nt.,«, Der Eichener Allzeiget erschein« täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöcbentlich GiehenetLamiiiendiäNet; >wei,nalwöche»lI.Al«ir- dlattsürdkn Kreis Sichen (Dienstag imb Jrreilofl); zweimal moimtl. kand- «irischasiliche Zeilstagen Ferniprcch - Anschlüsse: sür die Redaktion >12. Verlag u. Expedition »1 Adresse ifir Telieschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen sür die TagesMiiiiiiier bis vorniitlags 8 Uhr. Elfter Blatt Zayrgang iehenerAnjeiger General-Anzeiger sür Oberhessen rmnwocy. \b. niöt to Rotationsdruck und vertag der Brühl'schen Univ.-Buch- und §teindr»ckerei R. Lange. VeznqSvreiS: monatlich75P^ vierteljährlich Mk. 2.20: durch Abhole- \l Zweigstellen monatlich 66 Pf.: durch diePosl Mk.2.— viertel« fährt, ansschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ ailswärts 20 Psenniq. Chcsredaklellr: A Goerz. Verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton", ^Ber- nnschtes" uud^Gerichls- faal": Karl Neurath; für ^Stadt und Land": Redaktion, Expedition und vruckerci: Schulstrahe 7. An,eig?n!ea:' H? Beck! Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Zur Gefamtlage der deutschen AuhenhandeK. Nach den endgültigen Feststellungen des Kaiser- ttchen Statistischen Amts hat der Warcnhandel Deutschlands mit dein Auslände im Jahre 1013 an Wert 20868 Millionen Mark betragen gegen 19 649 Millionen Mark im Jahre 1912. Tie (Entwicklung von Einfuhr und Ausfuhr walircnd der letzten zwei Jahrzehnte wird aus folgenden Zahlen ersichtlich (Millionen Mark): 1893 1903 1913 Einliihr 3362 6003 10 770 Aiislichr 3092 5015 10 098 Eininhr-llebcrsckmn 870 9«8 672 Hiernach kennzeichnet sich das Jahr 1913 durch eine ausfallend geringe Passivbilanz: die Einstihr war nur um 6,6.5 Prozent größer als die Ausfuhr. So gering ist der Einsuhr-Ueberschuß in keinem der vorausgegange- uen 20 Jahre gewesen. Gegen das Vorjahr ist die Anfuhr im letzten Jahre nur um 78 Mill. Mark gewachsen, wahrend die Ausfuhr einen Zuwachs von 1141 Mill. Mark erfahren hat. In dem Jahrzehnt 1893 bis 1903, das unter der Herrschaft der Caprioi-Vcrträgc fällt, hat sich die Einfuhr um 2011 Miss. Mark — 51,5 Prozent und die Aussuhr um 1923 Mill. Mark — 62,2 Prozent vermehrt. In dein folgenden Jahrzehnt 1903 bis 1913 waren, abgesehen von den ersten 3 Jahren, bereits die Bülow-Vcrtragc in Geltung. Die Einfuhr ist in diesem Zeitraum um 4767 Mill. Mark — 79,4 Prozent, die Ausfuhr aber um 5083 Mill. Mark — 101,4 Prozent gewachsen. Das letzte Jahr hat auch in Bezug aus unsere Handelsbeziehungen zu den einzelnen Ländern große Verschiebungen ebracht. Ties tritt schon recht deutlicl, zutage, wenn wir en Handel mit den verschiedenen Erdteilen zusammen- stellen. Unsere Waren-Einfuhr und -Aussuhr von und nach oen einzelnen Erdteilen hat an Wert betragen (Mill. Mark): Einiuhr Ausmhr 1912 1913 1912 1918 Enrova 6008 5889 6744 7677 ''Amerika 2885 2995 1496 1548 Asien 1008 1049 420 548 Afrika 479 497 185 211 Auü*nlien 804 328 ICO 104 Gegen vus Vorjahr ist hiernach der europäische Anteil an unserer Einfuhr von 56,2 auf 54,7 Prozent gesunken, an unserer Aussuhr dagegen von 74,3 auf 76,2 Prozent gestiegen. Die Tatsache, daß rund Dreiviertel unseres Warenexports 'Absatz in europäischen Ländern finden, ist für unsere Handelspolitik van größter Bedeutung. An der Spitze unter unseren Absatzländern steht England, wohin wir im vergangenen Jahre sür nicht iveniger als 1438 Mill. Mark Waren (1912 sür 1161 Mill. Mark) ausgeführt haben. Unsere Aussuhr nach England und seinen Kolonien zusammen hat einen Wert von 1850 Mill. Mark erreicht. Diesem großen Export steht allerdings ein noch größerer Import gegenüber, denn ans England und den englischen Kolonien haben wir im letzten Jahre für 2091 Mill. Mark Waren erhalten. Das britische Weltreich ist hiernach mit 18,9 Prozent an unserem Außenhandel beteiligt. Die zweite Stelle nehmen die Vereinigten Staaten ein, deren Einfuhr nach Deutschland aber im letzten Jahre um rund 1 Milliarde Mk. größer an Wert war, als unsere Aussuhr dorthin. Unsere Einsuhr aus den Vereinigten Staaten (einschl. Portorieo) ist von 1586 Mill. Mark im Jahre 1912 aus 1711 Mill. Mark im Jahre 1913 gestiegen: unser Erport nach der Union hat sich nur von 698 aus 713 Mill. Mark vermehrt. An dritter StcUe in unserem Außenhandel steht Rußland: gegen das Vorjahr ist unsere Einfuhr ans Rußland (mit Finnland) von 156.5 aus 1470 Mill. Mark zurückgegangcn, unsere Ausfuhr dorthin aber von 763 auf 977 Mill. Mark, d. t. um 28 Prozent, gewachsen. Den vierten Platz nimmt Oesterreich Ungarn ein, und mit ihm beginnt eine Reihe von Ländern, mit denen wir eine aktive Handelsbilanz haben: Einiuhr Aussicht: 1912 1913. 1912 1913 Cefierveicfj-llngarn 830 827 1035 1105 Frankreich 552 684 689 79, Kolonien 65 81 13 15 Holland 345 333 609 694 Kolonien 215 228 75 99 Belgien 387 346 493 551 Schiveiz 206 213 620 536 Italien 305 313 401 393 Ebenso weist unser Handel mit Dänemark, Schweden, Norwegen, Rumänien, der Türkei, Bulgarien, Serbien und Portugal eine Aktivbilanz aus. Die deutsche Ausfuhr nach allen diesen Ländern mit Ausnahme der Türkei hat im letzten Jahre verhältnismäßig stark zugcnommen. In Südamerika haben Argentinien, Brasilien und Chile eine große Bcdeu- tung sür unseren Außenhandel erlangt. Die deutsche Einfuhr aus diesen drei Ländern zusammen hatte im letzten Jahre einen Wert von 942 Mill. Mark (im Vorjahre 968 Mill. Mark), die Ausfuhr dorthin betrug an Wert 563 Mill. Mark (im Vorjahre 544 Mill. Mark). Was Ostasien betrifft, so ist unsere Einsuhr aus China von 116 auf 130 Mill. Mark und aus Japan von 43 auf 47 Mill. Mark, unsere Aussuhr nach China von 82 aus 123 Mill. Mark und nach Japan von 111 aus 123 Mill. Mark gestiegen. Unsere Einfuhr aus Aegypten wertete im letzten Jahre 118, unsere Aussuhr dorthin 43 Mill. Mark. Im Verkehr mit unseren Kolonien haben wir eine Einfuhr von 53 und eine Ausfuhr von 57 Mill. Mark au Wert zu verzeichnen. Der Kaiser bei einer Gefechtsübung bei Metz. Metz, 12. Mai. Heute vormittag wurde im Osten von Metz eine große militärische Ucbung abgchalteu. Es hairdelte sich um einen Angriff der verstärkten 3 4. Division (Blau) aus der Gegend von Porige in der Richtung auf Colombey gegen die 33. Division (Rot), also aus einem Gelände, das schon von den Augusttagen des Jahres 1870 berühmt ist. Beteiligt waren die Truppen des Standortes Metz, einschließlich der 8. bayrischen Infanterie- Brigade, sowie der Truppen der Standorte Sacrrlouis, Dicdenhofen, St. Avold und Mörchingen. Beiden Parteien waren Truppen aller Wasseugattungen und Flugzeuge zugeteilt. Der Kaiser war um 6.12 Uhr vormittags im Automobil vom Generalkommando in Metz aus auf der Straße Metz—Borny—Colombey bis zu dem Punkte ge- sahren, wo die TotenaUee einmündct, und dort zu Pferde gestiegen. Zugegen waren bei der Uebung der Kommandie- rende General des 16. Armeekorps, General der Infanterie v. Mudra, der Gouverneur von Metz, Generalleutnant von Wintcrfeldt, und der Generalinspekteur der Festungen General der Infanterie v. Elaer. Es hatte die Nacht über stark geregnet. Gegen 7 Uhr morgens klärte sich das Wetter aus; doch war es sehr kühl. Die blaue Partei entwickelte sich langsam. Die rote Partei lag in festen Stcllungcli in einer Linie von Montoy-Ars Laquenexy mit vorgeschobenen markierten Schützenlinien. Die Uebung, bei welcher beide Parteien nur Teile von größeren Verbänden darstellten und bei der die Forts als im Bau begriffen angenommen waren, wurde um 10 Uhr abgebrochen. Ein zahlreiches Publikum zu Wagen und zu Fuß sah dem militärischen Schauspiel zu. Ein vorgesehener Vorbeimarsch der beteiligten Truppe» bei BeUecroix siel wegen des anfgewcichtcn Bodens ans. Rach einer mehr als cinstündigen Besprechung nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen und stihr um 11.4.5 Uhr von BeUecroix im Automobil nach Metz zurück, wo er nach 12 Uhr vor dem Hauptbahnhose eintras. Das Frühstück, zu dem Bezirks- Präsident Freiherr v. Gemini» gen geladen ivar, wurde im Sondcrzuge eingenommen. Der Kaiser begab sich sodann im Sonderzuge nach Dicdenhofen. Dort schloß sich eine Automobilsaljrt zur Besichtigung der Forts Konigsmachcrn und Gcnttringen an. Ter Kaiser hat eine Reihe von Auszeichnungen vcr- liehen. ES erhielt u. a. die Krone znm Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub der Kommandiere,Idc General v. M