Nr. U2 Zweites Blatt m. Jahrgang Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siehener ZamIIienbläfter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Areirdlatt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Tie „randwirtschaftlichen Seitsragen" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeige Eencral-Anzeiger für Gderhessen Donnerstag, 1,4. Mai Rotationsdruck und Verlag der Vrübl'Ichen UnwersitätS»Buch- und Steindruckerci. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: e=®51. Rcdaktion:c^KlI2. Tel.-AdruAnzeigerGietzen. Die neue hessische Grdeusvorlage. Die schon vor längerer Zeit von der Regierung ange- 'kündigte Gesetzesvorlagc, betr, die Revision der Gesetze über die religiösen Orden und ordcnsähnlichen Kongregationen, ist vom Ministerium des Innern zunächst der Zweiten Kammer der Land stände vorgclegt w-orden Tic Vorlage besteht aus vier Artikeln, in denen die von der Regierung vorgeschlagcnen Abänderungen näher behandelt werden, und 'schließt sich im allgemeinen eng an die früheren Dar- .legungen über die Stellungnahme der- Regierung dem bekannten Antrag Dr, Schmitt gegenüber an. Dieser von beiden Kammern einmütig angenommene Antrag ging da- tsin, die Regierung um die Einbringung einer Vorlage zu ersuchen, durch welche die Gesetze vom 23, April 1875 und ll.Juni 1895, die religiösen Orden und ordcnsähnlichcn Kongregationen bctresfend, abgcändert werden und namentlich die schweren Ausnahmen von dem Grundsatz: „Gleiches Recht für alle" beseitigt edier doch insoweit gemildert werden, daß den Ordensleutcii eine freiere Tätigkeit in religiöser, charitativer und sozialer Beziehung ermöglicht wird," Ge- legentlich der Beratung dieses Antrags konnte die Regierung — wie sie in der Begründung der Vorlage bemerkt — unter Aufrechthaltimg des grundsätzlichen Standpunktes der hessischen Ordensgesetzgcbung doch in ^mehreren Punkten ein Entgegenkommen in Aussicht stellen und die Reformbedürftigkeit der Ordensgesetzgebung anerkennen. Sie lehnte ober dabei ausdrücklich die Anschauung ab, als verletze die hessische Ordensgesetzgebung den Grundsatz „Gleiches Recht ifixt alle", eine Bemerkung, die besser auch bei der Beratung des Antrages von den Landständen gestrick>en worden wäre, 'Denn den Katholiken ist —• so erklärt die Neuerung sehr ,richtig — die Betätigung in religiöser, charitativer und 'sozialer Richtung an sich ebenso srcigestellt, wie den Andersgläubigen, Solveit sie sich aber zu dieser Betätigung besonderer Einrichtungen bedienen, Orden usw,, die von den solchen Zloecken gewidmeten sonstigen Einrichtungen wesentlich abweichen, muß die Staatsgewalt ihnen gegcirüber auch eine besondere Stellung cinnehmen, die von derjenigen sich unterscheidet, welche sic gegenüber der sonst üblichen Betätigung in religiöser, charitativer und sozialer Richtung cinnimmt, Ties führt zu einer gesetzlichen Regelung der Beziehungen der religiösen Orden und ordcns- ähnlichen Kongregationen zur Staatsgewalt, aber nicht l ju einer Ausna^megesetzgebung, die sich gegen eine bestimmte Konfession richtet. Zur Betzründung der neuen Vorlage macht die Regierung verschiedene allgemeine Ausführungen, in denen es heißt: Seit denk Erlasse der kirchenpolitischeu Gesetze sind nahezu 40 Jahre verflossen. Friedliche Beziehungen haben sich während dieser Zeit zwischen Staat und katholischer Kirche gebildet, und au» verschiedenen Gebieten arbeiten Staat und Kirche einträchtig nebeneinander zinn Wöhle des Volkes, Es ist erklärlich, daß manche Bestimmungen, die bei der Auseinandersetzung zwischen Staat und Kirche in den siebziger Jahren getroffen worden sind, unter den veränderten Verhältnissen in weiten Kreisen als ungerechtfertigte Härte empfunden werden. Diesem Umstande lzat der Gesetzgeber schon wiederholt Rechnung getragen, indem er das Gesetz, die Vorbildung und Aistellung der Ölcistlichen bctresfend, vom 23, April 1875 durch das den kirchlichen Anschauungen und Bedürfnissen mehr entsprechende Gesetz vom 5, Juli 1887 ersetzte, das ,'Gesetz, oen Mißbrauch der geistlichen Amtsgewalt betreffend, vom 23, Jtpril 1875 durch die Gesctzesnovelle voin 7, September 1889 erheblich milderte und die bereits im 'Gesetze, die religiösen Orden und ordenSähnlichcn Kongregationen betreffend, vom 23, April 1875 enthaltenen Ausnahmen von dem Verbote der Ordensnieder- i lassungcn durch die Rovellc vom 1, Juni 1895 erweiterte. Diese Novelle hat nach Ansicht kirchlicher Kreise den Bedürsnisscn des ! ,katholischen Volkes nicht ausreichend Rechnung getragen. Schon im Jahre 1906 hat das bischöfliche Ordinariat in einer Eingabe darauf hingewiesen, daß die kirchlichen Organe, denen die Pflege des religiösen Lebens als verantwortungsvolle Pslicht obliegt, den zahlreiche« neuen Aufgaben, welche die ungeahnte apolitische und soziale Entwickelung mit sich bringe, nicht mehr ge- , wachsen seien und notwendig der Unterstützung durch Kräfte klöster- I sicher Genossenschaften bedürften. Die eingehenden Erhebungen und ' Verhandlungen, die sich an jene Eingabe angeschloffen haben, cr- . gaben, daß die hessische Ordensgesetzgcbung noch einige, von her .katholischen Bevölkerung als Härten empfundene Bestimmungen enthält, deren Ausrcchterhaltung bei den gegenwärtigen friedlichen Be- ,ziehnngen zwischen Staat und katholischer Kirche nicht geboten cr- lscheint, Zu dieser Auffassung mußte man um so mehr gelangen, als Preußen schon seit Jahren seine Ordensgesetzgebung erheblich : gemildert hatte, ohne daß in Bezug aus das friedliche Ncbenein- iandcrbcstchen der verschiedenen christlichen Konfessionen sich Un- >zuträglichkeitcn gezeigt hätten, v Die Trauerseier für die Gattin des Reichskanzlers. Berlin, 13, Mai, Bei der Trauerfeier für die Gemahlin des Reichskanzlers im Kongreßsaale des Rcichs- kanzlerpalais waren außer der Kaiserin und den bereits gemeldeten Angehöriaen des Kaiserhauses u, a, anwesend: .Vertreter der deutichen Bundesstaaten, die Hofstaaten, die Präsidien der Parlamente und eine unübersehbare Trauerversammlung hervorragender Persönlichkeiten aus allen Zweigen des öffentlichen Lebens, insbesondere der Kunst und Wissenschaft, sowie der Handels- und Fiuanzwclt, Besonders zahlreich wir das Offizierkorps Vertreten, — In der Mitte der Schmalseite des Saales war ein Altar errichtet, vor dem' der mit dem Kranze des Kaiscrpaares und anderen Blumengewinden geschmückte Sarkophag stand. Zahllose Kränze schmückten die anstoßenden Räume und milderten den tiefen Ernst des Trauerhauses, Ter Trauerrede, die Generalsuper- intendcnl v, Lahusen hielt, lagen die von der Entschlafenen sekbstgcwählten Worte des 25, Psalms zu Grunde: „Leite mich in deiner Wahrhaft und lehre mich, denn du bist bcr Gott, ber Var hilft! Täglich harre ich dein: dann keiner wird zu Schanden, der deiner harrt." Gesänge des Königlichen Los!