1 m. »5: Zweiter Blatt Erscheint täglich mit NuZnahme des Sonntags. Die „Elches« Kamillesblötter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „ttreirblott fSe de» Kreis Stehen" zweimal wöchemlich. Die „randwirtschaftlichen Zeft- fragen" erschemen monatlich zweimal. *64. Zahrgang ietzener Anzei General-Anzeigrr für Sberheffen Montag, !Z. Zun! 1411 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersitcuS - Buch- und Stciudruckerei, R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Cchul- ftraae 7. Expedition und Verlag: esg51. Redaktion: e^KII2.Tel.-Adr.:Anzc,gerGießen. Die Revision der Grd.nsgefetzgcbung in Hessen. Die neuen Beschlüsse des Ansschuffes. .. eb. Darmstadt, 14. Juni. Zu dem Gesetzeiftwnrs, betr. «e Revision der Ordcnsgesetzgebung hat der Be« rrchterltottcr des Gcfttzgcbnngsausschuffes, Abg. Reh. einen neuen Alisscl>ußbcricht erscheinen lassen, in welchem über die neuerlichen Beratungen des Ausschusses betrcsfs der bei her Plenarberaiung geitcilten Abänderungsanträge aussührlich berichtet wird. Ter Ausschich hat, wie schon kurz mitgetcrlt, die ülbänderungsantröge Kvrcll-Jngel,)eim in Gcgcnwan der Regierung beraten und sic größtenteils abgrlchnt. Zu Art. 1, Pos. 1. der die Abänderungen für den Unterrichtsorden enthält, hatte Abg. .«prell beantragt, an Stelle der Worte „als es das Bcdürsins der dermalen vorhandenen lAnsialten erfordert", zu sagen „bis zu der Höhe des Bestandes am 1. April 1914". Weiter sollten die betr. Anstalten mindestens das ^gleiche Schulgeld erheben wie die örtlichen höheren Schulen des Staates oder der Gemeinde, und die aus früherer Zeit herrührendeu Privotmädchenschulcn in Alzen, Birkenau mch Neustadt i. 0. vom 1 April 1915 ab neue Schifte- rinnen nichts mehr aufnehmeu. Diese Anträge hat der Ausschuß mit allen Sttmmcn bei einer Siimmenthaltung abgclchnt, da- gegm «men Antrag Tr. Stephan angenommen, worin bestimmt wird, daß, den drei letztgenannten Schulen gestattet ist, „in ihre dermalen vorhandenen Anstalten neue Mitglieder aus- zunehmen, wcmi das Bedürfnis hierzu nachgewiesen ist". Wie der, Referent mitteilt', hat in den fünf Instituten der Englischen Fräulein in Darmstudt, Bensl>'im, Bingen, Mainz und Worms seit 1874 nur eine ganz unbedeutende Zunahme von Lehrschwestern stattgesunden: ihre Zahl ist von 41 aus 50 gestiegen und zwar in Darmstadt und Bingen von 4 auf 8, in Worms von 5 aus 7, während sie in Mainz, wo noch 27 Dienstschwestcrii beschäftigt sind, vom, 19 aus 18 zurückging. Zu Art. 1, Boi. 2 , betr. die Krankcnpflegevrden, hatte Abg. Kvrell ebenfalls verschiedene Abänderungsauttäge gestellt, die vom Ausschuß abgelehnt wurden, während er zwei Anträge Dr. Stephan hierzu an- natzm. Der Ausschuß ändert 'daruach den Art. 1 Pos, 2 dahin, daß die Pflege und „in den dazu geeigneten Fällen a u ch" die Leitung in Waisenanstalten, Armen- und Pfründner- Häusern, Retnrngsanstalten „Heimen" usw. vom Ministerium als Nebenlävigkeit gestattet werden kann. Weiter beschloß der Ausschuß folgenden Zusatz: „Den männlichen religiösen Orden und vrdcnsähnlichcn Kon« gregatwnc», welche sich ausschließlich der Krankenpflege widmen, kann von dem Ministerium des Innern die Leitung von Heimen und Hospizen sür Arbeiter, Gesellen oder Lehrlinge gestattet werden." . Zu Art. 1, Pos. 3, der sich ntit den S e e l s o r g c o r b e n beschäftigt, hat der Ausschuß die vom Abg, Korcll-Jngelheim gestellten Anttäge, wonach die Genehmigung durch das Ministerium „mit Zustimmung der Landstände" erfolgen solite, abgelchnt, dagegen die Anträge Dr, Stephan, wonach die Errichtung neuer Niederlaisungen einen „zweiten" (anstatt anderen) Orden „in Bens- Heim und Ofscnbach" bezw, „in Mainz, Bensheim und Osfenbach" gestattet sein soll, angenommen. Endlich wurde der Antrag Korell -pls Stteichung des Abs. 4 einstimmig angenommen Der Aus- ,chußberichterstatter bemerft zu diesen Abänderungen: Die in Pos. 3 vorgeschlagenen Abänderungen haben in protestantischen Dreisen ganz besondere Beunruhigung hervorgerufen. Man ist dort der Auffassung, daß nunmehr Hessen mit neuen Ordensnicderlassungen überschwemmt würde: daß schließlich auch der Jesuftenordeu oder ihm verwandte Orden einmal zugelassen werden konnten und befürchten hieraus eine nicht zu unterschätzende Gefahr sür den religiösen Frieden. Der Ausschuß und die Regierung halten btejfe Bedenken für nicht gerechtfertigt. Die Regierung insbesondere bewitt, daß sie berufen und auch stets bestrebt gewesen sei, den religiösen Frieden zu erhallen und daß dies auch vornehmlich der Zweck dieser Vorlage sei: sie werde selbstredend an den gesetzlichen Voraussetzungen für die Mitglieder- und Niederlassung-Vermehrung und ganz besonders sür die Zulassung eines zweiten scclsorgerischen Ordens sesthiilten und deren Erfüllung streng übcrwack>cn, denn Artikel 4 des Gesetzes, weschcr die Staatsaufsicht über alle diese Nie - Idcrlassuugcn begründet, bleibe ja nach wie vor geltendes Recht: liefe Staatsaufsicht bilde auch eine nicht zu uuterschätzeude Echutzwehr gegen alle Ucbergrisfe und Versuche, die eine Störung des konscssioncllen Friedens herbeiführen könnten. Ter Ausschuß billigte diesen Standpunkt durchaus und es wurde insbesondere hinsichtlich des Jesuitenordens und ihm verwandter Orden als übereinstimmend« Ansicht der Regierung und des Ausschusses folgendes sestgelegt: _ „Als Orden, die sich ausschließlich der Aushllse in der Seelsorge widmen, kommen die Orden der Kapuziner, Dominikaner, Franziskaner, Benediktiner und Oblaien in Betracht. A u s g e » schlosseII sind der Jesuitenorden und die ihm nach dem Ncichsgesctz, betr. den Orden der Gesellschaft Jesu, vom 4. Juli 1872 und Bundesralsbcschluß vom 20. Mai 1873 verwandten Orden. Jiisolange dieses ReichSgesctz besteht, sind der Jesuiten- uttb ihm verwandte Orden schon sür das Reichsgebiet, also auch sür Hessen ausgeschlossen. Würde aber das Rcichsgcsctz ausgehoben werden, daun tritt sür Hessen Art. 1 des Gesetzes vom 23. «lpril 1875, die religiösen Orden beirefsend, in Kraft, wonach neue Niederlassungen verboten sind. Wollte also die Regierung den Jesuiten- oder einem ihm verwandten Orden zulassen, so könnte dies nach der heutigen Rechtslage nur im Wege der Gesetzgebung möglich sein. — Um alle Zweifel bei einer Auslegung der Bestimmungen in Pos. 3 auszuschlicßen, wird vorstehende Feststellung in diesem Bericht uiedcrgelegt," Der Ausschußberichterstattcr bemerkt hierzu, daß der Jesuitenorden schon deshalb nicht in Betracht kommen könnte, weil der Ent- wurs 'nur von solchen Orden redet, die sich ausschließlich der Krankenpflege oder ausschließlich der Aushilfe in der Seelsorge widme», und der Jesuitenorden als Orden mit verschiedenen Ausgaben, insbesondere auch als Lehrorden, zu diesen Orden nicht ge« hört. Zudem kann nach dem Entwurf unrein weiterer Orden zu- gelasscn werden, mit dessen Zulassung die Zulassung jedes weiteren Ordens ausgeschlossen ist. Aus dem preuhischen Abgeordnetenhaus. Berlin, 13. Juni. An der Spitze der heutigen Tagesordnung stand der Vertagungsantrag des Ministeriums, in dem der Landtag um die Zn- slimmung zur Vertagung vom 16. Juni bis zum 10. November ersucht wird. Eine Anzahl Ausschüsse werden ermächttgt, ihre Arbeiten während der Vertagung sortzusctzcn. Der Antrag wird angenommen Dann wurde die Genehmigung erteftt zur strafrechtlichen Ver- solqung des Abg. Hammer wegen Beleidigung. Herr Hammer hatte selbst den Wunsch geäußert, daß da» Verfahren ftaitsindc. Tic Smialdemokraten hatten besonders dagegen ausbegehrt, da sie glaubten, es solle ein Präzedenzsall geschaffen werden sür den gleich daraus zur Erörterung kommenden sozialdemokratischen, von den Fortschrittlern unterstützten Antrag, daß ein vor dem Ehrengerichts- boi der Rechtsanwaltschaft zu Leipzig gegen den Abg, Dr. L i e b - knecht schwebendes Diszivlinarvcrsahren für die Dauer der gegcn- württaen Session eingestellt wird. Der Abg. Schisfti-Magdeburg Natl > erllärte, daß seine Partei einer lleberweftung des Antrages «r den Geschäftsorduuugsauslchuß zustimmen werde, ober unter der Voraussetzung,^ daß der