Nr. |25 Zweiter Blatt Erscheint täglich mit AuSnahnr« der Sonntags. Die ..«ietzeiiek ZamilienblSttcr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigetegt, das „KrrisblatI fnt den ltreir «tcßen" zweimal wöchentlich. T,e „randwinjchastlichen Sell- srageft" erscheinen nwnatlich zwennal. Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Donnerstag, 28. Mai 19^ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts - B»»ch- und Steiudruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei:- Schul- straße 7 Expedition und Verlag: e^ä&bl. Redaktion.112. Tel.-Tldr.: AnzelgerGießeru 3iir Verlobung im Aaiscrhause. Ein staatsrechtlicher Mitarbeiter schreibt uns: Die Ehen werden im Himmel geschlossen: sie sind aber ouherchem, ob die Liebenden wollen oder nicht, ein — Rechtsgeschäft. Dieses Rechtsgeschäft gestaltet sich ganz besonders tchtvicrig, wenn der Sproß eines Fürstenhauses heiratet. Für den hohen Adcl^hat das Moment der Ebenbürtigkeit nicht minder schwere Sorgen im Gefolge, wie für den ehelustigcn BurgcrlicheN-die Existenzfrage, das Auskommen und die Mil rÄ r-rundsätzlich gilt nur die zwischen zwei Hochadligen geschlossene Ehe als vollgültig, sie allein gewährt der Ehefrau und den der Ehe entsprossenen Kindern den vollen Genuß der Familien- und Vermögensrechte. Heiratet aber ein Hoch- adliger eine nicht Hochadlige, wie nun bald Prinz Oskar, der fünfte Kaisersohn die Gräfin Ina Bassewitz, so spricht man heute noch wie in früheren Jahrhunderten von einer masLllinnos. Frau und Kinder erhalten dann nicht die von der Ebenburk abhängigen Standes und Vermögensrechte. Die Gräfin Bassewig wird nicht Prinzessin Oskar von Preußen werden, sic wird auch nicht ihren mecklenburgischen llr- adcl in die Ehe milbringcn, sondern einen Rainen erhalten, den das Heroldsamt noch eigens für sic ersinnen wird. Aber ^v^'ter. Werden die Wirkungen einer solchen „Mißheirat" durch Ehcvertrag sestgestcllt (und das werden sie in unserem »alle sicherlich), so spricht man auch heute noch mit Recht von einer Ehe zur linken Hand, wenn auch die eigentümliche Form der Antrauung nicht mehr beobachtet wird. Der Ausdruck morganatische Ehe, der dasselbe bedeutet, rührt von der im Ehcvertrage der Frau ausgesetzlen Morgcngabe her. Es mag auffallend klingen, daß die Ehe -ur linken Hand heute noch zulällig ist. Unser Reichspersonenstandsgeseg vom 6. Februar 1875 und das Bürgerliche Gesetzbuch erwähnen zwar die Antrauung an die linke Hand nicht. Aber es war auch nicht die Form der Eheschließung, sondern die Zulässigkeit einer vertragsmäßigen Feststellung der Stellung von Frau und Kindern das wesentliche bei der Ehe zut linken .Hand, und hierin wurde auch durch das Bürgerliche Gesetzbuch nichts geändert. Bestimmt es doch in seinem Einführungsgcsetz (Artikel 58), daß in Ansehung der Familienverhältnissc des hohen Adels die Vorschriften der Landcsgescye und nach Maßgabe der Landesgesetze die Vorschriften der Hausvcr- fassungen unberührt bleiben. Als durch die Berfassungsurkunde Artikels der Grundsatz ausgestellt wurde: „Alle Preußen sind vor dem Gesetze gleich. Standesvorrechtc sindeii nicht statt," wurde zweifelhaft, ob die Privilegien des hohen Adels nicht als beseitigt anznsehen seren. Dies wurde aber durch ein zur Deklaration der Verfassung ergangenes Gesetz vom 10. Juni 1854 verneint, und so kommt cs, daß Prinz Oskar von Preußen, toeil er seine künftige Gemahlin nicht aus dem Kreise der landesherrlichen und standesherrlichen Familien erkoren hat, unter dem Bonn der Unebenbürtigkcit seiner Ehe gestellt wird. Als er großjährig wurde, verpflichtete er sich, wie jeder preußische Prinz, schriftlich, die Housgesetze zu respektieren. Die Ehe wird als morganatische selbst dann nur gültig, wenn der König von Preußen als Lberhmipi des Hauses seine Genehmigung gibt. Diese Genehmigung ebenso wie der königliche Ehckonsens für den Prinzen Oskar als preußischen Offizier (der Prinz steht zurzeit als Hauptmann und Kompagniecktef im I. ttzardereaiinent zu Fuß in Potsdam! sind, wie bekannt wurde, aus Fürsprache der Kaiserin