Nr. \z\ Zweiter Blatt Lricheinl täglich mit Aufnahme des Sonntags. Ti- „Kießcner ZanillenbläNer" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich b-igelegt, das „Kteisblatt für den Kttis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „kandwirlschasttichen Seil. fragen" erscheinen monatlich zweimal. Jahrgang euer General-Anzeiger für Oberhessen Dienstag. 26 . Mai M? Rota1i»nsdruck und Verlag der Brühl'scheu UniveMläls » Buch- uud Steiudruckerei. R. Lange, Gieüeiu Redaktion. Expedition und Truckerei: Schul« strave 7. Expedltioir und Verlag: Redakuon:L^H2. Tel.-AdruAnzelgerGieven. Der prinz-heinrich-ziug. Tie Ungliicksfälle. Bon der Oberleitung des Prinz Heinrich-Fluges wird uns geschrieben: Tic Ursachen von Unfällen beim Fliegen werden selten von Anfang an klar erkannt. Zunächst werden schnell Nachrichten von Berichterstattern verbreitet, die naturgemäß nicht über genügende Fachkenntnis verfügen, um sich ein richtiges Bild ans den Angaben der Augenzeugen zu machen. Auch für die Fachleute bcdars cs einer geivissen Zeit, um aus den Protokollen über den Befund am Flugzeug und nach den Awraben des oder der am Leben gebliebenen Flieger eine einwandfreie Erklärung zu geben: vielfach auch ist eine Slnftlärnng überltziupt nicht zu erzielen. lieber die Unfälle, die sich beim diesjährigen Priiiz-bcinrich-Flug bis zum 23. ereignet baben, sind die Akten jetzt geschlossen: cs sei daher kurz das Ergebnis der Untersuchung angegeben. Ter Unfall von Carganico in Darmstadt ereignete sich, wie die Tagespreise richtig angegeben hat, bei einem Stnrzslwze. Carganico sagt aus, er habe einen Spiralglaitslug ausgesührt, der gegen seinen Willen immer steiler und steiler wurde und schlieszlich zum Kopfsturz ausartete. Als er dann den Versuch machte, durch nochmaliges Gasgeben eine gröbere Geschwindigkeit und demnach eine gröbere Wirksamkeit der Steucrorgane zu erzielen, gelang ihm, dies nicht mehr, weil er sich in zu geringer Höhe befand. Es ist ja ' allgemein bekannt, dab die Stcncrorganc um so besser wirken, je gröber die Geschwindigkeit ist. Bei Schiiten liegen die gleichen Verhältnisse vor. m er des Flugzeuges von Oberleutnant Waltz, bei dem der Beobachter tödlich verletzt worden ist, hat seine Ursache im Versagen des Gleichgewichtsgefühls. Der Führer hatte den Flug in den nicdrighäiiqenden Wolken durchführen müssen. Wie jetzt unzweisel- bast ieststcdt, verliert man dein, Flug in den Wolken oder Nebel sehr leicht das Glcichgewichtsgcsühl. Als der Führer aus den Wolken berausgckommen i|t, sah er ungünstiges Landungsgclände vor sich. Diesem wollte er ausweichcii, cs ivar ein steil ansteigender Dang. Er verstärkte dazu wahrscheinlich die schon bestehende Schräglage, wodurch notwendigerweise Rutschen des Flugzeuges und dann Sturz eintrat. Oberleutnant Kolbe, der bei Hcchtsheim abgestürzt ist, vollzog, weil der Motor in der Tourenzahl naltüieß, eine Notlandung. Hierbei überschlng sich die Maschine, weil sie an ein .Hindernis angestoben ist. Der Beobachter wurde durch die Karosserie erdrückt. Vielleicht hätte der Beobachter sich noch vor dem tödlich wirlimden Stob bewahren können, wenn er nicht schon vorher infolge des böigen Wetters stark seekrank gewesen und dadurch in der Leistungs- sähigkcit becinträchiigt worden wäre. Der Unfall von Leutnant Boeder erscheint geklärt, obwohl beide Insassen den Tod erlitten haben. Aus der Barogravhenkuroc geht nämlich unzweiselhait hervor, daß in 1450 Meter .Höhe ein Gleit- slng eingeleitet wurde. Auch die Landleutc, die Zeugen des Unialles gewesen sind, geben an, der Apparat sei zunächst langsam nieder- geganqen. Der Glcitslug ist dann plötzlich sehr steil geworden, die Maschine streifte die Wipfel eines Baumes, rutschte nach der Seite ab und wurde völlig zertrüncmcrt. In den LDpseln blieben einige Fetzen des Apparats hängen. Die Besichtigung der Unsallstelle ergab, dab der Platz, den sich der Führer zum Landen ausgesucht hatte, sehr klein war. Dia serner die Bauern angehchi, das Flkugzeaig habe einmal kehrt gemacht, so ist anzunehmen., daß der Führer einen Sviralgleitsluq hat machen wollen, um unbedingt über dem kleinen Platze zu bleiben. Ac ist bann den BäuinOn zu nahe gekommen, hat sic gestreift und mußte nun natürlich abstürzen. Wir haben es also in allen Fällen mit Unfällen zu tun, die immer wiederkchrcn können. Köln, 25. Mai. Zu Ehren des Prinzen Heinrich von Preußen und der Teilnehmer am Prinz-Hcinrich- Fluge gab beute in dem prächtig mit Blumen und Blattpflanzen geschmückten Saale des Gürzenich die Stadt Köln ein Festmahl, zu dem u. a. erschienen waren: Prinz Heinrich von Preußen, Prinz Waldemar von Preußen, Prinz Max von Sachsen, Prinz Karl Anton von Hohenzollcrn, Prinz ?ldols zu Schaumburg-Lipvc, der Fürst von Hatzseldt-Wildcnburg, Kriegsminister v. Falkcnhavn, Sc- natspräsidcnt Stodtländcr «Bremen), Generalleutnant v. Wandel, Gouverneur der Festung Köln, Generalleutnant v. Titfurth, Kommandeur der Landivehriiisvektion Köln, Regierungspräsident Dr, Stcinmeister (Köln), Oberbürgermeister Walras (Köln), Universi- tätsprosessor Tr. v. Mises (Straßburg). Au der Ehrentafel saßen die Preisträger vom Militär und Zivil. Es hatten Preise erhalten: den Kaiscrprcis Leutnant Freiherr von Thüna, den Prinz- Hcinrich-Preis K r u m s i e k, den Preis des Königs von Bauern Leutnant v. Klei st, der Beobachter des Freiherr» von Thüna, den Preis des Großhcrzogs von Baden Leutnant Klagcmann, per Beobachter von. Krumsick, den Preis des Grobherzogs von Oldenburg Lblt v. Beaulicu, de» Ehrenpreis des Herzogs von Braunschwcig und Lüneburg und den Ehrenpreis des Fürsten Wedel Lt. v. Buttlar, den Preis des lzamburgischen Landwehr ossizierskorps Oblt. HantclINann und Lt. Bond e, den Preis der Stadl Köln Lt. v. Schröder, den Preis der Stadt Münster Schauenburg, den Preis des bZvrischen Kricgsministeriums Lt Müller, den Ehrenpreis der Stadt Hamburg Lt. v. Hid- dessen, den Ehrenpreis der Stadl Bremen Lt. Müller, den Ehrenpreis des preußischen Kriegsministeriums Hptm. Geerdtz, den Preis des Fürsten von Hohenzollern Lt. Schlemmer, den Preis des Fürsten zu Hatzfeld Lt. König, den Preis des Fürsten von Schaumburq Lt. v. S ch r ö d c r. den Preis der Stadt Minden Lt. v. B c a n l i e i, und den Preis des Kreises Minden Hptm. Geerdtz. Prinz Heinrich von Preußen gedachte in einer kiirzcn Ansprache der Toten und beglückwünschte die Preisträger. Im Verlause des Festtnahlcs brachte der erste Preisträger Leutnant Freiherr v. Thüna das Hoch aus den Kaiser ans Hierans begrüßte Oberbürgermeister W a l l r a s namens der Stadt Köln den Prinzen Heinrich, worauf Prinz Heinrich sich zu folgender Ansprache erhob: Wer heutzutage Gelegenheit hat, in der Welt Umschau zu haltrn, der kommt zu dem Resultat, daß der Teiitschc hochgeachtet und im ssiislandc gern gesehen ist, »nd daß das Land, dem