- und Tomchors, ebenfalls von der Entschlafenen für diesen Zweck gewählt, mw- rahmten die Feier, die voll Wehmut und Weihe einen ftcfcn Eindruck in der Bersainmlung hinterlicß und einen ivürdigen Aus^ druck der allgemeinen innigen Teilmrhme darstcllt, die das dcuffchc Doll, vom Kaiserthrone bis zu den breitesten Schichten herab, dem ersten Beamten des Reichs in seinem schweren Leid zollt. Die sterbliche Hülle der Gemahlin des Reichskanzlers wurde nachmittags nach der Trauerseier int Reichskänzlerpalais in aller Stille nach dem Stettiner Bahnhof übergesührt, um von dort nach Hohensinow gebracht zu werden, wo in engstem Familicn- kreise die Beisetzung itr der Bethmaaui Hollivcgscheu Familicngrust erfolgt. Heer und Flotte. Rücktritt des sächsischen Kriegsminisicrs. Wie der „Sächsische Lairdcsdrenst" erfährt, wird Gene- ralobcr st Freiherr v, Hansen nach Schluß des Landtags auf seinen Wunsch von der Stellung als Kriegsministcr zurücktrctcn. Zu seinem Nachfolger ist der Gencraladjutant des Königs, Generalleutnant v, Carlowitz, in Aussicht genommen, Kriegsminister v, Hausen Ixrt säst 12 Jahre an der Svitzc des sächsischen Kricgsministeriums gestanden. Seit langem halte er die Absicht, in den Ruhestand zu treten, da er bereits nahe der Schwelle der 70cr Jahre ist: er hat aber noch sein öOjährigeS Misitärdicnstjubilänm scrcrn wollen. Er komile dies am 11, Dezember vorigen Jahres begehen und war damals Gegenstand außerordentlicher Ehrungen durch den König von Sachsen, der ihn äum_ Chef eines bcr neuen sächsischen Regimenter ernannte, Frhr. v, Hausen ist am 17, Dezember 1816 als Sohn des früheren Stadtkommandanten von Dresden geboren, machte den Krieg von 1864 und die Feldzüge von 1866 und 1870/71 mit. Er erhielt das Eiserne Kren; und das Ritterkreuz erster Klasse des Albrecht- ordcns mit Schwertern, 1875 wurde er zum preußischen Großen Generalstab kommandiert, kam daun 1876 zum sächsischen Generalstab und hatte nun verschiedene Posten inne, bis er 1902 als Nachfolger des Eienerals v, der Planitz zum Staats- und Kriegs- Minister ernannt wurde, 1910 wurde er zuin Generaloberst befördert, Er ist seit 1876 mit Marie, geborene v, Salviati, der Tochter des preußifchcn Geheimen Oberrcgicrungsrats v. Salviati, vermählt, Er besaß den höchsten sächsischen Orden, den HauSorden der Rautcnkrvne, und ivar seit hem Tode des Justizministcrs v, Otto Vorsitzender im Gesamtminislerium, Sein Nachfolger Generalleutnant v, Carlowitz gilt als einer der hervorragendsten Trupvenfühver, Er hat die Gcneral- stabslausbahn durchgemacht, war Ehe» des Stabes vom 12, Armeekorps und lange Zeit Chef des sächsischen Generalstahes, Gegenwärtig nimmt er die Stelle eines Erziehers beim sächsischen Kronprinzen und dessen Bruder, dem Prinzen Friedrich Christian, ein. Beide Prinzei! bereiten sich auf eine militärische Prüfung vor. Sobald diese abgelegt worden ist und die Prinzen bann die Universität beziehen, wird Generalmajor v, Carlowitz das Amt des Kricgsministcrs übernehmen. Er ist verheiratet mit der Schwester des sächsischen Gesandten in München, v, Stieglitz, Dcutfcbe Kolonien. D i e Anleihedenkschrift für die Schutzgebiete, die dem Reichstage zugegangen ist, gibt Rechenschaft über die Verwendung der Anleihen im Rechnungsjahre 1912. Nach der letzten Denkschrift vom 28, November 1912 sind in den Rechnungsjahren 1908 bis 1911 136172 298 Mk, durch Begebung von Anleihen realisiert worden. Es blieb somit als Rest für 1912 ein! Betrag von 744 493 Mk, Für 1912 wurden zu Anleihen bewilligt 34 037 029 Mk, Hierzu treten 83360 Mk, Depotzinsen aus der zinstragenden Anlegung des Anleihecrlöses 1911, die abzuziehen sind, so daß 1912 34698161 Mt, flüssig zu machen waren. Die Flüssigmachung der Anleihetredite kann auch im Wege eines vom Reich zu gewährenden Darlehnserfolgen, Diesen Weg hat das Reilch bcschritten und den Kolonien ein Reichsdarlehen von 34 Millionen Mart gewährt, Der Rest von 698161 Mk, verbleibt für das Rechnungsjahr 1913, Dieses Darlehen wird mit 4,1 Pro- verzinst, Im einzelnen wird nachgewiesen, für welche Zwecke die Anlcihcmittel Verwendung gesunden haben. Provinzial-Ausschutz der Provinz Oberhesse». Gießen, 13, Mai, Anwesend: Provinzialdirektor Gehcimcrat Dr, U s i n g e r und 6 Mitglieder, Beginn 9, Ende 1 Uhr, 1, Enteignung von Gelände zum Ausbau der Ederstraße zu Gießen, Auf Antrag des Ober- bürgermcisters der Stadt Gießen war der auf heute angesetzte Termin von der Tagesordnung abgesetzt worden, 2, Klage des vereinigten Armenfonds der Stadt Friedberg gegen den Landarmen verband daselbst wegen Unterstützung des L, W, Wahl aus Bier stad t, W. wurde einige Zeit auf Verlangen des Beklagten im Bürgcrhospital Fricdberg ver- pslegt. Nach einem Vertrag zwischen dem Landarmcnverband und dem Armenfonds Friedberg ist in derartigen FäUen ein Pslegegeld von 1,60 Mk, täglich zu entrichten, wenn der Betreffende in Friedberg selbst hilfsbedürftig wird, im anderen Falle 2 Mk, Der Armensonds war der Auffassung, daß es sich um einen nicht in Friedberg hcrvorgetretenen Pflegefall handele und forderte deshalb 2 Mk, für den Tag an. Der Landarmcnverband zahlte aber nur 1,60 Mk,, so daß der Armenfonds Klage der dem Provinzialausschuh einreichte. Sie wurde heute als unzulässig a b g e w i e s e n, weil der Provinzialausschuß der Ansicht war, daß über einen derartigen Streitfall die ordentlichen Gerichte zu entscheiden haben, 3, Gesuch des Andreas Reinhardt in Lollar um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft, Gcmeinderat wie Bürgermeister vvn Lollar haben sich gegen das Vorliegen eines Bedürfnisses für diese Wirtschaft ausgesprochen und auch der Kreisausschuß des Kreises Gießen stellte sich auf diesen Standpunkt, indem er die nachgcsuchtc Genehmigung versagte. Die Berufung des Eesuchstcllers an den Provinzialausschuß ivar erfolglos. Nach Vernehmung verschiedener Zeugen wurde sie heute als unbegründet kostenfällig zurückgewiesen. bismarck im Zilm. Zn,Gunstcn des Bismarck-Nationaldenkmals aus der Elisenhöhe bei Bingen, brachte die Eiko-Film-Gesellschast einen Film heraus, der gestern zum ersten Male hier gezeigt wurde. Man könnte vielleicht Bedenken haben, ob sich das wechselreiche, tatengroße Leben unseres eisernen Kanzlers im Lichtbilde gut wiedergeben lasse, aber wer der gestrigen Vorführung des Werkes beiwohnte, muß zugeben, daß es, von kleinen Mängeln abgesehen, trcsslich gelungen ist. Bei einer derartig gewaltigen Aufgabe ist es ja selbstverständlich, daß nicht alle Szenen auf gleicher Höhe stehen und daß nicht alle Bilder von gleicher Güte sind, aber man muß daher dem, was hier geleistet wurde, wirklich Bewunderung zollen, ^ Der Film beginnr mit der Geburb Bismarcks am 1, Aprft 1815, als der große Korse Elba verlassen hatte und nach Frankreich zurückgekehrt war. Mit jubelnden Ruten eilen die erfreuten Bauern zum Herrenhaus und schauen mft blitzeirden Angen zu 8bn Fenstern hinaus, wo man sich freudig um den kleinen, zappelnden Jungen dränat. Frisch ivächst der stramme Bursche heran und findet an, dem väterlichen Besitz seinen ersten Freund in einem alten Schäscr, zwischen dessen dickwolligen Schafen er Ivcit lieber sitzt, als lstntcr den schwcrlcibigcn langweiligen Schulbüchern, Als Siebzehnjähriger bezieht der begeisterte Jüngling die Universität Göttingen und bringt cs durch seine tollen, übermüftgen Streiche schließlich soweit, daß er vor dem Universitätsrichter erscheinen „darf", der ihn zu acht Tagen Karzer verdonnert. Was tuts! Auch das gebt vorbei, wie das ganze Studium, Da