GeschältsordnungsauSschuß sofort zu- sammentritt. In diesem Tirnie beschloß das Haus nach längerer Aussprache trotz des Widersttebcns der Fortschrittler und Sozialdemokraten, die sosorttge Versagung der Genehmigung forderten. Tann ging es weiter in der Beratung des Fidcikommiß- gesetzes. Me gestrige Verhandlung schien das Interesse des Hauses ziemlich erschöpft zu haben, denn cs waren nur wenige Abgeordnete, die die Zuhörerschaft bildeten. Nach Annahme eines Schlnßantragcs ersucht der Abg. von Ü c p d e b r a » d um Zurückziehung des Zcntrumsantrags, der die Berücksichtigung des bäuerlichen Besitzes in dem Fidcikommißgesctz verlangt. Der Antrag wird daraufhin zwar zurückgezogen, der Abg, v e r o l d (Zentr.) laßt aber keinen Zweifel darüber, daß das Zentrum dem Gesetz nicht zusttmmen würde, wenn die von ihm gewünschten Bestimmungen nicht eingeiügt würden. Me Vorlage wurde daun einem Ausschuß von 28 Mitgliedern überwiesen. Der Präsident beraumt hieraus die nächste Sitzung aus Dienstag an, lediglich damit der Fall Liebknecht noch erledigt werden kann. Das Haus Ivar damit einverstanden, wenn es aber geglaubt hat, sich durch dieses Entgegenkommen den Dunk der „Genossen" zu verdienen, |l> sah es sich darin alsbald getauscht. Denn Herr Mols Dossmann beantragte, am Montag und Dienstag noch die W a h l - r e ch t s s r a g e zu erörtern, andernfalls mache man sich einer Pro-' vokation des Volkes schuldig. Es wurde ihm entschieden erwidert: auch der fortschrittliche Abg. Lippmann-Stettin rückte deutlich ab von Herrn Hossmann und wollte mit dem sozialdemokratischen Antrag nichts gemein haben. i Am Dienstag wird sich der Landtag, wie bereits erwähnt, auf den Spätherbst vertagen. politische Tagesscha«. Ukbcr die Aussichten einer neuen Einkommensteueinovelle in Preußen gehen Nachrichten durch die Presse, die, wie man uns an zuständiger Stelle mitteilt, geeignet sind, Mißdeutungen entstehen zu lassen. Wie schon J-inanzmrnister Dr. Lenye im Landtag wiederholt erklärt Hot. läßt es sich nicht übersehen, wann eine neue Steuernovelle vorgelegt werden kann, es ist aber nicht die Absicht der Regierung, eine Novelle überhaupt nicht mehr vorzulegen. Der Gedanke, eine Neuordnung der Einkommensteuer vorzunchmen, ist nicht begraben. Die provisorische Neuordnung durch den Landtag ist viel zu sehr Vcrlegenheitsarbeit gewesen, als daß dieser Zustand auf ewige Zeiten beibchalten werden konnte. Die jetzige Art der Erhebung von Steuerzuschlägen und die Art der Stassclung lassen eine Neuordnung der Steuer als erwünscht erscheinen. Diese Neuordnung wird kommen, sowie sich übersehen läßt, wie die Wehrbeitragsefnschätzuna auf die preußischen Steuern in der Zukunft wirken wird und wie starke Verluste die Neuordnung der Reichsfinanzgesetze Preußen auserlegen wird. Bei einer Neuordnung der Einkommensteuer in Preußen müssen allerdings die jetzigen Erträge garantiert bleiben und etwaige Ausfälle aus der Zuwachssteuer usw., der Rückgang der Gebührenernnahmen müssen ausgeglichen werden. Die Finanzverwaltung legt keinen Wert auf die Erhebung von Steuerzuschlägen, sie legt aber den größten Wert daraus, daß ihr die 60 Millionen, die die Steuer- Zuschläge bringen, erhalten bleiben. Wan kann Steucrzu- schläge überhaupt entbehren, wenn eine neue Staffelung in der Einkommensteuer, die nebenbei auch bestehende Härten ansglcicht, so herbeigcführt wird, daß die jetzigen Erträgnisse garanttert werden. Die kommende Novelle wird eine neue Staffelung ohne Zuschläge Vorschlägen, die den Zweck verfolgt, bei Einftihrung lleinerer Stufen unter Wegfall aller Zuschläge die alten Erträge zu garantieren. Ob mit dieser Absicht der Landtag einverstanden sein wird, ist eine andere Frage. Ein konservatives Witzblatt. Wir lesen in der freikonservativen „Postz': Die Konservativen hatten ein Organ, das im Sinne ihrer Weltanschauung die Dinge sah und belächelte, bislang noch nicht. Nun tritt ein Unternehmen aus den Plan, das vielversprechend beginnt: „Der wahre Michel", hinter dem der neu gegründete Verlag „Witz und .Würde" in Berlin- Steglitz steht. In einer programmatischen Ansprache an die Leser heißt es: Im ganzen Deutschen Reich, in der weiten germanischen Welt gab es kein Blatt, das dm ftechm Spottvögcln mft gleick»er Münze heimzahltc. Wir beschrchlkten uns anr den grimmigen Emst, und wir bedachten nicht, daß Lächerlichkeit viel schneller lötet: wenn uns das z. B. nicht Zabcm lchtt, dann sind wir unbelehrbar. Wir haben gelernt, liebe Michel-Gemeinde, und so leiben wir cs denn geschaffen, das einzige dmlschc Witzblatt, den .KLahrcn Michet", dm Michel der Renaissance, wie er sich machtvoll erhebt, die hergebrachte Zipfelmütze mit der Wehrmanns- mütze tauscht, die Augen blitzend, die Bmst gesttafft, mit der Eichenkmle zum vernichtenden Schlage ausholend. Wir lassen unsere Ideale: dm altm Gott, dm angestammten Herrscher, das ganze große Vaterland, unser echtes Volkstum nicht mehr lächerlich mackscn. „Simplizissimus", „Ulk", „Wahrer Jakob", >a neuerdings sogar eine ständige Montagskarikatur des .Lforwärts" wetteifern darin miteinander, und wir werden sic zu tteffen wissen: den geisemdm Ironiker, dm seichte» Witzbold, den gemeinm Zotenreißer, dm sein eigenes Nest beschmutzendm Spottvogel, Der Purpur der Majestät, des Königs Rock, des Priesters Tatar, des Richters Robe — feine Breßmcute mehr soll uns diese wür- digm Oftwandungen ungerügt in den Stoub ziehen, und die Herren der Meute, der Snob und der Mob, in ihren gelungcnstm Exemplaren schon an sich tolle Karikaturm, welch mächtigen Bor- wurs geben sie doch ab sür das deutsche Witzblatt, das wir mft deiner Hilse, liebe Michelgemcrndc, schaffen! Es wird auf die Ausführung dieses Programmes ankommen, ob man das neue Blatt ernst nehmen oder vielmehr witzig nehmen kann. Au» Hessen. Ter sortschrittl. Abg. Henrich manbatsmnde. Die neueste Nummer der.hessischen liberalen Wochen- schrist" veröffentlicht vom Abgeordneten Henrich folgendes Schreiben: In der „Hess, Londesztg." befaßt sich eine Zuschrift aus ,hürgcrkrcisen" mit meiner Person im Zusammenhang mit meiner ,jMandatsmüdigkeft". 'Der Zweck des Artikels, mich in Gegensatz zur hessischen Fortschrittlichen Bolkspartei zu bringm, um letztere bei der Wählerschaft in ein falsches Licht zu setzen, ist zu durchsichtig, als daß ich mich durch die verhält-, uismäßig wohlwollmde Behandlung meiner parlammtarischm Tätigkeit täuschen lassen könnte. Dem politischen Gegner wird man ,a — Mil einem Seufzer der Erleichterung — gerne gerecht in dem Augenblick, in dem er von der Bftdslache verschwindet. Mim cs auch richtig ist, daß ich den dringenden Wunsch habe, von der Wiederau sstcllung sür den Landtag verschont zu werden — ich bin überzeugt, »«eine Parteifreunde werden sich meinen Gründen nicht verschließen, wenn ick, sic ihnen mittcilc — so muß ich doch ganz bestimmt der Begrüichung widersprechen, die _in der Zeitschrift an die „Hess. Laudcszlg." angcdeutct wird. So entscksteden falsch die unausgesetzt wiederholte Behauptung unserer Gegner von rechts ist, die hessische Fortschrittliche Bolkspartei sei — im Gegensatz zur Fortsitnift- lichcu Bolkspartei im Reiche — eine besonders radikal gesinnte Abart oder doch in den öänben „radikaler Fülwcr", sie begün- Mgc mft Vorliebe die Sozialdemokratie, so hinfällig ist auch die Annahme, ich befände mich im Gegensatz zur Politik der Partei. Als Mitglied des LandesparteivorstandeS trage ich jln vollem Umfang die Verantwortung für die Maßnahmen der Par- teileftung mtb ich wüßte mich nicht zu erinnern, daß ich in meiner lMigjährigcn politischen Tätigkeit auch nur ein einziges Mal in Konflikt mft meinem Siaatsdiencrcid gekommen wäre, aus den tu der Zuschrift hiligcwicsen wird. Wenn ich auch, wie es mein Wmisch ist, aus der partamentarischen Tätigkeit ans- schcidc (die — nebenbei bemerkt — niemals demjenigen zur Befriedigung gereichen kann, der feinen „Ehrgeiz" in der prakiisckien Arbeit sucht, so brauche ich tvohl nicht besonders zu versichern, daß ich der Fortschrittlick>en Bolkspartei in alter Treue verbunden bleibe, und sic in dein