Nr. 136 Drittes Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Slehcner Zaniiliendlälter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beiqelcgt, das „«reiidlatl fßr den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Tie ..r-ndwlrtschastlichen Seil. sragen" erscheinen monatlich zweimal. 16^. )ahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhejjen Samstag, >7. Juni >Ssg Rotationsdruck und Verlag der Arül)l'iche>r UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lauge, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- siraße 7 : Expedition und Verlag: Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießeri. Aus dem preutzischen Abgeordnetenhaus. Berlin, 12. Juni. Der heutige Tag gehörte dem Fideikommtßgesetz. Nachdem die Besoldungsvorlage in dritter Lesung einstimmig angenommen worden war und der Gesetzentwurf zur Abänderung des § 109 des Zuständigfeitsgcscyes (bctr. die Genehmigung von neuen gewerblichen Anlagen, die das Wassergesetz erforderlich macht) in 2. und 3. Lesung die Zustimmung des Hauses gefunden hatte, sprach sich Justiz- minister Tr. Bcselcr über die Gründe aus. die die Regierung zur Einbringung des Fideitomni>stgcsepes veranlasst haben. Er betonte dabei vornehmlich die Notwendigkeit einer Eindämmung der Ausdehnung der Fideikommisse und die Unerläßlichleit einer gesetzlichen Regelung zu den, Zwest, der bisher herrschenden Vielseitigkeit und den dadurch bedingten Unzuträglichleiien zu begegnen. In Znlünft sollen alle neu zu gründenden Fideikommisse der .königlichen Genehmigung bedürfen und die eigentliche Aussicht soll in den Händen des Oberverwaltungsgerichtes liegen. Tie Aendc- rungen, die das Herrenhaus an dem Euttpurf vorgenommcn hat, erscheinen deni Minister unbedenklich. Hohe Anerkennung spendet hieraus der Abg. Dr. von Geschc r (Kons.) der Rcgicrungsarbeit, natürlich nicht ohne den Wert der Fideirömmisse zu preisen, in denen er lrästige Stützen unseres Staatswesens sicht. Daß die Fideikommisse das Bauernland beschneiden, erklärt er für eine Legend.', und bedauert in diesem Zusammenhänge, daß die Vorlage keine Bestimmungen zur Regelung der Bildung bäuerlicher Fideikommisse enthalte. In ähnlichem Sinne äußert sich der Zentrumsabgeordnete Bitter, der auch Wert darauf fegt, zu betonen, daß der Großgrundbesitz ein unentbehrlicher Faktor unserer Landwirtschaft ist. Die Kritik an dem Entwurf setzte eigentlich erst ein mit den Ausführungen des Abg. Dr. Loh », a n n (Nall.). Er sieht den wichtigsten Grund, mit dem der Gedanke der Fideikommisse steht und fällt, darin, wie man sich zu der Frage stellt, ob die sideikommissarische Bindung geeignet und notwendig ist, um einen leistungsfähigen Großgrundbesitz im Staate zu erhalten oder seine Erhaltung zu erleichtern. Seine Partei sei geneigt, diese Frage zu bejahen. Man könne allerdings den Gegensatz nicht verkennen, der zwischen diesem Gesetz und dem Parzellierungsgesetz bestehe. Sehr bedenklich erscheint dem Redner, daß vielfach versucht wird, jetzt vor dem Inkrafttreten des Fideikommißgesetzes noch Fideikommisse unter Dach und Fach zu bringen, wodurch der sideikommissa- risch zu bindende Grundbesitz gewaltig vermehrt wird, nicht zum wenigsten zum Schaocu der inneren Kolonisation. Der sreikonservativc Abg. Dr. Schröck hat an dem Entwurf so gut wie nichts auszusetzen, während der Abg. Wald sie in (Bpt.), ähnlich wie Dr. Lohmann, von ihm die Wirkung befürchtet, daß der Großgrundbesitz weit über das Maß der normalen Entwicklung scstgelcgt und die innere Kolonisation geschädigt wird. Auch vermag er — und auch hierin stimmt er nlit dem nationallib. Redner überein — in den Fideikommissen keineswegs die Retter des deutschen Waldes zu sehen, wie die Freunde der Fideikommisse immer behaupten. Er verlangt schließlich, daß 20 Jahre lang keine neuen Fideikommisse gebildet werden und desto eifriger innere Kolonisation getrieben werde. Ganz und gar gegen das Gesetz sind die Genossen. Das setzte der Abg. Hoser dem .Haute auseinander, wobei er sich schließlich so weil von dem Thema des Tages entfernte, daß er von den „Bluturteilen" der preußischen Gerichte sprach. Der Präsident Graf Schwerin-Löwitz