Nr. 95 Der Sltfimr Anzeiger erschein! täglich, außer SanntngS. - Beilagen: viermal wörvemlich Siehener^Lmilieii dl etter; t>vk>malwöchei>:l.Srei;- dlall stir den Kreis «letzen (Dienstag und Freitag); zweimal inonatl. kand- wirlichaflliche Skilfraaen Feruiprech - Anlchtichc: Inr die Redaktion N2, Verlag u. Erpedition dl üldrefle iiir Depeschen: Anzeiger Gieße«. Annahme von Anzeigen iiir die Tagcsnuminer dis vormittags !t Uhr. m. Jahrgang euer An General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der 8nil»l'schen Univ.-Such nnd Steiudrnckerei N. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: §chulf!I>4 ab, loudurch erreicht Ivurde, daß sck»n eine erhebliche Zahl hessischer Anwärter alsbald angestellt werden konnte. Nach einer der Vorlage bcigegebenen Darstellung gelangten infolge ihrer Einreihung in die gemeinsame Anwärterliste ani 1. Januar sosort 38 hessische Anwärter der Eiscnbahnassistcnlen, und am I. Februar drei weitere in der richtigen Reihenfolge zur ctatS tttäßige» Anstellung. Für Bahnhoss , Güter und Kastenvorslcher waren durch Vergünstigung des Eiscnbahnministers schon 1913 tatsächlich >96 Stellen mit hessischen Beamten besetzt, während der hessische Anteil nur 125 Stellen betrug. — Das Finanzministerium sucht im Anschluß an die näheren Darlegungen um die Zustimmung der Landstände zu diesen Abmachungen nach. rb. Darmstadt, 23. Avril. Ucber die Ticnstbezügr der st a a t l i ch bestätigten FvrstwartelKommunalsorst- wartcl ist den Landständcn eine Vorlage unterbreitet worden, wonach im Wesentlichen eine Besserstellung der Kommunalsorst- wartc in derselben Weise erfolgt, wie sie durch das neue Besoldungsgesetz den Tomanialforstwarten zuteil geworden ist. Tic entscheidende Bestimmung lautet: „Ter Gehalt der .Kommunaliorst- warte in Forstwarteicn mit 300 Hektar oder mehr Wrldsläche be- mißt sich nach den Vorschriften, die sür die Tienstbezügc der Do- manialsorsttvarte jeweils gelten: die Bekleidungszulagc bleibt hierüber außer Betracht." Ter zweite Absatz trifft dann nähere Be- stimmungen sür Forstwarteien mit weniger als 300 Hektar Dald- släche. In der Begründung wird ausgeführt, daß bei der gleichen Ausbildung der Kommunal- und der Tomanialsorstwane auch eine völlige Gleichstellung in ihren Bezügen gerechtfertigt wäre. Es mußte aber jetzt davon abgesehen werden im Hinblick aus die Dcr- schicdcnartigseit der Verhältnisse in den Kommunalsorstwarleien. Das härte erhebliche Schwierigkeiten ergeben und die Äusbesicrung verzögert, die bei der Notlage eines großen Teils dieser Beamten unaufschiebbar ist. I'a; Königspaar von England in Paris. Paris, 23. April. Ter König und die Königin von England veranstalteten gestern abend in der englischen Botschast zu Ehren des Präsidenten ein Diner, an dem das divloniatiichc Frühling im Schwarzwald. Von Anton Fendrich. „Denn der Frühiing aus die Berge steigt — und im Sonnenstrahl der Schnee zerschmilzt" — diese durch die beiden bekannten Zeilen des schönen Liedes gezeichnete Jahreszeit ist mit ihren seinen Reizen noch so gut wie unbekannt. Die Bauern, die oben in de» Bergen des Schwarzwaldes oder der Schweiz wohnen, haben an andere Dinge zu denken, als an loeichc Farbensttmmung. ünd die Städter, deren begüterter Bruchteil den Winter ans den Höben durch den Schneeschuhsport hat kennen lernen, gehen im Frühling wohl deshalb nicht aus die Berge, weil cs nicht Mode -ist. Dos ist gut so: denn der einsame Wanderer und Naturfreund hat dann wenigstens einige Wochen Schonzeit und kann die Wälder und Hohen durchstreifen, ohne innner aus ganze Herden von Lllenichenvolk zu stoßen, die an der Idee leiden, die Natur bekäme erst durch ihre Anwesenheit richtigen Wert. Wer bei uns im Frühling aus die Berge geht, der muß gegen das Lächeln der Menschen geivappnct sei». Die langen Schneeschuhe, die man initnehmen