Kr. 95 Zweites Blatt Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntag?. 9 T>e „Sießener .familienWötltr" werden dem »Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da? „XreirdlaN für den Kreis Siehe»" giueiutctl wöchentlich. Die „randtoirtschastllchm Seit- sragen" erscheine!', monatlich zweimal. Jahrgang zrenag, 2^. Apm RotalionSdruck und Verlag der Brüll loschen Universität? - Buch- und Sieindruckcrei. R. Lange, Gießen. Anzeiger für Gberheffen Redaktion, Expedition und Druckerei! Schulstraße 7. Ervedition »nd Verlag: s-^öl- Rcdaklion:eEtt2. Tcl.-Zldi.:AnzeigerGießen. Sitzung -cr Stadtverordneten. -> ... . Gießen, 23. April Zur Iieutigen Sitzung der Stadtverordneten, die als erste Sitzung vom Oberbürgermeistee Keller geleitet wurde und dank teurer raschen, energischen Leitung schon kurz nach 6 lllrr zu Ende war, waren soegendc Herren e.schienen: Oberbürgermeister Keller, die Beigeordne, en Ein melius und Grünem ild und die Stadtverordneten Aimm naner, Friedbcrg.'r, Habenicht. Jmn, Petri, Urstadt, Krumm. Faber, Hclirich, Timon, Peilers, Ainm Ebel, Eichenaucr, Lrbig, Tommer, Blank, Heichelheim, Huhn, Helm und Löber. Lberbnrgrrineister Keller erössncic die Sitzung um 4'i llhr und schlug als UrkundSpersonen die Stadtv. H e l in und Urstadt vor. Tic Versammlung ivar mit dicem Vorschläge einvcrstandcil. Daraus inachlc der Vorsitzende einige Mitteilungen. Er verlas zunächst ein Schreiben des früheren Ober- b ür g c r me ist e r s Mecum aus Godc.bcrg, worin dieser für die herzlichen Abicknedsworte dankte, ine der Ttadtv. Petri im Aufträge der Stadtverordnetenversammlung an ihn und an seine Gattin gerichtet l>atte. _ Das Katholische Psarramt Gießen dinktc in einem Schreiben für den von der Versammlung bewilligten jälkrlichcn 'Zuschuß von 200 Mk. für seine Klcinlindcrschule. Auch der Bürgcr-Kindergartcnvcreiit dankte für den bewilligten Betrag von t000 Mk. Tann kam Oberbürg-rmeistcr Keller auf die an, 28. März 1914 Dom Krcrsausschuh für ungültig erklärte Stadt- verordn etenlvahl Vom 18. November 1013 zu sprechen. Das Urteil des KreiSaus schusscs wird am Sonntag r c ch t s I r ä s I i g. Da, ime der Oberbürgermeister aus Nachsrage crsuhr, eine rechtliche Anfechtung des Urteils nicht Vor.iegt, so ist zu erhossen, daß das Urteil rechtskrästig wird und daß binnen kurzem eine Neuwahl erfolgen kann. Der Borjitzcndc schlägt deshalb vor. daß sich die Stadtverordnetenversammlung, wenn das Urteil recht-kräftig ge- tvooden ist, aus Einladung vom nächsten Montag am Donnerstag nächster Lüocl>e zu einer außerordentlichen Sitzung zusammensindet, damit die Neuwahl keinen Sluischnb erleidet. Die außerordentliche Sitzung wird sich mit der Festsetzung der Wahltages und mit der Wahl weiterer z u v e r l ä i - itgcr Beisitzer zu beschästigen haben. Unter großem Beifall teilte der Vorsitzende noch mit, daß cr eine Vermehrung der Wahlbezirke vornehmen wolle, NM die schnellere Feststellung des Ergebnisses zu ermöglichen. Die Versammlung ist mit diesen Vorschlägen einverstanden. Gesuche. Die T r i n ke r f ü r so r g c st el l c bitte! um die Gewährung eines Beitrages von der Stadt. Der Finanzausschuß schlägt einen jährlichen Beitrag von 70 Mk. der Stadtverordnetenversammlung vor, die sich mit dem Vorschläge einverstanden erklärt. Ter Verein „H u II d e s v o rt" bittet die Stadtverordneten, zu seiner Hunde-Ausstcllung am Sonntag, zu der er die Stadtverordneten einlodet, einen Ehrenpreis zu statten. Es wird bc schlossen, 30 Mk. iür Ehrenpreise zu bewilligen. Auch die Leitung der Gcivcrbeausstcllung ersucht um die Stillung eine- Ehrenpreises der Stadt, da ihr be reitS die Provinzialvcrwaitung und das KrciSann Gießen im gleichen Sinne cmgegengelommen ist. Der Finanzausschuß bringt einen Kredit von 200 Mark sür Ehrenpreise in Vorschlag, wahr, iedvch der Stadtvorstand über dlc Art dieser Ehrenpreise selbst zu entscheiden hat. Stadt". Sommer äußert den Wunsch, daß, die Ausführung dieser Preist in künstlerischer Form erfolgen mögd, Sladlv. Eichenau er nieint, daß doch tvohl nur Me daitlcn in Frage kämen Der Vorätzende crflärt. dafür Sorge trogen zu wollen, daß die Medaillen künstlerisch ousgesührt wür den. Die Versammlung stimmt dem Anträge des Finanzausschusses zu. Ein Gesuch um Ermäßigung drr Billettstener hatte die L I'ch t bübncgescllschast (Lichtspielhaus Bahnhosstroßk' ei» gereicht mit dem Hinweis, das, die bisherige Steuer von fünf Pscnnig für jedes Billet zu hoch sei Tic Geiellschast bittet um eine Pauschalsteuer von 150 Mk. Da eine Pauschalste»»: nach der Orlssatzung nur iür lleinc Veranstaltungen zulässig ist, tritt ‘pn Finanzausschuß für Ablehnung des Gesuches ein. Tic Versammlung lehnt das Gesuch ab. Bei den Beratungen der Straßenbahn Gießen — Wieseck. sühne Oberbürgermeister Keller folgendes aus: Nach meinen, Amtsantritt habe ich mich unverzüglich besaßt mit den Projekten, die mein Amtsvorqängcr in Angriff genommen hat. und bei dieser Tätigkeit mit in erster Linie meine Auimcrksam- keir gelenkt ans ein Proieki, das Gegenstand bereits mehr als vierjähriger Verhandlungen gewesen ist, nämlich aus das P r o i c k t einer elektrischcnStraßen bahn Gießen — Wieseck In einer gemeinsamen Sitzung der Bctriebsdevutatio» und Baudeputation, sowie dcü Verkehrs- und Finanzausschusses am 21. d. M., an der 16 Mitglieder tcilnahmen, habe ich ausiührlichen Vor trog über den Stand der Angelegenheit gehalten, loic cr sich auS dem amtlichen Aktcnmaterial ergibt. Tic Ausschüsse sind aus Grund dieser aklenmäßigen Tarstcllung zunächst ,» der Feststellung gelangt, daß ein Einverständnis zwischen der T I a d t Gießen »n d der Gemeinde Wieseck in der Bahnsrage nicht v o r h a n d e n ist. Tie seit Januar 1010 gevilogcnen Verhandlungen haben weder zu einer Berpslichtung der Stadt, die Bahn zu bauen, noch zu einer solchen der Gemeinde Wieseck, einen bestimmten Beitrag zu leisten, gesührt, die Liuiensührung steht nicht seft und die Tarissragc ist noch gar nicht behandelt worden Zuerst ist dw Frage des von Wieseck zu leistenden Beitrags und später die Frage der § i n i e n s ü b r u n g Gegenstand der Verhandlungen^ gewesen, und _ gerade der Umstand, daß zuerst die Beitragsleistung und daraus erst die Linienführung zur Erörterung gelangten, mag es mitoerursacht lmben, daß greifbare Ergebnisse noch nickt gewonnen worden sind. Tenn es empsiehlt tick dock dringend, sich zunächst über die Linienführung klar zu werden, da erst nach deren Festlegung die Anlagelosten der Bahn berechnet tverden können. Sodann muß die Tarissragc gelöst werden, weil sie dre Grundlage sür die Berechnung der mutmaßlichen Fahrgelde,nnahme bildet. Erst nach Feststellung des Anlage- kavilals und de, mutmanttchen Betriebseinnabmc läßt sich eine einigermaßen zuverlässige Rentabilitätsbcrcchnung vornehmen welche die Grundlage zu bilden hat sür die Frage der Beitrags bisherigen Verhandlungen ermöglichen es, die Frage der Linienführung setzt zunächst in Behandlung zu nehmen. Tenn in dem 'lande »polizeilichen PrüiungStermin am 30. Januar ist laut dem darüber^ erwachsenen Protokoll die Ab spräche getroffen worden, daß die Stadt Gießen ein P r a i e k I über die Lini.iisühruiig durch das Gelände zwischen Marburgei Straße und Wieiecker Weg ausarbeitet und vorlegt. Tie Vorlage dicicS Projekts ist von der Direktion der Elektrizitätswerke am 15. April d. I. criolgt, und am 2t. April haben die vereinigten Ausschüsse über die Liuiensührung beraten. Tue vereinigte» Ausschüsse sind bei objckiivee Prüfung zunächst zu der Feststellung gelangt, daß, wenn das von der Marburger. ~traf;t im Norden imb dem Wieiecker Weg »ud der Gießener Straße in Wieseck im Süden begrenzte ©cbift sowohl im Gießener als im Wieseckei GemarkungStril vollständig aue-gebaut wäre, die obere am FriedhosSweg an der Marburger Straße nach Osten abzweigcnde und durch die K a r n b I u m k n st r a ß e in Wieseck zu,» Linden platz daielbst iübrcnde