Hr. |50 Nettes Blatt Erschein« 8ch nnt Ausnahme de« Sonntag«. |64. Jahrgang Di« „6i«fcoRT LmmtirntlöNrr" werden dem »2>«zeiger" vwunol wöchentlich beigeleat. da« „KrefjHod füt «cb Kreis ftiefcor zweimal ««chrecktich. D« ,D»Bö»ietsch-f!lsihrll Set,, reichen,«n nionatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen Zamrtag, 6. Juni |9|4 Rolationsdruc? und Verlag der Brühl'scherr Universitäts - Buch- und Sieiudruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktu)n:e^DH2. Tel.-Adr.:Anze,gerElesen» Spaziergänge durch die Gelverbeaurftellung. rv Bergbau de s G r o ß he r z o g l n m s Dessen. Di« Gewerbe-Ausstellung Osiest-n 1914 ist den hessischen Berg- hautrrederrden ein willkommener Anlatz gewesen, den gegenwärtigen 'Stand und die wirtschastliche Bedeutung ihrer Betriebe einmal IN ^wrm «ner SammeloUmstellung der wnteren Okffenllichkni vortu südreu. Dieser A-nsstelluiig ist denn auch ein kleiner Führer nni aul Weg gegeben worden, der chcht blau einen Katalog der au? gesellten Gegenstände, sondern daneben auch, allerdings in gedrängter IW™, einen lleberblicl über dam Werden und Wesen, de« hessischen Bergbau« bieten soll. Mannigfache Ouellen 'standen brersnr, wie aum dem Vorwort hervorgehr, zur lin Lothringen und ubertchteiien tonn und will sich der hessische Bergmann, wie es tu dem von Bergrat G Köbrich ini staatsverlaq herausge- gcheivn kreislichen Führer bertzl. Nick, messen. Doch sollen sinne Berussgenoisen in anderen Ländern deshalb nicht gering von ihm denken Denn was er »örberl, ist null! schlecht, und im Vergleich der Grone dem Landes auch nicht wenig. Ter Betrieb ist in un verlenndarer Eutnrnkluna begriffen Unsere hetsischen Londmleuie aber können vier leben uud lesen, datz der wirtschajtlichc Wert dem hessischen Bergwesens für dam Land recht bedeutend ist, daN schon viele Millionen hier dem sargen Basaltbvden dem Bogelbergm entrungeii und den srüher fOndRDÖrflid) armen Doriern zugute gekommen sind und daN noch me! niehr an solchen schätzen der Erschließung harren sae körinen aber auch lernen, datz der Bergmann keinen Grund hat, in ialscher Bescheidenheit die wirtschastliche Bedeutung seiner Arbret tontet derienige» anderer Erwerbmzweige, selbst nicht ein anal hinter der des Landwirts zurückzustellen, denn die Mengen, die der obeihessische Bergbau jetzt sährlich liesert, können sich neben den Mengen der landwirtschastlichen Erzeugnisse Oberhessens durchaus sehen lassen. So nmrdrn dem Führer zufolge erzeugt su Obcrhessen nn Jahre 1911 1913 Getreide .......... 191263 t 218 .->70 t Kartogetn.......... 256 821 t 391 172 t öeu, etnsrhliehllch Klee und Luzerne 232 488 t 393 024 t B r ffitirf o h l e »....... 231 601 t 174 563 t Grs«irer «e........ 360 178 t 400 241 t Der SBrrt der Bergwerksvrodukuon betrug im Jahre 1911 4-44C*690‘-UKarF, tnr Jahre 1913 4 626 959 M«rrck Vergleichsweise sei.erwähnt, da^dir Äunaltzne aus Holz und Nntzrrnhe in den Do iaauiulwaldungen der Provinz Oberbesten im Jahre 191 l mrr 2.609 533 Ms. betrug. Erst unter Zurechnung des Pruttoerlöses der oberhestischen48e«aeiudewllldunget, mit 2 166 864 Mk. überbolt der Rohertrag der oberbcssischen Forstwirischast >4 766 397. Mk.) deuieuiqrn dem Bergbaues um ein Geringes. Der Wert der tähr- lnhen Effenerzvrodnktwn Oberheiienm ist dopvett so groß n»e der Gesamtwert der jährbichcu Obsternte der Provinz. Berücksichtigt man datz in den obiMn Zahlen der Mo-ntanproduktion noch nicht ent- hüten sind die Gewinnung bon Ocker, Baurit, Kieselgur und die aus der Mntzung der zahlreichen Heil und Sanerguellen erwachsenden Werte, so tritt die hervorragende Bedeutung der Bodenschätze sür das gesamte Wirtschastslcben der Provinz Obechcssen erst an das rechte Licht. Aber auch über die Grenzen Hessens hinaus ist die oberhessische Montarrprodnknon keineswegs ohne Bedeutung. Hessen nimmt nach seiner Größe und Bevölkerungszahl die siebente Stelle unter den deutschen Bundesstaaten ein. Mit seiner Eiscncrzsörderung dagegen rückt es an die dritte Stelle, die ihm allerdings in den allerletzten Jahren von Bayern streitig gemacht wird. Dabei stehr der Wert der hessischen Eisenerze erheblich über den, Reichsdurchschnut. Bezeichnend für den Umfang der oberhessischen Eisenerzproduktion ist die Tatsache, Hatz Oberdcsjen mehr Eisenerze särdcrt als iedes einzelne der benachbarten preutzischen Lahnreviere Wetzlar, Weil - bürg und Dlllenburg, die ein allgemein bekanntes Bergbaugeb,et darstcllen. Der Braunkohlenbergbau Und die Salinenrndustrie Hessens nehmen mu ihrem llmsang ziemlich genau die den, Lande nach Grötze und Bolkszahl .zukomniende stelle cm, sind also ledenialls nicht unbedeutend. 