Nr. m Zweiter Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Kjcßencr LamilienbiLUer" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kitis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „kandwirlschastlichen Seil- fragen" erscheinen monatlich zweimal. m. Jahrgang Gktzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejsen Donnerstag, \\. Zum J9W Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universitäts - Buch- und Stciudruckerei. N. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Rcdaktion:^d^ii2. Tcl.-Adr.:AnzeigcrGießen. Zcntrumsverlegenheil. Die Zentrumspresse ist ob der Indizierung ihres ba. vrschcn Parteiführers Wacker in grösster Verlegenheit. Sic stellt es so dar, als ob cs sich da.be: um die harmloseste Ge- sch-ichte der Welt handle; „die Autoren verbotener Bücher" so schreibt die „Germania", „würden, auch wenn sie dein Wunsche der Kirche, sich zu unterwerfen, nicht Nachkommen, nicht weiter belästigt". Demnach wäre eigentlich der ganze Hall schon erledigt, denn wenn .Herr Wacker nickst weiter „belästigt" wird, wozu braucht man dann von der Sache soviel Aushebens zu mack>en. Diese Argumentation hat doch mancherlei Löcher. Einmal ist der Index für einen Katholiken doch keine so geringfügige Sache, wie das das Berliner Zcntrumsblatt darstcllen will. Das geht schon aus dem Namen der Behörde hervor, die die Maßnahme verfügt hat. Sie heißt: „Kongregation der für Aufstellung des Verzeichnisses der Bücher mit verderblicher Lehre und für deren Acchtung verordncten Kardinale." Herr Wacker hat also, das ist der Sinn der Indizierung, mit seiner Schrift eine verderbliche Lehre verbreitet, die durch den Beschluß der Kongregation geächtet ist, „so daß hinfort niemand dieses Schriftchen in irgend einer Sprache wieder herauszugeben oder das Herausgcgcbene zu lesen oder zurückzubehalten wagen darf", bei Bcrnicidnng der von Fall zu Fall sestzuscßendcn Strafe. Wenn das für .Herrn Wacker keine „Belästigung" ist, dann wirft das auf sein Verhältnis zu Rom zum mindesten ein eigenartiges Licht. Zum zweiten wird mit Herrn Wacker zweifellos das Zentrum mitgetrofsen. Das sucht zwar die Presse dieser Partei mit aller Dialektik zu bestreiten, sie findet aber damit — von der „Kreuzzeitung" und wohl auch von der „Deutschen Tageszeitung" abgesehen — nirgends Glauben. Mit Recht wird, gegenüber dem Einwand, daß die Wacker- sche Schrift nur ein Teil der Broschüre „gegen die Quertreiber'' sei, auch von der „Deutsch-lÄangel. Korr." darauf hingewiesen, daß der Wackersche Aufsatz gerade das Kernstück der ganzen Essener Kundgebung der deutschen Zentrumspartci gegen die Quertreiber ist. „Wackers Aufsatz", so schreibt die genannte Korrespondenz, füllt die Seiten 12 — 42 des Heftes, tn hem vorher nur einleitende Ausführungen und nachher neben einigen Zustimmungserklärungen und telegraphischen Kundgebungen nur noch die nur sechs Seiten lange Rede des zweiten Essener Redners, Oberlandesgerichtsrats Marx, und das Schlußwort des Vorsitzenden, Iustizrats Dr. Bell, stehen! Und hat mau nicht den Ausführungen, die der „Feldmarschall von Baden" tunntträ' geboten hat, begeistert zugestimmt als „trefflichen Ausführungen", die, wie noch einmal das Schlußwort des Vorsitzenden bestätigte, „ihre markante Bedeutung dadurch erhalten, daß sie weit über die Wände dieses Saales hinaus! im ganzen deutschen Vaterland« lebhaften Widerhall finden werden? Es gehört eine sonderbare Dialektik dazu, wenn man es seitens des Zentrums ablehnt, diese Indizierung Wackers keinesfalls als eine Aktion gegen die sür die deutschen Katholiken notwendige Abwehr der Quertreiber aufzusassen und darin eine neue Niederlage der „Kölner" zu sehen, die sie doch unleugbar ist. Diese Niederlage kann man auch nicht dadurch abschwächen, daß man mit der „Augsburger Postzeitung" und anderen Organen davir warnt, der Indizierung eine zu große Bedeutung beizumcssen, da diese doch keineswegs den Schriftsteller an den Pranger stellen oder bestrafen soll, sondern nur „zum Schutze der Gläubigen" da sei. Man versucht hier, in bemerkenswerter Parallele zu der bekannten Münsterer Antiindexbewegung, die vor einiger Zeit von sich reden machte und den Index als überlebt ganz abgeschafst wissen ivollte, die Bedeutung einer kurialen Aeußcrung hcrabzuschrauben! Aber sollte dies nicht römi- scherseits wieder als „verkehrte Lehre" und Auslehnuni gegen die geforderte Abhängigkeit gedeutet werden müssen, d. h. also als das Verbrechen, das offenbar zu der Verurteilung der Wackcrschen Rede bzw. der Zentrumskundgebnng den Anlaß gegeben hat? Man kann die Kluft, die zwischen dem „nicht kirchlichen" Zentrum und dem integralen Rom besteht, nicht dadurch überbrücken, daß man Roms Urteil geringer cinschätzt, als es lautet, oder daß man von der verurteilten Schrift, mit der man doch innerlich übereinstimmt, äußerlich abrückt, sondern nur dadurch, daß man sich auch als „politische" Organisation der römischen kirchlichen Autorität unterstellt. Das hat Rom als seinen Willen kundgetan! hessische Zweite Uammer. rb. D a r m st a b t, 10. Juni. Am Rcqierungstische: Minister des Innern v. Sombergk, Staatsrat S ü s f e r t, Ministerialrat Dr. Kratz, später Staats- minifter Dr. v. Ewald. Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 9.20 Uhr. Das Haus setzt die Beratung über den Antrag Ulrich und Genossen, bctr. . , , ..... , die nationale Einheitsschule Abg Ulrich (Soz.) legt die Notwendigkeit einer nationalen Einheitsschule näher dar. Es müsse darnach gestrebt werden, eine gemeinsame Grundlage der «Bildung für alle jungen Leute zu schassen- die Schule solle jedem offen stehen und die Möglichkeit zur Erreichung auch der höchsten Stellen schaffen, der dazu Talent und Befähigung besitzt. Die liberale Strömung in den 70cr Jahren habe dazu beigetragen, daß wir einem wirklich liberalen Schulprogramm nahcgekommen sind. Abg. Urstadt habe zugcstanden, daß alle Mttel- und Znnschcnstusen Fehler waren, aber dabei eine merkwürdige Konscguenz entwickelt. Die nationale Einheitsschule werde auch den Klassendünkel Herabdrücken und durch den Umgang der Söhne der Besitzenden mit denen des Arbeiters crnen gewissen Ausgleich der Gegensätze und eine größere Gleichberechtigung her- beisühren In den Beschlüssen des Kieler Lehrcrtages sei zum erstenmal twr klare Gedanke einer nationalen Einheitsschule zum Aus- druck gekommen und cs sei