanttnnen. — vr. wed. Heinrich Herzog. Privatdozent und Assistent an der otialrischen Poliklinik der Universität AUinchen, wurde sum aii5erorbent(idien Professor der Cto- und Laryngologie an der Uni» versilät I n n S b r u ck ali Nachfolger des verstorbenen Professors D. Jnffmger berufen. vie Untersuchung über den Untergang der Lmpreh of Lreland. Ouebeck, 16, Juni, heute srüh begann hier unter dem. Vorsitz des Lords Merlen die Verhandlung des Untersuch,»,äs Ausschusscs über den Untergang der „Empreß os Jreland". Tic Besitzer der „Storest ad" reichten folgende schristlickn Erklärung ein: _ Tic „Storestad" suhr mit einer Geschwindigkeit von 6 Knoten, als die Mastlichter der „Empreß" in einer Enkiernung von 6 bis 7 Knote» gesichtet wurden. 6 Mtnuten sab man aus der „Empreß" ihr grüne« Licht und bemerkte, daß sic ihren Kur« änderte, sie zeigte da« rote und grüne Licht zusammen. Tsnn verschwand do- grüne Licht und das rare Licht blieb allein sichtbar Nach 3 Ins 4 Minuten büllte Nebel da« Schiff ein, doch war das rote Licht noch immer zu sehen, hieraus gab die „Empreß" ein Signal, wir antworteten und verringerten unsere Geichwindigkett Tn» Steuerrad wurde weiter schart umgeleai, doch gehorchte da« Schiff wicht mehr, Um die Manövrierläbigkeii nicht vollständig ZN verlieren, .erging in den Maichinenramn der Befehl, langsam weiter zu sabren. Ter Steuermann lseßictztdenKobi- r ä n g u s d i e B r ü ck c r u s e » , s a g t c > l> m a d c r n , ch I « v o n der „Empreß", Ais der Kapitän aus Teck kam und die Mast lichter der „Empreß" sah. ließ er sosort mit voller Geschwindigkeit rückwärts s a h r e n. Tic Schiffe waren letzt 600 Fuß von einander entscrni. Tann erschien das grüne Licht der „Empreß" und drei Minuten später stießen die Schisse zusammen. Ter Kapitän hörte einen R u s von der „Empreß", er möge vorwärts sahrcn und gab den cntsvrechendcn Befehl, doch konnte er de» Bug des „Storestad" Nicht IN der Leffnung der „Enibreß" halten. Tie „Storestad" schwenkte herum, bis sic v g r a ! l e 1 m > t der „Emprc ß" lag: denn der Kapttän fürchtete, sein Schiss würde aus der Backbordseitc von der Steuerbordserte der „Empreß" getroffen werden. Es mußte einen völligen Kreis beschreiben und inzwischen war die „Empreß" gesunken. Auf die hilscrusc kam er vorsichtig näher und ließ vier Boote herab, die einige hundert Menschen retteten, Kapitän Kendall gab dann seine Erklärung von dem Zu sammenstoß. Nach ihm sand dieser um l Uhr 55, nach dem Bericht der „Storestad" um 2 Uhr 07 östlicher Zeit statt. Vor dem Ausschuß erklärte der erste Ossizier des „Storestad", Alircd Juslenes, daß der „Storestad", nachdem er die „Empreß v> Jreland" gesichtet habe, seinen Kurs nicht geärrdert habe, wie dies Kapitän Kendall behauptet. Im Gegen- teil, die „Empreß 01 Jreland" sei getroffen worden, weil sie am Bug des „Storestad" vorbcifohren wollte. vermischte». - Tic Erdein st Lrze in Poris. Ter Pariser Abgeord- netc Binder teilte dem französischen Minister der össentlich-n Arbeiten mit, daß er ihn über die durch die Erdcurstürze verursachten Unglückssälle, sowie über die Maßnabmcn betrogen