M. m Sechster Blatt !64. Jahrgang Erscheint tigiich mü Aufnahme des Sonntags. Die „»ießener Zaimlienbliittek" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigetegt, das „Lreikdlatt ffit den Kreis Gieße«" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtichastlichen z«tt- frazen" erjcheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Gberhejftn Samstag. !6. Mat Rotationsdruck und Verlag der Brübl'Ichen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« siraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: s^II2. Tel.-Adr.:AnzeigerGieß«. Wehrbcitrag und vermögenszuwachsabgabe. Bon Rechtsanwalt Raab, Gießen. (Schluß.) Hat der Wehrbeitvagspilichtige bei einem Vermögen unter DM000 Mk. und bet einem Einkommen unter 10 000 Mk min« Ider,ochrrge Krnder, dann kann er für daS 3 der minderjährigen Kinder und die folgenden je 5°» des Lehrbeitrages in Abzug bringen, Härte er z. B fünf miuderiährige Kinder, dann könnte er für das 3., 4. und 5. minderjährige Kind ,e 5»,« gleich I5°Ä m>n 81 Mark gleich 12,50 Mk. in Abzug bringen sodaß der Wehrbeitrag dann nur noch 68,8b Mk betragen wwrde In diesem Zoll ist die weitere Vergünstigung gegeben da» die Trinel-Bettäge «hier 22.95 Mk.: aut volle Mart nach unten abgerundet werden, sodaß dann nur 22.— Mk. dreimal fällig würden. Tie Verpflichtung zur Abgabceiner Erklärung besteht bei einem Vermögen von mcbr als 20MO Mk., oder be, einem Einkommen von mehr als 4000 Mk, und gleichzeitigem vermögen van mehr als 10MO Mk. Ms Strafen sind vor» gesehen: Ordnungsstrafen, Geldst rasen, Zuschläge zu der Steuer, 'und als neues, sehr beimruhigendes Moment: Gefängnisstrafe. Tvgegen werden Geldstrasen nicht in Areikeitsftrafen umgewandelt. Die Entrichtung der Steuer kann gestundet werden, das Icftc Dritte! kann unter Umstanden ermäßigt werden. Es ist ledvcki schon jetzt zu bezweifeln, daß das Reich, das mit anderen Einnahmequellen zum Teil beträrbtltifie Einbuße erlitten hat,, von diesem Ermäßigungsrecht des Wehrbeitragsgejctzes Gebrauch machen .wind. Gegen die Veranlagung sind dieselben R c ch t s nti 11 c [ gegeben, wie bei der direkten Staatssteuer. Eine Zwangsverstelgerung von Grundstücken imdet ohne Zustimmung deS tnehrbeiiragsvilichtigen Eigentümers zum.Zweck der Einziehung des Wehrbeitrages nicht statt. Diese Bestimmung entivricht einer ähnlichen Bestimmung, die schon bei dem Reichszuwachsfteuergesetz Ausnahme gesunden hatte. Eine lebhafte Erörterung hat der bekannte § 68 des Gesetzes, der sog. Genera.lpardon, gesunden, welcher lautet: „Gibt ein Beitragsvilichtiger bei der Veranlagung zum Lehrbeitrag, oder in der Zwischenzeit seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes, bei der Veranlagung zu einer direkten Staats-, oder (Gemeindesteuer Vermögen oder Einkommen an, das bisher der Besteuerung durch einen Bundesstaat oder eine Gemeinde entzogen worden ist, so bleibt er von der landesgesetzlichen Strafe und der Verpslichtng zuur Nachlassung der Steuer sür frühere Jahre frei." Namentlich durch die im Reichstag vor einiger Zeit vcran- laßte Interpellation sind in der Folgezeit die beteiligten Behörden dazu gekommen, diese Bestimmung sehr nachsichtig zu handhaben. Es war natürlich zn erwarten, daß unter dem Schutze dteses Ge- neralpardöns in einzelnen Fällen ganz namhafte Beträge von ,bisher den Steuerbehörden gegenüber verheimlichten Vermögen und -Einkommen an dos Tageslicht kommen würden, dicrbet'hat natürlich die erstmals in unserer Steuergesetzgebung angedrohte Gesängnissttaie das Gewissen geschärft. Es ist nur zu wünschen, daß sowohl dem Reich die aus dem Wehrbeitrag erhosste Einnahme entspringt, als auch namentlich den städtischen Gemeiniveien und den Bundesstaaten infolge dek jtrnn erhöhten Steuer-Erklärung auch größere Einnahmen zu- sließen, sodaß in Gießen und auch beim hessischen Staat von einet Steuererhühung vorläufig noch abgesehen werden kann, — Das gleichzeitig mit dem Wehrbeitragsgesetz erlassene B e - k i tz st c u c r g e s c v, stellt bezögt, her Einteilung der Vermögens- grupven und der technischen Bchoctdlung dieselben Grundsätze aus wie das Wehrbeitragsgesetz, Tos Prinzip der Besteuerung ist folgendest Es wird von dem Vermögenszuwachs, der sich ergibt sür die Zeit vom 1. Januar 1911 bis zum 31. Tezember 191b eine Abgabe erhoben. Tiefe Abgabe wiederholt sich soäter leweiilg von drei zu drei Jahren sür den in den vorhergehenden 3 Jahre» entstandenen Vermögenszuwachs, Ter Vermögenszuwachs wird aber nur dann versteuert, wenn er mehr als 10 000 Mark beträgt, und Vermögen unter 20 000 Mk. sind nicht zuwachs- steuervilichtig. Tie Schulden werden abgezogen, ausgenommen sog, .Haushaltungsschulden. Für die Erhebung dieser Zuwachs- Lranckn-rrun-scbc»»». kf. 01 r b e i t e r i n n e n h e i m e. Die starke Anziehungskraft, j-die die Jtidustriearbeit aus unsere weibliche Arbeiterschait ausüüt, .Verbunden mit der ständigen Nachfrage nach Arbeitsfrästen, bewirkt ein fortwährendes Zuströmen von 'Arbeiterinnen nach den Centren des Gewerbes. Vom Land, aus den kleinert und mittleren Städten kommen sie, bald vollständig unvorgebildet, bald mit geringen Kenntnissen in Schneiderei oder Näheres ausgerüstet, um einen Erwerb in der Großstadt zu finden, sie wißen nichts von den Schwierigkeiten, die ihrer harren. Selbst wenn es ihnen gelingt, eine lohnende Arbeit zu finden, fühlen sie doch nur zu bald, daß sie in der Frem.