Nr. 104 erscheint »glich mit Msnahmi de? Sonntag?. Tie „Gietzkner zamiltendlitter" werden dem .Anzeiger" vierinal wöchentlich beigklegt, da? „Krcisblutt (Sr den Kreis «ietzen" zweimal wöchentlich. Di- „limdwirtlchastiich«» Seitsragen" erscheinen nwnattich zweimal. 164. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dienstag, 8. Mai 1814 Rotationsdruck und Verlag der Brühi'schen Untversiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: ^®51. Redaktion: es® 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGteßm. Mb. Deutscher Reichstag. 248. Sitzung, Montag, den 4. Mai. / Am Tische des Bundesrats: Kommissare. Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 15 Min. Die konlurrenzllausel. ^ i e zweite Lesung des Gesetzes zur Aenderung der §§ 74, 75 und des § 76 Abf. 1 des Handelsgesetzbuchs wird fortgesetzt. Bekanntlich hat die Regierung die K o m m i s s i o n s - be schlösse in mehreren Punkten für unannehmbar erklärt. Den Wünscheit der Regierung kommt nun ein Ausgleichsantrag der bürgerlichen Parteien entgegen. Danach soll die Konkurrenzklausel nichtig sein, wenn das Gehalt deS Handlungsgehilfen den Betrag von 1500 Mark nicht übersteigt. Die Kommission hatte 1800 Mark beschlossen. Ein sozialdemokratischer Antrag will 2000 Mark festretzen. Nach dem Ausgleichsantrag soll weiter der § 75c folgende Fassung erhalten: ...Hat der Handlungsgehilfe für den Fall, das; er die in der Vereinbarung übernommene Verpflichtung nicht erfüllt, eine Strafe versprochen, so kann der Prinzipal Ansprüche nur nach Maßgabe des § 340 des B. G. B. geltendmachen. Die Vorschriften des B. G. B. über die Herabsetzung einer unverhältnismäßig hohen Vertragsstrafe bleiben unberührt. Ist die Verbindlichkeit der Vereinbarung nicht davon , abhängig, daß sich der Prinzipal zur Zahlung einer Entschädi- ! gung an den Gehilfen verpflichtet, so kann der Prinzipal, wenn sich der Gehilfe einer Vertragsstrafe unterworfen hat, nur die verwirkte Strafe verlangen. Der Anspruch auf Erfüllung oder auf Ersatz eines weiteren Schadens ist ausgeschlossen. Schließlich soll nach dem Ausgleichsantrag das Gesetz am 1. Oktober 1914 in Kraft treten. Eine Einigung ist noch nicht erzielt in der Entschädigungsfrage. Nach dem Vorschläge der Regierung soll der Prinzipal für die Tauer des Verbots eine Entschädigung zahlen, die für jedes Jahr des Verbots mindestens ein Drittel der letzten Gehaltsbezüge beträgt. Die Kommission verlangt d i e Hälfte des Gehalts als Entschädigung. Die Sozialdemokraten verlangen ferner grundsätzlich e i n Verbot der Konkurrenzklausel. Abg. Hoch (Soz.): Der Regierungsentwurf hat die Handlungsgehilfen schwer enttäuscht. Wenn das Wettbewerbsverbot aufrechterhalten bleiben soll, so müssen die Handlungsgehilfen mindestens die .gleichen Rechte wie die Geschäftsleute erhalten. Wie soll man aber diese Rechte gegeneinander abgrenzen. So lange die bürgerliche Rechtsprechung noch an sich glaubte, erklärte sie ein Wettbewcrbverbot einfach für nichtig. Jetzt hat sich die Allmacht des Großkapitals ein geradezu himmelschreiendes Vorrecht geschaffen. Alle Bemühungen, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen, sind durch die Beschlüsse der Konillrission vereitelt worden. Auf einem Umwege soll das wieder gutgemacht werden durch die Entschädigung der Karenzzeit. Tie ganzen Bestimmungen de? Regierungsentwurfs sind zugeschnitten auf die Wünsche des Großkapitals. Die jetzt vorgeschlagenen Bestimmungen aber bedeuten sogar eine wesentliche Verschlimmerung. Tenn der Handlungsgehilfe kann sich von dem Wettbewerbsverbot nicht mehr durch die festgesetzte Strafe freimachen, sondern zu wiedcrbolter Geld- und zu Haftstrafe verurteilt werden, wegen Nichterfüllung des Vertrages. Das schlägt jedem menschlichen Empfinden ins Gesicht, und es ist unbegreiflich, daß die bürgerlichen Parteien diese unerhörten Bestimmungen gutbcißen wollen. Sic geben damit direkt die Anleitung, wie man d i e Angestellten, die sich derartige Vorschriften gar nicht denken können, betrügt. (Präsident Dr. Kaempf rügt diesen Ausdruck.) Wir erweisen den Handlungsgehilfen einen schlechten Dienst, wenn wir diesen Entwurf annchmen. da er ungünstiger als die bestehenden Vorschriften ist. Das erklärt selbst dcr Leipziger Handlungsgchilfcn- verband. der durch den Kollegen Marquart genaueren Einblick in die Verhandlungen gewonnen hat. Tie Regierung hat plan- mäßig darauf hingearbeitet, die Handlungsgehilfen zurückzu- drängen, und die bürgerlichen Parteien haben sich darauf eingelassen. Die Angestellten müssen dadurch zur Erkenntnis kommen. daß ihnen Hilfe nur durch den Anschluß an die Sozialdemokratie zuteil wird. (Lebhafter Widerspruch und Lachen bei den bürgerlichen Parteien.) Mit Ihrem Lachen schaffen Sie die Tatsachen nicht aus der Welt, das werden Sie bei den Wahlen erfahren. Abg. Trimborn (Zentr.): Mit einer an Ungeschicklichkeit grenzenden Offenheit hat der Vorredner den Anlaß zu benutzen gesucht, um die Handlungsgehilfen ins sozialdemokratische Lager zu ziehen. Das ist die Methode, mit der man die Sozialpolitik diskreditiert und schädigt, und dadurch hat in weiten Kreisen die Neigung, die Sozialdemokratie weiterzubreiten, abgenommen. W'r wollen einen billigen Ausgleich suchen und denken dabei nicht nur an die Gehilfen, sondern auch an die Prinzipale, deren Interessen doch schließlich auch gewahrt werden müssen. Von den Prinzipalen hat der sozialdemokratische Redner aber kein Wort gesagt, ihr Schicksal ist ihm