u d r a. Der Kaiser ist um 11 Uhr nach Wiesbaden abgefahren. Heute vormittag 9 Uhr fuhren der kaiserliche Statthalter v. Dallwitz und Staatssekretär Graf v. R o c d c r n sowie der Ches des Zivillabinetts v. Balentini und der Gesandte v. Treutlcr ans die Schlachtfelder von Gr a v c l o t te und St. Privat hinaus, in Begleitung des Hanptmanns v. Strobe, der aus den Schlachtfeldern den Herren einen Vortrag über die Gescchts- lagcn von 1870 halten wird. Nachmittags werden die.Herren der Nombachcr Hütte einen Besuch abstattcn, anschließend nach Großmoycuvrc wcitcrfahren und über die Schlachtfelder nach Metz wieder zurückkehren. Aus Mexiko. Washington, 12. Mai. Admiral Howard tele- graphiertc aus Mazatla», daß 20 Meilen von Awapulco zwischen Bundestruppen und Zapatiskcn ein Gefecht stattfand, wobei 16 Zapatisten getötet wurden. Der Kamps bei Mazatlan dauere an. Mexiko City, 12. Mai. Der Kommandant von Tan,pico, General Zaragora, meldet: Die Rebellen haben Tampico am Samstag angcgrifsen, wurden aber mit ernsten Verlusten geschlagen. Von den beiden auf der Grube cl Favor Ermordeten ist einer ein Amerikaner, der andere ein Engländer. Mehrere andere Ausländer wurden verletzt. Deutsche befinden s i ch n i ch t d a r u n t e r. In San Marcos wurde ein zweiter Engländer vom Pöbel ermordet. Deutsckes Reick», Der Acltcstenrat des preußischen Abgeordneten Hauses, der auch am gestrigen Dienstag noch über den Kultusvoranschlag verhandelte, ist übereingckonimen, dahin zu wirken, die Haushaltsberatung am 20. Mai abznschlieyen unter der Voraussetzung, daß am Tage nach Christi Himmelfahrt die allgemeine Aussprache über die B c a m t e n b e s o I d u n g statt- sindet. Aus der zweiten und dritten Äausl-altSberatung soll das Vorbringen von Wünschen bezüglich der Beamtenbcioldung aus- geschieden bleiben. Dem Präsidenten wird ber Wunsch ausgesprochen, sich mit der Staatsregicrung in Verbindung zu setzen, welche Vorlagen noch vor der Vertagung bis zum Herbst zu erledigen seien und wann die Vertagung in Aussicht genommen sei. Das L a ndt a g sw a hl r c ch t in Bauern. Tic bayerische Kammer der Abgeordneten beschäjtigte sich in der Abend- sitzung am gestrigen Dienstag mit den schon in der vorige«« Session von den Liberalen und den Sozialdemokraten eingebrach- tcn Anträgen über die Einführung der Verhältniswahl bei den Landtagswahlen in Bayern. Die Redner der Liberale» und der Sozialdemokraten traten sür dio Einsührung dieses Wahlsystems ein: der Redner des Bauernbundes verhielt sich ab- waricnd, die Vertreter des Zentrums und des Bundes der Landwirte lehnten das System ab, ebenso der Minister des Innern v. Soden, der erklärte, die Staatsrcgierung sei nicht in der Lage, den Anträgen gegenüber eine andere Stellung einzunehmen als Rnnst. IVificnidiait uitC> Ccbcn. — Ein Wcingartncrabcnd > n Bad-Nauheim. Aus 'Bad-Nauheim, 12. Mai, wird uns geschrieben: Das erste große Konzert der Bad-Nauhcimer Saison bcdcu- tcte einen außerordentlichen Erfolg. Felix v. Weingartner, der im Mittelpunkt des Abends stand, verstand es. die geivaltigen flonmassen — das Orchester setzte sich aus hundert Musikern der Darnrsiädtcr .Hoithcatcr-Kapcllc und der Bad-Nauhcimer Äur- kavclle zusammen — weise zu zügeln, in das rechte Maß zu leiten und durch sargsältigc Poinsierimg treuliche Wirkungen zu erzielen. De«« Austakt zun, Konzert bildete bas Vorspiel zu Webers Freischütz Sic wurde irisch und mit Verve Ivicdergegcben, die Stärke des Orchesters tat gerade lffer die besten Dienste, auch die zahlreichen durchklingenden Melodien wurden flott und ohne sentimentalen Einklang genommen. . Dan man mit Professor Gustav 5 a v c m a n n - Lcwzlg, dem Großh. Hessischen Hoskonzcrtmeister, als Soli,len einen sehr glücke lichcn Griff getan hatte, braucht wohl kaum hervorgehoben zu werden: Professor Havemann ist bekannt und gelchant als Meister aus seinem Instrument. Er spielte das Violinkonzert in G-dur, Lpus 52. Kelix v. Weingartners ganz vorzüglich. Das Allegro Placido wurde kraftvoll und rein abgetönt vorgetragen, der volle Strich des Künstlers gewann noch durch die wundervolle Tonmalerei. Weiche, herzliche Töne gab der Geiger in dem Andantina, von dessen zarlen Wellen „ch die Hörer willig h,n- reißcn ließen Und doch vermied es der Künstler dankenswerter Weise in eine sentimentale Gefühlsdienere, zu Versalien. Energisch brachte Havemann wiederum den Ausklang des Bwlinkon- zcrtcs Capricc savovard. h-rauS. Hierbei kam ,cin- crstaunliche Tcchnik die keine Ermüd,Mg auikommen läßt, zur vollen Geltung. Der rauschende Beisall, der ihm gezollt wurde, Ivar eltrlich. Man ries den Künstler melnmials an die Rampe und ehrte ihn mit einem Kranze Dieselbe Auszeichnung Word.' auch dem Komponisten. >Felir v SS e i n gartncr, zuteil, der mit Stolz aut diese vorzügliche Wiedergabe seines Violinkonzertes, seiner besten Werke eines zurückblicke» kann. Die Begleitung der Kapelle war sicher und besonders die Rhvthmik lobenswert, die den Solisten im dritten Teile wirksam unterstützte. Leider trübte ein kleines Versagen der Holzbläser den sonst reinen Genuß. Eine ganz besondere Prüsung hatte das Orchester in der Bccthovcnschen ßinionie Nr. 3 fEroika>, die ganz erRblichc Ansorderungcn stellt, zu bestehen und cs wurde, um cs gleich vorweg zu bemerken, den, lLnioüicrllNgcn vollauf gerecht. Es ißt kein geringes Wagnis, zwei! Kapellen, die keine Gelegenheit hatten, sich zusammen einzn- spiclen, zu der Wiedergabe eines solchen imposanten Werkes zu Vereinen. Von dem Dirigenten hängt hierbei allein her Erfolg ab. Felix v. Weingartner besitzt die Energie, die Kavelle ganz seinem Stabe untertan zu machen, sie zu dämmen und im gegebenen Augenblick alles aus ihr herauszuholcn, was sie zu geben hat. Wunderbare Klangwirkungen erzielte er so in der Mareia Funebrc, künstlerisch groß war auch das prachtvolle Finale. Rauschender Beifall lohnte auch nach diesem Musikivcrkc Dirigenten und Orchester. Das Konzert war zum Besten der Wohlsahrtsanstalten für Musiker veranstaltet: es ist anzunchmen, daß ein guter Ueberschuß erzielt worden ist, denn der neue Konzcrtsaai >tvar sehr gut besucht. — Ein unbekanntes Werk des berühmten belgischen Eulenspiegcldichters de C o st c r ist durch einen Zusall entdeckt worden. Augenblicklich wird nämlich der Nachlaß von Hcktor Denis geordnet. Denis hatte am Totenbette de Costers geweilt. Jetzt hat man unter den Papieren der belgischen Soziologen ein Manuskript entdeckt, das den Verfassernamen de Costers trägt. Es handelt sich »m ein süniakttges Drama, betitelt „Stephani e", das schon vom Dezember 1878 basiert und bisher ganz unbekannt geblieben ist. — Rooscvelts „Forschun g". Die Londoner Zeitungen nehmen Rooscoclt als Entdecker nicht mehr ernst, und der durch seine Forichungsrcisen in Tibet und Brasilien bekannte englische Geogravb Henry Savagc La n dar antworieie mit beißendem Spott aus die Ankündigungen Rooscvelts, daß er Landors Forschungsergebnisse korrigieren würde. „Herr Roosiwclt," so sagt Landor, „mag ein ehrlicher Politiker sein, aber mit seinem Ent- dcckcrtalcnt habe ich das größte Mitleid. Wie ich aus den Zeitungen ersahre, will er sich mit mir in eine geographische Kontroverse cinlasscn. Moor er das versucht, wäre es schon richtiger für ihn, in bas Innere Brasiliens zu Pferde und zu Fuß wirklich einzudringe», statt eine Dergmügungsreise^in einem Motorboot zu unternehmen. Im Übrigen erregt seine Schilderung den 'Anschein, als habe er alle Begebenheiten meiner Ervedision nach- gcahmt. Wie ich höre, hat er sogar das gleiche Leiden und zwar im gleichen Bein gehabt! Solcherlei kann leicht jenen „berühmten" Entdeckern passieren, die allzu sorgsälsig die Bücher bescheidener , Forschungsreiscnder gelesen haben, die vor ihnen wirklich an Ort I und Stelle waren. Ucber die ioacnannte wissenschaftliche Arbeit des. Herrn Rooseoclt möchte ich mich lieber gar Nicht äußern. Ich habe nur herzlich darüber gelacht, wie ein jeder dies tun muß, der gesunden Menschenverstand besitzt. Jedermann weiß doch, wie Rooscoclt seinerzeit Asrika „entdeckte", und welche furchtbaren Fährnisse er überwand, als er die Eiscnbahnstrecke von Mombassa nach dem Diktoriasec „erforschte" — ganz zu schweigen veil der gefahrvollen Durchauernng des Viktoriasces in einem erstklassigen Damvsschiss. Auch wollen tvir seine entsetzlichen Entbehrungen nicht vergessen, als er selbst im