immer schtvicrigcr werdenden Kampfe um ihre Ideale und um ihre Existenz auch fernerhin nach Kräften unterstützen werde, aus der Ueberzeugung heraus, daß die gedeihliche Entwicklung unseres Vaterlandes nur durch eine entschieden liberale und soziale Politik gewährleistet werden kann. Mitgliederversammlung der Hess. Handwerkskammer. rb. D a t nt ft a b t, 13. Juni. Die Hessische Handwerkskammer hielt heute vormittag im Sitzungssaal der Stadtverordneten ihre 19. Mitgliederversammlung ab. Gewerberat Falk-Mainz als Vorsitzender begrüßte die zahlreich erschienenen Vertreter und von der Regierung die Herren Ministerialrat S ch l i c p h a k c und .Obcrregicrungs- rat Grass: cr gedachte sodann mft höchst anerkennenden Worten des verstorbenen ersten Syndikus Engelbach, den die Versammlung durch Erheben von den Sitzen ehrte. Ministerialrat Schliephake übermittelte die Grüße der Regierung und die besten Wünsche sür die Entwickelung des Handwerks und der Handwerkskammer. Msdann erstattete der stellvertretende Selretär Schüttler einen Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes und die Tätigkeit bei den Ausschüssen sür Getoerberecht und Unterrickstswescn des deutschen Handlvcrks- und Gewerbekammertages. Die zur Regelung des gewerblichen Lehrlingswescns beschlossenen Neuerungen hätten sich gut eingcsühtt, und auch die Leitsätze für die Gewerbe-7ltuftickits» beamten hätten sich gut bewährt. Der Redner bespricht die Mp Fürsorge für die heranwackpende Jugend getroffenen Maßnahmen. die Vermittlung von Lehrstellen imd die Verhüttirftse im Gesellen- und Meisterprüftmgswrsen, sowie die Revrsionsiättg- keit der Beauftragten, den Stand des Jnmmgswesens usw. Das Vorstandsmitglied >iotadtv. S a m c s gab einen kurzen Rechen- sckxijtSbevicht über das Etatsjahr 1913, sowie den Voranschlag siir 1915, die beide ohne Erörterung nach den schon bekannten Vorschlägen genehmigt werden. Im Anischluß darim erfolgte die Wahl des neue» Sekretärs. Einstimmig wurde der bisherige stellocr- ttetende Sekretär, Herr Schüttler, gewählt und mft chm em sechsjähriger Dicnstvertrag vereinbart. Vorstandsmitgilied L'au tz bevichtclc alsdann, daß sich sin abgelaufenen Jahre zehn neu« Innungen gebildet haben und ven'chiedcnc neue ttzefellenans- schüsse gegründet worden l'inb. Als besonderer Handwerkszweig mit einer vierjährigen Lehrzeit soll die Chemigraphie anerkannt werden und ebenso sollen die Eisenhoch- und Brückenbaukonstruktchn, sowie die Sektkellerei als besondere Handwerkszweigc mit einer iaeijälzrigen Lehrzeit festgesetzt werden. Weiter berickstetc das Bor- stani^mitglied Sames über die 1913 vorgelegien Initiativanträge, betr. die reichsgcsetzliche Regelung des Sub- .missionswesens. Ter vom Reichstag dafür eingesetzte Aus- I schuß hat darüber einen Bericht erstattet, der in der Vorlage eines umsassettden Gesctzcntwurss gipselt. Der Redner betonte dabei, daß bei Submissionen das ortseingesessene Handwerk mehr bcrückiichttgt werden müsse und die Schmutzkoukurrenz feine Austrägc von den Behörden mehr erhalten dürft. Zum Schluß besprach der Redner noch Fragen der Handwerker-Arbeitgeber und -Arbeitnehmer. In der 2lussprache hierüber wies Mitglied S ch ä n t h a l - Maiirz auf mancherlei Verhältnisse in Mainz hin: man j)abe sich dort schon seit zwei Jahren vergeblich bemüht, besttmmte Sätze sür Vergütung des Stundenlohnes sestzulegen. Man sollte mit der Erfüllung berechtigter Wünsche nicht so lange warten, bis gleich ein Lohnausschsag von 50 und mehr Prozent eintreten müsse. Mitglied K a h l - Worms betont die Unlust vieler .Handwerker, einer Organisation anzugehören, die in der Tatsachse zu finden sei, daß dies« Organisationen von den Behörden oft nicht genügend respektiert würden. Ein Mitglied aus Butzbach beklag! die schädliche, Konkurrenz für das Handwerk durch die Zcllensirasanstalt Butzbach. Vor- standsmitglied S a m es - Darmstadt tritt sür eine möglichst strafft Organisation und angemessene Preisberechnungen bei den Submissionen ein. Baurat Wagner gibt Erläuterungen zu verschiedenen, vom den Vorrednern berührten Fragen. — An Stelle des Vorstandsmitglieds Klingelschmitt gibt Sames- Darmstadt noch einen längeren Bericht über die Tätigkeit der Submissionsstelle der Handwerkskammer, die ein neues Glied in dem Bestreben der Kammer zur Beseitigung der Mißständc >m Submissionsweftti bedeute. Ein Mitglied teilte im Anschluß daran mft, daß die Militaroerwal- tung in Mainz sür Schrankarbeiten einem Meister nur 31 Mk. zubilligte, während die Militärverwaltung in Breslau für dieselbe Arbeit 47 Mk. bezahlte. Bditglicd Schönthal meinte, es sollte bei größeren Vergebungen stets ein Probestück hergestellt werden, dann wüiden auch die Anschläge von vornherein richtiger gemacht werden können. Sekretär Schüttler berichtete daraus über die Tätigkeit der Eliizichungsstelte. Sie habe sich auch in verflossenem Jah:c günstig weiter entioickelt. Diese Stellen verbreiteten >ich im ganzen Reich immer mehr und trugen viel dazu bei, dem Handwerker ftin wohlverdientes Geld zu retten. Zum Schluß berichtete Sekretär Schüttler noch über die Ausstellungen in den Städten Darmstadt, Gießen und Dresden und emvfahl möglichst zahlreichen Besuch. Ueberden Bes uchdcrDarm städterund der Gicßener Ausstellung soll vom Vorstand der Kammer noch nähere Mitteilung an die Mitglieder ergehen. — Damit war die Tagesordnung erledigt. A«r Stadt und Lanv. Gießen, 15. Juni 1914. Der Kleinkinöerspiclplatz. In den beiden letzten Jahrzehnten sind sift die Heranwachsende Jugend recht viele gesundheitliche Maßnahmen geschasfen worden, die ihre segensreichen Einwirkungen schon deutlich erkennen lassen. So z. B. die Verbesserung der Ernätzrungsweis« der Säugllnge, Einrichtung von Kripvcn. Säuglingsheimen und Mütterberaumgssixllcn, In das schulpjftchttge Aller greftt die EckrulgesundheitSpslege in ncridufbcncr Richtung (Scktulärzte, Kör- perpstege> m,t zunehmciidem Ertolge ein. Der zwischen dem Säuglings- und dem beginnenden Schulalter I,egenden Entwicklungszeit des Kindes — vom 2.—6. Jahve •— hat sich aber die össentliche und private Fürsorge bislang noch wenig zugewaiidt. Rur die Fröbelscheii Kindergärten lzabeu sich dieser Jugendliche» angenommen; aber sie legen den -Schwerpunkt ihrer Wirksamkeit vorwiegend aus die Seite der Beschäftigung, Uiiterltaltung Und Belehrung. Der Mangel an ausreichenden Spielplätzen jür die Kleinen und Kleinsten ist allerdings sehr fühlbar. Tie gesundheitliche Seite des kleinen Kindes, das im Spielalter sich besilidet, darf vor allem nicht übersehen werden, - ein Stückchen „Vaterland" für das vorschulpllichtige Alter, das ist hie Ausgabe des Spielplatzes, Es handelt sich lsier nicht etwa um eine Saä>e bloßer Menschenliebe lund Menschenfreundlichkeit c vielmehr ltabeii wir es hier mit einer Ausgabe der staatsbürgerlichen Erziehung zu tunt nur gesunde Jugend vermag später gesunde Arbeit zu leisten. Die Spielplahangelegenheit sördern heißt die wahre Natur des Kindes sich in ausgiebiger Weise entwickeln lassen. Wir fördern im allgemeinen die Erziehung des Kindes durch eine ver- nünstige Anleitung aus dem Spielplätze, körperlich wie seelisch; denn die ^Krone aller Erziehung ist Selbslerziehung. Welche enorinen Schätze der Intelligenz, der Erfindungsgabe, der Willenskraft, der Begabung jeglicher Art aut dem Spielplätze verborgen liegen, das glaubt man nicht! Die Förderung des Spielplatzes ist zudem ein verl-ältniSmäßig billiges Verfahren, Laßt die Kleinen ihre körperlichen Bewegungen im Schutze des Spielplatzes aussüh- ren, damit sie ihr Spiel nicht als etwas betrachten, das sie sich er- stehlen müssen, — aus ©tränen und Gassen, in Dösen und Gärten. Geordnete Spielplätze sollten sich in erster Reihe aus dem Terrain der Wohnhäuser sindeu. Tie tzauseigeutümer sollten verpslichtet sein, den genügenden Platz i« »ach der Größe des 'Grundstücks zum Spielen zur Vertilgung zu stellen. Gartenstädte, Bauveroine und älmliche Gesellschaften- tollten sich der Sack>e aunehmen. Die Stadtverwaltungen vor allem müßten die Angelegenheit in Parks und Anlagen sowie Mit