Nr. M -ritt« Skatt lb4. Zahrgasg Ersehe rm ISgllch mit Ausnahme des Sonntags. Die „»ießener Z-wilieadläNer" werden dem .Anzeiger' viernial wöchentlich beigelegt, dar „KrtisWatt für den Kreis «ietzen' zweimal wöchentlich. Die „randwirkschaftlichen Seil- Irsgen" erscheinen monatlich zweimal. Geheim Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejfen Dienrtag, \ 9 . lNai 19^ Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'lchcn UniversitätS - Buch- und Sleindrnckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- siraßc 7. Expedition und Verlag: e^©51. Redaktion: 112. Tel.-AdruAnzeigerG>eßen. Aus dem preußischen Abgeordnetenhaus. Berlin, 18. Mai. Heute begann der Etaksberatungen dritter inrd letzter Mt Ten ersten Skreiszug durch das ganze, weite Gebiet unternahm der Abg. Tr. Pa ch nicke (Volksp/i. der anhub mit dem Ausdruck des Riistveognügens über das Kehlen einer führenden Hand, »ein Mensch misse, was noch ausgearbeitel werden solle, und als ob es der Reste nicht schon genug gäbe, habe am Sonnabend die Regierung dem Hause noch ein Gesetz über Arbeitermohnungcn borgelegt. Auch sonst hat der Redner noch inancherlei an der Regierung auszn setzen. Am eingehendsten behandelt er die Dahlrechtssrage. Wesentlich anderer Meinung ist der Mg. Frhr. v. Zedlitz Freik.f, der zuerst einmal seinem Groll gegen die freisinnigen Lust macht und dann dem Minister bedeutet, er möge nur ja seine Finger von der Wahlresorm lassen, sonst lönnte er sich einen ernsten Misterfolg holen. Hieraus stellte sich Herr v. Loebell in seiner Eigenschaft als neuer Minister des Innern dem Hause vor. Sehr glücklich ist indes unseres Erachtens dieses Tcbüt liicht gewesen. Am wichtigsten waren seine Acusterungen zur W a h l r c ch t s s r a g e. Dast er hierüber besragt werden würde, daraus war er — sonderbar, höchst sonderbar — gar nicht gesaßt und darauf habe er sich auch nicht vor bereiten können bei der stürze der Frist, die ihm zur Ber- fügung stand. Schließlich aber dankt er freundlich ablehnend jür das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Minister für Wahlresorm sein zu sollen, und stellt sich auf den Standpunkt, den der Ministerpräsident am 13. Januar eingenommen hat, d. h, die Regierung loird die Initiative zur Wahlresorm ergreifen, wann sic den Zeitpunkt für gekommen erachtet. Man ist danach so klug als wie zuvor. Was der Minister sonst noch sagte, daß Gang und Richtung der Politik in Preußen nicht von einem einzelnen Minister, sondern non der Regierung, dem Ministerpräsidenten und dem Staaisininisterium bestimmt werden, nun, das haben die Abgeordneten wohl auch schon vorher gewußt. sie haben allerdings, wie das später der Mg. Tr. Fricdberg iRatl. hervorhob, geglaubt, daß der Minister des Innern aus die Beschlüsse des StaatSministcriums einen ganz besonderen Einfluß habe. Den Schluß der nicht eben viel sagenden Ministerrede bildeten einig? freundliche Worte an die bürgerlichen Parteien des Hauses im Sinne eines einträchtigen Zusammenarbcitcns. Der nächste Redner war der Abg. Tr. Liebknecht (Soz.s, der den Minister wütend anfiel, sein Auftreten blamabel nannte und ihm das Zeugnis ausstelltc, daß er Herrn von Dallwitz icberdallwipt habe. Tic mit Ausfällen aller Art gespickte Rede trug dem Genossen zwei Ordnungsrufe ein. Recht glücklich war hierauf Dr. friedberg (Natl.) in seinen an die Adresse deS Zentrums und der Konservativen gerichteten Ausführungen: er bescheinigte ihnen unter fressender Begründung, daß