Nr. 96 Zweiter Blatt *64- Jahrgang Erschein, täglich mit Ausnahme de? Sonntag?. Die „«ießener Zamilienblätter" werden dem »Anzeige," viermal wöchentlich beigelegt, da? „Lreiibtatl fttr den Kreis Hießen" zweimal wöcheuüich. Die „kandwirlschastlichen Seitfragen“ erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Vberhejsen Samstag, 25. April *9*4 Rotationsdruck und Verlag der Brühlffchc» Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition inid Verlag: e^j>51. Redaktion: ^48112. Lel.-Ad>.:An,eigerG,eßen. Zeitungskritik und Opernaussührungen in Gießen. In Nr. 77 unseres Blattes haben wir vor einiger Zeit ein Feuilleton von Geheimrat Prof. Tr. Krüger vcröffent- licl,t, der mit großer Sachkenntnis ausführlich die Aufgaben kritischer Tätigkeit besprach, daraus hiuwics, daß nur freimütige Kunstbesprechungcn ifjrcit Zweck erfüllten und an- deutcte, daß hier in Gießen dem Kritiker sein Amt nicht immer leicht gemacht würde. Zivar mache die Kritik nicht dem Publikum, dagegen den Männern Sorge, denen die öffentlichen Peranstaltungcn auf dem Gebiete der Kunst anvertraut sind. Herr Geheimrat Krüger erwähnte auch die Opernga st spiele des Tarnistädter Hoftheaters und empfahl in der Erwägung, daß wir „von der Gnade der Darmstädter" abhängig seien und diese von Kritik „verschnupft" werden könnten, von weiteren Kritiken gegebenen Falles ganz abzusehen. Wir müssen heute auf diese Tinge ausführlicher zurückkommen und unseren Lesern mitteilen, daß wir uns veranlaßt gesehen haben, künftig von Besprechungen der Opernvorstclluirgcn des Theaterve'reins in der Tat abzusehen Ter Tatbestand ergibt sich ans folgenden Vorgängen: Geheimrat Fromme war dazu ge schritten, in einer vertraulichen Versammlung, aus Grund eines Schreibens des tzofthcatcrintendanten Tr. Egcr, die „F i g a r o" -B c s p r e ch u n g unseres Musikreferenten zu beanstanden und Abhilfe zu beantragen. Nach dieser Vorbesprechung sollten die leitenden Herren des „Gie- ßener Anzeigers" gleichsam als Angeklagte in einer weiteren Sitzung erscheinen. Daraus hat der Verleger unseres Blattes, Herr Lange, folgendes Schreiben an Herrn Geheimrat Fromme gerichtet: Gießen, den 7. April 1914. Herrn Geh. Hosrat Professor Tr Fromme Vorsitzenden des Theater-VcreinS Gießen. Sehr geehrter Herr Geheimrat! Sie haben den Wunsch geäußert, mit uns und in Gemeinschaft mit den Herren Gehcimrat Krüger und Justizrat Grünewald über die Besprechungen der Spernvorstel- lungen weiter zu verhandeln. Ich teile Ihnen hierdurch mit, daß wir Ihrer im Gespräch mit Herrn Will geäußerten Anregung im Hinblick auf bestimmte Feststellungen und Umstände folgen und künftig auf die Besprechungen der von Ihnen veranlaßten Opernvorstellungen verzichten wollen, solange Sic ^>ei beharren, daß die bisher im Gieße- ner Anzeiger geümc Kritik ungerechtfertigt und zu schroff oder unhöflich gewesen sei. Den Grund unseres Verhaltens müssen wir natürlich zum gelegenen Zeitpunkt unseren Lesern mitteilen. Mit dieser Entschließung unseres Blattes entfällt vorläufig wohl die Notwendigkeit zn weiteren gemeinsamen Besprechungen, und ich bitte Sie, Herrn Geheimrat Krüger und Herrn Iustizrat Grünewald von diesem Briese freundlichst Kenntnis geben zu woflen. Da ich mir Bedauern gehört habe, daß Sie am Samstag in einer eigen? eiuberufencn Verjainmlung, nicht nur mit dem Vorstand des Theater-Vereins, über die uns berührenden Meinungsverschiedenheiten streng vertraulich verhandelt haben, ohne uns Gelegenheit zu geben,den Verhandlungen beizuwohnen und unseren Standpunkt zu vertreten, so gestatte ich mir, zur Begründung unserer Entschließung die nachfolgenden Feststellungen zu machen, die jetzt und künftig die Rechtfertigung unseres Verfahrens dartun sollen, zu deren Veröffentlichung wir aber im Interesse der Gießencr Kunstpflege und des Ansehens des Darinstädter Ensembles nur im äußersten Notsafle hcrantrcten könnten Den Gegenstand Ihrer Beschwerde bildete die Besprechung der „Figaro"-Aufführnng, die in unserer Nr. 60 vom 12. März d. I. erschienen war. Gelegentlich eines Gespräches mit meinem Prokuristen, Herrn Will, am 23. März, brachten Sic Beschwerden über Schädigungen vor, die diese Art der Kritik zur Folge habe, und aus näheres Befragen übergaben Sie folgenden Brief, der Ihnen als Antwort auf Ihr Begleitschreiben zur Einsendung unserer Besprechung von, Intendanten, Herr» Tr. Eger, zugegan- gen war: T arm stabt, den 16. März 1914. Sehr geehrter Herr Gehcimrat! Die Kritik im „Gießener Anzeigcr" in eine derartige, daß ick, doch mit einem Wort auf dieselbe zurückkommen muß. Das Ensemble unseres Hosthealcrs ersrcut sich nicht nur in Darmsladt, sondern auch außerhalb eines io guten tünsttcrischen Rufes, daß wir es wohl nicht nouvendig haben, uns bei Gastspielen Unhöslich- kciten sagen zuWasscn, die immerhin nach außen hin schädigend wirke». Die Gcneraldirektion hat unter diesen Umständen recht wenig Lust, im nächsten Jahr wieder mit ihrem Ensemble nach Gießen zu kommen Ich bin überzeugt, daß es dem Theater- komitce ein leichtes sein wird, ein anderes Opcrnenscmble zu gewinnen, das den Ansprüchen der Gießener Kritik mehr entspricht. Hochachtungsvoll Dr. Eger. Sie waren der Ansicht, daß etwas zur Klärung und Abhilfe geschehen müsse, indem Sie den Brief aus der Hand gaben, damit das weitere neranlaßl würde, ?fls Herr Will am selben Tage aus dem Munde des Herrn Th. Haubach erfuhr, daß dieser von dem Briefe des Intendanten durch Sie Kenntnis erhalte» habe, und als Nachteile für das Unternehmen zu befürchten waren, das er pflichtmäßig zu vertreten berufen war, ließ die Redaktion, wie Sie wissen, folgendes Schreiben an Herrn Dr. Eger ergehen: Gießen, 25. März 1914. 