Linie von, Bcrkehrsstaudpunlt aus die allein richtige wäre. Ta der Ausbau in dem vorbezeichnctc» Gebietsteil aber sehr ungleichmäßig ist. io haben die Ausschüsse die Sachlage getrennt, also im Gießener und sodann im Wieiecker GemarkungS teil gcpritit. Der Ausbau ist im Gießener G c in a r k u n g S t^e i l ziemlich gering. Nur für eine Teilstrecke der Marburger Straße ist ein OrtSbaupian, iür den Wieiecker Weg ein solcher überhaupt noch nicht sestgestellt, ES läßt sich auch nicht abielzeu, ob der Anbau mehr in der Gegend der Marburger Straße oder mehr in der Gegend des Wieiecker Wegs sich vollziehen wird. Dieser Gesichtspunkt kann daher als z„ unsicher ivenigcr in Betracht kommen. Für di: Linicnührung im Gießener GcmarkungSieil sind vietm-hr nach der Auffassung der Ausschüsse folgende zwei tlmständc vorwiegend zu beachten. Tie obere Linie — sogenannte Feldbahn — würde die Grundstücke zahlreicher GrundstückSeigcn- tümcr durchgniren, die eine Ucbcrsahrt zur Belvirtichaitting ihrer Grundstücke fordern würden. TieS würde aber eine Beivitatleruug der Schienen notwendig machen. Am besten wäre dann schon gleich eine Straße anzulcgen, aus welcher die Balm ;>i lausen hätte. Das letzieee aber würde Geländeerwerbs- und H e r st e l l u n g s k o st c n bedinge», die wahrscheinlich nicht gering sein tverden. ' Der Fußgängerverkehr zwischen Gießen und Wie'eck vollzieht sich nach Ansicht der Ausschüsse in den nächsten Jahren zw i'elloS aus hrni Wiesccker Weg. Dieser Verkehr ist iür die Rentabilität der Bahn wichtig. ES must den uß.güngcrn. die von Gießen nach Wieseck und in umgekehrter Richtung sich bewegen, die Gelegenheit und Begucmlichkeit geboten tverden, an einzelnen Punkten in die Bahn ein:,»steigen. ES ist namentlich an Ausflügler, an ältere Personen und .Kinder zu denken. Diese Fußgänger aber bekommt die Bahn im Gieße- ncr Gemarknngsteis nur. wenn die Bahn im Gießener Gemar- kungSicil aui den Wieiecker Weg zu liegen kommt. AuS diesen Gründen sind die vereinigten Ausschüsse zu der Ansicht gelangt, daß i in Gießener GemarkungStcil die Bahn entlang dem Wieseckcr Weg zu führen sei. Im WieseckerGemarkungStcil liegt die Sache anders. In dem den Stadtverordneten vorliegenden Plan ist der bis jetzt festgestcllte OrlSbauvlan von Wieseck entballen. Es ergibt sich danach, daß drr Ausbau von Wieseck sich in nördlicher Richtung vollzieht. Gegenwärtig wäre die Liniensührung durch die Alirestraße in Wieseck vom Bcrlchrsstandvunkt aus die richtige, da sic in der Mitte liegt. Künftig, wenn Wieseck sich noch weiter nach Norden ausgebaut Hai, — und der Ausbau geht in dieser Richtung ziemlich rasch vor sich — ist die Linie mindestens durch bei Korn- blumenstraße nach der Meinung der Ausschüsse die zweckmäßigste. Tic östlick, des Linden-PlatzcS nach Norden abzweigende Straße ist bereits fast vollständig ausgebani. Eine Liniensührung^durch die Gießener Straße wäre unziveckmäßtig, weist die Gießener Straße nach Süden zu fast gar kein Hintergcländc besitzt. Tie vereinigten Ausschüsse vertreten daher die Auslassung, daß m Wieseckcr GemarkungStcil die Bahn durch die Kornblumen st raste noch dem Linden-Platz in Wieseck z« führen sei, von Ivo aus die Weiter- sübrung nach Alten-Duscck in Zulunil aus die beste Art möglich sein wird. Wenn aber die Bahn im Gießener Gemarknngstcil von Gießen ans erst entlang des Wieiecker Wegs und in Wieseck daun,durch die Kornblumcnstraße zu sühren ist, io mußten die Ausschüsse sich nun sragcn, an welcher Stelle die Balm sich von der Kheisstraße auS „ach Norden zu wenden hätte. Als geeigneten Punkt erkannten die Ausschüsse die Stelle, wo in Wieseck die G r a b c n st r a ß e von der Gießener Straße aus nach Norden riil,rt. Tic Grubenstraße ist eine breite, mir beiderseitigem Fußsteig versehene Straße und ur Liniensührung recht geeignet. Alle diese Erwägungen ließen Atz, die Bctticbsdevulation und Baudeputatton, sowie den Finanz- und Verkehrsausschuß in der gemeinsame» Sitzung vom 21. Avril d. Js. einmütig zu folgendem Antrag koinmen: Es wird einstimmig empfohlen, die Stadtvcrordnetcn-Ber- sammlung wolle folgendes beschließen: Gemäß dem Inhalt des Protokolls über den landesvolizei- lichcn Prüiungsternrin der Strecke Gießen—Wieseck vom 30. Januar 1914 übersendet die Stadt Gießen dein Gcmeinderat von Wieseck ein Protest über die Liniensühning durch das Gelände zwischen Marburger Straße und Wicscckcr Weg zur Kenntnisnahme. ' Nach Ansicht der Stadtverorlmcten-Bir,am,nluiig kann als Liniensührung nur diejenige in Betracht kommen, die entlang der Kreis st raste Wieseck durch die Graben st ratze und Kornblumcnstraße nach dem Lin- dcnvlatz in Wieseck führt. Was den Beitrag betrifft, der der Gemeinde Wieseck rorzuichlagen ist, io ist eine Bemessung erst dann niöglich, wenn durch die Verhandlungen zwischen dem Kreis Gießen und der Stadt sestgestellt ist, welche Anlagekostcn endgültig der Stadt Gießen auieriegr werden. Die Stadtrerordneten-Versammlung hat gclegenlttch der Beratung vorstehender Beschlüsse aui Grund der seither ge- lviloqenen Verhandlungen sestgestellt, daß eine Berpslichtung der Stadt die Dabn zu bauen, oder eine solche der Gemeinde Wieseck, einen bestimmten Beitrag zu Irrsten, oder eine Festlegung der "mim nicht vorhanden ist, so daß beiden Teilen in den aus Gnind obiger Beschlüsse nunmehr weiter ,11 leitenden Verhandlungen srcic Entschließung ,»steht. ter In der sotgcndcn Aussprache nahm als erster Stadt. Lei- s das Don. Er hob hervor, dast jetzt 4 Jahre mit Erörterungen Angebracht seien, ohne daß bisher ein Ergebnis erzielt worden sei. Man habe das Ge'üh!, daß der srühcrc Oberbürgermeister die Frage nicht mit dem notigen Ern,! und mit geringer^Energic be- iandclt habe. Einstimmig sei man dafür, datz die «traßcnbahn eui der Krcisstraße liegen müsse, worüber srubcr auch teil! Streit geherrscht habe, und auch die meisten Wieiecker seien damit ein- oerstandcn Nun könne man aber Nicht danach gehen, nach welcher ^eite i'ch Wieseck in gewisser Zeit ausbauen werde: mehr Rücksicht müsse man daraus nehmen, wo jetzt die meisten Wiesccker wohnen und welche Straße die SonntagSaur,luglcr aus Gießen am meisten beuntzcn — das sei in beiden Fällen die Gictzener «traue, und mit die K-rnblumcnftraßc. Ter ctnz.ge «eweggrund, der rbn -u diesen Feststellungen treibe, ,ci nur der Wunjch, den Verkehr ,m bcbew^ ^ ^ adt rät, nicht zu viel Gewicht auf die Linien- iühruna in Wieseck zu legen, wenn die Gießener «trabe eben die Hauptverkehrsstraße sei, so sei es gleichgültig, wen» ne. auch Nicht in der Mitte liege Was allein >n Betracht komme, ,e, der Umstand, säst die Bahn gegebenenialls später nach Alten- Bu seck weitcracführt werde. Wenn Wie,eck die Garantie übernehme, daß Gießen dann bei der Wcstcrsührung der Bahn keine großen Ooier bringe» müsse 'wenn ein Haus enteignet werden müsse oder dergleichen!, dann sei cs gleich, ob die Bahn dlirch die Gießener Straße oder Otrabciistraße gelegt werde. Stadtv. Locvcr ist sür die Legung der Bahn durch die Arabenstraßc. Stadtv. Tr. Ebel führt aus, daß cS unbedingt nötig ,ei, daß die Vororte an das Straßenbahnncy von Gießen angeichloiicn würden, selbst ioenn kein Vorteil für die Stadt daraus entspringe: schon aus dem Grundi-, tveil nian den Ausslüglern entgegenkommc» müsse. Notwendig sei es aber auch, dast man aus den zukünstigen Ausbau DieseckS Rücksicht nehme. Man inöge dem Anträge der Ausschüsse bcistimnien und hören, ob die Wieiecker daraus cingingrn. Für dir angeregte Forderung der Garantie trete auch cr cm. Stadtv. Sommer tritt cbenjalls sür den Antrag der Ausschüsse ein. Stadtv. K r u in m meint, man könne Wieseck keine Linien- sührung auizwingcn, die eS nicht wolle. Wirseck müsse doch selbst entscheiden können, welche Liiiiensiihrung in Wieseck am besten sei. Gegen die unbedingte Garantieleistung Aicsecks richtet sich der Stadtv. Vetters, da sich in ettva 30 Jabren. wenn die Frage der Weitersührnng