werbe, welche die Behörde zu crgreffen gedenke, um in Zukunft derartige Borkommnisle hintanzubolten, welche die Pariser Bevölkerung mit begründeter Bestürzung erfüllt batten. Bisher wurden sechs Leichen von Verunglückten zutage gefördert. Nach den der Polizei zugekommencn Meldungen werden sechs Personen vermißt, von denen man bcsürchtel, daß sic bei den Erdeinstürzcn dg« Leben eingebüßt baden. Unter ihnen besindet sich auch der 55 Jahre alte Rentner Emile Kallmamr, ein 'Angehöriger der bekannten Bankier samilie. — Tie Besitzer der durch die Erdcinstürzc gcsährdeicn Häuser haben die Absicht, gegen die Stadt Paris eine» Schaden- cvsatzprozeß anzustrcngcn. , , ' TnmvIerzus a IN m c n st o ß i IN A e r IN e l k a n a I. Nach einer L ogd-Meldung ist ter deutsche Dampser .Kaiser W i l h e l in II." im Aeruielkaual mit dein englischenDampfer .Oiictmote' zisanttneugesloßen. Ter englische Dampser ivnrdc aui B o r d e r t e i l s ch m e r beschädigt, .Kaiser Wilhelm I!" >»hr von Southamploii nach New Bork. Ter Zusammen» noß >»»d im dichten 'Nebel statt. Der deutsche Dampser ist sosort nach Southampton zurückgelehrt. Kleine Eagerchronik. In Roland «eck wurde am 17. d». Mts , am Geburtstage de« TicknerS, ein Denkmal von Ferdinand Freiligrath mit einer stinimungsvollen Feier cingewciht. Zu dem Denkmal war am 17. Juni 1910, dem 100, Gebunstagc de« Dichters, der Grundstein gelegt worden. Au« K ö n i g s w » st c r b a u > e n: In Zernsdorf schlug am Dienstag abend ein Blitzstrahl in ein Lokal, in welckwm gerade eine Schule aus Fricdrichshagen eingckchrt war. Mehrere Kinder wurden betäubt und z» Boden geschleudert, eine Frau erlangte erst nach drei Stunden da« Bewußtsei» wieder. Der Blitz richtete im Hause größeren Säwden an, ol; ne lcdoch zu zünden. Tee E r V r e st z » g von W v r c e st c r ist am Mittwoch vormittag in eine» »on Reading nach Paddington gebenden Lokalzug austcrhalb der Station Reading hinciiigcsahren. Beide Lokomotiven sind entgleist. Der Lolomolioiübrcr und der Heizer des Lolal- zuges lvurdeil schwer verletzt aus den Trümmern heroorgerogcn. Tie Rentiere hast aus Maricnlverdcr, nwlche Ideen Ehemann vergiitei halte, indem sie ihm in eine Klovsspeiie Plwevhar mengte, um ihren Liebhaber heirate» zu können, würbe am Mittwoch >m Graudenzcr Gerichtsgcsängnl« hi» gerichtet. Die 41 lJoIre alle Witwe Magdalene Wenbcl und ^er 39 Jol re alte Taglöhner Wirth au« Hagenau, die am 5, Dezember lvegr» G i s l m o r d c « , begangen au dem Eb'inann Wandel, Zinn Tode verurteilt worden waren, sind Mittwoch früh 6 Ilhr in Strasburg von dem Scharsrichttr Silchcr aus Stuttgart hin- g eri ch t M worden. , 1 In Solz bei Bebra wurde gestern abend der 20 jährige Schreiner Schmauch aus dem Felde vom Blitz erschlagen. Mürltk. Liinbirrg a. d. Lahn, 17. Juni. Frucht markt. Durch» schnittdorcis pro sstiattcr, Rvlcr Wrize» i'Nastnittschcrs 17,20 Mt» weißer Weizen (ougedaulc Fremdsorienl 16,70 "ir„ Korn 13,10 Ml„ Gerste (Füllers 0,00 2!k„ Brangersle 00,"0 Mk„ Z'aier 8,00—0,00 Mk., Erbsen 0,00 Alt. Karlojseln 60 Kilo 0.00-0,00 Mt , Butter da« Psnnd 4,10—0,00 Mk,, Eier da« Ststck 7 Psg, Amtlicher Wetterl-ericht, Oesscnllschcr Wetterdienst, Gieße». Wettcraur-iichlcn »i Hessen am Freitag, den 18. Juni 1914: Trüb und wolkig, keine erhebliche 'Niederschläge, kühl, nordwestliche Winde. Letzte Tlacbricbtcn. Aus der Zweiten Hess. K a m in c r. rb. T a r m st a d 1. 