nx. i«i Der Sietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöckwiitlich riebener^amilienblälter; »wennal>nöchen:l.«reir- blottfürten Kreis Siegen (Tienstag »nd Freitag): zweimal inonail. Land- wirtschasttiche Seitjraaen Ferniprech - Anschlüsse: >iir die Redaktion 112, Vertag ». Expedition öl Adresse !ür Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen f iir die Tagesnununer bis vormittags !» Uhr. Erster Blatt *64. Jahrgang Zreitag, f. Mai 19 H General-Anzeiger für Oderhessen Rotationsdruck und Verlag -er vrühl'schcn llnio.-vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpediiion und Druckerei: Schulftrahe 7. Be^u g-vrciS: monatlich 75Df., viertel- jährlich Äik. 2.20: durch 2lbhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bf.: durch dieBosl Bik.2.— viertel» jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15 'Bf-# auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: 21 Goey. Verantwortlich für den polit. Teil: 2lua. Goetz; für .Feuilleton", ^Vermischtes" und „(Berichts» fnal": Karl 9teuralh; für .Stadt »lnd Land'^: Kurt Bendt; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Dös Halbstarre Gleichgewichtrjystem. Der österreichisch-ungarische Minister des Äenßeren, Graf Berchtold, hat in eineni im aus- inaruqrn Ausschuß der Rcichsralsdelcgatioii erstatteten Expose. das von dem an der schönen, blauen Donau üblichen Optimisnms getränkt war, zunächst das Loblied des Dreibundes gesungen, der, ivie er mit Recht betonte, seine teste Fügung in den Wechselsällen der Ballankrisis neuerdings eriviesc» hat, und er leitete dann von der En t r e v u e in A b b a z i n eine neue Inieressengemeinschaft zwischen -Oesterreich Ungarn und Italien ab. Soweit wird man sich den Aussithrungen des «strasen Berchtold rückhattslos anschließen können, denn der Bestand des im vorigen Jahre erneuerten Dreibundes scheint in der Dai gesicherter denn sc zn sein, und die Lösung dcS albanischen Problems hat eine anscheinend restlos gelungene Belastungsprobe für die n,cht immer ungetrübten Beziehungen zwischen der Donaumonarchie und Italien dargestcllt. Ist somit gegen die Bcrchtoldsche Treibundhymne kein ivesciillicher Einwand zu erheben, da man den Treibereien der österreichischen Tschechen und der ungarischen Unabhän- gigketispartei keine übermäßige Bedeutung beizumessen braucht, so siild dagegen die Ausführungen des Ministers des Aeußeren über die Beziehungen zwischen D.eibnnsi und Dreiverband von einem allzu „diplomatischen" -Optimismus erfüllt. In demselben Augenblick, >oo der Präsident der österreichischen Delegation mit nur allzuviel Grund von der österreichseindlichen Propaganda in den Grenzländern sprach, rühmte Graf Berchtold die ausgesprochen friedlichen Tendenzen der Politik des Zarenreiches und glaubte er eine gewisse Entspannung zwischen den bcibt'it Mächtegruppen fest stellen zu können. Nqtürlich ist Graf Berchtold nicht so weltfremd, daß er nicht >vie jeder Turchschniitszeii iin gsleser von deiii ausgedehnten Spionage- und Bestechungssystem Kenntnis haben sollte, welches das Zarenreich in erster Reihe gegen Oesterreich betreibt, und auch die russische Politik der Nadelstiche gegen Dentschland dürfte ihm iiicht unbekannt sein. Aber am Wiener Ballhausplatz hat man stets Vorliebe für eine Vogel- stranßpolitik gehabt, niid man gab dort immer gern vor, das zn glauben, was mau wünscht. Auch die Thronrede, welche Erzherzog Fr a n z F c r d i n an d in Vertrciung des erfreulicherweise auf dem Wege der Besserung befindlichen Kaisers Franz Josef beim lLmpsang der Delegationen i» der Ofener vosburg gehalten hat, rühmte ja die vertrauensvollen Beziehungen zn allen Kabinetten, aber sie kiindigte doch zugleich, angesichts der raschen Fortschritte in der Eniivickelniig der Flotten aller Mächte, einen größeren Betrag für die weitere Ausgestaltung der KricgSi- marinc an. Die Hoffnungen, welche Graf Berchtold und mit ihm auch inatiche deutschen Diplomaten aus eine Entspannung der Lage richten, gründen sich ans die Ballung Englands, das, wie der Leiter der österreichisch-ungarischen Politik betonte, in auSgleichendcin Sinne lvirke „und dadurch die Mangel, die der praktischen Betätigung eines starren Gleichgewichtssystems anlzasten, einigermaßen ausgleiche". Danach scheint also Gras Berchtold der Meinung zu sein, daß wir uns in Europa zurzeit, um im Bilde zu bleiben, in einer Art halbstarrcn GleichgcwichtSsystems besinden. ES^ liegt jedenfalls nicht an dem Zweibund, wenn das starre System wirtlich durchbrackren worden ist. Haben sich doch bei Gelegenheit des Besuches, welchen König Georg in Paris abstattete, die französischen lvie die russischen Politiker Mühe genug gegeben, mit Hilfe einer in London zu schaffende» Zentrale den Dreiverband in einen Bund der drei Staaten zu verivaitdeln. dessen Spitze sich ausgeprägt gegen den Drei blind richten sollte. Und erst als man in England, wo man keine Neigung hat, auf die schon durch die insulare Lage gestützte Unabhängigkeit zu verzichten, unzweideutig abwinkte, besolgrc man an der Seine und an der Newa die Saurciranbeniaktik des Fuchses. Der rnf)ifd>c Minister des Acußcrn Snsonow erklärte cs für tiefbedauerlich, daß so iinbegründete Behauptungen über die Umgestaltung der Tripelentente in einen Dreibund verbreitet werden, und die Pariser Presse schießt den Vogel ab. indem sie den Engländern'gar einzurcden versucht, daß ein solcher Vorschlag von ihrer Seite ansgegangen sei. Nein, die Engländer sind zwar gern bereit, von den Vorteilen, die ihnen die Entente mit dein Zweibund bietet, Gebrauch zn machen, aber sic halten doch darauf, daß das Meer, welches sie vom Festlande trennt, auch die Festlands- Händel nach Möglichkeit von ihnen fernhalten soll. Und König Georg denkt nicht daran, wie cs einst sein Borgänger Herrn Delcasse versprochen haben soll, 100 000 Mann nach Schleswig-Holstein zu schicken. 'Aber wenn auch andererseits Sir Frank LaScelles soeben erst einen Krieg zwischen Deutschland und England für unmöglich erklärt hat. so macht doch die deutsch-englische Entspannung, von der so viel geredet wird, nur kaum merkbare Fortschritte, und von den AnSglcichSverhandlungen zwecks Abgrenzung der deutsch-englischen Interessensphären, um die sich der Botschafter Fürst LichnowSky so eifrig bemüht, hört man seit geraumer Zeit auch nichts mehr. Unter diesen Umstünden sind nur schwache Aussichten vorhanden, daß wir einmal von dem halbstarrcn, wenn wir dies wirtlich schon erreicht haben, zu dem locslarren Gleichgcwrchtssystcm zwischen Dreibund und Dreiverband übergehen, das eine schicd- lich-friedliche Verständigung zwischen den beiden Mächte gruppen ermöglichen könnte. Neue Landungen der Amerikaner in Meriko. Die Herren Wilson und Brhan scheinen aus die Vermittlung keine großen Stücke zn halten, denn sie haben in Mexiko neue Truppen landen lassen. Alles will nun vermitteln, aber wenn man darüber nachdenkt, wie cs dann künftig in Mexiko auSschen wird, bleibt alles dunkel. Wir erhalten heute solgcndc Meldungen: New Jork, 30. April. Eine Depesche aus Caxaca (Mexiko) meldet: Gestern wurde amerikanische Marine- Infanterie in Salinacrnz gelandet, nachdem der amerikanische Befehlshaber gedroht hatte, cr werde den.Hafen beschießen lassen, falls die Mexikaner der Landung Widerstand entgegensetzen sollten. Washington, 30. April. Tie I u st i m m nun Carran- 5 a s zu den Vermittclungsplänen erweitert da; Feld der Vermittler, io daß es nicht nur eine Frage ztvischen Huerta Utld den Staaten der Union, sondern atich die Revolution innerhalb Mexikos ein- ichließl. Präsident Witson und Staatssekretär Bryan sind über die Zustimmung Carranzas hochersrent und ihre Holinnngcn aus ein befriedigende; und umfassendes Abkommen sind bis zu einem bisher noch nicht vorhandenem Grade gestiegen. Nach einer Depesche aus Tampico vom 2ti. April haben die Rebelten die Stadt vier Tage lang angcgrissen und sind im Besitze aller Punkte des unteren Flußlauses bis nach Labarra. Tie BiindeStruvven, von Kanonenbooten unierstützi, haben bisher sämtliche Angrissc zurückgcwrcsen und einen Offizier unter Parlamentärslagge mit der Aufforderung zu den Rebellen geschickt, sich ihnen i» dem Widerstande gegen die Amerikaner au- zuschließen. Die Rebellen haben dies jedoch abgclchnt und erklärt, sie würden den Amerikanern Widerstand leisten, wenn diese in das Gebiet der Rebellen cinialle» würden. Berlin, 30. April. Nach telegraphische» Meldungen vom Kreuzer „D r c s d c n" sind am 23. und 24. 