'Der Brannkohlenbcrgdon verdient eine weitere Entwicklung besonders: denn seine Bctriebsgrundlagen sind gesund und erireulzch, und nur Vorurteil steht der Einführung des Braun- kohlrnbrandes in die industriellen Betriebe hindernd entgegen. Man hört nicht selten den Vorwurs, der Bergbau werde durch uichthkssische llnlcrnebmcr betrieben, und seine Früchte kämen daher nicht dem Hessenlande zugute. Hiervon ist nur richtig, datz in der Tat im Lande selbst leider nur selten sich Leute linden, die den einheimischen Bergbau fördern und belreiben. Nicht richtig ist die Darstellung, als habe das Land keinen Nutzen vom Bergbaubetrieb. Vom Rohertrag der Bergwerke Oberkestens slietzen rund 60"» in Form von Barlahn und Versicherung»- und Wokljahrtsausgaben den beschäftigten Arbeitern und Beamten unmittelbar wieder zu. Für Grundermerb und Grundenlschädigung werden sährlich etwa 2,6»» ausgcwendet, die naturgemätz ebenfalls im Lande bleiben. Ebenso hoch etwa ist der Aufwand an Steuern, die dem Staat und vorzugsweise den Gemeinden zugute kommen. Der Grubenholzbedors verzehrt trotz dem weit verbreiteten Tagebaubetriebes 4,1 «» des Rohertrags! das Holz wird säst ausschlictz- lrch in Hessen gelaust. Für andere Materialien weiden etwa 12°», iür Neuanlagen etiva l0°» anzusetzen sein, von denen asterdings ein Teil — Maschinen, Aulbereitungsapvaratc usw. anher Landes geht, ein anderer Teil, Bauholz, Mauersteine, Fährlöhne usw., aber zwvisellos im Lande bleibt. 'Alles in allem kommen also vom Bruttoerträge des hessischen Bergbaus rund 80«» dem Hessenland und seinen Bewohnern unmittelbar wieder zugute, dam sind bei einem Berkausswert von 4 686 959 Mart im Jahre 1919 rund 3,7 Millionen Mark. Nicht selten wird den Bergbautreibenden andererseits bar geworfen, datz sie das Land und seine Mineralschätzc weithin mit Bergbauberechtignngcn bedeckten, die nur vaoicrne Rechte dar- ftellten und dem Grundesgemümer eine ständig drohende Störung, anderen Bergbaulustigen eine unerwünschte sperre, niemandem aber ein Nutzen seien. Die Zahl der Bergwerksverleihungen in Obcrhessen beträgt zurzeit rund 1400. Davon lauten aus Eisen- und Manganerze rund 1188, auf Braunkohlen rund 175, aus andere Miniralien der geringe Rest. Bon den Eiscn und Mangan- crzgruben sind bisher mehr als 10 Prozent in Förderung gewesen! ein sehr beträchtlicher Prozentsatz, wenn man berücksichtigt, datz es schon wegen Arbeitcrmangcl gar nicht möglich wäre und vor allem nicht im Interesse der übrigen Beruse läge, alle Bergwerke oder eine große Zahl aus einmal in Betrieb zu nehmen. Auch ist es »nil !dem Heiaussördcrn der Erze nutzt gAan! sic müssen auch abgesetzt werden. Und dies kann bei Alassenangebvt nur zu Berlustpreisen geschehen. Ter Eisenerzbergbau ist gewißlich noch der Steigerung fähig. Er bcsinbet sich zurzeit in eruer sehr gestruden Entwiiklrrng, die man sördcrn, aber nicht icherstürzen soll. Im Jahr 1856 wurde die obcrheffische Esten und Man ganerzsSiderung — Unter Ausschluß der letzt nrcht mehr hessischen LandestaUe — aus rund 28 000 t im Wert von 611000 Mi. geschätzt. Jetzt nach ungefähr 60 Jahren bat sich die Menge versüni zehnjachl, der Wert vcrsrebentochl. Letzteres 'erklärt sich damit, datz man jetzt nicht mehr bloß die rcühstzen Erze gewinnt, sondern auch die Dinrchsthistttserzc noch nutzbringend verwerten will. Auch her den Braunkohle» ist es wearger die Unnrögtichkest des Färderas als vielmehr die Schwierigkeit des Absatzes, dre der sofortigen starken Erhöhung der Kohlenproduktivn entgegensteht. Die wirtschastliche Bedeutung der Wetterauer Braunkohle möge durch einige statistische Eingaben ersichtlich gemacht werden. Der Braunkohlenbergbau ist in Dessen letzt etwas über 100 Jahre alt. Seit 1859 sinh 9 435 000 t Braunkohlen aus den Gruben der Provinz Obertzcssen gewonnen worben. Wenn man berücksichtigt, datz. in den ersten Jahrzehnten des bongen Jahrhiinderts tue Produktion sehr gering war — sic betrug zum Beispiel von 1859—1874 nur 612 000 t — so wird man nicht sehr fehlgreisen, wenn man die gesamte bisher aus oberhessstchen Boden entnommene Braunkohle aus 10 Millionen Tonnen schätzt. Eine nanihaste Produktion haben mir erst seit 1875, Sie betrug in den neun Jahren 1905—1913 3 650000 Tonnen, und wird am Ende dieses Jahrzehnts aus 4>» Million Tonnen gestiegen sein. Der Wert her seit 1875 geförderten Kohle beträgt rund 25 Millionen Mark. Die Frage, wieviel Braunkohlen etwa noch iür eine künftige. Gewinniing in der Provinz vorhanden sind, ist von der hesstschei, Bergbehörde nntersuchi ivorde». Ae linker- snckiung hat ergeben, das-, gegciiivärstg sn Lberbeslen, durch Aui- schlüsse sestgcstelti, noch 117 Millionen Tonne» gewinnbare und 83 Millionen Tonnen möglichcrweise geivinnbarc Braunlohlen oorlsande» sind, so daß selb» bei 'Annahine einer »och nie er- rcichien Förderung von t Mitlio» Tannen im Jahr der Braunkohlenbergbau noch 200 Jahre bestehen kann, Man beginne de» Rnndgang tnirdi die Halle vom Eingang ans nach 1 1 il km herum. Die Längswand »chmen hier zunächst die 2l„sstclter 1 -3) rin 'An der Ostebelwond iiiid an dem daber gelegenen Ende der Mittel-Insel stellen die Braunkablcnwcrke s5—9> aus. Man besucht dann durch den geradeaus sichtbaren Stollcneingang das Braunkoblcnbcrgwerk, dam man durch den anderen Stollen verläßt,' um wieder in ine Halle zu gelangen Hier besindet man sich inmitten der Eisencrzausstellcr. An der Giebelwand folgen die Ausstetlungsloten der salmen und Ouetlen, an der anschließenden Hälfte der Eingangs-Längmwand sowie aus der Mittel-Insel Mafchsneniobriken, Hütten und .lieselgiir und Bannt. DieGrotzherzogliche n Beighe Hörde »Darm st adt stellen aus I. Beim Bergbau gefundene 2llteNümcr! 