Nr. 125 Zweiter Blatt Cxfdltmt tögllch mtt Ausnahme bes Sonntags. Die „Stehe»« Famllienblätter" meiden dem .Anzeiger" viernml wöchentlich beigelegt, das „KrosMatt fSt tat Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die ,Z:a gar in gerne -und meist gar «u leickftierttg den Richtern zu machen pflegt, zum guten 4 eil in seiner Zurückhaltung tit ösfenilicheit Dingen fernen Anhalt und Stichpunlt linbet. Es in aber auch ebenso ge lmsi, haß eine größere Mitwirkung de? Richters rm öffentlichen Leben ihm selbst in mancher Hiuiichi nützlich und förderlich lern kann lund seine Fähigkeiten und .stennttiiife zu verrieten und zu vervollständigen geeignet ist. Wenn auch bei vielen Richtern starke Arbeitslast in der amtlichen Tätzgleii als Grund des Fernbleibens vom össentlichen Lebett gewiß zur Emschuldi'tnng bis zu etnem gewissett Grade dienen mag, so lässt sich — nach Ansicht des Vortragenden — ein kleines etwas dost) noch für die öffentliche Betätigung gewinnen, Zwar kann Man aitf dein Gebiete der öffentlichen politischen Tätigkeit es woki^ verstehen, wenn nicht nur Richter, sondern auch andere Staatsbürger eine starke Neigung zur Zurückhaltung bekunden, dt >a gerade uu polittscheu stvmpse so viel des .häßlichen und Unwürdigen Hervartritt, daß mancher sich angcekelk suhlen mag, zumal wenn der Ävnrps nicht sachlich bleibt, vielmehr auch die versönlickwn Ver- hälttnsie rückftststslos in den Staub der volitischen Arena her.fbg zerrt werlien. Indes die hohen Ziele und Auigaben, um die es sich im vcli- rischen Kampfe handelt, ioltte uns die straft geben, auch die Widerwärtigkeiten im Streit der Meinungen zu überwinden. Doch auch Sottderbedettken, die ihre Berechtigung aus dem Richteramte selbst lierletten wvUen, halten viele Richter von Betätigung im öffentlichen Leben ab. Troßdem man dies nachcmpsinden kann, so läßt sich dostf auch gegen solche Bedenken mancherlei cinwendcn. Die politische Tätigkeit des Richters auch in der Ocs- sentlirhckeat kann als solch^ nicht bcanstandet »er* dem, wenn nur das richtige Maß und die aitje* mefieite Weise und Form cingchalten werden. Air Tätigkeit des Richters, auch wenn sie sich nur auf das Rilhteramt selbst beschränkt, bleibt ^vor Entstellungen und Vcrun- ickimpsirwfrn nicht «ersckzont: der Richter sollte daher solche An- unrrj« auch tm öffentlichen Leben nicht sclzeucu. Von Statt t blecht bet Lichter ntrfjt versehrf, ja er muß oft recht schwere An griffe und ungerechte Keuuzerchuungeu über sich ergehen lassen. Angriffe gegen die Richter sind aber nicht gleichbedeutend Mit de» Schwinden des Glaubens an deren Unparteilichkeit. Der dffoÄbe an diese Unparteilichkeit ist aber bei dem weitaus größten Teil des deutschen Bolkes noch nnerschüttert. L.atsäckstich ffrid viele Richter öffentlich politisch, sogar als Abgeordnete tätig, ohne dag . ihre Amtstätigkeit ihre Rechtsprechung im erhöhten Maße als bet anderen Richtern der Mißdeutung ausgeseßi wäre. Der K er npun kt der ganzen Frage ist aber dock der, daß der Richter stlbft in der ^Ausübung seines Richieramtes sich in Wirklichkeit Nicht von politischen Einflüssen leiten läßt. Der Richter hat nrcht nur die Pflichten seines Richteramtes, er hat auch Pflichten gegen Volk und Vaterland, denen er sich nicht entziehen soll und darf. Politik im edlen Sinn bedeutet: „Das Glück und die Wohlfahrt seines Volkes erstreben." „vierbin darf der Richter, der auf hoher sittlicher Warte stehen soll, nicht fehlen". Er