gleichgültig. Tie bürgerlichen Parteien haben sich, um die Vorlage Zustandekommen zu lassen, entschlossen, in oen zwei Punkten nachzugeb ' n, ln denen die Regierung ein „Un. annehmbar" gegenüber den Konimissionsbeschlüssen ausgesprochen hat, nämlich in der Gehaltsgrenze und in der wahlweisen Zulassung der Erfüllungsklage Die völlige Beseitigung der Konkurrenzklausel läßt sich nicht erreichen, und deshalb ver- lverfen wir den sozialdemokratischen Antrag. Aber wir wollen die Bedingungen der Konkurrenzklausel herabmildern. Unsere eifrigen Bemühungen, die Gehaltsgrenze ganz zu beseitigen, sind leider erfolglos geblieben. Wir müssen zuaeben, daß das Existenzminimum von der Konkurrenzklausel freibleiben muß. Die Differenz, ob 1500 oder 1800 Mad als untere Grenze angesetzt wird, ist nicht so bedeutend, daß wir daran das Gesetz scheitern lassen dürfen. In der Frage der Erfüllungsklage ist der Standpunkt der Regierung durchaus logisch. Denn wenn man den Gehilfen entschädigen will dafür, daß er nicht zur Konkurrenzfirma geht, dann muß man auch die Gegenleistung dafür verlangen dürfen, daß auf Erfüllung dieser Unterlassung geklagt werden kann. Auf Anregung des Kollegen Walditein sind wir dann zu der Formulierung gelangt, wie sie im Kompromißantrag nicdergelegt ist. Auch die Wirksamkeit der Konkurrenzklausel bei Kündigung des Gehilfen erfährt durch den Kompromißantrag eine wesentliche Beschränkung gegenüber der Regierungsvorlage. Wenn man sich alle diese Neuerungen vorurteilslos vergegenwärtigt, so kann man nicht leugnen, daß hier ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem bisherigen Zustand erzielt ist, und daß es nicht zu verant. Worten wäre, die Vorlage scheitern zu lassen. Auch die einsichtigen Prinzipale können einer Regelung nicht widerstreben, die die bisher bestehenden allseitig anerkannten Härten beseitigt. Durch unsere Lösung haben alle berechtigten Interessen der Prinzipale und Gehilfen ihren ausreichenden Schutz gefunden. Ich verspreche mir davon den Erfolg, daß die leichtfertige und gedankenlose Art, in der bisher oft Konkurrcnzklauseln vereinbart wurden, verschwinden wird. Man wird jetzt seitens der Richter doppelt scharf in jedem einzelnen Falle prüfen, ob eine Konkurrenzklau selgenaudemGesetzeentspricht. Durch das Zustandekommen der Vorlage wird dem Interesse des Rechtes gedient und cs wird damit der sehr verderblichen Bewegung Einhalt geboten, die in letzter Zeit dahin ging, die Kon- kurrenzklauscl auf alle möglichen gewöhnlichen Arbeiter. Scheuerfrauen und dergleichen auszudehnen. Die radikalen Elemente der Gehilfenschaft werden nach wie vor den Standpunkt des Alles oder Nichts! vertreten. Ich habe aber zu der Mehrheit der kaufmännischen Gehilfen das Vertrauen, daß sie mit der Zeit die Fruchtlosigkeit dieser Alles oder Nichts-Politik einschen und mit dem ErfolgunsererArbeit zufrieden sein wird. Weit entfernt von überschwänglichem Lob der Vorlage muß ich doch sagen: annehmbar ist sie und wir wollen uns die Freude daran nickt trüben lasten. (Beifall.) Abg. Dr. Thoma (Natl.): Die Vorlage kann manchen Mißständen ein Ende machen, und meine Freunde haben von jeher die Emanzipationö- bestrebungen des wichtigen Standes der Hand- lungSgehilfen unterstützt. Wir können uns aber noch Lage der Tinge nicht entschließen, für ein absolutes Verbot der Wett-bewerbsklausel zu stimmen. Wir wollen nicht mit dem Kopf durch die Wand rennen. Vielfach ist die Konkurrenzklausel in I Unkenntnis des Gesetzes oder in reiner Gedankenlosigkeit an- gewendet worden. Sälchen Auswüchsen soll natürlich unter allen I Umständen gesteuert werden. So bedeutet das Gesetz auch nach I Zugeständnis von sozialdemokratischer Seite einen unleugbaren Fortschritt. Die Klausel ist nickt zu verwerfen, soweit für sic schütz bedürftige berechtigte Interessen nackzu- wcisen sind. Versucht der Prinzipal in einem Prozeß einen solchen Nachweis, so wird man annehmen können, daß solche Interessen auch wirklich vorhanden sind. Die Aufstellung einer Gehaltsgrenze bat natürlich etwas Schematisches und paßt eigentlich gar nicht in dieses Gesetz. Die bezahlte Karenz hat zur logischen Konsequenz d i e Wiedereinführung der Erfüllungs klage. Di ei e war schon nach dem bisherigen Recht keineswegs unmöglich, eher wird das Gegenteil der Fall sein. Bei einem Scheitern de^Gc- I i'ekeS würden die Vertragsstrafen verschwinden, und an ihre Stelle würde einfach die Erfüllungsklage treten. Von einem Umfallen !bc- uns kann man ilicht reden, wenn wir mit der Regierung ! zu einem Kompromiß kominen. Das sind doch nur Redensarteii. Wenn aber die Sozialdemokraten von dem absoluten Verbot der Konkurrenzklausel auf die Gehaltsgrenze von 2000 Mark zurück- gehen, so ist das ein riesiger Um fall. (Sehr gut! und Heiterkeit.) Gerade Sie (zu den Sozialdemokraten) kommen gor nicht aus dem Umfallen heraus! (Heiterkeit.) Ich habe von meinen früheren Ausführungen nichts zurückzunehmen. Aber dies Gesetz muß besoiiders angesehen werden im Hinblick darauf, daß die Handlungsgehilfen eine bestimmte, gewissermaßen privilegierte Arbeitnehmcrschicht bilden, zu deren Gunsten wir eine andere Schicht, die Arbeitnehmer, belasten müssen. Unter dicseii Umständen waren wir bereit, endlich einmal Schluß zu machen und das Scheusal in die Wolfs- schluckt zu werfen. (Heiterkeit. Zuruf bm den Soz.: Also dock umgefallcn!) Nachdem alle? umgesaltcu ist. kommt e? auf mich allein auck nicht an. (Große .Heiterkeit.) Sie (zu den Soz.) sind auch mißfallen