'Arbeits- Werkzeuge, Münze», Waisen vom Gefecht bei 'Atzenhain 21. März 1761). Haspel ahne Estenteile, römische Münzen, Probe von Gold aus dem Flntzsand der Eder, stcinsalzbohrkern aus der Trcsbolrung der Bohrgesellschast Hessen bei Psordt a. d. Fulda u.«. a.! wie bildliche Darstellung des Ertrags und der Worten des hessischen Bergbaus, Graphische Darstellung der 'Arbetterzahl und der Unsallzahlen und Unsaltnrsachcn im Braunkohlen- und Erzbergbau Hessens 1886 bis 1913 u v. in. Tie Grobherzogliche theologische Landesanstalt, Darm st adt bringt geotogisckie üaNen, Blätter Gießen und Atlendors, die besonders beachtenswert sind als erster Ausanq einer moderncii geolvgisckwn 'Ausnahme des Bagessberger^Basalt- massivs sowie der damit in Berührung stetundcn tertiären schichten und der Tektonik des ganzen Gebiets. Das Mineralogische In st, tut der Grotzherzog- tichcn Londesuniversilät Gießen, Ludwigstr. 23, stellt in der Hauptsache eine Sammlung von Schaustücken ober- hessischer Mineralien aus. Otto Fcnnel Söhne, Werkstäite iür geadänschc Instrumente in E a s s e l, stellt verschiedene Gruben-Nivellierinstru- mente aus, sowie Grubenkomoasse wo. a. — Die Gewerkschaft Messel stellt Rohkohlen, schlacken, roh und behauen sPartalbaui, auch schlackcngrus als Füllmaterial für Zwischendecken, Schlackensteine, Desstllalianmbrodukte und eine Darslellnng des ?Iiitc>ls der einzelnen Produkte am Rohmalerra! aus. Tie Grube „Salzhäuser Bergwerk' bei Gcitz-Nidda bringt Rohkohlen und Holzstückc au» den, Kobkenlagcr, Versuchs- briketts, Schaukasten mit Pilanzenabdrücken ans der^ salzhäuser ktohle und anS deni Ton von Wicscck lLeibgabe des senkenbergi- schen Museums zu Frankfurt durch Herrn Mm stern-Franksurt.i Die Fürstlich Solms-Braunselsschen Braunkohlengruben ber Wöllersheim u. Weckeshemi haben Rohkohle, Preßsteine, Sargcrrisse durch die Gruben und eine Darstellung eines unterirdischen 'Abbaues lgemeinsam mit den übrigen Brauirkohlen- gruben von Oberhessciii ausgestellt. Tic Grotzherzogliche Braunkoblengrnbc Ludwigschoss- nung bei Wölfersheim bringt Rohbrarrnkoble, Fuubstürke aus dem Lager, Braunkoblenpretzsteine, schlalkenleichtsteine, sowie Ucbersschtsblan des Verteilungsnetzes sür den elektrischen Strom, und Ansichten des Kraftwerks und der Grube Lndwigs- hossnung, Tarstcllimg eines unterirdischen Abbmies lgemeinsam mit den anderen Braunkohlengrubeni. Die G e w e r k s ch a s t F r i c d r i ch , ist mit Stavel Briketts. Ligniistückc aus dem Kohlenlager und einer Darstellung eines Abbaues unter Tage (gemeinsam mit den anderen Braunkohlen- grubeni vertreten. Tie WächtcrsbacherBra un kohle »werke stellen im vorderen Raum des unterirdischen Braunkohlenbergwerks ^Rob- braunkohle aus der Grube und in verschiedenen Körnungen, Schaustücke aus dem Lager, Analysen und Bcrgasungsberichte, sowie die Darstellung eines unterirdischen Abbaus (gemeinsam mit den ober- hessischen Braunkahlen-VfrubenI aus. Von den Braunkohlengruben Ober Hessens unh der Grube Winterfrcudc bei Wächtersbach ist gemeinsam Fraucn-Run-fcba«. Wie die Norwegerin ihr Wahlrecht benutzt. In diesen Tageii der Erörterungen um das Wahlrecht der ßam scheint es angebracht, die Arbeit zu betrachten, die die Frau in einem Lande vollbringt, das ihr das Wahlrecht eingeräumt hat. Seit nunmehr sieben Jahren besitzt die norwegisck>e Frau das Recht tzunr Wälstcn! damals war cs ein beschränktes Wahlrecht, dos von der Höbe der Steuersummc abbing, aber die mit der Gewährung des Stimn,rechtes gemachten Ersahrungen müssen günstig gcwelcn sein, denn erst im vergangenen Jahre beschlotz^das norwegische Parlmneni die unbeschränkte Erweiterung des Stimmrechtes aut alle Frauen im 'Alter von mehr als 25 Jahren. Leon Eonsell har nun eme Führenn der norwegischen Frauenbewegung, die bekannte Journalistin Frau Ella 'Anker, ausgesucht und über die 'Wirkungen des Trranenwahlrechtcs besragt. ,SÄr Norwegcnnnen alle sind aul unsere Männer ltolz. Denn indem sie unsere Atitarben annalnnen, beivicsen sie Gerechtigkeitssinn, Mut und Vertrauen zu unserem Temperament! sie wußten, datz Frauenrechte uns nicht hindern würden^ Frauen zu bleiben. Unsere Männer sürckstelen nicht, datz die Frauen ihre beiligen Pfhichien als Mutter und Gattin vernachlässigen könnten, die Märmer selbst wollten den 'Frauen den Blick aus größere Gesichts- Krise erösfnen. Tie norwegischen Frauen haben ihre neuen Rechte nrit Freuden ergriisen: in den Städten war ihre Wahlbeteiligung sogar größer als die der Männer, 73 Prozent der wablberrchtiglen Fronen gegenüber 72 