für ihre frühere Hofdame hin vom Kaiser erteilt, und so steht dem Glücke der beiden Liebesleutc rechtlich nicht das mindeste mehr entgegen. Nonllinftatistik. Nach den vorläufigen Ergebnisse»! der Konkursstatistik ttir das 4. Vierieljahr 1913 wurden im Deutschen Reiche 3010 neue Kon- knrse aejälilt (qegeu 3335 im 4. Vierteljahr 1912). Es »vurden 2223 Konklirsveriahreu eröffnet und 787 Anträge auf Konkurseröffnung mangels hinreichender Masse adgelehnt. Die 3010 ne»»en Konlurse verteile» sut) wie solgt Konkurse davon mangels Masse abqelehnle Anträge auf ne»»e ttonkurSerüfjnung Nakinckichc Personen . . . 1670 34" N'ichlässe....... 592 315 Cmizelfirincm...... 435 25 Cffene Öandelsa«sellscl)astcn. 103 12 J?omTMan'itqc}eflfdmtten . . 7 3 Nktienqesellschatten .... 14 6 . 6Zesellschc»tten m. ü. ö. . . 167 77 Bergbauliche Gewerkschatten 3 1 Gingetragene Genossenichaiten 15 Andere Gemeinjchuldne: . . 4 2 2019 787 Aui 48 Großstädte mit mehr als 100 0°0 Einwohnern) entfiele», 973 neue Konkurse, davon 413 mangels hinreichender Masse abge'ehnte Konkursanträge. Au» ßcficn. Aus dem Gesetzgebungsausschuß. (rb) D a r m st a d t, 27. Mai. Der Gcsetzgebungs- a u s s ch u ß der Zweiten Kammer war heute unter Vorsitz des Abg. ».Brentano versammelt. Der vom Abg. Reh erstattete Bericht über die Regierungsvorlage, betr. die religiösen Orden und ordensähnlichen Kongregationen, wurde verlesen und genehmigt, desgleichen die Berichte des Abg. Lutz über den Antrag Uebcl betreffs Aenderung des Art. 139 der Landgcmeindeordnung und über die Vorstellung des Anglcrbuiides zu Mainz, betr. das Fischereigesetz. Die Beratung über die Regierungsvorlage, betr. die Losgesellschasten, wurde zu Ende geführt und der darüber erstattete Bericht genehmigt. Die Vorlage wurde mit einigen Abänderungen angenommen, lieber die Regierungsvorlage betr. die Abänderung des Feldstrafgesetzes vom 13. Juli 1904 bestehen ,m Ausschuß über verschiedene Punkte Meinungsverschiedenheiten und da auch in dem Entwurf Bestimmungen enthalten sind, die anscheinend dem Reichsstrafgesetz nicht entsprechend sind, so soll zunächst noch einmal mct der Regierung darüber in Beratung getreten werden. Rach den Bestimmungen der neuen landständischcn Geschäftsordnung wurde der Abg. Lutz zum Schriftführer des Ausschusses und Abg. Fulda zum Stellvertreter gewählt. Die Gewährung von Darlehen an Mitglieder hessischer landwirtschaftlicher Genossenschaften Ter Abg. Reh Hai in der Zweiten Kammer beantragt, die Rcgicritng um baldige Vorlage eines Gesetzes zu ersuchen, wonach denjenigen in Hessen wohnenden Mitgliedern hessischer landwirtschaftlicher Genossenschaften, die aus Anlaß ihrer Mitgliedschaft einen erheblichen Vermögensverlust zu erleiden hib.ii, Darlehen aus der Landcskreditkasse oder aus anderen staatlichen Mitteln zu den für Darlehen aus der Landeskreditkassc bestehenden Bedingungen bis zur Höhe von 85°/» des Wertes der belichcncn Objekte gewährt werden. Der Erste Ausschuß bcantragl gegen eine Stimme, den Antrag abzulchncn. In dem gedruckten Ausschußbericht wird ausgesührl: „In per inzwischen de» Landständen zugegangcncn Vorlage, die Zentralkassc der hestischen landwirtschaftlichen Genossen - schaslcn betrcssend, ist den Anregungen des Herrn Abg. Reh und Genossen insoscrn Rechnung getragen, als wir aus die Unterstützung würdiger und bedürftiger Mitglieder einer Gcnossen- schast unser besonderes Augenmerk richten wollen. Dies soll dadurch geschehen, daß die mit Staatskredit unterstützten Gc- nossenschastc» ihren bedürstigen Mitgliedern durch ausreichende Kreditgewährung ihrerseits helfen. Den von den Herren Antragstellern ausgesprochenen Gedanken, einzelnen Mitgliedern einer Genossenichast direkt aus staatlichen Mitteln Darlehen zu gctvähren, glauben wir nicht verfolgen zu iollcn. einmal der Konscguenzen halber, sodann aber auch, weil er sich von dem gcnossenschaillichen Grundgedanken und dem damit zuiammcn- hängenden Verantwvrtlichkcitsgcsübl völlig entfernt. Auch würde eine Beleihung von Grundstücken bis zu 85 Prozent des Werts eine bedenkliche