Nr. % Viertes Blatt M. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Di- „Kietzener KuuilienbiäNer" werden dem ,A*««iqer" veerinal wöchentlich beigelegt, da? „Ireirtiatt für den «reis Sietzen" zweimal wichentlich. Die „randwirtschafilichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Vberheffen Zamrtag, 25. April Rotationsdruck und Verlag der Brnblichen UnwersitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: LE öl. Redaktion:LE112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Der Jahresbericht des Eewerbei.ifpcltors. li. teber die Arbeitszeit in den gewerblichen An. l aoc n sowie die Arbeitsordnungen schreibt der Be« gem .Ausstand eine Erhöhung ihrer seitherigen Alkordsätze. Tie Streikenden erhielten vom Verbände Unterstützungen bon ll bis 17 Mk. in der Woche. Nach litägigeur Ausstand seiner 20 BauliisiSarbeitcr iah nch ein Bauunternehmer genötigt, diesen den durch den Tarif sest- gelegten Stundenlolm von 12 Pieunig zu bewilligen __ Wegen Meimmgsvcrschiedcnheit über den neuen Tarif ocr» traglicki unzulässige Sondcrabmachungcn) kam es außerdem in verschiedenen kleineren Betrieben des Baugewerbes zu vorübergehenden kürzeren Arbeitsniederlegungen. An der allgemeinen Aussperrung im Anstreichergewerbe nah- mcn die Arbeitgeber des AussichtSbczirkeS nicht teil. In elf Betrieben zn Friedbcrg und Bad-Nauheim traten dagegen 84 Weiß- bindergehilsen vom 12. März bis 30. Mai in den AuSstand, nachdcn, sie den Unternehmern einen. Sonderlarii mit der Forderung einer Stundcnlohnerhöhung von neun Pfennigen unterbreitet und diese ihn abgeiehnl hatten. Es gelang den Arbeitern jedoch nicht, ihre Sondersorderungen durchzusctzen. In einigen Törscrn des KrcsicS Gießen traten iast sämtliche Arbeiter der dortige» Zigarrcniäbriken dem Deutschen Tabak- arbeilcrvcrband bei. In einem größeren Dangcschäst mit 30— 70 Arbeitern haben diese nach Ucbercmkunsi mit drin Arbeitgeber von den, Abschlüsse eines Tarifs sowie dem Beitritt zu einer Organisation Abstand genommen. Beide Teile ivollcn das BcitragS- gcld iür die Organisation sparen, das jährlich sür den Arbeitnehmer etwa 50 Mark, sür den Arbeitgeber etwa 200 Mark beträgt. Dezüglech der Löhne hat man sich dahin geeinigt — eS handelt sich um einen Doribctrieb —, daß sie stets um 2 Pfg. hinter dcmienigen der gleichen.Geschäfte in der benachbarten Stadt zu- rückbleiben sollen. Im Januar 1913 wurden in 51 Städten des deutschen Reichs von den .in der freie» Gewerkschaft sür das Schncidergewerbe organisierten Schneidcrgehilsen Lohnerhöhungen bis zu 40 Proz. geiordert. An diesen Lohnforderungen war auch die Ortsgruppc bes Schneidervcrbanücs in Gießen beteiligt. Sic einigte sich durch Aussprache mit ihren Arbeitgebern und erreichte eine Erhöhung der Tarifsätze um durchschnittlich 5 Proz., während die vom Gehilfcnverbend weiterhin noch gestellten grundsätzlichen Forderungen, wie Erhöhung der .Heimarbeitslöhne, Zulassung der Arbeiterführer zu den Werkstätten u, ähnl., vom Arbettgeberver- band abgelehnt wurden. Durch Abschluß eines neuen.Tarifcs auf die Dauer von drei Jahren erreichten die 40 organisierten Arbeiter einer Weißlederfabrik wesentliche Lohnerhöhungen. Ein neuer Tarifvertrag wurde im Glasergewerbe zu Gießen bis zum 1. Mai 1916 abgeschlossen. Tie Bureauemrichtungsiabriken „Fortschritt" in Groß-Karben schlossen mit dem Holzarbeiterverband, dem ihr sämtliches Personal aiigehört, einen Lohnvcrtrag auf 3 Jahre ab. Auch in den Bierbrauereien zu Friedbcrg und Butzbach kamen neue Tarisverträge zustande, durch welche die Arbeiter manche Vorteile erlangten. Tie Löhne wurden erhöbt und die Arbeitszeit leilw.i t verkürzt. ® hrend in dem Vertrag der Fried1cr-crB:a::c- reicn die Verhältnisse der Fahrburichen gegen früher genauer geregelt werden, ist diese Arbeiterkategorie in dem Tarif der Brauerei zu Butzbach überhaupt nicht mehr berücksichtigt worden, Iveil die Fuhrleute aus dem Verbände ausgetreten find. Ju den Frred- bergcr Brauereien hat nunmehr auch der HruStrnnk eine neue Regelung erfahren. Jedem Brauer und Küfer stehen täglich >2 halbe Liter, jedem Fahrburschcn und Hilssarbeiter 8 halbe Liier zn. In der einen Brauerei ist cs den Arbeitern zur Pflicht gemacht, täglich mindestens 4 halbe Liter von ihrem Ouautum zu trinken. Tic Ausgabe des Bieres erfolgt durch Automaten. Tas Bier darf nur in de» Arbeitspausen und den besonders eingelegten Trilikpauien genossen