muß, auch wenn e£ »men in der Stadl schon überall blüht und sprießt, reizen die Svoltlust so manches Mitmenschen, der die Berge immer nur aus der Froschperivektive gesehen hat. Was der Frühlrngslondichast in den Schwarzwald- tälern ihren innigen Reiz verieiht, das sind vor allem die seinen, weißen Linien des Schnees, der dinier den Kanten der Bergmulden von der Sonne noch nicht erreicht worden, die die Plastik der Berge dem Ange viel näher bringen. Im Vordergrund legen sich die Bergrücken in braunen und gelben Tönen übereinander Und verlieren sich, je werter sie m den .Hintergrund hineinstehen, in ein dunkles Blau oder Violett Ins zu den höchittn Kuppen, über deren weißen Tchneeseldern sich das blaue HochzeitSzelt des Früh- ling-stimmels spannt Der Ucbcrgang vom Frühling zurück in br» Winter ist oft ganz plötzlich. Man kann neben einem rauicheu- den Fluß mal überhangendem blühenden Gebüsch aus einer stauln- gcn Talstraße im heißen Sonnenschein dahinwandern, und sich nach einer scharien Dcgbiegung plötzlich am Eingang einer Schlucht be'inden, über deren schneebedeckten und vereisten Weg ein kalter «tintktwind webt Die staubigen Stiefel nehmen sich dann aut den Schneeschuhen, die bald angeschnallt werden müssen, sonderbar genug aus. lind trotzdem, man riecht cs, wenn man cs auch nicht lieht dost es nicht mehr Wnter tft in den Bergen. Das Leben regt sich schon in . den Tannen und sie strömen wieder Harzdust ruü Ilwe untern Zweige stecken zwar noch wie sttafi angc- stzanntc Taue in der metcriieien Schneesast, aber die Stämmc habcn sich den Schnee wenigstens handbreit oder noch breiter -ingsherum vom Leib geschasst. Eines der schönsten Wunder des Frühlings im Schwarzwald ist die Entschleierung der Apen. Die Lust besitzt einen Durch- sichtigkcitsgrad, daß die wildgczackten Brrgricscn der benachbarten Schweiz, die sonst hinter Dunstschleiern verborgen sind, mit un- scrn badischen Bergen so zusannnenhängen scheinen, als Iväre der Schwarzwald nur ein Stück von ihnen. Besonders morgens und abends läßt sich ein seltsames Naturwunder beobachten, nämlich die „linierten Alpen". Tie ganze Kette vom Säntis bis zum Montblanc erscheint mi! hellblauen und Izellgraucn horizontalen Streiten abwechselnd durchzogen. Es sind dies übereinander gelagerte, warme und kalte Lustschichten, die, wenn He besonders stark austreten, insolge von anormaler Strahlenbrechung das Bild mancher Berge vollständig vcrzcrren können. Farbcnkünste der überraschendsten Art treibt die Tonne aus dem Schnee und besonders während der länger als im Winter dauernden Sonncnaus- und Untergänge kann man den Glauben, daß der Schnee immer weiß sei. ein- für allemal los werden. Vom leuchtendsten Rot bis zum tiesstcn Blau linden wir die glänzendste Palette der Natur aus dem Frühlingsschncc des Schwarzwaldes. Weit weniger, als man vermuten sollte, hat der Schnee in den Höhen über cl'- oder zwölihundert Metern abgenommen. Er erreicht dort sogar im Monat April und Mai seine größte Höhe. Zwei bis drei Meter sind das geivöhnlichc, aber er ist morsch geworden und wer nicht sehr vorsichtig ist, der kann aus einer vollständig ebenen Schncciläche auch mit Schneeschuhen »läßlich einbreckien und sich nach einer Versenkung von 3 Meter Tiefe in dem Bett eines lustig rauschenden Bächlei^ wicdersindcn. Das Wasser arbeitet von unten her und die Sonne setzt dem Schnee von oben her zu. Letzteres geschieht nicht durch eigentliches Schmelzen, sondcrn durch langsames Verdunsten. Deshalb büßt man dm Genuß des Farbeniviels in, Früh'ingSschncc sehr oft mit einer bösen Erkaltung. Die Sonnenstrahlen werden nicht, wie bei der trockenen Kälte im Winter, reflektiert, dadurch Wärme bisdcnd, sondern ne erzeugen eine feuchte Bcrdunstungsschicht über dem Schnee von etwa einem Meter Höhe. Da, wo die Schnecmassen an steilen Tlbstürzen im Lause