erfreulich, daß wenigstens die berufenen Vertreter der Schule die Schwächen der gegenwärtigen Schulgesetz- aebunq anerkannt haben. Wir wollen nicht mit einem Sprung gleich alle Mißständc beseitigen, dazu sind wir Nicht Utopisten genug. Zunächst müßten die Vorschulen beseitigt und die Mittelschulen und höhere» Bürgerschulen eingeschränkt oder ausgehoben werden. Der Redner ging Hann auf zahlreiche Einzelheiten über das Verhältnis zwischen Lehrer, Schüler und Eltern näher ein und erzählte unter der Heiterkeit des Hauses viel von seinen eigenen Erlebnissen als Volksschüler und Bäckerlehrling. Zum Schluß gab er noch eine detaillierte Begründung der einzelnen Forderungen seines Antrags, der immer wiederkchrcn würde, bis das Ziel erreicht sei. . Staatsrat Süsser t weist in einer längeren Darlegung daraus hin, daß er schon vor drei Jahren sich ziemlich eingehend zur «achc geäußert und besonders die soziale Seite der Frage bc- lvrochen habe. Er könne auch heute kaum etwas Neues Vorbringen. Es ist insofern eine kleine Aendcrung eingetreten, als der Ausschuß jetzt mit 4 gegen 3 Stimmen sich sür Punkt 2 des Eintrags, die Aushebung der Vorschulen, aussvricht, resp. vorschlägt, neue Vorlchulcn nicht zu errichten und Staatsmittel dafür nicht zu bewilligen. Ist allen anderen Punkten beantragt der Ausschuß auch diesmal wieder Ablehnung des 'Anteags. Tie Regierung prüft bei icdem neuen Voranschlag, ob sür die Ansteck>!crhaltung der Vorschule ein Bedürsnis vorliegt. Ihre Aulbebung würde auch lür die «tädte einen erheblichen Ausfall an Schulgeld bringen und >>c zu einem bedeutend größeren Autwand sür die höherem Schulen zwingen und eine Anzahl kleinere Realschulen direkt in ihrer Existenz gefährden. Abg. Ulrich wünscht die Aushebung der Vorschulen, weil sie Nicht dem Gedanken der Einheitsschule entsprechen. Dieser Gedanke stammt aber nicht von der Sozialdemokratie, sau der» ist schon ein alter Traum von Pädagogen vor 100 Jahren. Wie Gpmnasialdirektor Müller in einem Buche mitteilt, ist der Pädagoge Wilhelm Bollmann zu Fricdberg schon im Jahre 1819 für die Einheitsschule eingetretcn und hat dasür eine längere Begründung gegeben, die der Redner verliest. Auch der Beschluß der Kieler Lchrecvcrsammlnng ist nicht neu, der Gedanke der Einheitsschule ist schon auf der Künigsbergcr Versammlung 1904 ventiliert worden. Das neueste zur Begründung des Antrags ist nun die Auswahl der Schüler »ach der Bcsähigung. Das ist ein idealer Gedanke. Wir leben aber noch) nicht in einem sozialdemokratischen Staat, sondern in einer Acra der Privatwirtschaft und haben mit den sozialen Verhältnissen zu rechnen. Und wer soll die Auswahl treffen? Wer soll die Kosten der Vorbereitung sür die wissenschaftlichen und höheren Äcrusc tragen? Derartige Dorschristen lassen sich nicht gesetzlich sasscn, und dem Lehrer die Gewalt zu übertragen, über die Zukunft der Kinder im Eliernhausc zu bestimmen, ist doch wirklich nicht wohl angängig. 2cm Verlangen des Antrags, den srcmdsprachlichen Unterricht bis zum 12. Lebensjahre hinauszuschiebcn, I)at die Regierung stets ein bestimmtes Nein entgegengesetzt und sic wird das auch in Zukunst tun aus pädagogischen Gründen. Geschähe das, dann müßten wir die Ziele der höheren Schulen stark hcrabsctzen, und das können wir lchon mit Rücksicht aus die anderen Staaten nicht tun. Wir würden damit die ganze Sfultur unseres Landes auss Acußerste gefährden und dem deutschen Volke einen Stich ins Herz versetzen. lLcbhastc Zustimmung.) Weiter wird getagt, man muß die Ziele der Volksschule höher schrauben. Jeder, der mit der Volksschule zu tun hat, der weiß, daß alles geschieht, um den jungen Menschen mit einem tüchtigen Fonds von Kenntnissen auszustatten, ein Mehr loird kaum möglich sein. Die Reformschulen bestehen bereits, aber auch diese sangen ihren Unterricht in der fremden Sprache bereits in der untersten Klasse an. Für die Einrichtung eines Rcsorm-Gymnasiums liaben wir einen Versuch gemacht, aber keine Gegenliebe damit gesunden. Es ist nicht wahr, wenn behauptet «vird, unsere Volksschulerzichung sei keine nationale. Sie ist eine solche und wird es auch bleiben. Die Ausgaben der Schulen sind doch ganz verschieden. Die Volksschule soll praktische Menschen erziehen und für einen praktischen Beruf vorbereiten, die höheren Schulen sollen sür die wissenschastliche Arbeit vorbereiten. Ter Redner geht nun auf die einzelnen Aussührungen des Abg. Ulrich näher ein und betont: Wir brauchen intelligente und praktische Köpfe in allen Ständen und Berufen, auch in der Landwirtschaft, dem Handwerk und dem Arbeitcrstande, und zur Heranbildung derselben sind ausschlaggebend die sozialen Verhältnisse. Tic Eriahrungen, die man anderwärts mit der Einheitsschule gemacht hat, können auch nicht ermutigen. Die Schule ist doch vor allem eine Untcrrichtsanstalt. über der als wichtigster Faktor der Erziehung das Haus steht. Der Mestsch ist wesentlich ein Produkt seiner Umgebung und die Schranke», die in sozialpolitischer und religiöser Beziehung vorhanden sind, werden nicht beseitigt durch die Einheitsschule. Wenn die Herren, die jetzt tür die Einheitsschule eintreten/immer so ruhig uild versöhnlich reden wie heute, dann werden sich viel eher die Unterschiede abschleisen. Wenn man uns immer das Ausland vorhält, so sei bemerkt, daß gerade aus der Schrift eines Schweizer Pädagogen zu erleb?» ist, wie man auch dort recht schlechte Erfahrungen mit der Einheitsschule gemacht hat. In München, wo die Vorschule fehlt, ist der Erfolg der, daß die oberen Klassen der Volksschulen entvölkert und die unteren Klassen der höheren Schulen mit ungeeigneten Elementen überfüllt sind. Unsere höheren Schulen wirken gewissermaßen auch sozial und sie werden zum großen Teil auch von Kindern aus dem Volk besucht. Wir haben seit 1910 in Hessen 1371 neue Schulstellen geschaffen und die Schülerzah! in den einzelnen Klassen ist ganz außerordentlich herabgemindert worden. Das spricht doch deutlich dafür, daß wir in unscrm Schulwesen erfolgreich vorwärtsschreiten. Ter Magistrat in Frankfurt hat sich ebenfalls mit der Frage der Einheitsschule zu beschäftigen gehabt und er hat sich dahin ausgesprochen, daß er aus ernsten pädagogischen und sozialpolitischen Gründen diese Schulform entschieden ablelmcn müsse. Die Abschafftmg der Vorschule würde nicht ein soziales Reckst sein wie der Vorredner behauptet, sondern