Nr. 128 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. m. Jahrgang Tie „Giehener Zamillenblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „lireirdla» ffir den Kttis Sichen" zweimal wöchenttich. Die „candwirtlchaftllchen Seit- srngeu" ericheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhefjen Donnerstag. Juni 19^ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Dukh- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstraße 1 . Expedition und Verlag: 51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzetgerGleßen. Die neue Zpitzbergen-Ronserenz. Tic neue Spitzbergen-Konferenz wird am 18. Juni in ^hristiania zusamincntrcten, um die sogenannte Spitzbergen frage dcsinitiv zu lösen, d. h. um eine Konvention anzuneh men. die eine geregelte Perwallung auf der herrenlosen Insel rinsührcn soll. An dieser Konferenz beteiligen sich Rußland. Echw«>den, Norwegen (die vom 4. d. M. ab eine Vorkonferenz obhaltcn), Deutschland, Dänemark, England, Frank -reich, Holland, Belgien und die nordamciikanische Union Bisher haben zur Regelung der Spitzbergcnsrage in den Jahren 1910 und 1912 Konferenzen der drei zunächst be- leiligtcn Staaten stattgejunden, bei denen die Konvcnkions -frage vorbereitet wurde. Bekanntlich ist Spitzbergen zurzeit Herrenloses Land, nachdem Rußland die Einverleibung in Schweden verhindert hatte, insolgcdesscn hatten sich aus der jnersi unbewohnten, später angesiedeltcn Insel Zustände enl- wiekclt, die ,eder Kultur hohn sprachen. Namentlich die Tier- Ivelt Spitzbergens war dem Untergange geweiht, da alle nach Svitzbergcn gehenden Jäger einen Ausrollungskamps gegen Säugetiere und Vögel cröffnelen. Die Auffindung von Kohlenlagern, das Entstehen von Bergwerken und Aussiedlungen, die alljährlich nach Spitzbergen unternoinmenen Lnstfahrlen von Deutschland und Norwegen verlangten die Einführung einer gewissen Verwaltung zum Schutze von Ivirkschastlichcn Interessen. Diesen Schutz soll die neue Konvention schassen und den bisherigen Zuständen der Deutc- girr und der Gesetzlosigkeit ein Ende machen. Tie Konvention Hat es sich auch zur Aufgabe gestellt, den Naturschutz aujl Spitzbergen durchzusühren und für die dem Untergänge fast igcweihten Tierarten (Walfische, Wale, Renntier, Schneehuhn. Gänse und Enten) Schonzeiten einzusührcn. Die Verwaltung Spitzbergens soU eiinmi internationalen Ausschuß unterstehen, der sich aus 2 Schwaden!. 2 %» wegen», 2 Russen zusammcnsetzt, ihm imtersteht ein kleines Pvlizeikorps mit zwei Leitern, das sich cbensalls aus den drei Nationalitäten zusammensetzt. Ter Ausschuß wählt einen Richter mit dem Amtssitz in Tromsö, der ebenso wie der Polizeiches Strafurteile erlassen darf gegen Ucberschrei- tungen der Konvention und der Ausführungsverordnungen. Berufungsinstanz ist der sechsköpsige Vernmituiigsausschuß, der endgültig entscheidet Er darf Höchststrafen bis drei Monate (tzesangnis und bis zu 600 Kronen Geldstrafen zulassen. Wegen anderer Verbrechen und Vergehen unter- ßehen Bewohner und Besucher der Insel der Zivilgcrichts- barkeit ihrer Hcimatsgerichle Lei Kapitalvrihrechen sind sie ihren Staaten zu überliefern. Aus der neuen Konferenz soll angeregt werden, Tierreservate zu schassen und die gewerbsmäßige und Luxusjagd zu verbieten. Die bisherigen Vereinbarungen gehen soweit noch nicht, schiffen aber doch bedeutende Fortschritte gegen früher. Auch Maßnahmen zur Verhinderung der Verunstaltung des Landschastsbilbcs durch Reklame, wie sie in Spitzbergen häufig vvrkommt, sollen in Erwägung gezogen werden. Unterbeamien im mittleren Dienst. Ueber die Uebersührung von Unterbeamten i n d e n m i t t l e r e n D i e n st hat die preußische Eisenbahn- Verwaltung folgenden Erlaß herausgegcben: „W»r weisen daraus hin, datz es zu den wichtigsten Ausgaben der Dienstvorsteher des mittleren Dienstes gehört, befähigte und zuverlässige Unterbeamte für die Ausbildung zum mtitlcren Dienst in Vorschlag zu bringen und fortgesetzt daraus hinzuwirken, datz eine ausreichende Zahl gut beiähigter Unterbeamien lierangcbildet Nnrd. Ebenso ist cs Pflicht der Dicnstvorstcbcr, befähigte lunge Leute für die Ausbildung int unteren Dienste, insbesondere im Weichenstcllcrdicnste, und sür die demnächstige Verwendung als jAushelker in Vorschlag zu bringen. Die Dicnstvorstehcr werdeit im dienstlichen Interesse und zum Wohl der Bediensteten handeln, wenn sie durch zweckmäßige Zuteilung von Arbeiten, insbesondere von schriftlichen Arbeiten, geeigneten Bediensteten Gelegenheit geben, sich weiter auszubildcn und ihre Befähigung darzutnn. Wir erwarten, datz die Ttensworstchcr den erwähnten Ausgaben in vollem Umfange genügen, damit nur tüchtige Bedienstete des unteren Dienstes mir der Erledigung einer entsprechenden Arbeitsratc betraut oder in den mittleren nicht- technischen Dienst überführt werden." Im übrigen ist jestgestcllt worden, datz die Ausbildung und Beurteilung der Dicnstonsängcr nicht immer mit der erkor der I i che n Sorgfalt erfolgt. In einigen Fällen haben die als Dicnstaniänger eingestellten Bediensteten die iarmlose Prüfung zum Unicrossislenlcn wiederholt nicht bestanden. Eine sorgfältige lieber ivachung der Dlenstansängcr in ledoch ertordcrjich, damit schon währen» der Ausbildungszeit möglichst bald ein zuverläsitgcs Ur- teü darüber gewonnen werden kann, ob die Dienstansängcr un- zweisclhost die nötige Befähigung besitzen und auch schlmerigcn Auigaben der begehrten Stellung gewachsen sein werden. Auch der Prüfungsordnung ist die iosorilge Bcrichterüattung zur Pilicht gemach,, sobald während der Ausbildung erhebliche Mängel her- vortreien. Den Aennern und den mit der Ausbildung betrauten Dienststcllcnlettern wird die sorgfältige Ueberwachung der Dtenst- aniängrr zur besondere» Psüchl gemacht. Es wird noch besonders daraui hingewiesen, das; der Umstand, daß der Vater des D i e n sla n i än g e rs Ei s e n b a hn b c a m t c r ist, das Urteil über die Beiähigung des DiensMnkängers nicht beeinllusseu darf. Die Dienststellenleitcr werden daher angewiesen, be> mangelnder Bekälggung oder ungenügendem Flcitz 'eines Tienstanjängers ohne Rücksicht aus die Person alsbald bei dem vorgrwtzlen Amte die Zurückziehung des Dienstanfängers von der Ausbildung und >e lioch der Lage des Falles seine Entlassung oder anderweüigc Unterbringung als Arbeücr zu beantragen." vie Hauptversammlung de; Vereins für das Deutschtum im Ausland. Aus Leipzig wird »ns berichtet: foinr findet augenblicklich die 