er entstanimt, hochgeachtet und von sehr vielen viel beneidet wird Wüßte nur ei» jeder, der sich ein Deutscher nennt und den dieses deutsche Vaterland geboren hat, n>as es heißt, ern Deutscher ,u sein Mancher würde vielleicht die Sprache nicht sprechen, die er spricht. Man wird uns vielleicht auch aus diesem Gebiete, das uns lieutc am nächsten liegt, beneiden. In kurzer Zeü hat vermöge der Opserwilligkett des Volkes, der Opierwilligkeit der Städte sowie der einzelnen Bundesstaaten das Flugwesen eine Entwickelung genommen, die uns mit berechtigtem Swlze erfüllen darf Aus ein freundliches Wort des Willkommens gehört ein freundliches Wort der Erwiderung, und so ist es mir am heutigen "lbend eine liebe teuere Pflicht, Ihnen, Herr Oberbürgermeister, dafür zu danken, daß sie meinen braven Fliegern ein gastliches Heim bereiteten. Auch muß ich Ihnen dafür danken, daß sie es oer niocht haben, die Bürger dieser gastlichen Stadt dazu zu bringen, Opfer zu bringen, sie gerne zu bringen zum Ende und ZNNI gitten Ende des diesjährigen Fluges. Durch die Lande sind wir gekommen zu nnserm braven' alten deutschen Rhein.und wir sind geendet in der asten schönen gescbielittichen Stadt Köln. (Das Glas, das ich nuiiinchr erbebe, gilt der Sticht Köln und der Bürgerschaft Kölns, dem Bürgermeister dieser gas lichen Stadt. Tie Stadt Köln und ihre Bürger Hurra Hurra, Hurra! Osnabrück, 25. Mai. Heute nachmittag wurden mit der RegimeittSmusik der 78er die tüd ich verunglückien Fliegeroisiziere Boeder imd Bcrnlzard vom Garnison ' ;ire:t nach dein Bahnhof Lbergesühri, von nw abe.ids die llebcstführiing nach den Heimatorten Halle und Breslau crrlgt. Zranz ttosi tl) f. Budapest, 25. Mai. Der Abgeordnete und frühere Han- dclsininistcr Franz v. Kossuth, ist im Wter von 72 Jahren gestorben. Ein ungewöhnliches, vicliach bewegtes Leben ist durch den Tod Franz Kossuths zum Abschluß gelangt. Freilich, der Sohn des Mannes, der l848 an der Spitze des ungarischen Volkes und seines Kampfes stand, war wohl von vornherein dazu bestimmt, ein anderes Leben zu führe», als andere Sterbliche. Als der unglttische Aufstand iiisammengebrvchcn war, da verließ Ludwig Kossuth das Land und mnrdc zu Kutahia in Klcinasicn interniert. Damals war sein Sohn Franz acht Jahre alt. Man brachte ihn und die anderen Gcsckzwister heimlich zu vertrauten Freunden der Familie, deren Haus in den Wildnisieu des Bakonperwaldes gc- | legen war. ?lber das (Versteck wurde ausgcspürt und .itossuihs Kinder 'wurden nach Preßburg Ins Gefängnis gebracht. Do leinte der junge Franz früh die Bitterkeiten und Nachteile deS Loses kennen, der Sohn eines Volkssührcrs zu sein, und wenn ihm vor nunmehr sechs Jahren vom Kaiser Franz Josef Rang und Titel als Exzellenz verliehen worden sind, so ward ihm dies, wie einer seiner Biographen bemerkt, wahrlich nicht an der Wiege gesungen. Nach einigen Monaten wurden die Kossuthkinder ireige- lassen »nd zu ihren Eltern nach Kleinasicn gebracht, und es begann nun das Leben im Exile. Ludwig Kossuth ging nach England, später nach Amerika aus eine Vortragsrciic und sckilicßlich nach Italien, unermüdlich gegen das verhaßte Oesterreich und für die Bcireinng Ungarns Pläne schmiedend. Der Sohn Franz erhielt seine Erziehung in London, widmete sich der Technik und ging, nachdem er das Divlom als Maschinen- und Bergingenieur erlangt hatte, dem Bater folgend, nach Italien, wo er zuerst Direktor der Schweselgrnben pon Cefena und dann Leiter einer großen Brücken- baii-Ansalt in Castellamare-Stabine wurde.' Diese tätig-stillen Jahre waren vielleicht die glücklichsten, die Franz Kossuth erlebt hat. Er hatte sich nrit einer feinen, gebildeten Engländerin, Emilia Hopvnis, verehelicht, die der Familie Kossuth in dem alten Mala- tesla-K'astelle zu Eesena ein echtes, trauliches Heim bereitete, aber bereits durch einen frühzeitigen Tod den! Gatten entrissen wurde. In Cefena bewährte Franz Kossuth bei ernster Gelegenheit seinen Wagemut und seine Menschenfreundlichkeit. Ein schlagendes Wetter explodierte, und üm den Ovsern im. Bergwerke Hilfe zu bringen, fuhr Mossuth trotz dringender Gefahr ein, um durch eine neue Explosion nahezu ums Leben zu kommen. Schwer verletzt kam er wieder ans Tageslicht und es dauerte lange, bis er die Folgen dieses linsalles ganz überwunden hatte. Das war die bürgerliche Seite seines Lebens. Aber es ist sehr begreiflich, daß der Sohn Ludwig Kossuths doch ans der Politik nicht ganz fremd bleiben.könnte. Er verkehrte viel in den italienischen, speziell in den piemontesischen Kreisen, mit denen sein Vater in Verkehr stand, darunter mit Männern wie Cavour und Ricasoli. Aber zwischien Kossuth Vater und Kossuth Sohn lag doch eben der Abstand einer Generation. Als int Jahre 1866 endlich der Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn zustande kam, da hielt sich Ludwig Kossuth freilich vergrämt und schmollend zurück, um nicht seinen alten Idealen untreu zu werden, aber der Sohn konnte sich an das Programm des Vaters unmöglich gebunden sühlcn. So geschah es, daß. als der alte Wanderer in der Verbannung 4875 endlich die müden Augen geschlossen hatte, Franz Kossuth in die Heimat zurückkehrte, die der Fuß seines Vaters seit der großen Katastrophe nicht wieder betreten hatte. Unvergessen war der Name Kosinth im ungarischen Lande und dem heimkchrenden Sohne wurden damals stürmische Ovattonen dar- gcbxacht, die auf manchen Seiten Bedenken erregten. Welchen Anteil er damals an der ungarischen Politik genommen hat, gehört nicht hierher, aber es illustriert jedenfalls den völligen Wandel, den dies merkwürdige Leben durchgemacht hat, daß der Sohn des Verbannten als Geheimer Rat des Kaisers Franz Joses sein Leben beschließen konnte. Aus Stadt und LanS. Gießen, 26. Mai 1914. "Die Sektion VI der Hess.-Nass. Baugewerks- B e r u s s g cn o s s e n s ch a s t, welche die Kreise Gießen, Als- seld. Lauterbach, Schotten, Biedenkopf, Tillenbnrg, Frankenbcrg, Fulda, Kirchhain, Marburg und Zicgenhain umfaßt, hielt am Sonntag vormittag im Gasthos Kobel zu Gießen ihre Sek- tionsversammlung ab. Der Sektionsvorsitzcndc Stadtverordneter L. Petri II., Gießen, begrüßte die erschienenen Sektions- Mitglieder, worauf der Gcschästsiührer der Sektion nach Verlesung des vorjährigen Protokolls den Geschäftsbericht sür 1913 erstattete, der gleichzeitig auch die Rechnungsergebnisse des letzten Geschäftsjahres cnthictt. Ans diesem Bericht ist besonders z» erwähnen, daß im Jahre 1913 bei der Sektion 340 Unfälle (im Vorjahre 302i zur Anmeldung kamen, darunter drei Todesfälle. Aus die einzelnen Wochentage verteilen sich die Unfälle wie folgt: Dienstag 63, Donnerstag 57 Mittwoch und Freitag je 53, Montag 52 usw. Erstmalig enlschädigungSoilichtig wurden im Jahre 1913 70 Unfälle. Diese hattech zur Folger den Tod des Verletzten 2 (im Vorjahre 9), dauernd