Nr. 105 Zweiter Erscheint täglich mit Ausnahme der Toniitag?. Tie „Sictzencr Zamilicnblötter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „ilrekblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „candwirlschastlichen Seitstagen" erscheine» monatlich zwcnnal. Blatt 164- Jahrgang Giehener Anzeiger Genekal-Anzeiger für Oberhejjen Mittwoch, t>. Mai M Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn Universitäts - Buch- und Steindruckerci. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrabe 7. Expedition und Verlag: e^i^ol. 9icbaftion:e^ll2. Tel.-Adr.:AnLeigerGießen. Die Stellung Deutschlands zum Schieöswesen. Noch dem jetzt vorliegenden Bericht über die Sitzung des Budgetausschusses des Reichstags voin 28. b. Mts. hat sich der Direktor im Ausuxirhigen Amt, Wirkt. Geheimer Regicruwgsrat Tr. Kriege, über die Stellung Deutschlands zum Schied s wesen mit folgenden sehr zutreffenden Ausführungen geäußert; Vieliach sei die Ansicht verbreitet, das; Deutschland der Schicdö- gcrichlsidee wenig freundlich gegenübcrstrhe. Das fei keineswegs der Fall. Deutschland habe bereits im Jahre 1904 einen allgemeinen Schicdsvertrag mit Großbritannien geschlossen und chn seitdem zweimal erneuert. Ein ähnlicher Vertrag sei mit den Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnet worden, aber an dem Widerstande des amerikanischen Senats gescheuert. In einer Rache neuerer Handelsverträge seien Schiedsklauseln ausgcnoinnren nrordcn, wonach alle Streitigkeiten über Tarifiragcn besonderen Schiedsgerichten unterbreitet inerten sollen. Aus der Zweiten Haager Friedenskonferenz habe Deutichtand die Errichtrrng eines Internationalen Prisenhois vorgeschlagen und diesen Vorschlag zur An,rahme gebracht. Aut der letzten Haager WechsclrechtSkonscrcnz habe die deutsche Delegrtion die Errichtung eines internationalen Kaisationshots zur Erörterung gestellt, der zur Entscheidung vrivalrechtlicher Streitigkeiten aus internationale» Verträgen zuständig sein würde. Vor «item aber habe Deutschland in die wichtigen Verträge, die cS mit Frankreich zur Regelung der Marokkosragc geschlosien habe, »nt unbedingte Schiedsklausel kingcsügt, io dal; alle aus ihrer Anwendung sich ergebenden Streitigkeiten der schieds- gerichtlßbcn Entscheidung zu unterbreiten seien. Uebrigens habe Deutschland auch in Einzeltällen keine Bedenken getragen, Streitigkeiten von einschneidender Bedeutung durch das .Haager Schiedsgericht entscheiden zu lassen, so namentlich den Venezuela- und den Easablancastrcit. Wenn aus der Zweiten Haager Friedcnskonierenz die deutsche Delegation d.-n dort voMeschlagencn Welt schicdsvertrag vbgelchnt habe, so sei das geschehen, weil nach ihrer Uebcrzeu- gung ein solcher Vertrag der Sache des Friedens nicht dienlich gewesen wäre. Nach dem Vorschlag sollten alle streitigen Rechtsfragen, insbesondere solche über die Anwendung und Auslegung internationaler Verträge der Schiedssprechung unterstellt werden iinter der Voraussetzung, daß weder die Lcbensintcressen noch die Unabhängigkeit oder die Ehre einer der streikenden Parteien entgegenständen. Ein derartiger Vertrag tväre so unklar in seiner Begrenzung, so unsicher in seiner Aus- sührung und so zweifelhaft in seiner Wirkung gewesen, daß er zu den größten Schwierigkeiten und Streitigkeiten Unter den Vertrags st aaten hätte führen müssen. Eine Begrenzung des Vertrags auf Rechtssragen sei notwendig, da bloße Jnteressensragcn ihrer Natur nach der Scksieds- sprechung nicht unterstellt toerden könnten. Es habe sich aber keine Formel sinden lassen, die geeignet sei, die Rechtssragen von den Jntercsienfragen in klarer Weise zu trennen. Auch die weitere Ansgabe, Streitigkeiten untergeordneter Bedeutung von der Schiedssprechung mit Rücksicht aus den damit verbundenen Zeit- und Kosten auswand ausznscheiden, habe die Konferenz nicht zu lösen vermocht. Noch bedenklicher sei die Einsügung der sogen. Ebrenklausel, das heißt der Besugnis jeder Macht, souverän darüber zu bestimmen, ob sie im einzelnen Falle unter Berufung «ns ihre Lcbensintereisen, ihre Unabhängigkeit oder ilzre Ehre die Schiedssprechung ablehnen wolle. Diese Klausel, deren Not- wendigkeil von der Konferenz mit Recht anerkannt worden sei, hätte den Vertrag geradezu illusorisch gemacht, da er alsdann nichts anderes als ein Vertrag ,nit der Klausel! „st volo" gewesen wäre. De Aurusung der Klausel sei überdies geeignet, den Streit der Parteien noch besonders zu verbitten;, da aui diese Weise leicht der Verdacht Entstehen könne, daß der Gegner nicht bona side handle, sondern sich im Gesühl seines Unrechts der Schiedsfprechung entziehen wolle. Endlich bleibt zweiiclhaft, welche Wirkung ein Schiedsspruch aut die gerichtlich: oder die gesetzgebende Gewalt eines Vcrtragsstaats ausüde, wenn eine dieser Gewalten durch eine Verlegung internationaler Verpttichtungen Anlaß zu der Streitigkeit gegeben habe. Solle in solchen Fällen die Gcrichts- barkei; oder die gesetzgebende Körperschaft gezwungen fein, dem Schiedsspruch Rechnung zu tragen, oder sollten diese Gewalten «nch dem Schiedsspruch gegenüber souverän bleiben? lieber diesen Punkt habe ans der Köntcrcnz eine vollständige Meinungsverschiedenheit bestanden, so daß bea dem Abschluß des Vertrags die Einheitlichkeit des BcrtragSünllenS von vornherein gefehlt haben würde. Die vorstehend erwähnten Bedenken hätten auf der Konferenz dazn geführt, daß der Weltschiedsvertrag nicht nur von Deutschland, sondern auch von mehreren anderen Großmächten und einer Reihe kleinerer Staaten ab gell e h n t worden sei. In der Tat hätten die Erfahrungen, die verschiedene Staaten mit einem Schiedsvertrage der fraglichen Art gemacht hätten, jene Bedenken nur bestätigen können. Im iveitcrcn Verlause der Sitzung führte der Ministerial- ldirektor noch ausi DaS Haager Abkommen über die Er ;richtung eines Internationale!; Prisenhois und die Londoner Erklärung über das Scekriegsrecht seien seinerzeit von den hauptsächlich in Betracht kommenden