Entwertung des Immobiliarkredits bedeuten. Tatsächlich tvürdc der Fiskus voraussichtlich in ganz kurzer Zeit in vielen Fällen in die Verlegenheit kommen, entweder außerordentliche Zinsrückstände aus die von ihm gemährten Darlehen anivachicn zu lassen oder aber als Gläubiger Zwangsvollstreckungen zu betreiben und eine ganze Anzahl von Grundstücken, von Häusern oder -gar ganzen Bauernwirtschalten demnächst in eigene Verwaltung.zu nehmen. Bei alledem würden diejenigen Mitglieder einer Genossenschaft der Staatshilfe nicht teilhaftig werden, die feine oder keine ausreichend verpsänd» baren Immobilien besitzen. Nach dem Gesagten können wir daher den Antrag Reh und Genossen nicht weiter verfolgen, als dies nach der Regierungsvorlage beabsichtigt ist." Es soll nicht verkannt werden, daß trotz der Zuftihrung cr- beblicher Mittel an die neu gegründete Zentralkasie aus der Staatskasse viele Grundbesitzer sich in einer Notlage bcsindcn, die zum Zusammenbruch führen und erhebliche Schädigungen von Gemeinden und Steuerkrästen des Landes im Gesoige .haben kann. Trotzdem glaubt der Ausschuß dem Antrag des Abg. Reh und Genossen nicht folgen zu können, da er sich in seinen Konieauenzcn nicht überblicken läßt und die von der Regierung befürchteten Folgen wohl nicht ausbleiben dürsten. Die Errichtung einer Gestütsstation in Reichelsheim (Wetteraul, die dec Abg. B r e i d c n b a ch in der Zweiten Kammer beantragt hatte, ist vom Ersten Ausschuß abgelehnt worden. In dem gedruckten Ausschußbericht heißt es: Dieser Antrag ist damit begründet, daß das Bedürfnis nach Vermehrung des Hengstbestandes auch in jener Gegend sich gezeigt habe. Nur mit großen Verlusten an Zeit und Geld könne heute die Pserdezucht in jenen .Gegenden getrieben werden. Die Regierung hat darauf erwidert, daß die benachbarten Stationen Dauernheim, Düdelsheim und Berstadt, die vorher mit zwei Hengsten bestellt waren, in dem letzten Jahre'drei Hengste erhalten hätten. Diese drei Stationen seien von Reichelsheim aus aus guten Straßen in kurzer Zeit zu erreichen. Entfernungen vo» 8. 12 und 13 Kilometer seien nicht als 'zu groß zu bezeichnen. Erst müsse denjenigen Gegenden geholscn werden, die mit noch weiter gelegenen Deckstationen versehen seien, die Kosten seien aber bei Vermehrung der Station so erhebliche, daß nur^langsam vorgegangcn werden könne. Auch die Möglichkeit, den Stationen Berstadt und Daucrnheim Hengste zu entnehmen und sie in Reichelsheim auszustcllcn, sei aus technischen Gründen nicht möglich und führe zu einer erhöhten Abnutzung des vorhandenen Hcngstmaterials. Ans den dargslegten Gründen hat die Regierung die Errichtung einer Gestütsstation in Reichelsheim abgelchnt. Der Ausschuß kann sich den von der Regierung vorgc- brachten Gründen nicht verschließen und beantragt: den Antrag des Abg. Brcidenbach als zur Zeit nicht ausführbar sür erledigt zu erklären. Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberstessen. Gießen, 27. Mai. Anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger, als Vorsitzender, vier Mitglieder und ein Ersatzmitglied. — Beginn 9 Uhr, Ende 2 Uhr. 1. Ansinnen Großh. Kreisamts Friedberg gegen die Gemeinde Ober-Eschbach wegen Anstellung einerGemeindehe bamme. Die Sache wurde vertagt. 2. Klage des Viehhändlers Elias Hofmann in Friedberg gegen den Bürgermei st er der Stadt Frie dberg wegen Aufhebung eines Polizeibesehls. Es wurde folgender Bcweisbeschluß erlassen: Es sollen die von pem Vertreter der Bcigeladenen angebotenen Beweismittel erhoben und es soll zugleich dem Vertreter des Klägers anheim gegeben werden, die ihm gut- dünkcnden Beweismittel innerhalb 14 Tagen dem Gericht anzugeben, worauf weiterer Termin zur Beweiserhebung und Verhandlung anberaumt werden wird 3. Klage des Ortsarmenverbandes Niederscheld ge gen den Ortsarmenverband Nieder-Rosbach wegen Unterstützung des W. M. H. H. wurde in Niederscheld hilfsbedürftig und mußte mit Lebensmitteln.und barem Gelbe unterstützt werden. Er hatte vorher l 1 /, Jahre ununterbrochen in Nieder-Rosbach gewohnt, weshalb Kläger den dortigen Armenverband um Ersatz ersuchte. Dieser weigerte sich und es kam zur Klage. Nieder-Rosbach wurde heute dem Klageantrag entsprechend verurteilt. 