Nr. M Der Netzen»r Anzeige, erscheinl täglich, außer sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich HietzeverZamiNenblätter; zweunatwöchenÜ.Lielr- blattfürd«nLrek«ietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. kand- wirtschasklich« äeistragen Fevijprech - Anschlüsse: iür d,e Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresie iür Depesche»: Anzeiger Gießen. Annahme van Anzeigen iür die Tagesnummer bis vormittags 3 Uhr. Scher vlatt (5H. Zatzkgang enerAnjeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Montag, 8. Zum IW Bezugspreis: monattich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestell^. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz: für .Feuilleton", ^Vermischtes" und.Gerichts- faal": Karl Neurath; für .Stadt und Land": Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.Guch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpcdition und Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeig^ni"»:' tz? Beck. Zur Verschuldung unserer Landwirtschaft. Während man erwartet hatte, daß die seit 1906 gebesserte Rentabilität unserer Landwirtschaft der Entschuldung der Güter dienstbar gemacht werden würde, läßt, so lesen wir in der „Deutschen volksw, Korresp", die seit 1886 fortgeführte Statistik der H y p oth e k e n b e weg u n g bedauerlicherweise erkennen, daß die Verschuldung in neuester Zeit außerordentliche Fortschritte gemacht hat. Tie hypothekarische Verschulduugsznnahme, d, h. der die Löschungen überschreitende Betrag der Eintragungen betrug im Durchschnitt des zwanzigjährigen Zeitraumes 1886 bis 1905 rund 283 Mill, Mark, dagegen im Jahresdurchschnitt 1906 bis 1912 nicht weniger als 643 Mill, Mark, Während des 27jährigen Zeitraumes von 1886 bis 1912 hat die hypothekarische Verschuldung in den ländlichen Bezirkender preußischen Monarchie um 10168 Millionen Mark zugenommen; seit 1910 bewegt sich dieselbe zwischen 730 und 740 Mill, Mark jährlich. Das sind geradezu erschreckende Summen, die in der Steigerung der Güterpeise keinesfalls ihre Rechtfertigung finden. Sicherlich nnrd man es mit Genugtuung begrüßen dürfen, daß die Erträgnisse des landwirtschaftlich genutzten Bodens beträchtlich gesteigert wurden und die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse gegen die Caprivi-Aera eine im allgemeinen zufriedenstellende Höhe erreicht haben, aber man sollte auch damit rechnen, daß mit dem erhöhten Agrarschutz das Wohlergehen der Landwirtschaft nicht dauernd gesichert erscheint, wenn ein stetig und abnorm wachsender Teil der landwirtschaftlichen Erträge in Form von Zinsen an das mobile Kapital abgesührt, der Landwirtschaft also entzogen wird. Durch die fortgesetzt steigende Hypothekarvcrschuldnng gerät die Landwirtschaft in eine unerwünschte Abhängigkeit vom mobilen Kapital, die in Zeiten von Mißernten oder selbst schon in ungünstigen Erntejahrcn zu Katastrophen führen kann, namentlich im .Hinblick auf die ununterbrochene Steigerung der Produktionskosten und öffentlichen Abgaben. Die Gründe für die enorme hypothekarische Ver- schuldungszunahmc find nur Jiim geringeren Teile in Melio- rationsbautcn zu suchen: erheblicki mehr wird sie durch das Erbrecht verursacht, hauptsächlich aber leider durch die Mobilisierung des Grundbesitzes, Es läßt sich leider nicht leugnen, daß die Verkaufslust in unserer Landwirtschaft einen geradezu ungesunden Umfang angenommen bat, namentlich beim Großgrund- und Zwcrgbesrtz, in den östlichen Provinzen sowie den Regierungsbezirken Wiesbaden und Kassel leider auch beim bäuerlichen Besitz, In der Regel werden die Güter zu übermäßigen Preisen bei ganz ungenügender Anzahlung, unter Uebernahme bereits vorhandener Hypotheken und übergroßer Re st k a u s g eld e r, die als neue .Hypotheken eingetragen werden, erworben. Solche Verhältnisse sind wirtschaftlich unhaltbar; sie bedingen die Beschleunigung des Weiterverkaufes, erniedrigen den Grundbesitz zum S-p e k u l a t io n s o b j e k t und vernichten den alten seßhaften Besitzerstand mit der angeborenen Liebe zur heimatlichen Scholle, , ' Da überdies der Ertragsfähigkeit des Bodens gewisse Grenzen gezogen sind, so ist mit Sicherheit vorauszusehen, daß der Fortgang der Hypothekarverschuldung im jetzigen Tempo schon in naher Zeit eine neue Agrarkrisis! I heraufbeschwören muß, eine Krisis, die um so verhängnisvoller werden dürfte, als gegen sic die wirtschaftspolitische Gesetzgebung ohnmächtig bleiben dürfte. Bei allem Wohl wollen sür die Landwirtschaft wird nicht damit gerechnet werden dürfen, daß die Rcichsgcsetzgebung den bestehenden Agrarschutz wesentlich verstärkt, oder daß die Landesregierungen sich bereit finden lassen, der Landwirtschaft auf andere Weise wesentliche Erleichterungen zu verschaffen, Tie enorme Hypothekarverschuldung sollte die landwirtschaftlichen Körperschaften dazu bestimmen, nachdrücklichst dem Beispiele der Ostpreußischen Landschast nachzueifern, die bereits seit etwa sieben Jahren Maßnahmen getroffen hat, um eine Entschuldung landwirtschaftlicher Güter herbeizu- sühren, und zwar 1, durch Ersetzung der teueren und kündbaren Privathypotheken durch billigen und unkündbaren landschaftlichen Kredit, 2, durch Eintragung der Vcrschul- dungsgrenzc als Voraussetzung des erweiterten Landschafts- kredites, 3, durch Festlegung der Schuldentilgungspflicht, 4, durch eine Lebensversicherung, Möge die Landwirtschaft aus eigener Entschließung baldigst zu der Ueberzeugung) gelangen, daß der hypothekarischen Verschuldungszunahmc energisch Einhalt geboten werden muß. Schwierigkeiten bei der Kabinettsbildung in Zranireich. Die Bildung eines Kabinetts Viviani, die am Samstag morgen bereits als abgeschlossen schien, ist im letzten Augenblick gescheitert, Tie von Biviani zu einem Ministerrat einberufcnen neuen