4 Rr. |32 Swetter Vlaü Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?. 164. Jahrgang Sie „Siefcentr Familienblätkr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da? ..Kreisblatt für den Krtis Sictzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtichaftlichea Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzei General-Anzeiger für Gberhefsen Vienrtag, 9. Zuni 1914 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Unwcrsitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^Köl. Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.:2lnzeigerGießen. Hauptversammlung der Deutschen Nolonialgefellfchaft. Dan»eg, 6. Juni. Unter dem Vorsitz ihres Präsidenten des Herzogs Johann Wbrecht zu Mecklenburg trat gesrern hier die Deutsche Kowmal- gesellsckurst zu ihrer tnesiäbriqcn H au pt oer > a m m l u n g zusammen. Rach verschiedenen Legrützungsansprachcn wurde zunächst ein Antrag der Abteilung Ehartottrnburg angenommen, wonach der Reichskanzler ersucht wird. Maßnahmen zu treffen, darrest unverzüglich eine internationale Bcreinbarnng zum Schutz der Wale in den asrikanischen Gewässern gegen d:e :hnen drohende 2l,:sro„ung zustande kommt. — Konsul °. D. V o h . > e n siBerln, erswttetc deu Bericht des Idlomalen Pogetschutz- und Rutzungc-ausschusses Er teilte mit, daß der Vorstand beschlossen habe, 20000 Mark sür eine Expedition nach Kasier Wilhelm- Land zu bewilligen, die hauptsächlich die Paradiesvögel und deren Elästenzbedingungen studieren solle. Man wolle das Ratronal- vermögen, das wir in den Kolonien haben, zu nützen versuchen, dabei aber auch die Erhaltung der Vogelarten in den Vordergrund stellen. Die Versammlung beschloß, eine:: Antrag von Oberbürger- mcästrr Külz (Zittau) aus Ausbau der Selbstverwaltung :n Teutsch-Ostasrika dem Ausschuß zur Erwägtmg zu überweisen. — Ein Antrag der Abteilung Berlin nimmt Stellung gegen die Kritik, welche das angeblich ungesetzliche Verhalten der Pflanzer gegen ihre Arbeiter im Reichstage ersahren hat. -Ter Antrag wurde angenommen. Weiter beschäftigte sich die Versammlung mit einem Ausschunantrag, wonach die A n gc ft el l t c n - V cr i i chc - rung auch sür die Kolonien Geltung haben soll. Der Antrag wurde nach einer Erörterung angenommen. — Schließlich naljm die Versammlung noch einen Antrag der Abteilung Danzig an, wonach regelmäßige Zählungen der sarbigen Bevölkerung 'unserer Kolonren stattsindcn soll. .In der heutige u zweiten und letzten Sitzung der Deutschen Kolonialgesi'llichait gelangte zimächst ein Antrag verschiedener rheinischer Abteilungen, denen sich die Abteilung Berlin angcschlosicn hat, zur Erönerung. Der Antrag hat solgenden Wortlaut: „Die Hauptversammlung wolle beschließen: 1. Die Einführung c i n e r V c r w a l t u n g s g c r i ch t s b a r k e i t sür die Konicn ist dringend ersordcrlich. 2. Die Berwaltimgs- gerichte sind vorläufig den bestehenden ordentliche» Gerächten auzugliedern. 3. Zuständig ist in erster Instanz das Bezirksgericht, in zweiter Instanz das Obergcricht, in letzter Instanz der Kolonialgerichtshol 4. Der Herr Staatssekretär des Reichs kolonialamts wird gebeten, dem Reichstage bei der nächsten Tagung einen enl,prcchc:iden Gesetzentwnrs vorzulegen. In der Aussprache kam zum Ausdruck, daß. man nicht allzu schnell Vorgel en kürie: vor alle» Dingen iolle man nicht spezialisieren. - Es wird schließlich ein Antrag Hupscld an- glenommcn. der einfach die Errichtung eines Kolomalgcrichtshvscs tKrlangt, Damit ist der Antrag der Abteilungen gefallen. Die Versammlung nahm dann solgenden Antrag der Abteilung Berlin an: I „Die Hauptversammlung Möge den Herrn Präsidenten bitten, eine ständige U c b c r s e c - Kommission von 0 bis 12 Mitgliedern mit dein Rechte unbeschränkter Zuwahl einzusetzen, der die Klärung i:nd össcntliche Vertretung der überseeischen Interessen der deutschen Natron als Arbeitsgebiet zuzuweiscu ist," Die Hauvtversammtung nahm sodann den Bericht des Sani t ä 1 s a u s s ch u s s c s entgegen, Folgende vier Anträge wurden angenommen: 1. In denjenigen Kolonien, wo noch keine Bcvvrdnimgen zur Seuchenbekämpfung erlassen sind, ist ähnlich wie in Deutsch» Oiiairika und Dentsch-Tüdwestasrika — die möglichst umgehende Einführung solcher Verordnungen zu erstreben. 2. Die Deutsche Kolonialgescllschast empfiehlt, die Verbesserung der Gefundheitsverhältnissc größerer Orte mrd wichtiger Enrzclgebiete in unseren Kolonien, insbesondere die Bekämpfung der Malaria und anderer einheimischer tropischer Kranklzeitetz bestimmtet:, in der Trovenhngicnc besonders ersahrenen Acrzten zu übertragen, die als Kommissare des Gouverneurs wirken und nnt der Aussührung dar von ihnen gemachten und vom Gouverneur genchmigle» Vorschläge verantwortlich betraut werden müssen, 3 Die Deutsche Kolonialgescllschast emvsiehlt, den Ausschuß sür Schisss- und Trovenkranlheiten des Reichsgesundheitsrates in einen ständigen Beirat sür das Gesundheitswesen in den Kolonien umzubilde». Dieser Beirat muß zu zwei Dritteln aus Acrzten bcstclten, die über eigene längere Ersahrirngen aus dem Gebiete der Trope,ibnqicnc verfügen. Dieser Beirat ist jährlich Mindestens einmal zu berufen, ihm sind alle, größeren Pläne des Raichl-Kolonialamtcs, soweit sic sich aus sanitäre Fragen bcz,ehcm, zu «unterbreite,,, ehe die zu ihrer Aussührung erforderlichen Mittel im Budget angciordert irerdeu. Zu den Verhandlungen dieses «ei- rales sind, wie es schon früher gewesen ist, Bcrtreter und sach- verftäntige dee kolonialen Handels- und Pilanzungsgeselliciunten ünnzuzuziehei, Der lolouialc Gefundheitsbeirat ilt befugt, mgene Anträge an die Kolonialvernwltnng zu stellen, und nickß bernsen werden, wenn ein Drittel seiner Mitglieder dies beantragt 4 Der möglichst gründlichen Vorbildung, namentlich der höheren Beamten und der Offiziere, in der Tropenhhgicnc ist der allergrößte Wert beizulegcn. Der nächste Punkt der Tagesordnung betraf folgenden Antrag des Ausschusses: _ „ , . , ' Die Hauptversammlung der Deutlchen Kolon,algclclllchait wolle «ich »nt dein Rcichsfolonmlamt in Verbindung setzen zudem Zwecke, das. in: Oktober 1014 ein