33 Hauptversammlung des Vereins für das Deutschtum im 'Ausland statt. Das wachsende Interesse an der überaus bedeutungsvollen Arbeit dieser deutsch-völkisltien Bereinigung hat, verbunden mit der Anzichungskrast, die Leipzig durch seine glänzende Internationale Ausstellung des Buchgewerbes als Kongrctzstodl ansübt, eine sehr starke TÄnehmcrschast zur Tagung des B. D. A. zusammengesührt. Diese wurde am Abend des 2 . Juni durch einen zwanglosen Bcgrüßungsabend im Palmen- gartcn eingcleitet, nachdem schon am Nachmittage die Vertreterinnen der zahlreichen Frauengrupven des Vereins zu Sonder- bcratungen über ihre Arbeitsausgaben zusammengetreten waren. Am Morgen des 3. Juni erössncte der Vorsitzende StaatS- minister z. D. Dr. von heutig im kleinen Kongreßsaale der „Bugra" den Vertretertag des Vereins, der durch Bevoilmächtigte seiner Landesverbände und Ortsgruppen zahlreich beschickt war. Als erster Punkt der Tagesordnung stand der Jahresbericht zur Erörterung, den Generalsekretär Geiser namens des hauptvor- standcs der Versammlung in Gestalt eines 68 Seiten starken handlichen Heftes gedruckt vorlegtc. Ter Bericht gibt zunächst eine scs- sclndc Uebersicht über die Lage des gesamten Auslanddeutschtums i. I. 1913 unter deutschvölkischem Gesichtspunkt. Von besonderem Interesse sind darin die Aussührungen über die Rückwirkung des südslawischen Entwicklungen als Folge der jüngsten Balkankricge aus die'Lage des Deutschtums in Oesterreich, und besonders in Ungarn. Ein zwesier Teil behandelt die Unterstützungsarbeit des Vereins i. I. 1913 nach den Unterstützungsgebieten geordnet. Wir entnehmen daraus, daß die Summe der vom Verein ausgeteiltent Unterstützungen zur Erhaltung und Ausbreitung deutscher Sprache und Volkstums im Auslande auf 255 511,69 gegen 227 253 Mk. im Vorjahre gestiegen ist; davon gingen allein nach Oesterreich! 54 025 Mk. in die Sudetenländcr, 21 173 Mk. noch Südtirol, wo der Verein säst allein die Verteidigung der Sprachgrenze erfolgreich leitet, 20 529 Mk. nach Steiermark, Keain und den Küstcnlanden. Nach Uebcrsce wurden ingesamt 55 392 Mk. verausgabt, sür Sti- pendienzweckc 24 648 Mk. verwendet. Diesem Steigen seiner Mittel entspricht ein hocherfreuliches Anwachsen der Mitgliederzahl und Ortsgruppen des Vereins. Tie tatkräftigere Werbearbeit des Vereins zeigt von Jahr zu Jahr mehr günstige Erfolge. 27 neue Ortsgruppen (insgesamt 390i, darunter die drr) ersten Schülcrgruvpen, der körperschaftliche Beitritt zahlreicher großer Körperschaften im In- und Auslande, dabei auch wichtige Verbände kaufmännischer Angestellter, das Anwachsen des Vereins auf 56 892 Mitglieder (plus 4805 gegen das Vorjahr) zeigt die wachsende Anteilnahme unseres Volkes an seinen Stammesbrüdern im Ausland und beweist, daß es :m V. D. A. den gegebenen und bewährten Anwalt dieser Ausländsdeutschen erkennt. Die Aistage der Vereinszeitschrist „Das Deutschtum im Ausland" ist in sechs Jahren von 40 000 aus 52 000 gestiegen. Neben ihr stehen noch die Zeitschriften ,Leimat und Welt" (Al. Tunkcrs Verlag, Weimar) und „Haus und .heim" verbunden mit Ervort- anzeigcr lhcrausg. Tr. Nowack-Dessau« dem Verein kür seine Aui- klärungsarbeit zur Verkügung. Die Zahl der Bezieher seiner Prcß- korrcspondenz „Mittcüungen des V. D. A." ist von 300 am 400 gestiegen, 266 Städte und Gemeinden Unterstützen ihn durch regelmäßige Beiträge. In acht verschiedcmen Spenden Holten dem hauvtvorstande 28 285 Mk. zu. Eine besondere Sammlung sür notleidende Deutsche in Rußland und Galizien brachte 14 OCX, Mk ßn zahlreichen. Eingaben an die Reichs- iml> Staatsbehörden war der Haupt Vorstand für die Jnteresien der Ausländsdeutschen, einzelner nne der (tzesamtbcit, erfolgreich bemüht. Insbesondere ekit- faltete er siir die Wiedergennnnmig her oersorenen 'Reichs iink> 'Tlaalsangcf.örigkeit zugunsten jästlresthcr» Aüslandsdimtickscr aus Grund des neue» Gesetzes eine ausgedehnte Tätigkeit. Die IM Bc- richtsiahre von ihin begonnenen Gesellschaftsreisen in wickmge und schone Gebiete des Auslandsdcutichiums lsatten besten Effoig und wurden draußen aus das dankbarste begrüßt, il» wcüerer Ausbau wird ivstemalisch songcsührt. rcirclic unS Schule. Tic l 4^ Be r s a in m I »n g des deutschen Vereins für Schulgesundheitspflege, mit der zugleich auch die 6. Tagung der Vereinigung der Schulärzte Deutschlands verbunden ist, nahni crm Mittivocki vorniittag unter dem Vorsitz des Geh. Oberinedizinalrals Dr. Abel-Berlin in Stuttgart ihren Anfang Von der württcinbcrgischen Regierung waren zeultusniinister Dr. 'v. Habermaas und der Minister des Innern v Fleischlwmer, ferner Vertreter der preußischen, badischen, hessischen, brauiischwerciischen und der ungarisck)cu Regierung erschienen. Kiiltusministcr Dr. v. habcrmaas übermittelte die Grüße des Königs und der ivürttenibergisckten Stacrtsrrgic- cung. Obermedtzinalrat Dr. v. Sch e u rl c n - Stuttgart sprach über die neue am l. 'April v. I. in Kraft gelretene Schularztorgauisation in Würtieinberg, lpähreud Prof. Dr. Selter-Leipzig und Stadlbauinspckior ll hl ig-Dortmund sich in die Bcantivortung der Frage teilten! Welche Anforderungen sind von hygienischer Seite an die Grnndritz- gestalluiig der Schulen in Stadt und Land zu stellen im!» ttilvieweit bedürfen dic gesetzlichen Bestimmungen einer Aenderung. Der Nachmittag ist der Besichtigung der Gesund- heitsausstellung gewidmet. Internationaler ttongretz für Rechts- untz Wirtschaftsphilosophie. h. Frankfurt a. M., 3. Juni. Unter dem Vorsitz des Geh. Justizrats Köhler (Berlin) begonnen heute dic au> drei Tage berechneten Beratungen des dritten Internationalen Kongresses- sür Rechts- und Wirtschastsphilosaphie. An den Verhandlungen nehmen teil Kammerherr v. bessert (Darinstadt) als Vertreter des Groß- dcrzogs von Öessen, Gchcimrat Exz. Spahn für das preußische Justtzministerium, Freih. v. Jmhoss sür das Reichsamt des ßnnern, Gehetmrat Prosessor Dr. Leist sür dic Iuristische Fakultät Gießen, Professor Dr. Leo »Hardt für die Universität Marburg usw. tzkocli den üblichen 'Begrüßungen gab der Gcschästssührer Dr. Berolzheimer (Berlin) allgemeine Richtlinien sür den Verlauf der Verhandlungen, die diesmal unter dem Wahrzeichen der tzegelschcn Philosophie stehen sollten. Sodann wurden folgende Vorträge geboten! Prosessor Dr. Leonbard (Würz- burgi über „Der Wert des engjlsch-amerlkanischen Privatrechts": Gcheimrm Köhler (Berlin) über „Die Grcn.zen der Rechtsphilosophie": Professor Theobald Ziegler (Frankfurt) über „Der Charakter der .siegetscheu Rechtsphilosophie", Professor Dr. T oc n- nies (Ki-l) über „Rechtsstaat und Woblsahrtsstaat" und Rechtsanwalt Dt. Brands (Berlin) über „Die Bedeutung der Scholastik" T-n Vorträgen folgte eine bis in die späten Nachmrttag- stundcn sich ausdehncnde Aussprache, an der sich zahlreiche Kongreßteilnehmer beteiligten. Den ersten Verhandlungstag schloß ein von der Handelskammer veranstalteter Gescllschaftsabend im Polmengarten. f8. tfauptversammlung des Rllgemeinen Deutschen Sprachverein;. O Hamburg, 3. Juni Der Allgemeine Deutsche Sprachverein hielt seine diessährige Hauptversammlung in Hamburg ab. Ein Niederdeutscher UntcrhaltungSabend leüete die Versammlung ein. Umfangreiche geschäftliche Berichte füllten den ersten Tag aus. Als Ort für die Hauptversammlung Pfingsten 1916 hatten sich Leipzig, glochen, Straßburg i. E. und Potsdam angeboren, und es bleibt dem Ge- samtvorstand überlassen, den Ort sür die nächste Tagung auszu- tvähjcn. Dem Verein traten im Jahre 1913 1600 neue Mitglieder bei und dic Gesamtzister der Mitglieder stieg dadurch auf über 34 000, die in 318 Zweigvereincn, teils im Auslände und in überseeischen Ländern untergcbracht sind. Die Sprachhilfe des Vereins ist 1913 wie auch später wiederholt von Reichs- und Staatsbehörden und den Kommunen, sowie von vielen Privatleuten in Anspruch genommen worden. Von den Berdeutschungs- ver „Futurismus" in Stuttgart. Stuttgart, l. J!un,. Am Piingstsonntag ist in Stuttgart im Änschlus^an die Iah resversammlung des „Verbands der Kunstjrcundc In den Ländern am Rhein" eine große Ausstellung dieses Verbands eröffnet worden, die zweite große Ausstellung, die das im vorigen Jahre eingeweihte kgl. Kunstqebäudc beherbergt. Der König und die Kö lnigin von Württemberg wie der Großherzog von Hessen, der (Protektor des Verbands, waren der der Eröl'tnungsteier zugegen. Der „Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" verfolgt die ausgesprochene Absicht, „starken Begattungen gegen den londläusigen Geschmack beizustehen." Diesem „landläusigen" Geschmack wird allerdings viel zugemutet Stuttgart ist nicht umsonst der engere Wirkungsbereich Adolt Holzels, besten Schüler ichon ec ui der Aerkbund-Aussteltung in Köln mit ihren Arbeiten Allgemeines Kooischütteln erregt haben. Aus der gegenwärttgen Stult gartrr Ausstellung hat er einen großen „Erpressionistrn"-Saal eingerichtet, lür den die Leitung des Bcrbando im Vorwort des Katalogs die Beraittlvortung ausdrücklich ablehnt, wenn auch mit einer Verbeugung vor der Auwrität Adolt Holzels, der >a bekanntlich an der kgl. Kunstakadenuc in Stuttgart als Proicsior wirkt. Das ist eben das Merkwürdigste an der sache, daß tn Stuttgart diese suturisNschen Kapriolen gewissermaßen unter staatlicher Abstempelung vor sich gehen. Dic stuttgattcr Ansstellungsbeiuchcr Aachen dann auch schnell den hölzel'schen ..Ervresiion,sten"»SaaI die „Schrcckenskammer" oder das „Lachkabinett" getauft. Aehnlühen Auswüchsen begegnet man in dieser Aussvellung nur noch in dem von K. E. Ost Haus tu haacn zusammengestellten Kabinett. Die Ausstellung ist »ach den einzelnen Ländcrverbändcn geo- qrapdisch gegliedert. Baden, Hessen, Hcssen-Nasiau, Rheinprovinz, Elsdß-Lothringcn und die Schwei, haben je ihren eigenen saal. Es läßt sich nicht leugnen, daß die iungcn Schwaben sich in dicker Ausstellung am ungcberdigstcn gaben. Wie verirrt hängen ein Paar ältere Meister wie z. B. der alte Prot. Julius,Kornbeck dazwischen. Von den Neueren, dic aber neben den Neuesten z T. wie alte Meister anmuten, bewähren sich Robert v. haug. Landen- bcrgcr. Fr. v. Keller, Karl Schickhardt, Bruno Map und Valerie (Map-Hülsmann. Starker. Hermann Drück, Zchnioll und Erscn- wenh in allen Ebren Rober, Breycr, der neuerdings wieder in Stuttgart seinen Wirkungsbereich hat, ist mit zwei sehr Mitten Porträts oertreten: daqegen hat Bernhard Pankuk, der ionlt aui dem Gebiet der Porträts schon manches Gute gescharten hat, einen unglaublich karikierte» Grasen Zeppelin geliefert, der selbst den besten Freunden des Künstlers Beklemmungen verursacht. Recht eindrucksvoll hat Karlsruhe ausgestellt, das u. a. mit zwei überaus seingesttmmten Landschaften seines Altmeisters Pros. Gustav Schönjcbcr auswarten kann. Friedrich Fehr hat cm paar seiner samoscn Soldatcnbilder eingcschickt. Wilhelm und Alice Trübncr, Ludwig Dill, Walter Conz sind mit guten Arbeiten! verttcten. Seht crsrculich wirkt auch der Saal der Schweizer. Ihr stärkster Mann ist natürlich Hobler, der aber immer mehr in der eigenen Schablone zu erstarren scheint. Starken Emdruck macht Max Buri, der mir einer älteren Landschait und einem seiner neueren charaltcristtschen Bauernbilder verttelcn ist. E. Wür- tenberger hat ein gutes Porträt geschickt. Einen sehr konservativen Eindruck macht im allgemeinen der Saal der Tüsieldorfer: Eugen Kampi und Klaus Meyer geben hier dic charakteristische Note. Dic Elsaß-Lothringer zeigen einen erheblich iortschrittlichcren Geist. Unter den Darmstädtern beideuten Georg Altheim, das Ehepaar Beyer und Jllner dic stärksten Eindrücke. Tie Frankiurter bringen gleichfalls vornehme, wenn auch z. T. etwas „reakttonärc" Kunst. Ferdinand BrM, Tteinhousen, Jakob Nußbaum und nicht zuletzt Otttlie Rödcr- stcin, dic ausgezeichnete Porträtisnn, sind hier die iühren- dcn Namen. Recht gut hat im allgemeinen die Plastik abgeschnitten. Einigen suturisNschen Purzelbäumen begegnet man auch hier, aber ihrer ganzen Natur nach erweist sich plaittiche Kunst dem Geist der Vcrgewalttgung der Form doch weniger zugänglich als die Malerei. Proi. Ludwig Habich, der diesen Teft der Ausstellung zu besorgen Iwtie, ist selbst mit ein paar edlen großzügigen Bildwerken vertreten. — In der König-Wilhclms-Halle, dem grotzen Kuvpcliaal des Ausstcllungsgebäudes hat Pros. Altherr-Stuttqart noch eine Art Elitesaal angeordnet, der aber auch manches sehr befremdliche Stück enthält. Die mit der -Ausstellung verbundene Preisverteilmig entwickelte sich auch sehr nach der radikalen Richtung lyn. Den 1. Preis (Ernst Ludwigs-Preis! von 2500 Mark erhielt der Bildhauer AIrrcd Lörcher - Ltuttgort. den 2. Preis Preis der Stadt Stuttgatt) non 2000 Mk gleichialls ein Stuttgarter, der sehr erzessw veranlagte hölzel-schüler Heinrich Eberhard. — Auch eine sehr umiangreiche ipaphischc Abteilung ist mit der Ausstellung verbunden. I — DaS Schicksal der Stefans s an schen Expedi. t iö n. Ein Telegramm aus