Minister konnten sich bei Abfassung der in der Kammer zu verlesenden ministeriellen Erklärung über den Punkt, der die d r e i j ä h r i g e D i e n st- zeit betrifft, nicht einigen, Herr Biviani wollte nämlich in seiner Erklärung die Aussicht auf eine Verminderung der Dienstzeit versprechen, sobald die Verhältnisse der auswärtigen Lage dieis gestatten würden. Einer seiner neuen Minister, der Radikale Godart, der das Arbeits- portefcuille erhalten hatte, bestand jedoch ausdrücklich dar- aus, daß in der ministeriellen Erklärung die Zusage der Rückkehr zum zweijährigen Dienst öffentlich gemacht werde. Es scheint, daß noch ein paar andere Minister sich auf die Seite Godarts stellten, und daß darauf eine verworrene und heftige Erörterung entstand, die damit schloß, daß Vrviani seine Ministerkombination als über den Hausen geworfen erachtete, Paris, 6, Juni, Präsident Poin-care hat infolge der Ministerkrise seine Reise nach Rouen zu dem dort morgen stattfindenden internationalen Schützenfest aufgegeben, D c l c a s s e hat aus Gesundheitsrücksichten die Bildung des Kabinetts abgelchnt, Jean Dupun hat ebenfalls das Anerbieten abgelehnt, das Kabinett zu bilden und dem Präsidenten Potncare geraten, das Senatsmitglied Peh» t r a l damit zu beauftragen, Peptral hat jedoch gleichfalls abgelehnt, das Ministerium zu bilden. Die Rücksichten auf Rußland. Paris, 7, Juni, Bezüglich der von den nationalistischen Blättern verbreiteten Meldung, daß der hier zur Vorbereitung der russischen Reise des Präsidenten Poincare aus Petersburg esn- getrossene französische Botschafter Paleologuc fotort nach seiner Ankunft Biviani ausgesucht und ihm erklärt habe, er würde so fort zurücktreten, falls dem Dreiiahrcsgcsetz auch nur I ber geringste Abbruch geschehe, wirb von Viviam in einem an den „Tcmps" gerichteten Schreiben scstgestcllt, daß er im Verlaus der Kabinettskrise den Botschafter Paleologuc nicht gesehen habe, daß er Mit demselben seit drei Monaten lein Wort geweckljclt und datz derselbe weder eine direkte noch eine indirekte Mitteilung an ihn gerichtet Izabc, Allerdings, bcmerlt der „Temps" dazu, müsse ei,an daran erinnern, daß Paleologuc pstichtgemäß in seinen letzten Berichten die Auftnerksamkeit der Regierung aus die ernsten Folgen gelenkt habe, welche bei der gegenwärtigen europäischen Lage eine iBerringcrung der militärischen Macht Frankreichs nach sich ziehen könnte, Paleologuc Hobe übrigens schon, als ihm der Petersburger Botschaiterposten angeboten iourdc, in seinen Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten und Minister des Aeußcin Doumcrgue die unversehrte Auirechterhaltung de» Dreijahrsgcsetzes als ünabwcislichc Bedingung iür die Annahme dieses Postens bezeichnet, Dounicrgne habe ihm erwidert, daß dies selbstverftändlich sei und übrigens dem Programm der Regierung durchaus entspreche, Man könne deshalb amrchmen, daß Paleologuc, falls das Drestahrsgcsctz nicht ausrcchtcrhaltcn werden könnte, von seinem Posten zurücktrcten wurde, Paris, 7. Juni, Toumerguc hat dem Präsidenten Po in care geraten, Viviani oder Ri bot mit der Kabinettsbildung zu betrauen. Aus Mexiko. Tampico,-6, Juni, Der konstituftonalistische Gouverneur Louis Bobullero teilte dem Konsul der Vereinigten Staaten Miller mit. er habe Nachricht erhalten, daß Huertas Kriegsschiffe, der kleine .Kreuzer „Zaragossa" und das Kanonenboot „Pravo" nach Tampico zu gehen beabsichtigen, um den Hafen zn bombardieren oder zu blockieren. Er teile dieses dem Konsul mit, damit die vor dem ,Hafen liegenden amerikanischen Kriegsschiffe aus der Feuerlinie gehen könnten. Deutsche» Reich. Veränderungen im Aus >v artigen Amt, Der bisherige erste Sekretär der Botschaft in Paris, Botschaftsrat v, Radowitz sowie die bisherigen ständigen Hilfsarbeiter bei dem Auswärtigen Amt, die Legationsräte N a d o l n y und Dr, v, Gülich sind zu Wirklichen cLgaftonsrälen und Vortragenden Räten im Auswärtigen Amt ernannt worden, Zuschlag zur Erbschaftssteuer in Bayern, Die bayerische Kammer der Abgeordneten hat einstimmig den Gesetzentwurf betreffend die Erhebung eines 2 5p roz, Z u s ch l a g e s z u r R c i ch s e rb s ch a f t s st c u c r angenommen, Das Gesetz hat rückwirkende Kraft ab I, Januar 1914, Die voraussichtliche Einnahme der.Steuer ist auf 1 700 000 Mark veranschlagt worden, Dclegicrtenversammlung des Vaterländischen Frauen Vereins, Aus Berlin vom 6, Juni wird gemeldet: Heute vormittag um 11 1 . llfjr begann int Abgeordnetenhause in Gegenwart der Kaiserin die Dele- gicrtenversammlung des Vaterländischen Frauenvereins, Nach einer Begrüßung der Kaiserin durch den Wortführer, Staatsminister v, Möller, folgte ein Vortrag der Vorsitzenden des Vaterländischen Frauenvereins für den Kreis Brcslan-Land, Frau Rittergutsbesitzer Käte Frcmberg- Schottwitz, über den Ausbau und die Wirksamkeit der Gc- meindekrankenpflegestationen des Vaterländischen Fraueuvercins, Geh, Medizinalrat Professor Tr, Eis Sprechendes Licht. Bon Fritz S e i tz, kos. Die überraschenden Erfolge, die die noch io junge Technik der drahtlosen Telegraphie in den allerletzten Jahren zu verzeichnen hatte, ließen ein Verfahren ganz in Bergesicnheit geraten, das einst viel bestaunt wurde. Im Jahre 1902 gelang es nämlich dem bekannten Plastiker Ernst Ruhmer aus dein Wanniee in der Nähe von Berlin, ohne Drahtverbindung über 7, später sogar über 15 'Kilometer weite Strecken'zu telephonieren. Wenn diese gar iein ausgedachte Apparatcnanordnung auch keine Durchführung in großem Stil gestattet, wenn sie auch nie die praktische Bedeutung bekommen wird, die heute die drahtlose Telegraphie erreicht hat. verdient sic doch auch heute noch als Musterbeispiel sür die Leistungen der modernen Physik höchstes Interesse, Sehen wir uns einmal die Scndestatwn an Ort und Stelle