unbebauten Grundstücken sörderii. wo sich die Kinder gern auidalten. Wenn irgendwo unbebaute, >m übrigen aber bcauent und geschützt gelegene kleine Plätze zur Versüguug stehen, wird hier selbst ein Keiner, aber gut eingerichteter Sandspielplatz den Kindern als Sviel- eldorccho erscheinen, (lieber die Bvrzüge des Sandsvielens siehe noch mein Buch „Dos Spielen der Milder im Sande", Verlag K. I. Koebler-Leipzig 1909i. Kein Stadtteil, am allerwenigsten die besonders dichtbevölkerten Großstadtviertel, darf bei der Errichtung von städtischen oder privat-organisierten Spielplätzen vernachlässigt werden, und es müssen auch nach Möglichkeit frühere Sünden aus diesem Gebiete gut gemacht werden. Tie größeren Spielplätze müssen der Ordnung wegen umzäunt sein und das ganze Jahr hindurch zu bestimmien Tageszeiten geNsnet und geschlossen werden. Wem! der Spielplatz aus freiem Terrain angelegt ist, ist er tiefer zu legen und mit einer angepslanzteu Umzäunung aus Erlen-, Birken-, Weiden- oder Daselsrrauchbüschen, die schnell emporwachsen, zu umgeben. Zum Tummeln müssen ausreichende Raseullächen vorhanden sern, deren Gras durch Schneiden, Begießen und Rollen möglichst sorgfältig zu pflegen ist, ferner Planschwiesen zum Wasserwaten im Sommer und zu Gleitbahnen und Schlittschuhlauseii im Winter, ein oder mehrere große Bassins mit Sand und eine genügende Anzahl von einsacheu Spielapparaten. Welche Apparate man an- wenden will, ist natürlich zum Teil Geschmackssache. Kinder Müllen etwas zum „Greisen" haben, etwas, woran sie ihre Glieder erproben und womit sie ihrem kleinen Körper Massage geben können. " Der Ehrenbürger unserer Stadt, Gnauth, feierte gestern seine» 80. Geburtstag. Herr Oberbürgermeister Keller übermittelte ihm au? diesem Anlaß telegraphisch die Glückwünsche der Stadt. ** Altdeutscher Verband Nächsten Freitag, den 19. Juni, abends 8-/« Uhr, veranstaltet die hiesige Orts» 'gruppe in Steins Garten einen öffentlichen Dortragsckbend, in dem Dr. Hoving über die „russische Frage" sprechen .wird. Dr. Hoving war längere Zeit in Finnland als .Arzt täbig, kennt also die Verhältnisse aus eigener Erfahrung; er mußte schließlich den Schwierigleiten weichen, die ihm als Germanen — Dr. Hoving ist Schwede — von der russischen Regierung bereitet wurden. ** AbonnementS-Konzerte. Das 2. Monn»- mestts-Konzert unserer Rcgimentskapclke am Donnerstag, den 18. Juni, abends 8V., Uhr, in Steins Garten verspricht wieder einen außergewöhnlichen musikalischen Genuß, indem Obermusikmeister Löher «in sehr schön gewähltes Programm ausgestellt hat. ** Aufhebung der Schonzeit für Amseln und Stare. Das hessische Ministerium des Innern hat mit Rücksicht darauf, daß sich die Amseln und Stare außerordentlich stark vermehrt und teilweise ihre Lebensweise in einer für die Landwirtschaft und den Gartenbau ungünstigen Weise geändert haben und an Trauben, Obst und Gartengewächsen empfindlichen Schaden anrichtcn, sowie Nestbrut nützlicher Vogelarten zerstören, in Hessen die Hegezeit für diese Vogelarten vom 1. Juli 1914 ab auf die Dauer eines JahreS aufgehoben. ** Benutzung der Fernsprechanschlüsse durch Dritte. Teilnehmer, die für ihren Fcrnsprech- anschluß die Panschgebühr zahlen, dürfen von Tritte» für die Benutzung des Anschlusses zu Gesprächen im Orts- und Nachbarorts- bezw. Vorortsverkehr keine Gebühr (auch nicht etwa.in der Form einer Entschädigung für die Hergabe des Raumes oder in anderer Form) erheben. Nur diejenigen^ Teilnehmer, welche die Grundgebühr und Gesprächsgebühren entrichten, dürfen sich von Dritten, die ihren Anschluß benutzen, die Gesprächsgebühren mit je 5 Psg. erstatten lassen. ** Schlafwagen dritter Klasse und Schlafwagenzüge. Gegenüber einer dieser Tage verbreiteten Meldung über die Einstellung von Schlafwagen 3. Klasse und Schlafwagenzügen lvird niitgeteilt, daß bisher von der preußischen Eisenbähnverwaltung eine Entscheidung nicht getrojsen worden ist. Der Eisenbahnminister hat lediglich in der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses erklärt, daß für den Fall, daß ganze Schlafwogenzüge gefahren werden würden, er auch mit der Eventualität der Einstellung von Schlafwagen 3. Klasse rechne. ** Verleihung von Schießanszeichnungen an die Maschinengewehrtruppen. Nachdem den Jägerbataillonen am 1. Oktober 1913 Maschinengewehrkompagnien zugeteilt sind, treten diese mit den Maschinen- gewehrabteilungen um das Kaiserzetchen, den Kaiserpreis und dos blechende Erinnernngszeichen in Wettbewerb. Die Verleihung erfolgt künslig auch für diese Maschinengewehr- Kompagnien und -Abteilungen gemeinsam alle zwei Jahre. Dieselben Auszeichnungen sollen auch die den Infanterie- Regimentern zugeteilten Maschinengewehr-Kompagnien und Festungsmaschinengewehrabteilungen mit der Maßgabe erhalten, daß die Verleihung alle drei Jahre an eine Ma schinengewehrkompagnie oder Festungs-Maschinen-Gewehr- abteilung eines jeden Armeekorps erfolgt und das Abzeichen nur ein Jahr zu tragen ist. Hierzu wird bemerkt; Bei der Auswahl kommt diejenige Maschinengewehr-Kompagnie, Maschinengewehrabteiluiig oder Festnngs-Majchinengewehr- Abteilung in Betracht, die nach mehrjähriger Beobachtung als die beste im Schießen (hauptsächlich dem gefechtsmäßigen) erkannt und nach ihren Leistungen in den übrigen Dienstzweigen unter Berücksichtigung der persönlickjen Wirksamkeit und Verdienste des Kompagniechess (Abteilnngsfüh- rers) der Auszeichnungen würdig ist. "Futter-undGetreidezählung, Am 1. Julid. Js. findet im Deutschen Reiche zum erstenmal eine stasistsiche Auf- nabme der Vorräte an Getreide und Eitzeugnisten der Getreide- mütlereien Natt. Für die Aus»ahme kommen sämtliche gewerb- siche, Dandels- und Verkehrsbetriebe und die landwirtschaftlichen Betriebe mit fünf nnd mehr Hektar landwirtschaftlich benutzter Fläche in Betracht. Hierzu ist auch Pachilaud zu rechnen. Die Angaben dürfen bestimmungsgemäß nur für Zwecke der amtlichen Statistik verwendet iverden. Die Betriebsinhaber füllen die Zählkarten aus und übergeben sie in einem verschlosseuen, mitgelieserttm Bricsumschlag der Ortspolizeibehörde, die ihn unerüssnet dem Stasistisck>en Landesamic in Berlin einreicht. Dieses Verfahren schließt jeden bei derartigen Zähiungen bisher noch lantgewoc- denen Verdacht, die Angaben würden von den Ortsbehörden zu steuerlichen Zwecken benutzt, aus. Landkreis Gieße». — Henchelheim. 12. Juni. Schon beinahe ein Jahr ist es her, daß die Preise sür Schlachtvieh ganz bedeutend lferunter- gegangen lind, aber die hiesigen Metzger sind immer noch nicht gewillt, ihre Verkausspreise der Ifeutigen Marktlage anzupassen. Obgleich in dem nahegelegenen Gießen sowie in der ganzen Umgebung die Verkaufspreise für Fleisch- und Wurstwaren schon lange herabgesetzt worden sind, zahlt man in unserem Orte noch die alten, teilweise NM 10 und 20 Pfennig höheren Preise, das ist die billige Lebensweise aus dem Lande. Kreis Lautcrbnch. " L a ii t e r b a ch, 10. Juni. Unter dem Vorsitz des Geheimen OberschulratS Dr. Block aus Darmstadt fand heute an der hiesigen Realschule die mündliche Abschlußprüfung sür Zöglinge der Dürerschule Hochwaldhausen statt. Alle drei Prüslinge erwarben die Reife für Ober-Sekunda. Krcis Schotten. z. H eichen Hain, 12. Juni. Sest einiger Zeit hält der Tod eine reiche Ernte unter den Männern des Dorfes. Vier Greise und ein Mann von erst sünszig Jahren sind in kurzer Zeit gestoibeu. Gestern wurde ein Greis von 70 Jahren seiner letzten Ruhestätte übergeben, und nur wenige Stunden darnach starb schon wieder ein Mann. , > Kreis Fricdberg. A Friedberg, 12. Juni. Sein 50j ährrges Jubiläum wird der Borschuß-und Kreditverein in diesem Jahre begehen. Das Fest soll sin Oktober im Hotel Trapp gefeiert werden. Der Verein ist das größte Geldinstitut in unserer Stadt. L. Friedberg,14. Juni. Trotz des schlechten Wetters waren an tausend Mitglieder des E v. I ü n g l i n g s b » n d e s ftir Hessen in unserer Stadt erschienen. Sie feierten das 12. Bundessesh Um 10 Uhr laich in der Stadtkirche ein Festgottesdienst statt. Die Kirche war bis ans den letzten Platz besetzt. Es