2fn den Intendanten des Großh. Losthcaters und der Hofmusik Herrn Tr. E g c r D a r m st a d t. Sehr geehrter Herr Intendant! Dir^haben Kenntnis erlangt von dem Briefe, den Sie unter dem 16. d. Mts. an Herrn Gehcimrat Fromme gefichtet haben. Da dieses Schreiben in erster Linie sich mit unserem Blatte besaßt möchten wir die ergebene Anfrage an Sie richten, welchh Absicht Ihr Brief an Herrn Geheimrat Fromme versolgt hat. Sic haben oou „Unhösiichkcitcit" gesprochen, die unser Blatt den Darmstädtcr lffastspielen gegenüber zum Ausdruck gebracht I>abc: wir ersuchen Sie höslichst, sich im einzelnen darüber äußern zu wollen, woran Sic Anstoß genommen haben. Hochachtungsvoll Redaktion des Gießener Anzeigers A. Goetz. Dieses Schreiben war notwendig, da die Redaktion durch Umfragen sestgcstcllt hatte, daß die Kritik in sachverständigen .Kreisen keinerlei Anstoß und Tadel, sondern fin Gegenteil Anerkennung >ür ihre zutreffenden Anssührungcn gefunden hatte. Eine Aussprache mit dem Herrn Intendanten war unumgänglich, da wir ihn überzeugen wollten, daß er einsettig unterrichtet sei und von „Ünhöflichkeiten" in unserem Blatte nicht die Rede sein könne. Die erwähnten Umfragen bei sachverständigen Männern, die der „Figaro"-Äufsührung beigewohnt hatten, konnten uns nur darin bestärken, alles zu tun, um den Kritiker, der unser Vertrauen besaß, gegen ungerechte Bor- würfe zu decken. Auch Herr Oberregicrungsrat Dr. Platz, der zwei Jahre lang für uns die Musikkritik ausgeübt hatte, vertrat aflcs, was über die „Figaro"-Ausführung der Darmstädter Gäste gesagt worden war. Wir geben diese Gutachten hier dem Wortlaut nach wieder: Gießen, 23. März 1914. Sehr geehrter Herr Neurath! Gerne komme ich Ihrem Wunsche nach, Ihnen meine Ansicht über die jüngste Figaro-Ausführung lGastspiel des Gr. Hosthealers, Darmstad» mitznteilen. Mit dem besten Willen könnte ich diese Aufführung als eine gelungene nicht bezeichnen! Mozart gut singen, gehört überhaupt zu den schwierigsten Aufgaben, und leider gibt cs nnr wenig Sänger und Sängerinnen mehr, welche den graziösen Feinheiten dieses Stils völlig gewachsen wären: entschuldigt mag das ja dadurch werden, daß die Künstler durch die moderne dramatische Musik auf wesentlich andere Aufgaben eingestellt und in ganz andersartiger Technik cingeschult sind. Dies kann aber nicht abhaltcn, einen Maßstab anzulegen, der dem Meisterwerk Mozarts einerseits, wie dem künstlerischen Range de? Darmstädtcr Hoitheatcr? anderseits angemessen ist — die Hochachtung vor Beiden verbietet ein „Augen,udrückcn", wie es etwa bei manchen Dereinsveranstaitungen angebracht sein mag. Ich habe freilich auch aus anderen hochstehenden Bühnen noch keine vollkommen befriedigende Aufführung des Figaro erlebt — und so war mir? gleich von vornherein zweiselhast, ob die Wahl des Stückes für das Gastspiel eine glückliche sei. Der Verlauf Hai auch meinen Zweifeln Recht gegeben und ich kann, der Kürze halber, mich nur aus die in Ihrem geschätzten Blatte erschienene Kritik (bie mir auch in der Form nicht zu schars schien) in allen wesentlichen Punkten einverstanden erklären, Mü hvchaüßungsvollem Gruß Ihr ergebener Dr, Platz, Gießen, den 24, März 1914, Sehr geehrter Herr Neurath! Allem zuvor muß ich erklären, daß ich im Interesse unseres Musiklebens in Gießen die Opernvorstellungen der Darmstädter Bühne stets auf das Lebhafteste begrüßt habe. So hatte ich anch an der neulichen Aufführung des Figaro große Freude, Ich bin ein so bedingungsloser Mozartverehrer, daß ich jede Gelegenheit willkommen beiße, die einem größeren, bildungsfähigen Publikum den Genuß Mozarth'chcr Opernmusik vermittelt. Darum bin ich auch ein schlechter Kritiker. Dem Schlußsatz der Kritik im „Anzeiger", der es zu mißbilligen schien, daß man den Figaro sozusagen als Abstecher-Over benutzte, kann ich keinesfalls zustimmen, Die Mission, die das Darmstädtcr Ensemble neulich übte, war unter affen Umständen verdienstlich. Wie viele, auch musikalisch aebildete Menschen haben ha wieder schöne, sic innerlich erhebende Stunden verlebt! Stellt man diesen Gesichtsvunkr voran, so ist man von vorne herein gewillt, gegenüber gewissen Unebenheiten der Aufführung sein Obr zu verschließen. Rufe ich aber den Kritiker in mir wach (und ich bemerke, daß ich den Figaro auf weite Strecken fast auswendig kenne», so kann ich nicht leugnen, daß mir die Ausführung neulich nicht auf der Höhe Darmstädtcr Leistungen an anderen Abenden, die mir wohl im Gedächtnis sind, zu stehen schien. Das galt gleich oon der Ouvertüre, die überhetzt war, fast Vr Minute zu schnell gespielt, sie soll rund 4 Minuten dauern, so daß gewisse Einzelheiten nicht mehr zur Geltung kamen. Er galt weiter von der Gräfin, die gleich beim ersten Auftreten unerfieulich detonierte und ihre Rolle viel zu tragisch spielte. Es galt mich von dem technisch nicht einwandfreien Vortrag der Arien Chernbins. Sicher fehlte auch manches im slotten Zusammenspiel, und Mozort'sche Grazie kam nicht überall zum Vorschein. Wenn ich Ihren Kritiker recht verstand, so hat er auch nicht viel Anderes sagen wollen. Es war jedensalls eine Kritik, aus der Sänger und Darsteffer lernen konnten, wenn iie lernen wofften. Und einer solchen Kritik soll man meiner Meinung nach auch dann nicht entgegcntrcten, wenn man manches anders ansieht als der Kritiker. Sollte man wirffich in Tarmstadt verschnupft sein, so wäre es doch höchst unbillig, daraus iraend welche für Gießen unangenehme Folgerungen zu ziehen. Solche Hinterwäldler sind wir doch schließlich auch nicht, daß wirs nicht sagen dürfen, wenn uns einmal etwas nicht so ganz gesallen hat, weil wir uns sonst der Gefahr aussetzcn, daß uns wie unartigen Kindern, unser Vergnügen entzogen wird. Ich kann nur sagen, daß ich mich jetzt schon aus die nächste Vorstellung freue. Sofftc dieser Brief einem der Darmstädtcr Herren zu Gesicht kommen, so bitte ich ihn, cs als meine und aller musikliebenden und muffkverständigen Gießencr Meinung anzusehcn, daß wir die Darmstädter hier stets mir dankbarer Freude begrüßen. Unser Kritiker muß, aber das Recht haben, nicht nur zu loben, sondern auch zu tadeln, wen» ^hm etwas mit den hohen Ansprüchen, die er a» ein Kunstinüitut wie die Darmstädter Oper zu stellen berechtigt ist, nickst übereinzustimmen scheint. Sonst wäre es immer noch besser, man glNterließe jede Kritik. Diese Zeilen erhalten Sie zu gutscheinender Verwendung. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener Dr. Krüger. Gießen, den 2. April 1914, An die Redaktion des Gießencr Anzeigers Gießen, Aus Ihre werte Anfrage teste ich Ihnen hierdurch mit, daß ich mit allen Krstiken Ihres Musik-Rezensenten vollständig einverstanden bin. Insbesondere gilt das von seiner Kritik über die letzte Lpernvorstellung. Gerade von der Quintessenz der Mozart- schen Musik: dem Rhythmus, der Grazie und der Leichtigkeit war sehr wenig ,u merken. Die Einsätze kamen nicht präzis genug, das Jneinandersließcn bei Duetts, Terzetts usw, fehlte säst durchweg. Die Sänger waren an den Taktstock des Kapellmeisters und an den Souffleur-Lasten gebunden. — Die Tempi jm Orchester waren oft überhastet, wodurch manche Stellen verichwommcn er,chicncn (Schluß der Ouvertüre). In allem war cS eine Vorstellung, die weder Mozart, noch einer Hoibühne würdig war, Gerade ich, der ich Gelegenheit hatte, die Sänger in ihrem Heim, in Darmstadt, öfters und in verschiedenen Opern zu höre», muß bezeugen, daß sic mir bei den hiesigen Gastivielen wie verwandelt erscheinen. Ich bewunderte dieselben in Tarinstadt und lounderte mich stets über die Interesselosigkeit, die Nonchalance, mit der sic hier in Gießen austtetcn. Diese Nonchalance ist nicht nur im Gesang (Markieren der Stimme, merrv voce wie in der „Weißen Dame") zu merken, sondern auch im Schminken und Kleiden, (So sei hier nur aus du unmoiioiertc Verwandlung des Richters in „Martha" erinnert, der zwischen 2. und 4. Akt um die Hälfte seines Körverumsangs abgcnommen hat, was auch die Kritik s. Zt. hcrvorgehoben hat.' Ob im prächtige» Tempel ob in armer Hütte, hat der Priester scincrr Dienst mit dericlbcn Ehrfurcht und Lieb,' vor seinem Gott zu erjüllen. Dasselbe gsti vorn Künstler. Tie Pflicht einer ernsten und objektiven Kritik ist, auf alles hinzuwcijen, was gegen die Regeln der ernsten Kunst verstößt. Ihr Musik-Rezensent hat seine Pflicht ganz objektiv und sachlich erfüllt. Mit vorzüglicher Hochachtung Boris Pines. Ta e? uns nicht nur darum zu tun war, recht zu behalten, sondern auch schädliche Nebenwirkungen zu vermeiden, die namentlich die Darmstädter Gäste getroffen haben würden, so haben wir von Veröffentlichungen abgesehen. Sie, Herr Gehcimrat, haben uns diese Mäßigung nicht gerade leicht geinacht. Sie haben Herrn Will gegenüber geäußert, Sic müßten eine Erklärung von uns verlangen, daß solche Kritiken wie die angcfochtenc nickst wieder vorkämen Sie haben ferner die Ansicht ausgesprochen, der Herr Intendant, mit dem Sie sich ins Benehmen setzen wollten, möck>tc am besten daran tun, der Redaktion überhaupt nicht, oder ganz grob zu antworten. Bei dieser Sachlage kam es uns natürlich sehr gelegen, daß Herr Gcheimrat Krüger sich gedrungen suhlte, seinem Gutachten auch noch einen eingehenden Aufsatz hinzuzufÜHcn, der in unserer Nr. 77 vom l. April d. I. abgcdruckt ist und der strengen Sachlichkeit unseres Musik-Kritikers hohes Lob jpendet, unserem Standpunkt in bezug auf die Aufgaben der Kritik in jeder Weise betpflichtet, den Ihrigen aber zurückweist. Entweder freimütige, oder gar keine Kritik, an dieser Losung wollen wir scsthalten. Am selben Tage, als dieses treffliche Feuilleton des Herrn Cffchetmrats Krüger in unserem Blatte erschienen war, erreichte uns die Antwort des Intendanten Herrn Dr. Eger- Darmstadt, den 31. März 1914. .An die Chefredaktion des „Gießener Anzeigers" G testen. Sehr geehrter Herr Chefredakteur! Eine nochmalige Lektüre des ersten Teils Ihrer Kritik unserer Gießener Figaro-Vorstcllung, und zwar der allgemeinen Besprechung des Gastspiels, wird Sie zweifellos darüber belehren, was an demselben als Ilnhöslichkcit empfunden werden muß. Da Sie meinen Brief an Herrn Geheimrot Fromme gelesen haben, so erübrigt sich ja auch die Frage, welche Absicht ich mit diesem Briese verfolge: ich habe dieselbe ja darin ausgesprochen. Hochachtungsvoll Dr. Eger. Unsere Redaktion hat darauf unter Beifügung der Gutachten und des Zeitungsaufsatzcs folgendes geantwortet: Gießen, den l. April 1914. Sehr geehrter Herr Intendant! Auf Ihr Antwortschreiben vom 31. März möchten wir Ihnen entgegnen, daß auch im ersten Teil der fraglichen Kritik, der allgemeinen Besprechung des Gastspiels, in keiner Weise „Unhöflich- keitcn" ausgesprochen sind. Es ist sogar sestgcstellt worden, daß „fast überall" die Gastsvicivorstcllungen die erwähnten Mängel an sich trügen. Wir möchten heute versuche». Sie davon zu überzeugen, daß hei der Kritik unseres Mitarbeiters keinerlei unberechtigte Härten oder Angriffe in Frage kommen. Sic selbst waren bei dem Gastspiel, wie wir hörten, nicht anwesend, und daher nehmen wir an, daß Sie einseitig und falsch untcrrichlct worden sind. Daß wir uns nicht willkürlich aus etwas versteisen wollen, was nicht zu halten ist, wollen Sic freundlichst daraus entnehmen, daß wir nach Kenntnis Ihres Briefes an Herrn Geheimrat Fromme bei sachkundigen Persönlichkeiten, die der „Figaro"- Äufsührung beigewohnt haben, eine Umfrage veranstalteten. Niemand hat der Kritik solche Vorhaltungen gemacht, wie sie in Ihrem Briese zum Ausdruck kommen: nur Herr Gehcimrat Fromme, der einer ossenen Krüik nicht gewogen ist, vertritt Ihre Aussassung. Wir legen Ihnen hiermit eine Anzahl von Aeußcrungen vor, die Ihnen wohl den Nachweis liefern werden, daß Sie unserem Blatte und unseren, Kritiker Unrecht Inn, wenn Sie Ihre Behauptungen ausrecht erhalten wollten. Sie werden nicht annehmen, daß Herr Gcheimrat Proseffor Krüger, der die Darmstädter Gastspiele, wie auch wir, nicht missen möchte. Und e g r ü n d e t e Aussetzungen in so nachdrücklicher Weise in Schutz nehmen würde. Auch das beiliegende Urteil des Ober- rcgicrungsrates Dr. Platz, der zwei Jahre hindurch mit unbestrittener Sachkenntnis und Liebe für echte Kunst das Kritiker, amt für unser Blatt versehen hat, hält die kritischen Bemerkungen der von Ihnen angefochtenen Besprechung slir voll berechtigt. Wenn wir hinzufügen, daß uns nichts ferner liegt, als etwa durch schroffe Kritik angesehene Gäste verletzen oder kränken zu wollen, so werden Sie hoffentlich keinen Anstand nehmen, »vn Ihrem bisher geäußerten Standpunkt zurückzutreten. Wir können es nicht unwidersprochen lassen, wenn schädigende Gerüchte oder unzutrcssende Urteile über unser Blatt ohne unser Wissen verbreitet werden, aber nur notgedrungen würden wir uns zur Klarstellung an die Oessentlichkert wenden. Ihrer gesl. Entschließung und Antwort cntgegensehen'o, bitten wir Sic, uns die Anlagen möglichst bald wieder zurückzugeben. Hochachtungsvoll Redaktion des Gießencr Anzeigers A. Goetz. Sie ersehen daraus, sehr geehrter Herr Geheinrrat daß auch uns daran gelegen ist, den Darmstädter Gastspielen affes schuldige Entgegenkonrmen zu beweisen und nichts zu unternehmen, was das angesehene Darmstädter Institut schädigen könnte. Tie Freiheit sachlicher und fach- verständiger Meinung aber, sofern sie von den besten Ab- sichten diktiert wird, soffte man nicht in kleinlicher Weises befehden