Nr. 97 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme deL Sonntags. Tic „Sicßener ZamilienblöNer" werden dem .Anzeiger" viermal wöchcullich beigclegt, das „Ureistzlatl für den Krtit Sichen" zweimal wöchentlich. Tic „randwirifchastltchen Jeil- sregen" erscheine» monatlich zweimal. Jahrgang General-Anzeiger für Oderhessen Montag. 27. April 19(4 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchs» tlnivcrsitätS - Buch- und Steiudruckerci. R. Lange, Kiepen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ,'irape 7. Exvedition und Verlag: e^öl. Redaktion: Lrs 112. Tel.-AdraAnzeigerKiebeii. Au» öcfjcti. Freie Vkreinigung hessischer NationalUberaler. Die Freie Bereinigung hessischer Nationalliberalcr hielt eim gestrigen Sonntag in Frankfurt a. M. eine von dem Elestnnlvorstand und den Vertretern der ihr nngeschiossencn Vereine und Ortsgruppen aus .> hessischen Reichstagswahl- kreisen vollzählig besuchte Versammlung ab, die nach eingehender Aussprache e i n st i ur nt i g folgende Entschließungen annahm: „Aus die Entschließungen der Vertrauensmänner der National- liberalen Partei des Wahllr i ej D a r m sta dt — W t o ft - W f « r a u erklären wir, das: die Freie Bereinigung hessischer National liberaler nach ilr'r Zusammensetzung und Br:ä.igung mit dem Reichsoerband der Nationallibiralen Jugend und den: Altnatio nalliberalen Reichsi>erband nicht verglichen werden kann. Wir erklären wiederbolt und mit Bestimmtheit, das; die Freie Vereinigung lediglich eine Arbeitsgeinrinichast zur För-erung einer rcin natwnalliberalen Politik ist, zu gegenseitiger linierslüdüng der der Frei-n Bereinigung angegliederten Organisationen der Werbetätigkeit und politischen Tagesarbeit innerhalb der Partei des Reiches lttid des Landes. Wir erklären loeiler. dal! a le gegenteiligen Behauptungen, nie, die Freie Bereinigung habe Landtags- kandiluren auigeste.tr oder Wablvor chläge zum Zentralvorstand gemacht, unwahr lind. Wir betonen wiederholt, ltN! wir Nicht etwa den linken Flügel der Pariei dar'tellc», das; unsere Mit-, glichet aber in il.rr politischen Tätigkeit Freiheit der ParpK in ihren Entsch.ießungen und Organisationen van lvir schAsts- voliitichcn Verbänden jeder Ar! anskrebcn. Wir vertrcirn daher die Meinung, das, cs »Iller gutes Recht ist, uns gegenseitig durch Schajsung eines Sekretariats, Bcaraeitung der Preise, Ausbringung von Geldmitteln usw. zu unterstützen und^daß wir sür liniere nachdrückliche TStigkei. im Dienste der Partei den Tank und die Beihilfe aller Partei reunde zu erwarten berechtigt sind. Da wir feine Sonderorganisation sind, lehnen tvir es ab, zu der Frage d.r Auslö uiig der Fungliberalcn und Altnational» liberalen Reichsverbandes Stellung zu nehmen; dies ist Sache der einzelnen uns angegliederten Organisationen. Wir müssen unser höchstes Befremden darüber aus- drückrn, das die Beriraueiismäiiner-Vcrsamn lang des A h kr.ckies Darmftadt Groß-Grau ks sertlg gebracht hck. unterm Ge ch :stz- iührer Tr. Linie stir seine Aussührungcn in Waidmichelbach ein Mißtrauensvotum auszusprcchen Und damit einen P rteiircitnd in der Ocsfentlichecit blas; zu stellen, ohne es für nötig erachtet zu haben, vorher den Geschäfts ührer selbst zu hären oder auch nur bei den uiaßgebciiden Vertrauensmännern in Waldmichelbach über das, was der Geschäfts ührer in Wirklichkeit gesagt hat. eine Erkltndigung einzuziehen. Wir haben in einer einwandfreien Weise scstgcücllt, und zwar aus Grund schristtichcc Erklärungen von TeilnclMcrn dieser Versammlung, dag die Ausführungen der Geschäsls'ühecrs durchaus richtig, sachgemäß, und weder nach Form oder Inhalt für- den Vor iecnden de- Landesvartei verletzend, nach sür einen Parteibeamtcn unangebracht waren. Wir ivrrchcn daher Herrn Tr. Linse unser volles, uneingeschränktes Vertrauen aus. Nach Mitteilung der Freien Vereinigung ist der tatsächliche Sachverhalt, der der Darmstädter Entschließung zugrunde lag, der solgende: In der Waldmickelbachrr Ber'ammlung lcgtc Herr Dr. Winkler, der Führer der iorljchriltlichen Organisation im Wahlkreise, unter Hinweis auf EinzcztzTien ans einer von Herrn Tr. Osann in Tarmstadt unlängst gehallenen Rede dem Reserenten Herrn Tr. Linse die Frage vor: „Welche Stellung nimmt die Freie Bereinigung gegenüber dem Vorsitzenden der Landtagssrak- tion, Herrn Dr. Osann, ein?" Herr Tr. Linse beantwortete diese Anträge dahin, daß er gern bereit sei. aus vvlitischem Gebiete Rede und Antwort zu slehrn. In seiner Eigenschaft als Parteibeamlcr stehe ihm aber nicht das Recht zu, in emer öffentlichen Versammlung über innere Parteiangelegcnhcitcn zu sprechen Allerdings 'änne man sich aus Grund drr Tarmsladtcr Rede des Eindrucks nicht erwehren, bas; Herr Tr. Osann in manchen Fragen aus dem rechteti Flügel der Paitci stehe. Seine Stellung innerhalb der Partei habe mit der angrschnittenen Frage nichts zu tun. Auch die Freie Bereinigung umfasse rechts wie linksstehende Kreise. Mil Nachdruck Iwb Herr Tr. Linse zum Schluß seiner Ausführungen zu dieser Frage hervor, daß die ganze hessische Landes- vartei, einschließlich der Freien Vereinigung hessischer National liberale, zu dem Landesvoriitzcndcn das feste Beriraucn l>ade, daß es ihm gelingen werde, den hessischen Nationalliberalismus, der sich, was nickt zu leugnen sei, seit geraumer Zeit in einer Krisis befinde, wieder brsicrcn Zeiten entgcgenzujührcn. Anträge des Abg. Jaul, in drr Zweiten Kammer. Ter Abgeordnete I o u p hat in der Zweiten Kammer solgende Anträge gestellt: 1. Hohe Zweite Kammer wolle beschließen, Großhcrzogl. Regierung zu ersuchen, einen Gcsctzentwnn vorzulcgen. welcherden An kauf käuslichcn Geländes in den Gemeinden des Landes d u r ch d i c Gemeinden zur Verpachtung an landtoirischastliche Klein betriebe, oder auch gegebenen Falles ztinl Verlaus an dieselben ermöglicht und dementsprechend die Landrshhvolhclcnbank zu ermächtige», zu diesem Zwecke den Landgemeinden zu billigem Zinsiuß und unter auSgcdchntcn Rückzahlungszugcständnisscn stets ein Kapital zur Verfügung zu stellen unter diesbezüglicher allgemeiner Belanntmachnng in den Gemeinden des Landes. 