Nr. 115 Zweites Blatt M. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Sietzener ZamilienWStler" werden dem »Anzeiger* oiernial wöchentlich beigelegt, daS „KreisWatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Seilsragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejjen Montag. 18. Mai (9(4 Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuf- straße 7. Expedition und Verlag: es@51. Redaktion:^^112. Tcl.-Adr.:AnzeigerGießen. Der Naiser in Wiesbaden. Wiesbaden, 16. Mai. Ter Kaiser nahm heute vormittag um 11 Uhr eine Parade ab über das Füsilier- j Regiment v. Gersdorff (Kurhcssisches) Nr. 80, das 2. Nas- sauische Titfanterie Regiment Nr. 88 lohne das 2. Bataittony das 2. Nassauische Pionierbataillon Nr.. 25 und die 2. A'o ' 'teflwng des 1. Nassauischen Feldartillcric-Regiments Nr. 27 ! (Oranten). Die Truppen hatten wie üblich vor dem Kurhause ^Aufstellung genommen. Tic Parade befehligte der Kommandeur der 41. Jnsanteriebrigad« Generalmajor von der Esch. Zugegen war der Kommandierende General des 18. Armeekorps, General der Infanterie, G..ieraladjutant v. Schenck. Kriegervereine, Sanitätskolonncn, Jungdcutschlandvereini- guugen von Wiesbaden (Stadt und Land) waren cinmar- schiert, Schulkinder bildeten Spalier, hinter ihnen ein tau- sendkopsiges Publikum. Deute ist hier Kinderhilfstag. Alles war daher mit K o r n b l u mJ n und Margueritcn jgeschmückt, und so trug auch der Kaiser, wie er ,n der Uni- form der Gardekürassierc vom Schloß zur Parade ritt, am Küraß einen Strauß Kornblumen. Ter Kaiser wurde stürmisch bejubelt. Nach der Parade führte üer Kaiser die Fahnenkompagnie nach dem Königlichen SchloZ zurück und ließ sic hier noch einmal vorbcimarschicren. Um 1 Uhr war Frühstückstafcl im Schloß. Hierbei saß der Kaiser zwischen der Prinzessin und dem Prinzen Friedrich Karl von .Hessen. Am vierten Abend der Fcsworstettungen wurde Mozarts „Don Juan" in der Wiesbadener Einrichtung von Orchester und Sängern unter Professor Manustaedts Leitung in würdigster Darstellung zu Gehör gebracht. Eine glänzende Leistung in Gesang und Spiel !var der „Don Juan" des Stockholmer Kammersängers John Forscll. Wiesbaden, 17. Mai. Ter Kaiser nahm heute vormittag an dem Gottesdienst in der Marktkirche teil, besichtigte das Kaiser Friedrich Bad und empsing im Schlosse den Generalstabsarzt v. S ch j c r n i n g, 'der zur Frühstückstafel geladen wurde. Der Kaiser unternahm heute eine längere Automobilfahrt durchs Wispertal und den Rheigau. Am 5. Abend der Fcstvorstcllungcn wurde die Gcsangspossc „Robert und Bertram" in einer sehr hübschen und sehr lustigen Ausmachung gegeben. Besonders die beiden Vagabunden, die Herren Herrmann und Andriano waren unerschöpflich in zum Teil aktuellen Witzen, waren unglaublich beweglich und höchst komisch im Kouplctvvrtrag. Das Publikum nahm das Stück mit behaglicher Heiterkeit auf. Den Kaiser und die Herren seines Gefolges sah mm oft herzlich lachen. Meutereien Ser Truppen Huertas. L on d o n, 16. Mai. Der „Daily Telegraph" meldet aus Niew P o r k vom 15. Mai: Nach Berichten aus Vera cruz haben Huertas Truppen am Donnerstag gemeutert, Ossiziere erschossen, die sich weigerten, mitzumachen und sind abgegangen, um zu Zapata überzugehen, der 18 Meilen von der Stadt im Gefecht mit den mexikanischen Vorposten stehen soll. Berichte aus derselben Quelle besagen, daß Huerta sich in wachsender Gefahr befindet, ermordet zu werden und jeden Augenblick Anarchie in der Hauptstadt ausbrechen kann. , Nach einem Telegramm der „Evening World" aus Veracruz hat ein Bote aus Paso del Macho die Nachricht gebracht, daß die Truppen in der Piedad-Kasernc in der Stadt Mexiko am Mittwoch gemeutert hätten. Mehrere kommandierende Offiziere, die sich weigerten, sich den Meuterern anzuschließen, seien niedcrgeschosscn worden. Eine Abteilung des 29. Aataillons und Armeegeneral Blanquez wurden nachmittags mit Maschinengewehren nach der Kaserne geschickt, die Meuterer waren aber geflohen. Man glaubt, daß sie