teilweise Invalidität 21 (i. Vorj. 23), vorübergehende Invalidität 47 (i. Vorj. 41). An Entschädigungen wurden 1913 insgesamt 117 729 Mk. gezahlt. Versichert waren 1913 2130 Betriebe, außerdem 1398 veisicheriingsvslichtige und 45 freiwillig versicherte Unternehmer. Die Zahl der in den 2130 Betrieben durchschnittlich beschäftigten Arbeiter betrug 8812, die nachgewiesenen Löhne 6 987 783 Mk. Bei der der Sektion angcglicdertcn Zweiganstalt, welche die Regicbaubctriebc umfaßt, kamen nenn Uniällc zur Anmeldung, wovon zwei cntschädignngsvilichtig wurden. Tic Vcrwallungskosten der Sektion betrugen 23 591,39 Mk., davon entfallen aus Unsalluntcrsuchung 4507 Mk., auf die lieber wachung der Betriebe 8868,75 Äk. usw. Das Rechnungsergebnis ergibt eine Mindcrumlagc von über 5000 Mk. gegen 1912. Durch die beiden technischen Aussickstsheamtcn der Sektion fanden in 1913 5302 Betriebsbesichtigungen und 527 Lohnprüfungen statt. In der Organisation ist durch Jnkrastttcten der Reichsversiche rungsordnung insofern eine Aendcrung eingetreten, als der Vorstand wie auch die Vertreter (Delegierte) im' letzten Jahre zum ersten Male nach dem Vcrhältniswahlsnstem gewählt wurden. Nach der Erstattung des Jahresberichts und der Rechnungsergebnisse crsolgte die Feststellung des Voranschlags sür die Verwaltungskosten 1916 (Haushaltungsvlan). Die übrigen Dünkte der Tagesordnung waren rein geschäftlicher Natur (Wahl der Rechnungs- Prüfungskommission, Personalangelegenheiten usw.). •* Alkohol in Konfekt. Gegen den Genuß von alkoholhaltigem Kvnsckt hatte sich der preußische Kultusminister schon im Jahre 1908 in «ner besonderen Bersügung gewandt. Die Regierung glaubt ein.r Anhalt dafür zu haben, daß sich der Vertrieb und Verbrauch von Likörkonfckt von Jahr zu Jahr mehr ansbreitct. Ter Minister des Innern bringt deshalb als Mkdizinalminister jenen Erlaß von neuem in Erinnerung. Tic Regierungspräsidenten und der Polizeipräsident in Berlin sind ersucht worden, Vorschläge darüber z» machen, ob etwa weitergehende Maßnahmen zum je« s >i n d h c i t l i ch c n Schutze von Kindern gegen den 6>eii»ß alkolwUialligen Konselts nach den Beobachtungen der Behörden nötig sind. ** W i e soll die Milch sein, die ein S ä u g l i n eißen Jahreszeit muß man besonders darauf acht"», die Milch aus einem der Wohnung möglichst nahegelegenen Stall zu beziehen: durch den Transvvrt in oft ungeeigneten 0)e- säßcn leidet die Milch. Wenn irgend möglich, vcrnicidc man Mittelspersonen und hole sich die Milch sclvst in einem reinen Gesäß aus dem Stall: jedes Umgichen von einem Gesäß in das andere bringt die Gesalw mtt sich, daß Schmutzteilchcn oder schädliche Keime in die Milch kommen. Wenn die Milch im Hause ist, wird sie soiort 3—5 Minuten lang, nicht länger, gekocht, am besten gleich in dem Gesäß, in dem man sie aus dem Stall geholt hat. So'ort »ach dem Kochen wird der Milchtooi in kaltes Wasser gestellt, das immer erneuert werden muß, sobald es lau geworden ist. Tann wird sic, ebenfaNs in kaltem Wasser oder in Eis, gut zugcdcckt, an einem lusttgen, kühlen Ort bis zum Gebrauch ausbewahrt, am besten in einer Küblkiste, über deren EinrichtnKg und Gebrauch sich jede Mutter bei der Beratungsstelle oder der Kdicispflegerin der Großh. Zentrale sür Mutter- und Säuglings- sürsorgc Ausknnst holen kann. ** Fünf zig Wanderkur sc in Säuglingspsl ege. Tie Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingssürsorge in Hessen r blickt,aus ein halbes Hundert Wanderkursc in Säuglingspslegc zurück, die seit September 1912 gehalten wurden. Die beihen Wonder- lehrcrinnen der Großh. Zentrale, welche die staatliche Prüfung als Krankenvstcgerin bestanden und viele Jahre lang in der sozialen Arbeit gestanden haben, belehren in einem Nachmittags- und in einem Abendkursus von je zwölf Doppelstunden die Frauen und Mädchen über alles, was sie über die Grundsätze der modernen Säuglingshogicne wissen müssen. An die Vorträge reihen sich praktische Uebiingcn in der Herstellung von Kinderiväsche und Kinderbetten, inst, er Zubereitung der Nahrung, im Baden, Ankleiden usw. 2809 Tcilnchmcrinne» zogen aus dieser sozialen Arbeit Nutzen, 1576 von ihnen erhielten die Bescheinigung über regelmäßige, d. h. lückenlose Teilnahme am Kursus. ** Zwangsversteigerung. Der Getreide- uud Landesproduktcnhändler Karl S i e r halte Dammstraßc 50 und 52 ein Doppelhaus erbaut, in welchem er vermieten und wohnen wollte; es war ihm nicht möglich, daraus Hypotheken im Oktober v. I. zu bekommen. Das Anwesen war mit 58 000 Mark ortsgerichtlich in der Taxe ausgenommen, mit 31000 Mark für den Kaufpreis des Bauplatzes und zur Sicherung der Bauhandwerker belastet, hierzu sind inzwischen noch Sicherungshvpotheken für Bauhandwcrker gekommen. Jetzt wurde das Doppelhaus zwangsweise vom Amtsgericht versteigert und von Zimmermeister Wilhelm Wag (Großen- Lindcn) dafür 43 050 Mk. als Höchstgebot abgegeben, der etwa damit seine Forderung herausgeboten hat. " Obcrhessischer Taubstummenverein. In einer Versammlung, die zu H e u ch c l h e i m stattsand und von ungciähr 30 Taubstummen besucht war, teilte der Vorsitzende des Obcrhes- sischen Taubstumnienvereins, August E i d m a n n -Gießen, mit, daß es nach einer Zusammenstellung des Direktors Dr. Ritzert- Friedberg im tzöroßhcrozgtum Hessen ungcsähr 900 Taubstumme gibt. Viele unter diesen haben sich zu einem Verbände zu- sammengcschlossen, der die Erbauung eines Taubstummenhcims sür alte »nd alleinstehende Taubstumme in die Wege leiten will. Vorsitzender dieses Verbandes ist Pfarrer Hosmevcr -Ossenbach am Main. In Hessen werden Taubstummengottesdienste, wie der „Sonntagsgruß" mitteilt, an folgenden Orten abgehalten: Gießen, Lauterbach, Friedberg, Darmstadt, Ossenbach, Benshcim, Groß-Umstadt, Mainz und Worms. Landkreis Gießen. tt. L a n g s d o r f, 24. Mai. Tie hiesige Spar-undDar- lehns ka sse , Gesellsch. mit unbeschr. Haflvfl., hielt heute mittag im Saale des Gasthauses „Zur Traube" ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Nach der Veröffentlichung der Bilanz von 1913 wurde die Liguidation der Kasse beschlossen. Zu Liguidatoren wurden die Herren ?lda,n Roth, bisheriger Vorsitzender, Heinrich Schmalz und Wilhelm Schiel ernannt. Bekanntlich wurden schon vor einem Jahre die Anteile der Mitglieder um 8000 Mk. sür jedes Mitglied erhöht. tt. Langsdorf, 24. Mai. Heute mittag hielten hier im Gasthaus „Zum Deutschen Haus" auf Einladung des Turnvereins die Lehrer Berth und Börstlein aus Hungen Vorträge über Zweck und Ziel des Jungdcutschlandbundes. Die Lcitting der hiesigen Ortsgrupve wurde Herr» Helmut Fabian übertragen. — Alten-Buseck, 25. Mai. Am Himmelfahrttag sand hier aus dem sog. Köpfchen eine Feier zugunsten des Roten Kreuzes statt, an welcher sich die Sckmlklassen, der stzriegerverein, die drei Gesangvereine und ein Turnverein