Bt. i2| Der Sictzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich KietzenerZamllienblätter; zweimal ivöcheiUi.ßreir- dlallliirdenIireisSikhen (Dienstag undFreiiag): zweimal inanail. kond- wirllchgftllii c äcitsrage« Fernivieci, - Anschlüße: >ür die Redallio» 112, Verlag ». Erpedivo» öl Adresse iür Dkveschcn: Auzcigcr «ießen. Annahme non Anzeigen iür die Tagesnuinmer bis vormittags !l Ulir. Erster Blatt m. Jahrgang Oienstög, 26. Mai 19$ Generai-Anzetger für Oberhessen Rotafionsönid und Verlag der Brühl'schen Univ.-8uch, und Steindruckerei R. Lange. BezuqSoretS: monatlich75M.,vienel» jährlich B!k. 2.20', durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 'Bi.; durch diePost Alt.2.— viertel» jährl. ausichl. Bestellg. Zeilenvreis: lokallöBf^ ausivärts 20 Bienniq. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goeg; iüc .Feuilleton". .Ber- mnchtes" und^Gerichts» jaal": llarl 9leurath: iür .Stadl unb Land": « w ^ t - Kurt Bendt; für sen Redaktion, Lrpcdition und Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeigenteil: H. B-ck. Die heutige Nummer umfatzl 12 Seiten. was geschieht nun in Albanien? Ein Mitarbeiter, der sich in diplomatischen Kreisen und ml maßgebender dcutschamtlicher Stelle gründlich rnsor- nriert hat, schreibt uns: Ueber die dramatischen Vorgänge in Durazzo erhielt die deutsche Presse ein Ucbcrmaß von telegraphtsckzcn Berichten aus italienischer Quelle, in denen Fürst Wilhelm von Albanien keine beneidenswerte Rolle spielte. Er wurde dargestcllt als ein allzuvorsichtiger Mann, der in erster Linie auf sein persönliches Wohl bedacht war, fluchtartig seine Residenz verließ und nur auf gütliches Zureden in den Konak zurückkehrte. Die .offizielle römische Berichterstattung hat sich von diesen Fälschungen serngehalten; sie stammen von privater Seite. Aber sie müssen bekämpft und widerlegt werden, weil von jeder Verleumdung bckannt- sich leicht etwas hängen bleibt. Fürst Wilhelm hat auf dem italienischen Kriegsschiff „M isurata" nicht persönlich Schutz gesucht, sondern nur seine Gemahlin und seine Kinder dorthin begleitet, um ihre Unterbringung zu überwachen. Nachdem diese Sorge erledigt war, kehrte der Fürst, wie er es nicht anders beabsichtigt hatte, nach Du- rciAv zurück. Zugegeben mag werden, daß durch den Gang auf das italienische Schiff ein falscher Verdacht erweckt werden konnte. Daß es dem Neuwieder Prinzen nicht an persönlichem Mut gebricht, hat er ja gleich darauf bewiesen, als er in geringer Begleitung ohne Waffen zu den Vorposten hinausging, die Verschanzungen besichtigte und sich jedem aus diesem heißen Boden möglichen Attentat ausfetzte. Aus diesem Vorfall hat die Uebertreibung unzuverlässiger Korrespondenten allerdings wieder etwas anderes gemacht: Fürst Wilhelm sei in das Lager der Aufständischen geritten, um persönlich zu verhandeln. Dies wäre eine Tollkühnheit ohne jeden vernünftigen Hintergrund gewesen. Ter Fürst weiß nachgerade, was man in Albanien wagen darf und wie ihm geholfen werden muß, wenn er sich durchsetzen soll. Es ist durchaus keine Schande, sich helfen zu lassen, wenn man kein „angestammter" Monarch ist, sondern in ein fremdes Land cingeführt wird, das selbst eine Schöpfung „höherer Mächte" ist. Der Fürst hat den Wunsch geäußert, daß vom internationalen Detachement in Skutari 500 Mann nach Durazzo kommen sollen. Man kann ruhig auf die ausstehende Zustimmung Englands warten, denn auf diese 500 Mann koimnt es doch nicht an, sic sind nicht mehr als eine diplomatische Formalität. Fürst Wilhelm braucht ganz bedeutend mehr Soldaten, um seine Herrschast sicher zu stellen. Auch das italienische Alpenjäger-Bataillon, das den Befehl erhalten haben soll, aus Udine nach Mbanien zu marschieren, würde bei weitem nicht ausreichen. Der albanische Gesandte in Wien Surepa- Bei Vlora hat vollständig recht, wenn er auf Anfragen erklärt, nach seiner Ansicht könne in Albanien keine Ruhe cintreten, wenn nicht mindestens 5000 Mann fremde Truppen nach Albanien kämen. Derselbe Albanier, der die politischen Nöte und Aussichten seiner Heimat wie kaum ein anderer kennt, macht auch den aufsehenerregenden Vorschlag, daß wieder ein internationaler Kontroll- aus schuß die Verwaltung des Landes übernehme, und es ist keine Ucberhebung, wenn Sureya-Bci, der Sproß einer der angesehensten albanischen Familien, glaubt, daß ihn der Fürst mit der Bildung des neuen Kabinetts betrauen werde. Wohin die Tinge jetzt treiben, zeigt deutlich die Wiederkehr des früheren albanischen Ministerpräsidenten Ismail K e m a l. Er kchn in, man darf wohil sagen, sei:, Valona zurück u;b hat bereits angekündigt, !>iß er zum Fürsten gehen werde, „bereit, mit ihm sür.das Wohl des Landes und Ieines Herrschers zusammenzu arbeiten". Auch Ismail Kenia! weiß ganz genau, daß dem Fürsten nur durch freinde Truppen zu Helsen ist: „Eine europäische Intervention würde ich beklagen, doch fischte ich, daß sie unvermeidlich ist," erklärte der kluge Albaner schon in Triest. Ismail Kemal ist bekanntlich der Tod- und Erbfeind Essad Paschas und das beste, ja eigentlich einzige „Gegengift" gegen den nicht un- sckhidlich gemachten aib-anischen Epn.i.Wmiiiister. Wenn man deni Fürsten wirklich einen Vorwurf machen will, so kann er nur darin bestehen, daß Mau es als einen großen Fehler anspricht, Essad Pascha freigelassen und nicht als Geisel und Gefangenen fcs:g:halten zu ch.rbcn. Die Abfordcrung des Versprechens, sich künftig nicht in die Politik des Landes zu mischen, mag zwischen westeuropäisch» Kavalieren von Wert sein, in Albanien ist so etwas -einfach lächerlich. Dort' gibt nicht jene Ehre, die Fürst Wilhelm als preußischer Offizier kennen und üben lernte, sondern nur die roheste Gewalt und die brutalste Sprache der harten Tatsachen. Ais die Albanier zum ersten Male hörten, daß sie einen Fürsten bekommen, war ihre erste Frage: Wie viele Kanonen hat er mitgebracht? Macht muß er verkörpern, und Macht bedeutet in Albanien nicht Recht- und Ehrgefühl, sondern vorerst nur männliche Kraft und eherne Faust. Wenn der wohl noch vielgeprüfte Fürst, unterstützt von den Mächten, die ihn nach Albanien brachten, diese Mittel anwendet, wird- er das .albanische Volk, in