sich den Zapatisten in den Bergen von Ajusco oder bei Cuernavaca anschließen werden. Veracruz, 16. Mai. Die Konstitutionalisten haben Tuxp a m am Donnerstag ,e in g c n om m e n Tie 500 Mann starke Garnison war von'den Aufständischen, die ihr 2000 Mann stark entgegengezogen waren, überwältigt worden. Die Bundestruppen sind in die Berge geflohen. Die Verhandlungen in Albanien. Wien, 16. Mai. Tie Albanische Korrespondenz meldet aus Korfu: Wie verlautet, sotten die Verhandlungen zwischen dem internationalen Kontrollausschuß und den Vertretern der epirotischen Bewegung bereits zu einer prinzi- pietten Einigung geführt haben. Gegenwärtig verhandele man über die Einzelheiten der Konzessionen, die den Epiroten gemacht werden sotten. DeralbanesischeMinisterpräsidentTurk- han Pascha ist am Samstag von Rom nach Wien abgereist. 1 Gewerbe-Ausstellung Giehen IY1§. Gießen, 16. Mai. Das Wetter meinte es am Samstag gut mit der Aus- stellung, zeigten sich auch hin und wieder drohende Wolken, der gefürchtete Regen trat nicht ein, und das graue Gelvölk, womit sich der Himmel während der Erösfnungsfeier bezog, war nicht allein imstande, die vielen Besucher, die sich schon am ersten Ausstellungstage cingefunden hatten, zu verscheuchen. Leider war es zu kühl, als daß man den vortresf- lichen Musikstücken der Kapelle des Infanterie-Regem enls „Kaiser Wilhelm" unter Musikmeister L ö b e r s Leitung un Garten des Wirtschaftsgebäudes beim Glase Bier lauschen konnte, doch auch so verfehlten die meist munteren Klänge ihre Wirkung auf die Stimmung des Publikums nicht. Nach dem attgemeinen Rund gang und der eingehenden Besichtigung" unter Führung der Äueschußmitgliedev -rüsteten sich die Ehrengäste zum Festmahl, an dem etwa 250 Personen teilnahmen. Tic Tafel bot mit ihrem 'Blumenschmuck in der geschmackvoll dekorierten Fest- Halle ein hübsches Bild. Und neben den vorzüglich zubereiteten leiblichen Genüssen trug auch die Tafelmusik von dem Künstlerorchcster der Ausstcllungswirtschafr „Alt-Hesjen" unter der Leitung des Kapellmeisters Zwirn zu der fröh- kichcn Stimmung der Festversammlung bei. Das Festessen begann um 2 lllxr Als erster Redner nahm Oberbürgermeister Keller das Wort zu folgender Ansprache: Hochgeehrte Anwesende! Noch stehen wie unter dem Eindruck — dem großen und nachhaltigen Eindruck, den die soeben eröffnet«: Gewcrbeausstellung in iljrcr Fülle, ihrer Gediegenheit tmb der Zweckmäßigkeit ihrer Anordnung aut jeden von uns ausgeübt hat. Noch ist in uns allen lebendig das schöne und erhebende Bild der Tatkrast, der Gcistes- sähigkcit und des Fleißes des Gewerbes, das diese Ausstellung uns dargcboten l>at! Sic, hochverehrte Anwesende, die Sic sich aus Anlaß der Erössnung dieser Ausstellung zu. festlichem Mahle hier vereinigt haben, begrüße ich aus das herzlichste. Insbesondere heiße ich willkommen die sehr verehrten Gaste, die von Nah und Fern wie aus der Otadl Gießen elift sich eingefunden haben: den als Vertreter des Ministeriums erschienenen Herrn Gcheimcrat Tr. Usinger, die Herren Vertreter auswärtiger und hessischer Behörden, Körperschaften und aflc..Einzelpersonen. Ich entbiete Ihnen alle diesen Willkommensgrub nicht nur um als Oberbürgermeister dieser Stadt einer konventionellen Pflicht der Gastfreundschaft zu genügen: ich begrüße die geehrten Gäste vornehmlich in der freudigen Annahme, daß sie ditrch ihr Erscheinen Zeugnis ablegcn von dem Interesse und der Wertschätzung, die .sic der Arbeit deutschen Gewerbes entgegenbringen, daß sie ein Herz haben für den deutschen Gcwerbestand, dem Anregung und Förderung zu gewähren das erste und höchste Ziel dieser Ausstellung bildet. Mit besonderer Freude, voll Preis und Tank, darf ich fcststcllen. daß diese Ausstellung von auswärts so zahlreich beschickt worden ist. Tic frcundnachbarlichen Provinzen Hessen-Nassau und die Rhcinprovinz. ja das schöne Sachscnland und das wackere Schwabcn- land haben hervorragende Erzeugnisse ihres Gcwcrbcsleißes zu ung gesandt, und das Gewerbe