Staaten, darunter auch van Tentittüand gezeichnet worden. Deutschland sei auch zur alsbaldigen Ratifikation beider Verträge bereit, und zwar umso mehr, als es selbst zur Errichtung des Internationalen Prisenhois die Anregllng gegeben habe. Die scknvierigkeitcn für das Zustande kommen der beiden großen Völkerrechtlichei; Verträge lägen in England, zwar nicht bei der Britischen Regierung und beim Unterhause, wohl aber bei;,; Oberhäute, das Heide Verträge abgelehnt habe. Tie Britische Regierung suche diese Schwierigkeiten dadurch zu beseitigen, daß sie durch Verhandlungen niit uns und anderen Großmächten eine authentische Auslegung gewisser Be stimmungen der Londoner Erklärung hecbeiiühre. Wir seien der Britischen Regierung hierbei so weit wie möglich cntgegengekommen und hätten nunmehr Grund zu der Annahme, daß die Verhandlungen zum Ziele führen würde,;, so daß die Britische Regierung demnächst in der Lage sein werde, mit Aussicht aus Ersolg die Verträge von neuem ihrem Parlamente vorzulegen. Dem Zu- sammentreten der Dritten Haager Friedenskonferenz stehe Deutschland durchaus sympathisch gegenüber, wenn eS auch der Meinung sei, daß vorher die wichtigsten Ergebnisse der früheren Konierenzen sichergestellt, also die beiden vorerwähnten großen ' Verträge ratifiziert werden sollien. Wollte man immer neue völkerrechtliche Probleme in Eingriff nehmen, ehe man die bisher erörterten verwirklicht habe so würden diese Konferenzen bald ihren Wert verlieren. Eine weitere Voraussetzung sür die Einberufung der neuen Friedenstonserenz sei, daß ein Programm entworfen und von den Mattsten angenommen iverdc. Die Ztveitc Haager FricdenS- konserenz habe den Wunsch ausgesprochen, daß ein solches Pro gramm von einem internationalen Ausschuß ausgearbeiiet und alSdaun den Regierungen zur Genehmigung unterbreitet werde. Wegen der Zusammensetzung dieses Ausschusses schwebten zur Zeit Derdandlmtgen, die noch nicht zum Abschluß gelangt seien. Inzwischen sei das Auswärtige Amt bereits mit der Ausstellung der deutscherseits sür das Programm zu machenden Vorschläge beschäftigt, da dieses Amt nach seiner Organisation und 'einen Erfahrungen am besten beurteilen könne, welche völkerrechtlichen Fragen der Regelung durch die Konferenz vor allem bedürftet;. Das Austvärtigc Amt beteiligte dabei selbstverständlich die sonst in Betracht kotnmcnden Ressorts und ziehe auch BölkcrrettstSlchrer von Ruf zu. Die Hoffnung, daß die Dritte Haager Friedenskonferenz zustande komme, sei durchaus begründet, und Deutschland werde woblvorbercitet in diese Konsercnz eintreten. Deutschland sc; überzeugt, daß die Konferenz durch Lösung wichtiger völkerrechtlicher Probleme zur Beseitigung von Streitigkeiten wesentlich beitragen und sich dadurch NM die Sache des Friedens wohlverdient machen werde. Paris, 5. Mai. Wie amtlich verlautet, wurden die Mitglieder des interualivnalcn Ausschusses sür die Regelung der mit dem Balkan kriegezusammcnhängendcu Finanzsragcn verständigt, daß die Beratungen Ansang Juni von neuem ausgenommen werden sollen. Der internationale Schiedsgerichts-Ausschuß zur Regelung der mit den Bergwerken in Marokko zusammenhängenden Streitsragen tritt nächstens in Paris zusammen. Vorläufig ist das Bureau des Ausschusses beschäftigt, die zahlreichen Gesuche zu registrieren, die für die spanisäze Zone bis zum 20., für die französische bis zum 30. Mai eingercicht sein müssen. Die Gesuche werden einem Ausschuß unterbreitet, der aus einem Oberschiedsrichter, dem Schiedsrichter des Maghsen und einem Schiedsrichter der Nationalität des Antragstellers gebildet wird. Eine ablehnende Entscheidung des Ausschusses ist endgültig. Wenn die Ausschüsse die gleiche Konzession zwei Antragstellern verschiedener Nationalität zucrkcnnen, so wird die Frage einem anderen Ausschuß, bestehend aus dem Oberschiedsrichter, den Schiedsrichtern von der Nationalität der verschiedenen Antragsteller überwiesen. Der Ausschuß kann abgcwicsenen Antragstellern Schadenersatz zubilligen. Schiedsrichter s ü r T e u t s ch l a n d ist Lcgationsrat G n e i st, Schweden ernennt später einen Schiedsrichter. Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer. rb D a r m st a d t, 5. Mai. Der Finanzausschuß der Zweiten Kanrmer setzte heute vormittag seine gemeinsamen Be- ratnngen mit der Rttsierung fort, die durch die Herren Finanz- minister Braun, Äaatsräte Dr. Becker und W i l b r a n d, Ministerialrat Schliepbake u. a. vertreten war. Der Vorsitzende des Ausschusses, ?ldg. Dr. Osann, gedachte zu Beginn der Sitzung mit warmherzigen Worten des dahingeschiedenen früheren Wgcordnetcn und Mitgliedes des Finanzausschusses, Geh. Justizrat Dr. G u t s l e i I ch, der im Ausschuß eine Reihe von Jahren den darin zu bewältigenden Aufgaben seine ausgezeichnete;; Kräfte geliehen habe und bei wichtigen Angelegenheiten, so bei Beratung des Justizvoranschlags und der Gemeindesteuerreform in ihrer srühcren Gestaltung Berichterstatter des Finanzausschusses war. Sämtliche Anwesende erhoben sich zum ehrenden Ändenkei; des Verstorbenen von den Plätzen. Alsdann bc;chästigte sich der Ausschuß zunächst lwit dem Antrag des älllbg. Schott, die Herdüberwachungskosten aus den Staat zu übernehmen. Der Antragsteller führte ans, daß wohl die ersten Maßregeln nach Entdeckung von Reblausherden bis zu den; Zeitpunkt der Vor- dispoiilion von der Gemeinde getragen werden könnten, daß aber von diesenr Zeitpunkt ab das öffentliche Interesse einsetze und auch die Ausgaben sür die Bekämpfung der Rvolaus nicht mehr von der Genrcindc, sondern vom Staate zu tragen sei. Er legte weiter dar, daß eine Reihe von Gemeinden, die sowohl an Seelcnzahl, wie an Leistungssälzigkeit gering seien, sonst mit außerordentlich hohen Kosten belastet werden würde; z. B. hätte die Gemeinde Gumbsheim bei 267 Einwohnern von 1907—1910 über 3000 Mk. auswendcn müssen. Die Abg. Tr. Weber und Molthain sprachen sich gleichfalls für d;e Uebernahme aus den Staat aus. Tie Regierung wandte sich