dem noch soviel unentwickelte Tüchtigkeit und ein guter Kern schlummert, einer neuen, gefunden und stetigen Entwickelung zuführen. Durazzö, 25. Mat. Gestern Morgen wurde bekannt, daß in dein K a m p s am vorhergehenden Tage 2 0 M a n N g e s a l l en und zehn verwundet worden sind. Die Au f st ä nd i s ch e n hatetn auch mehrere Gcsangene gemacht, darunter einen holländischen Offizier und den rumänischen Militärattachec Prinzen Sturdza. In der Nacht langte ein österreichisch-ungarr- f cf) e ä Geschwader von fünf Torpedobooten an. Eins brachte einen Teil der hier zum Schutze des Palastes cingctroifcnen Malissoren nach San Giovanni di Medua. In der italienischer. Schule wurde eine Schutzivache, die unter dem Beseht von Marine- ossizicren steht, eingerichtet. Gestern vormittag begab sich der Für st in Begleitung des Hosmarschalls v. Trotha und des Offiziers Ekrem Bey sowie zweier Diener zu den Vorposten und besichtigte die Verschanzungen. Daraus kehrte er zurück. Aus dem ganzen Wege war der Fürst Gegenstand freundlicher Kundgebungen. Nach einigen Vcrl>andlungen lieferten die Anfftändischcn die Gefangenen imd Verwundeten aus, die nnt Autonwbilcn nach Durazzo gebracht wurden. Gestern kehrte Turk- h a n P a s ch a an Bord eines österreichischen Torpedobootes hierher zurück. Die Stadt war gestern abend ruhig. Die Forderungen der Ausständige». Ueber die V e r h a n d l u n g e n der Mitglieder der internationalen Kontrollkommission mit den Insurgenten, die am Samstag nachmittag stattgefundcn haben, wird noch mitgctcitt: Die von den Aufständischen ausgestellten Forderungen bctrascn den Schutz der muselmanischen Religion, des Muselmancntums, die W i e - derhcrstellung der ottomanischeu Herrschaft, insbesondere deswegen, weil die gegenwärtige Regierung die Muselmanen mit Kanonenschüssen angegrisscn habe. Falls eine Rückkehr zur Türkei unmöglich sein sollte, möchte das Land sein Schicksal wieder in die Hände Europas zurücklcgen. Unter den Insurgenten, die keinein bestimmten Führer zu gehorchen schienen, herrschte vor den Vorgängen oom t8. unb 19 .Mai die Meinung, daß Essad von ihnen als Betrüger anzusehen sei. Die Beschießung des Hauses Essads führte jedoch einen vollkommenen u m s ch w n n g herbe i. Jetzt betrachten viele dieser fanatischen Bauern, die wie Essad Pascha von den Nationalisten und holländischen Kanonen angegrisjen worden waren, Essad als u n s ch u l - digesOpser und wünschten, ihn zurückzuruien. Tic Forderungen der Bauern, vorgebracht in verworrener und tumultarischer Wciseu waren in ein Schriftstück zusammengcsaßt, übcr das eine lange Erörterung stattsand. Wien, 25. Mai. Ein verspätet eingetrosscncs, am 23. Mai, nachmittags, in Durazzo ausgegcbenes Telegramm meldet, daß etwa 5 00 Insurgenten in Ka- waja die Regierungsbehörden vertrieben und und die türkische Fahne gehißt hätten, nachdem die albanische Fahne zerrissen und zu Boden getreten worden sei. Die Aufständischen ernannten einen Mufti und einen Gouverneur und proklamierten die Autonomie ihres Bezirkes mit dem Rus: „Es lebe Essad, der König Albaniens! Eine neue nationalistische Partei in Albanien. Dur azzo, 25. Mai. Seit längerer Zeit machte sich im ganzen Lande eine politische Richtung unter der Devise: Albanien den Mauern! zum Zwecke der unbedingten Unterstützung des Fürsten geltend. In einer großen Versammlung wurde ein Parteiprogramm erörtert und die Ueberreichupg eines Memorandums durch eine Deputation an den Fürsten beschlossen. Die neue nationalistische Partei, deren Pro- grannn sich energisch gegen das frühere türkische Korrup tionsspstem richtet, wurde von den Anhängern Essad Paschas lebhaft bekämpft, Essad Pascha. Rom, 25. Mai. Die „Tribnna" meldet: Essad Pascha, der hier cingetroffen ist, hatte l)cute eine längere Unterredung mit dem Minister des Acnßern, Marchese di San Giuliano. Durazzo, 25. Mai. Während der Verhaichlungen der Mitglieder des internationalen Kontrollaus- s ch u s s e s mit den Insurgenten bemühte sich der italienische Gesandte mit dem italienischen Dragoman, die angesehensten Führer der Aufständischen dazu zu bewegen, die Gefangenen, vuo denen eine große Anzahl verwundet war, freizulassen. Tie Gefangenen glaubten bereits, ihre letzte Stunde sei gekommen. Die holländischen Ossiziere übergaben schon dem italieni scheu Gesandten ihr Geld und übermittelten ihre letzten Wünsche. Die Unterhandlungen wurden besonders dadurch erkeichtcrt, daß der italienische Tragoman ein guter Kennender alba- nesischen Sprache und der Sitten der Mauer ist. Sie endigten niit der Freilassung der Gefangenen. Der italienische Gesandte brachte in einem Automobil vier Verwundete nach der Stadt, darunter den rumänischen Prinzen Chika. Tie Ausstandsbewegung ist jedoch noch nicht erloschen. Tie Unzufriedenheit dehnt sich auf ganz Mittcl- albanien aus. Erklärungen des Grafen Berchtold. Ösen Pest, 25. Mai. In der heutigen Plenarsitzung der österreichischen Delegation hob der Minister des Acußcrn, Gras Berchtold zunächst mit Befriedigung hervor, daß die vereinzelten Anfeindungen gegen das Dreibundverhältnis, die in verschwindender Anzahl verbreitet worden seien, gegenüber der sonstigen allgemeinen Zustimmung zu diesem Verhältnis wohl nicht in die Wagschale fallen könnten. Bezüglich Albaniens erklärte der Minister, daß Oesterreich-Ungarn und Italien deutscher vschnenverein. Altenburg, 23. Mai. Aus Einladung des Herzogs von Menburg wurde'heute hier die 25. Hauvt-Gencralversammlung des Deutschen Bühnenvcrcins eröffnet. Die Versammlung war stärker als irgend eine der früheren Versammlungen besucht. Drei Viertel der Mitglieder des Bühnenvcrcins waren anwesend. Tic großen Hostheatcr waren durch ihre Generalintendanten und Intendanten vertreten. Aus dem Geschästsbcricht geht hervor, daß 7 Ehrenmitglieder, 135 aktive und 19 inaktive Mitglieder dem Deutschen Bühnenvercin angeboren Außerdem gehören 170 Bühnen dem Verein an: die Zahl der Bühnen, die dem Verein neu angeschlossen sind, beträgt 21. Die Unterstütznngskassc lwt einen Bestand von 23 000 Mark. Sodann gab Grat Lülsen unier großem Beifall die Ernennung von drei Ebrenmitgliedern bekannt: Kommissionsrat Lang, wegen seiner verdienstvollen