sah sich genötigt. ihn zweimal zur Ordnung zu rufen. Morgen: Fortsetzung. Der 17. Ausschuß des Abgeordnetenhauses zur Vorberatung des Fideikommißgesetzes wird sich Samstag konstituieren. Zum Vorsitzenden tvird 'Abg. v. Krö- chcr lkons.), zum Stekfecrtrctcr Abg. Wald stein (Vpt.) gewählt werden. politische Tagesschau. Die Reisepläne des Kaisers. Rach den vorläufigen Dispositionen des Kaisers wird, wie man hört, der Kaiser Freitag, den 19. Juni, am frühen Vormittag, in Hannover einlrcssen und im Lause des Vormittags die Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft besuchen, wo u. a. Wettspiele der Landjugend statt- linden. Nachmittags besichtigt der Kaiser die Fuukspruch- station in Eilvese. Für Sonnabend, den 20. Juni, früh morgens, ist die Besichtigung des Königsulanenregiments in Aussicht genommen, sodann sährt der Kaiser im Automobil nach Hamburg, wo er etwa um 2 Uhr eintrcffen dürfte, uni sich auf der an den St. Pauli-Laudungsbrücken liegenden Jacht „Hohenzollern" einzuschissen. Nachmittags 3 Uhr findet auf der Werft von Blohm u. Voß der Stapellaus des für die Hamburg Amerika-Linie geballten dritten Riescn- dampscrs der Jmperatorklasse stall, dem der Kaiser selbst den bisher nicht bekannten Namen gibt. Sonntag, den 21., besucht der Kaiser die Gartenbauausstellung in 'Altona, um dann dem Augusta-Viktoria-Jagdrenncn aus der Horner Rennbahn bcizuwohnen. Montag, den 22., sährt der Kaiser nach einem Frühstück bei Generaldirektor Dr. Ballin mit der „Hohenzollern" nach Brunsbüttel. Dienstag, den 23., ist die Wettfahrt des Norddeutschen Regatta-Vereins aus der Unterelbe mit anschließendem Festmahl an Bord der Dampsjacht „Viktoria Luise". Mittwoch, den 24., um 1,30 Uhr nachmittags, fährt der Kaiser durch den Kaiser-Wilhclni-Kanal nach Holtenau, wo aus Anlaß der Fertigstellung der Erlveiterungsbauten eine größere Feierlichkeit stattsindet. Für Freitag, den 26. Juni, abends, ist eine Huldigung der zur Düppelseier in Kiel versammelten Veteranen in Aussicht genommen. Die Ausbreitung der Elektrizität in Deutschland macht riesige Fortschritte. Aus der alle zwei Jahre erscheinenden Statistik der Elektrizitätswerke in Deutschland (für 1913) geht hervor, daß die Zunahme der Zentralen entgegen 1911 1514 beträgt. Zurzeit liefern etwa 4100 Werke Strom, wäh- 17 500 Orte mit Elektrizität versorgt werden. Zu Beleuchtungszwecken sind 25 Millionen Glühlampen und 232 000 Bogenlampen angeschlosseu. Die Zahl der stationären Motoren hat bereits eine halbe Million überschritten. Die Gesamtleistung beträgt etwa 2 Millionen PS. Daß auch elektrische Heiz- und Kochapparate immer mehr in Aufnahme kommen, zeigt die Steigerung ihres Stromverbrauchs von 73000 auf 83 000 Kilowatt. Bemerkenswert ist es, so lesen wir in der in Dresden erscheinenden Zeitschrift „Deutsche Arbeit", daß z. B. 103 Werke eine Leistung von über 5000 Kilowatt besitzen, während cs vor zwei Jahren nur 53 waren. An der Spitze der Riesenwerke stehen die Berliner Elektrizitätswerke mit 193 000 Kilowatt, dann kommen Düsseldorf- Reisholi mit 65 000 und die Obcrschlesischen Elektrizitätswerke Gleiwitz. Betrachtet man den Gcsamtanschlußwcrt aller Werke zusammen, so ergibt die neue Statistik bereits 3,8Millionen Kilowatt, während es 1911 2,5 Millionen waren. Schließlich hat sich die Zahl der abgegebenen Kilowatt-Stunden in zwei Jahren um 55,4°/« vergrößert. „Echt englische Tnchc' nus Kottbus. Eine Harle, aber gerechte Buße wurde von der Strafkammer des Landgerichts Krefeld dem Tuchhändlcr Emil Heinrichs aus Düsseldorf aufcrlcgt, der zugestandenermaßen deutsches Tuchfubrikat, zum großen Teil aus Forst und Koit- bus stammend, jahrelang als „echt englisches- Tuch", natürlich zu entsprechend höheren Preisen, verkaufte. Aus den Strafantrag einer Vereinigung deutscher Tuchfabrikantcn hi» wurde gegen H. Klage tvcgen unlauteren Wettbewerbs erhoben. Da sich in der Verhandlung die Richtigkeit der Beschuldigung ergab, sah der Tuchhändlcr einer harten Bc- strasung entgegen. Aus sein Billen zog schließlich die betreffende Vereinigung den Strafantrag unter folgenden, dem H. auscrlcgtcn Bedingungen zurück. H. muß in dem führenden Fachblatt der Branche