mlzzon über 1200 Leuw anwesend gewesen sein. Festprediger war Professor D. Schian- Gießen. Weitere Ansprackfen hielten der Vertreter des Oberkonsistoriums, Superintendent D. Petersen - Darmstadt »nd des Bun- desvorsitzenden Pfarrer M ül l er - Osscubach, die vereinigten Posaunenchöre des Bundes, der eoang. Kirchengesangverein uich die Chorschule wirkten beim Gottesdienste mit. Um 12 Uhr war der Gottesdienst zu Ende und nun begann in den Familien das Miltagessen der Vereinsmitglieder. Trotz des ungünssigen Wetters bewegte sich, als der Himmel sich aufheiterte, von der Mainzer Toranlage ein Festzug nach dem Sportplatz Seewiese. Hier begrüßte Bürgermeister Baurat Kohl die Versammlung, ebenso Prosessor L a m p a s. Aus dem Festvlatz landen Turnspiele statt. Gegen 5 Uhr ging der Zug in die Burg und daun wegen des Regens in die Stadtkirche, wo Direktor O, Schoell und der stellvertretende Vorsitzende Pfarrer v. der A u e Ansprachen hielten. k. Butzbach, 12. Juni. (Gemeindcratssitzung.) Anwesend: Großh. Bürgermeister Flach, die beiden Beigeordneten lind sämtliche Gemeinderatsmitglikder mit Ausnahme des Dr. Bogt. Die zurzeit festgesetzten Ortslölme stir gewöhnliche Tagarbeiter sollen beibehalten werden, da sie gegenwärtig einer Aende- rung nicht bedürfen. — Der Wirtschaftsplan über den Stadtwald und derjenige über den Hospitalwald für das Jahr 1915 wurden der Finanzkommission zur Prüfung überwiesen. — Bei Beratung des Voranschlags der Großh. Realschule für 1915 stellte Oppenheimer folgenden Antrag: Der Gemeinderat wählt aus seiner Mitte eine Kommission von drei Mitgliedern, die die Verhältnisse ixi Großh. Realschule zu prüfen nnd festzrrsteslen hat, ob es nicht möglich sei, die Ausgaben herabzusetzen, und auf welche Weise es zu ermöglichen sei, die Schülerzahl zu erhöhen. Die Kommission hat spätestens bis zum I. September dem Gemeinderat hierüber Bericht zu erstatten. Dem Anträge wurde z»gestimmt. Aus Vorschlag des Oppenheimer wurden als Kommissionsmitglieder erwählt: Hend, Metzger und Ohnacker. — Die Eingabe der Großh. Garnisonverwaltung dahier um Anschluß der Kaserne und des Unterossizierlvohngebäudes an die elektrische Lichtleitung wurde der technischen Kommission zur weiteren Verhandlung überwiesen. — Die Baukommission hält den Ankauf eines Geländeslreifcns zur Verbreiterung der St.-Wendel Straße vom Winterschen Grundstücke noch nicht für nötig und schlägt vor, die Angelegenheit vorläufig für erledigt zu erklären. Ohnacker regt an, da es Sache der Feldbereinigung sei, die Verbreitung der Straße auszilführen, nochmals einen diesbezüglichen Antrag bei der Felbbereinigiings- kommission zu stellen und im Ablchningsfalle im Beschwerdewege bei Großh. Kreisamt Friedberg und Großh. Ministerium eine Entscheidung herbeizusühren. Teil Anträgen der Baukommission und des Mitgliedes Ohnacker wurde zugestimmt. Die /Verstellung des Trottoirs in der St.-Wendel^traße soll erst erfolgen, wenn alle anliegende Grundbesitzer hierzu ihre Zustimmung erteilt haben. Die Pflasterung eines l Meter breiten Fußsteiges auf der rechten Seite der Straße wurde abgelehnt. Metzger beantragt, den an den Häusern herführenden Fußsteig mst Schlacken zu überschütten. Beigeordneter Heil einpfiehlt eine Höherlegung der Straße in der Mitte der Fahrbahn. Bürgermeister Flach wird ermächtigt, den Fußsteig mit Schlacken oder Kieß überschütten zu lassen. Die Bau- kommissron schlägt vor, zur Verbreiterung der Hochweiseler Straße bei dem Knappeschen Wohnhause einen Geländcstreisen von 4 bis 5 Meter von dem Grundstück des Christoph Heyd IV. dahier an- znkausen und den Garten.zaun zu versetzen. Auf Antrag Tröster wird der Vorschlag abgelehnt, bezw. die Angelegenheit zurückge- stellt. Die Baukommission schlägt vor, den Graben an der Weidig- straße von dem Wohnhause Nickel bis zum Dreherschen Gebäude zur Verbreiterung des Trottoirs auffüllen zu lassen und an den Stellen, wo es nötig erscheint, durch das Trottoir Abflußrohre zu legen, Hevd beantragt vor Beschlußfassung eine OrtSbesich- itgung. Dem Anträge wurde zugestimmt. Der Termin wurde auf Donnerstag, den 18, Juni, nachmittags 6 Uhr, seftgefetzt. — Dem Gastwirt Jean Steinhäußer VI. dahier wurde die Aufstellung eines Firmenschildes gegen Bezahlung einer jährlichen AnerkennungS- gebühr von 5 Mark gestattet. — Send berichtet in ausführlicher Weise über den Antrag der technischen Kommission, belreffend Verbot der Verwendung b kerziger Metallfadenlampen. Er habe sestgestellt, daß bei Verwendung derartiger Lampen der Elektrizitätsmesser einen Stromverbrauch nicht anzeige und dadurch das Werk geschädigt würde. Tie Ueberlandzentrale habe in ihren Bestimmungen ein..Verbot über Verwendung solcher Lampen vorgesehen. Er empfiehlt einen diesbezüglichen Nachtrag auch in unserem Statut genehmigen zu lassen und verliest den Entwurf desselben, der lautet; „Tem Gemeinderat bleibt Vorbehalten, über die Zulassung der Art von Beleuchtungs-, Heizungskörpern und Motoranlagen, sowie über die zur Verwendung kommenden Systeme und Fabrikate von Gebrauchsgegenständcn, welche durch die elektrische Kraft des Werks betätigt werden sollen, ,u entscheiden und erforderlichenfalls deren Verwendimg zu verbieten." Dieser Zusatz fand einmütige Zustimmung. Heyd beantragt weiter, das Nachstehende zu verössentlüi,en: Zu Heizungs- und Kochzwecken kann aus Antrag der Krafttaris in Ansatz gebracht werden, wenn für die Sommermonate, von Avrck bis einschließlich September, monatlich durchschnittlich 10 Kilowattstunden verbraucht werden und einwond- fret feststeht, daß zum Schaden des Werkes kern Mißbrauch mit der elektrischen Krast getrieben wird. Auch dieser Antrag wurde einstimmig genehmigt, ebenso der Antrag Metzger, durch den Kontrolleur seststellen zu lassen, in welchem Umsange derartige Lampen zurzeit in Gebrauch sind, — Bei der statlgehabten Wahl der Mitglieder zur Veranlagungskommission für die Einkommensteuer 2, Mteilung wurden gewählt; Wilhelm Braubach, Johann Jakob Schmidt, Philipp Groß, Ludwig Kießelbach, Georg Flach, als Ersatzmänner; Christoph Wießler, Karl Heil und Beigeordneter Heck, — Gegen die Heranziehung eines Kostenbeitrags sür die Herstellung des Fußsteiges in der Griedler Straße wurde von dem Kirchenvorstand der katholischen Kirchcngemeinde Einspruch erhoben, da das Trottoir wenig Interesse für sie habe, Ter Vorstand bittet um Uebernahme der Kosten im Betrage von 460 Mark auf die Stadtkajse. Aus Antrag des Beigeordneten Hadermann wird der Betrag auf 300 Mark ermäßigt, — Der Großh. Zellenstras- anstalt Butzbach soll niitgeteilt werden, daß zur vertraglichen Verbesserung und Verbreiterung der Cleeberger Straße die Mittel im nächsten Voranschlag vorgesehen werden sollen. Die Aus- sührung der Arbeiten sei jetzt nicht möglich, da hierfür in diesem Jahre keine Mittel im Voranschlag vorgesehen seien, — Die Anschaffung von 2 Hydrantenstandrohren für die Freiwillige Feuerwehr wurde genehmigt. — Dem evangelischen Kirchengesangverein dahier wird zur Abhaltung eines Festes am 28. Juni 1914 die Markthalle zur Verfügung gestellt. — Das Gesuch des Geometers Sauer um Bewilligung eines Betrages für Anfertigung einer Uebersichtskarte wurde der Baukommission zur Prüfung überwiesen. — Dem Antrag Metzger, den Fußvsad an der Römersttaße mit Schlacken zu überschütten, wurde zugestimnrt. — Am Bitmarcks- hain soll eine Schutzlfütte hergerichtet werden. Stnrkenburg und Rheinhessen, d. Mainz, 12. Jimi. Der 30jährige Schnlverwalter P. G. aus Frankfurt a. M., der seü 1907 an der Volksschule in Mainz- Momboch angestellt ist, verging sich seit 1908 in dreizehn Fällen an Srhtilern. Das Gericht verutteilte ihn zu einem Jahr Gefängnis, Worms, 13. Juni. Zu dem Morde in Hofheim wird gemeldet, daß der mntmaßliche Mörder Flörsch in seinem Heimatdocfe Monzernheim sestgenoulmen worden ist. Er gibt zu, bei dem Bäckermeisler Back in Diensten gestanden zu haben, leugnet jedoch die Tat. Flörsch wurde in das Nnitsgerichtsgefängnis nach Pfeddersheim gebracht. Kreis Wetzlnr. X Erda, 12, Juni, Am 15. Juni wird hier eine Poskagentnr errichtet. Die Agentur