und über den Stecken der Regierung gesprungen. Wenn man die Tinge genau ansieht, so wird man finden, daß nicht einer von 100 Handlungsgehilfen unter der Klausel zu leiden hat. Wir mußten hier zu einem Ende kommen, wobei wir nach Möglichkeit die berechtigten Interessen gegeneinander auszugleichen suchten. Das ist der Inhalt des Gesetzes, auf den wir uns geeinigt haben. (Beifall bei den Natlib.). Abg. W-ildstcin (Vp.): Ter Mehrheitsbeschluß wird von einem sachlichen Fanatismus getragen. Politische Gesichtspunkte scheiden ganz aus. Tie Sozialdemokraten verfolgen nur einseitige Interessen, während wir die Wünsche aller beteiligten Kreise in Einklang zu bringen suchen. Herr Hoch hat einen Sirenensang an- gcstimmt. Sirenengesänge sollen schön sein — das gilt für Herrn Hock nickt. (Heiterkeit.) Aber es war ein Lockgesang, von der starken Sehnsucht getragen, andere Leute auf seine Seite zu ziehen. Wir wollten kein Gesetz gegen die Konkurrcnzklauscl machen, sondern ein Gesetz gegen den Mißbrauch der Konkurrenzklausel. Mit der Frage der Erfüllung ist ein bedauerliches agitatorisches Spiel getrieben worden. Ich freue mich, daß die Regierung sich nicht auf den Standpunkt gestellt hat: Wir haben zwar unzweifelhaft Recht, wollen aber der Agitation wegen nachgeben. Ich freue ynch. daß die Regierung stark geblieben ist. Denn wir brauchen neben einem starken Parlament auch eine starke Regierung. Die ganze Frage läuft darauf hinaus, daß die Handlungsgehilfen in diesem Punkte nur auf den Boden des gemeinen Rechts gestellt werden. Tem sozialdemokratischen Anträge, wonach bei der Erfüllungsklage Freiheitsstrafen u n z.u lässig sein sollen, können wir nicht zustimmen. Wir haben alles versucht, einen Mißbrauch der Konkurrenzklausel zu verhindern. Die Gewohnheit der gedankenlosen Konkurrenzklausel wird der Vergangenheit angehören. Wir tvollen uns freuen, daß wir dazu beigctragen haben. Abg. Frommer (Kons.): Drei Fragen wüsten wir uns vorlegen; nämlich: Ist die Konkurrenzklause! nötig, wünschenswert oder unmoralisch? Wo wird sie vornehmlich angewendet? In Berlin, in den großen Zentre i Westfalens usw. Sehr selten ist sie in Sachsen und Schleswig-Holstein. Gcwiste Geschäftsgeheimnisse müssen geschützt werden. Auch die Arbeitgeber haben berechtigte Interessen. Die Hereinziehung der Techniker ist wünschenswert. Die Vorlage bringt so viele Vorteile, daß wir sie nicht scheitern lasten dürfen. Ein. Abänderungsanlcag zum Kompromißantrag bestimmt, daß das Gesetz nicht am 1. Oktober 1914, sondern erst am 1. Januar 1916 in Kraft treten soll, lieber den Antrag auf Nichtzulässigkeit der Freiheitsstrafe bei der Erfüllungsklage wird namentlich abgestimmt werden. Abg. Dombeck (Pole): Auch wir verlangen einen Ausgleich der widersprechenden Interessen. Abg. Merlin (Rp.): Die verbündeten Regierungen haben während der Kommissionsberatungen in sehr wichtigen Punkten große Konzessionen gemacht. Das mutz doch anerkannt werden. Die^ Regierungen haben lange nach einem goldenen Mittelweg gesucht. Zwei große HandlungSgehilfcnverbändc, der 58 - Verband und der deütschnationale, haben uns gebeten etwas Positives zustande zu bringen, selbst wenn nicht alle Wünsche der Handlungsgehilfen berücksichtigt werden sollten. Wir freuen unS, daß es noch Handlungsgehilfen gibt, die die sozialdemokratische AlleS-oder-nichts - Politik nicht mitmachen. Wir sind dann noch der unmodernen Ansicht, daß cS noch Prinzipale gibt. Auch ihrl Interessen wüsten geschützt werden. Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.): Hier liegt ein Schulbeispiel des Gegensatzes zwischen Agi» tationspolitik und realer Politik vor. Diese Forderungen der sozialdemokratischen Agitationöpolitil l>ckämpfen wir, während die sozialpolitische Differenz nicht so groß ist. Scheitert eine Heeresvorlage, so wird der Reichstag aufgelöst, und die Heeres- Vorlage erscheint als erste wieder auf dem Plan. Scheitert eine sozialdemokratische Vorlage, so wird sie im Reichsamt des Innern an die letzte Stelle gelegt. Damit wäre diese Frage auf absehbare Zeit erledigt. Tas wollen wir nicht. Tarum nehmen wir das Erreichbare. Ich wundere mich über den geringen Blick für praktische Politik des Leipziger Verbandes, der uns jetzt noch Aenderungen vorschlägt, die gar nicht durchführbar sind. Für den Fortgang der ganzen Frag« wird viel davon abbängen, wie sich die deutschen Prinzipale dazu stellen. Nur ein Zusammenwirken von Arbeitgebern und Arbeitnehmern kann das deutsche Geschäftsleben fördern. Ministerialdirektor Delbrück: Ter Staatssekretär Dr. Lisco ist leider verhindert, heute hiee anwesend zu sein. Er hat aber das lebhafteste Interesse für diesen Entwurf. DenStandpunktdcrVerbündetenRegie- Hinten hat der Staatssekretär bereits in der Sitzung vom 27. März dargelegt. Ich habe diesen Ausführungen nichts hinzuzusetzcn. Herr Trimborn fragte an, ob die A n g c st e l l t e n der V e r s i ch c r u n g s v e r c i n e auf Gegenseitigkeit der Wohltaten dieses Gesetzes teilhaftig werden sollen Ich kann das bestätigen. Diese Angestellten würden unter dielet Gesetz fallen. Abg. Dr. Quarck-Frankfurt (Soz.): Alle Verlnsserungeu der Vorlage sind auf unsere Anregungen zurückzuführen. (Widersruch der bürgerlichen Parteien.) Wenn man uns Alles- oder NichtS-Politik vorwirft, so haben sich diele Herren ein schönes Stück Demagogie geleistet. (Der Redner erhält einen Ordnungsruf.) Viele große Ge- fd^aftc kommen jetzt schon ohne Konkurrenzklausel aus. Die Regierung