-.e sind, unter Fremden wohnen n-nd leben müssen Viele der Mädchen machen schleckne Erfahrungen mit ihren Wirtinnen oder auch mit den Menschen, denen sie gutgläubig vertraut haben. Tenn sie haben meist niemanden, der ihnen selbstlos rät oder ihnen die Wege weist. Hierin haben die Arbeitcvinncnkeime eine Abhilfe geschaffen. Jn^ München, Berlin, Dresden, Hamburg, Tüsiekdori und anderen Städten haben sie sich auigeian, um den Arbeiterinnen das Heim zu ersetzen. Bei ihrer Gründung, vor nunmehr zwanzig Jahren, ging man voriiauig zu Werke und richtete nur einen oreiSwerten Mittägs- und Abendbrottiich ein und versammelte die Mädchen an den Abenden bei gemeinsamen Svielen. bei Gesang-, Turn- oder Handarbeitsstunden. Bald zeigte sich der außerordentlich günstige Einfluß dieser Einricknuna. Tie kräftige uitd regelmäßige Ernährung wirkte in geiundheitlccher Hinsicht ebenso günstig, wie die Zu- sammeniein in erffeherisiber Beziehung. Wieviel Gutes lolche Heime leisten könlien, beweisen die vom Verein zur Errichtung von 'Arbeiterinnenlieimen, Berlin, gegründeten vier 'Anstaltei,. Zwei von ihnen sind schlashctme und können 85 Mädchen sür das übliche schlasstellenenlgelt in bescheidenen, aber hübschen und 'behaglich eingerichteten Zimmern aufnchmen. Die anderen beiden Heime bewähren sich feit Jahren in Form' bvn Klubs, In allen ist die Verwaltung ehrenamtlich. Sozial interessierte Frauen haben die Leitung unter sich oder arbeiten als) Helferinnen, teilen Essen aus oder beschäsligen sich abends mit den Arbeiterinnen, nwbei die' soziale» Unterschiede aus glücklichste überbnickt werden »nd di» Helserinnen in vielen Fällen die Nehmenden sind. Täglich versammeln sich ungefähr jc 150 Gäste in jedem Heim mittags und abends, um die gut zubereiteten .und doch billigen Mahl- -esten einzunebmen Erwähnenswert ist noch besonders, daß auch ffie die körperliche Erholung gesorgt wird. Svmitag'Ävanderunqcn, abendliche Besmlse von Schulgärten Ivcrden gemeinsam unternommen Sind die Arbeiterinnen so glücklich, Urlaub zu erhalten, so steh' ihnen dos S o mmer - Er h ol u nsh er m des Vereins in Freihagen, Mark, zur Verfügung, wo die Gäste für 1,50 Mk. pro Tag anis sorgfältigste verpflegt werden. ks B e r kaufe rinn cns ch »len. Die Kurrcipondenz Frau erfragen schreibt: tso s^r in Regirrungskrcisen Preußens steuer ist ein Hcbungszeci träum von drei Jahren vorgesehen, beginnend mit dem l. Avril 1917. Die Steuersätze sind auch hier progressiv geordnet derart, daß, wenn der Bermögens- zuwachs nicht mehr als 50 MO Mk. betrügt, von iedem Hundert des Zuwachses 0,75 Mk. erhoben wird. Dieser Satz geht bis zu 1>/rd° bei einem Vermögenszuwachs von mehr als 1000OM Mk. Es ist hier also eine Progression aus das Dopveltc vorgesehen. Außerdem ist ein Zuschlag scstgesetzt le nach dein gelamten Vermögen, das der Bctressende besitzt: beilvielsweise wird, wenn dieses gesamte Vermögen mehr als 100 OM Mk. undf weniger als '200000 Ms. beträgt, der Steuersatz um 0,1 vom Hundert des Zuwachses erhöht usw, bei einem Bermögen von wehr als 10 OM 000 Mk. wächst dieser Zuschlag auf l 0 ,'o. Bel dem Zuschlag ergibt sich also eine Progression auf das Zehnfache. Deisviel: Wenn der- Vermögenszuwachs 11'000 Mk. betrug (31. Tezember 1916), dann ist hierfür die Besitzstcuer mit litt mal 0,75 gleicki 82,50 Mk. zu entrichten. Wäre dieser Zuwachs van 1100Ö Mk. bei einem Vermögen eingetreten, das mehr als IM OM Mk. beträgt, (jedoch loeniger als 200 OM Mk,), dann würde ein Zuschlag von 0,1"° des Zuwachses' gleich 110 mal 0,1 gleich 11 mal l gleich II Mk, erhoben, sodaß die Besitzstener in diesem Beispiel sich stellen würde aus 82,50 Mk. plus 11.