ist hierzu umsomehr berufen, je mehr tm allgemeinen die Anteilnahme der Gebildetett an der Politik znrüst geht. Der Richter muß sich lrur den Entartungen der Politik sern- halten. wird aber im übrigen enolgreich wirken können, wenn er seine Anschauungen auch öffentlich vertritt und, falls nötrg. auch für sie wirbt und kämvtt sstur mit Anstand, Masstgnng, Würde und Gerechffgkeck. ölme Gehässigkeit, aus lauterer Gesinnung heraus muß er seinen Standpunkt vertreten. Ein Ausscheiden des Richlcrstandcs vom volttischen Leben wäre im Interesse des Staätes zu beklagen. Die Richter als dre beru jenen Wüstster des Gesetzes und der Staatsnutorstät dürfen bei den Anstürmen gegen Staat Und Staatshoheit nicht seblen. Aber auch der Ristfier, der sich nicht zu öffentlicher polit ischer Tätngkest entschließen kanit, hat die Blöglichkeit, sich in anderer Wiche nützlich )ntd ersprießlich zu betätigen. Die Mannigialtigkett der Betätigntigsmöglichkeit ist groß und jeder kann einen ihm geeignet schämenden Platz finden und sich hier als Glied einer großen, segmrsrerchen Arheüsgeiueniichaft fühlen. ....... Trotz der großen Vielseitigkeit und Möglichkeit öffenklickfer Betätigung, sei es nun aut völkischem und vaterländischem, aut religiösem oder sozialem und irgend einem anderen Gebiet, lind tatsächlich leider frur recht fvenige Richter im öffentlichen Leben vertreten. — So gibt es, wie der Herr Vortragende ausfnbrte — zalstreiche Berernignngett. wie z. B. Wchrveretn, Kolouialgeiellichafl. Alldeutscher Verband, Jungdeutschlandbnnd, Flottenvercin, Verech für das sDeutschlum rm Ausland u. a. nt., die alle im letzten Grunde Volk uttd Vaterland dienen wollen, bet denen aber die Richter, sowohl der Mügliedschait als auch der Mitarbeit imch nicht in dem Maße vertreten sind, wie es ihrer Zahl und Bedeutung entsprestwn würde. „Wir müssen die Vorstellung tmd den Begriif lcbensrrgch 'und tatfräitig in uns ausnchmen, daß cs neben dem eigentlichen Kerut auch Pflichten gegen Staat, Gesellschaft, Voll und auch gegen die Kirche gibt, der der Einzelne gngchört, die sich nicht in ihrer bloßen Anerkennung erschöpfen, sondern, welche auch Eingabe und Arbeit erfordern. Cime Arbeit läßt sich nichls von Dauer und Wert erreichen." Gerade die Richter sollteft an ollen Bestrebungen, die die Ge- fundhett der Volksseele und Hockhaltung aller sittlicher Güter erstreben,^regen tzlnteil nehmen, weil nur auf solcher Grundlage Zucht, Smc, Ordnung und Gesetz aufrecht erhalten werden kötmen. Das kirchliche und das Gemeindelcben bieten lster rcickst Arbeits - gebiete, aus denen auch die Richter nicht schien sollten — fluch zahlreiche Vereinigungen und Einrichtungen zur Förderung des sittlichen Wohles unseres Volkes sind es, die zur Mitarbeit ruscfl. Z. B. Lchutzvcrein für entlassene Gesaugene, Volksschriflenverein, Bilduugsveretne, Vereine zur Pslegc der Nächstenliebe usw. Das alles ist öffentliches Leben und Wirken. Tie Richter sind aber vielfach auch berufen, leitend und führend auszutreten, insbesondere wegen ihrer Richtertätigkeit, die sie lehrt Und sstmlt, über Gegensätzen und widerstreitenden Meinungen .4u stehen. In dieser Tätigkeit mit den Grundsätzen einer unbeug- sameit Gerechtigkeit, Unvarteilichkcit und Wahrhaitigkeit liegt ein Idealismus, der überall im Leben segensreich sein kann und soll. Der Richterberus gewährt aber auch eine so reiche menschliche Erfahrung, daß man sie auch sonst verwerten und der Gesamtheit nicht