2. Hohe Kammer wolle beschließe», Großhcrzogl. Regierung zu ers>:chen, einen Gesetzcntwnrs vo-,„legen. welcher es ermöglicht, die Feldbercinignng in Hessrn mchr, wie seither zu söc- drrn. hcnirntsprccheich abkömmlich» Amtmänner oder andere geeignete Beainte zu Feldbereinigungen zu verwenden und wenn Mangel an Geometern 1. Klasse sein sollte, Geometer 2. Klasse, die seitens der Regierung bereils Bayern sür diesen Zweck cmp- sohlen tvurden. cinzustellen. 3. Hohe Zweite Kammer der Landstäiche wolle beschließen. Groß!,. Regierung zu criucheu, den beabsichtigten llmbau des T e s ch h a » s c s zu B a d - N a u h e i n> und die Errichtung eines Gebäudes iür ein Berkehrsbureau daselbst einstweilen zu verschieben und die sür diese Vorhaben in Aussicht stehende Ausgabe zum Bau eines „Palais sür Seine Königliche Hoheit den Groß her zog" zn Bad-Nauheim verwenden zu wollen. Kongreß für einheitliches Angeftelltenrecht. ~ Berlin, 25. April. Unter sehr starker Beteiligung von Interessenten aus den verschiedensten Berufen sand heute im Architektenhause ein Kongreß für rinhcitliches Angcstelltcnrecht statt, der von 12 Drruss- organisationen einbcrusen war, nämlich dem Allgemeinen Verband der deutschen Bankbeamten, drr Allgemeinen Vereinigung deutscher BuchhandlungSgehilsen, dem Bund der technisch'indn stiiellcn Beamten, dem Teutsckren Sleigeroerband, dem Tentschen Technikervcrband, dem Deutschen Zuschneioerverband, dem Verband der Burcauangestellten, dem Verband der Kunstgewerbezcichner, dem Verband technischer Schifssossiziere, dem Verein der deutschen Kauslcute, dem Wcrkmeistcrverband sür das Buchbiudergewerbc und dem Zcntralverband der Handlnngsgehilscn. — Ten Vorsitz in der Versammlung führte Schweitzer vom Bund der technisch-industriellen Beamten. Rechtsanwalt Tr. Hugo Sinzheimer (Frankfurt a. M.) sprach über die Notwendigkeit des einheitlichen Äugest e l l t c n r e ch t s. Er führte aus, daß wir in Deutschland heute drei verschiedene Gesetze haben, die sich mit dem Recht der Angestellten befassen, das Bürgerliche Gesetzbuch, das Handelsgesetzbuch und die Gewerbeordnung. Durch diese Teilung ist ein unendlicher Wirrwarr in das Rechtsleben gekommen, so daß nicht einmal die Juristen sich in den Bestimmungen ziifechtiinden. Es gibt sogar höchstgerichtliche Urteile, die sich in der Ausfassung über drn- sclbe» Punkt im Angestelltenrecht diametral geqenübcrslchcn. Wie soll sich nun da der Laie, der sich doch nach diesen Gesetzen richten soll, zurcchtsinden? Die drei Gesetze haben über die gleichen Dinge ganz verschiedene Vorschriften. so über die Krankheit, die Kündigung, die Ausstellung eines Tienstzcugnisics usw. Wenn man das lediglich als eine Ungerechtigkeit bezeichnen wollte, so könnte man sich damit abslndeu, wenn wenigstens Einigkeit darüber herrschte, welches Gesetz ans die einzelnen Kategorien der Angestellten anzuwenden ist. Aber nickst cinmal darin, nicht einmal in diesem grundlegenden Punkte herrscht unbedingte Klarheit. Unserem Privatangestclltcnrech: fehlt die Volkstümlichkeit, es schlt ihm die .Klarheit und Schärie, die wir unbedingt von unserem Recht verlangen müssen. Bei dem Privatangcstclltenrecht ist die Erfüllung dieser Forderung umso notwendiger, weil nicht nur die Rechtsnormen verschieden sind, sondern auch die Gerichte. Für den Privatangrstcllten ist es oftmals eine Schicksalsfrage, ob er vor das ordentliche Gericht, oder vor das Sondcrgcricht, das Kausmannsgcricht oder Gewerbcgcricht, gehen muß. Es habe» somit alle Angestellten, ein Interesse an einem einheitlichen Recht. Wenn die Gegner, auch untcr den Angeftrllten gibt es solche, meinen die Teilung der Rcchtsvorschrlsleu ist nötig, da man die verschiedenartige» Bcrusszwcigc nicht in einen Tops mcrs-u dürfe, man könne de» Techniker nicht ebenso behandeln ivie den Kaufmann oder Bureanangcstclllen, so antworte ich dem: Meine Herren, Sie liegen bereits in diesem Tops! denen cm Mensch aufrecht stehen kann. Tic Balken, die -zeuchligkctl ansgcsctzt sind, haben außerdem durch die Trockensä gelitten, am meisten die Stichbalten des Nordendes, die schon wlederholten Rialen geflickt worden sind. Ein gewaltiges Gerüst >>nnern der Halle hat seil 1913 das Dach gestützt, und jetzt ist mit den Slusbcst'crnngzarbcitcn betraute Ausschuß soweit, einen i Itcnnnfdjlaq zu machen und hat in diesen Tagem vom Parlanv jährlich 200 000 Mk. für die Arbeiten verlangt. Mehrere Um hansmitglieder haben durch Hcrumklettcrn auf dem Gerüst die ck gaoen der L 1 Schneider. Der Kreis Friedberg zählt 113 .Hausarberter, die meistens für Frank!urter Firmen arbeiten. In diesem Ialyce sind 10 Korscttnähcrinncn und 7 Wcistzengnäberinncn neu dazu gekommen. 