Regierungsarzt und ein Re qierunastierarzt in Daressalem der Expedition des Tr. Schilling zugctcilt werde, welche beide Herren itcr tn -ncaka- tumbe in die Versuche des Dr. Schilling einarbertcn solleil. Um nach der Abreise der Expedition diese Versuche unter der Oberleitung des Vorstandes des Tcucheninstituts in Daresfalem wei- terzuiührc». In der Begründung zu den: Antrag wird ausgeiüdtl: Provisor Schilling wird im September bczw. Oktober wieder IN ~H airika eintressen, um seine Versuche über Immunisierung gegen Trpvanosomenkrankheiteu soweit abzuschlicßen, datz er die Weiter führung anderen Händen überlassen kann. Es liegt m der Natur der Sache, daß eine derartige Jmpsineirovc, wie sie Dr. Schilling im Auge hat, nicht mit einem Male sertig den Praktikern übergeben werden kann. Vielmehr beginnt criahrungsgemäß mit der Bekanntgabe der Methode eine Zeit intensiver Arbeit, um 2vr ein'ackiungen und Verbesserungen einer solchen Methode zu erzielen. Diese Arbeit, nick» minder wichtig als die vorausgehenden Versuche, kann mdit von Pros. Schilling :md der von ihm gcleüetcn Hr pcdition übernommen werden, sondern hierzu müssen alle Aefzte und Tierärzte derjenigen Schutzgebiete beitragen, m welchen Dry panosomenlranlheüen »orfcmmcn. In erster Linie aber ilt cs notwendig, daß bestimmte Personen init der Weiter, Iihrung der -Versuche betraut werde». Geschieht dies nicht, dann kann unter Umständen der ganze Ersolg wieder verloren gehen. ProieiiAr Schilling befürchtet, seine Arbeit ganz oder teilweise verloren gehen zu sehen, wenn es nicht möglich sein sollte, einen in derartigen Versuchen ersahrenen Arzt lind einen ebensolchen Tierarzt ausichlicßiich und allein mit der Wetterführung der 'Versuche zu bcschästigcn: — Der Antrag wurde angenomnien. Tie Abteilung Heide hatte folgenden Antrag cingcbracht: „Die Hauptversammlung wolle beschließen, deu Herrn M.wijter der geistlichen und Unlcrrichis Angelegenheiten zu ersuchen, daß er sür eine ausgedehntere Behandlung unserer kolonialcnErd künde in den Schulen Sorge tragen möge." Der Antrag wurde angenommen. Schläcßlich beschäftigte sich die Hauptversantmlung noch mit folgendem Antrag der Westlichen Vororte Berlins. ,^£ie Deutsche Kolo nsalgesellschast bittet den Herrn Reichs kanzler, die Förderung des Absatzes der Erzeugnisse unserer Kolonren durch greignctc Handels- und zollpolstischc Maßnahmen, u. a. dnrck: mnlichsle NickNcinbezichnng der Kolonien in die Meistbegünstigung deutsch-kolonialer Röhstoffc usw, im Ange zu behalten." -Nach kurzer Erörterung wurde beschlossen, einen Ausschuß zu Wahlen, der sich mit der suche beichästrgen soll, da der Antrag noch mcht reis sei zur sofortigen Erledigung. Rach Erledigung geschästlichcr Angelegenheiten Ivar die Tagesordnung erschöpsi und der Vorsitzende schiotz die Hauptvcrsamiulung mit Dankesworten an die Teilnehmer. Deutscher Zreistudententag. Weimar, 5, Jlulni. Am Donnerstag vormittag wurde über die Stellung der Freien Stlldcntenschait zur I u g e ndb ew e gu rrg aesprochen. Hermann Kranold «'München, gab ein Bild der Hitwicklung der neuen, selbständigen Ttröniungen in der Jugendbewegung, an denen die Freie Studcntenschast nicht vorüber gehen dürfe, wenn eine selbständigere, iür ihre Ideen empfänglichere Studenten generatron in die Hochschulen lomnien solle^ Nachdem der Vorsitzende den inzwischen erschienenen Oberbürgermeister von Weimar, Dr. D o n n'd o r s begrüßt hatte, der bereits aus einer festlichen Veranstaltung am vorhergehenden Abend die Teilnehmer der Tagung nnllkommen geheißen hatte, sprach Walter Benjamin (Berlin, über „Die neue Hochschule". Die besondere Ausgabe des Studenten im Gegensatz zum schicker, von dem Gesolgschaft gegen den geistigen Führer verlangt werden müsle, sei produktives Schassen, das allem die Freiheit in der Hochfchul- erziehung rcchtierfigen könne. In der darauf solgenden 'Aussprache wurde darüber gestritten, ob die Freie Ttudcntenscklast sür die Jugendbewegung, die ihr zweifellos willkommen sein müsse, auch gegen Bedrückung tatkräftig cintreten könne, wofür sich mir emc Minderheit aussprach. Es Ivnrix eine Entschließung angenommen, die die neuen Kräste, die sich in der Jugendbewegung regen, trendig begrüßt und die Freie SNidentenschrit ausiordcrt, «ich mir ihnen zu beschäftigen: eine andere, die auch tatkräftiges Eintreten gegen die Unterdrückung und Bevormundung der Bewegung verlangte, wurde abgelchnt. Am Nachmittag war ein Antrag der Münchener Freien Stu- «dcntcnschait, den einzelnen ireistudentiichen Lrganiiafionen die Zulassung von Mitgliedern von Resormvcrbindungen wtznngs- mäßig zu gestatten, abgelehvt. Diese Zulaisnng ist in den Freren Studentenschaften in München, Freiburg und Jena, die der Teilt scheu Freien Sludenlenschaft angeschtoslen sind, allerdings bereits vermirkiicht. Am Freitag vormittag wurden zunächst die Berichte aus. den einzelnen Organisationen gegeben. Dann berichtete Frl. eand. iur. ,Edith O s kc (Königsberg, über die Tätigkeit-der ireistudentischen Aemtcr sür soziale Arbeit, während Ernst Joel ^Berlin) über die Grundsätze sozialer Jugendarbeit sprach. Zuni Vorort der Deutschen Freien Studentenschaft wurde an Stelle von Berlin diesmal mit geringer Mehrheit Greifswald« bestimmt. Mit einem Tank für die Tätigkeit der bisherigen Vorortsleitung schloß der Vorsitzende Rudolf Her den harn (Götttngen) die Tagung. Zudiläumstagung der Kriegetfamcra&'djaft „hassia" Butzbach, 7. Juni. Um 8 Uhr begann die Fcstscicr im großen Saale des „Hessischen Hos". Ter prächtig geschmückte Saal war bald von einer dichten Menschenmenge besetzt. Die Gesangveriüne „Orpheus" und „Eintracht", sowie der Turnverein wirkten zur Berschöveriing der Feier mit. Angebörige'des Kricger- vereins führten zwei Theaterstücke aus, welche lebhaftesten Beifall ilrnteten. Hauptlehrer Storch hatte ein Festgedicht versaßt, das von 'Fräulein Unverzagt vorgetragen wurde) Die Konzertstücke der Re- giyientskapclle der 110 in Gießen ernteten lcbhasten Beifall, Mcdizinalrat Dr. Vogl hielt als VereinSvorsitzender des hiesigen lKricgcrvercins und als Bezirksvorstehcr die Begrüßungsrede, in