Tätigkeit im Interesse des Bühncnvereins; Direktor Heinrich (Heidelberg!, vom Präsidenten als Vorbild eines Tbeaterdireklors an Schlichtheit und Biederkeit bezeichnet: Gustav K a d c I b u r g, der Präsident der Wohliabrtskasse, als der große Kenner des deutschen Thcaterwcsens. Nachdem Gehcimrat Bachur den Kassenbericht erstattet hatte, wurde dem Voritand Entlastung erteilt. Tic Finanzlage wurde als sehr günstig bezeichnet. Gehcimrat Lautenburg berichtete sodann über die Wohliahrtskassc, die die Sninmc von 2t 000 Mark für Unterstützungen an 300 bc« dürstige Bühnennntglieder ausbezahlt hat und am 1. April d. I. nur einen Bestand von 200 Mark auswies. Wirkt. Geh. Admiralitätsrat Tr. Felisch sprach alsdann übcr die Schofiung einer Lebcnsvrrsickierungsonstalt für die Mitglieder des Teutichen Bühnenvereins. Diese Frage wurde einer Kommission überwiesen, ebenso nach einem Referat von Baron v. Pntlitz die Bcschliißiassung über die Einrichtung einer Waren- eiiikausszentrale für Vercinsmitgliedcr. Zwischendurch wurde ein dringlicher Antrag beraten, der einen Protest geaen die geplanten Thcatcrsteucrn enthält. Es folgt dann der Bericht von Direktor Gregor (Wien) übcr den Aufführungsvertrag. Baron v. Pntlitz berichtet daraus namens der Kommission über das Don-Juan-Prclsausschreiben. Wie bekannt, hat Kammersänger Scheidemantel (Dresden) den Preis erbalten. Pntlitz wies daraus hin, daß der Hauvtvvrzng des Lcheideinantelsch-n Textes darin bestehe, daß er gesanglich leicht sei. In der zweiten .Hälfte des Juni wird Grat Sceboch im neuen Hofiheater in Dresden eine Aufsührnng des „Don Juan" veranstalt:»: der Hauptzweck dieser Veranstaltung sei, zu beweisen, daß endlich eine Einheitlichkeit für die deutschen Bühnen erzielt sei, was aber auch durchaus eine ^Notwendigkeit gewesen fei. Alle Bühncnvcreins- initglieder müßten sich verpslichtcn, diesen autorisierten „Ton- Juan"-Tetr innerhalb der nächsten zwei Jahre zu übernehmen. Direktor Lautenberg schloß sich, dem an. Direktor Wollt (Elbing) wies auf die Schwierigkeiten hin. Er habe in Elbing erst vor drei Jahren eine Oper cingeführt uich zwar mit dem städtischen Orchester, das mit großer Mühe aus eine gute Höhe gebracht worden sei, aber er habe Mozart so gern, daß er ihn bisher nicht zur Aufführung gebracht habe. (Heiterkeit.) Auch Wagner habe.er bisher nicht bringen können, weil er nicht schlechte Aufführungen von Meisterwerken geben wolle. Nach der Mittagspause wurde die Llussvrache über die „Ton- Juan"-Fragc fortgesetzt: sie schloß mit der Annahme eines Antrages. ivvnach diejenigen Bühnen, die in der nächsten Zeit nach Ablaut der etwa bereits geschlossenen Verträge übcr die Aufführung des „Don Juan" in der alten Form verpflichtet sein sollten, nach dem 1. April 1915 den „Ton Juan" im neuen Text auszusühren. Zum Okt der nächsten Generalversammlung wurde D a r m - stadt gewählt, wohin der Großherzog von Hessen den Bühncn- verein einaeladen hat. Aus Anregung mehrerer Mitglieder wurde wcter beschlossen, im Januar 1915 ebenfalls eine Generalversammlung IN Berlin abzuhackten, während die Generalversammlung in Tarmstadt wieder im Mai stattsinden soll. Ein Antrag, der den im vorigen Jahre in Eisenach gefaßten Beschluß übcr das Verbot der Mitloirkung der bei den Bühnenvercinsmitgliedern beschäftigten Kräfte an kinematographffchen Darstellungen betrifft, wurde aus das Kcknetophon ausgedehnt. Tie weiteren Anträge betrafen interne Angelegenheiten des Teutichen Bühncnvereins. Die Neuwahlen ergaben, daß an Stelle von Kvinmisiionsrat Lang , der nicht mehr aktiv ist, in den Tirektorialausschuß Direktor Witt vom Residenztheater in Dresden gewählt wurde und zu stellvertretenden Mitgliedern des Ehrenratcs Intendant Volkner (Frankfurt) und Ernst v. Possart (München) bestimmt wurden. Damit war die Tagesordnung erschöpft. — Das Alter und die Krankheiten. Es steht fest, daß in den Kackturstaaten die durchschnittliche Lebensdauer des Me»: sck'en z,mim,nt: in Frankreich entfällt bereits ans 9 Einwohner einer von über 60 Jahren Lebensalter, in Deutschland aus je 13 Brenschen ein mehr als Mjähriger. Damit gewinnt das Grcisen» alter eilie gewaltig gesteigerte und stetig zunehmende soziale und wirtschaftliche Bedeutung, die sich auch in der Heilkunde wiegeln muß. In einem fesselnden Aussatz der Umschau beschäftigt sich Professor Hermann Schlesinger mit diesem bedeutungsvollen Problem, ans dein der medizinischen Wisscnschast neue und große Ausgaben erwachsen. „Sollte es möglich sein, eine Reihe von Krankheiten wirksamer als bisher zu bekämpfan, so könnte die Arbeitsfähigkeit vieler Menschen west über das jetzige Mraß erhalten bleiben. Die Altersgrenze iür den Eintritt in den Ruhestand ioürde eine Verschiebung nach oben zu erfahren." Die Statistik hat uns inzwischen belehrt, daß der Uebergang zum Ruhestand im Alter eine erschrck- kende hohe Sterblichkeit mit sich bringt. Zugleich lehren uns die reicheren Eriahrungen der Heilkunde, daß eine große Anzahl Krankheiten im Greiicnaltcr anders verlausen oder anders wirken als in jüngeren Jahren und daß unter Umständen auch die Art der ärztlichen Behandlung sich diesen Vertindcrungcn anzuvassen hat. In dieser Richtung bleibt noch manches zu tun und manche irrige, Anschaming zu zerstören. Prof. Schlesinger vermag beispielsweise aus Grund seiner Untersuchungen die allgemein verbreitete Anschauung anzuzweifeln, nach der die Beziehungen zwischen Krebs- leiden und Alter entscheidend sind. „Die Krebscrkrankung", schreibt der Gelehrte, „nimmt in dem höheren und höchsten Greisenalter (jenseits des 71. bczw. 76. Lebensjahres) ab. Auch ihre Bösartigkeit vermindert sich für alle Formen, das Uebergreisen aus andere Körperteile findet nicht mebr in dem gleichen Ausmaße statt wie in früheren Lebensabschnitten." Auch die früher häufig geäußerte Amicht, daß die Lungentuberkulose im Alter selten austrete, bat sich als unzutreffend erwiesen. „Die Lungentuberkulose ist im Alter so häutig und sogar noch häusigcr als in jüngeren Jahren, allein die Krankl,cit vstcgt der Mehrzahl der Alten nicht mehr zu schaden Bamit aber ist die Ansteckungsgefahr sür die Umwelt, insbesondere iür Kinder, keineswegs verringert, ja eher gcsteigett, denn o,ck zeigll Nch ^»ngentuberkulote bei Alten in Form eines chronischen Ka- !? rr m ’? eint harmlos, wird nicht beachtet und erst fpät erkannt , teinc Reihe von Krankheiten, die bei jüngeren Menschen eine große Rolle spielen, sind im Greisenalter fast belanglos. Eine der schlimm- iten Geißeln des Alters dagegen bleibt die Influenza; sie ist sür die Greue von viel größerer Bedeutung als sür jüngere Menschen „^ede -znsluenzaepidemie rafft massenhaft Greise hinweg " Eine genauere Beobachtung und eingehendere Kenntnis der Grciscnkrank- heiten konnte gar vieles Unheil verhüten und dazu beitragen, in ? 