Nr. 127 Zweites Blatt 16^. zayrgang Erschein, täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tw „«icßencr jamilienblättcr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kieisblatt ffir den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschastlichen Zeit- sragen" erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhefjen MMvoch. 3. )unl 1914 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckereu R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftraßs 7, Expedition und Verlag: e^0 51. Redaktion:e® 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. 51«* tjcficn. 6inc Reise des «KroßhetzogSpaateS nach München. Zu dem bevorstehenden Besuch des Aroßherzoizs und der Großherzogin von Hessen am bayerischen v>oic schreibt die „Bayerische stctatszeitung": . Ihre königlichen Hoheiten der Grvtzhcrzag und die Groß. Herzogin von Hessen iverden morgen -Mittwoch! in München ein trefsen, um den Antrittsbesuch zu erwidern, den der König und die Königin im lechen Sommer am Tarmstadlcr Hose abqenaln't haben Mit unserem König vereinigt sich das bayerische Volk ui frcuin.vm und aufrichtigem Willkommgruß iiir die erwarteten hohen Gaste. Der herzliche Empfang, den in, vorigen Jahr die Hauvtstadt des Großherzogtums Hessen unserem .Hcrrschervaar bereitet hat, die warmen Worte, mit denen Grohherzog Ernst Ludwig den König und die Königin bcgrüht hat, stehen in Bayern in guter Erinnerung. Das. bayerische Polt, welches der blühenden Entwickelung Hessens seine ausrichligstcn Wünsche widmet, sreut sich, in den kommenden Tagen dem Herrscher dieses, ihm durch die Bande ur alter Nachbarschaft und diigcr Freundschaft nahestehenden Landes Zeugnis von der' Snmvathia geben zu können, mit der es sein umsassendeS Wirken vcriolgt. Wenn Hessen sich aus einer Reihe von Gebieten des kulturellen und künstlerischen Lebens der Ration einen beachtenswerten Platz geschallen hat, so dankt es dieses nicht zuletzt der sicheren Initiative und der kraftvollen Führung, die Grohherzog Ernst Ludwig der Förderung der g e i st i g e n J ntercisc n des Landes angcdcihen läht. Zn erprobter Treue zu Kaiser und Reich stehend, durch das Band herzlicher Freundschaft und aufrichtiger Wertschätzung mit den übrigen deutschen Bundes- Fürsten verbunden, e r s r e u k sich der Herrscher Hessens beim g a n z c n d c u t s ch e n V v l k h o h c n Ül n s e.h e n s und steht jederzeit mit an erster Stelle, wenn eS gilt, den Gedanke» der deutschen Einigkeit und der inneren Geschlossen-- herr der Nation hochzuhallen. Die wärmsten Wünsche grünen daher auch in Bayern ihn wie seine edle Gemahlin, von deren selbstloser Hingabe a» die der Herrscherin des Landes aus dem Gebiet des Wohltätigkeitswesens erwachsenden Ausgaben mancher schöne und rührende Zug bekannt gcivordcn ist. Mögen dem hessischen Hcrrschervaare gute und srcundlichc Eindrücke i» kommenden Tagen beschieden sein Ties ist der Gedanke, mit dem das bayerische Volk die Reise der ftirstlichcn Gäste unseres Königshauses begleitet! Staatsrat Becker zur hessischen BesoldnngSrcform. Die Monatsschrift für Deutsche Beamte veröffentlicht im 8. Heft des lausenden Jahrgangs einen Aussatz des Staats- rats Tr. Becker in Darmstadl iiber den Werdegang der nun Gesetz gewordenen Bejoldungsvorlage. Am Schlüsse der Betrachtung bespricht er die Haltung der Beamtenschaft wie folgt: Eine Erscheinung hervorzuhcben soll doch nicht vergessen werden, dos ist die fast musterhaft zu nennende Halmng, die die hessischen Beamten in den bewegten Zeiten eingenommen haben. Gewiß haben sie die Ständelamniern mit Eingaben und Wünschen nicht verschont, und wer wollte ihnen das in einer so wichtigen, für ihre Interessen io bedeutungsvollen Angelegenheit verargen! Was aber besonders lobend anerkannt zu werden verdient, das ist die Zurückhaltung, die die Beamtenschaft im allgemeinen sich in der Oeisentlichlcit auserlegt hat: Keine großen Versammlungen, in denen man ini Tone der Drohung die „Erwartung" ansiprach, daß Regierung und Landstände das und das tun werde, keine allzu starke oder' gar keine ständige Znanspruchliahme der Preise, keine häßliche Polemik darüber, welche Beamtenklasft für den Staat wichtiger ist, kein kleinliches »ud ueidvvlles Gezanke und Gezerre darüber in der Oefsentlichkeit. warum der andere einige Mark mehr bekommen soll als man selbst! Kaum in einem Fall war etwas derartiges z» beobachten, und wie dies dem Takt und der Disziplin der Beannenschaft ein gutes Zeugnis anSstrllt, so hol es ihr sicherlich auch neue Thmpalhien in weiten Kreisen erworben. Die Landtagewahlen im Erohherzogtiim Hessen im Herbst 1914 Tic Rcuwahlcn für den 36. Landtag werden voraussichtlich. d.r der 35 . Landtag bald zu Ende (geht, im Oktober d. I. stattsindcii. Bemerkenswert ist bet diesen Neuwahlen der Umstand, daß in sämtlichen Städten des Großherzog- tumS nach dran neuen Wahlgesetz gewählt und sie dort als Bezirkswahlen stattsindLn. Neuwahlen müssen vorgenommen iverden in der Provinz Starkenbnrg in folgenden Wahlkreisen i Zn Darmstadt: bisher Osann (Natl.f Münch iNatl.) und Henrich (Bolksp.); in Osfenbach: bisher Ulrich Soz. und Eißncrt Soz. : in Lampertheim: bisher Rechtsanwalt Tr. Boxheimer (Zentr.)i in Waldmichelbach: bisher Amtsrichter Wünzer (Sinti, n in Mühlheim a M.: bisher Ltdelung (Soz. >: i» Michelstadt: bisher Lang (Natt.l: in Obcrramsradt: bisher Schönberger (Bauernbund : in Babcn- bauscn-Groß-Ulnstadt: bisher Hauck (Bauernbund Zn der Provinz Ober Hesse n sind Wahlen nötig in den Wahlkreisen Gießen: bisher Grünewald und Urstadt (BalkSP.): in Friedberg: bisher Damm kVolksp.): in Bad- Nauheim: bisher Zoutz (Bauernbund): in Alsseld: bisher Reh (Dolksp Zn der Provinz Rhein Hessen wird gewählt im Wahlkreis Mainz: bisher Dr. Schmitt, Bach und Heerdt (sämtlich Ztr.i; in Bingen: bisher Sohcrr iZtr.): in Worms: bisher Köhler (Natl und Stephan Natl. : in Jiigelheim-Finthcn-Lber-Olm: bisher Tr. Wolf ,Bolksp.); in Oppenheim: bisher Winkler (Natl.) und in Pscddersheim: bisher Finger (Natl.) . _ Deutsche "Kolonien. Von der Landesausstellung in Windhuk in dem Staatssekretär des ReickiSIolomalanlls folgender Dralstgrutz zugegangen Aus Anlaß des glänzenden Gelingens der Landesausstellung gedenken die versammelten Teutt'ch-Südwclter Eurer Erzellenz mit elirerbieligstcm Gruß, scitz. Voigts. Kindt. — rer Staatssekretär sandte darau, dem Gouverneur folgende Antwort: Zn großer Freude über das glonzcndc Gelingen der Landes-Iis ftellung sende ick) Eurer Exzellenz und den ^eutsni--Lru.dmei.ern t.erzliäien Dank und Gri. _ _ Heer nnv Flotte. D e r K r o n p c i n z u n d d i e H c r r e n d c s G ro ß e n General st ab es sind ans ihrer Bcsichtigungsreisc. von Baden-Baden in Automobilen kommend, am Dienstag nin l.'