ihm als Resercndar der bnrcaukratische Stumpfsinn nicht bchagt, zieht er sich aus seine Güter zurück, ssn rastloser Arbeit bringt er sic wieder in die Höhe und lebt m stiller Zufriedenheit, bis ihn sein König als Vertreter nach Frankfurt schickt. Rasch verschafft er sich Hinsehen bei seinen Kollegen, die ihn gern als Krautjunker behandelet möchten, und kommt schließlich als Gesandter nach Petersburg und von dort nach Paris, Anr 22. Scvtembcr 1862 ernennt ihn König Wilhelm I, im Parke zu Babclsbcrg zum Ministerpräsidenten Tirrch die Jahre der inneren Krisen und die Kämpfe von Düppel und KönrgMiätz leitet er seinen von ihm verehrten Herrn über die blutigen Schlachtfelder von 1870 zur Kaiserkrone, Mit gewaltiger Hand baut er jetzt das' Reich im' Innern aus und schosst ihm eine Glanzstcllung in der Welt, Als feit y ureigenstes Werk sichert der Dreibund noch heute den Wcltftieden, Ein drohendes Kricgsgewitter weiß er zu bannen, denn seine Worte: „Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt!" lassen jeden Wasfenlärm verstummen. Mit heißem Danke lohnt du deutsche Nation ihrem Eisenkanzlcr, der trotz seines hohen Alters sie» an seinem Platze aushält, bi- er nach kiartem Ringen und bitterem Schmerze sein Abschiedsgesuch einreicht. Gerade dieser innere Kampf ist herrlich in dem Film wicdcrgegcbcn imd Vvn ergreifender Wirkung, Ebenso geht cs zum Herzen, wie der alte. kaMpfmüdc Mann von seinem verschiedenen Herrn im Mausoleum Abschied nimmt, oder wie er mft srohmütigcn, treuen Augen die kleinen Jungcns in seinem Parke begrüßt. Gerade diese letzte Szene ist um so erhebender, als sie geioissermaßcn eine Heerkchau des „Alten ans dem Sachsenwaldc" über die Heranwachsende Jugend darstellt, die ihm mit roten Backen uird heißdankbarem Herzen cntgcgendrängt. Sie wissen, was sic ihrem Bismarck schuldig sind „ — — tragen wir erst bessere Waffen, Schützen wir, ivas d u geschaffen, _Halten treu die Wacht am Rhein", Die Gräfin Tiepolo vor Gericht. -s. San Remo, 12, Mai, Die weitere Beweisaufnahme im Prozeß gegen die Haupt- 'mannssiau Oggioni gcb, Gräftii Tiepolo sin bisher nichts neues ergeben. Die Angeklagte wohnt den Verhandlungen mit verhältnismäßiger Ruhe bei und weiß die Einwürso deS Staatsairwalts geschickt zu entkräften. Hin und Wider bricht sie in Dchrcikrämvfe aus, wenn die Rede ans ihren Mann ünd ihre Kinder kommt, oder sie verbirgt den Kops in den Händen, sobald Erörterungen heikler Natur beginnen. Die bisher Aber das Eheleben der Gräsin vernommenen Zeugen haben nur bestäftgcn können, daß zwischen den Eheleuten das beste Einvernehmen bestand. Die Behauptung, die Gräsin habe zu zwei älteren Herren ihrer 'Bekanntschaft in engeren Beziehungen gestanden, ist bisher durch keinerlei Aussage bekräftigt worden, Bon den Zeugen, die zur Verwandtschaft des Erschossenen gehören, wird das begreifliche Bestreben an den Tag gelegt, diesen im besten Lichte erscheinen zu lassen. Er sei ein guter Sohn und Bruder gewesen und würde sich niemals zu einem Angriff aut seine Herein haben hi'irreis 7 en lassen. Verschiedene Mädchen aus per jBe?anntschost des Toteir, mit dencir dieser zeitweise verlobt war, b-stätigen aber, daß er sehr hinter den Frauen her war, Seme Ll-Hauptung, daß die Olräsin in ihn verliebt ser, haben die Zeuginnen für Renommisterei gehalten. Tos gleiche Urteil über Polimantr fällen auch verschiedene seiner ehemaligen Freunde: ein Chauffeur, mit dem der Tote ziemlich oft verkehrte, erklärte, daß dieser viel ausgeschnitten habe. Er habe viel mit seinem Oilüa bei Frauen renommiert und unter anderem erzählt, unter seinen Geliebten bcsinde sich auch die Frau eines Advokaten, Del einem anderen Freunde hat Polimanti einmal einen Blumenstrauß bestellt, der angeblich für die Gräjiii sein sollte. Ein früherer Bursche des Hauplnuanns bekundet, daß sich die Gräsin in der ganzen Stadt der größten Achtung erfreute Uiid daß sic Nlit ihrem Mann in der glücklichsten Ehe gelebt habe. Sie sei ihm gegenüber stets^ liebevoll besorgt gewesen. Als er das Ehepaar verließ, habe er die Photographien des Hauvtmanns und seiner Frau erhalten. Ein anderer Zeuge, der ebenfalls einmal Bursche! bei dem Haupt- mann gewesen ist, bekundet, daß ihm die Gräfin sehr anteilvolle Briese geschrieben habe, als er in Libßen Soldat war: er habt sie dort verloren. Der Vorgesetzte des Hauvtmanns gibt dieiem ein gutes Zeugnis, Allerdings hätte er sowohl wie auch die Gräsin sich von allzu großer Milde gegen den Burschen leiten lassen. Als der erste Uebcrfall äus die Gräfin bekannt wurde, habe ein Lsfiziersrat stattgesunden, der aber beschlossen habe, nichts weiter zu unternehmen, da Polimanti vor seiner Entlassung stand, — Die Verhandlung dauert fort, Gietzener Strafkammer. ' Gießen, 12. Mai, Die Einzieh ung zweier gefälschter Silbermünzen wurde durch Urteil ausgesprochen. Wegen intellektueller Urkunde nsäls ini n g wurde der 19j, Schmiedegeselle A, M, aus Marksuhl in Thüringen zu einer Gefängnisstrase von 1 Monat verurteilt, welche durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. Er hatte bei seiner Einlieserung in das Vilbeler Hastlokal trotz Belehrung über die Bedeutung des Eintrags in das Gcsangenenbuch einen iaischen Namen angegeben und so bewirkt, daß in ein öffentliches Register eine rechtserhebliche Tatsache falsch beurkundet wurde. Wegen Nichterscheinens trotz ordnungsmäßiger Ladung wurde die Berufung des Taglöhncrs F, A, aus Homberg, der vom Schöffengericht wegen Unterschlagum. zu 5 Tagen Gefängnis vcrurteüt worden war, verworfen. Zwei Italiener standen in der Person deS L, G, aus Quero und des A, E aus Eastcl de Rio vor den Schranken des Gerichts, Es war ihnen zur Last gelegt, in Gemeinschaft mit einem dritten, bisher noch nicht ermittelten Italiener in der Nacht vom 1, auf 2. Weihnachts- scicrtag vorigen Jahres in die katholische Kirche eingcbrochcn zu sein und dort den Opferstock gewaltsam geöffnet zu haben, um aus demselben Geld zu entwenden, ferner wurden sie beschuldigt, aus dem Hause Bohnhofstraße 48 mittels Einbruchs dem Obsthändler R, M. etwa 115—120 Mark, einen Lederbentel mit 2 österreichischen Kronen und einen Kasseneinsatz gcstoUen zu haben. Die beiden Angeklagten, die einen aufgeweckten Eindruck machten und auch ganz gut deutsch verstanden, leugneten hartnäckig, vermochten jedoch ihr Alibi nicht nachzuweisen und wurden durch eine große Anzahl von Zeugen des Einbruchdiebstahls in der Bahnhvfftraße übersührt. Der Einbruch in der katholischen .Kirche — der übrigens erfolglos verlies, weil der Opferstock leer war — konnte ihnen jedoch nicht einwandsiei nachgewiesen werden, obwohl sie der Tat dringend verdächtig esicheinen: insoweit mußten sic also sreige- sprocken werden, — Der Angeklagte G, wurde aiißcrdem allein noch des. Vergehens der intellektuellen Urkundenfälschung schuldig ep- achkst: er hatte br. seiner GinJicfcruiig in Da? Provinzial-?lrre>t- haus einen falschen NaiNkit angegeben. G, erhielt sür seine L>tra>- tatcn eine Gesamtzuchthansstrase von I Jahr 1 Monaten und 2 Wochen, C, wegen des schweren Diebstahls unter Einbeziehung einer durch die Strafkammer Köln ebenfalls nu'gen schweren Diebstahls verhängten