der Provinz Oberhcsscn wetteiferte, sein hohes Können in der Hauptstadt der Provinz zur Darstellung zu bringen. Das Gicßcncr Gewerbe, daß in reichem und bedeutsamem Maße seine Gebilde dieser Ausstellung zugeführt hat, wird sreudig und neidlos eintreten in den allgemeinen Wettbewerb und keineswegs scheel sehen aus auswärtige Kunst und fremdes Verdienst, es wird sich jederzeit bewußt bleiben, daß wir alle ein jeder von dem andern lernen können und daß nach dem Spruche des Dichters erst aus der Kräfte schön vereintem Streben wirkend sich das wahre Leben erhebt. Wenn diese Ausstellung somit bei allen vertretenen Gc- werbetreibendcn den Gedanken der gemeinsamen Interessen heben _ und fördern wird so muß darüber hinaus auch das Bewußtsein überall lebendig sein, daß die Wurzeln aller wirtschaftlichen Kräfte in der Verfassung und Stärke des Reiches ruhen, daß erst das Reich die Kräfte ausgelöst und die Bahn freigemacht hat, ans der Industrie und Handwerk sich entwickeln können. Darum wollen wir am Beginne dieses Werkes unsere Blicke nach der Stelle richten, wo die Einheit des Reiches verkörpert wohnt, nach Sr. Majestät dem Deutschen Kaiser. Und in dem Lande, in dem wir unser Unternehmen ausge- rrchtct haben, gedenken wir insbesondere seines Herrschers Groß- herzogs Ern st Ludwig, der wie kein anderer deutscher Fürst gerade dem Kunstgewerbe neue Wege gewiesen, kraftvolle Unterstützung geliehen und auch uns sein Wohlwollen bekundet hat, indem er diese Ausstellung in seinen gnädigen Schutz genommen. Hochgeehrte Anwesende, lassen Sie uns, den Gefühlen, die uns beseelen. Ausdruck geben, durch den Ruf: Se. Majestät der Deutsche Kaper Wilhelm II., Se. König!. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von Heften und bei Rhein, hoch. Für die Landesuniversität sprach Prof. Dr. König: Sehr geehrte Anwesende! Seine Magnisicenz der Rektor unserer Landesunivcrsität gehört leider auch zu denjenigen, die durch die gleichzeitige Eröffnung der Ausstellung in Darmstadt verbindert sind, an der Festlichkeit hier in Gießen teil zu nehmen. Er hat mich beauftragt, ihn zu vertreten und in seinem Namen an dieser Stelle zu sprechen, und Ihnen sein Bedauern über sein Fernbleiben auszudrückcn. Wenn ich nun in seinem Namen als Vertreter der Landesuniversität um die Erlaubnis bitte, für die freundlichen Worte, mit denen der Herr Oberbürgermeister soeben die Gäste begrüßt hat, im Namen der Gäste zti danken, so möchte ich den Vorzug, den ich damit für die Landcsunivcrsität in Anspruch neltzne, mit der Bemerkung rechtfertigen, daß von allen Betrrcben, die sich im Lause der Jahrzehnte und Jahrhunderte in Gießen und Umgegend heimisch gemacht haben, t» Univeriitätsbetrieb der älteste ist. Tic hohe Schule in Gießen ist gewissermaßen der erste Großbetrieb un unserer Stadt gewesen: es war der erste Versuch, dem damaligen kleinen Landstädtcheir ein höheres Niveau und eine besondere Phpsiognomie, eine Anziehungskraft nach außen und einen Antrieb zur Weiterentwicklung im Innern zu geben. Zweihundert Jahre lang hat diese Gründung den Charakter unserer Stadt beherrscht. Sic war eine Universitätsstadt und ihr Ruf war bestimmt im guten und im bösen Sinne durch die Tätigkeit der stillen Gelehrten, die in ihr wirkten, und der nichts weniger als stillen Muscnsöhnc, die in ihren Straßen herumtobten. Wie anders das im letzten Jahrhundert unserer städtischen Entwicklung geworden ist, nichts zeigt uns das anschaulicher und überzeugender als ein Gang durch unsere Ausstellung. Alls dem kleinen Land- und Univerjitätsstädlchcn ist eine lcbhastc moderne Handels- und Jndnstriestadl geworden und der Wohlstand ihrer Bewohner ist heute von ganz anderen Faktoren abhängig, als nur von dem Gedeihen der Universität, wie es früher der Fall war. Wenn ich so das Einst mrd das Jetzt nebeneinander stelle, so möchte ich nicht, daß Sic glauben, auch tmr den leisesten Unterton eines Bedauerns der Universität über diese Entwicklung der Stadt hcraushören zu können. Im