'April in Tampico 2000 Staatsangehörige der Bereinig- len Staaten mit Hilfe der „Dresden" tind des englischen Kreuzers .Herinione" ans den amerikanischen Kriegsschiffen eingeschifft worden. Am 24. April seien die dcnlschcn Schutz befohlenen an Bord des Dampfers „Dänin" der Hamburg- Amerika Linie eingeschisft worden. Mexiko, 30 April. (Amtliche Melditng.) De Nische sind weder in Tai» pico tioch in Beracruz verletzt worden. Da Texas und Louisiana eine sechstägige Quarantäne gegen Mexiko verhängt bähen, geht der Taittpicr „Joiranga" mit den Flüchtlingen Anfang nächster- Woche nicht »ach Galveston, sondern nach Mobile (Alabamas ab. Deutsches Reich. Der Kaiser toird vorläufigen Dispositionen zufolge, am kommenden Freitag, beit 8, Mai, aus der Fahrt von Karlsruhe nach Kolmar gegen 8 Uhr Straßburg ohne Auf enthalt passixren und »ach !> Uhr in Kolmar cintreffcu und turj darauf auf der Station Dürkheim. Tort incldet sich beim Kaiser der Kommandierende General v. Deimling. Tic Gesechtsübnitg an diesem Morgen sitidet zwischen Unterzell und Evaux und bcn Höhen südlich Hcnzell statt. Der Kaiser fährt dazu im Automobil über Dreiährc» nach Evaux. Das Frühstück nimmt der Kaiser hernach auf der Hohkünigsburg, wohin cr sich vom Gesechtsfcld im 'Auto begibt Die Äbjahrr von Schlciistadt erfolgt nachmittags gegen 4 Uhr. Das Kronprinzenpaar von M o n i c u c g r o ist mit Gefolge in Jena eingeirofsen. Geheimrat Binswangcr, der zur Konsultation nach Cettinje berufen war, Hai die sßronprinzessin in Behandlung genommen. Tic Rückkehr des PrinzenpaarcS Heinrich von Preußen. Aus Hamburg vom 30. 'April wird gemeldet: Ter Dampfer „Cav Trasalgar" passierte heute früh 4 3 1 Uhr Cuxhaven und trat um 0’ i Uhr im Hamburger Hasen ein. Das Prinzenpaa r H e i n r i ch stand ani Teck und erwiderte freundlich die von Begeisterung getragene Begrüßung des Publi kums, das zahlreich erschienen war. Zum Empfange hatten sich Prinz Waldemar und der preußische Gesandte, sowie das Direktorium und der Aussichisrat der Tüdamerikanischen Tampsschisi- sahrtsgcscllschast cingesundcn. Ter Gesandte überreichte der Prinzessin einen Btnniensirauß. Nachdeni das Prinzenvaar sich von den Ossiziercn des Dampfers verabschiedet hatte, siihroi die hohen .Herrschaften in Begleitung des Fürsten 'Adolf zu Tchaninburg- Livve, der sich i» Lissabon an Bord des „Cap Trafalgar" begeben hatte, i» Automobilen nach dem Hotel „Bier Jahreszeiten". Nachmittags fuhr das Prinzenvaar im Automobil nach Kiel werter. Ter tlntcrrichtsanS schuß dcS preußischen Abgeordnetenhauses ist über eine Bittschrift um Einführung d e S obligatorischen h a II s w i r t s ch a s t l l ch c n Unterrichts i ü r alle M ü d ch e n s ch n l c n zur Tagesord- nung übergegange», weil erst im vorigen Jahre der Ausschuß sich mit den: Gegenstand befaßt habe und in lvohlwottcndcr Weise für die Unterstützung der Frage ausgesprochen habe. Dem Reichstage ist der Entlvurs des R c n n w c t t g c - s c tz e s zugegangen nebst seiner Begründung. TieRcchtederaußerordcntlichcn Professoren a» den neu ft ii dien Universitäten. Ter »meri-ichts- ailsicknisj des preußischen Abgeordnetenhauses, hat Bittschriften um Erweiterung der Rechte der außerordentlichen Präses s o r e II o ii_ b c n preußischen Universitäten (Teilnahme an de» Staatszuschüssen, Fakultätsslimmrecht der Jnstitnls leiter, Titz und Stimme in der Fakultät der Regierung zur Erwägung überwiesen. Von der Regierung wurde eine teilweise Berücksichtigung der Wünsche zugesagi. ES schweben zurzeit Erwägungen über diese Fragen. Münchener Ttzealernöte. Aus München wird unS geschrieben: Kaum smd die Schwierigkeiten, die die Zukunit des Münchener Künstlerthcalers bereitete, glücklich überwunden, io taucht eine neue, noch schwierigere Theaicriraqe ans der Verienrüng: Was lvird aus dem Prinz rcgentcnthcatc r? Die wirtschastiich-'n und Pachtverhällnisi-' dieser iveltbckanntcn Festspielbühnc sind io verwickelt, daß sie einer Klarstellung bedürscn: Eigentümerin des Wagncrtempels an der Isar ist die PrinzregenientheateraUiengesellichast. Die Summe der Aktiven der Gescllschast -Bodcnioert, Bühnenhaus, Einrichtung) repräsentiert einen Gesamtwert von 2> , Million, dem sie gleiche Summe an Passiven (Bareinlage, Hvvoihcken usw. gegeilüberstcht. Die königliche Zirillistc hatte seinerzeit bei der virülidung das Theater von der Gesellschast sür den Betrag von öl 000 Mark ährlich anl zehn Jahre pachtweise übernommen. Dieser Vertrag (äuit Ende 1915 ab. Tie Gesellschast erklärt, daß sic nicht mehr in der Lage sei, das Theater unter den gleichen Bedingungen zu ocrvachicn, da iic seit ihrem Bestehen bereits einen Zinsverluft in Höhe von 1 Million Mari zu beklagen habe. Tic Verwaltung irr Zivilliste lviedernm erklärt, daß sie von dem ihr vertraglich zusichcnden Recht, das Theater von der ttzeiellschast zum Selbst» lostcuvrcisc käuflich zu crioerbcn, keinen Gebrauch machen loerde. In der Tat ist die finanzielle Lage der Königlichen Theater alles andere als glänzend. Im vorigen Jahre betrug ihr Defizit ü her l M i l l i o n M a r k, d. h. ein Fünftel der gesamten königlichen Zivilliste. Aber gerade das Prinzrcgentcnlheatcr hat tu bcn letzten Jahren cruäc cnermaße» Ncbcrschüsse erzielt, und die ablehnende Haltung der Zivilliste wird doppelt befremdlich, wenn man erfährt, daß ihr die Pacht von öl 000 Mark seit Jahren von der Stadt zl, rückvergütet wilrdc. Ein ungleich größeres Inler- csse noch als der König bat allerdings die Stadl München an der Erhaltung und gleichwertigen Fortführung des Prinzregcnten- -healer;. Be, Gelegenheit dieser Frage trat zllm erstenmal deutlich die interessante Tatsache in Ersck>cii»i»g, daß die Kunststadt Münckren zu den wenigen deiitsckxn Städten gehört, die — fein Theater habe». Das Residenz- »nd das Rational-Theater sind königlich, des Schauspielhaus, das Gärtncrplatz Theater und die Kammeriviclc befinden iich im Privatbeiitz und das Münchener Kiix.stlertheatcr gehört dem Verein Ausstellungspark. Nu» böte sich jetzt die günstige Gelegenheit, eine Mufterbühnc zum Selbst- kostenpreisc von dor Besitzern zu übernehmen, und das jetzt während dre, Vierteln des Jahres leerstehende Haus in eigener Regie gewinnbringend zu gestalten. D-a^ lliiieriiehmcn wäre finanziell durchaus aussichtsreich, und die Stadt München würde außerdem damit der Bühncnkunst gegenüber einer Ehrenpflicht Nachkommen, die Hunderte von kleine» Städten durch vielstclligc Jahrcssub- rentionen bereits seit lanpe criüllen. Denn abgesclicit von den öl 000 Mark, die cs der Zivilliste xurückoergütet, tut München nichts für das .ci»c Theater, 'llber die zurzeit außerordentlich ungünstige Finanzlage der Stadt steht der Verwirklichung dieses Planes hindernd im Wcgc, und der Anlehns- und Finanzausschuß der Stadt hat in seiner letzten Sitzung sehr wenig Neigung gezeigt diesen Weg cinzuichlagcn. Es sind daher neuerdings Verhandlungen zwischen der Verwaltung der Zivilliste und der Prinz- regcnteniheaier-Gcsellschaft im ölanqe, von denen man hofst, daß sie mit städtischer Untersttitzung zum günstigen 'Abschluß gelangen werden. Sollte sich diese Hosinung nicht verwirklichen, so ist eine Heranziehung der