komfortablen Dampscr den Nil hinunterfuhr und Aegypten „entdeckte". Jetzt hat er in Brasilien einen neuen, 1000 Mellen langen Fluß gefunden, den cr den „Fluß der Vcrzioclslung" genannt hat. Mit der Be.zcichnung hat er das Richtige^ getroffen. Nur sollte cr diese Bezeichnung aus seine ganze „Forichungsreise" anwenden." Schließlich nennt Landor den Erpräsidenten mit einem mitleidigen Achselzucken „Eharlatan". Aus Rooscvelts Antwort darf nian mit Recht gespannt sein. . . ks. Rizinusöl und Jod als Pc st Heilmittel. Nach einer Mitteilung der indischen „Times" soll cs dem anglo-indt- schcn Arzte Dr. Bovth Tucker gelungen sei, die Beule,ipest, die in Hindostan wieder stärker um sich greift, durch Jodtinklur und Rizinusöl wirksam zu bekämpfen: er verabreicht dem Kranken zunächst Rizinusöl, dann 5—7 Trapsen Jodtinktur, die mit Wasser 'verdünnt werden: die Pestbeulen werden mit Jodsinktur betuvit, der Kranke bekommt nichts als Milch zur Ernälwung, am solgen- den Tage wird die Behandlung innerlich und äußerlich mit Jod fortgesetzt, und nur, wenn Fieber änstritt, wird Chinin verabfolgt^ Angeblich hat Dr. Tucker in einem Dorfe, wo die Bculenpest in wenigen Tagen 500 Opfer sordertc,'zwei Frauen und sieben Kinder, die sich von ihm behandeln ließen, gerettet. Dabei soll ein anderer Arzt erklärt haben, diese Kranken hätten nur noch wenige Stunden zu leben! ' 1 — Kurze Nachrichten aus> Kunst und Wissenschaft. Zu dem 1. Internationalen Kongreß sü« Sexualsorschung, der vom 31. Oktober bis 2. November in Berlin stattffndet. sind gegen 60. Vorträge von führenden Gelehrten aller einschlägigen Disziplinen angemcldet. — Stu dicnrcIsc. Das Deutsche Zentralkomitee sür ärzüiche Stil dienreisen peranstaltet im Juni dieses Jahres eme Studienreise nach den Vogesen, banrischen und Taunusbädern. Die Reise soll am 14. Juni in Straßburg l. E. beginnen und am 27, Juni in Bad-Nauheun enden. JWnflBct äbillichen UTiiträiic» im Mm 1010 uni* im M >r» 101? Oltfliifrc läncn Karin, iwft die frincv Seit verlangte Bcrhältni-?- von dem Landtag mit nrofrr Mehrheit obfTftf&nt worden war l m ^ 25“ seitdem keine wesentliche Aenderung in Ken Anschauungen der Mehrheit de? Daniel sich ergeben babe Die Regierung rönne zu einem solchen Vorgehen nur die Hand bieten, u>enn die Geselle lich all veraltet nnnesen hätten, aber Nach d-m LLablgesctz von 1006 seien erst zweimal allaemeine Wahlen durchgeUlbrt war' 'denIn den zwei Walpveriodeu lasse sich lein abschließendes Urteil über die Brauchbarkeit oder die Unbrauchbarkeit de? Wahl- ftche»,? bilden. In Bauern könnte an eineAenderung de? Wabl- oesetcs erst herongeereten werden, wenn sich die Mehrheit deS Landtage? über die Grundzüge eine? neuen Wahlrechte?, über die Wildling der Wahlkreise, die Verteilung der Mandate Nlw. geeinigt habe und ivcnn die Auliicht vorhanden ist. das; auch die Kammer der Rkichöräte sich damit einverstanden erkläre. Zurzeit sei aber die Staatöreoierung nicht in der Lage. 5». den Anträgen eine zu stimmende Haltung eiiiiuuehmen. Die Abstimmung erfolgt in der Sitzung am Mittwoch. SntlrtnS. D i c Franzosen in Marokko. Au? Fe? wird vom 1?. Mai gemeldet: In einem Gefecht. da? vorgcslcr» Oberst 01 o i> - raiid den Marolkiaern auf dem B-carücken von Da za lieferte, wurden auf französischer Seite ein Offizier I,nd,vier europäische sowie zwei afrikanische Soldaten actötet. ein Offizier, 11 europäische und zwei afrikanische Soldaten verwundet. Nur ShiM und Land. Oitfifa. 13. Mat 1014. ** Tage? käsender lür Mittwoch, den 13. Mai: BiSinarrk-Testtpiele in, ftotoOeiim, 3 bi? II Ubr. Neucröffnunq de? II » i o n - T h e a i e r?, 4 Ubr. T r > » k e r- F ü r s o r ge st e l l e lür Stadt und Landkreis Gießen. 67eße>> Asterzveg 8. Sprechstunde jeden Donnerstag abend 8 bi? 77, Uhr "Ernennung. Der Finanzrcscreiidar Rudolf Denzel an-? Gießen wurde zum Finanzassessor ernannt. ** D ie Fleischbeschau tu Dessen. Im ersten Vicrteliabr 1914 stellt sich die Zahl der Schlachlticre, die im Großherzogtum Dessen der Fleischbeschau unterzogen wurden. wie solat: Pferde und andere Einbuier 501 (qegcn 561 im letzten Vierteljahr 1913), Ochsen 5080 (4852), Bullen 397 (478), Kühe 9177 (9243), Jungrinder (über 3 Monate alte) 7076 (8335), Kälber (bis zu 3 Monate alte) 15 167 (15144), Schweine 89 249 (98 644), Schafe 2213 (3278), Ziegen 10 537 (4528), Hunde wurden im Großhcrzogtum Dessen nicht der Fleischbeschau unterzogen. " Fürst-Bismarck-Festspiele. Vom Mittwoch bis Sonntag einschließlich finden im Saalbau Cafe Leib. Colosseum, die bereit? in verschiedenen Städten mit größtem Erfolg gusge- führtcn Fü r st-B i ? m a r ck-Fe st s di cl c täglich statt von 3 bi? ll llhr nachmittags. Richard Schott bat den Film bearbeitet und bat nur Vorgänge dargestcllt, die Bismarck selber erzählt und verbürgt Hit. und die uns au? sei»'» „Gedanken und Erinnerungen" geläusig sind. So die Gutsleute d-n Hwrn Vater zur Geburt de? kleinen Otto beglückwünschend. Dann geh,? ins Studeutcnlebcn. Der „tolle" Bismarck ist auch stark betont. In einer Kneipszcne ist er der einzige ..Ucberlcbende" im Kreise von -einem halben Dutzend ..Bierleichen". Al? Deichhaiiptmann sieht man ihn dann in traulicher Gemeinschaft mit seiner Johanna, in der Tätigkeit beim Deichbrnche. sieht ihn als brav-n Landwirt nsw., bis die übrigens recht gut gegebene Szene im Bavclsberger Bark -solgt. wo König Wilbclm die Abdankunqsiirkundc wieder zerreißt. Dann gebt? weiter in der bekannten Laufbahn. In Petersburg sitzt er mit der Kaiserin Witwe -»stimmen und die kleine Großfürstin kommt, die ihn „so lieb" fand, während sie über den alten preußischen Genergl die böse Bemerkung machte: er stänke — woraus sie sofort das Lokal verlassen mußte. Napoleon beschließt in St. Eloud mit Eugcnie den Krieg gegen Preußen. Später folgen Darstellungen der Friedonsz.'it: der Derlüicr Kongreß, die Reichstagsützung mit stfismarcks bekannter Rede, der 70. Geburtstag. endlich die Entlassung und der Lkbschicd von seinem alten Herrn im Mausoleum, wo er drei Rosen niederlcgt. In da? Leben seines Ruhestandes in Friedrichsruh ist auch manche beiterc Rote cinaefügt. Professor Ferdinand Kümmel bat eine Mickik sür den Film geschri 'ben. Tic beqleitende Musik loird aus- aetührt von der hiesigen RegiinentSkap.'lle „Kaiser Wilhelm II." Es sei daran erinnert, daß die Fürsh-Dismarck-Festspicle zum Besten de? Bisniarck-National-Dcnknials auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück-Bingen stgtisinden. ** Konzert-Verein Man schreibt uns: Ter vor drin Jahren mit so großer Begeisterima aufgcnommenen Ausführung von .Händel? Judas Mgkkabäus läßt der Konzert-Verein am Dienstag, den 10. Mai. iw der S t a d t k i r ch c Händel? letztes Oratorium „Jevhta" folgen. Es wird, wie damals Juda? Mgkkabäus in der wertvollen Bearbeitung Dr. .Hermann Ste- vhanis z» Oiebär gebracht, der das händelsche Meisterwerk in dieser Olestalt so feinfühlig erhalten bat. daß die .Wiedergabe allenthglben als ein hcrvorraaend musikalische? Ereignis gilt. Die gewaltig-, von Anfang bis Ende fesselnde Musik verlangt einen großen Tonkörpcr. Zu ihrer Wiedergabe wirken unter Professor Trautmanns Leitnna zusammen: Der Akademische Ge'- sannvercin, das Künstler-Orchester de? Frankfnr« tcrPal men garten? und ein nanihaste? Solisten 2 ugr- tett. Zwei der Oiesangsolisten: Frau Prof. W ern e r» JeÄtzse u s?0t' lind .Herr Ludwin Rnge cTenorl sind unseren ."insil freunden von Beethoven? Missa lind Berlio,' Regnikin her bekannt. Trotz de? geringen llmfgng? dieser Partien erzielten sie eine» vollen Eviolg. der dem Wunsch Anlnß gab. sie bi-r ixied-r zu hören. Die Prncht der Arien und Renkatioe im Jephtä bietet ihnen reiche Olelegenheit zur Entsaltiing k'tnstkeri'chen und gesanglichen Können?, h-rr Dr. Moser nenießt den Ruf eine? bewährten Oratorien-Sänger? nnd woblllinaenden Basse?. 6ft sj„,,t in Gießen zum ersten Male ebenso wie die Vertreterin der Sovrou- Vartie, Fräulein Tbpra von Lad ine?, die die Kritik als eine temperamentvolle nnd warinemnfindoiide Sängerin räbint. deren anmutige Tingweise sich dem Oratorien-Stil Händel? ganz besonder? onnaßt Tie umfangreiche lind ansvnichsvolle Eembalo- Portie lieat in den Händen imserer ibeimischen Künstlerin Frau Elaire Nebelung-Knapp Nach der neulichen Aussührniia der Bachschen Matthäus-Passion Händel? Jeplsta — zwei Gipse! erhabenste,- Kunst. " Die Rnbattsvarvereinigung bielt am Montag abend im Hotel Kaiserhos ihre ordentlies,- Hauptversammlung ab. Der erste Vorsitzende. Kaufmann E. Röhr, erstottele den Ialire?