Prozent der Männer. In den ländlichen Gegenden find wir freilich noch nickst so weil, aber brer wird Un- rerricht und Erziehung srucktbar wirken " Wozu habcn^nun die norwegkslden 'Frauen ihr Wahlrecht benutzt 2 „Glauben sie nicht, datz i»e Frauen ihren Einilntz dazu verwendeten, imParlament sine Frauenpartei zu begründen, sie ivählen und stimmen imc die Männer nach ihrer Ueberzeugung und gehören allen Parteien an. !Ank dicke Weise beeinslussen sie da» Programm der Parte, am besten. Die erste gute Wirkung unseres Eintrittes in die Politi, war, datz wir den Einfluß der Familie ins politische^ Leben hin- eintrngrn Der gute Ehegatte sieht durch seine Frau sein Stimmrecht oerdovvelt; und wo die Ehe unharnwnisch ist. heben sich die beiden Strnnncn gegenseitig wieder aus. Im übrigen hat das Wolckri'cht nie Zwist in das Familienleben gebracht. Es hat bei uns lEnmen das «erantwortungsgrsützl als 2Aütter und Gattinnen öestelgert Unser politisches Wirken galt zunächst der Verminderung der Säuglingssterblichkeit! wir haben durckgesetzt, daß alle in "tzabriken arbeitende Mütter 6 Wochen lang nach der Geburt mnes Kindes zwei Drittel ihres gewöhnlichen Lohnes werter bericben Wir hoben sür die ärmeren Volksichichtcn eine Matter- lck«stsverstcherung:vom Tage der Nrederkumt an bezieht die 'Mutter acht Wochen lung wngeiähr eine Mark, bleib, ,u v-use uud pslegl, & Und. Die Rechte unehelicher Kinder sollen erto-it-rt werden, > die Verantwortung des Vaters wird erhöht, das uneheliche Kind kann den Namen des Vaters annehmen und ist auch erbberechtigt. In der Ehe haben die Fram-n das gleiche Bestlimmingsrecht über tste Kinder wie der Vater und die Bestimmungen über dre Ehescheidungen sind erleichtert. In dieser Richtung arbeiten wir tapjer weiter, gemeinsam mit den Männern und in völliger Harmonie mit ihnen." ks. Landesvrganisation für Jugendpflege. Die Korrespondenz Frauensrogen schreibt: Das bayerische Kultusmin, sterium hat soeben beschlossen, eine Landesorganisation für Jugendpflege zu schaffen und die Bildung von Orts-, Bezirks- und Kreis ausschüi'sen anzuregen. Bei den dein Entschluß voranqebenden Beratungen waren Bertreterrnnen von Juqenüpilege- und Lehre, rrnnenvereinen und die Vorsitzende des Ortsausschusses für weib liche Jugendpflege in München zugezogen. Man beabsichtigt, die weibliche' Jugendpflege staatlicherseits in gleicher Weise zu iördern wie die männliche. Man kann nur wünschen, datz das gute Beispiel Bayerns in anderen Staaten Teutschlands Nachahmung findet, da bisher nirgend der weiblichen Jugend die gleiche Animerksam- feit zu gewandt wira wie der männlichen. tf. Die Ortszulagen der Lehrer und Lehrerinnen. Die Korrespondenz Frauentagen schreibt. Gegen die Bestimmung des Lehrerbesoldungsgesetzes, die es den Kommunen in die Gewalt gib«, die Lehrerinnen oon der Gewährung von Orts zulagen auszuschlietzen, hat sich der Verein deuischei' katholischer Lehrerinnen in einer Petition an die Unterrichtskommission des preußischen Abgeordnetenhauses gewandt. Es wurde verlangt, daß überall da, wo'den Lehrern Ortszulagen gewährt werden, ,se auch den Lehrerinnen zuerkannt werden. Außerdem wurde aus die Unterschiede in den Ortszulagen hingewiesen, die zwischen 50 und 600 Mark schwanken, und darauf, daß das Verhältnis der den Lehrerinnen gewährten Zulagen zu den b«n Lehrer» zugestandenen oft ungerecht ist. Trotzdem der Wunsch der Lehrerinnen als berechtigt anerkannt wurde, hat sich die Kommission den Anträgen gegenüber ablehnend verhalten und sie der Regierung nur als Material üderwieien. Eine Erklärung des Vertreters der Regierung wurde leider nicht abgegeben. ks Die Ausgabe sür die höheren Schülern. Die Korrespvndeiii Frauensragen schreibt! Vergleicht man die Summe, die der preußische Staat und die Gemeinde für die höheren Knabcn- und Mädchenschulen aufwenden, so zeigt sich, wie wenig ocrlstiltnis mäßig sich die össcntlichen Körperschaften um die Ausbildung der Mädchen kümmern Der Staat hat, wie gus dem letzten Etat hervorgeht, nur 5 Lyzeen in eigener Verwaltung und gibt dafür 364 930 Mark aus. Autzerdcm unterstützt er noch nicht!!,atliche Anstalbn mit einem Betrage von 1 642823 Mark. Diesen lßesamt- leistnngen des Staate» von rund 2 Millionen für die höheren Mädchelychnlen siebt eme Summe oon 19 Mllionen Mark für die höheren Knabenschulen gegenüber, ivooon 15 Millionen ^?ärk aus 251 eigene Anstalten entfallen. Etwas günstiger liegen die Verhältnisse bei der Gemeinde, sie wandte 8 700000 Mark für höhere t dchenschulen, 28 Millionen Mark sür höhere Knabenschulen aus. Tie Gesanitauiwcndung sür Preußen sür die öffentlichen höheren Mädchenschulen seitens des Staates und der Gemeinde betragen 10 Millionen, ffir die höheren Knabenschulen jedoch 50 Millionen Mark. ks. Vom' Sommerhnl Der Frühling hat uns keine Hüte gebracht, und jetzt, wo der Sommer naht, ist die Hutmode de, dem mittelgroßen Canotier angelangt. Die neuen Formen sind meistens sehr einsack, der Canotier ist seitlich etwas angehoben und besteht ans leichtem Stroh oder Satin, sehr elegante Hüte werden auch auS svitzen angcserligt und stellen sich dann als eine 'Art „Krinoline" mit leicht angehobenem Rande dar. Neben der Cano- tienorm kommt indessen auch wieder der ganz einfache 'Matrolenhut in Mode. Er ist sehr breit und ganz flach und scheint sich besonders in England einer großen Belicbthcil zu erfreuen. 