ein soziales Unrecht schaffen. Wenn ans den Vorschulen wirklich 2000 Kinder unter die 200000 Volksschüler zerstreut werden, so soll man sich doch nicht einbilden. daß dadurch ein sozialer Ausgleich herbeigeführt werden kann. Tie Absonderung der Jugend geht nicht von uns ans, sondern wird gerade von den Sozialdemokraten betrieben. Denn sie sind es, welche die Kinder der Arbeiter von der Organisation des Jungdeutschlandbundcs scrnhalten. Wir waren bereit, sie aufzunehmen, aber man hat es einfach abgelohnü, sie uns zu schicken. (Ruf: Da wären wir auch schön dumm!; Der Redner ersucht znm Schluffe seiner mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgten Rede nochmals, entgegen dem Antrag des Ausschusses auch Punkt 2 über die Aushebung der Vorschulen abzulehnen und dem Ausschußantrag entsprechend auch die übrigen Punkte des Antrags abzulehnen. Nach einer längeren Pause führt Abg. u e b e l (Ztr.) aus, durch die vortrefflichen Darlegungen des Herrn Staatsrats erübrige sich sür idn ein beträchtlicher Teil seiner Ausführungen. Auch er müsse die Aussührunren des Abg. Ulrich entschieden ablehnen, die keinerlei neue Gesichtspunkte gebracht hätten. Der Abg. Ulrich habe nur oberslächliche Betrachtungen angestellt und sich vielerlei Inkonsequenzen zu schulden kommen lassen. Mit keinem Wort wird jetzt in Deutschland mehr Mißbrauch getrieben, als mit dem Worte „nationale Einheitsschule". Nur wer die Schule zum Tummelplatz der Parteipolitik macken will, kann den sozialdeinokratischen Forderungen beitreten. Tie Sozialdemokraten wollen damit nur das staatliche Schnlmonovol in der krassesten Form, eine staatliche Lmni- potenz des ganzen Erziehungswcsens, sowie die konfessionslose Schule und drängen dabei weiter aus Trennung von Kirche und Schule, wovon aber vorsichtiaer Wchse in dem Antrag nichts an- gcdeutet wird. (Heiterkeit und Lärm.) Es ist das Streben der Sozialdemokraten, das ganze nationale Leben in die Form der Einheitsschule hineinzuzwängcn. Das würde aber den Untergang alles Fortschritts und Jeder ticseren Bildung bedeuten. Die sozialdemokratischen Anträge sind nicht sozial, sondern sozialistisch und geeignet, jeden Foetschritt aus dem Gebiete des Erziehungswcsens zu unler- binden. Z» verwundern bleibt nur, daß sich zum Teil auch di< liberalen Parteien von dem Antrag blenden ließen, der doch den wirklichen liberale» Ansichlen gar nicht entspreche. Liberal ist die Einheitsschule jedenfalls nicht, sic liegt aber auch nicht im Interesse der sozialdeinokratischen Partei, selbst nicht sür ihren Zulnnsts- staat. (Heiterkeit.) Wenn man die Religion aus der Schule a»s- scheidcn will, so ist das im höchsten Maße unpädagogisch und beweist nur, welche Stellung die Sozialdemokratie der Religion gegenüber einnimmt. Abg. Urstadt ha! sich zwar cbensalls mit Wärme für diese Einhcitsscknile ausgesprochen und sich dabei auf die Beschlüsse des Kieler Lehrcrtages berufen. Aber er hat sie dock> ihrer bestrickenden Reize cntfloibct. Sein Ideal scheint eine direkte Spitze gegen die katholischen Privatschulcn zu haben/ und er sürchtct, daß katholische Schüler auch von katholischen Lehrern unterrichtet werden sollen. Tlnngegennbcr ist daran zu erinnern, daß der bekannte Jugenderzieher Tr. Kerschensteiner die Nichtbcrücksichtigung der Konscssion beim Unterrickst und die Aushebung der Prioatschulen als verkehrt bezeichnet habe. Abg. Urstadt scheint sich seinen ehemaligen Parteifreund Schräder zum Vorbild genommen zu haben, der s. Zt. jeden Katholiken als unsähig zur BcUeidnng eines Staats- amts bezeichnet hat. Der Abg. Urstadt kann aus seinem Herzen keine Mördergrube machen und wir wissen cs ja und haben es gestern gesehen bei den Ordcnsanträgen. daß in der Freisinnsccke Knltnr- kampswind weht. (Widerspruch bei den Freisinnigen.) Ich glaube aber, daß die Zeit nicht mehr fern sein wird, in welckier der Freisinn in der roten Flut unlergchcn wird. (Bcisall und Gelächter.) Als nächster Redner wird Abg. Bach aufgerusen. Da er aber erklärt, längere Aussührnngen machen zu wollen, wird die Verhandlung abgebrochen. Die Fortsetzung erfolgt Freitag, vormittag 10 Uhr, Aus dem preußischen Abgeordnetenhaus, Berlin, 10, Juni. Tst Annahmc der preußischen Besoldungsnovclle konnte nach dem Verlaus der ersten Lesung und dem Standpunkt, den der Ausichnß, an den die Vorlage verwiesen wurde, eingenommen Hai, nicht mehr zwciselhast sein. Die bürgerlichen Parteien waren zwar von vornherein der Meinung, daß die Vorlage nicht weit genug gehe Und dali sie die berechtigten Wünsche zahlreicher Bcamtcn- gruppen »nbcrncksichligt lasse; nachdem aber die Regierung erklärt hatte, daß die Vorlage, falls sie eine Erweiterung erfahren sollte, sür sic unannehmbar sei, standen die Parteien lediglich vor der Frage: Wollen wir in schöner, aber unpraktischer Konseancnz aut unseren Wünschen beharren und uns mit der Veranlwortung dasür belasten, daß das Gesetz scheitert und 171 000, sich inühsam durchs Leben schlagende Bcamtensamilien der GehaltSausbcsserung verlustig gehen, die ihnen andcrnsalls sicher gewesen wäre? Int Reichstage haben ja allerdings Zentrum und Sozialdemokraten: diese schwerwiegende Frage mit Ja beantwortet. Im illbgeordneten- hause aber konnte man sich zu dieser Höhe skrupelloser Verbohrtheit nicht ausschwingcn, und auch das Zentrum zog hier vor, andere Wege zu wandeln als die Reichstagssraktion und sich mit dem Erreichbaren zu begnügen. Ja, selbst die SozialdcmokratlM, von denen es noch bis in die letzten Tage hinein hieß, daß sie auch hier das Prinzip der Uncntwegtheit Hochhalten würden» die jcdcnsalls im Ausschuß noch an ihrem ablehnenden Standpunkt scstgchaltcn, hatten sich im letzten Augenblicke noch eines besseren besonnen. Das einzige, was die Parteien nach dem „Unannehmbar" der Regierung noch tun konnten, war die Fassung einer Entschließung, durch die in erster Linie die baldigste Vorlegung eines Gcsctzcnt- wurss gefordert wurde, durch den die bei einzelnen Kategorien von Beamten seit der letzten Besoldungsänderung hcrvorgetretencn Mängel, bärlcn und Ungleichheiten beseitigt werden. Und weiter sordert die Entschließung einen Gesetzentwurf durch den die Lage der Beamten mit kinderreichen Familien erleichtert und der Woh- nungsgeldznschuß in einer die bisherigen Unzuträglichkciten auS- schlicßcnden Weise geregelt wird. Im einzelnen brachte die heutige Aussprache nichts