St. Michael beseitigt nun die letztm Zweifel über das Schicksal des Stesanssonschen Erpeditionsschiffes: die „Karluk" ist nicht mehr, unter dem gewaltigen Drucke der Eis- masscn ist das Schiss zertrümmert und untergegangen. Das geschah am ll. Januar inmitten eines mächtigen Eisfeldes, in etwa 100 Kilometer Entfernung von der Heraid-Jnsel. Die Besatzung konnte sich retten: und eS blieb auch Zeit, alie nötigen Prvviant- vorräie sowie die wiisenschaftlichen Instrumente auis Eis zu schassen, ehe das Schtts verschwand. An Bord besanden sich der Führer des Tchifscs Kapitän Bartlett, 6 Forscher, 13 Seejeute und 5 Eskimos. Sie alle können nun als gerettet gelten. Der Trupp kampierte aus dem Eise und sandte einen BoNrupp mit Hunden und Schlitten nach der cm« 160 Kilometer entfernten Wrangel- Jnscl: dann folgte Kapitän Bartlett mit dem haupttrupp, und nach einer harten und entbehrungsreichen Reise wurde die Insel glücklich erreicht. Von hier aus drang Bartlett Mit einem Schlitten» geipann über das Eis nach Sibirien vor und kam, immer der Küste folgend, über die Behring-See glücklich nach St. Michael in Alaska. Als er die Wrangel-Jnsel verließ, hatte man zwar den Vortrupv, der aus 5 'Mann bestand, noch nicht wieder getroffen, aber die Insel ist groß, und alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die 5 Leute bald daraus zum haupttrupp stießen. Als die „Karluk" vom Eisdruck vernichtet wurde, war sic von Point Bar- row 700—800 Kilometer im Eise getrieben. Ende Juni wild ein Schiit mit Vorräten von Viktoria ausgchen, um die Mitglieder der Erpcdition auszunchmen. Auch Stesansson soll dann geborgen werden. Man wird sich erinnern, daß von ihm im September eine Nachricht eintraf. Die „Karluk" war damals eingeirorrn, Ste- fansson unternahm eine Schlittenexpedrtion, während der plötzlich ein scharser Nordosttvind auskam, der das Eisfckd zerriß. Die „Karluk" verschwand, ehe Stesansson sie wieder erreichen konnte. Nun steht fest, daß sie »riebet vom Eise gelangen genommen und nach dreimonatigem Kampfe schließlich erdrückt wurde. Stesansson wird erst im Laufe der kommenden Monate die Möglichkeit haben, diese Nachricht zu erhalten. Das letzte, was man von dem Forscher erfuhr, war eine Nachricht, die im März eintras und vom 25. Jan. voni Mackenzie-River datiert war. hierin berichtete Stesansson, daß er nach Erreichung des Mackenzie-Deltas Vorbereitungen treffe, um seine geplante.Schlittenreise in nördlicher Richtung anzutteten. Nach dem Exveditionsplane soll Stesansson im Sommer aut der Herschell-Jnsel von einem Lerguuasühiii ausgenommen werde». M4crn_ des Vereins erhielte „Der £>aubcl" beit ftärfften Absatz 1500 Stück dieses Buches wurden unlergebracht Ebenso wurden auch die übrigen Bücher des Bereins, wie die „Ansprache", „Tie Schule" und „Die Hcillunde" viel begehrt. Die Sprachccke, die vom Verein l^rausgcgeben mi;d, nnrd von 2097 Zeitungen' in Anspruch genommen. Der GesanitVorstand des Bereins Ipurde von der Homburgischen Unterrichlsverwaltung im Uhlenhorster Fahr Hause festlich empfangen, Einige hundert Teilnehmer an der Tagung liegen es sich nicht nehmen, nach Frtcdrichsruh zu fahren und am Grabe Bis marcks im Mausoleum einen Kranz niederzulegen Geh Regiert,,Igsrat Professor Tronke (Berlin' lnclt bei dieser Gelegenheit eine Anspraclie, Eine künstlerisch hochstehende Festvvrstclliiiig im Deutschen Schauspielhaus von „Ghges und sein Ring" vereinigte mehrere hundert Teilnehmer an der Tagung. In der ersten Sitzung gedachte der Borsitzende Wirk! Geh Oberbaurat Dr Tara z in lBerlin der in der letzten zweijährigen Geschäftsperio e verstorbenen Mitglieder, des Professors Tr. H, Dünger iDresden' und Dr, Wülfnig (Bonn). Rach Erledigung des Geschäftsberichtes berichtete Professor Tr, T c s ch lLöln» über die Sprachcckcn, Der vallon „Giehen" Bor drei Jahren fand sich eine kleine GrUlppe für die Lust- schiffahrt begeisterter Herren zusammen, um durch Gründung eines Bereins das Interesse für alle mit der Lustfahrt zusammenhängenden Fragen in weitere Kreise zu tragen, Heute hat der Verein, dank des glücklichen Verlaufs einer Flugvcranstaltung im Jahre 1912 und des Prinz-Heinrich-Fluges 1913 und dank der Zeichnung einer Anzahl von Anteilscheinen durch Mitglieder und Freunde, das langersehnte Ziel erreicht — er besitzt einen eigenen Ballon, Biele werden fragen, welchen Zweck heute im Zeitalter der Lenklustschiffe und Flugzeuge ein Freiballon überhaupt noch hat. Es mag zugegeben werden, daß die Hofsnungen, die man früher a» die Entwicklung des Freiballons knüpfte — das; er sich lenkbar machen lasse und ein Verkehrsmittel abgeben werde — sich nicht erfüllt haben. Alle Versuche, und an diesen hat es wahrlich nicht gefehlt, sind fehlgeschlagen; die Verkehrsfragen sind auf anderem Wege gelöst worden, durch Eisenbahnen, Automobile, Lenklnstschisse und Flugzeuge; der Freiballon ist noch heute, wie früher, ein Spiel des Windes, Man hat früher seine Entwicklungsmoglichkeiten überschätzt, Dass er aber heute neben all den modernen Errungenschaften noch besteht und so oft verwendet wird, spricht doch dafür, datz er Vorzüge besitzen muss, die den anderen Lustsahrzeugen fehlen. Und diese Vorzüge liegen in seiner Bedeutung als sportliches und wissenschaftliches Fahrzeug, Ein „Lustsport" als Betätigungsseid eines Einzelnen oder eines Bereins ist nur mit Hilfe des Freiballons möglich. Daß die großen Lenklustschisse keine Sporlsahrzeuge sind, ist ohne weiteres klar. Dass aber auch unsere Flugzeuge vorläufig nicht geeignet sind, einer sportlichen Betätigung in weiteren Kreisen zu dienen, zeigt die geringe Zahl der Flugsportvereine und die Schwierigkeiten, mil denen sie zu kämpsen haben. Dagegen bestehen in Deutschland wehr als 70 Vereine, die dem Freiballonsport huldigen; etwa 2000 Ausstiege finden sährlich in Deutschland statt und etwa 6000 Personen nehmen an diesen Aufstiegen teil, darunter rund 300 Damen, Im Vergleich zu diesen Zahlen ist die Zahl d»r Unsälle, die sich bei diesem Sport, wie bei ,edem Sport gelegentlich ereignen, außerordentlich klein, dank der hohen Technik, die sich in der Behandlung des Ballons entivickelt hat, und der sorgfältigen Vorschriften über die Prüfung unserer Frciballonsührer, Eine Fahrt im Freiballon gehört zu den herrlichsten Genüssen, die man sich denken kann, fie vereinigt alle Vorzüge anderer Sportarten in sich. Die Schönheit und Erhabenheit der Natur wird durch eine Fahrt im Ballon restlos