- bcricht. Daraus sei hier folgendes bervorgehvbcii: Die Vereintaimg besteht jetzt im sechsten Jahre: sie bat sich auch im letzten Ostichästs- iahr gut entwickelt. In dem tünkiäbriaen V-stehen der Vereinigung .wurden im nanzisi für etwa 171 800 00 Mk coparrabattmarlcii uvi- gesetzt Die Einrichtung selbst bat sich aus? beste in Bezug aus die Barzahlung bewährt und der Umsatz an Markeit ist Beweis dasür. das: insbesondere auch daS Publikum der Einrichtung richtiges Verständnis und Wohlwollen enlgegcnbringt. Ini letzten Jahre wurden bei der Mitteldeutschen Kreditbank, bei welcher die Mnrken-Ent nähme und Einläsnng eriolgt. für 37 210.00 Mk. Marken entnommen, etwa 3000,00 Mk. mehr als dies bei dem bisherigen Turchschnittsbctrag der fünf Jahre der Fall war. An Sparbücher wurden in den fünf Jahren eingelöst 38 633 Stück mit je 5Mk. was einer Barsummc von 193 165,00 Mk gleichkommt Al? Durchschnitt fallen aut das Jahr ca. 6032 Svorbücher mit .31 660.00 Mk. Barbetrag. Die Mitgliedei'zghl ist in dem leisten Iabrc wiederum gestiegen Ausgetreten sind infolge Geschästsansgabe.3 Personen. Bei einer Anzahl weiterer ?l,'.Meldungen konnte Ausnahme nicht erfolgen, da zum Teil die betr. Geschäfte nock: kein Jahr hier be- standen, znni Teil aber auch erschien die Ausnahme aus anderen Gründen nicht wünftlienswert. Der Vorsitzende stellte fest, daß im letzten Jahre wiederholt wahrgenommc» wurde, daß von einem Teil der Mitglieder die Rabattmarken nicht bcreitwillia und un- ausgcsordcrt verabfolgt Word«» seien, obwohl dies den Mitgliedern nach dein Beschluß der vorjährigen Hauptversammlung ansbrück- lich zur Pflicht gemacht wurde. Herr Röhr weist in zutressendcn Worten daraus bin, daß sich dadurch das betr. Mitglied vor allem selbst schade. Für die Zukunft wird der Ausschuß streng daraus achten, daß die Marken stet? unansgcsordcrt verabfolgt werden, da sonst gegen Mitglieder, welch- da? nicht tun, eingeschritten wer den soll. Die Arbeiten der Vereinigung wurden in 6 Sitzungen und in dar haupivrrsammtung erledigt. Der Verkehr mit dem Verband war wiederum rege. Der Verband umsaßt etwa 500 Vereine mit etwa 70 000 Mitgliedern Da? Verbandsblatt wirb jedem Mitglied unrnlgcltlich zugksandt. Ter Verbandstag wurde im letzten Jahre nicht besucht, für die Zukunft soll da? locnn niöglich geschehen. Der diesjährige Bezirkstag findet in Straßbnrg statt. An den Geschäftsbericht schloß sich die Rechiiungsablage, welche von dem Rechner. Kaufmann Richard Dnchackcr, erstattet ivnrde. 4ne Kassenverhältnisse sind hiernach günstige. Tic Rechnung, welche geprüft, wurde genehmigt und dem Rechner Entlaltting erteilt. Aus dem Ausschuß hatten in diesem Jahre nach den Satzungen auszuscheiden: .Hoflieferant Franz Brück. Rich. Bnchacker, Will». Made? und Earl Schulze, die sämtlich wicdcrgcwahlt wurde». " Gewerbeausstellung. Der Ortsgewcrbeverein fordert seine Mitglieder auf, an der Eröffnung der Gc- wcrbcausstelttiug inid dein Festessen am Samstag teilzn- nehmen. (S. Anzeige.) Besondere Einladungen ergehen an die Mitglieder nicht mehr. " D i c studcnt. Resormverbindung Oldelphia feierte in diesen Tagen ihr 41. StiftungSiest, zu dem eine große Anzahl von alten Dorren und Gästen erschienen waren. Die diesjährige Feier hatte insofern eine ganz besondere Bedeutung, als damit zugleich di- Verschmelzung der Burschenschaft Arminia- Göttingen mit der hiesigen Verbindung vcrbundcn war. Zu dem von stud. Phil. Neurath geleiteten Fcstkommer? war außer dem Rektor auch eine große Anzahl von Proscssoren, Vertreter des Ossi- ..ierkorpS sowie der belreundeten Korporation«!! erschienen, die Grüße und Glückwünsche üdcrbrachten. Besonders nachhaltige Ansprachen hielten der Rektor Pro,. 0. Eck und Pros. Dr. Mi11 ernra,er. Oberbürgermeister Keller, der alter Herr der Wclvhia ist, war am Besuch verlündert und hotte in einem längeren Sck,reiben seine Glückwünsche übermittelt. — Am Sonntag fand nach dem Festessen eine Wagensahrt nach dem Gleiberg statt, wo die Adelphia im Jahre 1870 gegründet wurde. Der folgende Tag brachte noch einige intnne F-cstlichkeiteu. ** Verkauf des Unionlhcaters. Das Ilnion- thcater auf dem Seltcrsweg ging durch Verkauf von dem hishcrigcn Besitzer, Herrn.Gottselig, in die Hände des Herrn Weber aus Bamberg über und wird unter der neuen Leitung heute, Mittwoch, nachmittag wieder eröffnet werden, nachdem cs einige Tage lvcgen der Ucbernahme geschlossen lvar. .Herr Weber war bereits Leiter einer Reihe angesehener LichtsiKeltheatcr. ** Amtliche Veröffentlichung der Ergebnisse der großen landwirtschastlichcn Zählungen im G r o ß h k r z v g t » NI Hessen. Die Ergebnisse der landwirtschaftlichen Zählungen (de? landioirischastlicheil Anbaues, der Bich- und Obstbaumzählungen usw.i werden von der GroßlierzoglickienZentral- ftelle sür die Lindesstatistak regelmäßig in den von ihr lpzrans- gogcbcvcu „Mittciiuiigen" verönentlicht. Ts kann dies jedoch, des großen Umsaugs wegen, in der Rogel nur sür die 18 Kreise und nicht sür die rund 1000 Gemeinden des Grobherzogtums geschehe!,. Nunmehr soll jedoch, auch auf Anregung der Landwirtschaits- kammer, eine große Veröftenüichung in dien «on twr Großh. Zentralstelle chensalls herausgegebenen „Beiträ gen zur Statistik des Großhcrzogtums .Hessen", also nicht in den „Mitteilungen", vorgcnommcn Ivcrdrn. Aus dieser Veröiicntlichung wird uian ftir j-dc Gemarkung ersehen können, wie sich die Gc- fnmtslächc aus die einzelnen .Kulturarten lAcker, Wiese, Weinberg, Wald usw.) und ans drn Anbau der verschiedenen Feldsrüchte verteilt. Sie wird ferner sür jede Olemeinde die Größe de? Viehbestandes nach Viehgattnngon und auch die Zahl der Obstbäumc nach Lbstbaumarien Nachweisen. Eine solche Derösientlichung ist in dieser Ausjülwlichkeit früher noch nicht erschienen und wird sicher da? Interesse weiter Kreise finden. Ilm die Höhe der Auftagc bemessen zu können, werden diejenigen, welche sich ein Ercmvlar der Arbcu sichern wollen, gebeten, dies der Großh. Zentralstrllc ftir die Landesstatistik z» Darmstndt möglichst bald mitzuteilen lind gegebencntails auch deu selzr ni'drigen Vorzugspreis von 60 Psg. durch Postanweisung cinziisenden. ** Billige Briefe nach den Vereinigten Staaten (10 Psg. sür je 20 g). Die Portoermäßigung erstreckt sich nur aut die Briese, nicht auch aus Postkarten, Tnccksachen »sw. und gilt nur ftir Briese nach den Bereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebielk» Amerikas, z. B. Cauada. „Vaterland" ab Hamburg 14. Mai, „Prinz Friedrich Willtelm" ab Bremen 16. Mai, „Kaiser Wilhelm II." ab Bremen 10. Mai. „Kaiserin Auguste Victoria" ab Hamburg 21. Mai, „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 26. Mai, „Imperator" ab Hamburg 27. Mai, .„tzleorge Washington" ab Bremen 30. Mai, „Kronprinzessin Eeciiic" ab Bremen 2. Juni, „Vaterland" ab Hamburg 6. Juni. „Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 10. Juni, „President Lincoln" ab .Hamburg 11. Juni. „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 13. Juni (Postschluß nach Ankuusl der Früb- züge. Alle diese Schilfe außer „President Lincoln" sind Schnell- dampfcr ooer solche, die sür eine bestimmte Zeit vor dem 'Abgänge die schnellste Besördnuingsgelegenheit bieten. Es cmpsichlt sich, die Briefe mit einem Leitvermerkc wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder Hamburg" zu versehen. " Kleine Mitteilungen. Im Kreise Wittgenstein ergab die Wehrst euer 210 000 Mk. — In Obcrurscl wurde ein iunaes Mädchen von einem Automobil überfahren und im Gesicht und an drn Händen verletzt. Die eochnld trifft den Wagenführer. — Beim Auftegen eines Treibriemens stürzte in den Höchster Farbwerken der Schlosser Staug von einer Lriler sechs Meter tics ab. Er wurd: schwer verletzt dc,w Krankeuhausc zugcflihri. — Der seltene Fall, daß eine Turnhalle zwangsweise verkauft wird, trug sich in Höchst zu. Aui die mit einer Hhpothekenschuld von 105 000 Mk. belastete Turnhalle der Turngcscltschaft wurden im Berstcigerun>i?- tcrmiu von deu Farbwerken 78 000 Mk. geboten. Der Zuschlag wurde'noch nicht erteilt. Konkurse in Heften. In dein KonkurZverlahren über da? Dermö.ien de? Nestauraieur? Koni ad .stöbt er in G testen ist zur Prülung der uochträalich anaenieldele» Fordeninaen Termin aui Mittwoch, 28. Mai 1914, vormittag? 