Neues. Die einzelnen Redner bedauerten nochmals die Mängel und Unzulänglichkeiten der Vorlage, erklärten indes, um sie nicht zu gefährden, aut wcitergchendc Wünsche zu verzichten, und traten im übrigen lebhaft sür die Entschließung ein. Tic Vorlage, die bekanntlich schon vom l. April d. I. an wirksam sein soll, wurde nebst der Entschließung des Ausschusses einstimmig angenommen. Ein Antrag Aronsohn (Vpt.), in Erwägungen darüber cinzutrelcn, ob und inwieweit eine geordnete Krankenfürsorge sür Beamte erforderlich und durchiührbar ist, wurde dem BndgetauSschuß überwiesen. Das Haus überwies noch eine Anzahl Bittschriften zur Besoldnngsord- nnng der Regierung zur Erwägung rmd vertagte sich dann auf Freitag mit der Tagesordnung: Tritte Beratung der Besoldungsvorlage und Fideikoininißgefetz. Dem Abgcordnetenhause ist am Mittwoch ein An> trag der Sta a t s r e g i erung zugegangen, in eine Vertagung des Landtags bis zum 10. November d. I cinzuwilligen mit der Maßgabe, daß vier Ausschüsse ermächtig werden, während der Vertagung ihre Arbeiten fortzufetzen. Der russische Getreidezosi. Das russische Gesetz über die Erhebung eines Zolles aus Getreide tritt am Samstag, den 13. I u n i, in Kraft. Bisher war Getreide in Rußland zollfrei, während aus Mehl 45 Kopeken pro Pud brutto (5,94 Mk. für 100 Kilogramm) erhoben werden. Nach Finnland konnten sowohl Mehl wie Getreide zollfrei eingeführt werden. Künftig wird in Rußland ein Zoll von 30 Kopeken pro Pud brutto (3,96 Mk sür 100 Kilogramm) auf Getreide in Körnern, sowie auf Erbsen und Bohnen erhoben werden. Mit der Einführung dieses Zolles wird die deutsche Getreideausfuhr nach Rußland ihr Ende erreicht haben. Im letzten Jahre haben wir sür rund 40 Mill. Mk. Getreide, hauptsächlich Roggen, nach Rußland (ohne Finnland) geliefert, und im lausenden Jahre hat, in Erwartung des kommenden Zolles, diese Ausfuhr noch etwas z ugeno m men. Selbstverständlich ist aber unsere Einfuhr von rüssischem Getreide viel größer, und es muß hervorgehoben werden, daß es sich bei unseren Lieferungen nach Rußland zum großen Teil um Grenzverkchr und um Austauschsendungen gehandelt hat. Gerade durch den letzten Handelsvertrag haben wir Rußland besondere Zugeständnisse für seine Getreideeinfuhr nach Deutschland gemacht. Wir haben den Zoll aus russische Futtergerste bedeutend ermäßigt, und infolgedessen ist die Gerste-Einsuhr aus Rußland nach Deutschland gewaltig in die Höhe gegangen. Den Geircidezoll hat Rußland jetzt lediglich deshalb eingesührt, um die Getreideeinfuhr aus Deutschland zu unicrbinden. Ob die russische Landwirtschaft einen Vorteil davon haben wird, ist sehr zweifelhaft. Unbedingt nachteilig wird der Zoll auf die russische Getreidcmüllerei wirken. Auch die Kleie Ausfuhr Rußlands nach Deutschland wird darunter leiden. 5tatiftik der Urastf ahrzeuge. Die Relchsstatistflk veröffentlicht Uebersicbtcu über den Bestand a» Kstastjahrzeugeu im Deutschen SKeirtio am 1. Januar 1914, den Verkehr ausländischer Krastjalirzruge im Meielrsgcdiet und die Unfälle beim Verkehr mit Kraftfafir zeugen in der Zeit vom 1, Oktober 1912 bis 30. September 1913, endlich eine Neige von Gegenüberstellungen zwischen dem Bestand an Kraftfahrzeugen und den porgcrommencn Unfällen, Am 1. Januar 1914 wurden im Deutschen Reiche 93 072 Kraftfahrzeuge, gegen 77 789 im Vorjahre, festgestellt. Die Zunahme gegen da-s Vorjahr betragt somit li>283 Kraftfahrzeuge --- 19,6 v, H, Von den 93 072 Kraftfahrzeugen dienen 83 333 — 89,5 v, H. dem Personen- und 9739 — 10,5 v, H, dem Lastenverkehr, Unter den Personcnkrastsahrzeugen befanden sich 22 457 — 26,9 v, H, Krafträder, deren Zahl gegen das Vorjahr um 2132 = 10,5 o, H, zugcnomme» hat. Unter den 9739 Lastlrastfahrzeugen waren dagegen nur 100 — 1,0 v H, Krafträder, deren Zahl gegen das Vorjahr um 23 — 18,7 ». H. abgenommen hat. Von den Personenkraftsahrzeugen wurden 1508 — 1,8 tu. H, im Dienste öffentlicher Behörden, 7451 - 8,9 t>. 6. als Droschken, 927 = 1,1 v H, als Omnibusse, 32 436 = 38,9 v H, im Handelsgewcrbe oder in sonstigen Gewerbebetrieben, 973 — 1,2 o, H, für land- und forstwirtschaftliche Zwecke, 9639 — 11,6 v, H für andere Bc- russarten, z, B. von Aerzten, Feldmessern usw, und endlich 30 399 — 36,5 v, H, für Vergnügung»- und Sportzwecke verwendet, Die Lasttrajtfahrzcnge sind seit dem Vorjahr von 7704 aus 9739 gestiegen, l>aben also einen Zuwachs von 2035 — 23,4 v, H, gehabt Im Handelsgewerbe und in sonstigen gewerblichen Betrieben fanden von ihnen 8799 — 90.4 v, H, Verwendung, 6105 --- 63,3 v, H, Lastkraftwagen hatten ein Eigengewicht bis zu 2,5 i, 1400 — 14,5 v, H, ein solches über 2,5 bis 3,5 t und 2134 — 22,2 v, H, über 3,5 t. In der Zeit vom 1, Oktober 1912 bis 30, September 1913 haben 24 647 ausländische Kraftfahrzeuge, gegen 22 326 im Vorjahre, die Reichsgrenze überschritten. Die Zunahme betrug somit 2321 Kraftfahrzeuge — 10,4 v, H, Es befanden sich unter ihnen 1522 Krafträder und 23 125 Kraftwagen, Von diesen dienten 22 893 zur Personen- und 232 zur Lastenbeförderung, Aus Oesterreich-Ungarn stammten 7300 — 29,6 v. H, Kraftfahrzeuge, aus der Schweiz 2962 — 12,0 v, H,, aus Frankreich 7685 — 31,2 v Sb., aus Belgien 1873 --- 7,6 v, H„ aus den Niederlanden 2268 — 9,2 v, h, und aus den Vereinigten Staaten von Amerika 342 — 1,4 v, H, Ten stärksten Verkehr wies, wie alljährlich seit der ersten Zählung am 1, Januar 1907, der Monat August mit 5424 Kraftfahrzeugen auf, ihm folgte der Monat Juli mit 4193 Fahrzeugen, der September mit 3222, und den geringsten Verkehr loies der Monat Januar 1913 mit 496 Kcast- fahrzeugcn auf. In der Zeit vom 1, Oktober 1912 bis 30, September 1913 gelangten 11 785 schädigende Ereignisse beim Verkehr mit Kraftfahrzeugen zur amtlichen Kenntnis, an denen 12 772 Kraftfahrzeuge beteiligt waren. Von den Führern der Kcastsahrzcuge konnten 11974-°-93,7 v, H. ohne tveiteres fcstgestetlt werden, 190 —1,5 v, H. machten einen Fluchtversuch und 608--4,8 v H, entzogen sich ihrer Feststellung, Von den Kraftfahrzeughaltern wurden 12 464 — 97,6 v, H, ermittelt und 308 = 2,4 v, H, nickst ermittelt. Bei den Unfällen wurden 6313 Personen verletzt und 504 getötet. Unter den Verletzten befand«» sich 503 — 8,0 v. H. Führer, 1187 — 18,8 v, H, Insassen der Kraftfahrzeuge und 4623 = 73,2 v, H, dritte Personen, Unter den Getöteten waren 34 = 6,7 v H, Führer, 61 = 12,1 v. H, Insassen der