aiisgcworsen werde, die Verhältnisse sehr geändert haben würden. Stadtv. Wiun spricht gcgc» die Ansicht, die Liniensührung den Wieiecker» zu überlassen. Wohl aber müsse der dritte Absatz des Antrages geändert werden: iür die Worte: „dilrch die Graben- straßc und Kornblummstraße" müsse „Offeßener Straße" eingesetzt werden, da die Legung der Bahn durch die Grabrnstrnßc etwa 15 000 Mark mehr kosten loerde. Beigeordneter Grünewald bebt lrervor, daß man nun endlich znm Ziel kommen müsse, die. allen uniruchlbare» Verhandlungen feien anSzuicknilten, jetzt solle man rasche und klare Entschlüsse iaiien. Die Linienführung müsse man so Vorschlägen, wie sie. ztoeck- iuäßi .1 sei, man solle sie nicht den Wiescckern überlassen, da da-; iür die gan»e Bahn nachteilig sei» könnte. Tann fügte cr bie Erklärung hinzu, es sei nicht zu verkennen, daß die Straßenbahn! durch die Vorortbahn ihre Rentabilität verlieren werde. Es ,e: den Wieiecker» also der Glaube zu nehmen, daß Gießen sich selbst einen Gesallen tue. Der Redner trat sür oc» Antrag dcs AusschnsicS ein. Stadtv. Loeber gab de» Rat. ma» möge »nt Wieseck ein Ablommcn treffen, indem man .es den Wieiecker» überließe, entweder die LudwigSstraßc oder die Turnstraße zu wählen. Oberbürgermeister Keller l nt nochmals für de» Antrag ein. Man könne den Wieieckern die Linieniübninq nicht überlassen. Stadtv. Krumm stellte seit, daß er mit seinen Worten nur gemeint habe, daß man mit den Wieiecker» verhandeln solle, ebc man ihnen das iertige Projekt ausnötige. Er erwähnte, daß der Grundbesitz der Stadt eine gewisse Entwertung crsahrc, Gießen habe also lein siuanzielles Interesse an der Bahn. Stadtv. Heichelheim: Ich beantrage, das; über dm Antrag bcschlofsm wird, und bitte, für den Antrag zu stimmen. Stadtv. E i d) c n a vtc r stellt dm Antrag aus Schluß der Aussprache. Ter Antrag wird gegen eine Stimme angenommen; Stadtv. Urstadt stellt solgcndcn Antrag: Ter Absatz 3 dcs Antrages soll lauten: Nach der Ansicht der Stadtverordnetenversammlung kann als Liniensührung nur diejenige >» Betracht kommen, die entlang der Kreisstraße bis Wieseck führt. Innerhalb des TorseS schlagen wir vor: durch Grabenstraße, Kornbluinenftrastc nach dem Lindenplatz. Wenn der Gcmcindcrat Wieseck die Hauptstraße wählt, inuß Wieseck Garantien geben für die ivälerc Fortführung nach A l t c » - B u s c ck. Ein gleichlautender Antrag dcS Stadtv. Kninif wurde von dem ?lntragstellcr selbst zu Gunsten des Antrages Urstadt zurückgezogen. Beigeordneter ttirüncuiald sucht den Antragsteller zu übrn- zcngeu, dast sein Antrag mit dem der Ausschüsse übcrcinstimmt- ebenio der Vorsitzende. Stadtv. Ebel tritt sür den Lintrag der Ausschüsse ein. Tee Vorsitzende ersucht, zunächst über den Antrag der A u s s ch ü i s e abzustimmen: Ter Antrag wird ge gen v i er Stimmen angenommen. Ter Llntrag Urstadt ist damit erledigt. Bersch irdenes. Der Verein sür L u s t s a h r t sucht darum nach, den Preis iür Ballongas von neun au> ffini Psennig sür den Kubikmeter zu erniäßigen, da der Verein für den gcpkanten Kauf eines eigenen Ballons 7000 Mark aufzuioendcu habe. Tee Verein ist bereit, in dm Monaten Notwnrber bis Februar cinschl. den alten Preis von neun Psennigen zu zahlen, weil in diesen Monaten das Gaswerk ,'chr in Anspruch genommen wird. Ferner bittet der Verein sür Lustsabrt um Ucbcrlassnng eines Raumes lttiaS- schuvvensl für Ilnterbrinaung eines Ballons, und endlich sucht der Verein um die Erlaubnis nach, daß der städttichc Gasmeiiter Lüisert aus Kosten des Vereins als Ballonmeister aurgebiidet werde. Ter Betriebsansschust empsiehlt eine Herabsetzung dcS GaS- vreiies aus sechs Pfennig für dm Kubikmeter, schlägt vor. dem Verein den GaSschnppcn kosteiüos zu überlassen und erllärt sich mit der Ausbildung dcs GaSmeistcrS Löiicrt zun, Ballonmcistcr einverstanden. Tie Versammlung stimmt dem Vorschläge des BetriebSauSichusscs zu. Als R a ch t r a g s k r e d i t iür die Herstellung von ö auS - nnfdjf üffen durch das Elektrizitätswerk werden 4000 Mark bewilligt. Der Mililärvertvaltung wird Oieländc hinter dem N> ländc der Maichinengewchrabteilung zum Preise von drei Mark sür den Onadratmcter, ausschl. der Straßenbaukosteii, verlaust. Ein Gelände zwilchen Philosopheuwald und Wiesccker Chaussee wird an das l a n dw i rt s ch a st l i che I n st i I » t s» acht Pscnnig für drn Quadratmeter in Erbpacht gegeben. TaS landwietschaitttche Jnftittit beabsichtigt, dort eine Scheuer zu UntcrrichtSzweckcn zu errichten. Aul die Anregung des Ttadtv. Sommer, man möge veranlassen, daß diese Scheuer gefällig ousgesührt werde, eiklärte Beigeordneter Grüncwald, die Scheuer würde nach innen wie außen eine Musterschcuer werden. Tann erinnerte cr daran, daß im hcssischm Landtage Stimmen gegen das landwirtschait- Achc Institut zu Gießen laut gewordm seien, »nd bat die Versammlung, die grundsätzkichc Erklärung abzugeben, daß die Stadt immer der Universitär entgegmkommen werde, besonders durch Geländestellung. Tie Stadtvcrordnetmvcrsammlung war damit cinvcrstandm. Für Bauarbeitcn im ftäbtifdren Anwesen Marburger Straße 60 gewährte die Versammlung einen Kredit von 1800 Mk., beschloß ober, dm Mietzins um 100 Mark zu erhöhen. In der höheren Mädchenschule sind die KlasienVItz Und VII a überfüllt. Tie Via hat 51, die VII a 62 Schülerinnen. Es ist daher eine Teilung der Klassen notwendig und wird an- grnommm. Ein Kredit für eine neue Lehrkraft wird ebenfalls zugcbillrgt. Ter Voranschlag des R c a l g » m n a s i u m s und der O b e r - realschule erfordert durch die vorzeitige Inanspruchnahme dcS neuen Schulgebäudes an Ausgaben für Heizung, Beleuchtung und Reinigung ein Mehr von 2750 Mark. Tic Vcriammiung gibt dazu ihre Zustimmung. l Wie in jedem Jahre, io soll auch dieses Jahr ein Gießener Schutzmann zur hessischen S ch u tz m a II n i ch u l e in Tarm- sladt geschickt worden, die Reisekosten vergütet und ein Tagegeld von '2,50 Mark erhallen. Aus Antrag des Ftnauzausschusscs ftiiimt frif Versammlung dem ;u Der Finanzausschuß stellt noch den generellen Antrag, den Beschluß silr Mnstig sestzulcgen, olme ihn irdeS Jahr zu erneuern. Auch hiermit erklärt sich die Versammlung einverstanden. Tic neue Ausstellung des Verzeichnisses der den M i - litäranwärtcrn vorbchaltenen Stellen bei der Stadt Giessen nnrd angenommen. Baugesuchc. Zn dem BaugesuM des E £>. Müller für die Goetbcstraste, der an seinem Hau'e einen Erker von nrenigcr als 50 Zentimeter Höhe andringen will, wird der erforderliche Tispcns erteilt. Tr. 2 p o h r will sein Saus, Neuen Baue 25, vergrößern, wodurch die erlaubte Sähe von 14 Meten! und 20 Ztm. überschritten wird. Sein Gesuch wird genedmigt. Genehmigt wird auch ein Küchcnanbau des Karl T ex t o r sür die Licbigshöhe. Ferdinand Krämer will an seinem Sause aus der Markt- stkaße einen Schacht zur Einbringung von Kisten anlegcn. Tie eBaudevutatiou bat Bedenken dagegen, da, der Verkehr dadurch stocken kann, da die Stadt hastpslichlig gemach! werden kann u. a. m. Die Versammlung lehnt demgemäss das Gesuch ab. Tas Baugeiuch des W Sorn sür Kreuzplay 15 wird vertagt. Die Baudevulation hält eine Ortsbcsichtigung sür notwendig, weck eine Aenderung der Fluckülinie nötig^ist. Ebensalls ausqcsetzt toird das Gesuch Sack u. Jughardt sür Süd-Anlage 20. Wirkschastsgrsttchr. Ein Gesuch des Albert T r i n t h a m m e r um Erlaubnis zum Schankwirtschaltsbctricbc im Haus Burggrabcn 9 wurde genehmigt. Mit dem Gesuche des Otto Wenzel sür Drandgasse 4 batte sich das Kreisgesundheitsamt beschäftigt und das Lokal als ungeeignet sür Schankwirischastsbetricb bezeichnet. Tas Gesuch wurde abgelchnt. Ebenso erging cs deni Gesuche der Ehefrau des Johann § i r - z i n g e r für Seltersweg 70. Tie Erlaubnis zum Wirtschastsbetrieb in der Halle aus dem Bichmarltvlatze, die in jedem Jahre neu gegeben werden mutz, tourde dem Samuel Rothschild bis zum, 1. April 1915 verlängert. ' Schlub der Sitzung 6 