1C ~hi X ? n a c i h c - gesetz definitiv angenommen, ebenso der Gesetzentwurf über die Bewilligung weiterer Staatsmittel für W o h n n n - gen von Arbeitern, die im Staatsbetriebe beschäftigt sind, und einige weitere kleinere Vorlagen. Ter Entwurf eines Fischereigesetzes, der im ganzen freundliche Aufnahme fand, wurde an einen Ausschuß von 28 Mitgliedern verwiesen. Rach Erledigung einer Anzahl von Biti- lchristen vertagte sich das Haus. — Das preußische Herrenhaus beriet am Moutag das Fideikommiß- gesetz. Das Gesetz wurde in der Ausschußfassung angenommen nebst einer Entschließung D z i e m b o w s k i, die einen Gcsetzentivurf fordert, der die Widmung kleinerer ländlicher Besitzungen zu Fideikomnnssen unter gewissen Bedingungen ermöglichen soll. Aurlcinv Beschwerde eines Franzosen wegen Fest- nahmeinDcutschland. Im „Matin" erzählt der französische Automobil- und Lustschlsferzeriger Clement B a - pard, vast er am vergangenen Freitag vormittag mit zwei Mitarbeitern namens Nicolas und Sabatlstcr und einem Dolmetscher, als sie sich nach einer in Deutschland rutlernommc nen kurzen Studienreise auf der Rückfahrt nach Paris befanden und in der Nähe des Flugfeldes von Bickendorf bei Köln vcrwcilteu, wo sie die Landung des „Zeppelin" arischen wollten, unter dem Verdacht der Spionage verhaftet wovden sei. Er sei chic ein gemeiner Missetäter durchsucht, gemessen, photographiert und 36 Stunden lang im Kölner Gefängnis in einer elenden Zelle ohne genießbare Nahrung in Haft behalten worden. Erst am Samstag abend seien er und seine Geführten olme ein Wort der Eirtschuldigung frei gelassen worden. Er wisse noch nicht, welche Haltung er bcob achten werde, aber es sei möglich, daß er sich auf diplomatischem Wege beschweren werde. Ein Unfall des italienischen M'arinemini- sters. Aus Genua, 25. Mai, wird gemeldet! Ms der Marine mini st er Millo sein Hotel verließ, um den König bei der Besichtigung der Werst Ansaldo zu begleiten, stolperte er über den Teppich, stürzte und "b r a ch das rechte Bein. Die Aerztc erklären, er müsse über einen Monat das Bett hüten. Der König besuchte chn in Begleitung des Herzogs der Abruzzen und des Kolonial- miuisters Martini. Das dänische Königspaar ist am Montag nachmittag an Bord seiner Jacht von Amsterdam nach Kopenhagen abgercist. Das englische Unterhaus hat in dritter Lesung die Homerulebill mit 35l gegen 274 Stimmen angenommen. Aus Stavt und Land. Gießen, zG. Mai 1914. Ein Heimatsfest. Zu Himmelfahrt fand beim Reinhardshainer Wasserturm eine Feier statt, zu der sich Bewohner aus den umliegenden Ortschaften versammelt ltztttcn. Die Veranstaltung der Posaunenchöre Beuern und Bersrod lmttc den Zweck, Hcimatssinn zu pflegen, und sie wird an diesem Tage immer wiederkehren. Wie Psarrcr Wagner-Beuern in der Begrüßung sagtb. soll das Fest auf religiöser Grundlage Volkstümlichkeit und Heimat sinn wahren helfen. Ein Teilnehmer schreibt uns folgende anmutige Schilderung des Heimatsicstks: Aus steiler Berges höh ragt wie ein Recke aus vergangener Zeit der Reinhardshainer WasserturM in die Höbe, der im Gegensatz zu den meisten seinesgleichen sich in kerniger Form in die Umgebung wohl eingliedert. Zu seinen Fußen „im ichünsten Wiesen gründe" ein Teich, in dem die bräutliche Maicnfonne ihr Antlitz spiegelt, in der Ferne grüßen aus den lieblichen Gefilden des Lumdatales schmucke Dörfchen, von violcttönigen Waldcshöd'n umrahmt, am Horizont lagern die grauen massigen Berge des Pogels- bcrges, echter Sinnbilder kernig-schwerfälliger obcrl-zcssischcr Art Wahrlich cm Fleckchen Heimat, der Liebe wert! Dieses vom Glanf der Mauonne überstutetc Bild lassen die Besucher aus sich imrken und betont wird die Wirkung durch Liedervorträge, die z. T mal' gelungen werden, wie „Dies ist der Tag des Herrn", „Laue Lüste styl ich wehen", „Der Mai ist gekommen" usw. Wo so die Heimat selber stricht, findet der Redner guten Boden, besonders wenn er wie Pfarrer Hofmann-Winnerod ein Volkskenner ist. Manch' Müt terlein hat genickt und mancher Greis im Silberhaar ernst drein geschaut bei seinen gut beobachteten Bildern aus dem Volksleben, die Licht- und Schattenseiten der Doriheimat zeigten. Besonders fchön zeichnete er, wie hier alles. Haus, Baum, Strauch, Acker, Wiese, zu den Menschen redet. Noch Manches Lied erscholl, und besonders das alte „Im schönsten Wicscngrunde" lieh auch ein steinern Herz erweichen und mitsingen. Möchle -mancher heim gegangen sein, als die Sonne verglühte, mit dem Wunickze: Jtr, wir wollen unsre Heimat lieben und unser Volk, wie cs ist, aber auch, wo es not tut, den Hebel der Besserung ansetzen. Sorgen wir liur, daß wir fest gewurzcL blechen im väterlichen Grunde, und die heimatliche Scholle wird schon von selbst ihrein Gcwäckx — das soll der Mensch sein väterliche, sroimne AIrt verleihen und erhalten! " Offene Stellen. Erledigt sind: Die mit einem' evangelischen Lehrer zu besetzende jioeitc Lehrerstclle zu Stein« dach, Kreis Erbach. Da? Präsentationsrccht steht dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürslena» zu. Eine evangelische Lehrer- iiclle zu Nieder-RoSbach, Kreis Fricdberg. Die evang, Lehrerstelle zu Roda», Kreis Bensheim; mit der Stell-! ist Lescgottesdienst und Organistendicnst verbunden. Das Pra- jcntationsrecht steht dem Großh. Krcisrat zu Bensheim und dem OrtSvorstand in Rodau zu. — Erledigt i|t ferner die Stelle des Oberförsters der Obersörstcrci Düdelsherm. ** Pcrsonalvcrändernngen. Ter Eichmcistergchilsc Joseph Hartman,, in Fricdberg wurde mtt Wirkung vom l. Juni 1914 ab zum Eichmeister