Kraftfahrzeuge und 409 = 81,2 v,H, dritte Personen. Der entstandene Sachschaden betrug 2771688 Ms, gegen 2 281 283 M, im Vorjahre. Von dem Sachschaden entfielen 2 311 794 M, — 83,4 v, H. ans Schäden, welche die Kraftfahrzeughalter erlitten und 459 894 Mk. — 16,6 v, H, auf dritte Personen, Don den 608 Kraftfahrzeugführern, welche nach eingetretencm Unfall flüchteten, wurden 356 nachträglich ermittelt, so daß 252 Führer unbekannt blieben. Bei dieser Art von Unsällen wurden 129 Personen verletzt, vier getötet und ein Sachschaden von 11055 Mk, herbeigcsührt. Von den an den Unsällen beteiligten Kraftfahrzeugen dienten N 078 dem Personenverkehr, Es enlsalcen somit auslOOPcrsonenkraftfahrzenge l 3,3, d i e an den Unfällen beteiligt waren. Im Lastenvcr- kehr stellt sich diese Zahl auf 16,8, Am ungefährlichsten haben sich auch diesmal die Pcrloneukrasträder erwiesen, welche nur mit 1,1 v, H an den Unfällen tcflnahmeu, Am säusigstcn, nämlich mit 25,8 v, H, waren Personenkraftwagen mit 16 bis 40 ?8 an den Unsällen beteiligt. Unter Berücksichtigung des Verwcndu.tgszwcckcs ergab sick>, daß die Kraftdroschken mit 66,4 v, H. und die Krastomnibirsse mit 79,2 v, H,, die Vergnügnngs- und Sportzwecken dienenden Kraftwagen mit 12.5 o,H, und die im Dieilste öifenttichcr Behörden benutzten Personenkraftwagen mit 11,4 v,H. an den Unfällen teil- nahmen, im Lastcnverkehr mit 16,2 v, H. Die deutschen Uaisermanöoer $9^. ii, Ter strategische Charakter der diesjährigen Kasjerinanöver bedingt, daß beide Armeen reichlich mit technischen Formationen zur Ausklärung ausgestattet werden. Flugzeuge und Luftschiffe werden in erhöhter Zahl Verwendung finden, Kraftwagen und Krafträder, Funker- und Lichtsignal-Abteilungcn werden zur Verfügung gestellt, die Truppen bis zu den Kompagnien usw, herab kriegsmäßig mir Fcrnsprcchgerät ausgerüstet werden. Das anzulegend- neutrale Fernsprechnetz, welches den Zwecken der Manöverlcitung dient, must ein ausgedehntes Gebiet umspannen, weil das eigentliche Kanipfteld im voraus nicht zu bcskm- me» ist. Die Intendantur ha« die rechtzeitige Verpflegung bedeutender Trupvenmasftn sicherzusicllen, es werden ihr dazu bespannte Der- vflegungskolonnen und Lastkrastwagenkolonncn zur Verfügung stehen. Da die Berpslegungslagr sich ebemowenig wie die taktische Lage vorausschen iästt, sondern iich lediglich aus den au, Grund der Entichlüsse der Führer gegebenen Anordnungen ergibt, werden die Jatendamur-Beamtenl sich vor schwierige, aber auch sehr lehrreiche Ausgaben gestellt sehen. Die Infamen« wird zlpar mit Feldküchen ausgestattet, trotzdem werden die aus der Versammlung Unterbringung und Derpslegmig so grober Massen sich ergebenden Reibungen erheblich sein. Die Kriegsmäßigkeit der Manöver kann dadurch nur gewinnen. Eine besondere Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Zuschauer im Manöver ist durch die Leitung nicht beabsichtigt. Es wird ans ein verständnisvolles Eingehen aus die Weitungen der Fcldgendarmerie gerechnet, die lediglich den Zweck verfolgt, eine Störung der Gcscchtstätigkeil zu vermeiden und unnötige Flurschäden z» verhüten, Ant-rerseits wert«, die Gendarmen aber auch angewiesen werden, den Zuschauern die Möglichkeit einer guten Beobachtung des Manöververlauses zu geben. Dagegen werden auch in diesem Jahre die für die Truppenbewegungen nötigen Straßen sür Privaikrasüvagen gesperrt lverden, da sonst Truppen und Zuschauer erheblich belästigt wezben und die Verpflegung der Truppen in Frage gestellt werden kann. Im Interesse der kriegsmäßigen Belvertung der Lust- ausklärnngscrgcbnisse wird das tleberflicgcn des Manövcrgeländes durch Privaislugzcuge verboten sein, Tic Manöverlcitung wird es sich angelegen sein lassen, durch rechtzeitige Mitteilung durch die Presse und im Manövergclänbv durch die Gendarmen die Teilnahme der Bevölkerung an den Manövern zu erleichtern, stc must aber auch Unterstützung in allem finden, was dem kriegsmäßigen Verlauf dient, der in diesem Jahre tvichtig ist. Unfversitcitr-Nachrlcbte«. — In der Zeit vom 4.—8. d. Mts. untcrnpfym &err Professor D. Tr. Schi an mit dem praktisch-theologischen Seminar eine Studienfahrt nach Basel zur Besichtigung der dortigen Mis- sionsanstalt. In einem zweitägigen Kursus wurden hier die Teilnehmer an der Fahrt durch eine Reihe von Borträgen in die Arbeit des Miisionsliairses, in die Geschichte und Probleme der modernen Mission eingesührt. Daran schloft sich dann noch ein Besuch der nahe bei Basel gelegenen Pilgermissionsanstalt Chris- gona. — Der Privatdozent in der Berliner Inrislenfakultät, Landrichter a. D. Tr. jur. Georg Kuttner hat einen Rus als ordentlicher Professor für Zivilprozeß urrd Rechtsvcrglcichung an die Universität Frankfurt a. M. erhalten und angenommen. — Ter ordentliche Professor des römischen Rechts an der Deutschen llniiversität in Prag, Tr. jur. Paul Koschaker hat einen Ruf an die Frankfurter Universität erhalten. ' — Wie verlautet, hat der bekannte Vertreter des öffentlichen RechtS in der Bonner Jurislensakuktnt, Geb. Jnsturat Pioschov Tr. Zorn, Mitglied des Herrenhauses und KronsrmdikuS, mit Rücksicht aus seinen leidenden Gesundheitszustand seine Emeririerung zuirr konrnrenden Wmtersemester beantragt. — Der Trdiirarius der Geschichte an der Berliner Universität Geh. Rat Professor vr. phil. ct jur. Ctto Hinhe hat einen Ruf nach F r e i b n r a i. Br. erhalten — Ter Professor der Kunstgeschichte au der Frerburg er Universität Tr. Paul Vocge hat einen Rus an die Universität Frankfurt a. M. erhalten, aber a b a e l e h n t. — Professor Dr. Alexander Tornguist, Ordinarius der Geologie und Paläontologie an der Univrfität K ö n i g s b e r g i. Pr., hat einen Ruf au die Technische Hochschule in Graz angenommen. Schwnrgcricht. th, G i e st e n , 10, Juni, Unter Ausschluß der Oessentfichkeit verhandelte heute das Schwurgericht gegen den 25jährigen verheirateten Tagelöhner Wilhelm Roth aus Lauterbach wegen Notzucht, begangen an einer Taubstummen aus der Straße Frischborn — Lauterbach, Tie Anklage vertrat Gcrichtsassesfor Knau ß. Die Verteidigung führte Rechtsanwalt ?ldols M etz, Es waren in der Verhandlung 9 Zeugen zu hören, Zür Verständigung mit der durch die Tat Verletzten war ein Dolmetscher zur Stelle, Tie Geschworenen bejahten die Schuld frage aus 8177 d, StGB., bewilligten aber dem Täter auch mildernde Umstände, worauf der Gerichtshof auf 1 Jahr 2 