erschlossen, Geistesgegenwart und Entschlußfähigkeit, die jeder Sport erfordert, bei keinem Sport mehr geübt als beim Freiballonsport und kein Sport weitet den Blick und schärft das Auge für meteorologische Vorgänge, sördert die Kenntnis von Land und Leuten und das Interesse für Geographie, Geologie und Sicdlungsgefthichle so sehr, wie gerade er. Welche Fülle von Anregung dem Photographen eine Lustsahrt bietet, soll nur anaedeutet werden. Auch die Kostspieligkeit wird vielfach überschätzt. Jedenfalls ist eine Fahrt tm Freiballon billiger als im Zeppelin, der Preis schwankt zwischen 75 tund 100 Mk, sür die Fahrt, je nachdem sie zeitlich ausgedehnt ipivd. Für Mitglieder d«s hiesigen Vereins stellt sich die Fahrt noch etwas billiger und zwar dank des Entgegenkommens der Stadtverwaltung, die den Gaspreis ermäßigt hat. Was die wisjenschaitliche Bedeutung des Freiballons anbelangt, so ist diese sür die Ersorschung der freien Atmosphäre schon längst erkannt, Tie Ausgaben haben sich aber durch die Eulwicklung der gesamten Lustsahrl immer mehr erweitert und cs besteht die Hofs- nung, daß gerade der Ballon des Gieszener Vereins bcruscn sein wird, durch die Fortsetzung der im vergangenen Jahre begonnenen Hochjahrten der Herren Privatdozenten Tr, P e p p l e r (Gießen) und Dr, Stuchtch ^Marburg) ein gut Teil zur Lösung der Probleme beizulragen. Der hiesige Verein sür Lustsahrt hat außer einer Reihe von wissenschaitlichen Instrumenten auch einen Beitrag t500 Mk, für die wissenschaftlichen Hochfahrten gestiftet. In einer Universitätsstadt aber wie rs Gießen ist, kann diese höheren wissenschaftlichen Zielen zugewandte Seftc des Ballonfports zu besonderer Entwicklung kommen durch die Teilnahme und Mft> wirkung der wisfcnsckialllickicn Institute und der an ihnen wirkenden Persönlichkeiten, und cs steht zu haften, daß cs an solcher Mitwirkung nicht fehlen wird. Die militärische Bedeutung des Freiballons tritt allerdings hinter diejenige der Luftschifte und Flugzeuge zurück. Immerhin dar, auch diese nicht verkannt werden. Es fei nur daran erinnert, wie nützlich sich die Freiballone im Jahre 1870/71 bei der Be lagerung von Paris sür die Franzosen erwiesen haben, trotzdem die Ballontcchnik damals nur mangelhaft entwickelt war. Auch die kriegsmäßigen Ballonversolguiigcn, die alftährlich von einer Reihe von Vereinen mit Unterstützung der Heeresverwaltung veranstaltet werden, zeigen das Interesse, das auch lnmte noch IN nnlftäriichen Kreisen dem Freiballon entgegcngebracht wird. Die Freiballons stehen im KriegSsalle der .Heeresverwaltung zur Versügung, und durch die Ausbildung tüchtiger Fülirer, die im Krieg in den Dienst der Heeresverwaltung irclen, leisten die Vereine' für Äiftsahtt vaterländische Arbeit, Hoftcntlich gelingt es auch dem hiesigen Vereine, mit dem eigenen BaUon nunmehr auch tückftige Führer heranzuziehcn. Der neue Ballon hat einen Inhalt von 1680 Kubikmetern und ist. was Hülle, Korb, Netz, Ventil usw, anbelangt, mit allen Errungenschaften der Neuzeit versehen. Der Ruf der Lieferanten, der Firma A, Riedingcr in Augsburg und der Continental Caonlchouc und Guttapercha Eo,, Hannover, bürgt sür tadelloses Material und sachgemäße Herstellung, Der Ballon wird seinen ersten Aufflieg am nächsten Sonntag den 7, Juni, früh morgens zwischen 8'/, und 9 Uhr, von der hiesigen Gasanstalt ans unternehmen, Ter Verein bat dem Ballon den' Namen unserer Stadl gegeben in herzlicher Dankbarkeit sür die vielfältige Unterstützung, die der Verein scftcns der Stadtverwaltung erfahren hat, und er hat den Herrn Olntr- bürgermeistcr von Gießen eingeladen, an dem ersten Ausstiege teil zu nehmen oder ei» Mitglied der Stadtvertrrtung zu delegieren. Auch ist die gesamte Stadtverwaltung cingeladcn worden, der Ausfahrt beizuwohncn, Ter ersten Auffahrt eines Ballons pflegt eine kleine Taufscicr voranszugehcn, die in ihrem Charakter allerdings weniger von feierlichem Ernst als von fröhlich sportlichem Geiste erfüllt ist, Ter Tausakt besteht nämlich nach Luftsahrcrbrauch darin, daß nach den Anspracktzii eine Dame des Vereins eine mit flüssiger Lust gefüllte Tcwarschc Flasche am Ballonkorb zerschellt und damit die Taufe vollzieht. K eisrinderzlichwereili Giehen für Simmentaler. Lich, 2, Juni, Der Kreiszucht verein sür Simmentaler Rindvieh im Kreise Gieße» hielt im Gasthaus zum „Löwen" seine ordentliche Hauptversammlung ab. Der Di- rektoi des Vereins Regierungsrat W c l ck e r iGleisten; begrüßte die zahlreich erschienenen Züchter und Gcmcindevertrcter, sowie den Vertreter der Landwirlschaitskammer, Sekretär Schwarz iGießcn), uno Landtagsabg, Fenchel (Oberhörgerni, Neue Mitglieder wurden ausgenommen aus Langsdorf, Bettenhausen, Bellersheim, Hungen, Lich, Eberstadt, Lang-Göns, Holzlzcim, Grüningen, Leihgestern, Steinheim, Nonnenrolh, Ettingshausen, battenrod, Grünberg, Lmeckborn und Göbelnrod, Die Jahresrechnung für 1915 ergab eine Einnahme von 1005 Mark und ein Vermögen von rund 1800 Mark, Dem Rechner Schupo wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag sür 1914 wird genehmigt; es lind für Ausstellungen, Schauen usw, 300Mk,, sür Weidcgang u, dergl, 200 Mk,, sür Prämiierung von Bullenwärtern 140 Mk,^ sür Kälbergärtcn 100 Mark vorgesehen. Nach Mitteilung des Sekretärs Schwarz steht die Gründung eines Kreisvercins sür -Schotten zu erwarten, sodatz die dem hiesigen Verein angegliederten Züchter ausjcheiden werden. Dagegen ioerdrn die Orte Stockhausen und Weitersham, die bisher zum Kreis Alsseld gehörten, dem hiesigen Verein zu- geteilt, Uebcr den Entwurs der Landwirlschastskammer zu einer Neuen Geschäftsordnung sür die Herdbiichkörnngen, Revisionen und Jungpiehausnahmen sprach Sekretär Schwarz, Bisher ichlte cs an einer bestimmten Geschäftsordnung, im Interesse der Förderung der Zucht sind aber sichere Unterlagen nötig, damit der Abstammungsnachweis klar ist. Die Körungen finden t» den Früh» jahrsmonatrn statt. Mit Gemeinden mit doppelter Zuchtrichtung werden besondere Bestimmungen getrosten; reine Zuchtrichtungen werden angcstrebt, Bullen ohne amtlichen Abstammungsnachweis kommen nicht mehr ins Herdbuch. Tiere, die nicht mehr den An- sprüchen genügen, werden später im Herdbuch gestrichen. Es soll also eine fortgesetzte cingcl-ende Kontrolle stattfinden. Die neue Geschäftsordnung wurde von der Versammlung gutgeheißcn, Tic Gewährung eines Freiaboniiements aus die „Süddeutsche landwirtschaftliche Tierzucht" für die Vertrauensmänner als ein Entgelt für