- Uhr mittags in Saarbrücken eingeiroisen. Dre Herren werden voraussichtlich Mittwoch früh 8 Uhr nach Metz wcitcrsahren. ' Berlin, 2. Znni. Das „Mtttlarwocku'nblatl meldet: v Winters ’c 1 b t, Oberstleutnant mit dem Range eines Abteilungschcss des Geireralstabs der Armee, Militärattache bei der Botschaft i» Paris, ivurde unter Enthebung von dieser Stellung zu»! Ableilungsches im Großen Gencralstabc ernannt. ! Die fy. Tagung des Deutschen Geographentages ;u der in Stratzburg i. E. einige hundert Dcllnekmcr. Gc Lrbrir aus dem ganzen Reiche iorofcc aus Deüerreich-Ungarn und Vertreter der Wmemchaft aus den Niederlanden, der Schweiz, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern, erschienen waren, nahm am Dienstag vormittag ihren Anfang. Erschienen waren u. a. der Kaiserliche Statthalter Dr. v. D a l l w i fc , der Kommandierende General v. D e i m l i n g und der Gouverneur von -Ltraßburg Generalleutnant v. Eberhardt. In der Aula der Kaiser-- Wilhelms-Universität cröffnctc der Vorsitzende, Geh. Regierungs- Professor Dr. Wagner- Göttingen. die Tagung, welche durch Begrüpungsworte des Leiters des Geographischen Seminars in «traßburg, Professor Tr. Leopold Sapper, cingeleitet wurde, der die Erschienenen namens des Ortsausschusses b-egrüßtc Es l? ra m C,t ^ncr iin Namen und im Anstrage der Landesregierung der ßoeurrspräiident Tr. P ö l, l m a n n, bei Verhinderung des Bür germerfters namens der Stadt Beigeordneter T i m m e. für die ttmveriuat der Rektor Magmncus Gchcrnirat Prof. Dr. C h i a r i, nir mc m Nebel aber nicht ausmachen läßt, von welcher Seite das Schiit naht. Ferner ist die Bestimmung erlassen, bei Nebel mit „verminderter G c s ch w"l n d j g k e i t" z» fahren. Das ist nun ein dehnbarer Begriff Ein Schiit, das gewöhnlich 23 Seemeilen läuft, hat verminderte Geschwindigkeit, wenn ee Mit der Fahrt aul 20 Knoten heruntcrgcbt. Ts ist ganz bekrnnt, daß diese Art der Aussassung oft schon zu schweren Unglückssällen gesühtt bat Dcnn der Kapitän eines Schilfes ist nicht nur" für die Sicherheit seiner Passagiere und seines SchisieS verantlvortlich, ivndcrn auch seiner Gcicllichast verpflichtet, möglichst schnell den Weg über S e u r ü ck z u lc g e n. Ta haben sich aus diesem Zwiespalt denn die SchissSführer oft durch den Ausweg zu retten gesucht, mit der Geschwindigkeit nur ganz minimal hcruntcrzugehen, uni bri einer Kaiastrovlie sich hinter der- „verminderten Geschwindigkeit" vev- ichanzeu zu können und gleichzeitig den Vorteil ihrer Gesellschaft bedacht zu haben.. Endlich lammen bei Nebel noch die Auswcichcrcgcln in^ Frage, die gleichialls^ international icstgclegt sind. Aus der «tellung der grünen lSteuerbord> ^iind roten « Backbord) PositivnSlaterncn zueinander läßt sich mit Sicherheit der Kurs des fremden Schisses und die Möglichlejt eines Zusammenstoßes erkennen. Die porzu- nehmcnden Manöver find jedem seebefahrenen Menschen svsort klar. Die AuSweichcregeln kennt jeder: diese Kenntnis wird noch durch beaucme vorvus inemoriulev unterstützt: „Ist rot an Steuerbord zu sehn, So mußt du aus dem Wege gehn. Siehst du,jedoch an Backbord grün. Kannst ruhig deiner Woge zieh». Ist grün an grün Und rot an rot. Kannst ruhig sein, Hat's keine Not." Wie ivenig aber bei Nebel die Lichter zu erkennen sind, geht aus der Aussage des Kapitäns K c n d a l l hervor, der dos unglückliche Schift ftihrte. Man erkennt aus dieser iurchtbaren Kakasttovbe wieder, wie wenig alles Sinnen des Menschengcislcs gegenüber den elementaren Ereignissen vermag, zu denen eben aus soee auch dichter Nebel zu rechnen ist. Weitere Bekundungen de« Kapitäns Kendall. Rimouski, 3l. Mai. Bei der Untersuchung über die Ka. tastroph: der Eniprcß os Zreland sagte Kapitän Kendalt weiter aus, der Kohlcndamvicr Stotttad Hobe seine Signale bcantivvrtet, nachdem er gcsichlct war, und als der ^torstad noch ernc Tchiftslängc entfernt war, habe er durch das Sprachrohr ihm zugerufen, er solle rückwärts fahren. Gleichzeitig habe er seinem Schift „Volldampi voraus" befohlen, um iu versuche», dem Zusammenstoß znvorzu- kommen. Nachdem der Bug des iptorstad die Emprei; zwischen den Schornsteinen durchschnitten hatte, habe er den Ltorstad ersucht, weiter mit voller Stroit vorwärts zu fahre» und daS Lea auSzu- iüllcn, doch sei der Storstad zurückgei'ahrcn, und das Wailer iu durch das Leck hcreingcstürzt. Er habe nun versucht, die Empreß auslauien zu laßen, doch labe das Wasser die Maschinen inuerlialb von drei Minuten zum Stehen gebracht, und das Schiit habe begonnen, sich zu iüllcn. Darum habe er besohlen, die Boote auö- züsetzen, und fünf Minuten später sei das eccknft gesunken. Er sei umergegangen und tobe das Bewußtsein verloren. Als er wieder zn Bewußtsein gekommen, habe er in einem Boote gelegen, ans dem sich bereits dreißig Personen besundcn hätten. Er Iwbe dann sein Möglichstes getan, um noch andere zu retten, und noch iüniund.zwanzig Personen autgciischt und weitere zehn mitgenommen, die mit um die Handgctcnkc geschlungenen stricken an den Seiten des Bootes iestgehatten wurden.Zäls er gesehen habe, daß er nicht mehr retten könne, sei er zuni Ltorstad gcrudett, habe die Leute an Bord geschasst und sei dann zurückgekehrt, um zu versuchen, noch mehr zu retten, habe scdoch niemanden gesunden. Kendall erklärte, er liabc von dem Storstad keine Antwort erhalten, als er ihn auftorderle, stehen zu bleiben, obwohl er cs ihm iünt- inal zugerufen habe. Als er darauf dem Storstad zugeruien habe, vorwärts zu iabrcn, habe er gleichfalls keine Antwort erkalten, doch hätte der Kapitän VcS Storstad als Seemann ivissen sollet,, datz er nach dem 'Zusammenstoß vonv'äns fahren mußte. Eine Ervlo ,'ion Hobe nickü stattgeiundeu und cS sei auch zu keiner Panil gekommen. Er habe bis zuletzt volle Kontrolle über seine Mann schast bchaltsr. Mlc, die mit dem Leben davonkamen, seien durch die Boote der Eniprcß auigenvinmcn worden oder hätten sich an TchiskStrümn.ern über Wasser gehalten. Ter Bericht des Kapitän Andersen. ! Montreal. I Zuni. (W. B.