der er einen Rückblick aus das deutsche Kriegervereinswcscn gab, das heute in 30000 Vereinen rund drei Millionen alte Soldaten zählt. Begeistert stimmte die Versammlung in das Hurra aus Kaiser und Großherzog ein. Aus dem -Marktplatz sammelten sich heute früh acht Uhr die Gäste, Der Zug ging zum Kriegerdenkmal vor der Markus- kirchc, wo eine Gedächtnisfeier zu Ehren der Gründer und verstorbenen Kameraden des Kriegervereins stattiand. Der gemischte Chor trug ein Lied unter Leitung seines Tirigeuim -L. Margutd -Bad-Nauhenik vor und Piarrcr Loos hielt die Rede, woraus mehrere Kränze am Denkmal niedcrgelcgt wurden. Von hier ging der Zug zurück zum „Hessischen Hos", wo um 10 Uhr die Hauptversammlung begann. Um zehn Uhr crösfnete der Präsident, General Freiherr von Heyl die Mitglieder-Versammlung INI! einem Hoch aus Kaiser und Grpßhei.lvg. An beide wurden Huldigungstelegramme abgcsanot. Als Ehrengäste hatten sich cingeiiinden der Vertreter des Ministeriums Oberregicrungsrai Stammler, Kreisrat Frhr. von Scheu! «Fricdbcrg, Armee»ertreter Oberstleutnant Müller, BürgermFftcr Flach Butzbach und Justizrat Schwcickcrt, der Vorsitzende der Pfälzer Kriegervereine, Die Herren Überbrachten die Glückwünsche zum 40>ähr,gcn Jubiläum der Hassia. des Mcdizinalrats Dr. Bogt und des kiesigen Kriegervereins. Aiedizinalrat Dr. Vo«n dankte für die Glückwünsche. Bei Feststellung der Anwesenheitsliste ergab sich, dal jämtliche 38 Bezirke mit 2601 Llimmen vertreten waren. Folgende vier Anträge des Präsidiums wurden einstimmig angenommen: 1. Vom Oktober 1914 ab ivird eine eigene Gc- i ch ä s t s st c l l c sür den Verband in Darmstadi errichtet, deren Leitung in die Hand eines Generalsekretärs gelegt wird: dies criordert die Summe von 3000 Ml. 2. Der Voranschlag sür 1911 sott auch iür das Jahr 1915 sinngemäß gelten. 3. Dem Präsidenten wird jährlich ei» Tispoiitionssouds von 300 Mark für Unterstützung in dringenden Fällen zur Verfügung gestellt, 4, Im Jahre 1910 soll cin Kornblumentag im Groß- lherzogtiim zum Besten unserer Veteranen abgehalten werden. Der Antrag Mainz: „Im -August 1915 soll eine Vctcraneii- z u sa mm c u kuns t in Mainz stattsinden, der Verband'gibt dazu 3000 Mark", stößt auf einigen Widerstand und rindet in ab- geäudertcr Form Annahme: a au bedüringo- Veteranen werden als Reisevcrgütung zuni Appell 2000 Mk, verteilt, b Mainz erhält bei einer Mindereinnahme 1000 Mark. Der Bezirksdor- steher erklärt, daß der Bezirk auch imler dieser Bedingung den -Appell abhaltcn will. Der Antrag Pohl-Göns lautet: Tic Ha,'sia -Plakette soll in ein 5dasiia-Vcrbands-Ehrenzeichen umgcstaitet werden, das bei seitlichen Anlässen sichtbar getragen werden kaulil. Das Präsidium erhält den Anstrag, im Sinne des Antrags eine Aend«-rung zu erstreben. Der -Antrag Gimbs- l:eim, das Verbandsorgan allgemein statt sür 2,40 Ml. das Jahr sür nur 1,00 Mk. abzugeben, wird als verfrüht abgelchnt. Rechts- aiiwall Koni mann Gießen) zieht seinen Antrag über Scherbe I, s ch i e st e n zurück, da er sich überzeugt brt. das; die erache noch nicht jpruchreik ist. Das Präsidium will sein Material be- niitzeu. Der Jahresbericht und Rcckumngsbericht iverden cinstlmniig genehmigt, aui Antrag der Rechnungsprüfer wird dem Rechner Jockel «Tarmstadt mit Dankesworten Entlastung erteilt, lieber den Verlaut des Hassia-Kalenders berichtet Mrnnrch Oppen heim -, daß der Absatz um 150 ssicg aui 51976 stück, der Gewinn des Perbands betrug 7490 Mark. Bel 381 Vereinen ist der -Abiatz gut, der Hasiiakalender erscheint letzt seit 23 Jahren, — Die Vorstandswal:! ergab aus -Antrag Kabch Nieder-Olm> die einstimmige Wiederwahl der ausscheidenden Herren: Hauvtmann W a l d c ck c r Darnistadt', S c y l c r (Bingen! und T c r n (-Asien- Heim . Den Hassiatag 1915 erhält W o r m s. Es ersolgten dann die Berichte über verschiedene Wohltängkcitsftiilungcii, das Sammel- wcsen und das Schießweicn, Den, Assenheiin teilt mit, daß von 1000 Vereinen stur 200 Scheibenschießen abhalten, Gewehre Modell Sb werden bald ausgegrben. Kaufmann «Gießen mahnt im -Anschluß an den llnglücksfall in Kölzenhain zur Vorsicht und Versicherung. Dr Vogt spricht den Wuirsch aus, datz die Behörde meist cnigcgenkommei, möge. — Will Rendel teilt mit, datz das Vortragswescn durch Anschasfung von Kolonialvrodukten Anschauungsmittel erhalten solle. Die Gebiete der Polkswirtickiosi und Sozialpolitik sollen mehr bedacht werden. Bei Punkt Jungdeutich- land dankt der Präsident iier tue tüchtige Mitarbeit der Kameraden im Hassiaverband. Der Voranschlag sür 1914 und 1915 wird genehmigt. BezirkSvorsteher Da ab bittet um Unterstützung der Kameraden, die bei dem Sturz der Gcwcrbebank Lollar um Haus und Hoi kamen. Kaufmann (Gießen) bringt in Dankesworten cin Hoch azis das Präsidium ans. Darnach fand eine Ehrung des I. Verbandsschrittsiihrers, Mcdizinalrats Tr. Vogt statt. Präsident .Hcyl übergab ihni einen goldenen Pokal vnt Widmung: Dauptmann Waldecker ''Darmstadt über«fibt.bic Sammlung der hessischen Kriegervereine für die Dr. Vogt I u bi l ä u ms - St i i tun g, welche die beträchtliche Summe von 13 500 Marl ergab. Der Jubilar wurde zum Ehrenmitglied ernannt: vom Psälzer Kriegerverband, vom Krieger- vcreiii Tarmstadt, vom Wormser Soldaten-Verein, vom Vistcin und Bezirk Bcnsheim, Kieibewegt dankte Dr, Vogt. Die silberne Hassia Plakette erhielten: Präsident Frist, v. Hebt, Major Becr 'Darnistadt, Generalleutnant von Wittenberger «Bayern), Ober- Uistizrat Windisch (sachscn , Oberlehrer Ltorck» iButzbackh Büttner «Dannstadt' und Lampert (Eschenback': die bronzene Plakette: Steinhäuser Butzbach . Bürgermerstcr Raust 'Grünberg), Holnnann Helvershaiii', Eaalwächter, Krämer «Mainz), Weißäckcr kOber- Olm,, 9>i«ck «Horrheim-, Haslinger «Schornsheim!, sturm (Herns- 7-eim, Kiefer Oan«; (nönsi, Ehrentafeln: Jäh. Müller und Adolf Kitzel «Münzenberg', Joh. Schepp (Pohl-Göns), Phil. Metzger und -Anton Weickart «'Butzbach), Um 2 «Uhr begann das F c st e s s t n. In seiner Tischrede teilte der Präsident mit, daß vom Kaiser und Großherzog, vom Kn!s- Häuser-Bnnd und vom preußischen Kriegerverband