Monate Gefängnis erkannte, « Gcrichtrsaal. m, L i ch, 10, Juni, (Schöffengericht,) Ter Arbeiter Fr, S, hatte am 2, Ostcrseiertag d, Js, den angetrunkenen Taglöhner R, M, mit cinrm Stock mißhandelt, Urteil 25 Mark Geldstrafe oder 5 Tage Gefängnis, Ter Schreiner Ko, H, wurde wegen Hausfriedensbruch zu einer Gelostraft von 8 Mark oder 2 Tagen Gefängnis verurteilt. Wegen Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung erhielt der Taglöhner R, M, eine Gesamtstrafe von 8 Wochen Gefängnis, Er hatte den 78 Jahre alten Kammerdiener Alt abends ohne jegliche Veranlassung aus der Straße mit allen möglichen Schimpfwort«» beleidigt, bedroht und später auch mißhandelt, h, Frankfurt a, M,, >0, Juni, Wastmann, der wegen Beleidigung des Magistrats und verschiedener Aerzte zu einem Jahr GesänAnis verurteilt wurde, hat auf R c v s f i o n verzichtet und seine Strafe bereits angetreten, h, Bad H o m b u r g v, d, H,, 10, Juni, Zwei bemerkenswerte Prozesse, die seit langem die Bürgerschaft beschästigen, wurden gestern und heule vor den Gerichten zu Ende geführt. Vor dem Hauptbahn Hose liegt seit dessen Erbauung eine große Fläch« Landes, das die Stadt den Besitzern, als diese sich nicht mit dem städtischcr- scils gebotenen Preise von 5— 6 Mark pro Ouadratmeter ein-, verstanden erklärten, sondern 30—35 Mark sordcrten, enteignet-. Der darob entstandene Prozeß schwebte sechs Jahre, beschäftigte alle möglichen Instanzen und endete gestern durch Urteil des Frankfurter Lbertandesgcrichts mit der Niederlage der Stadt, Diese wurde verurteilt sür das Ouadratmeter 20—24 Mark zu zahlen, 'Außerdem trägt sie die sehr erheblichen Kosten, — Im zweiten Falle handelt es iich um den sogenannten Quelleußreid, lieber die neuerbohrten Ouellerr war es im letzten Sommer zwischen dem Stadtbaurat Mever und dem Ouellenbohrcr Dr, Roth sFrankfurt! zu erbitrerten Zeitungsschien gekommen, die schließ Iich zu wechselseitigen Beleidigungstlagen führten. Der Richter schlug im Termin einen Vergleich vor, was denn auch geschah. Beide Parteien erklärten, daß sie sich nicht beleidigen wollten, und teilten sich in die Kosten, knstscliiffabrt. Erfolg eines fr ci n z. ö s i s ch e n Fliegers. Paris, 10. Juni. Der »Uieqec Gilbert hat vorgestern und gestern einen Flug rund um Frankreich ansgest'ibrt und i n 3 9 */ a Stunden über 3000 Kilometer znrückgelcgt. vermischter. ' 2 4 Rinder spurlos v e r s ch w u n d e n. Aus F r a uk» iurt a. 9, Juni, wird gemeldet: Um eine vom Schlachihol verschwundene lebendige Kuh, die wegen hochgradiger Tnberkulole abgesivlachtet »nd verbrannt werden sattle, ist ei» hochnotvemliches Verfuhren eröffnet wocden. Tie Schlachüiowerwaltung sucht, der Magistrat lucht, die zuständige» siadträtlichen Dezeruenleu luchen, der Stcwtsanwnl! sucht, doch die Kuh ist verschwunden, seit vierzehn Tage» schon. Selbst ec»e ausgiebige Debatte im Stadtparlament vermochte nichts über die Kuh nnsfindig zu niache». Jetzt hört man, daß außer der Kuh auch noch 23 Ockie» abhanden gekommen find. Diese beiaude» sich bei einem Trausvorl seucheverdächliaer Ochse» »nd wurden ans einem bisher nicht ermilletten Bahnhos anSgeladen, als den Transporteccre» bekannt cvurde, daß in> Frank» smler Schlacht- »nd Diehhos die Maul» und Klauenseuche aus- gebrochen sei. - Weitsichtig, Maud: „Jacks Aufmerksamkeiten scheinen dir zu gefallen. Warum heiratest du ihn nicht?" Marie: „Weil mir seine Aufmerksamkeiten gcsallen," Kleine ilagerchronik. — Wie die .Danzigcr Zeitung' meldet, geriet der Kommandeur des Trains des I,, 17. und 20. 'ürineekorvs, Oberst Schäler, bei einen, abendliche» 900 unter einen Eiscnbahnzug »nd wnrde ae- tötet. Schäler war bis zu seiner am 2ü. April 1913 er'olgten Versetzung »ach Danzig Kommandeur des 8. lllaneuregimcuts in Gumbinnen. Märkte. so. Frankknrt a.M. B i« h u o i NI a r k t b e r i ch t von, II. Juni. Austrieb: Rinder SS, Ochsen 2 », Bullen 2. Kühe und Färsen 32, Kälber 1023, Schale 72, Schweine 1737. Tendenz: Kühe und Färsen geränmt, Käiber schlevvend, Schaft reae, Schwein- leichte Ware gesucht, schwer« weniger begehrt. bleidi Uebersland. Preise sür lüg Pid. Lebend- Schlachtgewicht ns'.b e?. Ml. Mk, Feinkte Mastkalber . . , . 60 -64 100- 107 Mittlere Mast- und be^lr Saugk.1l5;r. . . . 53 56 90 95 Geringere Mast- und qntZ ! Saugkälder . . . 43 51 81- 86 Geringere Saugkälber . 44 -47 75- 80 8 ch (I' • Slastnnastl M Mastlämmer vnv mngere Rasthgmmel . . , 41 42 90 92 S ch w e t 11». «5,01—47 55 53.00—60 )4 tkollfleilchlq- Schwein» von30 —100 'ctz Lebendgewicht....... kvllsieischig: Schweine unter 30 st» Lebe» >ie,vicht........ 4 4 0)—47.00 56.00— 59.)) Pollsteischige Schweine von 100—1)0 st; Lebendgewicht........«5.00—«3. 0 56,00 — 59 )1 Vollsteischig» Schwein: van «30—tä> c \ Leöendgewi ch: «5.00 —46.00 56 00—50 10 FC. Wiesbaden. Bkehhok -Ul nrkt 5 crichi vom 10. Juni. Auftrieb: Rinder nö «Ochse» 8, Bullen 12, Kübe und Färsen 75), vchwetne 426, Preise sür 100 Md. Lebend» Schlachtgewicht m 49-53 Kälber 22 ', Schaft Gesämst nullet. O chl en. Vollftelkchsa», ansqeinästete, böchilen Schlacht- wertes lm Alter von «—? Jahren . . . . Junae, fieilchiqe, nicht auSgemästete und ältere auSgemäftets................. Mäßia genährte junge und gilt ge- genährtc ältere...........44—13 95 nt t e n. Poll fleischige, ansgew., höchsten Schlachtw. , . «2—45 Postfleischtge, tünaere ..........38—41 Färsen. Kühe. Pokllleischige ausgemästetr Färsen böchsten Ecblachtwerles ... 46 -61 Pvllflelschige nusgemältste Kühe höchsten Schlachtwcrle« bis zu 7 Jahren.....39—43 Akliere ausgemästete Kühe und wenig gui entwickelte jüngere Kühe.........42—45 Mäßig genährte Kühe »nd Färsen ..... 34—38 Gering genährte Kühe und giärjen.....29—33 Kälber. Feinste Mastkälber...........63-66 Ulitliere Mast- und beste Saugkälber.... 55—60 Geringere Mast- »nd gute Saugkälber . . . 51—55 Gering« Saugkälber..........47—50 Schate. Weidemastichas«: * Mastlämmer und Masthammel .... 44,50—45,50 Schweine, kostfleischige Schweine von 80—100 kg Jebend- gewtcd!..............45-47 Pollfleischige Schweine unter 80 2g Lebendgewicht 44-46 Bollficischige Schweine von 100—120 k; Lebrnd- gewichl.............. 45 48 Pollfleischige Schweine von 120—150 k; Lebendgewicht ..............44-45 Fettschweine über 150 k; Lebendgewicht . . 