werden. Nicht getrunkenes Bier wird den Arbeitern mit 15 Pfg. pro Ltter vergütet- und das bare Geld mit dem Wockcnlohn ausbezahlt. In einer dritten Brauerei zu AlSscld gelalig es den Arbeitern, die sich vorher organisiert hatten, nicht, ihre durch den Verband gestellten Forderungen durchzusetzen. Sic traten vielinchr kurz nach der Einreichung der Forderungen aus dem Verband aus Der Betricbs- inhabcr erhöhte ein Vierteljahr später aus freiem Willen die Wochenlöhne um 2 Mark. In einer Zigarrcngenosscnschastssabrik, an der zurzeit über 100 Genossen beteiligt sind, arbeiten von letzteren etwa 30 Leute. Diese haben im Einvernehmen des Deutschen TabakaibcitcrverbondcS, dem sie angcbören, mit dem Vorstand der Genoiscnschast einen Taritvcrlrag mit monatlicher Kündigung abgeschlossen. Turch diesen Vertrag ist die Arbeitszeit auf 9*/s Stunden festgesetzt. Auch sind Minimallöhne festgesetzt worden. Heimarbeiter dürfe» nicht beschäftigt werden. Tic Akkordlohnsätzc müssen an sichtbarer Stelle im Arbeitsraum ausgehängt sein. von der §chnel!te!eyraphie. Wenn der Laie fragt, wieviel Zeit der clckttischc Sttom wohl brauche, um ein telegraphisches Zeichen zu übermitteln, so darf ihm geantwortet werden, daß dazu „so gut wie gar keine" Zeit nötig sei. Natürlich ist bas Zeichen nicht in dem Moment am Ziel, in welchem es ausgesendct Ivird. Aber die Zeitdauer seiner Wanderung ist so kurz, daß sie selbst bei einem transallantiichcn Kabel in der Praxis übersehen ürcrdcn darf, und cs ist schließlich mir von wissenschaftlichem Interesse, zu erfahren, wie schnell die Elektrizität sich in Drähten bewegt. Wenn der Fachmann dennoch von einer „Telcgraphierge- schwindigkcit" spricht, so versteht er darunter nicht die Schnelligkeit des Stroms. Er meint vieltnehr die Anzahl der Warte, welche mit irgend einem System in der Minute tclegravhiert werden können. Natürlich liegt es im Interesse der Rentabilität einer telegraphischen Anlage, d.ii, diese Geschwindigkeit möglichst hoch sei. Und Ivird beispielsweise ein langes Kabel in Auftrag gegeben, so wird im Kanlral, selbstverständlich auch scstgelegt, wie groß die Sprcchgcschwindigkcit mindestens sein muß, d»e sich auf dem betreffenden Stromweg erreichen läßt. Tenn diese häixgt nicht nur von der Güte der Avvarate und der Eigenart der Zeichengebung, sondern auch von der Leitung ab. Nun ist die Geschwindigkeit beim gewöhnlichen oberirdischen Telegraphieren im allgemeinen nicht so grab, als sie sein könnte. Um dies zu verstehen, müise» wir einen kurzen Blick auf den Morsetelegraphen werieu. Druckt hier der Telegraphist mit der Hand eine Taste nieder, so geht ein elektrischer Stronr in die Leitung, um in den Emviangsavparat zu gelange». Dort be- wegt sich mittels Uhrwerk ein Papierstreifen in gleichförmiger Geschwindigkeit weiter, und dicht unter demselben schwebt ern Rädchen, dessen Rand ständig mit Jarbflüssrgkeit behaftet ist. Langt nun ein Telegraphiersttom an, so schleudert ein Magnet dies Rädchen gegen die Unterseite des StreijenS, und cs Ivird dort natürlich ein Slttch ausgezeichnet, dessen Ausdehnung davon abhängt, wie lang der Absender aus seine Taste drückt. Läßt er dieselbe alsbald nach dem Niederdrücken wieder los, so wird auch das Rädchen nur kurz auf dem Papier arbeiten, und es entsteht dann ein so kurzer Strich, daß man ihn als „Punkt" aniorcchen mag. Bleibt dagegen die Taste länger in der Gebc- stellung, so zeichnet sich ein „Strich" auf. Alle „Morsezeichcn" bestehen lediglich aus Zusammenstellungen von Punkten und Strichen. Sv bedeutet ein einzelner Punkt ein e, ein Strich ein t, ein Punkt und ein Strich ein a, usw. Da sich imn Punkte und Striche deutlich untm'ctzeiden müssen, da ferner die Buchstaben durch mittlere, die 'Sorte durch größere Zwischenräume getrennt werden sollen, so ist Wohl klar, daß der Telegraphist Unmöglich über eine gewisse Geschwindigkeitsgrenze beim Arbeiten Iiinausgehen kann, ohne unverständlich zu werden. Und da wir heut überaus leistnugSfähige EmpiangS- apparate besitzen, bleibt die Tclegraphiergeschwindigkeit bei Haud- Francn-Ruttdscbau. Das wnbliche Beamte in England verdienen. Welche gewaltigen Fvrtsritte die Frauenbewegung in England in den letzten Jahren aus praktischem Gebiete errungen hat, zeigt eine interessante Zusammenstellung der hohe» Beamten- Posten, die bereits heute im englischen Staatsdienst von grauen versehen werden. Aus den: neuen