Nr. J24 Zweites Blatt Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. I&i Zayrgang „chietzener ZanilienblSNer" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisdlatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „landwirtschaftlichen Seit, tragen" erscheine» monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Zrettag. 29. xrtot ro Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcri Universiläts - Buch- und Steindrlickerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- srraße 7. Expedition und Verlag: eäS§>51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzergerGießerr. politische Tagcsschau. Dir augrnblicklichr Stärke der Fraktionen des Reichstags. Im Hinblick aus die Erörterungen bezüglich der künftigen Besetzung des RcichstagSpräsidiums durste eine Betrachtung über die Stärke der Reichstaaspavteien an gezeigt fern. Im Lause des letzten Sessionsabschnittes vom November 1913 bis zum Mai 1914 sind innerhaG der Fraktionen mehrere Veränderungen cingetreten. hauptsächlich auf der Rechten. Tie Deutsche Rcformpartci hat zu existieren ausgehört und sich mit der Wirtschaftlichen Vereinigung ver schniolzen, die beide nach außen hin di? Bezeichnung „Deutsch- völkische Partei" annahmen. Die Stärke der Fraktionen ist nach dem Stande des 26. Mai unter Berücksichtigung des Ergebnisses in Lsterburg-Stendal folgendem Konservative 43 lNovcmber 1913: 43), Reichs- Partei 12 (12), Wirtschaftliche Verein igung9 (7_), Zentrum 91 (88), Polen 18 (18), Elsaß-Lothringer 9 (8), Welsen 5 (5), Nationalliberalc 45 (46), Fortschrittliche Volkspartei 43 (43), Sozialdemokraten 111 (110). Bei keiner Fraktion sind 10 (8). Erledigt ist das Mandat in 1. Sachsen-Koburg-Gotha «bisher Dr. Quarck natl.s. — Tie drei stärksten Fraktionen sind die sozialdemokratische, die Zentrums- und die national- liberale Fraktion, während die Konservativen und die Fortschrittler gleich stark sind. Bei den Betrachtungen über die Neubesetzung des Präsidiums ist aber zu beachten, daß die Wirtschastliche Bereinigung technisch (für Ausschußbiloun- gen usw.) zur konservativen Fraktion zählt und di? weitere Rechte ohne Reichspartci mithin 52 Mitglieder zählt. Die Konstellation ist also folgende: Sozialdemokraten Hl, Zentrum 91, Nationalliberalc 45, Konservative und Wirtschaftliche Bereinigung552, Freisinn 43. Ta die Sozialdemokraten ausschciden, müßte das Präsidium bestehen aus je einem Vertreter des Zentrums, der Nationallibcralcn und der Rechten. Das Zentrum hat. das Anrecht aus den ersten Präsidenten, denn hinter seinen 91 Stimmen stehen noch 18 polnische, 9 elsässischc und 5 welsischc Stimmen, also 123 Stimmen. Die Reichstagsersatzwahl i» Koburg. Wir lesen in der „Köln. Ztg.": Für die Ersatzwahl in Koburg sind die Parteien im Lande zum Kampfe bereit, und cs finden bereits Wahlversammlungen statt. Bei den angcbahnten Einigungsverhandlungen zwischen den Nationallibcralcn und de» Fortschrittlern kam es zu keinem Ergebnis, da der als Kompromiß- kandidat vorgelchlagene Staatsminister a. D. v. Richter von den Fortschrittlern nicht angenommen wurde, auch war man beiderseits der Ucberzeugung, daß ein getrenntes Vorgehen der bürgerlichen Parteien der Sozialdemokratie mehr Abbruch tue als ein gemeinsames Handeln, bei dem ohne weiteres die äußerste Linke der Fortschrittler sich entweder neutral verhalten oder zur Sozialdemokratie übcrschwcnkcn würde. Wie mitgetcilt, haben die Nationallibcralen mit dem Bund der Landwirte am Sonntag den Amtsrichter Dr. S t o l l in Koburg als Kandidaten nonriniert. Dr. Stoll ist bis jetzt politisch noch nicht besonders hcrvorgctreten und steht den ländlichen Wählern etwas jrcmdcr gegenüber als der bisherige Landrat Dr. Quarck. Ob die Kandidatur aus dem Lande glcick>en Sympathien begegnen wird wie die des Herrn Dr. Quarck, muß daher abgewartet werden. Ter fort schrittliche Kandidat, Landtagspräsident M. Oskar Arnold in Neustadt bei Koburg, dessen Name in der jüngsten Zeit im Streit um die Nicdcrsüllbacher Stiftung des Königs Leopold II. von Belgien öfters genannt wurde, ist eine populäre Persönlichteit, die in seiner Heimatstadt seit 30 Jahren auch von den Sozialdemokraten in den Landtag entsandt worden ist. Als Reichstagskaudihat, der er schon 1909 gewesen ist, wird er natürlich durch die Sozialdemokratie die schärfsten Angriffe zu gewärtigen haben. Zwischen den bürgerlichen Parteien fofi der Wahlkampf möglichst loyal geführt ivcrdcn, um bei der Stichwahl, auf die bestimmt gerechnet wird, ein Zusammengehen nicht zu erschweren. Die Sozialdemokraten haben sofort nach dem Ableben des frühe ren Reichstagsabgeordneten Fritz Zietsch den Rechtsanwalt Ho [mann in Hof in Bayern als Kandidaten ausgestellt Schon bei der Wahl 1912 hatte die Sozialdemokratie gegenüber der vorhergehenden Wahl einen Stimmenzuwachs nicht zu verzeichnen, cs wird auch diesmal hoffentlich ein sozial- dcmokratffck>er Sieg vereitelt werden können, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß die Minifterkrise so manches Wasser auf die sozialdemokratische 'Mühle geliefert hat. Bei den Wahlen 1912 erhielten im ersten Wahlgang Tr. Quarck (Natl.) 4740, Hauptlchrer Sandner (Fortschr. Bp.) 3540 und Zicffch (Soz.) 6199 Stimmen. Gepückabsertigung ohne Fahrkarte. Man schreibt uns: Es ist wiederholt angeregt worden, auf der preußischen Staatsbahn eine Gepäckabfertigung ohne Fahrkarte bei Pcrsoncnzügen einzurichtcn, wie sie in der Schweiz üblich ist. Namentlich im Sommer würde von Touristen diese Einrichtung viel benutzt werden. Der Eisen bahnministcr hat gegen diese Einrichtung aber verschiedene Bedenken, wen» er mich anerkennt, daß diese Einrichtung im Interesse des Verkehrs liegt. Bei kleineren Verwaltungen läßt sich diese Einrichtung ohne Sck)wierigkeiten treffen, bei Riesenbetrieben mit starkem Durchgangsverkehr vom Auslände begegnen sic aber allerlei Bedenken. Die Entwicklung würde dahin streben, daß viele Eilgüter in die Gepäckwagen der Pcrsonenzüge strebten, diese