dagegen, daß diese zunächst den Gemeinden zukommenden Maßregeln im allgelneinen auf Kosten des Staates übernommen werden sollten. Der Staat gebe bereits anderthalb Millionen für die Vertilgung der Reblaus aus und eine weitere Belastung müsse daher abgewiescn werden, doch wolle die Regierung die ganze Sache noch emmal in. Erwägung ziehen und prüfen, ob die Kosten von dem Zeitvvnkt der VordcRnsektion sür Vertilgung der Reblaus bei der Neuregelung evtl, zum Teil von den Gemeinden auf den Staat übernommen werden könnten. Seither bezögen bereits unbemittelte Gemeinden Beihilfen zu den Herd überwackmngskosten. Der Ausscknlß war sich darin einig, daß nicht die gesamten tzerdübcrwochungskosten, sondern nur die von der Vordesinsektion ab vom Staat getragen werden sollen. Ein weiterer Antrag Sckwtt, in Wöllstein ein Finanzamt zu errichten, wurde von dem Antragsteller mit dem Hinweis auf die Entlegenheit des jetzigen Sitzes des Finanzamts in Bingen für eine ganze Reihe von Ortschaften des Bezirks begründet. Wöllstein stelle überdies das FinanzamtSgebäudc und es tvürde auch die .-.weite Stelle eines Akademikers von Bingen ohne Schaden nach Wöllstein verlegt werben können. Die Regierung wandte sich unter Betonung des Grundsatzes, daß den kleinen Orten, tvenn irgeitd möglich, Behörden nicht entzogen und auch sonst geholfen werden sollte, gegen das neue Finanzamt und tose? weiter darauf hin, daß in dem parlamentarischen Vcreinsackmngsausschuß Bestrebungen zutage getreten seien, nicht allein eine Vermehrung der Finanzämter nicht eintreten zu lassen, sondern die vorhandenen 37 aus 23 zu vermindern, llcbcrdies sei es nicht möglich, nachdem bereits vor nicht langer Zeit ein akademischer Beamter des Finanzamts van Bingen versetzt und gespart worden sei, den zweiten Beamten nach Wöllstein zu versetzen; cs würden durch die Errichtung des Finan-.aints in Wöllstein auch Kosten entstehen. Der Ausschuß wandte sich darauf zu den; Antrag Schönberger, betr. Staatsbeiträge an Kirchen und Religionsgemeinschaften. Der Antragsteller vermißte tür die Erstellung. der Beiträge des Staates im Kapitel 31 des Budgets den Nachweis der rechtlichen Grundlage und verlangte, daß die Einstellung Jo lange nicht mehr erfolge, bis diese Grundlage nachgewiesen sei. Die Regierung legte dar, daß für einen Teil der Summe sowohl sür die evangelische wie für die katholische Kirche bestimmte Vereinbarungen aus der Zeit des Versassungserlasses gegeben seien. Fair andere Punkte se; feit Jahren die Bewilligung durch die Landstänte erfolgt und e; habe mit dem Recht der Verleihung der Besteueering an die Kirche im Jahre l87b jedenfalls nicht gesagt werden wollen, daß hiermit die Beiträge des Staätes wkgzutallen hätten. Aus den; Ausschuß wurde geltend genracht, daß eine Regelung des Bcitragsvcrhälmisses des Staates an die Kirche eine Abänderung dahin bedürfe, daß nicht alle Jahre Bewilligungen durch das Budge; stattsinden, sondern durch eine Ablösung das Kapitel gebildet Iverde, welches der Staat für die Zivccke in den Erträgniisen zur Verfügung stellen soll. Da die Regierung meinte, cS solle hier die Anregung seitens des Lberkonsiswriiims abgewarlci werden, sa wurde daraus hingewiesen, daß auch die kitch'iche Behörde zu erkennen gegeben habe, daß sie eine Regelung durch Ablösung für erforderlich erachte. Ter Ausschuß wird die Schritte befürworten, die^ dahin führen, daß eine Ablösung der seitherigen Leistungen des Staates an die Kirche bei den lirchlichen Behörden unternommen werden. Eine längere Aussvrache entspann sich dann noch über den weiteren Antrag Schönberger, die Erhebung der Staats- steucrn betr. Ter Antragsteller verlangt, baß nach vrcnßischcm Muster die Staalsstcucrn unter Verantwortung des Bürgermeisters von den Gemeinden cingezogen werden und weiter, daß die Staats« steuern mit den Gemeindesteuern zusammen in vier Zielen erhoben werden möchten. Von der Regierung wurde daraus hingcwicicn, daß eine solche Erdebung in nur 4 Zielen gegen seither 12 Zielen von den Steuerzahlern gewiß nur wenig angenehm begrüßt werden würde und auch erhebliche Ausfälle sür die Staatskasse zur Folge Hütte. Weiter würden aber auch die Gemeiinden die Erhebung der Stoatsstenern kaum unentgeltlich übernehmen und sich überdies daraus beruieu, daß sie ihren Gcmeinderechnern bet der Fülle der ihnen schon obliegenden Arbeiten keine neuen Lasten auserlegcn könnten. Eine Beseitigung der Untcrcrhcberstellcn — so wurde dann von Ausschußmitglicdern dargetan — die der Antrag Schönberger im Gcsolge haben dürste, würde aber kcinestvcgs von der Bevölkerung begrüßt werden, weil besonders die Auszahlungen, die jetzt von den Untcrcrheberstellen ausgchcn, den Beifall der Bevölkerung geuinden hätten Utch es nicht mehr erforderlich sei, sich bei Auszahlungen an die Bezirkskasien zu wenden. Ein Antrag Breidenbach, eine Gestütsstation in Reichelsheim ;. d. Wetlerau zu errichten, fand lebhaften Widersvruch bei der Regierung, welche daraus aufmerksam machte, daß bereits cttva 7 Kilometer entfernt in Taucrnheim eine solche Station besteist lind auch noch andere Stationen nicht weit davon liegen. D;c Fortsetzung der Beratungen erfolgt Mittwoch vormittag. Ermittelung des Umsangs und des Wnchsknms der sideikommissarisch gebundenen Güter. Ter vierte Ausschuß hat über den bekannten Antrag U r st a d t, wie wir den Landtagsdrucksachen entnehmen, wie folgt Bericht erstattet; Mit Rücksicht auf die fortschreitende Entlvickclung der Neubildung und Vergrößerung der sideikommissarisch gebnüdetien Güter, welche allgemein als ein volkswirtschastlicher Nachteil emv- fuirden wird, richten die Antragsteller das Ersuchen an die Großh. Regierung ;cm Feststellung erstens dcS Umiangcs l;nd ztveüens der Zunahme der 'ideikvmmissarisch gebundenen Güter. Tie nnindliche sowohl als auch die schriitliche Antwort der Regierung, Ivelche dein Vierten Aussehuß in dieser Angelegenheit zugcstellt wurde, ging dahin, daß sie gewillt sei, dem Antrag nach dieser