ernannt. — Der Oberförster der Obersörsterei Düdelsheim', Forstmeister ,rricdrrch Bücking zu Büdingen, wurde auf sein Nachmchcn unter Anerkenmmg seiner langjährigen, treu .geleisteten Dienste m den Ruhestand verseht, aus diesem Anlaß Ivurde ihm die Krone zum Rttter- kreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Aus dem Schuldienste. Der Großhcrzog hat den Oberlehrer an der Obcrrealschule zu Gießen Professor Heinrich Möller aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkpng vom 1. Juni 1914 an iii den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zu dem Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Ter Oberlehrer an der Obcrrealschule zu Gießen Professor Joseph Geyer wurde zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Gießen mit Wirkung vom 1. Juni 1914 an ernannt. — In den Ruhestand verseßt wurde der Hauptlehrer Wilhelm Wnckcrt zu Bischofsheim, im Kreise Groß-Gerau, aus sein Nachsnchen unter Anerkennung jciiicr langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Mai 1914 an; ihm! wurde die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Ebenfalls wurde der Lehrer an der Volksschule zu Burg-Gräfenrodc, im Kreise Fricdberg, Friedrich Vetter, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste vom 1. Mai 1914 an in den Ruhestand versetzt; aus diesem Anlaß wurde ihm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ""-Für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 28.Mai, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung ausgestellt worden: l. Mitteilungen. 2. Bekämpfung der Obstbaumschüdlinge. 3. Ju- gendsest 1914. 4. Gesuch des Kaninchenzucht- und Pflegevereins um Bewilligung eines Ehrenpreises. 5 Kennzeichnung von Straßenlaternen für die Feucrm.loeaul'g'. 6. Einfriedigung der Hvfrcite von Peter Schepp, Glaubrechtftr. 9. 7. Desgleichen Buchnerstr. 2. 8. Errichtung einer Blockhütte durch Professor Dr. Pfeiffer am Aulweg. 9. Errichtung einer Freilichtbühne im Philosophenwald. **EiiieSitzungdesProvinzialausschusses findet am Mittwoch, den 27. d. Mts., vormittags 3 /i9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage der Hebamme Löw zu Ober-Eschbach gegen die Gemeinde daselbst wegen Festsetzung ihrer Vergütung. 2. Klage des Lrtsarmenverbands NiederscheÜ» gegen den Ortsarmenverband Niedcr-Rvsbach wegen Unterstützung des W. M. Hei- mann. 3. Klage des Ortsarmenverbands Frischborn gegen den Ortsarmenverband Melbach wegen Unterstützung der Wilhelmine Roth. 4. Klage des Viehhändlers Elias Hosmann in Fricdberg gegen den Großh. Bürgermeister der Siädt Friedberg wegen Aushebung eines Polizeibcfchls. ** Das Gewerbcblatt für das Großherzogtum Hessen lZeitschrift des Landes-Gewerbevcreinsl Nr. 21 vom 22. Mai hat folgenden Inhalt: Tie Eröfinnng der Knnstler-K'olonic-Ausstcllung in 'Darmstadt. — Gewerbe Ausstellung Gießen 1914. — Großh. Zentralstelle für die Gewerbe. Gewerbevercinc Bad-Nauheim, Fricdberg, Goddelau, Groß-Stcinheim, Lich, Ober Ramstadt, Reichelsheim (Wettcran). — Handwerkskammer zu Darmstadt. Anleiten von Lehrlingen im Handwerk. — Allgemeiner Teil. Das deutsche Handwerk und die Werkbund-Aüsstellung Cöln 1914. ** Großherzog l. Hessisches Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 6 vom 22. Mai hat folgenden Inhalt: 1. Uebersicht über die in der Stadt Worms zu erhebenden Gcmeindcumlagen für das Rechnungsjahr 1914. — 2. Uebersicht über die von Groß herzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgcmcindeit des Kreises Erbach für 1914. - 3. Tienstnachrichlen. ** (Sin Baum mit dreierlei Blüten steht gegenwärtig im Botanischen Garten in vollem Flor. Es ist ein etwa 25 Jahre altes, 10 Meter hohes Exemvlar von Eytisus Adams, der außer den bekannten goldgelben Blütentraubcn hauptsächlich ölche von roter Farbe und außerdem die gänzlich abw-.-ichendesi >es Purpur-Gaisklee trägt. Letztere fallen nickst nur durch die abweichende Farbe schon von weitem aus, sondern man erkennt sic unschwer auch an den kleinblättrigen, seinen Zweigen, lieber die Entstehung dieses merkwürdigen Naturspiels ist folgendes bekannt: Bor twa 100 Jahren veredelte der Pariser Baumschulenbcsitzer Adam den Purvur-Gaistlee aus Goldregen. Erstercr ist ein kaum suß- hoher, schwach wachsender Strauch des südlichen Europas. Die Veredlungen, welche anfänglich gediehen, erstickten später im Uebcrmaß der Sastzusuhr durch die starkivachscnüe Goldregen-Unterlage, cs bildeten sich schwer zu unterdrückende Wasserschone unterhalb der Veredlungsstelle. die man, da der Versuch als mißlungen betrachtet wurde, schließlich wachsen ließ, wie sie wollten. Aber siehe da! Nach einigen Jahren, als die Büsche zu blühen begannen, brachen aus dem Gezweig des einen die rotblühenden Büsche des Purvur- Gaisklees von selbst hervor, und seine Purpurfarbe hatte sich dem tiesen Gelb des Goldregens beigemischt, so daß sic mehr rot als gelb erschienen. Nur hin und wieder kehrten einzelne Zweige zur gelbblühendcn Urform zurück. Es ist dies ein Beispiel von gesetz mäßiger Veränderlichkeit hybrider Pflanzcnsvrmen an einem durch den Einfluß des Edelreises erzeugten Mischling, wie man dies bisweilen bei Aepfcln in bezug auf Früchte, bei Rosen hin und wieder an Blumen und endlich bei vanaschicrten Gehölzen, wo die unterhalb der VeredlungssteUe hcrvorbrechcndcn Triebe der grün- blättrigen Unterlage buntblättrig werden, beobachten kann. Eine Tapache, sür die wir eine besriedigendc Erklärung noch nicht be- sitzcn. R. ** Die Verbilligung der Fahrmarkcn sür J. 1 e S traßenbahn,die seit SamSlag eingetrcten ist, hat die Benutzung resp. den Umsatz dieser Marken schon gestern und vorgestern gesteigert. ES wird von beteiligter Seite empfohlen, noch einen Schrill weiter zu gehen, indem man auch luv die schulpflichtige Jugend gleichzeitig eine Verbilligung der Straßenbahn in der Weise beschließen sollte, daß 20 Fahrmarken sür 1 Mark für Kinder abgegeben werden ** Jv dem „Lichts viel Haus" Bahnhosstraße findet vom Mittwoch bis einschließlich Freitag die Ausführung der Filmst V & a " ^"tt. Die Wiedergabe ist rat kinematogravbische AuNrahmc der bekannten Flotowschen Over „Martha" Musik und Gesang werden ,edock> nicht durch eine Spreäunaschine