Gegenteil, ich wünsche die Gelegenheit zu benutzen, um es ösientlich auszusprechen — und ich glaube im Namen aller meiner Kollegen dabet zu sprechen — mit welcher Freude lind mit welchem Jntcrchse wir diese Entwicklung unserer Stadt begrüßen. Die Zeiten, in denen die Wissenschaft in den Studierstnben lebte, sind längst vorbei. Ter frische Wind Unterer modernen, kulturellen Entwicklung weht heute auch durch alle unsere Studicrstubcn hindurch, und wir Gelehrten von heute wollen und sollen mitten drin stehen in diesem modernen Leben mit der ganzen Vielseitigkeit seiner Entfaltung, nicht weil cs sich in einer modernen Stadt mit den Begucmlichkeiten der Neuzeit schöner lebt, sondern weil tausend Fäden unsere Wissenschaft mit dem praktischen Leben, mit Handel, Gewerbe und Industrie verknüpfen, und weil wir die Jugend, die wir hcranzubilden Haben, zu Männern dieses praktischen Lebens erziehen sollen. Sic wissen, wie sehr diele Gesichtspunkte in jüngster Zeit ins Feld geführt worden sind für die Begründung von Universftätcn in großen Städten. Wir haben daneben das Lob der steinen Universitäten gesungen, aber nur deswegen, weil der geringere Umiang ein intensivercs Arbeiten und ein besseres Zusammenarbeiten von Lehrern und Schülern ermöglicht, aber nicht in dem Sinne, daß wir die Universitäten am liebsten in steinen sftllen Nestern liegen hätten. Im Gegenteil! Ich wiederhole es, wir brauchen den Zusammenhang, mit dem modernen Leben und wir freuen uns, wenn wir gemeinsam mit allen anderen Faktoren der kulturellen lLntwicklung, gemeinsam mit Handel, Gewerbe UN» Industrie am Fortschritt unseres Landes und unserer Stadt arbeiten können^ Ich muß am Ende fürchten, daß Sic mit diesen Ausführungen wenig zusrieden sind: denn nicht als Vertreter der Universität sondern als Vertreter der Gäste sollte ich hier sprechen. Ent- schuldigcn Sic den Proscssor, tvenn er zunächst von dem spricht, was ilmi am nächsten liegt. Aber tvenn ich vorhin der Freude und Genugtuung über die kraftvolle Entwicklung unsres hessischen Landes und trnserer Stadl Gießen Ausdruck gegeben habe, so glaube ich damit doch sckwn in Ihrer aller sinne gesprocktcu zu haben. Und nttn gestatten Sic mir noch einige Worte über unsere Aus- stcllung. Der Herr Vorsitzende des Ausftellungs Vorstandes fort heute vormittag in 'seiner Erössnungsrcde die erzieherischen Ans- gaben geschildert, die eine solche Ausstellung zu erfüllen hat, die Erziehung des Produzenten und die Erziehung des Konsumenten. Ich möchte noch eine dritte pädagogische Ausgabe hinzusngen, die dabet ganz von selber erfüll! wird, die Belehrung lind Anregung des Publikums überhaupt und der Jugend ganz besonders, und dabei denke ich auch wieder an unsere Siudenten. Ich cr- innerc mich mit Freude und Dankbarkeit an die zahlreichen Stunden, die ich in Ausstellungen aller Art verlebt habe, besonders in meiner Jugend, in der ich nicht leicht eine Ausstellung vorbct- gehcn ließ, ohne sie gründlich zu besichtigen, und wenn ich ihnen auch niemals mit dem Interesse des Produzenten oder Konsumenten gegenüber gestanden habe, niemals selber ausgestellt oder gekauft habe, was ausgestellt war, so habe ich doch immer eine Fülle von Anregung mit nach Hause genommen. Diese schöne Ausgabe wird auch unsere Ausstellung erfüllen. Unsere gute alte Klrnik, die auch nun bald aus ein hundertjähriges Alter znrückblicken kann, Itat in ihrem langen Leben in ihren Mauern schon den verschiedenartigsten Inhalt umschlossen, Soldaten und Kranke, Bücher und Gipsabgüsse: aber eine solche Fülle von Interessantem, Schönein und Belehrendem ist darin wohl niemals vereinigt gewesen, und so wird sie ihre alte Aufgabe nützlicher Belehrung in dlcscmj Sommer schöner tmd reichhaltiger als je erfüllen. Aber zu dent Erfolg seiner solchen Ausstellung gehört neben der Vortresslichkeit aller Vorbereitungen noch ein Etwas, das man nicht in der Hand hat: gutes Wetter. Möge ihr und uns ein schöner Sommer bcschicden sein, der vom Reisen nicht