Glückwunich- teiegrammc cingetrossen seien, sein 5lwch galt dem Kaiser und dem Großherzog. Porkh (Ossenbach! toastere ant Butzbach, Dr. Bogt aus den Regiernngsvcrtreter. und den Armecvertreter, Oberrcgie- rungsrat Stammler auf die Hassia, Meyer (Gießen! auf Dr. Vogt, Waldecker (Darmstadt) ani Frm, Dr. Vogt, Lchlveickcrt lPsalz- au! die deutsche Kameradschaft, Krämer -INainz) ans Maror Beck, Geist (Darmstadt' feierte in poetischen Worten die «Stadt Butzbach und den Jubilar. Ans StaSt n»S €anft, Gießen, 9. Juni 1914. ** Filialsteuer der Konsumvereine. Bei der Beratung von Ortssakungen über die Erftebrrng von Filial- stcuern ist bei verschiedenen Gemeindeverwaltungen das Bestreben hervorgelreten, den Konsumvereinen eine Ausnahmestellung einzuräumen. Das Mänistcrium des Innern hat die Zulässigkeit einer solchen Ausnaltmebehandlilng im Einverständnis mit dem Ministerium der Finanzen aus folgenden Erwägungen verneint: Tie allgemeine Fassung des Artikel 24 -Abs. 1 des Gemeindc-UmlagegesetzeS läßt es wohl zu, die Filialsteuer aus einzelne Klassen gewerblicher Uiiterlichmuiige» in gleicher Weise zu beschränken, wie dies in Artikel 19 Abs. l letzter Satz a. a. O. hinsichtlich einzelner warenhausarligcr Unternehmungsarten norgesehrn ist. -Auf eine solche Einschränkung weist auch das -.Nustcrstatut hin, indem es die Möglichkeit hervorhcbt, z. B. lediglich Ge- scksäftc der Lcbensmittelbranche zu besteuern. Innerhalb der durch die vertriebene Warenart bestinimien Grenze ist aber eine weitere Untersck»eidung. der als K-riterium lediglich der rechtliche Charakter des Geschäftsbetriebs dient, nicht zulässig. Ta durch Artikel 7 Abs. 2 a. a. O die Er- werbs- und Wirtschaflsgenosscnsck«astcn in gewerblicher Hinsicht den übrigen Gewerbebetrieben gleick>gcstcllt sind, kann ihnen eine Sonderstellung nicht eingeräumt werden, ** Ortskrankenkasse Gießen-Stadt. Bei der Neubildung des Vorstandes wurden die Herren Vo lz zum 1, Vorsitzenden, Abcrma^un zum 2. Vorsitzenden, Meier zum I, Schristsiihrer und S t r o h >v i g zum 2. Schriftführer, zu Kassenrevisorcn die Herren -Ab er mann, Kirchner und Meier gewählt. Am Mittwoch sindct die epske Ausschußsitzung der Kasse stall, die sich u. a. mit der neu ausgestellten Krankenordnling sowie der Tienswrdnung für die Beamten der Kasse beschäftigen wird. ** Gießencr Fr e il i ch t - Bü h n e. Gestern abend saud eine kurze Beratung im „Metropol" betreffs der dies- jährigen Spielzeit statt. Nach der Begrüßung verlas Tr, Bernbeck den. Entwurf des an den Herrn Oberbürgermeister und die stadtverordnetenversaminlung gcrichtet-it Tauk- schreibens, das auf die Beschlüsse der Sitzung vom 28. Mai, soweit diese die Freilich! Bühne angehen, Bezug nahm. Es schließt mit den Worten: „An ihr, der Freilicht-Bühnc, wird es nunmehr sein, das iu sic gesetzte Vertrauen auch zu rechtfertigen, sich dessen würdig zu erweisen. Hierin, d. h. in dem ernsten Streben nach Auerkennung aller Schichten der Gießener Bürgerschaft, erblickt die Freilicht- Bühne fortan ihre vornehmste Ausgabe." — Es sind im ganzen 6 Auffiihrungen (zwei im Juni, vier im Juli) vor- gesehen, darunter drei an Sonntagen, da an Wochentagen nicht sedermann abkömmlich ist. Tic Zahl sechs mag manchem vielleicht etwas hoch crichcine», aber sie wird mög- lichcrweisc dadurch herabgedrückt, das; die eine oder andere Vorstellung „zu Wasser" wird. -Als Erstausführung ist, wie schon nritgeteilt, die versunkene Glocke gewählt, die demnächst die Gießencr Bürgerschaft überzeugen möge, daß jfünftfer von Ruf sich in t>en Dienst i>cr sckiönen Sache ge- stellt haben > Lauökrris Gieße». y. Großen- Linden, 8. Juni. Die seit längerer Zeit hier herrschende Diphtherie Epidemie scheint erloschen zu sein, denn heute imirde das letzte Haus, worin die Krankheit herrschte, durch das Stadt. Ticsbauanil Gießen gereinigt. kl. Lollar, 8. Juni. Die geftrige Ausstellung von Handarbeiten der Schülerinnen, die hier zum ersten Male stattfand, hatte einen regen Besuch auszuweisen. Tie Ausbildung hatte die Handarbeitslehrerin Irl. Marie Weimar geleitet. Kreis Büdingen. A Ober-Mock stadt, 7. Juni. Die Verteilung der Samruclgelder an die beim Kasscnkrach schwer ge- schädigten Leute soll in etwa 14 Tagen stattjinden. Es handelt sich um die Summe von 63.50 Mk., die innerhalb der Kricgerkamcradschast Hassia gesammelt wurde und nur an Mitglieder dieses Verbandes zur Auszahlung gelangt. Kreis Alsfeld. § Ermenrod, 8. Juni. Unser gestriges Missionsfest nahm trotz des wenig einladenden Wetters einen recht guten Verlauf. Zum Vortrag des Missionars Groh aus Brrmutshain, der schon im Bormittags^ottesdienst eine Ansprache gehalten, hatten sich viele Zuhörer versammelt. Sogar eine große .Hochzeitsgesellschaft nahm teil an dem Vortrag Missionar Groh sprach über Sitten und Gebrauche, insbesondere den Fetischdienst der Neger auf der Goldküste, Togo und Kamerun. Ein Vortrag der Schüler und des gemischten Chors und Schlußworte des Pfarrers Georgi beendeten das Missionsfest. j, Kreis Schotten. A Schotten, 7. Juni. Das B e z i r ks kr i e g e r- fest des Hassiabezirks Vogelsberg fand heute in Kaulstos statt und war mit der Fah n c n w e i h c des dortigen Kriegervereins verbunden. Der Vorsitzende Appel-Kaulstos begrüßte die Brudcrvereine, der 2. Bezirksvorstcher Schott- Schotten sprach namens des Bezirks „Vogelsbcrg" und Kreisrat Dr. Merck namens der Behörde. Die Weihe- und Festrede hielt Vfarrer Landmaun aus Burkhards. Hessen-Nassau. x Biedenkopf, 8. Juni. Für die Errichtung einer Kleinkinderschule sind bis jetzt an freiwilligen Gaben 2940 Mk. eingegangen. h. Haiger, 7. Juni. Hier starb in der Kantine an der Dillenburger Straße plötzlich ein Eisenbahnarbeiter an Alkoholvergiftung. h. Hachenburg, 7. Juni. Ein hiesiges Automobil überfuhr in Mündesbach einen 10jährigen Knaben, der aus der Stelle getötet wurde. Den Chauffeur trifft keine Schuld, da der Junge plötzlich auf die Straße sprang und infolgedessen ein Ausweichen unmöglich war. X Weilburg, 8. Juni. Me in der Sitzung des Kreistags mitgeteilt wurde, ist die Erbauung einer Brücke über die Lahn von SelterS nach Löhnberg