ihre Mitarbeit bei Tierschauen usw, wird gutgeheißen, sobald der Ausbau des Blattes sich vollzogen hat. Es stand dann die Beratung von Bestimmungen sür die Verleihung von Auszuchtprämien aus der Tagesordnung, Zum Gelingen der Zucht sind nach den Aus. sührungcn des Sekretärs Schwarz drei Bedingungen nötig; l. gute Vatertiere, 2. rationelle Aufzucht der Jungtiere, 3, Darbietung einer natürlichen Lebensweise durch Werdegang der Jung- ftere. Es sollen für gute Auizucht an die Züchter Prämien znm Ansporn verteilt werden. Gute Zuchttiere sollen dem eigenen Zuchtgebiet erhalten bleiben. Die Kälber sollen nicht angebunden, sondern in einem Verschlag gehalten werden, bei Varhandenlein von Kälbergärtcn wird die Prämie erhöht. Der Züchter mutz leine Tiere von Zeit zu Zeit wiegen und ans das Jdealgewickit in den verschiedenen Altersstuscn hlnarbcitcn, Tic stärkste Fütterung hat im ersten Jahre zu erfolgen. Bei den Stallbesichtigungen werden folgende Verhältnisse beivertet; l. Einrichtung von Kälbergärten, Abteil im Stall, Weide, Tummelplatz, 2 . Gesamteindrua der Zuchthaltung, Staltbcschaftcnheit, Pflege des Jungviehs, 3, Zahl der in gleicher Weise aufgezogenen Tiere, 4, Entwicklung der Tiere, 5, Gesundheitszustand, Der Verein beschließt, die Jungvich- vrämiierung zu übernehmen, sie kommt von 1915 an zur Aus- sübrung, Landwirtschastslehrcr Tamm- Lich wird hierbei zugezogen, Für die Prämiierung wird als erster Bezirk Gründers vorgesehen, Ilm die Züchter mit der Sache bekannt zu machen, soll in Grünberg in Kürze eine Versammlung stattiindcn, Ueber die Wanderausstellung Hannover teilt Sekretär Schwarz mit, daß Oberhcssen mit 24 Simmentaler Tieren vertreten sein ivtrd; dem Kreise Gießen ist keine Sammlung möglich, cs werden nur ein Bulle und zwei Kühe hingcsandt, Fricdbcrg sckstckt 7, Llls- feld 9, Lautcrbach 6 Tiere nach Hannover, Konkurrent sür Obcr- hessen ist die Provinz Sachsen, Darnach wird über Heidbuchkörungen, Revisionen, Jungvieh- ansnahmcn, Auktionen, Fasclmärktc und Tierschauen verhandelt. Die Jungvichausnahmen finden im Sommer statt, aus der Auktion i» Alsseld wird noch eine in Butzbach am 16. Juli abgchalten. Hier sollten die Gemeinden ihren Bedarf decken. Nidda strebt die Umwandlung seines Fasclmarktes in eine Auktton an, Falel- märkte stndcn statt in Lauterbach, .Hungen, Friedberg und Nlbva, Die Stallschauen im Bezirk Hungen sollen etwa vom 10, bis 12, Juli statftinden. Als Preisrichter wird Bürgkrmeftter Holler lObcrdörgcrn) bestimmt, Sekretär Schwarz teilt mit, dal! die Kammer die Einfuhr von Simmentaler Bullen aus der Schweiz beabsichtigt, ein Tier kommt aus 900—1100 Mark, kausendc Gemeinden werden von der Landwirischaftskammer unterstützt. P r o b e m c l k c n der mit ersten Preisen bewerteten Tiere soll cingesiihrt werden, Tic besten Milch- und Buttertiere sollen ermittelt und sür die Nachzucht benutzt werden Es soll mehr Leistungszucht getrieben werde», Tic Einrichtung der Kälbcr- vcnnittlungsstrlle hat sich sehr gut bewährt, cs wurden bis letzt schon hundert gute Zuchtkälber vorin Schlachte» bewahrt, — Tic Verkaufsvermfttliintzsstcllc ist auch aus Gebrauchs und Milchvieh ausgedehnt worden. Die Kämmer beabsichtigt die Einrichtung eines Gebrauchs» ich Marktes in Läuterbach sür Fahrstterc und Milchkühe, Die Jungvichwcidcn Obcrhessens sind stark beschickt, der Gesundheitszustand der Tiere ist not, etwa 30 Privattveiden sind außerdem vorhanden. Der Vereiir beschließt, den Züchtern bei Wcidcbcschicknng folgende Vergütung 5» gewähren; sür ein Tier 10 Mk„ für zwei Tiere 14 Mk,, sür drei Tiere 18 MI, Der Direktor Regierungsrat Welcker dankte am Schlüsse der Verhandlungen dem Vertreter der Landwirt schastskammer Sekretär Schwarz lftKeßeni sür seine lehrreichen lAnssührungen und hofft auch sür die Zukunft auf seine Mitwirkung._ Preise kür 199 Psd. Lebend» Schlachtgewicht Mk. Mi. 48 -51 85 -91 49—52 86—92 44—48 78-85 42—45 39—41 72—78 67-71 46-60 82-89 39—43 70—77 35—38 30-34 63—68 59—62 64—66 54—59 60—53 47—50 107—110 90-98 83-88 80—85 Märkte. FC. Wiesbaden. D ie hh a i -M a rk t b er i ch t com 3. Juni, Austrieb Rinder I3i (Orfiiert 33, Bullen 19, Lühe und Färsen 86», Kälber 28 i, Schale Ich Schweine 313. Geschält mittel. O chl sn. Voklfleilchlge, ausgemästete. höchsten Schlachtwertes im Alter von 4—7 Jahren . . . . Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere ........................ Mäßig genährte junge und gut ge- genährte ältere..........- Bullen. Volllleilcblge, auSqew. höchsten Schlachtw. Vollflelschtge, jüngere .........39—41 Färsen, st ü h «. Vollfleftchlge ausgemästete Färsen höchsten Echlachtwettes......... • Voll fleischige ausgemästete stühi höchsten Schtachtwertes bi« zu 7 Jahren . . - . . filtere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe.........„ «7 Mäßig genährte Kühe und Färsen.....30—34 Kälber. Feinste Maslkälber...... . ... ?4—88 Mittlere Plast- und beste Saugkälber. Geringere Plast- und gute Saugkälber Geringe Saugkälber............... Echale. Weidemastschale: Mastlämmer und Plastyammel .... 44,50—45,50 Schweine- Vollfleischige Schweine von. 80—100 kg Lebendgewicht ..............45-47 Bollflcischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 44-46 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ... 4648 Bollsleischige Schweins von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 45-45*/. 56-57 Fellschweine über 160 kg Lebendgewicht . . 40K-43 51—54 fc. Frankfurt a. M. Liehholniarktbericht vorn 4. Juni. Aultrieb: Rinder 103, Ochsen 32, Bullen 2, Kühe und Färsen 68, Kälber 1281, Schafe 48, Schweine 108«. Tendenz: Kälber gedrückt, Schiveine langsam Preis für 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht Kälber. Mk. Mk. Feinste Mastkälber 60-64 100-107 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 54 - 58 92 —88 Geringere Mast- und gut« Saugkälber . . . 50—52 Schal». Etallmastschale: Mastlämmer lind jüngere Mastbaminel , , . 42-43 Aeltere Masthammel, aut genährte junge Schass und geringere Mastläminer......35-00 Schwein», kollslelschigs Schweins von80—100 Lebendgewicht...... Dollfleischige Schwein; tmter 8» kg Lebendgewicht........ Lollsteischtge Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht...... Vollfletschige Schweine oott 120—150 c- Lebendgewicht ....... 