— gleich 93,50 Mk, Im übrigen gleichen auch hier die Bestimmungen vieliach denen des Wehrbeitragsgesetzes. Auch hier wird die Entrichtung der Steuer erleichtert durch Verteilung aus eine Reihe von Jahren, Hervoxzuheben wäre noch, daß bei bebauten Grund stücken schon setzt die Festsetzung des gemeinen Wertes sich empsiehlt, da am 31, Dezember 1916 dieser gemeine Wert in der Regel bei bebauten Grundstücken zu Grunde gelegt wird, und weil unter Umständen ein rechnerischer Wertzuwachs, der auch besitz lsteuervilichtig werden kann, sich dann ergeben könnte, wenn letz! der niedrigere Ertragswert deklariert worden ist. Ter Ertragswert wird bei bebauten Grundstücken mit dem sünsundzwanzigtachcn dxs Mietertrages, gerechnet nach dem Durchschnitt der orei letzten Jahre angenommen, wobei ‘/s für Nebenlei st ungcn und In standhaltungskosten abgezogen werden kann, andererseits leerstehende Wohnungen oder Lüden mit dem gewöhn lichen Mietvreis doch in Ansatz kommen. Der Steuervslichtige kann auch hier in allen Fällen verlangen, daß statt des Ertragswertes der gemeine Wert der Veranlaonna zu Grunde geleit rgrrd. Und dieses empfiehlt sich meines Erachtens für alle Beitragsvslichtigen, die sonst dami) rechnen müssen, daß sic unter Umständen van einem Vermögens Zuwachs, der nur aus dem Papier steht, schließlich noch eine Besitzsteuer bezahlen müssen. Wertpapiere werden mit dem Kurswert angesetzt, Auch in diesem Fall ka'cn aus einer rein kurs- mäßigen Differenz eine Beitragspflicht sich ergeben, da es nicht zulässig ist, etwa den bei früherer Anschaffung der Wertvaviere he» zahlten höheren Kurs oder gar den Nominalbetrag der Wertvaviere in Ansatz zu bringen, um die Spannung des Kurses aus der Zeit der gerückten wirtschafflichen Lage gegenüber einer bei der nächsten Veranlagung vielleicht gerade vorhandenen Hochkonjunktur auszngleichcn. In steuerlicher Beziehung neu ist sür die Hausbesitzer die im § 51 vorgesehene Verpflichtung, der Veranlagungsbehörde aus deren Verlangen die sämtlichen Bewohner des Grunifftücks mit Namen, Bernfsstellung, Geburtsort und Geburtstag anzugeben. Wie im Eingang dieser Darlegungen erwähnt wurde, dürste eS nicht ausgeschlossen sein, daß auch diese Besitzstener (Zuwachssteuer) die ebenfalls ein starr beunruhigendes Moment in sich birgt, das allerdings den meisten jedoch nicht zum Bewußtsein kommt, nach irgend einer Richtung doch eine Umbildung erfahren )vird, so daß ans dieser Besitzsteuer, die im Gegensatz zu den, als nur einmalig und außerordentlich gedachten Wehrbeitrag, >-!>on setzt als eine periodisch wiederkehrende Abgabe vorgesehen ist, sich die Grundlage für eine dauernde direkte Besteuerung durch das Reich ergeben wird. — Gietzener Strafkammer. Gießen, 15. Mai 1911. Zu dreißig Mark Geldstrafe, sowie zu den Kosten beider Instanzen einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen wurde der Kaufmann H. K, ans Mendorf a. d. Lahn verurteilt. Er hatte dem Zeugen H. die nicht erweislich wahre 'Tatsache erzählt, dcr dis Ueberzeugung herrscht, daß die Zeit für die Errichtung von Fortbildungsschulen gekommen ist, verhalten die maßgebenden Stellen sich den Perkäuferinnenschulen gegenüber noch abwartend. Man ist der Ansicht, daß sich solche Schulen nur sür größere Orte eignen, wo es daraus ankomme, die Mädchen in einigen Fächern auszubilden. Warenkunde lasse sich mir betreiben, tvenn die erforderlichen Waren und die nötigen Lehrkräfte vorhanden seien. Noch sei die Frage nicht geklärt, ob es zweckmäßig sei, Kurse für Verkäuserinnen einzurichten, weshalb es auch noch nicht möglich sei, Lehrkräfte hierfür auszubilden. Die in dieser Richinng angestrllten Versuche sind noch zu jung, um Klarheit über die Erfolge geben zu können. — Die Suffragetten-Parade. Das sonst sonst so stille und vornehme Washington war am Samstag dcr Schauplatz der größten Demonstration sür das Frauenstimmrecht, die bisher in Amerika veranstaltet wurde. To weit man blicken konnte, war die ganze Breite der schönen Pennivloaisill-Avenue und deren Seitenstraßen vom Lasayette-Park aus bi§ hin zum Kapitol von Tausenden von Fronen und Mädchen besetzt. Zum Kongreß zogen sie alle, um das „Petitions-Bataillon" zu) geleiten, die 531 Frauen, im als Abgesandte aller Staaten der cknwn zum Pa-lt- ment zogen, um die Abgeordneten zn bitten, iür das Frauenst-mm- recht einzutreten. Mit Kränzen und Girlanden geschmückte Mädchen marschierten an der Spitze des Zuges, zehn Musikkapellen geleiteten die endlose Prozession, Mädiven-Herolde hoch zn Rotz zogen voraus. Dann kam die Susfragetten-Kavallerie und schließlich, in wohlgeordneten Gruppen, die Wahlrechtsorganisationen der Frauen. Eine Abordnung der Männerliga für Frauenstimmrecht von Pemtsylvanien machte den Beschluß. Frau Juliett Barett Rubles führte zu Pferde als „Großmarschall" die ganze Armee von ihrem Versammlicngsvrt gegenüber deitr Weißen Hause bis zum Kapitol. Neben ibrem Pferde wallte ein mächtiges Bonner durch die Lüste, auf dem man, las: „Wir fordern die 'Annahme der Resolution Bristow-Mondell", einer Resolution sür dos Frauenstimmrecht, die im Senat eingebracht worden ist. Tie Schaulust des Publikums kam aus ihre Kosten. Tie Frauen, die von den Fenstern aus den großen Umzug betrachteten, begeisterten sich iür die malerischen Gruppen weißgekleideter Mädchen, die