Nr. m Der Sieheuer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Sletzener.isamiNeiblätxr; ,wen»alwöchenll.riicik- blatlsürdenilreirSiehen (Dienstag und Freitag); zwei,na/ manail. Land- wtnichzsttiche Seitsragen Fernchrech - Anschlüsse: iür d,e Redaktion 112, Verlag u. Exveditio» öl Adresse lnr Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme non Anzeigen iür die Tagesnummer bis vormittags S Uhr. Erster Blatt 9 M. Jahrgang 5reitag. 8. Mai Bezugspreis: monatlich75Pf., vierteljährlich Mk. 2.20-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel« jährl. ausschl. Bestellq. Zeileupreis: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pseuuig. C-Hesredakteur: A, Goetz. verantwortlich für den polit. Teil: Aug. Goch; für .Feuilleton", „Vermischtes" uud^Gerichts- saal": Narl Neurath; iür „Stadt und Land" : Kotationsönuf und Dcrtag der vrühl'schen llniv.-vuch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuiskrahe 7. An^ig-nHil/ General-Anzeiger für Oberhessen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Scheitern der Besoldungzresorm? Sie konnten zueinander nicht kommen, das Wasser war allzu tief! Sollen diese Worte wirklich auf Regierung und Reichstag im allgemeinen und die Bcsoldungsresorm im besonderen zutresscn? Es ist unverkennbar, daß sich die Tifsc- renzen zwischen den beiden Faktoren der Gesetzgebung, der Regierung aus der einen und der Volksvertretung auf der anderen Seite, wesentlich gehäuft haben, und daß die gesetzgeberische Arbeit darunter in zunehmendem Maße litt. Wo Der größere Teil der Schuld liegt, darüber sind die Akten noch nicht geschlossen. Von den Herren M. d. R. wird der Vorwurf gegen die Regierung erhoben, daß sie dem Reichstag zu viel Gesetzgcbungsmatcrial unterbreite, daß sie cs so häufig bei vorgerückter Session einbringe, und daß sie es nach dieser Richtung hin an der nötigen Fühlungnahme mit dem Parlament fehlen lasse. Von der Regierung wiederum wird dem Reichstag vorgeworsen, daß er durch endlose Reden über alles und noch etwas mehr die gesetzgeberische Arbeit verzögere und daß insbesondere die Gewohnheit, alle Gesetzentwürfe an Ausschüsse zu überweisen, das stärkste Hemmnis in dem Räderwerk der parlamentarischen Maschine bilde. Der unparteiische Beobachter wird vielleicht der Meinung sein, daß beide Teile recht haben. Jedenfalls ist die Tatsache des schlechten Funktioniercns der Parlaments- Maschine „erweislich wahr", und sie wird insonderheit durch den jetzigen, möglicherweise letzten Abschnitt der Riesensession bewiesen, die seit beinahe zweiundeinhalb Jahren, irämlich seit dem 7. Februar 1912, dauert. Als der Reichstag nach den Osterferien wieder zusammcntrat, sah er sich — das ist auch eine der bösen Folgen der auf dem Wege der Vertagung erzeugten Uebersession — einem Gesetzgebungsmaterial gegenüber, dessen Bewältigung von vornherein ausgeschlossen tvar. Aber selbst diejenigen Vorlagen, die sotbeil gefördert waren, daß ihre Erledigung unschwer bis zu Psiiiqsten erfolgen konnte, drohten daran zu scheitern, daß der Reichstag nicht so wollte wie die Regierung und die Regierung nicht so wie der Reichstag. ES waren dies der Gesetzentwurf betreffend die Abänderung der Kontnrrenzklansel, die Wiederaufnahme im Disziplinarstrafversahren, das Gpionagegcsetz und endlich die Bcsoldungsresorm. Bezüglich zweier ist unterdessen, wenn auch mit Mühe und Rot, so doch glücklich, eine Verständigung erzielt worden. Was die Konkurrenzklau- sel betrifft, so ist wenigstens ein Teil der von den Hand- lungsgehilsen geäußerten Wünsche erfüllt worden. Die Kon- kurrenzklauscl ist wesentlich eingeengt, und insbesondere wird die Festsetzung einer Zahluirgsverpflichtung seitens des Ehcss bei vereinbarter Wettbcwcrbsklauscl einschränkend wirken. Auch in Bezug ans das S P i o na ge g e s c tz ist eine Einigung erzielt worden durch die faßbarere Definition der militärischen Geheimnisse als „Schriften, Zeichnungen oder andere Gegenstände, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesverteidigung erforderlich ist'. Ueber die heißumstrittene Besoldungsreform ist dagegen eine Verständigüng noch nicht erzielt worden, und die gestrige mit Spannung erwartete Sitzung des Reichstags zeigte zwei getrennte Heerlager, die Regierung auf der einen und sämtlieye Parteien des Reichstags auf der an- deren Seite. Der Reichsschatzsekrctär Tr. Kühn erklärte noch einmal seicrlich und unter großer Bewegung des Hauses im Namen der Verbündeten Regierungen, „daß sie dem Entwurf, wie er im Ausschuß gestaltet worden ist, die Genehmigung versagen müssen", wenn er auch tröstend hin- znfügte, daß die Regierungen nicht im Prinzip, sondern nur zurzeit gegen die weitergehenden Forderungen des Reichstags seien. Dieser aber nahm in der mit Spannung erwarteten Abstimmung, nachdem die Redner aller Parteien das Festhalten an den Ausschußforderungcn betont hatten, die Vorlage in der Ausschußfassung, also mit der Aufbesserung der gehobenen Unterbeamten und der höheren Postbeamten, einstimmig an. Was nun? Ist die ganze Besoldungsreform damit wirklich gescheitert? Beharrt die Regierung, was in parlamentarischen Kreisen nirgends ernsthast bezweifelt wird, auf ihrer kategorischen Erklärung, und bleibt der Reichstag in dritter Lesung bei der Ausschußfassung, dann wäre die Besoldungsresorm in der Tat für diese Session begraben. Aber eine solche Eventualität wird im Reichstage doch nicht als wahrscheinlich angestkheu, und man rechnet daraus, daß sich, wie das heute auch der Abgeordnete Qertel in seiner Rede andeutete, bis zur dritten Lesung ein Weg zur Verständigung finden wird. Ob freilich, wie das von manchen Seiten geglaubt wird, die Mehrheit des Reichstags sich statt ihrer positiven Mehrsorderungcn mit einer mehr oder minder geharnischten Entschließung begnügen würde, das mag nach den heutigen mannhaften Reden manchem wohl noch als zwelfclhasl erscheinen. Die Großmächte und Albanien. Die verzweifelte Lage, in der sich Albanien befindet, hat den internationalen Kontrollausschuß veranlaßt, einen Schritt zu tun, der ihm sicherlich nicht leicht geworden ist. Er ist nämlich mit dem Führer der aufständischen Epiroten in Verbindung getreten, um eine Vermittlung anzubahnen. Natürlich geht es nicht ohne Zugeständnisse ab, und es heißt, Zographos, der Führer der Ausständischen, habe die Vermittlung angenommen, es werde in Santi Quaranta eine Zusammenkunft stattsinden und man werde eine neutrale Zone abgrenzen. Wir erhalten folgende Meldungen: Durazzo, 7. Mai. Heute abend ist der internationale Kontrollausschuß nach Santi Quaranta abgereist, um dort mit Zographos über die Schlichtung der Epirnsfrage zu verhandeln. Athen, 7. Mai. Die Mitglieder des internationalen KontrollausschNsses für Albanien sandten an Zograpbos eine dringende Depesche, in welcher sie mitteilen, daß der internationale Kontrollausschuß auf Ersuchen der albanischen Regierung es übernahm, Zographos den Wortlaut der Konzessionen mitzutcilen unter der unbedingten Voraussetzung der sofortigen Einstellung aller Feindseligkeiten und des Vormarsches. Der Ausschuß werde dann ebenso bänglich der albanischen Streitkräfte Vorgehen, die sich nach Santi Quaranta «begeben, um Zographos die Zugeständnisse mitzuteilen, nach deren Annahme der Ausschuß ihre Durchführung unter Verbürgung ihrer Aufrechterhaltung überwachen werde. Zographos sandte ein dringendes Antworttelegramm, in dem er mitteilte, daß nach dem Erhalt der Depesche seitens der Aufständischen Befehl ergangen sei, die Feinoseligkeiten und den Vormarsch vom Mittag des 7. Mai ab einzustellen in der Erwartung, daß gleiche Befehle an die albanischen Streitkräfte erteilt werden. Zographos bitte, ihm den Zeitpunkt der Zusammen- kunst in Santi Quaranta behufs der im Telegramm der Kontrollkommission bezeichneten Mitteilung bekanntzngeben. Paris, 7. Mai. Einer anscheinend offiziellen Mitteilung zufolge findet gegenwärtig zwischen den Mächten ein Meinungsaustausch über die Epirnsfrage statt. Es handelt sich darum, dem in Valona versammelten internationalen Kontrollausschuß das Mandat zu erteilen, die der Bevölkerung von Epirus zu gewährenden