vorentl.olten sollte. „Der Richter, der seinem Berussidealismus und sich selbst treu bleibt, lann überall ausglcichcnd, versöhnend, beratend und leitend wirken, er kann an ledem Platze artun, daß die höchste und wichtigste Vertrauensstellung, die der Staat gewähren kann, die Ausgabe, Recht zu svrecheu, auch dazu befähigt, an den sonstigen Staats- und Volkszielen enolgreich mitzuarbeiten, netn nicht Nur beiähigt, sondern auch dazu verpflichtet." Ter Vortragende schloß seine von echter Begeisterung und warmer Ueberzeugung durchdrungenen Ausführungen mit dem Satze: „Wenst ein altes hehres röntisches Wort lautet: „llulee et steeorum est pro pätrin mori", so darf man dem hinzusügent „es ist auch hoch und erhaben, tm Leben seinem Volk und Vaterland, wo es auch immer sein kann, mit allen seinen .Straften zu dienen!" Universitäts-Nachrichten. — Die neue Evangelisch-theologische Fakultät in Münster. An der Universität zu Münster wird mit Beginn des Wintersemesters eine Evangelisch-tlfeologische Fakultät errichtet werden. Wie die „Hochschulkorrespondeuz" erfährt, ist für das Inch der systematische Theologie der Prioatdozeut an der llniversität Halle-Wittenberg Professor Lic. thevl. Dr. Heim als ordentlicher Prosessor in Aussicht genommen, für das Ordinariat der neutcstamentlichcn Theologie und Exegese kommt der ordentliche Professor an der llniversität in Kiel D. Dr. Leipoldt in Frage. Ms Vertreter £er praktischen Tbevlogic wird der ordentliche Professor an der Universität zu Straßburg O. Smend, ein geborener Westfale, genannt, der auch, bevor er die Straßburger Professur übernahm, längere Zeit in Westfalen und in den Rheinlanden rm Pfarramt tätig war. Als Ordinarius für Kirchengeschichte ist der außerordentliche Prosessor an der Universttät zu Heidelberg Lic. thevl. Tr. Georg Grütz- m a ch c r auscrsehen und die Professur der alttesiamentlichen Theologie und Exegese wird der ordentlich- Professor an der llniversität zu Breslau Geheimer Sßoftsistonalrat O. Tr. Rothsteiu übernehmen. Außer diesen fünf ordentlichen Professuren sind zwei Extraordinariate begründet worden. Während, nnc ioir hören, das eine derselben dem Prioardozcnten an der Universität zu Rostock Professor Lic. iheol. Dr. Gläwe Überträgen werden wird, ist wegen Verwendung der zweiten Professur noch keine Entscheidimg getroffen. — Der bisherige Prioatdozeut Dr. Friedrich Pfister in Herd.elbcrg habilitierte sich an der llniversität Marburg für das Fach der llassifchen Philologie. — Ter a. o. Hochschulprofessor für Phviik und Mathematik am Kgl. banerischen Lyzeum in P a s s a u Tr. .Karl S t ö ck l wurde etatsmäßig zum ordentlichen Hochschulmosessor daselbst befördert. vermischte». * Erdbeben. Aus Hohenheim, 29. Mai, wird gemeldet: Das große Erdbeben vom Ai. Mai, dessen Herd ohne Zweifel tm Stillen Ozsean sich befindet, stellt sich als eines der heftigsten dar, die in den letzten Fahren überhaupt vorgekommen sind. Es ist als ein Wcltbeben anzuschen, d-ns den ganzen Erdball erschütterte. Dadurch erscheint es sich zu erklären, daß in den letzten Tagen perhültinsmäßig zahlreiche schwächere Beben in den verschiedensten Teilen der Erde sich angeschlossen haben, von denen anzunehmen ist, daß sie aus grund schon vorhandener lokaler Spannungen in der Erd krustc durch die Erschütterungen vom 26. Mai zur Auslösung gebracht worden sind. So wurde hier schon gestern nach mittag ein schwaches Fernbebcn ausg^eichnct mit einem Herd von etwa ,'>700 