'Als Garnituy verwendet man ein breites samtband, das wie ein gefaltetes Taschentuch oben auf dem Kovie des Hutes angebracht wird. Für die Canyliers sind alle Arten von Blumen sehr beliebt, doch zieht man einfarbige vor, daneben findet man nickst so häufig — auch unreife Früchte, besonders grüne Kirschen, hleben weißen Rosen, Astern, Narzissen und loesßen Seerose» und verschiedenen Früchten findet man natürlich als Garnitur alle Arten oon Bändern und besonders auch Federn und ganze Flügel. 'All diese sGarnituren sind fast ausschließlich in Weiß gehalten — schlparz lindel weniger ^Anwendung und das Neueste auf dom Gebiete des -Federschmuckes sind weiße Hahnenfedern, die man gern in eine™ Büschel hoch auirichtct und an der Vorderseite des Hutes anbringk. Schmale, zu beiden Seilen des Hutes lach in die Lust strebende Flügel werden gern zu einer 'Art Zweispitz ä la Napoleon gelärmt. Sehr elegant crfckieint auch ein Hut, der rings herum mit einen breiten Rüsche aus schwarzem Tüll garnsert ist, tobac das Ganze wie eine Art Lampenschirm wirkt. Tie Vorliebe sür Weiß in der Hutmode erstreckt sich aui die Hutnadel». Man sieht letzt vieliacki solche in Form von Pfeilen, die zugleich auch bestimmt lind, den, Schleier iestzuhalien, und mit weißen Diamanten, weißem Bcrg- krjstall, ledenialls mit weißem Knapt verziert sind. Das neueste Ereignis aus deni Gebiete der Huttnode ist die Rückkehr der ganz großen Formen. Besonders bevorzugt sind in dieser 'Art die großen Eanoners, die ebenso wie die mittlere Größe seitlich etwas ist die Höhe streben: aber auch runde Glocken sindcn ihre Liel>- lhaberinnen, ebenso wie der ganz flache, brcitk Malelot, Zu diesen grasten Hüten gehören natürlich auch große Blumen. Gewaltige Anemonen und riesige weiße Rosen werden »um sckmiuck dieier Hüte bevorzugt. dir im u lUerrrbtidicn SnmnfoWmbctrtob übliche Ab bäumet Hobe Jur 'SarfttHuitfl gebracht worden du den, eigentlichen Abbau Bntch genannt' gelangt man durch die Abbaustreckc. Diese tn im Kohlenlager selbst hergessiLlt und ist durch Türstockzimmerung gegen Zusammendrückcn (Zu- bruchegehen geschützt. Die Zwischenräume zwischen ie zwei Tür- sköcken und Kappen werden durch Tannenbolzschwarten (Piählk' gesichert Au^i den Grundsohlen wird das schrenenglcis bcicstrgt, aus dem die Förderivagen dis zum Bruch gesahren werden. Ter Bruch wird dadurch gebildet, dal! aut Ende enter lllbbaustrekle ein höherer Lohlraum hergestclll wird >,c nach der Stärke der Kohle, in der stieget aber nicht hoher als 5 Meter' und unter Abstützung der darüber liegenden Gebirgsichichten «des „Hangenden" mit Stempln der Bruch seitwärts und rückwärts erweitert wird. Tie Stempel werden so mit Brettern ,Schwarten' belegt, hast die im Bruch Arbeitenden ein Hauer und ein Fördermann, nicht von herab- lallenden Kohlenstücken getrossen werden können. Ist der Bruch so weit ausgebaut, dass ohne Gesabr keine Kohle mehr gewonnen werden kann, dann werden, so weit als möglich, die wertvollen Stenipel wieder hrrausgenominen ' Ausrauben des Bruches', wor- aui der Hohlraum nach einigen Stunden oder Tageit zusammen- bricht zubruchegehtü Pos Hangende, messt Ton oder Letteq, bricht herein und füllt den Bruch aus. Die Einbrüche pflanzen sich, da das Deckgebirge nicht stark ist — es übersteigt selten dreißig Meter bis an die Tagesoberiläche fort, dort Senkungen verursachend, die sich zuweilen mit Wasser füllen oder später vercbnet werden. Tie G e w e r k s ch a s t L o u i f e Brauneisensternbergwerke bringt das Modell einer Erzausbercitung, Lüttem Humboldt in */« der Natürlichen Grobe, Gläser und Glaskasten mit Haufwerk und Abgängen Sexberge in, richtigen Mengenverhältnis, Stammbaum der Ausbereitung Weickartshain, schematische Zeichnung der Aufbereitung Weickartshain, Prostl der Gruben Hedwig-Etchholz bei Nicder-Obmen, Profil der Grube Naugrünende Do,fmung bet Freienseen, Ansicht der Bctriebsanlagen der Gcwerhchaft (Originalzeichnung!, Erzstusen Tie E. Bartli naschen Grube» Roßbach und Ober- rosbach stellen aus! Brauneisenstein, alle Sorten, Manganerze, alle Sorten, Kakoxen, Türstockzrinmerung in Beton mrt Eiseneinlagen, zerknickte Grubenhölzer bei starkem Gebirgsdruck, Ansicht der Betriebsaniagen, stlnsicht der Werks-Kantine, Ansicht der Betriebst ührer-Wohnung. Die Trahtscilsabrik Albert Magnus. Aßlar b. Wetzlar ist durch Tralstseile verschiedener Konstruktion, die Maschinenbau Aktiengesellschait M a r t i n t u. Hilnekc in Berlin durch zeichnerische Tarsteilung einer Anlage zur unsallverhiltenden Lagerung von Benzin, ivie ’ sie für Bergwerksbctriebe zum Füllen der Grubenlampen in Gebrauch ist, vertreten. Die Gewerkschaft Luse und Ilsdorf in Gießen stellt eine Zentrisugalvumpe.m» direkt gekuppeltem Bcnzolmotor, Ansichten von Betriebsanlagen, sowie Zeichnungen aus. Tie E i s e ncrzgesclltchait »t. b. H. in Hungen bringt Braunes,en-Stückerze, Brauneisen-Waschcrz 'Rohprodukt, Braun- eisen-Waichcrz i Fertigprodukte,'Waschschlämmc, Ansicht der Betriebsanlage Bereinigter Wilhelm. Die Ei se n e r za u f be r« t tu n g System Siebel- Freygaug brrngt Zeichnungen der cuizelnen Avvaratc (Schlämm. Maschine, Fcinichlamm-Separator — Patent Frey lang) und ans- gcsührter Anlagen. Die Gewerkschaft Gießener B raun stet nberg- wcrke vornials Ferme zu Gießen, die trotz schon 70,ährrgen Betriebs im Felde noch reiche Lager ruhe» hat, so daß dre Gewerkschaft aus lange Jahre hinaus liesersähig bleibt, hat ihre Anlagen zurzeit für 200 000 t Jahressördcrung eingerichtet^ Das Vorkommen wurde vom Großherzoglichen Berginspektor Storch um 1840 entdeckt, von ihm und Hosgerichtsadvokat Briel in Abbau genommen. Das Borkomnicn, meist mulmiges Mairgan- cisenerz aus Stringozephalenkalk und Tvlomtt, ist weltbekannt wegen seiner Ausdehnung. Ausgestellt werden! Grubenbild des Gießener Braunsteinbergwcrks. Wandtafel: Agglomericranlagc. Wandtafel: Tie erste Trahtseilbahn in Hessen 1870. Kurven- karte: Absatz, Löhne usw. des Braunsteinbergwerks. Glasprosile des Gießener Braunsteinbergwerks. Stuten von Rohcrz, Dolomit, Ton usw. Bersanderzproben. Photograplsten von BelriebSanlagcn. Die Gewerkschaft Selters-Hefsen zu Gießen bringt Gesteinsproben, Mineralwasser, Prosilzcichnungen, Projekt eines Badehauses. Karl B r o d , Sprudelbesitzer in Vilbel, dessen „Victoria Melita-Svrudel", erbohrt im Jahre 1900, eine der kohlen- säurereicbsten Quellen Teutschlanhs u. neben den fiskalischen Quellen von Bad-Nanle»n, Bad Salzhausen und Schwalheim die einzige hessische Quelle ist, die als amtlich anerkannte Heilguelle durch einen Quetlenschutzbezirk geschützt und in steigendem Maße zu Badezweckcn verweilbet wird, hat ausgestellt! Bild des Bictoria- Meltta-Svrudels. Ansicht einer Badezelle im Svrudelbad Vilbel. Abbildung eines See-Zentanren ans dem Mosaikfußboden des bei Vilbel gefundenen Römischen Bades. Die Großh. Sali ncnvcr waltu ng^ Bad-Raubet m stellt aus: Tie salze, die in einem sprudelbad des Sprudels XII enthalten sind. Salinenprodukte. Bvhrkcrne von der Bohrung des Sprudels XIV (1899—1900'. Abbildungen der alten und der neuen Saline. Bildnisse zur Geschichte der Saline und des Bades Nauheim. Tic Maschinenfabrik A k t i c n g e s c 1 l s ch a s t vorm. F. A. Hart mann u. Go. in Osscnbach a M. ist durch Pläne und Photographien von ausgksührten pneumatischen Förderanlagen für Kahlen, Salz, Getreide usw., Maschinenteile, Rohre, Ventilstücke usw. zu pneumatischeu Förderanlagen vertreten. Tie Buden, Asche n Eisenwerke, Wetzlar bringen ein Hochoscnmodell mit .Gichtverschluß, ein Hochosenmodctl, dessen Beschickung darstellend, Grubenlampen, Bohrhämmer, Bohrmaschinen, Werkzeug, Förderkübel, Erze. Joh. llebanck u. Co., Frankfurt a. M. stellt aus: Eine Tiamant-Bohrmaschine mit Zubehör. (Die Maschine wird aus vorherige Anmeldung hier im Betrieb vorgesührt. Vornahme von Kernbohrungen.' Bohrkerne. Einzelteile zu Bohrmoschrnen. Grünzwerg u. Hartmann, G. m. b. H., Korkstein- sabrik, betreibt in Oberhessen die Gewinnung von Ktclelgur bei Altcnschlrrs und bei Lber-Oslerden. Sie stellt aus: Rohe und gemahlene Kieselgur in Sturzgläsern. Georg Koch, Ingenieur in Grcßen, der die Aewrn- nung pon Bauert bei Stangenrod in der Nahe von Grümberg ,( Oberhessen', teils Tagebau, teils unterirdisch betreibt, hat Bauxit und Fabrikate aller Art aus Bauxit und Alnmmtumcrden ausgestellt. U>»ivcrjitätr»Nacbrict>ten- — Tem Privatdozcnten füt Hals- und Nasenkrankbeiten und Assistenten bei Geh. Rat Pros. Killian an der Klinik für Hals- und Nasenkrankc der Universität Berlin, Tr. med. Walther A l b r c ch t ist der Professortitcl verliehen worden. — D i c Ruprecht - Karls-Universität Heidelberg zählt in diesem Semester 2668 immatrikulierte Studierende, gegen 2617 IM Sommersemester 1913. Hierzu tvmmen 179 Hörer (Hospitanten). Die Gesamtsreguenz beträgt somit 2877. — Tein ordentlichen Professor an der M ü n ch e n e r Universität, Ttreklor des botamschen Gartens und des pflanzen- phtlliologische» Instituts, Geh. Hosrat Tr. Karl Ritter v. Göbel ist dee Titel und Rang eines Geheimen RaleS veiliehen worden. — Proscssor Tr. Alfred M a a ß in Berlin hat der Universität Freiburg i. B. eine Stiftung von 200iX1 Marl zugewicsen, welche bezweckt, als Alired-Maaß-Stiftung Proscssorcn, Dozenten, Asiistcnten und Toktoranten an der diesigen Universität, sowie Studierende der Geographie in ihren wissenschaftlichen Arbeiten finanziell zu unterstützen. — Tic venia legendi für Kirchcnrccht und kirchliche Rcchts- geschichte ist in der Breslauer katholisch-theologischen