sie kein Recht hätten, den freisinnigen wegen ihrer Haltung zur Sozialdemokratie Vorwürfe zu machen In der frage des Wahlrechts hält Tr. friedberg naäi wie vor an einer maßvollen Re- sorm fest und erblickt in der Haltung der Konservativen den Hemmschuh, Klar und unzweideutig äußert er sich auch gegen die Sozialdemokratie, Ungetrübte freude hat Herr v. Loebell, wie aus den Reben der Abgg. Graf M o lt k e (Freik.) und Dr. v. H e y d e - b r a n d (Konj.) hcrvorging, den Freikonservativen und Konservativen mit seinen Erklärungen zur Wahlresorm gemacht. Sie schienen förmlich aufzuatmen bei der Entdeckung, daß Herr v. Loebell nicht mit liberalem Geiste gesalbt ist und keinerlei Ehrgeiz besitzt, Minister fiir Wahlresorm zu heißen. Ter Abg. Herold iZentr. gibt zwar zn, daß Wahlabkommen mit der Sozialdemokratie geschlossen wurden, das tat aber nicht die Partei, „das Zentrum steht völlig intakt da". Auch Herr Herold hat im großen und ganzen au den Ausführungen des Ministers des Innern über das Wahlrecht nicht viel auszujctzcu, icud bemerkt nur bcsckieiden, daß das geheime Wahlrecht, dvs ja zu erreichen sei, schon ein Fortschritt wäre. Ein Schlußantrag machte der Debatte ein Ende, die Erregung aber, die die parteipolitischen Auseinandersetzungen hervorgerusrn hatten, klang noch lebhaft nach in einer großen Anzahl gereizter persönlicher Bemerkungen. Tann vertagte fielt das Haus. _ Ans Stadt und CanÖ. Gieße», 19. Mai 1914. ** 2 tadtth c«a.t c r. Aus das morgige erste Gast- lpiel des König!. Kurtheaters Ems, ^das bekanntlich eben falls unter Leitung von Direktor Ilcingoettcr steht, sei nockmials hingewiesen. Tie neue Operette „Polen bl nt", die zur Ausführung gelangt, ist zurzeit das meistgegcbenü Werk der deutschen Opern« und Operetienbühnen und erweist sich überall als Schlager, z. B. auch im frankfurter Opernhaus. Im Personal wirten in größeren Ausgaben auckf zwei Lieblinge des Gießener Publikums vom Winter her mit, nämlich Frl. Martini und Herr Grosfer ^ (. r A r b e i f s n> a r k t in Hessen im M a i 1 9 l 4. Ter Mai brachte der M e l a l l i >I d u st r i e wenigstens im .Klein Handwerk eine weitere kleine Besserung. loäbrcnd die Berhältnüsc in der Großindustrie im allgemeinen noch ungünstig blieben. Die Berniittlung von Bauspenglern und Schmieden war in Franf snrl tI ott. Schnnedegeiellen iinö feit Monaten sehr gesucht. ,eür Maschinisten und Hetzer waren fast keine Aufträge cingegangen. In wurde infolge der Lohnbewegung der Ban- und Kunst sthlo"er die Arbeit in einem Teil der Betriebe nicdmqeiecü In der Beleuchinngslörperbranche wurde teilweise mit stark verkürzter Arbciiszkit gearbeitet In, Lntilcr- und Ta oc ,i e r erq c - werbe wa> die Arbeiisgelegenbrit gut. FnderLeberwaren und 2 o ' > > e > w a r e n b r a nch c ' Portefeuille Jnbuskriet ivar nach Von! Bericht der Handelskammer Offenbach a. M. die Beschöi- aunq mW' .niricdenstellend und gegen den Vormonat ziemlich un- vcränaen In der Industrie der Holz und Schntytrofic war natw lden, Bericht der 2tädt. Arbeffsamtes Frankfurt a M. die Aibe,ts>feleaenkett tür Bauschrerner und Anichläqer flau. Dagegen war für die Möbel und Kundschastsschreiner die Arbcits- aeleaenkeit sehr gut. Auch für Holzbrehcr, Bürsten, Korb- und Kammacher ivar reichlich Arbeitsaetogenbeü vorhanden, ebenso sür Küfer In Mainz hat sich die ÄrbcitSqelegenhett für Schreiner weiter gebeiiert. Auch die ansässigen Wcinküicr fanden sämtlich Arbeü In der Industrie der Nahruugs- und