24 Hausarbeiter werden mrt Tütcnkleben, 2 init Hand schuhnähen, 19 Schneider mit Konsektionsarberteu beschäftigt. Dazu kontinen 51 Portcseuillcr in der Stad! Vilbel. Diese arbeiten für Osfenbechcr und Frankfurter Fabriken. Es iverden Börsen und Tamcntaschen sowie feinere Porteieuislewaren angciertigt. Die Arbeit teilt sich in das Anschlägen von Bügeln und das Nähen der Taschen. Unmittelbar sür die Geschälte arbeiten nur wenige Hausarbeiter. Tic meisten crlzalten ihre Arbeit von Zwi schenmeistcrn, die selbst Mitarbeiten. In diesem herbst lvnrden 8 Zwischrnmeistcr gezählt, die zusammen 40 .hausarbeiicr be- schästigcn: deren Arbeit ist fast durchgängig keine glcichmästigc, sondern die Ansträge richten sich nach der Saison. Es finbet auch, abgesehen van den Zwischcnmeistcru, Ln den meisten keine regelmäßige und ununterbrochene tägliche Arbeitszeit stärt. Die gewerbliche Beschäftigung gehr Hand in Hand mit der Verrichtung der häuslichen Obliegenheiten Im allgemeinen kann man dem einzelnen Hausarbciter täglich 1 bis 0 Stunden Arbeitszeit zurcchncn und den Stundenverdicnst mit durchschnittlich 15 bis 18 Psg. veranschlage», so daß ein Wochenverdicnsk von 5—7 Mark hcrauskommi. Tack- sind höhere Einnahmen, die auch von der Art der Arbeit sowie 'der Geschicklichkeit abhängen, keine Seltenheit. Tie winschastlichc llage der hansarbciterinnen ist mit wenigen Ausiiahrcu gut. Die Ablieferung an den Zwischen- mcislcr am Wohnort iu der Mehrzahl der Hausarbeit« erwünscht, Sic sparen dadurch viel Zeit und Geld. Auch den Geschäften ist die Vermittlung durch den Zwischcnmeister angenehm. Bon den letzteren .halten einige Lehrbuben, andere lerne': ihre eigenen Söbnc an. Einige hansarbeiier brachten auch Klagen vor, dast sie besonders in her stillen Geschäftszeit bei der Empiangnahrnc und Ablieferung ron Waren über Gebühr warten müstten und dadurch eine durch die Natur des Betriebes nicht gerechtfertigte Zeüoer- säumnis erlitten. Die ipeivcrbciuspekrion lmt daraushin von der Befugnis des 8 5 des hausarbcitsgesctzes Gebrauch gemacht. Tie Ai beitsränmc von 6 Zwischenmeistern Und 20 hausaibciteen sind belichtigt worden. Die erster:» haben sämtlich besondere Werkstätten. Einige der letzteren svrachcn sich dahin aus, dast die Räume, in denen regelmästig längere Zeit tagsüber Porteienille- «rbeiten ltcrgestellt würden, mindesten? zum Schläfen nicht be- nutzt werden sollten. Ausfallende Miststände wurden in den besuchten Betrieben nicht vorgefundcn. Tie Gcwcrbcinspeklion loar inA-Bcrichtssalwc 1913 mit besonderen Erhebungen über dr^,gewerblichen Bügel- n nd Daschan st allen beeustragt worden. Sie Hütten folgendes Ergebnis' An gewerblichen Biigelcicn und Wäschereien, in denen fremdes Arbciisversonal befchästigt wird, bc»anden sich nach den im laufenden Iabre aiigestclltcn Sondererhcbnngcn im Aufsichtsbezirk Gießen, -also der ganzen Provinz Obcrhessen), nur 35. Tavon entiallcn ,16 aus die Siadt Giesten, 17 ans Bad Nauheim lind 2 aus zwei Dörfer Tie beiden letzteren sowie die Betriebe, in Bad-Nauheim arbeiten blost im.Sommer. Sänilliche 16 Betriebe »u Gießen beschäftigen 28 Biigelniäditaen und 7 davon auch Wäscherinnen. Die Zahl der Büglerinnen daselbst beträgt 28, die der Wäscherinnen 9. Tie letzteren, sämtlich über 21 Jahre alt, sind verheiratet. Nur eine von ihnen wäscht 5 Tßge hintereinander, zwei 4 Tage hintereinander und die übrigen nur 1—3 Tage in der Woche. Tic tägliche Achcitszcit dauert für die Wäscherinnen von 6—6 Uhr oder 7 7 llsfr mit drei Pausen zum Essen. Ikcberarüeit sind« nur ganz ausMlimsweise einmal statt. Bon den 28 Büglerinnen in den Bügelcicii der Siadt Gießen standen 2 im All« von 14—16 Jahren, 6 im Aller von 16—18 Jahre», 5 int Alter von 18—21 Jahren und 15 waren über 21 Jahre alt. Zwei von ihnen arbeiten nur an.einem Tage in per Woche. 5 an zwei Tagen, 12 an 3 Tagen, 5 an 4 Tagen und 4 an 6 Tagen. Tie Arbeitszeit i st eine scstbegrcnzte von 7 bis 7 Uhr oder 8 bis 8 Uhr, oo» cbcnsalls drei Essciispausen unterbrochen. Ueberstiinden werden in einigen Betrieben, ober nur selten nod in der Regel nur vor den hohen Festen gemacht. Sonntags- arbeit ist nicht üblich. In Bad-Nauheim dagegen, wo mit der Zabl und den Wünschen der Badegäste gerechnet ivcroen must, wurde,! nach den bei den Erhebunaen aemachtcn Fcstftelluiiqen in 6 Betrieben die Büalcrinnen nach Bedar auch an, Sonniag- wormittag beschästigt. Auch Ucbcrarbeit sind« daselbst in einigen Betrieben hin und wieder statt. Sic iväbrt gewöhnlich I —3 Stunden, ausnahmsweise auch länger. In Zeiten schwachen Besuchs des Bades oder schlechten Wetters, wie ,. B. Heuer im Monat Juli, war die Sonntags- lind Ueberarbeit cntbel/rlich „nd in einigen Betrieben wurde sogar mit verkürzter täglicher Arbeitszeit gearbeitet. Tic Arbeitszeit in den Betrieben zu Nau- Ijriirt liegt zwischen 7 Uhr morgens und 7 llbr abends. Pausen werden drei gehalten, die aber nicht so bestimmt und lang sind, wie in den Fabrikbetriebcn gleicher Art der Umgebung. In den 17 gewerblichen Bügel««, des Bades Nauheim wurden 19 Büglerinnen und 11 Wäsckierinnen gezählt Bon letz, leien waren 9 verheirat«. Sic arbeiten unter den gleichen Verhältnissen wie in der Stadt Giesten. Einige arbeiten nur 1—2 Tane IN der Woche. Ucberarbeit »nd Sonntaasarbeit kommt bet ihnen nicht vor. Von den Büglerinnen war feine verheirat«. Eine stand im Alter von 14—16 Jahren, «ne im Alter von 16—18 Jahren, 12 standen int Mer von 18—21 Jahren, 5 waren über 21 Ja um alt. Tie Büglerinnen haben zum T«l Kost und Wohnung bei einem Monntslobn von 40—55 Mark. Ohne Wohnung Iverden 2—2,30 Mk. Tagclohn bezahlt. Ter Verdienst ist dem der großen Dampstvaschucicn der UnzgeLung ! gleich. Obschvn aber in letzteren die Arbeitszeit und die Pansen begrenzter und geregelter sind, ziehen viele Mädchen die Beschäftigung in den kl«ncren Privatwäschcreirn, wie sie selbst sagen, wegen des Familienanschlusses, mal cs gemütlicher her-- gcht und weil cs mehr zu hören und zu sehen gibt, vor. In der motorisch betriebenen Wasckumstalt eines Hotels, wo außer der Holelwäschc auch die Wäsche der Gäste gereinigt wurde, waren über 20 Aroeiterinnen beschästigt. Da deren Arbeitszeit mit den Borschristen der Gcw.Ord. nicht aanz im Einklang stand, beschwerten sich verschiedene Wäschcreibcsitzer. Bei der Prüfung der Berbälttiissc ergab sich aber, dast k«n selbständiger Wäschereibetneb vorlag, die Wascherei vielmehr ein -teil, ein Zubehör des Gaslwirlsgewcroes ist, und ans diesem nach 8 !