16. Juni. In der Zweiten Kammer sprach bei der Vorlage über die Ordensgt'sctzgcbung zunächst der 'Abg. Tr. Schmidt. Er locks als früherer ','lntragstcller daraus hin, daß schon seit 1946 drc Revision von der Zweiten Kammer beabstchlägt. gewesen, aber au« Rücklicht aus andere wichtig« Vorlagen immer wieder zurückgestcllt worden sei. Er macht ichlicßlich verschrcdenc Vermitteliingsvorschlagc und bemerft, daß da« Zentrum geschlossen gegen die Vorlage stimmen würde, wemr diese Vorschläge Ntchb« angcnomlncn würden, 'Auä Groß-Bcrlin. Berlin. 18. Juni. Ter Verkarlf de« P a l a st t hea t e r S am Potsdamer Platz an die Aschingcr Aktienge» s c l I i ch a s I ist gestern abgeschlossen worden. Ein neuer Äainps in Albanien, Durazzo, 18, Juni. (Durch Fnnkspruch des österreichischen Kreuzers „Szrgelvar", 11,30 Uhr mittags.) heule wurde derAngrifsderRegierungstruppen gegen die Stellung der Rebellen bei R a s b u l mit zwei Geschützen und 1500 Malissoren ausgesührt. Gegenmärlig ist noch der Kamps, unterstützl von der Artillerie, im Gange, Durazzo, l8, Juni. Nach erbitterien Kämpfen bei Rasbul wurden die Mirditen vollkommen ge-- schlagen. Eine amerikanische Millionenstiftung.^ New Bork, 18. Juni. Ter in San Louis verstorbene Eilenbabnmagnat Campbell bat sein gesamte« Vermögen von 44 Millionen T o l l a r der Universität Sh Louis zur Errichtung einer Medizinischen Schrilc und eines Hospitals verwacht Gewerbe-Ausstellung Gießen 1914 zeigt ln Raum Nr. 76 n b c und Raum 77 a h c hochherrschastliche Wobnung« einririmmnen Aber ltiriit mir in diesen leinen Auskübrungen, ländern auch ln gedicgenei,. büreerllchcu, Wohiiunnsclnrlänungcn ist bie Firma T b, B r ü ck, h o s n> ö b e i s a b r i k, Gießen, Ecke 2 ckl i o ß a a s sc , B r a n d v l a I? u, K a n »l e i b c r g, lehr leisümgs> iähig Bcacktten 2ic deohnib vor Ankauf die 10 Sälauienster der Firma und deren Ausstellunn, eittballend konivlettc Wobliungsei» rläituna, z, 34.: Zchlakzimwer eckst Eiche mit nuhb, Maier, Svciie- ziinmcr echl Elche, Küche piich vinc, zusammen Mk, I0M.—. Feine miitlerc Einrichluna, bestehend au«: Lchlaizinnucr echl Mahoaont, Sveisczimwer echl Eiche, mit Steil. BiUctt, Küche weiß iackierl. zusammen Mk. IstA,.—. Der aulc Rns der ieii 1858 bestehenden Firma bietet volliie Gewäbr kür kochgcmähc. zcichncrikche nnd künstlerilchc Herslestung nebst dauernder klaranlic, 7313 Oie glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an ---» Karl Zwang und Frau Clara geb. Levi Verdingung. In der Zukamine,tlegungssache von Qderwetz loll der lusbau der Folgeeinrichtungen öffenistch vergeben werden nd zwar: „ Zirka 15000 cbm Erdbewegung, „ 42000 Irb. m Wege, „ 5700 Hb. m Gräben. „ 876 lsd, m Zementdurchlaßrohrc und Stirn- stücke von 0,3 bi* 1,0 m Sichtweite, „ 1610 m Drainage. ... Termin hierzu ist anberaumt aut