Genußmit- t c l war nach dem Bericht des Städt. Arbeitsainlcs Frankfurt am Main bei den Bäckern der Geichästsqana gut. Rach dem Bericht der Zahlstelle franksurt a. M. des Deutschen Tabakarbciterverban- des war m Hessen und Hessen-Nassau im Berichtsmonat der Geschäftsgang in der Zigarren-, Zigaretten- und Rauch- und Kau- iabatindustric intmer noch ichjechi. Im Bekleidungsgewerbe war nach dem Bericht des Städt. Arbeitsamtes Frankfurt a. M. für Schneider die Saison gut ein. wir iehlte eg an jüngeren Leuten und an erstklassigen Arbeitern für die Kurorte, für Schuhmacher loar in Frankfurt a. M. der Geichättsgong gut. In Ca,'sei, Wiesbaden und Mainz bestand Mangel an schneidern uich Schuinnachern: in Worms an Schneidern. Im BaugCc- werbe war nach dom Bericht des Städt. Arbeitsamtes franksurf a. M. die Lage des ArbcilÄirarktcs im BcrichtSmonat günstiger als im gleichen Monat des Vorsahrcs. Nach Maurern, Stukkateuren, Zimmerern und Häsnern war die Nachfrage »war nicht so groß, dagegen konnten von 348 offenen Stellen lür Maler und Anstreiäfer etwa 80 nicht besetzt werden. Ebenso war die Nach- iragc nach Dachdeckern gut. Aus Gießen berichtet die städtische Baupolizei über das erste Quartal des Jahres 1914 folgendes: „Durch den starken frost der Monate Januar und februar ds. Js. war es den Maurern, Zimmcrleuten und Weißbindern nicht möglich, ihr Handwerk auszuübrn. Bei EiMritt besserer Witterung wurde an den wenigen, in Ausführung begriffenen Ncubautcii die Arbeit wiedcr anfgenommen. Ta jedoch nur einige Bange s u ch e vorliegcn, sind die Aus sichlcnaufausrcich ende Beschäftigung der obengenannten Arbeiter für die nächste Zeit sehr gering. Viele der in der Umgegend von Gießen wohnenden Bauhandwcrker haben denn auch an anderen Orten, z. B. in Wetzlar, Arbeitsgelegenheit gesucht und geffindcn. Die Dachdecker und Spengler waren aus Reparaturarbeiten angewiesen. Die Mssichten auf größere Arbeiten sind gering. Tic Glaier, Schreiner und Schlaffer waren bisher noch einigermaßen mit Arbeit versehen und hoffen durch die im Fcrtigstcllcn begrisfe- ncn Neubauten des Staates und der Militärverwaltung weitere Beschäftigung zu erhalten. Tic Bausumme der sm abgclausenen Vicrlcliahr genehmigten Neubauten beträgt 73 500 Mk." In W c tz- lar war die Bautätigkeit nicht lebhaft. Nur 2 Bauvercinc haben mehrere Bauten in Angriff genommen. Im graphischen Gewerbe war besoirders durch den Druck der fahrpläne die Be- schäsligung günstig. Nach dem Bericht des Verbandes Deutscher Buchdrucker in franksurt a. M. waren am Monatsschluß noch 29 Mitglieder arbeitslos, darunter 8 Setzer, 10 Trucker, l Maschinensetzer, 4 Schweizcrdegen, 2 Schristschneider und 4 Gießer, gegen 7i im gleichen Monat des Vorjahres. An Arbcitslasen- unterstützung wurden 862 Mk., an Reiscunlerstützung 122 Mk. be- ahlt. Für fabrikarbcitcr, sowie jür sonstige unge - ernte Arbeiter war noch Bericht des Arbeitsnachweises Worms die Gcschästslage im Bcrichtsmonat recht ungünstig. Auch in Mainz war jür ungelernte Arbeiter Arbeitsgelegenheit in ausreichendem Maße nicht vorhanden. Im Gastwirtsge- werbe hat nach dem Bericht des Städtischen Arbeitsamtes Frankfurt a. M. die günstige Witterung im Bcrichtsmonat günstig aus die Lage dess ÄrbcitSmarktes gewirkt. Tic Zahl der offenen und besetzten Stellen war höher als im gjcichen Monat des Vorjahres. Ende des Monats traten in Mainz Erdarbeiter bei einem Straßenbau-Unternehmer wegen Nichtzahlung des Taristobnes in den 'Ausstand. Häufig