und zu beeinträchtigen suchen Wir haben bis zur Stunde noch keine Antwort auf unser letztes Schreiben vom Herrn Intendanten Dr. Eger erhalten, hassen aber, daß er on eine Ungerechügieit und Nilhöfkichki'it der dReßener Kritik nicht mehr glauben wird. Wir meinen, sehr geehrter Herr Geheiinrat, das; man auch einer Zeitung, ebenso wie dem Theater und anderen Unternehmungen Gerechtigkeit widerfahren sassen sollte Daß Sic unsere Anwesenheit ii^ der von Ihnen einbernfe- ncn Versammlung am lebten Samstag ausgeschlossen da- ben, scheint uns dafür zu zeugen, daß Sie in diesem Punkte anderer Meinung sind. Wir haben im Anschluß an den Aufsatz des Herrn Geheimrats Krüger festgcsteNt, daß wir nicht genötigt werden könnten, künftig von einer Kritik abzusehen. Das ist richtig, aber wir wollen nunmehr aus eigenen Stücken darauf verzichten. Dieser Entschluß ist uns auch mit Rücksicht daraus gereift, daß wir auf eine fortdauernde Tätigkeit des von Ihnen bekämpften Musik- berichterstatters nicht mehr mit Bestimmtheit rechnen können. Es ist, wie Herr Gcheiinrat Krüger schon angcdeutet hat, keine leichte und keine erfreuliche Obliegenheit, über Ihre Opervorstellungen sachgemäß zu berichten. Ich würde nur dann dazu heranrreten, dos Amt neu zu besetzen, wenn Sie den grundsätzlichen Darlegungen des Herrn Geheimrats Krüger über die Aufgaben der Kritik in allen Punkten rückhaltlos zustimmten und mit Herrn Krüger Ihre Anerkennung erklärten, daß unser bisheriger Referent seine Tätigkeit sachverständig, vor allem aber auch sachlich und in der Form einwandfrei geführt hat. Hochachtungsvoll R. Tange, Verleger des Gießener Anzeigers. ES folgte daraus noch folgender Briefwechsel: Gießen, den 7. April 1914. Herrn Richard Lange Verleger des Gicßcner Anzeigers. Gießen. Sehr geehrter Herr Lange! Au? dem mir übersandten Schriftsatz ersehe ich, daß Sie aus die Zusammenkunft mit der vom Vorstand des Theatcrvercins in seiner Sitzung vom 20. d. Mts. gewählten Kommission verzichten wollen. Ich bedaure aufrichtig, daß Sie — ebenso wie die von mir Herrn Will bereits in meiner ersten Ausivrache mit ihm ange- botenc Besprechung zwischen Herren des Gießener Anzeigers und solchen des Thcatervereins — so auch diese zweite ausschlancn. Ich werde morgen, Mittwoch. 6 llhr dem Vorstand und den hinzugczogenen Herren Jusnzrat Grünewald und Geheimrat Krüger Mitteilung von Ihrem Schriftiati machen Leider sehlt mir die Zeit. Ihre Ausführungen schriftlich zu beaMworten, und schon deshalb, aber auch von dem Wunsche getragen, die für Gießen so wichtige Angelegenheit in zutrieden» stellender Weise zu erledigen, möchte ich Sie einladen, dieser Vorstandssitzung bei,„wohnen. Tic Sitzung findet in meinem Institut, Braichplatz 4, statt. Hochachtungsvoll Dr. Fromme. Gießen, 9. April 1914. Herrn Geb Hohat Professor Dr. Fromme Vorsitzenden des Theater-Vereins Gießen. Sehr geehrter Herr Geheimrat! Ihr Schreiben vom 7. d. Mts. ist mir, da ich gestern verreist war, verspätet zugcgangen. Ich hätte aber bei meiner Absicht beharren müsse», in diese Sitzung n i cht zu kommen, aus Gründen, die Sie meinem Schriftsatz entnehmen können. Herr Will teilt mir übrigens mit, daß eine Anregung, die Angelegenheit mit Herren des Theater-Verein? zu besprechen, nicht erfolgt sei. In der Tat haben Sie ja auch in der ersten diesen Gegenstand betreffenden Sitzung am letzten SamStag unsere Jlnwcsenheit aus- tzeschaltet. Hochachtungsvoll R Lange. Verleger des Gießener Anzeigers. Gießen, den 19. April 1914 An den Verlag des Gießener Anzeigers. Sehr geehrter Herr Lange! Der Vorstand des Thcatervereins bat in seiner letzten Sitzung von Ihrem Entschluß, künftig keine Rezensionen der Opernvor stellungen im Gießener Anzeiger mehr zu bringen, Kenntnis genommen und hat ihm um io mehr z^„kstiimnt. als er auch schon in der vorhergehenden Sitzung der auch von Herrn Gebein, rat Krüaer vertretenen Ansicht war. daß aus verschiedenen Gründen Kritiken dieser ans reiner Gefälligkeit vom Lottheater gcoe benen Vorstellungen besser zu unterbleiben hätten. Nachdem sich auch Herr Intendant Tr. Eger dieser Ansicht voll und ganz angeschlosscn bat, beehre ich mich, Ihnen dies mit- zuteilen. Hochachtungsvoll Dr, Fromme. Gießen, 24. April 1914. Herrn Geh. Hosra« Professor Tr. Fromme Vorsitzenden des Theater-Vereins Gießen. «ehr geehrter Herr Gcheimrat! Die Bemerkung in Ihrem Schreiben von, 19. d. Mts auch Geheinrrat Krüger habe die Ansicht vertreten, daß aus verschiedenen Gründen Kritiken der aus reiner Gefälligkeit vom Hostheater gcqebenen Vorstellungen besser zu unterbleiben hätten geht von anfechtbaren Gesichtspunkten aus. Geheimrat Krüger hat nur für den Fall, daß die Tarmstädtcr eine sachgemäße Kritil nicht vertragen könnten oder daß sie verschnupst davon sein würden, angcraten, von einer Besprechung überhaupt abzusehen Er hat cs recht klar und deutlich ausgesprochen, entweder frei mütige oder keine Kritik. Da zu besorgen ist, daß im Publikun, falichc Aussassungen und Schlußfolgerungen sich verbreiten i, sehen wir uns genötigt, unsere Leser von dem Tatbestand der' zur Niederlcgung der kritischen Tätigkeit geführt hat, in der nächsten Nummer in vollem Umfange zu unterrichten. Hochachtungsvoll __R Lang e. Bon der Intendantur d"' r -r r " :ol; Gef ,m 11. V M. folgendes Schreiben ein: Darmstadt, den 11. Apti 1911. Sehr geehrte Redaktion! Der Herr Intendant ist loährend der Char- und Oster!age dienstlich verreist und tvird Ihr gcsch. Schreiben nach seiner Rucklehr beantworten. Hochachtunasooll! i. A.: Dr. Sander. Die Antwort auf unser Schreiben und unsere Einsendungen lies vom Intendanten, Herrn Dr. Eger, erst am 18. d. M. ein. Sie lautet kurz und abweisend: Darmstadt, den 18. April 1914. Sehr geehrter Herr Chefredakteur! ,, t ^ Im Anschluß an das diesseitige schreiben vom 11. d. Mts. beehre ich mich auf Ihr gesl. Schreiben vom 1. d. Mts. zu erwidern, das; die Beurteilung einer llnhotlichkeit ernc rein subjektive Empsindungssache ist. Ich kann daher von meinem bereits gekennzeichneten Standpunkt nicht abgehen. __ , . Die 3 Anlagen zu Ihrem ge,l. Schreiben beehre ich mich, anbei wieder zurückzugebcn. Hochachtungsvoll Dr. Eger. Wir sind ungerne -u diesen ausführlichen Veröffentlichungen geschritten, allein wir glauben, sie unseren Lesern schuldig zu sein. Da es uns nicht gelungen ist, Herrn Ge- hcimrat Fromme und Herrn