überfüllten und dadurch die Möglichkeit ciniretc, daß das Passagiergepäck auf Zwischen stationcn nicht befördert werden kan». Der Reisende konnte also unter llmständcii bei der Ankunst am Zielorte nicht in der Lage sein, sein Gepäck ausznlöscn. Der Eisenbahnministcr will aber den Wünschen insosern cntgcgcnkommen, daß er die Sätze für Expreßgut ermäßigen will,-um auf diese Weise das VorauSsendcn von Gepäck ohne Fahrkarte zu erleichtern. vie vermi tlnngsversuche in Mexiko haben bisher keinerlei Ergebnis gehabt. Der heutige nachstehende Bericht rechnet nur mit Annahnien, Möglichkeiten und Hoffnungen, deren Verwirk.ichnng aber noch außerordentlich ferne steht: Niagarasalls, 28. Mai. Hier wird angenommen, daß sich die Bermittclungskonscrenz einem Stadium nähert, das dazu berechtigt, gcincinsame Sitzungen abzuhalten, in denen ein Protokoll ausgesetzt und unterzeichnet werden könnte. Es verlautet, es seien gewisse grundlegende Vorschläge angenommen worden einschließlich der Ucbcrlragung der Ereeuliv- gewalt von Huerta aut einen provisorischen Präsidenten, der für alle Parteien annehmbar ist und der von vier Mitgliedern des Kabinetts unterstützt werden soll. Diese fünf M änner teilen sich in die Verantwortlichkeit für die Neuwahl des Präsidciiten. des Vizepräsidenten und der Mck- glicder des Kongresses. Die Zusammensetzung der neuen provisorischen Regierung Hai bereits die Zustimmung des Präsidenten Wilson gefunden. Es ist selbstverständlich, daß die neue Regierung sofort die Anerkennung der Vereinigten Staaten erhalten wird und daß dann auch die amerikanischen Trupven alsbald zurückgezogen werden. Trotzdem darüber keine Erklärungen abgegeben worden sind, glauben die mexikanischen Delegierten, daß die Vereinigten Staaten die Handlungen des gegenwärtigen mexikanischen Kongresses als gesetzlich betrachten werden. In amtlichen Kreisen verlautet, daß die endgültigen Vcrmitteliniaspläne Carranza vorgclegt werden, dessen Antivort erwartet wird. Der genaue Wortlaut des Planes ist noch nicht veröffentlicht morde». Es beißt aber, daß er zwar die Annabmc einer provisorischen Regierung in Mexiko- Citv, jedoch keine Bestimmungen übe/ Huerta und die Landsragc cnihalien wird. - Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 28. Mai. Die Sitzung wird imi 4>/e Uhr eröffnet, Zunächst wird der stellvertretende Schriftführer Mostg vom Oberbürgermeister Kel- ,'c r beeidigt. Zu Urkundspersonen werden die Studio. Irbet und Eichcnaucr bestellt. Daraus machte der Vorsitzende einige Mitteilungen. Er teilte mit, daß die Hinterbliebenen des verstorbenen Geh. Justizrates Gutsleisch in einem Schreiben für die Teilnahme der Stadt an der Beerdigung danken. Eine Eingabe des Hausbesitzervereins, die wir in unserer Nummer vom Samstag vcrössentlichtcn, wurde dem Finanzausschuß überwiesen. Tann gedachlc der Vorsitzende der langjährigen und ersvricß- lichen Tätigkeit des aus oem Amte geschiedenen Geh. Schulrates Raus eh. Beigeordneter Grüncwald teilte mit, daß der Vorschlag, de» Schreiber weg zu verlängern, von dem Landwirlichails- ausschuß als erledigt angesehen worden sei, da die Forstbehürde »eisicheri lzabc, daß die Verlängerung des Weges schon letzt hcr- gcrichtet worden sei. Gesuche und Anträge. Für die Bckämpsung der Obstbaumschädlinge (mt Stadt». W i n n de» 'Antrag gestellt, eine spritze a»zu- schalsen, wodurch die Bäume mit einer ätzenden Flüssigkeit bespritzt werden können, dasür einen Kredit von 70 Mark zu bewilligen und die Spritze auch Privatleuten zur Vcriügung zu stellen. Der laudmirtschaylichc Ausschuß hat sich zustimmcnd geäußert iwd empiiehlt die Anschaitung mit einem Kredit von 80 Mark, während in Peivatbesig bcsmdlichc Bäume durch städtisches Personal gegen Ersatz der Selbstkosten behandelt werden sollen. Ter Antrag wird angenommen. Der Schulvorstand beantragt, sür das für den 28. Juli ge- vlante I u g e n d s c st die Zustimmung zu geben. Diese wird erteilt. Stabt». Huhn regt dabei an, den nach dem Trieb führenden Weg zum Festzuge zu verbreitern. Als Vorsitzender des^ Festausschusses wird sür den schlcudcn bcsoldelen Beigeordneten Stadtv. Ebel gewählt. Ter Kaninchenzucht - und Pslegeverein plant eine Ausstellung und ersucht »m Gewährung eines Ehrenpreises. Der Finanzausschuß beantragt, dazu 30 Mark zu gewähren, und findet Zustimmung. Stadtv. u r st a d t fragt an, warum die de» Kan»,chenzuchtvc,einen zngcbilligtcn t00 Mark bisher nicht ausbezahlt worden seien, nachdem beide Vereine dem bcssischen Landesverband ficigetreten seien, wie man verlangt habe. Oberbürgermeister Kelter verspricht, Erkundigungen darüber einsuhoken, bisher sei ihm der Beitritt zum Verband nicht mitgetcilt. Die Straßenlaternen, die in der Nähe eines der neuen Feuermelder stehen, sollen durch einen roten Streifen mit der Auffchriit „Feuermelder" gekennzeichnet werden. Da diese Laternen hister zumeist nicht oder nicht die ganze Nacht gebrannt ivurdcn, erfordert das dadurch mehr verbrauchte Gas einen jährlichen Kostenaufwand von 702 Mark, die unter dem Titel Feuerlöschwesen auszujührcn sein werde». Staat». Sommer empfiehlt Anstrich mit Leuchtfarben, da ihm der Betrag sehr hach erscheint. Der Vorsitzende will, der Anregung folgend, die Ausführung des Antrages so lange aussetzcn, bis die Frage der Leuchtfarbe» gc- prüst worden ist. Der Antrag dcS Ausschusses, die 702 Marl zu gewähren, wird angenommen. Die Gesuche des Peter S ch c v v, seine Grundstücke Glaubrccht- straßc 9 und Büchnerstraße 2 mit Holzeinsricdigungen zu versehen, werden bewilligt. Ebenso ein Gesuch des Professors Dr. P s e i s f e r, der am Aulweg eine Blockhütte errichten will. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung betraf die Errichtung einer Freilichtbühne im Philo sovbcnwald. Oberbürgermeister Keller verlas dazu ein Schreiben der „Freilichtbühne", worin mitgetcilt wird, daß die Aufführung von Hanptmanns „Versunkener Glocke", Anzengrubers „Pfarrer von Kirchfeld" und Schillers „Wallen- stcin" für diesen Sommer geplant sei. Als Hilfskräfte für die Hauptrollen seien Mitglieder des Stadttheatcrs, für die künstlerische Leitung Obcrregisseur Dworkowski m Aussicht genommen. Ta man diesen Künstlern eine Entschädigung gewähren müsse und sonstige Untosten entstehen würden, die möglicherweise nicht durch den Verkauf von Billetts gedeckt werden könnten, so ersuche die Freilichtbühne die Stadt um Gewährung eines Garant i e s o » d s von 2000 Mark. Ferner wird um Ueberlassung eines Platzes im Phüosophenwald gebeten, um Hort zwei Hütten sür die Mitspiclendcn zu errichten und eine tulisscnartigc Taniien- anpslanzung vorznnehmcn. Die bkteiligien Ausschüsse haben am Donnerstag morgen unter Führung des Forstmeisters .Köhler eine Ortsbcsichtigung rorgenommen und man hatte schwere Bedenken gegen den erwählten Platz im Philosophenwalde. Es wurde jedoch die Auf- mcrliamkeit aut einen anderen Platz, aus den sogenannten Fichtenkops, links von der Lichcr Straße, in der Nähe der Zicgcn- zuchlstakion. gelenkt. Auch die „Freilichtbühne" ist mit dein neu erwählten Piatze ans dem Fichienkopl einverstanden. Der Finanzausschuß beantragt, diesen Platz zur Versügnng zu stellen und sür seine Herrichiung einen tkrcdit bis zur Höhe von 2000 Mk. zu betvilligcn. Für die Gewährung eines Gacantic- Kunft, Wissenschaft «nv Leben. - Der Zwist im Hause Wagner. Ein Arzt. Herr Tr. A. Kruehc, der Frau Isolde Beidtcr vor zwei Jahren behandelt hat, schreibt den „Münchener Neuesten Nachrichten": Der betrübende Zwist im Hause Wagner, der aut alle Verehrer des großen Meisters einen so überaus peinlichen Eindruck macht, wich vielleicht menschlich verständlicher, wenn man erfährt, daß Frau Isolde Beidlcr seit einigen Monaten in einem Sanatorium ,n DavoS weilt und daß sie seit mehreren Jahren körperlich zu leiden batte. Ich glaube, keine Jndiskrclion zu begehen, vielmehr hege ich die Hoffnung, beiden Parteien zu nützen und eine friedliche Einigung sowie ein Verstehen anzubahncn, wenn ich hier mitteilc, daß Frau Isolde Beidler mir vor kurzem aus DavoS zu meinem 60. Geburtstage einen langen Brief schrieb, in welchem keine Silbe von dem Familicnstreit noch eine Anspielung aus denselben steht, sondern lediglich ihr körperliches Befinden seit einem Unfälle, wegen dessen ich iie vor zwei Jahren ärztlich behandelte, geschildert wird. Schon damals bestand meinerseits der Verdacht daß ein konstitutionelles Leiden, um dessentwillcn sie Davos ausgesucht hat, in der Entwicklung begriffen sei Dcr-Paiieniin mußte dies mit großer Vor- sicht allmählich beigebracht werden, weil allerhand Vorurteile, gegen dieses Leiden bestehen. Dasselbe hat sich seitdem in der bekannte» Werse entwickelt, daß die psychische Sphäre insofern in Millcidcii schaft gezogen wird, als Gemütsdeprcssionen, svezicll die Furcht, zu verarmen oder nicht genügend im Dascinskamvic gcwavvnet zu sein, mit einer Ueberschätznng der eigenen Leistuiigsiähigkeit abwechseln, und daß nicht selten in solcher Stimmung allzu große Ansordcrungen an die Angehörige» gestellt werden. Wer mit diesen die körperliche Erkrankung begleitenden Seclenstimmungcn vertraut ist, wird alles milde beurteilen, was vom juristischen Standpunkte alS Aiimaßnng oder Rechthaberei erscheint. Wäre zur rechgm Zeit ein seiniübliger Vermittler zwischen Mutter und Tochter getreten, so hätte sich gewiß ein so veinlicher Prozeß vermeiden lassen. Vielleicht gelingt cs jetzt noch! — D.ic Venus von Kyrene. In der Kyrenaika haben die italienischen Genietruppen an der Stätte des Apollotemvels, der sich bei der berühmten Quelle Kyre erhob, ein machtvolles Standbild der Venus Anadhomene ausgefunden, ein ungewöhnlich schönes Werk aus paritchem Marmor. Die Gestalt der Göttin weist eine Löhe von 1,60 Meter aus. Die Göttin, die unbekleidet dargestellt ist, steht aufrecht neben einem Delphin, der das Meer symbolisiert und teilweise von den Falten eines Gewandes bedeckt ist, das die Venus anzulegen im Begriffe stand. Ter Kopf Und die Arme des Standbildes fehlen, aber trotzdem läßt sich die ursprüngliche Gebärde und Körperhaltung rckonsttuiercn: die Göttin hatte die Anne erhoben, um ihre vom Meere noch »asseil Haare zu trocknen. Das ergibt sich aus der ausgesnildenen Haiiü, zwischen deren Finger die Locken des Haares noch deutlich zu erkennen sind. Pros. Lueio Mariani, der die Oberaufsicht über die archäologisck>en Arbeiten in den italienischen Kolonien sühtt, hat die Statue als ein Werk aus der ersten Hälfte des 4. vorchristlichen Jahrhunderts bestimmt. Die Archäologie hat vielfach angenommen, der Typus der Venus Anadyomene sei die Wiedergabe eines berülMten Gemäldes des Apelles. Wenn die Datierung Marianis zuirifft, ist diese vielfach verteidigte Hypothese erschüttert. Die Gelehrten und Künstler, die bisher Gelegenheit hatten, die »cuentdecktc Vemis-Statue zu sehen, iprcchcn sich über die Schönheit des Werkes in sehr cnlhujmstischen Worten aus. Voraussichtlich wird das Standbild noch im Lause des kommenden Monats im T h c r m c n - M u s e u m in Rom seine Stätte finden. — Die Sommeraus st ellung der Münchener Sezession. Aus München wird uns geschrieben: Ti? Eröffnung der Sommer-Ausstellung der Sezession hat in der Geschichte der Münchener Künst zivcifellos die Vedentung eines historisch merkenswerten Ereignincs Ist es diesmal hoch aller Wahrscheinlichkeit nach die letzte Ausstellung, die di? Sirzesiions-Vcreinignng in den würdig-weihevollen Räumen des Kunsttempels am Königs- Platz veranstalten wird Was aus den bedeutsamen Knnsl-V?r > anstaltnngen werden wird, wenn der Staat das Gebäude — wie geklaut ist — für fein Antiquarium in Anivnich nehme» wird darüber sind die Akten bisher noch nicht geschlossen. Ist die „Früh- iahrS-Tczession" ein Sammelplatz für jüngere Künstler, eine Gelegenheit, neue Talente zu entdecken und zu fördern, so zieht zur sommerlichen Ausstellungsveriode auch die alte Garde ins Feld, dessen muß man sich herzlich freuen. Auch von Fritz von Uhde, der einer der