abschreckt, sondern zum Reisen verlockt. Ter blaue Himmel, der uns heute endlich einmal wieder lächelt, möge vom Mai bis August über unserer Artsstellung ylänzcn, nicht bloß der künstliche über Mt- Gicßen dort hinten rn der hübschen Bierhallc, sondern der na. türliche, echte draußen über den Gartenanlagen und dem Musik. Pavillon. Lassen Sic unfern Tank gegen die Veranstalter tmd alle guten Wünsche sür das jinternehmen in ein doch auf die Veranstalter, auf unser Hcsscnland und unsere Stadt Gießen ausklingen. Fabrikant Zurbuch, der die .Handelskammer vertrat, sprach solgende Worte: Verehrte Anwesende! Tic Großh. Handelskammer in Gießen für die Kreise Gießen, Alsseld und Lauterbach steht Ihnen bei Ihrem Unternehmen, in den Mauern unserer Stadt eine Gcwcrbemisstcllung sür Obcrhessen in solch schöner, großzügiger Weise ins Leben gerufen zu haben, mit anlrichtiger Freude und mit den Gefühlen berechtigten Stolzes mitseiernd zur Seite. — Ist es doch eine der vornehmsten Ausgaben der Handelskammer, das Boranschreiten von Handel und Gewerbe in ihrem Bezirke zu fördern und da, wo im Erwerbsleben, im Kampf der Interessen der eine oder der andere Geschäftszweig durch schädigende Maßregeln in seiner Entwickelung und in seinem Vorwärtskommcn gehemmt wird, ab- wchrcnd und stützend ihm beizuspringen. — Wir können hiernach wohl mit gutem Rechte davon sprechen, daß die Gicßener Handelskammer zu dem oberhcss. Gewerbe im Verhältnis steht — sagen wir — wie die Mutter zu ihrem Kinde. Wenn ich nun dieses von mir gebrauchte Bild noch weiter ausschmückc, so kann ich sagen, daß das darin das oberhcss. Gewerbe darstellende Kind ein kraststrotzender, echter Sohn Ober. Hessens ist — ein Jüngling, 'der als einen Beweis für seine Reite, in der uns gebotenen Ausstellung, zum Stolze der Mutter, hier vor aller Welt ein glänzendes Examen mit der Note I abge- legt bat. — Ter Vorsitzende unserer Handelskammer, Herr Geh. Kommerzienrat Heichelheim war ja heute morgen bei der offiziellen Er- öjinungsskier unter uns anwesend. Zwingende Umstände halten ihn aber davon ab, dem weiteren Teil unserer Festesseier beiwohnen zu können. — Er hat mich deshalb damit beauftragt, im Namen der Handclskaminer hier von dieser Stelle aus dem ge- mcinsinnigen Vorsitzenden der Gewcrbeausstellung für Obcrhessen, Herrn Pros. Tr. Krausmüllcr, in gleicher Weise auch dem verdienstvollen Vorstand Anerkennung uich Tank der Handelskammer dafür auszusprechen, und Sie zck beglückwünschen, den Gedanken für die Einleitung der Ausstellung gefaßt und diesen' Gedanken so mcisterhast durchgcsührt zu haben. Ter Ausstellung selbst wünschen wir weiter einen guten, ungestörten Verlauf. — Für die Aussteller haben wir den besonderen Wunsch, daß sie alte Hoffnungen, die sie in geistiger und wirtschaftlicher Hinsicht an ihre Beteiligung an der Ausstellung geknüpft haben, in reichem Maße erfüllt sehen möchten und daß sie aus dem edlen Vergleiche der Kräfte neue Anregungen zur Nutzbarmachung in ihrem Gewerbebetriebe und zu dessen Höhercntwickelung mit nach Hause nehmen werden. — Unsere Wünsche für alle Beteiligten möchte ich nun darin zulammensalsen, daß ich Sie bitte, Ihre Gläser zu erheben und mit mir einzustimmen in den Ruf: Ter verehrte Vorsitzende, der gesamte Vorstand sowie atte Aussteller, sie leben hoch! — — Jtn Aufträge der Handwerkskammer richtete Stadtverordneter Petri an die Ausstellungsleitung solgende Worte: Die Handwerkskammer zu Darmstadt hat zur Eröff- nung der Gewerbe-Ausstellung ihren Syndikus Herrn Schüttler entsandt, weil der Vorsitzende, Herr Gewcrberat Falk und dessen Stellvertreter leider zu der gleichzeitigen Erössnung der Tarm- slädtcr Ausstellung sich vorher verpflichtet haben. Als ältestes Mitglied im Vorstand der Handwerkskammer habe ich nun den Auftrag, die besten Glückwünsche dem Ge- wcrbcverein Gießen zu der von ihm veranlaßten Ausstellung auszusprechen, die als gleiches Ziel der Handwerkskammer zur Hebung des Handwerks anznsehen ist. Sie nimmt lebhaften