9 llhr, »or dem Großh. Amtrgericht in Gießen anbcranmt worden. — lieber da? '8ev- >uö- 1 -n der Firma Jos. Woti II. Roch!.. Gärtnerei, Geletlscha't mit befchränkter Rastung in Mainz, ist am 8. Mai da? Kon- k»r?veiiabre„ eröffnet w-ordcDer Rechtsamoatt Innizrat Tr. Grieier in Mainz ist zu», stonkursoee,votier ernannt. Kontur?, lorderunge» sind di? ;n. Mai 1911 bei den, Gerichte auzu- melden. E? ivird zur Veichlustlaffung über die Veibehotttmg des eruaunteii oder die Wahl eine? anderen Vermalter? nln-. aul Montag, den 8. Juni 1914, vorniittags 87, Uhr, vor dem Amtsgerichte Mainz Termin n,beraumt. Landkreis Gießen. A Klein.Linden. 12. Mai. Gestern abend retteten d>e beiden 10- und Ojähngen .Knaben de? Lofomotivführer? Hock ihre Mutter vor dem Verl>l„tcn. Die Mutter ivollte ein Stück Speck abschneiden. dabei glitt das Messer aus und drang lies ins linke Handgelenk der Mutter. Das Blut sprudelte sofort mit Gelvalt hervor. Der Vater weilte im Ticnst und andere Hilfe war nicht zur Stelle. Während der eine der beiden Jungen sofort mit einer starken Schnur den Unterarm abband, verwickelte der andere da? Handgelenk mit einer Binde, so daß die Blutung sofort nachlließ. Der Notverband der mutigen Jungen erregte die Berminderung der Krankenpflegerin. k GcilShansen, 12. Mai. Heute mittag halb zwei Uhr überflog ein Zweidecker in der Richtung von Ost nach West unser Dorf. ---Lollar, 10. Mai. In der heute in dem Gasthaus „Zur Germania" abgchaltcnen Versammlung der Einleger des Spar- und Vorschußvereins Lollar wurde einstilninig dem Moratorium zugestimmt und die vorgc- legten Erklärungen genehmigt. Landtagsabg. Fenchel, der zu dieser Vcrsamntliing erschienen war, hat sich sehr bemüht, eine Einigung in dieser Weise herbcizusühren. Mögen nun jetzt auch alle Einleger die ihnen zugegangcne Erklärung unterzeichnen und an deu Spar- und Vorschußvcrein Lollar abscndcn. Hofl'cn wir, daß ein zweiter Konkurs sür Lollar vermieden wird. -m. Hungen, 12. lNai. Wieder ist ein K r i c g s v e t c r a n, Wcißbindermcistcr Heinrich Jockel, im Alter von 68 Jahren abgerufcn lvordcn. Er wurde heute mit militücischeu Ehren zur letzten Ruhe bestattet, wobei ihm auch ein Teil der Militärkapelle: Gießen das Geleite gab. Kreis Latttcrbach. ^ L a u ! e r b a ch , 12. Mai. Das Ergebnis der Sammlung zum Roten Kreuz in der Siadt Lauterbach betrug insgesamt 409,48 Mk. Davon sind bei dem öffentlichen Konzert aus dem Marktplatz durch junge Damen 226,45 Mk. einge- gangcu. Durch Schulkinder wurden am Montag für Verkauf von Postkarten 183,03 Mk. gesammelt. Ein Vergleich zu dem im Jahre 1911 abgehaltenen Blumentag ergibt gegen die damalige Sammlung von 390,02 Mk. ein Mehr von 9,46 Mk. Die Samnilungen in den Gemeinden des Kreises lind noch nicht bekannt, doch sollen auch hier ganz erhebliche Betrüge cingegangen sein. — Bei den Kanalisationsarbeiten in der Schlitzcr Straße wurden aus einer Tiefe von 4 Metern Braunkohlen zu Tage gefördert, die zum Teil in vollständig reiner Form, zum Teil mit anderem Gestein und Ton vermischt waren. Es läßt die Beschaffenheit des Bodens vermuten, daß sich hier in größerer Tiefe Braun- kohlcnlager befinden. Kreis Lauterbach. (r) Aus dem ö st l i ch e n V o g e l s b e r g Die kalten Nachtfröste und die eisigen 'Nordostwindc der letzceu Tage haben in Gärten und Feldern viel Schaden angerichtct. Die Birnblüten, die unmittelbar vor dem 2tufhrechcn waren, sind vielfach erfroren. Winterivinat und -Salat haben schwer gelitten, und die ersten Frühjahrsaussaaten in den Hausgärten dürsten verlorm sein, da der Boden gefroren ist. Stuf dem Felde haben Klee, Korn, Weizen und Gras sehr gelitten. I Kreis Schotten. (r) 91 li 8 dem Vogclsberg, 12. Mai. In einem Orte unseres Gebirges liescril in letzter Zeit viele Einwohner ihre Milch statt an eine Molkerei direkt nach Frankfurt. Einige dieser Milch licscranien glaubten, die Dvgelsbcrgcr Milch sei zu seil für die Frankfurter und „lausten s i e". In Frankiurt wurde die Milch beanstandet und uiitersucht. Alsbald konnte man die Milchwässcrer überführen. Kreis Friedbcrg. L. Friedbcrg, 12. Mai. Nach dem Voranschlag für das Jahr 1914 verursachen die hiesigen Volk-'- und Fortbildungs- schuleu eine Ausgabe von 70 000 Mark, die höhere Mädchenschule von 9000 Mark, die Realschule und Gpinuasium 33 257 Mark, die volitechnische Akademie einen Zuschuß von 15 720 Mark, die Straßcnuuterhaltuug von 16 000 Mark, die Straßenreiniguna von 15 000 Mark, die Straßenbeleuchtung von 15 850 Mark, die Kreis- kasse von 61000 Mark, die Polizei 26 000 Mark. Einnahme und Ausgabe gleichen sich aus mit 77 540 Mark. L. Friedberg, 12. Mai. Die dieses Jahr bcstandeneir 11 Bauniwärter, welche die Prüfung an unserer Obstbauschule mitgemacht haben, erhielten den Titel gcvrüstc Obstbaumwärter. — Die Maler» und Wcißbindcrnieister Friedbergs u. Bad- Nauheims beabsichtigen eine Z w a n g s i n n u n g zu errichten. I- R o d h c i m v. d. H., 1 2 . Mat. Hier ist wieder in zwei Gehöften die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Starkenburg und Rheinhessen. m Osfcnbach a. 9)1., 12. Mai. Bei einem Schwein, das ini städtischen Schlachthof geschlachtet wurde, wurde die Schweinepest scstgestellt. Das Tier wurde von der staatlichen Schlachthospolizei beschlagnahmt. Als man die Konsis- katc in Verwahrung nehmen wollte, fehlte die Kanne mit dem Schweincpcstblut, die trotz eifriger Nachforschungen bisher nicht gefunden werden konnte. — Der städtische Vor - anschlag sür 1914 lvird nach Beendigung der Ilusschuß- bcratungen vom Plenum der Stadtverordneten in einer am Donnerstag stattfindendcn evtl, am Freitag fortzusetzendcrii öffentlichen Sitzung verabschiedet werden. 2lu Kommunal- stcucrn werden 189 Prozent der staatlichen Einkom- mensteuer und 3 4,5 Prozent des für die Besteuerung des Grundbesitzes, Gewerbebetriebes und Kapitalvermögens fest- festgcstelltcn Werles beibchalten werden. — Nieder-Jngelhcim, 13. Mai. In Nrcder-Jnstrl- heim ist die Maul- und Klauenseuche in dem Vteh- stand eines Meggers und Händlers scstgestellt worden. Der ganze Bestand ist abgeschlachtct. Kreis Wetzlar. O Krosdorl, 12. Blai. Tie uralte Gleiberger Dorfschule, die schon zur Rcsormationszcit als Lateinschule eine qroße Bedeutung hatte, wird ini Lause des lltachsommers ei »gehen. Itmnittctbar nach de» Freiheitskriegen zog als erster feiiiiiiorislisch aebildcter Lehrer A. Weit aus dem Gleiberg ein, der sich lpätcr nach Kroldori versetzen liest und dcffeu Auvcrwaudie heule „och hier das Amt au der Schule versehen, Tie zwischen Kroldors- Gteibcrg i:u Robbau volleudelc Schule soll für die Folge beide» Orten dienen. Gleiberg bot in Iciner Halbtagsfchule 80Ki:>der und Lroldors in feiner sünsttassigeu Schule 320 Kinder. Hessen-Nassau. = Frankfurt n. M., 12. Mai. Heute abend gegen V 2 I 2 Uhr ist in der Mälzerei der Frankfurter Bürgerbrauerei Feuer ansgebrochen. Zwei Wehren sind niit der Löschung beschäftigt. Gegen Vsl llhr konnte der Brand aus seinen Herd beschräntt werden. X Hanau, 12. Mai. Bei der am 1. Oktober v. I. vor sich gegangenen llebersiedelung des Eisenbahn-Regiments Nr. 2 von Schöneberg-Bcrlin nach .Hanau ist von den städt. Körperschaften in Hanau ein entsprechender Betrag bewilligt worden für die Herstellung eines Kaiserbildnisscs, das, als Gcichonk der Stadt Hanau für das Ossizicrskorps des Eisenbahn-Regiments Nr. 2 bestimmt, im neuen Osfizierskasino Aufstellung finden soll. Der mit der Herstellung betraute Lehrer an der Kgl. Zeichenakademie Professor Wilh. Schultz in Hanau hat das Bild jetzt fertiggestellt. In Lebensgröße stellt cs den deutschen Kaiser in der Uniform der Verkehrs- lruppen dar, während der stimmungsvolle Raum, in dem der Monarch steht, in Stil und Wandschmuck Sluklänge an die große Zeit von 1813/14 zeigt, also an die Jubilüums- jnhrc 1913/14 erinnert. Dem Offizierskorps des Eisenbahn- Regiments Nr. 3 ist bei dem zwei Jahre vorher erfolgten Einzüge des Regiments in Hanau eine gleiche Gabe der Stadt Hanau gestiftet worden. -ft E s ch w c g e a. d. Werra. 