in Aussicht genommen. Der Kreistag hat für das nächste Jahr einen Zuschuß von 20000 Mk. vorgesehen. x Wissen (Sieg), 8. Juni. Ta? hiesige Gaswerk, bis jetzt im Besitze der Gemeinde, ging zum Kaufpreise von röö000 Mk. in die .Hände der Siegencr Elektrizitäts-, Gesellschaft über. Die Gesellschaft übernimmt die Verpflichtung, das Gaswerk in der bisherigen Weise aus eine längere Reihe von Jahren hinaus fortzuführen. Schwurgericht. th. Gießen, 8. Juni. Heute vormittag cröffnetc Landgcrickitsrat Schmidt als Vorsitzender die diesmalige Tagung des Schwurgerichts für die Provinz Obcrhcsscn. Bei Auslosung der Geschworcnenbank ergab sich der seltene Fall, daß bei den dazu crsorderlichen 12 Geschworenen 4 Gicßener Herren ausgclost wurden, nämlich Privatdozent Freiherr von L i e b i g , Weinhändler Aug. Schwan, Kaufmann Rudolf Nowack und Kaufmann Albert S t a m m. Verhandelt wurde gegen den 20jährigen Hausburschcn Hrch. Müller von Friedbcrg wegen llnterschlagimg und wegen Verbrechens der schweren Urkundensäljchung. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Trümvcrt. Die Verteidigung führte Rechtsanwalt Peters. Es waren 4 Zeugen zu hören: als medizinischer Sachverständiger war Kreisassistenzarzt Tr. Schenk anwesend. Der Tatbestand der Anklage lag sehr einfach. Der trotz mmes jugendlichen Alters wiederholt wegen Veruntreuung von Kundcngcldern vorbestrafte Angeklagte war Hausbursche bei einem Bäckermeister in Butzbach. Dieser gab ihm am 30. Januar b. Js. i9,0C Mk., um damit auf 2 Steucrzettci je 1 Ziel Gemeindesteuern zu bezahlen. Müller hat den Betrag im eigenen Nutzen verwendet, hat tue Quittungen aus den Zetteln aber gksälscht. um dadurch bei dem Meister den Eindruck zu erwecken, als sei der Betrag abgeliesert. Der Angeklagte gibt die Tat zu: den Geldbetrag will er für Bier und Zigaretten verausgabt haben. Die Vernehmung des Meisters ergab, daß Müller ohne Trinkgelder die Woche bei freier Station 7 Mark verdient hat. Tr. Schenk erklärt, daß auch nicht der geringste Grund vorliegt, den Angeklagten etwa aus Grund des 8 51 des StG Tür die Tat nicht verantwortlich zu machen. Der junge Mensch habe besonders die Quittungen mit einem gewissen Rafft- nement fälschlich aus den Zetteln hcrgc,teilt und genau gewußt, was er tue. Ten Geschworenen wurden die Schuldsragen wegen Unterschlagung und wegen schwerer Urkundenfälschung in 2 Fällen, allenfalls anzuschen als eine Urkundensälschung vocgelegt. Weiter wurde wegen Urkundenfälschung noch die Frage nach mildernden Umständen gestellt. Staatsanwalt T r ü m v e r t war der Ansicht, daß dir Schuldsragcn bejaht werden müßten, daß aber die Urknndcn- sälschungen als eine Begangen,'ckpift anzuschen seien. Der Angc- klagte sei wegen Unterschlagung wiederholt erheblich vorbestraft,ohne sich zu bessern. Er sei wieder in den alten Fehler veriallcn Ter Bertrcter tritt aber wegen der Jugend des Angeklagten dafür ein, daß die Geschworenen mildernde Umstände für die Urkundenfälschung annehmen, damit nicht aus Zuchthaus erkannt werden .müsse. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Peters, schließt sich dem vollständtg an, indem er betont, daß eine längere Gcsängnisstrasc beffcrnd auf seinen Klienten cinwirken werde. Der Wahrfpruch den der Obmann der Geschworenen Wein- Händler Aug. Schwan-Gießen verkündete, cntsprrchl dem Antrag des Staatsanwalts, wvrani der Gerichtshof das Urteil dahin ver- kündet, daß der Angeklagte wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung zu einer Gesvmtgcsängnisstrase von zehn Monaten zu verurteüen sei. Zwei Monate bcr verbüßten Untersuchungshaft kommen auf die erkannte Strafe in Abrechnung. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr drei Monate Gefängnis beantragt. Gcricht^saal« b. Mainz, 8. Juni. Der 67jährige Bolksschullchrer Franz R ü d I » g c r aus Erbes-Büdesheim, wohnhast zuletzt IN Spiesheim (Rheinhesscnl, zurzeit in Wörrstadt wohnhait, hatte sich vor der 2. Straskammer in Mainz wegen Untreue, Unterschlagung und Urkundenfälschung zu verantworten. 'Der Angeklagte soll IN den Jahren 1899—1918 als Rechner des landwirtschaitlichen Konsumvereins in Svicsheim für den Verein vereinnahmte Gelder IN Höhe von 32 000 Mk. veruntreut, außerdem einen Kreditschein, eine Schuldanerkenntnis und ein Ancrkenittnlslormular gefälscht haben. Staatsanwalt Tr. Bechlold beantragte 1 Jahr 8 Monate Gefängnis und sofortige Verhaftung. Ter Verteidiger, Tr. Mattes, vlaidierte aut Einstellung des Verfahrens wegen Verjährung. Das Gericht kam durch die Verhandlung zu der Ueber- zcugüng, daß tatsächlich ein Fehlbetrag von über 30 000 Mk. vorhanden sei. Ter Angeklagte habe erklärt, daß Leute entweder gar nichts oder zu wenig bezahlt hätten und er sich dadurch lrci- willig mit 5000 Mk. belastet habe. Zu seinen Gunsten sei dieser Betrag in Abzug zu bringen. Mit Rücksicht mit die Höh« der veruntreuten Summe sei eine erhöhte Strale angemessen. Er wurde deshalb zu li/i Jahren Gefängnis verurteilt, von einer sofortigen Verhaftung wurde abgesehen. vereinrnachrichttn. L e i k)N e st e r n , 8. Juni, ftiir das am 5. und 6. Juli d. Js. liier slattfindende Bezirks-5lrieqeriest des L^asnabeurks Gienen, mit dem das 40jähriqe Ctiftunasiest des dienten Krieqei- veretnS verbunden i't,. haben bis jetzt 33 auswärtige Vereme mit 1200 Mann ihr Erscheinen zuqesagt. Sport. G i cfTi e», 8. Juni. Fußball. Gestern svielten anl deni Trieb dis 1. »nd 2. Mannschaften des Sportvereins .Merkur" Gieße» gegen die aleichen Mannschaften des F.