Klm. Entfernung. Weiter verzeichneten die Instrumente gestern abend 7-18 Uhr ein schwächcrcd Fernbeben und heute früh ein stärkeres, dessen Herd etwa 9800 «Int. entfernt liegt. Ter erste Vorläufer des letzten Bebens traf hier um 6,Ö9,„ Uhr ein. * I m ganzen Allgäuer Gebirgskranze bis zum Vorbcrge herunter ist Neuschnee gesallen. Die Schnceverlfältnisse lajfcit besonders für Hochtouren an Pfingsttagcn große Vorsicht empfehlen. wanöern und Reisen, Räder und Soinmersrischen. Das obere Lahntal. Ein herrliches Stückchen Erde ist das obere Lahntal, besonders in der Efcgeud zwischen Marburg und Laasphe. Marburg selbst wird Ivegen seiner unvergleichlich schönen Lage, seinen reichem, hiswrisckfen Ställen und fmindcrbaren tzlussichtspunklen als dankbares Ziel für Ausflüge und Wanderungen gefoählt. Fahren wtr von Marburg aus auf drr .Kreuzlalcr Strecke der Lahff weiter aufwärts, so wird unser Auge fortwährend von reizenden Ländsckfäitsbtldern gesefsrlt. Aut beiden Seiten zahlreiche, hoch- bewaldclc Berge, zu deren Füßen sich saftige, blumige Wiesen- gründe ausbreilen. Mit der ällberbrächlen Tracht kob.n auch üje Ländbeuwhner ihre alten, guten Sitten, ihre Frömmigkeit und Biederkeit bewahrt. Nach kurzer Bahnfahrt sehen wir weit vor uns in einem^Bergkesiel Biedenkopf liegen, das mit feinem hochragenden Schlöffe ein wundervolles Panorama darbietet. Tie Berge werdcif zahlreicher und mächtiger, und bald bcsiifdeif wir uns in einer richtigen Gebirgslandschaft, in drr saust eingebettet auch L a a s p d e liegt. Biedentovi und Laasplic sind zwei Sommerfrischen, auf &ie_ unser hessisches Hinterland stolz sein lann. Es ist leicht zu verstehen, daß der Frembenzuzug nach diesen beiden Luftkurorten, von Jahr zu Jahr wächst. Tic frische, reine Berg- und Waldluft, das milde Klima, die geschüßte Lage der Städtchen, die ieicrlichc .Ruhe ringSmu, alles das ist so recht .geeignet, die Menschen, die sich hier für längere oder kürzere Zeit auihallen und sich voll und ganz dem Genüsse der vielgestaltigen Natur hin- gebcn, geistig mid körperlich zu verjüngen. Bon Biedenkopf ftnd von Laasphe aus. hat man Gelegenheit, auf selw zahlreichen, gut- gcpstegten und markierten Wegen die ganze Gegend mit ihren hunderten von Bergen, mit ihren zahlreichen Schlössern und 4Ius- sichtstürmen kennen zu lernen. Ruhcpunkte sind in großer .Anzahl geschaffen. — Beide Lustkurorte haben gesundlfcitliche Ernrich- tungen wie Bäder, Luftbäder, Kanalisation, gesundes Qucllwnsser, elektrisches Licht usw. Auch Apotheken, Aerzte Itnd höhere Sehulett sind vorhanden. _ Bei Biedenkopf sei noch besonders erwähnt: oas weitbekannte -e-chl^ß mit deni f'ehensivertefi Heimatmuseum, die Ausflüge nach der Tackpseisc mit ßlussichtsttirm, Johanneskops, LudwigsWttc usiv. Eine große Anzahl von Wanderiifigen sind in dem von Bürgermeister F. Grünewald -Biedenköpf mit Sorgfalt und Geschick verfaßten und reich ausgestntteten Führer, der viel Wiisenswettes über die dorttge Gegend enthält, verzeichnet. Das Bürgermeisteramt crteill auch gerne jede gewünfäf'- Auskunft. Auch der Vorstand des Sauerländischen Gebirge Verein in Laasphe bat eilten übersichtlichen Führer zusammeugeftellt, der über die dortige Gegend Aufschluß gibt. Er enthält unter anderem auch eine leichballige Zusammenstellung von schönen Wanderungen nach dem „Steitt- chen", der „Buhl", Schloß Wittgenstein, Labnguelle usw. Auch wird augenblicklich von dem dortigen Berkehrsvercin ein neuer Prospekt