•>■. Abs. 1 Zifs. 4 die Bestimmungen der 88 135—139 a. G.-O. keine Anwendung finden. Ns;s Stakt und LacsS. Gießen. 27. 'Avril 1914. Von der Baumblüte ln Gictzen. In seltener Fülle und Pracht blühen in diese»! vGhre unsere Bäume, insbesondere die Obstbäiimc aller Gattuiiaen Erstellen schon die herrlichen Kastanien- und Lindenalleen der Stadt mit hem frischen, Hellen Grün der Dlätt er fronen ihrer Bäume das Auge und Herz eines jeden für die Reize und Schönheiten der Natur empfänglichen Menschen, so ist doch die Pracht der im vollen Blütenschinnckc stehenden Obst bäume ungleich herrlicher und entzückender. In den herrlichen Anlagen der Stadt blühen die frnhblühcnden Ziersträucher in Menge und erfreuen die Spaziergänger durch ihren Flor. Sehr anmutig ist der überreiche Blütenschmnck der Rhododendron im botanischen Garten, dessen Besuch jedem Naturfreund setzt sehr zu empfehlen ist. Bald folgen in der Blüte der Flieder und der ntächtigc Kastanienbau.nl mit seinen vielen Lichterkerzen. Wir bitten um Schonung der Anlagen und der Siränchler in den Anlagen. Schule und Elternhaus müssen der Jugend mit dem Sinn für die Obatur die Freude an d:n Schönheiten der 'Anlügen cin- vffanzen, dann kommt die Sckwnuiig von selbst. Unser Steinobst hat gut verbküht und gut angesctzt: besonders schön war die Blüte der Kirschbänme auf de», Trieb, und cs war?> jammerschade, wenn noch jetzt ein Frost die .Hoffnungen zerstören sollte. In den letzten Nächten >var die Temperatur erheblich gesunken und ain frühen Morgen waren die Wiesen und die Tächer ckeis; gereist, hoffentlich gibts sür die nächsten Nächte bedeckten himriiel oder etivas Wind, damit den Obstbäumen kein Schaden entsteht. Auch die Zlvetschcn berechtigen zu guten Hoffnungen. Momentan blühen die Birnen in reichster Fülle, und sehr bald werden die Apfelbäume folgen. Für den Gartenbesitzer und Obstzüchter empfiehlt cS sich, allen Bäninen und Stränchern jetzt einmal tüchtig Wasser zu geben, damit bei dem inangelnden Regen nicht die Blüten und Früchte abfallcn. Sehr dankbar sind die Obstbäume für eine flüssige Düngung mit verdünnter Jauche zu Anfang und noch einmal später zu Ende des Monats Mai. ** Der Groß Herzog empfing am Samstag den Direktor Dr. Baur von Gießen. ** Der hassiabezirk Gießen hielt am Sonntag im Felicnkeller seinen F r ü h j a h r s b e z i r k s t o g ab, bei welchem 39 Kricgervcrcine vertreten waren. Ter Vorsitzende, Lehrer D a a b, gedachte der Entwicklung ber hassia und der 40jähngcn Tätig- irit des I. Schriftführers, des Medizinalrales Dr. Bogt- Butzbach. Nack dem Jahresbericht des Vorsitzenden zählt der Bezirk in 39 Vereincii 3115 ordentliche und 146 austerordcntlickie Mitglieder. Das Vermögen der Bezirksvereine beträgt 38 000 21!ark. An Unterstützungen zahlten die Bezirksvcrcine 65 009 Mark, davon in 1913 2693 Mark .800 Kameraden lesen den hessischen Kamerad, 2061 hassiakalender Ivlirden bezogen. Bonisikationen erhielt der Bezirk 765,7.e'Mark, stlii Unterstützungen vom Verband flössen in den Bezirk 1600 Mark. Ehrentafeln erhielten: Joh. Schäser-Watzeiiborn, L. Fischer tzlrosten-Linden, L. .Henlklmann- Staufcnberg, Fr. Balser-Reislirchen, die Plakette .Ph. Lepper- Benern und das Vcrdienstäbzcichen vom Hlrostherzog Joh. Balser- Stcinbach. Zur D r. Bogt-Iubiläumsstistung >ind von 37 Vereinen 620 Mark eiugcgangen. Ter Bezirksvorstchcr ver- teilie sür 25jährige Blitarbeit in Bercinsvorständen Ehrcnnrkiin- den an hch. Haas-Burkliardsselden und Joh .Phil. 'NuhnII- Treis-Lumda. Für die hauptvcrjaminlung der Kriegerkamerad- schait hai'iia wurden Lehrer Taab-Lollar und Bürgerincister Lcun- Grostcn-Linden als Vertreter gewählt. Der Voranschlag der hassia fand die ZusHminnng drtz Beziri'. Folgende 'Anträge des Präsidiums wurden einstimmig bcsürworlet: 1. Im Jahre 1915 soll ein „Kornblumcntag" zuni Besten der Veteranen staltsinden, 2. der Präsident erhält sür bnsonderc Zwecke 300 Mark zur Verfügung, 3. vom 1. Oktober 1914 ab wird in Darmsladt eine Verbands- g c s ch ä f t s s! e l l c erricht« und ein Generalsekretär an-, gestellt. Dem Antrag Mainz, der 1915 einen Vcterancn- a vpell abstaltcn will Und dazu 3000 Mar? wünscht, wird einstimmig zugesagt. Auch drm Antrag Pohl-Göns, die großen hassia- Plak.ncn in ein h a s si a - V e r b a nds - E h r e u ; e i ch en nm- zuwandeln, wird als sehr zweckniäßig .zugestimmt. Dagegen lehnt die VcrsainmliiNg den Eintrag Gimbsheim ab, Ivclchcr den „!ves- ju'chczr Kamerad" sür jedes Mitglied zu 1,50 Mar! fordert. Der Ehrcnvorsitzendc M eher- Giesten widmet der ersolgr«che>r Tätigkeit dcs Bcrbandsschriftjührers Dr. Vogt sButzbach' lebhafte Anerkennung. Ter 5vassia-Präsident Freiherr von hcvl, der in Gießen weilte, liest seine Grüfte übermitteln. Lehrer Daab legte den Kriegcrver.