bewirkt sondern durch ein verstärktes Orchester und durck, bedeutende Opern- sänger und Sängerinnen, welche eigens zu diesem Werk engagiert ,md -und btt der Aussührung sich nach einen« mit im F-ilm aüsge- »tommencn ä.irigenten richten werden. Man muß zugcben, daß es ernen eigcnarttgrn Reiz hat, aus der erleuchteten Leinwand die Personen agieren zu sehen, während gleichhzeittg ans dem- Mund der Schattenbilder der Gesang ertönt und das verdeckte Orchester nach Weisungen des Filmkapcllmcistcrs seine Weisen ertönen läßt. Die Vorführungen ftnden täglich zweimal statt loch zwar um }/ 2 G jmt> um 9 Uhr, '* Sie silberne pochzett leier» heute die Eheleute peni- rich V o l z »nd Frau- ** 9( r b c i t $ u n|a I f Bei den Ausbessernnqsarbettcn kinez öllasdaches an der Schulttraßc stürzte ein Glaser von einem 4 Meter hohen Glasdachc.und erlitt schwere Verletzungen an beiden Füßen. Die Sanitätsinannschaft brachte den Verletzten in seine Wohnung. ** Schnee im Vogelsberg-e. Am Montag hat es um die Mittagsstunden von 12 bis 2Uhr in Lautcrbach und Umgegend nminterbrochen geschneit Der nasse Schnee soü durch sein Gewicht an den Laubbäumen und Feld- srüchten erheblichen Schaden verursacht haben. — Auch ans dem O h m t a l wird gemeldet, daß dort am Montag mittag bei Schncesall das Thermometer nur zwei Grad Wärme, während es noch ani Samstag im Schatten über 20 Grad zeigte. Aus dem T a u n u S liegt uns folgender Bericht vor: Nach hestigen Gewittern und wolbenbrucharsigen Regengüssen sank in der Nacht auf Monbwg 'die Temperatur im Hochtaunus derart, daß das Thermometer zwei Grad unter Mull anzcigte. Tie Regcnschaner wandelten sich in prasselnde Schneeschau-er um, die -den ganzen Vormittag über die Höhen fegten und Berg und- Tal mit einer dichten Schneedecke belegten. ** GütcrrechtSregtster, Gütertrennung habe« ereinbart: Ludwig Sliederhöler, Dachdeckermür. zu L o l l a r und dessen Eheirnu Katharine, geb. Rohrbach. — Karl SH e ton Brietträger in Lollar, und dessen Et>esrau Dorothea, geb Seblavv. — Peinrich Schmitt, Stersicherungsinspcktor in Gießen und deüc» El,eirau Bertba, geb. Lehr. ** Schutz den Wcgcbczeichnungcn. Das Großh KrciSamt Gießen Isttt verfügt, dos: die Schulkinder auss nachdrücklichste angehalten iverdcn, Telegraphenleittingcn und Wegebczeich- niiiigcn nicht zu beschädigen. In Tonristcnkrciscn ist man sehr ersrcut darüber, daß von den Belwrdcn auch die Wegebczeschnungrn (Farbenzeichen, Schilder und dergleschens geschützt werden. Genannte Bezeichnungen werden mit großen Opfern an Zett nnt. Geld angebracht und unterl-alten, um der Allgemeinheit zu dienen umsomehr ist es zu bedauern, daß die gute Absicht der Wandcr- vereine nur teilweise erreicht wird, weil die Wcgezcichcn immci wieder beschädigt werden. Durch Belehrung der Jugend kann hier sehr viel erreicht werden: es muß dahin kommen, daß jeder, ok groß oder klein, diese Zeichen als etwas Unantastbares ansieht. *"Klcr»eMittcilungen. In Bad-Nauheim wird nachdem nunmehr die Verzierungen des Altars in der russischer Kirche durch den Bildhauer Friese von Fricdberg und Bcrgoldei Albrecht von Frankfurt a. M. soweit hergeftcllt sind, der russisch« Gottesdienst wieder regelmäßig gehalten. Landkreis Gießen. -e- Langsdor s, 24. Mar. Der hier vor einigen Wochen verstorbene Rentner Johannes Köhler, der den größten Teil seines Lebens in Amerika verbrachte und sich dort ein ansehnliches stzermögen erwarb, hat der hiesigen Schule testamentarisch s ü n s- ta I, s c n d M a r r v c r m a ch t. Bon den Zinsen sollen alljährlich den Tchultindcrn an scinein Geburtstage Bretzeln verabreicht, bei Schylansslügen bedürftige Kinder unterstützt und an unbemittelte Kinder Lehrmittel aller Art gegeben werden. Auch hiesigen Vereitle, , wurden Legate ausgesetzt. Der Turnverein erhielt 500 illcark, der Gesangverein 250 Mt., die Schwcsternstatwn 1000 Mk. I. Hungen, 25. Mai. Als Bezirkspr äsidcnt Bezirkskriegerverbandes Hungen wurde sür den verstorbenen Präsidenten Gustav Weck, Lehrer M c tz in Hungen gewählt. Kreis Alsfeld. A Nieder-Ohmcn, 24. Moi. Die hiesige S p a r - und Leihkasse hielt ihre Sdauptbersammluttg unter Vorsitz des Direktors Bürgermcistew N e e b ab. Der Jahresumsatz betrügt 1135 225 Mk., Reservefonds und Gcschäfts- guthabcm stiegen ans 60000 Mk., der Reingewinn beläuft sich aus 3273 Mk. Dem SchwcsbernsondS, dem Gcwerbeschul- vereiu und den Schülcrbibliotheken beteiligter Gemeinden wurden Betrüge zugrbilligt. Hl Ermenrod, 25. Mai. Das Zeilwaldsest, das gestern wieder gefeiert wurde, wächst sich zu einem Bolksscst der engeren Heimat aus. Das zeigt sein gesteigerter starker Besuch trotz der zweiscthaften Witterung. Galt die vorsährigr erste Feier dem Freiheitsiahr 1813, so war der Ton des gestrigen Festes aus die Heimat gestimmt. Der Posaunenchor Unter-Seibertenrod erossnete das Fest. Psarrer Georgs lErmenrvd) begrüßte die Erschienenen und gab kurze Andentuiig über Zweck und Ziel des Festes. Die Borträge von Gemischten Chören, Männerchören und Schülcrchören solgien. Dem Segen der Heimat galt die erste Ansprache des Herrn H. Naumann (Nanzhauseni. Leider ver- anlaßtc ein Regenschauer den zu frühen Schluß der Rede mit ihren goldenen Bahnen. Psarrer Georgs (Ermenrod) sprach ein Schlußwort. X Krosdvrf, 24. Mai. Nach der Ferienordnung sür den hiesigen Bezirk erfolgt in sämtlichen Schulen der Beginn der P s In g st s e r i e n am nächsten Samstag. Die Ferien währen bis Montag, den 8. Juni. Dienstag, den 9. Jmri wird der Unterricht wieder ausgenommen. Kreis Büdingen. (i) Berstadt, 25. Mai. Ans tragische Weise verunglückte am Sa«nStag der Landwirt Johannes Jost Dieffen bach von hier. Er war mit seinem Sohne in den Wald gefahren, um Holz zu holen. Aus der Heimfahrt ging er hinter dem Fuhrwerk her »nd wurde von einem vom Sturm nmgerisienen Baum zu Boden geworsen. Der Tod trat alsbald ein. Starkenburg und Rhcinhcssen. rm. Darmstadt , 25. Mai. Der Landesverband Hess. Tanzlehrer halte in Darmstadt die drei Tage dauernde' Berbandshochschulc sür Tanzkunst mit amchließendcm Bcrbandstag cinberufen. — Mainz, 25. Mai. Ein Soldat vom hiesigen Dragoner-Regiment Nr. 6, der sich unerlanbterweise von seinem Truppenteile entsernt