begehrt wurden Hausburschenstellcn von Leuten in den besten Jahren. In Gießen waren Erdarbeiter von größerer Zahl bei dem Bau der Umgchungsbahn Wetzlar—Franksurt a M. beschäftigt. In der La n ü ws r t scha s t war nach dem Bericht des Städt. Arbeitsamtes franksurt a. M. die Vermittlung, insbesondere von Knechten, flott, bedeutend besser als im gleichen Monat dos Vorjabres. In Wiesbaden loar Angebot und Nachfrage nur unbedeutend. Ein Teil der offenen Stkl- jen konnte nicht besetzt werden. Tie Nachfrage nach Gärtnern überstieg das Angebot, eine Erscheinung, die jedes Jahr zu dieser Zeit eintritt. In Mainz hat die Nachträge nach landwirtschasi- lichen Arbeitern zugeiwmmen. In Worms bestand große Nach- sragc nach Arbeitern unter 20 Jahren: der Nachfrage konnte nicht voll genügt werden. Aus dein' weiblichen Arbeitsmarki war nach dem Bericht des Arbeitsamtes Wiesbaden in der Abteilung für das Gastwirtspersonal bei Zimmer- und Hausmädchen die Nachfrage der Slellensuchcnden größer als das Angebot. Besonders groß war die Nachfrage für auswärtige Soisonstellen. Bei Beschließerinnen, Haushälterinnen. Stützen, Köchinnen, Kaffeeköchinnen und . Beiköchinnen machle sich ein erheblicher Mangel an Stcllensuchenden bemerkbar. Bei dem weiblichen Pri - vaipcrsonai war nach dem Berich! der wcibl. 'Abteilung des Städt. Arbeitsamtes Frankfurt a. M. der Gcscktäilsgang im Be- richlsmonal nicht so günstig wie im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der offenen Stellen blieb wohl die gleiche, doch war die Nachträge von Stellensuchenden geringer. ** Die Fürsorge für schwerhörige und taube Schulkinder. Tchcverhörige Kinder können dem Schulunterricht nicht iolgen. Sind sie hocktgradtg ichlvrrhöng, daß sic gar nichts verstehen, dann sitzen sie unbeachtet in der Klasse und verkommen geistig. Aber auch sprachlich bleiben sie aus einem niebrigcren Niveau stehen. Solckfe Kinder lourdcn früher oft dort, wo cs angängig tuar, in T a u b st n m m e tr a n st a l t c n untergcbracht. Zn unrecht! Etwas besser und sachlich rtchttger war es, wenn man den Taubstnnmtenanstallcn sog. Hörklassen angltederle, in welchen auch die sehr schiverhörtgen Kinder untergebracht wurden. Es kanertc lange, bis man endlich aus den einzig richtigen Weg kam, die schwerhörigen Kinder von den tauben ganz zu trennen und getrennt zu behandeln. In Berlin wurde erst 1902 die erste Klasse sür lfochgradig schwerhörige Kinder eingerichtet, Jtie dem' gewölm- jichen Tchuluisterrickst nickst iolgen konnten. Das System wurde sehr langsam ansgebaut, lvefl die meisten Menschen keine Ahnung von dem Zustand und dem schweren Leben eines Schwerhörigen Itaben. Heute ist nicht nur in Berlin, sondern auch noch in mancher anderen Großstadt eine'Organisation geschaffen, die es ermöglicht, etwa unerkannt vorhandene hochgradig harthörige Kinder zu ermitteln, zu tniterjuchen, nmzuschnlen und angemessen zu unter richten, so daß sie nicht mehr gcisüg stnd sorachlich zugrunde gehen, sondern fast vollwertige Miigltcdcr der Gesellschaft werde». So iviirdcn in Berlin nach der letzten c-chulstatisttk mehr als 1300 schwerhörige Kinder int vorigen Jahre gesunden. Unter ihnen wurde tcftgeitrllt 168 mal das Vorhandensein von Lhrenichmalz- psröpsen, eine leicht heilbare Erkrankung, -l04mal aluter Mittel- obrenkatarrb. die cbcnialls nicht unheilbar sind, und 386 mal chronische Mütclohreiterungen ** Frost spanner-RanpenPlage. Trotzdem bereits Herbst 1913 vom Oberhesffschcn Obstbauverein