« Eine aus einen Bericht der Kapitäns Andersen und anderer Lssizicre des KohlendomplerS „Storstad" gegründete Darstellung des Unterganges der „Em- preß" oi Zreland", die den Beamte» der „Maritime Steamshiv Company" ingegangcn ist, wird nunmehr vciöiieniticht. Andersen und die O innere erzählen, die „storstad" dampfte nicht rückwärts, nachdem sie mit bei „Empreß oi Zreland" zuiammengeitoßrn war, sondern iuhr vorwärts in dem Bestreben, MN dem Bug den Ritz in der Seite der „Empreß" IN verstovien. Die „Empreß" dampfte icdoch weiter und bog den Bug des Koblendampiers nach Backbord in eincni spitzen Winkel zur Seite. Nachher war die „Emprcß" aus dem Gesichtskreis verschwunden. Der Kohlcndamvicr gab nichtsdestoweniger Signale mit der Dampspsciie, konnte aber den Auienthaltsort der „Empreß" nicht ermitteln, dis man die schreie der Ertrinkenden Hörle. Andersen stellt ganz entickneden in Abrede, daß er sich noch dem Zusammenstoß eine Meile weit cntlcrntc. Er l.aiie ioiorl »bgestoppt, während die „Empreß". ihre Lage ver- ändcrte. Andersen erzählte de» Eignern der „storstad", er habe Kapitän Kendall rufe» hören: „Gebt incht zurück!" und hätte daraus acantwortcl: „Werde es Nicht tun!" Dauaäi aber wäre die „Empreß" aus dem Gesichtskreise verschwunden. Der Bericht erklärt weiter, daß die schisse einander gesichtet hätten, als sie »och weil voneinander cnticrnt gewesen seren. Die „Empreß" fahr, vom „Storstad" gesehen. links Ihr grünes steuerbordlicht war an Bord der „storstad" unter Verhältnissen sichtbar, die der „stor> stad" nach de» schlisadrtsqcsetzen das Rech! gaben, ihren Kurs bcizubrl.allelt. Ter Kurs der „Empreß" änderte sich so, dai> man nach der Lagc^ dcS schiiicS annehmcn konnte, sicher an ihm Bor- behzusal ren. später hüllte Nebel erst die „Empreß" und dann die „Stotttad" ein Es wurden Nebclbornsignalc gewechselt. Die sMaschnien des „Stotttad" gingen sofort mit halber Kraft und stophtci, dann ganz. Der Kurs wurde nicht verändert. Links börte man Signale her „Emoref oi Zreland": „storstad" luetmortete. Plötzlich war die „Empreß" unmittelbar linls von „Storstad" im Nebel sichtbar. Sie zeigte ein grünes Licht und lief eine zrenilich schneite Fahrt. Tie Maschinen des „storstad" stoppten und standen schon Jttll, als die schifte zuiammensticßen. ES wurde gesagt, die „storstad" hätte nicht rückwärts aus dem Riß heraussahren sollen, sie tat cs auch nicht. Als die Schifte zusammenstietzen, wurden die Maschinen der „Storstad" mit Absicht in Gang geletzt, um den Bug des schiiics aus der Seite der „Empreß" zu halten, bevor Wasser eindttnqen konnte. Die „Emvrtti" aber schwenkte um die „Storstad" herum, bog ihrcu Bug nach Backbord und verschwand. Die „storstad" kictz alte Boote herab, um die Paiiaqiere und die Mannschaft der „Empreß" zu retten, obgleich sie selbst in großer Gefahr war zu sinken. Die Boote retteten 350 Pcrsemen. die an Bord gebracht wurden. Die Berschte der Presse, die be- kauvten, daß die „storstad" leicktierftg gezögctt habe, anstatt wirksame Hilsc zu bringen, zeugten von harter Ungerechtigkeit. Der Kapitän sordcrt die Oeftentlichkeit aus, mit ihrem Urteil zurück- znhalten, bis ein unparteiisches Gericht beide Pattcicn gehört habe. Zickzack-Kurs der Empreß. Die „Times" melden aus Montreal vom l. Juni: Ka- vitän H o l d u n g von dem norwegischen Kodlendamvicr „A l d e n" hat einem Beamten die Beobachtung mitgeteilt, die sein zweiter Olsizier und der Lotse gemacht hätten, als sie der „Emoreß os Zreland" etwa 30 Seemeilen von der Unglücksstellc cntiernt begegneten, Die „Silben" fuhr den st. Lorenzstrom auswärts und befand sich 30 Meilen von Fathcr Point, als die „Empreß os Zreland" gesichtet wurde, die ihr entgegeusnhr. Ter Lotse und der zweite Lssizier waren aus der Kommandobrücke der „Silben" und sind bereit, folgende eidliche Aussage zu machen: Tie „Empreß oi Zreland" i»br den 2t. Lorenzstrom abwättS, als sic ihr begegneten, sie näherte sich dem .Ko hl c n da m v fer in einer so ziellosen Art, daß der Lotse und der 0 i l i;, c r e r n st l i ch besorgt wurden. Der Kurs war so ziellos, daß man bald das grüne Licht, bald die rote Laterne scheu konnte. Ihr Kurs war ein Z i ck z a ck k u r s. Tie Nntcrsuchung. Ottawa, l. Zuni. lRenter.) Tie Regierung hat im Unter- Hause eine Bill zur Einsetzung einer Spezsalkommsssion zur Untersuchung des Unglücks der „Empreß oi Zreland" cingebracht. Bon dem Bureau der Eanadian Pacific Company wird bekannt gegeben, daß die a m i l i ch e Untersuchung über das Unglück der „Empreß oi Zreland" in Ouebcck am 9. Zuni beginne» wird. Quebec, l. Juni. Korvettenkapitän Twcedie von der „Essex" die sich an der suche nach Leichen beteiligt, bat die Ansicht auSgcsvrochc», daß cS u n ni ö g l i ch ist, die „Empreß o i I r e - 1 a n d" zu beben und daß ihr Rumps gtt'prengt werden müsse, damit die Schissahrt nicht gesäbrdet werde. Montreal, 1. Zuni. >38. B. Der Da in vier „Storstad" in gestern wenig beschädigt hier csngetroifcn. Einigen Beamten Ivurde nur gestattet, an Bord zu gehen. 'Die Eanadian Parisrc - Gesellschaft bat a» .Kapitän Slndcrsen eine Forderung aus Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Dollar gerichtet. London, 30. Mai. Die schissSvcrsicherer vom Llmid sind durch den Untergang der „Empreß os Zreland" schwer getrosten. Das Schift war mit acht Millionen Bkark versichert. Die Bersicherungcn sind mit englischen Bersicherern abgeschlossen worden. Der Verlust der Ladung dürfte ilmen weitere drei Millto- ncn Mark kosten. SllS die erste Nachricht von dem UnglückSsali cnttrai, wurden Rückversicherungen von vier bis 30. Prozent abgeschtoiien. Tie Rate lür die Rückveriichcrnng des vermißten Tampicrs „Luckcnbach" beträgt bereits sechzig Prozent. 33. Deutscher vurschenschaftrtag. Eisenach. 1. Juni. Tie deutschen Burschenschafter haben hier Einkehr gehalten, um neben rein studentischen Frayen die letzten vorbereitenden Beschlüsse zur Jahrhundertfeier der Gründung der Burschenschaft gu lassen. Es ist deshalb selbstverständlich, daß bei dieser Tagung sämtliche deutschen Universitäten und sämtliche 67 bnrschenschastlichen Verbindungen vertreten sind. Die Leitung der Jesilichkeiten und der Verhandlungen führte die Verbindung ,Rugia"-Greis7'lvald. 