Staatshaushalt erfährt man, daß eine Frau im „Local Government Board" als inspizierende Obeiauficherin mit 9000 Mk. Gehalt angcstcllt ist, wahrend sechs weitere Frauen mit einem Gehalt von 5000—7000 Mark als Inspektor»»»,, wirken. Tas Ministerium des Innern hat eine Frau als Gesängnisinspektor angcstcllt und ihr ein Gehalt von 6000 Mk. angewiesen, das im Lause der Dienstzeit bis am 80110 steigt. In diesem Falle aber haben die Frauen ein Recht, sich über eine finanzielle Zurücksetzung gegenüber ihren männlichen Kollegen zn betlagen, denn die männlichen Gcsängnisinspektoren des Ministeriums des Innern beziehen 12 000—14 000 Mark Jahresgehall Das Handelsministerium hat zur sieberwachung der Fraucnindustric unft der Frauenarbeit eine Dame angeltcllt, die ans der Rcgierungskasse 9000 Mk. Gehalt bezieht. Auch ,m Zentralamt der Arbciterbörsc sind eine ganze Reihe von Frauen Beamte- die hächstgcstelltc von ihnen bezieht 8000 Mk. und ihr Gehalt kann bis aas 9000 steigen. Ein anderes gut besoldetes StaatSanit ist das der „obersten weiblichen SchulinspektorS": die Frau, die dieses Ami versieht, bezieht 13 000 Mk. Gehalt Fm Gesundheitsainte erhält die älteste Aerzttn 12 000 Mk. und kann bis zu 16 000 Mk. steigen: 8 weibliche GcsundhntSinwek- toren beziehen je 8000 -10 000 Mk. Durch das neue Der- sicherungSgesctz sind eine Reihe weiterer gut dotierter Beamten- stellungcn sür Frauen gcschassen worden: der beltbezahlte Polten ist hier der des „FrauenkommiisarS". Die Frau, die dle,e stel- lung innehat, bezieht 20 000 'Mk., ebensoviel wie ihre männlichen Kollegen. In dem erst seit wenigen Jahren bestehenden Mündelamt sind zwei Frauen alS Jnipcktorinnen mit 4000 und 3600 Mk. Gehalt angestellt. Auch das Ministerium für Ackerbau und Fischerei hat vor kurzem mit der Anstellung von Frauen begonnen: in der Fiichereiableilung sind einstweilen drei Raturwissenschastlerinnen, die 3000 Mk. JahreSgehali beziehen und denen zwei jüngere weibliche Assistenten mit rund 2000 Mark Gehalt unterstehen. Dagegen bietet der Telcvhondienst, in dem die Frauen eine so große Rolle spielen, nur wenig Aussicht in höhere Beamicnstellungen aufzurücken. Der riesenhafte londoner Telcvhondienst beschäftigt — neben Hunderten von Telephonistinnen — nur eine Frau als Jnsvektorin. Sie bezieht 4000 Mk. Gehalt und kann bis zu 6000 Mk. steigen. Neun aus- fichtsühreirde Assistentinnen sind mit je 3000—3800 Mk. JahreS- gchalt angestellt. t — WeiblicheDozenten. So sehr sich der Staat dagegen sträubt, an den Universitäten den Frauen die Dozentenkärricre frri- zugeben, so verinag er sie doch damit nicht von dem Berus ganz auszuschließen. So hat die freie Hochschule, Berlin, kürzlich Frl. Dr. Jacobsohn zu Vorlesungen über Armenpflege zugelasscn. — Ein Erholungsheim s ür berufstätige Frauen wird in Blankenburg in Thüringen in diesem Frühjahr erössnet werden und damit einem dringenden Bedürfnis abgeholsc». Bei dm meist ungünstigen Einkommensoerhältnii'icn und den geringen Mitteln, die den arbeitenden Frauen für ihre Erholung zur Verfügung stehen, ist es oft schwer, eine geeignete Stätte auSiindig zu machen, wo für wenig Geld Behagen und gute Verpflegung geboten wird. Das neue Heim im Friedrich Frocbel-HauS wird allen diesen Ansorderungen entspiechcu. In ihm erhallen die Mitglieder dcS Kindergärtnerinnenvereins Vorzugspreise, oder gar bei völliger Mittellosigkeit cventl. auch freien Aufenthalt. — Eine kühne Forschungsreisende. In den nächsten Tagen wird Lady Grace Mackenzie von England die ?lnS- reisc nach Afrika antretcn, um die Leitung einer großen Ervk- dition zu übernehmen, die sie von Nairobi aus in das Herz des dunklen Weltteiles führen will. Die kühne Reisende wird dabei das Kommando über 120 schwarze Träger führen und nur von vier weißen Männern begleitet sein, einem Arzt, einem Sekretär und zwe, Jägern. hTie Erpeditton führt auch ein Grommophon mit, um im Urwald Naturausnahmen zu machen und die Sttmmen der Wildnis aus die Grammovhonvlatte zu bannen. Ladn Macken- ziez Expeditton wird neun Monate dauern und Stätten berühren, die bisher noch nie von dem Fuß einer weißen Frau betreten wurden. Nach ihrer Rückkehr wird die mutige Reisende die bereits begonnenen Vorbereitungen zu einer zweiten Expedition vollenden, die Lady Mackenzie in die EiSgesllde der Nord- polarregionen führen wird. — DaS ungarische Familienrecht und die Frauen. In Ungarn wird eine Aenderung des