herausgcgeben. In der Nähe von Läasplfe besindet sich auch der Galgenberg, wo im Jahre 1757 das letzte Hochgericht gb- gehalten wurde. Die, Bürgermeisterämter in beiden Luftkurorten sowie die Vereine iVerkehrsvereine und S. G. V. , deren tzluigabc es ist, durch Instandsetzung der Wege, Anbrin^xung von Wegezeichen, Aufstellung von Bänken usw. den Fremden den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, haben ihr bestes getan. -cht. .7. Schotten, 29. Mm. Wie sehr der Fremdenverkehr in dem Noch vor wenig Fahren in der 'Touristenwelt kaum beachteten Bogelsberg sich gehoben bat. beweist die Tatsache, daß der Sklubwirt des Vogclsbergcr Hölenllnbs auf dem .Hoherodskopt 16 050 Besucher des Klubhauses mit 680 Ueöernachtungen für das Jahr 1913 amtlich notiert hat Von l. Januar bis l. Mai des jJahres 1914 betrug nach dcnfelben Angaben die Zahl der Besucher 690, die der Uebttnachtungen 183, und zwar sind diese letzten vcr- tzältnismäßig bohen Zahlen aus den Sckfueeschuhsvort zurückzuführen. Der Bismarckturm auf dem Taufstein wurde von 5500 Personen bestiegen. In voller Wirklichkeit werden sich lüefe Be- suchszahlen von dem Mütelpunkt des Vogelsberges now ganz bedeutend erhöhen. Von anderen Orlen kann ein gleich erfreulicher Ausschwung des Fremdenverkehrs gemeldet fverden. So war die Vorsaison auf dem Le hr erbet ui bei Schotten trotz der verhältnismäßig ungünsttgcn Frühsahrswrtterung besser als in einem der Vorjahre und für den Fettenmonof Juli sind längst sämtliche Zimmer vvrmisbestcllt. Ein Erweiterungsbau ist Ister zum dringenden Bedürfnis gefvorden. Würde die Eifenbohuver- Ivalkung den vielen Gesuchen um bessere Z u g v e r b i n - düng nach dem Bogelsberg mebr Gehör schenken, so würde sich der Touristenverkehr noch ganz bedculcnd steigern. — Bgd-Nauheim Bis zum 28. Ü)Iai 1914 sind 9259 S » r- aäftc nngefommen. Bäder wurden bis zum 28. Mai 1914 91 289 abgegeben. Lebensfrische und blühendes Aussehen bis ins hohe Alter hinein ist nur denkbar bei vernünftiger Lebensführung, zweckmäßiger Ernährung und viel Bewegung in reiner Luft. Ganz besonders kommt es auf die Ernährung an. „Der volle Segen der Gesundheit kann nicht 845 c durch Hellmittel und Wunderkünste, sondern nur durch eine richtige Ernährung gewonnen werden, die den Körper erhält und täglich verjüngt." Das sind die Worte eines bekannten deutschen Arztes und Professors. Zu einer zweckmäßigen Ernährung gehört das allbekannte Biomalz. Das ist ein woblschmeckendes, billiges Nährmittel, weit und breit geschätzt und beliebt. Er kräftigt den Körper ungemein. Schlaffe, welke Züge verschwinden, die Gesichtsfarbe wird frischer und rosiger, der Teint reiner. Bei blutarmen, blossen, mageren, in der Ernährung heruntergekommenen Personen macht sich eine Hebung des Appetits, des Gewichts und eine mäßige Rundung der Formen bemerkbar, ohne daß lästiger Fettansatz die Schönheit der Formen beeinträchtigt. Biomalz ist auch allen durch Ueberarbeitung, Keanliheü. Nervosität vieler königlicher tzliniken. Bor Nachahmungen wird gewarnt, heruntergekommenen Personen PI empfehlen. Don Professoren Dose l M und 1.90 Ul. Kostprobe nebst Broschüre kostenlos durch und Aerzten glänzend begutachtet und im ständigen Gebrauch die Chem. Fabrik Gebr. Patermann, Teltow-Berlin 196. ........ " Programm vom 31* Wal bis 7. .laut 1914. i Dreimal täglich Konzert, vorm, i der Trinkkur- l anlage, nachm, und abds. a. d. Kurhansterraffe. Souutaa '1 Pfingstfeiertag) nachm. 