Richtung Folge zu geben. Allerdings werde doS, nach Ansicht der Regierung schwer zu bearbeitende Material längere Zeit beanspruchen. Mit Rücksicht aus den in naher Zeit bevorstehenden Schluß des Landtages glaubt der Ausschuß, so sehr er dies einerseits bedauert, den Antrag auch ohne das von der Regierung ü; Aussicht gestellte Materials erledigen zu sollen. Ein weiterer Umstand, welcher den. Ausschuß zu dieser Stellungnahme veranlaßte. ist der. daß ein bereits aus dem XXXIV. Landtag gestellter Antrag Köhler, Drucksache 107, in derselben Richtung, aus gleichen Gründen Nicht verabschiedet wurde. Ter Ausschuß steht einstimmig aus dem Boden des Antrags und beantragtdcShalbAnnahmedesAntragsder .Abgeordneten Urstadt und Genoss^m_ Aus den Reichstagsausschüssen. :: Berlin, 5. Mai. j Der Budget-Ausschuß setzte die Beratung des Militärvoranschlags bei den einmaligen Ausgaben fort. Ein Fortschrittler wandte sich gegen die Kasino- bautcn. An den meisten Plätzen seien sic unnötig. Es sei ein Fehler, wenn die Ossizierc nur in ihrem eigenen Kreise verkehrten. Der KricgSminister erwiderte, daß sich fast überall das Bedürfnis eines Kasinos ergebe, da es den Ofsizieren an den meisten Plätzen nicht möglich sei. zu jeder Zeit ein Eisen zu annehmbarem Preise zu bekommen. Bei de;; Forderungen sür daS Militörverkehrswesei; kamen u. a. die Bitrschristen des Oberstleutnants Lübbeke aut 'Anstellung von Versuchen mit sogenannten unzerstörbaren Luttschiftcn zur Sprache. Der Kviegsminister erklärte, nach seiner Auslassung sei das starre Lnftschist der deutschen Militärverwaltung das beste der Welt. AuS den UnglückSsällen könne man nur die Lehre ziehen, daß noch da und dort Verbesserungen anzu- bringcn sind. Aber man dürfe deshalb die Waise nicht vreisgeven. Rach vertraulichen Mitteilungen über den Wert der deutschen und ausländischen Lustsckstfsc bemerkte der Minister, man möge es ge- trost der Heeresverwaltung überlassen, ob sie Versuche mit der Lübbekeschen Erfindung sür notwendig halte. Zurzeit liege ein Modell noch gar nicht vor, es handle sich nur um vapicrne Vorschläge. Demgegenüber wurde von mehreren AuSsckmßmitgliedern der Wunsch nach eingehender Prüfung der Lübbekeschen Erimdung wiederholt^ — Längere Zeit unterhielt man sich dann über die Vergebung von Mijitärbautcn, insbesondere wurde auf die vielfach austrctenden Ringbildungen verwiesen, die die Militärbauten ott wesentlich verteuerten. Es wurden Anregungen gegeben, die Ringbiidungen unmöglich zu machen oder doch zu mchweren. Nach der Erledigung der Voranschläge sür Sachsen und Württemberg kam erneut die Frage des Grundstückes stir das Militär- kabinctt zur Sprache. Ter Berichterstatter lehnte es ab, einen Antrag aus Bewilligung zu stellen. Ter Kriegsminister begründete die Forderung mit ihrer Dringlichkeit. Tie Anlieger beschwerten sich über den Zustand des Grundstückes Viktoriastraßc 34. Es drohe einzustürzcn. Er habe bei dem Schatzamt angcsragt, ob nicht eine andere Verwendung sür das Grundstück möglich sei, aber das Schatzamt habe die Frage verneint. Ter Rcichsschatzsekretär gab zu, daß keine besonderen Versuche, das Grundstück zu verkaufen, gemacht seien. Dazu sei keine Zeit gcivesen, und cs sei auch von keiner Seite ein Angebot gemacht worden, da ja der Reichstag als Mindesterlös den Betrag der Selbstkosten vorgeschrieben habe. Ein Nationallibcraler erkannte an, daß der Kricgsministcr alle Garantien sür die künftige Einhaltung des Budgetrechts gegeben habe. Es handele sich um eine Schonung des Steuerzahlers, da bei weiterem Dertall des Grundstücks ununterbrochene Verluste eintreten würden. Man möge daher die Vergangenheit als erledigt betrachten und der Forderung zustimmen, zumal ein Neubau des Militärkabinetts in jedem Falle nottvendig sei. Ein Fortschrittler bestrttt, daß wirtschastliche Gründe für die Bewilligung sprächen und hob überdies die politischen Gesichtspunkte hervor, die der Bewilligung ent» gegenständen. Der Neubau, von dessen Einsturz die Rede sei, bestehe eben sür den Reichstag gar nicht. Ein Sozialdemokrat schloß sich an. Ein Konservativer meinte, es wäre höchster Bureaukratis- mus, wenn man um einer Formsache willen die Steuerzahler belasten wolle. Ein Zentrumsmitglied bemerkte, es handele sich nicht um Prinzivienreitcrei; man müsse wenigstens versuchen, das Grundstück zu verkaufen oder sür eine andere Behörde zu verwenden. Für jetzt sei die Forderung abzulchnen. Tie Forderungwnrde gegen bStimmen, nämlich die konservativen und die Hälfte der nationall;bcralen, abgelehnt. — Zum Schluß der Beratung des Militärvoranschlags wurden von der Linken Klagen über den Rcmontenankaut vorgebracht. Tie kleinen Besitzer würden nicht genügend berücksichtigt. Der Kriegs- Minister erwiderte, der Begriff des Händlers uich Züchters sei vielfach nicht streng zu scheiden. Natürlich wolle die Heeresverwaltung den; Züchter soweit wie möglich entgegcnkommen. Aus eine besondere Bitte, den Züchtern in Hannover durch srühzcitige Benachrichtigung Gelegenheit zu geben, sich auf die Zucht der jetzt geforderten Neincren Remontepferde vorzubereiten, antwortete der Minister, das Höchstmaß von 162 Zentimetern bade schon srsther bestanden und sei unverändert geblieben. Dem Wunsche, das Kupieren der Pserdc zu verhindern, brachte der Minister volle Snm- > pathie entgegen, erklärte aber, bei dem großen Bedarf sei cs nicht J'M'4 flelDtfn», tsfir kupierten Pferd« auszuschlicßcn, Damit war vrr Militärvvranschlog erledigt. Ohne Erörterung wurde dann noch der Voranschlag der Renhskanzlci angenonrmen, , ^ Der Sonntagsruhe-Ausschuß sedte^ heute seine Beratungen fort. Man unterhielt sich über die Sonntagsruhe in den shvntors, kam aber noch zu keincr Abstimmung. Forderung des Kleinwohnungsbaues. Der Ansschutz für den Okfcpettttimrf, betr. Bürgschaften des weiches zur Förderung des Kleinwvhnungsbanes sür Reichs- und Militärbedi«rstete, trat heute in die erste Lesung der Vorlage nn. Ein Regierungsnertrctcr' erklärte, daß nur 3 