Mitgründer der Sezession war, sieht man noch eine Arbeit. Ter siebzigjährige Albert von Keller ist mit drei Bildern vertreten, von denen besonders das große, „Ruhe" betitelt, an Farbenvracht und Ausdruckskraft meisterlich ist. Wer Franz von Stuck in seinen dämonischen Darstellungen schätzt, wird diesmal auch aus seine Rechnung kommen. Eine symbolische Frauengestalt „Die Pest" lehrt mü ihrer Grüntönnng zatte Seelen das Gruseln, den farbenprächtigen „Trachenröter" werden auch Leute, denen der Porträtist Stuck lieber ist, als gute technische Leistung empfinde»: die intimere Leinwand „Das Tiner" schließlich macht den Salopgeichmack Konzessionen, l>al aber doch Vorzüge: schließlich gibt er noch das eindruckslose „Bad" und ein „Faun" betiteltes Werk. In Stucks Nähe hängen die S am b c rg c r-Porträts: formvollendete Kunst. Auch Eugen Spiro zeigt Porträts, deren Bestes wohl das treffliche Meier- Gräse-Bild ist. Wenig wirtiam sind die kffabcrmann Bilder. Packend ist Th. Th. Heines Kricgerbild „1813". Von Werken jüngerer Künstler fallen die beiden Stücke des Tirolers Hell aus: besonders das wundervoll beleuchtete „Schönachlal". Dieser Maler, der schon im Frülstahr in der „Sezession" Aufsehen erregte, ist eine unserer stärksten Hoffnungen. Der moderne Leo Patz zeigt vor allem eine große, sarbcnorächtigc Leinwand „Puppen", die in der Idee wie in Komposition und Farbengebung grandios ist. Technisch unterscheidet sic sich von anderen Werken dieser Künstler durch das Strichhatte ihrer Pinselsührung. - ? v - . ' - - - - -1 - -- - - oiuu. oiu inuiiragc des Oxsorder on»>tutS >ür Anihropologie hat eine vojilische Dame, Fräulein Czaplica, soeben eine bedeutende tvisicnschaslliche Exve- dilion nach Nordsibirien angetrctcn. Die Forscherin, die sich dem Studium der sibirischen Rassen gewidmet und bereits ein großes Werk über die Ureinwohner Sibiriens veröffentlicht hat, will das Leben und die Geiovhnheitcn einiger asiatischer Stämme genau bc- obachtcn, die bisher unter den Raffen der Welt noch »ich, klassi-> siziert sind. Es sind das die Ottjaken am mittleren Jenissei in einem der wildesten und wüstesten Teile Sibiriens und die Tungusen die zu der Gruppe von Stämmen gehören, die das östliche «ßebirge zwilchen dem Jen,sic, und dem Stillen Ozean bewohnen Tie Er- vedllion besteht aus zwei Männern und zwei Fra»?»: Fräulein E?avl>ca wird die anthropologischen Forschungen durchführen- die andere Dame, eine Engländerin „aniens Eurtis, dient als Zeichner,n und Photographin: die beiden männlichen Gelehrten sind ein Zoologe und NN Ornithologe. Man will ein Jahr lang unter den betreffenden Stammen leben, um ihre Svrachi? zu lernen und ihr tägliches Leben ,o genau als möglich zu sttidieren. Während dieser ganzen Zeit werden die Reisenden ein Zelt bewohnen, das ganz ähnlich dem „t, nne es Kapitän Scott aus seiner letzten Reise bc- nutzte Dieses Zelt besitzt zwei gesonderte Abteilungen sür Männer und Frauen Aahrtcheinlich werden die beiden Herren, da cs im Irtntcr mr sie wenig zu tun gibt, schon früher nach Hause zurückkehren, Io daß die beiden Damen dann allein unter den wilden ■ Sie hat jedoch nicht die mindeste Furcht [,c 1° n i>er$ die Tungusen schon fremden Reisenden sehr ge- tahelich gcwerden und: sie ist tief eingedrungen in die merkwürdigen rcligwien Vorstellungen dieser Völkerschasten und hofft, vermöge der genauen Kenntnis ihrer Anschauungsjornie» mit ihnen sehr gut auszukommen. lönne der Finanzausschuß nicht cintrcton, man fotlc abwar- ten, wie sich das Ilnterncchncu enOvickclu würde. Oberbürgermeister Keller meint, das Unternehmen sei so bedeutend für Gießen, da es sicher auch Besucher aus der Um gegend deranzieden würde, das; er gegen den Antrag des Auo schusseö die Bewilligung eines Garantiefonds von 1000 Mk, befürworte. Stadt. Ebel betont, daß der Platz am Philosovbenwald allein der ideale Platz für das Freilichttlfeater sei, wenn auch der a» dere Platz recht gut sei, so habe er doch tiicirt dieselben Vorzüge «»szuweisc» und oor allem fehle es aus dem Fichtenkovi au einem genügenden Lchnfik Lee Publikums bei plötzlich eintretendeni Unwetter, während sich in der Nähe des zuerst »I Aussicht genommenen Platzes das Philvsophcnwaldhaus und die LiebigShöhc befänden. Mau solle daher, wenn man auf dem Fichteukops bestehe, eine Schutz Hütte errichten und auch einen Garantiefonds bewilligen. Dann hob auch er den Vorteil einer Lichtbühne für Kiesten hervor und beanlwortcte den Zwischenruf „Wiesbaden!" damit, daß die Freilichtbühne in Wiesbaden nur darum sich nicht habe halten können, weil man dorr in zu großem Stile gearbeitet habe. Tic „Maibraut" von Wolzogcn habe täglich 2000 Mark IIulosten erfordert vier in Kietzen seien nur geringe Aufwendungen nötig- Tie Kulissen und Kostüme stelle Direktor Steingoettcr und die .Hilfskräfte fpicltrn freiwillig und ohne Entschädigung. Tas alles bürge für ein dauerndes Bestehen der Freilichtbühne. Beigeordneter Grünewald ist für den Play im Plnlo- sophcnwalde, die wenigen gefällten Bäume würden wenig schaden, «such Stadtv. Sinn triit für den Philosovhcnwald ein, während Stadtv Plank dein Fichtenkovi zustimmt, da dieser in fünf bis sechs Minuten von der Straßenbahn aus zu erreichen sei. Auch sei der Fichtenkovi zur Anvflanzung der Fichten geeigneter. Stadtv. Löbcr rät cbeutalls, den Plnlosophcnwald io zu erhaltcu, wie er jetzt ist; er ist gegen de» Garantiefonds, stadtv. Sommer ist für den Vorschlag der Ausschüsse und stimmt dem Garantiesonds zu. Er verspricht sich auf dem Platze des Fichtenkovfes auch eine größere künstlerische LBirtung. Stadtv. Vetters ist auch für die Leistung des Garantiefouds, wenn ihm gewährleistet wird, daß jedem die Möglichkeit gegeben wird, den Aufführungen beizn- Ivohnen, indenr man nur Sonntage in Aussicht nehme. Stadtv. Ebel versichert, daß die „Frcilichtbülmc" grundsätzlich anstrebe, die Aussührungcn Sonntags zu veranstalten, garantiert könne nur jeder zweite Sonntag werden, da die Mitglieder des Stadt- theaters durch die Bad-Nauheimer Aufführungen in Anspruch genommen seien. Stadtv. Wimmenauer rät eindringlich, sich den Philo- sovdenwald zu erhalten, man müsse darin etwa 80 Bäume fällen, wälnend die Fichten, die mau zu dieser Jahreszeit anvflanz-, sicher ausgeltcn würden. Derselben Meinung ist Stadtv. Heichelheim, tritt auch für den Garantiesonds ein. Auch Betgeordn. Grünewald stimmt nunmehr dem Fichtenkovi zu, rät jedoch sofortige Inangriffnahme der Vorarbeiten. Stadtv. Sommer schlägt vor, den Platz auch Vereinen zur Verfügung zu stellen. Stadtverordneter Ebel trat nochmals für das Gesuch der „Freilichtbühne" ein. Oberbürgermeister Keller legt der Versammlung zur Beantwortung drei Fragen vor: 1. Will die Stadtverordnetenversammlung der „Freilichtbühne" den in Aussicht genommenen Platz auf dem Fichtcnkovfe zur Verfügung stellen? 