beteiligten. Musikstücke einer Marburger Musikkavclle wechselten mit' Ansprack>en, Chören der Gesangvereine, Vorführungen des Tunivercins und Deklamationen von Schülern der Oberklasse ab. Junge Mädchen verkauflen Karten und Mzeichen. Kreis Friedberg. r Bad-Nauheim, 23. Mai. In zwei Fällen wurde unsere Stadt heute nacht durch Einbrecher heimgesucht. In der Trinkkuraniagc erbrachen sie den Laden der Galanterie- und Uhrenwarcnhandlung von Sprengel und stahlen dort sür etwa 200 Mk. Waren. Dann stattete» sie dem Sporlausrüstungsgeschäft von Karl A h r c n s in der Kolonnade einen Besuch ab, wo sie sür etwa 300 Mk. Waren aller Art erbeuteten. In beiden Fällen gelangien die Spitzbuben durch Eindrücken der Fensterscheiben in das Innere der Verkaufsräume. — In der gleichen Nacht enlstand in der scheuer des Gasthauses „Zur Krone" ein S ch a d e n f e u e r, zu dessen Bekämpfung die Feuerwehr alarmiert werden mußte. = Trais-Münzcnberg, 25. Mai. Heute (Dienstag) feiert der Landwirt Peter Rumpf mit seiner Gemahlin Sofie, geh. Schmidt, silberne Hochzeit. t. Groß-Karben, 25. Mai. Bei der Bürgermei st erwähl am Samstag wurde der bisherige Bürgermeister Röthe mit 180 Stimmen wiedergewählt. Sein Gegenkandidat, Forstwart Schäfer, erhielt 70 Stimmen. Starkenburg und Nheinhesse». d. Mainz, 26. Mai. Aus dem K r e i s a NI t wurde von der 'Ltaalsanwalt,cha,t der ikanzlist Schäfer verhaftet Es wurden auch eiv- R<-ibe ov" StOTjvin Kif iri „ wurden, beschlagnahmt So Halle er sich noch vor einigen Togen rrnen Stempel in einem diesigen Geschäfte Nischen lassen, der sich aus die Fvrliftkation bezieht. Es wird vermutet, das; er direkt oder nitt Helfershelfern mit dem Auslände in Verbindung gestanden, »der treten nwllte, MN diesen Pläne oder sonstige Papiere, vielleicht gcsälichtc, wozu er sich der Stempel bedienen wollte, zu vcr- lanicn. Tic Untersuchung wird Licht in die 5«(f)e bringen. d Mainz, 25. Mai Der Mittelrheinische S> ch ü tz e n b n n^h, der über 3400 Mrtglieder zählt, hielt gestern vormittag im Schühenhause unter dem Vorsitz des Oberschützcn- meisters Herrn Landtagsabg. Heerdt seinen ordentlirlicn schützcn- tag ab Von 60 Vereinen waren 13 Vertreter erschienen. Nach den, Kassenbericht bleibt ein Bestand von 7610,31 Mark. Anträge von Gießen, betresiend Satzungsänderungen, landen nach leb- haster Ausivrachc crnstimmige Annahme. Im August ieicrt die Schützcngesellschast in Büdingen ihr 500iähriges Jubiläum. Dem Berern wurden 100 Mark als Ehrengabe zuin Jubiläumsschießen belviNigt. Kreis -Büdingen. 8 Ortenbcrg, 25. Mar. Der hiesige Barsch uß- und Kreditverein hatte in seinem 40. lheschästsjahrc einen Reingewinn von 6784 Mk. und konnten 10 Prozent Dividende an die Mitglieder verteilt werden. Dem Rcservc- iapital wurden 3000 Mk. zugeschrieben, so daß dasselbe nun mehr 60 000 Mk. beträgt. Das Gesamtvermögen des Vereins beläuft sich aus 103 000 Mk. = Lorbach, 23. Mai. Bcr der heutigen Bürqcr- mei st erwähl erhielten der bisherige Beigeordnete Ludw. F a u i, 36 'und die beiden Gemeindcraismitglieder Ludwig Nagel und Heinrich Faßbinder III. 21 bezw. 20 Stimmen. Es findet somit zwischen den beiden erstgenanmen Stichwahl statt. Von 82 Berechtigten hoben 77, abgeftrmmt. Kreis Wetzlar. —m. Krofdorf, 25. Mai. Ter hiesige 24jährige Kaufmann Isidor Simon, Sohn achtbarer Eltern, hat sich in der Nacht von vergangenen Freitag ans Samstag in seinem Bett erschossen. Was den Lebensmüden in,den Tod trieb, ist unbekannt, jedoch scheint ein schweres Leiden die Ursache zu sein. _ Sport. Wetter->»cr Rcitcrfest zu Friedbcrg i. d. W. m. F r i e d b e r g , 25. Mai. Das Rcitersest hatte auch in diesem Jahre seine Anziehungskraft sowohl aus die Bewohner der Stadt, als auch, ans die ländliche Bevölkerung ausgcübt. Die nach tausenden zählenden Zuschauer harrten trotz des strömenden Gewitterregens, tvelchcr während der Veranstaltung cinsetztc, bis zum Schlüsse aus. Die Ergebnisse waren folgende: Schausahren fürEin-, Zweispänner nndTan- dem. a) Einspänner: I. Preis Karl Brückmann, Burghof Groß-Karben, Schimmelwallach Kuckuck, Fahr. Bes. 2. Preis Hugo Väth, Banernbeim, Fuchs Wallach Matador. Fahr. Bes. 3. Preis Niemann jr., Gießen, Rothschimmel-Ttute Queen, Fahr. Besitzer. 4. Preis Wild Breidenbach. Melbach, Fahr. Bei bi Zweispänner: 1 Preis Louis Brückmann. Neuhof b. Gießen. Rapp- Wallach und br .Wallach, Fahr. Bes. 2. Preis Karl Brückmann, Burghoi Groß-Korbcn, zwei Schimmclwallache, Fahrer Besitzer, o) Tandem IZ w e i s p ä nm crl: 1. Preis Karl Brückmann, Burghos Groß-Karbcn 2 Schimmelwallache, Fahr. Bes. d) Tandem 12 r e! s p ä n n cr>: 1. Preis Karl Brückmann, Burghos Groß-Karben 2 Schimmel lind l Ravvwallach, Fahr, Bes. Die Damen-Reitkonkurrrnz wurde wegen des Wetters ausgesetzt. Schausahren für Arbeitsgespannc im Oeko - nomiewagen. Offen für Arbeitspierdc jeden Schlages, al Zweispänner. 1. Preis Louis Brückmann, Ncubof bei Gießen, Fahrer 'cockmeid. 2. Preis Richard Bäth, Gronauer Hof, Fahrer M. Weiß. b> Vierspänner. 1. Preis Richard Bäth, Gronauer Hof, 4 Fuchssmten: Ilse, Olga, Nora, Marta, Fahrer M. Weiß. Prcisreiten, Offen für Mitglieder des Wetterancr und Gießencr Reitcrvcreins. Hürde 70 Zentimeter hoch. 1. Preis Kurl Brückmonn-Großkarben, Fuckswakl. Harold, Reiter Besitzer. Zweiter Preis Karl Brückinann-Groß-Karben, Fuchswall. lliikaS, Reiter F. Holzhauer. 3. Preis Ferd. Fischer-Gießen, br. Wallach, Reiter Besitzer. 4. Preis Fritz Schlüter-Gießen, Fuchswallach Hcincrle, Reiter Besitzer. Trabsahren. Distanz 2000 Meter. Offen für Norddeutsche Pferde (Halbblutpscrdcj. Blntpserdc ausgeschlossen, l. Preis Friede. Rris-Deikliheim, br. Wallach Mars, Fahrer Besitzer. 2. Preis Otto Hcnsel-Bruchcnbrücken, br. Stute Thekla, Fahrer Besitzer. 3. Preis Heinrich Fauerbach-Nicdcr-Wöllstadt, Mohrcnschimmel St. Marn, Fahrer Besitzer, al Spring-Konkurrenz. 6 verschiedene Hindernisse. 1. Preis Wilh. Leonhard- Wisiclsbeim. Fuchs-Wallach Hastings. Retter Hugo Bäth. Zweiter Preis Adoff Bausch-Niedcr-Wöllstadt, hcllbr. Stute Hanno, Reiter Besitzer. 3. Preis Adolf Fischer-Gießen, br. Wallach Olaf, Reiter Besitzer. 4. Preis Wilh. Locher-Gießen, Schimmel-Stute, Reiter Besitzer. blPatrouillcn-Svrinqcn. l. Preis Karl Brückmann-Burghof Großkarben, Fuchswall. Unkas, Reiter Besitz. Trabsahren, osjen sür alle Pferde, mit Vorgabe. Distanz 2000 Met. 4. Pr. Fritz Reuter, Obersteten, braune Stute Bianka, Fahr. Bes. 2. Preis Karl Bvückmann, Groß-Karben, Schimmelwallach Puvpchen, Fahr. Bes. 3. Preis Hermann Stern, Nieher-Wällstadt, dunleibrauner Wallach Ali right, Fahr. Bes. Trabreiten, osten für norddeutsche Pferde, Distanz 2000 Meter. I. Pr. bcnsel, Otto, Brilchenbrücken, br. Stute, Thekla, Reiter Bes., 2. Fricdr. Reif, Beienheim, br. Wallach Mars, Reiter Th. Fleischhauer, 3. Friedr. Kaz, Okarben, br. Stute Paiila. Reiter Ludwig Heß. Trabreiten, offen sür alle Pferde. Distanz 2000 Meter. 