40-42 Io, Wiesbaden, l'>. Juni, tieu- »nd S lrohmarkt. dlngelahren waren: 8 Wage» t>en, 10 Wagen mit Stroh. Man nolieric: ven böchster Preis 3,80 Mk, niedrigster Preis 3,00 Mk., Durchs,bnülsvreis 3,41 Mark, Stroh sütichlltrohs höchster Preis 0,00 Alk,, niedrigster Preis 0,60 Mt,: Durchschnittspreis 0,00 Mk. Krununstroh höchster Preis 2,20 Mt., niedrigster Preis 1,90 Ulf.; Durchschnittspreis 2,05 Mk, — Frnchtuiarkt, Haser höchster Preis 9,60 Mk,, niedrigster Preis 9,50 Mk, I Dnrchschnittspreis 9,58 Mk, Alles sür 50 Kilo. Limburg a. b. Lahn, 10. Juni. Frnchimnrkt. Durchschnittspreis pro Diatter. llioler Weizecr (stlassauischer) 17,20 3Jtt, iveißer Weizen «angebanle Fremüsorlen» 16,70 Rck^ Korn 13,10 Mk^ Gerste «Fntlcr) 0,00 U!k., Braugerste 00,00 Ulk., pater 9,00—0,00, Ulk., Erbsen 0,00 Utk. Kartoffeln 50 Kilo 0,00—0,00 Mk,, Butter das Psund 1,10—0,00 Mk., vier das Stück 7 Psg, Mk. 88-93 65-92 78-85 72—78 68-71 62-90 70—77 78—82 82—88 58-82 105—110 92-100 85-92 80-85 92—91 58-60 57-59 58-60 55-56 50-53 Kirchlirhc Nachrichten. Jzraeiilische RekigioiiLgeiileinde. Gottcrdicnsl in der Synagoge (Süd-Anlage). S a m § t a n, b e it 13 Juni 1911: ^Türftbcit^: 7.45 Di org en 8: 8.30 Ubc. Nachmittags: 4.00 Hör. Lchrifterklärnng. Labbatausgang: 0.35 Uhr. Israelitische Keligionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbat tek er am 13. Juni 1914: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vorinittag 8.09 Uüe. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-'iZluSganq 9.35 Uhr. Wochengottesdienst: Morgen? 6.00. abends 7.30 Uhr. Müllersche Badeanstalt. nfig tro ürme der Lahn am 11. Juni 11° R. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. B.: K. Neurath. Im Sommer »st auf die Ernährung Ihres Säuglings besondere Sorgfalt -u verwenden. Darmkatarrhe treten in dieser Zeit hautlger auf, iveil die dtahrung ün Darm der »linder schneller rn Garung übergeht. Wenn Sie Ihr .«.lind jedoch mit ..K »licke" Md Mnlch ernähren, so beugen Sie in wirksamster Weise den gefürchteten Darmkrankheiten vor. 762hv 1913 H 664 Badegäste bei Nieren^ leiden, Harnsäure, Zucker,® Eiweiss. ° Fflrstliche Wildnnger Mineralquellen A.-G., Bad Wildungen - Schriften kostenfrei 1913 : 2 278 876 Flaschen Versand Damen-Panama-Hote wandervolle Qualitäten, wirkl. Wert Mk. 25.00 u. höher. Kleine und grosse Formen. Jetzt 7059 a Schulstras*se 4. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester Louise Konrad nach langem, schwerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden heute morgen 5 3 /* Uhr im 23. Lebensjahre” sanft verschieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Konrad, Lokomotivführer. Giessen, Stephans tr. 37, den 11. Juni 1914. Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 13. Jnni, 3 Uhr nachm., von der Kapelle des neuen Friedhofes. 7065 Statt Bnnamabolz u. Gall- olBll feite verwendet man bellet Karn» Pannmafeifc zum Waschen von Stoffen mit empfindlichen Farben Nur Cenli ah F>roc rle Emil Karn, Schulstr. I* 0 “ 3110] Hauivänc Mk. 2,7.5, trockcncc«, klcingemachtes Gichcnffolz Mk. 3.22 per Karren frei Haus. x»nl.2l*fllb tiicr, Televb.74 *. Das ncucBartvflcacmittcl Niruwweiin gibt dem Barte jede Form oime zu kleben, offne Brenneisen u. offne Bartbinde, ffer- nestellt v.G.D. Wunderlich, Hoflief.. Ätürnbera, zu 1 Mk. u. 2 Mk. v. 31. bet W. Hil* biiiocr, Droaeeie, Gieffen. IffttO O best. Lchuiz ncn. -^UUUa Motten 20 Bi. Adler-Troacric, Lelters- ivea 39. Qtto Lchaaf. OLsO Oie glückliche Qedurt eines OLSOhlOLM MÄOELS zeigen hocherfreut an DR. KAYSER UND FRAU RIA geb.Melior. Aulowönen O.-Pr. 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Wiesen von Christian Stroh I., Lanbach u. Gottsr. Gotta. Alten- baiu. 3. Bon 62 Ltorgeu = 30 Abteilungen. Ter vom Lbcriccncrbofqut.znriiltgcnom'.ncnen Wiesen. 2. Tonnerstag, den I*. Jnni 1014, mit Beginn um 9 Ubr vvrmrnags, in der „AcviclSbacli" auf ca. 192 Morgen Wiesen daselbst. am Altcnkcller, in den verschiedenen Hceabriirkcn. trolle-, Herrn- und Hcrentvieic. i». An demselben Tage, nachmittags von 1 Uffr an. auf dem .^ägcrffanse, vcn ca. 214 Morgen Wiesen in Ant bardobauscn, Mnlöan, Lnnglicckc, Geränms» Habi- gartcn. Haugtcilen, Lingel- und Schiffcnbach, Wiesen von OJn- Burk. Wild. Jrdr. Knau Ehcsr. u. (Lffrstn. ^iroff l.. Lnubacli: ferner von ca. 17 Morgen in der Sildacb, Linncs, (^lgersbach, (Biebern'. Bruchwiese, in der engen Ahlen und in der Ulsacr Ecke. Wiesen von Ldw. Ester, Nuv- pertsburg. . ^ ^ Wiescnwärter Silh dahier und die betr. grau. Forstwarte sind angewiesen, die Wiesen, die durch numerierte Holzvstöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf Verlangen vor deni Termin vor;u;eigen. Laubach, den 5. Juni 1914. Gräfliche Forstverwaltunq. 09(»2K Graustückkalk Weißstückkalk i ' f Tr jMHiiiiiit i i i irii7,i.ii,iiiii.iimi.iii,i.niimn:,iimnH rrm T m tr r .T T iiririr TT U zu Bau-, Dünger- u. chemischen Zw.-cken ab ihren Werken Großen-Linden und Bieber bei Gießen, sowie Kalksteide zu Bau- und Hüttenzwecku»n ab Station Bieber-Abendstern empfiehlt (Inhaber Carl Haas jr., Gießenl, Fernsprech-Anschlüsse Amt Gießen; Werk 6 roß en- linden Nr. 139, Werk Bieber Nr. 1080, Bureau Nr. 282. Abfuhr kann täglich erfolgen, eventl. Anlieferung durch eigenes Fuhrwerk. 3305D j. Der Haut zuträglichste, wohlfeilste Toliette- eeife,Stück 20 Pfennig. 5 Stück 95 Pfennig. Angefertigt vom langjährigen Fabrikanten dei^Pfeiiringseifte C. Naumannj Offenbach a. 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Kreuzplatz Xr, 0 könnten, so würden sie nur das sachgemäß zusammengestollte.Kliet-Voselfnttcr* verlangen aus der Medlcinal-Drogerie z.Krenzplatz 7030a Fernsprecher 70(» llorl selbst faclimiin n i«clie Beratung f. Vogel pflege. Frankfurter Hypothekenbank. Pfandbriesverlosurift am 5 . Jnni 1 N 14 . Bei der am 5. Juni 1914 vor Notar statigehabten Verlosung sind von unseren HV/o Pfandbriefe» der Tericn 12 13, 15, 19 imb 4°o Pfan b> icfeu der Serien 11, 16, 17 und 18 die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den I. Oktober 1914, mit welchem Tage die Berzinsunq endigt, gckündigl worden. Es beziehen sich diese Nnmniern ans sämtliche Serien und Literae, also auf alle Stücke, welche eine der Nummer» tragen. Nr. 294, 341, 608. 707. 