Dr. Eger zu überzeugen, daß unser Kritiker gewissenhaft seine Pflicht erfüllt hat und da beide Herren nicht das leiseste Verständnis für die Aufgaben und Pflichten der Zeitung gezeigt haben, so wäre zu besorgen, daß über unsere Entschließung, die Opernvor- stellnngen nicht mehr zu besprechen, falsche Meinungen und Auslegungen sich verbreiten könnten. Wir müssen feststellen, baß die Vorwürfe, die man ursprünglich der Tätigkeit des unserer Redaktion übrigens fernstehenden Musikberichterstat- tcrS gemacht hat, nicht haben aufrecht erhalten werden können. Tcni Vorstand des Theater-Vereins war es, wie ans dem letzten Schreiben des Herrn Geheimrats Fromme zu folgern ist, niemals um eine ernste und sachgeinäße Kritik der Opernvorstellungen zu tun, weil diese nur „aus reiner Gefälligkeit" vom Hofthcater gegeben würden. Ob die „verschiedenen Gründe", von denen in dem Schreiben noch die Rede ist, stichhaltig sind, wissen w-ir nicht, da wir sie nicht kennen. Auch der Herr Intendant Dr. Eger hat unseren! Nachweis, daß die ,.Figaro"-Kritlk sachverständig und saa.lich bercch igt war, nicht zu widersprechen vermocht, und während er in seinem ersten Schreiben an Herrn Fromme die Anforderungen der Gießener Kritik für zu weitgehend erachtet, hält er dem Kritiker in seinem Schlußschreiben nur noch formale „Unhöflichkeit" vor. Daß auch davon nicht gesprochen werden knitn, wissen unsere Leser, die, wie Herr Geheimrat Krüger, unseren Kritiker nie aus unsachlichem Wege ertappt haben werden. Es ivar ein subjektiver kritischer Standpunkt, der von vier Sachtundigen ubereinstiimuend geteilt wurde und gleichwohl als unrichtig und lote eine Verfehlung angeseindet worden ist. Das geschah vor allem aus mangelndem Verständnis für die Aufgaben der Presse. Wir mußten uns dagegen wehren, denn unsere Mitarbeiter sind nicht vogelsrei. Ausländerei im §i!m. kos. Ein bekannter Filmsachschriststellcr veröffentlicht im neuesten Heft von „Film und Lichtbild" (Stuttgarts beachtenswerte Ausführungen über dieses Thema, denen wir folgendes entnehmen: An anderer Stelle habe ich bereits einmal gegen den sehr ernsthaft ausgetauchtcn Vorschlag, ans ausländische Films hoben Einaangs- zoll zu legen, geschrieben. Auch heute noch bin ich der Ansicht, daß Films ebenso wenig im Verkehr beschränkt werden sollten, wie Bücher, ausgenommen natürlich die nötigen zensurpolizeilichen Aeschränkungtn. Es kommt mancherlei Gutes im Film vom Ausland — warum sollte es unser Leben nicht bereichern dürfen? Und doch heißt es, sich heute aus anderen Gründen gegen 'Ausländern im Film energisch zur Wehr setzen. Ganz ohne Chauvinismus. Es ist wohl etwas anl'eres, ausländische Erzeugnisse zu,ulaffen oder sie so zu bevorzugen, daß die einheimische, gleich lcistungs- sähigc Industrie darüber ins Hinterlreiien gerät. Das Schlimmste ist, daß die Vertrustung des gesamten Filmniarktes unter dem kolossalen Kapitaleinsluß einer einzigen großen französischen Firnra droh!, znm mindesten die Bildung mehrerer großer Einzclringc. Es ist immer ungesund, wenn eine einzige Firma die anderen der Branche unter ihre Botmäßigkeit zu bringen und den Konkurrenten überall die Lebenslust ahziuchneiden sucht. Hier drohen dadurch für Deutschland sehr ernste Gefahren, die unbedingt beschworen werden müssen. Wir haben in Deutschland eine Filmindustrie, die durchaus lcistungssähig ist, auch vollkommen aus.der Höhe der geschäftlichen Situation stehen könnte, wenn sie sich ihrer nationalen Pflichten und Notwendigkeiten mehr bewußt wäre. Aber es kommt noch ein anderes Moment hinzu: die aussallende Bevorzugung der gwßartigcr austretcndcn, ausdringlicher sich gebärdenden und ge- vM auch durchaus leistungsfähigen ausländischen Kinematographen- in'oustne. Das hat sich geradezu zu einer Notlage ausgewachsen. Leider ist in dieser Hinsicht das üble Beispiel unseres kaiserlichen und mancher sürstlicher Hofmarschallämter und Behörden schule- ,nachend gewesen. Die französischen Firmen scheinen ein förmliches Monopol aus die Kaisermanövcr, die Berliner Paraden, Kaiserreisen und bergt, zu haben. Ein Unsug ist außer der nationalen FahrlässigkHt dieser Stellen auch noch z„ beklagen: die Prosit - mscherei, die sich sofort der das Recht zu solchen Aufnahmen verlebenden Stellen bemächtigt hat. Das ist überhaupt ein sonder- oarcs Kapitel: die Aussassuna der leitenden Persönlichkeiten von dem Charakter der Filmauinahme. Was ist diese eigentlich ? Doch nichts weiter als eine moderne ivurnalistischc Tätigkeit. Dafür aber Erlaubnisgebühren zu erheben, ja sich die Erlaubnis meistbietend abkausen zu lassen, ist m. E. gänzlich unberechtigt und zeugt von geringer Einsicht der damit befaßten Kreise. Dasselbe Schauspiel bietet der Kamps um die Schulkincmato- graphie. Wem wäre cS bisher eingefallen, für unsere deutsche Jugenderziehung Lehrmittel, Lehrbücher und dcrgl. von ausländischen Firmen zu beziehen? Es galt als selbstverständlich, daß deutscher Gewerbcsleiß, deutscher Buchhandel daraus ein Recht hätten. Ganz anders mit dem Film! Deutsche Pädagogen, zuerst Herr Rektor Oemke. und chm nach Lehrer aller Arten von Schulanstaltcn sindcn nicht nur nichts weiter dabei, daß sich französische Firmen ungeniert auch der Filmversorgung unserer deutschen Schule sustematisch zu bemächtigen suchen, sondern unterstützen dieses 'Vorhaben auch noch durch Wort und Schrift. Ein derartiger Vorgang stell wahrhastig auf dem Gebiete unserer nationalen Jugniirrzichung einzig dal tzftttzcner Straft«? »inner. Gienen, den 24 April. Wegen D i c b st a h l s i. R. wurde der Althändler K. Sch aus Frie. rg zu vier Monaten Gcsängnis verueteilt. Er hatte in der Nacht von. u. aus '7. Dezember vorigeil Jahres einem Arbeiter, mit er abend- im Wirtshaus zusammen gewürfelt batte, beim Fortgelen heimlich ein Paket mit der Hose des Arbeiters wegg nommen. Bald nach dem Fortgang des Angeklagten ivurde der Verlust bcinerkt: man fand auch den Angeklagten, aus dem Heimweg begriffen, und einige Schritte davon das fragliche Paket, das der Angeklagte aus den Anruf hin' hatte lallen lassen. Wegen Entziehung elektrischer A r b e ick wurde der Monteur W. M. aud Bad Ems zu einer Geldstrafe von 10 Mark verurteilt. Er hatte in Fricdberg in dem Neubau des Schuhhauses E., wo er die Jnställationsarbciten auszuführcn hatte, eine elektrische Lampe gebrannt, obwohl noch kein Zähler angebracht