9tach ihr bekommt die ^Allemannia"-Mar- burg den Vorsitz. Im Mittelpunkt der Feier stand die Ansprache des cand. pbil. Schröder (,Rugia*-Greisswald). Sie gedachte der mannigfachen geschichtlichen Erinnerungen, welche die Wartburg- stadt und die deutsche Burschenschaft so eng miteinander verbinden. — Heute nachmittag fand der Zug nach dem BurscheuschastSdenkmal und die Feier daran statt. Im Mittelpunkt dieser Feier stand die Festrede des Referendars Flex-Gerstungen (bAllemanniaE-Bonn). Danach bewegte sich der Zug nach der unterhalb des Tenkmals liegenden Banstäite des Burschenschaftshanses, welches nach Plänen des Prozessors Kreis-Düsseldors errichtet wird. Ter auSführende Bauleiter I. Senert-Eifenach gab an Crt und Stelle nähere Mitteilungen über den stattlichen Bau, der bereits zur Jahrhundertfeier beendet sein wird. — Tie mehrtägigen Verhandlungen erstreckten sich haliptsächlich aus interne Angelegenheiten. Eingehende Besprechung fand neben der Jahrhundertfeier der deutschen Burschenschaft die studentische Bismarckseier 1-1-', in Friedrichsrnh. Ferner befaßte man sich mit der Förderung des' Sports und der Leibesübungen in der Studentenschaft. Tie Burschenschafter legten am Grabe Dr. Fritz Reuters und am Bismarckdeaknial Lorbeerkränze mit schwarz-rot-goldenen Schleifen nieder Der wandervogeliag tcs lscssengaues. Wetzlar, I Juni. Gestern unk heute tagte her Wunder- ogcltag d e > H e s s e n g a » c i unter sehr starker Beteiligung hier Aue« 35 Städten und Dürfet» des Gaues, der sich über das Großderzogtui» Lessen, die Provinz Lessen-Nassau und den stress Wedlar ausdcdnt, waren 458 Jungend und Mädels erschienen. Gestern »aclnnittag trafen die Norden ein, Abends 8 Uhr jaud aus dem Tomptatz Bcgrüstunasseier statt, Dr, Linke! begrüßte namens der Gruvvc Wetzlar, Stadtverordnete Bergmann namens der Stadt, Tr, Liede (Elgershausen entbot den Grus, der Ganleitung, Bei cinbrcchendcr Dunkelheit wurde am BlSmarcks- turm das Piingstscucr abgebrannt, Pfarrer Lie ,Heev (Wetzlar) gedachte der Bedeutung der Wandervögel und richtete mahnende Worte an die deutsche Jugend, Um das Feuer wurden altdeutsche Volkstänze und Reigen mit Gesang und Musik anigesührt, In der Kaserne, in Schulen und Bürgerhäusern erhielte» die Wandervögel sehr gute Quartiere, .Leute früh war Kirchgang und Besichtigung der Stadt, des Domes, des Museums, des Lottcbauses usw. Um 12 Uhr ging« hinauf in den herrlichen Buchwald Finsterlob, Tort wurde abgekocht und geiveist. Um 3 Uhr begannen PreiSsmgen, Tanzen, Spielen und allerhand stur,weil, Uni .b Uhr »ahnien die volkstümlichen stamvispicle ihren Anfang: Barlaus, Deutscher Treisprung, Kugelstoßen, Gcrwcrlen, Ten Abschluß bildete der zwei Kilometer lange Waldlaus. Dazwischen sammelten >sch überall Gruppen zu fröhlichem Spiel, Gelang und Reigen, Gan, Wehlar, Rcchlenbach usw waren I>erbeigesträmt, um sich an den, sugendlichcn Treiben ,u erfreuen Um 7 Uhr war Preisoer- tcilung: 1, Gesang: A. Lordengcsang 1. Preis Klein-Linden mit dcni Liede ,,Finstre Nacht lwt mich überiallen", 2. Wiesbaden, K Mehrstimmiger Gesang für Mädchen: ein Band Ortsgruppe Kassel: für Kl,oben: ein Band Frankiurt, C, Einzel- gcsa » g: je ein Band Ebclcr-Köln und O, Ungcr-Franksurt-Ost, Am Mädchcnturnen — Ballwuri, Wcitsprung und 100 Meter- Lauf — errangen Preise: l, Licsbcth Kornmüllcr-Frankiurt und Toni schnchardi-Maiiiz, 2 Johannette Erbs-Frankiurt, 3, A, Tnbois-Kassel, 4, Lucie Budde-Kassel und Lini schwegler-Wi:s- baden, ferner Lcdwig Waldschmidt-Wctzlar, Trudel Erbs-Frank- furt, 7, Hafsler Wetzlar, Im Knabenturnen erhielten Preise: ilKrupp- I. unter 14 Fahren: 1. Fr Pogsan-Wetzlar, 2. R, Koch- Wetzlar und Werv'l Alsfeld. 3, Jndertal-Wctzlrr, 4, H, Müller- Wetzlar. Gruppe II: l4 bis 16 Jahre alt: 1, Rud, Steinbeck- Wetzlar, 2 Werner Kourtin-Wetzlar, 3. Fr, Beierton-Worms, Ernst König-Wetzlar und L, Watdschmibl-Wetzlar, Gruppe III über 16 Jahre: 1. W, Lahr-Gießen. 2. M. Ludetnig-Wetzlar, 3. Ernst Schwalm-Lollar, 1. Ludwig Erbs-Frankfurt, ö. Wilhelm Bnchackcr- Gicße», 6, Wilb, Germer-Klcin-Lindcn und G. ,Krebs-Marburg, 7, Rob, Becker-Wiesbaden, A, Schmidt-Marburg und Th. Zcckler- Wetzlar. Im Waldlauf siegten: Gruppe I Jungen über 16 Jabrf: 1, Pohl-Worms, 2, Schmidt-Marburg. Gruvvc II Mädchen und Jungen unter lti Jahren: 1, Koch-Wetzlar, 2, A, stciiibcck-Wetzlar, 3, Frl, Erbt-Frankfurt, 4, Frl. Tombols-Kassel, Aus StciSt und Caitft, Gießen, 3. Juni 1914. ** Be zi r k s s p a r k a s > c Gießen, Am 29, Mai fand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der hiesigen Bezirkssparkasse statt, zu der als Vertreter der Regierung Lerr Kreisamtmann Lemmerde erschienen war, Ti- rektor Zacheis gedachte bei Eröftnung der Versammlung des ausgeschiedenen Vorsitzenden des Aussichtsrats, Herrn Oberbürgermeister Mccuin, und würdigte dessen Verdienste um die Sparkasse, Er erstattete sodann den Geschäftsbericht, aus dem hervorgcht, daß die GcschästSergebnisse des o.bge- lausencn Geschäftsjahres 1913 als recht günstig zu bezeichnen sind, Ter Eiiitagenbestand bat sich um 1158 543,63 Mk, gegen das Vorjahr vermehrt, er beträgt am Ende des Geschäftsjahres 1913 21 246 413,50 Mk An Kapitalien lourden in 1913 gegen daS Vorjahr 1219 230,67 Mk, mehr ausgeliehen. Aus dem 92 141,89 Mk, betragenden Reingewinn werden auf Beschluß der Versammlung verwendet: zu gemeinnützigen Zwecken 31879 Mk„ zur Gewährung von Badekuren an arme skrophiilöse Kinder 1250 Mk. zur Belohnung von Tienst- botcn und Sparern 1385 Mk, An stelle des Herrn Oberbürgermeisters Mccuiit wurde ,Herr Oberbürgermeister Keller in den Aussichtsrat der Sparkasse ^ewäijlt, Durch Beschluß der Stadtverordnetenversammlung ist Herr Stadt- verorductcr H u h n als Vertreter der Stadt Gießen neugewählt worden, ** Der Ballon Hessen, Am Sonntag ist in Darmstadt in der Nähe des Bollenfalltores der Frankfurter Freiballon „Hessen", der vormittags in Frankfurt aufgestiegen war, infolge Gasverlustes in den Bäumen bangen geblieben und mußte landen, Tic Insassen, zwei Damen und zwei Herren, ließen sich an Stricken herab, Ter Ballon erlitt verschiedene Beschädigungen, ** Vom „Vater Iah n". Ter Vcrwaltungs- g^erichtshof zu D a r m st a d t beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung am Samstag mit dem Gesuch des Wilhelm S ch IN i d in Gießen um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschast im Hause Ost-Anlage 18, In dem Lause wird bereits seit dem 3. Dezember 1881 eine Wirlschast betrieben und zwar ohne Unterbrechung, Ter letzte Wirt hatte Kellncrinncnbedienung eingesührt und bas Lokal war dadurch bald eine Animierkneive allerschlimmstcr Art Ter Inhaber wurde denn auch am 19, April 1913 von der Gleßencr Strafkammer wegen Kuvvclei zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, seitdem steht das Lokal leer. In der Zwischenzeit hatte wohl der Bruder des letztcn Wirtes ein Konzcssionsgesuch ein- qerercht, dieses aber ^vegen der Aussichtslosigkeit wieder zurückgezogen, Tas van Schmid Anfang Januar eingereichte Gesuch wurde am 21. Januar vom Provinzialausschuß abgelehnt, nachdem von dem Stadtverordnetenkollegium die Bedürinissrage verneint worden war. Auch der Gerichtsvräsident und der Ober- staatsanwalt hatten sich gegen das Gesuch ausgesprochen: es läge nicht im Interesse des Gerichts, wenn dem Publikum Gelegenheit gegeben würde, die eventuelle Wartezeit znm reichlichen Mkobol- genu» zu benützen. Tas Urteil des Provinzialausschusscs führt in der Begründung auS, daß auch dann, wenn für eine Verneinung der Bebüriwssrage keine hinreichenden Beweise vorliegen würden das Ge,uch abzulehnen sei, da di- Nähe des Justizgebäudes nickst die Existenz einer Schank Wirtschaft in einem Villenvier t e l, wie es hier der Fall sei, rech,fertigen könne, Ter Gesuch- stcller legte gegen dieses Urteil Berutungbe, dem Perwaltun qSgerichtshot ein. Dieser erkannte nach der Vernehmung von vier Zeugen, die sich sämtlich für das Gesuch aussprachen dahin, dotz der Berufung des GcsuchstellerS st a t,, u g e b c n sei und ihm die nachgcsuchte Erlaubnis ,um Betriebe einer schankwirtschast und dem Ausschank von Branntwein zu erteilen sei, Ter Streitwert wird aus 1000 Mk, sestgesetzt, Landkreis Gießen. -r. Leihgestern, 3. Juni. Von einem bedauerlichen Unsall wurde gestern der Landwirt Johannes Will betroffen, Im Begriff in das Feld zu fahren, raste ihm unter- wegs das scheu gewordene Pferd des Schmiedemeisters Jäger entgegen. Sei dem Versuch, es zum Stillstand zu bringen, wurde er von dem Wagen erfaßt und erlitt hierbei außer anderen Verletzungen einen Bruch des linken Lber- scherikels, Tie erste Lilfe leistete Heilgehilfe Läufer, In dan- kenswerter Weise nahm sich sodann der gerade hier an- wesende Kreisveterinärarzt Tr, Knell des Verunglückten an, indem er ihn in seinem Automobil in die chirurgische Klinik nach Gießen verbringen ließ, 4 K l o st e r A r n s b u r g , 2, Juni, Das Jahrcssest des evangelischen Rettpiigshauses hatte einen ganz außergewöhnlichen Besuch zu verzeichnen. Besonders die Landbevölkerung war stark vertreten Ter Vorstand des Rcttungshauses, Lehrer R a r - Ober Hörgern, leitete die Feier, Gemeinsame Gesänge nach dem Arnsburger Licderbnche unter Leitung von Pfarrer Kmi und trefflich wiedergegebenc Darbietungen des Posaunen- und des Gemischten Ehors aus Gambach bildeten den muslkalisck>en Tel! Tazirnschen lauschte die andächtige Festgemeindc den zu Herzen gehenden Worten der beiden Festredner, von denen Pfarrer Lütge r t - Franks urt den 52, Psalm semcr Ansprache zugrunde gelegt hatte, während Pfarrer Knipp-Vörde (Westfalen) im Anschluß an I, Thimothrus 1,15 sprach, Ten Jahresbericht de-: Reituugshauses erstattete für den verhinderten Stistsdechanten Klingelhöser Stiitsptarrer F r c i t a g - Lich. Danach waren m der Anstalt am Schlüsse tos Jahres 1913 39 Mädchen untcrgebracht 018 Bäder -1813 => 504) abgegeben und 138 Inhalationen (1313 -- 76) genommen. Am Ende des Monats Mai waren noch 160 Kursremde (1913 = 39) anwesend. rittivcriitäts-Nacl,richten. 3 weiter deutscher Miss enfcha ftcr - Tä g, 5, F r a n k s u r t a, M., 2, Juni, Unter starker Beteiligung begannen heute IN der Akademie sür Handels- und sozialmsssen- schaiten die Beratungen des 2, deutschen W i s > c n s ch a > t c r- TageS, Als Ehrengäste hatten sich zu der Erössnungsscier ein gesunden Generalseldmarschall von der Goltz, Generalmaior von Scherbening, Gchcimrat Dr, II, Eck sür die Universität Gieße», Pros, Tr, Leonhardt sür die Universität Marburg, Pros. Tr, Wachsmuth für die Akademie Frankiurt, Ttadtrat Prof. Tr, S t c nt sür die Stadt Frankiurt, und, mit Ausnahme der Hochschulen Stuttgan und Ttraßburg, Vertreter aller Universitäten und Hochschulen, soweit sie dem T, W, V, in Korporationen angeschlosscn sind. Nach den Begrüßungsansprachen verlas Oberlehrer Tr, Lorcp «Frankfurt) den Geschäitsbericht, demzufolge dem Verbände gegenwärtig 12 000 Mitglieder angeboren. Sodann sprach, stürmisch begrüßt, Gcncralseldmarschalt von der Goltz, über „Der Student und die Jugendbewegung", Ein Vortrag von Pros, Tr. Voigt -Frankiurt« über „Tic wisscnschastlichen Institute als Grundlage der Universität Frankfurt" schilderte den Werdegang der Frankfurter wissenichastlichcn Stistungen, die setzt ihre zusammcn- schliktzende Krönung in der neuen Universität fänden. Im Anschluß an die wissenschastlichc Sitzung fand eine prunkvolle A u s s a b r I der Chargierten statt, die aus dem Römcrberg endete. Im Kaisersaal entbot hieraus Oberbürgermeister Voigt den Gruß der Stadt Frankfurt, Im Bürgersaäl vereinigte man sich sodann zu einem von der Stadt gespendeten Imbiß, Später begaben sich die Fcstteilnebmer nach Bad Homburg v, d, H, und der Saal bürg. Ein von etwa 1500 Personen besuchter Festkommcrs im Kausniännischeu Bercinshaus beendete ven ersten Tag, » — Der Bonner Termotologe, Gcheimrat Professor Josef Doutrelevont seiert am 3, Juni seinen 80, Geburtstag, — Als Nachfolger des in den Ruhestand tretenden Professors Debio wurde der o, Prosessor an der Universität Bascl Tr, Ernst Heidrich vom 1, Oktober d, I, ab zum ordentlichen Prosessor der Kunstgeschichte und zum Direltor des Instituts iür Kunstgeschichte und alte christliche stlrchäologic an der Universität Straß- l-urg i, E, ernannt, Pros, Heidrich ist 1880 zu Nakcl (Prov, Posen) geboren. Büchertisch. — Tie Deutsche Juristen-Zeitung ■ Verlag Ber- (in W. 57, Potsdamer Straße 96- enthält ln ihrer neuesten Nr, 11 eine Reihe von interessanten und altuelteii Vorgängen turistisch behandelt. Wir nennen nur den politisch bedeutungsvollen Aussatz von Pros. Beer über die Kündigung der Haager Familienrechts- Konvcntion durch Franlresch und den Aussatz von Prot, Lang- h eg n c k e n zur Resorui des Rcchtsstudiums, auch die ncuclte Entscheidung des Reichsgerichts zum Generalpardon ist von großem Interesse, ~ Märkte. sl. Sich, 2. Juni. Heute lind hier der S ch >v e i n e m a r k t statt, zu de,» 754^ Stück auige,rieben waren, Tie Preise waren oedrückt: es kostete dos Paar Ferkel 11—13 Wochen alt 42—48 Mk., 15—17 Woche» 53—55 21 k. und 4—5 Monate alt 100—110 Mark. Ter Geichä'lsoaoa ist als mittelmäßig zu bezeichnen. le. Fraiiksnrt a. M, Schwei nemarktberi ch: vom 3, Juni, Aiilgetrieben waren 107) Schweine. Pollfleischige Schweine von 80 bis 100 k!t, Schlachtgewicht 58,00—61 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Le Lebendgewicht 45.00—48.00 Mk. Schlachtgewicht 58—60.00 Mk. Keschäst »iiltelmäßig, bleibt Ukberstand, le. Frankfurt a. JO!., 3. Juni, lOrig.