ünen die Rote Kreuz-Tamininng warm ans Herz und forderte zur Beteiligung an der. Jugendiürsorgc und Iu- gendvilege aui. Del Vorsitzende des Kriegervcreins Leihgestern forderte zp zahlreichem Besuch des Bczirksscstes aus. Ein Verein regt eine Reise an ^ie Edertasspercc an, Schriftführer Kanzlärat Schijinic wird mit oer Ausstellung «ncs Rciscvlancs beaiiscragt. Ter Vorsitzende widmete dem verstorbenen Vorsitzenden der Krie- gcrkamcradschast Giesten, Bruchhäuicc, «neu clirendcn Nachruf. ** Tas Gewerbeblatt sür das Grostbcrzogtum .Hessen vom '24. i'lvril hat folgenden Inhalt: .hohlkorverdeckc (System Jungk-Wöllstein). — Grostb Zentralstelle für die Gewerbe. Kursus über Eiiisüb'iing in das schiedsrichterliche Verfahren. Gcwerbever- ciue Groß-Gerau, Roftdors. — haichwerkskainmer zu Tarnisladt, Fabrik oder Handwerk? — Allgemeiner Teil. Ausstellung dcr Künstlcrkolonic Tarmstadt. Tie Weltausstellung sür Buchgewerbe und stlraphik, Leipzig 1944. " Silberne Hochzeit leiern am Tienstag Job. Döring und Ehefrau, Elisabeth, geb. Seinmler, Rooustraste 38. Konknise in helfen. In dem Konkursverfahren über bas Vermöge,i des Kaufmanns Jakob Jakobson von Tarm- i! a d i 6: 7 er min zur Abnahme der von den Erben des uerstorbeiien l-öuMalier? acktelltc» Schlußrechnung »nd zur Erhebung von Ein- Ivendiinge», fowi.' zur etwaigen Beschluß,äh'ung über die Beßeunng eines anderen PerivallerS und über die aui 8llg Mk. festgesetzte Ver- gütnng des bisherigen 'Verwalters aui Freitag, 8. Mai 1814, vor- mitttagS II Uhr, Zimmer S19, bestimmt. — Das KoiikurSversahren iöber das Vermöge» des. Restaurateurs Otto Sitlcmann in -Sin inj ist „ach eckolger Abhaltung des Schlußtermins ausgebobeu worden. - In dem Konkursverfahren über das Derinögen des Kaui- mnmies Karl <ö e l> b a » e r z» D a r m lt a d t IN zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Scblußverzeichnis der bei der verteilu a zu berücküch. tiaenden Forderimgen der Schlnbtermin aus Mitiivoch, SV. Mgj 1814, vormittags 8 Uhr, vor dem Grosth. Amtsgericht Darmkiadt besiiniint. In dem Termin solle» auch die nachträglich ange,neideten Forüerungeii gevrilit werden. — In dem KonknrSverlayren über den Nachlaß des Edmund Schreiner von D a r m st a d t ist Termin zur Erklär,mg über stlenehiniaung eines abgeichlosten«» Vergleichs und zur Prüfung der nachträglich angeuieldete» ,ior» bermigen auf Samstag, 9, Mat 1914, vormiitagS 11 Uhr, vor dem Sroßh. Amlsgericht Tarnistadl bestimmt ivordcn. LanvkrciS Gießen. ^ Lollar. 24. Avril. In dcr Gemeindcratsfitzun g wurde zunächst iibrr ei:, Gesuch der ÄudcrIIsschcn Eisenwerke verhandelt, die die Absicht haben, aus Gemcindegelaudg verschiedene Masten zur Stromjührnng nach N^arburg anszustcllen. Ter Oöcmesnderat erteilt bierzu leine Genehmigung mit der Bc» diirgnng, dast die Masten für die Wege kein Hindernis bieten. — Ferner genehmigte der Genieindcrat die Erweiterung des Bahn» i Ürners in Flur IV. — Eine Anfrage der B a h n NI c i st c r e i IV. Gießen wird dabin erledigt, daß dcr betresfcnde T«l als Ortsstraßc zu betrachten und deshalb nach Borschrnt zu reinigen sei. — Aus das Angebot des Balth. N u h n wegen 2kbgabe von Stammholz erteilt der Gcmciiiderat seine ööcnchmigung. — Tas Gesuch der Ehr. F „ ch S u. Karl Scivv wegen,Erlast der Kanal- gebiihr wird genehmigt. — Der Genieindcrat bcjchliestt, d«i Graben an dcr alten Bahnhofstra st c aufräumen zu lassen. — Tie Instandsetzung des hirtenhauies wird an den Bauauslchust verwiesen. — Tie Krankenkasse hat sür das Jahr 1913 in Einnahme und '.'iusaabc 8285,1t Mk. auizuweisen. Tas Kapital beträgt 5567,45 Mk, Tie Rechnung wird genehmigt. Kreis Lauterbach. — Frischborii, 27. 7Uni!. Wir brachte» am Freitag die Meldung, dast der 62jährige Auszügler David Weiß I. aus dcr Toristraße iu Frischborn voll einer Kuli getreten Ivordcn lei und eadurch schwere Ber:etzlingen erlitten hülle. Wie uns Herr Heinrich Weist, dcr Enkel des Verletzten, »»iteilt, ist David Weist von der Kuh nicht gelreieu, sondern nur gestofteii Ivordeu. Er se, um* esallen und habe nur eine k> a u t v e r l e tz u » a am Kopse er- »altcn. Von „sckuvercn Verletzungen" lai»! also glücklicherweise nicht die Rede sein. Kreis Schotten. ~ Ulfa, 26. April. Hier fand eine Bersaminlung statt, die von etwa 400 Personen besucht war und sich mit der Frage der Feldbereinigung in der Gemarkung Ulfa beschäftigte. Oberamtniann Steg von Ringelshausen legte in klarer Weise die Vorteile dar. 'welche für die Gemarkung Ulfa aus §cr F-eldbereinigung zu erwarten seien. 'Auch Kreis- rat Dr. M c r ck nahm an der Versammlung teil und empfahl die Beschlus'sasfuug über die Feldbereinigung möglichst zu beschleunigen. Es ist fiir dieic bereits eine erheblich« Zahl von Stimmen abgegeben, so dast einchaldiges Zustandekommen der Feldbereinigung, die inr Jiiteresse der Landwirtschaft freudig zu begrüßen isp, erwartet werden kann. Kreis Friedberg. A M ii II z en b e r a, 26. Avril. 'An Stelle des uerstorbeiien Rechners und ljntererhebiis Weil wurde Wilhelm Ebel III. mit dem Amte betraut. Hessen-Nassau. Mittrlrheinischer Fabrikanteii-Vercin. --- Frankfurt, 24. April. In der Vcrsnminli'ng des Mittelrheinischen Fabrikantcn--Vcr- eins gedachte Pros. Beck (Biebrich' zunächst des vor kurzem verstorbenen .Herrn Josef R c i n a ch - Mainz, der 26 Jahre dem Vorstände des Vereins angehörlc. Alsdann belichtete dcr Geschäftsführer des Vereins, Shndikus M c c s n, a n »- Mainz, über die ii eueren Bcstrcbiingen zur Förderung dcs A u st c u h a n de l s. Er machte längere Ausführungen über die Klagen und Beschwerden, die seit Jahrzehnten im Reichstag, der Presse, in dm Handejskainmern und wirtsckaiüichcn Körperschaften und Vereinigungen über unsere diplomatische VcrtreMng, die Tätigkeit dcr Konsuln und die Stellung der Hviidelssackiverständigen nird über das amtliche Nachrichtcnweien geäußert worden sind. Weiter behandelte er die srüheren Beslrebnng.',! zur Schaffung von Ein- richtungcii zur Förderung des Slustcnhandcls wie die Errichlmig! einer Reichshairdelsstellc, Gründung von dnitschcn Handelskammern im 'Auslande nfw. Endlich legte er zusainmensasscnd die jüngsten aus die Errichliing einer Welthandelsgesellschoit gerichteten Bestrebungen dar und gab seinem Bedauern darüber 'Ausdruck, dastj es nicht gelungen sei, eine Verständigung Über kill derartiges, ii!'.