Uhr. Neichstagsabgeordneter Pros. Sr. lvernrr über die politische Lage. -y. Gießen, 24. April. Ter W a HI kr e is vo r sta n d der D e u t sch v ö l ki s ch e n Partei hatte zu gestern abend zu einer öffentliche« voll tischen Versammlung — nur Staatsbürger nichtariicher Abkunft blieben ausgeschlossen — nach Steins Garten eingeladen. Ter Redner des Abends war der Rcichstagsabgcordnetc des Wahlkreises Gießen Prof. Tr. Werner- Butzbach, und sein Bortrag galt der gegenwärtigen volitischcn Lage. Einleitend warf Dr. Werner einen Ausblick auf die durch die geltende Flotten- und Weltvvlitik bedingte äußere Lage des Reiches, zunächst hinsichtlich Ostasiens und unseres Berhält- niffes zu Rußland und Japan. Jedenfalls habe Tcutschland seit der Erwerbung Kiaulschous das größte Interesse darau, auch dort im ternc» lüsten nickt an die Wand gedrückt zu werden. Ju Amerika seien zwar jctzt die Temokratcii ans Ruder gelangt, aber von Weltfreifinn und Weltfreihandel merke man troydenl Ivcnig: der Panzer des amerikanischen Schutzzolles bleibe dcssenunaeachtet unangetastet. Tie Vorgänge in Mexiko mit seiner Mischlings» bevölkeruiig bewiesen deutlich die Uusäbigkcit der Völker gemischten Blutes zu organisierten staakenbildcndcn Leistungen. Sosientlich Ivcrde unsere Tiplomatie b-züglich des Panamakanals besser ab- schneiden als in, Orient -der in Marokko. Bei Bciprechnug der d c u t s ch c n K o l o n i e n erwähnte der Redner die günstigen Aussichten der afrikanischen Schutzgrbiete, Südwrstasrikos als Sied- lungsland, Oftosrikas nach Erschließung durch die Tanganiika- Babn. Im westlichen Asien (Bagdadbnhnl habe die Diplomatie freilich keine glückliche Hand bewiesen Grundverderblich sei cs ledensalls, wenn ein Volk den Frieden um jeden Preis wolle. Weiter wurde der Gcgrnsatz des Dreibundes und des Dreiverbandes ins belle Licht gerückt und damit die durch die Balkankriege hervorgrrusene Weltlage, die Deutschland keineswegs günstig sei und einen Krieg aller gegen alle in greifbare Nätw gerücks habe. Das von Churchill angeregte Flottcnseierjahr sei nicht übel, aber England «löge den Ansaug machen. So viel stehe fest, daß Deutschlands Zukunst nicht aus dem Wasser liege oder gar in der Lust, sondern in seinem Bauerntum. Damit und mit dem Moltkcschen Borte» daß — tvcnn Deutschland die Landwirtschait ausgcbe — es sallen werde, che ein einziger Schuß siele, war der Uebergang zur i n n e r e u Politik gegeben Durch die jüdische Presse in den großen Städten werde' freilich über dicicn Punkt Berivirrung in die Reihen der schassenden Stände getragen und verhindert, daß sich städtischer und ländlicher Grundbesitz die Hände reichen, Nur eine Bauern- und Land- volit,! sei auch eine nationale Politik. Das stäche Land müsse in seiner BGeutung aiw wirtschastlichen und a>is völkischen Gründen erhalten werden. Das beweis? gerade letzt Schweden Unsere zielbewußte Schutzzollvolitik versetze Tcutschland in d>? Lage, technisch an der Spitze alter Landirüchle erzeugenden Völker zu marschieren. Aus die W e h r v o r l a g c eingehend, ivarnte der Redner vor einem Weiterschreitcu am dem diirch unser aus breitester demokratischer Grundlage beruhenden Parlameni ge- schassenen Tkege des Svstems der direkten Reichsabgabr, ebenso vor der Vermögenszuwachsstcuer, vor der selbst dem tzansabund bange werde und von der er hasse, daß sic gar nicht in Krns' iretcn werde. Es tue not, bewußte F-amilienpolitit zu treiben dadurch werde die jetzt allerorten herrschende politische Verbnte' rang verschwinden. Nur das internationale Svekulanientum nstirde von einer Aushebung der Schutzzölle Vorteil haben. DieULagc im Rcichslairde E l I a b . L o t b r i n q c II sei doch eine andere als sie gelegentlich des Zaberncr Faltes der Ocsientlichkei: hin- gestellt sei. Die Wetichlingc sührten dort das große Dort und schwere tätliche Ansülle und Beleidigungen der Altdeuticheu seien nichts seltenes. Darum tue dort wie in de» übrigen Grenzgebieten eine starke Sand not, wie sic Oberst Reuter gezeigt habe, der wahrhaft deutsche Geichichte geuiacht und sich Helden wie Theodor Körner U. a. würdig angereiht habe. Ten Haupt- Hebel sür die damalige Erregung im Reichstag fand Dr. Werner übrigens in, In den tum und seinem Widraspruch gegen das Linzicrkorps, und er ging so weit zu prophezeien, der „Simpli- zisiimus" werde sein Erscheinen einstellen, sobald gesctzcstreue Juden im Ossizicrkorps zugelassen würden. Nach iocitecen Klagen über das geringe staatsbürgerliche Bewußtsein des deutschen Volkes kam der Redner aus den Preußcnbund zu sprechen, den er nicht als glückliche Gründung bezeichnen konnte: die dort gciallcnen Ausdrücke seien im Interesse der deutscheu Gemeinschaft zu bedauern. Hieraus ging Dr. Werner aus die vom gegenwärtigen Reichstag geleistete Gesetzgebungsarbeit ein und bedauerte das Fehlen eines Rcichsobcrhauscs, in dein — wie cs die Deutsche Industrie-Zeitung ,. B. gewünscht hatte — Industrie und Handel, auch das Handwerk „ss. vor Schaifung von neuen Ge seren zu Wort kommen könnten. Die Hansabundswahlen von 1912 hätten dem Zentrum die ausschlaggebende Stellung verschalst: grund'alsch sei es setzt, wenn mail es zu den ReichSseindcii hiirüberstaßcu wvtlc. Vielleicht werde nach einmal die Finanzreform von 1909 als hohe politische Weisheit gepriesen. Merkwürdig sei jcoensalls die höllische 'Angst der Sozialdemokratie vor einer Reichstagsauflösung. Schade nur, daß der Reichskanzler den rechten Zeitpunkt dazu, gelegentlich der Wehrvorlage, verpaßt habe. Ein Grund hätte sich schon gesunden, und ein Bergsturz sei der Partes der äußmsten Linken gewiß gewesen. Mehr oder weniger ausführlich stresste der Redner daraus die vom Reichstag in nächster Zeit zu erledigenden Gesetze, kekr. Animierkneipen, Kincmatograpbcn, Theater, Sonntagsruhe, Konkurrcuzklausel, Petroleummonopol, Wanderlagcr und Hausierer, Postschecks, Wiederaufnahme des Verfahrens gegen disziplinierte Beamte usw. Zum Schlüsse beklagte Tr. Werner die « n g ü n ft i g c n <$ e 1j b* Verhältnisse, namentlich im Baugewerbe, und bekannte sich als Anhänger der Doppelwährung. Die falsche Bodenpolitik der letzten Jahre unter dem Regime M r c u m, die den Grand und Boden nach dem System Gnauth belastet habe, um dadurm die Kasse des Staates und der Kommune zu füllen, habe bedenkliche Folgen gezeitigt. So könne cs nicht iveitergehen. Was leine, des Redners, persönliche Tätigkeit im Parlameni angehe, so habe er eine Reihe von Anträgen zu Gunsten des Mittelstandes gestellt, auch solche von anderer Seite unterstützt. Dr. Werner schloß mit der Hossnung, den Wahlkreis auch in Zukunst sur seine Partei zu halten. In der Aussprache spricht Oberst Spohr über die Not- wmdipkcit dn Aushebunci des Impfzwanges und der GleityNnuing der Altpeniionare (namentlich der Bcteranenlnnziere, mit den Neupensionären. Bauunternehmer Via ff schildert m drastlicher Weise, wobei er oftmals von lauter .Heiterkeit unterbrochen lvurde, die Ueberlastuug des Haus- imd Grundbesitzes m der ^>tadt Gießen. Ein anwesender Sozialdemokrat, D i eh l, fragt an, wie sich Abg. Werner zu der Petition der märkischen Lbn trauern bezügl. Erhöhung des Tabakzolles stellen werde. In )emer Antwort verspricht Dr. Werner seine Verwendung iur Altpemw- näre und Kriegsteilnehmer — Mittel seien durch das Rrnnwett- gcsetz zu beschaffen — für Verstärkung des .Hvpvthekarkredits und endlich gegen neue Erhöhung der indirekten steuern, v. B ü l t - zingstoewen wünscht verschärfte Kontrolle des Handels mit gewissen Mittel!!, die der Volksvermehrung hindernd IM Wege stehe» Jlim kann Dr. Werner mitieilen, daß ein entsprechender Gesetzentwurf dem Reichstag »orliegt und daß auch er ihn unterstützen iverde, schon aus dem Grunde, da sür den Geburtenrückgang sicher nicht wirtschaftliche Gründe maßgebend seien. Mit einem Dank an den Redner und an die beifallsfreudige Versammlung für ihre Ausdauer schließt Gg. Kling als