öffentlich bekennen, daß er jahrelang deutsche für englische Tuche verkauft hat, und vcrpslichtet sich bei einer Buße von 1000 Mk. für jeden einzelnen Ucbcrtrctungsfall dies in Zukunst zu unterlassen. H. zahlt außerdem zu Händen des Vorsitzenden, Landgerichlsral Wollseisen, sofort die Summe von 2500 Mk., die zu gemeinnützigen Zwecken wie folgt verteilt tvird: 1250 Mark bekommen die Armen Düsseldorfs, je 625 Mark die Gefangenen - Fürsorgevereine von Düsseldorf und Krefeld. Rechnet man nun noch die Kosten des Prozesses hinzu, so sind den: kpckulativen Händler die „echt englischen" Tuche aus Kottbus ziemlich teuer zu stehen gekommen. Hut Hessen. D i e Verkaufspreise von Vieh und Getreide einerseits unddic Lebensmittel preise andererseits. Abg. Korell-Angenrod und Genossen haben in der Zweiten Kammer folgende dringliche Eingabe eingebracht: 1. Ist es der Großh. Regierung bekannt, daß gegen- würtig die S ch l a ch t vi c h p r c is e, insbesondere die Schweinepreise, unter den Produktionskosten stehen, die Getreidepreise dieselben kaum decken, daß aber die Verkaufspreise in den Städten diesem Sinken der Einkaufspreise nicht gefolgt sind? 2. Ist die Großh. Regierung unterrichtet, daß die Lage der Landwirtschast durch diese E n t >v i ck e - lung ausdieDaucrunerträglich tvird, und ist dieselbe bereit, gemeinsam mit der Landwirtschafts- kämmer nach Mitteln und Wegen hu suchen, um die Wiederkehr dieser Verhältnisse möglichst zu verhindern und auf eine sür alle Teile gesunde Preisbil-, düng hinzuwirken? Tic Schädigung der Waldbesitzer und Gewerbetreibenden durch das Verbot der Verwendungeinheimische rHölzerbeiVergebuirg öffentlicher Arbeiten. Wg. Dr. Weber hat in der Zweiten Kammer folgende dringliche Anfrage gestellt: Bei Arbeitsvergcbungen und Lieferungsverträgen ist von der Staatsbaubchörde in einzelnen Fällen die Verwendung von Floßholz ausbedungen worden. Durch diese Vorschrift werden die hessischen Waldbesitzcr (Staat, Gemeinde und Private), sowie die holzverarbeitenden Gewerbebetriebe schwer geschädigt. Ist die Großh. Regierung bereit, aus die Beseitigung der fraglichen einschränkenden Bedingungen hinzuwirken und welche Schritte gedenkt sic zu tun, um die erwähntcp Schädigungen für die Folge zu verhindern? Zur Aufführung der vcrsunfenen Glocke durch die Eichener Freilichtbühne. Der Mißerfolg seines Florian Geyer hatte Gerhart Hauvt- mann innerlich schwer mitgenommen. Ta flüchicie er in die Alpeu- welt am Lugancr Tee und dichtete das Märchenspiel von der versunkenen Glocke. Er hatte sich schon so sicher gefühlt aus seine« künstlerischen Höhe, nun war bicfcr Sturz gekommen. Das wühlte alles in ihm aus, was an Zweiseln und Unsicherheiten in seiner Seele und in seinem Leben war. In den Künstlcrkonslikt klang sei» Ehekonslikt mithincin. Und all diese innere Erregung drängte nach Ausdruck. Warum aber sollte gerade ein Märchenstofs das Mittel dieses Ausdrucks sein? Es ist nicht schwer zu raten: Das Märchen bedeutete die Flucht in eine andere geistige Welk. Da allein war cs möglich, die eigenen Erlebnisse wie aus einer gewissen Entfernung mehr objektiv zu schauen uud zu gestalten. Und noch eins: Das Märchen ist die Kunst der dämmrigen Stimmungen, der leisen Andeutungen, der überraschenden Erlebnisse, der wunderbaren Träume. Wo dos realistische Drama mit scharfen Umrissen ver- standcsmäßig klar durchdachte Probleme bietet, da läßt das Märchen hinter all seinen Bildern einen ungelösten Rest. Und der Dichter, her mit sich selbst nicht im Reinen war, konnte nichts anderes gestatten, als einen Stofs, der auch den Zuschauer nicht^ganz mit sich und der Welt ins Reine brachte. Im Gegensatz zu Schiller iü in Gerhart Hauptmauns Art ganz allgemein ein solcher Zug der Unsicherheit, der Fragestimmung, der Unklarheit über die letzten Gründe seiner Weltanick>auung. Ihm fehlt, war Schiller in seinen ticsgründiacn geschichtlichen und vhilosovhischen Studien gesunden hat. Die Zeit aber, in der Gerhart Dauptmann die versunkene Glocke dichtete, war qanz besonders sür ihn eine Zeit der Fragen und Zwcisel, eine Zeit des neuen Suche,is und des llfeubeginncns. Seinem Wesen nach gehört das Märchen eigentlich