da den Frühling, die Jugend und die Hoffnung verkörperten, anmutige, hübsche, junge Tauten, denen selbst bärbeißige Frauenieinde nur mit lleberwindung Wünsche abschlagen würden. Tie Männer aber sahen stauneltd aus die von Miß teilte Hill geführte Kavallerie, die prächtige Banner von tvcißer, goldener und purpurner Farbe trug. Fast nüchtern neben dieser poitwhaffen Gruppe nahm sich der Zug der arbeitenden Frauen aus, der Zchriitstellerinnen, Sehan- spielerinnen, Schneiderinnen, Arbeiterinnen und Ärztinnen, die hinter ihren verschiedenen Fahnen, des Ermkes der Stunde sich bewußt, würdevoll und energisch einherschritten. Bor dem Kapitol marschierte das gnnze Heer dann auf und stimmte das von Dr, Privatkläger, der verheiratet ist, habe in stlltcn-Buseck „eilte mit einem Kind", Das Sck)ösfengericht hatte das Verfahren eingestellt, weil der hier in Frage stehende Voriall ursvrünglich nicht Gegenstand derJPrivatllage gewesen sei. Die Strafkammer kam zu,anderer Autlassung, Die Straic wurde deshalb so niedrig bemessen, weil der Angeklagte jene Aeußerung im Vertrauen gemacht hatte. Zu je einer Mark Geldstrafe wurden die Landwirte H. K, und P. S. aus Hungen verurteilt, well sie in der Nacht voncj 25. znm 26. August unt> l. zum 5. September vorige» Jahres ihre Wagen bezw. (heräte aus dcr Ortsstraßc stehen gelassen und sie nicht mit einer brenncn- äen Laterne vcrselwn haücn. Obwohl der Wagen des K. ganz auf seinem' eigenen Grund und Boden stand, mußte Verurteilung erfolgen, weil das Grundstück nicht äußerlich erkennbar vorder Orts- straße geschieden ist mib vom Publikum gleich der straße als öffentlicher Weg benutzt wird, Ter Geländestreiicn vor dem Hause des ©., auf dem dessen Mähmaschine stand, und der chensalls im Eigentum des S. steht, ist zwar äußerlich erkennbar voci der Straße abgetrennt, die Mähmaschllie ragte aber ani die Straße htnaus. Auch der Umstand, daß in der Näh,' dcr Heiden fraglichen Stellen Richtlaternen die gan.ze stlacht hindurch brennen, entband nach 'Ansicht des Eserichts die Angeklagten nicht von dcr ihnen durch das Polizeistrasgesetzbuch auserlegten Pervtlichtung, das Fuhrwerk, tvenn es ausnahmsweise während der Nacht nicht von der Straße entfernt wurde, so zu verwahren, daß sich niemand durch, Anstoßen, namentlich an die T-eichsel, beschädigen konnte, und außerdem bei dem Fuhrwerke eine dieses beleuchtende Laterne zu unterhalten, Freigesvrochcv wurde der Schneider H, K. aus Alsfeld, der vom 'Schöffengericht zu 12 Mk, Geldstrafe verurteilt worden war: ihm war zur Ülast gelegt, im November vorigen Jahres, abends gegen ^/ch chhr, dem Taglöhner Sch. vorsätzlich aus seiner Wohnung heraus mit Waffe, überschüttet zu haben. Tie Bcweisaufftahme konnte die Täterschaft des Angeklagten nicht eimvandsrei seststellcn, weshalb mangels Beweises Freisprechung erfolgen mußte. Zu ,e sechs Wochen Haft wurden die Bergleute W, K. von Sleinheim und >A. M. ausl llnter-Tchmitten wegen groben Unfugs verurteilt. Sie hatten in der Nähe von Steinheim in angetrunkenem Zustande quer über die Geleise der Bahn Gicßen-Geltlltausen zwei ffins bis seckts! Zentimeter dicke Latten gelegt: ferner hatten sie zwei Bosaltsteine an die Innenseite der Schienen gelegt. Das Schöffengericht hatte die Sache sehr milde beurteilt und K. mit 28, M. mit 25 Tagett Hast bestraft, auch 14 Tage der erlittenen Untcrsuckmngshaft on- gerechnet. Tie Strafkammer hielt eine empfindlichere Strafe hier am Platze, ließ es aber mll Rücksicht aus die Angetrunkenheit bei der auSgesvroä>enen Anrechnung der Untersuchungshaft bewenden. NniverkitätS'Nachrrchten. Hk, Internationale Vereinigung für Dermatologie und Suvhilidologie, 2luf Grund einer Vereinbarung ani dem internationalen Termatologenkongreß in Rom im Jahre 1912 ist bei Gelegenheit des internationalen medi-, zinischen Kongreffes in London im Jahre 1913 eine internationale' Bereinigung für Dcrmawlogie und Stzvhllidologie unter dem Vorsitz von Sir Malcolm Morris gegründet worden. Zum Generalsekretär ist Tr, D ubois-L a v c II i t h in Brüssel gewählt worden, wohin auch der Sitz der neuen ostsellschasl grlegt wurde. Im Anschluß hieran hat sich der „Münch, Med, Wochenschrift" zufolge dcr Ausschuß des deutschen Zweigvereins konstituiert, der aus den Herren 21 r n i n g - Hamburg, I a c o b i« Freiburg, E, Lesser -- Berlin, A. N e i s s e r - Breslau. O. R o senthal-Berlin, A. Wolfs-Straßburg und PH. D e i el-Cannstabt besteht. Als Schriftführer ,md Schatzmeister fungiert Geh. Sanitätsrat Tr. O. Rosenthal-» Berlin W., Potsdamer Straße 121g, atj den die Anmeldungen zur Aufnahme in die Vereinigung erbeten werden und von dem die Statuten zu beziehen sind. Tic wichtigste Besttmmung «derselben lautet, daß an den Arbeiten dcr internationalen Kongresse nur Mitglieder der