Gesängnisstrofe von 5 Monaten eine (öczamt- strasc von 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus. (^cridMflddL -- Gießen, 13. Mai. (Sch ö fs c n gcrich t,l Ter wiederholt vorbestrafte Hausduriche D. W. von K. hatte, als er bei einem hiesigen sTaufmann bedieustet war, einen ihm von einem Kunden zur Ablicscrung eingehändiglcn Betrag von JJ Ml an seinen Brotherrn nicht abgeliesert, das Geld vielmehr zu Reisen nach Frankfurt und Wiesbaden verwendet. Er erhielt wegen Unterschlagung 2 Wochen GcfänLnis. Wegen Beamtend ei cidigung erhielt der L-chnewer P W. von hier eine Geldstrafe von 25 Mark. Anfang Dezember v. I. war seine 13 Jahre alte Tochter wegen irndcrzpensngcn Betragens von ihrem Klassenlehrer körperlich gezüchtigt worden. Als er durch das Kind hiervon Kenntnis erhielt, schrieb er in der Auslegung an den Lehrer einen schwer beleidigenden Brief. Eine von W. gegen den Lehrer Br. erstattete.Anzeige wegen Ileber- schreitung des Zücktigungsrechts war eingestellt worden. Als ein rabiater Bettler erwies sich der von Mutterstadt bei Ludwigshafen gebürtige Schlosser F. H, Am 29. April wurde er zu Lollar beim Betteln ertappt, benahm sich aber bei Feststellung seiner Personalien gegenüber dem Gendarmen sehr frech und widerichtc sich seiner Festnahme. H„ ein äußerst starker Mensch, sagte vielmehr den in Zivil besindlichen Gendarmen unter den Armen und warf ihn zu Boden. Nur mit Hilft mehrerer Einwohner konnte tz, sckstießlich überwältigt und gefesselt werden Heute erhielt er wegen Bettelns 10 Tage Hast, wegen Widerstands 3 Monate Gefängnis. Frankfurt a. M. 12. Mai. Der Prozeß gegen den Rechtsanwalt Tr. Fehl wegen Bestechung von Gesüngnisbcamtcn zur Erlangung von Klienten, der am Donnerstag zur Verhandlung kommen sollte, wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Im ganzen soll Dr. Fehl dem Aufseher 126 Mark gegeben haben. Hierfür hat er bereit? 4 Wochen in Untersuchungshast gesessen, lOOO Mk. Disziplinarstrafe bezahlt und seine Entlassung aus dem Anwalts stände »rhasten. Zudem erklärte ihn Medizinalrat Dr. Roth für geistig minderwertig. w. Mannheim, 13. Mai. Tic Zivilkammerl des Mannheimer Landgerichts hat heute im P r o z c ß A b r e s ch gegen Rechtsatt malt v. Harder das Urteil gefällt. Nach diesem hat NechtSanwalt.v. Harder 180 Mark nebst 4 Prozent Zinsen vom 1. ylpril 1014 an da§ Konto Puerto- Marguez, Eugen Abresch bei der Dresdner Bank zu bezahlen. Es wird festgestcllt, daß sich Herr v. Harder jeder Ber- waltungsmaßnahme über den Grundbesitz in Argentinien ohne Zustimmung des Klägers Abrcsch zu enthalten hat. Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung von 12 000 Mark vorläufig vollstreckbar. Tie Kosten sind von dem Beklagten zu tragen. Brüssel, 12. Mai. Ter oberste Kolonialgcrichtshos beschäftigte sich als Bcrusungsinslanz init der Angelegenheit des Leuwants Martins, der zu ILjährigerZwangsarbeit verurteilt wurde, weil er in der .Kongokolonie 16 Personen in brutalster Weise wegen geringfügiger Vergehen getötet hat. Der Gerichtshof beschloß, den Angeklagten ans seinen (Geisteszustand untersuchen zu lassen. London, 13. Mai. Fräulein A »s e l l, ivelche gestern da? Herkomerbild in der königlichen Akademie beschädigte, ist zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worbe». LanSwrrtschcift. ch. Bingen, 11. Mai. Die Bekämpfung de? Heu - und Sauerwurms, dieses sürchtcrlichen Schädlings des heimischen Weinbaues, mit Mkotinprävaratcn gewinnt immer mehr Freunde und dürste in diesem Jahre in großem Maß,stabe durchgesührt werden. Don der Grvßh. Wein- und Obstbauschul« in Oppenheim wurde hier heute ein Kursus über die Bekämpfung des Heu- und SauerwurMs mit Spritzmit- tcln abgehalten, um auf diese Weise immer größere Kreise der fveinbaiitrcibeiidcn Bevölkerung mit den Ergcbuisscu der neuesten Forschungen bekannt zu machen und ihnen gleichzciiig praktische Erläuterungen sür die beginnende Bekämpfung zu geben. Das Kreisamt des Kreises Bingen hatte sür estrcn Teilnehmer aus jedem Orte des Kreises ein Tagegeld gewährt, tun so die Betcili- gimg aus dem Kreise Bingen reger zu gestalten. Tor Besuch des Kursus Ivar außerordentlich stark. Der praktischen Unterweisung ging eine Besprechung voraus. Hierbei hielt Oekonomierat F u h r - Oppenheim einen Dortrag über die Lebens,veise des Hcn- und Saucrwurms und über die Bekämpsungsmittel, die bisher verwandt worden sind. Als wertvollstes mrd neuestes Mittel wurden die Nikotinprävarate bezeichnet, deren Zusammensetzung und Wirkung der Vortragende eingehend erläuterte. Insbesondere wurde von ihm auf die Tatsache hingewiesen, daß bei der Behandlung mit Nikottn gegen den Sauerwurm der aus den Trauben gewonnene Wein keinen Beigeschmack annimmt. Weinbautechnikcr W i ll i g-Bingen erläuterte die praktische Seite der Bekämpfung, Besonders betonte er, daß die Rcbenziehimg, deck Schnitt und die Laubbehandlung der neuen Bekämpfungsmaßnahmc angevaßt werden müsse. Zum Schluß fand in den städtischen Weinbergen bei der Burg Klovv eine praktische Uiitrrwcismlg über die Zusammensetzung der Spritzmittel und über die unchtigslen Bespritzungs- arteu statt, wobei ein vorgeführter Spritz schlitten ganz besonderes Interesse erregte. LnMchiffnhrt. Liegnitz, 12. Mai. Das Luftschiff „3.5." überflog von Posen kommend, heute früh Liegnitz und landete glatt in Halle. Um 8 Uhr ist es wieder zur Weiterfahrt nach Görljtz und Potsdam aufgestiegen, lvv es einige Zeit verbleiben soll. vermischte». * Mord und Selbstmordversuch. Aus Speyer, 13. Mai, meldet ein Privattel.: Gestern abend hat dev 23 Jahre alte Fabrikarbeiter Jakob Diehl im Verlaufe von Streitigkeiten seinen Schwiegervater, den 57 Jahre alten Maurer Valentin Wolf, einen dem Trunk ergebenen Mann, in dessen Wohnung erschossen. Daraus versuchte der Mörder sich selbst zu erschießen und verletzte sich schwer. * Fcueisbrünstc. Aus Alt-Döbern (Mark, wird gemeldet: Ein Raub der Flammen ist das ans dem 13. Jahrhundert stammcitde Gotteshaus geworden. Die Kirche enthielt einen ganz aus dunkel rotem Granit hergestellten Altar, der bis auf den Äickcl znsammcngestürzt ist. Der Dächstuhl brach mit dem Glockcnturm ein. Die aus der Nachbarschaft cingetrosfcnen Feuerwehren waren machtlos. — Die Morgenblätter melden aus Berlin: In später Abendstunde wurde die Feuerwehr nach der „Abte i" geruicn, einein der beliebtesten Ausflugsorte ans einer kleinen Spreeiusel, Bei der Ankunft der Züge waren bereits der Neubau und der alte Teil der „Abtei" völlig nirdergebrannt. Der Kloftergang, die Küchenanlagcn und der massive Teil der „Abtei", der nach der Stralaurr Kirche zeigt, blieben verschont. * Für eine halbe Million gefälschte Postanweisungen. Die Pariser Postvcrwaltung ist im letzten Monat auf eine sehr geschickte Art um über 500 000 Fr. geschädigt worden. Die Untersuchung darüber wird zwar geheim geführt, doch ist der „Matin" heute früh in der Lage, einige Einzelheiten zu mronent- lichen. Danach ist cs in den letzten drei Wochen einer Bande internationaler Hochstapler, in der bauvtsache allem Ansaxin nach Belgiern, gelungen, in die Postsäcke über 2000 gcsälzchte Postanweisungen cinzuschmnggel». Diese lauten je aus 200 bis 300 Fr., überstiegen jedoch niemals den letzten Betrag, da die Betrüger olsenbar wußten, daß die Anweisungen in diesem Falle von einem bezondc- rcn BcnachrichtigungSschein begleitet werden. Die Fälschinrgen lind mit hoher- Vollendung ausgcsührt, Tie Anweisungen summen lnS in die geringsten Kleinigkeiten mit den echten überein, so daß auch nicht einziges Mal der Verdacht der Postbeamten wach wurde. Die Fälscher hätten ihr Werk »och lange Zeit sortsctzen können, wenn nicht alle 14 Tage eine allgemeine Kassenvrüsung stattfmden wurde. Be, der letzten Prüfung entdeckte man nun, daß eine ganze Anzahl Anweisungen dieselben Nummern trugen und daß sich überhaupt in den Kassenberichten der eiiizelnen Postämter unerklärliche Unregelmäßigkeiten fanden. Aus diese Weise kam man den Fälschungen aus die Spur. Ossenbar wußten die Verbrecher genau von dieser Kassenprüsung, denii scitdein ist keine einzige verdächtige Postanweisung hi ehr cingclausen. Die Hoffnung, die Diebe zu saßen, ist daher sehr gering. 