-Telegr, des „Gieß. Anz."> Lluillichs Noliernnqen der henligen Fruchtmarktoreise. Weizen (Hiesigerl Mk 22 25—22 50, Kurl,«sssscher Alk, 22,25 — :2.50, Wetterauer Mk, 00.00-00.00. Roggen (hiesiger) Mk, 18.00—18 50, Gerste (Wetterauert Alk. 00.00->>0,00, Gerste, Franken, Piälzer, Ried Alk, 00.00—00 00, Haler Mk, 18.00—18,50, Mais Mk. 15.25—15.75, Wetze,»nehl 0 Mt. 00,00—00.00, Weizenmehl I Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl III Mk, 00 00-00 00, Roggenmehl 0 Mk. 00,00—00.00, Roggenniehl o/r Mk, 00.00—00.00, Roggen,nehl I Mk. 00,00-00.00, Weiie,ikkeie Mk, 0,00 -0,00, Weizenschalen Alk. 0.00 —0.00, Roggen- kleie Mk, 00,00 - 00.00. Malzkeime Mk. 00.00—00,00, Biertreber 00. 00 - 00.00, Futtergerste Mk.00,00 - 00,00, Alles per 100 Lx ab hier. fc. Frankfurt a, SM., 3. Jum. lOrig.-Telegr, des „Gießener Anzeigers",) Kartosselmarkt. Man notierte: Kartoffel» in Waggons 2>!k, 6.50 -7.0", >,n Kleinhandel Alk, 6.50—8.00 für je 100 Le Oll. Wiesbaden. P i« hh o l -Ma rkt b s r i cht vom 2, Juni Auftrieb: Rinder >68 (Ochsen 58, Bulle» 17, Kühe »nd Färsen 81, Kälber <4 , Schale 63, Schweine 1007. Preise sür 100 Md A arktverlaui: Ru ng, etwas Ileberstand. Lebend- Schlacht Ochi S'i. qewicht Pollklesschsge. ansqemästete. höchsten Schlacht- Mk. E wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 48—51 8o—01 Junge, steischige, nicht ansgemästet! und allere onsgemästete...... 40—52 bb 9: Mäßig genährte junge und gut ge- genährte ältere........... 44—48 >8—8 d Bullen. Dollsteischige, ausgew, höchsten Schlachtiv. . 42—4d 72 78 Vollsteischige, jüngere.......... 39 -41 67—71 Färsen. K n h e. Pollstesschlqe auSgeinästete Färsen höchsten Echlachtwertes..... 46—50 82—89 Poll fleischige ausgemästete Kühe höchsten Echlachtwertes bis z» 7 Jahren..... 39—13 70—77 Lellere miSqemästets Kühe rmd wenig gut eiü- wickelts jüngere Kühe......... Mäßig genährte Kühe UN» Färsen..... 30—34 59—62 Kälber. ..... Feinste Mastkälber........ 64—66 107—110 Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... 54—59 90—98 Geringere Akast» NN» gute Saugkälber . . , 50—53 83—88 Geringe Saugkälber.......... 47—50 80—85 Sch aie. Weidemastlchass) Mastlämmer und Masthammel .... 44,50—45.50 92—91 Schweine. Pollsieischtge Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht .............. 45-47 58-60 Vollfleischige Schweine unter 80 Lx Lebendgewicht 44-48 57-59 Pollfleischige Schweine von 100—120 Lx Lebendgewicht .............. 45 48 58—60 Vollfleischige Schweine von 120—150 L» Lebendgewicht . . . ........... 45-45". 56—57 Fcllschwcine über 150 kg Lebendgewicht . . 4014-43 51—54 ch. Rieder-Ingelheim, 2. Juni, Ob st markt. Spargel 1, Sorte 42—50 Alk., 2. Sorte 20—25 Mk , Nbabarber 0—0,00 Alk., Kirschen 20—40 Mk,, Stachelbecren 10—12 Mk. der Zentner, Erdbeeren 60-80 Pig. daS Piund. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i, B,: K, Neurath, Meteorologische veobachtungen der 5ta Ion Siegen. Juni V. löl 111 S M l* |f | % |f *» if i füf Wetter 2 2' 747.0 18,6 6,2 39 NW 2 9 Bei». Himmel 2.: v" 747,8 135 7,5 65 NW 4 10 Bed. Hiinmel 3. 7*' 749 9 12.0 6.6 62 W 4 8 Bew. Himmel 5>öchste Teinperatur am 1.—2. Juni 191t = -f- 18 7 öliebriflfte , . I.— 2. „ 1914 --- 11,0« „ Niederschlag: 6,0 mm. VISITKA RTEN ln i e ^ er beliebigen Schriftart undKartonsorte^ »- —- sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver- tinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühPsche Univ -Druckend, 20. Ziehung 5. KL 4. Preass.-Snddeatsche (230. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehuag vom 2. Jairi 1914 vormittags. Anf Je4o gtmgtm» NuMiater «tnd iwol r]eleh hohe fie- wIodo creftlleo, and »war Je einer eif 4|« Le*« flelfcher yurnmm In de. heldj, AbteU aw I «4 ll Sur die Gewinne Ober *40 Mark sind den betreffenden Nummern ln Klammern beirefQfft (Ohne Gewfhr.) <7facbdnxck verboten.) 70 77 156 [30001 374 520 [600] 92 [10001 87? 1206 584 679 [1000] 782 «9 478 [1000] *208 59 600 [1000] 620 23 720 848 61 984 3074 489 506 20 [500! 617 [500] 756 935 4031 [500] 58 98 292 302 22 412 b32 36 9!2 54 78 5029 240 [1000] 581 870 905 [500] 6135 205 63 312 413 562 717 24 948 7019 288 420 98 613 844 819 930 «068 219 404 23 85 1 1000 1 749 68 888 936 «267 315 404 80 622 96 882 989 16060 99 882 «U 24 823 11327 439 58 69 [600] 580 814 50 06 976 12084 230 76 329 59 72 566 [1000] 738 08 961 [30001 13344 58 88 541 68 844 65 14220 71 30 87 330 470 618 54 685 870 924 88 1S054 97 213 300 94 427 [1000] 86 506 849 80 88 765 870 16046 137 67 548 649 [500] 726 37 36 [1000] 74 832 [30001 953 1 7246 391 553 808 951 73 1 8085 142 543 1500] 621 808 53 1 9020 135 [5000] 90 483 595 792 93 807 77 85 934 41 [3000] 87 20029 518 27 62 4 814 94 2 1 087 339 43 489 665 78 801 [500] 958 22288 563 645 96 770 877 978 23021 255 [ 500] 620 [1000] 40 65 515 884 953 2 4 021 42 54 292 417 691 T73 884 960 25140 717 837 (50001 *6060 102 279 531 646 793 !1000 j 27097 108 60 206 24 [500] 581 640 878 [500] 980 2«058 110 374 450 [3000] 524 72 787 [9000 ] 843 29164 245 640 830 30073 220 87 397 501 40 53 821 966 31092 104 214 35 572 718 865 92 3*002 14 31 34 276 872 94? 33 24 25 361 401 16 810 [500] 888 983 3 4006 [1000] 86 100 612 15 35203 418 525 610 [30001 36148 [3000] 690 749 72 90 844 3 7 083 284 364 535 623 94 747 925 92 38147 222 327 541 646 895 903 56 [600] 63 [500] 39118 64 71 [1000 ] 227 79 315 433 592 [1000] 763 866 912 89 40071 [1000] 77 352 74 02 t 49 70 [30001 714 05 74 81 831 97 41009 90 405 524 719 42256 84 074 708 97 900 4 3005 53 447 806 [500] 83 44134 48 203 520 82 063 70 [1000 ] 794 853 76 [1000 ] 83 40018 130 36 63 477 520 631 78 90 829 88 93 958 40087 131 60 54 97 302 [500] 502 44 95 601 15 47 719 31 47 830 80 932 470)4 38 109 71 262 [1000] 364 63 461 57 60 66 525 680 792 [1000] 995 40089 168 310 771 955 87 40008 148 65 377 824 28 37 82 67 928 [600] 36 91 [500] 50162 223 [500] 577 [1000] 604 797 035 0 1 070 153 274 318 415 527 36 [1000] 834 709 930 37 45 .1000 ] 52076 97 201 304 471 580 720 890 53177 235 658 777 96 [3000] 964 0 4001 1500] 107 29 241 424 [500] 75 500 [1000] 11 643 771 875 55207 330 52 462 601 999 56112 278 375 420 640 873 947 67004 148 ©3 288 |500] 328 488 681 763 91 58020 233 343 73 [1000 ] 499 660 72 [1000] 733 65 72 SSlSl 438 42 805 20 93 80045 61 94 135 001 48 74 735 «1096 133 213 331 [500] 696 767 831 8*042 [1000] 107 [1000] 34 47 63 304 27 538 646 721 875 [600] 924 [l000] 86 80014 228 1500) 042 72 839 84272 77 390 501 616 17 49 63 [500! 