wird dem seitherigen Inhaber der Posthilfsstelle Jakob übertragen. Hessen-Nassau, h, Franlfnrt a. M„ 14, ^Jzmi, Frankfurt kann den Ruhm für sick) in Anspruch nehmen, die reichste Stadt Deutschlands »u sein. Noch den endgültig erfolgten Feststellungen für den Wehrbeitrag hat cs 38096 000 Mark zu leisten. Damit bringt die Stadt,allein rund den 25, Teil des gesamten Wehrbeitrags auf. LanVrvirtschaft. ** Die Bienenzucht verspricht in diesem Jahre einen wenig lohnenden Ertrag, Wenn auch die Völker sich im Frühiahr regelrecht entwickelt hatten, und die Blüten der Johannis- und der Stachelbeeren sowie der Obstbäume den Immen reichlich Nahrung darboten, so tonnten sie diese wegen der naßkalten Witterung doch nicht eintragen. Viele der eitrigen Tierchen fanden im Sturm und Regen ilpen Tod. Da die Haupltracht mit der Heuernte aushörh so verbleibt nur noch wenig Zeit >zur cAcheit. Auf gefüllt« Honigtöpfe ist nicht zu rechnen. Gerkchtrsaal. Vilbel, 12, Juni. Wegen Milchfälschung waren ine Eheleute M. von Nieder-Erlenbach ongeklagt. Das chemische Urrter- suchungsamt stellte sest, daß die Milch enttalimt war. Do sie ine Milch für Vollmilch verlausten, wilrden sie heute vom hiesigen Schöffengericht Imit 15 Mark Geldstrase besttast, V Sport. — Allgemeines Tenn is-T o » r » ier Gießen 1914. Aus den Plätzen an der Hardt land gestern ei» allgem. Tournier statt, das spottlich einen sehr interessanten Verlani nahm. Von bekannten Spielern beteiliaten sich ». a, Sch,nitgen - München, Lohnert-Fraiitturter Law» Tennis-Klub 1914, Speth - Blitzbacher Te»nis-Kl»b, sowie Engelhardt-Gießen. Schmitgen mar der beste Mann aus dem Platze. Er schlug in der Vorrunde de? berre»- CinzelspielS ohne Vorgabe de» jugendlichen Spetb, der hervorragend spiejte, 8:4, 8:1, Ter beste Gießenee Spieler war Engelhardt. Selbst ei» erfahrener Tournierspieler wie Lohnert, bei dein man allerdings jegliches Training vermißte, loume Engelhardt i» der Vorrunde des H. E. o, V. nur knapp 6:2, 8:6 schlagen I» der Schlußrunde des Herren-EtnzelsplelS traten sich sonach Schmitgen — Lohnert, das Schmitgen sicher ge>vn»». Die Ergednisse sind: Herren-Einzelspiel ohne Vorgabe tl8 Nennungen): I. Preis Schmitgen, 2. Preis Lohnert, 3. Preise Speth und Engelhardt; Herren-Einzelspiel mit Vorgabe: 1. Preis Spetb (— 15%), 2. Preis Engelhardt (— 3. Preise Tietz (+ 15) und Kaub (+ 15). — Am Sonntag, 21. Juni, findet ein Tame»- Einzelsviel o. V., ein Tamen-Herren-Doppelsviel o. V, und ein Herren-Dovpellpiel o. V, stott. = 29, Mainzer Regatta, Am Samstag, den 20, tlnd Sonntag, den 21, d. Mts, findet die große internationale Regatta! des Mainzer Ruder-Vereins auf der bekannten Strecke Weisenauer Zementsabttk—Eisenbahnbrücke statt. Die Meldungen zu diesem beliebten Svottsseste sind ganz hervorragend ausgesallen, 24 Vereine aus Bingen, Bonn, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Frankfurt (31, Gießen, Griesheim, Kastei, Mainz (2), Mannheim (31, Ostenbach, Oppenheim, Schweinsurt, Ulm, Wiesbaden, Worms ( 2 ) und Zürich iverden sich ein Stelldichein geben. Durch das'Erscheinen der berühmtell Eurovameiuersck>astsmannschast, derZüricher Graßhopper, ist die Jnternatioualität der Regatta gewahrt und da sie in den Hauptrennen mit der deutsckzen Meistertckoltsmamischaft des Mainzer Ruder-Vereins, die aus den chisherigen Regatten in Frankfurt und Berlin alle ihre Gegner spielend abgesertigt hat> zusammentrifft, so sind hochinteressante, spannende Rennen zu erwarten. Lnstsciiisfobrt. „Z I“ verunglückt. Diedenhosen, 13. Juni. Der Miliiär-Lustkreuzer „Z I“ ist heute mittag kurz vor 12 Uhr aut der Fahrt von K ö l » ii a ch M e tz bet Diedenhosen gelegentlich einer Notlandung verunglückt. Das Lultschiss, das durch deu Regen ohnehin stark beschwert war, wurde dicrch eine senkrechte Bö z „ Boden gedrückt und knickte zwischen der Hintere» 6!o»del »nd dem Steuer rechtwinkelig durch. Wie die »Lothr. Nachrck melde», muß das Liistschlsf gau, obmontiert werden, Pauptmann Klcinschmidt wurde leicht verletzt, ebenso ein Oberleutnant am Kopse. Nur mit Mühe gelang es jii verhindern, dgß dgz Luflschiff i» die nahe Mosel geriet. lieber den Unsall wird weüer berichtet, daß das Luftschist auf der großen Wiese südlickt von Diedenhosen zwischen dem großen Moselbogen und der in die Mosel eiiimündenden Fentsch liegt. Der Hintere Teil des Luftschistes ist zwischen zwei Bäumen eingeklemmt, zwischen denen das Lustschiff in dem Augenblick des Unfalles gerade hindurchsuhr und die es festhielten, als es von der plötzlich auftrclenden Böe erfaßt und nach rechts getrieben wurde, so daß es im letzten Drittel umknickte. Zwei Kompagnien des 135. Jirsanterie-Regimenls haben den Platz in wtiiem Bogen abgesperrt und sind bei den Bergungsarbeiten behilstich. Hauplmann Kleinschmidt, der Führer des Luftschiffes, hat, wie verlautet, einigen Berichterstattern folgende .Darstellung gegeben: Nachdem eine militärische Uebung, zu der der „Z, I"" frühmorgens in Köln aufgestiegen war, beendet war, geriet das Luftschiff aus dem Heimwege in schwere Gewitterböen, deren starke verttlale Lujlsttümungeii das Lufllchifl, dessen Stosjhülle sich voll- ständu, voll Was,er gesogen hatte und auf dessen Decke sich ziemlich viel Schnee befand, zu Boden gedrückt haben. Die Beschädigungen seien nicht erheblich und wieder zu reparieren; doch müsse dak- Luftschiff auscinandcrgcnommen werden ?luher ein paar Schrammen, die einige Offiziere und Mannschaften erlütcn hätten, seien lerne Verletzungen vorgekommen. Die Berichte der Augenzeugen bestätigen vor allen Dingen die Stärke des Unwetters, die dps Manövrieren des Schisses erschwerte. Vermutlich habe der Führer die Jllingcr Wiesen erreichen wollen, fei aber, um nicht Gefahr zu laufen, ins Wasser zu geraten, schon bei Niederjeirtz nieder- gegangen, wobei das Schiff dann abgetrieben beziehungsweise durch die.vertikale Böe zu Boden gerissen wurde, zwischen che beiden Bäume geriet und durch eine andere Böe nach rechts IUN- gcknickt wurde. Nach einer anderen Darstellung soll die Hülle des Luftschiffes durch die Aestc eines Baumes, den der Luftkreuzer streifte, aus- gerrsien fern und die Gondeln sowie die Luftbrücke sollen arg verbeult ivorden sein, als das zu Boden gedrückte Luftschiff über den stcrnigen Boden schleifte. Schwere Verletzungen, so erzählen die Augenzeugen, seien nicht vorgekommen. Hauvtinann Kleinschmidt ft"- verletz, worden, ein Oberleutnant etwas erheblicher am Kopte. Ter Offizier sei zunächst im Automobil ins Tiechnhvsener ""iarett gebracht worden, habe aber bald selbständig die Rückreise nach, Köln aus der Bahn antreien können Die Besatzung des Luftschiffes, welche aus drei ^Offizieren und neun Soldaten beftand, hatte ttch durch Abspringen gerettet, wobei ein Soldat ein Bein gebrochen habe. Kriegsmäßige Ballon-Verfolgung in Mainz am 13. Juni. Die allgcmeiiie Kriegslage lautet dahin, daß die blaue Festung Mainz von Rot belagert wird, und da ihre Drahtverbindungen abgcschnitten sind, auch die Funken-Station zerstört ist, beschließt der Gouverneur, daß eine Anzahl Freiballone gleichzeitig aus- stcigen sollen, um ihn über die Lage und Absicht des Feindes zu unterrichten Die Ucbung, die in Gegenwart des Gouverneurs, General der Infanterie von Kathen, des Stadtkommandanten Gcueralmasor von Ruvillc, des Provinzialdirektors Best, des Ober bürgcrmeisters Dr. Göttelmann und der Beigeordneten der Stadt Mainz stattsand, litt sehr unter den Unbilden der Witterung. Gin heftiges Gewitter war kurz vor 1 Uhr über der Stadt nieder- gegangen und verzögerte den Aufstü'g der Ballone, der erst kurz vor 4 Uhr vom Startplätze, der Jngclheimer Aue, aus stattfinden konnte. Als erster trat der Ballon „Mönus" seine Luftrcisc an, dem in kurzen Abständen die Ballone „Mainz-Wiesbaden", „Justitia", „Herzog Ernst", „Hessen", „Continental", „Frankfurt", „Freiburg" und „Dfflie" ftilgten. Ti« geplante Fahrt des Zeppelinschiffes „Z. 7", zurzeit in Frankfurt a. M. stationiert, siel der unsicheren Wetterlage sorgen aus. Die Ballone trieben sämtlich nach Tüdwesten ab. rmd war ihre Verfolgung durch