Bor- sitzender die Versammlung unter einem Hoch aus das deutichc Vaterland! ly. ttirchlich-soziciler Nongreh. ~ Wiesbaden, 23. April. Die heutige zweite Hauptversammlung des 19. Kirchlich- soziaten Kongresses »ahm zunächst von den Aiigrisscn^Kcnntnis, die gegen den Präsidenten Grhcimrat Professor v. Tr. Scebcrg (Berlin) gerichtet worden sind und votierte dem Präsidenten das atlscitigc Vertrauen der Versammlung. Ter erste Vortrag lautete über das Thema: „Tic Notwendigkeit her Erhaltung und Vermehrung des Baucrn-und Arbeite r- st a n d c s sür die Volks- und Wehrkraft". Professor Dr. D a d e (Berlin!, der Generalsekretär des Deutschen Landwirtschastsrates, träte eine Reihe von Leitsätzen vor, die u. a. besagen: Dem Volke seine körperliche und seelische Stärke zu erhalten, ist die erste Aufgabe der Landwirtschaft. Erst in zweiter Linie steht die Ausgabe, der Bevölkerung die wichtigsten Lebensmittel zu liefern. Beide Ausgaben, die soziale und die vroduklive, siird scdoch sür Tcutschland insolgc seiner wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und nach seiner militärisch-strategischen Lage gegenwärtig und in absehbarer Zeit von gleicher elementarer Bedeutung. Die soziale Ausgabe kann nur durch die innere Kolonisation gelöst werden, während die produktive 'Ausgabe in erster Linie. Sache der landwirtsckiostlickien Technik und BctriebSlebre ist. Das Problem der inneren Kolonisation besteht vor allein darin, die durch die großstädtische und grvßindustrielle Entwicklung stattsindendc Abbröckelung der Landbevölkerung auszuglcichen, um letztere aus der früheren Höhe zu erhalten. Wird nur dieses Ziel erreicht, so ist bereits ein großes Werk der inneren Kolonisation geschossen. Die Zerschlagung der Mittel- und Großbetriebe darf iudeß nur soweit gehen, als durch sic die Brotversorgung des deutschen Volkes, die noch wichtiger als die Flcischversorgung ist, durch die einheimische Landivirtschast und der technische Fortschrftt nicht in Frage gestellt werden. Tic Unversehrtheit des Bauernstandes ist nicht nur nach unten durch gesetzliche Bestimmungen über Landtciluiigcn, sondern auch nach oben durch solide von Landzusammenlegungen sicher zu stellen. Es muß gelingen, in den nächsten 25 Jahren mindestens 200 000 Bauern- steltcn und mindestens 500000 Wohnstätten sür Arbeiter und Gc- werbetreibcnde aus dem Lande neu zu schassen, um das soziale Rückgrat Deutschlands zu erhalten und zu stärken. Hierzu sind etwa 2i.■ bis 3 Millionen Hektar Land erforderlich, die durch Kultivierung der Moore und durch Ankauf der in freiem Verkehr stehenden (Hüter, besonders im Norden und Osten zu gewinnen sind. Deutschlands größte kolonisaiorischc Ausgabe liegt im Muttcrlandc. Für eine glückliche Lösnng dieses wichtigsten Problems deutscher Sozialpolitik wird cs uoiweudig sein, auch die sittlichen.und religiösen Grundlagen der Landbevölkerung zu erhalten und zu bc- scstigen. (Bciiall.) An den Vortrag schloß sich eine lebbostc Aussprache. Im dritte» Ausschuß behandelte der Geschästssülrrer des Deutsch - national u Hrndiung g-hilsen -Verbundes Tch ell i u iFrankfurt a. Main! das Thema Sonntagsruhe. Die Wirklichkeit zeige gerade in den süddeutschen Staaicu keinerlei Ge- schästsschädigung bei der vollen Sonntagsruhe, und cs liege lein Anlaß vor, daran zu zweifeln, daß die Bvlksgcsamtheit die Bestrebungen nach Einsührung der völligen Tvuntagsruhe nicht gern und sreudig unterstützen Iverde. Tie volle Sonntagsruhe in nötig aus Gründen der VolkSgcsundheu lind der Sonntagsheiligung. Tas schnell hastende Zeitalter bedinge sür den Wieder» usbau der Ncrvenkrast nach dem Urteil der- gesamten ärztlichen Wissenschaft einen Ruhetag, frei von jeder Benisstätiglcit, nach sechs Arbeitstagen. Eine solche Ausspannung von der Berusstätigkeir erhöhe die Arbeitsfreude und LcistitUgssähigkeit, käme also dem Geschäftslcben wieder reich zugute. Im siebenten Ausschuß sprach Frau S t r o b m c i c c (Elberfeld, über die weibliche Vormundschaft. Nach der Rednerin ist das Recht der Vormundschasl. Ivelckies das Bürgerliche Gesetzbuch der Frau csngeräumt hat, vom weiblichen Geschlecht nicht Mit der Begeisterung ausgenommeii worden, die mau hätte erwarten können,, obwohl die Vormundschaft ein Wirkunoskreis ist, der in ganz besonderem »Maße der weiblichen Eigenart entspricht. Tie Vertreter der Kirche, die innere Mission, die Kommunen, die Frauenbewegung mögen nicht in dem Maße sür dieses Amt geworben haben, als nötig gewesen wäre, unk zu weiten Frauen- kreiscn zu gelangen, deren Interesse gewonnen werden muß, soll der Einfluß aus breite Valksscknchtei, sühlbar werden. Die Not un ehelicher Kinder und dtren Mütter ist so groß, daß der bloße Hinblick von der Notwendigkeit dieser sozialen Arbeit überzeugt. Eine Organisattou weiblicher Vormundschaft würde die Mitglieder dergestalt unteniützcu, daß die technischen Scküvierigkciteii mit Leichtigkeit überwunden werden lönnten. Dieser Vorteil wäre nicht zu nnlerschätzcn. Das Recht der Vormundschaft ist den Frauen gegeben, nun Muß das unbedingte Pftichtgcsühl sede, die dazu in der Lage ist, den armen Kindern eiitgegentreibeu,' die aus diese Hisse schon lange warten. ^ Ter sechste Ausschuß beschäftigte sich mit dem Thema „,r a ch s ch u l c n und christlich-deutsches Volkslebe u". Professor Perthes (Biclcscid, besürworlctc folgende Entschließung, die angenommen wurde: „Nicht nur sür höhere Schulen und Volksschulen, sondern auch sür Fach- Und Fortbildungsschulen ist eine Arbcitskvinmission der Freien kirchlich-sozialen Kvnserenz eiilzurichtcn. Ausgabe derselben würde u. a. sein: ai sich über die Vorgänge aus dem Gc- bretc des Fachs chli, Wesens zu unterrichten: bl bei allen sich bietenden Gelegenheiten daraus zu dringen, daß jeder Fachbildung dieicnigen staatlichen Berechtigungen gewährt werden, ivelchc iür lörrm imimtni Wert nach zukomme», ol daiür zu arbeiten, daß die Zöglinge dazu erzogen werden, die Arbeit der irdischen Bc- rases als Ausdruck der dienenden Liebe und den Besitz als ein von Gott anvertraules Gut anzuschen, das »un« Besten der Mitmenschen zu verwalten ist. Im Rahinen der Kvnserenz sandeu auch Iiielsrerc große Vvlks- vcnammluugcii statt, um die Ideen der Tagung nach außen zu propagieren. Ans Staöt nt»s La«»V. Gießen. 24. April 1914. Tonkfrst in Gießen vor hundert Juhren. Hundert Jahre sind ins Land gezogen seit den, Abschluß jener weltgeschichtlichen Ereignisse aus dem dentschen Be- srciungskrieg vom Joche des französischen Unterdrückers. Der heutige Tag erinnert an die große Zeit und an die damalige Stimmung unter der Gicßener Bevölkerung. Angeregt von patriotischen Männern der Stadt, feierte mair in Gießen schon am 2 4. April 1814 ein F r i e d e ns f e st aus Tank gegen den „Herrn der Heerscharen" für die Errettung aus schwerer Not und Gefahr, obschon der endgültige Abschluß des Friedens, der am 30. Mai in Paris erfolgte, noch bevorstand. Die Entthronung Napoleons und seine Verbannung nach Elba waren bereits ausgesprochen; hieraus -durste man hossen, daß nun wieder ruhigere und geordnetere Verhältnisse auch ink wirtschaftlichen Leben ln Deutschland eintreteir^würden. Samstag, den 23. April, tourde eine Stunde mit allen Glocken geläutet, und damit der Festtag eingcleitct. Am Sonntag morgen versammelte sich die Fxst- gemeinde in ernster Stimmung zu einer kirchlichen Gedcnk- seicr aus dem „Brand", da der Neubau der Stadtkirche noch nicht vollendet und die alte Bergkircki« für die Feier zu klein war. Das „Tedeum" „Herr Gott, dich loben wir!") wurde mit Musikbegleitung gesungen, wobei während des Absingens desselben mit allen Glocken geläutet wurde. Am ?lbeud bewegte sich eine Volksmenge in freudig gehobener Stimmung durch die Straßen der Stadt nach dem Marktplatz, um die Illumination am alten Rathaus zu bewuw- dern, das noch kürzlich in den bewegten Zeilen als Lazarett hatte dienen müssen. Möge das gegenwärtige und kommende Geschlecht sich gern der Großtaten seiner Väter erinnern, aber von ihnen auch lernen, daß man sich ihrer Errungen» schasten nur würdig zeigt, wenn inan wie sie auch des Dankes nicht vergißt. ** Für d ie Sitzung des ProvinzialauS- schusses am Mittwoch, den 29. April, vorin. 