- scrc ?lnslandsinteressm zusammcnsassendcs llnternchmeu herbeizn* sührc». hieraus sprack dcr Geschäftsführer der Handelskammer zu Tüssclvors, Dr. Brandt, über die Entwickelung von Kanada. Der Vortragende, der im Vorjahre eine längere Studienreise durch Kanada gemach! hat, gab einen Ucbcrblick über die Emwickeliing und den Stand dcr gegeiiwärtigen Verhältnisse Kanadas. lj -Marburg, 26. April. Die Vorarbeiten an dcr elektrischen ll e b e r ! a n d z e n t r a l c Marburg- Bude rn sw erke-Lolkar s ind jetzt foiueit gei ichen, dast gestern mit dcr Errichtung der Hochspannungsleitung an der 25 Kilometer langen Streck' begonnen lvcrden kvnure. H Fr a n kei, b c rg, 26. '.April An der Slratze nach Obernburg in der Nähe von Thalitter wurde bei Wegc-k arbeiten eine große Z e ch st e in -D v l o m i t h ö h l e blost- gclegt. Sie soll nach Lage und Beschaffenheit der Einhornhöhle inr .harz ähnlich sein. X Hanau, 'Ai. April. Auf dem von der Militärverwaltung errichteten Wasserüb ungs platze am Main bei Großkrotzenburg ist gegenwärtig das Hanauer Eiseubahnregiment Nr. 3 mit dem Schlagen einer Brücke beschäftigt. Hierbei hat sich gestern mittag ein schwerer llnglücksfall zugctragcn, der ein Menschenleben gefordert hat. Beim Transportieren von Holz stürzte ein Balken hinab, der den Pionier Dreggekopp von der 3, Kompagnie traf. An dein erlittenen Schädelbruch starb dcr Soldat nach wenigen Minuten, Ein zweiter Pionier wurde leicht verletzt. Der getötete Pionier diente im ersten Jahr und stammt aus Braunschweig. Seine Leiche soll in die Heimat überführt werden. — Wiesbaden, 24. 'April. Heute nacht um 4 Uhr brannte in der Nähe des allen Friedhofes ans bisher noch unbekannten Ursachen ein 'Automobil aus Frankfurt a. M. vollständig nieder. Die herbeigeholte Feuerwehr fand nur noch einen wüsten Trüm mcrhaufen vor. verskrsrrachnchten. — Verein e h e m. 116er Giesten. Am Samstag fand im Hotel Großbcrzog die ordentliche M it gl-rcdcr-Vcrfam m- l u n g des Vereins statt, die von 91 Vcreiilsangchörignr besucht ivar. Ter 1. Vorsitzende, Rcchtsaiiwalt Kaufmann, erstattete Bericht über das abgelausenc Geschäftsjahr, das dem Verein Arbeit, aber auch Erfolg und Ehren gebracht habe. Er schildevtc! noch einmal tu großen Zügen den Verlauf der Hundertjahrfeier des Regiments, erwähnte die Beteiligung einer 'Abordnung des Vereins mit der Fahne an dcr Einweihimg des Dölkerschlachtdenk- mals in Leipzig und gab einen Ucbcrblick über die Vcre»nStälig- keit im inner». Das Schiekvucscn sei durch 'Ilnscliassung von sechs Militärgenuhrcu, Modell 98, einigen Luftgewehren und einer Ichcibcnpistolc außerordentlich gefördert worden, hieraus legte der Rechner, hausvenvaller Bolz, Rechnung ab. Tie Eimiahincir der Ver«nskassc beliefen sich auf 4189,29 Mk., die Ausgaben aus 6108,37 Mk., die der Stcrbcbcibilsckaffe a», 1682,65 Mk. und 480,30 Mk. ?lus den Ueberschüssen der huiidertjahrs«er wurden weiter dcr Stcrbeb«hilsckasse 5000 Mk. zugcsührt und dcr Untcr- stützungskasse für bedürftige Mitglieder ebensalls 5000 Mk. als GrniidNock überwiesen. Für die Unterstützungskassc ist ein Fami- lienbeirat gebildet worden, an den sich bedürftige Mitglieder wenden können. Für die aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder wurden gewählt: Obertcleg-avhenassistent Reift, 2. Bors.: L e II z, I. Schrists.; Bauuntcrnehmr. lamm, ». Schrists.; Psaubmcistcr Schäfer, Gegcnrechner; Öicichsbank- Sfaroler Burger, 1, Zeugwart: Kaufmann Hermann, Vors, des Schiestaussckuisses: Raufmann Docter, Vors, des Vrrgnü- M>«psau-:chusses: Kaufmann Mayer, Motzgermeiftrr Kühn, Krcrsdiencr Schröbel. Beisitzer. Zu Mtghiedern der Fahnen- upve ivurden gewählt die Kameraden Hebel, H»»s und cb w a n. Das Hotel Großherzog wurde als ständiges Vereins- lokal bestimmt und die Abhaltung von Vicrtcljahrsversammlungen besckilossen. Tic Ernennung des früheren Regimentskommandeurs, fetzigen Generalmajors von T r o t t a gen. T r e y d e n , zum Ehrenmitglied wurde einstimmig gutgcheißen. Zu allen Beerdigungen von verstorbenen Kameraden soll für die Folge eine MuiMarellc zugezogcn werden. Ein Antrag aus Ermäßigung der Beiträge wurde abgclchnt. Nachdem der 1. Vorsitzende noch aus den Roten Kreuztag am 15. Maid. I. hingelvicsen hatte, schloß er die Versammlung. ** Turnverein von 1846 Gießen. Ter Verein führte am gestrigen Soimtag seine Schülerabtcilung aus der Stadt, um mit ihr eine Schnitzel- oder Fuchsjagd auszuführen. Etwa 85 Schüler hatten sich um 2 Uhr an der Rkticnbraucrei eingesunden und unter Leitung der Wanderriege wurde der Fährte der mit einen! Vorsprung vqn 10 Minuten ausgcschickten Füchse geiolgi. Am Au Iw eg hatren >ich beide Füchse getrennt und in der Richtung nach der Gotischen Ziegelei und dem Bergwerk Spuren lausgcstreute Papierschnitzkh hintcrlassen. Schnell wurden zwei Abteilungen gebildet und die Verfolgung nach beiden Seilen hin ausgenommen. Mit bewundernswerter Ausdauer und Schnelligkeit stürmten die kleinen Leute dahin, sest das Auge auf den Boden geheftet, um ja nützt die Spur zu verlieren. Interessant wurde die Jagd ein Walde, wo-dic Füchse streckenweise das Streue» ivohl „vergessen" hatten, was immer ein Ausschivärmen zur Folge hatte. Ein kräftiges Hallo zeigte, dah die Svur wieder gesunden war und freudig setzte die Vcrsolgung inimcr bcrgaus, bergab durch längs und anerlaufcndc Schnciscn wieder ein. Auf der Aaldwiesc vor der Rindsmühlc lrasen beide Parteien ganz unvcrhosst wieder zusammen. Hier hatten beide Füchse ihren Lauf beendet und muhten, wie vereinbart, 50 Meter im Umkreis ein Versteck bezogen haben. Turch den Spürsinn der Schüler gelang es bald, beide Füchse z» stellen. Tic Schläger wurden mit einer Prämie, in Gestalt eines Bercinszeichens, bedacht. Nach einigen Turnst ielcn und kurzer Stärkung in der Rindsmühlc wurde 6st. Uhr Gießen wieder erreicht und mit der Bitte, bald lotedcr ein iolüics Sviel anL',»führen, trennten sich