genauer au! Zunächst fallen uns zwei Haupttcile auf: e,u Telephon und ein Scheinwerfer Was haben diese beiden Apparate miteinander zu schassen? Wenn wir in einen Telephomrichter hineinsprcchcn, so treffen die Schallwellen, die die menschliche Stimme erzeugt, zunächst ou> eine dünne Blechmembran, die i» Schwingung gerät und damit die bintcr ihr emgcvackten Kohlen- korncr mehr oder weniger zuiammenprcßt. Der durch sie gehende elektrische Strom wird dadurch in seiner Stärke em wenig beein- slüßr und man kann diese verhältnismäßig geringen Schwankungen durch Einschaltung eines Induktors noch verstärken. Wird nun der Strom eines solchen Kohlcnkörner-Telephons an eine Wogcnlicht-Aulagc angcschlossen Und spricht man in das Mikrophon hinein, dann hört man deutlich, wie der Lichtbogen die Worte gleichzeitig spricht und finden, also seine stärle wahrnehmbar ändert. Diese eigentümliche Erscheinung einer sprechenden Bogenlampe, die Professor Tr, mr er zrrlctzt Kominandcur des Ulanen-Regiments Kaiser Alexander von Rußland gewesen war, erbat er '1898 den .Abschiedund widmete sich seitdem der Bewirtschaftring seiner Güter. .Seit 1892 war er Mitglied des Kreistages, seit 1909 des ProvinziallandtagcS. Dem Reichstage hat Herr von Atassow in den .Jahren 1898 bis 1907 und seit 1912 angehört. Der Wahlkreis Labiau-Wchla u, seit 1884 im Besitz der Konservativen, war 1910 in einer Nachwahl an die Fortschrittler gesallen. Bei den Reichstagswahlcn 1912 erhielten Oberst v. Massow 8356, der fortschrittliche Kandidat 5850 und der Sozialdemokrat 2961 Stimmen. In der Stichwahl lourde Herr v. Massow mit 9104 gegen 8694 Stimmen gewählt. Aurlanv. Die Apo t he ke rgch il f c n in Ofenpest sind in den Ans stand getreten. Das Streikkomitee hat den Zuzug aus der Provinz abgrschnittcn, jedoch haben die Streikenden in >edcm -Stadtbezirk eine Apotheke srcrgegrbcn. Tie Hauptforderungen sind eine GcliallSrrgrlnüg und die Einführung des Slchtuhrlaücnschlusies. Der Minister des Innern bat erklärt, daß er in der Apotheker- kannncr für die Schlichtung der Zwistigkeiten eintrcte, falls die Apothctergchilfen den Ausstand beendigten. Turnerische Vorführungen vor dem Kaiser. Berlin, 7. Juni. Bor dem Kaiserpaar, sowie einer nach tausenden zählenden Zuschauermenge haben heule intttag bei schönstem Wetter im Stadion die Vorführungen der deutschen Turnerschaft des Turngaues Groß-Berlin statlgesundcn. Vor der Vorführung hielt Tr. Reinhardt, Rleisvertrcter des Kreises 3 8 >Provinz Brandenburg), fotzende Ansprache an die Majestäten: „Eure Majestäten begrüße ich alleruntertänigst im Namen der Deutschen Turnerschast Groß-Berlins. Ter heutige Tag ist ein EhrcMag der Deutschen Turnerschast, ein lange ersehnter. Eure Majestäten bitte ich ehrerbicttgst, die heutigen'Vorführungen alz einen ttefgcsichltestcn Tank für die F ö r d c r u n g , die das Turnen durch Eure Rdajestät und die Staatsbehörden erfahren hat, Allergnädigst enlgcgennehmen zu wollen. Diese Vorführungen geben ein Bild der vielseitigen llcbnngcn des deutschen Turnens, wie cs sich zmn Heile des deutschen Volkes und der deutschen Jugend cntwillelt hat. Euren Majestäten ein dreifaches Gut Heil: Seiner Majestät, unserem Allergnädigsten Kaiser und König und Ihrer Majestät der Kaiscriu Gut Heil, Gut Heil, Gut Heil!" Ein dreifaches „Gut Heil" aits tausenden von Kehlen erscholl irud die Nationalhhmne ertönte. Dann entfaltete sich ein großartiges, bewegtes Bild aus dem grünen Rasen, das durch die Bonner d«r Turnvcrbände, sowie die Ehargiertcn» tn WichS des akademischen Turnbundes eine besondere Note erhielt. 11000 Turner und Turnerinnen unter Leitung des KrerÄurnwarlcs Kregenow gaben hervorragende Proben ihres Könnens. Freiübungen von Männern, Frauen, Knaben und Mädchen cröffneten den Reigen. Tann folgten Spiele von Knaben und Mädchen, zwei Eilbotenläufe der Männer, Turnen der Männer am Barren und ain Reck. Hindernis- laufen, Hantelübungen der älteren, Fechten und Wasserspringen, Laufen und Tauziehen der Jugcndturner, besonders ausgezeichnete Haltungs- und GewandthcitSübungen der Königl. Landesturnanstält, denen reicher Beifall folgte, volkstümliche Hebungen, Tisch- und Bockspringen, Spiele der Männer und Frauen in bunter Reihenfolge. Nach einer St un de waren die Vorführungen, denen die Majestäten und die übrigen Zuschauer mit sichtlichem Interesse folgten, beendet. Ihren vormrwehendcn Bannern folgte der AÜSmarsch der gesamten Turner und Turnerinnen unter der Kaiserloge hindurch. Ein unaufhörliches. Heil grüßte die Majestäten. Bald darauf verließen der Kaiser und die Kaiserin urit den prinzlichcn Herrschaften das Stadion und begaben .sich zum Frühsttick in den Kaiscrpavillon auf her Grunc- waldrennbahn. Nach dem Frühstück begab sich die Kaiserin in das Neue Palais zurück, während der Kaiser nach Grünau fuhr. Aus Staöt uns LanV» Gießen, 8. Juni 1914. ** Der Großherzog empfing u. a. am 6. Juni l. I. den Kreisschilinspektor Hufs von Alsfeld. ** Erledigt sind zwei mit evangelischen Lehrern zu bescheude Lchrerstcllcn an der Volksschule zu Neu-Jscn- durg. ** Eisenbahnwesen. Es bietet sich die Möglich- kell, zum 1. Oktober d. I. einen hessischen Assessor zur Ausbildung im Dienste der Hessisch-Prcufiischen Eisenbahn- gemeinschast cinzuberufen. Bewerbungen müssen bis spätestens zuin 1. Juli d. I. bei dem Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung fiir Finauzwirlschafl und Eisenbahnwesen, cingereicht werden. Meldungen von Assessoren, die ein Dienstalter von drei und mehr Jahren haben, können in der Regel nicht berücksichtigt werden. " Bautätigkeit in Hessen. Der .Baumaterialien- Markt", das führende Blatt des. gesamten Bau,nacktes, berichtet über die hessische Bautätigkeit in, Mai: Sowohl in Darmstadt wie in Gießen, Offenbach »nd Worms ist von Bauleben noch nichts zu spüren. Wenn nicht einige öffentliche Bauten Beschäfiigung geben würden, läge der Banmarkt in den genannten Städten vollständig darnieder. ?