Motorboote und eine große Anzahl Krafttvagcn bei dem unsichtigen Wetter umsomehr erschwert, als sie bei starkem Wind sehr rasch davon» fuhren und in den Wolken verschwanden. Kurz nach den, Abflug der Ballone nahte von Darmftadt das Fliegergeschwader der Offi- zicrsflieger, im ganzen acht Doppeldecker in Abteilungen von je zwei'Flugzeugen, und nahm, nachdem cs mehrere Rundffüge über dem Startplätze unternommen hatte, die Verfolgung der Freiballone aus. Die Ergebnisse derselben sind bis jetzt noch nicht vollständig bekannt, was auf den verspäteten Start und die erheblichen Entfernungen, die die Ballone und Fahr- und Flugzeuge zurückleqtcn, zurückznftihrcn ist. Die Uebung bot einen einzigen, prächtigen Anblick, und ist es nur zu bedauern, daß sic durch das schlechte Weiter ungünstig beeinflußt wurde. - Uulversktätr.Nachrichtei». — Proseffor Tr. Willh Wygodzinskr ist zum etats- mäßigen Professor für Volksivirtschastslchre und Genoffenschasts- wescn an der Landwirtschaftlichen Akademie zu Bonn — gPoppelsdors ernannt worden. Rhkin-Mainischer verband für Volksbildung. zp h. F ra n k s u r t a. M., 14. Juni. Zum erstenmal trat heute der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung in seinem neuen Heim der Alten Börse, zu einer Hauptversammlung zusammen. Sie wurde vom Vorsitzenden, Pfarrer Küster 'Höchst a. M.>, mst einem Rückblick aus die jetzt zehnjährige Tätigkeit des Verbandes und seines verdienten Leiters Georg Volk eingeleitet. Psarrer Fresenius (Essenhttm) sprach sodann über „Die Bolksbildungsarbeit aus dem jlachcnLand e", zu deren Vertiefung und Ausbau er eine Reihe von prakttsch erprobten Vorschlägen und neuen Anregungen gab. In der sich anschließenden geschäftlichen Sitzung kam nun der liefe seit mehreren Jahren unter den leckenden Personen der Geschäftsstelle zu Franksurt obwaltende Konflikt zum offenen Ausbruch. Gegen die erste Assistentin, Frau Tr. Epstein, werden in steigendem Maße, namentlich von den Vereinen in Nassau, Baden und Hessen, Beschwerden erhoben, daß sie den Vereinen gegenüber nicht mck dem nötigen Takt verkehre und daß sie vor allem danach strebe, den Gründer und Leiter des Beibandes, Herrn Georg Volk, zu verdrängen und sich selbst an seine Stelle zu setzen. Schließlich fand folgende bemerkenswerte Bcrtraucns- kundgebung mit erdrückender Mehrheit Annahme: „Die Mitgliederversammlung erklärt, daß sic alle Versuche mißbilligt, dem bewährten seitherigen Geschäftsführer die alleinige Leitung der Geschästsstelle zu nehmen und ihm einen gleichberechtigten zweiten Geschäftsführer (Frau Tr. Epstein. D. B.) an die Seite zu stellen, sie sicht in Georg Volk den genialen Bolks- bitdncr, den eigentlichen Schöpfer des Verbandes und bctrackstet die beabsichtigte Einschränkung seiner Bcftigniffe als eme tinver- dientc Kränkung für ihn. Sie glaubt, daß derjenige Teil der Geschäftsführung, der von Herrn Volk neben seiner Außentätig- kcit nicht versehen werden kann, auch von einer untergeordneten und ihn, verantwortlichen Person versch>'n tvcrdcn kann." Noch einer Pause wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Tiefe erhielten nunmehr eine überraschende Wendung dadurch, daß Frau Dr. Epstein und il/r Gatte durch den Vorstand ihren Austritt aus den, Vorstandund der Vcrbandsleitung erklären ließen. Ebenso trat die Assistentin Müller aus der Geschäftsstelle zurück Dem Vorsitzenden, Psarrer Küster, nturde der Tank für die unparteiische Gejchäftsleitung in besonderer Weise ausgedrückt. , In den Vorstand ivurdcn nun einstimmig gewählt: Pfr. Küster (Höchst). Prof. Stein (Frankfurt), Stadtrat Flefch /Frankfurt!, Heller «Tarmskadt), Rechtsanwalt Sturmsels (Groß-Umstadt), Sanitätsrat Eschlc (Sinsheim:, Lehrer Wehr (Hofhctm), Dr. Wagner (Offen doch), De. R. Kahn (Frankfurt . — Der Voranschlag für 1914/15 schckeßt mit 53 70V Mk. >im Vorjahre 57 128 Mk. Einnabmen und Ausgaben ab. der des Verbandstheaiers mit 34 000 Mk. (37 536 Mk). Der Fehlbetrag itr 1913/14 beträgt -im Verbände 7383 Mk., beim Theater 5606 A!ark. Mit dem Austrckt von Frau Epstein scheint die sckiweve Krisis, die den Derbaich zu sprengen drohte, überwunden zu sein. Die Regierungsjeitcn der Herrscher von Mecklenburg-5trelitz. Die Tauer der Regierung des jetzt verstorbenen Großherzogs Adolf Friedrich, die gerade ein Dezennium umfaßt — er gelangt« am 30. Mai 1904 aus den Thron —, ist gegenüber denen seiner Vorgänger eine ungewöhnlich kurze. Nur einer von ihnen regierte nocki kürzere Zeck, seitdem die mecklenburgischen Lande (1701 1 geteilt wurden. Es war der erste Herzog, der noch der Teilung in Mccklenburg-Strelitz zur Regierung kam, also der erste Herzog dieses Landes Adolf Friedrich II., der von 1701 bis 1708 den, Hcrzogthron innc hatte. Sein Nachfolger dagcmn konnte sich einer langjährigen Regierung freuen. Es ist Adoli Friedrich III. (1708 bis 1752). Er legte im Jahre 1726 den Ort Neustrelitz an, indem er an stelle des alten Jagdschlosses Glienkc ein großes Schloß erbauen ließ, um dort im Jahre 1731 Wohnung zu nehmen, und erhob zwei Jahre später Neustrelitz zur Stadt. Der vorsorgliche Landessürst legte besonderen Wett darauf, daß die Stadt keinen Fcuersgesahrcn ausgcsctzt sei. Auch sein Nesse und Nachfolger Adolf Friedrich IV. <1752 bis 1794), der eine lange gescgiictc Regicrungszeck hatte, hatte vor den Himmelsgcwaltcn große Furcht. Fritz Reuter schildert seine Gewitterangst tn „Dvrchläuchting" sehr drollig, und noch heute kann man im Ncubrandenburger Schloß den Glaskasten sehen, in den sich Dörchlänchting beim Naben von Gewitterwolken zurückzog. Von kürzerer Regierungsdaiier dagegen war die Herrschaft des Herzogs Karl, der immerhin aber 22 Jahre über Mccklenburg-Strelitz regierte 0794 bis 1816). Er war der Vater der Königin Luise, der, nachdem er» der Gewalt Napoleons weichend, dem Rheinbund batte beitrttkn müssen, sich 1813 aber seinem Schwiegersohn anschloß. Aus dem Paradevlatz in Rcustrelitz ist ihm ein Denkmal errichtet. Er war der Fürst, der ein Jahr vor seinem Tode Mccklenburg-Strelitz zum Großherzogtum «achte. Sein Nachfolger Grußherzog Georg <1816 bis 1860) ist der durch seine künstlerischen Neigungen bekannte Fürst, der in sreundschaft- lichen Beziehungen zu den Sängerinnen Henriette Sontag und Wilhelminc Schrödcr-Dcvttent stand. Aus dem Sarge der Erstgenannten im Kloster Marienthal in Sachsen ruht ein kostbarer goldener Lorbecrkranz, der von diesem Fürsten gewidmet ist. Er war ein sehr gutmütiger, wohltätiger Fürst, der die Lcibcigen- schast aushob, Gegner der Todesstrasc war und von seinen Lundcs- kindcrn sehr verehrt wurde. Seiner langjähttgen Regierung solgtc die des Grobherzogs Friedrich Wilhelm 0860 bis 1904), des Vaters und Vorgängers des nun verstorbenen Fürsten. Börscn-Wochcnbericht. ---Frankfurt a. M., 12. Juni. Obwohl noch immer vcrscknedene Unklarheiten auf dem .Gebiete der Politik uno des Wirtschaftslebens vorhanden sind, zeigte die Börse in dieser Woche etwas sreundlichcrcStimmung, N>cnn auch der Verkehr ein ganz begrenzter blieb. So lange diese Unklarheiten bestehen, dürste auch aus^ eine regere Beteiligung an den Börsengeschäften seitens der Spekulation lind des Kapitalistenpublikums nicht zu rechnen sein: man sieht aber jetzt den koinmendcu Ereignissen doch wieder mit mehr Zuversicht entgegen schon im Hinblick daraus, daß die deutschen Märkte infolge des jahrclangeii Rcintgungsprozesses gegenwärtig als innerlich gesund betrachtet werden können. Weder bei der Spekulation noch im Publikum bestehen schlvache, speffilative Engagements, während zugleicki durch die soliden Bilanzicrungs- methodcn unserer großen Jndustricgcscllschasten eine gewisse Gewähr gegen jähe Rückschläge der Dividenden in Zeiten schivächercn Geschäftsganges gegeben ist. So bieten heute selbst die Werte, die man früher als besonders spekulativ ansab und deren Erlräg- Nisse ft, vergangenen Jahren wiederholt stark schwankten, bei dem letzlgen niedrigen Kursnivcau eine vorteilhafte Verzinsung, worüber sich die Efscktcnbesitzcr auch völlig im Klare» sind. Deutschland verfügt gleichzeitig auch über die größten Geldmittel