der Kindheit, sowohl der Kindheit des Einzelnen wie der der Menschheit. ES bedeutet das erste Ernxuhen des Geistes, seine erste stammelnde Auseinandersetzung mit der Welt um ihn herum mit ihren tausend Rätseln und Wunden,. Es ist ein sruchtbarer Vorbereitungszustand, der Nährboden sür alle späteren Entwicklungen und Verzweigungen des Menschengcistes. Zu diesem Nährboden flüchtete Gerhart bauvt- mann in der versunkenen Glocke zurück, um neue Krast zu schöpfen für sein weiteres Schassen. Die versunkene Glocke wurde Hauptmanns größter Ersolg. Biele waren von der Wendung deS Dichters zum Märchen erstaunt. Und doch war sie längst in ihm vorbereitet. Man denke an die Traumdichtung von Hannclcs Himmelsahrt. Ist doch auch der Traum eine der krästigstcn Wurzeln des Märchens. Man denke aber auch an die Neigung zum Symbolisieren, die nach dem Bei- ' auptmann selbst in seinen realistischen Dichtungen as Auge, mit dem der Bahnwärter Thiel z. B. die Lokomotive schaut, ist nicht das Auge des glichen. Wo die Äisscnlchast das Wunder aus der Welt da macht eben die Kunst auch das Alltägliche zum bloße Feststellung des Tatsächlichen ist niemals spiel Zolas S> gezeigt hat. D heraniauchcndc täglichen Mens gestrichen bat, Wunder. Tic Kunst. Alle Kunst ist im Grunde genommen symbolisch. Sie sucht Sinnbilder sür die unjagbaren Vorgänge in unserem Seelenleben. Und daher hat sich auch die Kunst trotz aller Wissenschast und Realistik das Recht aus die Verwendung des Märchens gewahrt. Nicht wissenschaftliche Wahrheit, sondern Wahrheit des Gesühls- ausdrucks ist ihre Pflicht. Und wo unsere Stimmungen und Ahnungen über das Zeitliche und Faßliche hinausgehen, da bleib! der Kunst gar nichts anderes übrig, als ihre Sinnbilder aus dem Reich des Wunderbaren uud des Unmöglichen zu holen. Aufklärerische und materialistische Zeiten sind einer solchen märchen- und mystiklicbcnden Dichtung wenig günstig. Die unsere aber ist erfüllt von einem starken neuen religiösen Suchen und Hassen. Das spiegelt sich in Gerhart Hauptmauns Entwicklung. Das spiegelt sich überhaupt in der Kunst unserer Tage. Man denke an Böcklins heitere Märchengcstalten, an Sascha Schneiders vhanta- stische Allegorien, an Maeterlinks ost so schaurige Märchcndichtnn- gen sür Erivachsene. Karl Spittcler wagt es logar, der Zeit geradezu einen neuen religiösen Mythos zu dichten, während eine Künstlerin wie Sophie Reinheimer das Kindcrmärchcn in unerreichter Lieblichkeit neu werden läßt. Und der sür unsere Geisteskultur so bedeutsame Verlag von Engen Diederichs in Jena gibt unter dem Titel „Die Märchen der Weltliteratur" eine Serie von seinen Bänden heraus, die uns von Musäus und den Brüdern Grimm bis auf die heutige Zeit und zu allen Völkern und Ländern führen. Man sah früher im Märchen den Nachkömmling des Mythos. Man glaubte in seinen Gestalten die Bilder der alten Götterireseii wiedcrzuerkcnnen. Die neuere Forschung hat uns gezeigt, daß in Wahrheit umgekehrt das Märchen die Mutter des Mythos ist. So wird cs uns noch ehrwürdiger. Wir haben eine vortreffliche Einsührung in den Stand der heutigen Märchenforschung von Adolf Thimme (Verlag Heims, Leipzig, 2 Mk.), die durch ihre übersichtliche Darstellung wie durch ihre reiche Literalurangaben weiten Kreisen willkommen sein dürfte. Wir bekommen da einen guten Begriss von dem tieferen Eindringen der Wissenschast in das Problem der Märchendichtung. Wir sehen nach Ueberwindung der Benscyschen Theorie, die alle Märchenmotivc aus Indien wollte Herkommen lassen, heute die Philologen, Orientalisten, Mytho- iogcil und Etuographen vereint an der Arbeit, um zu einer Ausheilung der Ursprünge des Märchens zu kommen. Da erscheint es denn als geistiges Denkmal jener ältesten Zeiten des Animismus, wo das kindliche Denken der Urmenschen überhaupt noch keine Götter hatte, sondern nur erst die Nächstliegenden Naturerscheinungen beseelte und jenes Herr von Dämonen und Tpukgestalten, von Riesen und Zwergen, von Feen und Nixen schuf, aus dem dann einerseits die Götter erst hcrvorwachsen konnten, während doch andererseits die Masse jener ursprünglichen Geschöpfe in der Phantasie des Märchens auch noch weüer lebendig blieb. Und