Bürgschaften festzusetzcn. Die französische Regierung habe sich bereit erklärt, diesem Vorhaben ihre Zustimmung zu erteilen. Sofia, 7. Mai. Die Regierung hat beschlossen, in Durazzo eine Gesandtschaft zu errichten. Theodor Pavlosf, der sich gegenwärtig als Generalkonsul in Albanien befinbet, wird bis zur Ernennung des Gesandten Bulgarien als Geschäftsträger bei der albanischen Regierung vertreten. Die Nolle Wilsons als Schützling der Nebeüen. Den Landsleuten Wilsons scheint cs doch allmählich etwas unbequem zu werden, mit Leuten wie Villa tmv Carranza, von dercm Treiben in den letzten Tagen wieder schrcckensvolle Nachrichten eingelaufen sind, zu paktieren und zu parlamenticren. Im Senat wurde Wilson wieder einmal über seine Pläne gefragt; über eine neue Aeuße- rnng des Präsidenten wird allerdings noch nichts berichtet: Washington, 7. Mai. Im Senat unterstützte Lip- pcdt eine Entschließung, in der Präsident Wilson aufgcsordert wird, zu erklären, ob es seine Absicht sei, dem General Villa dazu zu verhelfen, der zukünftige Beherrscher Mexikos zu werden. Er griff die mexikanische Politik der Negierung heftig an und erklärte, der Zweck der Einbringung der Entschließung wäre, Wilson Gelegenheit zu geben zur Abweisung der Unterstellung, daß die Vereinigten Staaten den verbrecherischen Villa vorziehen. Der Senator Stonc gab deutlich zu verstehen, daß die Regierung geneigt sei, Carranza und Villa ihre Kampfe gegen Huerta ausscchten zu lassen, und deutete an, daß sie, wenn sie so fortführen, wie jetzt vorgingen, von den Vereinigten Staaten nicht angegriffen werden würden. Nnmcnschlichkcite» der mexikanischen Rebellen. „Daily Chronicle" meldet aus N c w y o r k vom 6. Mai: Mexikanische Flüchtlinge, welche aus Veracruz hier eingetrossen sind, erzählen schreckliche Dinge über Un- Menschlichkeiten, die sie in Mexiko erlebt haben. Ein Arzt erklärte, Villa und Carranza könnten nur dadurch auf die Treue der unter ihrein Befehl stehenden wilden Horden rechnen, daß sic ihnen alle Verbrechen und Schandtaten nachsühcn. In einem Falle wurde das Haus eines Deutschen überfallen, Vater und Mutter gebunden und die Töchter vor den Augen der Eltern schrecklich mißhandelt. Der Vater wurde schließlich zu Tode gemartert und die Töchter ohnmächtig weggeschleppt. Bedrohte Engländer und Amerikaner. Washington, 7. Mai. Nach einer Depesche des britischen Vizekonsuls an die britische Botschaft sind zwei Engländer und ein Amerikaner in den Minen in der Nähe von Guadalajara getötet und ein andere« Engländer namens Ranedell und sieben Amerikaner von Räubern abgeschnitten worden. Wie der Gouverneur Goethals dem Kriegsdepartemcnt meldet, sind gemäß den Befehlen zwei Kompagnien Infanterie bei wiffenschaft »rnd Leben. '— Di e erste be ut i che Re da kt c nrc». Als solche ist wohl Therese Haber an,«sehen, deren lüvjahriger Geburtstag aus den 7. Mai fällt. ?lls Tochter eines bedeutenden Mannes, Gattin zweier bedeutender Menschen und Mutter eines Sohnes von Bedeutung wäre diese Frau auch der Erinnerung wert, wenn sic es nicln selbst durch ihre Leistungen verdient haben würde. Am 7. Mai 1764 ward.' sie als Tochlcr des berühmten Philologen Gottlob Heyne in Güttingen geboren und hatte das Glück, in einer geistigen Atmosphäre auszuwachsen, wie sie wenigen bcschicden ward. Herder, beide Slolberg, Bürger, Voß, Bote und viele andere Geistesgrößen lernte sie in der Jugend näher kennen. Dann heiratete sic Georg Förster mit 21 Jahren, dem sie nach Wilna Und Mainz solgte. Hier lernte sic, die in ihrer Ehe mit Förster trotz gegenseitiger Schätzung nicht glücklich lebte, Ludwig Ferdc- nand Huber kennen, der die geistreiche Frau bald so schätzte, das; er seine Verlobung mit Dora Stock rückgängig machte Doch konnten sich die beiden erst nach Försters Tode, der 1794 erfolgt war, heiraten. Vorher schon hatte Frau Therese, um sich und ihre Kinder zu ernähren, während Förster im Interesse der sranzösischen Republik loirkte, sich literarischen Arbeiten zu widmen begonnen, was sie auch fortseben muhte nach ihrer zweiten Verehelichung, da Huber, der in Stuttgart in die Dienste des Coltaschen Verlages getreten lvar und hie „Allgemeine Zeitung" redigierte, nicht die große Familie allein zu ernähren vermochte. Nachdem sie dann 1801 zum zweiten Male Witwe geworden, l^te Therese Huber bei ihrem Schwiegersohn, der in Bayern Beamter war, bis sic dann im Jahre 1819 die Redaktion des Cotta scheu , Morgenblattes" übernahm, die sie ,n Stuttgart und spater in Augsburg bis zu ilfrem im letzteren Orte am lo. Juni 1829 crsolgtcn Tode führte. In einem Briefe, den Therese Huber einmal an den Berliner Schriftsteller F. W. Gubltz schrieb. h.-i,it es- Ich armes Weib im 56. Jahre, das der Welt zehn Kinder gab,"und dreißig Jahre außer dem Schuft« nie einen fremden Arbeiter brauchte, vi« Kinder und drei Enkel ohne alle Lehrer unterrichtete, ich lerne noch täglich mehr arbeiten und danke Gott oit mit Wehmuts-Thränen, daß er mir, da « mir schwere Würden dufteste, 4 herrliche Kind« ließ und ungcschwachte Tä- tigfett." Schriftsteller, die zu Frau Th«esc Huber kamen, um Beiträge für das „Morgenblatt" »n üb«gcben, traten nacht selten die geistteiche Frau, innen Romane und Erzählungen seine Geistesbildung und tiefe Menschenkenntnis verraten, — am Waschfaß stehend, die Wäsche des Hauses besorgend oder sonst mit ganz niedrigen Arbeiten beschäftigt: was Nicht hinderte,, daß sie die Redakrionsgeschäste mit groß« Umsicht und seinem Takt erledigte. oft dabea im Kampfe gegen Cotta, dessen gelchättlichc und gesellschastlichc Rückjickitcn sic jur Ausnahinc von mancherlei Gc- sckwrackwsigkeitcn gegen ilfren Willen zwangen. Goethe hat „die treue und in viel« Hinsicht schätzenswerte Gattin Hubers" sehr verehrt, und ihr tiefes Gemüt ward von allen an«kannt, die mit ihr je in Verkehr traten. . — Ein unbekanntes Wert von Müsset. In d« Biographie seines Bruders spricht Paul de Müsset von zwei dramatischen Arbeiten, die Alfred de Müsset vor seiner „Venezianischen Nacht" v«faßt hat. Die erste dies« Arbeiten, die „Agnes von Gnadarra", wurde 1828 geschrieben und später verbrannt; das zweite Werk entstand 1830 und führte den Titel „Des Teufels Quittung". Das Manuskript hat sich gefunden, ist im Besitze ein« Nichte Mnssets, und mit ihrer Erlaubnis wird es Nun von Mlcm in der Revue Bleue v«ösicntlicht. Ter Dichter schrieb dieses Stück nach d« Veröffentlichung lein« spanischen und italienischen ErzäUung und zwar mit d« Absicht, seinem skeptischen Vat« einmal zu zeigen, daß auch die Literatur ein einträgliches Geschäft sein könne. Das Werk mürbe auch zur Aufführung angenommen, Bvussls und fflme. Albert sollten die Hauptrollen spielen: aber schließlich kam es doch nicht dazu, und „Des Teufels Quittung" erblickte niemals das Rampenlicht. Das Stück erweist sich als ein sehr düst«es Melodrama in drei Bildern, Verse und Musik durchziehen die Handlung. Den Stasi entnahm Müsset einem Roman Walter Seotts, dem „Red- gauntlet". Es ist die Geschichte, die Willie, der blinde Dudelsackpfeifer, von dem phantastischen Abenteuer seines Großvaters Stenic Stecnson «zählt. Stenie war ein Verschwender, schuldete dem Laird von Rcdgaumlct Geld. Mit Mühe treibt « die Schuldsumme ans und bezahlt sic in Anwesenheit des Kellermeisters. Allein das Schicksal will, daß in d« folgenden Nacht der Laird und am folgenden Morgen der Kcll«meister stirbt: nirgends können die Erben das Geld entdecken, und Stenic besitzt keine Quittung. Auf der Landstraße begegnet Stenie nun ein gehemmisvoll« Ritt«, d« ihn aufford«t, von dem Toten eine Quittung zu d«langen, und ihn bis zu den Toren d« Hölle geleitet. Hier schreibt der Laird auch die Quittting und erklärt scheltend, „sein Vieh von Sohn" w«de das Geld an einer bestimmten Stelle, d« „Katzenwicgc", stnden. lind dort wird cs dann auch entdeckt. Müsset hat das Thema ziemlich frei bearbeitet, einzelne Gestalten schärf« Umrissen und einen düsteren Slbschluß erfunden, in dem der 'Sohn des Läird unt« den Ruinen seines Schlosses begraben wird. — Der bekannte Lyriker Georg Busse-Palma ist nach dem Berliner Börsen-Couri« in geistige Umnachtung