Bürgerlichen Gesetzbuches gcvlant, wobei auch die BcAmmungen über dos Familienrecht einer durchgrelseiiden Umarbeitung unterzogen werden sollen. Da gerade die einschlägigen Gebiete, wie das Ehe- recht, das Recht des unehelichen Kindes, das VormundschaftSrecht usw. die Frauen ebenso augehen, wie die Männer, wenn sie nicht noch stärker unter ungünstigen Bestimmungen zu leiden haben, wandte sich der Bund ungarischer Frauenpereine an den Justiz- minister mit der Bitte, seine Wünsche zu dem Gegenstand äußern zu dürsen. Sie landen säst unerwartet großes Entgegenkommen. Denn nach einer Rückiorache mit dem Minitter, in dem die Frauen ihre zahlreichen Wünsche Paragraph sür Paragraph »orbrachtcn, wurden die Frauen zu einer KommrsswnSsitzung unter Leitung des ssochreserenten zugezogcn. Zu nicht weniger als 100 Paragraphen macht d-r Bund Abändern"gsvor chläge. Er verlangt u a die Umwandlung der väterlichen Gewalt in die elterliche Gewalt, die Erteilung des Rechtes an die Ehefrau, den Lohn oder Geholt des Mannes statt seiner direkt vom Arbeitgeber in Empfang zu nehmen, falls der Ehemann ein Trinker oder Spieler ist. Für das uneheliche Kind wird daS Recht beaiisprucht, den Namen des BaterS zu führen und zu seinen rechtmäßigen Erben zu zählen. Hosscntlich findet wenigstens ein Teil der Forderungen die notwendige Berücksichtigung, so daß der Gesetzentwurf bereits im Sinne der Frauen anssällt. — Schwcstcrnarbeit in den Kolonien Wohl nirgends wird die Arbeit der in der Krankenpflege geschulten und sür de» Berus gut vorgebildcten Frau so nötig gebraucht, tvie gerade in unsern Kolonien, da hier für die Europäer die Kronk- hcitSgesahr besonders groß ist. 'In den vom Reichskolonialamt gebauten Krankenhäusern sind 65 Schwestern tätig, die vom Deutschen Frauenvcrcin vom Roten Kreuz sür diesen schweren Dienst ausgebildet und ausgcsandt sind. Eine Schwester ist außerdem in Jerusalem bei der Expedition zur Bekämpfung der Jn- fektionSkrankhesten tättg. Um den großen Anforderungen zu entsprechen, die an die Schwestern gestellt werden, verlangt der Verein als Vorbildung die Absolvierung einer höheren Mädchenschule und die Wlegung des Examens als Krankenpslegerin. Fast die Hälsic aller ausgesandtcn Frauen l>at außerdem daS Examen alS .Hebammen gemacht. Bei der Ausübung dieses Berufes Ivcrdcn weit größere Anforderungen gestellt als in Deutschland, weil die Hebammen dort auch in schwierigen Fällen den Wöchnerinnen allein ohne Arzt beistrhen müssen. Ein tvichtiges Bctätigungs- scld bietet die üindersürsorge. Drei Schwestern sind augenblicklich damit beschäftigt, durch die Leitung von Kindergärten in hygienischer und erzieherischer Beziehung auf die Besserung der Zustände hinzuarbeiten. Tic Dienstpcrioden der Schtvcstern sind vollständig den Dienstperiodcn der Beamten des Reichs-Kolonial- amts und des Reichs MarineamtS angcpaßt. Der Frauenoerein trägt die Kosten sür die Alters- und Invalidenversicherung der Schwestern und unterhält ein ihm testamentarisch vermachtes Erholungsheim im Regierungsbeziri Köln, in welchem ,ede Schwe- fttr, die aus den Kolonien kommt, sich zu ihrer Erholung aufhalten kann. i - Die gefährliche Hutmodc. Traurige ZukunstS- aussichten eröffnet der bekannte amerikanische Äbgieniker Dr. Schultz allen jenen eleganten Frauen, die sich nicht beizeiten von der Mode der Ileincn eng anliegenden Hüte frei machen. Er prophezeit ihnen nichts Geringeres, als die Kahl- köpiigkeit, er vrovhezeit die Glatze der eleganten Frau. Die düsteren Warnungen des besorgten Arztes gründen sich auf lang, wicrige Beobachtungen über den Einfluß der modernen, eng anliegenden Hüte aut das Haar, und zur Bestätigung seiner Anschauungen beruft er sich auf die altägymitchen Schwestern der modernen Modedame. „WaS war das Schicksal der ägtipsischen Schönen, die ihr Haar durch Bänder und Diademe einzwängten? Sie wurden kahlköpfig, sind das ist die Wirkung ieder Einschnürung der Stirn und des Nackens, sie hemmt den Blutumsaul und führt damit Unfehlbar zum Absterben deS HaareS." evmbkich biiiter jener zurück, welche der »Apparatur M- gemutet werden könnte Man ge dt darum vieliach zur mechanischen oder automatischen Zeichcnsendung über, vier wird das Telegramm mit einer bcwirderen Lochnrafchine in einen Papicrstrcisen gestanzt, was freilich einige Zeit enorden Dann kann dieser Streifen aber durch eine Maschinerie mit beliebiger Geschwindigkeit durch