des Winters zu weit überhängendcn sogenannten „Wachten" ,u- sammcngesrieren, da geh; der Tauvrozeß natürlich weniger geräuschlos vor sich. Wenn solche viele Hunderte von Zentnern wiegende Schncebrockcn durch ilxr eigenes Gewicht losbrecken und zu Tal stürzen, so geschieht das unter einem weithin hörbaren Donnern. Tie verheerende Gewalt der Lawine in den Alpen besitzen sie natürlich nicht, aber es ist doch gut, wenn man das Niedergehen einer Wachte im Schwarzwald aus aeciqneter Entfernung beobachtet. Ist das SchauPiel vorbei, dann findet man als Nachzügler der Lawine ausgcrolltc Schneeschnecken. Das sind kleinere abstnrzcnd.' s-chnccmasscn, die sich aus ihrer Bahn den Berg herab zu rieiigen weißen Ammansbärnern auirollen. Es gibt deren von drei bis vier Meter Durchmesser. Ueberraschend ist cs, daß man in den weißen Schneelandlchaften des Schwarzwaldes im April und Mai die lcichtbcsicdcrle, singende und subilicrendc Vogelwclt finde!, wie drunten im Tal. Die kleinen Sänger lassen sich durch den Schnee nicht darüber iäu- schen, daß es Frühling ist. Die Menschen, die da oben i» ihren einsamen Hütten hausen, wissen das zwar auch, aber wenn sic etwa mit Familie und Hausrat zu Tal ziehen wollen, dann müssen sie ltzibsch Ivartcn, bis die Wege schneefrei sind. Tie Todt- nauer Hnttenwirttn möchte schon lange gern zu Tal. Sie wird vielleicht bis in den Juni hinein warten müssen. Für den Personenverkehr kommt besonders jetzt bet dem brüchigen Schnee der Schneeschuh zur Ehre. Als er im Schwarzwald noch lischt bekannt war, hat man sich auch schon zu helfen gewußt. Wenn der alte Raimardibauer mit selbstgeflockstenen Schneereifen on den Füßen die steile Sechaldewand entlang auf den Feldberg ging, dann l»ttc er beim Ausstteg vorn immer einen Leserschurz, damit er sich den Unterleib nicht erkältete. Bei der Heimsahn wurde der Lederschurz nach hinten gedreht, zwischen den Beinen vorgczogcn und als wasserdichter Schlitten benutzt. Mit Hu: fuhr der ?llte gegen Abend, wo der Frühlingsschnec immer miedet gefriert, hinab ins Tal, wo schon die Primeln blühten. — Deutscher Wcrkbund. Anläßlich der bevorstehenden Eröffnung dir Deutschen W c r k b u n d a u s st c l l u » g in Köln, die die erste deutsche Oualitätsschau sein wird, wird am nächsten Samstag im Hoiel Esplanade in Berlin ein Tee zu Ehren deck in Berlin beglaubigten diplomatischen Korps stattiinden, zu dem der Präsiden! der Deutichen Werkbund-Ausstellung, Herrenhgus- mitgli'-d Oberbürgermeister Aallras Köln' und trr Töven des diplomatischen Corps Botschafter Gras Szö gen»- Marsch einladcn. Die Deutsche Werkbund-Ausstcllung Köln 1914 will in Form einer nationaien Ausstellung einem internationalen Gedanken Ausdruck verleihen, der zur Zeit alle Knlturstaatcn bewegt: sür die industriellen und handwerklichen Produkte die vollkommenste Form zu sinken. Das Ehrenpräsidium der Ausstellung vereinigt die Staatssekretäre der deutschen Reirksämter Dr Delbrück (als Vertreter des Reichskanzlers) und Tr. Sols und die Mitglieder der vreußischen Ministerien: Tr. Sydow, Tr. Lcntzc, v. Dreilcn- bach, Trott zu Solz und Tr. Freiherr v. Schorlemer sowie die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesstaaten. — An dem Tee werden Diplomaten und Konsul». Vertreter der Rcichsänner und Ministerien sowie die fremdländiichc Mid Berliner Presse t.