verfallen und hat Ausnahme in einer Heilanstalt gefunden. D« Dichter ist ein jüngerer Bruder des Lyrikers und Literar- historikcrs Karl Busse und steht erst im 38. Lebensjahr: er ist 1876 in Lindenstadt (Provinz Posen» geboren. Er hat sechs Bände Lyrik veröfscutlicht, Balladen und Schwänke und zahlreiche Skizzen. — Künstliches Radium. Im wisicnichastlichen Laboratorium der Vcisawerke zu Fraukiurt am Main sand vor geladenen Gästen ein Vortrag des Ingenieurs Friedrich D e s s a u e r statt, der die wirksame Bestrahlung des Radiums künstlich zu erzeugen zum Thema hatte. Es gelang, in Röntgenröhren durch besonders versuchte Anordnung Strahlen zu «zeugen, die das menschliche Gewebe säst ebenso durchdringen, wie die Radium- strahlen, »nd die etwa zwauzigmal so durchdringnngssähig sind, wie die gewöhnliche Röntgcnbcstrahsung, und die teilweise ganz an die Durchdringungsfähigkeit des Radiums heranlommt. Eine Rönt- genmaschine, die derartige Strahlen liefert, ersetzt Radium im Werte von mehreren Millionen Mark. Trotz dieses Fortschritts werden Radium und Mesothorium nicht aus dem Heilschatze d« Medizin verschwinden, weil sie auch weiterhin wegen der Kleinheit der Radiumapparate für das Innere des Menschen in Anwendung kommen. — Ein Denkmal für Chavez. Aus Paris wird berichtet: Dcni «sten Flieg«, der das kühne Wagnis einer llcber- auerung d« Alpen im Flugzeug unternahm, dem unglücklichen Chavez, wird nun ein Denkmal «richtet werden. Unt« dem Vorsitz des Prinzen Rolaich Bonapartc, Henry Deutsch de la Meurthc, Camille Blaues und des peruanischen Gesandten in Paris hat sich bereits ein Komitee gebildet, dessen Ehrenvorsitz die Großherzogin Anastasia von Mecklenburg-Schwerin üb«nommen hat. Tie pcrn- anische Regierung hat sich mit 5000 Franks an d« Subskription beteiligt. Die Ausführung des Denkmals ist dem Bildhauer Tomy Szirmai übertragen. Des kühnen so unglücklich geendeten Fluges Chavez' wird man sich nock, entsinnen: d« junge Peruaner stieg vor 4 Jahren in Brieg auf, überflog das Massiv des Simplon und landete in Doncodossola, wobei er eineir Unfall erlitt und sich so schwer verletzte, daß er kurz darauf starb. — NicmandmachtmehrschlechteVerse. Die Trostlosigkeit d« mittelmäßigen, formal befriedigenden Talente hat schon Goethe beklagt, und d« „Knnstwart" hält die Worte, die er am 29. Januar 1826 zu Eckermann sprach, den, ach, so gewandten Begabungen mittlerer Höhe entgegen. Was Goethe damals „Hunderten" zuries, ist heute eine Mahnung für Tausende geworden: „Das ganze Unheil entsteht daher, daß die voettsche Kultur in Deutschland sich so sehr »«breitet hat, daß niemand mehr einen schlechten B«S macht. Die jungen Dicht«, die mir ihre Werke senden, sind nicht gering« als ihre Vorgäng«, und da sie nun jene so hoch gepriesen sehen, so begreifen sie nicht, waricm man sie nicht auch vreist. Und doch darf man zu ihrer Aufmunterung nichts tun, eben weil es solch« Talente jetzt zu Hund«ten gibt und man das llcberflüssigc nicht befördern soll, während noch so viel Nützliches zu ttin ist. Wäre ein einziger, d« üb« alle hervor» ragte, so wäre es gut, denn der Welt kann nur mit dem (Äußer- ordentlichen gedient sein." 3ohm, eine bei Pcdromigücl und eine bei Miraflores statio- "kcrt worden, um den Panamakanal mährend der gegenwärtigen Lage in Mexiko zu schützen. — Nach Meldungen, bic die britische Botschaft erhalten l>at, verweigerten die Mexikaner in Tampico englische» und amerikanischen L e l w e r kS b e s i tz e r » die Erlaubnis zur Rückkehr an Land, bis afle Kriegsschiffe zurückgezogen sind. Auf Ersuchen des Kontreadmirals Badger hat sich der Vertreter des Roten Kreuzes, Eharles Ken ko ns, in Veraeruz einaeschisft, um in den verschiedenen kleinen Häsen längs des Golfes von Mexiko für die Abreise der Nordamerikaner nach den Vereinigten Staaten zu sorgen, da die amerikanischen Autoritäten der Meinung sind, daß die Rücksichten auf den Gesundheitszustand während deS Sommer? diese Massnahme angebracht erscheinen lassen. Vorher telegraphierte Jenkinfon, daß in Veraeruz einige Pockenfälle vorgekommen, aber sonst die Voraussetzungen fiir die Gesundheitspflege gut seien. Der allge- nieine Gesundheitszustand der Stadt sei befriedigend. Ein Erfolg der Rebellen? Los Angelos, 7. Mai, Der hiesige Vertreter Car- r a n z a s hat eine Depesche erhalten, daß die Rebellen M a - z a t l a n eingenommen haben. Wünsche des Papstes. Rom, 7. Mai. Ter chilenische Gesandte beim päpstlichen Stuhl hatte mit dem Kardinal Merry del Val eine Unterredung über die Lage Mexikos und die Vermittlung zugunsten des Friedens. Ter Kardinal sandte an den ErzbifchofvonMexikoeinTelegramiii folgenden Inhalts: Ter Pabst gibt seinen lebhaften Wünschen für das hochherzige Eintreten der drei südamerikanischen Republiken zu Gunsten des Friedens Ausdruck, Ivelches eine tvirksame Förderung für die Bemühungen -ur Wiederlunsteflung der Ruhe und den Wohlstand Mexikos darstellt. Ter Papst würde sich sehr treuen, ioenn diese Wünsche »nd Gefühle den Präsidenten und den einflußreichen Persönlichkeiten in Mexiko mitgeteilt würden. vcntiche» Reich. Die Tauffeierlichkeiten in Braunschtveig. Zur Teilnahme an den bevorstehenden Tansfeierlichkeiten sind am Donnerstag nachmittag die Herzogin Thyra von Cumberland und die Prinzessin Olga in Braunschweig ein- getrosfen. Das Herzogspaar war zum Empfang auf dem Bahnhof erschienen. Tie Stadt Braunschweig wird über 20 Fürstlichkeiten und Vertreter der sürstlichen Taufpaten zu Gast sehen. Zur Begrüßung der Gäste hat die Stadt bereits reichen Flaggenschmuck angelegt. — Ta§ Kaiserpaar ist am Donnerstag nachmittag in Karlsruhe eingetroffen und, voni Großherzogspaar empfangen, trotz Regens im offenen Wagen durch ei» Spalier von Vereinen und Schulkindern nach dem Residenzschloß gefahren. Abends wohnte das Großherzogspaar mit dem deutschen Kaiserpaar im Hostheater der Vorstellung von Richard Wagners „Fliegender Holländer' bei. Die Titelrolle sang der schwedische Kammersänger John Forsell. DerDankdes Kronprinzen. Der Reichsanzeiger veröffentlicht folgende Bekanntmachung des Hosmarschall- amts des Kronprinzen: Auch in diesem Jahre sind deni Kronprinzen zu seinem Geburtstage wieder aus aflen Teilen des Reiches und auch vielfach ans dem Auslande so überaus zahlreiche Glücktvünsche zugegangen, daß es kchchstdemselhen leider nicht möglich ist, jeden einzelnen zu beantnwrten. Der Kronprinz hat daher das uilterzeich- snete Hofmarschaflamt beauftragt, allen denen, die seiner am 6. Mai so freundlich gedacht haben, hierdurch hüchst- seinen besten Dank zu übermitteln. Der Bundesrat überwies den tzlesetzentwurf über die Haftpflicht der Eisenbahnen den zuständigen Ausschüssen; der Vorlage betreffend die Verlängerung des Handels- nnd SckiffahrtsvertrageS mit der Türkei wurde zugestimmt. Beschluß gefaßt wurde über die Vorlage betreffend den Vollzug des Paragraphen Gl des Versicherungsgesepes für Angestellte, die Vorlage betreffend die Ausführung des Paragraphen 518 Absatz? der Reichsversicheningsordnung, die Vorlage betreffend die Verlvendung von Ueberschüsseu aus dem Sondervermögen der Landesversicherungsanstatt in Posen gemäß Paragraph 1400 Abs. l der Reichsversiche- rungsordnung, sowie über das deutsch-japanische Abkommen zum gegenseitigen Schutze des gewerblichen und geistigen Eigentums in China. DieSchiffbar in achnngdes Oberrheins. Der in Mannheim tagende Badische Handelstag nahnc am gestrichen Donnerstag nach einem Bortrage von Geheimen Oberbaurat Tr. Svmpher-Berlin zu dem Projekt der Schiffbarmachung des Oberrheins eine Entschließung an, in der es a. heißt: „In dem Vertrag ist sowohl die technische Durchführbarkeit des großzügigen Planes als auch feine Wirtschaftlichkeit einwandfrei nachgewiesen. Die Versammlung befürwortet einmütig die baldige Verwirklichung des Planes, den wirtschaftlich bedeutendsten Strom Europas bis zum Bodensee der Großschiffahrt zu erschließen. Sie erwartet hiervon und von der damit verbundenen Ausnutzung der gewaltigen Wasserkräfte eine mächtige Förderung der wirtschaftlichen Entwickelung des gesamten Oberrheingebietes. In der Badischen Zweiten Kammer