Bereinigung tcilnehmen können. Ter Beittag. der nur im Kongreßsahr eryoben wird, bettägt 50 Frcs. gleich 40 Mark. Sport- Deutscher Start. Wochen-, Monats- und Jahres-Rann- kalender 4914. Wochenausgabe Nr. 4, Preis 50 Pig. Verlag des „Deutschen Start", Berlin NW. 6, Schiffbauerdamm 19. Wer Ethel Smvth gedichtete neue Sus>ragetten-Lied an, dessen Klängi weithin über den Platz brausten. Es heißt „Ter Marsch de» 'Frauen", und die ersten beiden Verse lauten: „Ruft, ruft! Hoch schalle Euer Sang! Ruft mit -dem Wind: cs strahlen Morgenlichter Marschiett! Beschleunigt Euren Gang Hoffen erwacht, die Banner wallen dichter. Singt hon der Hoffnung, singt von Träumen So nennen sie's: gesegnet sei dies Wort Der Sehnsucht Hall ivill überschämnen Donner der Freiheit, Gottheit ist dein Hort!" — T i e Extravaganzdes Strumpfes. Ter nahende Soznmer bcschett den Modedamen eine neue Gabe: deu Strumpt- luxts. Schon im vergangenen Winter setzte das ein: aber was die neuen Pariser Strumvffnoden sür Sommer und Herbst bnngen, läßt an Extravaganz alles hinter sich, was bisher ersonnen wurde.. Tie fußireien kurzen Röcke und die neue Mode des leichten ties- occsgeschnittcnen Schuhes wurden den Modeschömcrn zum Anlaß, sich her Neugestaltung des Damenstrumpses mit ganz beion- derer Liebe zuzuwenben. Die zarten und dusttgen Früchte dieser Bemühungen liegen nun vor. Da sieht man in Paris ganz seine- schwarze Seidensttümpfe, aus denen in anmuttger und graziler Gold- und Silberstickerei Getreideähren auftauchcn oder bunte Perlen, die fast wie glitzernde Juwelen wirken, ja selbst flimmernde Pailletten schmücken den Strumpf. In leuchtenden Stickereien erscheinen alle Blumen- und Blütcnartcn, zattc, weiße »Am- glöckchen oder phantostischc Orchideen: allein die Pflanzenwelt genügte nicht, selbst die Tierwelt lieh bereitwillig ihre Formen- um den modernen Tamensttnmps zu schmücken. Man 'seht Strümpfe, auf denen, von japanischen Stickereien beeinflußt, zwischen lauschigen Büschen oder auf dünnem Eichenzweige bunte Vögel zwitschern oder die Flügel breiten: ja selb» Krabben und Krebse tauchen aus — vermutlich eine diskrete Anipielung aus den schwierigen Gang gewisser Damen, die allzu Hobe Absätze tragen. Ter Strümvse hat sich eine entschiedene Freude an der Buntl>eit bemächtigt, wenngleick» in der Regel starke Farbenkontraste vermieden iverden: man steht mattblaue Strünrpie mit goldenen Sttckereien, Smaragdgrün mit Violett, Türkisblau tmt Tunkelblan. Andere „Kreatiocten" tragen Einsätze oder Me- dmllons aus dusttgen Chonttllhsvitzen. Sehr beliebt ist auch der zweijarbig gestresste Damensttumvi. Als große Mode gilt der weiße Strunrps mit goltr oder sllbergestickter Achte, ilm pikante Farbcnwirkungen zn erzielen, legen manche Damen auch zwo, Paar Strünrpie an, einen Untersttunivi von starker leuchtender Farbe und darüber einen dünnen durchitchngan Strumv'. der gleichsam als Schleier die Farbe abdämpff und so ein diskretes Farbenduett Hervorrust, Wtr bte ,«)rm ber Pferde, über alle Einzelheiten in Bezug auf gaauftne Rennen gut orientiert sein toilf, bet nehme den ,,1-ait» lwit Start", btn unentbehrlichen Taschenkalender für leben, ber Uai für bei,ticke Rennen »itcreiiiert, Ohne daS Büchlein kein ricktiger Anhaltspunkt für bas, was ivar, kein Lcitladen für das, iva-5 kommt. kirchliche Nachrichten« Evangelische Gemeinde. Eon „tag, een ,7, Mai, Rogate: Kollekte zum Besten der kirchliche» Bersorgiing ber evangelischen Deutschen in, AiiTlonb. Sottesdienst. Zn der Lladtlirche. Bormittaas 8 Uhr: Plärrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für bieNenkonftrmierten nur ber Markns- gemeinde. Borniittags 944 Uhr: Plärrer v. Schlosser. Vormittags H Uhr: Kinberkirche liir die PlattdänSgemeinde. Plärrer v. S ch l o i s e r. In ber gohannertiechc, NormittagS 8 Uhr: Plärrer Ä » s l e l b. Zugleich Christenlehre liir bie Neiikonftrmierten ans ber Johannesgenteinde. Bonnittags 9'*, Uhr: Proleilor li. Schiaii. Vormittags II Uhr: Kinberkirche liir bie Liikaßqemetnde. Plärrer BechiolSheimer. Abends 8 Uhr: Deriammlung unb Bibelbelprechiing im Johannessaal. gm lukassaale iLtebigüraße 56). Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst liir Tandstuinine. Plärrer Bechtolsheimer. Am HimmellabrtStage, be» 21. Mai: In ber Stabtkirche, Ponnitlags 9'/, Uhr: Plärrer v. Schloss er. In ber gohanneskirche. Vormittags 9',', Uhr: Plärrer AnSleld. Vormittags II Uhr: Kinderklrche liir die Zobannesgeuieinbe. Plärrer A n s i - l b. In ber alten Zriebhosrkapelle. Nachmittags 2 Uhr : Psarrer B e ch t o l S h e i in e r, _ „Wartburg", evangelischer Jünglinge unb Manner-Ii erett. tTiezstrane IS, stirchstraß« 9.) TlenStag, abends 8'/, Uhr, Bibelstimbe, Alittwoch, abenbs 8 Uhr, Turnstnnbe, Donnerstag, abends 8*/, Uhr. Lese- unb Svielabenb, Samstag, abends 87, Uhr: Versammlung der ältere» Abteilung. Sonntag, abends 8 Uhr: Vortragsabenb, Kirchstraße 9. Sonntag, bei, 17. Mai: Ausflug. Gäste nets ivillkomnie». vibelkrönzchen für Schüler höherer cehranstalten. Jüngere 'tbteilnng ieden Mittwoch von 6—7 >Ihr, Aeltere Abteilung fegen Sainstag voir 6—7 Uhr i>n Johanitessaal. Stbelkränzchen für Mädchen aus ber Zohannergemeinbe, Jeden Dienstag von 8-7 Uhr im Johannessaal. Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: Sonntag, den 17. Mal, vormittags X10 Uhr. , (ÖL Abendmahl liir Mainflar und Danbringen.i Daubringcn : Sonntag, den 17. Mai, nackniittags > ,2 Uhr. Dekan G » st m a n n, Mainzlar: Sonntag, den 17. Mai, nachmittags 1 Uhr. Repetent Koppler- Gießen. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 18. Mai: hiachmittags iw, ö Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur bciL Beichte. Sonntag, den 17, Mai, 5. Sonntag nach Ostern: Vormittags von 87, Uhr an: Gelegenheit zur HL Beichte. , „m 7 Uhr: Tie erste HL Meiie. , i»n 8 Ubr: 'Anstellung der hl. Kommunion um 9 Uhr: i'oüiamt mit Predigt. . in» II Uhr: öl. Me'ie mit Predigt, Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre: daran! sakramentalische Bruderschasts-'Andacht. Dienstag und Freitag abend «»> 6', Uhr ist Maiandacht, Diaspora-Gottesdienst. In «ich um 9'/, Uhr. Wie man das Fett von Hüsten und Unterleib zum Verschwinden bringt. Mine Stellar erklärt baä Geheimnis, das der Parilerin die Erhaltung eines lcklanken, wolilgeiormten Körpers gestattet. »Obwohl meine Figur jetzt allgemeine Bewunderung erregt, habe auch ich die Schrecken zu kräftiger Hüllen und eines zu starken Unterleibes gekannt", sagt dlmo Kellar, eine zierliche, anziehende Parilerin, die sich gegenwärtig in Berlin auidäli, »Ich war der Aniicht, es liege fick nun einmal nichts dagegen tun und hätte mich iicherttch in mein Schicksal ergeben, dieier zu starken Fettbtldung wegen um zehn Jahre aller auszuiehen, als ick wirklich war, wenn ich nicht zulällig von einer meiner Freundinnen ein einfaches Kräuterrezept eriahren hatte, das mir endlich meine Schlankheit wiedergab. Wie ich in Erlabrung brachte, wenden die wellten, wegen ihrer schönen Figur bekannten Schauspielerinnen und Damen der Gesell- schait dieses Sütittel regelmäinn an, wenn sich irgendwo eine zu starke Fettbildung bemerkbar macht: aus diese Weise erhallen sie sich immer schlank und wohlproportioniert, — Oh. ich gebe Ihnen ganz gerne das Geheimnis preis: man beschafft sich aus der Apotheke 4 Gramm Eschenblätter und 98 Gramm Onadal, tut die Eschenblätter zuhaule in eine Schüssel, gießt 3 kleine Kalseetägchen voll kochende« Walser darüber und lägt das eine halbe Minute »ziehen". Dann nitriert man die Flüssigkeit durch ein Tuch, lüg, das Onadal hinzu und schüttet die Mischung in eine Flasche zum Aulbeben. Die Anwendung erlolgt jeden Abend und Morgen durch kretSsörmigeS Ein- reiven der betr, Stellen mit den Händen lür etwa zehn Minuten. Und wie lreute ich mich über das Resultat! Konnte ich doch fast sehen, wie bei jeder Einreibung das Fett lozulagen wegschmolz. Ich trage jetzt ein kleinere,' Korsett, brauche mich nicht mehr zu schnüren, und das Fleisch ist dabei io lest, dag ich auch ohne Korsett eine ganz natürlich schlanke und elegante Figur habe, 6027 s» vattd»rtr»I1«» ins, raschen v v oreüslichen Wirkung. In allen Apotheken, b fito'vän'Ille Äj 110001 Sta»öcsa>ntsnact»ricvten. Gießen Aufgebote: Mat 8, Johann Michael Hußendörier, Fa- brifarbeiter. mit Katharina Martin, beide in Gießen — Philipp Läufer, Hüttenarbeiter in Wetzlar-Niedergirmes, mit Katharine Beck tn Ruppertenrod, — 9. Heinrich Hoos, Schlosser, mit Emma .Helene Kretzig, beide in Gießen, - Heinrich Haussauer, Kutscher in Gießen, mit Luise Reinnädtler in Dorlar, — Richard Oskar Karl Göbel, Kaufmann in Gießen, mit Regina Mathilde Keßler in München, — II, Heinrich Döring, Postbote in Grünberg, mit Anna Maria Rodamer in Altenschlirf, — Hermann Seipv, Aeißbinder in Heuchelhesm, mit Elisabeth Geisel in Gießen, — 12, Heinrich Ass, Schreiner in Münster, mit Katharina Bichl in Ober-Bessingen, — 14. Wilhelm Noll, Kellner in Gießen, mit Adele Meier in Londorf, Eheschließungen: Mai 9, Hugo Möhs. Friseur, mit Margarete Werner, beide in Gießen, — Heinrich Christian August Bolpert. Sergeant in Friedberq sHesscn), mil Maria Johanna Weber in Gießen, — Joseph Prünn, Bergmann, mit Katharina Wahl, beide in Gießen, — Wilhelm Peter Heinrich Uhl, Bankbeamter in Saarbrücken, mst Marie Clisabethe Wilhelmiuc Eid- mann in Gießen, Geborene: Mai 4,^ Dem Bierhändler Georg Philipp Lich ein Sohn, — 5. Dem Schlosser Georg Justus Friedrich eine Tochter, — 7, Dem Maschinenmeister Eduard Schneider ein Sohn, Kurt Hermann Friedrich Adam Heinrich, — 8, Dem Packer Jakob Rinderknechl eine