Frenldcnindustric, die ja am Fortbcsiclieir der Festspiele am stärksten beteiligt ist, geplant. — Fehlbetrag des Frankfurter Tchauspiel- hauscs. Aus Frankfurt a. M., 28. Avril, wird uns gemeldet : Während das Opernhaus unter der Leitung des Intendanten V o l k n e r einen unverkennbaren künstlerischen lind infolgedessen auch sinanziellen 2lusschwung nimmt, geht das Schauspielhaus in jeder Beziehung zurück. Teiidcn, der Intendant E l a a r vor drei Jahre» zurückirat, ist das Schauspielhaus geradezu von alle» guten Geistern verlassen. Die Bciricbsverlustc steigen hier ins Unglaubliche, trotz des neuen Intendanten. Im neuen Geschäftsjahr, seit November 1913, sind ickwn wieder annähernd 200000 Mark Mindereinnahmen zu verzeichne», im Monat März allein 45 000 Mark. Jetzt kommen die schlechtesten Monate, der Hochsommer, die Ferien, so daß nicht die geringsten Aussichten aut Besserung zu erwarten sind. Außerordentlich werden auch die künstlerische» Leistungen, die sich immer meine der — Postc zu wenden, beklagt. Heute abend beschistigtc sich der ThcaieraizSichuß mit zwei Anträgen, die tief in die Zuknnst des Opern und Schauspielhauses eznschneidcn: Verlängerung^ des Vertrages zwischen Stadt und Theaicrgcscllschati bis zum Jahre 1920 und Erhöhung der Subvention um l 20 000 Mark lieber das Ergebnis verlautete noch nichts. Jedenfalls wird sich ein großer Tcil^des Ansschusics vockläusig aut bcn Standpunkt stellen, den dieser Tage ein hiesiger Kritiker in folgende Worte kleidete: „Tic Stadt bat keine Vcr anlassung, ein Posicntdeater zu unterstützen!" Ob cs dem »cucn Intendanten gelingt, das einst so stolze .Haus wieder aus bessere Höhen zu bringen? — Gastspiel Anna Pawlowa > m F r a n k s II r l e r Opernhaus. Bei den Gastsviclabendcu am 11. und 12. Mai in der Freien Literarischen Gesellichari wirken außer der Künstlerin und ihrem Partner Novikosi die erste Eharakicriänzcrin Gasheivska, die klassische Tänzerin Plaskowieczka, sowie die Solo- tänzerinnen Butsova und Erombova vom kaiserlich russischen Ballett in Petersburg mit. Die Ballettleijuiig liegt in den Händen der kaiserlichen Balleilmeister Cechiciti und Zajlich. — Gcrhart Hauvimanu am Deutschen Theater. Zwischen Gcrlzort Hailvtmann »nd Max Reinhardt i“- soebc» ein Vertrag abgeschlossen ioorden, durch den das ausschließliche Austührnngsrccht an allen bereits vorliegenden und zukünitigen dramotischcn Werken des Dichters vom Deutschen Theater erworben wird. Das Deutsche Theater wird das gesamte dramatische Werl Hauptmanns nach und nach seinem Rcpertoir einmgcn und eine zyklische Ausführung seiner Dramen anstrcben . Als erstes Werk wird auf der Bühne dcS Teursckien Theaters in der ersten.Hälfte der nächsten Sviel- zeit voraussichtlich „Und Pippa tanzt" in der Regie Max Reinhardts erscheinen. Ferner wird in der tommendc» Spielzeit die Urausiühriing eines neuen Haupt,nannickzen Dramas staitsinden. Damit ist die Lösung Gerhari Hauptmanns aus dem Verbände des Theaters der Sozietärc volliommcn. Und mit der weiteren Tatiachc, der Uebcrlasiung seiner Werte an Reinhardt, scheint Hauvtmann der Meinung zu sein, daß die eigene Regie ihm im Künstlcrtheatcr Nicht weientlick! genutzt habe. Osienbar erhofft auck, Hauvtmann durch diesen Weg von der Brahms- zur Rein- hardtbühnc eine Nenbclebung seiner Werke. — Die n c u c n Luxemburger B r i c s m a r k c u. Tie Briefmarkensammler, die voll Spannung das Erscheinen der schon seit einiger Zeit ailgcküiidiglcn neuen Bricsnmrkcii von Lincin- burg erwarten, werden nunmehr ihre stillen Wünsche verwirklicht sehen. Tic Marken sind bereits seit einiger Zeit in der lithographischen Anstalt von Enschedä IN Haarlem in Druck. Sic zeigen das Bildnis der pcuen jungen Großhcrzogin Marie, von einem Rahmenschmuck iiNigcbcn, der eine Krone trägt. Die 10 Centimes-Marken werden bereits am kommende» Montag, den 21 ., zur Ausgabe kommen. Tie übrigen Wcrizcichcn iollen »ach Maßgabe der Ausbrauchuiig der noch vorhandene» Vorräte an älteren Marken ausgcgcbcn werden. Das ä [ t c ft c chinesische S t ei n de „ km a l. In der Variier Acadömie des Jnicrivlions wurde ein Bericht des sranzösischcit Forschers Tr. Segalen verlesen, der im Aufträge der Akademie einc^ Reise durch China »ntcrnomnien lmt. Dabei hat er zwcl sehr inicreisantc Bildwerke entdeck,, ein Flügelroß und ferner die Darstellung eines Pferdes, das einen Barbaren irrrr seinen Husen niedertratt. Di.- dabei gefundenen Texte und eine Stelle ermöglichen es, das Bildwerl aut das Fahr 117 v. Chr. »u datieren, sodaß es sich „m die älteste Steinstatuc handelt, die gegenwärtig in der chiuesischcu Kunst bekannt ist. 'S t e t n fr o J>c r bc in t Cfl 11 ti c r 11 n fl. In der Sitzung bei brituKbe» grftnt «‘antmcv am gestrigen Donnerstag sprach SSoiitmcräifttrat Strohmeher- Konstanz scher die Frage der 'Iheinichifiahrl und gab seiner Freude darüber Ausdruck, das! in dem anderen hohen Hause bezüglich dieser Frage Einmütigkeit lierrsche An der Durchsübruug des Projektes sei nicht zu zweiieln. Der Redner besprach sodann in längere» Änsiiilrungen^da,- Gut- ackitcn des Gedeüuen Oberbaurats Shmvher Berlin, Ter ^tano- liiicrung der Studc sei der Vorzug zu geben: bei der Strecke Basel — 31 r a i> h u r g sei eine vorläufige Regulierung vorzu- zichcn. Die Kosten der Regulierung Straßbnrg Basel betragen nach diesem «tutachten 20 Millionen Markt für den Ausbau der Strecke Basel Konstanz tverdeu 50 Millionen gerechnet Das ganze Projekt würde datier nach Snmpher 70 Millionen erfordern. Für Baden würden au,.- dem Projekt Straßbnrg Bodenjec lner- nack> Ausgaben von 5 255 000 Mark erwachsen bei einer 'Ausgabe von -19 Millionen süe die Ausjührung des Projektes. Ten groß- len Vorteil von dieieni Projekt Ipürde die Schwei: haben. Das Gutachten besage. dau die zu gewinnenden Wasserträite einen Wert von 500 Millionen repräsentieren. Nicht früh genug kann daher begannen werden, mit den Nachbarstaaten Eliah-Lathringen und der Schweiz die Richtlicnicn für dieses Projekt zu ent iversen. Für d»e Schweiz bedeutet es geradezu eine Lebensfrage, durch den Rhein direkt uni der See verbundc'U zu tverdeti. Tie Schweizer lind verständig genug, um auzucrkemicn, datz das Projekt nur durätgejührt loerden kann, ipeu» sie einen gewissen ?lnteil zu den Kosten tragen. Für Oberbaden mujz einmal etwas geschehen, der diesetl Teil des Landes bessere Erwcrbsvcrhiilt- ilifir bringt. Minister' Freil-err v. Boüman bezeichnet die Mitteilungen des Kommerzienrats Itrohnicpcr über das <5ut achten des Geleinirat Shnrpher bezüglich des Projektes Straßburg —Bodcnjee als Ijodt erfreulich, Tic Aussührnng des Projekts werde aber davon abt,äugen, ob Holland sich jür Schisidhrls- abgaben crllare. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Erste Kammer oan Elsaß - Lolhiingen eine freundlichere Stellung zu der Frage genommen habe. 