erllärte am Donnerstag am Schluß der Dolksfchul-Besprechung Kultusminister Dr. Böhm : Ich habe mich gefreut, daß eine Klärung der Schulpolitik eingetreten ist. Die über- wiegende Mehrheit des Hauses hat sich für das Volksschul- gesetz und den obligatorischen Religionsunterricht ausgesprochen Sie haben der Regierung gezeigt, baß die Handhabung des Gesetzes eine liberale ist. Ich habe nun Kraft und Freude, weiter zu bauen. Jede Einmischung von rechts oder links werde ich zurückweisen. Ich will keine politische Bewegung ausheben, aber ich will verhindern, daß die Politik Einstich in die Schule hält. Und dafür werde ich meine Kraft einsetzen. SuilattS. , lieber das Befinden des Kaisers Franz 'Joses wird amtlich gemeldet: Die Nachtruhe (zum Donnerstag) war im letzten Teile durch .Hustenreiz gestört. Der Katarrh rechts ist noch vorhanden. Das Allgemeinbefinden ist ganz zusriedenstellknd. Das dänische Königspaar fuhr am Donnerstag vormittag im Sonderzug von Kopenhagen nach Esbjern, wo es an Bord der Konigsjacht „Danebrosk" geht und begleitet von dem Kreuzer „Gruendal" nach Eng land fährt, um am englischen Hofe seinen Antrittsbesuch zu machen. Das Köuigspaar reist mit dem großen Gefolge, in welchem sich auch der Minister des Aeußern von Scavenius befindet. Bon London begibt sich das Königspaar ngch Paris, dem Haag und Brüssel, um seine Antrittsbesuche abzustatten. Französische Flottenmanöver im Mittelmeer. „Excelswr" berichtet, daß dem bevorstehenden Manöver der französischen Mittelmeerslotte zwei Themen zu Grunde lägen. Das eine Thema bestehe darin, eine feindliche Flotte, welche Marseille, Toulon, Biserta und Philipps- ville bedrohen könnte, zu zerstören. Das andere Thema bestehe in der Aufgabe, eine Bereinigung der italienischen und der österreichischen Flotte zu verhindern, um eine dieser Flotten mit überlegenen Streitkrästen angreisen und vernichten zu können. Neue Angriffe des „Figaro" gegen Caillaux. Der „Figaro" greift heute abermals Caillaux in heftiger Weise an und behauptet u. a., daß dieser sich bemühe, einer ihm ergebenen Persönlichkeit den durch den Tod P u - jalets erledigten Posten des Direktors der Staatspolizei zu verschaffen. Das Blatt spricht die Hoffnung aus, daß der Präsident der Republik, über dessen Sicherheit der Direktor der Staatspolizei zu wachen habe, die Bemühungen Caillaux' vereiteln werde. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 8. Mai 1914. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Zogen sich früher die Stadtverordnetensitzungen selbst bei bedeutungslosen Tagesordnungen endlos in die Länge, so ist jetzt bei allen Verhandlungen eine erfreuliche Knappheit und Kürze eingetreten, so daß jetzt in wesentlich kürzerer Zeit bedeutend mehr geleistet wird. Zwar ist es dem neuen Oberbürgermeister noch nicht vollständig gelungen, die privaten Unterhandlungen gänzlich zu unterdrücken, er mußte auch diesmal wieder mehrsach um Ruhe bitten, aber es ist doch schon vieles erheblich besser geworden^ und wenn demnächst, wie OberbürgermeisterKeller gestern ankündigte, die Tische erst anders gestellt werden, weil sie in der bisherigen Anordnung zur Unterhaltung verleiteten, dann wird auch darin ein rascher Wandel zu verzeichnen sein. Die heutige Tagesordnung war trotz mancher wichtiger Auseinandersetzungen in drei Stunden erledigt. Mit großem Beifall wurde die Ankündigung einer Denkschrift über den Stadterweiterungsfonds entgegengenommen, fiir den eine Nachsorderung von 100000 Ml. notwendig geworden ist, weil der frühere Oberbürgermeister es verstanden hatte, sich diese 100 000 Mark vom Stadterweiternngsfonds für andere Zwecke bewilligen zu lassen. Da das nachträgliche Staunen über diese Schiebung nichts mehr nutzte, wurde die Nachsorderung nach einer kurzen Anssprache genehmigt. Eine längere Aus- einandersetzung rief die geplante elektrische Bahrt nach Krofdorf hervor, für die Preußen nun seine Zustimmung gegeben hat, aber unter Bedingungen, auf die sich die Stadt Gießen unmöglich einlnssen kann. Der Antrag der Betriebsdeputation und des Verkehrsausschusses, der in einem besonderen Schriftsatz vorgeleg! wurde und die geforderten Bedingungen ablehnt, wurde einsttmmig angenommen. Einen sehr bedeutsamen imd zweifellos auch sehr zweckdienlichen Beschluß faßte die Versammlung über den Fahrpreis der elektrischen Straßenbahn, indem sie dem Antrag der Betriebsdeputation und des Verkehrsausschusses zustimmte, die beantragt hatten, anstelle der vorgesehenen Abonnements 14 Fahrmarken für eine Mark abzugeben und in verschiedenen Geschäften Verkaufsstellen dafür einzurichten. Ferner wurde die Mitnahme von Hunden in die elektrische Bahn gestattet und zwar zunächst versuchsweise. Damit Waren die wichtigeren Gegenstände der Tagesordnung erledigt und die übrigen wurden ohne lvesentkiche Auseinandersetzungen ab- gewickett. •• Eine Rheinfahrt des GroßherzogSpaareS. Am Mittwoch abend 7 Uhr begaben sich die Grobherzoglichen Herrschaften im Auto nach Franksntt und nahmen daselbst im „Englischen Hos" an dem Festessen der Deutschen Standesherren teil. Im Anschluß an die Zusammenkunft unternahm gestern eine große Anzahl der Teilnehmer vormittags 11 Uhr mit dem Dampfer „Großheczog Ernst Ludwig" eine Festfahrt auf dem Rhein. Kurz vor Abfahrt de? Festdampsers tras das GroßherzogSpaar, von Darmstadt kommend, im Automobil an der Landungsstelle der Köln— Düsseldorfer Dampsschiffahrt in Mainz ein. Unter den Hochrufen der zahlreich an dem User versammelten Menschenmengen und unter dem Krachen der Böllerschüsse setzte sich dann der Damvser in Bewegung, der bis zur Loreley, bezw. St. Goar fuhr, dort ivendeie, um später in Bingen anzulegen. Bon dort an? begab sich da? GroßherzogSpaar im Automobil wieder nach Darmstadt zurück. "• AuS d e m Schuldienste. Uebertragen ivurde dem SchillanitSaspiranten Georg Sander aus Nieder-Saulheim, Kreis Oppenheim, die erledigte Lehrerstelle an der Volksschule z» Fisch b ach, Kreis Alsfeld; dem SchulamtSaspiranten Adani Setzer an? Langstadt, Kreis Dieburg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Garbenteich, KreiS Gießen. ** Gewerbeausstellung Gießen 1914. Zur Auszeichnung der aus der Gewerbeausstellung Gießen 1914 wetteifernden Aussteller hat die Ausstellungsleittmg eine Plakette ansertiaeu lassen, deren Entwurf von unserem einheimischen Bildhauer Johs. Ködding herrührt. Sie zeigt den auf einem Knie ruhenden oberhessischen Riesen und trägt das von Alfred Bock verfaßte Distichon: Harter Scholle entsprossen, erhebst du die Augen zum Lichte, — Tatfroh, stählern und stet zwingst du das Glück und den Steg. ""'Der Verkehrsverein hielt am Mittwoch abend im Hotel Klroßherzog seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Stadtv. Helm, erstattete den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen ist, daß zwar der Verein noch immer über mangelndes Interesse der Bürger zu lla- gcn hat, daß es aber dennoch nunmehr vorwärts geht, denn man hat, wie es in dem Bericht wörtlich heißt, „ein- lehen gelernt, daß eine gesunde kommunale Wirtschaftspolitik nicht verfolgt werden kann, ohne dabei der Frage des Fremdenverkehrs erhöhte Ailfmerksamkeit zuzuwenden". Ende 1913 zahlte der Verein 181 Mitglieder. Weiter ist dem Bericht über den Stand der Finanzen folgendes zu entnehmen: „Durch unsere gesteigerte Propaganda ist allerdings auch unsere Kasse sehr stark iu Anspruch genommen worden, so daß der finanzielle Stand unseres Vereins im neuen Vereinsjahr keineswegs glänzend erscheint. Vor allen Dingen ist es nötig, eine n och stärkere Reklametätigkeit als bisher zu entfalten, zumal alljährlich auch die künstlerischen Ansprüche, die man an derartige Propagandv- schristen zu stellen pflegt, und darnit auch die Anforderungen a» die Vereinskasse wachsen." Einnahmen und Ausgaben betrugen 2299,49 SRI. — Das Ve r ke hr sbure a u entfaltete während des Berichtsjahres eine rege, vielseitige Tätigkeit. Es wurde stark in Anspruch genommen, ganz besonders von Personen, die R e is e au s kün fte verlangten oder in ansliegenden Adreßbüchern Einsicht nahmen. Von den vorhaiideiien Führern und Prospekten von iveit