was die Motive des Märchens anlongt, lo wird ihre Verwandtschaft bei den verschiedensten Völkern, deren direkte Berührung untereinander ausgeschlossen ist, aus die Allgemeinheit gewisser seelischer Erfahrungen, aus Wünsche und Aengste, aus Traumgesichte und Einbildungen zurückgcsührt, die zu allen Zeilen und an allen Orlen aus der gleichen Konstitutton der Menlchen gleich hervorgehen. Das also ist der Born, aus dem auch die Dichtung der neuen Zeit hin und wieder, einen frischen Trunk schöpft. Von Chamissvs „Peter Schlemihl" und Fouguös „Undine" gehl die literarische Tradition über Th. A. tzosmanns wunderliche Gespenstergeschichten und des Dänen Anderson anmutige Gedankcndichtungeu bis zu Spittcler und Gerhart Hauptmann. Jahrhunderte und Jahrtausende werden durch die zeit- und ramnlose Märchcndichtung miteinander verknüpft. Um 1750 vor Christus ist die bisher als älteste bekannte Sammlung ägyptischer Märchen im Papyrus Wcstcar erschienen. Um 200 o. Ehr. entstand die indische Sammlung des Peintschatantra. Im 15., 16. und 17. Jahrhundert erschienen die arabische Sammlung von >001 Rocht und die Sammlungen der Italiener Straparoja und Basile. Und wie die Zeiten, so iinden sich im Märchen die Generationen zusammen. Immer wieder lernen die Enkel aus dem Munde der Großmütter Schneewittchen und Aschenbrödel, Dornröschen und Rotkäppchen und alle die->anderii belännten Märchcngestaltc» kennen und tun an der .Hand dieser uralten Phantasiegeschöose die ersten erstaunten Schritte in das unendliche Reich des menschlichen Geisteslebens. Es lebt etwas im Märchen, das in den Menschen aller Zeiten und aller Altersstufen gleich bleibt. Das Staunen und Wundern, daS Hoffen und Bangen, das im Kinde oder im Urmenschen schon von der nächsten noch uneittzisferten Umgebung ausgelöst wird, ist doch auch dem Menschen von heute auf der höchsten Höhe der modernen Kultur nicht jremd geworden. Wohl reicht unser Blick und u»ser Denken weiter, aber ein Wunder und ein Geheimnis ist die Well doch auch sür uns geblieben. Und der Wandel der Schicksale trägt auch uns noch bergauf, bergab durch Glück uud Leid bis an die dunkle Pforte des Todes und läßt uns bald jubeln, bald jammern, bald wünschen, bald fürchten, bald sinnen und staunen. Wo es die letzten Fragen alles Daseins gilt, greift deshalb auch ein Gerhart Hauvtmann zu Märchcnbildern, die mehr ahnen als schauen, mehr fühlen als denken lassen. Da wachen in ihm die Ettnnerungen an die schlesische Heimat und die ersten Eindrücke seiner Jugend wieder aus, die Erzählung von Rot-Aennchen (Rautendelein), der lockenden Wassernixe und dem lüsternen Waldschrat, von versunkenen Wunderwerken und unwillig dienenden Kobolden. Er denkt zurück an die Eindrücke, die er in Nürnberg von dessen kunstgewerblicher Blütezeit im Mittelalter cmpsinq und so wird ihm der Glockengießer Heinrich zum Helden seines Stückes. Ter garstige Nickelmann aber ist nach Eduard Meyers seiner Bemerkung ein Phantasie- vrodukt, wie einer der grotesken Wasserspeier an den gotischen Domen. So sind die Formen gesunden, in die der Dichter seine schwer aus,»sprechenden innersten Empsindungcn und fernste Ahnungen gießen kann. Die Freilichtbühne wird das deutsche Märchen in seine ursprünglichste Umgebung, in die heimatliche Natur wieder mitttu hincinstellen. Möge inan da umso deutlicher spüren, wie innig wir selbst alle noch mit dieser Natur, mit diesen Märcheubildern verwachsen sind und möge ihre alte geistig befeuchtende Urkraft sich auch da wieder an Mitspielern wie Zuschauern von neuem bewähren I Dr. Strecker, Bad-Nauherm. Sport. — V a d - N a n h e i m, 11. Juni. Am kommenden Sonntag den 14. Juni, findet auf dem hiesigen Golfplatz ein Hockey- Wett s p t e l statt. Al« Gegner werden sich gegenüberstehen der Deutsche H o ck e y k l u b Hannover und der Sportklub München. Der Deutsche Hockeyklub hat im letzten Herbst im Eröffnungsspiel gegen die Berliner Preußen glänzend abgeschnittcn und in dieser Saison steht er in Hannover noch ungeschlagen da. An Ostern siegte er über den Uiiiversit6-.Klub Paris mit 11:2 (7: 1) und mit 7:3 (3:1). Außerdem hatte er noch in Düsseldorf, E amburg, Leipzig, München re. Siege zu verzeichnen. Da der portklub München in Sportkreisen als einer der besten süddeutschen gilt, wird der bevorstehende Wettkampf zweifellos äußerst spannend lind interessant werden und ein Besuch kann nur empfohlen werden. Das rege Interesse, das man den hiesigen Hockeyturnieren in den letzten Jahre»» entgegenbrachte, hat gezeigt, daß dies so schöne und gesunde Spiel sich in Te»»tschland i»nn,er mehr Freunde gewinnt. Vas Ende eines hessischen Familienstreites. 