(„($ in Mainz ist im Mai nur wenig gebaut worden, wohl aber herrschte in der Umgebung und in Vororten von Mainz leb. hastere Bautätigkeit, die angeregt worden ist durch das Fallen der Festungswerke. **DicManl-und Klauenseuche herrscht fort in Rodheün, Kreis Friedberg, in Finthen, Kreis Mainz, in Ober- und Nieder-Jngelhcim, Kreis Bingen. Die S'uchc wurde sestzestellt in, Welgesheim, Kreis Alzey, und in Jugenheim, Kreis Bingen. — Ferner ist die Seuche ausgebrochen in den Bezirken Gunzenhausen und llffcnhein, (Bayerisch- Mittelfranken). ** Hessischer Landesverband d c z Deutschen sVe re»ns ge gen den M i ß bra u ch g c r st, g e r Oie t r ä n tc Nach dem soeben erschienenen Gcschäitsbericht des Vorstandes iür das Jahr 1913 hat der Hessische Landesverband Ende des Jahres 1912 einen neuen Vorstand erhallen in der Person deS Geh. Re- giermrgsratS Dr. jur. et. Dr. med. h. c. Dich als Vorsitzender, des !Sbmttnanns Bechtcl als Schrsitsührer und des Revisors Schien als Schatzmeister. In Uebercinstimmung mir der Leitung des Haupt- Vereins in Berlin sicht der neue Vorstand seine Hauptaufgabe darin, der Mäßiakeitssachc in Hessen immer mehr Anhänger zu- zusühren. Die Fürsorgcstcllc Gießen ist inzwischen organisiert worden, Auch in Lssenhach crfolgre die G.ründimg einer Trinker- sürsorgestellc. Einer Anregung des Hauptvcrcins enlsiirechend, beschästigte sich der Landesverband im abgelaufencn Jalirc auch mit der Frage des AnimrerkncipcnumvesenS. Aus Anregung des Landesverbandes wurde erreicht, daß gemäß einer sür den KrciS Aisield erlassenen Pollzeivcrordnung, die sich hauptsächlich gegen die Verabreichung geisttger Getrchlke an Betrunkene und an Personen, die wegen Trunksucht entmündigt oder von einem Kreisamt als Trinker bezeichnet und aus die Trinkcrliste gesetzt sind, richtet, in den Kreisen Büdingen und Schotten eine entsprechende Dolizeiverordnung erlassen und in den Kreisen Friedberg und Heppenheim eine solche in Vorbereitung ist. Las KreiSamt Bens- heim will den Erlaß einer solchen Pollzeiverordnang betreiben, auch das Kreisamt Dieburg scheint dem Erlaß der Verordnung naher treten zu wollen. Tie übrigen Kreisämter, die eine Antwort gegeben laben, nämlich Erbach, Groß-Gerau, Mainz und Oppenheim, Hallen meist ein Bedisllnis Iür den Erlav'der Pölizei- perordnung lulftt für vorliegend. Der Kassenbericht für das Rechnungsjahr 1913 schließt in Einnahme miß 904,25 'Mk, rn Ausgabe nntll47,48 Mk. ab. ES beträgt somir der lli das Rechnungsjahr 1914 übergehende Kaffcnvorrat 156,77, Mk, ** Der Besuch der Gcwerbeaus stell un g am Samstag und am Sonntag ist recht gut gewesen. Die Wege konnten zeitweise das lustwandelnde Publikum nicht fassen, so daß kleine Stockungen vorkamen, die aber schnell wieder behoben wurden. Die Festhalle und auch Althcssen waren voller Besucher und Fröhlichkeit herrschte überall und zwar selbst dann noch, als ä.m gestrigen Abend die Lust sich plötzlich abkühltc und ein anhaltender Regen niedcrfiel. Am gestrigen Sonntag waren die Gc-.vecbebereine von Braun- sels a, d. Lahn und von Gladenbach in der Ausstellung. Am Vormittag vereinigten sich in der Festhalle die Teilnehmer von der Taufe unseres Luftballons „Gießen" zu einem festtäglichen Frühstück. Die Kauflust der Besucher ist auch: in der vergangenen Woche munter geblieben, so sind u. a. allein ungefähr weitere 30 Arbcitsmaschincn verkauft worden. " Abonnements-Konzerte. Beim 1. Abonnements- Konzert unserer Rcgimentskapellc am Donnerstag, den 11. Juni, abends 8'/, Uhr, in Steins Garten tritt der Großh. Kammermusiker Herr Louis Kümmel als Trompeten-Virtuose auf. Uebcr die Leisirmgcn dieses Künstlers braucht nichts niehr ermähnt zu werden, da Herr Kümmel uns Gießenecn seit Jahren bereits bestens bekannt ist. ** Grobherzogliches HauS - und Staatsarchiv. Tie große Bodmann-Habelschc Handjchristen- und Aktensammlung, die besonders wertvolles Material zur Oieschichte des Erzbistums Mainz enthält, ist durch die Großh. Staatsregierung von den Erben des letzten Besitzers, des KreiSrichtcrs a. T. Conrady in Miltenberg, angekaust worden. Ter Bestand wird dem Großh. Haus- und Staatsarchiv und, soweit cS sich um Truste und nicht- hessische Handschllitcn handelt, der Großh, Hosbiblivthek cinverlcibt, ** G ü t c r r e ch t s r c g r st e r. Gütertrennung haben vereinbart: Schlosser Friedlich Faubel und Wilhclmrne geb, Rudolph in Wöllstein, — Louis Müller, Maurergeselle zu Henchelheim, und dcsicn Ehefrau Anna gehl Geisel. — Errungenschastsgcmein- schasr haben vereinbart: Ter Landwirt Konrad Becker zu Ober- Osleiden und dessen Ehefrau Katharine geb. Ruckelshausen. —• Lanlnvirt Georg Becker und seine Ehefrau Christine geb. Stoppler in Schwarz. " Konkurse in Hessen. lieber das Verniöaen der Wasl- wirtS und Spezereihändlers Michael S a n d e b e cl zu Arhcilacn und über deu Nachlaß seiner an> 25. Avril 1911 verstorbenen Ehefrau Anna Katharine, aeb, Lautenberger, wurde das KonkurS- verlahre» eröfsnet. Ter Gerichtsvollzieher >, P. Philivp R e i b st e i n i» Darmstadt ist zum Konkursverwalter ernannt worbe». Konkurs- sorderunaen stnd bis z„m 23. Juni 1814 bei dem Gerichte anzumclden, — TaS Konknrsverlahrcn über den Namlai! des am 3, Januar 1912 zu Rieder-Saulheim verstorbene» PauvtmannS t, P. ESuard Worth mann wird, da eine den Kosten des Verfahrens ent- fvrechende KonlnrSmaffe nicht vorhanden ist, eingestellt, — lieber den Nachlaß des Anglist Feudi, er II., Schuhmacher in II ks holen, ist daS Konkursverkahreii eröffnet worden, Ter Notariatsbureau- vorsleher Georg Mangold i» Alzey wurde s„:» Konknsverivalter ernannt. KonkurSsorderimgc» sind bis znm 20. Jim, 1914 bei dein Gerichte anznmelden. — Das Konkursverkahreii über das Vermögen des Schiffers Johann Schmitt VI. von Neckar - Sleinach ist, nachdem der in dem Pcrgleichstermtn von, 1Mai 1911 a„- gciioiniiicne Zwauasvergleich durch rechiSkrästigen Beschluß vom 15. Mai 1914 bestätigt ist, aufgehoben ivorüen, Lanbkreis Gießen. — G r o ß c n - B u s c ch , 7, Juni. Bei herrlichem Wetter feierte heute der Jiegenzuchtvcrein Großen-Biiseck die Einweihung seines Ziegenparts, mit der eine Verlosung verbunden war. Erschienen waren der Vorstand des Kreiszicgcnzuchtvereins Gießen Direktor LandwirtschastSlehrcr Tamm von Lich, Landtagsabge- ordncter Fenchel von Obcrhörgcrn und der Inhaber der Vermittlungsstelle Balthasar Philivp III von Steinberg. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Herrn Kehler sprach Direktor Tamm über Ziegenzucht und deren wirtschastliche Bedeutung. Daraus ersolgtc die Verlosung. -a.- Burkhardsfelden, 6. Juni. Vor etwa zwei Jahren siedelte ein hiesiger 'Ortsbürger nach Westprcu ße n über, >vo er ein 01 ut von der AnsiedellingSkoinmission übernahm. Dieses Beispiel hat Nachahmung gesunden. In diesen Tagen hat wieder ein Landwirt unseren Ort verlassen, un, sich i»i Ansiedelnngsgebietc anzukansen, und in Kürze wird ein dritter diesem Beispiele folgen. — Oppenrod, 7. J»ni. Gestern abend stürzte in der Nähe unseres OrteS ein in Gicben beschäiligier Lackierer a„S Burkhardsseide», als er mit seinem Rade von der Grünberger Straße in die Ovpenröder Ebansiee cinbisgen ivölite Dis Fabrbahn ist hier durch Legung der Wasserleitung sehr beengt, da nahezu die halbe Straße mit Röhren und Schutt bedeckt ist. Ein des Weges kommendes Auto brachte den Verletzten nach seiner Wohnung. Kreis Lauterbach. (>) Cralnseld , 6. Juni. In diesen Tagen wurden die Söhne des ermordeten Abraham Stein, da sie jetzt vernehmungsfähig sind, hier vor dem Untersuchungsrichter vernommen. tz. B e r m ,1 t s h a i it, 6. Juni Heute sand hier eine abermalige Bejgeordncrcnwahl statt, da die im Winter nur mit einer Stimme Mehrheit erfolgte Wahl des Landwirts und cschweine- händlers Rausch sür ungültig erklärt worden war. Bes der heutigen Wahl erhielt Rausch 53 stimmen, sein Gegenkandidat Kaufmann Johannes Occhlcr 50 Stimmen. Wie verlautet, soll von der ünterlkgencu Partei auch diese Wahl wieder angeiochten werden. tz. A u s d e m o b e re n V o g c l S b c r g , 7. Juni. Tic gegen- wärttgc Vegetation zeigt einen solchen Rückstand, wie man ihn seit Jahren selbst aus unseren' Höhen nicht erlebt hat. ^Tie Bestellung der Felder ist ia vollendet, aber der Stand der coaatcn ist nicht sonderlich günstig. Geradezu ausfällig in der Rückstand der Gärten. TaS einzige, was soweit günstig steht, und eine gute Heuernte verspttcht, ist der Graswuchs. Kreis Friedberg I. Klein-Karben, 7. Juni. Der KcicgSveteran Joh. Wilhelm Sic „befand ist i,» Alter von 70 Jahren gestorben. Ec hat im Jägerbatnillon z» Friedberg gedient, machte den Feldzug 1866 „nd 1870/71 mit und Halden hiesigen Kricgerverein gegründet. Hessen-Nassau, ll Frankst,rt a. M., 7. Juni. Eine Dienstherrschaft am 5llcinen Kornmarkt mißhandelte am SamStag nachmittag ihr Dienstmädchen, als dieses ordnungsgemäß den Dienst verließ, n der gemeinsten Wcsie, Llls das Mädchen blutend auS dem Hause stürzte, ergriff sofort eine rasch an- gesammelte Menschenmenge Partei sür die Alißhandelte und suchte den Laden, ein Molkereiprodi,ktcngeschäst, zu stürmen »nd den Dienstherr» und dessen Fra» zu lynchen. Erst einem größeren Polizeiaufgebot gelang cS, in etwa dreistündiger Arbeit die Menge zu beschwichtigen und den Platz, den mehr als 1000 Personen beseht hielten, zu säubern. h. Höchst a. M., 7. Juni. Der 29jährige Chemiker Dr. L echn er wurde in seiner Wohnung lot aufgesunden. Er hatte sich vergiftet. 8 Bad Homburg v. d. H., 7. Juni. Eine Camn,- lung von Altertümern aus der ehemaligen Landgrasschast Hessen-Homburg, die sich tut Besitze der Geschwister Balmer, Lonisenstraßc, befand, wurde von einem ungenannten Herrn für 35 OüO Mk. erworben und der Stadt zur Errichtung eines Historischen MnscumS geschenkt. — Cronberg i. T., 7. Juni. Die Königin von Griechenland ist mit ihren Töchtern Irene und Katharina heute nachmittag kurz »ach 3 Uhr aus Schloß Friedrichshof cingelroffcn. Eschwege a. b. Werra, 7. Juni. An dem im Jahre 1660 erbauten alten Rathause der stadt Eschwege, -essen Fachwcrlsbau vor etwa 50 Jahren überputzt wurde, läßt jetzt die Stadtverwaltung den Putz wieder entfernen. Die vorläufrg freigclegten Stellen weise» schöne Holzschnitzereien auf. Sachverständige, die diese Teile gesehen haben, erklären das Rathaus für eins der schönsten Baudenknräler der Renaissance in Hessen. Der Regierungspräsident hat der Stadtverwaltung eine Staalsbeihilfe zu den Wiederherstellungskosten in Aussicht gestellt. h. Oberursel, 7, Juni. Infolge des wachsenden Personenverkehrs auf der elektrischen Bahn Frankfurt—, Oberursel beschloß die Gescllschajt den zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Niedcrursel und Oberursel. — Die Stadtverordnetenversammlung beschloß den Ausbau der h ö h e r e n M ä d ch c n s ch u l e zu einem Lyzeum. LKnSwirtschaft. --AbhaltungvonZrcgcn st allschauen. Aus Grund des Schaupiancs sinder, am Freitag, den 26. Juni im Bezirke Altcn-Buseü-Lollar ^tallfchauen sür Ziegen statt, die zum ettlen- male von dem LandwirtschaitSkammerausschuß für Obcrhessen burchgcsührt werden. An den Schauen können sich sämtliche Mit- lgtiedcr des .Kreiszicgcnzuchtvereins in dem betreffenden B^rrle beteiligen. Anmeldungen werden von den Vertrauensmännern bis zum 20. Juni entgcgengcnommcn. Tie Turchiührung der Sckiauen crlolgt nach folgendem Verfabrcn: I. Besckiasfcnheit, Raumvertei- lung und Durchlüftung dos Ltallcs 15 Punkte, 2. Ernlzeitllchkell der Zuchttichlung und Güte des ZuchtmaterialS 20 Punkte, 3, 0K- suiidhcitS- und Ernätmingszustand der Ziegen 15 Punlle, 4, Haul- und Stallpjlcge der Ziegen 15 Punkte, 5. Pflege und «uirsisluEu der Lämmer 20 Punkte, 6, Gcsamteindnick 15 Punkte. 