2. Will die Stadtverordnetenversammlung zur hcrrichtung des Platzes der „Freilichtbühne" einen Kredit bis zu 2000 Mark bewilligen? 3. Will die Stadtverordnetenversammlung der „Freilichtbühne" noch einen Garantiesonds von 1000 Mark bewilligen? Alle drei Fragen wurden e i n st i m m i g mit „I a" beantwortet. Schluß der öffentlichen Sitzung 5V- Uhr. Nach der öffentlichen Sitzung hielt Stadtv. I a n n einen längeren Vortrag über die Erziehungsarbeit in den Gießener Kindergärten. Oberbürgermeister Keller dankte ihm für seine Mitteilungen. Au» StaSt «nS Can6, Gießen, ug. Mai,1914. " Das Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (116) trifft am SamStag in drei Souderzügen, von Gelnhausen konimend, in Gießen ein. Tie Ankunft erfolgt um 2">, 3 36 »nd 3 58 Uhr nachmittags. •* T i e » st j ub i l ä u IN. Am I, Juni steht der Oberaärtoer Friedrich Kyritz 2b Jahre in Ttensten des Komn,erziel r.'ts Schirmer zu Meßen. ** D i e zehn Natnr^schutzgebotc. 1. Du sollst der Natur, die dich durch ihre Schönheit erfreut, nicht mit Undank lohnen, indem du sie schädigst: 2. du sollst zur Erinnerung oder für deine »ammlungcn von Blumen, Schmetterlingen odm dergleichen p'.r io viel mitnehmcn, als du wirklich brauchst: 3. ou sollst die Natur nichl durch wcggeworsene Blumen, Papier und sonstig: Abfälle verschandeln; 4. du sollst keine überslüssigen Sammlungen ankegcn, weder von Pflanzen, noch von Schmetterlingen, Käsern oder sonst etwas, wenn du dich nicht ernstlich damit beschäftigen willst: 5. du sollst aut die Mitnahme solcher Natur- sellenhetten, deren Bestand dadurch gefährdet ivtrd, überhauvt verzichten und bedenken, daß auch noch andere sich daran erfreuen wollen: 6. du sollst keine Pflanzen mit den Wurzeln ausreißcn oder ausgrabcn; 7. du sollst von den Bäumen und Tträuchern keine Zweige abrcißcn, sondern sie nötigenfalls mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneidcn: 8. du sollst beim Pflücken der Blumen darauf achten, daß der Stock nicht bcschadiat wird und wenigstens noch einige Blüten daran bleiben: 9. du sollst die Rinde der Bäume nicht als Stammbuch benutzen: 10. du sollst Kinder und unverständige Erwachsene zur möglichsten Schonung der Natur anhalten. ** Postscheckverkehr. Die neuen F o r m u l a r m u st e r zu Zählkarten, zu Nachnahmekärten, Nachnahme-Paketkarten «bisher -Postvaketadressenj und Postaufträgen mit anhängender Zahlkarte sowie das Muster zum neuen Schcckbricsumfchlag für den Verkehr der Kontoinhaber mit den Postscheckämtern sind erschienen. Die Formulare können sämtlich auch van der Privatindustrie her- gestellt werden, wenn sie in der Größe „nd Farbe des Paviers sowie NN Vordruck und, adgäsehen van den Tcheckhriefumschlägen, auch in der Ställe des Pavicrs mit den amtlichen genau übereinstimmen. Tie Muster sowie eine gedruckte Beschreibung über ihre Größenverhältnisse und die Beschasfenheit des zu verwendenden Papiers können von den Postscheckämtern kostenlos bezogen ivcrden Zur Permcidung von Weiterungen empsichlt es sich, daß die Privat- druckcreien vor der Herstellung jeder neuen Auflage einen Probeabdruck dem Posn'chcckamt zur Prüfung einsenden. Tie von der Post bezogenen blauen Zahlkarten des bisherigen Musters sowie die bisherigen braunen Nachnahnietormularc mit auhänaenber Zahlkarle können bis auf weiteres ausgebrmicht werde». .Hierher wird daraus aufmerksam gemocht, daß auch die Formulare zu Nachnahme-Paketkarten und Nachnahmekartci, mit anbängender Post- anwcisuilg geändert werden, und daß die Postvatctadressen die Bezeichnung Paketkarte erhalten. In Aussicht genommeii ist ferner neue Formulare für Postaukträge mit anhängender Postanweisung einzusühren und die Herstellung dieser Formularck der Prioatindu- strie sreizugcbcn. Wegen der Muster sük diese Formulare „sw. Ivird näheres Nock, bekannt aenracht werden. — Zum „Verzeichnis der Kontoinhaber bei den Postscheckämtern im Reichspostgebict", Ausgabe 1914, erscheint in den nächsten Tagen der erste Nachtrag nach deui Stande vom 1. Mai. Er ist bei allen Postanstalten für 40 Pfg. käuflich. Das Verzeichnis selbst lStand vom l. Januar kostet 2 Mk. Den Kontoinhabern wird der Preis für Verzeichnis und Nachtrag aus Verlangen vom Konto abaebucht: auch können sie sich den regelmäßigen Bezug des Verzeichnisses sowie der im Laufe des Jahres erscheinenden beiden Nachträge durch cinmaligc Bestellung bei ihrem Postscheckamt sichern. ** Grundstncksvcrkehr. Ein Grundstück zu R o h r - h a ch, das auf den Namen der D i t t m a n n, Friedrich, Landwirt zu Aulendicbach/ T i t t n, a n n, Katharine ged. Hansel, dessen Ehefrau, oor der Auseinandersetzung im Grundbuch eingetragen war. soll Freitag, den 10. Juli 1014. vormittags 10>/- Uhr, im Amts- gerichtSgebäude (Sitzungssaal) zu Büdingen im Wege der Zwangsiwllstrecknng verueigert werden. Der Versteigc-nmgsocinnerk ist am 28. April 1914 in das Grundbuch eingetragen worden. — Grundstücke zu Gießen, die auf den Rainen des Karl Nöding in Gießen eingetragen waren, ioll.'N Fre.tag, den 17. Juli 1914, oormittags 9 Uhr, durch das Amlsgericht Gießen im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. Der