8 3 /» ühr, ist folgende Tagesordnung aufgestclli worden : l. Klage des Ludwig Kolb zu Wieseck gegen Großh..Kreisamt Gießen wegen Veriveigsrnng eines Wandergewerbe s ch c i ns sür 1914. 2. Klage.der Gemeinde G r o ß c n « B u s c ck gegen Großh. Kreisamt Gießen wegen der angesonnenen Aenderung der Zuchtrichtnng der Fase liiere. 3. Ylcsuch des Julius Kretschmer zu Bad-Nanheim um Erlaubnis zum Betriebe einer Gast- wirlschast. 4. Klage des vereinigten Armensonds der Stadt Friedberg gegen den Landarmenvcrband Friedberg Ivagen Untcrstritzung des L. SB. W a h l aus Bicr- stadt. ** Schonung für die Wrgebczeichnung. Man schreibt uns: An verschiedenen Orten in Wald und Feld in unserer Umgebung werden die Farbenzcichen, die der BogelS- berger Höhenklub mit Mühe und Kosten sür den Touristen« verkehr herstellt, auf unerhörte Art und Weise beschädigt und wieder beseitigt. Es ist eine Pflicht der Eltern, aber auch der Lehrer, die Jugend und die reiferen Burschen darauf aufmerksam zu machen, daß die Wegemarlierun.gj nickt mutwillig vernichtet wird. Uns sind Gemeinden im Kreise Gießen bekannt, in denen sogar innerhalb des Orts diese Farbenzeichen wieder abgckratzt sind. Wir meinen, daß dies doch die erwachsenen Bewohner der betreffcrrden Dörfer verhindern können. Es gibt doch Mittel und Wege genug, den Buben ihren Mutwillen abzugewöhnen. ** Vlchmarkt in Gießen. Bei dem am 21. »,,o 22. April abgehaltencn Markte waren aufgetriebcn 1312 Stück Rindvieh und 395 Schweine. — Der nächste Viehmarkt findet am 5. und 6. Mai- 1914 statt. ** H » » d c - A u s st e l l » n g. Tie Elirenprei'c der Hnndc- Ausstelllmg, die nu> Soniitlig aus der LiebigShöhc abgcyallen ivird, sind im BtiimenhaiiS Dietz ausgestellt ivorden. ** lieber das Abladen von Kohlen aus der Straße enthält das lieutige Kreisblatt eine Bekanntmachung, wonach das Abladen der Kohle» nur ans der Fahrbahn ersolgeu dars und das Wegbiingen der Kohlen unmittelbar nach dem Ab- ladcn zu erfolgen hat. Tie verunreinigten Straßciitcile sind sofort gründtich zu reinigen. Kreis Alsfeld. id. Alsfeld, 23. Llpril. Man schreibt uns: Einen Verlust erleidet die ttzemcindc durch den Waggang des> Pfarrers Dr. Becker, der eine Oberlehrcrstelle an der Lberrcalschule in Ofscnbach übernimmt. War er einerseits tüchtig in seinem 2lmt als Pfarrer, das er 11 Jahre lang hier bekleidet hat, so hat er andererseits sich weithin im Lande einen Namen als hessischer Geschichtsforscher gemacht. i. Homberg, 22. Avril. 'Jli, der Hölieren Bürger- schille ist mit Beginn des neuen Sckiulsabres ein Wechsel eni- gelrcte». Der bisheriae Rektor der Anstalt, Rektor Lau», wurde nach Osscubach versetzt; on seine Stelle ist Rektor HilSdorj gekamme». Kreis Lauterbach. X L a n t e r b a ch , 24. ülpril. In der Zeit vom 7. bis 14. Juni d. I. findet in Lauterbach ein sorstlicherLehr- q a n g des Vereins sür Privatsvrstbcamtc Deutschlands statt. Als Lehrer dazu sind die Freiherrlich Riedeselschen Beamten, Forslrat E u l e f c l d zu Lautcrbach und Oberförster Tie hl in Stockhausen, Kreis Lauterbach, genannt. id. Frisch b o rn, 23. April. Ter älteste Mann unseres Dorfes, der 82jährige Auszügler David Weiß I. wurde heute aus der Torsstraße vor seinen, Hause von einer Kuh getreten, so daß er sch locre Verletzungen erlitt. id. Schlitz, 23. April. Tic vom „Gieß. Anz." kürzlich gebrachte Meldung aus den, Bogelsberg, wonach dort die Frühlingsstürnie in den Wäldern ungeheuren Schaden angerichtet haben, trifft auch sür die Wälder deS Schlitzerlandes zu. 'Auch hier sind die Waldwege durch die Menge der uuigestürzten Baume stellenweise ungangbar. Kreis Friedbcrg. t. Vilbel, 24. Avril. The Zalst der Schiller hat in der letzten Zeit so stark zugenommen, daß mit dem neuen Schuljahr eine neue L c b r e r st e l l e geschassen werden niußtc. Tie Zahl der diesjährigen Ä-B-C-Schützen betrug 158. Tic Lchrerzahl au der Volksschule beträgt jctzt 17. ^ Bad-Nauheim, 24. April. Seit Eröffnung der Saison bietet sich wieder, namemlich im Pprk und aus der Terrasse, das belebte BUd buntbkwegten Kurlebcns. Der Ivarnic Sonnenschein des Frühlings ttit do-Z Sein.igc, um aus allen Himmelsrichtungen Kurgäste hcrbeszusühren. Auch i» der neuen Trinkkur- Anlage ist in den Morgenstunden starker Verkehr. Bis zum l- Mai finden die Konzerte nachmittags und abends, von da an dreimal täglich statt. Am 28. Avril findet unter Vorsitz Ihrer Durchlaucht der Fürstin von Erbach-Schönberg Landeskonferenz des Verein? der Freundinnen junger Mädchen lDro- tektonn die Großberzogin von Hessen! im Kurbause statt. Außer den zahlreichen technische» Verbesserungen im Bade bringt die Saison auch eine höchst wünschenswerte sportliche Bereicherung. Ter bekannte SporlSmann Herr I. v. P o n g r a e z wird ein Rcit- Uistlttlt errichten, in dem Unterriän für Damen, Herren und Kinder erteilt wird. Außerdem werden Pferde zum Gcländc-Rcilcn vcr» lieh«, und ücntcmidiaitlidje Dieitauoilügt ttnanftaUet. Das Institut nimmt auch Pferde in Sßenfion. Hessen-Nassau. X NodheiNI a. d Bieber. 23. April. Ten, R-vrster $>. Wagncr aus Rvdheim wurde die Gcmeindcsörstcr- stellc zu Frankenbach Lbertrac,cu. — Bahnausscher Spie lecke, mc!cl>er seit September 1910 aui der Sta- lion der Bicbertalbahn tätig war, ist an die »reic-bahn d 'i Altmark, nach Schenkenhorst (Prob. Brandenburg) verseht worden. Landwirtschaft. i. Homberg, 22. Avril. Tie A>:ssagt des F r ü b i n t, r- ^ctccibeS ist nun, begünfiigt durch boS nnhn!(cnho i '.cne Wetter, bald vollendet. Ter pater ist gesät, gegenwärtig wird noch die Aussaat von Werst« und Erbsen vorqenominrn. Ter Stand deS Wmtcrgetreldes kann als delriedigeud gelten, obwohl einige Aecker etwas durch Schneckeniraß und d.e l»,hellende leucht« Witterung gelitten haben. Die Entführung einer jungen Javanerin vor Gericht. 4 Berlin, 23 . Avril. In der fortgesetzten Beweisaufnahme wurde als weitere Zeugin die Pcnsionsinhaberin Frau R i e v e l vernommen, bei der die Agnes Gorodiski nebst den beiden Schwestern Holzkc mehrere Tage unangemeldet gewohnt hatte. Tie Polizci Kat später bei der Zeugin nach der Gorodiski geforscht und ebenso wie Detektiv Gräger jeden gewünschten Ausschluß erhalten. Tie Zeugin bekundet, daß Agnes Gorodiski ihr gegenüber geäußert habe, >ie würde sich lieber vor eine Lokomotive Wersen, als zu ihrer Mutter gellen In ähnlicher Weise sagte die ÄS Zengin vernommcne Tochter der Frau Oiiepcl aus. — Die Zeugin Wedel, die bei Tr. Gorodiski Rcpräsenta- tionsdamc war und mit Tr. Gorodiski ein Verhältnis unterhielt, erzählt von einem sehr intimen Brieswcchsel zwischen Tr. Gorodiski und einer dcr beiden Schwestern Holzkc. Ti: Zeugin hat von Tr. Gorodiski, der nach ihrer' Schilderung gegen seine Freundinnen «hr svlcndid war. einen wertvollen Brillantring erhallen, den sie im Gerichtssaal trug. — Ter mit der Familie Holzkc bcircundcte Zeuge Oberleutnant a. D. Tivvcn Hauer bckundet, daß .holzke der Frau Mcnkc gegenüber bei dcr Zusammenkunft am Potsdamer DahnKoi nur von der Degleiäning ictner Forderung in Höhe von 2500 bis 3000 Mark gesprochen habe, woraus der Abreise der Agnes Gorodiski nach Harzburg nichts im Wege stünde, von 3000 Mark sei überhaupt keine Rede .gewesen. — Zeuge Kausinann Trier bestätigt, daß Tr. Gorodiski die beiden Brillantringe der Margarete Holzkc nur rum Zwecke späterer Ucbcrgabe an seine Tochter gegeben habe, weil er fürchtete, sic könnten nach, seinem Tode in die KonknrSmgfte wandern. — Tie Zeugin ST u lief, die als Re prälentationsdanie bei Tr. Gorodiski zu diesem ebenfalls in Näheren Beziehungen stand, bekundete dasselbe »nd bestätigt auch, daß Tr. Gorodisli die der Margarete Holzkc übergebenen 1000 Mark für