den Gebeapparat gesandt werden, tvodurch der »Verlust natürlich reichlich gedeckt wird. Und da man natürlich die Schnelligkeit der Zeichcnabgabe bis zu jener Grenze steigern kann, welche in bezug auf die Leistungsfähigkeit der Leitung und des Emvtangs- apparates eben nock, berührt w-wdcn darf, läßt sich die Anlage »oll und ganz auStocrtcn. Der solch einem ausgcskanzten Sendestreiscn steilen sich die „Punkte" als zwei übereinander angeordnetc rund? Löcher dar, während denn „Strich" das untere Loch etwas nach rechts versetzt erscheint Als Empfänger ist rin iozen. polarisierter Apparat vorge- fehen, welcher etwa folgendermaßen arbeitet: Kommt ein positiver Strom an, so wird das Farbrädchcn gegen den Papier- streiscn gedrückt, um erst wieder zurückzugehen, sobald ein negativer Stromstoß einlangt. To muß jedes Zeichen also durch zwei verschiedene Ströme abgegrcnzt werden. Nun stoßen beim Abscnden des Telegramms zwei Stäbe »an unten gegen das Papier, lind lvenn sie aus ein Loch treifen, so dringen sic etwas weiter in die Höhe. Dadurch werden daher gewisse Kontakte hcrgestellt, welche zu Stromscndungcn Veranlassung geben. Und zwar kommt immer ein positiver Strom zustande, wenn eine Nadel durch eilt Loch der oberen Reihe dring«, ein negativer dagegen, wenn ein Loch der unteren durchdrungen wird. Gehr nun beispielsweise eine Kombination von zwei übereinander besindlichen Löchern durch den Sender, so sließen, dank der Stellung jener beiden Radeln, ganz kurz hintereinander ein positiver und ein negatiocr Strom in die Leitung, und intolgc- dessen wird im Empfänger ein „Punkt" ausgezeichnet. Dieser wächst sich aber zu einem „Strich" aus, wenn eine Kombinatwn zwischen den Radeln hindurchgeht, bei welcher das untere Loch verschoben ist, wodurch der negative Strom entsprechend später ausgelöst wird. Das Telegraphieren mittels gelochter Strcisen ist wegen der Genauigkeit des Arbeiten»; auch vielfach bei der Kabeltelcgraphie gebräuchlich, Und neuerdings bedient sich sogar die Funkentele- graphic schon automatischer Sender! Zeit ist eben auch i» der Telegraphie Geld! greisen Kaisers von Oesterreich einige Bedenken hervor, ebenso haben die mrcrfreilllichcn Meldungen im Zusammerrhang mit der albanischen Drage die Börse in ihrer Zurück Haltung bestärk,. Die besrii-digenden Ergebnisse der letzten Be- spreckiungcn zwischen den Leitenl der auswärtigen Politik Oesterreich Ungarns imd Italiens vermochten demgegenüber keine besondere Anregung zu geben. Dabei liegt am Geldmärkte ein großer Teil der vorhandenen Mittel zurzeit ganz brach und dem Markte werden immer neue Gelder zugeiührt, die Verwendung suchen. Tägliches Geld wird zu 2 Proz. und darunter reichlich angcbotcn und nmn erwartet denn auch, daß die bevorstehende Monatsabwickelung wieder recht leichten Verlaut nehmen wird. Ten Ipckulaiionsmärklcn bleibt das PublikiiM eben nahezu vollständig fern, nachdem die i n d u st r i c l l e E n t w i ck e l u n g der letzten beiden Monate erkennen ließ, daß die schüchternen Ansätze zu einem erneuten Aufschwung aus den ersten Wochen des Jahres keine Fortsetzung gefunden haben. Am Montan- marktc betragen hie Kursrückgänge 1—2 Proz. Andere z>ndu- ftricpapiere haben ebenfalls meist nur kleinere Einbußen erlitten. Bankaktien, namentlich die leitenden Werte schwächten flch meist etwas ab, Deutsche Bank verloren sogar 3 Prozent. Bon Bahnen waren Amerikaner gedrückt während osterretchrlche und italienische Werte etwas anzogen. S ch i s f a hr t s a kt i e n lagen matter. Am Rcntenmarkt blieben heimliche izands gut behauptet, während Merikancr und österreichiich-ungarrsche Ren len zur Schwäche neigten. Prioatdiskout 2 1 1 Proz. _ Die nach- kafjia s ' n< l am Sanntuj, 26. April 1914, .stehenden &vl nltJ von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für dringende Fülle sicher anzatreffeu: I) **/, Sanitätsrat l(r. Sehliepliakc, Goethestrasse 44p, Sanitätsrat l>r, /insser, Goethestrasse 10. Für dringende Fülle ist am nannlag, den 20. April, sicher anzutreffen: D mär! tc. «ictien, 25. Avril Marktbericht. Aul den: heutigen Wochenmarkte kostete: Votier das 'Fiuiib 1,10—1,20 Mk.: Hnbner- eier I Stück 7-8Psg„ 2 Stück 00 Pia.; Enteneier 1 St. 8—9 Pia., 2 Ti. 00 P»q: Gänieeier I St. 0-0 Piq., 2 St. 00 Pia.; Kaie das Stück 10-12 Pig., Käiewatte 2 Stück 5-6 Big.: Tauben datz Puar 1 , 00 — 1.40 Mk., Hübner bas Stück 1,50—3,00 Mk„ Halmen tnä Stück 1,50 - 3,00 Vif., Enten das Stück 3,00—4,00 Mk., Gänse das Pig. 75—85 Pi Welsche 4 — 5 Mk.: Ochienstevch dasPid. 