und über die niedrigste» Zinssätze in der Welt, wodurch der Schwerpunkt bei den kommenden AnletheverHandlungen der Balkan- und überseeischen Staaten wieder mehr noch Deutschland gelenkt werden dürfte. Das ist ein bedeutsames Moment, das wohl beachtet sein will, denn die neuen Anleihen, die Frankreich wegen seiner sinanziellcn Entkräftung nicht mehr in dem erhofften Umsange gewähren kann und die nun wohl eine internationale Lösung sindcn dürsten, werden unserer Industrie neue Arbeit einbringe» und aus der Besserung der Industrie beruhen ja zurzeit alle Hoffnungen der Börse. Es geht dies vor allem aus der Zuversicht hervor, mit der die Spekulation die leitenden Mon- tanpapicrc kaust. Es heißt, daß die Beschäftigung der großen Werke nicht unbefriedigend sei und daß cs auch an guten lausenden Spezifikationen nicht fehlt, so daß lange Abschlüsse von den Werken vermieden werden. Auch die guten Ziffern der Roh- ciscnproduktion für den Monat Mat. die Besserung der belgischen und deutschen Aussubrpreise, ein brünstiger Sckuationsbettcht von amerikanischen Eisenmarkt, endlich eine Meldung, daß Rußland außer Roheisen auch Waggons und Lokomotiven im Ausland bestellen werde, regten wiederholt die Kauslust an. Nachdeni in der Vorwoche Laurahüttc und auch schon Lberschlesische Eisenindustrie wesentlich angezogen hotten, übernahmen jetzt letztere die Führung und ihnen schlossen sich Oberbcdars an: diese beiden Wette stiegen 5 und 7 Proz. Auch sür Braunkohlenwerte zeigte sich größeres Interesse aus die Wahrnehmung, daß die Braunkohle immer mehr Verweichung sür Jndustriezwecke findet. Die Syndizierungsverhandlungen in der Montanindustrie stehen naturgemäß weiter im Vordergrund des Interesses, doch crgcht man jich dattn, weiter abwatten zu müssen. Neben Montanpapiereu ersuhren noch Naphta Nobel eine Kursbcsserung von 14 Pvoz. im Einklang mit der Erholung, die die Aktien in Patts und Petersburg ersuhren. Die gebesserte Disposition der Auslandsmärkte Ivor überhanm ein wesentliches Moment für die freundlichere Haltung der hiesigen Börse. Bon Industrie- papieren liegen chemische Werke meist schwächer, namentlich die Aktien, i» denen das Bezugsrecht zur Ausübung gelangt, wie Höchster und Weiler ter Meer. Aus den übttgen Gebieten sind die Kurse wenig verändctt. Pttvatdiskont 2"/is%,- Vriefkaften >cr Redaktion. (Huonnme Ailsragc» bleibe» unberücksichtigt.! Tie Zenlchrlck .Ziegel und Zement' erscheint l» Berlin S.-W., Großbeerenstraße 72. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber kttnerlci Verantwortung.) RciSkirchen, 12. June. Heute nachinittag ettolgtc die Bettadung des von der Land- Ivirtschastskammer sür die landwiitschastltchk Ausstellung in Hannover bestimmten Bullen, Dogelsberger Rasse. Statt der 3—4 Mann, welche die Rotwendigkttt bei solchen Fällen cttordett, kommt kauni eine Stunde vor der Abfahrt der Bullenbalter mit seinem Bullen gemächlich allein. Alle gute Worte, selbst Schläge Helsen nichts, der Mann bringt das Tier nicht in den Wagen. Wenn das Bahnpersonal und die dort beschäftigten Pettonen nicht Hand angelegt hätten, dann wäre die Verladung ohne Unglückssall nicht abgegangen: kaum hatte der Dulle den Wagen betreten, so löste sich unerklärlicher Weise die Kette vom Nascnttng und das aufgeregte Tier stand srtt da. Die Geistesgegenwart ciiteä Helscrs rettete durch Verschieben der Wagcntür die gcsährliche Sckuation. Des lvtttercu machte sich ein Mangel an Rescrvestttcken und Stetten 1 bemerkbar, und statt des einen Mannes, welckzer den Transport begleitete, wären deren Met unbedingt cttorderlich. Zeigt die Gemeindevertretung sür diese Schubmaßregeln kein Interesse, dann sollte die Vorgesetzte Behörde sie an ihre Pflicht erinnern. Ein Augenzeuge. Verantwortlich sür „Aus Siadt und Land" i. B.: K. Neurath. Müllersche Badeanstalt/ B nlit rro lirme der Lahn am 15. Juni 15' R. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Juni 1014 1. 'S I°“ S'p & ZW o --r ZK 55 S i» A> ZS 1 fl! ep'i'S’ nji l-t Wett» 14. 1 2 ,f 744,6 19,3 13,8 80 w 2 7 14.1 6- 74^,6 17 0 13,5 93 NE 10 ti 746.5 16,1 12,6 92 NNE 2 8 Sonnenschein Höchste Teinperatur am 13.—14. Juni 1914 = + 23 • Niedrigste . , 13.—U. . 1314 = + 14,9“. Niederschlag: 5,3 mm. oH)CffT «Rtrtv Draadt, Sebakfhnusca «L-«»wetz1. i§i die Gesundes Blut prägt sich nicht nur auf den Körper aus, indem demselben angenehmes AetlSSere und Reiz verliehen werden, sondern auch auf den Geist, wodurch der Mensch heiter und vergnügt wird. WU■ in 0 S tf*ff* das ttogenhlld von Kraft und Stärke bei Männern. Ohne reiche", fjesondes Blut S» CbSSöd^BBC w a kann eine Iran nicht vollftt&ndlK Iran «ein. Sie verliert den Kelz ihre« Geschlecht»* fölensch - b -- “ ttn 1 nI, 1 c ^ ^_ a P , J_ Ne,n t e J PIHchten von«tHndlK nachkommcn, wenn da« IHut ln ungcimndeui, mangelhaftem Zustande ist, and in welchem die nötigen Bestandteile fehlen. und Mangel an Blut sind die Ursachen von geistigen und körperlichen Schwächen, von Nervosität Kopfschmerzen, bleichem Aussehen, Herzklopfen, Gedächtnisschwäche etc. Ungesundes Blut üns’tat't klarer lebhafter Augen, rosiger Wangen, sind die Augen mafty die Gesüch'tsfarhe fahl. Die Organe des Körpers werden ungenügend genährt und sind beständig Krankheiten ausgesetzt. KekonvalesKentcu, Preis Mk. die Flasche in nach Gutachten von Tausenden ist allen andern Mitteln vorzuziehen, um das Blut zu bereichern und zu ersetzen. Schon nach mehrtägigem Gebrauch wird der Appetit und die Verdauung gehoben, Müdigkeit u. Schwäche sehwinden. Die Augen werden klar, die Wangen erhalten ein frisches gesundes Aussehen. welche durch schwere Krankheiten geschwü ht wurden, finden in LEClFEItaiX ein Kräftigungsmittel allerersten Kano-es Apotheken erhältlich. Man verlange ausdrücklich I-eciterrin und weise jedes andere Präparat zurück. Sicher von: Universität»-, Hirsch- und Pelikan-Apotheke in Giessen und Alte Universitäts-Apotheke, Marburg. -, lfl 5 Zimmer In meinem Ncnfcau Liobig- xtra3e 83 iit norfj die I. Etcrne, bestehend aus 821wwsru nebst allem Zubehör per 1. Oktober au vermieten. Näheres E. laaq gp acb. 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Zuschlags- friit: 3 Wochen. 719916 Äönigl.Elsenb-.Bauabteilung _ Fulda. _ Versteigerung. Dienstag, den 16.d.Mts., nachmittags 2Uhr,versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung- «7150 1.1 Ausziehtisch, 1 Sofa, 1 Waschtisch. 1 Nachttlsch. IKlosettffuhl, 1 Sessel und 2 Ventilatoren,- 2.1 Pianino, 1 Registrierkasse. 1 Schreibmaschine. 2 Gasherde. 1 Büfett, zwei Sofas,1 Schreibtisch,sechzig Gartenstühle, 10 Gartentische, 1 Ladeneinrichtung u. a. Möbel. Die Versteigerung zu 1 findet bestimint statt. Born. Gerichtsvollzieher _in Gieffcn. u.BlasenBcraTiEee finden durch AltbnchhorH- tcr.TlnrkHF>rsideI S>08. Pollhcriiigc Prima marin. HmiW Prima Malta-Kartasfela Prima AgWtrrZiliiclicln emvsiehlt billigst. ei{ „ Gg. Wallenfels Nlarktolatz 21. Telephon 46. Gegenüber d.Engel-Apotheke Rabattmarken-Ausgabe. Prima neue holländische Poll-Heringe Matjes-Heringe Malta kartoffe'ln ägypt. 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In unser Gcnossenschaftsregister wurde heute zu der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatz- genossenschast zu Steinheim c. G. m. u. H. eingetragen: Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen künftig im „Hcssenland". Hungen, den 3. Juni 1914. 7200 B> Großherzogliches Amtsgericht. Grasversteigerung. Die diesjährige Grasernte von dem staatlichen Gelände südöstlich der neuen Ohrenklinik soll Mittwoch vormittag 9 Uhr öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft daselbst (Ecke Klinikstraße). 72290 Großh. Hochbauamt Gießen. Kuoerts mit^irma vrühl'sche Univ.-DruSerei, R. Lange, Gietzen. liefert billigst l liefert in unübertroffener Ausführung, vornehme*, matter Gla-nz, tadeHoser Sit«, keine rauhen Ränder Grosswäscherei Erielweiss Sebfltzeestrate 12 Qiessen Fernsprecher 437 AcaahoesleOta in Alsfeld, Butzbach. Heuchelheim, Lollar, Wetzlar u. Wieseck. — Repeimassiffer Fuhnvcrkverkehr nach Wetzlar und Butzbach. TAßl. Post- u. Bahn verband.