12. Mai. Bor dem Amtsgericht- in Worbis Ivurde heule über da? Vermögen der Firma B i e r - mann u. Co. auf Gut Neu mühle he, Worbis der Konkurs eröffnet. Die Passiven betragen etwa 17- M i l l. Mark. Bi? zu welcher Höhe diese in den vorhandenen Werten an Land- und Waldbesitzungen Deckung ftndcn werden, steht noch nicht fest. Ter Konkurs ist für die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bewohner des Jfreifc-3 DorbiS außerordentlich fifiäbigntb. Die 3Bc6rwST der Gläubiger (mb kleine Landwirte, Geschäftsleute und Handwerker, die z u ni Teil ibr ganze? Vermögen verlieren. Einige Großbanken sind ebensallS an dem Zusammenbruch beteiligt. Die Inhaber der Firma, die ein Bankgeschäft, eine Kunst • und Handelsmülilr sowie größere Landwirtschaft betrieb, sind Oekonomierat Äug Bicrmo. rtn und Bankier E, B , e r m a n n. Beide ersrcuten sich großen Ansehens, OcGno - inierat Biermann bekleidete eine Slnzahl ehrenamtlicher Äreisämtcr, Die von der Firma angcstrcbtc außergerichtliche Regelung ihrer Schnldvcrhältniise scheiterte. Verekirnnchri4ten. ** Der Maschinenbauergcsangvcrein Gießen feierte am Samstag abend unter sehr starker -Beteiligung sein 30jähriges Bestehen in der Turnhalle an Oswaldsgarteu, Unter den Ehrengästen besandcn sich llnivcrsftätsmusiklehrer Professor Trautmann, .Hauvtlehrer Storch--Butzbach. der Vorsitzende t-es Lahntalsängerbundes, Vertreter der- Bauerschcn Gc- sangvereins und des Gesangvereins Eäcilia-Lich, Die Gesang, vereine Gemütlichkeit, Heiterkeit und Harmonie wirkten durch Gesangsvorträac bei der Feier mit. Tic Begrüßungsansprache hielt der 1. Vorsitzende der Maschinenbauer, Staub ,Fräulein Heilen überreichte im Auftrag der Damen des Verein? eine prachtvolle Fahncnschlciic Hauvtlehrer Storch-Butzbach übermittelte die Glückwünsche de? Lahntalsängcrbuichcs, hob die treue Kameradschaft der Maschinenbauer hervor, sprach über die Pflege des deutschen Liedes und brachte ein Hoch aus den sestgebenden Verein ans, Eäcilia-Lich schenfte als Angebinde einen Fahnennagel, Heiterkeit und Gemütlichkeit überreichten Chorlicder, der Bauersckte Gesang, verein stistete einen Pokal, Die Posse „Robert und Bertram" bildete den Abschluß des schönen Festabends, Am Sonntag unternahm der Verein einen Ausflug nach der Karlsruhe, — Ter Gisenbahnvcrein Gießen unternahm am Sonntag einen Ausflug nach Runkel an der Lahn, Zwei Sonderzüge brachten die Gäste um 18 Uhr ins Lahntal, um 9 Uhr kehrten die Ausftüglcc chochbcftiedigt zurück, — B^H, C,»Gießen, Die Maiwandcrung des V, H, C- Gießen ersolgtc am Sonntag mit einer Beteiligung von über 80 Personen nach dem nordöstlichen Teil des Taunus, Von Bußbach ftlhrte der Marsch durch schönen Buchwald am Fuße des Hausbergs her durch einige Ortschaften uir Frühstücksrast nach Münster, Von hier ging der Weg über Maibach durch das roman tische Michelbachtal, auch Maibacher Schweiz genannt, mit mäch tigcn Felsparticen nach dem malerisch gelegenen Cransbcrg, wo der Kaiser eingenommen wurde. Einen hübschen Blick aus das liebliche Städtchen, wodl eines der schönsten Bilder des ganzen Taunus, genoß män von einer Anhöhe hinter dem Ort, Dem idyllischen Usatale folgend gelangte man aus schönem Waldweg nach Zicgenberg mit seinem hochgelegenen Schlosse, das durch den ötteren Besuch Goethes, historische Berühmtheit erlangt halt Hinter Ziegenberg wurde die Landstraße erreicht, von der aus man einen locilen Blick auf die gesamte Wettera» und die Höhen des TaunuS genoß, Ucbcr Fauerbach ging es nunmehr unrer llohe.iden Obslbäumcn dem Endziele Ostheim zu, wo die Wanderschar bei fröhlichster Stimmung noch einige Stunden verbrachte, — H e u ch c l h e i m , 10, Mai, Einer Anregung seines 1, Vor» sitzenden H oberer solgcnd, unternahm der hiesige Obst- und Gartenbauvcrein unter recht zahlreicher Beteiligung einen Ausflug nach R o d !> e i m an der Bieber, um dort unter Führung des Obcrgärtncrs Menge? die gärtnerischen Anlagen des Geh, Kommerzienrats Gail einer eingehenden Besichtignng zu unterziehen. In dankenswerter Weise war die Einwilligung dazu vom Besitzer gegeben worden. Die gewiß schon hohen Erwartungen wurden noch übcrtrosfcn! die prachtvollen Teichanlagcn und Grotten wie die mustergültigen Baum-, Obst-, Beeren-, Blumen- und Warmhausanlagen, nicht auch zum wenigsten die peinliche Sauberkeit der Wege, ncsen allgemeine Bewunderung hervor, — Dau bringen, 11. Mai, Ter hiesige Turnverein, ein Mitglied des Turngaues Hessen, veranstaltete gestern mit seiner Schülerriegc den ersten diesjährigen Turngang, Der Abmarsch erfolgte inorgcns um 7 )Ihr vom Bereinslolalc, Es ging über Stauienberg, Ruttershausen nach dcni Waldhaus, Rach einer kleinen Erholung marschierte man wieder zurück durch den schönen Wald nach Salzböden. Als hier der Durst gestillt war, ging? mit luftiger Stimmung wieder über Odcnhauscn, Staufenberg nach Daubringcn zu, Landwirtschaft. Landwirtschaftliche Kttisschau z» Schotten. Der LandwirtschaftSkammer-Ausschuß für Oberhesscn schreibt uns: i Die landwirtschaftliche Kreisschau ans,23. und 24. Mai in Schotten hat »ach den nutimehr abgeschlossenen Anmeldungen ans eine sehr ansehnliche Beschickung zu rechnen, wie dies bei dem durch klimatische, Boden- und Bksitzverhältnissc im besonderen Maße an? eine starke Viehzucht hingewiesenen Kreise Schotten nicht anders zu erwarten war. Die umfangreichste Ausstcllungsabteilnng ist die der Rinder, die mit nahezu 300 Tieren ganz erheblich alle bisherigen Krcisschaucn an AnSdchming übertrifft, Sie ist jedoch nicht nur wegen ihres Umfanges beachtenswert, sondern sie beansvrucht auch in hohem Maße das Interesse de? Tierzüchters sowohl in der kreiscingescssencn Bevölkerung, als auch bei den die Tierzucht ausübenden und leitenden Landwirten, Handelt es sich doch darum, die Leistungen zweier Rassen in eine vergleichende Gegenüberstellung zu bringen, die schon seit Jahrzehnten sich ick ihrer Verbreitung und wirtschaftlichen Gleichberechtsgung starke Konkurrenz machen, nämlich die bodenständige und seit alters her angestammte Vogelsbcrgcr und die aus dem Auslände ein» geführte und an die Verhältnisse des Vogelsbergrs intzhr oder wcnigcr gut angcpaßtc Simmentaler Rasse, Bis auf den heutigen Tag wogt noch der Kampf um den Vorrang beider Rassen in wirtschaftlich nicht besonders günstig gestellten Gegenden, Tie Kweirschau zu Schotten wird an dmi ausgestellten Zuchtrrodukt-m erkennen lassen, welche Züchtung in den letzten Jahren den größten, dauernden Erfolg erzielt hat. Besonders interessant toird das Bild dadurch, daß die zur Umzüchtung ibcr Vogelsherger Rinderrassc seit dem Jahre 1909 in der Gemeinde Busenborn vorgenommenen Einkrcuzungen durch 20 Krcuzungsproduktc, die unter sich konkurrieren, veranschaulicht werden, J,n ganzen treten in Ver gleicht 190 eingetragene Vogelsbergei, 20 Frankenkreuzungen und 55 Simmentaler, Tie größere Bodenständigkeit der Vogclckberger kämnrt dadurch zum ülusdruck, daß nicht weniger als 20 Zucht- familien, sechs Sammlungen von Einzelzüchtcrn und vier große Sammlungen von Zuchtbezirken zur Schau gestellt werden. Der Zandwirlschaftskammer-AnSschuß hat cs sich angelegen fein lassen nur durchaus sachverständige, ersabrene und unvarteiische Preisrichter zu gewinnen, die aus Züchtern und Znchtlcitern der Kreise Gießen, Biedenkopf, Siegen und Marburg auSgewählt wurden. Gegen Erwarten stark ist auch die Abteilung der Pferde, wiewohl die Pferdezucht im Kreise Schotten in verhältnismäßig fehr geringen! Umfange ausgeübt wird, 55 Bierde und Fohlen des belgischen und 15 der Oldenburgischcn Pserdeschlaaes werden auch ['irr interessante Vergleiche über Vorzüge und Nachteile beider Nassen zulossen und den derzeitigen Stand der Pferdezucht zeigen, Tie geringe Beschickung der Mteilung der Schweine wii nur 15 Ebern und Zurhtiauen cntivricht der schwack-en Ausdehnnng dieses Vielnnchlzweige? rm AnskteNnngsgebietr, Eine besondere Auzichnngskeaft wird wieder die Abicilnng der Schafe ausüben, die rmt etwa 150 Schaft» »nd Lämmern beschickt wird. Hat die Schafzucht in den letzten Jahren durch die eingetretcncn besseren Konjunkturen und die Förderungsmaßnahmen der Landwirtschaft kanemer schon an Wcrli'ckzätznng und allgemeiner Beachtung ge Wonnen, so wird die Kreidschau deshalb nach ein besonderes Inter esse unter den Landwirten erweck-n, weil die im Jahre 1910 errichteten und mit englischen Zuchttnalcrial (Eotswolds) arbeitenden Stainmfchäiercien zu Götzen und Bobenilausen II. aus der Bildslächc erscheinen und Zeugnis von ihren Deistnngen oblegen werden auch sie konkurrieren unter t'ich, damit die nicht oraanig sierten Schäsercien nicht in das Hintertreffen kommen. Die Zucht der saaner Ziegen bat in den letzten Jahren in