seine Kinder bestimmt hatte. Hieraus wird als Zeuge der Privatdetektiv Karl Gräger vernommen. Dieser hat im Jitli 1913 von Rechtsanwalt Ben sanrin den Auftrag erbakten, den Aufenthalt der Agnes Gorodiski zu ermittclw Bon seinem Bureau wurde ihm nach Hamburg gemeldet, daß das Mädchen sich in Begleitung der Frau Holzkc in Bad Harzburg beftnde. Gräger begab sich dorthin, wo er mit Herrn Menke zusammeiitras, der sich schließlich bereit erklärtc, sich mit der Familie Holzkc gütlich zu einigen und derselben etwa lOOO Mark zu zahlen. Der Zeuge hat sich dann mit Frau Holzke und deren Tochter Ella in Verbindung gesetzt, dieselben erNärten ober, ichwohl ihnen 500 Mork geboten wurden, den Ausenihalt der AgneS Gorodiski nicht zu kennen. Sie blieben auch dabei, obwohl der Zeuge 100 Mork Nus den Tisch legte und weitere 400 Mark verivroch. wenn sic den Aufenthalt des Mädchens angeben würden. Die 100 Mork nahmen beide aber trotzdem an, worin dos Merkmal des Betrugs gesunden wird, da sic den Ausenthallsort der Agnes Gviwdiski kannten. Gräger wandte sich dann an die Pensionatsinhabcrin Riepel und erfuhr von dieser, daß von der Margarclc Holzkc eine Postsarte aus Probstzelle bei ihr eingegangen war. In Probstzelle ermitreltc dann der Zeuge, daß die beiden Mädchen nach Michelau in Bahern weitcraereisti waren. Gräger iond die beiden dort auch und brachte die Agnes Gorodiski über Leipzig nach Harzburg zu ihrer Mutter. Bei der weiteren Besvrechnng des Falles mit den angenommenen 100 Mark kavl es zu einer aufregenden Szene. Ella Holzke bekam Schreikrämvsc und schrie dem Zeugen zu, ec solle sein Gewissen nicht belasten, er solle di- Wahrheit sagen und nicht lügen wie in dem Falle Garrison. Da die Ella Holzke längere Zeit sich nicht beruhigte, ließ der B»»rntzende eine kurze Paule cintreten. Auch Frau Holzke, die während der Pause gleichsalls m große Erregung gerät und den Zeugen mit Beschuldigungen überhäuft, wurde schließlich aus dem arkt. An- geiahre» waren lb Wagen mit Hen nud 3 Wag«,, Stroh. Ala» Kotierte : He» höchster Preis 3,00 Alk. niedrigster Preis 3,40 'Ulf,, T»rchsch»ittSvie>S 3,02 Mark, Stroh IRichtstroh) höchster Preis 2,30 All., niedrigster Preis 2,00 Ml,; TurchschnitlSpreiS 2,15 Ulf, striiininstroh höchster PieiS 0,00 Ml., niedrigsler PretS 0.00 Ml. l TnrchsckniltlSvreis 0.00 ?1ll, — Fr»cht>»arkl. Haler höchster Preis 0 , 0>1 Ml., niedrigster Preis 8,80 Ml.; TurchschniltSpreiS 8,75 Ml. Alle? per 50 stilo, Limburg a. d. Lahn, "12. Avril. ktr>,«h! »ig rkt, Tur h» IchiiittkvreiS pro Tialter. Roter Weizen (Olnssanischeri 16,40 Olk., weißer Weizen langebaiile Rrenidsortcnl 15,00 'Nt, Korn 11,55 ’.'lt., Werste (Rntiev) 9,00 Mk„ Brangerste 0",-0 All, Haler 8.00-0,00, Ml, Erbsen 0.00 Ml. starloffeln 50 stilo 2,3'-0,00 All, Bnller das PliiUd 1.20 — 0.00 Ml, Eier das Stück 7 Pia. lJn cinrm Teil dcr Auflage wicberholl.) le Frantsiirt a. 59t. Di ehh »> mr rkt 8 eri fi: oo n 23. tzlvril. 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Nach dem Ela» e vom I, Juli 10»3 belrng die Geamtzabl de: aui den .strnpoiehen Werken deschä'tigten Personen, ein!chließlich'306I Beamlen, 3l 6oO. Leichftgkeit einen Borübergchenden oder die Kinder leidst in da? Auge oder an einen andere» Fieü recht empsmdlich treisen kan». Wohl ist von der Echiitzniannichast schon inebrlach das Spiel uerbolen und das Holz weaaenomnien wo>den, zu einem endgülliaen Porgehe» gegen dieies gefährliche Spiel ist jedoch m erster Linie und n» öffentlichen Jntereffe die Schulbehörde verpfl,ästet. Olur durch energisches Verbot ist es möglich, dieses unsinnige Treibe» der Jugend, bei den, in letzter Zeit schon mehrfach Pasjanteii zi, Schaden gekomnieii sind, aüSznrotten, Netcorolsgiiche veobachtungen der Station Gießen. Js Z" 2lpril 10!3 H 51 5 35 5 ix> 1 Co = = s i* = " |ef 2 g cob Wette, 23. 2" 763,3 20,0 6,6 | 38 SW \ 3 8 Sonnenschein 23. b" 763,7 15,5 7,0 53 SW I 2 10 Bcd. Himmel 24. <*■ >53,5 12,0 7,7 1 73 W 2 9 Aeiv. Himmel Höchste Temperatur a», 22. bis 23. April 1913 = + SO,5* C. Niedrigste . . 22. . 23. „ 1314 =+116', Niederschlag: 0,0 mm. ■' aleikum SALEM GOLDä, CIGARETTEN EtuaesanSk. ’W T-Tr irreg Vno-fe» TrusMd! Neuheiten in Hanäartieilen Richelieu. Lochstickerei. Hedeho. Knötchen, Kelim, treffen bei uns jetzt tätlich ein. Bevor Sie eine Arbeit kauf'm, besichtig n Sie bitte unsere srroße Auswah in allen Neuheiten. A. SBlsmon $ Cie! Sdiwere Zopfe Mim Dame», die eine systematische Haar- und Koripfleqe als heilige Bklicht anseheu. Verschwundene Pracht beklagen, schasst kein Härchen zurück. Ls liegt ganz bei hbnen, beizeiten für die Erhaltung dcs schönsten Schmuckes, des prachtvollen haare« zu sorgen. Schcnlen Sie volles Vertraue» dein berühmten Dr.Dralle's Birken-ffaanvasser Gebrauchen Sie es reqelnräßig und freuen Sie sich über seine belebende Wirkung auf den Haarwuchs. Ihr Haar wird voll und qeschmeidig werden und Kopfschuppen. Jucken und Haarausfall verschwinden. 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L'/, Iura-Simplon v. 1894 , 500 4 Schwerz. Zentral v. 1880 . . 1000 4 MvSlau-Kasan unk. 1915. . . . 4 8iussrsche Südott 97 fleuerfc. gar. . 4 to. bo. 9b unk. 1909 Ufr. gar. 4 to. to. 1901 unco.b. 1915 ilf.j. 4 to. Südwest stfr. gar. 408/2040 5. fl. M. r.fl. roo.- Äre! l 69.50 . 99.50 ' 6l!l0 Fr. Fr. 89.20 ."5.30 . 99— SM. ; — .— ' 1 84 70 " 8430 4 iMjäiati Stcstom ftenetfr. gar. . . . 4 bo. Urolis fttnerft. gar. 404/2020 1 kr. bo. 97 fletirrft. gat. . I Barl f'.-Wirn. Oft. gar. 2020/4040 f SMabltamt. 85 ftft. gar. 408/2040 iV, Analolifche i. ®. . . 2040t 4'[ ko. t. ®. (S. II 5tgnt.) 2040 3 fertg. E. ®. v 86 (8air.t Baixa) 47, ko. v. 1883 L Rg. . . ko. r. 18*9 IL Rg . 3 Ealemgue.Eoitftant. Jouclto« 3 ko. Slionafttt 2020/4040 M. F-. St. 35 60 80.- 20.00 9 '.20 64^0 62.10 Pr*Tinr.ial. and tommeaal- OMiitotionpn. 4 Rlrinttootttj SluSg 20 u. 21 uns. b. 1902 3'/, da. , 22 u. 23 37, to. . 10. 12.16, 24.26,29 8Hess. Tfttooitn Cbetbeffen , . , 37, ko. ko. Elatlrnbtttg . . . 37, Ftanlfuri a. Sic. Sit. N tt. Q obgeft. 4 ko. 0 . 1906 . o'l, bo. . R obgeft. 37, k kEtroßrnkadnc 0 . 1899 37, ko. r. 1901 Akt. L . . 37 , ko. k. 1901 «kl. n. o. in 8 1 /, atjrg v. 1899 uni. b. 1312 . . 8-,Afchantndntg o. C8d8 .... 4 'Augsburg b 1901 unk. b. 1908 4 Babenhaufrn (Hesten) .... 37, ®abru»Bakrn b. 1898lüuk6. ab 1903 3 1 /, Vanibetg b. 1888 ..... 37, Vertut 0 . 1886/92 .... 1 Bingen v. 1901 lüubb. ab 1906 3 bo. b. 189)..... 37, ko. t. 1898 ..... 37 , Lärmst, »dg. 0 . 79 Sit. U n. 81 Sil, A 11 . V 3‘/, ko. v. 1888 11 . 1891 . : , 87 , ko. conntrL 0 . 1831 Sit H 3 •/ ko. b. 1891..... 3>/ ko. b 190, omott ab 190? 3c. to. 0 . 190) omorl ob 1910 4 Crlattgen 0 . 1900 unk. b. 1911 . . 4 Freeburg 1 . B, b. 1300 lüubb. ab 190) 37, ba. b. 1881 it 1884 abgest, 3>/. to. t. 1888 t'h ko. öi j t fco 4 Fulda v. 18^6 kündb. ab v. 1005 lündb. ad 1901 Ser. I lündb. ad 1902 1908 1906 87.5u Gießen V. 1907 ... 94.50 4 cP. v. I2i2 ..... 94.50 "7, fco. v. 1893 ..... — öl, to. v. Ib96 lündb. ab 1901 — to. v. 189< lündb. ab 1902 oi, fco. v. 190^ lündb. ab 1.-08 87.— 'Öl] t fco. v. 1905 unk. b. 191 ) . 4 ’i'l. fl, ba. ko. u. 13,2...... b. 1894...... b. 1905...... 3i/‘ Karlsruhe b. 1902 lüubb. ab 1907 31 / bo. b. 1903 lüubb. ab 1903 3 bo. 0. 1897...... 37 , ftifftngen b. 1886, 1888 u. 1903 . 4 statu b. 1900 ...... 4 , 0 . 1908 ....... 3»/ Kreuznach tc. 1888 u. 1898. , , 37 stabt 0 . 1889 ....... 37, bo. v. 1902 ....... 37 , Simbucg abgrft........ 3 ‘1 Sudwigshafru v. 1896 . , , , 31 / ko. 0 . 1903 Ifinkb. ob 1908 4 Mainz 0 . 1900 mit b. 1910 . . 37 to. obgeft. 1878 tu 83 . . , 3»/, do. obgeft. Sit. J 0 . 1384 . , 3 1 / bo. b. ls«6 u. 88..... 37 , bo. t. 1834 ....... 3»/ ko. b. 1905 uni. b. 191) . . Mannheim v. 1301 tünbh. ad 1906 4>, bo. b. 1883 ..... 37 , bo. t. 183) .... 37 bo. b. 1838 tünkb. ao 1903 37 , ko. 1906 ..... Rank-Aktien. »eitHbont M. 10CO/3000 Rtanlfttrter Bank . . M. 1000 Bokffcho Bon! . . . Slv. 100 Ratr. Hyp.» n. Wechfelbl. 