hatte und sich nach seiner Hcimah Nordenstadt begeben hatte, wnrde dort von einem Wachtmeister seines Regiments wieder abgeholt. Auf dem Wege zur Kaserne stürzte sich der Soldat heute nachmittag vost der hiesigen Straßenbrücke in den Rhein und ertrank. Kreis Wehlar. — Dutenhofen, 25. Mai. Nach einer Pause von 3Jahren fand heute wieder die Frühjahrs-Lehrcrkonseren z des Schulauiiichtsbczirks Wetzlar hier statt. Infolge Austeilung des Jn- syeklionsbczirks Brauniels wurden die Schulen der Biirgermcislerei Schösfengrund der hiesigen Inspektion unterstellt. Letztere zählt zurzeit 36 Schulen mit 5487 Schülern, welchp in 404 Klassen durch 80 Lehrer und 9 Lehrerinnen unterrichtet n>erden. Zugenommen haben die Schulen der Stadt Wetzlar um 178, Dutenhofen um 20 und Wißmar um 14 Schüler. In Oberlleen und Dutenhofen sind mit Beginn des neuen Schuljahrs je eine neue Klasse errichtet worden. Im Mittelpunkte der Tagesordnung stand der Vortrag des Lehrers Rühl-Wetzlar: „Der Äesangunterricht nach der Mini- sterialbesttnimung vom 10 .Januar 1914", welcher von der Kon- ierenz mit Beisall ausgenommen wurde. Für Lehrer der Ober- Nassen wird demnächst ein sechswöchentlicher Zeichenkursus abgehalten. r. Fellingshausen, 24. Mai. Heute wurde unter großer sjeteiligung der -Veteran Ld. Krombach von hier zur letzten Rutie bestattet. Der Verstorbene, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreute, hatte am Feldzug 187071 bei dem 13. Hu- -aren Regiment teilgcnommcn. Am Grabe logtc der Kriegerverein von hier, sowie die Kriogervcreine von Krumjhach, Fvantenbach und Bieber Kränze nieder. Sendung eines Verbandes hessischer ; Gewerbeschullehrer. \ — Frankfurt, 25. Mai, ü«rn»sirrt veriammekten sich am gestrigen Sonntag im Saale der ».Alemoum«" dretechuischcnLehrerder igcwerblilcken Lehranstalten Hessens. stäach vor- ausgegangcnch Borde,prechung ersolgte gestern die ossiriellc Gmindung drÄAerbairdes, dessen Zweck sein sott: „Pflege der Schulrnteresse« nach praktischen, theoretischen und pädagoai- 1*™ Gesichtstunften; Verwertung der Fortschritte in Lnssenschast utd Technik: Stärkung des persönlichen Ansehens, wie auch vornehmlich Hebung der materiellen Inter es seit'. Bei dew Wahl des geschaftssührenden Vorstandes tvurdc der I . Versitzende und d^r Schriftführer ans Ober Hessen, der stellvertretende Vorsitzende aus Ttarlenburg und der Rechner auck Rheinhesscn eruiählt. Hierauf wurden die Satzungen beraten und sesdgelegt. Ter angekündigtc Vortrag über das geivtrblrckp: Fvrtlnldungsschulwescn' ch Hessen musste wegen Erkrankung des Vortragenden aus die nächste Tagung, welch» rm Monat Juni d.J. in Giessen stattsinden imrd, verschoben werden. Bei dieser Gelegenheit soll auch der Ge Werbeausstellung ein Besuch abgestattei tverden. ^ haupiversamiKilung des IsraeHtschen Lchrervcreins im Gkotzherzogtiim Hessen. ,, .. ' m n. Frankfurt-. M , 25. Mai. unter zahlreicher Beteiligung aus den drei Provinzen des Landes fand im ,/Phrlantropin" zu Frankfurt a. M die dies- iahrigr Hauptversammlung des Vereins statt. Lehrer Wert- b e i m c r - Heldenbergen leitete die Verhandlungen und bol den Bericht über lms abgelausenc Vereinsjahr. Wegen seiner grossen Verdienste wahrend der 25jähriqcr Dercinslätigkeit wurde Herr L-ertliermer zum Ehrenvorsitzenden ernannt nnd Lehrer Simon-Darmstadt zum Präsidenten der Vereinigung ge- wählt, der gleichzeitig über den Stand der llutcrstüvungskassc Bericht erstattete. Von der beabsichtigten Gründung eines eigenen Lehrcrhcims soll Abstand genommen, dafür aber ein Fonds gegründet werden, aus dem erholungsbedürftige israelitische Lehrer unterstützt ivcrdcn können. Rirche «nS Schule. Eine Rede des Pap st cs. Rom, 25. Mai. In dem heute vormittag abgehaltenen geheimen Konsistorium hielt der Papst eine Aniprache, in der er seine Trauer über die Lücken ausdrücktc, die der Tod in die Reihen des heiligen Kollegiums gerissen hat. Es handele sich um die Besetzung der erledigten Bischosssitze und außerdem um die Besetzung der erledigten Stellen im Kardinalskcllcgium. Der Papst hob hervor, dass die Zeit andauernd voll llnruhgn süc die Kirche sei,' ioest die Berührung mit den herandrängcnde» schlechten Lehren den Glauben und die Sitten des christlicheii Dolles zu verderben suche und weil die Kirche gezwungen sei, fast täglich den Angriffen von Menschen stand zu halten, die das Reich Gottes bekämpften oder die Religion aus dem Bereich der Zivilisation ausschlicsten wollten. Dem gegenüber fehle es auch nicht an zcitiveiligen Lichtblicken So erinnerte der Papst an das große konstaminische Jubiläum des Voigahres, durch das die katholische Welt einerseits tapser ihren Glauben bekrästigte, andererseits allein in ihren Länden das Krcuv Christi emporzuhebni und als einstige Quelle des Friedens und des Veils der leidenden Menschheit zu zeigen schien. Tatsächlich verlange man letzt mehr als ,e nach dem Frieden, da man Gcsellschaits- klasscn gegen Gesellschastsklassen, Stände gegen Stände und Völker gegen Völker sich erheben iehe. Dieser Rivalität, die von Tag zu Tag bitterer werde nnd ost und plötzlich in schreckliche Kämpse ausartc, z» begegnen, seien angeichcnc, sehr ernste Männer an der Arbeit,' welche die Sache der Rationen und der menschlichen Gesellsckigft im Auge hatten und geineinfam an den Ideen nnd Mitteln arbeiteten, um das Unglück der inneren Unruhen und der Kriegs- greucl zu vermeiden, und sowohl im Inneren wie nach anftcil andauernd die Wohltaten eines fruchtbaren Friedens zu iördern. Der Pavst hob die verderblichen Folgen hervor, welche der Mangel an christlicher Lehre nach sich zieht, und die Hilfe, welck>c die Kirche der bürgerlichen Verwaltung leisten könne. Aber im Gegensätze dazu verfahre man meistens gegenüber der Kirche, als ob sie nicht die Schöpierin und die Mutter aller Tinge wäre, welche die menschliche Kultur und Zivilisation ausmachen, sondern als die Gegnerin^ und Feindin des Menschengeschlechtes anzusehen sei. „Diese Tatsachen dürten uns nicht erschüttern, denn wir wist'cn durch das Beispiel Christi, hast die Kirche dazu da ist, wohlzutun und Ungerechtigkeit als Lohn der Wohllaken zu empfangen," Ter Dopst schloß seine Ansprache, indem er die Ernennung der neuen Kardinale bekannt gab. 0>cricf?t»faal. Frankfurt a. M., 25. Mai. Dr. Spohr nnd Dr. Bachem hoben gegen bas Urteil der Frankfurter Strafkammer abermals Revision vor dem Reichsgericht eingelegt. vermischte». * Die Stadt Atlin in Britlsch-Kolumbicn ist durch Feuer vollständig zerstört worden. Das Geschäfts- Viertel! ist ganz verbrannt, ebenso mehrere Prioathäuser, drei Hotels, eine Kirche, das Postamt und das Telegraphcn- amt. Keines dieser Gebäude war versichert. _ Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die GieKener Fleisch- uud Brotpreise am 25. Mal 1914. Ochsen Kälber Schweine Schlachtviebpreise in 8 r a n f i uvt a. M. 50 ltg. Schlachtgewicht 64—88 Alk. ", Kg. Cchlachtgw. 