65175 421 597 802 37 66092 185 92 291 [600] 372 520 66 618 22 75 750 70 92 977 67116 277 391 635 844 71 996 68042 SO 87 102 284 367 487 502 11 64 303 [10000] 49 69221 920 54 70037 151 271 96 306 570 85 828 729 921 7X101 [1000] 247 396 524 649 13000 ] 715 829 [1000] 7*185 281 315 416 621 725 87 841 922 [500] 73117 [500] 254 304 3000] 490 523 977 80 74080 133 34 292 448 82 75088 97 144 [5000] 87 [500] 316 400 52 06 687 ©18 [1000] 76206 497 [3000] 523 669 835 917 42 77103 76 223 86 357 592 662 866 902 3 4 5 04 7 8115 216 334 09 414 502 021 81 825 986 70045 214 343 477 600 98 813 908 80006 38 57 100 375 408 11 570 702 862 85 81180 [1000 ] 303 43 485 688 82043 [3000] 151 55 70 683 837 68 80010 [5000] 151 305 416 509 13000] 961 57 [500] 84016 25 50 129 223 74 309 39 406 76 [ 500] 633 84 85181 219 38 65 393 412 66 587 036 88 772 [1000] 88 8 966 86 046 65 70 111 371 498 894 834 87057 218 [500] 23 33 300 634 849 68 8 8033 113 14 491 527 684 723 80 188 217 45 [ 3000 ] 97 312 [500] 47 468 71 [500] 653 775 81 864 986 94 90166 93 206 53 479 93 687 859 9 X 240 339 97 491 567 713 56 [ 500 ] 875 943 0*090 190 384 805 93064 55 722 9 4030 60 291 626 733 888 9 5304 526 791 98 834 [ 500] 993 9 6224 49 330 621 805 936 9 7134 218 32 305 18 [1000] 38 43 [500] 460 [500] 560 835 [500] 98063 109 12 40 73 05 200 19 323 510 93 824 830 912 [1000] 99000 17 119 207 61 97 346 492 718 64 1)0001 833 43 941 100295 459 [10001 507 64 [500 ] 638 [500] 101144 595 750 852 1 0*006 178 287 543 606 9 103002 56 320 22 537 858 932 [500] 104056 364 423 53 631 83 [30001 SO 1500] 649 783 1 00003 117 352 60 79 432 50 98 530 790 912 106012 43 193 235 358 86 449 507 77 637 786 970 93 1O705R [10001 151 61 88 217 77 84 324 402 897 (30001 108054 223 [500] 28 310 548 50 83 742 [10001 »23 [30001 ©93 109002 621 899 923 45 110084 173 342 492 510 674 722 47 84 837 972 111010 133 621 853 112030 72 11000] 79 100 43 1500] 396 426 504 27 54 664 938 110240 306 49 96 669 740 932 114032 41 50 165 306 412 714 [3000] 110010 43 138 58 89 27«‘591 TA 56 110041 203 354 72 040 988 117106 279 407 700 894 [1000] 918 118060 110 87 305 497 2«?" 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Ziehung H' Kl. 4. Preuss.-Süddeutsche (230. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung; vom 2. Juni 1914 nachmittags. 3flrf Jede fvvofea* Kammer stnd iwel gleich hohe esellschastcr sind nurinGemeinschaft zurBerlretung er Gesellschaft ermächtigt. 6774 8 Gießen, den 26. Mai 1914. Großberzogliches Amtsgericht. Ein bewährtes Rezept gegen schnelles Ermüden ist das Tragen von Con- tinental-Absätzen. Sie ermöglichen einen leichten, elastischen Cang, der den Körper nicht ermüdet und nicht erschüttert. Verlangen Sie aber ausdrücklich von Ihrem Schuhmacher Absätze Continental Hüten Sie sich vor Nachahmungen! Liefeiungsvergebnrig. Für die chirurgische Universitäts-Klinik in Gießen soll die Lieserung des Bedarfs an Kleider», Weißzeug und Bettwerk auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die LieserungSbedingungcn liegen an den Werk- tagen von 3 — 5 Uhr nachmittags auf dem Ber- waltungsbureau zur Einsicht offen. Angebote nebst Mustern sind bis zum Er- öffnungStermin: MIM, Den 24 . Zinn 1914 , mittags 12 Uhr, bei der Verwaltung abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, 27. Mai 1914. Großh. Direktion der chirurgischen Universitäts-Klinik. Poppert. B6S6B kommen nicht in Ihrr Kleider und Pelzsachen, wenn Sie dieselben rechtzeitig mit dem sicher wirkenden [402*2 Mottenschutz au, der Cenlral-liroyerie, Wtee schützen. „Seit Jahren war ich müde und matt. batte häutig wahnsinnige Äovfschmerzen u. jede tfuft zum Arbeiten und »um lieben verloren. Ter Arzt sagte, es sei ein veraltetes Nieren- u.Blasenleiden, daneben Darmnäabcii in tolne sitzender t'ebenSweise. Aus ärAtl. Rai trank ich AlthnrhhorKtfi* Tlark- Mprodel Mtnrkquellc >Oad - Eise» - Mangan - ituch- Ial,aueUei. schon »ach eine acn Flaschen iiiblic ich mich atSaa>nandercrMcnich. Die Urinabsonderuna wurde ieb- bail und schmerrloS und blieb ed seiideni. Och iriute den Martsvrudel ictzi läalich.babc wich nie so ivohi und gesund geiiihll wie heuic. H. K." Acr»Il. emo!. tzö „. Nr, Ps. in der Universil.. u. Hirich Apotb. u. in den Drogerien (£. Seidel. W. Rilbittncr, A.Sloll. ir.Skbaas. «".Noll und Emil Alschbach. Pönama-undStrohhüte kann man jederzeltmlf Strobln selbst reinigen und hat die grosse Annehmlichkeit, den Hut sofort wieder In Gebrauch nehmen zu können. Strobln Ist absolut unschädlich für das Geflecht und die Form; In Apotheken und Drogerien erhältlich. ■ Max QueUner, Chemltche Fabrik, Charlotienburg 2. 4 WenzeUThorwesten Garten-Architekten lei. Hansa 4664 Frankfurt a. M. In!. Hansa 4664 llllllimilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Entwürfe 6703 Voranschläge. Beratung.Uebcrnahmeu. Ausführung von Parks, Villen-, Haus- u. Obstgärten, landschaftlich ». regelmässig künstlerische u. zweckmässice Um- und Durchgestaltung bestehender Anlagen. Oarten-Unterlialtnn}; Sport- und TenniM-Pigtze tfartenarchitelitai- u.ffartenplaxtik Wlntergartenansstattung Die Anlagen der Gewerbeausstellung in Gießen sind von oben genannter Firma ausgeführt. Zeichnungseinladung. vom Jahre 1994 Tilgung vom 1. Juli 1924 ab durch Ankauf oder Auslosung mit jährlich 1 1 '->°/ 0 des Anleihekapitals unter Zuwachs der Zinsen von den zurückgezahlten Beträgen 3rstärkte Tilgung und Gesamtkündigung vom 1. Juli 1924 an zulässig — eingeteilt in Stücke von Mark 5000, 2000, 1000, 500, 300 und 200 — Zinstermine 1. Januar und 1. Juli werden unter folgenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt: 1. Zeichnungen werden entgegengenommen bis einschliesslich in Berlin Mittwoch, den 10. Juni 1914 in Limbnrg-Lahn bei dem Bankhanse P. P. Cahensly, Hain/. „ , , Isaac Fulda. , , „ der Mitteldeutschen Creditbank Filiale Mainz sowie bei der Xiederlassung München, den Filialen Baden- Baden, Essen-Ruhr. Hanau, Hannover, Nürnberg, Wiesbaden, den Bepositenkassen und Wechselstuben Friedberg (Hessen), Marburg, Ottenbach. Felzen (Hannover) und Wetzlar nnd den Agenturen Büdingen und Butzbach der Mitteldeutschen Creditbank bei d. Bankhause Jteibriiek Sehickler & Co., ■ , „ der Mitteldeutschen Creditbank, „ , » dem Bankhause fiebrüder Sehickler, „ Coblenz , , , Feopold Seligmanu, „ Dresden , , , Philipp Elimeyer, „ Frankfurt a. M. bei der Mitteldeutschen Creditbank n n „ dem Bankhanse F. & E. Wertheimber, , Gießen bei der Mitteldeutschen Creditbank Filiale Gießen. „ Köln bei dem Bankhause Feopold Selig mann, während der üblichen Geschäftsstunden auf Grund des bei jeder Stelle erhältlichen Anmeldeformulars. Die Bestimmung des Zeitpunktes, bis zu welchem .am letzten Zeichnungstage Zeichnungen entgegengenommen werden, bleibt dem Ermessen jeder Stelle Vorbehalten. 