die Jungens von ihren Führern. --- Frankfurt a. M., 24. Avril. Lcr Kaufmännische Verein Franksurt begeht am 23. und 24. Mai seine Fünszigsahrieter. Sic wird erössnet mit einem Festkom- mcrs: am 24. sindcn eine Akademische Feier und ein Festbankett statt. Unkvers!täts»Nschrk«htei». — Professor Tr. nted. et Phil. Karl Esche ri ch, bisher an der Kql. stichst Forstakademie zu Tharandt, dem vom l. 7lpril ds. Js. ab die Professur der Zoologie an der Tech- »,,'clien Hochschule zu Karlsruhe als Nachfolger von Geh. Rat Prof. Nithlin übertragen wurde, hat jeht einen Ruf als ctatsnmhiger a. o. Professor für angelvandte Zoologie an die Unipeisitüt München vom l. Oktober ab ange- nonrnren. — 7 0, Geburtstag. Ter Geheime Hofrat Joseph Bühl in a iin, ordentlicher Professor der Baukunst an der Technischen Hochschule zu München begeht am 28. April seinen 70. Geburtstag. 4&ceidb(»iaal, Lisch, 22 Avril Bei dem Kaufmann Köhler dahier lvaren im Laufe des Jahre» 1013 verschiedentlich Holzdicbstähle ans dessen Lager am Babuhoi vorgekommcn. Mitte Dezember, nachdem ebenfalls eine gröbere Menge Dicksten gestohlen waren, wurde durch die hiesige Gendarmerie initlclst eines Polizeihundes die Svur »ach der Werkstatt des Schreines Ä. Sch. von Lich ausgenommen unh auch uoch ein Teil der Dielen dort vorgcfunden. Der Täter Sch. hat auch damals cingestaicheu, Holg aus dem Lager gestohlen zu haben. Heute in der Hauvtverdandlimg hat er sein früheres Geständnis z»m Teil widerrufen und nur zugegeben, den Diebstahl von 7 Brettern und einige Tage später nochmals 5 Bretter entwendet zu haben. Er wurde verurteilt zu 5 Tagen Gklängnis und in die Kosten. 1 T»r Meitzgcrgesellc G. H. in Hungen, früher in Lich, halle nachts in der Trunkenlstit die Haustüre eines hiesigen Einwohners durch Fußtritte »ud Lstockschläge beschädigt. Urteil: 10 Mark Geldstrasc oder 2 Tage Gcsängnis. — Ter Stall« schweizer M. S&., bei O. B. in Muschcuhcim in Diensten, war beschuldigt, die filr die dortige Molkerei gelieferte Milch stark gewässert zu haben. Bei zivei Revisionen hatte sich dieics auch bestätigt. Der Beschuldigte, der sonst als sehr zuverlässig geschildert wurde, sowie dessen Dienstherr, der sich lvenig um die Milchangc- legcnheiteii kümmern kann, beteuern beide ihre Unschuld. Ta keine Beweise erbracht wurden, das Gericht auch annahm, daß von dritten Personen Wasser in die im Hose stehenden Milchkannen geschüttet sein konnte, so erfolgte Freisprechung. w il i c 1, 25. Avril. Tas öbctfviegägericht der Maruie- taliou der Circe veenrleilt.' den C d e I»i g t r o i e N Zitz voin lanonexboot „Panther ^ erneut z» iünl Jahren und zwei Monaten Zuchthaus, nachdei» tat Reichemilstärgeri tt das lrühere Uttcii uzsgebaben batte, Zil; hatte vom „Panther", als er vor Lao:adt lag, Geheim vapiere entwendet und verincht, st« an ein englisches Fort zu verfaulen, woraul er sahnenfliichlig wurde. Sie Entführung der jungen Iovaneim vor Gericht. --L Berlin, 25. April. Am heutigen vierten und lctzlcn Vcrhanblungstage ivnrde noch einmal kurz in die Beweisaufnahme cingctretcn und ein Stier des verstorbenen Dr G o r »d i s k i an die Angeklagte Margarete Holzke oerlklen, der beweisen soll, daß zwischen dem beiden ein inniges Liebesverhältnis bestanden habe. Sodann er- arih Siaatsanivalt Steiner das Wort zu seinem Plaidol> er. Er stibrte aus, daß sämtliche Angeklagten her Entsührung einer Minderjähriien sich schuldig gemacht hätten. Die treibende Kraft dabei sei der Angeklagte, Ehemann Holzke geivesen, der lediglich die Absicht der Bereicherung gehabt hätte. Wenn er cs so dargestellt lpibe, als ob er ein Vermächtnis des Tr. Äorvdiski erfüllen Ivollte. so sei das Nichts als Heuchelet gewesen. Er beantragt schließlich, den Ehemann Friedrich Holzke lvegen Ent- sührung zu 2 Jahren Gesängniü. wegen Erpressungsvcrsuchs zu 2 Jahren Gefängnis, wegen Unterschlagung zu einem Jahr 5 Wochen Gefängnis, oder zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust unter An- rechnung von 6 Monaten der erlittenen Untersuchungshaft zu verurieiie» Gegen Frau Holzke und Ella Holzke bcanlragtc er je 100 Mark Geldstrafe oder 20 Tage Gcsäirgiiis lvegen Entführung und gegen Margarete Holzke wegen der Entführung ebenfalls 100 Mark Geiostrase oder 20 Tage Gefängnis, sowie wegen Unterschlagung einen Monat drei Tage Gefängnis. Die Verteidiger der Angeklagten, Rcchte-anwälte Philivv und Dr. Herbert Fuchs gestände/ die Entführung an sich zu, inernten aber, das, die Angeklagten -in einem Notstand gemäß § 52 Abs. 2 St. G. B. gehandelt hätten. Sie haben verhüten wollen, daß die Agnes GorodiSki ihre Drohung wahr niachte, vor die Lokomotive zu springen oder sich ins Wasser zu stürzen, Ivenn man sic zu ihrer Mutter bringe. Eine Erpressung läge ebenfalls nicht vor, da ber* angcRaatc Ehemann Holzke sich für berechtigt gehalten habe, die von ihm anfgestellten Forderungen zu vertreten. Eine Unterschlagung in den Fällen der Brillantringe und der 1000 Ms. liege cbcnsalls nicht vor. Die Verteidiger beantragen daher Freisprechung oder bitten um eine geringere Strafe. Nach etwa l> »ständiger Beratung verkündete der Vorsitzende, Landgcrichtsdirektor Heise das Urteil dahin, daß der Angeklagte Friedrich .Holzke wegen Entsührung in Tateinheit mit versuchter Erpressung, wegen Beleidigung und wegen Unter- schlagnng zu zwei Jahren Gefängnis und drer Jahren Ehrverlust unter Anrechnung von neun Monaten der Untcr- iuchungshait auf die Strasc und die übrigen Angeklagten, die Ehefrau Holzke und die beiden Töchter Ella und Margarete, zu je 100 Mark Geld st rase oder 20 Tagen Gefängnis verurteilt lverden. Von den übrigen Punkten der Anklage erfolgte Freisprechung. In der Begründung führte der Borfitzendc aus, daß