Aw- tcil an den Bestrebungen des Gewerbcvcreins. Es m ö g e die reichhaltige Ausstellung, — ein immerhin mutiges Wagnis des Gewerbcvereins — die in allen ihren Zweigen Zeugnis ablcgt von der Lcistungssähigkeit des Handwerks, der Gewerbe und Industrie zur lohnenden Tätigkeit Veranlassung geben, um damit das werktätige Bürgertum zu stärken in den ihm obliegenden Verpslichtungen. Und wenn die gehegten Erwartungen über die Wirkung der Ausstellung sich erfüllen, dann hat her Gewerbeverein das Verdienst. in Lösung der sozialen Frngcn sür unsere Mitarbeiter einen Teil beigetragen zu haben. Ich bitte nunmehr die Versammlung mit dem Gruß der Handwerkskammer einzustimmcn in den R u s: „Ter Gewerbcverein Gießen und sein um das Zustandekommen der 'Ausstellung hochverdienter Vorsitzender Pros. Dr. Kratsmüllcr leben hoch!" •turf) ftn Mann be? 0'anMvnT8, ^Sprr Wg. 31) Stier ?■ "*-> aus 'ilronfiuTt »SiSbrlbnm, Wfiigtici» des »cf(ifcf)ni -,a>idcs-Gewerbevereins, nahm das Warten einer Ansprachc, ni der er auf die Bedeutung des kleinen Handwerkers auf Gewerbe und auf das gute Einvernehmen mit den Wf* trfHifl"lcitcni himvies, Sein Horl) galt dein Handwerk. Im Anschluß an feine Rebe überreichte er bon Fcstteilnehmern cm von ihm selbst gedichtetes Lied „Das Handwerk hoch", dr^ auf seine Bitte von der Feswersamniliing nach der Melodie „Ich) Irin ein Preuße" gesungen nmrdc. Zum Schluß dankte Professor Dr. Kr a u sinü llcr, der erste Vorsitzende des Ausstellnngsvorstandcs, allen, die an den Vorbereitungen zum guten Gelingen der Ausstellung beigetragen hatten: den Vorsitzenden der Einzelausschüssc, den Handwerkern und besonders dem Architekten Kock erbe ch sür seine unermüdliche, besonnene Tätigkeit. Auch diesen Herren wurde ein Hoch ausgebracht. Um 4 Uhr wurde die Tafel aufgehoben. * . * Brachte schon der Eröffnungstag der Ausstellung einen äußerst regen Besuch ,so war dies in noch viel größerem Maße vom Sonntag zu behaupten. Als die Ausstellungs- Häuser längst geschlossen waren, waren sHtslhalle, Garten und die Bauernwirtschaft „Alt Hessen" his in die Nacht voll besetzt, in denen neben guten Kapellen vorzügliche Komiker eine gute Unterhaltung boten. A)n Nachmittage spielte die Kapelle des Insanterie Regiments. «erich^saal. Der Pro]eß Spohr Bachem. fl. Frankfurt a. M., 17. Mai. Der zweitägige Prozeß gegen Tr. S v o h r und Dr. Bachem wegen fahrlässiger Körpcr- verletzung und Uebertretung des Rcichsseuchengesetzcs endete gestern mit der abermaligen Verurteilung der Angeklagten. Tr. S v o h r wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen zu 1800 Mk. und wegen Uebertretung des Scuchengesehes zu 100 Mk. Geldstrafe, Dr. Bachem nur wegen llebertretung des Scuchengesctzcs zu 100 Mk. Gcldstrase verurteilt. Bon der Anklage der fahrlässigen Tötung sprach moin sie frei) sie tragen die Kosten der Bcrurkcilung, die übrigen Kosten wurden der Staatskasse auserlegt. Ter Staatsanwalt hatte gegen jeden der beiden Angeklagten zwei Monate Gefängnis beantragt, gegen sechs Monate und drei Monate in der vorjährigen Verhandlung. In der Ur- teilsbcgrüichung wurde ausgcsührt, daß Dr. Spohr für die Erkrankungen außerhalb seines Hauses nicht verantwortlich gemacht werden könne, wohl aber sür die Pockensälle im Hause selbst. Er mußte auch die Pockensälle anzeigen, dieses unterließ er aber abüchtlich, um seine Stellung als Führer der Jmpsgegner nicht zu erschüttern. Für Spohr kam strasschärsend in Betracht, daß seine .Handlungsweise gemeingefährlich war, strafmildernd dagegen, daß er seine Entschlüsse in krankhaftem Zustand faßte und daß sich die Körperverletzungen in seiner Familie zutrugcn. Das Ergebnis des Prozesses lasse sich dahin zusammensassen, daß die Schutzimpfung, wenn sie frisch vorgcnommcn wird, Schutz gegen die Pocken gewährt. verinischtes. * A u t o rn o b r I u u g l ü d. M e ^, 16. Mai, wird gcmclbet: Gestern abend stieß das Auto einer Bkrufirmu gegen eine geschlossene Bahnschranke in der Nahe von Oonge- villc, als aeradc ein