in allen Kreisen der Brvvinz aus die kommende Gefahr durch Frostspannerrauoen anffnerksani gemacht nmrde und ztrm Anlegen von Klebgüneln tmi gutem, erprobtem Ratwenleim anfgrsvrdert wupde, io waren rmmer noch eine große Menge Obftstüchler imttmg geblieben. Andere legten zwar .Klebgürtel an. benutzten aber dazu schlechtes «Material oder kontrollierten nicht die angelegten Gürtel, inwlgc- dessen sind doch Fvostfvanrxn aut die Baume gelangt und es lausen daber täglich Klagebrieße «ut. Im 'Augenblick läßt sich kein anderes Mitte! empfehlen, als die Bäume gehörig mit einer arsenhaltigen Flüssigkeit zu spritzen. Dazu werden 100 Gr, Sckyvcinsurter Grün (in der 'Apotheke oder Drogerie gegen t'iifi- schcin zu erhalten? nnt 100 Gramm gelöschtem gebrannten Fetkkakk zunächst mit etwas Wasser zu einem Brei verrührt und dann ans j00 Liter Wasser verdünnt. Mit einer Banmspritze diese Flükffg- kcit in die Nester hineingespritzt. Um Anwanderung von Nackibar- gebieien zu verhindern, haben nur bereits finher ans das Anlegen der Klebgürtcl mit dem amerikanischen Ranpenlcim „Tanglcsovt" auch im Frühjahr hingewicsen. Landkreis Gießen, w. Wicscck, 16. Mai. Frau Elisabeth Oßwald, gcb. Mäht, konnte ihr 25jährigcs Arbeitsjubiläum als Packcrin bei der Firma Bramm u. Harries scieni. Ms' diesem Anlast wurden ihr von den Oieschäftstithabern, Arbettcnr und dem Kontorpcrsonol schöne Geschenke überreicht, dlbends iand zu Ehren der Jubilarin im Wackerfchen Saale eine Feier statt, wobei auch die Mbctter, die länger als 10 Jahre bei der Firma tätig sind, mit einer Spende geehrt wurden. l Mainzlar, 17. Mai. ?lm 4. Juni findet in der Gemeinde Mainzlar Bürgermei st erwähl statt. Die Wiederwahl des bisherigen Bürgerntessters Vogel gilt als gesichert. Ruttershausen, 17. Mai. Die Tuntsahrl des Lohn- Dünsberg-Turncrbtmdes sübrlc heule eine große Zahl Turner und Fcstgästc nach unserem One. Der Festtag ivar durch freundlichen Sonnenschein begünstigt. Die ersten Besucher des Fest- vlatzcs konnten 7.30 Uhr das maiestättsch vorübcrziehende Zcp- pelinlustschiss 8 bewundern. Nach der von 8—9 Uhr stattgcsuit- betten Kampfrichiersitznug begann um 9 Uhr das Einzelwettnrnen in den volkstümlichen Hebungen: Stabhochsprung, Frctwetisprung, Kugelstoßen mit Anlauf, Hürdenlaut und einer Pflichtübung Es traten 140 Turner zum Wetikampic an. Der sdattlichc Fcstzng um 2 Uhr zählte 35 Vereine. In der Begrütztmgsansprackic wurde aus die große Bedeutung des Turnens sür den Ein.zelncn und sür dos ganze Volk in guten Worten hingewiesen. Fcstchötc der beiden Ortsgesangvercine verschönten die Frier. Die allgememen Freiübungen wurden oon ungesähr 120 Turnern gr>t ausgcführt. Bei der um 6>/e Uhr ersolgien Preisverteilung richteten Bundes- vorsitzcnder Da upcrt (Wicscck und Bundesiurnwart Dchmrdr (Launsbach- Mahnende Wotte an die Turner. Nachsolgende Turner wurden als Sieger verkündigt: 1. Sieg: Rndols Kclter- Rodheim 85t'» Punkte: 2. S.: Karl Aqcl-Lollar, 85 P.; 3. 'S.: Heinrich Simoti-Odenlztusen, 84 P.: 4. S.: Wilh. Menges-Hausen, 83>» P.: 5. 2.: Wilh. Bt'ttcndors-Wißnmr, 8k'/» P.: 6. S.: Karl Christ-Wieseck. 81 P.: 7. S.: Wilh. Schienbein-Hausen, 80t. P - g. 2.: Herrn. Schlierbach-Kinzenbach, 78 P.: 9. S.: Heinr. Göbel-Allendors, 77>/z P. und Gvttir. Speycr-Odcnlfausen, 77>» <ß. : fo. 2.: Ernst WiN-Launsbach, 77 P.: 11. S.: Lttdw. Grölz-Siausenbcrg, 76 P.: 12 S.: Lndtv. Braun-Taubringen, 74>, P.: 13. 2.: Wilh. Bonderbeidt-Hausen, 73>/2 P. und Emil Bcrgen-AUcndors, 73' 2 P.: 14. 