90 - 08 Pig, Rindstciich das Piund 90-94 'Pia., Krrbsleilch 80 Plq., Schiveine- fleifcf) das Piund 75 -00—98 Piq, Kaibfleilch das Vd. »»6-90 P!g„ Oammelflersch das Pid 70—93 Pig.- Kartoffel» 100 Kg. 5,50 bis 6.00 Pik.: Weißkraut das Stück 10—20 Pig.; Zwiebeln bet Ztr. 18.0 — 20,00 Vif.• Milch dos Liier 22 Pig.: Vemei der Zentner 25—30 ' k : Birnen das Piund 25—3V Psg., Nüsse 100 Stück 50^00 ?-'a - Marktzeit vazp 7 bis I Uhr. FC. Wiesbaden. D ie h h o !-M a rk t b er! ch t vom 24, Avril. Austrieb: Rinder - i tOchien 14, Bullen 7, Kübe und lfärien 50«, Börscn-Wochcnl'kricht. — Frankfurt a. M., 24. April. U n lu st und B c r st i m m » n g waren auch in dieser Woche das hervorstechende Merkmal des Verkehrs, indessen zeigten die Kurse gegenüber der Geichäitsüille und den son.ligen störenden Einflüssen eine gute Widerstandskraft. In der Haupliacke liegt das wohl daran, daß nennenswertes Angebot nickt heruuskommt. Das Kavitalistcnpnb iknm vermeidet cs zwar angesichts der unklaren wirtschaftlichen Situation, die Neuerwerbungen von Eisek- tcn zu schreuen, wobei auch miisvrechen mag, drß die vielen Reuemissionen, die Gelegenheit z» vorteilhaitcr Kapitalanlage : in Fülle bieten, für den Kapilasisten eine Betätigung an der! Börse zurzeit wenig reizvoll erscheinen lassen. Andererseits che- j steht aber auch keine Neigung zur Abstoßung von Es cfteii, da: .der flüssige Geldstand das Durchhocken des Ejicktenbciitzes er leichtert. Wenn Spekulation und Publikum seither noch nicht aus ihrer Zurückhaltung heraustraten, so kommt daiür allerdings auch in Betracht, daß an Stelle der immer wieder erhosjten Anregungen sich neue Momcirre der Unsicherheit eingestellt haben und zwar handelte es sich diesmal hauptsächlich um Verstimmungen politischer Natur. Vor allem war cs die Jnlervcntron der Bereinigten Staaten in Mexiko, welche an der Börse Besorgnisse erweckte, wenn man sich auch vorerst noch der Dofftrung hingibt, daß die Intervention zu keinem Kriege führen, sondern sich aus die Blockade der Sälen beschränken werde Man befürchtet aber, daß die Erholung der amerikanischen Volkswirtschaft sowie der New Borker Börse durch die Ereignvse in Mexiko neuerlich erheblich binausgeschoben werde» Wenn die Vorgänge weder in New Bork noch au den übrigen Börsen eine stärkere Ermattung herbeigejührt haben, so ist die? auch doraut zurückzuführen, daß überall die Vcrvilichtungen der Lecrvcrkäu- rer ziemlich belangreich sind, wodurch den Märkicn eine gute Stütze geboten wird. Die Kurie neigten zwar vorwiegend irach unten, sic sairdcn aber doch immer wieder insolge von Teckungs- käuscn einen halt un» auch Erholung. Reben Mexiko riefen in dieser Woche auch die Nachrichten über das Befinden des öcbweine 187. Kälber 3?, Schate Geschäft mittel Ocbken. Poklsteilchlge. ansgemäktete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren . . Junge. steiichige, nicht ausgemältete nnb ältere ansgemästeie.............48—52 Prelle inr 100 Pst». Lebend- Schlacht aewicht Alk. 49-53 Alk. 86-93 65—92 Mäßig aenährte^junge und gut ge- genährie ältere . . V li k l e >. Poklsteüchige, ausgew, höchsten Schlachtw. 44—48 73—80 Pollfleischige, jüiraere........ 40—43 65—72 Fällen.' Kühe. Pollsteüchi i» nnSgenrästete Färsen höchsten Scblachiivertes........... Pallstciichige nnsqemästete Kühe höchsten Schlack»,vertes bis z» 7 Jahren.....40—44 2 eitere cwsaemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe.........44—48 Mäßig genährte Kübe ttttb Färsen . > 35—39 Gering genährte Kühe und Färsen.....30—34 Kälber. Feinste Mastkälber...........66—68 Mittlers Mast- und beste Saugkälber.... 62—66 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 58—61 Geringe Saugkälber..........50—55 Schals. Weldemastlchals: Mastlämmer und Masthammsl .... 44,50— 45,50 Schweins. Lollsteischige Schweine von 80—100 lux Lebendgewicht ..............48'/ -49'/, 62-63 Pollfleilcbiqs Schweine unter 80 hg Lebendgewicht 47'/,-48'/, 61-63 Vollsteifchige Schweine von 100 —120 kg Lebendgewicht .............49'/, 50 62 - 63 Pollflsiichjge Schweine vo» 120—150 lcg Lebend» gcivicht.............. 43-00 60-00 üetljchweine über 150 lc«- Lebendgewicht . 44 1 -43 55—53 43—47 76-84 49 -52 85-03 72-32 76—84 66—72 60—85 110—115 1"3-110 97—102 85-93 92-94 7ahnar7! Fischer. Selterswe? 