über 500 Orten sind 1045 kostenlos verausgabt worden. Abgesandt wurden 285 Briefschaften und 188 Pakete. Der Versand der vom Verein herausgegebenen Drucksachen stellte sich folgendermaßen: Führer von Gießen 3087, Führer im Automat verausgabt 1186, Prospekte GOOO, Brieseinlagcn 5000. Der übliche Wettbewerb zur Schmückung der Fenster, Ballone und Vorgärten hatte auch in diesem Jahre ein recht zufriedenstellendes Ergebnis. — ES war nach den bekannten Auseinandersetzungen vom vorigen Jahre eine Klärung erforderlich und dabei hat sich u. a., was wir gern seststelleii wollen, ergeben, daß die aus Vorstandskreisen uns mitgeteilte Behauptung, manches, was int Verein vorgehe, so die Vergebung von Drucksachen, sei nur „verkapptes Geschäftsunternehmen einzelner Herren" und die Aufträge würde» dem Vorsitzenden manchmal „aus der Hand gerissen", mit den tvirllichen Vorgängen sich nicht deckte. Die Wahl des Vereinsausschusses hatte folgendes Ergebnis: Geh. Baurat Roth, Stadtv. Petri II., Prof. Dr. Mittermaier, Garteninspektor Rehnelt, Kauffuann Röhr, Lehrer Val. Müller, Stadtv. Helm, Buchdruckereibesitzer Kindt, Prokurist Will, Stadtbaumcister Braubach, Fabrikant Hornberger und Stadtv. Winu; es sind also zum Teil neue Herren hinzugetreteu. An den Bürgern unserer Stadl wird cs nun liegen, dem Verlehrsvereiu, auf dessen vielseitige Aufgaben wir wiederholt hingewiesen haben, zahlreich beizutreten, um ihm die Erreichung seiner Ausgaben zu erleichtern. Gerade weil unsere Nachbarstädte einen ausfallenden Aufschwung nehmen, ,nüssen wir hier in Gießen alles daran setzen, um dem Wettbewerb standzuhalten. "VorträgefürdieevangelischenLehrerOber- Hessens. Trotz des imgünftinm Wetters waren die Vorträge! für die evangelischen Religionslehrer Oberhessens am Donnerstag loieder sehr zahlreich beincht. Pfarrer Dr. W a i tz - Tarinstadt zeigte wie die Kirchengeschichte und das Kirchenlied, die bisher vielfach stiesmütlerlich beliandell worden seien, so recht geeignet wären, den Religionsimterricht zu beleben. Er verbreitete sich insbesondere über Stossauswahl, methodische Behandlung und die Verteilung aus die einzelnen Klassen, wie dies der neue Lehrplan vorschreibt. In der Äirchengeschichte sind sowohl Lebensbilder der bedeutendsten Persönlichkeiten der Kirche als auch kullurgeschicht- liche Bilder vorzusiihren. Tie Zahl der Kirchenlieder ist zwar um einige erhöht, die Gesamtzahl der einzelnen Strophen aber gegen früher geringer geworden. Ter nachsolgeude Redner sprach über den Katechismusunterrichl. Er betonte, wie die Gegner des Religionsunterrichts ihre Angriffe in echter Linie gegen den Katechis- musunterricht richteten, wie es aber notwendig sei, die religiösen Wahrheiten in der Form' der Belehrung niederzulegen, so daß der Schüler sieh daran emporarbeilen kann. Der von Luther verfaßte Katechismus in seiner durchaus kindlichen Sprache sei bis heute noch nicht überirasie» worden. Bezüglich der Behandlung ist zu bemerke», daß die Glaubenssätze sich an die Geschichte anlehnen sollen. Das Memorieren der religiösen Stoffe ist aus das Mindestmaß beschränkt worden. Tie Mitwirkung der Lehrcrscitzift ist notwendig. Hinter dem Wort muß aber die Persönlichkeit stehen, weniger Drill und mehr Herz und Leben ergreifende Einwirkung muß das Ziel der religiösen Unterweisung sein. Tie Ausführungen beider Redner wurden beifällig aufgenommen. Kreisschulinspektor Professor Alles dankte im Namen der Zuhörer ftir die Anregungen, die den Religionslehrern Oberhelsens durch, die Vortragenden geworden sind. Superintendent Petcrsen gab in einem Schlußwort seiner besonderen, Freude Sljusvruck über das von der Lehrerschaft gezeigte große Interesse, das sich in der großen Zahl der Zuhörer und in der gespannten Aufmerksamkeit gezeigt habe, womit sie den Vorträgen gefolgt seien. Mit Worten des Dankes an alle, die sich beteiligt, besonders aber auch an die Vortragenden schloß er die heutige und letzte dieser Versammlungen, ** Konzertabend im Lichtspielhaus. Der gestrige Konzcrtabend im Lichtspielhaus hatte sich eines so guten Besuches zu erfreuen, daß das Haus schon vor Beginn der Vorstellungen vollständig ausverkaust war. Der Abend, fiir de» eine sehr hübsche Spielfolge aufgestellt war, wurde mit dem Florentiner-Marsch von Fueik eingebettet^ dem Rossinis Vorspiel zu Wilhelm Teil folgte, die beide ausgezeichnet wiedergegeben würden. Die Kapelle, die von Herrn Kapellmeister Jos. Herrmann geleitet wurde, entledigte sich ihrer Aufgaben aufs beste und erzielte namentlich mit Haydns 6. Symphonie einen starken Erfolg. Auch die Lichtbilder, die viel Nettes brachten, übten eine starke Wirkung aus, vor allem das letzte Stück, Die Dämon in, daS mit rücksichtsloser Offenheit auf die Schäden einer nachgiebigen Erziehung hinweist, wenn es auch etwas sensationell zurechtgemacht ist. ** Das Groß herzoglich Hessische Regier» r.'flrS» Blatt, Beilage Nr. 5, hat folgenden Inhalt: 1. Ocffentlrche Anerkennung. 2. Bekanntmachung, die Ersatzwahl eines Lpnd- tagsabgeordneten im 2. Wahlkreis (Metz) der Provinz Rhein-. Hessen betreffend. 3. Vermessungen und Vorarbeiten für eine elektrische Bahn von Benstzeim nach Lindenfels betreffend. 4. Ueber- sicht über die in der Stadt Gießen zu erhebenden Gemeinde- Umlagen für das RechilimMahr 1914. 5. Nachweis der Befähigung zur llebernahme eines Kirchenamts. 6. Namensveränderungens 7. Erhebung in den Adelsstand. 8. Ordensverleihungen. 9. Verleihung der Staatsmedaille für Ausstelluiigen. 10. Ermächtigung zur Annahme und. zum Tragen fremder Orden., ll. Eharaktcrerteilungen. 12. Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. 13. Zulassung und Ausgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. 14. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. ** Biehmarkt in Gießen. Bei dem am 5. und 6. Mai abgehaltenen Markte waren aufgetrieben 149 2 Stück Rindvieh und 411 Schweine. Der nächste Viehmarkt findet am 19. und 20. Mai 1914 statt; am letzten Tage auch Krämermärkt (Himmelfahrtsmarkt). ** Eine Aenderung der Wegebezeichnung. Der Zweigverein Gießen des Vogelsberger Höhenklubs teilt uns mit, daß die bisherige Wegebezeichnung grüner Punkt durch das Fohnbachtal (Krofdors-Waldhaus) aus technischen Gründen, die sich bei der Herstellung der demnächst erscheinenden Markierungskarte von Gießen und Umgegend ergaben, in einen blauen Strich umgeändert werden mußte. Der Verein hat diese, im übrigen recht hübsche Wanderstrecke noch über das Waldhaus hinausgesührt, um sie mil der bereits bestehenden Wegebezeichnung Kirchvers- Lohra (ebenfalls blauer Strich) zu verbinden. ** Zahlungen an Sß oft taffen durch Schecks. Zur Förderung der bargeldlosen Zahlungen werden bei den an Reichs- bankdlätzen besindlichen Kassen der Reichs-Postdcrwaltung außer Postschecks und Reichsbankschecks auch Schecks aus Banken, Anstalten. Genossenschaften und Sparkassen in Zahlung genommen, wenn .die im Scheck als Bezogene genannte Bank usw. ihre Geschäftsstelle im Orte hat und ein Girokonto bei der Rcichsbankstelle des Ortes unterhält. Derartiqe Schecks können u. a. in Zahlung gegeben werden bei Einzahlungen ans Postanweisungen und Zahlkarten, beim Einkäufe von Wertzeichen im Betrage von mindestens 20 Mark, bei Entttchtung von Fernsprechgebühren, gestundeten Porwbeträgcn, Telcgrammgebühren, Zeitungsgeld, Schlicßsachge- bühren. Tic mit Scheck cingelicscrten Postamveisungen „nd Zahlkarten werden von den Posianstalten abgesandt,' sobald die Reichsbank den Betrag der Postkasse gnlgcschrieben hat; Es ist dafür gesorgt, daß die Gutschrift möglichst rasch erfolgen kann. Eine vorzeitige Absenkung der Postanweisungen und Zalflkarten — vor der Gutschrift — tritt jedoch ein, iocnn die (Teilnehmer au dem Ver- tojnrn fihr die von ihnen ausgehenden Postanwttmngen imd Zah! satten beim Postamt bis zur Höhe der Einzahlungen Sicher» >t qttttstrt haben, Die von öffentlichen Behörden, Kaffen und ?ln statten sonne von Sparkasicn der Kreise, Stadi- und Landgc- meinden ausgeliefetten, mit Schecks beglichenen Postanweisungen and Zählkarten werden ohne Sicherheitsleistung vor der Gutschrift der 'Schecks abgesandt, wenn iich