4 Uhr und ' abend ' Sll&r auf der Terrasse Militarkoazert. Abendo 8 Uh, im Kurhaus saal Theater: „Krieg im Frieden".__ Bad'Hauhcimer WocHe Montan (2. Püugstfeiert.) vorm, von ltVs bis 12 1 . Uhr Militarkonzcrt auf d. Johannisberg. Orachmittais 4 Uhr u. abends 8 Uhr au» der Terra,,'e Militärkonzert. Abends 8 Uhr nn Kurhausiaal Theater: „Die spanische Fliege". Ticnstaa. nadinnttagL 3'„.abends 8"< Uhr. , Knrbanstheater «»artivielc des Baden BadenerZüustkcr Mar»oncktentbeaters. Mittwoch, abends Sommerngchtfest aus dem Iuiciteich. Nkitivirkende: (Gesangverein Frobsiun und Turuvercin 1869 Bad- Skanbeim. Konze rt der Militärmusiksch ttlc Fricdbcrg. Bei ungünstiger Witterung Tbcaker: „Tie Schmetterlingsschlachl". Donnerstag, abends 8'/. Uhr. in, KonzerthanS kl. Künstler -ionzert der Kurkavclle um. Mitwirkung von Frau Charles Cahier und unter Leitung des Kgl. Professors 4». Windernein. Freitag, 3. Juni. Berkehrötag im Schaufenster-Wettbewerb Bad Nanbcimcr Kansleute. Promenadenkonzert derMili- tärmunk'chule an versch. Plätzen der Stadt. DaS Abendkonzerl aus der Terrasse unter Mitwirkung des 1. Fricdbcrgcr Doppel auartetts. Abends 8 Ubr in, ^kurhaussaal Tbcater: „Der Widerspenstigen Zähmung'". Samstag nachm. Festkonzert um. Leitung des Kg! Pros. Haus Winderitein. Abendfest im Freien aus der groben Wiese vor der Knrbansterrasse: Aufführungen des Turnvereins 1860 Bad-Nauheim. Elektr. u. beug. Beleucht, d. Gruvvcn u. d. Parks. Sonntag nachmittag und abend au» der Terrasse Militärkonzcrt Nach.»,. 3 Uhr im Konzerthaus Grobes Festkonzert, u. a. Ausführung der 9. Sinfonie mit Sdilub- chor über Schillers Ode „An die Freude" von L. van Beethoven. Mitwirkende u. a. Der Muükverein Darmstadt mit Lehrer- verein. die (^robb .Kurkapelle und Teile der Hoskapelle. Abends im Kurhaussaal Theater: ^Der müde Theodor". Iler Vogelslberg Ter Boaelsberg, der durch das Tal der Fulda von der Rhön geschieden wird, bildet um seiner gesamten Ausdehnung von etwa dreihig Ouadratn,eilen einen einzigen Gebirgsstock und damit die grüble zusammenhängende Basaltmasse der Erde. Der sog. „Hohe Vogelsberg" mit seinem durchschnittlich zwei bis drei Meilen messenden Oberwald und seinen Erhebungen wie Hoherodskops. Herchenhainer Höhe. Rebberg, Taufstein. Grebenhainerberg, Feldkriickcrhöhe. Geiselstein, Sieben Ahorn, Nefielberg, Mrichstcmer Schlobberg, (siackerstein, Bilstein und andere bilden ein Hochplateau von 000 bis nahezu 800 Metern. DaS Gebirge fällt sanft und allmählich ab, wodurch der Aufstieg ohne Anstrengungen bewerkstelligt werden kann. Rundum in der Bogelsberg von Bahnen umgeben. Seine prachtvollen Wälder, frischgriinen Täler und malerischen Höhen, verbunden mit der erguickenden und feierlichen Ruhe, bieten wirkliche Erholung. Der Ruhe- und Erholungsbedürftige wanden durch saftige, in buntem Naturblumenschmuck prangende Wiefengründe. an murmelnden Bächen vorbei, „ach den schattigen Wäldern: überall würzige, gänzlich staubfreie Lust von wohltuender Reine. Auf gröberen und kleineren Spaziergängen hat man Gelegenheit. den Gebirgscharakter des Bogelsbergs, der Sehenswertes in Fülle bietet, kennen zu lernen. Durch die ausgedehnte Viehzucht ist Milch überall in ganz vorzüglicher Qualität zu haben. In nachfolgenden Ortschaften kann man für längeren oder kürzeren Aufenthalt Wohnung und Verpflegung erhalten und von dort ans den Ausstieg beauem und sicher aus wohlgevilegien und markierten Wegen unternehmen. tnriinberg i II. AulomobilgcscllschastSlahrtcn tiiqlirt). Auskunft ] tm Rcifcbnrcau Koch. Vnuteren & (£o.. Alireptatz, Vorläufige Anzeigen: TienStag. 