worden war. Wegen schweren Dieb st ahls wurde der 18jährige Zahntechniker W. W. aus Bad Nauheim zu einer Gefängnisstrafe von 8 Wochen vernrieilt, welche durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. Er hatte als 16jährigcr Mensch im April und Mai 1912 zu mehreren Malen aus der Somnrelbüchsc die aus dem Tisch im Lcsczinrmer des Volksbildungsvereins in Bad-Nauheim ausgestellt war, und aus dem Schrank des Lesezimmers im ganzen.1,35 Mark entwendet. Dru Schrank hatte er durch Hincinstecken des Fingers gewaltsam geöffnet, und in den beiden ersten Fällen mit dem in dem Schränk befindlichen Sihtüssel die Semmelbüchse geöffnet. In den übrigen Fällen hatte er die Büchse mit einem Messer ausgebrochen. Da er vollständig geständig ist, wurden ihm mildernde Umstände zugebilligt. Wegen Erpressungsversuchs wurde der 17jährige Wagner- und Küfcrgcsellc W. I. aus Pohl- Göns zu einer Geiängnisstrase von 6 Wochen, welche durch die erlittene Untersuchungshaft sür verbüßt erklärt wurde, verurteilt. Er hatte an den als wohlhabend im Dorse bekannten Rentner Sch. einen Brief svlgenden Inhalts geschrieben: „Bitte stecken Sie fünf Zehnmarkscheine in dieses Kuvert und werfen Sie den^ Brief in den Briefkasten. Sagen Sic nieniand etwas lind tun Sie es sofort, sonst schieße ich Ihnen nächsten Sonntag eine Kugel durch den Kovs." Der Adressat, ein alter Psissikus, steckte 2 Papiergcld- scheine, in denen man manchmal Hestpslaster erhält, in das mitgesandte Kuvert, das die Adresse trug: „W. I. Nr. 11, Butzbach, postlagernd", und benachrichtigte die Polizei. Diese nahm denn auch den Angeklagten in Emviaug. Das Gericht sah die Sache als einen Dummen-Jungcn-Streich an, weshalb die milde Strafe erkannt wurde. Ebensalls wegen Entziehung elektrischer Arberl wurde Strumpfstrickerei-Besitzer L. W. aus Nidda mit 100 Mk. Gelbüraft belegt. Er hat in äußerst raffinierter Weise aus dev elektrischen Anlage in seineni Hanse, das an die elektrische Ucber- iandzenirake der Provinz Oüerhesscn angeschlossen ist, Strom entivendet, ohne daß per entwendete Strom den Zähler durch- Ii:f. Er durchstach mit einer Stecknadel die Umkleidung des Drahtes der Lichtleitung, kurz bevor dieser in den Lichtstroni- zähicr cintrat, und brachte diesen Stromkreis mit dem Null- leitcr der Kraststronileitung, die er sür seine Maschinen später verwerten wollte, in Verbindung. Er hat diese Anlage selbst hcrgesteüt und zivar nicht etwa, um die Monteurkosten zu sparm, sondern um den Strom unbemerkt entnehmen zu können. Bei der Strafzumessung wurde das gewöhnliche Motiv der Tat uni die naheliegende Möglichkeit, daß sehr leicht Kurzschluß ü?rd em Brand entstehen konnte, in Betracht gezogem_ vanvel. — Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg« werke vormals Fernie in Gießen. Nach dem Abschluß für das Geschäftsjahr 1913 beträgt der Reingewinn 487 483,48 Mark, wovon sür Anleihetilgung 181 550 Mark, für Ausbeutezahlung 237 500 Mark verwende! wurden. Tie nach Rückstellung der Grubcn- vorstands-Vergütung vcrvletbenden 38 433,48 Mark dienten zu wci- ,ercn Abschreibungen: insgesamt wurden im Jahre 1913 190 933,48 'Mark abgcjchricbcn. Die ursprünglich mit 6 214 05,92 Mark be- loertcte Berggcrechtsame steht am l. Januar 1914 mit 4 650000 Mark -I, Buch Bon den Anleihen im Betrage von ursprünglich 4.500000 Mark sind bis dahin 1823 000 Mark getilgt worden, während 175.500 Mark unbegeben blieben. Bctriebsanlagen, Vorräte, Kasse, Wertpapiere, Kautionen und Äußcnitände betrugen am 1. Januar 1914 insgesamt 1269 640,85 Mark, während die Ka- pitalrcchnung init 2 643 882,12 Mark unverändert blieE_ Meteorologische veobachtimgen der Station « Ziehen. April 1914 Sgl 8 ^ fc* ff |t Z z » JO ^ i.f A faf i SB?« L cg- *o~2LI Wetter 24.1 2"| 753,3 16,! 5,5 40 w 4 9 Bew, Himmel ml .51 3 11 3 7,2 72 w 2 10 Bed. Himmel 25. H 152,2 10,2 5,8 62 NE 4 5 Sonnenschein höchste Temveratur am 23. bi? 2t. April 1914 = + 16,5’C. Niedrigste . . 23. . 24. „ 1914 =+11,3°. Niederschlag: 0,1 mm. »a-EESSäil liil Unübertroffen in seiner rasch, vorzüglich. i j-povahi | w^un* 1100 DI Hellbewährt bei 'Katarrh en. Husten 4c \ Heiserkelt.VerscjileimungJnfiuenzö. " M -trm . A -i . . 2 . 1 Ci 1 ____ < ss er Magen.-Darm.-Gicht-u. Blasenleiden ÄS überall erhäl erhältlich In Apotheken Drogen - und Mineralwasser-Handlungen. ___. I Trinrspricb»-mit Kennerblicken — .Seifix* bleicht doch rum Entrücken. r> xi. eine blendend weiße Wäsche, erzielen Sie bei Verwendung von . 1 “ 0 «p*on« Seifenpnlver (Marke Schwan), das infolge seiner stete deichbleibenden, hervorragenden Qualität auch den hartnäckigsten Schmutz mühelos beseitigt Dr. Thompsons Seüenpulver ist in Verbindung mit dem modernen, garantiert unschädlichen Bleichmittel Seifix das beste selbsttätige Waschmittel. irine spricht—mit Kennerblicken — .Seitix" bleicht doch rum Entzücken. Realschule Miltenberg a. 19. (Schülerheim) mit Handelsabteilang. Erteilt Einjtthrigenzeugnfs. Uebergangsklassen für Gymn. — Schularzt ( M#4 hv r r Mnftige G elegenheit fftrBroutleute Komplette Wohnungs- Einrichtungen für M. 900.- bcstehend aus Eichcn-Schlafzimmer, enthaltend: 2 Letten, 2Uachtschränkem. Marmor, 2 Stühle, I Handtuch-Gestell, eine wasch- Kommode mit hohem Marmor und Spiegel- aufsah, I Spiegel-Schrank, 130 cm breit Wohnzimmer, Eiche: 1 Büffet, I Kredenz, 1 Umbau, 1 Divan, 1 Ausziehtisch, 4 Stuhle Küche in modernem Unstrich: 1 Büffet mit Verglasung, 1 Unrichte-Schrank, 1 Tisch, 2 Stühle mit Herrenzimmer inLiche.-nih-lt : . i Bücherschrank, 1 Viplomaten-Schreibtisch, . . — — 1 Schreibsessel, 1 Chaise- HIV Tv „ Iongue mit Decke . Mk. Mit Mahago-u-Zalon: 1 Umbau, I Zierschrank, - „ _ „ 1 Tisch, rund, I Sofa, JZI ^ 2 Sessel . . ■ Mk. ^ /UV* sowie in höheren Preislagen stets vorrätig Sardinen - Teppiche - Dekorationen äußerst billig Franko Lieferung — Langjähr. Garantie CarlZtückrath Afterweg 47 Steinstrahe 56, 58, 60 Haltestelle Elektrische grüne Linie Usterweg k__E2_ Ja Liebhaber einer vorzüglichen Tasse Kaffee probieren meine Mischungen zu Mark 1.60, 1.7«, 1.8« Billige reinschmeck. Sorten 1.3«, 1.4«, 1.5« Echt Matztaffee (eigene Packung), Pfund 25 Psg. Kneipp-Maljkaffcc, Seeligs-, Wiener-, Franck - Kornkaffee 3530 Soja-Bohnen-Kaffee, Psd. 1.05 M. Proben gratis. Jak. Maternus Ecke Klinik- uitö Franks. Skr. Rabattmarken. | l {Ärbeitspierdemarkt Frankfurt a. 35. S: “ ; ss HPH Freitag, 1. Mai 1914 Extra-Angebot So lange Vorrat verkaufe Buckskin, Mk. zu ^ 2.