1. Preis Hermann Stern, Nieder-Wöllstadt, dunkelbrauner Wallach Mlrigbt. Reiter H. Best. 2. Preis Karl Brückmann, Groß-Karben, Schimmclwallach Pnvvchen, Reiter Mart. Kroner. Galoppr eiten, offen sür norddeutsche Pferde. Distanz 1500 Meter. 1. Preis Öch. Brückmann, Nonnenhos, brauner Wallach Fritz, Reiter Th. Fleischhauer. 2. Preis Wilh. Bleidenbach, Melbach, Fuchs-Wallach, Reiter Richard Marlosf. Hindernisfahren, offen für alle Pferde, für Ein- und Zweisvänner mit fünf verschiedenen Hindernissen, l. Preis Will,. Leonhardt, Wisselsheim, br, Wallach Fritz, Fahrer .W Holler. 2. Preis Hugo Vätl. Vaiiernlieim, Fnchswollach Matador, Fahr. Bel. 3. Preis Richard Väth, Gronauer Hof, Rapp-Wallach Tänzer, Fahrer Besitzer. Jagdrennen mit Auslauf. Offen für Reitpferde. Distanz 3000 Meter. Führer Hugo Väth. l. Preis Karl Brück- . mcmn-Großkarbcn, Fuchsiv. Unkas, Reiter Besitzer. 2. Preis Wilh. Lconhardt-Wissclsheint, Fnchsiv. HastingS, Reiter Hugo Bäth. 3. Preis Karl Brücknmnn-Großkarbcn, Fuchsw. Harald, Reiter Ferd. Holzhammer. ltniucriität». Wissenschaften an der dortigen Universität Dr. Emnnnel Leser im Alter von 65 Jahren g e st o r b e n. — Der Privatdozent Dt. Ernst Hellin ger m Marburg hat einen Ruf als Ettraordinarius sür Mathematik an die Universität Frankfurt a. M. erhalten. Dr. Hellinger ist 1?8Z zu Striegau in Schlesien geboren und wirkt seit dem 1. Mat 1900 in Marburg. — Aus eine 50 jährige Dozententätiykeit kann am 27. Mai der ordentliche Professor an i>er Berl i n e r theologischen ?ya?nltät Oberkonsisdorialrat a D. Tr. theol. et plnl. Paul Kleinert zurückblicken. Sein Lehrfach ist altteiiomentliche Eiege,e und prak- tiid>€ Theologie. Prof. Kleinert steht im 77. Lebensjahre und stammt aus Vielguth in Oberschlesien.__ Ztirchc und Schule. — Die „R e i ck, § - S ch » l k o in m i s s i o n" ist nm gestrigen Montag unter dem Vorsitze des Wirkt. Ged. Oberregiernngsrols Präsidenten K e I ch zusamme„aelieten, Es nohmeu 'olqende Herren als Mitglieder teil: Preußischer Geh. Oberreg,eriuigsrot und Bor- tragender Rat iin Kultusministerium Reinhardt, der bäurische Ged. Rot und Prolessor an der Technischen Hochschule in München Ritter v. Dyck, der sächsische Geh. Schulrat und Vortraaender Rat in, Kultus»,iiiisteriu», Lange, der Präsident der würtiem- bergischen Kultnsmiuisterialabteiluug sür di« höheren Schulen v. 'Hb leitet, sowie der mecklenbur nsche Geh. Lberschulrat T tr e n q e - Schwerin und der mecklenburgische Oberkonsistoriolral P r ä se ck e - Neustrelitz. Ter Ausschuß besuchte nach seinen Be- ralntigeii emige Cchulaustolte». Vereinsnachrichten. — K r o n e u - B u s e ck, 22. Mai, An, Hiniiiielfghrtstog uuter- nal»» der Svnr-Verein Knvveu-Klub gemeiuschaitlich mit dem Verein Wandervogel eilten 'Ausflug. Tie Tour ging mit der Babn bis Edingen, von hier aus den GreHenstei», Wold- hos Elgershausen, Tianaburg, Hcisterberg, Leu», Bahnboi Brouu» >els. Bon Vroiinsels zurück mit der Bahn nach Großen-Buseck. Tie Wandervögel stelllcu die Musilkovelle. — Der Bcrcin ehemaliger Ilster feierte am Samstag abend im Saale des Hotels Grvßhcrzog sein dreijähriges Bestehen in Gestalt eines H erre n ko m m e r s es, der vorzüglich vorbereitet war Und einen sehr schönen Verlaus nahm. Die Musi, — ein Quartett — stellte die Regimentskapcllc. Herr Bokos trug eine Reihe von Rezitationen ernsten und heiteren Inhalts in geradezu hervorragender Weise vor und fand dabei dankbare Zuhörer und lebhaften Beifall, Die Festrede hielt der erste Vorsitzende Rechtsanwalt Kansmann, die in einem freudigen Hurra gut das Regiment „Kaiser Wilhelm" ausklang. Musikvorträgc und gemeinsame Lieder belebten die Stimmung. Im zweiten Teile erfreute Herr Straub als Humorist die Anwesenden mit seinen vorzüglichen Darbietungen. Kamerad Reitz brachte ein Hoch aus Iden ersten Vorsitzenden, K. Haupt ans die Gründer und 2. Loeb ein solckres aus den Vorstand aus. Ans Anregung des Vorsitzenden wurde eine Reisekasse gegründet, in der die Mittel zu einem Be- sncktz' der Schlachtfelder in Metz angesammelt werden sollten. 25 Kameraden tralen alsbald dieser Kasse bei. Lange saßen, die alten Ehemaligen noch zusammen und tauschten ihre Erinnerungen aiis der aktiven Dienstzeit aus. • i l. Mainzlar, 25. Mai. Am Sonntag machte der Gesangverein ,,S ü n ge r kr a n z" seine diesjährige Frühiahrswanderung. Morgens um 7 Uhr wurde vom Vereinslokal über Stauseiibcrg, Ruttershausen nach dem „Forsthaus Waldhans" abmarschiert. Nachdem man sich leiblich gestärkt hatte und einige Lieder vor- getrage nwaren, wurde die Wanderung nach dem Dünsbcrg fortgesetzt. Oben angekommen, sorgte der Dünsbergwirt für Speise und Trank, der Turm wurde bestiegen, mehrere Lieder gesungen und weiter ging es über Krumbach, Kirchvers, Altenvcrs nach Lohra, von wo aus mit der Bahn die Heimreise angetreten wurde. (fl t c [? e n , 25. Mai. Auf den Artikel vom 20. Mai unter (flerichtssaal ist mitzuteilen, daß die betreffende spanische Wein- Handlung feit Jahresfrist in (fließen keine Weinstube mehr besitzt, sondern nur ein Ladengeschäft. Tie Weinstube wird von diesem Zeitpunkt ab als „Teulsche Weinstube" von dem Besitzer Ferdinand Schott in gewohnter solider Weise geführt. Deutscher Journalisten- und Schriftftellertao. Leipzig, 22. Mai. Der Verband Deutscher Journalistcn- tind Schriftstellervereine trat heute zu seiner Tagung zusammen. Die Leitung des Kongresses übernahm Redakteur Dr. Ö b st - Hamburg, der gegenwärtige Verbandsvorsitzende. Der von diesem erstattete Geschäftsbericht ergibt eine günstige Entwickelung des Verbandes. O rt m a nn-München sprach über die Schritte, die seit vorigem Jahre zur Beseitigung mancher Mißstände aus dem Gebiete des Kinowesens getan worden sind. Ter Redner beantragte, im Namen des Münchener Journalisten- und Schriststellervereins den Reichstag in einer Eingabe zu eriuchen, in den in Vorbereitung befindlichen Kino-Entwurs eine Bestimmung einzufügen, die eine Handhabe zur Regelung der Zensur biete, und ferner in einem Nachtrag zum Verlags- und Urheberrecht den Filnridcen und Filmstückcn den gesetzlichen Schutz zu gewähren. Es wurde beschlossen, diese Eingabe an die Regierung zu richten. Prager- München berichtete über die Entwicklung der P e n - sionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller, dicdurch- aus zufriedenstellend gewesen ist. Das Thema „Theater, P r es s e und S ch r i f t st e l l e r" wurde von Schümm» Hamburg eingehend behandelt. An der Hand zahlreicher Beispiele geißelte er die Versuche, die Freiheit der Kritik zu beeinträchtigen. Er wandte sich gegen irreführende lobende Vornotizeil der Theaterbureaus, gegen Rachemaßnohmen wegen abjälliger Kritik, gegen Herabsetzungen der Kritik durch Darsteller, Direktoren und Autoren. Das Ergebnis der sich an den Vortrag anschließenden Aussprache war das Einverständnis über solgende vier Punkte: 1. Die Herkunft der aus den Theaterbureaus kommenden Notizen soll gekennzeichnet und diese Notizen sollen aus ihren tatsächlichen Inhalt beschränkt werden. 