die Behörde uiw, mit der Poft- anstalt über das ein für allemal zu beobachtende Einliefcrungs- versahrcn verständigt hat, ** Der Transport d es lebenden Geflügels auf dem Wochenmarlt gtt'chiehr noch vielfach in recht unzweckmäßiger und tierquälerischer Weife, was aber von den meisten gar nicht erkannt, mindestens nicht bcabfichtigt wird. Man dars die Tiere nicht an den Flügeln oder an den Beinen mit dem Kopse nach alnvätts tragen: denn das verursacht ihnen entsetzliche Pein Diejenige» handeln schon richtiger, nvlchc das Geflügel in Netze stecken: jedoch, wenn das Netz keinen Holzboden hat, dann bleiben die Titte in den Maschen mit ihren Fußkrallen hängen, Alio die Hausfrauen mögen das hier Gesagte beherzigen! — Noch besser wäre es, wenn aul jedem Wochenmarkte eine Tötungsbude wäre, in welchtt Geflügel und Fische sogleich schmerzlos vom Leben befreit werden könnten, wie das btteits in eine» grösttten Reihe von Städten der Fall ist, wo die Tierfchutzvttnne mit Beihilfe der Stadt solche Tütnngszeltc errichtet haben. Dann brauchen die gekaufte» Hühner, Tauben usw, nicht lebendig nach Hause geschleppt zu werden, dtt Hausfrauen sind des unangenehmen Tötungsgeschäfles enthoben, und die Titte finden durch Betäubung und schnelle Enthauptung den leichtesten Tod, *• Kleine Mitteilungen In Frankfurt ve übte ein 28,übriger Arbeiter, namens Fttedttch Konrad aus Homberg iPfalzi, an einem Mädcktcn von 8 Fahren ein Sitilichkttts- verbrerbcn und fügte ihm sehr schivcrc Bcr'e.'tmgm zu, — Bor etwa 1-i Tagen stürzte am Brückenbau der neuen Rheinbrücke Bingen-Rüdesheim der 20iährige Zimmermann Josef Benz aus Weibersbrunn bei Aschaflenbnrg von eineni Gerüst in den Rhein und ertrank, Ern jetzt konnte die Leiche dieses ersten Opfers der Rhcinbrücke bei Bovvard gelandet werden, Sic wurde auf Kosten der den Bau ausinbrenden Firma in die Heimat gebracht, wo sic bcstatic werden soll. — Im Rheine bn Trechtingshausen wurde die Leiche eines etwa 8—lOjährigen Mädchens gelandet. Aller Wahrsckeeinlichkeit handelt es sich um das 8jähttge Tächtttchen des Pros, Kreisel aus Bingen, der seit etwa drei Monaten verschwunden ist. Die glc chzeitit verschwundene änß-rst nervöse Mutter wurde vor einigen Wochen im Rheine btt Kalten- Engers gelandet, — Wie aus Banse gemeldet ward, kam cs dort zwischen Stclnbrucharbeitttn imd dem Unternehmer zu Streitigkeiten, Ms dieser sich bedroh: sah, schlcudtttc er einen Meistcl gegen einen Arbeittt, der infolge der erhaltenen Verletzung starb, Kreis Schotten, 8 Schotten, 7, Mai, Die am 23, und 24, Mai in Aussicht genommene Kreistier scha u findet aus dem sog, ,,Bockzahl" statt. Es sind etwa 1800 Quadratmeter Bodenfläche erforderlich, Kreis Friedberg, - Bad-Nauheim, st Mai, Tie Großh, Knrkapellc ititter Pros, WindttsteinS Leitung lLeipziger Philharmonisches Orchester' Hot für hie kommende Tailon ein sehr anSgewähltcs rcich- hnttiges Programm vorgesehen. Es werden anher dem lausenden Tagesprogramm 12 Sinfonie- und 8 Künstlerkonzerte (Solisten- Abende' stattiindcn. Für die letzleren sind gewonnen Mme, Charles Cahier aus München^ Tr, Ludwig W ü l l n e r (Rezitator!: Frl, Magdalcnc Seche von der Dresdener hosovcr: Jose» Szigeti Violine: Frau Ellp hogstraaten /Klo vier>: Frl, Man Pctcrfon von dtt Opsra comrgue in Patts, Dienstag, den l2, Mai findet ttn von Felir v, Weingartner geleitetes arostcs Festkonzert statt. Als Solist wurde dtt Grosth, Hess, hr-'konzertmeister Pros,»Gustav havemann gewonnen. Das Orchester besteht ans 100 Künstlern von der Grosth, hos- kapekle Darmstadt und der Grosth, Kürkavelle Bad-Nauhttm, Cs kommen die „Frttschütz--Ouvtttürc" von C, M, v, Weber, das Violinkonzert in 6-ckur von F, v, Weingartner und die Sinfonie Nr, 8 (Eroika/ von L, v, Beethoven zu Gehör, Während dtt Bad-Nauheimtt Woche (1,—7. Juni werden die st, Sinfonie von Beethoven mit Chor unter Leitung des Kgl, Professors Hans Minder st ein, sowie „Paria" und der 137, Psalm von Prof, A, Mendelssohn unter Leitung des Komponisten ausgeführt wttden, ,e ' Starkenburg lind Meinhcsscn, Die Stadtverordnetenwahlen in Mainz. — Mainz, 7, Mai, Bei sehr lebhafter Betesligung der Bürger ging heute die zweite Wahl der Stadtverordneten vor sich. Gegen die am 4, Dezember statt- gefundene Wahl war bekanntlich Einspruch erhoben worden, der zn einem neuen Wahlgange sührke. Während am 4. Dez, 10 973 Wähler ihr Wahlrecht ausübten, waren es heute 12 386 Wähler. Bon diesen gaben für die vereinigten bürgerlichen Parteien 4137 ungestrichene und 1523 gestrichene Wahlzcttcl und für die sozialdemokratischen und fortschrittlichen Kandidaten 6376 Wähler ungestrichene und 340 gestrichene Wahlzcttcl ab, Tie Kandidalen der letzteren sind also init einer Mehrheit von rund 1000 Stimmen gewählt. Bei der am 4, Dezember 1913 abgehaltenen Wahl wurden illr die Kandidalen der vereinigten bürgerlichen Parteien 4121 unaestrichcne und 333 gestrichene Wahlzettel und für die der Sozialdemokraten 5709 ungestrichene und 333 gestrichene Wnhlzetlel abgegeben. Gewählt wurden heute 16 Sladlvcrordnetc, Als gewählt sind folgende volkspart etliche Kandidaten zu betrachten: Weinhänditt Berne», Kaficchändler Christ, Tmnn- mristcr Klober, RechtSanivalt Mäher, Kolmiialwareugroßhändler Schneider jun, und Bankier E, Simon: ferntt sieben Sozialdemokraten: Landiagsabgcordnttcr Ade ung, Kaufmann Feses Bauer, Redakteur Schildbach, Sekretär Seel, Dr, mcd, Sprenger, sowie die Herren Weist und Zeeh: schliestlich dernationallibc- ralc Obcrpostassistent Mariner, Bittbrauttttbesitzer Gcyer und Dr, Phil, Thilo. die sich bis jetzt noch feiner Fraktion angcschlosscn haben. Unter den Nichtgewähltcn, die glttchzeirig aus dem Stadt- verordnctenkollcgium ausscheiden, befinden sich zwei MUglicdcr der neuen Fortschrittlichen Bolkspartei.Landtagsabgcordnettt Heerdt und Geheimer Justizrat Wolf, sernn der nattmalliberalc Hotelbesitzer Wcistmülltt, Die Wahl hat insosern pnnzipielle Bedeu. tung, als nunm'hr im Stadthaus der entschiedene Liberalismus mit den Sozialdemokraten die gleiche Stimmcnzahl (25) hat wie die rechtsstehenden Parteien, rm, Darmstadt, 7, Mai, In der heutigen Sitzung dtt Stadtverordneten wurde mitgtteüt, dast der s, Zt für Heranziehung der Ausstellung des Wandermnicums für Städtebau, Siedelungswcsen und Wolmwesen bewilligte Kredit von 3000 Mk, nicht in Anspruch genommen werden soll, da die Ausstellung im Frühsabr nicht mehr slatlsinden konnte »nd erst im November wieder da? Mtsstcllungsgebände zur Verfügung steht. Die Verwaltung steht daher ans den Standpunkt, dast mit Rücksicht aus die zur Dimerzoit notioendigen, beträchtlichen Heiz- und Belench- tungskosten von der Ausstellung ganz abgesehen werden soll, da diese Kosten in keinem Btthältnis stehen zu dem, was durch die Ausstellung erreicht und bezweckt weiden kann, rm, Darmstadt, 7, Mai, lieber die u r s a ch e des gestrigen Automobilunglücks zwischen Scehcim und Ebttstadt cr- sabrcn wir, dast in erster Linie dem raschen Fahren des Chauffeurs, der an dem aus dem Walde kommenden Fuhnvttk vorübttsahrcn wollte, die Schuld bttzizmesscn ist. Da er jebcn- falls das Fuhrwerk von weitem geichen hat, hätte er rechtzttti'g abstoppen oder halten können, sobata er den Anhängcrwagen des ttuhrwcrkS bemcrtte. Wahrscheinlich Hai auch der durckmästte Erdboden ein rascheres halten verhindert. Möglicherweise ist auch die wegen des senchten Wetters angelaufene Glasscheibe des Autos der besseren Beobachtung dtt Chaussee hinderlich gewesen, ch, Bingen, 7, Mai, Seit inehrercn Tagen besteht zwischen den Metzgern in Büdesheiin ein Preiskrieg, Nachdem billigere Biehpreise eingetreten waren, machlc ein Metzger einen Preisabschlag bekannt, Nach längerem Besinnen mußten die anderen Metzger wohl oder übel diesem Beispiele folgen. Nunmehr hat der erste aber nochmals einen Preisabschlag vollzogen und verkauft das Pfund Rindfleisch 68 Psg, rm. R n i s e l s d e i m, 7. Mai Aus Veranlassung der Staatsanwaltschaft stellte heute Kriminalkommifsar Daniel Ermittelungen über ein angeblich hier vorgekommenes Verbrechen statt, Jn> Rochus Hospital ist heute früh der 29 Jahre alte in den Öpclwcrken in Rüsselshcim