Versteigernngsvcr- merk ist an, 7 Mai 1914 in das Grundbuch eingetragen worden. Ein Grundstück zu B a d--N au he i m, das auf den Namen des Joseph H a b e r 1, Gastwirt in B a d - N a u h e > m, »nd dessen Elicsrau Emma geborene Rchm, im Grundbuch eingetragen war, soll Mittwoch, den 22. Juli 4914, vormlltags 10 Uhr, durch das 'Amtsgericht Bad-Nauheim zum Zwecke der Auseinandersetzung versteigert werde». Der Versteigerungsvermerk ist am 24. Dez. 1943 ü, das Grundbuch eingetragen worden. ** Gütcrrechtsregistcr. Sattler Wilhelm S ch ö s s 1 e r in Ai » i ch e n h c i m UN» Eheiran Auguste geborene Wolfs lfabcn Errungenschastsgemcinschaft vereinbart. ** Konkurse in Hesse». Das Konkursverfahren über das Vermöge» des Restaurateurs Johgun Ada», Huth z» Dar,,,. N a d t ist, da eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Maste »iclit Vorhände» ist, eiuaestcllt worden. — lieber das Perniöacn des Möbelsedreiiiers Wilhclu, Ternts in N i e d e r-F l ö r s h e i,n ist au, 22. Mai das KonkuiSveriahre» eröffnet worden. Der Rechtsanwalt Obe „ a >ier in Pseddcrshem, ist zu», Konkursverwalter cruauut. KoukliiSsorderimgei, sind bis zum 12. J»»i 1914 bei de», Gerichte auzumeldcu. Es wird zur Befchliißfastuiig über die Bei- bebaltnug des ernannten oder die Wahl eines anderen Ver- walleiS „fw. a»I Freitag, 2,!. Juni 1814, vormittags 19 Uhr, vor dem 'Amtsgericht Pteddcrsdeim Termin anberaumt. — In de», Konkurse über dns Vermöge» deS Restaurateurs Conrad Köhler in Gieße» soll die Schlußvertcilung erfolgen. Dazu sind nach Berichttqmig der bevorrechtigten Ansprüche uerlügbar Mk. 13 23S. Zu bcrückslcht, e„ sind Mk. 47 66 ‘,71 nicht bevorrechtigte Forderungen. — Das KouklirS»erführe» über das Vermögen der Firma Öeimnn ,, & Nitzge in Hevvenhei »> ist, nachdem der >» de,» Vergleichs,ermiue vom SS.'April 1914 angenommene Kwaugs- vcrglcick bestätigt ist, auiaehobe,,. Kreis Schotten. -cht. L a u b o ch , 27. Mai. Nach althergebrachter Sitte feiert Ulan hier alljährlich das sog. „Ausschuß-Fe st". An diese Feier knüpscn sich einige bemerkenswerte historische Erinnerungen. Tie Grafen früherer Jahrhuntertc hatten noch ihr eigenes Militär. Von diesem wurden die älteren Mannschaften, die sich nicht mehr im Dienste bewährten, als pensionzberechtigt ansgcfchicdcn. Jin Schießen mußte sich dieser „Ausschuß!' jedoch weiter üben. All- jährlich stiftete der Graf von Laubach als Ehrengabe für den besten Schütze» einen Hammel, während her zweitbeste Schütze von der Gräfin ein seidenes KIcio erhielt. Diese Sitte hat sich bis auf 'den heutigen Tag erhalten, nur find cs nicht mehr die gräfliche» Soldaten, die iich Ehrengaben erschießen, sondern die Mitglieder der fick, aus Bürgern ziiiainmciisctzeudcu Äusschußgesellschast, die all- fährlich zu Ostern ihren Hauptmanu und die Führer wäl.lt. In diesem Jahre wird das Fest vom 14.—16 Inn, gefeiert. An dem Montag vormittag wird sich ein origineller Festzug durch die Straßen Laubachs bewegen. Die Fahnen von 1813 und von 1848 werden in dem Zuge mitgeführt. Auch der mit Bändern geschmückte Hammcl muß mitmarschicren. Ter vorjährige Hammclschütz.' trägt im Fcstzug eine vom Grasen gestiftete prächtige Kette, die sog. bammelskette, dieöils Wanderpreis besteht und dadurch alljährlich ihren Inhaber, der sich ihres Besitzes nur an dem einen Tag er- sreuen kann, wechselt. In dem Fcstzug, der sich nun seit Jahrhunderten alljährlich durch die .Straßen Laubachs nach dem gräflichen Schlosse bewegt, sind die Vorstandsmitglieder mit alten Schlevpsäbeln bewaffnet. Weißgekleidete Jungfrauen und Musikkapellen vervollständigen das Bild des Festzuges. Kreis Fnevbera. — Bad-Nauheim, 27. Mai Den Bad-Nauheimer Kurgästen stehen für die Zeit vom 1. bis 7. Juni interessante Tage bevor. Diese „Bad-Nauheimer Woche" wird eingcleitet durch ein Morgenkonzert auf dem Johannisberg am 1. Juni. Nachmittags und abends ist D o v p e l k o n z e r t aus der Terrasse. Der Dienstag dringt am Nachmittag und Abend Vorstellungen eines vorzüglichen Marionetten-Tbeaters und der Mittwoch ein Sommernachtsest auf dem Jnsclteich mit Beleuchtung der Seeuscr und Insel, Fackelschwingen der Turner, Korsosahrt der Sänger in blumengeschmückten und beleuchteten Kähnen, Marmor- gruppcn der Turner usw. Am Donnerstag ist im Konzerthaus großes Künstlerkonzert unter Leitung des Kgl. Pros. Hans Binder st ein und unter Mitwirkung von Madame Charles Cahier. Der Freitag ist ein V c r k e h r s t a g mit Schaufenster-Wettbewerb und Promenadenkonzert in den Straßen der Stadt: beim Abendkonzert aus der Terrasse wirkt ein T o v p c l q u a r t e t t mit. Am Samstag findet ein Abend- s c st im Freien statt. Auf der großen Wiese vor dem Kur Haus sind Aussührungcn der Turner und Turnerinnen mit elektrischer und bengalischer Beleuchtung der Gruppen und des Parks, sowie Reigen „nd Fecntänze. Der letzte Tag der „Bad-Nauheimer Woche", Sonntag, der 4. Juni, bringt ein großes Festkonzert unter Leitung von Pros. A. Mendelssohn, der seine Kompositionen, die „Paria" und „Der 137. Psalm" selbst dirigieren wird. Unter Mitwirkung der Hofkapcllc und des Musik- oercins und Lchrerocrcins aus Tarmstadt, sowie bedeutender Tarm- städter Solisten wird unter Leitung des Kgl. Professors Hans Binderst ein Beethovens 9. Sinfonie mit Schlutzchor über Schillers Ode „An die Freude" ausgeführt ivcrden. Gericht»?