4. Klage des Ortsarmenverbandes Frischborn gegen den Ortsarme »verband Melbach wegen Unter st ützung der W. E. Die W. E. und ihr Kind mußten in Frischborn unterstützt werden. Der Orts- armenverbaud Frischborn war der Ansicht, daß die R., die drei Jahre in Melbach gedient halte, dort noch ihren llnter- srützungswohnsitz habe und forderte von dort Ersatz seiner Auslagen. Auf die Weigerung des Ortsarmenverbandes Melbach erhob Frischborn Klage. In der heutigen Verhandlung ergab sich, daß die R. ihren Untcrstütziingswohnsitz in Melbach durch länger wie einjährige Abwesenheit verloren hat und landarm ist. Kläger wurde'deshalb mit seinen Ansprüchen kostensällig abgewiesc». Lanötvirtschaft. sl Heskem, 27. Mal. Im Saale der Gastwirtschaft Heuser lncli Iv'ute nachmittag der L a n d w i r t i ch a i t l l ch c Kreis- verern Marburg eine zahlreich besuchte Wandern er i a m n, I u n n ab. Der seit etwa 30 Jahren dem Verein angc- hörcnde Kreisiierarzt, Bcterinärral Stamm IN Kirchliatii wurde zum Chreumttglicd ernannt. Für die Marburgcr WalderholiiNgs stättc bewilligte die Bersammlunfl 100 und für die rm Herbst in Marburg stattiindende Bezirks Obitbauausitcllniig 50 Mark. Bezüglich der von der Landwirtsckiaiiskammcr in Aussicht genoni- menen Präntiicrung bäncrlickter Wirlschasten wurde beschlossen, sich in diesem Jahre nicht a» diesem Wettbewerb zu beteilige». Bo» mehreren Rednern wurde daraus hingclvicsen, daß die Ftetich- prcise den so sehr gesunkenen Viehpreisen nicht solglcn. Bezüglich der Ernteaussichtcu wurde allgemein über Mäusciraß, -chnck- keuvlage und die Folgen der kalten und nassen Witterung Klage geiührl, besonders stehe Körn und Klee nicht gut Zum Schluß hielt Land» irlschaftslchrer Müller einen intcressamen Vortrag über Pflanzenschädlinge und ihre Belämpsung. Sport. Leichtathletische AuSscheidungskämpfe. Dieser Tage sandeil in Wetzlar die leichtathletischen Aiis- scheidungskämpse sür die Städte Gießen, Marburg, Wetzlar und Weilburg statt. Die Ergebnisse der einzelnen Konkurrenzen sind sollende: 100 Meter Laus: I. Sichert, A. T.-V.-Marburg, 11,24 Sek.: 2. Dank. V. s. R.-Gi-ßen, 11,48 Sek.: 3. Clement. V. f. R.-Gießen, 12 Sek. 200 Meter-Laus: l. Tiebcrt, A. T.-V.»Marburg, 22,36 Sek.: 2. Werner-Gießen: 3. Latz, V. s. B.-Marburg. 400 Meter-Laus: I. Henne, A. T.-V.-Marburg, 58 Sek. 800 Meter-Laus: 1. L i st III a » II , Ballspielkliib Gieße», 2 Min. 8,2 Sek: 2. Hohmann, V. s. B. Marburg, 2 Min. 10 Sek. 1500 Meter-Lauf: l. Geiste, M.-T.-V-Gießen, 4 Min. 45,12 Sek. : 2. Bücking, V. i. B.-Marburg, 4 Min. 45,24 Sek. 7500 Aüeter-Laus: l. L i st m a n n - Gießen, 29 Min. 35,24 Sek: 2. Kölb-Wetzlar: 3. Bücking, V. s. B.-Marburg. Hochsprung: I. Lotz, V. s. B.-Marburg, 1,70 Meter: 2. Henne, A. T.-V -Marburg, 1,66 Meter: 3. Todt, Gießen, 1,52 Meter. Weitivrimgt l. Lotz, V. s. B.-Marburg, 6,13 Meter; 2. K übel, Gießen, 6,12 Meter: 3. Henne, A. T.-V.-Marburg, 5,92 Meter.-Diskus- werscn: l. Schindler, 29,50 Meter; 2, Hohmann, B. s. B. -Marburg, 28,30 Meter: 3, Clement, Gießen, 27,70 Meter. Sveer- wer'sen : l. Clement, Gießen, 36,90 Meter; 2. Buchenau, A. T.-V.-Marburg, 34 Meter; 3. Strang, 29 Meter. Stabhochsprung: 1, Kübel, Gießen, 2,90 Meter; 2. Hahn, A. T.-V Marburg, 2,85 Meter. 800 Mctcr-Staiettc <400, 200, 100, 100): 1. Marburg (Sichert, Henne, Lotz, Hohmann), Zeit 1 Min. 45 Sek.: 2. Gießen 50 Meter zurück; 3. Wetzlar. Zu den im Juni in Köln stattsindenden Auswahlkämp- s en sind vorgesehen: Heime (A. T.-V.), Sichert tA. T.-V.), Lotz (V. f. B.)