hätte vacligeoen müssen, wenn Sie bei der Stange ge- blieben wären. Eine sehr günstige taktische Situation haben Sie unbenutzt gelassen. Sie haben ein rührendes Vertrauen zur Regierung. Denken Sie doch an den Reichskanzler und das Vercinsgcsctz. Er hat sein Versprecl)en nicht eingelöft und io Preußen polizeiliche Mißbräuche gegen dieses Gesetz zugelassen, Geheiinrat Delbrück: Diese Vorwürfe gegen den Reichskanzler sind in Tatsachen nicht begründet. (Lachen der Soz.) Ich muß dagegen auf daschärfste protestieren. (Lachen der Soz.) Abg. Dr. Bell (Zentr.). weist die sozialdemokratischen Angriffe gegen die bürgerlichen Parteien zurück. Es muß einmal vor dem ganzen Lande fest- gestellt werden, daß die Sozialdemokraten die Fortschritte dieses Gesetzes zwar anerkennen, das; sic es aber trotzdem ablchnen. (Zuruf rechts: So macken sie es immer!) Ihr Vorschläge gehören gar nicht in dieses Gesetz, sondern sie würden in die Zivilprozeßordnung hineingehören. Die Einigkeit der bürgerlichen Parteien in dieser Frage ist ein bedeutsames Zeichen dafür, wie auch in Fragen der Sozialpolitik eine unüberbrückbare Kluft besteht zwischen den Parteien, die auf dem Boden der Verfassung stehen und jener Gruppe, die nur negativ wirkt. Die Handlungsgehilfen werden erkennen, daß ihre wahren Freunde nickt bei den Sozialdemokraten sitzen. (Beifall.) Abg. Marquardt (Natl.): Die Koiikurrcnzklausel lastet schlver auf den Handlungsgehilfen. Ich habe mich in der ersten Lesung und auch in der Kommission für ein Verbot der Konkurrenzklausel ausgesprochen, aber ich habe mich auch dem Kompromißantrag angcschlossen, soweit er nicht eine Verschlechterung des bestehenden Zustandes herbeiführt. Eine solche Verschlechterung liegt aber darin, wenn künftig die Erfüllungsklage ausgedehnt werden soll. Von der Sozialdemokratie wird die Mehrheit der Handlungsgehilfen durch eine tiefe Kluft getrennt bleiben. (Beifall.) Präsident Dr. Kaempf ruft den Abg. Dr. Quarck wegen seiner gegen den Reichskanzler gerichteten Acußerung, gegen die bereits Gchcimrat Dr. Delbrück protestiert hatte, zur Ordnung. . v - Abg. Cohn (Soz.): Das Kompromiß liegt nur im Interesse der Prinzipale. „ Die Aussprache schließt. Der sozialdemokratische Antrag, der überhaupt jede Kon» kurrenzklausel verbieten will, wird abgelehnt, ehenso die anderen sozialdemokratischen Anträge. Ein sozialdemokratischer Antrag fordert, daß bei der Erfüllungsklage Freihcits st rasen unzulässig sein sollen. Geh.-Rat. Delbrück erklärt namens der Regierung, daß der Antrag für sie unannehmbar ist. Ueber diesen Antrag wird morgen namentlich abgestimm' werden. Die Kompromißanträgc werden angenommen. Abg. Schumann (Soz.) begründet einen Antrag, das Gesetz auch auf gewerbliche Arbeiter auszudehnen. Der Antrag wird abgelehnt. Eine Resolution, die einen Gesetzentwurf forderk, der diel Unpfändbarkeit des Arbeitslohnes erweitert, und eine Resolution, die das .Konkurrenzklauselgesetz auch auf andere Angestellte ausdehnen will, wurde angenommen. Dienstag 2 Uhr pünktlich: Anträge, die heute zurückgestcllttz) namentliche Abstimmung, Militäretat. Sckluk 8 Uhr. 5ik v«Mnonng -er Distelrasentunneitz Z Fulda. 3. URai. "ll Fahnen tmd ,Bl un»eu geschinückt durchrasten in diesen Tagen Eifinbalmzilg,- aus 5tr Stracks Berlin—Fran kn, rt a. M. utA aumicfrljtt den ’JMl'tclrasen-Tun»el. der eine technische Er- > ungenfibast ersten Ranne« darstellt mid dem internationalen Per sedr aus dieser Linie beauemere Wege Ineisl Bisher hatten die 'Reiii'iöc't aut Jiti Ci. B . rtr- Bebca — Jyranijuii, aut der urit die schnellsten ;{iinr Deutschlands verkehren, innen nn- licbsmii cnipsundencn Ausenthalt aus der kleinen Station Elm, die lediglich als Kopistation ausgebaut ist. Die nunsten Züge erhielten hier neue Lokomotive», in den übrigen Fällen wurde die Lokomotive durch Benutzung eines Nebengleises am bisherigen Ende des Zuges angckovvctt Das brachte natürlich trotz umsangreicher Vorbereitung ■» Verzögerungen mit sich, und so erhielt die Gcianifiohrzeit Berlin Frankiurt durch die Kopsstatian Elm eine Erhöhung um eine halbe Stunde. Seit Fuhren Ware» nun die Eisenbahntcchniker am Werte, diese Station auszuschalicn, indem man einen Tunnel durch den hindernden Bergrücken vorsah. Das Hindernis bestand in dem sogenannten Distclrasen, einem Hühenzugc von 500 Meier Höhe. Er wurde bisher von der Eisenbahn in einer Tchlcisc umgangen, dH' nach Westen zu oiien ist. Ter Fertigstellung des Tunnels, de» die meutzisch.hr, lisil'e Eisenbahnvcrwaltung aussühren lieb, stellten sich grobe Schwierigkeiten in den Weg, so daß die ursprünglich angesctzte Bausumme im Lause der Zock erheblich überschritten werden musste, und sich die Getamtkosten ichlieftlich aus etwa 2 5 Millionen Mark stellten. Tic Schwierigkcrten lagen vorwiegend in der BcichassenKcit des Gesteins. Man halte bereits rat vorigen Sommer gehasst, den Tunnel dem Verkehr übergeben zu können, als plötzlich starke Regcnsällc kintrate», welche die GestcinSmafi'en ins Nutschen brachten und das bisherige mühsame Werk gesähideten. Gegen Ende Januard I. war man aber der Schwierigkeiten Herr g'worden und der endgültige Durchstach war fertig. Die folgende Zeit wurde benutzt, um den Tunnel innen ausziidauen Man ist hier mit aller Vorsicht vorgegangen, und Hot starke Verstessnnqen angebracht. Die Gesamtlänge des Tunnels erreicht 3600 Meter, er stellt sich dainit unter den deutsckten Tuniielbauten überhaupt an die znueite Stelle und wird nur über- trofien durch den