««!. Wiesbaden, 28. Mai. In dem umfangreichen vor der diesigen Strafkammer verhandelten Juwelendiebstählsvrozeß gegen die Ehefrau des Magistratssckretärs Meißner und die Ehefrau des städtische,, Revisionsbeamten Kolderg wegen fortgesetzter in den Jahren j 1911 bis 1913 bei Juwelieren in Wiesbaden. Mainz, Darmstadt, Frankfurt und Hanau begangenen Juwelendicbstählcn im Gesamtwerte von 7000 Mk. wurde erkannt gegen die Ehefrau Meißner auf ein Jahr Gefängnis ivcgeu 26 derartigen Diebstählen und gegen die Ehefrau Kolberg wegen 19 Diebstählen auf 2 Jahre Gefängnis. Kiel, 28. Mai. In dem Bcstcchungsvrozcß, der sich im Anschluß an den früheren Kieler Werftprvieß entwickelte, wurde beute nacht 2 Uhr das Urteil verkündet. Das Gericht hat alle An- gellagten bis auf den Kaufmann N e u g e b a u e r für schuldig gesprochen. Den Angeklagten, dem früheren Gefängnisoberauffcher die st ermann und dem früheren Gefangenruauffcher R o l f s wurden mildernde Umstände versagt. Hiesterman» erhielt 3 Jahre Zuchthaus und Rolii 0 Jahre Zuchthaus, außerdem wurden gegen icdcu auf 5 Jahre Ehrverlust erkannt. Ter '.Angeklagte, frühere Hausvater Wählers erhielt vier Monate Gefängnis, der frühere Hiltsauifeher Griefe erhielt vier Monate Gefängnis, der Kaus- niann F r a „ t_c n 11) a l 2> - Jghre Gefängnis und 5 Jahre Ehr- vertust, Käthe F r a >I k e n t ho l und Diplomingenieur Heinrich w i,0tf Mark tdeldstraie. N eng eh au er imirde sreigefprochen. Tic Verurteilten haben sämtlich bis auf Wählers die Annahme oes Urteils adgelehnt. Alle bisher in Hast gewesenen wurden dem Gefängnis wieder zugeführt. Der Andrang des Publikums 'u der Verhandlung war außerordentlich stark, so daß verichjedent- I,m pollzeilichc Hilfe nollvendig toar, um die Ordnung im Gcrichts- gcoande aufrecht zu erhalten. Luftschiffahrt- . Berlin, 28. Mai. Zu der von uns gemeldeten Notlandung dsdocher Flieger bei Rppin in Rußland erfahren wir an zu- ttandiger stelle, daß es sich ,au ein Flugzeug der F-liegerstalion Graudenz handelt, das am 26. Mai durch einen Gewittersturrn über die Grenze getrieben wortx'n ist. Führer des Flugzimgs war Hauvtman» Tckfnwger vom Infanterieregiment Nr. 125, Beobachter Obcrleutnan, Paul vom Jnsanlericrcgiinenl Nr. 52. Tie beiden Ofsizicre werden von de» rufsischen Behörden s e st g e ° halten. llLeitcre Ein,el beiten find noch nicht bekannt. vermifchter. * Im §> o ch sch w a rz w a l d fällt bei 1° Kälte seit Mittwoch «chnee und zwar ans den Bergen vom Belchen nach dem Hcrzogenhorn und Feldberg bis nach Todtnau hin. Am Donnerslag schneite cs auch in den Vogesen weiter. "Erdbeben. 'Aus D a r m st a d t, 28. 'Mai, wird gemeldet: Die Erdbebewvarte Jugenheim meldet von heute mittag 1.30 Uhr: Soeben wurde innerhalb dreier Tage das fünfte Erdbeben aufgcs zeichnet Ter Einsatz erfolgte um 12.32 Uhr, das Maximum „m 12.43 Uhr, das Ende nach l Uhr. Die epizentralc Entfernung beträgt 2500 Kilometer, der Herd liegt also nicht in Europa. Hierzu wird ans Hohenheim, 28. Mai, gemeldet: Heute früh 4 Uhr 36 Min. >0 Sek. begannen die Erdbebcninstrumente ein mäßig starkes Fernbeben anfzuzeichnen. Der Herd liegt etwa 9000 Kilometer entscrnt, also in geringerer Entsernung als das gestern gemeldete schwere Beben, dessen Herd in etwa 13- bis 14 000 Kilometer zu suchen ist, ivahrfcheinlich auf der Inselwelt des großen Ozeans. Tie stärksten Ausschläge des heutigen Bebens erfolgten zwischen 5 Uhr 5 Min. und 5 Uhr 15 Min. * D i c 'Ausnutzung der oentschcn Nadelholz- Zaofcnernte, welche schon immer fleißigen Leuten guten Winfcrverdicnst bot, wird jetzt und kiinftig noch mehr in den Vordergrund trsten, da die Forstwirtichast aUgenicin deutschen Kiefern- und deutschen Flchteusanicn bevorzugt. Die Reife dieser Zapfen beginnt im November und Aufgabe vorausschaucnder Unternehmer ist, sich rechtzeitig,den Zavienenrag größerer Wald- gebietc zu sicher», was gewöhnlich durch Erpachänng geschielft. Wenn irgend möglich, sollen Lieferungen stets in Ladungen von 10 000 Kilo erfolgen. . * P o st s ch w i „ d c l. Aus Paris, 28. 'Mai, nreldet ein Priv.-Telegr.: Auf gemeinsames Ersuchen der deutschen und fran- zösijchen Postbehörden verhaftete die Polizei im Pariser Haupt- pvstamt eine» Deutschen namens Bernhard Rohr aus Köln. Er wird befchuldigt, während der letzten zwei Monate 15 000 Franken ergaunert zu haben, indenr er Postanweisungen nbhob, die von einem' belscrshelfcr, den er nicht nennen will, ausgestellt waren, dluserdem ist ein Deutscher namens Tannhänser aus Buticnhausen verhaftet worden, der verdächtig ist, an dem internationalen Potent» schwindet beteiligt zu fein. * Eine fürchterliche Nacht. Sieben junge Leute der höheren Gesellschaft Petersburgs fuhren auf der Jacht des akademischen Jachtklubs auf den finnischen Meerbusen hinaus. Tie Jacht wurde durch den starken Wind ans die Seite gelegt und füllte sich mit Wasser. Die Insassen klammerten sich an die Masten an und hielten sich in dieser Lage die ganze Nacht über Wasser. Am nächsten Morgen wurden sechs von den Fluten weg gespielt, der siebente wurde von Fischern gerettet. Kleine Tagerchroni!. Zuin zweiten Bürgermeister von Kassel ist der Stadtsyndikns Brunner gewählt worden. I» K a s s e l starb der Lehrer der Kunstgewerbeschule Professor Hatzfeld während einer Pause an einem Herzschlag. Der A l l g e n, c i n c L a n d s m a n n s ch a f t c n - K o n v c n t auf der Marksburg hält seine übliche .Tagung vom 30. Mar bis 3. Juni in B r a u b a ch aus der Marksburg ab. In B c r l i n ist ein zugereister Hotelgast an Lepra erkrankt. Er wurde in das Birchow-KrankenhauS gebracht. Vorsichtsmaßregeln sind getrosten. Der 'ölrnstädtcr Verband mathematischer »nd natur- wisienschastlicher Vereine an deutschen Hochschulen wird in der Zeit vom 4. dis 7. Juni in Arnstadt in Thüringen seinen 12. Äer- bandstag abhalten. In A , ch a ch fand in Gegenwart des Königsvaares die 800. Jahrseier der Burg Wittelsbach statt. Rach einer Ansprache des Königs wurde ein Gnadenakt verlesen, durch den di! iGeiangencn der Strafanstalt Aichach begnadigt werden. Dnruntei befindet sich eine Frau, die vor 30 Jahren zunr Tode verurteilt, dann aber zu lebenslänglichem Zuchthaus bi'gnadigt wurde. In cinein Personenzug crickfvß he, Samara der Lemuanl Gulajew die Opcrnfängcrin Drein, deren Bclauntichasi er im Zuge gemacht hatte. Tic den t s che Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hielt in Köln ihre 48. Hauptversammlung ab. In L o n d o n warf eine ältere Frau, ansclfeinend eine Suffragette, von der Straße Steine in das Fenster der Nationalgalerie und zertrümmerte drei Fensterscheiben. Weiterer Schaden wurde nicht angenchtet. ! van-cl. Berlin, 28. Mai. In der heutigen Ausiichtsratsiitzung der Deutschen Bank wurde die Errichtung von Zweigstellen in Metz und Bagdad beschlossen. Märkte. I, Frieddcrg, 28.Mai. Der gestrige Markt war sehr schlecht tzeiucht. Cs reauete den aaincu Tag mrd dam, durfte auch der 'Viehuiarkt wegen der Maul- und Rlauenieuche i» Rodheiin v. d. H. nicht abge! alte» werden. Ter '! r ä n, e r >» a r k t war schlecht, nur wenig Stände waren niügeiclilage». Aus dem Obst- und Gemüseinarkt stände» die ersten Kiriche», das Psund z» 60 Psq., zum 2'erkaus. Ic, Wiesbaden, 28 Mal. H,e„- und S tro l, ,n a r kt. Augeiahren waren: 19 Wagen „nt Heu und Stroh. 