'Durch diese neue Maßnahme zur Förderung der Ziegenzucht soll in crstsi: Linie auf eine bessere Haltungsweise der Ziegen hingcwirkt werden. = Eine bedeutsame Kundgebung der ost- preußischen Landwirtschaft. Auf den Hauptversammlungen der großen Landwirtschaftlichen Zentralvereine in Allenste i n und Insterburg wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: „Tlc Hauptversammlung des Landwirtschaftlichen Zcntral- vcrcrns erkennt die Notwendigkeit an, angesichts der immer mehr steigenden Einiuhr ausländischer Futlermittel und der geringeren Verwertbarleit der heimischen Kartosfclernten die Bestrebungen der Gescllichait zur Förderung des Baues und der wirischastlich zweckmäßigen Verwendung der Karwsfcln mit allen Straften zu unterstützen. Sie cmpsiehlt ihren Mllglicdern den Beitritt zu dieser Gescllschast um so mehr, als die Verwirklichung der Ptänc dcriclben geeignet sein dürste, die rassischen Zotlmaßnahmen, welche Ostpreußens Landwirtschaft schwer zu schädigen drohen, zu verhindern oder in ihrer Wirkung mb» zuschwächen." Gerichtrfalai. Beleidigungen von Ossiziercn inElsaß-Lot bringen. Metz, 6. Juni. Wegen Beleidigung des Kommandeurs der 66 Brigade, Generalmajor Bausch, wurden heute von der Strafkammer der politische Direktor des „Lorrain") Ehrcndomherr C o l l i ii und der Chefredakteur desselben Blattes H o u p e r t zu je 3 0 0 M a r k Geldstrafe und in die Kosten des Verfahrens einschl. der Ncbenklage verurteilt. In einem Arttkel des Blattes vom 15. November v. Js. betitelt: „Wie man germanisiert" hieß cs, ein General (gemeint damit konnte nur Generalmajor Bausch sein, habe, als er sich ein Pferd vorführen ließ, an der Mosel svielcnde Kinder und junge Leute mit Ausdrücken wie „ihr SchangelS, ihr Franzoscnpack, ihr Franzvscn- volk" angesahren und vom Platz» verjagen wollen. Dem Strafantrag des Generalmajors Bausch hatte sich der kommandierende Olencral des 16. Armeekorps als Nebenkläger angcschlosicn. Vergleichsverhandlungen scheiterten, da der General sich aus Ver- gleichsverhandlunqcn nicht einlalscn zu können erklärte. Ti« Angeklagten traten den Wahrheitsbeweis nicht an. Aus der Verhandlung ging hervor, daß wahrscheinlich eine Verwechselung mit einem anderen Offizier Vorgelegen l>at, der die Jungen mll einigen vielleicht ähnlichen Aeußerungcn angefahren hat. Sport« D i e K a i s c r r c g a 11 a i it G r ü nau. Grünau, 7. Juni. Tie heutige Ruderregatta hatte bei günstigem Wetter viele Tausende nach Grünau zusammen- geführt, welche auf Tanwfern und an allen Orten au fgerichteten Tribünen am Langen Lee dem Wettlampfc beüoohnten. Um 4 Uhr 35 nahte die kaiserliche Tampsjacht „Alexandria", welche die Königsstandartc gefetzt hatte, vom Teltowkanal her. Ter K ach'er in Adimralöunifkorm stand auf Teck und sah beim Einlaufen noch den Sieg des Berliner Ruderklubs „Brandenburgs" in -dcm Zweijungmannvierer. Än Bord befanden sich u. a. Prinz Eitel Friedrich, Prinz und Prinzessin August Wilhelm, die Prinzen Wolsgang unc» Philivp von Hessen. Großadmiral o, Tttvitz, Kultusminister v. Trott zu Solz, der Chct des Zivil- kabinetts, Wirkl. Geheimrat o. Valentini, und die Herren des Gesylgeo, Stürmische L»octi und .Hijip 5)urra-Rufe empfingen den Kaiser. Tie Kapelle spielte die Nationalhymne. Der Regatta- Ausschuh mit seinem Präsidenten Geh. Kommerzienrat Georg W Büxenjtern ging an Bord. Unter erneuten Kundgebungen des Publikums passierte die „Alexandria" die Tribüne und ging zum Start, um den Kaiseroierer zu begleiten. In diesem Rennen liefen tunt Boote. Erster wurde der Mainzer Ruder- v er ein (wie^i-m Vorjahres, zweiter Berliner Ruderklub, dritter Rndervcrein Sturmvogel-Leipzig. Tie „Alexandria" fuhr dann, !vie immer, hinter den verankerten Luftfahrzeugen herum und begleitete den anderen Kamps der Zwei-Achter, in welchen der Berliner Ruderklub siegte. Nachdem der Kaiser daraus an Bord die Siegermannschaften des Mainzer Kaiservierers empfair- gen und ihnen den Preis ausgchändigt batte, sah er den akademischen Vierer, der von fünf Booten bestritten rourde. Als erster ging der akademische Ruderklub „R h e n u s" -Bonn durchs Ziel, als zweiter der akademische Rudervcrein-Berlin und als dritter die Ruderriege „A. T. B." Berlin. Die Bonner Studenten emvsingen ihren Preis gleich vom Bord der „Alexandria" in ihr Boot hinein. Um 5 3 ,i Uhr dampfte die „Alexandria" zur Mündung des Teltowkauals. wo der Kaiser das Auto bestieg und über Berlin nach dem neuen Palais zurückkehrte. * # 39. Ernser Saif err egtrtfa. , Iungmunn-Einer. Preis des Regatta-Komitees. 1. Gi-eße- Nudergesellschaft (K. Jödt). 7 Min. 441/5 Set., ^ R". Rhenama Koblen- (E. Meyer) 7:49. 3. Frankfurter Rg. Germama (A. K-raft). Mit 2 Längen gesiegt. — Zweiter Vierer. ¥£*£.*>« S^rdt Gms. 1. Kafteler Rudergesellschaft * '~j hf -"9 wachsen Hausen. achsenhaui'en bei 500 Meter und Kafteler Rg. kurz vor dem Ziel aufgegeben. — Junior-Einer. Damenpreis. 1. M a i n- rer Rudergesellschaft (PH. Schmidt) 8:002/,. 2. Kafteler Rg. iL. Kern.) 8:05. Sicher gewonnen. — Lahn-Vierer. Emser Quellenpreis. 1. Gießener R u d e r g e s e l l s ch a f t 7:16. 2. Rv. Ems 7:20. Nach Kampf gewonnen. — Jungmann-Achter. Preis von Nassau. 1. Ruderverein Fechenheim 6:32Vv 2. Frankfurter Rg. Germania 6: 42. — Senior-Einer. Preis von der Bäder- lay. .1. Frankfurter Ruderverein (&. Düring) 7:44. 2. Mainzer Rudergelellschaft (PH. Schmidt) aufgegeben. — voch- schul-Vierer. Hochschulpreis. 1. Münchener Ruderklub 7:7-/,. 