4 Berlin. 12. Juni. Ter Jomilienstreit au-? den Kreisen des hessischen Uradcls hat heute vor der vierten Strafkammer des Landgerichts III durch einen Vergleich einen versöhnenden Wschlus; genommen. In der Verhandlung vor der Straskammer war der Vorsitzende von Anjang an bemüht. einen Vergleich m schassen, der schlieblich aus sal- gender Grundlage zustande kam: 1. Der Angeklagte erklärt: Das Ungünstige, das ich über den Privatkläger und seine Ehefrau irgendwie gesagt habe, habe ich aus Jnsormationen geschöpft, deren Richtigkeit nachzuvrüicn ich keine Gelegenheit hatte und sür deren Richtigkeit ich daher nicht einstehen kann. 2. Ter Privatkläger erklärt : Rach der vorstehenden Erklärung des Angeklagten, deren Riästigkeit^ch nicht bestreiten will, nehme ich die von mir dem Angeklagten gegenüber gebrauchten beleidigenden Wendungen zurück. In der Bcrusungsverhandiung gegen die Baronesse Panline von Dalwigk wegen des^chösscngerichtsurteils, das eine Gefängnis- strafe von einem Monat aussvrach. wurde überraschenderweise sest- aestellt. das, die AntragSsrist nicht gewahrt sei. Das Verfahren mußte daher eingcsteilt werden. Vermischte». * Der Dümmste im Saal. Don einem berühmten Gelehrten, der seine Kindertage in einem kleinen Landstädtchen verbrachte, weist eine Londoner Wochcnschrist eine hübsch: kleine Geschichte zu cr-ählen. Ter ffo"icher hatte sckwn längst versprochen, den Stätten seiner Kindheit einen Besuch abznstatten und dabei in dem Orte einen Vortrag zu Gunsten einer Wohlsahrtsciurichtung der Gemeinde zu halten. Endlich kam er dazu, das alte Versprechen einzulüscn, der Vortrag fand statt. Als er nach Beendigung seiner Vorlesung mit einer Anzahl jener Öcrreil sprach, die den Abend arrangiert hotten, beglücklvünschte man den Meister der Wissenschaft und dankte ihm Vor allem aber, io hob einer de- iderrcn bennindernd hervor, sei cs geradezu grostarltg, in wie meisterhafter »nd klarer Weise der Forscher cs verstanden habe, sein schwieriges Taenia der im Durchschnitt nicht gerade hochgebildeten Zuhörerschaft anschaulich zu machen. „Ach," incinte der Gelehrte erklärend, „sehen Sie, ich blicke bei meinem Vortrag in solchen svallen immer den Zuhörer an, der mir baS am wenigsten intelligente Gesicht zu haben scheint. Und nun erkläre ich die Sache so lange und so genau, bis ich an scncm Gesichte ablese, dast der Mann es verstanden l>at." Einen Augenblick später betrat der L>err Bürgermeister den Raum und ging ans den Gelehrten zu. „Oh. Sie glauben nicht, welche Freude Sie mir heute abend bereitet haben. Während des ganzen Vortrages hatte ich das Gefühl, als blickltcn Sie nur niich an und als sprächen Sic nur zu mir." Spielvlan des Grotzy. Kurtiicaters Sad68 Uhr: Erstes Gastspiel von Alexander Moissi: „Hamlet." TieuStaq, den 16. Juni, abeiids 8 Uhr: Ziveiles und letztes Gastspiel voi» Alex. Ai o i s s i: »Jedermann." Aiittivoch, den 17. Jiini, abends 8 Uhr: „Die Stimme der Unmündigen." Hieraus: »Ter verwandelte SloinöbinntDonnerstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr: „Wie einst in» Mai." Freitag, den 19. Juni, abeiids 8 Uhr: „Der Zigaretlen» kasten." Saiiislag, den 20. Jinit, abeiids 8 Uhr: „Als ich noch im Flügelkleide . . Soiintag, beu 21. Juni, abends 7,8 Uhr: Zum ersleii Male: „Die Erziehiing z»»r Ehe." Komödie von Otto Erich Hartleben. Hieraus: »Der Brandstifter." Drama in einem Akte von HeyeriiiMis. Montag, den 22. Juni, abeiids 8 Uhr: „Tie Slimine der Unmündigen." Hierails: „Der verivandelte Komödiant." Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr: „Die Erziehung zur Ehe." Hierauf: „Der Braiidstliter." Mittwoch, den 24. Juni, abends 3 Uhr: »Der Zigarettenkasten." Märkte. Nießcn, 13. Juni Marktbericht. An» dem heutigen Wochcnmarkte kostete: Butter das Pfund 1,00—1,10 Mk.: Hühnereier 1 Stück 7—8 Pia-, 2 Stück 00 Pfg.: Enteneier 1 St. 9 Psg., 2 St. 00 Pkq Gänseeier 1 St. 0-0 Mg., 2 St. 00 Psg.: Käse das Stück 10—12 Psg., Käsemalte 2 Stück 5—6 Pfg.: Tailben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,50—3,00 Mk., Hahnen das Stück 1,50 - 3,00 Pik-, Enten das Stück 3,00—4,00 Mk., Gänse das P-d. 75—85 Pfg.: Welsche 4—5Mk.: Ochscnslevch das Psü. 86—96 Psg., Rindfleisch das Pllmd 90—04 Pfg., Klihsieisch 80 Pfg., Schweine- fleisch das Pfund 70-86-96 Pfg. Kalbfleisch da? Md. 90-94 Psg., Ham'.i»elsieisch das Pid 70—96 Pfg.: Kartoffeln 100 Kg. 7,00 bis 3,00 Mk.: Weißkraut das Stück 10—20 Big.; Zwiebeln der Ztr. 20,00—25,00 "Mk.: Milch das Liter 22 Psg.: Aepsel der Zentner 25—30 Mk.: Birnen das Pfund 25—30 Psg., Nüsse 100 Stück 50 Pfg., Kirschen das Psd. 30—^.0 Pfg. Erdbeeren das Psd. 70 bis 90 Pfg. Marklzeit von 7 bis 1 Uhr. ~ Lantcrbach, 11. Juni. Der gestrige Haupt markt, sogen. Prämienmarkt, hatte infolge des schönen Wetters einen leb- basten Freindenverkehr auszinveifen. lvie er an den gleichen Märkten der letzten Jahre »iicht beobachtet kvurde, was ivobl anch dein Um- stande zi» verdanken war, daß die Landwirte wegen des Regen- ivetters der vorausgeqange»ien Tage keine Feldarbeitcn/-verrichten koniiten. Der Rindviehmarkt zeigte einen gnte,l Austrieb. Z»ir Präniiierung wareu etwa 150 Zuchtbullen und -Kühe oder Rinder vorgeführt, die z»im großen Teil in A n g e r s b a ch gezüchtet »vurden, das a»lch die meiste,t Preise erntete. Das Prämiierungsgeschäft. für das im ganzen 320 Alk. zur Dersngiinq standen, wurde von der Landivirtschastskammer und der Sta t Laiilerbach besorgt. Der S ch w e i n e in a r k t ivar ebenfalls gut befahren imd trotz der hohen Preise der Ferkel wurden die meisten Tiere abgehetzt. Ten Hauptqegcnstand des Viehmarktes bildete in diesen, Jahre der Ziegenmarkt. der von dem KrciS'Ziegenzuchtverein veranstaltet und ebenfalls mit einer Prämiierung verbunden ivar. Es waren einige hundert Tiere aufgetrieben, wovon eine große Zahl an verschiedene Ankallsökominissionen, auch außerhalb des Großherzog- lums, zu giiten Preisen verkauft wurden. Etwa 25 Zuchttiere (Saaner Nasse) werden durch den Verein aus die Landwirtschasts- Aussletlung nach Hannover vcrsaiidt. Der Krämermarkr bildete an, Nachmittag de», Hanvtanziehungspnnkt; die Zahl der Verkaufs stände ,var gegen frühere Märkte ebenfalls größer. Die Geschäfte scheinen auch hier gut gewesen zu sein, da es an kauflustigem Publikun, liicht inangelte. Mit dem Prämienmarkt »vor eine Verlosung von Vieh und landwirlschaitlichen Geräten verbunden. Den 1. Preis, ein Kalb, erhielt Gastwirt Schäfer in Engelrod. FC. Wiesbaden. Dlehhof -Markt bericht vom 12. Juni. Auftrieb: Rinder 105 (Ochsen 17, Bullen 1l, Kühe und Färsen 77,, Kälber 89, Schate 13, Schweme 202. Preise für 100 ^Zfd. Geschält mittel. Lebend- Schlacht- Ochs -n. gewicht Vollsiesschkge, ansgemästete, höchsten Schlacht« Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . . 49—53 86—93 Junge, sietschige, nicht ausgemästete und älters ausgemästete................. Mäßig genährte junge und gut gegenährte ältere...........44—43 SuCleit. Vollfleischige, anSqew^ höchsten Schlachtw. . . 42—45 Vollsieischige, jüngere..........33—41 Färsen. Kst h e. Vollsieischige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes....... . • • • 51 Vollsieischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren.....39—43 Aeltere auSgemästete Kül>e und ivenig gut entwickelte jüngere Kühe......... Mäßig genährte Kühe rmd Färsen.....34—38 Eermg genährte Kühe und Färsen. Kälber. 29—33 65—92 78—35 72—78 63-71 62-90 70—77 76—82 62—68 58—62 Feinste Mastkälber.......63—66 105—110 Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... 55—60 92—100 Geringere Plast- und gute Saugkälber . . . 51—55 85—92 Geringe Saugkälber.......... 47—50 80—85 S ch afr. Mastlämmer und MasthammÄ .... 44,50—45.50 92—94 Schweine, vollsieischige Schweine von 80—100 k? Lebendgewicht .............. 45-47 53-60 Vollsieischige Schweine unter 80 kg: Lebendgewicht 44-46 57-59 Vollflcffchige Schwetne von 100—120 k * Lebendgeivicht . . ........ 