'Auch bei einer Verhandlung mit Elsaß Lothringen habe dieses eine wesentliche günstigere Stimmung ,gezeigt, wesbalb Aussicht bestehe, daß -über die Frage der Rheiuregulierung Baden mit Elsaß-Lothringen zu einer Verständigung zu gelangen. Tie Arbeitslosenversicherung in Bauern. In der Reichsratskannuer wurde am Mittwocii die Einführung der Arbeitslojeuversichcrung in Bayern eingehend beraten. Aus Antrag der Regierung bat das 'Abgeordnetenhaus >ut Voranschlag des Innern beim Kapitel „Arbeitersürsorqe" 75 000 'Mark eingesetzt, damit den Gemeinden, die nach den von der Regierung anj- gestcllten Grundsätzen die gemeindliche Arbeitslosensürsorge ein- inliren tvollcn, ein S t a 0 t s z u s ch u st gegeben werdeti kann. Ter Ülnsschuß per Reichsratskammer lehnte den Regierungsvaranschlag ab, erklärte sich dagegen bereit, der Verwendung der genannten Summe zn^Zwerlen der 'Arbeiteriürsorge zuzustimmen Von verschiedenen Seiten des Hauses wurden Bedenken gegen die Ein iührung einer derartigen 'Arbeitsloicuvcritcheruug erhoben, Ter Mio nister des Innern Freiherr v. Joden ttnd Ministerpräsident Hert- li»g baten das Haus dringend, den Regierungsvaranschlag anzu nehmen. Bei der 'Abftimmnna wurde sowohl der Antrag der Regierung wie ein uns der Mitte der Kammer cingehrachter Kom- vromißantrag. dem der Kronprinz, einige Prinzen und Herzoge zustimmten. abgelehnt und mit überwältigender Mehrheit der Antrag des Ausschusses angenommen. Eine d e n t s ch - i r a n z ö s i s cl) e Vereinbarung über die Fremdenlegion? Bezüglich der Meldung, wonach llnter- staatsiekrclär Kimm ermann im Ausschuß des Reichstages erklärt habe, daß zwischen Frankreich und Deutschland bezüglich der Entlassung der noch nicht 20jähriqen jungen Leute aus der Fremdenlegion eine Vereinbarung bestehe, wird in einer sichtlich oiii- ziösen Note des „Tempo" bemerkt, daß diese Behauptung aus einem Irrtum beruhen müsse und gewiß nicht von deni Unterstacüs- sekretör aniaestcllt worden sei, denn es bestehe zwischen Frankreich und Tenlichland bezüglich her Fremdenlegion keinerlei Vereinbarung. Tie französische Regierung habe gewisse Maßnahmen bezüglich jener jungen Leute gctrosscn, deren Minderjährigkeit im Augenblick des Eintritt» in die Fremdenlegion nachgcwicscn worden sei - Maßnahmen, von denen die dclitsche Regierung gleich wie alle anderen Staaten verstendigt worden sei: aber von einer diesbezüglichen sranzösisch-dcutschen Vereinbarung könne nicht die Rede sein. Tlluslnn» Tli e Türkei und T e u t i ch t a >1 d, Ei» Leitartikel des „Tanin." hemül.t sich, die Vorwürfe eines Teiles der deutschen Presse zu widerlegen, wonach die Psorte, insbesondere nach dem Abschluß der tntkiich-iranzoiischen wirtschaftlichen Abmachungen, Deutschland vernachlässige. Tie Türkei vergesse nie die ihr erwiese,cen Dienste. 'Auch in Zutunit könne die Türlei die Unterstützung der Länder, die durch Kapital, Industrie und Wissenschaft zu ihrer Hebung beitragen würden, nickt entbehren. Daß die Türkei die stärkste europäische Großmacht, T e n t i ch l a n i>, v c r nach l ä s s i a e n würde, wäre ein u n g c r e ch t e r P a > w n r i g e g c n. d i c 1 n r k i s ck> c n S t a a t s- männer. Ter Artikel fährt dann fort: Ta Deutschland in nn- slercm Lande sehr große Interessen stützt, können ivir jederzeit non ihm eine herzliche Politik erwarten: da andererseits Deutschlands Politik ans die wirtubaftliche Oekmng der Türkei hinzielt, kan» die Berliner Regierung daran» vertrauen, daß dieses Fiel in Konftantinavel gebührend gewürdigt wird. Dieses haben wir bishm bei ,edem Anlaß durch Taten bezeugt, und es liegt kein Grund rar, daß wir nicht anch lünftighin solche Anlässe tazn benütze». Das türk, s ch e M a r i n e p r 0 g r a » 11 » ist, wie die türkischen Blätter mitteilen, nach langen Studien nunmehr »rtig- gestellt worden. Tie Psorte werde französischen Wersten in der Normandie 8 oder 10 Torpedolwots-Zerstörer in Auftrag geben, die größer und fchncller als der jetzig.- Zerstörertyv der tiirnkchen Flotte lein werden. Bei der Crcuzot-Werit werde iie drei Untcr- icebootc bestellen. Tie Bauzeit werde 18 Monate nicht überschreiten. Ter Betrag soll weder am das lausende Budaet genommen, noch von Anleihen gedeckt, sondern durch Sammlungen des Flottcnlomitees auigcbracht werden. P 0 n d e r ch ik> e s i s ch c n P e r i a f I u n g. Ter vom cknne- wchen Bcrtassungsausschiiß angenommene Eniwnrs zur Pcr- safjnnqsreiorm liebt bedeutende E r w e i t c r u n g c n d c r R e ch t e de s P r äf> de nt c n vor. Mitarbeiter des an der Spitze der Verwaltung stehenden Präsidenten lind der Staatssekretär und nenn von dem Präsidenten ernannte Minister Geplant ist die Scklailung eines besondere» Rates als beratenden Organs, m» dessen Instimmuug der Präsident das Parlament auslöien und die Verölienllichung eines vom Parlament angcnoinmencn Ge'eices verbieten lann Ter Ra, lall bis zur Einbcruiung des Parlomcni- d-iien Funktionen üb ernehmen. Aus StrfLt und La»S« Gießen, I. Mai 1914. Von der Straßenbahn. Im abgelanieiien Rechnungsjahr hat unsere Straßen- k>ahn im ganze» 1291332 gegen 1 297 903 Personen im Vorjahr, cuso 6574 Fahrgäste weniger bejördert. Tie Jahre» benutziing des Unternehmens schneidet dadurch noch verhältnismäßig günstig ab. lvei! das Fest der 1 l 6 er im Juni v. I. einen Masscnvcrkehr von .56 000 Personen in 3 Tagen brachte, der unter Abzug des durchschnittlichen Tages- verkehr» ein Mehr von rund 41 (X >0 Fahrgästen ergibt, welches allein für den Festverkehr zu rcckmcn ist. Das Unternehmen ltzitte einen dnrckftchnitllicheii Tagcs- iwrlelir von 3735 Personen (gngxn 3556 im Vorjahr,. Auf jede» Einwohner der Stadt entfallen bei 32 000 Seelen 40 ,3 Fahrt im Jahre. Die rote Linie wurde von 771 772 Personen, die grüne Linie von 519560 Personen benutzt, es ergibt dies gegen da» Vorjahr ein Mehr für die Selterswegstvecke von 252 212 Fahrgästen gegenüber der Strecke Bahnhofskraße. Dies entspricht einem Ueberwiegen der roten Linie um rund 35 Proz. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Linie Selterswcg von rund 2000 Fahrgästen mehr benutzt, während dw grüne Linie gegen das Vorjal,r am 8500 Fahrgäste znrückg-ing und eigentlich allein den Rückgang in, Verkehr aufweist, wenn man den Festverkehr i,n Juni 1913 nicht heriicksichtigt, der allerdings beiden Linien zugute gekommen ist, da auch die Wagen der grünen Linie während des Festes zum Trieb gefahren sind. Das gleiche Vertehrsdild des Jahres 1913 14 gegenüber 1912 13 ergibt auch die Gegenüberstellung des jinan ziellen Ergebnisses. Ter Personenverkehr brachte nämlich: rote Linie 73 431 2X1 (75060 M.), 1913/14 mehr 371 Ml., grüne Linie .50 730 Mk. (51500 21k.). 1913 14 lvcniger 770 Mk., beide Linien 126 162 2Kf. (126561 Mk.), 1913’14 weniger 399 Mt. Rechnet man zu dem Jahresaussall von rund 400 2.1k. die Mehreinnahme, die durch den Festverkehr mit 4400 2.1k. eizielt wurde, so ist ein Rückgang der Frequenz unserer Straßenbahn im Geldwert von 4800 21k. in 1913 14 Vorhalt den. Der Zuschuß der Steuerzahler zu dem Unteruehmen hat im Jahre 1912 13 13 500 Mk. betragen. Wie man hört, wird inan jür das verslossene Rechnungsjahr mit dem glei- rf.cn Zuschuß auskomnren. Schon in der nächsten Sitzung werden sich voraussichtlich die Stadtverordneten mit Mast nahmen beschäftigen, welche zur Hebung des Verkehrs aus unserer Straßenbahn in Vorschlag kommen, und sich in der Richtung bewegen iverdcn, daß eine Verbilligung der Fahr- inartcn eintreten soll, Besoldung der Staatsbeamten. Nach dein Gesetz über die Besoldung der Staatsbeamten vom 21. März 1914 ,oird „dem Beamten bei der ersten 2lnstcllii»g sowie bei der Versetzung in ein Amt anderer Art und, falls er ein 'Amt mit Höchstgehalt bcNeidet, auch bei Gehaltszulagen von Großh.