2. Gießener Rg. 7:8-/,. schönes Rennen. Gießen führte in prächtiger ?zahrt bis etwa 100 Meter vorm Ziel und wird um kaum Bootskastenlänge überholt. — Junior-Vierer. Preis der Kurver- waltung l. Frankfurter Rudergesellschaft Germania 7:10, 2. Gießener Rg. 7:11, 3. Limburger Rv 7-25 — ^ungmann-Vierer. Preis von der Lahn. 1. F r a n k f u r t e r R u - d e r g e scllschaft Sachsenhausen 7: 08*/,, 2. Rkl. Rhcna- nia Kvb.enz <: 26 4 / 5 . Leichter Sieg. — Enter Achter. Preis des deutschen Ruderverbandes. 1. Kafteler Rudergesellschast. 2. Rg. ^achienhaujcn, 3 tfranfrurtcr Rg. GScrmanui. Nach fd)m süifftcu Vorlaut das Füsilicrrrgrmcnt Nr, 35 in 2:01,1. Im 1500 Meterlausen für Offiziere wurde im ersten Vorlaut erster Leutnant Gisse in der Zeit von 4 Minuten 35,8 Sekunden, zwci- ter Leutnant Weiß, driuer Fähnrich Tietmann, vieiler Hanoi mann Roßlcr, sünsrer Leutnant Wenzck, sechster Fähnrich Klars, iiebenter Leutnant v. Losper, achker Leutnam Freiherr v. 2thele, neunter Leutnant Kratz, zehnter Leutnant Schorn. Im zweiten Vorlaus war erster Leutnant Hosjmanu, Zeit 4 Minuten 35,7 Sekunden, zweiter Leutnant Ruvprecht, dritter Leutnant Schultz, vierter Leutnant Baller, fünfter LeutnauL v. Haugg, sechsier Leut nant Kaiser, siebenter Leutnant Stricker, achter Leutnant Spuck Hofs, neunter Leutnant Schultz, zehnter Leutnant Wachomuth. Im Manuschasts-binüernislauieu übetr 800 Meter siegten die vier besten Mannschasten des Gardetrain mit 3:3,2 Minuten, des In santerieregiments Nr. 20 mit 3:13,7 Minute», des Inianterie- regiments Nr. 26 mit 3:16,4 Minuten und der Gardevioniere mit 3:17,2 Minuten. Besonders interessant wai das 300 Meter schwimmen der Offiziere im Fünfqang. Erster wurde Oberleutnant Prinz Friedrich Karl von Preußen mät 5,43 Minuten, zweiter Leutnant Patheigcr mit 6,4, dritter Leutnant Thelen mit 6,14. vierter Leutnant Jahn mit 6:26,8, fünfter Leutnant Wenden- burg mit 6:27,4, sechster Leutnant bolz mit 6:28,2, siebenter Leutnant von Buschmann mit 6:30, ackuer Leutnant Montetou mit 6:37, neunter Leutnant v. Stenglin mit 6:37, zehnter Leut nant Messer mit 6:44,4. Universitäts-Nachrichten« -— Die sechzigjährige Doktorjubelfeier begeht am 10. Juni der Senior der balleschen medizinischen Fakultät Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Theodor Weber. Ter ausgezeichnete Internist, ein geborener Leipziger, steht im 85. Lebensjahre. Die Armeewettkämtzfe. Berlin, 6. Juni. Zu dem heutigen ersten Tage der Ar- rneewettkamvte waren einige tausend Osttziere und Mann- täte.iten der Armee und etwa 200 von der Marine crschicrom. Anwesend waren n. a. Prinzessin Friedrich Leopold, General- jeldmarschall von der Goltz, Generaloberst von Kluck und der wnrt- tembergische und sächsisckzc Militärbevollmächttgte. Von den Vor- tithrungen seien genannt: Freiübungen, das Turnen von Unter- otHiiersscknllern aus ^Potsdam, das Turnen der Kadetten aus Großlichlerselde und das Schaugewehrsechten des Lehrinsanterie- bataillons. Die etiqentlichen Wettkämpse bildeten: Wcttjpruna für Omziere, wobei im Vorlaut in Gruppe 1 erster wurde Oberleutnant Perl-Mückenberqer mit 6,03 Meter, zweiter Leutnl v SarSdorf Mit 5,93 Meter, dritter Leutn. Roth mit 5,61 Meter g.er Vorkamps der Gruppe 2 ergab: erster Leutn. Schulz mit 6,12, zweiter Leutn. Schultz mit 5,79, dritter Leutn. Büttner mit o,72 Meter. Es folgte die 10mal 100 Meter-Stasetle für Mannichaslen. Im ersten Vorlaus siegte das Jmanierieregiment Nr. 26 im der Zeit von 1:59,6 Minuten, im zweiten Vorlaut das El-tsobethenregiment in der Zeit von 1:58,4 Minuten, lm drttten — Der Botaniker Geheimrat Pros. Dr. Paul S o r a u e r, Privaldvzeut an der Berliner Universität, vollendet am 9. d. Mts. das 75. Lebensjahr. Luftschissahrt« — Ein Flugzeug — für 60 Passagiere! Ten Russen ist es anscheinend Vorbehalten geblieben, den ersten Versuch der Konstruktion eines Riesenflugzeuges zu unternehmen. Aus Moskau kommt die Nachricht, daß der bekannte russische Flieger und Flugzeugkonstrukteur Sikorski gegenwärtig an dem Bau eines gewaltigen Flugzeuges arbeitet, das bestimmt ist, auf jeder Fahrt nichts weniger als 60 Passagiere in die Lüste emporzuführen. Sikorski hat seit einiger Zeit den Bau von Riesen slugzeugen zu einer Art Spezialität gemacht: >» Fliegerkreisen ist er durch die Konstruktion seines Aerovlans bekannt geworden, das als das größte und stärkste Flugzeug gilt, das bisher nebant wurde. Im vergangenen März unternahm Sikorski in Petersburg mit diesem Aeroplan einen Ausstieg, bei dem er 16 Passagiere und einen Hund mituahm und 1>; Stunden in den Lüsten blieb. LingesanSt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 6. Juni. Der größte T>nl unserer hiesigen Herren Hausbesitzer zeigt beim Vermieten seiner Wohnungen einem kinderreichen Familienvater eigentümliches Entgegenkommen. Wenn ein derartiger Mieter eine Wohnung mieten will, so fragt man ihn zuerst: wieviel Rinder Iiaben Sir? und wen» dann der Mieter eine ziemlich große Anzahl angibt, dann schreckt der Hausherr mit einem Achselzucken zurück. Trotzdem der Äolmungsuchende bisher seine Miete regelrecht bezahlt hat, zieht er gesenkten Hauptes von dannen und denkt darüber »ach, was er mit seiner Kinderschar aiisangeir soll, um sie glücklich unterzubrmgen. An der einen Stelle schreit man über den enormen Geburtenrückgang und an der andere» Stelle will man der kinderreichen Familie noch nicht einmal ein Obdach gebe», scher zeigt sich's wieder, wie dringend notwendig es ist, daß die Stadtverwaltung eingreiit, »m durch billige» Land orwerb gesunde Wohnungen sür die Minderbemtttelten zu schaffen. tZum Schluß möchte ich doch an die Herren Hausbesitzer die drin gende Bitte richten, daß sie auch den kinderreichen Familien ihre Wohnungen zur Veriügung stellen und bedenken, daß ihnen in einer großen Anzahl Fälle keinerlei Nachteile dadurch erwachsen. H.B. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, d«u g. Juni 1811: Abnahme der Niederschläge und der Bewölkung, etwas wärmer, nördliche bis nordöstliche Winde. Letzte Nachrichten. Vorbesprechungen zur Klein ha ndels-Enguete. Bert in,.8. Juni. Am Dienstag sinket im Reichsaml deS Innern eine Vorbesprechung über die zu veranstaltende Kleinhandels-Enauete statt, zu der fünf Reichs- und fünf Laiidtagsabgeordnete, Vertreter des Deutschen Handelstages und füns Erwählte anderer wirtschaftlicher Körperschaften eingeladen sind. Bei der Besprechung werden zunächst lernt „Berliner Lokal- anzeiger" die mannigsachen Schwierigkeiten zu erörtern sein, die sich der Beranstallung einer Kleinliandels-Eiiguete im Hinblick aus den Umsaug des Arbeitsgebiets entgegenstelleii, und es toird ferner zu prüfen sein, ob von der Enauete de» Erwartungen entsprechende Ergebnisse zu erreichen sein dürsten. Das Herzogspaar von Brau »schweig. M ü N ch e ii , 7. Juni. Das Herzogspaar von Braunschweig und der Erbprinz sind gestern abend 1-11 Uhr nach Gmunden abgercist. Für ickiwächliche Kinder u. Magenleidende ist das altbewährte Ncittc sche »indermebl eine leicht verdauliche, wohlschmeckende und gern genommene Nahrung, luetche die tilörverkräste heb: und Verdauungsstörungen verhütet. Probe und lllnstriorte Broschüre kosten- stet durch 'Jicitle'ä Kindermehl-Gesellschait, Berlin W. 57. |850ss 5 Zimmer )n meinem Heslian Liebig- ilrafle 8# ist noch die I, Etage, leilehond aus 5 Zimmern nebst iHcm Zubehör per 1. Oktober u vermieten. Näheres 8. ■aanspach, Aliceslr. 22. 3 Zimmer Sch. 3-Z.-Woiia. m. Küchel.Et. Gas u. eh Licht atsb, z, verm. Nah, Franklarter gtr. 31. | Verschiedene | 04668] Teil meiner Wohnung Alicestratzeliip. 4—6 Zimmer, Küche, Gas, Elektriich, Garten rc., per 1. Oktober zu vermieten. Toni Ti lbcreiien. llicestr.IN^bou antor, 2 Zimmer u. großes »ger per 1. Qkt. zu vermiet, aber. Aliccitr.2^ u. 31.W IciiicWvhiulilli^ebonL verl. Frau ob. kinderl-Edep. fl. Reiniflunfl der Bureau- ume unentgeltlich abzugeb. 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Poppert. 86868 „Ich mußte mich vor2Jahren ani Hals wegen einer Irilzen- anschmeilung overieren lassen. Tie Wunbe ist längst vernarbt, trotzdem waren die Drüsen im Januar wieder stark angefchwollen.Ausärzii. Rai trank ich Althnch- horstcr Hark-Spriidcl Starkqnclle iJoo - Eisen- Mangan-Kychsaizaueiici.Der Erioig war überraschend. Schon nach 6 Fl. waren die Drüsen zu meiner gröhie» Freudebölligzurückgegangcn Ich werde den Markiprudel immer trinken, er schmeckt brach,voll. wirkt avvclita»- rcgcnd, verdauungfördcrnd und bluwerbeffernd und bekommt mir viel besser als Lebertran, den ich früher trank, k>. ffl." Aerzli. warn, cimii. ,'vl. 60 u. !v> 4'f. in der Nnivcrstt. »ivoti,.. Hirsch Avoibckc u.in den Drogerien Seidel, W. Kilbingcr. 2l. Noll, S. Schaas, Ernst Noll und Emll Snchbach. Statt. Xarfen l-o» »r /Riiaiss Heller Rudolf Doepfer Finanz-Aspirant Verlobte Juni 1914 Giessen r Die glückliche Geburt einer gesunden TOCHTER zeigen hocherfreut an Prof. J. G. Mönckeberg und Frau Tido Mönckeberg-Riegel. Düsseldorf-Obercassel, 5. Juni 1914. Kaiser- Wilhelm-Ring 24. Konkursverfahren. lieber den Nachlaß der am 8. März 1914 zu Gießen verstorbenen Johanna Rothenberger daselbst wird heute am 6. Juni 1914, vormittags 8 llhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der seitherige Nachtaßverwatter L. Althoff zu Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkarsforderungen sind bis zum 22. Juni 19l4 bei dem Gerichte anznmelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Bcibehal» timg des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigcr- ausschusses und cintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angcineldcten Forderungen auf Montag, den 29. Juni 1914, vormittags 8 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. Allen Personen, ivclchc eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgcgeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu'leisten, auch die Verpflichtung onscrlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sic aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20. Juni 1914 Anzeige zu machen. 6WöL GroßherzoglichcS Amtsgericht in Gießen. Bekanntmachung. In unser Gcnossenschaftsregister wurde heute eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 10. April 1913 ist die Genossenschaft umgewandclt und die Firma geändert in: Spar- und Darlehnskasse, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht in Lich. Die Haftsumme beträgt lOOO Mk., die höchste Zahl der Geschästsantcile, auf welche sich ein Genosse beteiligen kann: Zwei. Statut vom 3. Juni 1914. Die Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft im Gießener Anzeiger. Lich, den 5. Juni 1914. 69381 » Großherzogliches Amtsgericht. liefert in unübertroffener Ausführung, vornehmer, matter Glanz, tadelloser Sitz, keine ranhen Ränder Grosswäscherei Edelweiss Sckfltzenstrafte 12 Giessen Fernsprecher <4*7 Annahmestellen in Alsfeld, Butzbach, Henchelheim, Lollar. Wetzlar u. Wieseck. — Regelmässiger Fuhrwerkverkehr nach Wetzlar und Butzbach. Tägl. Post- u. Bahn versand. Im Aus-Verkauf Tischlinoleum, Linoleumieppiche. Türschoner aus Zelluloid. a Tapetenhandlg. Benner, < >ti»nrrt V- Schutz geg. ^11101(1 Motte» 20 Ps. Adler-Drogerie, Seilero- wea 39, Otto Schani. 6630 Prim Mjes-Hcriiigt Prima hall. PMjcrii'lgc Prima marin. Heringr Prima Maltii-kartiMln Prima A Wirr Wedeln cmvsichii billigst. |Gg. Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Gegenüber d.Engel-Apotheke Rabattmarken-Ausgabe. Erdbeeren täglich frisch eintreffend,empfiehlt W. Hankel, Neuen Baue 7/ Teleph. 612. (6812 Feuerwehr- Kapelle (G F. F.) übernimmt Musik bei allen Festlichkeiten. Grössere ! 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