2. Die Theaterdirektoren dürfen keine Einlagen bringen, ohne sich mit dem Autor des ausgesührten Stückes ins Benehmen zu setzen^damit Plagiate vermieden werden. 3. Die Sclbstkostcniheaterdirektoren srnd ebenso zu verurteilen wie die Selhstkostenvcrleger. 4. Dle Freiheit der Kritik muß unangetastet bleiben. Es wurde beschlossen, diese Punkte dem Vorort als Material sür die zu ergreifenden weiteren Ecktrilte zu überweisen. Ten Hauvt- teil der heutigen Verhandlungen bildete eine Besprechung von Ol- ganisationsfragen, bei dmen es sich um den Plan eines alle großen Organisationen des Schrifttums und der Presse zusa m m en s ass end en Kartells handelt. Es wurde ein Beschluß gefaßt, in dem der Vertretcrtag der Gründung eines solchen Kartells im Prinzip zustimmt. Die in Frage kommenden Verbände sollen zur Teilnahme an einer vorbereitenden Vertrcterver- sammlung bis spätestens zum Herbst ersucht werden. Am zweiten Verkandlungslage des Verbandes deutscher Journalisten und Schriftstellervereine wurde zunächst auf 'Antrag des Vereins Berliner Journalisten dem Bdrort die Frage zur Prüfung überwiesen, ob und wie etwa auch die tatsächliche Nachricht gegen Nachdruck geschützt werden kann. Ein Antrag des Münchener Journalisten- und Schriststellervereins verlangt, daß das Honorar sür fenilletonistische und novellistische Beiträge bei der ?Innahnre zu zahlen und da, wo die Höhe der Vergütung sich nicht gleich bei der Annahme in der vollen Höhe jcststeNen läßt, eine der voraussichtlichen Höhe des Honorars annähernd entsprechende Mschlag^ahkung zu gewähren ist. Giescn-Frankfnrt beantragt, die vorgcschlagenc Zahlungsbe- ichleunigung nicht auf fenilletonistische Beiträge zu beschränken, soichern aus alle schriststcllcrischen Beiträge auszudehnen mit Ausnahme solcher, die regelmäßig bei kurztristiger Bezahlung geliefert werden. Pcit dieser Erweiterung wurde der Antrag »ach längerer Aussprache angenimimen. Huth-Bcrlin referierte dann über die Pressebureaus der Aris- steltungcn. Er erkennt die stlotwendigkeit solcher Bureaus und ihre Zweckbcstimmuiig sür informatortsche Mitteilungen an die Presse an, wendet sich aber dagegen, daßl sic in IlLherspannungl ilwer Ausgabe die Tätigkeit der freien Schrffffteller durch G»io-> tislieicrung von umfangreichen Berichten so gut wie unmöglich machen. Die weiteren Verhandlungen betrafen innere ^hngclegenheiteü des Verbandes. Ein Antrag des Vereins Berliner Journalisten, statt des wechselnden Vorortes Berlin als ständigen Sitz des Vlvr- bandcs zu bestimmen, wurde abgclehnt. Dem Hamburger Verein wurde auch sür das neue Geschäftsjahr die Leitung der Der» bandsgcschäfle übertragen. Zugleich wurde Hamburg als Sitz des Verbondstages >m nächsten Jahre bestimmt. veutsche vunsen-Gescllschast. Leipzig, 22. Mat. Die heutige Sitzung der Deutschen Bunsen-Gcsellschast sür angewandte physikalische C!tcmie galt in ihrem wissenschastlichrn Teile dem durch die buchgewerblichc Wclt- ansstkNnng gegebenen Thema „Physikalische Chemie und Buchgewerbe", das von vier Rednern erschöpfend behandelt wurde. Dr. Klemm lLeipzigl erörterte die Zusammenhänge von Papier und Chemie. Dr. Rübencamp lDresdeni ipraih über die Druck- farbett und legte die chemischen und physikalischen Erfordernisse für die verschiedenen Druckerzeugnlsie dar. Prof. Dr. G o l d b e r g lLeivzig! entrollte ein sehr anschauliches, durch Erperimente belebtes Bild der graphischen Techniken, Direktor Dr, P s a n - Häuser lLcipzig' behandelte den heutigen Stans der Galvano- l c ch n l k. Zum ersten Vorsitzenden für die Ilächlten drei Jahre wurde Professor Hans G o l d s ch m i b t (Essen , der Erfinder des Thermits, gcivählt. Tie nächstjährige Hauptversammlung ist zu 5himmelsahrt in Karlsruhe. Lcnrön»irt?chaft. kl. Blutlaus an den Obstbäumen. Ern Obstbaum- züchtcr schreibt 'uns: Dieses Jahr haben die Obstbänme: sehr unter der Blutlaus zu leiden. Man findet dieses Nngezieser in großer Zahl an. Die Blutlaus ist ein sehr gefährlicher Schädling der Obstbäumc und tritt seuck>enl)aft auf. Sie bildet weiße, slocktge Urberzüge an Obst und Zweig. Wenn nmn sie zerdrückt, so gibt sie einen blutroten Tropfen von sich, (Nameü Me Larven, die nuS den Herbsteiern kriegen, überdauern den Winter. Sie sitzeiy in den Wunden und Rissen des StamweS. Vertilgung: Man zerreibt im Frühsahx die Larven mit einem Lappen und behandelt alle Riffe nnc> Wunden des Baumes mit einer Lylollösung von 100 Gramm Lysol aus 10 Liter Wasser. Stark befallene Aeste beseitigt man am besten durch Verbrennen. Jeder Obstbcmm- züchter versäume deshalb nicht, feine Bäume alsbald nach diescnit Schädling nackizuscl-cii, nötigenialls ihn sofort zu beseitigen. Auch die Obstbäumc der Kreisverwaltung sind stark von der Blutlaus befallen. Zur Fördenmg der Landwirtschaft in den bäuerlichen Betrieben des Großherzogtums veranlaßt die Landwirtschastskammer die Prämiierung ganzer bäucrlickter Wirischasten bei mnstcrhasten Leistungen. Zur Teilnahme an dieser Prämiiening sind alle andL- wirte berechtigt, deren landw. bewirtschaftete Fläche nicht größer wie 150 Morgen ist. Für das Jahr 1914 ist für Oberhessen die Teilnahme beschränkt aus Landwirte in den nachfolgenden Wahlbezirken: 2. Wahlbezirk: Großen-Buseck, 6, Wahlbezirk: Lautcrbach-Schlttz, 13. Wahlbezirk: Vilbel. Zunr Zweck der Prämiierung werden die Wirischasten einer Vorbesichttgimg' und einer Hauvibesichtigung unterzogen. Der Beurteilung durch das Preisgericht unterliegt der gciarntc landw» betrieb. Die Höhe der Preise sind wie folgt festgesetzt: 1. Preis 100 Mk., 2. Preis 75 Mk., 3. Preis 50 Mk. Die Anmeldung hat bis spätestens 10. Juim bei »er Landwirtschastskammer ans Grund der von dieser zur Verfügung gestellten Anmeldcbogen zu erfolgen. Meine TagerchronH. Der Bund Deutscher Verkehrsvereine hält vom 3. bis 6. Jung in Köln seine 13, Hauptvgrsammlung ab. Tie 44. .Hauptversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung findet in Verbindung mit dem 3. Vortrags - und Uebungskursus für freiwillige Volksbildungsarbeit vom 1. bis 7. Oktober d. Js. in Berlin statt. * Allzu viel ist iingesund. Kavallerie-Rekrut (dernicht auf sein P erd kommen kann, oder aber gleich wie:er heruntersällt) ; „Himmel, m nur — aber nicht zü viel!" * Ein gesühlvoller Gatte. „Nm Himmelswillcn, Herr Meyer, eilen Sic nach Hause: Ihre Gattin hat versucht, sich mit Gas zu vergiften!" „Na, das wird ja wieder 'ne schöne Gasrechnung geben!" __ Meteorologisch^ Beobachtung en der S ta tion Sichen. Mai 1914 ^ tl ÜO" Ii! I ^ & || ss s; LÄ »t ^'vsigilM -o«“S | e»f® Wester 25 2” 743,4 5.3 6,4 96 NNW 2 10 Regen 25. 148,9 6 5 66 90 NE 10 26. 