3.: Serg. Btootz-Großen-Buseck, 73 P. und Otto Lkhr-Daubringen, .73 P.; 15. S.: Jakob Maner-Gr.-Buscck, 72 P.: 16. S.: Karl Gissel-WalbgtrmeS. 71> 2 P.: 17. S.: Heinr. Frank-Wirseck, 71 P.: 18. S.: Heinr. Tiroh- Wißmar, 70>/, P.: 19. S.: Ernst Klinkel-Lollar, 69> » P.: 20. S.: Karl Launsvach-Reiskirchcn, 69 P.: 21. S.: Heinrich Mandler-Kinzenbach, 68«/» P.: und Wilh. Busslepv-Lonüon, 68«/, P.: 22. Jakob Meßner-London, 68'/» P.: 23. S.: Ludwig Krämer-Rultershousen, 67 P : 24. Wilh. Ott-Ruttcrshmtsen, 66 Punkte: Ludwig Haas-Steinbach 66 P.: und Wilhelm Bogcl- Doubringen. 66 P.: 25. S.: Karl Krombach-Odcnhausen, 656». Punkte: Rud. Winier-Launsbach 65 '.2 P.: 26. Wilh. Wagenbach- Altcn-Buseck, 65 P.: 27. Emil Wagner-Londorf, 64«/» P.: 28. S.: Wilh. Hahn-'Annerod. 63>/» P.: 29. I.: Phil. Wagner- Gr.-Buseck, 63 P.: und Ludw. Aumottn-LondoN', 63 P.: und Ferd. Schwalb-Ali-Buseck, 63 P.: 30. S.: Ludwig Ass-Gr.-Buseck, 62«/» P.: 3l. S.: Friedrich Kuhl-Ttausenberg, 62 P.; und Ehr. Sitnon-OdcuHausen, 62 P.: 32. S.: Karl Zöller-Hauscn, 6l'?»P.: und Wilh. Stör-Lollar 61>» P.: 33. S.: Wilh. Frank-Lolkar, 61 P.: 34. S.: Fricdr. Bcnncr-'Allendorf. 60V» P.: 35.: Ludw. Engellfardt-Hausen, 60 P.: und Karl Schiietder-Rntterslfansen, 60 P.: 36. S. Ludw. Kicr-Stausenberg, 59'/ P.: 37. S.: Joh. Benncr-Allendors, 59 P.: und Ernst Brück-Gr.-Buseck, 59 Punkte: 38. T.: Heinr. Sauer-Ruttershausen, 58 P.: und Heinr. lBccker-Rodheim, 58 P.: 39. S.: Heinrich Krömmelbein-Araenstein 57>2 P. : und Gottfr. Wagner-Salzböden 57//r P .; 40 S. : Oiottfr. Hentel-Odenhausen, 57 P.; 41. S.: Heinrich Schomber- Kesselbach, 56«» P.: Karl Tauperi Wicscck, Ö6V» P.: Otto Fronk- Lojlar. 56' . P. und Karl Fenster-Garbenteich, 56>2 Punkte. Außer diesen Ivurdeu noch 31 Wett-Tnrner nnt Pressen ausgezeichnet. — Tie nächste turnerische Veranstaltung des Lahn- Dünsberg-Turncrbundes ist das Bundessest, das am 27., 28. und 29. Juni in Hausen abgehallen wird und mit der 50jähr. Jubelfeier des dortigen Turnvereins verbunden ist. Caiidaiirtfrfiaft. — Watzenborn-Stein der g» 17. Mai. Der O b ft- unb Gartenbau-Verein hielt heute seine erste Hailpt- versannnluna bei Mttqlied Faber ab. Nach dein Jahresbericht, den der Vorsitzende, Lehrer Bender, erstattete, entfaltete der Verein im abgelausenen Jahre eine rührige Tätigkeit. Tie Äiitglieder^ihl ist aut 114 angeivachsen. Banmwart Ganser sprach über bic Sommerbehandlnng des Zmergobsies. Hieraus zeigte der Vorsitzende einige Dbstbamnschädlinge und deren Zerstbrungswerk.- AerieftUfaaf. ^»Spanische Weine Aus A s ch a s s e n b u r g tvitH uns mitgeteilt: Die dortige Straflammer des Landgerich-ts hat den spanischen Weinhätidler und Weinstnbenbesttzer I. P. wegen eines Vergehens gegen 8 10 des NahrungSmittelge- setzes und Uebertretung des 8 11 gleichen Gesetzes zn 180 Mark und Etttzichung der beschlagn.thntlen Weine, ivelches Urteil inzrptschen Rechtskraft erhalten hat, veriirteilt. Die lange Gerichtsverhandlitirg ergab sehr bedenkliche Bilder. Der Angcllagle besitz! in Aschassendurg, Sluktgark, iffie- ßen und Neustadt a. d. H. fpanischc Weinskuben und hat tm Jahre 1913 etwa 4000 Hektoliter verkauft. Tic skaat liche .Kellereitontrolle durch Weininspektor Tr. Schinitt gab zur Bcanstandnug bon 7 verschiedenen Sorten Anlaß, eine 8. Sorte wurde sofort als völlig verdorben beschlag nahmt. Tie Reinlichkeit, im Keller ließ sehr zu wünschcu übrig Luftscliiffahrt. Frankfurt a. M., 18. Mai „Z. 8" ist von Leipzig nach 