-V. „© e r m nii i n*. Marburg. ES spielten zuerst die zweiten Mannlchasten, deren Spiel mit 4:t Toren iilr Marburg endste. Marburg ivar Die ein. gewieftere Mannschaft. Sodann traten sich die erste» Mannschaften entgegen. Das Spiel blieb mit 4:4 Toren unentschieden. -m. H u n g e n, 8. Juni. Ter Radfahrerverein „German i a" des Radsahrerbundcs Oberhessen, der aus ein zweijähriges Bestehen zurückblickt, veranstaltete am 6., 7. und 8. Juni ein Radfahrerscst, verbunden mit Bannerweih c. Die Festlichkeit begann am Samstag abend mit einem Zug durch die Straße Nach dem Festplatz, voran die Kapelle der Friedbcrger Militärmusikschule. Nach einer kurzen Ansprache des Festpräsidenten Geometer D i e s s k II b a ch konzertierte die Kapelle, die Gesangvereine „Eintracht" und „Liederkranz" trugen einige Lieder vor und der Turnverein führte einige Freiübungen und sväter wohlgelungene Pyramiden mit bengalischer Beleuchtung auf. Ter tzauvtselttag begann um 6 Uhr früh meit einem Weckruf, woran sich um 7 Uhr der Vortrag eines Chorals auf dem Marktplatz anschloß. Nun trafen bis gegen 10 Uhr etwa 20 auswärtige Vereine ein. Um v»11 Uhr ging das Rennen, 11>2 Kilometer, vor sich, an dem sich 17 Fahrer beteiligten. Dieses ging ohne Unfall von statten und nahm einen interessanten Verlauf. Es erhielten: Jakob- Großen- Buseck 1. Preis >23 Min.), KI i n kl e r - Großen-Buscck 2. Preis <23,20 Min.1, Ellrich- Allertshausen 3. Preis >24,07 Min. , M c ß m e r-Londorf 4. Preis >24,36 Min.), A l b a ch-Hattenrod 5. Preis (25,16 Min.), Strau ch-Steinbach 6. Preis i25,40 Min.). Um 1 Uhr stcUtc sich eine stattliche Anzahl Radfahrer zum Preis- Korso durch die Straßen der Stadt ans. Dieser hatte salzendes Ergebnis: Klasse A: Londorf 1. Preis, gestiftet von der Stadt Hungen, B e t t c n h a u s er. 2. Preis, Stcinhcim 3. Preis, Queckborn 4. Preis, Stcinbach 5. Preis, Untcr-Wid- dershcim 6. Preis. Klasse B: Trais-Horloff 1. Preis' Dornholzhauscn 2. Pr., Gambach 3. Pr., Bellersheim 4. Pr., Inheiden 5. Pr., Allertshausen 6. Pr., Großen-Buscck 7. Pr., Bingenheim 8. Pr., Hattenrod 9. Pr. Um 2 Uhr bewegte sich der Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz. Hier hielt Bürgermeister Fendt eine Ansprache, in der er die erschienenen Vereine und Festgäste herzlich willkommen hieß. Sein Hoch galt dem Kaiser und Großherzog. Ter Vorsitzende Gg. Jäkel und Festpräsident Tieffenbach hielten dann noch kurze Ansprachen. Der zweite Vorsitzeudc des Bundes, Friedr. Rolf II., Stcinbach, llberbrachte die Glückwüniche des Radsahrerbundes Oberheisen, dessen Sitz Hungen ist. Mit einem Prolog überreichte nun Frl. Helene G ö b e l das von der Bürgerschaft gestiftete Banner, das sich als ein wirkungsvolles Schmuck - stück entfaltete. Nach der Weihe durch den Festpräsidenten huldigte die Jugend ausgiebig dem Tanz, später rührten die beiden Radfahrer Mcurer und Göbkl aus Wetzlar schwierige Kunstsahrten vor, die viel Beifall fanden. Leider begann cs gegen Abend zu regnen, wodurch das Fest eine unliebsame Störung erfuhr. Auch an, Montag hatte das Fest sehr unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Trotzdem bewegte sich um 3 Uhr ein Zug durch die Stadt nach dem Festplatz, Ivo ein Teil der Radfahrer aus dem Tanzboden Reigcnsahren vorführten. Volksbelustigungen, Verteilen von Bretzeln und Würsten au die Kinder, sowie Konzert und Tanz bildeten den Schluß des Festes. Universitäts-Nachrichten. — Professor Dr. meb. Theodor Helinemaiin. Privatdozent an der Universität Halle a. S. ist zum Oberarzt der gynäkologischen Abteilung des Llllgemcinen Krankenhauses Barmbeck in Hamburg berufen worden. — Die Universität Kiel zählt für das lausende Sommersemester 2330 immatrikulierte Studierende. — In Leipzig ist am 6. d. M. der ordentliche Professor des deutschen bürgerlichen und des sächsischen Rechts in der dortigen Juristensakultät, Geh. Hofrat Dr. jur. Emil S t r o h a l im 70. Lebensjahre gestorben. Wien. Ter Ordinarius der Chemie an der Universität Wien, Professor Lieben, ist in der Nacht zum Montag gestorben. _ vüchertisch. Tic neue ft e Nummer (37011 der „I l l n st r i c r t c n Zeitung" >Verlag I. I. Weber, Leipzig) bringt wieder eine au- ßerordcntliche Fülle des Schönen und Interessanten und legt erneut Zeugnis von der Gediegenheit und Vielseitigkeit der bekannten, vornehmen Zeilschriit ab. Die erste Textieile schmückt ein in prächtigen Farben gehaltenes ganzseitiges Porträt des regierenden Fürsten Heinrich XXVIl. von Reutz. Wichtige Ereignisse der letzten Zeit ziehen sowohl in ausgezeichneten Bildern, als auch im Wort an uns vorüber. Aus der Fülle des Gebotenen seien nur herausgegrüsen: Die Verlobung des Prinzen Oskar von Preußen. Der Untergang des Tampscrs „Emvreß os Jre- lanb"; William Lossow: Bllchol Dr. Wilhelm Berning: Fürst- bischos Tr. Ädol» Bertram: Obervräsident D. Tr. Philipp Schwartz- kopii: Geh. Kommerzienrat Tr.-Jng. P. v. Mauser, töcneral d. Artillerie v. Deines. Der Aufstand in Albanien u. a. m. Von größeren Artikeln interessiert bclonders der über „Die Pariser Früh- jahrssalons", den eine Anzahl ausgezeichneter Reproduktionen: der dort ausgcstetlten bedeutendsten Gemälde und Skulpturen illustriert. Ein anderer würdigt anläßlich der Magdeburger Ta- gung des Deutschen Fußballbundes, der mit seinen fast 190 000 Mitgliedern der größte deutsche Lportvcrband ist, und des dabei staitgeiundenen Endspieles um die Deutsche Fußballmcisterschast mit begeisterten Worten die schnelle Entwicklung und große Bedeutung dieses eben io schönen wie gesunden Volkssports. Sehr interessant ist auch der Aussatz über „Handelskammern und Weltwirtschaft" und vor allem der über die Uebecttagung von Pflanzen- oder Lebewescnteilcn.zwecks Veredelung, Heilung oder auch Züchtung einer neuen Ar). Eiüe Anzahl teils farbiger Bilder veranschaulicht die »ach dieser Richtung hin gemachten teils sehr merkwürdigen und lehrreichen Versuche. , Märkte. Gießen, 9. Juni Marktbericht. Anl den, heutige» Wochenniarkle kostete: Butter das Pftmd 1,15—1,20 Alk.: Hühnereier 1 Stück 7—8 Pla., 2 Stuck 00 Big.: Enteneier t St. 9 Pia., 2 St. 00 Plg ; Gänseeier 1 St. 0 — 0 Plq.. 2 Sl. 00 Piq.; Käse das Stück 10 — 12 Plg., Käi-malte 2 Stück 5 —6 Psg.: Taube» das Paar 1,09—1.40 Mk., Hühner das Stück 1,50—3,00 Alt., Hahnen vag Stück 1,50 - 3,00 Alk, Enten das Stück 3,00—4,00 Mk., Gänse das Pld. 75—85 Pla-: Weliche 4—5Mk.: Ochiensteüch dasPid. 