längsten Tunnel Teukschlands, den Tunnel bei Kochem an der M stet mit einer Länge von 4250 Metern. Der gegenwärtig schnellste Zug zwischen Berlin und Frankiurt ist der D-Zug 129, der Frank,urc morgens vertäftt und nachmittags nach 3 Uhr IN Berlin cintrif rt Er hält nur in Bebra, Erfuri und Halle und braucht sür die gesamte Strecke eine Fahr zeit von noch nickst 7 Stunden, genau 6 stunden und 5/Mannten. Cau^wirtidiaH. Kreisziegenzachtocrein Gießen, (V) i e ft t n ,4. Mai. Dkl ikreisziegenzuchtoerei» Gieften hielt am Sonntag in Lang-Göns in dem Gasthaus „Zum Gambrinus" seine diesjährige ordentliche Hauptversanimlung ab. sie wurde um 3 Uhr unter Begrüßung der Anwesenden von dem Direktor de§ Bcrems, Landwirtsck«stslek,rer Tamm-Lich, erössnet Als Vertreter des Landwirtschastskaniiner-Aiisschusses waren Ausschuft- und Vorstandsmitglied Weil- Lang-Göns und Sekretär Schwarz- Gieften amoesend. Etwa 140 Mitglieder waren zugegen. Bor Ein- tritt in die Tagesordnung wird ei» Schreiben des früheren Direktors, Krcisrat Tr. Merck schotten, verlesen, welcher sür die Er- ncnnnug zum Ehrenmitglied seinen Tank ausspricht und dem Vcr- cin eine weitere kräftige Enltvicklnng wünscht. Alsdann erstattete der Direktor de» Jadres- und Nechenschastsbericht, aus dem iol- gendes zu entnehmen ist. Dem Kreisverein sind z. Zt. 31 Orts- vcreine mit 934 Einzclmitglledern angeschlosse». Neu beigetreten sind im Berichtsjahre die Ortsvereinc Klein-Linden, L i ch und O d e n h a n s e n. 37 Gemeinden gehören dem Verein als korporative Mitgiieder an und unterstützen denselben mit einem jährlichen Beitrag von je 10 Mk. Auftcrdem wurden dem Verein Unterstützungen vom Landwirtschaliskammer-AuSschuft, von der Bezirks- sparkasse Gieften und Grünlwkg und der Kreiskasse des Kreises Gieften zuteil. >D,c Gcsamteinnahmcu des Vereins betrugen 2358,31 Mark. Bei den letzten Ankörungc» im vorigen Herbst sind tm ganzen 32 Böcke und 303 Ziegen sür das Herdbuch angekört loorden: der Bestand an eingetragenen Tieren betrug am I. Januar 1914 43 Böcke und 963 Ziegen I» das Jungpichrcgister lvurden 86 Bock- und 238 Zicgcnlämmer ausgenommen. Aus den im vorigen Jahre in Grünberg, Blessen und Lich veranstalteten Bezirkstierschaucn des Landwirtschastskammer-Ausschusscs sind im ganzen 120 Ziegen u. Böcke vrämiicrt worden: für Prämiier, wurden 963 Mk. ausgegcbcil, die den Bereinsmitgliedern zugute gekommen sind. Aufterdcm ivnrde von dem Verein selbst eine Stall- schau in Obbornhofen veranstaltet, sür welche 66 Mk. verwendet worden sind Borträge sind in 19 Orlsvcrcinen abgkhaltcn worden. Der Jahresumsatz an verkauslen Zuchttieren Helles sich aus 8350 Mark. Es wurde» 16 Ziegenlämmer und 2 Bocklämmer aus Starkcnburg cingesührt. Das BcreinSvermögen beläuft sich zurzeit aus 1574,89 Mark. Die Gesamtausgabe» betrugen 2205,36 Mark. Der Boranschlag sür 1911 15 wurde aus 2292,95 Mark in Ein »atme und Ausgabe scstgcsetzt Als neue Maftnahmen sind ausgenommen: Gewährung von Prämien sür die Bockhalter, Durchführung vo» Probcmclken, Freiabvnnenicnt der Zcitschrist „Der Zicgenzüchtcr" sür die Vertrauensmänner. Neu ausgenommen wurden die ncugcgründctcn Ortsvereine: Ettingshausen, Rüddings- bausen, Bersrod, Bcitenhansen, Llllertshausen, Rödgen,Nonncnrolh. Bei Neuwahl des Köransschusses wurde Direktor Tamm zum Vorsitzenden, Balth. Philipv III. lZteinbergl zum strllveclcc- tenden Vorsitzenden und H. Münster (Hattenrod) sowie I. Jäger zu Mitgliedern gewählt. Ein Import von Zuchttieren aus anderen Berciucn soll nur dann vorgenominen werden, wenn innerhalb 8 Tagen bei dem Verein 15 Tiere bestellt werden. Der erste Ziegenmarkt sotl^Ansang Jul, in Gieften statlsindeu, der zweite und letzte Ende September in Hungen. Hierbei wurde auch angeregt, Versteigerungen cinzusührcu und besonders dabei betont, das! mit den bisher durchgeiührten Bullen- und Ebcr- aukllonen sehr gute Eriolqe gezcillgt tvordeu sind. Tos gute Material wird bei Auktionen auch entsprechend höher bewertet und kommt mehr zur Geltung Eine Anregung, mit den Märkten eine Prämiierung zu verbinden, wird nicht sür sehr glücklich gehalten, denn der Handel wird durch eine vorherige Prämiier»!», sehr erschwert und meist auch nur die Tiere verkauft, ivclckw mit Preisen bedacht worden sind. Es sollen bei den zwei Märkten sür vcrkaiiste Tiere eine Vcrkniissgebühr und für nicht verlauste Tiere den betr. Besitzer» eine Entschädigung in Form einer Weggebübr gewährt werden. Ter Hunqener Mark, wird ellvgs früher gewünscht. Mit de> Stadt Hunge» soll wegen Verlegung des Marktes ans Aniang vis Mitte September verhandelt werden. Bürgcrnieistcr Fendt sagt icinc Unterstützung zu und falls die Landwirtschaitslammer den bisher bewilligten Zuschuft auch ferne,- lrin ii, Aussicht stellt, wird auch die Stadtvertrrtung einer Pcr- lnng des Marktes auf eine frühere Zeit statlgeben. Ter Direktor macht Mitteilung van einer »nbekanu ten Ziegen krankhcit, Ivelchc bei Ziegen in Daubrlngen und Hattenrod ausgetreten ist, und rät den Ortsvercincn vorläusig von der Neuanlage von Ziegenweiden oder Tummelplätze» ab, bis über diese Krankheit, deren Ursache und ev. deren Ucbertragba, keil Näheres scstgestellt ist. Am Schlüsse der Versammlung wur- den durch Freiperlvsung nach zwei Ziegentämmer verlost, deren glückliche Gewinner Heinrich Morscheck (Älten-Biiseck und Sckuiei- deruieislcr Steul (Dettenhausen, ivaren. Tic nächst,ähvigc Genc- ralversammliing wird voraussichtlich in Lich stattsinden. Gegen 7' , Uhr wurde