46-48 58—60 Vollsieischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 44-45 55—56 Fettfchweine über 150 kg Lebendgewicht . . 40-42 50—53 mit Brat vernichtet radikal Goldßelst. W. Z. 75198. Färb- u. geruchlos. Reinigt d. Kopfhaut v. Schuppen u. Schinnen, beförd. d. Haarwuchs, verhütet Krankheit d. Kopfhaut, Haarausfall u. Zuzug neuer Parasiten. Wichtig f. Schulkinder. Tausende v. Anerkennung. 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Juni soalettens an d. Turnverein Lützellinden zu richleu. 014131 Ziarl Gümbel. iliir rentraieWar [□h.Yaillant S; Remscheid Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe, unvergeßliche, treusorgende Gattin, unsere gute Mutter, Tochter,.Schwester, Schwägerin und Tante Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß cs Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Christina Eckhardt geb. Hengst Frau Lisette Wacker geb. Pfeifer nach kurzem Leiden heute morgen 9 Uhr im Alter von 6") Jahren zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Eckhardt, Schaffner i. P. und Familie Karl Hinderlang. Klein-Linden (Wetzlarer Straße 20), den 12. Juni 1914. Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus Wetzlarer Straße 20. 7138 nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden im 36. Lebensjahre zu sich zu rufen. Um stilles Beileid bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Wilhelm Wacker. Gießen (Mühlstzaße 29), Wommelshausen, den 12. Juni 1914. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 5 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. 7*69 l/priri ^ aä 51 ff £ hl bcf. znverl. Weise üb. Familien-, Vermögens- u. (Veschästsvcrbältn.. sowie ,, 7 . ^ :knf'Vorleben rc. Vcobaditnna.,^rmittclu»a.in(^beid»eidunao-u Alimen- tcnvroz.,Vcrbindu«aa.all.Pl.d.W. Yanaiäbr. Erfahrung. Pa. Rcfcrz.a. allererst. Kreisen! Solide Preise. Frattrtr Delekliv-Zenlrale rni« Pmal-Mniii GjM T’Z: n sZ'^n.V 3 tuci 8 ncbcttilcUc: GIESSEST, Sriiillcrftc. 15 . Sprechstunden v. 12 —>/. 3 Ubr mitiags u. 8 >/> Uhr abends.^,», aemsm. Todesanzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass heute Freitag nachmittag unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Statt Karlen Sämtliche Artikel für Emma weWog Fluguft weder Derlobte Sditparia (Thüringen) Siesten (eserftraße 1 ) Juni 1914 Frau Sara Wetzstein nach kurzem Krankenlager im Alter von 80 Jahren sauft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Israel Wetzstein. S i*“ «149 hampoonieren (Kopfwäschen) Mitt dem neuesten elektrischen Warmluft* Srorfcnopnntnt empfiehlt sich Ilcrinnnn IMank U we. Spezial ■ Dame» ■ Sri sic r» und ^>aar-(Hcid)äft KaolauSgaffe 2. Kräftiger Stammhalter angekomman Ernst Niemann und Frau gab. Kirch Treis (Hessen), New York, Cincinnati (Ohio), 12. Juni 1914. Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. Juni nachmittags 3‘/ g Uhr vom Trauerhause aus statt 7165 Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben unvergesslichen ä 1 Mk. sind bei allen Lose- Verkäufern zu haben. 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Vortrag des Herrn Lehrer Boßler, Klein-Linden: ,Wte kann durch Erhalttntg und Verschönerung des DorsbildeSHeimatsinn gcivecki und gepflegt werden'. 5. Anträge und Mitteilungen. Indem ich die Mitglieder des Veeeins und alle sonstigen Freunde unserer Bestrebungen, insbesondere die Herren Bürgermeister nnd Lehrer, sowie die Herren Geistlichen zu dieser Versammlung sreundlichst einlndc, ersuche ich um möglichste Verbreitung dieser Bekanntmachung. Gießen, den II. Juni 1914. Der Vorsitzende des Kreisvereins Gießen des Vereins für ländliche Heimat-, Wohliahrt- nnd Kunstvstege. 0r. Ufinger. erstklassige Snstemc als M-Höt-Me-Wg! elc, Eiiimachqläser Fruchtsaft-APParate Frnchlsaft-Pressen Preß-Säcke empfiehlt zur Saison in großer IluSwahl und zu günstigen Preisen l712va Abfallholz lSchwarten) zum Jeueran- machen liefert, von 5 Ztr. an. sür Mk. 1.15 pro ^Ztr. frei ans HauL nv4 sollten daberauf keinem Tischefehlen, siebringen Freude und wirklichen Genuss. IC v l 9 Röhrles Biergroßhandlg. 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