Tochter, Karola, — Dem Bäcker Georg Flick ein Sohn, Georg Friedrich Wilhelm, — 10. Dem Schutzmann Robert Gustav Willi Holzigel ein Sohn, Heinrich Helmut Sterbefälle: Ma! 7, Johannes Weiß, Bahnarbeitcr, 62 Jahre alt, Marktplatz 18, — 9. Karola Rinderknecht, 1 Tag alt, Neuenweg 40. — 11. Adolf Hermann Pseiffcr, 1 Jahr alt, Licker Straße 19, — Hugo Maria Wagner, Kaufmann, 56 Jahre alt, Bahnhossttaße 26. — 12. Heinrich Lang, 21 Jahre alt, Sicher Straße 74. — 13. Rosa Maria Kinkel, 6 Jahre alt, .Ludwigstraße 30, Alsfeld, Aufgebote: Mai 6, WUhelm Eugen Schneegaß, Eisen - dreher in Arnstadt, mit Emilie Wollrab in Alsield, — 9. Christoph Ernst Steiner, Psarrverwaller in Alsseld, mit Marie Anna Luise Charlotte Otto in Berlin, Eheschließungen: Andreas Wadel, EmaUteiabrtkarbei- ter, mit Lina Dufenberg, beide in Oisenbach a. M, — Werner Opel, ftatitmaim in Loutcrbach, mit Anna Elise Koch in Alzseld, — 5. Justus Hehlgans, selbst. Schuhmacher, mit Katharina Bertha Lerch, geh, Waldeck Witwe, beide in Alsield, — 6. Wilhelm Daniel Aube, Hotelier in Billa Tonnersberg, Gemeinde Dannenfels .^Pialz, mit Maria Margaretha Waldeck in Als'eld, Geborene: Mai 3, Dem Fabrikarbeiter Stegmund Weselh ein Sohn, Ernst, — 5. Dem Trechslergehtlien Heinrich Geisel I, ein Sohn, Jvscs, — Dem Daglöhner ftonrab März ein Sohn, Jost Georg, — 9, Dem Kaufmann Georg Hill II eine Tochter, Kalharrne Paula Lina Eliriedc Sterbefälle: Mai l, Israel Katz, Rentner, 73 I, alt, Bad-Nauheim, Eheschließungen: April 4, Ingenieur Hermann Brands, Mannheim, mit Maria Dorothea Friederike Kniertem Bad-Nauhktm, — Kutscher Friedrich Paul Schulze, Bad-Nauheim mrt Christine Elisabethe Aletter, Bad-Nauheim, — 14, Kauimann Friedrich Wilhelm Beruht, Bad-Nauheim, mit Marie Winkler Bad-Nauhetm, — 15, Postass,stent Philipp Peter Feubner' -Sprendlingen kr, Alzey, mit Elisabethe Katharina Kolter Bad- Nauhetm, Geburten: Avril 8, Dem Badcwärter Wilhelm Martin Klmgemeicr eine rrochter, Lina Katharine, — Dem Kuvierputzer Wilhelmes Johannes Cornelius van Bugi eine Tochter, Dorothee Amalte Helene, — 14. Dem Kaufmann Alfred Wilhelm Gerhard Schwarze ein Sohn, Helmuth, — 15, Dem Mechaniker Adam Georg Johann Boptiit Pöllath, ein Sohn, Georg — 27 Dem Kellner Friedrich Kurt Friedrich ein Sohn, Walter Kurt — Dem Schuhmacher Peter Schneider eine Tochter, Margarete Elisabethe Sterbeiälle: April 7, Philipp Karl Goll. 1 Monat all, Sohn des verstorbenen Schneidermeisters Heinrich Philiov Gotl zuletzt wohnhatt in Bad-Nauheim, — 8, Maria Elisabethe König' ohne Bern,, 3o Jahre alt. — 19. Anna Magdalene Sophie Aubel geborene Storm, 44 Jahre alt, — 25. Schuhmachermeister Christoph Neuling. 72 Jahre alt, — 26. Näherin Christine Hartmann. 53 Jahre alt. — Rentnerin Margarethe Langsdorf, geh. Aletter, 62 Jahr alt, Bersrod, Eheschließungen, Mai 10, Johannes Schmitt, Landwirt zu Winnerod, mit Margaretha Büchner zu Reinhardtshain. Sterbesälle: Mai 9, Wilhelm Herzberger, 7 Wochen alt, Butzbach, Aufgebote: Mai 18. Hahnarbeiter Friedrich Heinrich Stein in Butzbach, mit Bertha Flach, ohne Berus, in Wenings, Eheschließungen: Mot 9, Fabrikdirektor Tr, Hans stonrad Alsred Schneider in Tourcoving tn Frankreich mst Amalie Elisabethe Charlotte Karolina bvssmann, ohne Berus, in Butzbach, — Küfer Heinrich Grüninger in Butzbach mit Emma Albs, ohne Berus, in Muichenheim, — Kauimann Georg Heinrich Kratz 'mit Emma Charlotte Luise Keßel, ohne Berus, in Butzbach, Friedberg, Ausgebote: Mai 6, Ter Kauimann Gustav Kahn in Schierstem, mit Martha Ballin-Oppenheimer in Friedberg, — 7. Der Kinematographenbcsitzer Johann Christoph Stoppel in Friedberg, mit Elise Antonie Knavv in Friedrichsdors, — 9. Der Schlosser Valentin Georg Lohrum in Weisenau, mit Elisabetha Louise Götz in Rüsselsheim, — 11. Ter Finanzasvirant Johannes Eckelmann in Friedberg, mit Emilie Katharina Decher in Elbenrod, — Der Gütervorsteher Karl Endlich in Friedberg, mir Johanna Josepha Wirtz in Franksuri a. M, — 12. Ter Gärtner Konrad Philipp Rvsenbecker, mit Minna Strauch, beide tn Steinsurth, Eheschließungen: Mai 9, Der Borzeichner Heinrich Joseph Lindemann in Eisen mit Maria Anna Simmep in Friedberg. Geborene: Mai 2, Dem Taglöh',rer Joseph Heil eine Tochter, Katharina Maria,^ — 7. Dem Schuhmacher Friedrich Christian Brunkhardt ein Sohn, Heinrich, Sterbesälle, Mai 11. Frau Johanneite Weygand geh, Usselmann, wohnhaft in Berstadt, 54 Jahre alt. Grünberg, E h e s ch l i e ß u n g e n: Mai 14, Dt, Ernst Kornmesser, prakt, Arzt in Höchst (Odenwald', mit Marie Bertha Karoline Johanna Wallenfels, Geborene: April 26, Dem Lehrer Dal Roth ein Sohn, Fritz, Sterbeiälle: Mai 4, Elisabethe Sliedenrod, geh, Engel, Näherin, 74 Jahre alt, — 10. Johann Jost Ploch, T>- 7 löhner, 73 Jahre alt. Lauterbach. Eheschließungen: Mai 2. Georg Eugen