1 _ __ * Roosevelt ist mit den Herren G. K. Cherry und L. L. Miller von dem amerikanisckzcn Naturwissenschaftlichen Museum in Bridgetown (Barbados) eingetrosscn. Roosevelt wird sich zur Hochzeit seines Sohnes nach Madrid begeben. * Lynchjustiz. Aus Shreveporte (Louisiana) wird gemeldet: Ein Neger war unter der Anklage, sich gegen rin zehnjähriges weißes Mädchen vergangen zu haben, in das Gefängnis gebracht worden. Etwa 1000 Personen waren am heften lichten Tage ungefähr drei Stunden an der Arbeit, die GesängniStnr zu erbrechen. Sie drangen schließlich in die Zelle des Negers ein, warfen diessin einen Strick um den .hals, schleppten ihn auf die Straße und erhängten ihn an einer DelepHonstange in der Nähe des Gerichtsgcbäudes. * Explosion Ans Norfolk (Virginia), 12. Mai, wird gemeldet: Im Maschinenraumc des Dampfers „Jesscrson" der Old Dominion Company fand eine Explosion statt. Sieben Mann der Besatzung wurden getötet, einige versetzt. — Ucber den Stromverbrauch der elektrischen Glühlampen berichtet der „Promelhens" (Leipzig, Otw Spaniers: Gleich nach ihrer Erfindung, also im Jahre 1870, lieferte die Edinsonsche Kohlensadenglühlampe sür eine Energiezusnhr von 1000 Watt eine Lichtausbente von etwa 220 Kcpzen Im Lause der nöchstcn zwei Jahrzehnte gelang cs aber, di: Fabrikationsverfahren sür Kohrenfndrnlampcn so weit zu verbessern, daß die Lampen für 1000 Watt schon 320 Kerzen lieferten, bis man ihre Lichtausbente im Jahre 1904 aus 450 Kerzen sür 1000 Watt brachte, indem man den Kohlenfaden metallisierte. Schon aber war der Kohlenfaden überholt, dessen gänzliches Verschwinden aus der GlüMampcntechnik nicht mehr allzu lange aus sich warten lassen durfte. Die 1897 bekannt gewordene Nernstlampc lieferte schon 600 Kerzen für 1000 Watt, imi Jahre 1900 die OSminmlampc 650 Kerzen, b. h. ebensoviel, wie die im Jahre 1904 bekannt gewordene Tantallampe. Durch die Wolframsaden- lampe wurde dann im Jtthre 1906 die Lichtausbente aut 900 Kerzen sür 1000 Watt gesteigert, im Jahre 1911 brachten es die hochkcrzigen Wvlsramdrahtlampcn, welche der bis dahin ausschließlich als Kleinlichtauelle geltenden Glühlampe das weite Gebiet der Großbcleuchtung erschlossen, aus tim Lichtausbente von 1250 Kerzen, und die inr Herbst des Jahres 1915 hcraus- gekonrmene Nitralampe der A. E. G, Wolftamdray! in Stickstoss- süllung glühend, die zunächst allerdings nur als Starklichtguellc von 600—3000 Kerzen gebaut wird, voraussichtlich aber auch demnächst als Kleinlampc auf den Markt kommen kann, liefert etwa 2000 Kerzen für 1000 Watt. Die Lichtausbente unserer Glühlampe hat sich also im Verlause von 34 Jahren nahezu verzehnfacht, und eine noch ivcitcre Steigerung des Nutzeffekts der Glühlampe muß als durchaus im Bereich der Möglichkeit liegend angesehen werden. * Glänzende Aussichten. Der junge Ehemann (am Hochzeitstags: „Wir haben bis jetzt noch gar nicht darüber gesprochen, lieber Schwiegervater — wie ift’S denn eigentlich mit der Mitgist?" — Schwiegervater: „Hm ja, das wird heute selbstverständlich geregelt — ich nur erst wechseln lassen!" «leine Tageschronik. In Soanich-Hill auf der Insel Dancouver ist ein astronomisches Observatorium eingerichtet worden, das das zweitgrößte Teleskop mit einem Durchmesser von 73 Zoll erhalten soll. * Die alpine Rettungsstation Innsbruck teilt mit: Der 25 Jahre alte Juwelierssohn Jvsef Dicselt aus Düsseldorf wird seit Samstag, wo er einen Ausflug ins Hochgebirge unternahm, vermißt. Es werden Nachforschungen angcstellt. * In .einigen Gemeinden der Vereinigten Staaten haben Regengüsse großen Schaden auf den Farmen und mich sonst angcrichtet. Mehrere Personen sind in den Fluten um- gekommen. In der Gegend von Michigan ist der Sachschaden besonders groß. Märkte. o Nidda, 13. Moi. Aul deni heutige» Piingstmarkt wnren Ferkel außerordentlich stark anlgelrieben und deshalb die Preise mäßig. Ein Paar Ferkel, 8 Wochen alt, kostete 35—40 Mk., ältere das Paar 50—55 Mark. Manche Landwirte holten mit dem Ankauf von Nachzucht zurück, weil Ne noch leite Schweine liege» hoben, wosiir »ach den, letzten Maiktbericht in Franksurt a. M. die Preise wieder uw 2 PIg. liir das Pfund Schlachtgewicht gestmken (mb. Dagegen sind hier die Fleisch- »nd Wurstvreise »och verhältnis- mäßiq recht hoch. P Lantcrbach, 13. Mai. Ter heutige Schwein einarkt ivar mit langen Ferkeln verhältnismäßig glit besahren. Jnlolge der gedrückten Preise sür Schlachlschivetne wollte der Handel ai>- langs nicht recht in? Rollen kommen, troizdem genügend Känser vorhanden waren, da für 8—10 Wochen alle Ferkel 50—80 Pik. gelordert wiirden. Doch waren an, Schlüsse des Markte» last alle Tiere verkonlt bis ans einzelne, iür die allzu hohe Prelle verlaiigi wurden. Der nächste Schweincinarkt findet am 10. Juni statt, mit den, der sogenannte Prämiiernngsmorkt verbuiiden ist, bei Ivelcheiii auch Großvieh — das einzige Mal im Jahre — zum Aiistrieb kommt, krämermarkt wird ebeufollr an dielen, Tage nbgehalle» und ein« Perlosung von Pieh und iandwirtschalllichen Geräten veranstaltet. z. herchenhain, 12. Mai. Heute wurde bei ungünstiger Witterung der „Walpurgismarkt" abgehalten. Trotz des anhaltenden Regens wurde der Markt mit Schweinen stark besahren, Br, einer Anzahl von ungefähr 600 Schweinen standen die Preise der Ferkel tvie folgt: 6—8wöchige kosteten 40—50 Plöark, 8—10- wöchige 50—60 Mark. Läufer standen im Verlßiltnis zu den Ferkeln nicht auf ihrem Wert. Der Krümermarkt des Nachmittags war wie alljäl/rlich manaeshaft besucht. L. istiedberg, 13. Mai. Wochenmarkt. Butter ist abgeschlagen und kostet das Psund 1,40 Mk. Käsematte 20 Psg , Eier das Stück 8 Psg., Käse 6 Psg. Viel Salat, Spinat und Spargel wurden zu Markt gebracht, cbeitso viele Pflanzen, Mumcnstöcke und Sträuße. Kartos'eln wurden mit.5 Mark der Zentner bezahlt. ni. Itlrchhai», 13. Mai. Dem gestrigen Markt waren 689 Schweine zugrsahren. Der Handel war sehr flott. Es wurde bezahlt für dws Paar Läuser 60—120 Mk., für das Paar Ferkel 30—48 Mk., je nach Qualität. eh vi»»cu, >3. Mai. Tie Spargel Märkte Nieder- Jngelhcim »nd Heidksbeim waren ,» der letzten Zelt günstig be- inhreti. In, allqen,eineii habe» sich die Preise