eine Entführung unter allen Umständen Vorlage. Tic Voraussetzungen für die Anwendbarkeit des Nolstandes gemäß 8 52 St. G. B. lägen nicht vor. Ter nngcllagte Ehemann habe lediglich aus selbstsüchtige» Gründen getzanoclt, um sich Geld zu versckuistcn, und nickst etwa aus ethischen Motiven. Ferner sei der Tatbestand der versuchien Erv»essu»g erwiesen, das Gericht hat aber, da die Ent- iührung eine Betätigung der in den Erpressnngsverhandlun.ge>i angedeutetcn Drohungen >var, die Entiührnng und die versuchte Erpressung als eine einheüliche Handlung angesehen. Die Unterschlagung der 1000 Mark halt das Gericht nicht für crtviescn, dagegen die Unterschlagung der beiden Brillantringe durch den Eheinann Holzke. Nicht erwieien sei hingegen bei der Margarete Holzke eine der ihr zur Last gelegten Unterschlagungen. Der Vorsitzende bemerkte noch, das; der Angeklagte Ehemann Holzke den Gerichtssaal mit dem bitteren Gefühl verlassen müsse, durch sein egoistisches Streben und Treiben seine ganze Familie mit ins Unglück und in die Strafe hineingezogrn zu haben. Tic Verkündigung des Urteils nahm eine volle Stunde in Anspruch. Ferner verkündete der Vorsitzende folgenden Gerichtsbeschluß: Kaufmann Mente und seine Frau werden, da sic ohne genügende Enischuldigung der Beugenladung keine Folge geleistet haben, zu einer Geldstrafe vou je 50 Mark verurteilt. Vert. R.-A. Philivv beantragte für den Angeklagten Holzke Haitentlassung. da weder Kollisionsgesahr noch Fluchtverdacht vorliege und sich der Angeklagte zudem jeden Tag auf der Polizei melden kpnntc, so daß eine Flucht sosort entdeckt würde: eine Kau- ilon könne er nicht anbieten. — Der Staatsanwalt widersvricht diesem Antrag, den das Gericht nach lürzcr Beratung auch ablehnt. > Nei'M«?sh»es. * 25 Jahre im Dienst der V o l ksg csU ndh cit. Es Ivird uns geschrieben: Aus allen Teilen Deutschlands waren in den Ofterseicrtagcn <11., 12. und 13. April) die Vertreter des ans 900 Vereinen bestehenden Deutschen Bundes der Vereine für naturgemäße Lebens- bind Heilwcisc (Natnrhcilkunde.! in Berlin („Rheingold") zulammengekommcn, um das Jubiläum des 25jähri- gen Bestehens dieses Bundes zur Förderung der VolkSgesunddcit zu feiert Eine stattliche Anzahl von Herren, die noch die Gründung des Bundes milerlebt, waren als Ehrengäste zugegen. Die Vereine in den einzelnen deutschen Provinzen sind in „Gruppen" zusaminen- gcsaßt, die sich ungesähr den Provinzen und Staatsgrenzen an- schließen. Die Vorsitzenden dieser ein^lnen Grnvven bilden eine Art Bundesparlament, den Betrat, und dessen Beratung der weiteren Geschicke des Bundes bildete den Hauptteil der scftlichen Tagung, die den Bcschlust zeitigte mit dem lauge geplanten Bundes- krankenbaus, das in Mahlow bei Berlin aus dem bereits erwor- hencn, schuldfrcicn Bmidesgrundstück erstehen soll, soweit zu fördern, daß im nächsten Jahre bereits, anläßlich der 25. Bundesversammlung, der Grundstein gelegt werden kann. Unter den Jubiläünisstistungcn konnte als ivertvollstc am Festabend der Bundesleitung eine Jubiläunisspende von 7500 Mk. überreicht lverden, die gelondert verwaltet lverden soll, um später einmal aus dem auzurcicherndcn Fonds der Spende im Bundes- krankcnbaus Freibetle» tue verdiente Mitglieder der Belvegung zu stiitcn. Andere Beschlüsse galten deni Ausbau der Wohlsehrts- ciurichtungeu des Bundes, der Bundessporkasse, der Begräbnis- unterstützungskasse und einer Wareuvermittluiigszentrale. Dieje soll.stls Prüsungsstclle, die von lüchtigcn Sachverständigen beraten wird, den Bezug wichtiger Hilfsmittel, die zur Durch iühruug einer naturgeinäßcn Lebens- und Heilwme notwendig sind, in gcsundl>ritlüt> cinwandsreier Beschaffenheit den Mitgliedern des Bundes zugänglich machen. Eine künstlerisch ansge- ftattetc Festschriit, die am Festabeuh zur Verteilung gelangte und auch im Buchhandel erscheinen soll, grbt Auskunsl über das Ent- stcltcn des Bundes, seine Mitarbeiter, seine Glicderimg, Orgaiu- satwn und die Leistungen, die im Dienste der Volksgeiundbeit ausgebracht wurden. Ter Festschrift zufolge sind bereits gegen sechs Millionen iür bugieuische und Wohliahrlseinrichtuugeu (Lust- und Sonnenblid.-r, Verleihung von Bade- 7 crätcn, Schassuug vou Schrebergär'en, Errichtung gemeinnütziger Bibliotheken usw.j ausgcbracht worden und die jüngste Wohliohrtscinrichtinig des Bundes, die Begräbnisunterslütziingskaiie, hat bereits nach nur einjährigem Bestehen «ine so glückliche Entwickelung genomnirn, daß ihr ein Rescrvrionds von mehr als 30 000 Mk. zugeßzlhrt lverden konnte. , Nach sdiweremDlensie . Ist eine SALEM ALE1KUM ociST eine SALEM GOLD8S3S eine wahre Erquickung. 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Der Arzt sagte, eö sei ein veraltetes Nieren- u.Bbsenleidsn, daneben. Darmträgheit infolge fitzender Lebensweise. 21 uf ärztl. Rat trank ich Altbnchhorstcr Mark- Sprndel 8 tarkqnclle < Ood - Eisen - Mnngan - .Eoch' salzguelle). Schon nach einigen Flaschen fühlte ich mich als ganz anderer Mensch. Die Urinabsonderuna wurde leb- bail und sdnnerzlos und blkeb eS seitdem. Ich trinke den A^arkivrudel jetzt täglich.babe mich nie so wohl und gesund gefühlt wie heule. H. 33." Llerztl. emvf. Fl. 65 u. 95 Pf. in der Univcrsitäts-Avotl). u. in denDrogerien E. Seidel W. Kilbingcr, A. Noll, Q. Schaa f und E. Noll .___ chtuug!l Wollen Sic gute ! Apfelsinen ß I kaus., so geben Sie in den - ! Bahntiofstr. 48, für dauernde Beschäftigung gesuckit. Hermann Heb, ! Schützen stras;r 6 ikr-ischlssnsili!,t Karl Brlv. Aoouitv. 35. 1 MWtt-Gehilse und lychvünafoiovt gesucht. Jlnniift Tliinntt. Wogeubou _H erdorn. ’ 5281 1 LÜimicii'tikselsr urinitit Wilhelm Bcchtbold, Launsbach. 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