77 II iSttUllül £il Fernsprecher 737. V. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den ,2». April, P! i j e r i c o r d i a S D o nst » g Sottesdienst. 3n der Stadtllrche. Vormittags 9'/, Ilhr: Pfarrer Schwabe. BormitiagS 11 Uhr: Kindcrkirche für die MarknSgemeinde. Pfarrer Schwab». 3it der Zohanneskirche. Dorinittags 9'/, Uhr: Piarrer Ausield, Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche iür die Fohannesgemeinle. »Pfarrer Ausield, ^ Vom nächstkünitigen Sonntag, den 3. Mai, an nehmen de Frühgottesdienste um 8 llbr und in Verbindung damit die Ehrft't«- lebre iür die Neukonftrinieilen ihren »Aniang, und zivar am3.Mä stir die Plarkus- und Jobannesgemenrde rnrd am 10.»Mai für dt, Matthäus- und LulgSgemeinde. Die Eltern und Angehörigen de, Kinder werden gebecen, diele dazu anzuhallen, und die Lehrherrer und Dienstherrschaften, ihnen die Zeit dazu Ireizugeben. „Wartburg", evangelischer Züaglings- und Mäuner-veceiu. «Tiezstroße 15.) Dienstag, abends 8'/, Uhr, Bibelstunde, Mittwoch, abends 8 Uhr, Turnstunde, Donnerstag, abends 8'/, Uhr, Lese- und Evielabend. Samstag, abends 8'/, Uhr: Pecsairnnlung der älteren Abterlurg, Sonntag, abends 8 Uhr: Vortragsabend. Gäste »cts willkommen. vibelkränzchen für Sdjiiter höherer Lehranstalten, Cliin :ae »Abteilung «eben »Mittwoch von 6—7 ilbr. Aeitere Abteilung jeden Sarnstag von 6—7 Uhr im Fohannessaal. Bibelfrätijdien für Mädchen ans der Zohannesgemeind«. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Johannessaal. Evangelischer Gottesdienst. Lollar: Sonntaq, den 26. Äpril, nachmittags %2 Nhr. Pmrrassistent Äröckelma n n , Kl ein-Linden. Taubrittgen: Sonntag, deir 26. April, nachmittaas l / t 2 Uhr^ Dekan Gußman n. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. S a m s t a g, den 25. April: ?!achmittans rnn 5 llbr und abends um 8 Uhe: Gelegenlieit zur I'cit. '^eichte. Sonntag, den 2 6. A v r i l, 2. Sonntag nach Oster«: Vormittags von 6^/^ Uhr an: ^elegenbeit znr hl. Aeichrs. , mn 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. „ mn 8 Uhr: Anstellung der hl. Kommunion „ um 9 Uhr: Hochamt nnt Vrediat. u um 11 Uhr: vl. Mene mit Predigt. Nachmittags mn 2 Uhr: Christenlehre; daraus Andacht. Freitag abend um 6*, Uhr ist Maiandacht. Freitag um 6J» Uhr ist Seaenc-mefte. viaspora Sottesdienfi. n Arünberg mn 9' . Uhr. In Hungen um 9'/, Uhr. Vom Besten das Beste ist der Grundsatz beiin Einkauf der Rohstoffe für Scotts Emulsion. 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August Hermann Schlosser, Metzger in Bad-Rauheim, mit Auguste Käthchcn Schneidmüller in Giesten. — Adolf Heinrich Peter Georg Johann Karl »Wagner, Kutscher, nril Lina Hartmann, geh. Brado. beide in Gießen. — Joseph Kollmann, Metzger, mit Lina .Hahrr, beide in Gießen. Geborene: April l4. Dem Kaunnann Rudolf Lölven- stein ein Sohn, Heinz Monsred. — 15. Dem Kauimann Johann Heinrich Driesch eine Towlcr, Herta Minna. — Dem Zuchtver- walter Konrad Gustav Richtberg eine Tochter, Anna Paulinc Emilie Margfft. — Dem Hauvtmann Theodor Bader eine Tochter, Anita Alice. — 16. Dem Dachseckcrmeister Wilhelm Röbrig ein Sohn, Wilhelm Karl Johann — Dem Metzger Heinrich Wilhelm Reitz ein Sohn, Heinrich »Nikolaus Konrad. — 17. Dem Schreibgehilsen Johannes Heinrich Saas eine Tochier, Liese Lore. — 18. »Dem Taglöhncr Georg Goß eine Tochter. Katharine. — Dem Schloftcr Johannes Liehr ein Sohn. Heinrich August. — Dem Pizeseldwebcl Georg Peter Wilhelm Korell ein Sohn, Walter Konrad Ferdinand. - 19. Dem Lokomorivheizer Friedrich Karl Mootz ein Sohn, Kurt Wilhelm Heinz — 21. Dem Wirt Friedrich Böhm eine Tochter. Maria Margareta. Stcibesällc: April 17. Ludwig Adolf Klein, König!. Lokomotivführer i. P., 68 Iah« alt, Plockstr. 11. — Konrad Haas, Rentner, 69 Jahre alt, Asterweg 41. — 18. Wilhelm Rau, Geschältsdiencr, 27 Jahre alt, Steinstr. 63. — Ludwig Richard Karl Otto Johannes Lich, »Spengler, 18 Jahre alt, Sonnen- straße 31. — Wilhelm Heinrich Trältknei, Eisenbahn Unteraisistcnt. 46 Jahre alt, Bahnhofstr. 31. — 19, Pauline Elfte Klee, ein Monat alt, Walltorstr. 25. — 21. Elisabeth» Rausch, geb. Hahn, 28 Jahre alt, Marktstr. 34. — 23. Anna Marie Becker. 