etwas erhöht. Jmmerhlii dari aiigenonune» werden, daß bei anhaltend warmer Wltternng der Preis auch wieder herabgeben ivird. Auch der Ranbeimer Svargelmarkt entwickelt üch aünstig >ind weist eine gute Zniiihr a»l, Ivie denn übcrhanvt bei keinen, der hessischen S v a r g e l m ä r k t e über den GeschollSgang geklagt werden kann, de»» der Abiai, ist bei starker Nachfrage lehr rege. Dazu konmit der bedeutende Periond, de» di« rheiilhesüschen Eoarget- chter nach den großen Städte» deS NiedsrrbeinS, WestlalenS und MitteldcutichlandS haben. — Bemerkenswert ist, daß die ersten Er d- beereu auf den Alärkte» der große» Städte ,»„> Perkaick gebracht ivnrden. Natürlich ivnrdcn iür diele seltenen Produkte überaus hohe Preise nugelegt. Die Prelle stellten sich sür das Psimd Erdbeeren auk 2.50—4,00 Mk., eine gewiß nicht zu niedrige Ein- schätzting dicicr Frühirucht. cd. Rirder-Fngrlhcim, 13. Mai. Ob st markt. Svargel I. Sorte 55-85 Mk., 2. Sorte 40-45 Mk., Rhabarber 5-5,50 Mk., der Zentner. FO. Wiesbaden. Diehhoi-Marktberl cht vom 13. Mai. Austrieb: Rinder 81 lOchieti 9, Bullen 14, Kühe >»>d Färsen 58,, -chweine 448. Preise Iür 100 Bid. Lebend- Schlacht- aewicht Mk. 49-52 Kälber 81“, Schate 23, Geschält mittet. C r6t c». Poklflellchlae, ausgeinästete, böchllen Schlacht- wertes ln, Alter von 4—7 Jahren .... Jungs, flslschlge, nicht anSgemästete und ältere ansgemästete............48—51 Mäßig genäbrls junge und gut ge» genährte ältere...........43—17 Bullen. vollkleischlqe, anSgew., höchsten Schlachtw. . . 41—44 Pollsielschige, süngere..........33—40 Färlen. K ü h «. Aollslellchsge ansgemästete Färsen höchsten SchlachtivertiS...........45—48 Pollsielschige ansgemästete Kühe höchsten Cchlachtwertes bi» z» 7 Jahren ..... 38—42 Acltere ansgemästete Kühe »nd wenig gut ent» wickelte jüngere Kühe .........42—ln Mäßig genährte Kühe »nd Färsen . .... 32 37 Gering genährte Kühe und Färsen.....29—32 Kälber Feinste Mastkälber....... ... 65-67 Mittlere Mast- »nd beste Saugkälber.... 58—62 Gerttigere Plast- »nd gute Saugkälber . . . 53—57 Geringe Saugkälber....... . - 47—51 Schake. Weidemastlchase: Mastlämmer und Masthammel .... 44,50—45,5092—94 Schweine. Lollsteischige Schweine von 30—100 kg: Lebendgewicht ..............45-47 Pollsleilchlge Schweine unter 30 lex Lebendgewicht 44-46 Vollslcischige Schtvetne von 100—120 k» Lebendgewicht .............. 48 48 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 45-450, 66—57 Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht . . 40-41*/, 50—52 Limburg a. d. Lahn, >3. Mai. Frucht markt. Durch» lchntttkpreir vro Malter. Roter Weizen (Nahauischers 18,80 Mk.. weißer Welze» iangebante Fremdsortens 16,30 Alk, Korn 12,40 Mk, Gerste (Futters 0,00 Pik., Braugerste 00.00 Mk, Haler 8,70—0,00, Pik., Erbie» 0,00 Mk, Kartosselu 50 Kilo 0,00-0,00 Mk. Butter das Psund 1,20—0.00 Mk-, Gier das Stück 7 Psg. Mk. 86-91 85-90 77—84 71—78 85-69 82—88 70—73 78—82 63—68 58-62 108-111 97-103 88-95 80-86 58-60 57-59 68-00 Airchliche Nachrichten. Israelitische Neligionrgemeinde. ©ottcs&icnft in der Synagoge (Süd-Anlage). SamStaq, den 16 Mat 1914: Borab end: 7.45 Uhr. PI org enS: 8.30 Uhr. Nachmittag»: 4.00 Uhr. Sa bb atau» g an g: 0.00 Uhr, Israelitische lleligionzgesellschast. Gottesdienst. Sabbat^eier am 16. Mai 1914: streitaa abend 7.45 Uhr. Samstaa vormiitaq 8.00 Utir. Samstaq nachmittag 4.00 Uhr. Cabbai-AuSganq 9.00 Uhr. WochengotteSdieust: Morqens 6.00. abends 9.00 Uhr. Meteorologische Veobachtungen der Station Gießen. Mai 1914 "o.2i 2 p -o - o S-ö 6V 85 c W • S 1 'S = 1 ä'°1 SBri COa ui Wetter 13 2 | 751,8 12,9 5,2 46 w 4 9 Bew. Himmel 13. 0“ 751,8 8.5 6,6 80 WNW 2 10 Bed. Himmel 11. 750,9 8,1 7,3 90 SSW 2 10 Regenlropsc« Höchste Temperatur am 12.—13. Mai 1914 --- -s- 1S.4VJ. Niedrigste , . 12.-13. „ 1914 = + 37°, Niederschlag: 0,2 mm. Abwcchieluna ttt die Krankenkost zu bringen, ist eine wichtige Ausgabe aller derer, die für die (Lrnäbrung von Krausen und Rekonvaleszenten zu sorgen haben. (5ine schätzenswerte Hilfe bielA hierbei das „Kufeke" .Kochbüchleiw denn es zeigt in 104 vraklischen und leicht auszuflihrenden Kochrezepten, ivie abwechselitngsreich mau den Speisezettel gestalten kann, ivenn inan das als vorzüglich anerkannte »Kufere" in der Krankenküche gebraucht. Das Büchlein, das sich grober Beliebtheit erfreut, ist in Apotheken und Drogerien gratis erhaltllch. 762hv 1913: 14 664 Badegäste bei Nieren^ leiden, Harnsäure, Zucker, ® Eiweiss. Fürstliche Wildanger MineralqueUen A.-G., Bad Wildnngen — Schriften kostenfrei 1913 : 2 278 876 Fiaschen Versand Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber Neffe und Vetter, der Diplom-Ingenieur Otto Lichtenberger im 33. Lebensjahre nach längerem Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Friedr. Decker und Familie. Giessen (Nord-Anlage 31), den ,4. Mai 1914 Die Beerdigung findet Samstag, den 16. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt KM i ödes-Anzeige. Virwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß heute morgen 6 Uhr nach langem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Ludwig Spaar I. im 60. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der tief trauern den Hinterbliebenen: Familie Lmhvis Spaar Familie Heinrich Spaar Familie Wilhelm Spaar. Mainzlar, den 14. Mai 1914. 04187 Die Beerdigung findet Samstag, den 16. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. Eis. Kinderbeustellc. bilL zu wert. Steinstr. 51 v. i 0,lb8 Gesucht Blckertl ob. ncciflU- Hans, auch mit Wirtschaft, Gästin*. iMnfenlttcf). Off unt. Betrieb69pogfl.Watglar. < ^'"sl 300 lsde. Meter Tchiciicn-Geleise sür Schmalspurgleis zu kauf, gesucht. Schriiil. Angebote iint. r>l)96L> n. d. Gies;. Anz. erb. 4 Zimmer Steinftrafte 57 1 ist eine schöne 4-Zimmer- 38obitmi« mit all. Zubehör per I. Juli er. zu vermieien. Näheres KirrlleiiUlnti ll im 9adcn. 4237 °'"'I Fräulein sucht nettes möbliert. Zimmer. Liierl. uni. 18. i8. 100 hauvtvoktl. 6061) Rubi». 1 Zim.-Woh» in. Balkon an einzelne Dame od. kleine Familie sosort od. 1. Juni zu »erm. Nah. i d. Oielchäsissielle d. Oilek?. Anz. . 3 Zimmer | Eifiöiic A°Zim.'Wöh»iiitß mit Zubehör per 1. Juni zu Perm. Näh.Müblftr. 3. f5475 3-Zim. Wohn. nt. Küche zu Perm. Schilt»enstr.7pt. 104153 VötnmftrrtHC 12 3-Zimm.- D?ohnnng Alt rermieten. 9!ab. ifnbnftrnite II. '6060 1 2 Zimmer \ öl i < 413=;4i m in c v 4Ö o 0 im n <1 Schüncnstraftc 15 zu venu. 9cfibcre§ Neustadt 14. Sch. 2-Z,m. Wohn. sos. zu venu, Hammftr. 15$.I. f 01180 | Verschiedene | | Krafjc tdiijnc WsHirniili Aliceilr. 11 II., neu Heraer., nev soi. uB.tuftt. jiioeim. Näh. Bureau frovit, Ricaelviad. Kleine Wobuuiigz.ueri»iet 041S4 Kreuzblaii 11. Möbl. Zimmer] öd'.. Zim. mit od. olmc Pens, p enn. Stolnstra9e33 H. l*^ 17 * 178l 0HM. möbl. Zimmer r evn i . Badnbofitr. Ol1 l. isu] Schön möbl.Zimmer i nnit. ft n plnngflqtfel4II. 1S3] ftoiöbl. Zimmer zu •rtn. Sdnilitranc I I TH. 1811 Eins. möbl. Zimmer verm. Ludwigitr. 40 II 04110, Möbl. Zim. au amt. Jr äul.z . v. SelterSw.OlIll «-»j Llmmer. eig.Eing., zu venu. WetreteiugNtttz S N. fanden u. dßL\ rflcibcn TelierSwea 53, ich. Siimbh Ernitvudwin. er I.Jnli B.J.,evll.aultisrui>. nderweilia zu vermiel. M4 Karl 2! oll . Juwelier. 