Fakultät Tr. theol., jur. et vhil. Joseph Löhr erteilt worden. — Ter ordcntlick>e Professor für Chemie und Vorstand des Laboratoriums für reine und pharmazeutische Ehcmtc an der Technischen Hochschule in Stuttgart Tr. vhil. Karl v o ie Hell wurde aus sein Ansuckzen in den Ruhestand versetzt und erhielt aus diesem Anlaß das Komthurkrcuz 2, Klasse des Friedrichsordens, Fahrrad-Vertreter: Adam Kircher. [5582as KtandcsnkntsneHctf richten. Gieße». Aufgebote: Mai29. Wilhelm Klapper, Landwirt, mit Luise Möbus, beide in Laubuseschbach. - Heinrich Tauth, Lokomotiv- lübrer in Onboien, mit Lina Zabrt in Mainz. — Adoli Emil 'Rudolf Karl Trescher, Schreiner, mit Kalbarine Johanna Luch, beide in Gießen. — Juni 3. Albert Hermann Lochmann, Geschirrführer, mit Martha Friederike Marie Riedling, beide in Picsdors. — 4. Etzüstian Häuser, Musiker, mit Katharina Schilling, beide in Bntzchach Eheschließungen: Mai30. Johann Michael Hußendörser, Fabrikarbeiter, mit Katharina Martin, beide in Gießen. — Otto August Karl Ludwig Bock, Monteur, mit Auguste Viktoria Käs, beide in Gießen. — Karl Johankt Georg Hamel, Schneider, mit Anna Elisabetba Dorothea Wörner, beide in Gießen. — Friedrich Harth, Tierarzt in Alleudori a. d. Lumda, mit Emma Weigel in >ö«ßen, — Hermann Karl Bönig, Sergeant, mit Luise Wagenbach, beide in Gießen. — Hans Richard Karl Werner, Assistent der dem archäologischen Institut der Landesunivcrsität in Gieße», mit Anna Lnbimois in St. Petersburg. Geborene: Mai 24. Tem Vizeseldwebel Karl Ochsenhirt ein Sohn, Karl. — 25. Tem Kaufmann Johann Heinrich Wilhelm Joh ein Sohn, Karl Ludwig Wilhelm. — Dem Fuhrmann Peter Franz eine Tochter, Ella Katharine. — 27. Dem Kutscher Joseph Gries ein Sohn. — 28. Tem Wagenführer Karl Becker eine Tochter, Marie Ottilie. — Dem Bureaugebilsen Friedrich Nazarenus eine Tochter Eliiabeib Margarete. — 29. Tem Kutscher Justus Becker ein Sohn, Richard Friedrich. — Tem Zuschneider Adam Szezech eine Tochter, Tbeodora Margareta. — 30. Tem Handelsmann Heinrich Kreuz eine Tochter, Anastasia Theodore. — 31. Dem Telegraphen-Oberleitungsauiseher Philipp Maliern ein Tob», Wilhelm. — Juni 2. Tem Streckenwärter Johannes Weitzel eine Tochter, Karoline Marie Berta Margarete. S t,e r b e s ä l I e: Mai 30. Elisabeth Siemon, 21 Jahre alt, MMstr. 24. — 3ll Christian Nather, Kaufmann, 43 Jahre alt, Friedlichst!:. 7. Alsfeld. Aufgebote: Mai 15. Heinrich Maus, Handlungsgehilfe in Düsseldorf, mit Anna Margaretha Nceb in Schwarz, Kreis Alsfeld. — 19. Edwin Franz August Hauq, Buchhalter in Stuttgart, mit Helene Tuchardt in Alsield. 20. Heinrich Andreas Hambuch. Fabrikarbeiter in Alsield, mit Eltie Birkenstock in Zell, Kreis Alsseld. — 22. Friedrich Fries, Großh. Geometer 2. Klasse, mit Katharina stmilie Geisel, beide in Alsfeld. — 28. Karl Wall, Spediteur, mit Anna Eva Zimmer, geb. Most, beide in Alsield. — 29. Ferdinand Joseph Heuer, Medizinal-Prakiikant in Wiesbaden, mit Martha Wilhelmine Elisabetba Bettha Bcrck in Alsseld. Eheschließungen: Mai 23. Philipp Horz, Weißbinder- achilic, mit Anna Maria Kurz, beide in Alsseld. Geborene: Mai 18. Dem Knrichncrmeister Georg Ferdinand Kick ein Sohn, Erich Heinrich Valentin. — 24 Dem Herzer Friedrich Wilhelm ein Sohn, Friedrich Heinrich August — 25 Tem Taglöbner Wilhelm Ri'th ein Sohn, Johannes Otto — Tem Erdarbeiter Wilhelm Merle ein Sohn, Rudolf. - 26. Tem Fabrikarbeiter Heinrich Lerch ein Sohn, Heinrich. — 28. Tem Tag. löhner Johannes simmer ein Sohn, Hans. - Sterbe? äl(e: Mai 15 Philipp Becker, Tienstknecht, 23 .eabre alt, aus Altenburg, Kreis Alsseld. — 18. Heinrich August Höckel, Weichensteller, 45 Jabre alt. - 19. Auguste Kaspar, geb rvrcunbhrfi, 48 Jahre alt 20. Maria Elisabetba Knierim, 18 Jahre alt. — 26. Heinrich Lerch, 5 Stunden alt. Beuern. ^Eheschließungen: Juni 1. Andreas Schneider Maurer ln schlitz, mit Luise Sommerlad in Beuern Stcrbeiälle: Mai 26. Karl Jsengard, 1 Jahr alt. Butzbach. Ausgebotc: Juni 2. Karl Großhaus. Maschinenschlosser, mit Luise Oestreich, beide in Butzbach. — 3. Christian Häuser, Musiker, mit Katharina Schilling, Krankenschwester, beide in Bntzbgch. , . „ . Eheschließungen: Juni 1. Friedrich Heinrich Stein, Bahnarbeitcr in Butzbach, mit Berta Flach in Wenings. Geborene: Mai 29. Tem Briefträger Johann Peter Flach eine Tochter, Anna Marie. Sterbesälle: Juni 1. Karl Dichl II,, Schreinermeister, 60 Jahre alt. Friedberg. Aufgebote: Mai 29. Hermann Joseph Kruse, Schlachter in Büttstedt, mit Maria Antonia Gille in Hildebrandshausen. ^ Eheschließungen: Mai 30. Richard August Karl Seifert, prakt. Zahnarzt in Rüstringen (Oldeiivurg). mit Anna Maria Angelika Geißler in Friedberg. — Otto Arno Löchner, Kaitfmann in Frankfurt a. M., mit Helene Eichler in Friedberg. Sterbesälle: Mai 30. Maria Sirippel in Stärklos, 19 Jahre alt, — Juni I. Agnes Petri in Dorn-Assenheim, 21 I. alt. Großcn-Buscck. Eheschlrcßungcn: Joh. Stephan, Druckereiarbeiter, mit Margarethe Hahn, beide in Grvßen-Buseck. —- Ludwig