beschästigte Schlosser Joses Bost geworben, der am letzten Dienstag früh mit schweren Verletzungen in, Gesicht und an dem Kops in de»! hoi seiner Wohnung aufgcsundcn und bttvusttlos in das Rochushospital cingclicsett worden war. Er hatte sich am 2, Mai vttlobt und wollte demnächst heiraten. Beim Aufräumen der Wohnung vermißten NU» seine An- gehöttgen sein Sparkassenbuch, aus dem sonderbarerweise nach den Crkunhignngen bei der Sparkasse in Mainz der B e t r a g v o n 7 0 M k, a m M o n t a g a b g c b o l> c n worden war. In Verbindung bitter Umstände vermutet man, dast ein Verbrechen an Bost vorkag, Tic heutigen Ermittelungen ergaben, dast Bost am Montag abend mit noch 2 Männern nach einem Wirtshausbcsuch nach Hause gegangen nndz di er den Torlchlüsscl vergessen hatte, übtt das Tor gestiegen war. Anscheinend ist er auf der Innenseite hcrabgestürzt und liegen geblieben, ohne dast seine Begleiter dies von außen merkten, Tic Angelegenheit mit dem Sparkassenbuch hat sich dahin auigeklärt, dast ein verheirateter, in Mainz tvvhnender Kollege des Bost sich heute nach dein Tode des B, meldete, mil der Angabe, dast er, wie schon wiederholt von B, der Kosten sparen wollte, bcaustragt war, mit Rücksicht aus seine Verlobung durch seine Frau den Betrag von 70 MK abholeu zn lassen. Er wollte heilte das Geld mit dem Buch dem erkrankten Bl, in das Hospital bringen. Durch diese einwandfrei icügesreltte Tatsache haben die Gerüchte über ein angebliches Verbrechen, die in RüsselShttm allgcmttn umliefen, ihren Boden verloren, Hessen-Nassau, h, Frankfurt a, M„ 7, Mai An der täglich von rtwa 4—500 Automobilen befahrenen Land st raste »ach Wiesbaden liegt das Tors Erben he im. Der sehr eng gebaute Ort hat naturgemätz unter dem Verkehr sehr ztt leiden, ebenso ist es für die Kraftwagen schwierig, sich durch die schmalen Straften hindurch zu winden. Zur Beseitigung die'er Miststände hat Regierungspräsident Dr, von Meister fWiesbadnn jetzt die Gemeinde Erbcnlnini zttm Bau cintt besondc.en Antomvlristrastc für etwa 300 600 Mk, aufgesordert. Da die Gemeinde sich weigert, diesem Verlangen stattzugebc», Hai dtt Präsident die Zwangsetatisierung von 300 000 Mk, angevrdnct. Die Gemeindevertretung Hai gegen das Ansinnen das Ber.oattungssttei rccsahrcn erhoben, Dtt» ülaisgang des Prozesses, dtt der erste seiner Art und deshalb von grostc, Tragtvcite für die Regelung des Straßen- bezw, Auto- inobilverkehrswefrns ist, sicht man in allen Kreisen mit groster Spannung entgegen. Uinvcrsitäts-Ncrchrichten. I» der Zeit bom ll, Mai bis 4, Jult wird in den Räumen der Akademie für Handels- und Tozialwissenschasten zu Frankfurt a, M, wiederum lin Fortbildungskursus abgehalten werde», der sich diesmal hauptsächlich mit Fragen der Konimunal- wirtschast und des Kvinmunalwesens beiastt. Gericytesnal. Eine unsinnige Koirkurrcnzklaiiscl, d, Mainz, 7, Mai, Znm ersten Male, so lange das hiesige Kausniannsgericht besteht, wurde ttne Konkurrenz kl aufel für ungültig erklärt: Ter Fall ist folgendtt: Ter Expedient Karl Ziemke war btt der hiesigen chemischen Fabrik Traine II, Hanfs seit 4893 tätig. Er trat mit einem monatlirlfen Gehalt von 60 Mk, ttn, wobei er einen Bkttrag mit der Konkurrenz- klauscl »nterschriclb, daß er hei scinsm 'Austritt aus deni Gr- schäftk gegen eine Strafe von 20 000 Mk, innerhalb Deutschlands und auch im Auslande, an den Ortet,, an welchen die Firma Filialcii unterhält oder reisen läßt, bei keinem Konkurrenrgc- schästc einireten dürre, Ziemke, der inMischen einen Gehalt von 2700 Mk, bezieht, ist jetzt bei der Firma ausgetreten und klagte beim Kausniannsgericht aut Ungiiltigcrklärung der Konkurrenz- klauiel, da dieselbe gegen die guten Sitten verstoße. Das Kaus- mannKgcricht war der Ansicht, daß der im Jahre 1903 abgeschlossene Vertrag als ungültig zu erklären stt, da tt die zulässige Grenze überschreite, Dtt» Kläger sei sein weiteres Fortkommen mit dieser Vereinbarung vollständig unmöglich gemacht. Der Vertrag verstoße auch gegen die guten Sitten, den 8 138 des BGB,, indeni dem Kläger der Eintritt in eine Konkurrenzfirma für die ganze Welt unmöglich gemacht worden sei. Auch sei die Festsetzung der Strafe von 20 000 Mk, bei Abschluß des Vertrages, ais der Kläger das Minimalgehalt von monatlich 60 Mk, gehabt, vollständig unbillig. Lttstjcisiffahrt. Berlin, 7, Mai, Laut Berliner T, T, konnten die gestern aus Rußland zuttickgctehrten deutschen Luftschisstt über die Be Handlung, die ihnen stttcns der Polizei und der Gttichte »uteik umrdk, nicht klagen. Der Deutsche Luiliahreroerband beabsichtigt ein Beriahrcn auf Herausgabe des Ballons „S, S,", der sttn Eigentum ist, und ttnen Wert von 10 000 Mark repräsentiert, anstrengcn. Hannover, 7, Mai, Der militärische Stcrnflug nach D ö b c r i tz, dtt auf Veranlassung der Gcncralinspektio» für das Militär Kraflsahrtvcscn am Dienstag von sämtlichen Militärslicgttstaiioncn aus criolgte, fand heute mit ttncm G» l'chwadttslng von Döberitz nach hannovtt seinen Abschluß, Bon den in Döberitz ttngclroffcnen Flugzeugen waren heute »rüh in der Zeit von 7> - bis 8 l'.'ar 22 gestartet, Bon bitten sind 20 btt ziemlich starkem Gegenwinde nach einer Fahrt von durchschnittlich drei Stunden ans der Bahrenwalder Seihe gelandet. Um 11h. Uhr stand noch die Ankunft von zwei Flugzeugen aus, Hannover, 7, Mai, lieber das Schicksal der beiden letzten Flugzeuge des Gcschwadcrflngcs Döberitz—Hannover, die bis auf die um 11.30 Uhr vormittags festgesetzte Zeit nicht eingetrofien waren, ist noch zu mel/aen, daß das eine noch in der festgesetzten Zeit hier gelandet ist, während das andeec btt Plockhorst sin Kreise Peine eine Notlandung vornahm und nach dem Wiedttauistieg einen Provellcr- bruch erlitt, so daß cs mit ttnim Automobil nach hannovtt gefd>afrt werden mußte. 3um Unglück des Uolumbian. Ter Knnard-Tampfer „Franconia" ist mtt den Ueberlebenden des „Kolumbian* in Boston angckommen. Die Knnarh-Gesell- schait Hai von Kapsiän Miller von der „Franeoma" solgcndcn Bericht erhalten: Die „Franconia" sichttte das gefundene Boot am Montag nachmittag. Die Insassen waren in wenigen Minuten an Bord gebracht. Das Boot enthielt 3 Mann und ttne Lttche, Sechs der Ueberlebenden haben schtvttc Brandwunden erhalten, und lvoren so erschöpft, das; sie in das hospsia! gebracht ivttden muszten. Der Schifsszinimermann, dtt sich unttt den Ueberlebenden besindet, erzählte, daß dos Feutt am Sonntag um Mitternacht ausgebrochen stt. Er begab sich auf da? Alarmsignal hin ans Teck, wurde icdoch durch ttne Explosion von Bord geschleudert. Er wurde von einem Boote gerettet. Der TteucrmannSmaat bettchtet, daß drei Boote flott gemacht wurden, als die Explosion sich ereignete. Er wisse nicht, ob die Boote alle überhaupt abgttahrcn sttcn. Ottawa, 6. Mai, (Reuttt.) Nach einer funkentelegraphrschm Meldung, die hitt über Sable Island von dem Dampfer „Manhattan" cingetrosscn ist, besanden sich in dem zweiten der von dtt „Manhattan" ausgesundcncn Boote des „Kolumbian" 14 Mann, darunter der Kapitän, der erste Ingenieur ptld zwei Offiziere der Marconigesellichast, Nach cintt Meldung des Dampstts „havcr- f o r d" hal dieser die Umgebung des Platzes, an dem die beiden Boote der „Kolumbian" ausgcstinden worden waren, sowie dtt Stelle, an der die Boote die „Kolumbian" vttlassen haben, genmi abgesncht, ohne eine Spur von dem dritten Boote zu findtt. Mehrere Dampfer bttindcn sich noch auf der Suche, Verinischte». * Aus Schmerz in den Tod, Aus Berlin, 7, Mai,, meldet ein Privat-Telegramm: In einem Hause dtt sächsischm Straße IN Wilmersdorf wohnt der 55jährige Ingenieur Wilhelm 0! r o ß g o r t c » h a ii s mit cintt 20jährigcn Tochter und ttncm ISiährigcn Sohn, Tic Ehefrau tziroßgortttihaus ist vor einem halben Jahre gestorben, Ihren Tod hatte sich Großgortenliaus sotzn Herzen genommen, daß er gemütskrank zu werden bcfürchttte. Er beschloß daher im Einverständnis mit sttncn Kindern, mit diesen zusanimen aus dem Leben zu scheiden. Vorgestern, abend hat sich die Tochttt, gestern abend der Sohn und in der vergangenen Nacht dtt Vater vergiftet, * Tödlicher llnsall dein, Exerzieren, Btt ttntt Hebung