3 Zimmer und KWc ;bit Zubeh. zum 1. fluli nei. christi. Anaeb. m.Pr. u.60/6 l d. Gieüener An,eia, erb. Herr iuiki» sreuudl. möbl. Zimmer mögl. mit Veranda. Auch aunerhaib. Aiisiudrt. loiori. Oiieri. m. Preis um. W. 15H56 baavivoilt.s0ici,eu. [6078hv M.,«4 aef.Beraüi.Mk.gw — 4). Jllraensen L Co., Ziaarr.-Fa., Hamburg 22. >263 851 ZuvtrlajjigcrMlUil! mil guten Zeugnissen zum Besuch, der Knndschast illr dauernd aelucht. Schrislliche Annebole uuler 04N4 an den Giehener Anzeiaer erbeten. J»na. Klempner »ttd ^nstallatcnr ver losort neinchl. 6032 Ferd. Bendcr, Hcrborn, am Bahnhon_ Gehilfe Tovezirrinnr., Sonnenstr.42. 2 SctireincrfifffOcti aus Lauernde Slrbeit sucht Ttllmanu Kavveit, tveioweid. Kreta «ieneii. T licht. Lchubmacher t. neue Arbeit u.lllevardt. i. dauernde Stell, soi. aesnchi. Varl V-lä- »abwlllt, FHedrichinr. ». I ♦ Bl TüA. lanlöljucr für meine Sorlteritube in Wieieck aelucht. 6073 _Ioll. Bo(Ili. Noll. 03866) Siiito. Hauaburiiic sowie Bäcker-Lehrlina soi. aeiucht. Bäckerei Eommer, BiSmnrckstiaiie 20._ Iuiistcr Hiiiisbnrschc sür sosort acsudit. M48 Liebigstrafte 71. Lehr3ieii|g sür meine Ruokerichiniederei n. mein JnstallaiionSneschäst jt. «brittiaii Zimmer. aesuchi Babnhosilrane 6602 DsLrlinsl' mit guter Schulbildung für sofort gesucht. '0094 Teppich- nnrt OarJinenbans Ernst Blcedner Nachfolger, Inhaber Willi Doeter. Arbeiterinnen und jüpdliCllEÄrbeiter gesucht. 15963 Carotetliitte, Wetzlar. Pro., saubercs ÜRäödicn tagsüber gesucht. Näh. i.d.Ge- schästsstelle d. Gieft. Anz. Ein Bäcker-LehrIJnK kann sofort eintreten bei f 59 “ W. Kiew, Ob er-Wldrtcraheim. Zwei tüchtige Buntstickerinnen für Heimarbeit ges. Schristl. Angebote unter 6088 an den Gie^ener Anzeiger erbeten. Bereiferinnen für sosort gesucht. 6015 B rammLHarries,Wieieck Gesucht aus 1. Jttni eine tüchtige Köchin die etwas vausarbeit übern. Krau ©cÄfimrft Spcnncl Ganenürafte 17. JlciftigeS Dienstmädchen oder Lansmädchcn sofort gesucht. Ebelttr. 0 H. p. <04173 Ein!., sanijergs MldcftBn für die Küche gesucht. Zu erfragen Babnhos-Rcslan raut Gienen. 6080 Titnstmädf!>en,^,L I-aä«. 2»ml«. Babnhoislr. 12. (Kelnchi zuinl.od. 18. Juni ein ),.», mit nur nuten 4^0 Zeuanisse» zu 2 Kindern. 6006 Frau Brosessor Laauenr. Molikenraiie 18 I l. ricliereS Allein-Mädchen selbständig und lüchlig. gegen hoben ^ohn nach Buirbadi gesricht. 00W Näheres Ost?lnlagc 36 v. Trtchtlgc« Mildchen auf sofort gesucht. 5844 Schlob-Hotel.^r.Klomanu Dillen bürg. kÄni'ein fröft. ÜRiiDdjen sürlandwirlschaftlidie Arbeiten. Vobn monatlich 35 Mk. H, Weber II., Qrttsberf. [5066 BBC“ faannmiidchen t“ 389 * welches kochen kann u. etwas Gartenarbeit versteht, gesucht, am liebsten vom ^ande. 9iäb- Bababolstr. 65 v imLaü. Lausmädchen aeiuckt. 8001 Frau LazarnS.Illiierwen 33. Leichtes Pierd (12 I. nltl zu nett. Hammltr. 15. 104180 FnhrriKl üiUin abzuaeben. 036061 Bahnboiftraiie 50 H. Srb.->»L, wenia aef., z. halb. Br. abzua. lababakalr.ir . oim Leichter Ltoiikarren und ielbitaeieriiater klein. Sand- leilerwaaeu zu verlausen. 04182 Weil-21iila»e 14. Ein an setbstänbiae» Arbeiten gewöhnter Ilerr mit guter NmgangSsorm und Allgemeinbildung ver bald gesucht. Der mit kleineren Reisen verbundene Pollen ist dauernd und aut bezabll. Schriiit. Angeb. m. Angabe von Stand u. Alter u. 6079id a. d. Kietz. An». Priesmarken Lainmliina kaust. Schristl. 2l>igeb. u. 6017 an den Gien. Anzeiaer erb. Statt besonäerer Anzeige. Heute morgen g Uhr erlöste Gott meine innigstgeliebte Mutter Frau Luise Müller geb. Lyncker von schwerem Leiden durch einen sanftenTod. In tiefster Trauer; Lultl Müller. Offenbach a. M., den 13. Mai 1914. Hospitalstrasse 18 6090 Die Beerdigung findet in Giessen am 14. Mai 1914, nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Friedhof statt. Verwandten, Freunden und Bekannten dio schmerzliche Mitteilung, daß heute nachmittag 3 Uhr der liebe Gott nach sechswöchentlichem, schwerem Krankenlager mein einziges, heißgeliebtes Töchterchen, meine liebe Schwester, unser gutes Enkelkind, Nichtchen und Cousinchen I>r. ]üö*er, Johannesstr.16. Wissenschaftliche und technische Analysen. Unters, v. Metallen, Erzen, Gesteinen. Wasser, Harn etc. [2743 Gründl. theoret. und prakt. Unterricht in Chemie. Junger Jftnnn sucht gründl. Nntttriit Schristl. Angebote unt. 04134 an d. Oliebener Anzeig. erb. Äcr öiüfonticrt icifiicl von 150 bis 200 Mark bei guter Biirgschaff? Schriftliche Angebote unter 0004 an den Gieren er Anzeiger er b. Schw. Svilicnschal verlor. Gegen Belohnung abzugeb. Nord-Anlage 41. 1041 Wir phs«ifii-ert Stoffe, Bänder, Tiille | bis zu 25 cm breit p Saloman,Schulstr. EEne^nese ca. 14000 qm graft, zu verpachten. Näh. i. d. Geschäftsstelle des Gieftener An.;. !*** & ist los? Jeden Nachmittag von 2 vis 8 Ubr wollen sich bitte alle Gicftener Damen das Schaufenster am 6 Krcuzplatz 6 besichtigen. Was dort vor- geführt wird, geschieht nur kurze Zeit. 04185 Die Herstellung einer Lade bühne und einer Zwischen- ladebtthne auf Bahnhof Dillenburg soll einschlieftlich Material-Lieferung verdungen werden. Es werden unter anderem etwa 28 cbm trockenes Tannenholz. 424 qm Bohlenbi?lag und 1300 kg L4leineisenzeug benötigt. Die Bedingungen u. Zeichnungen liegen hier zur Einsicht aus. Das AngebotSben kann gegen portofreie Einsendung von 80 Bfg. «nur Postanweisung!, soweit der Borrat reicht, von hier bezogen werden. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot aus Herstellung einer Ladebühne und einer ZwischenladebühneaufBahn Hof Dillenburg" bis zum Eröffnungstage am 29. 21iai 1914, vormittags 11 Uhr, bei der Bau-Abteilung Dillenburg einzureichen. [6081 id Zuschlagsfrist 2 Wochen. Dillenburg, 11. Mai 1914. Kgl. Eisenb - Bau-Abteilung. Iß flsbesf £3 Platten — Schnur—Wolle in all. Gröften u. Stärken.l^" CarlS-boockLSL Röschen im Alter von 67s Jahren zu sich nahm, nachdem mir erst vor vier Wochen mein lieber Mann genommen wurde. Die tieftranernden Hinterbliebenen. Maria* Kinkel Wae. und Sohn Familie Blurriclitcr Familie Arndt. Gießen (Ludwigstr. 301.), Dresden, den 13. Mai 1914. Die Beerdigung findet morgen Freitag, nachmittags 47s Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 6093 AmRhöngebirge Erholungsheim Schmalnau Bahnstat. b.Aulda, klimatisch und landschaftlich bevorzugte Lage und Wald. Auch für dauernden Aufenthalt behaglich eingerichtet mit Bad, elektrischem Licht. Heizung,- auf Wunsch Diätküche. Arzt und Avolheke im Ort. (6068ss Inhaberin: Verlv. ftrmi Avoibcker Gnndel. zum Ilestcn des Prinz- Heinrich - Fluges 1014. 1295 Geldgewinne BHk. 1. Hauptgewinn KÄGLö Mk. 2. Hauptgewinn 2 009 Mk. usw. usw. I nop o 1 MI/ bei allen Losever- bUoC fl I “li». (öufevn zu haben. OJcncvalüertrieb: BncUaeker. Gießen, Henen Eiine 11. Das. II Lose für 10 Mk. Liste und Port o 25 Psg. mehr. UD09 Unrnistihlter | Ziehung am 20. Hai. 450 Gewinne i. W.v. 15000 Jlk. | 1 Hauptgewinn LW.v. 4000 Ulk. | fern.Pferde,Fohlen,Wa- Gesehirre, Lnxns- ? n.Sebranehsgeoeustanile b LW.v. II000 Mk. | Ijose ä 1 Mk. (Liste und Porto 20 Pfg.) durcli L.F. Qhnacker, Barmstadt, u. ;ille bekannt. Verknufs- stellen. 