Proz. der Bautätigkeit aus die Paugenossenschaiten, dagegen 07 Proz, aut vrivate Bauunternehmer entfallen Ter Rcichskretit dürste durch Bürgschaften oder Hypotheken nicht in zu hohem Matze in Anspruch genommen werden, wie sich der Reichstag es wünsche. Bei der Geschäftslage des Hauses enipieblc er, von Anträgen abzusehen, da sonst das Schicksal der Vorlage geiährdet in. Man solle das Gute, was die Gegenwart biete, festhaltcn und die Erreichung des Besseren von der Zukunst erhossen. Nach längerer Erörterung, in der die Acutzerung des Regierungsvertreters eine zum Teil ungüniliqe Beurteilung fand, wurde die Beschränkung der Bürgschaftsleistung »es Reiches aus gemeinnützige Baugenossenschaften mit tl gegen 3 Stimmen gestrichen. Ferner wurde der Höchstbetrag der vom Reiche zu übernehmenden Bürgschastssum- men von 25, au, 100 Millionen Mark erhöbt, und endlich wurde beschlossen, datz auch die Rückübernahme von Gemeindebürgschas- ten durch das Reich statthast sein soll. Der Rest der Vorlage fand unveränderte Annahme Damit >var die erste Lesung erledigt. Der Wahlprüsunas Ausschuß prüfte heute dit Wahl des Abg. B a s s e r m a n n (5, Trier, Natl,), ohne die Prüfung zu Ende zu führen. Ans Stadt und Land. Gießen, 6. Mai 1914, **FürdieSitzungdcrStckdtvcrordncten- Versammlung am Donnerstag, 7. Mai, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung ausgestellt worden: 1. Mitteilungen. 2. Verlängerung des Vertrages über die Instandhaltung der Anlagen vor dem Universitätsgebäude. 3. Beitrag der Stadt zu den Kosten der höheren Schulen: hier: des Landgras Ludwiq-Knmnasiums, 4. Dienstwohnung sür den Pedellen der Lbcrrcalschule, 5, Reinigung der Schulräume der Vorschule des Gymnasiums. 6, Darlehen an den Stadterweitcrunqssonds sür 1913. 7, Kreditbcwilligling sür Verlegung der Hochspaniikreuzung Hcuchclheim—Klein-Linden, 8 Straßenbahn nach Krofdorf. 9. Feldbereinigungskosten: hier: Krcdirbewilligung. 10, F a h r p r c i s d e r Straßenbahn, 11, Beförderung von Hunden auf der Straßenbahn. 12, Bebauungsplan für die obere Marburger Straße. 13, Anlage eines neuen Fußweges vom Wartweg zur Ebclstraße. 14. Verbesserung des Aulwegs: 15. Befestigung der Dainmstraßc vor dem Eichamtsgebäude, 16, Uebernahme der UntcrsuchnngSgebühren für das Marktvieh. 17, Einfriedigung Bahnhofstraße 23/25. 18, Gesuch des F. Schmidt uni Belastung eines Gaubenaufbaues am Haus Teltersweg Nr. 83, 19, Baugesuch der Nudergesellschaft für Rodheimcr Straße 24. 20, Baugesuch des K, und L. Wehrum sür Ecke Wetzlarer Weg und Friedrichstraßc, 21, Baugesuch Paul Eim für Friedrichstraßc 10 und 12: hier: Disvcns von §47 der Allgemeinen Bauordnung. 22. Baugesuch Franz Schmidt für Seltcrsweg, 23. Baugcsuch Karl Schlüter für Süd-Anlage. 24. Gesuch I, Hcilbronncr wegen Anbringung von Schaukasten am Haus Marktstraße 17. 25. Baugesuch W, Horn sür den Krcuzplah. 26, Baugcsuch Sack & Jughardt für Süd- Anlage 20. 27. Gesuch des Josef Kemper zu Hagen i, W, um Erlaubnis zum Schankwirtschnftsbctricbe in der Ge- werbcausstellung. 28. Desgleichen des Adolf Gcßner im Haus Mcestraße 20. 29. Desgleichen des Franz Gopon für Neuenweg 31, ** Tagung evangcli scher Arbeitervereine in Gießen. Die Evang, Arbeiter-, Gesellen- und Männer vereine Butzbach, Friedberg, Gießen, Homburg v. d. H„ Marburg, Salzböden und Wetzlar halten am Sonntag nachinittag in Gießen im Vereinslotal des' Gießener Evang. Arbeitervereins eine Tagung ab, bei welcher eine Aussprache über Vertrauensmänner, Bolksversicherung und Rechtsauskunft st eklen geplant ist. Außerdem soll auch die I u genbf rage behandelt werden. Im Anschluß an die Tagung, findet ein Spaziergang in die Umgebung von Gießen statt, Lichtspielhaus Morgen Donnerstag abend findet wieder im Lichtspielhaus Bahnhosstraße ein Konzertabend mit 12 Mann staiker Kapelle statt. Das ausgcwählte Programm enthält als besonderen Schlager den dreiaktigen Film Die D ä - monin mit Mllc. Mistinguett, die bekannte sranz, Tänzerin, in der Hanptrollc, Den humoristischen Teil bestreitet Max L i n der in der sensationellen Komödie „Max als Tangolehrcr in Berlin", Für Musikfreunde dürste der Hanptairziehnngspunkt die Aujjührnng der 6, Snmphonic (mit dem Pankeirschlag: von Jos, Handn bilden, welche als Konzcrtcinlage vorgesehen ist, Kreis Büdingen, § Ortenbcrg. 5, Mai, Heute feiern die Landwirt Karl P seit er I.-El>elcute in körperlicher und geistiger Frische die goldene Hochzeit, Ter Ehemann steht im 79., tue Ehefrau Henriette geh, Kempt im 7,3, Lebenssabre, Der Jubilar gehört ichon eine lange Reihe von Jahren dem Gemeinderat und Kirchen- vvrstande an, Kreis Schotten. § Rudingshain, 5, Mai, Am Sonntag morgen gegen 9 Uhr brachen zwciHandwerksburschen im Hanse der Holzschrieidcrci von Otto Lenz Witwe unterhalb des Torfes c i n. Tie Frau war gerade im Stalle beschäftigt und lief, als sie den Einbruch gewahr wurde, sofort in das Dorf, um Hilfe zu holen. Währenddessen entfernten sich die Strolche i» der Richtung nach Götzen, Sie wurden aber später im Wingershäuser Walde gesehen, Di« Schottener Gendarmerie nahm sofort die Verfolgung auf, Starkenburg und Rheinhefsen, — Darmstadt, 4. Mai, Die im Gau Südwestdeutschland znsawmcngcschlossenen Ortsorganisationcn des Deutschen Bankbeamten-Vereins hielten am Sonntag in Darmstadt ihre Borstandszusammenkunst ab. Aus 18 Plätzen waren ft.', Vertreter anwesend. Ferner wohnte der Tagung der geschäits-» führende Vorsitzende des Gesamtvereins M. Fürstenberg - Berlin bei. Ten Beratungen gingen am Abend zuvor eine Sitzung des Gauvorstandes und eine öffentliche Bankbeamten-Persammlung voraus, in der Wendel-Frankfurt a. M. über „Organi- sations- und Standessragen der Bankbeamten" sprach. Die Versammlung war übertüllt und gestaltete sich „I einer großartigen Bertrauenskundgebung sür den Deutschen Bankbe- amten-Verein. Auch der hessische Landtagsabgeordnete Henrich äußerte sich in einer Ansprache über die Tendenzen und Ziele des Vereins in zustimmendem Sinne. Die Verhandlungen am