9. Juni, abends 8 Uhr im Kurhausiaal 1 Buutcr GcicUilhafts'Abcnd, Ernst, Humor, Satire, von Mar Holvancr, München. Mittwoch, 10. Juni, nachmittags 4 bis 7 Uhr im 1 Konterlhauv vlroüe Modcichau mit Tango ^ , Fnrlana Küni-Ubr-Tec. i ! Tonucrstag, 11. Juni. III. Sinioniekonzert der I 1 liurkavellc unter Leitmia des Sgl. Profenors ! Hans Windcrftcin. l)701C: Bad weltbekannt durch seine Heilmittel und Sprudel steht be- züglichdcs Besuches aus dem In- und Auslände nunmehr an drkITbrSteüe derBadeorreDeutschlands. Auch zahlreiche Bewohner der benachbarten Städte suchen während der Sommerzeit oft und gern Bad Nauheim auf. um dort für einige Stunden Erholung und Zerstreuung zu finden. Der Kurpark zählt zu den schönsten und grünten Deutschlands. Konzerte im Kurhaus und au der 3000 Personen fassenden Terrasse. Kur-Theater. Sportliche Veranstaltungen. Feuerwerke. Großer Teich 1 Kahnfahrten). Herrliche Ausflüge n. d. Salinen. 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Pfingstfeiertag 4 1 /, — 6 1 /. und 8—10 Uhr 6731C Konzerte der Kapelle Weller. o o 0 0 0 o o 0 c o o o o o 0 0 0 0 0 0 o 0 0 '/ 0 o 0 o 0 o 0 0 o 0 o 0 o o 0 o o 0 f) o o o o 0 0 0 0 0 o o 0 o o o o o 0 0 0 0 0 0 Gewerbe-Ausstellung Giessen 1914 0 0 o Festhalle inh.:Kemper&Co. Festhalle 0 0 imiiifimiiiiiiiiiifiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiimmiiimiiiiiiimiiiMiiiiiiimmimiiiiiiimmiiiiiiimi 0 0 0 0 0 Pfingst-Menü 6 0 0 1. Feiertag: 2. Feiertag: 0 0 Diner ä Mk. 1.50 Diner ä Mk. 1.50 0 Oxtail-Suppe Suppe ä Ia reine 0 Steinbutt, sce. bearnaise Seezunge geb.,sce. remoulade 0 Ochsenlende jardiniere Lammrücken gedämpft mit 0 Sorbett von Ananas pommes frites 0 0 0 Diner ä Mk. 2.00 Punsch Romain 0 0 Oxtail-Suppe Diner ä Mk. 2.00 0 0 Steinbutt, sce. bearnaise Suppe ä Ia reine 0 Tornedos ä la Rossini Seezunge geb.,sce. remoulade 0 Rehrücken mit Kompott Chateaubriand, pommes frites 0 Sorbett von Ananas Rehrücken mit Kompott 0 0 Diner ä Mk. 2.50 Punsch Romain 0 0 Oxtail-Suppe Diner ä Mk. 2.50 0 Rheinsalm,sce.bearnaise Suppe ä la reine 0 Kalbsrücken jardiniere, 1 Rheinsalm, sec. hollandaise 0 0 pommes frites Kalbsrücken jardiniere 0 Tornedos ä la Rossini Chateaubriand, pommes frites b Poularde frangais Poularde frangais 0 0 Sorbett von Ananas Sorbett von Ananas [ 6684 D 0 0 Suppe und ein Gang nach Wahl, 1.00 Mk. t 0 0 Um geneigten Zuspruch bitten Kemper & Co. BürgervereinGiessen Donnerstag, II. Juni er., abends 8 1 /, Uhr pünktlich, findet im unteren Saale des „Cafe Cbel" die ordentlid)c Haupt-Versammlung statt, zu welcher wir unsere Mitglieder zu recht zahlreichem Besuch hiermit cinladen, Tages-Ordnung: l. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Anträge. 5. Verschiedenes Daran anschließend »m 9 1 /* Uhr Vortrag 66930 des Geheimen Medizinalrats Professor Dr. Sommer. Stadtverordneter: 11! !8 siam i Freie Aussprache. Zu diesem Bortrag laden wir die Bürgerschaft Gießens freundlich ein und hoffen bei dem großen Interesse, welches das Thema für unsere Stadt Gießen beanspruchen dürfte, auf recht zahlreiche Beteiligung. Damen willkommen. Der 4Zorstand. M inneburg, fletgr I. Pfingfticicrtag Konzert gespielt von einem Kommando der Reginients- kapelle der 116er. 2. Feiertag 0753 Tanz. Eintritt irci. ran; frei. Schützengarten Wetzlar 1. Pfingstfeiertag von 4—7 Uhr nnd von H—11 Uhr 6681 MilitärKonzerte des 2. Nass. Pionier-Bataillons Nr. 25, Mainz-Kastei unter persönl. Leitung des Obermusikmeisters M. Eisold. Es ladet höflichst ein Heinr. Bernd*. 