5271hv Schatz vor Bazillen „Lassen Sie sich ja keinen losen Feigen» kaffee geben. Da können allerlei Bazillen hineingekommen sein. Bringen Sie nur Weber’s Feigen-Kaffee in der bekannten Originalpackung mit der Krone." Weber'* Feigen-Kaffee wird nur in Padtun» gen verabfolgt. Durch die geschlossenen Kartons ist der Inhalt vor Vermischung mit Staub und BaziUco geschützt. Das ■40 jährige Renommee derWeber’fchen Marke bürgt für die gute Qualität des Fabrikates. Vergebung von Erdarbeiten. Für die Feldbereinigung Ettingshausen sollet vergeben werden: 1. Regulierung einer Teilstrecke des Aeschersbachs, veranschlagt zu . . 1362.— ^ 2. Herstellung des Grenzgrabens mit Harbach . ....... 552.— Jt Die Verdingungsunterlagen liegen aus Großh. Bürgermeisterei offen. Angebote sind in Prozenten des Voranschlags mit entsprechender Ausschrift versehen postfrci zuni Ervffiiungstermin, Freitag, de» 29. d. Mts., vormittags 1« Uhr, auf deni Rat- Haus zu Ettingshausen einzurcichen. Freie Auswahl Vorbehalten. Zusdjlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. Mai 1914. 8V7V D Grohh. Kulturinspcttion Gieszen. H. Steinbach. Bekanntmachung. Die Lieferung von 41 lsd. m Zcmentrohren mit 50 cm lichter Weite, sowie 30 „ „ „ „ 30 „ für die Gemeinde Fellingshausen soll vergeben werden frei Baustelle. Angebote mit Preisangabe beliebe man an den Unterzeichneten zu richten. 6082D Wagner, Bürgermeister. Soeben erschienen und in der Ausstellung sowie bei dem Unterzeichneten Verlage zu haben mit dem offiziellen Ausstellungs-Führer zur Gewerbe-Ausstellung Gießen 1914 g i Inhalt: Vorwort. Ausschüsse . Die Führung durch di ! Ausstellungsgebäude und -Anlagen. Einteilung derAusstellungs-Gebäude - Aussteller-Verzeichnis: nach Führungsnummern geordnet, in alphabetischer Reihenfolge - Handwerk und Industrie in Ober Hessen: Handwerke und Winterarbeit im Vogelsberg, die Industrie Ober Hessens. Ein Rundgang durch Gießen. Deschäftsverzeichnis der Anzeigenteilnehmer nach C f u 1 1 _^Geschäftszweigen geordnet • Geschäftsanzeigen § ■iii r Preis 50 Pfennig Bei Postbezug 60 Pfg. gegen vorherige Einsendung des Betrages Brühl'sche Universitäts- Buch- | und Steindruckerei • R. Lange | Fernsprecher Nr. 51 (Bicf)6n Schulstrahe Nr. 7/9 J Z IIII«I!I!Dll!iE!IMIIIHKII>»»IWII!«I»l»IIMilT!'MIII!LilII»lll!S!IlWIII«II!!w!I,Z Maschinen - Fabrik Gg. Karl Reit Telephon Nr. 920 Giessen empfiehlt sich für Marburger Str. 34 maschineller Einrichtungen jeder Art Reparaturen schnell und sachgemäss :: Voranschläge kostenlos Feinste Referenzen G083a a verhüten Sie! lästige Kopfsehnppen beseitigen Sie " brauch %. „Khet“- Haarwasser Alleiniger Hersteller: K. H. E. Trappe neilelttal-ProBTle «am KrenzpUtz, Krcozplatz 9, Foraspr. 706 Reichen hlnmenflor und üppige» Waclislutn bei Balkon* und Zimmerpflanzen erzielen Sie durch Anwendung von üVauiuanns Biiimenriimger. Zu haben bei Beinr. Bahn, Samesiiaoiilung ^onNtadt 8._ 15621] __Telephon 403. BRENNAß 0 * Kinderwagen Klappwagen reizende Neuheiten reiche Answnhl billige Preise Reparaturen sofort AngimtKilbinger Selter»weg 79 ^ ; ist fli für Naturreiner *Öod)oIbec - Saft ist das geeignetste. Ein Glas 75 und 80 Pfg. Reformhaus^ 31101 Hausvüne Ml. trockenes, kleingcmachteS Eichenholz Mk. ».Sä per Karren frei Haus. Ju1.WcllhSier, Tctrph.74z. !! Wir dicken unsere Miialiedcr. der am Tonnabcnd, de» 10. Mai, I I Udr pünktlich, stattsindenden röiinunsf der Gewerbeausstellung Gießen M für Oberheffen und angrenzende Gebiete anznwohnen und ebenso an dem um IV- Ubr in dcrFcslhalle Dofiois.» "rockenes Kuvert Mk. 3.—> beginnenden klljllyln tcilzuncbmen. — Anmei- dunaen hierzu bis min Freilag Mittag aus dem Bureau oder bei dem Vorsitzenden erbeten. Besondere Einladungen ergehen nicht mehr. Der Vorsitzende: vr. Krausmüllcr. 6««r v Abonnements-Konzerte Die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Nr. 116 erlaubt sich zu einem Zyklus von Abonnements-Konzerten cinzu- laden. — Die Konzerte finden in Steins Garten statt, wozu ein musik- und kunstliebendes Publikum höflichst eingeladen wird. Der Abonnementspreis für 6 Konzerte beträgt: Ein Familienbillett von 4 Personen 8.— Mk. Ein Famitienbillett von 3 Personen 7.— „ Ein Personenbillett.....2.40 „ Kassenpreis mit Solist .... 1.— „ Kassenpreis ohne Solist .... 0.75 „ Die Liste zirkuliert. — Wie alljährlich finden die Konzerte Donnerstags statt, das erste am 11. Juni, Anfang abends 8'/^ Uhr. W. Löber, Obermnsikmejster. Abonnements und Karlen im Vorvcrkaus sind bei Herrn E. CnaUicr, Neucnwcg. und beim Borzeiger der Viile zu haben. 6065 D Vttliils voll ßiiiil 4917 Rotb's illustrierter Führer Nr. 3 WV !-. Auslage. Illustrierter Wegweiser durch den Vogelsberg mit Wettern« und die sich daran anschliehcndcn Teile der Rhön. Mit über 100 Jllustralionen, 2 groben Karten des BogelsberggebicteS. einer groben Rhönkarle, 5 kleinen UebersichtSkarien und 4 Sladtvläneii. Unter Mitwirkung von Mitgliedern des V. H. C. bearbeitet von Hermann Oesterwitx. Preis flexibel gebunden Mk. S.—. „Der Wclt-Conricr". Dieser auch durch seinen billige» Preis sich auszeichnende Führer kann den Touristen, die den noch wenig bekannte», vor ollem durch seine herrlichen Wälder zum Wundern einladenden Bogelsberg besuchen wollen, aufs beste emviohlen werden. DaS mit zahlreichen Illustrationen und mit guten Karten auSgestatieic Büchlein gibt nicht nur alle praktischen Angaben, die der Tourist braucht, in übersichtlicher Zusatnmensteliung, sondern insormiert ihn auch in eingebendsler und unterhallendiier Weise über alle biilorischen, geologischen, botanischen und wirlschastlichen Fragen. „Ter Tourist", illustrierte Zeitschrist deS Verbandes deutscher Wanderer- und Gebirgsvercinc XXVI. Jahrgang, Nr. 15. Der von v e r m a n n Oester witz unter Mitwirkung von Mttgiicdern desBogclSberger Höhenklubs herausgegebcnc Führer erweist sich als mit geübter Sorgsnlt zusammen- gesielli. Mit Glück und Gcichick ist jede Trockenheit des Tones vermieden, die ganze Darstellung ist stimmungsvoll und lebendig. Mehr als hundert Abbildungen, drei grobe Karlen, diverse kleine Ucber- sichtSkärtchen und Stadtvlane tragen zur Anlchaulich- kcck bei und ein sorgsältig ausgesübrtes Register erleichtert die Benutzung. Die Kenner des Gebietes wie der touristische Neuling werden den Führer mit gleichem Nutzen zur Hand nehmen. Zu verwundern bleibt nur eins: der billiae Preis von M. 2.—, der in keinem Verhältnis zu Uinsang und Ausstattung steht. Zu haben in allen Buchhandlungen Grösste Auswahl Teetische, Teewagen, Rauchtische und -Ständer, Bowlen u. Bowlentische, Ständer für Figuren etc. Notenetageren, Zeitungsund Aktenständer, Palmkübel und Topfständer in Messing getrieben und auch in wetterfestem Terrakotta 4626a Die von mir erfundenen, unter Nr. 191 384 Patentamt» lich geschlitzten 03108 Petrin-Tabletten gegen Rlreuinatismns und Gicht sind jetzt wieder in der Apotheke zum goldenen Engel hier zu haben. Sidier roirfeni)! Mstiiniiig unsWliihts Mittel! Christian Petri, Moltkestrahe 7. CMMI—IIII ...... Besonderheiten: Progressiv fallende Prämien für Lebensversicherungen, für Männer und Frauen getrennte Rententarife. . ^— *-*’* ^ Gegründet ^m** 0000 ^ '' 1833 . ........ l00 Prämientarife für L ebens i f/fie für Rentenversicherungen Tertrctev