- Ministerium oder von einer hierzu ermächtigten Behörde eine Ur- tnnde »her den ihm verliehenen Gehalt erteilt. Eine Urkunde wird auch dann erteilt, wenn dies nach den Umständen veranlaßt erscheint." Hiernach werden für die Folge Urkunden über «Khalts- zulagcn Inr Beamte, die in einem 2lmt mit auisteigcndem Gehalt angestcllt imd, in her Regel nicht niehr erteilt. Tas Großh. Skaaksminifterium weist in einem Erlaß vom >8. d. Mts. hin, daß diese Vercinsachung zulässig war mit Rücksicht daraus, daß jedem Beamten bei Slussührung des obigen Gesetzes, den später anznstellencn'n bei der erstmaligen Gchaltsanweijung der Pegchn seines Besoldungsdienstalters niitgctcilt wird. Ter in eine,» Amt mit auisteigcndem «ichatl angcstcllie Beamte lveiß hiernach, wann er im Gehalt auiznrnckcn hat und er kann nur der im Regierungsblatt bekanntgegebenen, crivrdcrlichenialls boi der Vorgesetzten Behörde cinzuschendeii Bejoldungsordnung ermitteln, welche Zulage er zu erhalten hat. Ta den Vorgesetzten Behörden der Beginn des Beioldniigs- dienstaltcrS chcnsalls mitgetrilr wird, entiallen auch für die Folge die bisher an sie in den bemerkten Fällen ergangenen Benach- richtignugen über Gehaltszulagen. Tiefe Stellen haben aber wie bisher 8 Wochen vor den 'Aufrückungszcilcn die vorgcschriebcnen Würdlgnngsbcrichte zu erstatten. Ta g cskal e n der lnr Freitag, den I. Mai: Zirkus Blumen selb: Borslellnng 8K Uhr in Oswalds Garten. ** La »des Universität. Tem Oberlehrer am Landgras-Ludwigs-Ghmnasium in Gießen, Tr. phi^ Wilhelm Gundel, wurde die venia legendi bei der philoso- pliischcu Fakultät jür das Fach der klassiscklen Philolvgie erteilt. Seine Habilitationsschrift lautet: „Beiträge zur Gnt» lvickelungSgeschichte der Begriffe Anaukc und Hcimarmene". " B e r l eih u 11 g. Ter Großhcrzog hat dem bisherigen Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Heinrich Damm I. zu Göbelnrod, Kreis Giesten, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande de» Verdienstordens Philipps des Großmütigen vcriiehe». A u s dem Z ch u l d i e n st c. Erledigt ist die mit einem evaugclischcu Lehrer zu besetzende Lehrerftelle zu H e r ch e 11 h a i n, Kreis Schotten. Mit ihr ist Organist endieuft verbunden. Dem Inhaber der Stolle lann eine Ortszulage bewilligt werden. ** Offene Stellen. Erledigt sind: Die Stelle eines Revisionskontrollcurs bei Größt, Hanptsteueramt Worms. Die Stelle eines Steucraussehers bei Grvßh. Hanptsteueramt L i 11 g c n. Die Maul- und Klauenseuche ist auf dein Lckilachtviehmarkl zu Zlvickau ausgebrocheu. ** Getverbeausstellung «Heften 1914 Tie AuSstelningsleitung Hai mit der Kapelle des Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess. 2>r. 116, einen Vertrag über 20 Konzerte abgeschlossen, die Mittwochs und Freitags auf dem 'AnSstellimgsgcländv stattsindcn loerden. 2.1it den Zivilkapcllcn werden elienjalls besondere 'Abmachungen gc- irossen werden, so daß also sehr reicl,haltige mnsftalijche Tardietungen in Aussicht stehen, 'Aber auch sonstige Veranstaltungen sind vorgesehen, die eine besondere Anziehungs- trasl bieten loerden. Sv schweben zurzeit Unterhandln,,gen wegen der Aufführung 2 chwü l in e r T ä n z e, das 5!atii r- thcater lvird mit Rücksicht aus die Ausstellung diesmal an cinenl ganz in der 'Nähe der Stadt gelegenen Platze spielen, und auch sonst sind noch eine ganze 2lnzcihl geselliger Unterhaltungen geplant. ** Geheimer H 0 irat Prof. D r. Otto B c h a g h e l, der Vertreter der deutsch.'» Philologie an »iiicrer Universität, begeht am 3. 2)>ai seinen 6 0. Geburtstag. Er ist in Karlsruhe gehöre» als Sohn de» Badischen Oberkirchenrats Felir Behaghcl. Seine Universitätsstndien machte er in Heidelberg und Götlingen. Er vromooierte 1876 zum Dr. vhü., habilitierte inh 1878 in Heidelberg und wurde dort 1882 zum außerordentlichen Proicjsor ernannt. 1883 wurde er ordenilickwr Prosessor in Baiel, 1888 in Gießen. Einen Ruf nach Freiburg i. B. lehnte er ah. klehaghel war dreimal Rektor der Landes Universität: 1895, 1905 und im Iubiläumsjahr 1907. Tic E ch iv » r g e r i ch t e in allen drei Provinzen Hessens werden an, Montag, den 18. Juni, zur 2lbl,altn»g ihrer Verhandlungen für das zweite Vierteljahr zujammen- treten. Zu,» Vorsitzenden für das Schw urgericht Gicße n ilt LandgccichlSrat Schmidt ernannt worden. '' Die Stadtvcrordnetensitzungcn sind sür die drei nächiteii Monate im voraus vom Oberbürgermeister Keller angesetzt : 7. Mai, 28. Mai. 18. Juni. 2 Juli, 16. Juli, 30. «uli. Bei einem etlvaigen Mangel an Beratungsgegen- ,landen lann eine oder die andere Sitzung aussaillen. Die Emrichtung, die vom Oberbürgermeister Keller neu cin- geführt worden ist. auf längere Zeit hinaus die Tage der Sitzungen der Stadtverordneten zu bestimmen, ist außerordentlich praktisch und für die Stadtverordneten wie sür die Bürger, ivelchc Anträge zu stellen haben, sehr nützlich. ** Die Maifeier der Bu r s ch en s ch o s t c n vollzog sich trotz der nicht gerade günstigen Witterung in der üblichen Weise. Um 12 Uhr versammelten sich die drei Korporationen. die in geschlossenen Zügen von ihren Häusern kamen, aus dein Marktplatz und gruppierten sich mit ihren Fahnen und Fackeln malerisch um da» Kriegerdenkmal. 3i!ij dem Glockenschlag 12 stieg da» Lied vom Mai in die 2«acht, und dann hielt der erste Spreck/er der Franken eine kurze 'Ansprache, in der cr ans die alte schöne Sitte der 2.1aiscier verwies, die auch dazu angetan sei, das gute Verhältnis mit «iießen» Bürgern zu beleben und zu betonen. Sein Wunsch galt der 'Muscnstadt, woraus der erste Vers de? Liedes „Stoßt an, Gießen soll leben!" gesungen wurde. 2!ach dem Lied „Burschen heraus!" zogen die Korporationen wieder ans ihre Häuser, und die Menschenmenge, die den 21arklplatz angesüllt halte, verlief sich in den Straßen. ** Vorträge f ii r R e l > g i 0 n s l e h l e r. Vor einer zumeist aus Lehrern und Geistlick,ei, Oberhessens bestehenden zahl- rnchcn Zubörerschair sprach am Donnerstag Lehrer Toltinger- Ober-Glccn über die Behandlung der 'Avostclgcschichtc und der neutcftamcnilicheii Briese. In seinen 'Anssührmigcn zeigte er, wie da» Bild der Urgemeiiü»' und der sich daran ansckstießenden, Vaulinischen Weltkirche zu behaudclii ist und wie die hervorragenden Persönlichkeiten dieser Zeit, ein Pctrns, Stephanus und besonders Paulus, heranrzuarbcitcn sind. Ergänzend und erklärend zu diesen Zeit- und Ebarakterbildern sind die in den nculestamcnllichcn Brieien cinnommciien Lescstücke vasjend zu verwerten. — In einem iolgcndcn zweiten Vortrag verlweitele sich Scknlrat T i c t r i ch-Erbach i. O. über den nunmehr fertig vorliegenden Lehrplan und die ihm beigegebenc Anweisung zur Erteilung des e». Religivnsunterrichts. «eine Tarlegungcn,, die sich besonders mit der einklaüigen Volksschule beschästigten, san den ungeteilten Beiiall. Nackiden, noch der Vorsitzende mitgeleit: hatte, daß der Lehrplan nebst Anmeiinng dem Schulministerinm. übergeben worden sei, das ihn hosientlich recht bald den Lehrern des Landes aushändigcn möge, konnte er die rcickw 'Anregungen bietende zweite Versammlung mir herzlichem Tank an die Vortragenden schließen. — Nächsten Donnerstag. 7. Mai, werbe» die Herren Tr. W a i y - Tarmslndl über Kirchengeschichlc und Behandlung des Kirchenliedes und lie. 2)k a t t h c S - Tarmstadr über Katechismnsuntcrricht sprechen. ** Natur l, eilvcrein Gießen. Am 2. und 3. 2.1ai findet hier in Gießen die Versammlung der in der Heisisckw» Grupp' des Teulicken Bundes Ser Vereine für naturgenigße Lebens und Heilwcisc 'latnrheilkundc angeschlossenen Ükatnrheil- bereine statt. Gelegentlich dieser Versammlung veranstaltet der diaturheilvcrein Gießen am Samstag, den 2. 2.1ai, abends 8> .-llhr, im Saale des 5dotcl Schütz einen össentlichen Vortrag, in wel- toi Herrn Oskar 2NumnierI-Bcrliii über da» Thema „Tic sozialen Sorgen und die 2i a tn r h e il ku n d c" sprechen wird. — Nichts könnte nämlich die sozialen morgen und Lasten unseres deutschen Bottes durchgreifender erleichtern als die 'Anerkennung und Durchführung der 'Naturbeitlundc in weiteste Kreise und insbesondere unter der minderbeniitteUcn oder armen Bc- völlerung. Tenn die Vorschristen und 'Maßnahmen der Natur- heiltunde. insbesoilderc die Iranlheitsrorbeuqendcn, sind in denkbar billigster Weise von jedermann zu erinllen und behüten ihn vor unzähligen Ausgaben iür logenannlc Lebensgenüsse, die ihn geistig, körperlich utib materiell nur ,ck idigeu. Hauptsächlich wurde aber auch unser Krankenkassenwesen und unsere Unfallversicherung die größten Vorteile von der Ausbreitung Per Naiurheilkunde haben: nicht nur laßt sich die entspreckxnde Kur in zweckmäßiger Weise sehr billig dnrchinhren, sie verbürgt auch vor allem wirk- Ud,c und dauernde Heilung und sie iührt ihre 'Anhänger zu einer Lebensweise, bei der sie ilberl/anpt seltener pslegebedürstig Ivcrden. — Der Redner ist gerade aut dieiem Gebiete besonders