2. Pfingstfeiertag bei Tanzmusik __ Kaiser-Allee 04452 T ■■ 2. Feiertag Tanzmusik ^"rnrna Welt Mel 2 . Pfingstfeiertag, nachm. 4 Uhr. Zusammenkunft mit Familie b. Mitglied Wacker Wieseck. <"" 73 ^ Der Vorstand. Cesar.q Gegründet 1846. 4 Feiert. Ausflug nach der ihldwigsburg b. Wieseck, be Mitglied Werner (67121)1 2. Feiert. Frühschoppen i»n BereinSlofal. 2. Feiertag, mittags, Ausflug n. Hausen. Abmarsch 3 Uhr, Ludwigspl. _Der Vorstand. Captin üeiMnil 2. Pfingstfeiertag: Zusammenkunft im Philosophenwald laut Karte. C 5 -™ Der Vorstand. NB. Am 1. Feiert. Früh schoppen bei MitgliedSeibcl. Lügentisch Sauer Dienstag, de» 3. Juni, abends 8 Uhr Hanptver- Kammlnng l Bereinstokat. rfotlr. Erscheinen erwllnschi 044881_Ter Porfland. R.-Cl.„Hassia“ Samstag. 30. Mai 1914, abends 9 Uhr ÜRitfllicDcr-Striflinmlunq 6691 Der Vorstand. Einladung zum Zahresseft des ev. Rettungshauses zu Arnsburg bei Lich am Pfingstdienstag, de» 2. J»ni, „achm. 2 Uhr Festredner: Herr Pfarrer Lütgert-Frankfurt a. M. Eiv „ ,, Knipp.Börde (Westfalen). Jedermann ist herzlich eingeladen. Der Vorstand. Seltersweg 81 Das heutige neue Fest-Programm ist ira ganzen Inhalt eine Kunstleistung ersten Ranges. Erwähnt sei u. a.: OertoteGast Großes Detektivdrama in 4 Akten. Spieldauer 1 Stunde. Lustspiel in 3 Akten. ii$w. 04481 Ziegenzuchtverein Gr.-Buseck feiert am Sonntag, den 7. Juni Einweihung der Ziegen-Weide mit Verlosung Aufstellung des Zuges 1 Uhr nachm, auf dem Anger. Die Verlosung findet pünktlich um 3 Uhr in dem Ziegenpark statt. Freunde und Gönner der Ziegenzucht sind freundl. eingeladen Als Festwirt hält sich Willi. Wagner empfohlen. Für gute Speisen, Getränke und gedeckte Hallen ist bestens gesorgt. DER VORSTAND Eintritt frei 04429 Eintritt frei ff ZugiischlUtii" Siiltnlioicii. Am I.Pfingstscicrtagc nachmittags von 4 Uhr ab: Einmaliges Gastspiel der Uapelle am „Alt-heffen" der Gewerbe-Ausstellung. Austreten des beliebten ttomiters. Am S. Pfinakticicr- tage von 4 Uhr ab: Es ladet ergebenst ein 104447s Ga. Peil. !! E. von Pongracr, Hofgut Luisa Telephon 484 Reitunterricht «*» fürDamen,Herren undKinder. Pferdeverleihungf.Geländereiten und gesellscSiaftliche Ausflüge. Ständiger Verkauf von erstkl. Reit-, Jagd- u. Truppendienstpferden. Pensionsstallungen Schow wein und frühfiüdts Stube HnhnhofstrasM* 1515 empf. guten Jlittagstiscli, reingeh. Rhein-,, Mosel- und ausländische Weine, sowie ein vor- • zügliohes Glas Dortmunder Union und Münchener Löwenbräu im Ausschank. “lÄtiflverii Am 2. Pfingstfeiertay-Naehm. Familienan.sflng nach Grossen Linden lRestauration „Zur Vinbe"). Bei ungünstiger Witterung abends Zusamntenkunst im BereinslokaL Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 6698DJ Der Yor«tanri. Cafe Ebe0 wieder solid gutbürgerliches Restaurant Unter Zusicherung bester Bedienung bitte ich um gütig, überzeugenden Besuch. Aibcrt Trinthammer neuer Pächter. 102939 4. bis 6. Juli Ein^eichnungsliste bei Kamerad Albin Klein, Seltersweg 83, der Auskunft erteilt, ebenso bet. Sonderfahrt zur Werf bund - Ausstellung nach Köln; auch zu letzterer Fahrt alsbaldige Anmeldung ersor- de rlich . Der Vor stand . Pa. Speise - RartofTeln in den vcrschiedenstenSorten, vorzüglich kochend, empfiehlt billigst Heinrich Drechsler, Stein- .1« süSLl, It-Vfr.»,», !tR1.