'Aachen geflogen, wo es tu der dortigen neuen Lust schisfhalkc stakioiriert ist. Tie „Sachsen" ist von Potsdani nach Leipzig übcrgefiedelt, wo sie gestern abend 8,30 Uhr emtraf. Die .Hansa" ist heute früh um 7,45 Uhr von Hamburg zur Fahrt nach Potsdam ansgestiegen, uni die Halle zur Aufiiahmc der ani Prinz Heinrich-Flug teilnehmenden Nugzetrge frei zu machen Hamburg, 18. Mat. Das Luftschiff „Hansa" ist heute morgen 7 Uhr 35 Min. zu einer Fahrt nach Potsdani anf- gesttsgen, von wo cs nach Posen wektersltegcn soll — Die ; «v»«?<-•... Jtaffh heilte morgen Mm et$fcatmale alleil! «"nt nujlimiitfl»'!! Jylujj auf dem ,i-l«gpl ch u l - W e t I k a in p i am t. und L. Juli ans dein ^Jahnfpielrlatz u> Götti» gen zu veranstalten Das Programm . »miaßi turnerische, leichtathletische und s ch w i n> »> - sinortliche Wettkämpfe« Eine größere Anzahl wertvoller l iltzande»,«reise Und van beu ober, anigenihrten Hochschulen qesllltel - worden. Sieschästlicheo. - Stuttgarter Lcbcnsvrr sicherungsbank a. G. j lAlte Stuttgarter). Am 17 April ds. Js. lag dem Auf- slchtsratc der Bank der 51). Rechenschaftsbericht vor. Es war dies der Tag, an dem vor tzl) Jahren die damalige konstituierende Generalversammlung die Gründung der Bank beschloß und so ein Unter- nehmen schuf, das dazu berufen ivar, an der Kräftigung des Volks- wohtstaudes in hervorragender Weise milznarbciten. Ern Rückblick auf die letzten 6 Jahrzehnte lehrt, daß auch die Bank an dem großen wirtschaftliche,I Auischivung Deutschland empfangend sowohl als gebend teilgenonimen l>at und aus kleinen Anfängen heraus heute zu einer der größten Lebenspersichcrungsgesellschasten des Kon- tinems cmporgcstlegen ist. Eingegangen sind bei ihr in den sechzig Jabren ihres Bestehens 338 043 Anträge über mehr als 2 Milliarden Mark. Versichert hat die Bank seit ihrer Gründung 234 438 Personen mit rund l Milliarde und 671 Millionen Mark. Der Versicherung-Bestand ist bis heute aus I Milliarde und 157 Millionen Mark angewachsen. An Versicherungssummen wurden insgesamt 324 Millionen ausgczahlt und an Dividenden 158 Millionen Mark vergütet. Der Bankfonds beträgt 428 Millionen Marks rund 78 Mill. Mk entfallen davon auf die Extra- und Tividendcn- rcserven. Besonders stark war die Entwicklung der „Alten Stuttgarter" in dem letzten Jahrzehnt. In dieser Zeit erzielte die Bank Ergebnisse, die für sich allein betrachtet die Höhe der Gesamtcr- solge in den ersten 5 Jahrzehnten säst erreichten. Ter mit statistische,! und graphischen Darstellungen reich versehene Jubiläums- bericht der Bank hchandcll auch eine Reihe shragcn von allgemeinerem Interesse, wie die verschiedenen Aufsichts- und Bersichrrungsver- tragsgrsetze. das Bersichcrungsgefetz für Angestellte, die neuen Steurrgesctzc, die sogcuamrtcn Nettokosteuaussteilungen, ine neu gegründete öffentlich-rechtliche Lebensversicherung. Auf Wunsch sieht der Bericht gerne zur Verfügung. Schwei z-e rische Lcbcn-svcrsicherungs- und Rairtcnanstalt lvormals Schweizerische Rennmanstalt) in Zürich. Der Äussicbtsrat genehmigte in seiner Sitzung vom 9 Mai 1914 die Jahresreckinung der Anstalt und den Jahresbericht für 1913. Neue Versicherungen wurden im Berichtsjahre abgeschlossen für 26057 430 Mk. Kapital und 257 652 Mk. jährliche Reine; der Rciuzuwachs an Kapitalvei'sicherungen bclrug 12 763 790 Mk., an Renten 118830 Mb. Ende 1913 hatte dre Anstalt einen Versicherungsbestond von 230 748 079 Mk. Kapitalversicherungen und von 2 910 822 Mk. versicherten jährlichen Ren- teil. Ihre Gesamtaktiven beliefen sich aus 114 419 736 Mk. Der Aussichtsrat wählte als neues Mitglied Herrn Staatsrat A. Couche- plii in Sitten. Ten Herren 9. Ziehung 5. Kl. 4. Preuss.