Sonnabend, den 7 . Juni. norm. 11 Uhr. in der Wirtschaft von Jodanne« -chnndt zu Oberwetz, .. , Massenverzeichni« und Zeichnungen liegen im Trenn ebäude der Konlgltchen Svezialkommisnon I zu Wetzlar, wr 2, während der Dienststundcn zur Einnchl aui. -„ertchloffene Angebote nnd bis zu diesem Term,» an i« Königliche Svezialkommisnon I ,u Wetzlar einzu- eichen oder bei Beginn de« DermincS vorzulegen, Tie Oestnung erwigt an dem genannten Dermin, Die Anaeboic sind als wiche k^enllich zu machen. ,eil deren Erannung erst ,m rerm„ff»ri°lgen '°^ KolügLicbe Bveiiallommifhatt t 7330 D Ugtineille örMranfcnfaffc ßiejen. Die Beiträge zur Kranken- und Invalidenversicherung pro Monat April 1914 können noch bis zum 26. Juni 1914 ohne Kosten bezahlt werden, Gießen, den 15. Juni 1914. 73190 Der Vorstand. I, A.: Alb. Lentz, _ Bekanntmachung. Das Umlagekataster der Land- und Forstwirtschaftlichen Berussgenossenschaf! für die Gemarkung Hausen liegt vom 18. Juni ab zwei Wochen aus Unterzeichneter Bürgermeisterei offen, Großh. Bürgermeisterei Hausen. Müller. 7324 Tic sürst! ^ischereivcrpachtung. nilich Lolmstichcn Bachnschcrcicn n 7314 D __________ in den Gemarkungen Ettingsdauie», Münster, Oder Beinngen, Mübllachken, Sich, Kolnhauien und Ober-Hörgern sollen IN sech« tzlblcilungen am Mittwoch, den l, Juli 1014, nachmittags 3 Ubr, in, Hollandiicheu Hoi ZU Sich aut 12 Jahre offentliä: vcrvackiei werden. Auskunit erieilt die kürstlich Solmnsche Oberiäriterei zu Sich lOberbeiseni. F a u § fr i n g - L a n o I i n - Seife Der Haut zutrAglicMste, wohlfeilste Toilette* eelfe.stück 20 Pfennig. 5 Stück OS Pfennig. Angefertigt vom langjährigen Fabrikanten der Pfetirtrigeei'« C. Naumarinj OfTenbach a. M. Unkenntnis ist die Quelle des Leidens. Nährsalz-Malz ist ein wirksames Nährpräparat. bestehend aus Malzextrakt und Pflanzen- Nährsalzen. Dose 80 Pf£. und Mk. 1.30. ein trockenes Malzpräparat mit einem hohen Zusatz v. Lecithin, eine gediegene Kerren-Xahrang. Dose Mk. 1.60. 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Eintritt sr,I I lllllllfMMIIMIIIIIflHIMIIIIItlllllltlllllllllllllllllllltlllllllllllllllllMIIMIIIIIIIIIII Heute Donnerstag, 18. d.M., findet der erste Kuchen-Abend statt. 72970 Die Preise sind in den Kuchen eingelegt und werden am Büfett ausgezahlt. Die Preise sind wie folgt: 1. Preis 10 Mk., 2. Preis 9 Mk., 3. Preis 8 Mk., 4. Preis 7 Mk., 5. Preis 6 Mk., 6. Preis 5 Mk., 7. Preis 4 Mk., 8. Preis 3 Mk.. 9. Preis 2 Mk., 25 Preise ä 1 Mk. und 50 Preise k 50 Pfg., ein Trostpreis eine Flasche Seht. Der Verkauf der Kuchen findet gleichmässig in der Festhalle und in Alt-Hessen Punkt 10 Uhr statt. Die Preise werden 10*/« Uhr an dem Büfett verteilt. Um geneigten Zuspruch bittet KEMPER & CO. EBENNABCB Kinderwagen Klapp wagen reizende Neuheiten reiche Answahl billige Preise Reparaturen sofort AngustKilbinger Seltersweg 79 ^ 'ffeinr. Jfreüert Ploekstrasse 11 Telephon 323 \Teine 9 /lass- Schneiderei für dferren und ^tarnen Deutsche, engl, und frans. 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Zuni. mittags 12.10 (ober 1.29, Au- fchluit in Lliarburg» nach Herzhaulcn. 73060