—N Buckskin, seitheriger Preis Mk. 4.25 u. 4.50, zu Mk. 3.80 Mtr. Dunl/ol/m bessere Anzugsstoffe C per DUCKSKsII, seitheriger Preis Mk. 6.— u. 6.30, zuMk. O. Mtr. BUCkskin, Neuheiten mit 10 |q Räbcltt 5330a Sommer-Drell, Blusen-Satin, Zwirnstoffe etc. per Meter von 80 Pfg. an. Ein grosser Posten Reste aller Art werden unter Einkauf abgegeben Carl Horn Telephon 395 Marktstr. 28 Total-Ausverkauf wegen Aufgabe des Geschäftes FürSchneiderinnen,Schneider Händler u. Wiederverkäufer Sämtliche Zutaten für die Schneiderei, Besätze, Litzen, Bänder,Tülle, Spitzen,Knöpfe Stäbe, Haken und Augen, Druckknöpfe, Nähgarne, Nähseide, Nähnadeln etc. werden bei Abnahme von größeren Partien zu halbverschenkten Preisen abgegeben Niewiederkehrende Gelegenheit,den Bedarf zu solch billig. Preisen einzudecken A. Goldschmidt 5 Schulstraße 6 ♦ GIESSEN • Fernsprecher 532 Mit unserem Jüngekalk werden tn Oberhe**en, insbesondere auch von dem s'nndwirlschastskamnicraustchust in Giesten Erfolge erzielt, beweisen. •» _ wenig Geld in kurzer Zeit 2819V fiel verdienen kn,IN Prosvekte gratis. erhess. Kalk- 11 . Stein-lndostrie G .m.b.H., Balzbacli i.H. Bismarchstr.20 gegenüber Realschule Bismircltstr.20 faegründet 1902 gegenüber Inh.: J. CUi*ar»U-e-,«I«i> 0 .18 Big. an, BeldTapet» von 88 Big. an tu d. schönst, u. neuest. Mnst. Man verl.kos!cnsr.Bkuitcrb.78 k«dr.Z!»»!«e,l,8»»d»r,. t""D .lahadorshernwüllen tiicht Einlaufend - nicht filzend, beste Scftwfeswollen für Strumpfe m Socken. f Bezugsquel len nennt die Sternwollspinnerenn.aanrenfeldj Feine Delikatest-Käse: 8 Ubersterii«Cameiiibert den besten französischen Fabrikaten ebenbürtig Erlsehllng vollscttcr Gciundbcitskajc Owifein und Fürstenhof Käic nach Gervais Art liefert an Wiederoerkäuser täglich irisch unsere Niederlage bei Alfred Ziegler Salürsveg 14. Tilutn Ml. Molkerei Lanterbach (Hessen), Deutschlands gröhle und leistungStäbigste genossenschaftliche Wcichkäserei. Midi Suidinst eEk»8 RedeiarLinieinAatmerpe«, W. Juümann >a Siegen, Grabenstrabe 7. tz. KUpp stein m ZaagNers. Tafelservics Waschservice Kaffee- und Teeservice Bier-, Wein-, Likörservice Küchen-Einrichtungen Trinkgarnituren Geschenkartikel jeder Art Spezialität: Braut-Ausstattungen in allen Preislagen bei größter Auswahl im Porzellanhaus teil Neustadt 2—4 :: Telephon 484 Rabatt-Marken des Rabatt - Sparvereins Eis! Eis! Meine Eiswagen gehen ab 1. Mai regelmässig und lade ich zum Bezug von Saison- und Monats-Abonnements bei billigster Berechnung höflichst ein. Ferner bringe ich meine erstklassigen Exportbiere in Flaschen und Syphons, sowie 5181 Sa. Apfelwein in empfehlende Erinnerung. Emil Schmall, Biergrosshdlg. Frankfurter Strasse 7 Telephon 83 Motoren -Fabrik Oberurseler Teeröl- Dieselmotore Amateure! kaufen Sie am vorteilhaftesten und sachgemäß in der Medicinal-Dro^erie z. Kreuzplatz Ereazplalc 9 — MieBen — Fernspr. 786 Große Dunkelkammer znr Benutzung. D321a Fausmng-Lanolin-Seife Oer Haut zuträglichste, wohlfeilste Toilette- eelfe.StOck 20 Pfennig, 5 Stück 05 Pfennig. Angefertigt vom langjährigen Fabrikanten der^Pfetirfngseife: C. Naumann^ Offenbach a. M. ) -•HHr Ausflugsorte Zur Schönen Aussicht 0 GIESSEN _____ _ A. Kuhnd AuSflu«ic«ort in nächster Nähe der Stadt. Angenehmer /ynnulicitameutbnü. Beliebter Ausflugsort für Vereine. Schattiger Garten. Kinderkarussell. Klemer Trervark. Schö...' ,>uywegc. Täglich vorzüglicher Kaffee und stets frisches Gebäck. A>le gangbaren Getränke. Svez.: Is,Natur-Apfelwein und HauSmacher Wurst. Neuange- Legte elektrische B el eulitung des ganzen Bartes. .>20.» 1» Karlsruhe , Grosser u. kleiner Saal. Schot/ie;er Gorten Grosser Kindcr-Spiclplats. Fernspr. 595 MitöQS Zlir ■ ■ »d» WM Belliöler Aasllngsor» der Gießcner. 15 Mm. v. d. Hoch wart entfernt. Schoner Waldweg. Gartenwirtschaft. Saal. Gute HauSmacher Wurst. La. Apfelwein. Besitzer: Jak. ftnill. Schöner, an der Lahn gelegener Ausflugsort. Grosser, schattiger und staubfreier Garten. Zugverbindungen. Kahnpartien. Gute Speisen u. Getränke. Ia. Hausmacher Wurst. Union-Bi er._ 5300D Butzbach - Ausflugsort Jägerhaus 10 Minuten von der Stadt entfernt. Besitzer: Franz Weid* muB. Schattiger Garten. Iagdzinuner. Gute Speisen und" Getränke. Herrliche Aussicht. Am Walde. (5002 Jagdschlößchen WM •ESST w 1 .« beliebter Ausflugsort öner Saal. IdJ-OttD] Schattiger (»arten. Lollar Gastwirtschaft Konr. Moor. Tel. 11. Aus flüglern empfahl. Eigene Metzg erei. 09- Gute Speisen und Getränke. -9a Anerkannt vor.iigl. Mittagdtisch. Ludwägsburgi! Bestgelegener Erholungspunkt bei Wanderungen nach dem Hangelstein. 52070 Gartenwirtschaft. Kühles Lokal. Unmittelbar am Wald igelegen. Eigene Selterswasser- und Limonadenfabrik. 6a[ttiaus Cal)ntal Bef.: f. Klinket. Einkehr t>. Husflügen i. b. Salz höhet al. (nur 3 fflin.o.h. Station Friebelhaufen entf.) earteninirtfdtaft. fjausfchlatfit.. la.npiclroein, Butibadier Bier. Odenhausen Rindsmühle bei Leihgestern* Bes.: Conr. Seipp. Nach Spaziergängen im herrlichen Bergwerkswald findet man auf der Rindsmühle Erholung u. Erfrischung Garten- wirtfchaft. Schön. Saal «Verein, «nvf.s Eig. Hauskavelle. Burg Staufenberg Schöner Ausflugsort mit wunderb. Fernsicht ins Lahn- uudSalzbödetal. Gesunde Höhenluft. Schatt. Garten. Große u. kleine Zimmer. Gute Speisen und Getränke. Stets frische Milch. Nahegeleg. Bahnstationen (Lollar, Fnedelhause i. Daubringen). Laflw. Dorfeid I., Burgwirt. Bes.: Hell. Weller. An d. Stratze nach Lollar n. n. d. Lauge!- »lein gelegen. Ger.Saal (Verein cmpfj Grober schattiger Garten. ?rn»g„üS,er 81er. Ziaturreiuer Aplelwtn. Ia. Hanam. frarsl. Stets Irische Milch. [ saol D Huf zur marburger Baumblüte entzückendes Landfchafts^BUd’ 5294D Bad-Salzhausen. Die Eröffnung der diesjährigen Saison findet am Freitag, den 1. Mai vs. Is. statt; von diesem Tage ab ist das Badehaus und das Inhalatorium von 8—12 Uhr vormittags und von 2—6 Uhr nachmittags geöffnet. In der Saison 1914 sind an solgenden Sonn- tagen Konzerte: 24. Mai, 7. Juni, 21. Juni. 5. Juli, 19. Juli, 9. August, 23. August und 6. September. 5265 D Bad-Salzhausen, den 24. April 1914. Grosthcrzogl. Badedirektion Bad-Satzhausen. Gasthaus zur Stadt Giessen Reisenden, Touristen, Bereiten u. Sontmersrischlern bestens empsohlen. — Großer Saal, schöne Kegelbahn, schattige, am Wasser gelegene Gartenwirtschaft. 