Stcin- mütter, Maurer in Heuchesheim, mit Katharine Spuck in Großen- Bnseck, Grotzen-Linden. Ausgebote: Juni 3. Karl Belten, Bahnarbeiter in Leihgestern, mit Anna Seth in Großen-Lindcn. E b e i ch l i e ß » n g e n: Juni 3. Tr. Heinrich Gustav Adolf Weiß, Lehramtsassessor in Schotten, mit Anna Amalie Walter in Großcn-Linden. Sterbesälle: Mai 31. Peter Pcußer, Taglöhner, 44 I. alt. Grünberg. Eheschließungen: Mai 30. Ernst Wollrab, Schneider in Friedberg, mit Margarethe Elisabeth Treyling in Grünberq. — 31. Konrad Emil Christ, Buchhalter in Griinberg, mit Emilie Schlörb in Lauter. Heuchelßeim. Aufgebote: Juni 3. Ernst Rinn, Polsterer, mit Elisabethe Löber, beide in Heuchelheim. Eheschließungen: Juni 1. Albert Mandler, Taglöhner in Kinzenbach, mit Wilhelminc Leib in Hcuchelheim, — Karl Wa- aenbach, Taglöhner in .Heuchelheim, mit Susanne Bonarius in Großen-Buseck. — Hermann Seivv, Weißhindergeselle in Heuchelheim, mit Elisabeth Geisel in Gieße». Geborene: Mai 25. Tem Schreinermeister Georg Friedrich Kehr eine Tochter, Dina Gretchen. Hungen, Eheschließungen: Rudolf Theodor Karl Riese, Bildhauer in Magdeburg, mit Maria Knorr in Hungen. Sterbesälle: Adolf Schneider, Landwirt, 18 Jahre alt. Klein-Linden. A u s g e b o t e: Juni 3. Philipp Bolkert, Bahnarbeiter, mit Helene Weller, beide in Klein-Linden. Eheschließungen: Mai 30. Heinrich Wilhelm Volk, Postbote, mit Elise Christiane Jung, beide in Klein-Liaden. — Wilhelm SIdvlvh, Wagenputzer, mit Katharina Regine Marie Schwarz, beide in Klein-Linden. Geborene: Mai 24. Tem kommissarischen Eisenbahnunier assistent Heinrich Luh ein Sohn, Hans. Langsdorf. Gedorene:Dem Fuhrmann Jakob Bausch IV eine Tochter, Paula. Leihgestern. Aufgebote: Juni 3. Karl Ludwig Reitz, Taglöhner, mit Katharine Laux, geb. Wallbmt. Eheschließungen: Mai 30. Karl Binz II., Schuhmacher, mit Marie Ter», beide in Leihgestern. Karl August Friedrich Brunolte, Mechaniker, mit Maria Laux, beide in Leihgestern. Geborene: Mai 22. Tem Taglöhner Rudolf Rohrbach eint» Tochter,-Ottilie. — 24. Dem Fabrikarbeiter Franz Göbel ein Sohlt, Wilhelm. Sich. Aufgebote: Ludtvig Oppenheim^:, Viehhändler zu Holz- hausen, mit Paula Chambre in Lich. Eheschließungen: Mai 23. Andreas Karl Jensch L»- komotivsiihrer in Lich, mit Marie Bodenröder in Gießen. Geborene: Mai 18. Tem Kausmann Emil Buß ein Sohn. Karl Wilhelm. — Tem Bahnschaifner Friedrich Wagner ein sohn, Ernst. — 20. Dem Eisendreher Emil Junker eine Tochter, Gnrifie. — 21. Tem Bahnschaifner Friedrich Lechens ein 2ohw Wilhelm. — 31. Tem Metzgermeister Karl Christian Ra» eine Sohn, Hermann Heinrich. Gestorbene: Mar 3. Karl Sicr, Wwe., 80 Jahre alt. —i 26. Friedrich Lechens, 2 Jahre alt. — 30. Emma Christme Vpgt, 74 Jsiihre alt. — Konrad Ledermann, 65 Jahre alt. Lollar. Aufgebote: Juni 4. Karl Deibel II., Schlosser in Lollar, mit Anna Elisabeth Ziegler in Gießen. ^ 1 Eheschließungen: Mai 30. Earl Hitz, Schlosser, mit Eliiabetbc Kaiser, beide in Lollar. - Juni 1. Wilhelm Schupp, Former, mit Sophie Werner, beide in Lollar. — Ludwig Klinke! XI., Schuhmacher in Lollar, mit Elise Wagner in Alten-Buseck. Geborene: Juni 2. Tem Hüttenarbeiter Earl HofmannI, ein Sohn, Wilhelm. Londorf. Sterbesälle: Mar 30. Margarete Wagner, 29 Jahre alt. Schotten. Aufgebote: Juni 3. Heinrich Julius Carl, Kaufmann in Elpenrod, mit Marie Matihcs in Schotlen. Eheschließungen: Juni l. Ludwig Friedrich Schwalb, Schuhmachergehilfe, mit Anna Krast, beide in Schotten. Geborene: Juni l. Tcm Schuhmacher Georg Sinncr eine Tochter, Frieda. Sterbesälle: Juni 3. Marie Schmidt, 26 Jahre alt. 4. Johs Heck, Privatier, 79 Jahre alt. Auf der Ausstellung für Gesundheitspflege Stuttgart sind auch die Nahrungsmiltelsabriken Knorr, Herl- bronn mit einem neuartigen, geschmackvoll ausgestaiteten Pavillon vertreten, tfuorr gibt uns dort einen interessanten Ueberblick aus leine vielseitigen Nahrungsmittel, wie Hahn-Makkaroni, Käichen- Eiernudeln, Haiermchl, Aaserslocken, Reismehl, Erbswürste, Suppenwürfel uf>o„ die ja hellte überall bekannt und beliebt sind. Besonderes Interesse linden die ausgestellten Maschinen. Es wird durch diese gezeigt, in welcher hygienisch vorbildlichen Weise Knorr- Tuppen- und Bouillon-Würsel automatisch gepackt werden, ohne daß sie mit der Menschenhand irgendwie m Berührung kommen. Auch Kostproben von Knorr-suppen- und Bouillonwüricln werden kostenfrei verabreicht. Es nimmt deshalb nicht wunder, daß sich bei der Vielseitigkeit des Targebotenen der Knorr-Vavillon außcrordent- lich regen Zuspruchs crireut. _ C /,C. • «Hofapol-Hek jfrov Kopfschmerz [ !■ Ü- 8 »4*0 1 1100 D] DnftbertroRu in s. raschen u vorzüglichen Wirkung. In nllern Apotheken. führt den Schwan als Schutzmarke, weil es die Wäsche schwanenweiß macht — Zum Ersatz der Rasenbleiche nimmt man das garantiert unschädliche Bleichmittel Seifix, Kaufst du'.Seifix*einznm Bleichen, achte auf den Schwan als Kaufst du .Seifix'ein rum Bleichen, achte auf^ den Schwan als %