-Marburg und Kübel (Gießen). — Bad-Na»heim, 28. Mai. Ter Klirdircktor schreibt imS: Das sportliche Leben in »nierem Badeort, das in den legten Jahren imnier iiiehr aii Bedelltlnig geivoniien hat, hat in dieser Saison iviedcr eine wesentliche Bereicherung eriahren. Cg holte bisher nit Gelegei,heit geiehlt, de» Reitsvort aiiszuübeii. Tiesei» Mangel begegnet das neu gegründete Bad-Na» Helmer Reit- Jnsljtiil 'öofqut Luisai. Das junge llnternehinen verkügt über einen Bestand von 10 Pterdcn, darunter auch Pontes (üi Knider. Tas Pierdcinaleria! ist von einer für eine» Totleisatl seltenen (Wüte. Tie Pierde werden z>> Anseitle» iniD gesellschastlichen Ausflügen vermietet; ferner wird Reitnnlerricht für Tomen, Herren und Kinder erteilt TaS Unternehme» fleht unter Leitung des bekannte» Sporismannes^ Herrn v, Bon gracz, detsen Nanie sür eine ante tachmäi,»tsche Führung bürgt. Tie Errichtiing einer gedeckten Reitbahn ist, irie wir hören, aevlant. h. F r a ii k s u r t a. M„ 27. Mai. Neben dem Weinbcrg- schen Gestüt ist neuerdings aus Franksurter Bvdeu durch Rittmeister B a „ m a n n aus tzcrsietd ein zweites eingerichtet worden. Das neue Gestüt, in dem bereits mehr als 30 Tiere stehen, soll in erster Linie zur Aufzucht und Ausbildung von Osslzlers- pscrden dienen. Uttivcriitätö-Nacßricvte». Marburg, 27. Mai. Der Professor der Zoologie, Gehcim- rat K o r s ch c l t, hat einen Ruf nach Leipzig als Nachfolger des vcrswrbenen Professors Chun erhalten. — Ter Geheime Regicrungsrat Professor Dr. Eugen Kor- i ch e l t, Direktor des zoologischen Instituts der Unwcriität Vk a r- bürg, l-ot einen Rus „ach Leipzig als Nachjotgcr des verstorbenen Geheimen Rats Pros. Chun crlwlten. — Dem a. o. Professor für gerichtliche Medizin an der Universität München LandgerichtSrat Dr. Mar Richter ist die erbetene Entlassung aus dem Staatsdienste erteilt und an leincr Stelle der a. o. Professor Dr. Hermann Merkel in Erlangen vom l. Mac ab zum ctatsmäßigen a. o. Prosessor für gericht- ltche Medizin in der Münchener Fakultät und zum Landgerichtsarzt am Landgerichte München t ernannt worden. — Dem ordentlichen Professor und Direktor der Augenklinik an der Universttät S t r a ß b u r g Dr. med. Ernst H e r t e l ist der Charakter als Kaiserlicher Gchclmer Mcdtzinalrat verliehen worden. , — Der Direktor des Zuchthauses in Ludwigsburg Maximilian Schwandncr wurde von der Tübinger Juristen- sakultät zum Ehrendoktor ernannt. Gictzencr Ltrafkammer. -otiLuy» i m .71 u u | a 1 1 wurde der Taglöhner W. G. aus Bermersheim unter Eiiibetichiing der durch das Schöfscngericht Kreuznach, die Straskammeni Kaiserslautern, Koblenz und Mainz ebenialls wegen Betrugs erkannten Strafen zu einer Gciämtgesängnisstrase von 4 Jahren veruNcilt, von der Beschuldigung des Diebstahls wurde er sreigcsprochen. Er hatte aus einem Schranke, in dem er seine Sachen ausbewahrtc, eine Quittimgskartc des Knechtes H., der vor ihm seine Stellung eingenommen hatte und seine Quitwngskarte liegen gelassen hatte, sich angeeigntt, in Fricdberg unter Vorzeigung dieser Karte als Legitimation iitch bei einem Jahrradhändler ein .Rad geliehen, dieses aber nicht zuruckgegeben: er ist damit durch den Taunus geiahren und hat in Weißkirchen das Rad als Pfand für die Hingabe von 15 Mark zurückgelassen. Wegen der Wegnahme der Quittungskarte mußte er freigesprochen werden, weil ihm nicht nachgewiesen werden konnte, daß cr wußte, daß sie noch fremdes Eigentum war. Hingegen ivurden wegen des Betruges unter Zubilligung müdcrnder Umstände 6 Monate /tzcsängnis für angemessen erachtet. Wegen Vergehens gegen das Pcrsonen- standsgcsctz wurde ein Standesbeamter zu 3 Mk. Geldstrase verurteilt. Er hatte am 14. Dezember 1913 eine Ehe ziruschen einem Wiährtgen yVannf uub ouicr ctzcmündigcn Krau geschlossen. Sind) dein bütflovl. Oiesetzlmch darf aber ein Mann nicht vor dem Eintritte, der Polllälnigkeit, also nicht vor Pollendung des 21. Lebens- iahres eine l£l>c tAngche». Dagegen erlangt die Krau schon »nt kiollendung di's lti. Lebensjahres die Ehemündigkeit: sic bedarj aber bis .tur Pollendung des 21. Lebensjahres zur Eheschließung der Einnnlligung des Paters bezw. der Mutter und des gesetzlichen Bertraters. Diese beiden Fälle I>atte der ÄngcNagte miteinander verwechselt und irrigerweise geglaubt, die Einwilli gung des- Paters und des gesetzlichen Bcrlretcrs genüge. Das Gericht berücksichtigte, dasi derartige Fälle äußerst selten vor 7ommcu und daß die Fassung der einschlägigen Vorschriften leicht zu Mißverständnissen Anlaß geben könne. Wegen B c l r u g S v e r s u ch s i» einheitlichem Zusamt» enireiien mit Erpressung-Versuch ivurde der Taglöhner »I. 2ch. aus Büdingen zu zwei Monaten Gcjäitg- nis verurteilt. Er tam am 22. Dezember v. Fs. abends spät zu Lehrer S). und erklärte, er — der Lehrer — habe seinen Junge» so geschlagen, dal: ein ."