68 -98 Pig., Rindsteijch das Pinnd 90-94 Pfa., Knhfleisch 80 Pig., Schweinefleisch das Pliuid 70-88—96 Pig, Kalbfleisch das Pld. 99-94 Pig., Hainwelfleisch das Pld 70—96 Plg.: Kartoffeln 100 Kg. 7,00 bis 8,00 'Ulf.; Weißkraut das Stück 10—20 Pig.I Zwiebeln der Ztr. 20,0>—25.00 Mk.: Milch das Liter 22 Psg.: Aepiel der Zentner 25—30 Alk.: Birne» das Pinnd 25—30 Psg., Nüsse 100 Stück 50Pla., Kirschen dal Pld. 40—59 Pla. Marktze» von 7 bis 1 Uhr. FC. Wiesbaden. Dlshhol-Marktbericht vom 8. Juni. Auftrieb: Rinder 2 -4 (Schien «8, Bullen 38, Kühe »nd Färse» 168,, Kält er 43 , Schale 5 : , Schweine 958. Marktverlaus: Reges Geschäft, Großvieh ringer Ileberstaud, Kleinvieh geräumt. Ochl -in Poststeischig». auSqemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . Junge, fleischige, nicht ausgemästete »nd ältere ousgemästete............ Mäßig genährte junge und gut ge- Bul l e n> vollsteilchiqe, nuSqero, höchsten Schlacht,». . . Pollflcischige, jüngere.......... Färsen. K ü h e. Pollsteischiae ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes........... Aollstetschige ausgemästete Kühe höchsten Sellete ousgemästele Kühe und wenig gut ent- Mäßig genährte Kühe und Färsen Erring genährte Kühe und Färsen. . Kälber. Feinste Mastkälber........ Mittlere Plast- und best« Saugkälber. Geringere Plast- und gute Saugkälber Schaf». Mastlämmer und Masthammel .... 44,öl Schweins. L ollfleischtge Schweine von 80—100 K» Lebendgewicht . ............. Lollflellchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Lollfleischige Schweine von 100—120 k? Lebendgewicht .............. Bollfleljchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . . . ........... Fettschivelne über 150 k» Lebendgewicht . . ch. Rieder-Ingelheim, 8. Juni. Spargel 1. Sorte 58 bis 60 Mk., 2. Sorte 30—35 Pik., Rhabarber 6—7 Alk , Kirschen 25 bis 40 Mk., Stachelbeeren 12—14 Mk, der Zentner, Erdbeere» 50 bis 60 Pfg. das Psnnd. t ch Heidcshcim, 8. Juni. Spargel I. Sorte 55—50 Mk., Sorte 25-35 Mk., Kirlche» 25—38 Mk. der Zen»,er. eh. Nauheim (Kr. Groß-Geraus, 8. Juni. Spargel l. Sorte 50—60 Mk. 2. Sorte 30-35 Mk. der Zentner. und Schweine ae- Preile lür 100 Psd. Lebend» Schlachtgewicht Mk. Mt. 49-53 86-93 48-52 85—92 44—48 78-85 77 72—78 68-71 46-51 82-90 39-43 70—77 42-45 34—38 76—82 62—68 58—62 83-66 55 — 60 51—55 47—50 10.5—110 92-106 85-92 80-85 >—45,50 92—91 45-47 44-46 58-60 57-59 43 48 58-60 40-42 55-56 50-53 Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. V.: K. Neurath. J2aup/marke MARINE Schlager in Qualität "Die beste 7 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsern innigstgeliebten, unvergesslichen. treubesorgten Vater Herrn Heinrich Schwab Gastwirt heute nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Kranksein im 86. Lebensjahre zu sich zu rufen Die trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Lames geb. Schwab Karl Lames. Hungen, 8. Juni 1914. 6972 Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 10. Juni 1914, nachmittags 3 l /j Uhr. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein Heimgange unseres lieben Galten, Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Heinrich Seibert HI. für die vielen Blumenspenden sowie dem Gesangverein Konkordia für die letzte Ehre sagen wir allen unseren herzlichen Dank. In, Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Seibert geb. Reuter. Wicseck, 9. Juni 1914. 697s Todes-Anzeige. Heute morgen um 3*/* Uhr verschied nach langem, schwerem beiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Grvgmutter Frau Henriette Häuser geb. Euler im bl. LebcnSsghrc, Die trauernden Hinterbliebenen: Jakob Häuser VII. und Kinder. Steinberg, den 9. Juni 1914. Die Beerdigung findet Donnerstag naäiinittag 2'/- Uhr vom Trauerhause aus statt. U«, Petrin-Tabletten 04604 ncci. Rheumatismus » Gicht sind jetzt in allen Apotheke» bicr in Gienen, sowie auch in den auswärtigen zu haben. Sicher wirkend! Vollständig unschädliches Mittel! H auvtdevoi bei Herrn Avotbeker Schwicdcr in Giene»' Weisse Waschkleider Damen-Blusen Panama-Hüte Herren-Anzüge Decken, Gardinen etc. werden wie neu bei kürzester Lieferzeit durch die Reinigung. 60280 Färberei Holland Odern. Waschanstalt IskDDsulest 20 Sonnenntrasfte IS — Telephon 634 erteilt Rat in Rechtssachen, empfiehlt sich in Anfertigung von Gesuchen, Steuerdeklarationen, Forderungsbeitreibung, Aufst. v. Vermögens Verzeichnissen, Auskunft u. 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Zusammenkunft aus der fürstlichen Wiese gegenüber der Peinmühle. An demselben Tage nachmittags präzis 1 Uhr von den Wiesen unterhalb der Stadl Lid,, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft in dem Schlostganen an der Eisenbahn brücke. Donnerstag, den 18. Juni l. CT., vormittags präzis 8 11br, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mübliachsen, Cbci* und Nieder Bessingen, im ganzen 125 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Lich, den 9. Juni 1914. 66651) Fürstlich Solmstsche Rentei._ Arbeitsvergebung. Die Anfertigung von 3—400 lsd. Metern Goffcnpslaster sowie die Anlage von Klcinpffaster bei der hiesige» Kirche sollen auf dem Subniissions- wcge vergeben werden. Loranschlag und Bedingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei offen und sind diesbczl. Offerten bis zun, 15. Juni l. I., nachmittags 0 Uhr, bei uns einzureiche», wo alsdann die Oeffnung der Angebote stattfindct. Beuern, den 4. Juni 1914. Großh. Bürgermeisterei Beuern. 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Cbcrlniibnrfi auf ca. 61 Morgen, lWiese von Hrch. Gäbet Wlve.. Laubacht. Zusammenkunft in der Hirtenbach. 1. An demielben Tage, itachmittagS 4'/« Ubr, auf der SchreincrSmnlile bei Freienseen. 1. Bon ca. 131 Morgen Wiesen im Wctterauergrnnd lHartmannöhausen bis Sorgenlos». Wiesen von Wilb. F-riedr. Wagner. Krd. Otto Lauth, Laubach und Wilh. Schtvarz Ebesr.. Rödelheim. 2. Bon ca. 169 Morgen im WolsSgarten, Krcuzsecuer, Oberseener-, Livvcr und Altcikbaincrgrnnd. Wiesen von Ebristian Stroh I.. Laubach u. (8ottfr. Gotta. Alten- bain. 3. Bon 62 Morgen -- 30 Slbteilangen. Ter vom Oberiecnerbosgut zurückgcnommcueu Wiesen. 5. Donnerstag, den 18 . Juni 1014, mit Beginn um 9 Uhr vormittags, in der „Acvsclsbach" auf ca. 192 Morgen Wiesen daselbst, am Altcnkcller, in den verschiedenen Hcegdriickcn, Kölle-, Herrn- und Herenwiese. 