Sonntag, welche von dem Gauvorsteher W e II d e l ° Frankfurt a. M. geleitet wurden, waren vertraulicher Natur, Der Geschäftsbericht wurde gc- genchmigt und der bisherige Gauvorstand einstimmig wiedergewählt. Eine ausgiebige Besprechung landen alle Standes- und Or- aanisationssragcn. Die Arbeit des Gauvorstandes und die Richtlinien der Zentralleitung wurden gutgcheißcn. Die nächste Bor- stanbszusammenkunst des Gaues wird in S t u t t g a r t im Oktober dieses Jahres sein uich soll mit einer großen öffentlichen Bankbeamtentagung verbunden werden. Gegen 4 Uhr nachmittags fanden die bald sechsstündigen Beratungen ihr Ende. Hessen-Nassau, I, Frankenberg., 5. Mai. In der gestrigen Land- wirlschaftssitzung (zu Herzhausen) wurde über den Anschluß der Ucoerlandzentrale des Kreises Frankcnberg beraten. Landral <5-1 epenhorst-Frankenberg und Oeko nomierat Eigenbrodt -Hof-Lautcrbauch nahmen hierzu das Wort. — Der Anschluß fast der sämtlichen Gemeinden des Kreises ist gesichert. Ein Teil der Kosten der elektrischen Anschlüsse wird vom Staate getragen, X Hanau, 5, Mai. Die Kgl. Regierung in Kassel bringt zur Kenntnis, daß vom 1. Cft. d. I. ab bei den öffentlichen Holzverkäusen in den Königlichen Obersörstercien Bürgschaften für Holzkausgelder nicht mehr angenommen werden. Es mutz also Barzahlung eintreten. X Bad-Orb, 5. Mai. Die Unternehmer der Rodungsarbeiten aus dem Truppenübungsplatz des 18. Armeekorps haben um die Erlaubnis nachgesuchit, A u s l ä n d e r beschäftigen zu dürfen, weil sich Arbeiter aus der näheren und weiteren Umgebung nicht melden. _ Gießener Strafkammer. Gietzcn> 5. Mar, Wegen Betrugs im Rückfalle wurde der Kellner H, S, aus Nassau unter Einbeziehung einer von der Strafkammer Koblenz erkannten Gesängnisstrasc von 2 Jahren zu einer Gcsamtgcsängnisstrase von 2 Jahren 9 Monaten verurteilt. Er hatte unter falschem Namen von dem hiesigen Schuhwarenhaus H, telephonisch vier Paar Herrenstiesel zur Ansicht in die Westanlage 32 bestellt. Als die Berkäuserin vor das HauS kam, trat der Angeklagte ihr entgegen, erllärte, er sei der Besteller, nahm dem Mädchen die Stiesel ab und bestellte cs aus den Abend zum Ablwlen der nicht gewählten Stiesel. Er ging dann ins Haus, Die Berkäuserin, der die Sache verdächtig vorkam, wartete eine Zeitlang und stellte dann fest, daß überhaupt kein Herr mit dem Namen des Bestellers in dem Haus wohne. Mit Hilfe des Hausbesitzers gelang es ihr, von dem Schwindler die Stiesel zurückzuerhaltcn. Auf die gleiche Weise lzat der Angeklagte auch schon an anderen Orten mehrfach Betrügereien verübt, WegenBergehens gegendas Viehscuchcngesetz wurde der Handelsmann L, I. aus Groß-Karbcn zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt. Er hatte am 24, Januar 1914 ohne ortspolizeiliche Genehmigung aus dem Beobachlungsgebiet Okarben eine Kuh zum Zwecke der Schlachtung nach Grotz-Karben ausgc- lührt, obwohl eine Bekanntmachung des Kreisamts Friedberg die vorherige Einholung einer ortspolizeilichen Besckirnnigung in solchen Fällen vorschricb. Wegen schwerer Urkundenfälschung wurde der Hiltsnwnteur H, F, aus Friüiberg zu einer Gesängnis- strase von l Woche verurteilt. Er hatte aus einem Stundcnzcttcl, den er mit der Unterschrift des Bestellers versehen, seiner Firma Vorleger, mutzte, um seinen Lohn zu erhalten, ohne Ermächtigung die Unterschritt des HauseiqeMümers gesetzt, in kessen Haus er eine elektrische Leitung für seine Firma anlegte. Es wurden ihm mildernde Umstände zugebilligt, die das Gericht vor allem in seiner bisherigen Unbcstrastheit smw. Auf die Berufung des Wagners W. R. van Neunkirchcn wurde das Urteil des Schöffengerichts Schotten, das gegen ihn wegen Widerstands zwei Wochen Gefängnis und wegen Bettelns vier Wochen Haft mft Ueber- Weisung verhängt hatte, dahin abgeändcrt, datz die ausgesprochene Ueberweisung an die LandcSpolizcibehvrde in Wegfall kommt. Wegen Vergehens gegen das Biehseuchcngesetz wurde der Landwirt I. B. aus Metzlos zu einer Geldstrafe von 15 Mark verurteilt. Er hatte am 10. November v. I. mchrrre Ferkel aus Blankenau, Kreis Fulda, — also aus oreutzischem Gebiet — ohne Ursprungszeugnis in den Kreis Lmiterbach eingeführt. Frcigesprochcn wurde der Metzger H. F. aus Heiubach. Ihm ivar zur Last gelegt, zu Langenbergheim am 5. Oktober 1913 wissentlich ein verdorbenes, mit Würmern behaftetes, stark riechendes Stück Fleisch unter Verschweigung dieses Umstandes verkauft zu haben. Die Verhandlung ergab nichts, das daraus schließen ließe, datz der Angellagte wisscnt lich gehandelt hätte. Und auch fahrlässiges Handeln konnte ihm nicht zur Last gelegt werden, denn nach dem Gutachten des Sachverständigen ist es möglich, daß schon nach wenigen Tagen aus den Eiern, die Fliegen in das Fleisch legen — • was selbst der vorsichtigste Metzger nicht verhindern könne — Würmer auskriechcn, die erst, wenn das Fleisch zerteilt oder gestoßen wird, an die Oberfläche kommen, so datz es dem Verkäuicr, dem nicht zugcmmet werden könne, daß er jedes Stück Fleisch vor dem Verkaufe aus- cinandcrziebe, häusig nicht möglich sei, das Vorhandensein von Würmern in dem Fleische sestzustellen. Wegen Unterschlagung wurde der Lehrer R. K, aus Wernges zu 50 Akk. Geldstrafe verurteilt, Er war von einigen Landwirten beauftragt worden, sür sic mehrere Biencnwohnungen bei einem Jmkcrschreiner in Nidda zu bestellen. Das ihm von den Landwirten zur Uebersendung an den Schreiner übergebene Geld im Betrage von insgesamt 52 Mk, behielt er sür sich und lieferte es erst ab. als mit Anzeige gedroht wurde. Er vermochte nicht darzutun, datz der Schreiner ihm Inkassovollmacht erteilt hatte, auch nicht, datz er in der Lage gewesen wäre, jederzeit den Betrag zu erstatten. Das Gericht billigte ihm aber mildernde Umstände in weitgehendstem Matze zu, die es vor allem in der Notlage erblickte, in der der Angellagte sich damals befand. Die deutschen ttaisermanöver i. Am .Kaisermanöver dieses Jahres nehmen, wie bereits bekannt, das preußische 7., 8., 