Ausdehnung und Verbesserung der Zuchten wesentliche Fortschritte gemäßst und wird durch 100 ausgestellte Ziegen und Lämmer vertreten. Die Anmeldungen für milchwirtschaslftchc Erzeugnisse, landwirtschist- liebc Maschinen, Geräte und Hilssstosse, laitdw, Bau-, Mcliora- lions- und Vcrsuchswesen sind noch nicht abgeschlossen, so daß nälp-rc Angaben hierüber einer svatercn Mitteilung Vorbehalten bleibcn mütscn. Um die Veranstaltung recht nutzbringend zu machen und einem großen Kreise der Bevölkerung die Besichtigung der, Ausstellung z» ermöglichen, hat fidi die AuSstellnngslcitnng entschlossen, der Kreisschau eine zweitägige Tauer zu geben. «Serich»^sa«0. i •• tl n f ft l f i> e r \ t d) e r u n g. fttnu Ä. Sch. in Nieder-Weise hot am 4. November 19t2 im landwirtschaftlichen Betriebe dadurch einen Uninll erliitcn. das; sie sich mit dein linken Knie an den Zinken einer Eane fttrü. Sie erhielt von der BerusScienosieii- schaik eine Ucverqan«-rente von 15 Prozent, die ihr ober mit Bescheid vom S. Dezember vor. £5. enljoqen wurde. Cie verfolgte Berufmnf, wurde oder mit Urteil deS CbcrueiürhenmflSftmt? vom 23. v. B't8. mit der Be^rnnduna obqewiesen, datz nach dem Gutachten de? Ztreirarzte? Piedizinalrot? Tr. 9-ebcl und dem Dber- gutaebten deö AiedizinalrotS Tr. Haberkorn da? IinPc ftnie und Bein in seiner Gebranchriähiflkeil in keiner Weise mehr fleflöut ist. Sport. — Wiesbaden, N. Mai. Die T a u n n S h ö h e n i a b r t über 308 Jlilometec mit Höhenunterschieden von über 700 Meter ani durchweichten Straßen, bei Nrqen- und Hagelwetter wurde unter 35 Konkurrenten von Vöbel-WieSdaden aus Ovel gewonnen. Die siabrt kann msoiern auch alt ein drlo'g der besnicken Industrie angelehen tverden, als die -irma Ovel in Nüfselsheiin l4 Preise erhielt, dav»n 0)öbel bcu 1, Heinrich Opel den 2. und Starl Henkell (Wiesbaden) hen b. Preis. L:!it?cr?Nx>sbrt- Leivzig, 12, Mai, Das Luftschiff „Schütte-Lanz 2" ist heute srüh 5.03 Uhr zur Fahrt »ach Liegnitz auigcstiegcn. Um 5V- Ohr iras es über Bautzen ein. Gleichzeitig kam von Liegnib das Militürlustschiss „Z, 6", das sich aus der Fahrt nach Leipzig befindet, in Sicht, Beroe Lnstschisse begrüßten sich, machten cltie gemeinsame Runbsahrt über der Stadt und fuhren dann weiter, Braun schweig, 11, Mas, Prinz Heinrich kommt am Dienstag hierher, um dem Vorbeiflug der Flieger nach Hamburg beizuwohncn. Der Prinz folgt dann den Fliegern im Auto, Johannisthal, 12, Mai, Heute eavrgen 7,30 Uhr startete Leutnant Carganieo mit Leatnant F ri ed berg als Beobachter und mit 8,20 Uhr Leutnant Walz mit Leutnant Müller als Beobachter mit LnftverkchrtKwppcldcckcr zu dem Fcrnslnge nach Tnrmstadt. Tie Herren nehmen an dem in den nächsten Tagen beginnenden Prinz-Heinrick-Fluge teil, Rostock, 11. Mai. Die Hauptversammlung des Deutschen Lnstslottenveretns be-vinn am Sainstag mit einer vertraulichen Siweng des Arbeitsausschusses, Nach einer Besichtigung der Stadt sand am Ah>end eine außerordentliche Mit- gliedervcrsmnmlnng statt. Am Sonntag vormittag erössnete Generalleutnant i. D, Berge: im Saal der Bürgervertretung die Hauktvcrsannnlung, Als Lr! für den nächsten Verbandstng wurde Düsseldorf gewählt, — Rach Schluß der geschäftlichen Sitzung hielt Hauptnmnn Naumann einen Vortrag über seine Flüge Berlin—Kopenhagen und Berlin—Wien, Am Nachmittag fand rine Fahrt nach Warnemünde ziw Besichtigung de? Leuchtturms und des Flugplatzes statt, Abends war ein Festessen itN Ratdanse, Gleichzeitig tagte hier der Verband studentischer Luftflotten vereine, A l d c r s h »t, 12, Mai, Heute abend stießen zwei M c'l i - tärzwcidecker in mäßiger Höhe zusammen, wobei beide zertrümmert wurden. Der Kapitän Anderson und sein Mechaniker, die sich in dein eine» Flugzeug befanden, wurden getötet, Leutnant Wilson, der das anvme Flugzeug steuerte, wurde schwer verletzt, Luditz (Böhmen), 11. Mai, (Priv. Tck,) Gestern landete in H o l l e t i tz ein deutscher Ballon, Tic Insassen, zwei Offiziere und ein Lehrer, sind heute nach Deutschland zurückgekehrt. Werietib&U*. *ProfcssorJastrvw wurde in seinem ersten Kolleg nach Beendigung de? Streik? van seinen Hörern mit stürmischen Bei- sailskundgebungen cmpsan-ien, woraus er mit einer Ansprache erwiderte, * Rach dreiwöchiger Abwesenheit vom elterlichen Hause wurde in Berlin ein Untersekundaner, der in der Schule keine Fortschritte machte, in einer ftemden Wohnung mit einer Schntzwundc bewußtlos ansgesunden, Orr wurde in lcbcns- gcsäbrlichem Zustande in das Krankenhaus gebracht, *A!IS Haß gegen skineFrau verletzte der Arbeiter Paul L n t h c r in H a l c n s e c bei Berlin ihr 7jährigcs Kind Ellv durch Messerstiche schwer und brachte sich dann selbst einen Stich in die Brust bei, Luther wurde verhaftet, " B o o t s u n g l ü ck. Ans W e r d e r an der Havel wird gemeldet: Das Segelboot „Wassernixe" überrannte bei böigem Wetter ein Ruderboot mit 4 Insassen, Alle vier stürzten in das Wasser, drei von ihnen konnten durch die Segler gerettet werden, während der Kansmann Märker ans Werder ertrank. Die Leiche ist noch nicht geborgen. - 7500 0 Mark g cst»r,i en Aus Hannover, 12, Ma», wird gemeldet: Gestern wurden einem Deutschamerikaner, der sich in Hannover nieöerlassen wollte, 75000 Mk, entwendet, stiuch seinen Angaben wurde ihm aus dem Wege vom Bahnhof von einem gutgeNeidcten Herrn, mit dem er ins Gespräch gekommen war, eine gelbe, lederne Bricstaschc, in welcher sich 37 Stück englische Hundcrtpsundnoten und eine Fünfigpsundnotc der Standardbank besandcn, entwendet, , * Vergiftete Speisen, Aus Celle (Hannover) Hrd gemeldet: Rach dem Essen erkrankten plötzlich vier Mädchen eines Gasthoses sowie ein regelmäßig dort verkehrender Inge- n i c u r. Ter Ingenieur ist schon gestorben. Dem Vernehmen „ach sind auch noch andere Personen in der Stadt erkrankt, 'EinegchcimniSvolleMordtatist nach einer Meldung ans Kalmar i. E, am Montag auf der deutschen Seite der Schlucht verübt worden. Zwei junge, gut gekleidete Franzosen im Alter von 20 bis 24 Jahren, die sich als Oiebrüder DuvuiS aus Pari?'ausgaben, bestellten bei einem Kolmarcr ?l»tomobilgeschäft cin Automobil, um über die Schlucht nach Gcrardmeer zu fahren, Der Wagen wurde von dem 22 Jahre alten Cbausseur Köhler geführt. Aus der Rücktahrt von Oicrardmecr, sechs Kilometer diesseits der Schlucht, erschlugen sic den Chausseur mtö warfen ihn den steilen Abhang hinunter, Ta? Automobil brachten die Verbrecher bis an den Kirchhos von Kolmar, Ivo ihnen das Oel ausging, sie ließen e? daher ans freiem Felde stehen »nd verschwanden. Bis jetzt hat inan noch keine Spur von ihnen. Die Leiche des Ehausscurs wurde erst 21 Stunden später ausgesundcn, * Verbrannt, Au? Neukölln, 12, Mai, meldet cm Priv.-Telegr,: Htzutr morgen wurde die 71 Jahre alte Witwe Auguste Fröhlich in ihrer Stube verbrannt auigefunden. Ob cin Nnglückssall vvrliegt oder die Greisin Selbstmord begangen hat, steht noch nicht fest, * Pocken, Au§ Tarnowitz, 12, Mai, meldet ein Priv - Tclegramm: In das hiesige Kreiskrankenhaus wurde die Witwe Drudlo von Laurahütte, die an den schwarzen Pocken erkrankt ist, eingcliefert. Die mit ihr in Berührung gekommenen Personen wurden unter Beobachtung gestellt, ES handelt sich »m zehn Personen, * Der Aetna befindet sich noch andauernd in Tätigkcft, Er stößt ungeheure Olschenmengen auS und hohe Rauchsäulen steigen in die Luit, ES wurden vier Erdstöße wahrgenommen, von denen einer so stark war, daß die Bevölkerung wiederum von einer Panik erfaßt wurde, *WiedereinBildzerstört, Aus London, 12, Mai, wird gemeldet: In der Königlichen Akademie brachte heute nachmittag eine Frau mit eincni Handbeil dem Bildnis deS Herzogs von Wellington von Hcrkomcc drei Risse bei. Sie wnrdc verhaftet, * Gelnncht, Aus Lissabon wird genieldct: In Eo- villa erstach der Anlimilitarift Ferreira den Major der Jn- sanierie Corrcia, Ter verhaitctc Mörder wurde von der Volksmenge ans dem Gcsängnis herauSgcholt und gelyncht, * Eiscrs nchtStat an einer Deutschen, Aus Kovenhagcu, II, Mai, meldet ein Privat-Telcgramm: Ein 20jährigcr Tecinann namens Eggelin, der soeben auS Amerika zurückgekehrt war, besuchte heute abend seine Braut, cin 17jähriges deutsches Mädchen Klara Z o b n , die mit einer Freundin zusammenwohnte, Beide Mädchen arbeiteten in einer Schuhzeugsabrik, Der Seemann warf seiner Braut vor, daß sic ihm untreu gewesen sei und feuerte drei Schüsse ans das Mädchen ab, das