> Zentimeter langer Ri» »i der Haut entstandeu sei, der bei dem Arzt hätte vernäht iverdcn tnüficn: wer nun die 'Arzt und Apothckerkosten zahle? Es Ivurde aber sestgcstcllt, daß der Junge nur einen kleinen blauen FIca haue und^ da» ein Arzt überhaupt liicht zugezogen worden lvar. iJbivohl Sch. ein rücksäliiger'Betrüger ist, wurden ihm mit Rücksicht chuj die Geringfügigkeit der ganzen zpachc mildernde Umstände zugebilligt verniischte«. ^ D c r T a m p s e r „B a l e r l an d" verließ am 26. Mai seinem Liegeplatz in Ncwyork pünltlich um 10 Uhr mit 2Skd Passagieren an Bord, davon 508 erster Klasse. Bei der Abfahrt war eine riesige Menschenmeiige zugegen. Als der Tampfcr südlvärts ciiischivenlen wollte, trieb ihn die Strömung dicht an das andere User des Hudson gegen die Piers der Southern Pacisic-Company. Ter „Vaterland" machte sich, aus eigener .itrast frei und seßtc seine 'Ausreise fort. "Ter frühere P o l i z c i a r z t Tr. Treu» erläßt eine Erklärung, wonach das Berliner Polizeipräsidium ihn entlassen habe, weil er im April» eine Notiz gegen das Sal- varsan veröffentlicht habe, denn schon sriihcr habe man ihm derartige Perösfeutlichungen untersagt. Wenn das richtig ist, wäre es eine sehr merkwürdige Sache, die tyan keinesfalls billigen kann, denn es muß doch einem Ärzt freistehen, seine Meinung über ein öciiirutte[ zu sagen, auch wenn sie ganz salsch sein mag. Tas Berliner Polizeipräsidium wird sich wohl zu der Sache äußern müssen. * Schwierige Verhaftung. Aus Köln, 27. Mai, meldet ein Privat Telegramm- Gestern abeno wollten Kriminalbeamte in einem Lola! der Linogaisc zwei Mädchen verhalten. Ter Wirt widersetztc sich der Festnahme und wurde, als er die Beamten mit einem Messer bedrohte, von einem Beamten durch einen Revolverschuß schwer verletzt. Ter Wirt wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er seiner Verletzung erlag. Zwei junge Burschen, welche den Mädchen zu Hisse kamen, wurden durch Schüsse schwer verletzt. Tie beiden Mädchen sind entkommen. *ErvlosonauseincmTorpcdoboot. 'Aus L i b a u , 26. Mai, meldet ein Priv.-Tel.: Aus dem im Hasen Alkpauder III. liegenden Torpedoboot „Pogranitschnik" eivlodiene ein Dampsro^r. Der Jngcnieurlcutnant und vier Matrosen wurden verbrüht. Sie wurden ins Hospital geschasst. «leine Lageschroni!. Zur Errichtung eines Waisenhauses in H a l b e r st a d t hat der in Berlin verstorbene Rentner H a r t m a n n seiner Vaterstadt 300000 Mark vermacht. In Wo l s r a t h s d a ll s e n bei München ereignete sich ein schwerer A u t o m o b i l u n s a l l, bei dem die 20jährige Tochter eines Lehrers getötet und vier weitere Insassen zum Teil schwer verletzt wurden. In L a n d s h n t wurde der 48jährige Major Reinhard beim Stabe des 2. schweren Reiter-Regiments aus dem Exerzicr- platz vom Schlagansall getroffen und war sofort tot. Ist Dieb der „G i a e o n d a" soll geisteskrank sein. Voraussichtlich wird, wie es heißt, der Prozeß gegen ihn nicht zur Verhandlung kommen. In T r i e st stürzte eiu Hotclautomobil infolge der Unvorsichtigkeit des ChausseurS ins M c e r. Ein Gast und der Pförtner ertranken. Der Chausjeur wurde gerettet. In R a g u s a aus Sizilien ist eine reiche Dame in ihrer Villa von falschen Polizeibeamtcn übcrsallen, gefesselt und um 200 MO Franks beraubt worden. Eine Feuersbrunst zerstörte einen Teil der Werst der Elvde Engineering and Shipbuilding Company im Hasen von Glasgow. Die englischen Krieg sschissc haben die Tuche »ach dem Flieger Hamcl nunmehr ausgcgeben. Es scheint ohne Zweifel, daß er im Aermelkanal seinen Tod gefunden hat. Gaiidcl. # Eisenausfuhr nach den Niederlanden. Die Eisenbahndirektion Köln hat nrit Wirkung