11. und 18., das bayerische 2. und 3. Armeekorps teil. Auch werden noch Truppen anderer Armeekorps herange^ogen werden. Damit wird dieses Kaisermanöver das größte und um- sangretchste Manöver, das bisher bei der preußischen und deutschen Armee stattgefunden hat, Bekannt und grundlegend waren die Manöver unter Friedrich dem Großen, Nach den Befreiungskriegen begannen sie zuerst wieder im Jahre 1823, Bis zum Jahre >847 hielten dann alljährlich ein oder mehrere Armeekorps Königswanövcr ab. Nach vierjähriger Pause manövrierten von 1852 bis zu den großen Kriegen unregelmäßig einzelne Armeekorps vor ihrem Allerhöchsten Kriegsherrn, die nach 1866 ausgestellten Armeekorps 9, 10 und 11 zum erstenmal, nachdem sie im Kriege gegen Frankreich bereits die Feuertaufe erhalten batten, Ebenso übten noch vor dem Kaiser Wilhelm I. das Sächsische und das Württembergische Arineekorps, während die Banerischen Armeekorps zum erstenmal« vor Kaiser- Wilhelm II, im Jahre 1891 an den Kaisermanövern tell» nahmen. Erst im Jahre 1888 tmirde damit begonnen, jährlich nrindestens zwei Armeekorps gegeneinander kämpfen zu lassen. Etwa vom gleichen Zeitpunkte ab begannen auch in Frankreich regelmäßige große Manöver, Sic unterbleiben dort in diesem Jahre und werden durch ein großes FestungSManövcr bei Epinal ersetzt. Zwar stnden im Norden zioischcn 1, und 2,, im Süden zwischen 14. und 1.5. Armeekorps Manöver statt, sie werden aber voraussichtlich nicht vom Chef des Generalstabes geleitet, Ueber den Umfang der diesjährigen Manöver in Rußland ist nichts bekannt, Tie deutschen Kaiscrmanöver des vorigen Jahres sollten vor allem Lehren für die taktische Verwendung großer Truppcnmassen geben, das diesjährige Manöver ist in erster Linie strategischer Natur. Während im Vorjahre die Manöverleitung in der Rolle der Arnree-Ober- Konrmandos den kommandierenden Generalen bestimmte Aufgaben zur Führung der Truppen in der Schlacht stellte, erscheinen diesesmal im Manöverfeldc die beiderseitigeft Armcc-Ober-Konrmandos selbst, um nach der ihnen von der Manöverleitung gegebenen allgemeinen Lage die aus mehreren Armeekorps und Hcereskavallerie bestehenden Armeen zur Schlacht zu führen. Beide Armeen werden durch die Ansgangslage weit auseinander gehalten werden, Ihre Führer haben volle Entschlußfrciheit, Das Manöver wird mit einer Auf- klärungs-Uebung und kriegsmäßigen Anmärschen beginnen. Nichts anderes als die Ergebnisse der Aufklärung und der eigene Wille soll die Entsckstüsse der Führer bestiimnen. Deshalb müssen auch in diesem Jahre besonders die an- jänglich« Bereitstellung der Parteien, ihre Unterbringung und Zusannnensetzung streng geheim gehalten tverden. Das Quartier des Kaisers ist bisher noch nicht bestimmt, Auch ist „och nicht zu übersehen, wo die Manövcr- leitnng Unterkunst nehmen wird. Die betreffenden Orte können also erst später bekannt gegeben werden. Es wäre aber auch dann nolch falsch, aus der Lage dieser Quartiere Rückschlüsse auf den Verlauf des Manövers ziehen zu wollen, auch ans einer entfernteren Gegend ist der Kaiser in der Lage, im Kraftwagen oder gar mit der Eisenbahn rechtzeitig an jedem einzelnen Tage das Manövergeläude zu erreichen, Auch ein Uebernachten im Eiscubahuzugc an irgend einer Stelle des sehr ausgedehnten Manövergelündes ist nicht ausgeschlossen. Der Beginn des Manövers ist auf de» 14, September festgesetzt, vom Verlaufe wird es gehangen, wann der Kaiser den Schluß des Manövers anordnen ivird. Vorläufig ist als letzter Manövcrtag der 18, September vorgesehen. Universitäts-Nackirichten. [) Marburg, 5. Mai. Mit dem heutigen Tage haben die Immatrikulationen an der Universität zum Sommersemester ihr Ende erreicht. Tie Gesamtzahl der Studierenden, ohne die zum Hören der Vorlesungen Zugelassenen, beträgt 2460, einsckließ- lick 212 Frauen. ES studieren 298 Männer und 1 Frau Theologie, 347 Männer Jurisprudenz. 599 Männer und 36 Frauen Medizin und 1004 Männer und 175 Frauen Philologie. Im letzten Wintersemester stellte sich die Gesamtzahl der immatrikulierten Studierenden ans 2211, darunter 131 Frauen, und im vorigen Sommer auf 2409, darunter 163 Frauen. — Zum Fall Jastrow. Aus Berlin, 5. Mai, meldet ein Privattelegramm: Der Aeltestenrat der Berliner Kaufmannschaft beschloß nach mehrstündiger Verhandlung: Das Kollegium erachtet die Forderung der Dozenten auf lebenslängliche Anstellung und Borschlagsrecht als geeignete Grundlage zu einer Verständigung.^ So lange jedoch der Streik bei der Handelshochschule heßebt, ist das Aelteslenkollegimn außer Stande, zu formulierten Vorschlägen Stellung zu nehmen. Nach Beendigung des Streiks ist das Kollegium bereit, mit den Dozenten in Verbindimg zu treten, und es spricht die Hoffnung aus, daß eine Einigung zustande kommen wird, die den Interessen der Handelshochschule entspricht. Es ist selbstverständlich, daß es dem Aelteslenkolleqium serngelegen hat, Professor Jastrow zu verletzen. Wie bestimmt verlautet, wollen die Studierenden die Stellungnahme der Dozenten abwarten und nicht früher die Vorlesungen besuchen. Marile. Io. Franlsiirt a. M. Schwei nein arktberi ckst vom 8. Mai. Ankaetrieben Traten 1595 Schweine. Vollfleischige Schweine von 89 bis 199 ks> Lebendqewicht 46.00—49.99 Mk„ Schlachtstewicht 81.99—63.99 Mk., vollfleischiqe Schweine unter 89 L? Lebendgewicht 46.90 —48.09 Mk„ Schlachtgewicht 60.00 — 61.00 ' 10 f,; vollkleischiqe Schweine von 109—120 Lebendgewicht 46,00—49,00 Mk., Schlachtgewicht 60.00—62 Alk.: vollsleischige Schweins von I?0 bis 150 far Lebendgemicht 46.00—49.00 Mk. Schlachtgewicht 60—62.00 Alk. Geschält mittelmäßig, bleibt Ueberstand, Ic. Frankfurt a. M,, 6. Mai (Orig.-Telegr, de? »Gieß. SIiU,") Amtliche Notierungen der heutige» Frnchtmarktpreise. Weizen lhiesiqer» Mk, 20,25-21,00, Kurtiefsifcher Mk, 20,30--I,00,, Wetterauer Mk. 00 . 00 - 00 . 