Zng hcraiinahte, Um diesem anszn- weichen, riß der junge Ehaussenr das Auto zur roeite, das dadurch aus eineir Sehlagbanin ausrannte, der das Auto vollständig durchbohrte. Der Chauffeur wurde lebensgefährlich verlepk und ist herrle inorgeu im Krankenhaus gestorben. Die beiden Insassen, ein Ingenieur-Offizier und ein Regierungsbaumeister, blieben merkwürdigerweise unverletzt, da der Schlagbaiun in der Mitte zwischen ihnen hnidnrchgegangcn war. » Die Erdstöße im Aetnagebiet dauern Tag und Nacht fort. Bisher wurde kein weiterer Schaden angerichtet. In Sie n a wurde ein Erdstoß wahrgcnommen, der nenn Sekunden dauerte. * L u n g e n p c st. Aus Tislis, 16. Mai, wird gemeldet: In einer Ortschaft des Bezirks Baku sind nach einer amllichen Meldung 10 Personen nnler Spmplonrcn der Lungenpest erkrankt. D r c i z c h n P e r s o n c n sind bereits g« st o r b e n. * Verhaftete Mörder. Aus L c H a v r c , 16.Mai, meldet eil, Prav-Telcgr.: Tie von der SlaatSanwaltschaft als des Raubmordes an den K o 1 ma r e r C h au f s e u r verdächtig gesuchreu beide» jungen Burschen Frutz und Lambert sind hier verhaftet morden. Frutz wollte auf einen Polizcibcamken schießen, dieser packte rhu jedoch cnn Arme, so daß der Schuß FKustz in den Klopf ging. Der Verhetzte ist bald darauf seinen Wunde »erlegen. — Die Zahl der Tierarten. Nur schätzungsweise läßt sich die Zahl der aus der Erbe lebenden Tierarten angeben, denn noch jälnlich werde» zahlreiche neue Arten entdeckt. Ter Berliner Zoologe Möbius berechnete nur 1900 die Zahl der existierenden Arten aus etwa 410 000. Fügt man NU» noch die 80 000 Arten der Fossilien und die unterdessen ncugesundenen rcgcntcn Species hinzu, so dürfte man aus eine Gesamtzisfer von etwa einer halben Million kommen. Dabei ist die Verteilung unter die Klassen eine ganz verschiedene. 'Die Aalst der Wirbeltiere beträgt nur den zwölften Teil der Gesamtzahl. Unter 415 000 Arten befinden sich nur 38 500 Arten Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien rind Fische. Am zahlreichsten lind die Käser. Möbius schätzt sic auf 120 000 Arten, ein anderer Coleovtero- loge will sogar 250000 Arten zusainmeiibrrngen können. Nächst den Käsern kommen die Mollusken und Schmetterling? mit sc 50 000 Arten. Unter den Wirbeltieren stehen die Vögel mir 13 000 Arten an erster Stelle. Eine derartige Ungleichartigkeit beruht aus keinem Zufall, vielmehr ist sic eine Wirkung der Anslese. Diejenigen Ticrklassen sind am anenreichsten, die sich am weitesten ausbreiten können, und weiter die, welche besondere Schutzmittel in ihrem Körper besitzen. Flügel bei Vögeln und Insekten begünstigen die Ausbreitung über viele Flächen, ein schützender Chitinpanzcr hält von ihnen die Gefahren ab. Im Gegensatz dazu sind festsitzenbc Tiere wie Schwämme selten. Auch das vhhletischc Alter einer Tierklasse steht in einem Verhältnis zu ihrer Ausbreitung. Im allgemeinen kann nran sagen, dach je Äler eine Tiersorm ist, sic um so häutiger rn wechselnden Gestalten austritt, "Natursckfutzund Aus st ekln it ff. Welcher Wert heutzutage dem' Naturschutz bcigelegt wird, erhellst am besten aus der Tatsache, daß jebo größere Ausstellung retzt auch eine Abteilung „Naturschutz" bringt. So beteiligt sich der Schweizerische Bund sür Naturschutz an der großen Landesausstellung in Bern neik einer großen Anzahl von Bildern auö bem Naturschutzpark im Nntercngadin. In Dciitschlaud ist der Verein Narurschutzpark, c. V., Sitz Stuttgart in diesem Jahr bei der Gartenban-Aus- stcllnng in Altona 'Mai bis Oktober 1914) mit einer größeren Ausstellung vertreten. Sie enthält neben den Uebersichtskarten der beiden Naturschutzparke irr der Lüneburger Hechc und in den Holzen Tauern 'Salzburgs eine größere Anzahl von Bildern aus diesen beiden Gebieten. Daß von den Ansstellungslcitungcn auf diese Weise zu einer wirksamen Verbreitung des Natnrschutzpark- gcdankens beigetragen wird', ist UM so dankenswerter, Werl die Allgemeinheit immer noch nicht in dem Maße daran mithilst, auch in Deutschland und Oesterreich Naturschutzparke zn schassen, wie cs die Pflicht zur Erlzaltung der Natur gebietet. Meteorologische veobachtungen der Station Sietzen. Mai 1914 f bl §if c c « N t<3 •if 95 S tto If 1 jjl COä « — Ci Wetter 17.1 2”| 751,1 20,7 8,7 48 NE 4 5 Dew. Himmel 17.! ü”! 