5 | <45,6 7,6 6,5 83 XE 4 10 Höchste Temperatur am 24.—2S, Ma! 1914 = -|- 14 5 Niedrigste . , 24,-25. „ 1314 = -r 3,8», Niederschlag: 16,5 mm. 12000 Mark für ein paar Worte! Jedermann kann durch einen einfachen Satz an dem Preisausschreiben der Providol-Gesellschast teilnehmen; er braucht nur in wenigen prägnanten Worten die enorme Wirkung der Provtdol- Seise als Schönheits- und Schutzmittel auszudrücken. Kosten durch die Teilimhmc an dem Preisausschreiben erwachsen gar keine, da die Frist so gestellt ist, daß jeder sich am eigenen Körper von der Wirkung der Seife überzeugen kann, indem er als t ä g l i ch c T »i - lettenfcife einmal Providol-Scise benutzt und der Pro- vidol-Gesellschast den leeren Karton zur Legitimation für die ^1» nahnic am Preisausschreiben cinichickt. ___ hv l9 /> Ein Mahnruf an alle Eltern. Meine jetzt dreijährige Tochler, schwer erkrankt, nahm kein Essen mehr zu sich und erbrach fortiväirrend. Ich sah kaum eine Atöglich- keil, ihren Krästeversali aufzuhnlten und nahm aus Anraten meine Zuflucht zu Bioson. das mir den untrüglichen Beweis erbrachte, dah es für Kinder nichts Verläßlicheres geben kann. Ich freue mich über meinen Liebling, dah er heule wieder so munter, pausbäckig >lnd bei vorzüglichem Apvetit ist. er hat sich brillant und das nach dem Gebrauch von nur einem Paket zu 3 Mark aus unserer Nachbarapotheke. 23. Hofsmann, Rade beul b. Dresden. Serkowitzer- strane 13. Unterschrift begl.: 23.12. 1913. Walther, Kgl. Stotar. I4o76d Vorzüglich geeignet zu V Haustrinkkuren. JialUrüthts ■^CBBKSS^ Man befrage den Hausarzt. Literatur durch die Brunnen- Inspektion in Fachingen (Reg.-Bez. Wiesbaden). Natürlichem ^»Äj^Mlnerah'ay'pr Cefabu-Kaffee Da« Lösliche der Kaffeebohne in Pulverform. 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Flasche K ft _ , I mit Glas -9) Mil Glas 1 Waggon |SJ{* Zitronen Stück 10 Stück 48^ 1 Waggon große süße Imperial Orangen Stück<; 8 0 10 12^5 10 Stück 60 72 85 95 110 H v. - Filronen, Himbeer. -* O» - oonoons Rocks, Meignge, >/. Eisboubous Psund 1 5^ Waffel-Mischung mit Schoko lade-Wasseln........V« Psnnd 24^ S «fc F »rnd-nt- Schokolade nro&c Tafel 2r>H Vanille-Schokolade Tasel 1kl 15 20^ j Vlock-Schokolade garantiert rein........Pfund • 150 Feine Solsteincr Psund Zervelatwurst ! Feinste Brannschweiger Wnrstwaren: Notwurst.......Psund 58^! Mettwurst 1 Leberwurst 'ZtückenH^O^ Die Wurstwaren werden zu diesen Preisen ■ vorgewogen. WohnnngS Einrichtungen in guter, gediegener Arbeit u. grober Auswahl zu wirk- magalljlli^ünionn Gienen :: Selteröweg 8!) _ Televbon 733. I5H30 emnseble Tourislen-Stiefel wasserdicht, v. 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Mai 1913 zucrkannten Preise betreffend. Damit die Auszahlung der II. Preishälfte der auf vorbenannten Bezirksschauen zuerkanmen Preise für Vogelsberger und Simiuenlalcr Rinder, Schweine. Ziegen und Sdiase nunmehr erfolgen kann, werden die betrcffen- den Bichbesitzer hiermit ansgeiorderl, die Bescheinigung der Groffberzoglichcn Bürgermeisterei, das; die betreffenden Preistiere nach der Schati noch in Hessen ein volles Jahr zur Zucht verwendet ivordeu sind, bis spätestens zum 10. Juni d. IS. an den Landwirlschastskammer-AuSschus; für Oberheffen in Gienen einzureidien. Der Anspruch aus Auszahlung der II. PreiShälfle erlischt, wenn dieser Aufforderung uidn Folge geleistet wird. Gicffen, den 25. Mai 1914. Landwirtschaftskann,ler-Ausschuf; _ für Oberheffen. Ksmt, Gräserci-Vcrpachtnng Donnerstag, den 28. Mai l. IS., vorm. 11 llhr soll in der Gastwirtschaft „Zum Treppchen" bei Ferdinand Dreiling zn Hcnchelheim die GraSnutznng an der Lahn in den Gemarkungen Greffen und HenchelHeim für da-5 lausende Jahr öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. [04120 Mainz, den 18. Mai 1914. Groffh. Wafferbauamt Mainz. _ Schmitt. __ Spor und Vorschuß-Verein e. G. m. u. H. zu Treis an der Lnmda. Bilanz am 31. Dezember 1Ul3 A. Aktiva. Jb Ausstkl. Kapitalien: a) Gegen gerichil. Obligationen 213725.17 b) Gegen Schnld- u. Bürgschein« 205311.15 c) Gegen Güler- kaufgelder 101446.67 In 1914, 1915 usw. werden weiter fällig 18000.— An barem Kassenvorrat 23877.29 An Ausständen 13512.80 Mobilien nach 10°/o Abschrei b. 191.38 576064.46 Die Zahl der Mitglieder In 1913 gingen zu . «. Passiva. J6 Ausgcnommcnc Kapitalien 552872.74 Mitglieder- guthaben 16466.— Reservefonds 5451.54 Bciricbsrücklage 1274,18 576064.46 betrug Ende 1912 178 ....... 4 182 In 1913 gingen ab........ 17 Daher Stand der Mitglieder Ende 1913 . 165 Die Rechnnng liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen ans dem Bureau des Rechners offen. Der Vorstand: W. Decker I. I. Decker Xll. G. Amend Direktor. Rechner. Kontrolleur. (tzeueralversammlmrg. Sonntag, den 14. Juni ds. Js., nachmittag» 3 Nhr, findet die erste ordentliche Gciierat- versanimlung aus dem Ralhauie t>n..icv statt, wo zu alle 'Mitglieder sicundl:chst cingeladcn werden. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1913. 2. Beschlußfassung über Dividendcnvertcilung. 3. Verschiedenes Ter Ausfichtsratsvorfitzcnde: W. Dapper. 8035 Amtliche Bekanntmachungen Stadt Gieffen. Die Elektrizitätswerke und Straßenbahn beobffchtigen einige Verkaufsstellen für Straftenbabnzablmarkcn einzuriditen und werden diejenigen Geschäftsleute, weldie bereit sind eine Verkaufsstelle zu übernehmen, ersucht. nch mit der Verwaltung in Verbindung zu setzen. (6518B Die Maurer. Zimmer-, Schreiner- und Wcift- binderarbciten für einen Stockwerksausbau in der Hof- reite Marburger Straffe Nr. 66 sollen MittivM, Den 3. Juni i>. Z.. normittagö 10 llhr, öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen auf dem städt. Hochbäuamt zur Einsicht offen. Angebote aus Bordruck, der hmelbst erhältlich, sind bis zum genaitnten Termin dorthin einzu- reichen. -- ZufchlagSfrift 3 Wochen. _ 6533 B Eisverkauf im städt. Schlachthof. Hotels, Gaitwiriiiliaslen. Konditoreien. Bnckereien. Fischbandtunaen. Delikaicisenacsihösie usw. werden Nut das im itüdlischen SLloiblbos beraeüellte J Kristalleis hingewiesen. Dasselbe wird in Blöcken von je 25 zum Preise von 30 Pfg. täglich vom Eislager im Schlnchthot von 5 Uhr morgens bis 6 Uhr abends abgegeben. 