gut bewandert und hat ihm seine 'Ausmerisamkeil von jeher zugewandt. * Zirkus B1 umeufcld ist gestern, Donnerstag, für einfgc Tage in Gießen eiugekehrt und hat seine Vorstellungen in dem in Oswaldsgarten ausgcbauteu Zelte begonnen. In Aubctrackit des schlechten Wetter» war die Vorstellung verhältnismäßig gut besucht. Ta» umfaugreickie Programnr entsprach den Erwartungen, die man an einen mittelgroßen, aber gut geleiteten Zirkus stellen konnte. Obenan stehen selbstverständlich die Pferdedrcssuren, die sämtlich an sorgfältiger Anssüliruug nichts zu wünschen übrig ließen. Die F r e i h e i t s d r e s s u r e n von Herrn A !B lu ui en f e Id waren ganz vorzüglich, mit seinem Trn- tehner Kastor, den sechs Ungarn, den beiden Ponys und den Steigern konnte er reichen Bcisalt erwerbe». Auch die Tres- iure» von Margarete Blumen seid ernteten wohlver- dienten Beifall. Tic hohe Schute ritt aus dem ungarischen Vollblutheugs! Taulrct Herr B. I a u » , » mit großer Epakt- yeit. Zu crlvähnen sind noch die interessanten und schneidig ausgesührten Reiterspiele der Jansly-Truppc. Als Kunstreiterin ohne Sattel bewährte sich Frl. Viktoria. Alle diese Dressuren und Reiterkü»sie zeigten ein vorzügliches Pfcrdcmaterial. 'Auch die cingcstreuteii Lcistnugcn auf anderen Gebieten waren gut. So errang Miß 2keilt, die Bewunderung des Publikums mit ihren Künsten auf dem Telepbondrah!. Ein akrobatisches Meisterstück war der Akt der „Two Os Wal dos": „Ein Biertelftündchen auf dem Damenhut". Ganz allerliebst war Mlle. R 0 s i t a s dressierte Hundemeute. Eine Krastprobc ersten Ranges waren die militärischen Spiele von Frank et Hera, «iroßen Ersolg erzielte» auch die Elowus und Auguste mit ihren iirkomischeu Intermezzos. Ein anmutiges Ballett und prächtige Wasscr- schanspiele schlossen das Programm wirlnngsvoll ab. ** U e b e r da» Abschieden der B r i c > t a u b c 11 wird in letzter Zeit überall lebhaft „eklagt. Einem Bewohner von H u n a e n ivurdcn in der voriaen Woche vier wertvolle Tiere im Felde c, e I ch 0 s s c n und verschiedene andere wurden im Schlage angeichossen vorgesunden. Trotzdem diese Tauben unter dem Schutze des Kriegs Ministeriums stehen und das Schießen mit einer Geldstrafe bis-zu >50 21k. oder mit «iesängnis bis zu 8 Tagen geahndet wird, gibt es immer ioieder Schützen, die, wenn ihnen gerade nichts anderes in die Quere kommt, ihren Schießprügel au! eine» im Felde umhersliegenden Schwarm dieser unschuldigen Tiere richten müssen. Ta» gereicht den Betrcisenden sicher nicht zur Ehre. Es ist um so nnvcrständlichcr, als die Brieftauben in einem Kriegssalle wichtige Boten sind, also dem Staate wertvolle Dienste leisten. Tie Er Werbung flugtüchtigcr Tauben ist für den Züchter meist mit hohen Kosten verknüpft und einzelne Tiere, die aus so bedauerlichere Weise geendet, sind sür den Besitzer oft unersetzlich. Es wäre zu wnnichen, daß derartige Schützen ermittelt und zur dlnzeigc gebracht werden könnten. ** H 0 ch z e i t» g ä st c a l» M ädch e n h ä n dl e r. Ein Teil der Hochzeitsgäste einer Hochzeit in Gimbsheim wurde ans deni Mainzer 2 ü d b a h >1 h 0 f als M ä d - ch«nhandler verhaftet. Ter tlKmeindediciier Scherer in Gimbsheim feierte die Hochzeit seines Sohnes, zu der aucy der Heizer Scherer, der Bruder der Brau! und mehrere junge Mädchen, die sämtlich ru Frankfurt wohnen, gekom- men waren. Als sie aus der Rückreise in 21arnz-Südbahnhos umsteigen mußten, lvurden sie als Mädchenhändler von der Mainzer Polizei verhaftet und vor den zuständigen Kommissar gebracht. Bei der Vernehmung gelang es ihnen, zu beweisen, daß sie harmlose H 0 chzc i t s gä stc waren, jo daß sie nack) längerer Unterbrechung, ihre Reise sortsetzcn konnten. ** Submissronsergebnis. Bei der Subniission für Einftiedigung der Isolierbaracke hier wurden am Don nerstag folgende Offerten abgegeben: Georg Becker 4332.80 Mk. Birtenstock L Schneider 4090 Mk., H. W. Rinn 3230.60 Mk.. ** ! '3>-er Bez irk Gießen OvobcIsbr t g i i rtH’ r Steno gtob-b-rm JbtFIt am 3orottnn in Schotten seine TVriUsobrS Ker trelercrrminmUinii ab, ntit der ein Wclttckireiben mm HO Silben aujwärts uetbunben iß. Ehrru Meise stellt hierzu der Verein Schot len. Adsabel 8.18 Uhr vormittags. ** Zni dem Ueberfall in d e x C it ?[ n la g e. Wir wer- iden NM die Feststellung gebeten, daß der Oberkellner G. nicht im Cajö Astmia an gestellt ist. Wir iolgen diesem Wunsche gern, da VS UNS imbillig erscheint, daß Unschuldige in Perdacht geraten. ** Ausd-cb » ung des Briestelegramm Verkehrs. Den am unmittelbaren Brieitelegrammverkehr teilnebmenden Orten treten während der Bade- und Reisezeit hinzu: Baden-Baden, die Bäder Hamburg vor der Höhe, Kissingen, Nauheim, Reichenhatl, ferner Borkum, Lindau iBodenieci, Misdro». Nardernen, Saßnitz, Seebad Heringsdars, Swinemünde, Westerland. Wildbad und Zoppot. **GeldsendungeninSAusla n d. Nach den britische» Schutzgebieten der Gilbert - und El l ie e - 2 n s e l n und der Sctl » m on - I n s c l n sind fortan Postanweisungen bis 20 Pfund Sterling zulässig. Ter Berkehr ivird van der Postver- maltung des Australischen Bundes vermittelt. Tie Gebühr beträgt 20 Pfennig für je 20^ Mark bis Sydney: für die Weiternber- weisuna werden in Sydney van dem eingezahlten Betrage 0 Pence für je füns Piund Sterling abgezogen. ** Kleine Mitteilungen. In Lang-Göns wurden am Tvnnerstag vormittag von der Mitteldeutschen Reisevereinigung /Sitz Ofienbach 2 000 Brieitau- ben ausgelassen. — Aus der Bahnhvfswache zu Irankjurt a Main sollte am Donnerstag früh der 30jährige Böller Burkard Kästle Ivegen Schwindeleien verhaftet tverden. Er ergriff einen auf dem Tisch liegenden Revolver und schon sich ,n die Lchläie so daß er auf 'der Stelle tot war. Ter Erniährig-Freiwilligc Traugoit Marder von der dritten Batterie des Frankfurter freldartillerie Regiments „Frankfurt" Nr. 03 schoß sich auf der Rheininsel Oberwerih eine Kugel in den Kovi und stürzte sich dann in den Rhein Die Leiche Ivurde bei Koblenz gelandet. Das den jungen Mann in den Tod getrieben hat, konnte mit Sicherheit noch nicht festgestell! Iverde». Wie es heißt, sollen z>rrischen dem Batteriechef und Marder wegen des verweigerten Osterurlaubs, den keiner der bei der dritte» Batterie dienenden Einstihrigen erhielt, Differenzen entstanden fein. Marder stammt aus Berlin, wo noch seine Mutter und ei» Bruder wohnen Ein anderer Bruder ist a» der Technischen Hochschule in Tarm stadt tätig. Tie Leiche ivird am Freitag mittag auf dem Ko blenzer Friedhof im Beisein zahlreicher Batieriekamerade» und seiner Porgeseyten bestattet. Tas geübte scharfe Auge eines Kriminalbeamten har in Goddela u ganz nnerivartet zur Verhaftung eines „schweren Jungen" geführt. Der Beamte hatte in einer Strafsache dort Ermittelungen anzustellen. Als er ganz zufällig die Ortsstraßc überblickte, fiel ihm ein fremder Mellich, der ungeniert die Straße entlang schritt, durch seine verdächtige Physiognomie auf. Er veranlastte, kurz entschlosfcn, die Festnahme des Burichen. Nach kurzem Perhör stellte es sich heraus, day man einen gewsssen Änthcl, einen schon lauae ge suchte» schwere» Einbrecher, vor sich litte, der die ganze Gegend und die benachbarten Großstädte unsicher machte. In der Scheune des Gutsbesitzers Tupius in Waldböckelheim wurde ein dort arbritendes lüjäh riges Mädchen von dem Arbeiter Gustav Kit Vf er aus Nürnberg überfallen. Tas Mädchen wurde van dem Arbeiter zu Baden geworfen iiild am Halse gewürgt. Er sali and) versucht haben, sich an dem Mädchen zu verge he» Als aus die Hilsernie des Mädchens Leute hinzu kamen, ließ Kupfer von seinem Loser iiild ssüchtele. Zwischen Steinharterhas iiild Sobeinheim begegnete ihm eine Reihe van Schulkindern Ter Unhold ivarj tick, nun aus eins von diesen, ein 12jähnacs Mädck'en und »ersuchte dieses zu vergewaltigen Ais aber»,als Leute hinzueilten, ergrsts er die Flucht und entkam. •• »ontiirsc in Hessen, lieber bas Scritiäfte» der Firma kdnard G e i st Nackilalgcr zu R i hi b n cb und deren alleinigen Inhaber Hermann W e st h e i me r von dg ivird heute, am 23. Avril 1914, vormittags 10'Uhr, das Konkiirsversahren eröffnet, da verschiedene Glänbioer den Antrag gestellt haben, die Firma Ed. Geist Nachfolger ihre Zahlungen eingestelll Hai und ihr Inhaber im- bekamit wo abwesend ist. Tee Reeblsanwalt Bergmann zu Türth i. Obi», wird zum KonknrSverwalter ernannt. Konkivs- lorbermmen lind bis ziim 29. Mal 1914 bei dem Gerichte anzii- ,neide». ES wird ,nr Beschlnstkaffnna über die Beibehaltniig des ernannten oder die Wahl einer anderen Verwalters iiiw. an! Donnerstag. 