751,9 14,9 8,4 67 NE 2 0 Klarer „ 18. t n \ 752,3 14,5 8,8 71 NE 2 8 Sonnenschem höchste Tcmveralnr am I6.—17. Mat 1914 = -f- 21,1’C. Niedrigste . . 16.—17. , 1914 = + 11,4", Niederschlag: 0,0 mm. Das Urteil einer Oberin. Man sollte es kaum sür möglich halten, daß ein so einsachcS natürliches Mittel tvie Mnlvom eine so vielseitige segensreiche Wirkung enisolle» könnte. Für Nervöse, Blutarme, Schwache, Gcneiende. VerdauungSlcidendc, Lungenschmache, bei Erkäliungcn, Husten. Heiserkeit, Avveiitlosigkeii ist Maltznn, voi, Aerzlen »nd Publikum hoch icichätzl. Eine General-Oberin vom Roten Kren» schrieb über Maltznm: «Es bat ganz besonders bei unseren, durch strcuaen Dienst überarbeiteten Schwester» vorzügiiche Erfolge erzielt," M n I 8 n m ist reines Münchner Mali-Erlrakt mit Nähr- sglzen. In Gießen z» haben bei: Ecnirnl-Drogcrie Emil » n r n, KronenDrogerrr 0! e b r. M t ch c t. Medizinal- Drogerie Otto Sch aas. 5949 v AT Für Erholungsbedürftige und leichtere m Kranke. uf.ÄeÄ. IW Lg f'W (M | 1 ■ Kuranstalt Holhelm I. T. ■ W M a I W D m H I >/» Stunde ▼. Frankfurt a.M. Prospekte JE. m A V IvlA durch Or. Schulze-Kahle*»*, Nervenarzt. 8. ZielienK S. Kl. 4 . Preuss.-Söddeutsche (230. Königlich Preuss.) Kiassen-Lotterie Ziehung vom 16 . Mai 1914 vormittags. Aar Jed« prezetene Rnwiner »tack tarel fjelrh hohe Gewinne tfvfolJcn, und «war je einer anf die Lozo gleicher N'aramer ln den beiden Abteilungen I and II Kur die Gcwiune über 210 Mark sind den betreffenden Kümmern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewibr.) (NRrhdruck verboten.) Iz2 244 3Q5 42 92 flOOOl 603 600 731 905 40 105s 91 456 569 930 862 998 *093 102 24 319 43 [5001 520 93 673 706 79 832 903 3071 107 99 222 43 499 649 999 4087 175 408 ? 2 553 66 643 915 5124 79 344 96 444 80 514 663 11609] 86 799 863 937 [500] 6162 604 11000] 686 7267 326 93 678 741 804 8029 75 [3000] 76 202 8 07 85 592 709 [500] 50 813 932 42 9192 93 276 341 426 82 744 83 89 912 10031 11000] 32 110 244 82 [1000] 378 728 74 910 [500] 63 11014 132 287 326 462 615 666 748 6 4 6 3 927 1*23 1 417 86 [1000] 880 970 1 3148 362 453 701 353 960 14202 96 316 81 420 [1000] 61 69 943 65001 82 ( 500] 15047 77 244 343 96 [500] 813 27 [500] 736 89 863 [606] 82 978 1*225 632 742 80 89» 17018 164 74 [3000] 243 [500] 672 79 733 910 82 [3000] 18026 51 143 51 333 51 [600 ] 427 47 617 713 [ 500] 70 [506] 86 19067 207 533 800 988 [500] 201178 283 311 634 674 813 95 *1072 176 440 065 . 4 *2001 60 361 [10001 369 94 2 3019 10001 388 436 667 701 [600] 9,39 2 4 035 227 311 5.76 678 705 25134 211 58 326 34 522 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[04197J Die Ausführung der Durch- latzverlängerung in km 120,2 + 25 der Widerlager für die Wegeübertührung in km 120.4 -1- 23, der Futzwegüber- sührung in km 121,0 -P 19 zum Ausbau des dritten und vierten Gleises von Haiger nach Dillenburg soll verdungen werden. Es find etwa 550 edm Betonniauer- wert einfchl. Materiallieferung fedoch ohne Zementlieferung herzustellen. Die Bedingungen und Zeichnungen liegen hier zur Einsicht aus..Das Angebols- heft kann gegen portofreie Einsendung von 1 Ällk. (nur Postanweisung), soweit der Vorrat reicht von hier bezogen werden. |6225id Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift: „Angebot auf Ausführung einer Durchlahverlängernng und von Widerlagern zum Bau des 3. und 4. (tzleises Haiger-Dillenburg" bis zum Eröffnungstage am 29. Mar 1914. vormittags 11V, Uhr, bei der Unterzeichneten Bau« abtcilnng cinzureichen. Zuschlagsfriit 3 Wochen. Dillenburg, 12. Mai 1914. Kgl. Eisenb.-Vauabteiluug. Versteinerunli. Nächsten Mittwoch, den 20 . Mai lsd. 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