5817 B Der Cclbcbarf der Elektrizitätswerke tu Straften* bahn der Stadt Gietzen soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen können bei der Verwaltung derselben^ ZoHnstrofte 28, Zimmer Nr. 4, in Empfang genommen werden. Angebote sind bis znm 6393 6 ämtnü, ica 5. Zrnii ü. Zs., Durraittuss 11 Uhr, mit entivrechender Antichrist versehen, cin^ureichen. Pserdemusterung. l?ant Bekanntmachung Ylroffberzoglichen KreiSamts Gieften vom 7. Avril 1914 ffndet die diesjährige Pferdemusterung für die Pferde aus der Stadt «rieften auf dem Trieb lErerziervlau, stau und zwar: 1. tvrittwvch. den 27. Mai 1014. vormittags l0> 2 Uhr, für die Pferde der Besitzer auS der Stadt (^jcftcn. deren Namen mit den Buchstaben A bis cinichlicft lich <• beginnen: 2. Tvnnerslag, den 28. Mai 19l 4, vormittags KV...Hhr, tür die Pferde der Besitzer aus der Stadt Gieften, deren Namen mit den Buchstaben H diS einschlieft- lich o beginnen, und aus Schiffcnbcrg: 3. ft-rcitag. den 2ö. Mai >014, vormittags 10 Uhr, für die Pferde der Besitzer a»S der Stadt (tzieftcn, deren Namen mit den Buchstaben I* bis einichlicft- lich z, beginnen. Die Pjecoe sind zwecks einer ordnungSmäHigen Ausstellung seitens der Pferdebefitzer l U Stunde vor Beginn des 'MusteruttgSgesdiäftS aus den GestcllungSvlatz zu verbringen. Jeder Pterdebefftzer ist verpflichtet, seine sämtlichen Pferde zur Musterung zu gestelleu mit AttsnaHiue: aj der unter 4 Jahr alten Pferde: b> der Hengste: c) der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgesohlt haben «als bodnrageud sind Stuteit zu betrachten, deren Ab- sohlen innerhalb der nnchsiett 4Wochen zu erwarten ist»: d) der Bollblutstuten, die im allgemeinen deulsrlien Gestütbuch oder in den hierzu gehörigen osffziellen — vom Uttionklub geführten — Litzen eingetragen und von ciuern Boltbltuhetigst laut Decksdiein belegt sind, aus Antrag deö Besitzers,- es der Bierde, die auf beiden Augen blind sind: kj der Pferde, welche in Bcrgiocrken dauernd unter Tag arbeiten: g) der Werde, ivelchc wegen Erkrankung nicht »narsch- fähig sind oder tvegen Ansteckungsgefahr den Stall nicht verlaffen dürfen Un diesen Jällcn ist lier- arztlirltes Zeugnis vorzulegenl: bs der Pferde, weldie bei einer früheren Pferde- Musterung als dauernd lriegsunbrauchbar bezeichnet worden sind: i> der Pferde unter 1,50 m Bandmatz. Bott der Berpslichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind auSgenomu en: a> die aktiven Offiziere und Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferde, bl Beamte im Reichs- oder Staatsdienst hinsiditlich der ztmt Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Tierärzte hinsichtlicki der zur Ausübung ihres Berufs am Tage der Diutzerung unbedingt notwendigen Pierde: es die Postballer hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, weldie von ihnen zur Beförderung der Posten kontraktmäftig gehalten werden muff. Pferdehändler sind von der BorfüHrting ihrer Pferde nicht beir-eit. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Jällen. kann GroschcrzoglicheS Kreisamt Greffen Befreiung von der BorfüHrung eimreten lassen. Ich fordere hiernach rärntliche Pscrdcbesitzcr hiesiger Stadt aus, ihren Pscrdebeitand — sofern dicS noch nicht gcichcbcn — umgehend bei mir nnznmelden und in dem angegebenen Termin recIMaselllg: vor- xnführen bczw. vorsnbren zu lassen. Ich ma be die rechtzeitige E',cstcllung der Pferde allen Besitzern znr Plicht und bin zur (5'rmöglichung einer ordnungSmuftiacn Abwickelung des MuslerungS'' gcjchäftcS genötigt, allen Sänmiacn, die ihre Pferde l li Stunde vor Beginn der Musterung auf dem Mnste- rnngsvlatz nicht gestellt haben, znr Anzeige bringen zu laffen. Die Pferde sind gezäumt, im übrigen aber ohne Geschirr vorzuführen. Pferdebesitzer, welche ihre gestellnnqsvflichtigen Pferde und Fahrzeuge nicht rechtzeitig oder vollzählig vorftihren, haben nutzer der gesetzlichen Strafe bis zu 1.'»0Nck. zu ge- ivärtigen. daff gus ihre Kotzen eine zwangsweise Herbei- schaffung der nicht gestellten Pierde vorgenotumen tvird. Da' Borsühreu der Pferde durch Kinder oder durch alte gebrechliclie ^eme ist verboten. Insoweit biS zum Musterungstermin Veränderungen im Pferdebetzand durdi Zn- und Abgang eintreten, hat der betreffende Pserdebesitzer hiervon soiort aus dem Stadthaus tZiinmer Nr. 15) Anzeige zu machen. Gieffen, den 15. Avril 1914. Der Oberbürgermeister. _ I. V.: Emmelius. _ Betr.: Die Wahl der Beisitzer des KanfmannSgerichtS. Für das Kaufmauu-Oericht (tziefteu sind von den wahlberechtigten Kauiteuten aus der Zahl der lvählbaren Kautleute und ' on den wablbereditiuen Handltmgsge- hilfen aus der Zahl der wählbaren Handlungsgehilfen je 4 Beisitzer aus 3 Jahre zu wablcn. Die Wahlberechtigten iverden zur Vornahine dieser Wahl auf Donnerstag, den 25. Inni 101-1 in den Stunden non 6 bid !> Mir nnchmittaas in den Siadloerordneten-2>vnngosaal,Stadtbauc.,Äanenitralie2, Ztinmer Dir. II berufen. Walüberechtini find die Kauüeme und HnndlmiliSne- biiien, die zur ,6eit der Wnlii dnd Z>. Vebcnf.inlir uollcnbet imb im «emclnbebejirt der Stadt (ffienen ihre Handels- nicicrlafumn oder Beschaftiauna haben, die Kanflenie auherdem nur, wenn üe mindefiens l OandiunaSnehilfen oder eine» Handinnadiehrima reaeiniania da-? 3ai>r b>n. durch oder »u aewchen Keilen des FnhreS befchainaen. Die Wahl iii „nmiveibar und aebcini: sie etlolnt nach den Grundfitven der PerhüiiniSwahi. Tie Ahsüimnenden neben ihren Stinrnneitel i» eiaener Perfon ab: juristifche Personen üben ihr Slinimrcchl durch ihre aeseblichen Verireier aus. Es wird drin-iend emviohien, das, die Kausicnie durch Belcheiniauna der Polireiverwaiiuna. die Handiun.is- aehilien durch Zeuanisse ihrer Arbeiiacher. der Poiirei- verwaituna oder der zustandiaeu Rrankeukosfe sich nor de,» WaviauSfchus, über ihre Wahlbercchiiaun., nusweisen, da sie andernialls zurückgewiesen werden können. Unaültia sind Stiminzetlel: 1. weiche nicht von weibem Panier oder welche mit eine,» nuneren Kenn,eichen verleben sind: 2. weiche keinen oder insoweit sie keinen lesbaren fllamen enthalten: 3. iniowe» darin die Perfon eines Gewählten nicht mb »weiselhaft zn erkennen ist: 4. ans weichen mehr als 4 Namen, oder infowei, darin Nnmcn von nicht wählbaren Personen verzeichnet sind 5 welche eine Berwadruna, einen Pordehali oder eine Bemerkung enlballen. die nicht iedigitch den Gewablien kenntlich machen soll. Gleich,eilig ergebt hiermit Aussorderung ,„ ein- reichung getrennter Wnblvorichlagslisten siir Kausleute und HandlungSgebilsen. Jede Vorschlagsliste mub vier Namen enthalten, von mindestens zwanzig Wadlberechtigirn des de,reuenden Teiles unier»eichnct und svä,ei>enS zwei Wochen vor dem Wablierwin bei dem Oberbürgermeister eingereich, fein. Die rechtzeitig eingereichien BorfchiaaSiinen werden nach erfol.uer Prüiung ivaieüens 8 Tage vor der Wahl in orlSüdiichcr Weile veröffeniiichl. Gießen, den 22. Mai 1914. Der Oberbürgermeister Keller. «3S48 zu wirklich staunend billigen Preisen Herren-Stiefei Wichsleder, sehr stark 1 iS 50 D 31k. Herren-Stiefei mit und ohne Lackkappe, Boxl. 7— m Mk. Damen-Stiefel Boxleder, moderne Form l §22 Damen-Stiefel R.-Chevrcaux, Lackkuppe, Derby 50 S 11k. Kinder-Stiefel sehr haltbar 27/30 3.50, 25 , 26 3.00, 22/24 11 k ' Kinder-Stiefel Boxleder . . • 25/ 32 24 3.75, 22/24 Bamen-Halbsclmhe Lackkappe, Derby, hochmodern Bamen-Siiefel Lackkappe, Derby 75 1 Hk. Kinta-StisfelZ 25/26 3.75, 22/24 1 Damen- u. 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