85-107 ),' zum Kochen und derer Weise meint«-- " Molksrei-Butter-Ersatz Marie „Saniias“. Die Marke der vereinigten Reformhäuser, feinste delikate Pflanzenrnargarme Va Pfund 45 Pia-, '/» Pfund 88 Pfg. Reformhaus, Areuzplatz 5. Rotklee chwedenklee Luzerne Weis;klcc alles nur vrima hvchkeimende seidefreie Saaten, hat nach rrei wert abzugcben 16548 Ileinr. Halm Samenhandlung Neustadt 8. Televb. 403. Achtung! Kammerjäger Schwarz enwiiehll sich zur Vertilgung von Ratten, Manien, Schwaben. Wanzen und Ungeziefer jeder Art. Schriftl. Angebote unter 6554 an den Gienener Anzeiger erbeten. Frlweh ein«cetroflcn: neue ttal. Karloffain Pfd. 18 Pf. .. ftflTOt.Zw:ebslnp.P!4.25Pf. prima Sauerkr ut p. Pfd. 8 Pf. feste Salzoarkei Stck. 5 n. 7Pf. 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M., New York, den 26. IVtyai 1914. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. Mai, nsichmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 0556 Uarnong! —3B3 Ich warne hiermit jeder- iuaun,meinemSohneSeiaried LtsillAüUer weder etwas zu leihen noch zu borgen, da i t, für nichts hafte. 104370 Nodheiln a. B., 25. Mai 1914. Ph ilipp Steinmlillor. Arbeiter gesucht. Möbs,RodheimerStr,68.l^ Einige junge flinke Arbcits- burschen von 15—18 Zähren gesucht, ivelche Lust haben, Wild abziehen u. zerlegen zu erlern. Lohn 50 Mk. mtl. bei frei. Station. Georg Müsse, Sicgcn,Wildgros;handl.i.l^l Hausbursche 14—16 Jahre, kräftig, gesucht. 61391 ^lockür. !0. tLaden.l braver ^ Lehrling in ein Kolonial- und Dclikatessen-Geschäsi gesucht von Joh. .Seihei. (6326 _Ludwigsvlah 13. «ErtiBrötchen. HlllU tragen gesucht. Bäckerei Deicherl. 16379 _Licbigsirane 69. von guter Figur zur Beaus- sichiiaung der AussieUungo- aegensiände, wäbrend der Dauer der Ausstellung ges. Schristl Angebote unter 6552 a. d. 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Dazu sind nach Berichiigung der bevor- rechligten Otnlprüche — jedoch unter Aufterachtloffung eines bestritleuen Slusiöttde- rungSanspruches von zirka I Alark 300 '.00 — verfügbar! Mark 13239.00 —. Zu berücksichtigen sind Mark 47665.71 tiidit bevorrechtigte Forde-1 rangen. Dos Schluftper- zeichniö liegt aufder («erichts- ichreiberei des hiesigen Gr. Atnivgerich'szurEiusickstous Gieüen. den 26. Mai 1014. L. Alihoff, Kontnrsverwaller! Yodes-^.n2eiAe. f \ Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit dije traurige Nachricht, d iss mein lieber Mann, unser guter Vater,'Schwiegervater und Grossvater HerrKonradSchäfer, Zigarrentabrikant gestern nachmittag 2*/ 2 Uhr im Alter von 53 Jahren nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Konrad Schäfer Familie Heinrich Schäfer Familie Ludwig Vogel Familie Louis Reinhardt. Daubringen und Wieseck, den 26. Mai 1914. 6540 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbe hause aus statt Nachlaß-Bechmkrii »if. Donnerstag, den 28 d. Mts., nachin. 2Vo Hbr, versteigere ich im Saale Neustadt 55 meistbieicud: 1 Sofa. 1 ftieiderschrank, 2 antike Stühle tgeidinibt», 1 Stehleirer, 1 kleine Dezi- ntalwage, I Eimer Preiselbeeren, 1 Partie Herren- und Damenkleidcr sowie verschied. Gold- u. Silbersachen als 1 Herren- und Damenuhr mit Kette. Ohrringe, Siegel- u.Trauringe, 2 Broschen u. v. a. Versteigerung bestimmt. L. Althoss, Nachlanverwalter. 6523 Nieine beiden Knaben litten an einem eitrig-krustig aus- sebendcn Kopftkzrm Nach dreiwöchentlichem Gebrauch Ihrer Medizinal- Herba-Seife war der Schars vollständig befeiiigt. Frau Olga Sch. in Bad. —Hcrba- Scife ä Sick. 50 Pfa., verstärkt. Präparat M. 4.—. Z.H. i. b. Engel und Hirsch- fflpptbcke u. i. d. Drogerien O. Schaat, W. Kildinner, E. K a r». A. 9! o ll». i. d. P g r- sumerien. _|666hv Danksagung. Siljile r ÄSfc da gr.Lag. 9Psd.-Laib2.95Mk. mit Verp. E. Kapp, Oltoasen, Holsteia 18. i6266sl Liebigshöhs. l Jonnerdiiiiri-öllör: Kaffee-Konzert Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verlust sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen; Carl Peter und Frau Familie Dickore. ffi21 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders Friedrich Amend sagen innigsten Dank Giessen, 25. Mai 1914. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Amend. 6520 ©(MpDIkiTiy dkm® Wwä i>at ganz besonders darauf zu achten, daß sein tzaar täglich gründlich von allem Staub gereiniqt und gepflegt wird. Verstopfte Poren sind der Verfall des Haarwuchses, Sie haben recht, es ist angenehm, ohne Hut zu promenieren, aber versäumen Sie nicht, die Kopfhaut regelmäüig durch eine Maffage mit Dr.Dralle's öirkes Haarwasser zu reinigen und zu kräftig en. Ihr haar wird leicht spröde und brüchig in Sonnenschein und windiger Luft, v editcn v^Dralle^Birken.Waffers macht Ihrtzaar g-fchmeidig, glanzend und duftig, cs gewährt €tnC r T li.'° )0ncn ^Eick und Sie brauchen sich nicht zu scheuen, es ohne verdeckenden Hut Jedem zu zeigen. Verlangen Sie aber ausdrücklich das echte vr. Dralle's Birken-Wasser. Käuflich in allen Drogerien. Parfümerien, Frtseurgeschästen sowie tn Apotheken. Wart 1.85 und 3.70. Wer sparen will, verlange Diamantine mit Lparsicb, anerkannt das beste und sparsamste ^ Schuhputzmittel Fabrikant: Rud. Starcke, Melle i. H. Kronen - Hummer in Dosen ä Mk. 1.10, 1.75, 2.80 und 3.65 Mayonnaise u. Remonladen-Sauce p. Patentglas Mk. —.50, —.75 und 1.20 Anchovispaste u. Sardellenbntter p. Tube Mk. —.40 und —.60 Sardellen und Anchovisfische in Gläser OohNcnzungen, ausgewogen p. 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