vom 15. Mai einen neuen^ Tarif für die Beförderung von Eisen und Stahl, Eiserr- und Stahlmaren usw. von Deutschland nach den Niederlanden herausgegeben. Die bisherigen Tarife 14 und 15 für Eisen und Stahl sind dadurch aufgehoben. Der neue Tarif enthält eine grohe Anzahl neuer deutscher Eisenversandstalionen und neuer niederländischer Berbraucherstationen und fuhrt für diese Stationen namhafte Frachtverbilligungen herbei, die zur Stärkung unserer Eisenausführung nach den Niederlanden beitragen können. Märkte. L Friedbcrg, 27. Mai. Der uir beute vorgesehene S ch w eine- in a r k k wurde wegen der in Nodhei in v. d. H. herrschenden '.V! aul« ii ui ft 1 a u e it f <* u ch e verboten. ch. Nicder-Fngelheim, 27. Mai. Ob ft mar ft. Svarael 1. Carle «,0—< 5 Mk., 2. Sorte 30—35 Ulf., NHabarber 7 — 7,50 Mk., Kirschen 2 > — 40 Mk., StacbelDeeren 16—18 Mk. der Zentner. ss Kirchhain, 27. Mai. Wut dem gesliigen 8 cf) tue in e- markt Herrinnen niedrige Preise. Bei schwachem Wandel wurden für Ileme Berkel 23—30 Pik. und für ^äu'er 40—70 Pik. das Paar bezahlt. Tie Zufuhr betrug rund 600 Stück. fc. Frankfurt a. M. D i e h h a f m a r k t b e r i ch t vom 28. Mai. Austrieb: Rinder 128, Ochsen 41, Bullen 3, ftühe und Färsen 84, Kälber 1271, Schafe 85, Schiveine 1037. Tendenz: ftkilber lebhaft, Schafe ruhig, Schweine ruhig, >vird geräumt. Preis für 100 Pid. "ebend-- Schlachtgewicht^ Kälber. Reinste Mostkälber ..........62 -68 Mittlere Mast, und beste Saugkalb ir. . Geringere Mast- und gute Saugkälber . . Geringere Saugkälber.........46—50 Schnie. Slallmastschaie- Mastlämmer nno jüngere Masthammel . Schwein ^ollfleischkqe Schweine von80—100 'c? Lebendgewicht........ 46.0)—48.5) 8? oll fleischige Schweins untec 3) k i Lebendgewlcht........ 45.0)—47.00 Bollfletschige Schiveine von 100—120 Lebendgewicht ....... 45 , 00 — »49,00 VoUsletschige S chiveine von 120—150 cj Lebendgeioicht .......45.0)—49.00 Limburg a. d. Lahn, 27. Mai. Fruch.' markt. Durch» schuitsvreis vro Dialter, Lioter Weizen (Nassauischer) 17,00 Atk^ weißer Weizen (augebaute Fremdsorten) 16,50 '.hk^ ftorn 12,80 Gerste (Ritter) >>,00 Mk., Braugerste 0ü,-0 Mk^ paiec 8.85—0,00, Alt., Erbsen 0,00 üHf* ftartoffela 50 ftilo O.Ou-0,00 Atk, Butter das Pjnnd 1,20—0.00 Mk., Eier das Stück 7 Psg. Mk. Mk. 62-68 103-113 56 -60 95 102 52 -55 88-93 46—50 78-85 40—42 88-92 60.00- 62 n 68.00— 60.» 50,00-61 )) 59 00—61.00 Kirchliche Nachrichten. Ssraeiilijche Religionsgemeindc. Gottesdienst in der Sisnogoqe 00] 59 409 [1000] 664 783 31123 387 491 567 867 32046 701 997 33242 [3000] 51 79 344 67 74 747 i 32 956 34029 61 110 263 68 89 315 31 [500] 604 69 722 59 875 35230 554 99 634 788 36004 208 318 449 50 99 563 86 658 753 61 98 837 58 921 99 37048 322 429 538 67 611 [500] 12 21 [1000] 787 875 993 97 38^39 230 81 438 42 632 716 35 824 39067 125 85 274 96 459 650 712 888 903 31 [500] 71 40143 214 55 [1000] 446 81 991 41001 23 [600] 106 14 359 64 508 621 63 883 904 62 4 2188 239 [15000] 41 308 69 [500] 486 86 94 638 98 [3000] 707 99 829 [1000] 80 991 43088 294 341 509 53 609 [500] 51 775 006 67 84 941 62 44124 28 90 206 82 845 49 907 [500] 15 45087 95 172 80 [1000] 98 316 507 43 Y7 610 43 61 [1000] 748 49 866 917 25 40 46050 55 501 48 834 48 [500] 976 [3000] 47 055 213 314 21 72 696 [600] 798 926 43077 88 113 [500] 269 81 306 477 502 67 769 49049 415 76 602 50024 94 227 91 383 407 525 667 69 774 51013 33 43 138 362 431 66 737 57 895 [1000] 52023 340 83 412 591 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959 79132 47 290 340 418 581 674 726 80148 61 227 64 354 05 455 712 81194 209 81 514 «r 11000] 83 944 82013 182 2 .'7 389 543 684 718 ' »84 83031 48 100 270 405 30 82 664 771 819 47 98 84008 91 283 326 47 [3000] 426 89 583 609 45 90 896 092 85524 [500] 80 86455 72 76 [500] 96 [500| 574 707 926 28 87234 64 458 89 502 635 [500] 701 65 900 88007 22 54 235 366 [500] 558 [500 ] 857 968 89213 69 710 [5001 874 90 039 68 74 132 298 351 033 04 78 750 0 1 055 1600] 58 183 84 305 494 532 638 708 898 [1000 ] 92008 189 205 360 602 781 93072 140 344 [5000] 407 645 601 806 90 09 989 94097 248 645 95123 [ 500 ] 250 94 789 96013 [3000] 22 343 44 603 10 959 94 97021 167 426 750 98183 [500] 210 382 452 639 [500] 612 765 99111 25 249 [500] 479 544 656 [500] 00 64 893 [10001 971 100054 [500] 117 56 101123 289 334 416 912 33 102184 97 246 73 499 017 67 824 [1000| 934 41 58 103152 255 568 630 81 [3000] 710 [500] 941 49 [500] 104131 323 494 611 [500] 93 740 892 105191 205 370 73 [1000] 721 89 908 22 1 06 497 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Privntklagers, „egen ^ 1. den verantwortliche» Redakteur Jakob Wcivbeckcr in Franksuri a. M., vcrirelcn durch Rccknsanwast Or. Hern, Franksuri a.21!.. 2. de» vcraniworttichcn Redalienr Heinrich 2iall in Gictzen. 3 den Redakteur F. Bellers in Gictzen. 2. und 3 verlrcic» durch RechlSanwall Juitizral Griinewnid in Gictzen. wegen Beleidigung. bnl das Grotzberzogl. Schiiiicngcrichi in Gictzen am:io. Januar 1914 für Recht erkanni: Die Ilngcklggicn werde» verurieiil und zwar weaen Bcrgebcns aeaen 185.18ii, 200 Sk.-G.-B.. 820 PretzgeselzeS 1. Jakob Weitzbecker z» Frnnksuri a. M., ncborcn 4. November 1874 z» Frankl,irl a. M., israeiiiisch, verhciralei. Rcdnkicur der Kleine» Presse in Frunksurl n. M., zu einer Gcldstrase von achtzig Mark eventuell achlzetzn Tage GciängniS. 2. Heinrich Noll z» Gictzen. ncborcn 17. Juli 1877 zu Hers- seld. evanaclislii, vcrheiraicl. GcschäilSiübrer zu Gictzen, zu einer Geldsirnic von cinbnndcrlsünizig Mark, cvenll. dreitzi» Taae Gefängnis, L Friedrich Vetters z» Gictzen, ncbore» am 6. Sluguit 1801 zu Zschieren /Kreis Dresden«, cvannelisch, verbeiratei, Redakienr der Oberbessischen Boikszeilunn zu Gictzen. i» eine Geldilrase von sünizig Mark, evcnlucll zebn Tage GeiännniS. 4 . Jeder der Angekiante» hal '/, der Kosten des Bcriabrens zu iranen. Zugleich wird den, Privatkläger die Besugnis zugc- ivrochen. den entscheidenden Teil des Nrlciis aus Kosten der Privalbcklaglen inncrbalb einer Woche von Zustellung einer Aussertigung des Urlcilslcnors an gerechnet bezüglich des Artikels Noll und Bellers, einmal in der Oberbcsiischcn PolkSzcitung. einmal im Gietzener Anzeiger, sowie bez. Weitzbecker einmal in der Kleinen Presse ässenilich bekannt z» machen. Bcglnubigl: (L. S.) ne». Sf ei fc er, Gcrichisichreiber. Die Richtigkeit der Abschrift der UrieilSsormcl wird beglaubigi, die Bollstrcckbarkeil des Urieiis bescheinigt »nd dein Privalkingcr zum Zwecke der Beronenilichung erleili. Gictzen. de» 19. Mai 1914. sL 8.) gcz. K e i b e r, Gerichtsschreiber des Grotzherzoglichen Amtsgerichts. Für die Abschrift und Beriistenllichung: Fischer _ Rechtsanwalt. 8613 v tiefer ttngsvergebmift. Die Lieferiing des Bedarfs an Kleider, Weiß zeng und Bcttwerk für die Universitäts-Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke in Gießen soll ans dem ^Wege öffentlicher Ansschreibung vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Werktagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags aus dem Verwaltungsbureau zur Einsicht offen. Angebote nebst Mustern sind bis zum Er- öffnungstermin: Mittmdi, fow 19. Juni 1914, Minit.'iigs 11 llljr, bei der Verwaltung abzugeben. Die Zufchlagsfrift beträgt 14 Tage. Gießen, 27. Mai 1914. Großh. Direktion der Universitäts-Klinik f. Ohren-.Nascn- u.Halskrankc Dr. v. Eicken. 6602 B Submission auf Grassanien. Tie diesiäbrige GraSsamenernte ans den Freiherr!, v. Rabenau'ickien Waldungen soll aui dem Submission"- wege vergebe» werden. Die Geboie sind schritilich bis zum Montan, den >5. Juni, hierher enizureichcn. („„B Nähere Auskunft erteilen die Forstwarle Veverer I iQdcndauicnl. pcverer II iGlimbach» und Witzner istondori«. Fre i herr!. Dbcriorstcrci Rabenau, v'ondors lDbcrb.s. In keiner Familie sollte ein' wirkl. guter Likör fehlen! IGagenheil, Boonebamp, Underberg-Boouekamp, Berga- motte, Hambarger Tropfen, Alter Kunst-Rnm, Tannas- perle, Zwetscben- and Kirschwasser, Steinhäger nsw. zu billigsten Preisen 3775 Gotthilf Röhrle, Giessen - Tel. 344. 25°/o Rabatt «auf garn. 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