tot zu Boden stürzte. Daraus crschost er sich selbst. Meine Cagerchronik. Auf der BlacksriarS-Brücke in London stiesten zwei Straßenbahnwagen zusammen und wurden vollständig zertrümmert. Vierzehn Personen wurden zumeist durch Glas- svlitter verletzt. Amtlicher Wetterbericht. Wettcraussichtcn in Hessen an, Donnerstag, den II, Mai 1914: Porwicgcnd woltig, niciü trocken, etwas wärmer, westliche Winde. Letzte 2?ad,ridi1«n. Ein Besuch des Z arcn in Paris? Paris, 13. Mai, Dem Journal zufolge hot eins hiesige hochstehende russische Persönlichkeit im Verlaute eines Gespräches »ngedcntet, daß Kaiser Nikolaus vielleicht im Oktober d, I. nach Paris kommen werde, um den Besuch zu erwidern, den! ihm Präsident Poincarä im Lause deS Sommers abstatten soll. Ein Rundschreiben des türkischen Marineministers, Konstantinopcl, 13, Mai, Der M a einem in ister Djemal Pascha hat an alle Hasenpräfekien des Reiches ein Rundschreiben gerichtet, in dem er ans die ruhmreiche Ueberliesernng der türkischen Flotte, die einst das ganze Mittelmecr beherrschte, hinweist und die Präfekten auffordert, ihre Bemühungen aufznwendcn, um die türkische Bevölkerung zu ermutigen, sich au andere» Nationen ein Beispiel zu nehmen und die Besatzungen für die Flotte bcizustrllcn, deren Schaffung die Regierung pro- grammäßig begonnen habe, um die Fehler der jüngsten Vergangenheit wieder gut zu machen, Tampico von den Reellen besetzt? Dcracruz, 13. Mai, Passagiere des Dampfers Bohd, welcher mit 600 spanischen Flüchtlingen hier ciiigetrofsen ist, erklären, daß die Bundestruppen Tampico am 10, Mai geräumt hätten, das dann von den Rebellen besetzt worden sei. Eine Bestätigung der Nachricht ist hier unmöglich. Schulanfang, Der erste Schritt ins ernste Leben ist getan, munter traben die Kinder setzt zur Schule und eisrig verfolgen die Eltern die Fortsäwilic ihrer Lieblinge, Bez.den großen Ansor- derungcn, die die Schule an die Kinder stellen muß, ist Gesundheit das .Haumersordcrnis, denn nur in einem gesunden Körvec kann ein gesunder Geist wohnen. Deshalb sollte man von den Kindern alle schädlichen Ernslüsse iernhalten. Vor allem gebe man ihnen keine ncrvencrregendcn Getränke wie Bohnenkajsce, Tce usw,, denn Nervosität »nd baldige Erschlasfting sin» die Folgen, Boh- ncnkasscc ist leicht zu ersetzen durch den kosseinfteicn wohlschmeckenden Ouicta-Kassee-Ersatz, weil man keinerlei Gcschmacks„nterschiÄ> merkt. Nebenbei unterstützt Quieta-Knfiec-Ersatz die Ernährung durch seinen Gehalt an wertvollen Nährialzen, Gcht man den Kindern außerdem Onicta-Krastlrunk, einen vorzüglich schmecken- den Nährsalzbanonenkakao, so wird auch das schwächlichste Kind gut gedeihen und den Olnsordcrungen des Unterrichts besser gerecht werden können. Man erhält Ouicta jn allen einschlägigen Geschäften, v'Vr Sax!$hn@r’» Bftterqu©!!© HUNYADIJÄÜOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, eto. Oewefinf. Potis■■ 1 Wszsorgfos oo/f. <-■ Schellfische rr. Kalllimt i Eisvackuna. tadellos lebend- irische icinltc Nordsee,vare, soeben eingetroßen u, billigst bei 4M August Wallenfels, Gießen, Marktviat, 17. Tclevhon 282, Das berühmte Kreuznacher Kradsm-Lror n Laibchen ä 39 u, 49 Pia, ist heute ftiich ctngetroncn bei GeorgWallenfel 1 Marktplatz 21 Tele io» 46 gegciillv, der Engelavothekc, 5454 Lpargrl täglich irisch gestochen emv° stehlt zu billigstem Taaes- vreiie 51M W. 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Herr Obermusikmeister Löber. 6016 Unser Bismarck (Bilder aus dem Leben des großen Kanzlers.) i 1 Soeben erschienen und in der Ausstellung sowie ^ bei dem Unterzeichneten Verlage zu haben D Offizieller t Ausftellungs-Uatalog I mit dem offiziellen Ausstellungs-Führer zur | Gewerbe-Ausstellung | Gießen I 9 H I Inhalt: als: Knabe, Student, Referendar, Lebensretter, Deichhauptmann, Preußens Vertreter beim Frankfurter Bundestag, Gesandter in Paris u. Petersburg, Minister - President, Reichskanzler, Der Greis im Sachsenwalde! Eintrittspreise: t. Platz M. —.40, Sperrsitz M. —.60, Reserv. Platz M. 1.—, Balkonlo^e M.1.50. Kinder unter 12 Jahren und Militilr auf allen Plätzen die Hälfte. Eltern, Lehrer, Behörden, Fabrikherren etc. etc. gebt den Kindern, Schülern, Beamten, Angestellten Zeit und Gelegenheit, dieses patriotische Kunstwerk im Film zu sehen. Vereine, Korporation., Schulen etc. ermäßigte Preise. Vorbestellung. erwünscht >!S HI Wir bitten unsere Mitglieder, der nni Sonnabend, den 16. Mai, 11 Udr pünktlich, statlnndenden der Grwerbeausstelluiig gicBcit 11)14 für C&crtjcffcn uitö angrenzende Gebiete anzuwohnen und ebenso an dem um P/, Uhr in derFenHalle ltrockenes Kuvert Mk. 3 .—) beginnenden teilzunehmen. — Anmeldungen btmii bis zum Freitag 2 lhttag auf dem Bureau oder bei dem Vorsitzenden erbeten. Besondere Einladungen ergehen nicht mehr. Der Vorsitzende: Dr. Kimisinüller, 6042 D sn enipfelilentieErtnnerun^ Theater Seltersweg 83 Wieder-Eröffnung foeaiSe nachmittag 4 Uhr Erstklassige -g!icl 0 Ü ^ u. a. Dännit Tragischer Lehens-Roman eines Erfinders. Beschichte eines geheimnisvollen Todesfalles. 3 Akte. — Spieldauer zirka 1 Stunde. Lichl-kl Bahnhofstrassc 34 Bahsshofstrasse 34 A'dheutefiAitiwochbisFt'eiiag :: Ein sensationelles Schauspiel :. Große dramatische Szene in 3 Akten. Dieses Schauspiel bildet ein Meisterwerk der Technik und was durch die Kunst der Darsteller, der Reichtum an Toiletten, den großen szenischen Aufwand von Dekorationen und landschaftlichen reizvollen Bildern und Beleuchtungseffckten geboten wird, ist von hinreißender Wirkung. Die Nachtwanderer Schlager-Komödie in 1 Akt. Die seltene Gewohnheit einiger Menschen, während des Schlafes das Bett zu verlassen und im Hause umherzuwandeln, führt in diesem Film zu verwickelten und höchst ergötzlichen Ereignissen. Steingutfabrikation Interessanter Industrie-Film, in welchem ger ganze Fabrikationsvorgang in der Herstellung einer W aschgamitur, von der Verarbeitung des Tones bis zur fertigen Ware, vorgeführt wird. Ferner: Ein großer nordischer Schlagcrfllm Eine Film-Tragödie in 3 Akten. Aeußerst packende Szenen und spannende Handlung heben (fiesen nordischen Kunstfilm weit über das Alltägliche. Unter den erstklassigen Schauspielern, welche in diesem Schauspiel Mitwirken, ragen besonders die beiden so beliebten Filmkünstler der nordisch. Filmcompagnic Kopenhagen Erl. Hahnborg und Herr Psilander hervor Erstklassige l^usik Heute abend von 8 Uhr an Künstler-Konzert (Quartett) Rhena ursaiis- mus u. Gicht können Sie selbst bekämpfen.Ich will nichts verkauf. Für Auskunft Freimarke beifügen Brandt.Kriegsschulbsamter a.D. Halle a.S.252, Jakobstr.44 5742 D Zur Beachtung C»cbcm Pfund meiner vorzüglichen Ptlanzenbutter- Margarine r,973 Marke Samitas nebe ich einen («ulichein im '-Merle von 3 1 /, Pirnnig bei. Urform It aus 5 Krcnzplatz 5. 04166 Dir.: 8. Weber. Maifische Bunnen iisiv., Ladniiiche ju den inllinit- 'Xireifen. Komme Donners!, auf d. Fischmarkl Braudpiu.Wallioriir.4i. Llskbr. Lsdpisb ks.86Nbl6i6d6 Inh. Fr. Otto :: Liebigstrasse 63. Fmpf. sich im Reinigen von Wäsche jeder Art Bei dauernder Behandlung garant. blütenhelle Wüsche bei absoluter Schonung. 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Konzertjahr Dienstag, den 19. Mai 1914, abends 7 Uhr pünktlich, Hauptprobe Montag, den 18. Mai, abends 6 1 /, Uhr in der Stadtkirche Jephta Oratorium für Soli, gemischten Chor, Kinderchor und Orchester von Gg. Fr. Händel Neue Bearbeitung von Hermann Stephani. Leitung: Professor Gustav Traut mann. Solisten: Thyra v. Lndi^es (Sopran), I'anla Werner-Jenson (Alt', Lmdtvig: Rage (Tenor), Dr. Sinns Joachim Roser (Bass-Bariton) sämtlich aus Berlin. Chor: Der Akademische Gesangverein und die evangelische Mädchen* und Knaben-Chorschnle. Orchester: Das Konzertorchestcr des Palmenjsartens ko Frankfurt a.M. Cembalo: Clara ^ebeluiiR-Knapjp. Orgel: Otto Gttrlach. ..... . . I. Platz Mk.5—. II. Platz Mk. 4 —. III. Platz Mk. 3— IV. Platz —' Mk. 2.50, unnnmeriert bezw. Stehplatz Mk. 2—, Studenten- karten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung von Frust Challier (Rudolphs Nachf.), Fernsprecher Nr. 671, und vom 16. Mai ab bei Hubert Hein z. 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Uebigshöhe. ?l>IIIINS flü Der Stadtauflage heutiger Nuiner liegt ein * Flugblatt des AltbudUrorster Marki'vrndcl starkanette bei, auf welches hiermit besonders aufmerksam gemacht sei. 6051D