1. ft. 500 Rettmer HaukrtSg. M. 500/1000 ko Hhb.-Bt. Stt. A SM, IOOO »o. ko. Sil. R Sic. 1000 RrrSi. TiSlonlokauk SM1, 600/1200 Sommer,.u.TiSIouto.Bank Ri. 10c.0 5 armftäkter Bank . . SM. 1000 t-atcl 1 . Houkrl». Jnkuftrie) Leulfchr ®k. E.I-X M. 600 1200 Eftell.- u. Lvechfetb. Ltr. 106 VrretnSbank . . . M. 660 TiglouIo-GeseUfchafe Sie. 600 1200 LrrSknrr Baut . . Mi. 606 1266 Eisrnbobn.ReuIrn.Bl. M. 1000 Kraiitf. HhI/oIhel.-Bani SM. 1000 ko. Hhp.-Rrek.-«. SM. 600/1200 S, ittelb. tbklr. (®rei j) Au. B. SM . 1600 Nürnberg. Betritt»». S ’.300/1200 j_flt.-Ult.. Bank . . Kr. 1400 Ceft..S4nkerban[ . . c. ft,66 Ceft..ftrebtt.«nftaft. . i.fl. 260 Siolzilü!« Bank ... Mi. 1200 w teuft, tvabenktekilbank 2 er. 260 to. Hyp.-Ail.-Bk. 2M.600/1200 Bibern Rrekttbl. SM.600/1600/1260 Bibern. Hhp.-Bauk . 600/1200 Echaffhoui. Baulbet. . M. lOicO Suto. Bakenltedit-Bauk . sic. 600 Ungar. Rttdrtbank . i. fl. 200 Umcnbanl (Steen) . 4. fl. 200 Wtenet Bankb-rem. . 4.st. 200 Bütttbg. Bauiaustali 600/1200 t Ci BerriuSbaut 1 . fh 350 Pfandbriefe. 4 Beel. Hyp -Bk. lam»he»w kündb. ab 1902 92.- 4 da. fco. do. tuudb. ad 1907 96.— 3-,. da. fco. 9o.- 3-/. de. fco. uuk. o. 1911 . . 95.- »7. ko. fco kommunal.... 95.— 4 weftc. Bklr. Hyp. (KRu) S. I u. 2 . 96.- 4 ko. do. do Ser. o uuk. d. 1909 d6.40 4 ko. fco. do. Ser. uuk. o. 1911 86^0 4 ko do. do Ser. 7 uaf. b. 1913 91.50 94.50 91.50 85.50 85.50 94.62 94.60 91.60 94.50 94. $0 86 .— 86 .— fco.— 86 .- 92.10 84.30 93.80 87.— 93.80 93.80 93.80 93.90 95. — ft7.60 87.60 85.30 85.3 J 94.50 94.50 84.60 84.20 85.- 94.— 91.— 94.— 94.— 96.20 93.80 8".'25 tö.20 9»!— 96.40 89^00 8 ?!- 86 — 86210 95.50 93*50 86*— 87.10 »7.10 87.10 37.16 87.10 87-10 97— 94.96 87-0 »7.50 3*, SMeu o. "1903 unk. d. 191J ' ÜST München p. 1900/01 nnk. b. 1910/11 . 37, bo. 0 . 1903 lünbbb. ab 190S . . 37, Noudrtm o. 1902 uni. b. 1912 . . . 37, Vieuftabt a. b. H. u. 1889 ..... 3‘/, bo. P. 190:t(ünb5.ab 1903 . ' Nürnberg o. 1899.1901 ...... ko. v. 1902 uni. b. 1913 . . . k p . ...... .... 3 ■ kr. p. 1903 [ünkfe. ab 1933 . . 47, Offenbach o. 1879 ........ 4 ko. t. 1900 tünkb. ob 1906 . . 37, bo. 0 . 1891 92 tokgefl) ... 37, ko. o. 189s........ 3i/, kt. v. 1902 tünkb. ab 1903 . . 37, bo. b. 1905 ...... 37, Dffenburg 0 . 1898 fftnbb. ab 1904 . . 4 Pforzheim b. 1899 fünbb. ob 1904 . . 4 ko. b. 1901 lünkb. ab 1906 . . 37, ko. t. 1883 obgeft...... 4 Stuttgart o. 1895 tünkb. ab 1905 . . 37, ko. d. 1904 untitgb. b. 1912 . . 4 Trier 0 . 1901 lüubb. ab 1900 . . . 37, ko. v. 1899 ..... . . . 37, Ulm 0 . 190). . ....... 4 Wiesbaden r. 1900 lündb. ab 190) . 86 .- 97 — 86.80 98.1t) 95.10 86.30 85.20 90.50 87.60 95.40 84.86 65.23 r. 1901 lüubb. ab 1903 . abgrft. ..... , r. 1887 ...... v. 1891 obgeft. .... p. 1896 1 b. 1898 I ». 1S02 ©er. II (ünbb. ab 1907 I 94.25 86.50 91.— 86.20 85.60 9730 86.50 4 ko. 37, ko. 87, ko. 37, ko. 87, ko. 37, ko. 37, ko. 4 WormS ». 1901 lüubb. ab 1907 37, bo. 0 . 1887/89 .... 37, ko d. 1896 tünkb. ab 1901 3V, kr. b. 1903 trat. b. 1914 . 4 Würzbutg b. 1899 uni. b. 1910 37, bo- b. 190 „nl. b. 1910 4‘ Rulareft v. :: 4 3' , 3 87.80 87.30 Bukarest v. 1884 coni. . M. — fco. v. 18^8 co bo o. 189o . 4iB0r do. r. 1898 . . . «openhag. v. 1901 mi!. 1911 2043: I 1 93*60 fco. v. 1886 . . . n ‘ 9. — fco. v. I89ö . . . k 70.90 Lissabon r. 1886 . . . oobot Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 Wb. I’- , Neapel ilaatl. gar. 1000: Lire 95 # | j Slockc-olm v. 1880. . . M. _— Wien Kommunal i. G. to. bo. >. P. . k.fi. __ _ 4 kb. 1 .183» tünkb. ab UMS 4 kr. Znarft-A»!. .... 3 1 /, Zürich 0 . 1889 ..... 6 Stakt Buenos.Acres 0 . 1892 t. 3 . n 57 , to. ko. ko. ko. b. 1888 I. ®. u. 1903 6 ®. Rr. SM. jFr. S»e|. Sstr. SM.. 85.20 85.- Aktlen aasl&ndiseher Transport. Anstalten. Oest..Ung.StaaSb. Otft.@ükb.(8omb )! — tMoob-Obenb. 67.10 Gotthatbbahn. . [ 3taU SMittelmree . I Vlnatof. Etfenb. , j Printe Henri . , Ptag-Dup ©I. Alt, Standesherrliche Anleihen. 47, ®tf. Htncktl Hgp. Tonn r.L i05o.84 M.! —.— 4 Fütftl. SolmS.Btatmfel» o. 1880 . , — 37, ko. ko. u. 1886 . . 86.70 87, Geäst, SoltnS-Saubach abgejl. . . Uft.| —.— 3V, Grast. SolinS.Roketheim .... , —.— 87, FüttU. -/Jlecu-.J. 3ud .ötrileut 3. 183.’ SM.J —.— z oo. ko. .WochterSbach 0. 1831 „ — SV, Westk Bklt. Hyb. (Köln) E.3 lüubb. 190) 84.— 3-/, kr. ko. ko. Eer. 4 lünkb. 1906 84. 4 Sübk.SBobenSfr. @.53tt.54 lünkb. 1906 96.60 57, ko. hi* incl. Stt. 32 . 83.— Stoott. ober vtovinzt al-gatar'. 4 Hess. Saubt«.Hhp. Bank Ett 12—13 . 96.90 n. 14—1) . 96.90 87. do. ko. Eet.I—II uni. 1909 84.»0 4 ko. ko. »om. Obi. S. 5—6 . 96. 0 0 . 7—-8 , 96 . 0 3 1 /, bo. ko. fiommuna! SerJ 11 .II cut(. 1909 84 cO 37, Slastauifche SandtSb. Sit. F. 3. ti. K. u. L. 91.50 37. ko. Co. . 21. N. P. . . 91.60 37 , Haftetet Sänke».Hrebttau t. uuf. . > 87.— IkiTerse Obligationen. 4 Bnbetui t. 103..... | 47, Lisch. Sufeuto. rono. . . , 47, do. t. 102 ... 47, Sifettb. «entenbank . , . 4 bo. to. ... 47, Stsenwetke Sollot t. 102 . . 47, Hielte. Werk Homburg t. 103. 4 L. Vittont Lecegtas . . , 4 Frauleu-Allee, gatant. 0. Frankfurt 4 Fraul,. Ho, t. 10) ... 4 Reue BoOru t. 102 . . . 37, ko. da. t. 101 .... 4°/» Unfl. Sofa(6«i)u Serie I r. 10) 4'/, 5«. Oo. Serie II c. US Verzinsliche l-ose. 4 Badrsche Prämien Serie II Xlr. 100 j Louou-Reglltteruug .... k. fl. 100 6>/,®at»aer Pram. PfanOhr. I . Ltr. 100 37, ko. ko. 11 . Xlr. 100 3 Hamburger 0 . 136 1 ... Xlr. 50 3 PouanOftche »cmm. o. I«7I . h.fl.100 L 7 ,kot«.SMcnOenrr. . ... Xlr. 100 37,Sübrcher 0 . 1863 .....Xlr. 50 2>/,Sutt>chrr o. 13)3..... Rt. 80 a Sliotrcocr obgeft. , . . , gr. 100 4 SMeuttnger Pr am. P.aubbr. . . Xlr. 100 4 keltert. 0 . 4«6u . . . , . t. ft. 600 3 Oldenburger.......Xlr. 40 ) Rufstich- o. 1364 . . olt. 8. «b l. 100 5 Ruistich: 0 . 1366 . . . alt .». Rbl 100 27 , Etu.,t.oecfteup..Raab-®ra, . . i. ft 2)6 27, do. ex. :c. Sch. . A ft. löj -urechtstyeine , fl. Tin verzinslich« Inn». AugSbcrrger..... Braunfchwrcg .... Ftunländifch.. , , , Freiburger . . oenua . ..... licatlätiber . . . sicatlätiber , . • . • • Metmcigrr ...... Oeflc. 0, 1364 ..... ejeilt Sktebit 0 . 18)8 . . ’Jcnboli».Stiftung . . . . Lürltiche . . - - - - - bo. .... Ufluu». Ungar. Staat» . . . . Bruettau» > < . fl. 7 — Xlr. 20 ir. 10 20 S Fr. 1) Lire 150 Lire 45 Sire 10 . t.rt. 7 36 t. fl. 100 t.fl. 100 5 IC f. fl. 10 Fr. 400 166 Sr. 400 4,4 30 »0 Indnstrle-Ahflce,. 94.40 troaklstlli p'ltlt yrrlurr Jjtl:. 95 40 «fchaff.Mafch.Pao 117— Bochumec Öuj gieac Boven -,U 82.— BuüecuS ^i|e« 94 25 ®tauertt Bendtng. 187— •ioncoi-öta Pergb. .^>ennurger. !-_'5.50 Luxemb. Bg,v. 99.70 to. Pr. tt'J. 127 — Eleltr./uytu. Kraft 93,50 Krmpif . • 117.30 ^in/wetter Bergw. m Mamzer Atu 172 — oatzott -ianustaol S7.— -ienenmeyec 116.00 . Botz. Alt. —.— ' etemCObect.) 192.— Get,enklru/. Brgiv. —.— . Lüergec . . 60.— Harpener 87.10 Zement', rtarlftatt 186— Hajgrr Eiseuio. 87.30 E^em. Bad. Antlen 629— peinmooc Zement Bteen.Sew.Be. 78.30 ^»lbernla Bergiv. ®ne»h. Hielte. 267.75 HOfch. Eifrnco. . Atdret . . . 450.— ^nmbolü Masch. . D. ®. S. Scheibe- Lauraqütte. . 157.- anstatt . . . 625.75 a.'littyelmerBerglv. Holzoerkohlg.*Ges. 308.— l>iordd. L^ollkämm. XI. Alf. Xeltgraog 127.80 Oberichtes.E.-Znd, Hleltr. Bb,e Botz. P^oulx Bergw. w iUlJcm. Bcrlm Rgetn-ftiaif.-Bgcb. X48AC . SagBiegec . . 129.20 ptl/ern. Staylwerke m Schuckert 148— iH»«beef Montan . . «irm. A HofSir Schief. Beeg.Zmk . Untren. Zürich 194.50 Lüegelru & Hübner 140.90 Farbcverle Höchst. 640.- Wefleregelu Llkaü 179.50 Üunft>etbrF|t.a.M. . Borz. Alt. 128.25 Majy. »tryer. 336.50 , Grtynrr . . 28 a— ^ Fad.LLchleich. 101 — 111.75 Hamo.-Äm.-Pcllsr. ISO.— 98.75 ^locoo. Lloqa . . ,12 60 32.80 Steaua Rom. Petr. 144— 224») 104.80 379.— 130.75 128— 2-22.90 125.50 129— 183.’, 184— 157— 129.73 34T25 115- 146.50 160— 141.10 66.10 238.50 197.26 160.25 195.75 873.— 153.25 902.80 98A0 I 5 ~ ® o r o* 3 s. § I|? 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