'Man uotierie Heu tzöchüer Preis 4,19 Mk, niedrigster Preis 3,99 Mk., Turchschnittsvreis 3,59 Alark. Stroh höchster Preis 9, 9 'Mk., niedrigster Preis 9,99 Alk.: Turchichnittspreis 9,90 Mk. Kriiinnislroh hüch>ier Preis 2,2o All,, ni-driguer Preis 1,89 Mk.; Turchichnitlsvieis 2.92 Alk. — F r u ch t in a r k t. Hnicr höchster Preis 9,50 Mk., niedrigster Preis 9,29 Alk.; Durchichnittspresz 9,35 Mk. Alles per 59 Kilo. Kirchliche rlaclirichte«» Jrraelilischc Keligionsgcmein6e. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Sonntag, den 31. Mai »»d AI o n t a g, den I. Juni 1914: Wochenfeft. 1. Tag: Vorabend 9.15 Uhr. Morgens 8.39 Nhr. Predigt. Nachmittags 4,09 Uhr. 2. Tag: Vorabend 0.15 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Festesausgang 0.20 Uhr. Meteorologische veobachtungen der Station Sichen. Wäi ||o-| 1914 J| a-2 u b> .2 5 & 1 to , « if i A -1 säg* zA Welte« 1 l 1 28 ! 2 !, !l 747,8 13.5 6,4 56 WNW z 8 28.' 9’1| 748,0 93 6,7 76 NW 9 39.! < u | 747.8 7,8 SS 87 WSW 2 10 I I I I I Höchste Ternveratur am 27.-38. Mai 1911 --- -j- 14 4' Niedrigste , . 27.-28. „ ISll --- > 8,0°. Liiederschlag: 0,0 mm. __ i Heilbewährt.,be! Kaiarrnen.Husten % Heiserkeityerschieimung. Jnfhjenza. Magen- Darm.-Gicht-u. Blasenleiden überall erhältlich In Apotheken Drogen- und Mlnera/wasser-Handluncwi ___ A Formen, Aasfühning. Eleganz, Haltbarkeit und Preis der Salamauderstiefel entsprechen den verwöhntesten Ansprüchen. Fordern Sie Musterbuch 3. Einheitspreis für Damen und Herren M. 12.50 Sico-Ausführung ........ 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Für Wohnung und Mob'lliarbenutzung zahlen: a- Mädchen aus Heffen...... . 25 Mk b) Mädchen von außerhalb Hessen ... 40 , snr den ganzen Kursus. Ter Preis für die Berpflegimg wird iiach den Selbstkosten, bezw. de,i Preisen der Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Die Anmeldungen, welche bis spätestens Ende Mai d. Js. erbeten werden, sind bei dein Vorsitzenden der Ortsichulkoinmissionen der Haushaltungsschulen, den Verven Bürgermeister Metzger-Langen beziv. Tekonomic- vat Aestemacher - Liiidheiin einznreichen, welche ebenso wie die Landivirtschaftsfaminer selbst zn jeder iveiteren 'Auskunft gerne bereit sind. Wegen Berücksichtigung der nach dem 1. Juni 1914 einqeheiiden An>neldnngeii kaiin Verbindlichkeit nicht übernomiiien werdeii. Ueber die Aufnahme entscheidet der Vorsitzende der Landwlrtschaitska,inner. Darmsiadt. den 30. April 1914. LiiiüMtschiiilSlsiiimtt für Das ßrofif). Kejskii. 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Mai 1914. __ (Sräsliebe Norttverwatt«»«. _ ilmitöflfnsHlanj am 31. 1013 Aktiva Jl Passiva. Jt Kassenbestand 5180.53 Guthaben der Guthaben in Genossen 4093. - lfd.Rechnung Anleih, einschl. b. Genossen 141380.80 Spareinl. 173607.90 Darlehen auf Schuld in isd. Schuldschein 5017.— Rechnung Darlehen aus b. Genossen 49360.35 Hypotheken 62459.— Nachlässe sür Noch nicht jüll. noch nicht Güterkauf- fad. Güter- und Pacht- kausgeidcr 334.66 gelber 6550.— Neservesonds 1700.— Rückständige BetricbSrückl. 1199.19 Güterkauf- Reingewinn 805.06 und Pacht- gelber 3625.80 Rückst. Zinsen 1673.66 Rückstände aus vorigen Jahren 4963.37 Wert des Ge- schäslsmob. nachAbschr. von 2V Mk. 250.— Sa. d. Aktiva *31100.16 Sa,d. Passiva 231100.16 Mitgliederstand Ende 1912 81 Zugang in 1913 .... 5 86 Abgang in 1913 . . . . Mitgliederstand Ende 1913 86 Grün ingen, den 26, Mai 1914. Tpar «.Darlehnskaffe e.G.nr.u.H. M a r st e 11 e r. 6635 Bingel. Amtliche Bekannt,,llichuttgen der Stadt Giehen. Die nachftebenden Arbeite» tollen ÜHfliftafl, Den 8. Zm Hs. Zs., norraittagö 10 Uhr, öffentlich vergeben iverden: 1. Herstellen von Linolcum-Untcrboden: \ Isolier 2. Liefern und Verlegen von Linoleum: f baracke. 3. Zimmer- bezw. Lchrcinerarbcitcn: (Linsriedianng bei der Isolierbaracke. Die Unterlagen liegen aus dem städt. Hochbanamt ;ur Einsicht offen. Angebote aus Bordruck, der daselbst erhäli- lich. sind bis zum genannten Termin dorthin einzuretrhen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. __ |0Q4(SB Die Elektri^itätSiverke und Straffenbahn beabsichtigen einige Verkaufsstellen nir Ttrastenbahnrahlmartcu ein^urichten und werden diejenigen Geschäsislente, welche bereit sind eine Verkaufsstelle -ju übernehmen, ersucht, nch mit der Verwaltung in Verbindung zu setzen. 16518B Ltädt. WohttNttgsttachsveis Gießen, Asterweg 9. 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Installateur, 3 Schiniede, 5 Wagner, 8 Btaler, Llnstreicher und Weist, binder, 3 Tapezierer und Polsterer, 2Friseure, I Schuhmacher, l Schneider, 4 Schreiner, I Tchaier, 3 land, wirischasttichc Arbeiter, 2 jung, HauSbnrschcn, Dienstmädchen, Lehrlinge: 1 Svengier, 2 Kellner, 1 Gärtner, ein Metzger, 1 Koch, 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Müller, ES suchen Arbeit: l Svenaler, 1 Former, 1 Gloter, 1 Buchbinder, l Eisen- drchcr, 2 Sattler, 3 Schreiner, 2 Anstreicher und LLcist. binder, 3 Schubnincher, ) Schlosser, 2 Monteure, Maurer, l Krankenwärler, 3 Heizer, Gartennrbeilcr, landwirkfchanl, Olrbeiler, Erdarbeiter, Tlaglvbner, Haus» bursche», Putz-, Walch, und Lauitraucn, Handlungg. gebilien und Schreiber. Gast- und Schaukwirtichait-gewerbe: Kellner. 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