00 , Roggen (hiesiger) Mk, 17,00—17,25, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.50—00.00, Gerste, Franken, Platzer, Ried Mk, I6ch0—,l7 75, Haler Mk, 16.75—18,00, Mais Mk. !4.75—15.25, Weizenmehl 0 Mk. 00.00 —00,00, Weizenmehl I Mk. 09.00-00.00, Weizenmehl III Mk, 00,00-00 00, Roggemnehl 0 Mk. 90,00-00,00, Roggenmehl 0/1 Mk, 09.00-00.00, gloggenmehl I Mk. 00,09-00.00, Weizenkleie Mk. 0,00 -0,09, Wcizenlchnlcn Mk. 0.00—0.00, Roggen» kleie Mk. 00.00 - 00.00, Malzkenne Mk. 00,00-90,00, Biertreber 00.00 — 00.00, Futtergcrste Mk. 00.00 — 00.00. Alles per 100 kg ab hier. fo. Frankfurt a, VH., 6. Mai, (Oriq.-Telegr, des .Gießener' Anzeigers",) Kartosselmarkt, Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk, 6.50-0.00, im Kleinhandel Mk. 7.50—0,00 sür je 100 kg. Die Kunft, da» Leben zn verlängern, Ein erfahrener Arzstschreibt: Willst Du Dein Leben verlängern, so schütze Deinen Körper vor Erkrankungen und deren' Folgen, Was nützt aber der wohlmeinendste Rat. wenn die Mensch, heit ihn nicht befolgt und täglich durch unregelmäßiges Leben, hastiges Essen, Ucberladcn des Magens mit Nahrung und Getränk di« Gesundheit scküldrgt und ohne Angst vor den Folgen, die lick, da früher oder später prompt einstellen, ihr Leben verkürzt, Magcnbesckiwerden, Appetitlosigkeit, Tarmerkranknngen, Vcr» üopsung, Leber- und Nierenleiden, besonders aber veraltete Magen- leiden sind dann die Folgen und der Mensch müßte verzweifeln, wenn es glücklicherweise nicht ein Präparat geben würde, welches sich bei allen diesen Erkrankungen als ein vorzügliches, sicher und rasch wirkcildes Mittel erwiesen hätte und heute von tausenden Menschen als Retter in der Not gepriesen wird. Es ist dies das Sauerstosspräparat Stomorvgen, welchem wir diese Wohltat zn verdanken haben. Und willst^ daher auch Du Tein Leben verlängern, so besorge Dir eine SchackNel davon in der nächsten Apotheke lind über.zengc Dich selbst von seiner Vorzüglichkeit, wenn Du über eines der obigen Leiden zu klagen hast und die Funktionen Deines Körpers regeln willst, (Ausschneiden und Aufheben !) 5697hv. -6--- Saxlehner's Bitterquelle HUNYADIJAN03 --- Q L> Q L> L Q Q Q Q Warn MH Wwe. B leichftrafie 8 pt. Put^gCfdläft Bleidiftrafie 8 pt. fjodjmoberne Damen^fjüfe für Früljjalirs* und Sommer=Sai[on Grobe Tlusroatil in TTeuljeiten unb lilobellen Schicke Arbeit, prompte, billige Bebienung 3383 L L> L Q L> Q Q L L> L Q L L L> L> Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50% billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche :: Ohne Anwendung scharfer Mittel zu jeder Jahreszeit blendend weiss -.......... Lieferzeit zirka 2 Tage ............ GROSSWÄSCHEREI EDELWEISS Schützenstrasse 12 GIESSEN Fernsprecher 487 empfehlen 5741D Ph. Mayfarth & Co., Frankfurt« Teile allen Interessenten ergebenst mit, dass ich die PRAXIS des Herrn übernommen habe. Friedrich Eartli, P rakt. Tierarzt. 5600 Drahtgeflechte, 4 n. 6-cehlg, Stocholdraht, Spcnndraht, Spaten, Rechen, Harken, sowie sämtliche Gartenland- Utenfdllen kaufen Sio zu vorteilhaften Preisen und in bewährter Qualität bei 3064a flgat* Boippmann n US Elmaoari'a'i.ndlunc H.aatU! U Hn die Sparer der Rabadmarkendes Detailliftenvereiiis linier Rabatt iit keine Zugabe. Unier Rabatt iit kein Preis=flufidtlag auf die Ware — sondern eine Einerkennung für bare Zahlung! Zweck der Rabatt-Spar-Vereinigung: fiebung desBarverkehrs /Förderung des lelbltändigen Detailhandels durch Selbsthilfe / Bekämpfung des Borgunwelens/ Bekämpfung der ungerechten Sonder-Rabaffe / Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs / fiebung und Erhaltung desver- trauenszwirdien derKäuferfchaft u. dem reellen Gefchdftslebeii gemeinnützige Rabatt - Sparpereinigung des Vereins der Detailliiten zu Liehen £. V. Der Vorhand. nach Mass. Tadelloser Sitz Vorzügliche Verarbeitung 6754 Fr. Levermann. Seltersweg 81 BieIefeI der H erren- Wäsche Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des landwirtschaftlichen Konsumvereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Garbcnteich eingetragen: Johannes Briegel II. zu Garbcnteich ist aus dem Vorstand ausgeschtcden. An seiner Stelle ist Ludwig Keßler zu Garbcnteich gewählt worden. Gießen, den 4. Mai 1914. 5767 b _ Großls. Amtsgericht. _ Bekanntmachung. Das dem Heinrich Braun I. in Rüvdings- hausen in dem Grundbuch für Gießen zugeschriebcne Grundstück Fl. I Nr. 1384 Hofreile in der Walltor- straße (Walltorstraße Nr. 93 zu Gießen), 85 qm mit einem Schätzungswert von 16 200 Mark, wird Freitag, den 12. Juni 1914, vormittags 9 Uhr, durch das Unterzeichnete Gericht in dessen Sitzungssaal Nr. 18 im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert. 874« B Gießen, den 17. April 1914. _ Grollst. Amtsgericht. _ Spar- uni) Porschchettiil Beuern II. e. O. itt. u. H. in Beuern. Bilanz am 31. Dez. 1913 Pasfiva. Per aufgenommene Kapitalien 660679.41 Hypothekenkonlo 3557.14 Stammguthaben der Mitglieder M. 24357.17 Zugang!. 1913 M. 496.87 Aktiva. M An ausgcliehcnen Kapitalien u. zwar a) geg.HyPoth. 462778.20 b) gcg. Bürgsch. 25121.54 o) zediert. Kaus- geld 157870.93 <1) Wertpapiere n. d. Kurs v. 31.Dez.1913 8911.90 s)geg.Bankkonto 5770.— Kaffenvorrat 7752.53 Ausstände 21740.64 Vorlagen 1300.— Mobil. M. 40.04 5°/„Abschr. 2.04 Immobilien M. 24665.90 2°/sAbschreib. Mk. 493.90 38.— 24172.- 715455.74 M. 24854.04 Abgang!. 1913 M. 366.66 24487.38 Reservefonds M-10376.37 Zuweisung a. b. Reingew.1912 M. 3884.66 14261.03 Betriebsrücklage 5992.77 Spezialreservc- sonds 1500.— Reingewinn 4478.01 Voraus vergüteter Diskont f. Güter- kausgelder 500.— 715455.74 . 77 Stand der Mitglieder Ende 1913 . In 1913 gingen zu.......— ab...... 5 Stand Ende 1913...... ^2 Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten im Lokale des Rechners offen. Beuern, den 5. Mai 1914. Ter Vorstand: Wilh. Belloff II., Lindenftruth, Johannes Stroh, Direktor. Rechner. Kontrolleur. Generalversammlung Donnerstag, den 14. Mai, nachmittags 3 Uhr, im Lokale des Rechners. Tagesordnung: Vorlage der Rechnung. Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinns. Ergänzungswahlen. Verschiedenes. Für den Anfffchtsrat: Phil, Arnold.