2«. Mai 1914, vormitlags 10 Uhr, vor dem Aints- oerickNe Fürth i. Odw., Zimmer Nr. 8, Termin - nberanmi. 'Allen Personen, welebe eine zur Konkursmasse aebörige Sache in Besty baben oder zur KoiikurSn,affe elwa-i fchuldii sind, .ivird au'gegeben, nichts an den Hfemelnschiildner ,11 verabsalqei! oder , 1 , leisten, auch die PeipNichtimg anlerleat. von dem Bel,he der Sache und von den Forderungen, kür welche sie ans der Sache abgeionderte «eiriedigima in Aiiivrnch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20 Mai 1914 Anzeige ,n machen. — Das Konkursverlabren über de» Nachlaß der Frau Emil Sch we ickert Witwe, Elise, geb. Schreck, i» Alzey ist »ach eifolger Abhaltung des SchlichterminS aukgehoben. - Das Konkursverlalnen über da? Vermögen der zu Alzey all offene Handelsgelellschost unter der Firma »PH. E. M e b i c ii §* bestandenen Buchhandlung ist nach erfolgter 'Abhaltung de» Schluß,erininS anigehoben. - Im Koukuis über das Vermögen der offenen Handelsgelellfchast Jos. Ford. N a ch b a u e r »1 Main Kastei, Inhaber: Joses Dominikus Nachbauer und Marli» Eruesttnus Nachbaver zu Mainz-Kastal, soll die «chlußverteilniig statt'indeii. Die vrrlngbare Masse beträgt Mk. 17 738.—. Zn berücksichtigen sind Mk. 1936,08 bevorrechtigte Forderunge» und 'Mk 183964,77 nHtt bevorrechtigte Forderungen — In dem Konkursverfahren über dos Vermögen des Landwirts H'eorg Jakob bött -» U » ter - Mo11a „ ist z»r - eschluhsaffuna über die Derwertmig der Immobilien und zur Prninng der nackträglich angemeldeten Forderungen eine Glgiibigerversginmlung oni Mittwoch. 13. AIgi 1914. nachmittags 3 'A Uhr, vor dem Aroyh, Amtsgericht AUchel- stadt anberanmt. Kreis Büdingen. h. Wolf. 30. April. Bon einem traurigen Geschick wird die hier wohnhafte Familie Nos heimgesucht. Im vorigen Jahre fand eine Tochter im Bleicky?nbachei Pfarrhaus bei einem Zimmerdrand den Flammentod. Jetzt verbrannte sich die zweite Tochter, die in Wenings bedienstet ist, beim Feueransachen in derart schwerer Weise, daß sie deni Büdinger Krankenhause zugesührt werden mußte. Kreis Lauterbach. Tie Mordtat in Crainfeld. Hosmann, Vater und Sohn, auf freiem Fuße. Der Uebersall auf die Familie Stein in Crainfeld stellt sich jeitt als geheimnisvoller und unerklärlicher heraus, ojs man zuern onnahm. Man glaubte tagelang dem Täter aui der —Dur zu (ein, glaube Um auch ich»» in der Person des Karl H o i m a ii^n aus Solz gesunden z» haken und iah sich nun. wie uns die staats anwallschast mitteilt, genötigt, die beiden Hoimanns, Vater »nd Sohn, die mon »stiert hatte, wieder s r e i h ut a f fe « , da i,e ihr Alibi nachzuwersen vermochten. Tie Staatsanwaltschgit teilt nns dazu mit, daß auch die Meldung, Stein iei am Sonntag be, den Hofmanns in Salz gewesen, um sie an die Bezahlung von föfligcn Schuld«,»seit zu mahnen, unrichtig sei. In Gegenwart ungezählter Leidtragender wurde der ermordete Händler 'Abraham Stein am TonnerStag in Crainfeld bestattet. Bon der Beerdigung geht uns foigende Schilderung aus Erorn seid zu: = Crainfeld, 30. Avril. In der dichtgriüllteii Sy »agoge iaud eine sthlickäe, herzergreifend» Feier statt, die der Fürsprackie und dem Gebet für die Verletzten galt Der Groß berzogl. Pro».-Rabbiner Dr. Hirschseld von Gießen und die Knltusbeauuen der Nachbargemeinden waren anwesend. Nach alter jüdischer Litte wurden die Namen der Schioerverwnndeten geändert, nnd die zahlreiche Gemeinde brach in Schluchzen aus, als der junge Lehrer und Kantor, der mit der ältesten Tocküer verlobt ist, Mil lränenerstickter Stimme die .Gebete sprach. Sämtlüttz' jüdische» Einwohner von Crainfeld ballen den Be erdignngstag zum Fasttag bestinimt, um der Trauer Ni» das I surwtbare Vorkommnis Ausdruck zu rcrleilirn lim 2 Uhr am Nachmittag versgiumelte sich eine gewaltige! Menge vor dem Tranerhaus, das einen furchtbaren Anblick bietet. Ter verkohlte Oberstock reckt sich zum Himmel, und geschwärzte Balken, zerbrochene Fenster, das verbrannte Warenlager liegen aus der Straße, während vom Nachbarhaus so zufogen ühelhaupt nichts mehr zu sehe» ist. Windstöße hüll:» die ganze Trauervrri'amlnlüNg oft in die Itinheilliegenden Astivn teile, und hier und da fällt' ein Fensterglas oder ei» Slein von der graue,iizolliM Stätte der llnheilstat herab. Sämtliche Be wahner von Crainfeld, 'Männer und Frauen, find zu der letzten Ehrung herbeigeeilt. aber auch die grsainteii 'liachbar orte, insbesondere deren jüdische Gemeinden, sind vollständig vertreten. Ter Sarg ivird aus dem Hanse getragen, Iiild der Rabbiner ruft dem Dahingeschiedenen die letzten Grüße^nach. In bezwingender, zu Herze» gehender Rede malt er das schick lal des »nglücklichen, ruft er den Beistand des Herrn herab iür die armen, noch lebenden, schwer leidende» Opfer. Ter lange Trauerzug bewegte sich dann nach deni herrlich gelegenen Hvly'nfriedhof, wo die Gebete gefprochen wurden »nd Lehrer Bader Ober L-eemen warme Worte des Andenlens und Trostes fand, lieber das Bei,»den der Verletzten gibt uns eine Tepeiche ans Lauterbach Kenntnis: ^ ' Laulerbach, l. Mai. Ter Zustand der Frau Stein, ihrer Tochter Lina und ihrer Söhne M a x » » d L e o v o l d lassen eine Wiedergenesung leider als a u s g e s ch l v s s e n gelten. Beide F-auen liegen noch völlig bewußtlos darnieder und geben nur fahr schwache Lebenszeichen von sich. Auch der Zustand der beide» Söhne, der zunächst nerhältnisinäßig günstig war, ist seit gestern schlecht geworden. Bei Heiden besteht mm auch keine Hoi, nung gut Erhaltung des Lebens mehr. So ioird das Beil des Mordbrenners waliricheiittich ist ns Ovier iordern. Tie jüngste Tochter S e l m a ist außer jeder Lebensge so l> r. Wie uns ans Grebenhain gemeldet wird, ist die vvii der Stgatsanivgltichgii ausgejetzte Belohnung von l>00 Mk. auf die Ergreifung des Mörders von Herrn Sima» Summer Grebenhain. dem Schwager des Toten, im Namen der Verwandten um 3(X)Mk. erhöht worden. Kreis Schotten. § Schotten, 29. April. Hier st arb der in weitere» Kreisen l'etännie Kaiisnian» Konrad Nock einer im 77. Lcbeiis- johre. Kreis Fricdlierli. h. Bad Nauheim, 30. April. Aus 'Antrag der Bad." »nd Kurverwgltnng und des Aer'leverems Nauheim hat der Kreistag für den Kreis Friedberg die Sperrung der neu nennten K i cisstraße von Friedberg nacki Bad Nauheim iür Lgstinhrwerle nnd Kraftfahrzeuge beichloiien Auch Vieh darf dort nicht getrieben werden, und ebensowenig dürfen Personen, „öi diese Straße nicht benutzen müisc»^ NM zu ihren dort belegenea Grundstücken m gelangen", diese evtraßc nicht begeh,-». Danach scheint di, neue Kieisi'traße nicht dem Verlebe dienen zu sollen. t. Vilbel, 30. 