-Süddeuische (230. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 18. Mai 1914 nachmittags. f/Aat jede gezogene Nom mer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar Je einer anf die Lote gleicher Nummer ln den beiden Abteilungen I nnd II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 66 499 823 83 1027 31 76 128 254 76 669 773 2041 229 335 424 56 66 617 670 793 96 913 32 3308 04 [600] 446 83 527 627 44 824 41 74 979 4l05 345 85 406 9 708 847 48 5068 186 393 [500] 675 77 6065 324 [1000] 62 407 615 [1000] 700 928 49 7074 92 160 67 337 493 8l81 505 9 28 780 9009 163 222 97 419 525 693 799 846 [3000] 93 900 10138 388 [1000] 413 40 43 618 [1000] 11055 99 107 222 26 688 11000] 874 1 2183 95 319 414 548 51 623 702 8 [1000] 395 914 [3000] 13115 39 [1000] 89 259 303 53 455 510 834 [500] 909 50 14030 [500] 239 62 649 55 931 15042 245. 75 621 44 797 16020 407 845 82 17043 60 85 286 403 578 [500] 614 763 834 915 18029 172 97 414 81 647 64 807 22 27 992 18031 66 138 405 16 [3000] 662 20089 180 207 [3000] 98 666 85 826 59 21613 [1000] 735 911 22009 [1000] 433 36 80 648 784 811 68 972 23234 489 686 713 86 24103 71 306 44 [1000] 669 780 852 53 69 915 [500] 25065 [500] 149 88 96 303 [1000] 14 48 549 [3000] 616 76 91 703 61 911 47 26290 381 410 44 546 47 740 838 70 932 66 90 27029 95 361 412 001 7 782 884 93 [500] 937 28025 108 30 51 55 222 413 43 69 94 626 2 9018 105 [500] 284 373 713 37 66 969 [500] 30123 56 241 474 82 531 80 766 964 65 96 31272 342 403 92 611 [1000] 954 32082 [3000] 273 34 99 [1000] 366 [500] 434 850 33828 572 83 790 849 [500] 68 933 [500] 34123 240 91 547 603 800 [1000] 1 87 35198 279 366 85 90 460 [1000]. 78 516 653 36140 230 361 73 407 656 61 89 [1000] 745 66 37068 187 239 351 566 741 94 829 915 64 [3000] 38070 162 225 350 435 510 675 702 868 951 88 39084 474 78 91 616 789 [500] 963 4051 190 216 401 [500] 22 27 64 694 690 787 907 25 92 41130 249 51 350 534 61 714 42228 [3000] 344 UOOO] 460 92 4 4011 149 404 527 835 971 45062 209 66 528 44 637 754 834 990 93 46020 70 220 645 80 761 873 79 47094 120 61 247 658 737 907 22 48029 [600] 139 213 321 81 525 [1000] 98 4 9072 84 288 348 73 483 718 [500] 878 50045 56 146 56 68 318 724 51176 348 755 909 [500] 52349 415 511 18 37 92 661 90 [500] 97 985 53100 495 555 66 713 63 81 893 961 54 219 77 [3000] 358 560 683 91 708 57 5 50 W 211 [1000] 61 [1000] 73 81 367 71 431 84 579 776 840 [1000] 56417 [100] 681 623 81 84 889 956 57099 [1000] 204 405 583 841 [1000] 68 941 [1000] 58063 [600] 83 85 147 212 38 [1000] 46 55 79 311 21 75 [500] 485 89 633 50 835 989 59039 [1000] 240 [3000] 328 574 609 74 76 80265 387 513 23 96 650 57 88 832 61098 294 368 94 [600] 670 813 [500] 935 47 02 62313 [1000] 443 512 [3000] 671 900 63107 58 63 276 361 95 [1000] 570 782 825 56 66 64063 125 243 435 822 65563 784 945 69 66075 353 536 67032 201 50 [5001 400 38 67 697 68132 242 349 89 471 501 3 668 834 38 84 986 94 69017 43 236 412 24 529 44 821 60 933 67 85 98 1500] 70044 189 243 80 [1000] 385 99 422 1500] 823 35 916 [3000] 22 71005 69 143 58 [1000] 82 [1000] 563 64 [500J 762 901 72112 66 68 209 559 65 931 [500] 57 73294 367 427 546 631 754 812 74043 324 42 [500] 539 608 709 871 902 5 [500.1 75270 310 463 531 [1000! 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