Störtet, Lackiercrmeister, mit Sucie Törner, beide in Lauterbach, — 5. Friedrich Schad, Schuhmacher in Lautcrbach, mit Marie Beier von Stockhausen, — 12. Johann Friedrich Orth, Arbeiter in Schlüchtern, mil Elisabetha Hedrich in Lauterbach, Sterbefälle: Mai 5, Lina Stein von Crainfeld, 21 Jahre alt. — 7. Heinrich Dtterbein II,, Schlosiermeistcr, 7.6 I, alt, Lollar, Ausgebote: Mai 4, Carl Hitz, Schlosser, mit Eliiabethe Kaiser, beide in Lollar, — 7. Wilhelm Schupp, Former, mit Sophia Werner, beide tn Lollar, — 11. Ludwig Kltnkel XI,, Schuhmacher in Lollar, mit Elise Wagner in Alten-Buseck, Eheschließungen: Mai 2. Ludwig Heinrich Karl Schmidt, Former, mit Johanna Wilhelmine Weger, beide in Lollar, — 3 Hugo Ernst Carl Piorkow, Bäckermeister in Bad-Nauheim, mit Johanna Thielmann in Lollar, — 9. Georg Wtssemann II,, Schlosser, mit Katharina Bierau, beide in Lollar, Geborene: Mai 10, Dem Bäckermeister Wilhelm Wörncr eine Tochter, Paula, Londorf. Ausgebote: Mai 9, Ludwig Bovv. Gastwirt in Bellersheim, mit Elisabetha Karoline Becker in Londorf. — 13. Wilhelm Noll, Kellner in Gießen, mit Adele Meier in Londorf, Reiskirchen, Eheschließungen: Mai 10, Philipp Baiser I., Landwirt, mit Marie Stumpf, beide in Reiskirchen, Schotten, Ausgebote: Mai 12,, Ludwig Krudrich Schwalb, Schuh» machergehilse, mit Anna Kraft, beide in Schotten, Sterbeiälle: Mai 7. Karl Arcnlarius, Kaufmann, 22 Jahre alt, Watzenborn-Steinberg Aufgebote: Mai 5, Ludwig Fink, Bahnatbeiter in Watzenborn, mit Christine Schmiti in Steinberg. Eheschließungen: Mai 9, Karl Burger, Ziegeleiarbeiter, mit Maria Reitschmidl, beide in Watzenborn-Stcinberg, Geborene: Mai 1, Dem Weißbindcr Ludwig Buß II, in Steinberg ein Sohn, Theodor. — 10. Dem Bergmann Konrad Meusel eine Tochter, Frieda, — 11. Dem Landwirt Theodor Ludwig Philipp eine Tochter. Erna Maria, — Dem Bergmann Friedrich Ludwig Zipse ein Sohn, Friedrich, Sterbesälle: Mai ,3, Karl Burger, Bahnarbeitcr in Steinberg, _ Heuchelheim, Ausgebote: Mat 11, Albert Mandler, Taglöhner in Kinzenbach, mit Wilhelmine Leib in Heuchelheim, Eheschließungen: Mai 10, Heinrich Ludwig Welltr, Zimmermann in Atzbäch, mit Luise Engelhardt in Heuchelheim, — Albert Neidel, Bahnarbeiter, mit Katharina Schneider, beide in Heuchelheim, Hungen, Aufgebote: Karl Theodor Rudols Riese, Bildhauer in Magdeburg, mit Maria Knorr in Hungen, Sterbesälle: Heinrich Kaspar Ludwig Jockel, Weißbindermeister, 66 Jahre alt, Klein-Linden, Aufgebote: Heinrich Wilhelm Volk, Postbote, mit Elise Christiane Jung, beide in Klein-Linden, — Wilhelm Weber, Saummart in Klein-Linden, mit Katharine Torfeld in Staufenberg, — Wilhelm Adolph, Dagenputzer, mit Katharine Regine Marie Schwarz, beide in Klein-Linden, Eheschließungen: Friedrich Wilhelm Jung, Schreiner in Klein-Linden, mit Lina Hahn in Gießen, Gebotene: Dem Kraitwageniührer Philipp Germer ein Sohn, Walter, — Dem Eiscnbahnschassner Ludwig Theis II, ein Lohn, Wilhelm, — Dem Reserpelokomotivführcr Karl Schmidt ein Sohn. Willy, Sterbefälle: Maria Wagner, geb, Feisel, 36 Jahre alt, Langsdorf, Eheschließungen: Albert Heinrich Karl, Postassistcnt in Hanau, mit Christiane Maria Ullrich in Langsdorf, Geborene: Dem Fruchthändler und Landwirt Hermann Kneipp II, eine Tochter, Martha, Sterbesälle: Louise Fry, geb, Burg, §er IM Scofis (Million Wommen! Mein setzt 14 Monate altes Söhnchen Gottiried, ist heute ein kräftiges Bübchen, laust seit seinem 13, Monate und ißt alles, was man ihm vorsetzt, Tabe, war er von Geburt an recht schwächlich, Wenn ich heute gesragt werde, was ist denn mit dem Kleinen ootgegongen, daß er sich so wider Erwarten prächtig entwickelt hat, so sage ich: Der hat Scotts Emulsion bekommen! Tatsächlich ist der Kleine erst zu dem geworden, was er heute ist, seitdem ich ihn Scotts Emulsion nehmen lasse. Die Zähnchen — bis jetzt 14 Stück — sind bei' dem Bübchen ahne Schmerzen und ohne Unruhe durchgcbrvchen. Dieser Erfolg an meinem Kinde hat mich von der vorzüglichen Wirkungskrast von Scotts Emulsion für immer überzeugt, ffl?z > Obcrschwcizer Gottfried Niffeneqqer. Domäne Rohwiese bei Landsberg a. SB-, 22 Mai 1912. 291D Gerade für schwächliche Kinder ist Scotts Emulsion besonders nützlich, Tenn durch sie bekommt der Körper diejenigen Stoffe, die er zu seinem Aufbau braucht. Scotts Emulsion ist leicht verdaulich und leistet tatsächlich mehr als sie lostet. Die echte Scotts Entulsion ist an der Schutz» marke: Fischer mit Dorsch, kenntlich. Und nur Scotts Emulsion soll das Kind bekommen! Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft» und »war nie lose nach Gewicht oder Maß», sondern nur in versiegelten Original- slaschen in Karton mir unserer Schutzmarke (Ji-cher mit dem Dorsch). Scott L Bowne. G. m. b, H. Frankfurt a. M. 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