55 Jahre alt, Licher Straße 106. Bersrod. Aufgebote: April 14. Johannes Schmitt in »Winnerod, mit Margarete Büchner in RoinhardShain. — 17. Ludwig Schänder in BerSrod, mit Elise Jakob in Reinhardshain. — 23. Heinrich Döving in Bersrod, mit Anna Wenzel in Harbach. Butzbach »Aufgebote: ?lpcil .17. Adam Philipp »August Wcdlcr, Zimmermann, mit Katharina Elisabetha Schmidt in Butzbach. — 21. Wilhelm Ferdinand Slahl, Kaufmann in Beilstein, Dill- kre-S, mit Lina Schmidt in Butzbach. — Ludwig Wilhelm Hamann, Gcsangenenwärter in Butzbach, mit Marie »Bergner in Wolfskehlen. Eheschließungen: April 18. Friedrich Kassenberger, Uhrmachcr in »Babenhausen, Kreis Dieburg, mit »Maria Ehristine Auguste Lahn in ,Butzbach. — 22. Max Richard Kopie, Molkcrei- be.-ricbslcitcr in Würzburg (Bahern), mit Hcrminc Angelika Pop- pelsdors in Butzbach. St e r be f äl l c: April 11. Franz Adolf Walpert, Taglöhncr in Frankfurt a. M., 56 Jahre alt. — 22. Christtne Lippcrt, 84 Jahre alt. Burkhardsfelden. Eheschließungen: ?lpril 19. Christian Rühl II., Hilss- monleur, mit Christine Hoffmann, beide in Burkhardsfelden. Geborene: Amil 16. Dem Taglöhner Friedrich Haas eine Tochter. Stcrbefällc: April 13. Marie Horn, geborene Zimmer, 33 Jahre alt. Friedberg. Aufgebote: April 14. Adam Mahr, Schifsschaukclbesitzer, mit Barbara Ehret, beide in Eberstadt, Kreis Darmstadt. — 16. Joseph Reichert, Tapezierer, mit Wando Roguczka, beide in Ilbenstadt. — 21. Friedrich Karl Henrichs, Lokomotivheizer in Hungen, mit Frieda Weller in Neunkirchen. Geborene: April 15. Dem Lokomotivführer Adam Emil Winkler ein Sohn, Hermann August Mathäus. Sterbe fälle: April 15. Peter Spieß, 71 Jrhre alt — 18. Bertha Pfeiffer, 24 Jahre alt. — Johann Georg Aßmann, 1 Jahr alt. Grohen-Buseck. Aufgebote: »Amil. Ernst Zecher, Hüttenarbeiter in Glei- berg, mit Anna Merz in Großeu-»Buseck. — Ludwig Stcinmüller, Maurer in Heuchelhcim, mit Katharina Spuck in Großen-Buseck. Großen-Linüen. .Aufgebote: April 9. Wilhelm Jung, Hilismonreur in Kletn-Lruden, nrrt Katharina Nepp in Großen-Linden. — 17. Otto Weber, Streckenarbeiter in Hörnsheim, mit »Anna Volk m Großen-Lritdcn. — Heinrich Fa der, mit Christtne Zörb, beide rn Großen-Lutden. Geborene: »April 13. Dem Taglöhner Heinrich Degen III. ein Sohn, ?llbin. Sterbcsälle: April 18. Karl Walter Weiß, 9 Jahre alt, Heuchelhcim. Aufgebote: April 16. Heinrich Ludwig Weller, Zimmer- mann in Atzbach, mit Luise Engelhardt in Hcuchelheim. — 17. Albert Reidel, Bahnarbciter, mit Katharina Schneider, beide in Heuchelhcim. Hungen. Llusgcbotc: l. Ludwig Leschhorn, Maurer in Villingen nril Maria Bräuning, Tienstmädckien in Hungen. — 2. Karl Friedrich Henrichs, Lokomotivheizer in Hungen mit Frieda Weller in Neunkirchen. Langsdorf. Aufgebote: April. Albert Heinrich Kerl, Postassistent in Hanau a. M., mit Christine Marie Ullrich in Langsdorf. Eheschließungen: April. Max Zeller, Kaufmann in Brückenau, mit Dorothea Oppenheimer in Langsdorf. Nidda. Geborene: 15. April. Dem Briefträger Heinrich Michel eine Tochier, Elise. Oppenrod. Eheschließungen: Amil 19. Wilhelm Balser VII., Wagner zu Oppenrod, mit Lina Elisabetha Döll zu Trohe. Reiskirchen. .Aufgebote: April 16. Philipp Balser I., mit Marie Stumps, beide in Reiskirchen. Eheschließungen: 2lpril 23. Ludivig Schneider V., Zim- mermann, mit Elise Klös, beide in Reiskirchen. Geborene: Am» 9. Dem Bahnarbeitcr Heinrich Stark eine Tochter, Lina. — 11. Dem Kaufmann Levi Selig eine Tochter, Irma. Schotten. Geborene: April 16. Dem Gatteriägcr Karl Ries II. ein Sohn, Karl. — Dem Maurermeister Heinrich Wilhelm Schütz eine Tochter, Berta. Eine allerliebste Uebcrralckuna für unsere Kleinen sind die von der Nestie-Gesellschali neu herausgegebenen Aus'chnerdeoupven »Schneewittchen»», weiche iniolae ihrer iorbenvrächligen »Ausstattung und der mebriachen Umkieidungsmöaiichkeii den Kindern viele iröbiiche Sttmden bereuen. »Man rvende sich zwecks kostenloser Erinngnng derielben an die »Restie-Geielischalt, »Leriin IV. 57, die der Sendung a»i »Wunsch eine 'Probedose des seit einem balben Jahrhundert bewährten Kindermebies nralis beilügi 850s» Dr.Weinreich’s MottsnätHsr Dm nicht minderwertige Nachahmungen zu erhalten, achte mau stets auf den Namen „Df. Wßinrßich^. Seit Jahren laut Attest des Oberhofmarschallamtes von den Ho’- Haltungen BRajestät des Kaisers zahlreichen anderen Hofhaltungen, militärischen Bekleidungskammern u. viel, l ’rivftthanshaltnngen ständig verwendetes, zuverlässig wirkendes Mottenschutzmittel. Zn beziehen d. alle Drogerien, Apotheken; Padürner ' Piiarmakon-Gesellschaft Clieniische Fabrik, Frankfurt a. 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