1148, 1359, 1412, 1531, 1920, 2228, 2312, 2556, 2719, 3016, 3033, 3214, 3362, 3490, 3536, 3594, 3746, 3757, 4044, 4226, 4378, 4493, 4685, 5056, 5125, 5330, 5512, 5576, 5609, 5683, 5686, 5815, 6164, 6308, 6470, 6653, 6705, 6934, 6995, 7096, 7169, 7393, 7464, 7561, 7583, 7610, 7619, 7658, 7675, 8167, 8213, 8332, 8612, 8863, 9100, 9335, 9745, 9906, 9972, 10202, 10286, 10365, 10398, 10540, 10611, 10798, 11339, 11755, 11818, 12216, 12346, 12068, 12734, 13769, 13886, 14569, 14609, 14681, 14730, 14852, 14884, 14921, 16200, 16506, 16534, 16669, 16908, 17377, 17703, 17727, 17923, 17954,18094, 18353, 18420, 18592, 18785, 18834, 18947, 19048, 19056, 19324, 20068, 20109, 20296, 20487, 20888, 21082, 21311, 21544, 21652, 21903, 22018, 22061,22194, 22299, 22430, 22614, 22933, 23146, 2332ß, 23759, 24379, 24750, 24793, 24804, 24847, 24952, 25082, 25148, 25200, 25305, 25366, 25589, 25697, 25728, 25853, 25941, 26101, 26106, 26270, 26447, 26517, 26598, 26838, 27013, 27278, 27492, 27564, 27579, 28376, 28555, 29174, 29229, 29285, 29753, 30065, 30532, 30626, 31127, 31337, 31604, 31688, 31748, 31783, 31797, 32017, 32334, 32335, 32815, 32863, 32905, 32978, 33486, 33929, 34251, 34293, 35995, 36393, 36801, 37056, 37170, 37303, 37539, 37613, 37820, 38002, 38209, 38551, 38659, 39124, 39174, 40046, 40312, 40636, 40651, 40843, 41387, 41724, 41773, 41986, 42041, 42185, 42284, 42308, 42436, 42671, 42778, 42807, 43538, 43604, 43837, 44615, 44626, 45840, 46072, 46074, 46416, 46661, 46777, 46987, 47316, 49131, 49472, 49729, 49861, 50044, 50196, 50492, 50747, 50813, 50837, 50964, 51015, 51065, 51070, 51439, 51463, 51560, 52322, 52763, 52793, 53356, 53562, 54359, 54385,54630,60069,60346,60517,60629,60769,61830,61894,61950,62179, 62231, 62889, 63206, 63257, 63455, 63740, 63919, 63968, 64298, 64576, 64743. 64784, 65263, 65345, 65403, 65929, 66169, 66314, 66848, 67675, 67854, 68421, 68442. 68514, 68562, 68762, 68771, 69301, 69338, 69582, 69664, 69802, 70127, 70224, 70273, 70473, 70549, 70562, 70565, 70830, 70876, 71020, 71143, 71324, 71511, 71519, 71613, 71696, 71819, 71841, 72126, 72432, 72455, 72567, 73082, 73323, 73622, 73695, 74189, 74221, 75128, 75366, 75439, 75582, 75539, 75847, 75934, 76046, 76224, 76819, 77053, 77195, 77315, 77811, 77823, 77916, 78026, 78201, 78393, 78471, 79591, 80373, 80424, 80723, 80881. 81569, 81798, 81846, 81940,82139, 82496, 82514, 83150, 83437, 83564, 83676, 83754, 83920, 83991,84051, 64271,84994.85280,85882,86578,86583,86603,86630,86884,86911,86914, 87070, 87212. 87401, 87406, 87660, 87925, 87962, 100235, 100468, 101363, 101650, 101683, 102810, 120135, 122287, 122372, 122994, 123095, 123418, 123468, 123806, 124033, 126245, 126273. 126475, 126769, 126770, 126976, 127147, 127979, 128215, 128429, 129666, 129846, 129869, 130601, 130662, 131261, 131364, 131942, 132219, 132585, 132683, 132977, 133132, 133173, 133539, 133635, 133808, 134238, 134646, 135285, 135648. 135680, 136071, 136122, 136383, 136872. 137085, 137264, 137345, 137717, 138288, 138563, 138604, 138643, 139108, 139565, 140218, 140290, 140526, 141005, 141174, 141245, 142212, 143350, 143405, 143608, 143671, 143911, 143925, 143943, 144444,145011, 145768, 145787, 145846, 145882, 147301, 147595, 147790, 148762, 149127, 149427, 150011, 150505, 150647, 151036, 151876, 152499, 152940, 153428, 154724, 155082, 155304, 158190, 159343, 159414, 162791, 162884, 162891, 164634, 164947, 165225, 200566, 200680, 153832, 153862, 154385, 154483, 154606, 156348, 156367, 156448, 156869, 158128, 160123, 160859, 160861, 161682, 162610, 163180, 163404, 163749, 163772, 163839, 166547, 168690, 169341, 169368, 200332, 202708, 202846, 203120, 203651, Die Rückzahlung dieser heute 200752, 200927, 201082, 201158, 201168, 202348, 205447, 206139, 206199, 206414. gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom l. Oktober 1914 ab. Ans solche Stücke, ivelchc erst nach dem 31. Oktober 1914 zur Einlösung gelangen, wird für die Zeit vom 1. Oktober 1914 ab bis auf weiteres'ein 2 % iger Deposilalzins vergütet. Aus früheren Verlosungen find noch rückständig: Nr. 84399. Nr. 133672, 153281. Nr. 131017. Nr. 140033. Nr. 140074. Set.~12, Sit. N Nr. 5485. Ser. 15, Lit. Q Ser. 12, Lit. P Nr. 16227. Ser. 18, Lit. N Ser. 12, Lit. Q Nr. 16214. Ser. 18, Lit. Q 3er. 13, Lit. O Nr. 23411. Ser. 19, Lit. P -er. 13, Lit. R Nr. 23558. Ser. 19, Lit. R -er. 14, Lit. N Nr. 32320. 5er. 14, Lit. Q Nr. 33099. Die Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kaste, auswärts bei denjenigen Bankhäusern, die sich mit deni Beckans unserer Psandbriefe und Komuiunat-Obligationen beschäftigen, insbesondere in: Giehen.'bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Giehen. Ebendaselbst wird ans Wunsch der Umtausch der verlosten Pfandbriese gegen neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit nnSgeben, ziii» Tages, kurs besorgt. Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen ivir auf Antrag kostenfrei; Antragsformulare, aus welche» die Bedingungen ersichtlich sind, können an unsere Kaste sowie bei unseren Einküsnngs» stellen bezogen werden. Ebenso übernehmen wir kostenfrei die Verwahrung von Pfandbriefen, Koininunal-Obligationeii und Aktien unserer Bank in offenem Depot. Frankfurt a. M.» den 5. Juni 1914. Frankfurter Hypothekenbank. für die i Wegen vorgerückter Saison habe ich in den unten aufgeführten Artikeln grössere Partien im Preise ganz bedeutend zurückgesetzt Ich mache ganz besonders darauf aufmerksam, dass es sich hauptsächlich um Neuheiten dieser 1 Saison und um bessere und ganz teuere Sachen handelt und zwar Wollene Kostüme in feinsterVerarbeitung Wollene Kleides* in Crepe und Voile — Gesegisehafts-Kleider in beide. Wolle und Tüll — Bansen in Seide und Tüll — ICostllm^Beske in blau, schwarz und englischer Art — Englische Mäntel in farbigen Stoffen Die zurückgesetzten Artikel sind auf Extra-Ständern übersichtlich sortiert. 7060a Modewarenhaus Carl NoWflCk Grösstes Spezial-Heus in Oberhessen Vertretungen: Steinway & Sons, Becbstein, Berdux, Feurich, Hofberg, Kuhse Mannborg, Neumeyer, Perzina, Rönisch, Schiedmayer, Thürmer Pianinos 7 // mmimiiiiii/Wiiiiiiiiiiiiiiniiim /u+nt+ptt/ 'sto i/tWMtliuisti/! 400 bis 1700 Mk. 1200 bis 3300 Mk. HARMONIUMS 36 bis 1000 Mk. Nur anerkannt gute Fabrikate. Höchst. Barrabatt Kleinste Raten Langjährige Garantie. Probelieferung überallhin f-w • . Pianinos Zu vermieten: *"»«<•• monatlich 2 bis 30 Mk. Harmoniums Bei Ankauf eines gemieteten Instrumentes Gutschrift der Miete laut besond. Bedingungen Pianola, Phonola und Phonola-Piano 1250 und 950 Mk. 2150-2650 Mk. 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