6. An demselben Tage, nachmittags von 1 Uhr an. auf dem Jägerhause, von ca. 214 Morgen Wiesen in Rut- bardsbansen. Mulöau, Langbeckc. «ZcräumS, Hahl- garten, Haugteilen. Lingel- und Schiffcnbach, Diesen von Gg. Burk. Wilb. Frdr. Knau Ebesr. n. Ebrstn. Stroh I., Laubach: ferner von ea. 17 Morgen in der Silbach, LinueS. Elgersbach, (Siebern-, Brudiwieje, in der engen Ablen und in der Ulsaer Ecke. Wiesen von Ldw. Ester, Ruv pertSburg. Wiefenwnrter Silfi dahier unb die betr. gräfl. Forst- wnrte find angetviesen. die Wiesen, die durch numerierte Holzpslöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf Der» langen vor dem Termin vorzuzeigen. Laubach, den 5. Juni 1914. Gräfliche Forstverwaltung. 6962 8 sfiir Hühneraugen und Hornhaut gibt es nichts besseres wie Karns Hühncr- angenrinktur und -Pflaster ä .50 Psg. Central Drogerie Emil Karn, Schttlstr. [ MM Ptiiiia -Vcisk-Klirtiijfclii in den verschiedenste,iSoricn. vorzllgl. todi.. emoj. biilinil Heinrich Drechsler, Stein itrastc 48. I““J Detevh. 581. Kartoffeln Pa. Sveisekartosseln tiueinc u. gelbe» vorzügl. im kochen, empfiehlt billig I. Weisel, Tel. 88. [6579J Sonnenstr. 6 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giesten. Die Berteilung der Zinsen aus der Wolf von Todten- wart-Stistung tJuniacldi findet am Mittwoch, den IN. Juni 1014, vormittags 5 Ubr, in der Stadtkirchc statt. 68518 "Anmeldungen zum Bezüge von Kleidern und Anzügen aus der ('rbelstiftnng sind bis spätestens 2V. Juni d. I. beim Städtischen Armenamt, Astcrwcg 0, einznreichen. Geivährnng von AuswandScntschädignngen an Fa- nlilien für im ReickiSbeer, in der Marine oder in den Sckiutztruvpen eiitgestellte Söhne. Laut Bundesratsbeschhn'; vom 26. März 1914 iverden an Jaruilien, von denen Söhne als Gemeine oder Unter- osnziere insgesamt 6 Jahre gedient haben. Aufwands- cutschädigungcn in Höbe von 240 Mk. jährlich ge- iväbrt für jedes weitere Dicnstiahr eines Sohnes in diesen Dienstgraden. Auf die Entschädigungen haben die Eltern, Stiefeltern oder — falls diese nicht mehr vorhanden sind — die Erosteltern Anspruch. ^Anträge ans (Gewährung der Entschädigungen sind alsbald im Stadthmts — Zimmer Nr. 2 — zu stellen, lvo auch jede gewünschte 2suskunst erteilt wird. 161098 ' Die diesjährige öst'entlichc Impfung in der Stadt Gtefrcn tvird beginnend, am Niittwoch, den 10. Juni im Amvslvkatc — Tchnlscbäude, Neustadt 01 — ftir die nächstenWoche» jeden Mittwoch. »achmittaaS 5—<; »hr. abaehatteu werden. Imvsvstichlia im tausenden Ratenderjadr sind die im uoriaen Aabrc acborencn Kinder, soivie die Nückständsac» aus srübercn Jahren. Die hiesiacn Einwohner, welche imvivstichliae Kinder haben, werden rur Benulluna dieser önentlichcn Derminc mit dem Bemerken einaeladen. das, alle in demselben oor- aenommenen Jmnsungcn nnentaeltlich sind. Wer die Derminc nicht benntle» will, mns, die Jmviuna seines vflichtiacn KindeS bis »um Jahresschlüsse ans seine Koste» bcwcrkitclliacn lassen, widrigensatts ihm im Januar nächsten Jabres eine vicrwüchcntliche Jrist zur Nachholnna der Jmpsung unter Strasandrobun« gcscftt wird. Auster den Pstichiiaen werden auch .Kinder, welche !m tausenden Jahre geboren sind, aus Wunsch ihrer Ber- tretcr geimpst. Alle in einem Termine geimvsten Mnder mSssen in dem acht Dnae iväter abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren ,-zuriickstellung von der Jmviunn wegen Kränklichkeit beansvrudil wird, können gleichfalls dem Jmviarzte in den öffcniiichenTerminen vorgestellr werden. Die Jmpllinae müsse» mit reiner Wäsche »nd rein gewaschenem Körper zur Jmpsung gebrncht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lyntphe auS dem LandeS- impsinftiiut gcimvst. Kinder auS Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürsen nicht in die Termine gebracht werden fflBO B Die südliche Fluchtlinie der Lonnstratze ist abgcändert worden. Der hierüber sestgcstcllte Plan kann bei dem städlischc» Tieibanamt eingeicben werden.__ R983B Liefcrnngsvergcbung. Für die Gbelstistung ist z» vergeben die b'ieserung von a» etwa St» Knabcnanzügen auS kräitigem Sufi iJoppe und Hose, b) <>t» bis «0 m (Stoff su Winterkleidern sür Mädchen cj etwa SV Knaben- »nd cbcnsovielc MSdchcnbcmden aus Baumwollstancll d) 50 bis 00 m Stoff zu Untcrrälke» ei die Anfertigung der Mädchcuklcidcr u. Unterröckc. Anaeboic mit der Ausschrist ..Ebelstiituna" Nnd verschlossen biö zum i0. Juui d. IS. beim Ltädtiichen Armeuaint. Astcrwcg 0. einzureichen, wo au» Ltoü- muster cinacicben werden können. _ 0977 P Hengras-Berfteigerung der Stadt Gieren. Samstag, den 13. Juni, Montag, dcu 15. Juni und Dienstag, den 16 . Juni d. IS., soll das Heugras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: ^ , . .. SamStag. beit 13. Juni, nachmittags 1 Upr an Ort und Stelle, bei der Aktienbrauerei, am Ohleberg« weg bei der Heyligenstaedt'schen Fabrik n. in der Stephansmark. Zusammenkunft an der Schönen Aussicht. Montag, den 15. Juni a) vormittags 0 Ubr: Zusammenkunft am Schlachtbof. von den Wiesen im Ncustädterseld und am ElcktrizitätS- iverk^ d) vormittags IOVj Ubr: in der Neitauratiou von Melchior Schäfer Witwe, Kaiser Allee 4, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rutzland. c) nachmittags 2 Ubr: im Pbilosovhenmald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, iin Wieseckertal, von den Hospitaliviesen in der Gemarkung Wieseck, dl nachmittags 5_ Ubr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der ^Lchtvarzlachr Dienötag, den 16. Juni a) vormittags 0 Ubr: an Ort und Stelle von den Ochsen- tvieseu. von den Wiesen km Stolzenntorgen, am Uters- brunnen und Altenlisch. b) nachmittags 3" Ubr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen. c) nachmittags 4 Ubr: an Ort und Stelle von den Wiesen iit der Gentarkung Grotten-Buseck. Stetgliebbaber, welche die Wiesen zu besichtigen beab sichtigen, »vollen sich att den städtischen Wtesenwärter Bellöf. Woifstratze 15, »venden. Die Grobherzoglichen Bürgertneistereien der umliegenden Geineinden werden ersucht. Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lassen. W198 .„„osS -- iöiftfilli s.Z s = -“Fffffsif MG.r' fff! 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