45,00—48.00 92—94 58-60 57-59 58-60 85-90 92-94 82-00 45.00— 48.00 60.00—62.00 45.00— 47.00 58.00—60.0) 45.00— 48,00 58.00—6100 58.00—60.00 Airchliche Nachrichten« Israelitische ReligionrgcmeinSe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 6, Juni 1911: Vorabend: 7.45 Uhr, Morgens: 8.30 Uhr, Nachmittags: 4.00 Uhr. Schriftcrkläruug. SabbatauSgmng: 9.30 Uhr. Zrraeliüsche Neligionsgesellschaft. Sotterdlenst. Sabbatleier am 6. Juni 1914: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.90 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-AuSganq 9.30 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr. Verantwortlich sür „Aus Stadt und Land" i, V,: K, Neurath, eins bewährte Krankenkost r Erwachsene bei Storungen der Verdauung, bei Schwäche u. Appetitlosigkeit. Kranke Nerven sind die Quelle zahlreicher Leiden und Schmerzen, von denen der Kulturmensch nur zu häufig heimgesucht wird. Nervöse Kopfschmerzen, nervöse Magenbeschwerden, nervöse Muskelschmerzen, nervöse Sehschwache und zahlreiche andere Leiden haben ihren Grund darin, daß die Nerven, die die betreffenden Organe durchziehen, überanstrengt, überreizt und in ihrer Leistungsfähigkeit herabgesetzt sind. Dazu die große Zahl der auf a 11- g e m e i n e r Nervosität beruhenden Beschwerden, wie Reizbarkeit, Unlust zur Arbeit, leichte Ermüdbarkeit, Gedächtnisschwäche, Schlaflosigkeit, Unruhe u. dergl. mehr. Sie alle können nur dann erfolgreich bekämpft und beseitigt werden, wenn es gelingt die Nerven zu regenerieren, aufzufrischen und ihre frühere Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Gesunde Nerven sind die Quelle eines wonnigen Kraftgefühls und ungetrübter Lebensfreude, Gesunder Schlaf, Arbeitslust, Ausdauer, Energie sind die Kennzeichen eines gesunden, in gutem Ernährungszustände befindlichen Nervensystems. Denn auch der Nerv bedarf, ebenso wie alle anderen Organe des menschlichen Körpers, einer ausreichenden und zweckmäßigen Ernährung, um auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit zu bleiben. Unter normalen Verhältnissen reicht die tägliche Nahrung auch für diesen Zweck aus. Ist aber durch übermäßige Inanspruchnahme der Nerven für Arbeitsleistung oder Genuß, durch Aufregungen irgendwelcher Art, die Nerven- substanz, insbesondere ihr wertvollster Bestandteil, das Lecithin, in hohem Maße verbraucht, dann muß dieser lebenswichtige Stoff dem Organismus wieder zugeführt werden. Hioeitin ist die Nerven-Nahrung die dem erschöpften Nerv »seine Leistungsfähigkeit wiedergibt. Bioefttin führt den Nerven das ph.ysiolosisch reine Lecithin zn, jene SnhKtanz, die za den nnentbehrlichen Bestandteilen des (»ehirns, Rückenmark* and Nervs gehört, deren Verlast eine Zerrüttung des Nervensystems bedeutet, und deren Zufuhr aas gesamte Nervensystem regeneriert nnd seine normale Leistungsfähigkeit wiederherstellt. Hioeitin ist das einzige Präparat, welches 10 °'„ physiologisch reines Lecithin nach dem patentierten Verfahren von Professor Dr. Ilahermnnn enthült. Hioeitin ist nur in Originalpackungen in Apotheken and Drogerien käuflich. Wir bitten daher, unbedingt minderwertige Nachahmungen nnd lose abgewogenes Prftparat zurückznwelscn. Ein Geschmacksmuster nebst einer populär wissenschaftlichen Abhandlung über rationelle Xervenpflcge sendet auf Wunsch kostenlos die Btioeitin-Fabrik, Berlin S. 61/185. 6794gg 21. Ziehung 5. Kl. 4. Preuss.-Süddeutsche (230. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung Tom 3. Juni 1314 rormHtagn. Inf J«U wlnaf. R»ÄÜI«m, f Inj eher foioceat Jlw»« »W ml gWeh kelt« Gefallen, »ad «war J« einer Hf «Ne Loee lammnr ln dem Weiden Abteilen**» 1 »ad H Nur di« Gewinne Uber 740 Mark sind den betreffenden Nummern in Klnmmern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 124 (500) 295 426 1500) 562 636 57 73 959 1132 33 238 366 73 459 83 96 668 83 678 876 81 [1000] Ö6 2434 574 640 838 908 71 77 3122 85 253 583 879 4246 13000 ) 431 648 5060 296 329 404 16 679 [500| 603 755 *2iG 540 44 628 890 7037 285 378 420 60 529 58 603 96 11000 ] 820 87 944 54 8036 222 [1000] 368 702 10 908 63 9467 720 22 865 18036 498 554 630 761 857 11022 85 136 308 420 538 622 69 803 13 1 2220 7 5 550 794 823 [600] 13031 158 378 486 589 658 882 11000 ) 974 1 4066 153 23# 1500] 43 53 479 539 58 661 70» llOOOl 29 34 811 15034 68 74 481 16283 96 520 66 17643 54 758 967 18071 72 11000] 175 377 520 29 631 79 955 19022 53 174 593 93 828 829 20046 48 56 235 40 f 10001 326 [ 500] 32 45 508 681 94 855 942 2 1 098 267 313 457 90 91 714 885 934 13000 ] 22152 94 268 446 669 98 760 67 831 23061 185 211 25 650 24119 413 46 532 [30001 773 92 [3000] 814 85 953 25086 93 167 204 313 400 42 587 728 75 966 2 6025 568 708 822 30 58 2 7144 88 285 345 526 60 28140 262 827 931 29374 604 3O034 565 741 847 904 28 31223 584 85 694 724 79 92 825 3 2204 5 396 406 12 68 614 750 53 76 825 59 33161 293 311 30 628 706 3 4474 501 92 649 71 78 83 767 86 842 936 3 5059 168 315 402 63 80 647 91 36008 221 29 [1000] 619 36 721 818 930 3 7314 78 467 83 573 80 813 772 872 3 3027 101 57 85 98 235 357 411 [600) 30 796 827 39161 233 [10001 92 416 67 [1000) 642 82 623 62 87 40019 [1000] 166 324 62 94 876 966 4 1 365 491 665 llOOOl 754 91 862 4 2041 46 90 266 507 65 79 759 66 130001 43417 66 [1000) 676 727 [30001 66 44001 304 62 471 520 57 520 22 80 712 [ 5001 832 43196 (1000) 24« 61 414 576 704 87» ~ ______ ___ .v-» o>» 915 [15000) 51 4*360 763 699 942 [5001 44 92 4 7025 325 432 64 60« 19 66 825 004 74 41006 97 216 433 683 [600) 707 93 861 13000] 921 68 49053 105 90 266 471 544 693 50252 63 84 543 65 TSOO] 96 709 80 83 629 [1000) 026 57 51001 28 170 [1000] 342 69 835 38 781 847 79 flOOO) 926 69 5 2088 136 66 393 [500] 428 636 75« 853 [600] 915 04 [30001 5*007 96 320 29 489 80 545 643 718 59 860 86 54038 77 81 122 209 81 72 322 401 52 5*229 397 960 [1000) 56161 468 695 [1000] 712 57142 89 209 499 666 736 97 6 5*132 52 97 423 [30001 5*103 262 78 13000] 318 4S8 80 96 507 21 760 *0053 69 317 811 68 [1000 ] 902 6 1 268 78 80 325 534 628 [500] 64 835 903 82 6 2066 75 200 358 481 96 597 Bll [30001 958 8*001 86 [10001 114 43 379 567 622 821 88 »99 64102 [1000 ] 301 407 10 32 581 679 757 [500] 64 805 6 010 38 94 6 5 087 119 283 317 497 561 SSO 64 787 926 88 66133 30 1500 ] 96 227 571 607 44 64 962 6 7 059 258 99 380 456 709 34 38 50 96 828 [600] SO 944 6*018 73 89 99 141 67 89 249 313 [1000] 68 [600] 464 [1000] 545 65 815 924 SS 1 5 370 610 [1000] 762 903 61 [500] 69 84 7*217 372 443 56 528 [500] 644 61 70 [10001 771 82 867 [6000 ] 7 1 284 320 [10001 507 659 70 794 72057 149 389 627 710 20 58 901 7*012 62 131 64 70 335 423 534 