des Feldartillcrie-Regiments Nr 3 in Brandenburg übcrschtug sich die Laftttc ttncs Geschützes und begrub ttnen Soldaten „ntcr sich, D,r ans dem Gttchntz sitzende Kanonier hcnnig wurde so schwer verletzt, dast er aus der Stelle »ot war, Ter Kanonier Pede tourdc mit lebensgefährlichen Vttlctzungen ins Garnisonslazarctt gebracht. An ieincm Aufkommen wird gezweisclt, * Unaufgeklärter Todesfall, Aus Kalterherberg lEisell wird gemeldet: Der 80jährige Führtt Arnol» wurde in seinem Zimmer als vollständig verkohlte Leiche aulgelnnden. Es wird angenommen, daß der alle httr ttnen Schlagansall erlitte» »nd dabei die Lampe vom Tisch gestoßen hal, i * Z u m Fall Jastrow, Berlin, 7, Mai, Dtt Ausstand an der Handelshochschule dauert fort. Das Dozcnlenkollcgtnm hat gestern wieder stundenlang über die Sachlage beraten. Die Bttchlüssc nrerden vorläusig geheim gehalten. Der „Vossischen Zeitung" zufolge wird voraussichtlich die Aussichtsbelzörde in den nächsten Tagen versuchen, den lttdigen Zustand ans dtt Welt zu schaffen, * Die Kundgebungen der tschechischen ,Handelsschüler, welche durch den Selbstmord des Handelsschülers h a i e k verursacht wurden, haben sich in verstärktem Maße wiederholt, An dem Umzüge beteiligten sich über 800 Schüler nnid Schülerinnen, Tausende von Menfwen bildeten in den Straßen Spalier, Die Polizei hatte „msassendc SieberheilSinaßregeln ge- «rofscn, — Proscssor Lieibcschein, dem' die Schuld an dem Vorkommnis zugeschoben ivird, hat seine Lehrtätigkeit eingestellt, * Brände, In K i c d j a n h s sind int Judcnvitttel 150 Häuser durch eine Fiuttsbrnnst zerstört worden, — Aus Bend - z i I, wird gemeldet: Durch eine F c u c r s b r u n st wurden in dem Dorsc Losin 100 Anwesen nebst zahlreichem Inventar vernichtet. Drei Kinder sind in den Flammen u m g e k o m m e n , 800 Einwohner sind obdachlos geworden. — Aus Nowokicwst, 7, Mai, meldet ein Priv,-Te!egr,: Durch ein anhaltendes Feutt wurden 2000 Qnadratlpeist Urwald aus dtt Westtscheide zwischc» dem Ssnngar und dem Nonniula-Flnsse pttnichtet, * Ein an ständiger Preis, Aus London wird gemeldet: Bei der Versteigerung der Sammlung von Dresdener Porzellan in Christies Auktionslokal erzielte ein Tafelaufsatz, der eine ovale Scklale mit chinesischen Figuren darstellt, den höchsten bisher gebotenen Preis von 25 740 Mark, * Roosevelt will demnächst vor der königlichen Geographischen Gesellschast in London eine Vorlesung über sttnc Expedition halten und die Richtigkeit ttnzelncr Angaben das cng- lisckfcn Forschers Landor über das Innere Brasiliens anfcchtcn (!). Kleine Cagerchronik. In Brauns chwcig starb nach langem schweren Lttden di- Witwe des Dichters Wilhelm Raabe im Mttt von 79 Jahren, OandeL § Zur Einsührungeines Reichs-Zigaretten- in o n o p o l s, Bon einem Verbände deutscher Zigarettensabrikanten ist dem Bundesrat und einer Anzahl von Rcichstagsabgcordneten eine D e II k s ch r i s t vorgclcgt worden, wottn die Kosten eines Monopols einschließlich der lausenden Betriebsmittel aus 346 Millionen berechnet werden. Davon ist den Fabttkantcn aus Ende 1914 berechnet, ttne einmalige Enischädigung von 215 Millionen zugedacht entsprechend dem letzten Jahrcsumschlag oder dem zehnsachcn Jahresvcrdicnst. Für Verzinsung und Amortisation dtt 340 Millionen wären jährlich 20V-, Millionen erforderlich sein Die Ein- nahmcndes Monopols werden aus 1 6 l M i l l i o n en berechnet, während das Ergebnis des Rechnungsjahres 1913/14 (aus Steuer und Zoll) nur aus 76 Millionen angenommen wird. Die Denkschrift fügt hinzu, daß die Monopolttnnahmen um 25—30 Millionen erhöht wttden lönnten, wenn der Preis der billigsten Zigarette aus 2 Psg, hcrausgesctzt würde, Wcsier wird ausgeführt, irgendttne Gefahr, daß der deutschen Monopolverwaltung die erforderlichen Tabakzuiubrcn abgcichnitten werden könnten, stt ausge' schlossen, Tic männlichen Arbttier würden so ziemlich alle übernommen werden können. Die ausscheidendcn Arbeiter und Beamten müßten natürlich entschädigt werden. Aiullickicr Wettcrbt'richt, Ocsfentlicher Wetterdienst, Gießen. Weileraussichtcn in heisen am SamStag, de» 9, Mai 1914: Keine ive entliebe Aeudernng der bestehende» Witterung, lebhal», nordiveltliche Winde, kühler. - ' ...... - . . 1 1 11 1 . Letzte Jlrtcbrichfcn. Aus der Hess, Zweiten K a in m e r, R, B, T a r m st a d t, 8, Mai. Die Regierung hat soeben - der Zweiten Kammer die schon angckündigte Geseyesvorlage über die Abänderung der Ordensgesctzgebung zugehen lassen. Ein schweres Automobilunglück, Wiesbaden, 8, Mai Der Langenschwalbach ereignete sich infolge des schlüpsrigcn Weges ein Automobilunglück, bei dem der Chesredakteur Dr, Gculicke schwer verletzt wurde, Ter Krastwagen wurde völlig zertrümmert. Tie Training ber Tochter Wilsons. Washington, 8, Rlai. Ii» Weißen Hause sand gestern im kleinen Kreise die Trauung von Eleonore Wilson mit dem Sekretär Macatoo statt, der die Familien, die Kabi. nettsniitgliedec und das diplomatische Korps beiwohnten. voll Bergmann & Co-, Radebeul, für zarte weiße Haut und blendend schönen Teint, ä Stück 50 Pfg. Überall zu haben. iiocwk« bleibf ur.erreichM Staatsmedaille für gewerbliche Leistungen. Medaillen Heisferschaffsoreise Lu ^Unrecht befthrä-igt , * Wo yerschrpsoden^chsn fyau^/jdUo tyaWichxnnnw ' . Mrhchastcnn weU j'ic m <. znfcutrc xx&atexuz . * Zu cm. alUrpmod fliMyandmtfeit Bndru &muoi < * om’Xt'Sr’/c '/Tniw^Wi-i hmMriiJiWp ln» »mir* • )«- ni.-v.^u uw: ZU Sei. ttlUrJitws. auSALrenchnetru v.u«u>™ «rwtticfr. ^rlkrjjen tXTWAMe }für Spßßftfch- < Sftte “N? »lofipetiSinfn iuiifen ttnr Wrfl'liippifef. Kräuter ctr m^nlfctw o? 1 -. •fiuretfaf miLnrinoa-Sdiufemodit ' « -fnw überall zu haben. % •) ■®arhen 5 ie einni-ÖerCuch. s*«u»..hi« Butterl la. &berii. Süssrahmtafelbutter per PId. Utk. 1.40 la. Zentriiugen-Landbntter......... 1.25 Ia. Vogelsberger Landeier .. . „ 10 St. „ 0.75 Dampfmolkerei Giessen Gebr. Grieb 5819 Terkautsstellen: Schanzenstr. 4, Plockstr. 2, Bismarckstr. II ff Wollen *ie bl» 10(100 J1U. verdienen ?? I Wir haben für den hiesig. Bezirk I dasAlleinherstellimcs-u.Allein- 1 ' verkaufsrecht ein. Iflassen-Bau- arilkels allergrösston Stils (Decken- u. Wanddielen) zu verkaufen. 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An die Mitglieder des Obcrhcssischen Bienenzüchtcrvereins im Kreise Gieken Sonntag. 10. 'Mai 1911, naäimittaa 3'/, Ubr iindet u der Turnballe zu tstrostrn-Linde» die c»cral'i>cr lammluna de» llrciS-Qbii- und tHartcnbauvcreinä Aicste» Natt, Unsere Miiaiicder sind b(eizu frbl. cinnei. 'Jcibqcitern, 8. Mai 1914. 15838] B n kul nach Mein a. d. Bieber Gasthaus zum goldenen Becher “fS® Sonntag, den 10. Mai, von 4 Ubr ab Tanz-Belustigung im Freien auSgcsührt von der Feuerwehr-Kapelle Weller. Wicticn, wozu freundl. einladei !5820s Gastwirt Stork. s|. SU. Mi Freitag, den 29. Mai SS. IS. findet in Alsfeld (Strecke Gießen—Fulda) eine Zuchtviehauktion licranstaltet vom Landmirlschaflskammer-Ausschnß snr die Provinz Oberhcssen und Obcrhessischen Zncht- vereinen für Sinimentaler Bullen, Kühe, Kalbinncii »nd Rinder, sowie Eoelschweineber und veredelte Landschweineber statt. Kataloge sind vom 22. Mai ab und VcrsteigcrnngS- bcstimmungen sofort vom Landwirlschastskannncr. Ausschuß sür Oberhessen in Gießen kostenlos erhältlich. Gießen, den I. Mai 1914. b8'vv Landwirtschaftskammer- Ansschus; für Oberhcssen in Gietzen. Vorn Unterzeichneten Verlag, sowie durch den Buchhandel zu beziehen: fla n d © r n g © n ass^d! Schif allsten ipaiHtäd! um Oieileei r>8R8a Preis 1 JSark Das Büchlein kommt einem wirklichen Bedürfnis nach, wie schon eine kurze Einsichtnahme in das Inhaltsverzeichnis aufweist. Es sind zusammengestellt und in knapper Form behandelt: Wanderungen in Gießens nächster Umgebung mit Sonntagsfahrkartenverzeichnis, Wegebezeichnungen in der Umgebung von Gießen 20 Hauptlinien des V. H. C. Wanderungen in Kurhessen, im Vogelsberg, im Westerwald und im Taunus Mehrtägige Wanderungen Schneeschuhwanderungen im Vogelsberg und Westerwald = Karte des Wandernngsgebietes = VerlagdcrBrührschenUniversitäts- Buch- und Steindruckerei • R. 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