2lpril. Gestern abend ivurden die Be wohner der Hanauer Straße durch Feuerruse erschreckt. In dem Hause des Metzgermeisters Stier hier, das von einer Familie Ziriksand bewohnt wird, erschienen die Kinder der Familie Zinks and an den Fenstern und schrien um Hilfe. Ta die Eltern nicht?,u Hanse ioarcn, eilten Nach barslcute in die Wohnung und gewahrten, daß das Bett brannte. Glücklicherweise lonnte das Feuer anf seinen Herd beschränkt werden. Iedensalts ist der Brand dilrch Spielen der Kinder mit Streichhölzern ent standen. Starkenburg und Nhcinhesscn. rb T g r in st a C t, 30. April. Heule nachmittag iond die erste Probejghrt der elektrischen BorortbahnTa r »i stadt E b c e stadt statt. Ein reich bckignztei Zug der alten, entsetzlich keuchen den Tampistraßenbadn führte Bürgermeister, und Olemeinberäte von Ebersladt hierher zur oberen Rbeinstraße, von Iva denn nach kurzer Begrüßnng dir Everslädter und die Tarmjtädtcr Fahrgäste. Regie rungsvertretcr, Stadtverordnete usio. in einem mit laschen Grün und Fähnchen geichmnckte» elekrrischen, aus drei ickjonen groß?» neuen Motorwagen gebildetem Sonderzuge di? Fahrt nach Eberstad: antraten, überall von zahlreichcti Zuschauer» begrüßt. In Eberstadt erfolgte zunächst eine Besichtigung der großen -neuen Bahnanlagen, besonders der elektrischen Kraststatio», III welcher Direktor M öl ler eine Schilderung der großzügigen Anlagen gab. Er irille ii. a. mit, daß die neuen Wagen ans der Strecke mit inner Spaiinung von 1200 Volt fahren und 40 Kilometer Geschwrndrg- krit entwickeln löniien. Man rechnet damit, daß später dis zu 2000 Arbeiter täglich an> der Strecke beivrdert werden müssen Bei einem späteren geselligen Beisamineniein begrüßte der Aus sichtsratsvorsitzende her Hessischen Eisenbahngesellschait, Ober bürgermeifter Tr. Iff l ä ss in g , die Fahrgäste und toastete ans das Blühen der jetzt elektrisch verbundenen Gemeinde Eberstadt, wofür deren Bürgermeister Schäser mit einem Trinkipinch ans Tarm stadt erwiderte. 'Auch Geh. Rai Provinzialdirektor Fei, und Gell. Oberiinanzrat sti o I, d e hielten Ansprache» nnd irirrteit bc sonders die Einigkeit zwischen Stadt nnd Land, wahrend Abg. ?>i a a b und Bürgermeister Held für die ltzemeindrn Pfungstadt und Setheim sprachen. __ m. Oftenbach a. M., 1. Mai. (S t a b t» t r o r b ii r l c » srtzn n g., Tie allgemeine Arbeit sord n u n g der Stadt Offenbart) über die Entlohnung der Arbeiter u:i Verletzung in eine höhere Lohnklaiie wurde dahin ergänzt, daß ein Arbeiter bei der Zuteilung einer anderen Arbeiterlategorie, die sich in einer höheren Lohnklaiie bciiitbct, vom nächsten 1. 'April an in die niedrigste Lohnituie der neuen Lohnllasi.' »ersetzt wird, vir ihm mehr als seinen bisherigen Lohn gewährt Ter Arbeiter hat dann 2 Jahre lang in dieser Lohntlaise zu bleibe». Schweres Eiienbghnnnglnck i» Nieder Saulheim. — M ainz, l. Mai. Heute vvrmittag ereignete sich aus der Station Ni eder-Saulheani ein schweres Eisen bahnunglück. Ter Personenzug 2llzey—Mainz suhr beim ?K a n g i e r e n in einen Gürerzug hinein Tie Personenwagen stürzte» die Böschung hinab. Bis jetzt sind 3 Tote und •’> Verwundete ans den Trüm mern heransgezoge» worden. Hessen-Nassau. — 2i o d li e i m a. d. B., 30. Avril. Das diesjährige Ober Ersah gefchält Iür den KreiS Biedenkopf ninmil ?rreitag, den 8. Mai, morgens 7*/, Uhr beginnend, hier in Rodheim feinen Anfang. F. E. Wiesbaden, 30. April. Während der Anwesenheit des Kaisers in der Mairesrdenz Wiesbaden wird voraussichtlich der Monarch eine Parade üb«r die Truppen der 'Garnisonen Wiesbaden unh Homburg v. d. H. und die Mainzer Pioniere abhalten. Bei dieser wird der Kaiser die Veteranen des Kriegsjahres lf«4 besonders begriißen. Lnstjctfiffnhrt. „S. 8.-11". Leipzig, 30. April. Ten Morgcnblättern zusolge gestaltete sich die gestrige Landung des Lnslschiiies „S. L. II" im hiesigenPuii- schitfbaien schwierig. Das Lustschift setzte, da es ans der^ Fahrt viel Gas verloren hatte, etwas h a r t a II s. Tic vordere Maschinengondel, die sich hinter der Führergondel befindet, kam so stark aut de» Erdboden nieder, daß in der Führergondel die Streben brachen. In der Hinteren Maschinengondel wurde die Leiter zum Lauigang zcrtriiminert, -in den beiden mittlere» Motorengondeln, deren Motoren bei dem Niedergehen nochmals in Tätigkeit gesetzt worden waren, konnten die Schrauben nicht rechtzeitig in die wage- rechte Lage gebracht werden: daher stießen diese so stark in die Erde, daß die Flügclenden zerbrachen Am Schiliskörver selbst wurden zwei Längsträger geknickt. Der Schaden dürfte in einigen Tagen behoben sein. vermischte». * S ch n c e st u r »i i n R u ß I a n d Aus Pctersliu r g, 3 j > s u » s al l. Aus C » pbav t n , 30. Avril, meldet ein Privattelegramin: Ter nvrtvegische Dampfer „Liv" aus Berge» der 'mit einer Ladung Hvlz ans der Ostsee tani, ist heute miilernackt iw 'Nebel mit dem hier ankernden jchwedifchen Tampier „Astadt" kollidiert. Tiefer ist sofort gesunken. Tie Mannschaft, mit 'Ausnahme des Cukhavener Lotsen, der ertrunken ist, wurde gerettet. Ein Mann tvnrdc schwer verletzt. Ter Dampfer „Liv" ist am Bug beschädigt. Kleine Tagerchronik. In B e u t h e n fcheute bei einer Besichtigung das Pferd d>-s Generalmajors N e f f nnd .stürzte. Ter Offizier erlitt mehrere Rippenbrüche An der G o o d w i » - S a nd b a n k >m Süden ker Them e- mündnng ist ei» großer T o IN Pier g e strandet, dcffe» Name bisher noch unbelannl ist. Das Schiff befindet sich in gefährlicher Lage. Ten, Pferdehändler Moritz D y m o n t wurde oni der Eisen- bghiifahrt von Gncscii mich Ioroschin seine Brirftaschc mit über '20 000 Mark gestohlen. Von de» Dieben seht! bis jetzt jede Spur. In Saueerre, Departcuient Eher, erschoß sieh der Stcuereinnehnier Hugret, weil fein Buchhalter ein» Veruntreuung von 80 000 Francs verübt hatte. Bei A nt > cns wurde ein 1.7 jähriger Bursche vcrhaslet, der ans das Geleise der Bahnlinie Amiens—Rouen mehrere Steinblocke gewälzt hatte, um, wie er vor dem Polizeikommissar erklärte, einnial eine Zugentgleisung mitansehen zu können. . viichertisch. — Qu e n ti n - M a h l au ' S grauer Taschc n i a hr - plan für Sommer ! 9 l 4 ist soeben im Verlage von Mahlan & Aoldschmidt, Frankfurt a. 'M., Gr. (tzallusstr. .'!, in der bekann- lcn reichhaltigen Ausstattung zum Preise von 30 Pfg. erschienen. Neue Berkehrskartr von S >'i d d e u t s ch l a n d. 7. Auslage. Mutd'sck« Verlagshandlung, Stuttgart. In starkem Ilinichlag. Preis 70 Pfg. Tic Karte ist im Maßstali von 1:800 000 in vier Farben ausgeführt. Mit Recht führt fic d-e Bezeichnung „Verkehrskarte", dl das immer dichter tverdenoc Eisenbahnnetz klar und übersichtlich ,'ich abhcbt. Märkte, ,'e. Frankfurt a. M., I. Mai. be»- nnd St robm arkt. Angetaliren waren 7 Waaen Heu, l> Wagen Stroh. Bezahlt wuröe iür- beu 1 . 20 — 4.10 Ptk., Stroh tKornlangstrolst 0.00—o.MMk,, Wirr- stroh 0,09—0,00 M.nk, Alles je DO Kilo. Geschält lebhaft. — Die Zufuhren waren ans dem Obertainiuskreilc und dem Kreise Dieburg. Amtlicher Wetterbrricht. O c s s e n t I i ch e r W c I t c r d i e n st, Gießen. WettcrauSiichten in Hessen NI» Samstag, den 2. Ätgf 1914: Borwiegend wolkig, ueremjclte '?!iederschläge, kühl, Winde ans nörd- liclien sttichtimgen Letzte K^eliriciftc». Einc'franzöiiichc Wahlvcrsa m m l u n g m i t Revolver schüssc n. Marseille, 30. April. Im Verlaufe einer Wahlvcr- s a m m luun fand gestern ein Z n i g m m c n st o ß zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten statt, die in die Stichwalil kommen. Es Ivurden R c v o I v e r s ch ü s s c abgegeben, wobei eine Person schwerverletzt wurde. R o o s c v c l t L. Ä c i in k c h r. New Bork, l. Mai. Loosevelt und icin Sohn Permi» sind wohlbehalten in Mauaos gngrkomnicn Roosevelt ist krank gewesen, hat sich aber wieder vollständig erholt. Er telegraphierte an das amerikanische naturgeschichtlichc Museum, daß er einen tiishcr unbekannten großen Nebenfluß des in, beiva criorscht habe. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen bedeutend sein. ZAHNISVSIA verhindert den Anfalz von Zahnftein -w und erhält die Zahne rein und gefund! Große Tube i M. Kleine Tube 60 Pf /rf Dr.Weinreich's Mottenäther Um nicht minderwertige Nachahmangen zn erhalten, aehte man stets auf den Namen ,,Dl\ WGinrGich U . 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