976 89 7 4087 106 252 585 880 15001 970 76003 29 126 [ 6001 65 381 549 643 [6001 77g 816 926 7*086 21« 422 592 689 [3000 ] 772 75 77084 188 225 [600] 69 [ 600 ] 333 443 596 887 90 7 8070 166 316 425 84 741 67 836 7 9100 99 489 758 916 *0069 166 84 [1000] 218 490 804 920 38 81142 278 396 642 837 46 [10001 32183 201 410 47 552 97 781 952 60 8*018 338 41 64229 388 513 953 7 5 8*123 40 282 622 846 967 8 6 083 118 91 203 23 65 306 [1000] 430 736 831 [1600] 57 [30001 916 87012 51 227 84 374 545 939 45 [500] 6*280 [600] 339 677 701 980 8*128 4,2 791 [5061 917 87 *02.36 718 37 936 *1044 109 [500] 204 [1000] 317 48 489 718 34 841 78 87 929 69 9*068 [500] 85 03 327 496 91 602 91 719 21 23 [500] 890 916 9*276 401 42 697 830 [1000] 908 18 94792 298 320 [3000] 795 874 **034 235 409 40 528 77 665 707 52 904 11 86 9 6032 274 412 601 855 76 092 97053 94 101 [600] 242 315 69 442 [560 ] 507 73 83 1 916 92 6*259 393 432 769 856 *9 160 4SI 99 639 59 695 902 10094 243 447 620 21 [500 ] 49 781 [3000] 88 803 925 2 0 0 536 [30001 686 710 2 0 7177 232 77 458 532 977 2 0*083 149 70 453 89 542 00 7 0 615 16 57 77 83 842 98 2 0 9008 158 206 409 524 [600] 625 712 [600] 210119 288 311 74 424 [500] 507 633 56 735 60 11000] 211030 300 604 [500] 730 883 85 96 907 212203 335 [ 3000 ] 36 85 89 419 [600] 602 6 75t 928 213053 61 210 330 40 54 1600] 783 91 852 72 941 2 1 4041 358 639 700 17 864 950 53 21*042 563 89 [1006 ] 873 774 21*033 [ 3000] 154 65 534 665 68 781 [3000] 2 1 7 440 569 732 47 77 833 [500] 83 2 1 8123 206 47 364 97 671 045 780 89 914 [OOOj 219032 178 [500] 275 302 508 600 09 75 701 987 i« "" ““ - — ' ---- Kartoffeln Pa. Sueifcfartoffcln «meine u. oelbcl vorziigl. im kochen, emuiicblt billin 3. Wedel, lei. 8b. [65791 Somicnilr. 6 Prim £jtiit=$Urtoicln in den verichiedeni'ienSorten, vorzügl. koch.' empf. bNltgü Heinrich Trechslcr. Ltcin üratze 48 . 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Flexibel gebunden M. 2 .—. Man kann das ausgezeichnete Werkchen geradezu als Muster eines Wanderbuches bezeichnen, sowohl hinsichtlich der umfassenden Behandlnna deS an Naturschönheiten verschwenderisch ansgestakteten Gebietes im Herzen Deutschlands mit seiner reichen Geschichte, wie angesichts der klaren und übersichtlichen Führung und der vorzüglichen Karten mit den eingetragenen farbigen Wegemarkierungen. Dazu kommt noch der allgemeine Teil mit seinem reichen volkskundltchen, natur wie kulturgeschichtlichen Inhalt. Berliner Bolközeilung lRr. 237), 23. Mai 1914. Es ist geradezu erstaunlich, was dieser wertvolle Führer in seiner Reichhaltigkeit und Uebersichtlichkeit alles bietet. Der Vogelsberg. die Wetterau. wie die Rhön gehören zu den schönsten Ausflugsgegenden unseres deutschen Vaterlandes. Wer sich nun über diese herrlichen Ausflugsorte schnell orientieren will, der nehme diesen praktischen Führer zur Hand, mit Hilfe denen er auf all die Schönheiten dieser Gegenden ausinerksam gemacht wird. Für Touristen ist er insofern unentbehrlich, als er alle Wege genau an- gibt. Der Tert des Führers weicht insofern von den übrigen angenehm ab, als er in leicht flüssigem, seuilletonistischen Stile gehalten ist und daher auch eine interessante Reiselektüre bildet für alle Besucher dieses schonen Gebirges. Der billige Preis von nur Pik. 2 — für diesen über 300 Seiten starken Führer ist geradezu erstaunlich. Badiiche Neueste Nachrichten (Nr. 2361, 23. Mai 1914. Ueber 100 Abbildungen. Städte, Landschaften, Trachten darstellend, schmücken den Band, der auf das ausführlichste seinem .Heimatgebiete Rechnung trägt und dem Touristen viele praktische Winke gibt, so dan ihm an Hand dieses Führers kein landschaftlich schöner Punkt, keine historisdi merkwürdige Stätte bei der Wanderung in den dortigen Gegenden entgehen rvird. Skizzen und Plaudereien, die an passender Stelle in den Text eingestreut sind, geben dem Leser zugleich Ausschluß über Sitten und Gebräuche der Beivohner des Vogelsbergs, der Rhön und der Wetteran und tragen zur Reichhaltigkeit des Führers in vorteilhafter und zweckentsprechender Weise bei. Dem Führer sind drei grohe Karten, fünf Uebersichts- knrtchen und vier Stadtplänc beigefügt. „Kleine Presse", Frankfurt tNr. 1191, 23. Mai 1914. BRENNABQB Kinderwagen Klapp wagen reizende IVeuheiten reiche Auswahl billige Preise Reparaturen sofort August Kilbinger Seltersweg 79 ^ Graustückkalk Weißstückkalk iii!I I i!I.i I I!IIII II >I> I I>II>I I I» II!I I II I I II I I»II I II I II I »I I IIIII I III I II I IIII I IIIII I II I IIIIIIl zu Bau-, Dünger- u. chemischen Zwecken ab ihren Werken Grollen-Linden und Bieber bei Gießen, sowie Kalksteine zu Bau- und Hüttenzweck^n ab Station Bieber-Abeqdstern empfiehlt (Inhaber Carl Haas jr., Gießen), Femsprech-Anschlüsse Amt Gießen: Werk Großen- linden Nr. 139, Werk Bieber Nr. 1080, Bureau Nr. 282. Abfuhr kann täglich erfolgen, eventl. Anlieferung durch eigenes Fuhrwerk. 3305D Lieferungsvergebung. Die Lieferung des Bedarfs an Kleider. Weißzeug und Bettwcrk für die Universitäts-Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke fn Gießen soll auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Werktagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau zur Einsicht offen. Angebote nebst Mustern sind bis zum Er- ösinungstermin: Mittivolh, -eil 10 . Zuni 1811 , Bormitfugs 11 Uhr, bei der Verwaltung abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, 27. Mai 1914. E v Großh. Direktion der Universitäts-Klinik f. Ohren-,Nasen- u.Halskranke. Dr. v. Eicken. Hen^ras-Verfteigernng. Mittwoch, I». Juni l. I., vormiitngs 8 Ubr. wird das Heugras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen tffarbcntcich. Leihgestern, Schiffenberg und Wastendorn-Sieinbcra, das Gras von Schneisen. Mäb- piauen und den Eisieichen in der d-orstioariei Baum- aarien versteigert. Da die Voseinieiiuna sich geändert Hai, beginnt die Bersteiaeruna an Ort und Stelle bei den stochen, eingangs der Kreissiratze (Sieben—Hausen in den Waid. Weitere Auskunsi durch Grobh. Forsiwari Mengcs zu slortthaus Baumgarien. (Sieben, 2. Juni 11)14. 6801K Groöberzoaiiche Obersjirfterei Schiffender» Bekanntmachung. Ein zur Zucht nicht mehr geeigneter Bulle soll im Wege der Submission verkauft werden. Schriftliche, verschlossene und mit entsprechender Aufschrift, versehene Angebote wolle man bis zum Montag, 1ö. Juni l. I., vormittags 11 Uhr, bei uns einreichen. Merlau, am 3. Juni 1914. Großh. Bürgermeisterei Merlau. Magel. 68gv