die Versammlung geschlossen. vie Bluttat öer Siafin Tiepolo vor Gericht. ZlSanRcmo,3. Mai. Der Prozeft gegen die Hauvlmaiinssrau O g g i o n i geb. Tiepolo hat nach der bisherigen Verhandlung einen sür Itne Angeklagte vcrhältmsmaftsg günstigen Verlaus genommen. Air erste Zeugen in der Beweisaufnahme wurden die .Personen vernommen, die aus das Geschrei der AngcNagten in deren Wohnung stürzten und den Burschen Polimanti .dsutüberströmt am Boden liegen sahen. Unter diesen Zeugen befand sich der Ehemann de, Angeklagten, Hauptmann Oggioni, der verschiedentlich erklärte, man solle doch versuchen, den Mann z» retten. Zu der Zeugin Frau Hauptniann Bo siv, dw im Stockwerk über der Angeklagten ivohnie, erschien die. Grällil Tiepolo in nngelwuer ausge.vglem Zustande riiüge Augenblicke nach der Tat und ries: Ja, cs ist tvahr, ich habe rh» getötet! Die Zeugin erklärt, idaft sie nichts beobachtet habe, was die Ehre der Gräfin hätte vccin- trächtigen können, sie halte auch jetzt »och die Gräll» iür eme Frau, die in jedem Wort die Wahrheit sage. Hauptniann Bosiv bezeichnet den Gelöteten als äufterst tüchtigen lind intelligenten Mensckwn und macht dann Mitteilungen über den ersten Angrm, den der Bursck>c aus die Gräfin versuckst haben soll. Ei» zweiter Bursche des Hauptmanns bekundet, das; nach seinem Wisicii drc Grälln den Getötete» nicht anders behandelt habe, wie ihn iclbst. Die Verhandlung erlitt hier eine Unterbrechung, wert die Grässn von einem O h n in a chts a n sa l l heimgetucht wurde. In der sortgesetzten Belveisausnahine bekundete ^crne Zeugin, die in der Familie des Hauptmanns verkehrte, das; nach ihrem Wissen znnschen demBurschcn und derGräsin nichts vorgekommen sei: das Verhältnis sei durckwus korrekt gewesen. Unter gtoher spai, nnng des Publikums machte die Schwester d c s G c t ö t et c n, Artemisia Polimanti, ihre Aussage, sie glaubt, daß ihr Bruder nicht fähig getvesen sei, einen Angtiss aus die Gräfin zu.machen. Der Haupimam, Bosio habe immer in besten Ausdrücken von ihrem Bruder gesprochen. — Die gleiche Aussage macht e,n ehemaliges Diensttnädchen der Familie Oggioni. Allerdings habe der Gelötete immer die Neigung gehabt, sich seiner Erfolge bei Frauen »» rühmen Ihr selbst gegenüber habe sich Polimanti iinziem liche Scherze erlaubt. Die Zeugin behauptet, das; Polinianti sich ihr gegenüber gerühmt habe, er sei IN die Gräsin verliebt, und diese erwidere seine Liebe. Beweise hicrsür hat die Zeugin aber nicht. Die Zeugin weift von einem Borsall, wobei der Burjche einmal unbejugter Weise in das Schlajzimmcr der Gräfin cin- drang, er sei ' aber von dieser soiort hinauSgcwiesen worden. Der Bursche habe versucht, mit ihr zu Ivetten, das; er die Gräfin besitze» lorrdc, habe aber doch schlieftlich die Acttc nicht cin- gcgangcn. Ter nächste Gerichtstag soll sür eilte Ortsbciichtigung in San Rcmo sreiblcibcn. Tie A»sklärungSiii»»gen de- Prinz-Hejurich,Fluges. Teil dem 2. ZuverlüijlgleitLslugc am Oberrhcin ist grundsätzlich nrii den Prinz Hei»!ich-Flügen eine AusklärungSübnna vcrbunh.ni, weil die Veranstalter die Beobachtung-Möglichkeit ans hem Flugzeug sür einen sehr ivichtigen Faktor zur Beurteilung des ganzen Apparates ailsehen und weit andererseits diese nur sür den Zweck der LustausklärlMg angelegten Uebungcn eine be. soiiiderS günstige Gelegenheit zu der Ausbildung der Flieger und Beobachter boten. seit vorigem Jahre stellt die Ausgaben sür diese Uebungen der Ehe: des Gencralitabs de, Arniee Generaloberst v. Moltke. Die Ausklärungsübnngen ees Prinz-Heiniich-Fluges 1911 beginnen am 23. Mai mit einer strategischen Ausklärungsübung IN Hamburg. Tic F reger lzabeu zunuchst »ach Erkundung von AuikiärungSobjcktcn, deren Ausstellung natnrgcmäs; geheim gehalten werden imift, nach einer Meldesammelstelle in Minden zu sllegen, tvo zu landen ist. Mit neuen Aufträgen wird dann zunächst »ach Münster und Weiter nach Köln geslogen. 91us dem Ercrzierplatz in Münster ist ebenfalls zu landen, über der Werkbnnd-Ausstellung in Köln ist eine Meldung abznwerscn und dann aus dem Flugplätze Butz- wktlerhos Köln zu landen. Bei dieser Uebung sind 500 600 .Kilometer zurückzulegcn. Am 24. Mar ist Ruhetag. Am 25. Mai findet eine lakfische Ausklärungsübung bei Köln statt. Hierzu sllegen die Flieger am 25. Mai morgens sricdcnsmäftig nach dem Exerzierplatz .hangelar bei Bonn: hier erst ist der kriegsmäftrgc Abslug z,l den Auiklärungsobjckten in Köln. Wieder wird über der Werkbund-Ausstellung abgetvorsen und aus dem Flugplatz Butzweilerhos gelandet. Die Entsernung, die bei dieser takfischen Ausklärungsübung zurückgelegt wird, dürste kaum mehr wre 100 Kilometer betragen: dasür werden aber bedeutende Ausordcrungen au die Geschicklichkeit der Beobachter gestellt. Die Ausklärungsobjekte werdet, zu den beiden Uebungcn von Truppen des 10. und 7. Armeekorps gestellt. Zur Teilnahme sind auch solche Flieger berechtigt, die den vorhergehende» Teil des Fluges ldcn Zuvcrlässigkeitsslug) nicht mitgemacht haben: sür sie ist Neunnngsschliift der 21. Mai. Bisher haben sich schon 27 Flieger gemeldet, die in Hamburg neu hinzutretcn und zwar 20 preuftische und 7 bat,arische Ofsizier- sllcger. Es wird deshalb anscheinend mit einer Beteiligung von mehr als 50 Fliegern an diesen Austlärungsübungeii zu rechnen sein. * „tzende daraus, das; die Konjunktur im Lause des abgclauseneG Jahres rasch zurückgegangen und augenblicklich nwhl ihren Ties- stand erreicht habe, doft aber das Werk bishei- nick>t darunter