2. Der Zeichnungspreis beträgt — , Oft <>/ /o abzüglich 4 <•/„ Stückzinsen vom Abnahmetage bis zum 30. Juni 1914. Den Stempel der Zuteilungsschlussnote trägt der Zeichner. 3. Bei der Zeichnung ist auf Verlangen der Zeiehnungsstelle eine Sicherheit von 5°/ 0 des gezeichneten Betrages in bar oder in solchen Wertpapieren zu hinterlegen, die von der betreffenden Stelle als zulässig erachtet werden. 4. Zeichnungen, welche unter Febernahme einer Sperrverpflichtnng abgegeben werden, finden vorzugsweise Berücksichtigung. 5. Die Zuteilung, welche sobald als möglich nach Schluss der Zeichnung durch schriftliche Benachrichtigung der Zeichner erfolgt, unterliegt dem freien Ermessen jeder Zeichnungsstelle. 6. Der Kaufpreis des zugeteilten Anleihebetrages ist in der Zeit vom 16. bis einschliesslich 30. Juni 1914 bei derjenigen Stelle einzuzahlen, bei der die Anmeldung erfolgt ist. Soweit die endgültigen Schuldverschreibungen noch nicht fertiggestellt sein sollten, erhalten die Zeichner auf Verlangen zunächst Kassenquittungen, gegen deren Rückgabe später die Ausgabe der Schuldverschreibungen erfolgen wird. Die Zulassung der Anleihe zum Handel an den Börsen zu Berlin und Frankfurt a. M. wird beantragt werden. 6770D Berlin, Franktnrt a. M, Giessen. Köln, im Juni 1914. Delbrück Sehickler & Co. Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Giessen. L. & E. Wertheimber. Leopold Seligmann. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Herrn Gastwirt Heinrich Fink I. sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Hepdlng für die trostreichen Worte, sowie dem Gesangverein Eintracht für den erhebenden Grabgesang, dem Turnverein und allen denen, die ihm das letzte Geleit erwiesen haben, herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Hausen, den 3. Juni 1914. Färberei Braubach L Fischer Chemische Waschanstalt Seltersweg 79a. Tel. 627 Neuenweg 4, Tel. 553 | Gegründet 1848 | Grösster Betrieb der Branche in Hessen I-125 Angestellte_I Wir erlauben uns, die Besucher der Gewerbe- Ausstellung auf unseren Pavillon im Garten aufmerksam zu machen. (Katalog Nr. 230.) Oberhemden nach Mass. Tadelloser Sitz Vorzüiliche Verarbeitung 5754 Fr. Levermann, Seltersweg 81 Bielefelder Herren-Wäsche F2 T R A I E R HUTE 1 A. SaloinoH & t jp. J Im Aus-Verkauf Tischlinoleum. Linoleumleppiche, Wachstuche, Buntglaspapier, - Türschpner aus Zelluloid. s Linden* ■platz 5. Danksagung. s>ür bic Dielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei Lem Hinscheiden unserer lieben Entschlasenen sowie sur die zahlreichen Btumcnsvenden sagen innigsten Dank «,„» Tie trauernde» Hinterbliebenen: Hamilie 5iemon. OSiefce», den 2. Juni 1914. Sooden Bahnlinie Göttlngen-Bebra liehe Lage Inmitten ausgedehnter Geblrgswal- dungen Solbäder aller Art. Inhalationen. Gradierwerke Pneumatische Apparate und Kammern. Trinkkuren. Auskunft und Prospekts durch die Badeverwaltung. -• -• 4205hv I radianihaltige Solquellen Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der AtmunnaorKane, Herzleiden, Blutarmut, Frauenkrankheiten.Rheumatismus, Gicht, Skrofulöse. Rachitis, Rückständen von Influenza, Lungen- u. Rippenfetlentzünd. Geschützte herr -Werra Der 'Rekftium der Kinder das reizende, köstlich wie Seide schimmernde volle haar, muß gehegt und gepflegt werden, denn dieses kostbare Gut veracht leicht in der Blüte der Jahre und die berechtigten tr>mmeichele>cn Entzückter, die in der Jugend täglich dem wundervollen Haar gewidmet wurden, bleiben ungesprochen..der Rest ist Schweigen... Auf Ihrem Toilettelifch fehle daher auch im Interesse Ihrer Kinder nie Dr.Dralle's Birken Haarwasser Nach Einreiben des Haares und des Haarbodens mit diesem aus dem edlen Saft der Birke und sonstigen wertvollen Pflanzenauszügev hergeslellten Elixier sind die Kopfnerve» neu gestärkt und das haar ist von » wunderbarer Seidenweiche und hat einen echt gesunden Glanz. Verwenden Sic Pr. Dralle's Birken-Wasser regelmäßig. Zu haben in Drogerie«. Parfümerien, Friseur ge sch ästen sowie in Apotheken. Mark 1.88 und 3.70. Hreiw. Versteigerung wegen Auslösung eines Haushaltes. 5onncr§td!i, den 4. Juni, vorm. III Uhr bcjinncnli, werden im Saale des Aclicnkcller folgende Möbel, aus einem gut bürgerlichen Hause stammend, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert: \ Mhagoni-Linrichtung innen Eiche, gut erhalten: 1 Büfett. 1 großer runder Tiscb. 6 Stühle. 1 Bücherschrank 1 Eck- schrank. 1 Kommode. 1 Sekretär, 1 Damenschreib» tisch, Spiegel, Lüster usw. \ Nutzbaum-Einrichtung Soia (rot Plüichl, 6 Stuhle. 2 Sessel. 1 Vertik», 1 Trumen», 1 Kommode, Schaukcliluhb Ausziehtisch, Serviertisch, Rauchtisch, «äulen »sw. \ Zchlaszimmer-Linrichtiing (iidie: 2 Betten. 1 Waschkommode mit Marmorptatte, 2 Nachtschränke mit Marmorvlatte, 1 Tisch, eilte Hausavotheke. 6695 Ferner verschiedene Kleiderschränke, Tiiche, Kommoden. Waichuiche, Slühte, Beiten, eiserne Bettstellen, 2 irische Ceien, 1 Eiöschrank, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 Badewanne Ivollständig neul, 1 Borralsschrank für Weckgläser, GtaS, Porzellan und Küchengeräte, Bilder, Beleuchtungskörper und anderes mehr, 6605 Besichtigung gestattet Mittwoch nachmittag UN Ver- iteigerungswkal, Tie Bersteigerung iindet bestimmt statt und wird nöligenialls ani Ireitag, deti 5, Juni sortgeietzl, Komme diesmal zunt Donnerstag-Markt mit reichhaltigem Lager imit. Handkloppcl-Lpitzcn. Ferner mit riesigen Posten g 76 f Stickereien i» alten (Genres, darunler die feinsten Madapolam- ftickercien, Kinderrobc» in Mnll, bestickte Voile zu Schleuderpreisen ; Leide in vielen Farbe». Zum ersten Male ein Posten seine plissierte Lpitzcn, Aermclrüschcn, seid. Bänder, sowie alle Arten in Borde» und Besätzen. Hochachtend