4M» Gustav Boeger. i-ntsidui'diii Udima SSiVbiftB? HauS, Zim. mit Pension. Mittags- tisch. Reichhaltige Abendkarte. Neben der Svrudelapotheke. 14997 Butzbach Ho,elRest ' I z. Bahnhof. Bes.: Carl Groß (dir. am Bahnhof geleg.). Gut bürgert. Haus, Zimmer m. Pens., Reisend. u.Sommerfrifchl.bestens empfahl. Ft ns# 7 El 21 di Hotel Goldener Löwen S C |. : f. W. Müller, £d. 12, Marktplatz. Reisenden- und Touriftenhaus. Anerkannt vorzügliche, belle und bayerische Biere. Reine Weine. Zimmer mit ganzer Pension zu zivilen Preisen. <5000 Hotel Hessischer Hof. Inh.: Fr. Kimm. Telephon 10. Eisten Hans am Platze, direkt am Bahnhot. Veratlgl.Ilttehe. la. Weine. Hiesige Biere n.üUtnchenerHofhrin. Zinmer mit nmuev Pension von Mk. 4.00 an aufwärts. I 5 “ 1 Butzbach Taunushotei Bes.: J. Steinhäuser, 1 Min. vom Bahnhof. TeL 268. Zim. m. voller Pens. Schön. Saal, schatt Gart. Touristenhaus. Nenerbantes Cafe. Gute Küche, j 5003 Braunfels a. d. Lahn empfohlen. Pension. Garten. 6. Haenchen. Tel. 37. | 526< D Rrannfpk a H Lallt! Pensioa und Erholungsheim DlcUJIlieib a. U. Ldllll silvaxa. Erste Reser. Prosp., 4.50—6.50-^, ^am. n. Bereinb. von Aühlhaeh, Tel. 54 L.ssspb« 3. d. oberen Lahn Hotel, Pension und Restauration Kolilstaedt Angenehmer Frühjahrs- und Sommeraufenthalt, direkt am Walde, schö ie Aussicht, überdeckte Terrasse, für Touris en u. Sommerfrischler. Anerkannt vorzügliche Verpflegung. Prospekte durch den Besitzer G. Eohlstaedt. Lmimsrische Mzklmchiiseii Neu renoviert! de! Wetzlar. Neu renoviert! Dem verehr!. Publikum von (Bietzen und Umgebung bringe ich zur Kenntnis, datz ich aus dem Besitztum des Fürsten zu X AiHllWlt uni) Soinmerfriitfit erriebtet habe, jdi boitc mich 'Vereinen n. Slusstüalcrn in der Beradreichung bester Speisen u.Geträokc bestens cinoiohlen. Herrliche. ruhige Lage. Sehr schöner Blick nach dem Lahntal. XL. Die Einweihung meines Etablissements - findet am 17. Mai statt. - 5M3 Gastwirt H. Bender. Moderne Zimmer ttt. Balk.. hcrrl. AuSs., vorzügl. Vcrvslg, mäh. Pensionsvr. Prosv. sr. Be!.: PH.Heuser. Tel. 42. Wald-Botel herrlicher flufenlhallsort für Erholungsbedürftige. Berggarfen hindenhof Por-Saiion ermühigte Prelle. Biedenkopf •v279D] Telephon llr. 40 Sooden 4 radiicmhaltigc Sohjncllen Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der Atmuiipsorgane, Herzleiden, Blutarmut, Frauenkrankheiten,Rheumatlsin us,Gicht, Skrofulöse. Rachitis, Rückständen von Influenza. Lunten- u. Rippenfellentzünd. Bahnlinie Göttingan-Bebra Geschützte herrliche Lage Inmitten ausgedehnter Gebirgswai- dungen Solbäder aller Art. Inhalationen. Gradierwerke. Pneumatische Apparate und Kammern. Trinkkuren. Auskunft und Prospekte durch die Badeverwaltung. •• -f 4205hv -Werra 800 m ü. M. Vierwaldstättersee, Schweiz. ISotel-Pens. Bellevue. Hauptbau neu, mod. Komfort. Prachtvolle Lage. Schattige Terrassen, einzigartige Fernsicht. Pensionspr. Juli u. August Fr. 7—12, Juni u. Sept» Fr. 6—10. Prospekte. Verwandtes Hote l: Sokeueek Lugel- berg, 1019 m. Pension Fr. 6Va—10 bezw. 6—9 Fr. _ i: Unvergleichlicher Sand-. Strand. Kräftiger WellenA schlag, u Billige Bäder ' yk M ri , Prospekte durch die Bade- yvllVWll Kommission u.d.d. Verbd. ' deutscher Nordseebäder. Pension Millerva Wetzlarer Weg 15. Mod., vornehme F-amiiien- vension. Borzügliche Küche. Ausmerks. Bedienung. Bad. Elektr. Licht. Telephon 819. Erholungsbedürftige finden Erholung nur in gesunder, waldreicher Landlus!. Dies biete! am heilen die Sonnncririfdic Kejsclbch, : : Oberhessen : : Inh.: R. Schmidt Zimmer mil voller Pension dis 4.- Mk. 4322 Reisen Sie in ein Bad oder in eineSommerfrische, so versäumen Sie nicht, sich bei Anfragen oder bei Prospektein f o rder- ungen auf die Anzeigen im Gießener Anzeiger zu beziehen! Em landschaftliches Paradies. 400 m über dem Meere. 1913: 9554 Kurgäste. Direkte Bahnverbindung mit Frankfurt a. M. und Wiesbaden GrandHoteiKönigstein I. Ranges. Bes.Ed.Stern 120Zim. 30Bäd. Eden-Hotel und Kurhaus Taunusblick Tel 24. Beste Lage dir, a. Wald. Inh.Begchw .JKahmann. UnfoS Ronrtor t" schönst. Lage. — Volle Pension nuiei Detiuei kl. 5.50 dis 8.-. Man verl. Prospekt. Wald-Sanatorium A, " elnnK Pension Raetia. Ga< innere Krankh. znahed.Hochwald. Bes.R. Fonio. 4151ss 1913: 14 664 Badegäste bei Nieren^ leiden, Harnsäure, Zucker, Eiweiss. r iirstliche Wildnnger Mineralquellen A.-G., Bad Wildungen — Schriften kostenfrei 1913: 2 278 876 Flaschen Versand Aachener und Münchener Fener. versichernngs - Gesellschaft. Nach ersolgiem »lblcben des Herrn Reniamimann i. P. Eg-Scheier haben wir Herrn tti-i!, ftiihu, Privalier. hier, eine Aaenlur unserer Eesellschak! uberlragen. und sind wir nunmehr am hiesigen Piave wie solgl verirelcn: 1. Georg Tocpfer. Stadtrechner i. R., Landmann- straße 1, Hauptagentur, 2. Karl Gröninger, Finanzamtsgehilfc, Wolfstr. 17, Agentur, Z. Fritz Kühn, Privatier, Seltersweg 36, Agentur. Zum Abschluh von Feuer-, Einbruchsdiebstahl- und Wasserlettungsschadcn-Lerücherungen sind d,c vorgenann- len Herren Vertrcier scderzei! gern bereit. f5M Tie General-Agentur: X. Klei«, Darmftadt, Ernst-Ludwigsstratzc «. Gewerbliche MbilbMgsschiile Gietzen. Der Unterricht in dieser Lehranstalt beginnt am Tienötflfl, ben 5. Mai d.Z., nalfimittagS 1 Uhr. Reuanmcldungen haben aus Vordrucksormu- larrn, die beim Schuldicner erhältlich sind, bis spätestens am 25. April d. I. in der Gewerbeschule Kirchstraße 16 — zu erfolgen. Güsten, am 27. März 1914. 41220 Für den Aufsichtsrat: Die Großh. Schulleitung: r>r. Krausmüller. Traber, freiwillige Versteigerung In gell. Auslran und für Rechnung den cs angeh! versteigere ich Mittwoch, 28. d. Mts., mittags is ilbv, am Restaurant St. Hubertus, Frankfurter Strabe, hier gegen Barzahlung: 1 ?ärlapMai|cn, affrn. fast neu, 1024 PS. stDßtzig, 4 Soliniitr, Moütll 1912. Bertteigerung bestimmt. 5272 Bad Rnuhetm, den 24. Avril 1914. ' lenz, Gr Gerichtsvollzieher. Bäcker od. Kauf einer Bäckerei in stark bevölk. Stadtteil einer h StÄ solide Existenz zu gründen. SchriltL Angeb. u- 03421 a. d. Gieß. Anz. erb. Trockenes, kurzgeschnittencs Abfallholz (Schwarten) zum ^eueran- machen liefert, von 5 Ztr. an. für Mk. 1.15 pro Ztr. frei ans Haus. (164 B.Nuhn, Lollar. Rosen Hochstämme, Schlingrosen, Gemüsepflanzen. Kovssalat- ofianzen. vilierte, keimfähige Gemüscsamcn :c. empstehlt Gärtnerei Schneider Schiffcnberger Wra 8t- rm '