gelitten habe, weil iür 1913 der Vertrag mit der Eiscncrzgesellschait sckiutz gewährte. Der Erzvcriand im abgclausenen Jahre betrug 193 497 To.. Es wurden heschäsligt 287 Arbeiter im Tagebau, 251 Arbeiter unter Tage und 181 im soiisligen Betrieb, inelchc eine Enilobnimg von 883 000 Mark gegen 725.000 Mark im Vorjabr erhielten. Die sozialen Laste» find von 41 400 im Voriahrc out 49 700 Mark gcsfiegen. Tic Lasten und Steuern haben sich im letzten Jahre mit 1,21)00 Mark um 14 000 Mart gegen das Vorjaltr erhöht und steigern sich allmählich zur Unerträglichkeit. Tic Erzgewinnung verteilt sich zu 46"° ans den Tagban und 54°'» aus den Abba,, unter Tage. Die Agglonicricrungs- anlage arbeitet recht befriedigend, wobei zu bemerken ist, dost die dazu »öfige» Fernkohlen INI Preise sehr gestiegen find. Ter RcchenschanSberrchi des Olrnbenvorstandes ichlieftt mit der Zusicherung, das; die weitere staikc Leistungsfähigkeit und ein guter 7lbiatz der Produktion für die kommenden Jahre nach Ansicht der Verwaltung keinem Zwciscl unterliegt. Die Gewerken erteilen daraus Emlastiing sür die Jiheesrechnung und Bilanz sür 1913. Tic ausscheidendc» Nechnungsprüscr Fabrikant Weist und Bank- direklor Kistemann werden wiedcrgkwählt. ebenso auch die ausscheidendcn Mitglieder des Grubenvorstandes Hauptmann De- l i u S und Kommerzienrat Eichbaum. Tie Marktpreise für Biel, inid Frucht und die Giesiener Fleisch- mid Brotpreise am 4. Mai 1914. Scblachtoiehvreise fi> F r a n k s ii r t a. M. Fleischpreise in Gienen Ochse» 50 Kq. Schlachtgeivicht ’l, Kg. 90-98 Pfp 61—85 Alk. Kälber V, 5iq. Schlclchtgiv. 75-102 V, . 86-90 . Sebweine lk . ___ . ____ »0—62 . 7. . 75-9, . ö elreidepreise in M a n n h e im Brotpreise in Gießer Reizen 100 Kq. 20.75 — 2Li'5 ’JJif, Weiß Orot 2 62 Pli., 9roqgen 100 jrg. 16.75-17,0) Schwarzbrot 2 Kg. 54 big. Märktt. 20. Wiesbaden. Viehhok-Marktbericht vom 4. Mai. hluttrleb: Rinder lOckisen 76, Bullen öl, Kühe iind Färsen 169,, Kälber 4*», Schate 81, Schweine 978. Marktverlaui: Etwas iegeieS Geschäit, Grostvieh Ucberstand, Schweine »nd Kleinvieh geräumt. Preise knr 199 Pid. Lebend- Schlacht- Ochsen aewicht Vokkfkeischsge. auSqemästete. höchsten Schlacht» M5, Mk. wertes tm Alter von 4—7 Jahren .... ölt— ü3 88—93 Junge, fleischige, nicht onsgemästete »nd ältere ckusgen,ästete............ 49—52 86—92 Mäftia genährte jung! und gut gegenährte ältere...........44—47 78—84 Bul l« n. Vollskeischige, ariSgew., höchsten Schlachtw. . . 43—46 73—78 Vollsleischiae, jüngere........ . 411-42 65—72 " Färsen. K st h e. PolMesschsge »»Sgemästet! Färsen höchsten Sckilachtivertes ... .... .... 48 .»2 84-92 Bollfietschige ausgemästete Kühe höchsten SchlachtiverteS bis zu 7 Jahren..... 39—43 74—80 Aeitere ausgemästste Kühe und Iveniz gut entwickelte sünqers Kühe......... 44—47 76—83 Mäßig genährte Kühe und Färsen..... 33—37 64—69 Gering genährte Kühe und Färsen..... 29—33 09—84 Kälber, Feinste Mastkälber........... 66-68 110—115 Mittlere Mast- lind beste Saugkälber.... 63—66 105—119 Gcrtiiger« Diast- lind gute Saugkälber . - , 54—59 90—98 Geringe Saugkälber.......... 46—51 78—86 Schafs. , Weidcmastschass, Mastlänimer »nd Masthammel .... 44,50—45.50 92—91 Schweine. Lollfleischigs Schwefiis von 89—100 ks; Lebendgewicht .............. 45-47 58 60 Vollflefichtge Schweine unter 89 Ir» Lebendgewicht 44-48 57 59 Vollfleischige Schweins von 100—120 k» Lebendgewicht ... ......43 48 58 -62 Vollfleischige Schweins von 120—ISO Hz-Lebendgewicht .............. 44-457, 55-67 Feltscbweine über 150 kg Lebendgewicht . . 417,-43 52—54 w Hamburg, 4. Mai. Als das Luitschiss „Hansa" beute iiiorgen aus seiner Halle IN Fuhlsbüttel heransaebracht ivnrde, eckte das Luitschiss bei seitli beni Winde an den Hallenstores an, so dast der Steiieravparat beschädigt wurde Tie Neparatnr dürste einige Tage in Alisprnch »ehme>i. vermischter. * 3 u dem Brandunglück itt Bellahn. Aus Bella >> ii, 4. Mai, meldet ej» Priv.-Telegr.: Unter den Brandtrümmerir des Rieckfiingschen Hauses ist die Leiche des Dienstmädchens Klara Brandt flcfitnben worden, die bei dem Zusammensturz des Hauses in den Keller gestürzt war. Beide in den Flammen unigekommenen Lcl,rlinge stammten aus dem Hamburger Waisenhaus. Der Bäckermeister Riechling befand sich bei Ausbruch des Brandes in einer Versammlung. Ei» vorübergehender Knecht bemerkte den Brand und schlitg Lärm, so das; sich Frau Riechling, die iin Untergeschost wohnte, retten konnte. Der Geselle und der Knecht des Bäckermeisters sowie die Tochter des letzteren ließen sich an der Dachrinne aus dein oberen Geschoß herab. Ter Geselle trug schwere Brandwunden davon. * A u t o m o b i l u n a l ü ck. Aus Güstrow, l. Mai, wird gemeldet: Aus der Ehansscc von Güstrow nach Krakow geriet das Antomobil des Herrn v. - Thiele-Winckler aus Rothen-Moor, in welchem außer dem Besitzer noch Frau v. Müller ans Hohcn-Luckow, der Ehauffeur und ein Diener saßen, aus der abschüssige» Chaussee aus einen Nebenweg und schlug um. Frau v. Müller wurde sofort getötet, Herr v. Thiele-Winckler schwer verletzt. Ter Chausseur kam mit leichteren Verletzungen davon, der Diener konnte vorher abspringen. Bandei. .auBtK t Braunste, II be rgw e r k c v o r IN a Fernie. In der heutigen Gkwcrkciivcrsammliiug waren 6' Kiixen durch 1! Gewerken vertreten. Ter Vorsitzende des Grube Vorstandes, ^„stizrat G r ü n c w a l d , bezieht sich aus die den E werken ^schon zugegmlgcuc Bilanz und teüt mit, drft ,m abgcta tcncn .,ahre 7 VorUandsNtzuiigen stattsanden, weniger wichti .lnaclcgcuhc-.lcil durch Umlaui erledigt ivorden scie». Die tvichtig Ausgabe des Grubenvorstandes, der Absatz der Produktion 1014 durch Verhandlungen mit der Eisenerzgesellschast bc'sv bigcnv erledig, und eine weitere gcschäs,tiche Verbindung mit t Wstchafi für d,e Jahre 1915-1918 gesicknw,. Bergrat Schn ( -runeldors, bat den Betrieb einer Prüfung imtcrzogen und dal inckitS zu erinnern gesunde,i. Zur besseren Betriebe-ausnutzu Nt eine wertere Abteufung des MaschinenschachteS und eine V< Mirkung der elektrischen Zentrale vorgcschlagen. Nachdem Gencr- knrektor Müller die Zweckmäßigkeit dieses Vorschlages gcprt stm> richtig besimdeii hat, ivcrdcn diese BetriebSverbessernng IM Lame des Jahres vorgeiiommen. Zur Würdigung der a schäfillchen L«ste im Jahre 1913 übergehend, verweist der Vv Mete orologische Beobachtungen der Station Stehen. Plai 1914 — o — l|I ° 1=5 U & § z jf if IIÜ* a ‘ 1 5-sg Wetter t. 2’*i 746,4 16,3 9,2 66 SW 2 10 4, 9“ 745,0 134 10,4 90 SW 2 10 5. 7 U 744 4 12,6 9,6 88 w 2 i 8 Höchste Temveratur «m 3.-4. Mai 1914 = 18,1' a Niedrigste , , 3.-4. „ 1314 = 30°, Niederschlag: 0,7 min. m 'Ar— ^ säg |?-gj£ s.s* ä-'S -Sa = I-g “ i.S §t» Pf g =2 ®«-c x =■« °5g s CCS PL w V l>— — .—- - 0 oi'taK = «£ gSo- Q ® 111*1Uisi ,2(5®«®'S-| -ff - t yv 8 ».g -2£-IS‘iwe *■! !.|A = |^^l!f bIsN«! bS^S S-2f S S*®- SE® «feglSs?£=~S -= 2 1 gsiSf=-Ssl& ^ --^ i£« -2 x *gw gl“ a-Sl-gif-* W t £ Z& c 5 &.£ “f|°|« 5 Eft fl’lll-5 "" L ?B —^ g> ■ l~flaj - C Cai« .® e r:s^i 2lfc*-=-S Ift I®5 1Sa ! kW sr-£. LM d^£ SH^ gZ'°' S ® 3 | |i | | 5 ."=1 JT.'a« = s,= I « a i eHfü = t^ES| ,_ 3 .„ 5 5 =m i-, Z-ZUx“ S^IbIs '5 e s=F S£«e8Ä,S5 ■ , | L 5-0 Ä ~ = =23"^Sa-S n ^i^3t2i‘-a,a g -S> y « 'a - — ^ 3 cm iH 2 jg .2 i = s — C 3 je s: ö § CT C £ CT « ‘A A „ £ _rp 3 2 s § 2.^'Bi a« ^32 'S" A^-a x 'a | £ «1* sx £ ... g' S: O J.. H LÄ a r~i 0 -! « := 7 - L-- 5 - i^' : = - bI!| er ü |.2c o iiii £ 1-2 e —L ,Ä> cflt <. Z'z^t'-'^'Z'E = = “ 8 o.y " 8_?1 - ff v 3 SÄ « Ä 2nElt — „ 3 » c aa ^ -e s bt S £ •g-n li! I:® ^ S%2 1islllii.nl« 1 H£||ä3| 8 s S |i|« | !'is 0 |x= fi |Sff 1 ? 8S^L»X SkL^"ÄZIZaa. s *t-^ZZA®Z Z = °Z.|S S j6s_|||». s cs ~ 2 — ^rr- /~. X ^ ® x e _ SS 'BZ« 5 # B als o "5' —-2Z..2 VZ -Q ' “ 3 **’e - r- « acr - |-S|||p!f z - 3 ®.y 1 g *-- — . g gN — “g- . — . Z^s?sZL?LZK° |S I gt|1= - € « 5 -2 = r s S> £* «sQ*C ä B' ö-. ^ ZL - ~ 53 - • • o O CT— 3 .- o^Sgg*. o is ^ S-2 s? LÄ-. §5 — =3 ss ca v. O * 5 ß — .2 C 3 lis J® 3 V .5 « W ‘B 4 8| s . £ c g *-* v, o.2 a )^0 *^5 te) 2 , ^ \ ^ S 2'-? S c *£ E — 2 T |£ 5 'S ü X2 2 3 t/ ^ A- 5* 5 2fe= ll E g 1 ! i I® g 2 äs •''C^ao ^1® *E L'-8 C ^ o ^ v-i ^ — *- 5V E yi- »-- g® j£- . “*'|sl-§t|2is.= !5 *v. « 8 c -^M 3 p^S8"Si.i g V. jr '- - 'Wjr s -5 3 5 c »Ä w ,p sr-g'—aä,p"-2 . g; Job x Z M S^I’^iSis« ^f!:-; “ s 05 £ = 2.2s I.»Sl5 .,'= g aow.aS^g.SS'= r o 2— — 3 'i " v '- e JA o L, X- CT ^ 3 - -*> C V ~ — — ‘ >33 -— 3 ^!*?sellllillflf 1: iIII’*l-F r;;-§f "> . är 8 g ;.;.2 3 ;j g Eß _ g (i)-S »5 "«^Jä'SSP-S « 5 -S -2 c (s> |»at« .Sä-Js gf' -ä “Q o w ct 3 Ä,.. e ^ cf'.» 1 C 5 s p ?a i sä§ lil#Iiil £ : Ä ."ii l i Ä> a -3 ü 8-5 =.£ =ä asiSäi-s ^ 5 s€a~ 5 >®-s = . c a t£ = = - “ . 2 B'= „ 3 c -•£ (!) £r?.S fl SSa£E-"5 =< Ä •■ £- = ä " g® ='g , a- A 2 b -s "Si ,E ^ s äJalf |sIls 5® » i§s.S£Sgi=-ess=:§,2’ S 2 *S ^ ZT CT.»-' -g.« G 'S L u .Z® -s 8 C a» 1 __C> ~ E ’s fl' s ZZ ’ltl, :k-S.b ; g |§s >o T ■ä'? ■.« SH ^ |=| m i © i SE fl 8f? o "5> I' er 2 JZi c ! =l f »-e.il i Ä .o p' 3 - sßS p(§5 C) „Je 3 x c p.-s A C J- 3 0 - gS " g.-gi« 1 -U C j| s E c £ u fS^ÄS.a ä|w_H & . a g LZ äli* ® ^ ^ « ct ^ ^ r «© -.24 s.^Sä .. € = o P D iH- .fsr. ■'iT iä 5 fi *H a ST ~ 'S 5!,s = |S ; - *n s 8 c K- c's - ja o — —* 35* . ZZ-ZK i S^iet c 1 -g “Xg ■= ra Il- ; 8 = 3 ="'' -a*i E 2 |f i .S a . t es - ** ä»|* = CT Ti *^ — -O ^ '*— •- «C — Lj 1 1,3 Sa ^ -2 2 — S jO :C3 §J C , £ [ “h) ajg^.ö >— O 'S 5 CT E i Sa i O 3 3 - aflgS-P %.,;r : |Ilsf af 2 e l '"‘'""~“^'Ife :g Sy ■'^ Ä «Bo| ; o jO^ :,-g,g s» Ulf _SK ia Sflg. = E-S'I Ä A :f€ L U Z-^ Äg ®ia=s- •ä K x " . gaSo-E-!? S 9°|a s - iv 5SS %Ss *j js*i .« X> Ä -f «- ct* Ci — «a ^ — S® l^ag 1 l?0® CT 3 g l ^ c - c- O - jsj ’-t so =*&?%=€ B5”Jg IF-SZ^ - 1 «■£ 8 2 r- ZISirs'SM K 2 ZS 1 ZZ ||| 2 Jio to C '-4 q - w iS T 8 8 7 ■ — .**ä r — •— o * 2 : °3 fl r w c x — -8 — £ 2 . a 3 1 s JS € e --^3g|^5 e X v 2 » V 5 d « s • ö ^ •• ‘ü jo •* i=5iif Ä g g*t:s-s ^-L.S-L'L«^Zs^e sisi= 8 ' sl s« (0 1 CT »*C ^ CTc*. “3 'S ^ ^ *-•=^2 - - " ° >—. fi* CS CS, tJ CTT «i .3^ CT ZU Sc3bS«-c OQ Q Q " K SS SS -Es 2 k 8 , .£ I *>«-'§ r * 'S I e 2 8 B “ -°xa 8-SZ H-S« H |£(ö cte© | “ 5 ■ * 7 »«»fmSioS ^ E"B" 8 "5 f-tüllfül’ o Sj o So S« w CÄCf CäC-O i4 S S N © bi ö ■ I 5*a 15 § 4 I I I I I I i MII i = Sr sf M I I I " I I I *S> ) o te) ‘ A* : -O < «* » "S «#s ^CT ö Zdl r — ct äüJ L »:5 .L E « c er? c . ts S £ ' t- Sg| ^ ~ e£ 3 c- öaSacrSS « «c —< 13 ^1 rH f-H » a ÖS Cp - ^'c «5(ö : § © ü ' e f to A s Z — O c 3 1 f| ?sj § 83 —* .= wÄfl.s«äK(Ss 5i'f B,W° S « iilfs Ö 0*2 .0 p, 3 — • ■ 1 -ei.Sj© ^ 'S - O ss-jZ L A- .-2 ff=ii ■s „J, -2 «^ 0 a ^•r 51 5-=a P ®o g= sljj®! jo - r 3 *2 g ~ °igsas CT CT ü — 3 5 B ri - d « ÜLZ P, 'S« sl« ® -- £^3 S-§ -—* 4J -fl'—-CJ -— r, =r »'sis 1 *** = e ^s'-liiS’ 2 ll) - f -3 suC 2 '- 3 ^ 0 'S S S S - 53g»S3.t fl a-x .£ =fl ® £«= g) = Jg =3^LLZK CT^S S «j « "CT^ CT*T> 2 R MLZZZf Z-Z5P ^ 3 '-d ' d 'S ^ ^ Z-N-ff,/-) M o = BiS'— Cä °‘S -J-* ? 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