-ilneb- mcn. Es sind vrvgrammati'cktc Vorträge vorgesehen vom Vorsitzenden des Deutschen Weltbünde-, dem Württembergitchen Hof- rat Peter Bruckmann, vom Äosner Oberbürgermeister Wallraf und vom Kölner Bürgermeister Re ho ist über den Werckbund- Korps, b»runttt der deutsche Bvrschaster und Freifrau von Echoen, die Mitglieder der Regierung, die Präsidenten des Senats und der Kammer sonne die hohen Würdenträger teilnahmcn, Hieraus fuhren der König und die Königin not dem Präsidenten zur Galavorstellung in dem prächtig geschmückten Opernhaus, Der Andrang vor dem Opernhaus war so gross, das, die Kette der Sckuitzmann- ichast mehrfach unterbrochen wurde, Gegen 12V? Uhr nachts kehrte das Könige paar in das Ministerium des Acußern zurück, Ministerpräsident D o u m e r g u e gab Donnerstag abend zu Ehrrn des Königs »nd der Königin Von England ein Diner, an dem etwa 100 Personen teilnahinen, darunter Präsident Poincare und das Gefolge des Königspaares, die Mitglieder der britischen Botschaft, die Präsidenten des Senats »nd der Kammer, das diplomatische Korps, unter ihnen der deutsche Botschafter mit Gemahlin, sowie die Gesandten von Norwegen und Dänemark, die Mitglieder des Kabinetts, hohe Würdenträger und angesehene Persönlichkeiten, rcutidi» Neicb. Der Kaiser an den Statthalter v, Wedel, Der Kaiser richtete unter dem 18, April an den Statts Halter in Elsaß-Lothringen, Gencraladjutuntcn und General der Kavallerie Grafen v Wedel folgendes Handschreiben: „Lieber Graf v, Wedel! Ihrem Wunsche entsprechend habe ich Sie durch Erlaß vom heutigen Tage von dem Ainlc als kaiserlicher Statthalter in Elsaß-Lothringen abberusen. Ich kann mir nicht versagen, Ihnen noch in besonderer Weise meinen wärmsten Dank zu erkennen zu geben für die treuen und aufopfernden Dienste, welche Sic mit unermüdlichem Pflichteifer in den Jahren Ihrer Statih-rlier- schast wie in allen srül>ercn militärischen und diplomatischen Stellungen mir und dem Baterlandc geleistet haben. Zum Zeichen meiner datilbarcu Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste und meines unveränderten Wohlwollens habe ich mich in Gnaden bewogen gefunden, Sic unter der Jbneit bisher zustehenden Namenssorni in den Fürsten st and mir dein Prädikate „Durchlaucht" fti erheben, Es gereicht mir zur herzlichen Freude, Sie hiervon in Kenntnis zu setzen und verbleibe ich allezeit Ihr wohl- afsektionierter banibarer Kaiser, Wilhelm I, K. Der Reichskanzler ist Donnerstag vorniittag an Bord des Kreuzers „Breslau" imch Brindisi abgcre st, von wo er über Bologna und München nach Berlin zurückkchrr. Gleichzeitig traten der Generalintendant Gras v, Hülicu-Haescler und Joseph Laust als Gäste des Kaisers in Korfu ein, D e r d e u t s ch e B o t s ch a f t c r F ü r st L r ch u o w s k v z n m Ehrendoktor ernannt. Aus London wird bekann gegeben, daß der deutsche Botschaster Fürst L i ch n o w s k v von der ilnivcrsität Oxford ani 3, Juni zmn Ehrendoktor der Rechte crnamit wird. Liberales Wahlabkommen im Königreich Sachsen, Das liberale Wahlab kommen für die bevorstehenden Landt-agswahlen im Königreich Sachsen ist von dem dazu bestinmlten Ausschuß, dem je drei Vertreter der Nationollibevalen Partei und der Fortschrittlichen Volks- vartei angehörten, zunl Abschluß gebracht worden und soll demnächst den zuständigen Partciinstanzen zue endgültigen Annahme vorgelcgt ivcrden, Wider Verabredung wird der Inhalt bereits jetzt von einem Blatte veröffentlicht, Danach sind sämtliches)! Landtags Wahlkreise mit liberalen Kandidaten besetzt, unü zwar sollen 63 Wahlkreise von den Rationalliberalen und 28 von der, Fortschrittlern besetzt werden. Auf die einzelnen Landesteile verteilt sich der Aufmarsch der beidcck Parteien wie folgt: Dresden und angrenzende Kreise: 13 nationalliberalc, 6 volksparteiliche Kandidaten; Leipzig und benachbarte ländliche Kreise: 6 Rationalliberale, 3 Volkspartei: Chemnitz und benachbarte ländliche Kreise: 5 Rationalliberaie, 2 Volks Partei; Lausitz: 6 Rationalliberale, 4 Volkspartei: Oberes Erzgebirge: 5 Nationalliberale, 4 Volksport ei; Vogtland: 6 Nationallibe- rale, 2 Volks Partei; Zwickau und westliches Erzgebirge: 8 Nationalliberale, 3 Volkspartei; Mittleres und nördliches Sachsen: 14 Nationalliberalc, 4 Volkspartei, Nach Mitteilungen aus Sachsen ist an der endgültigen Genehmigung durch die beiderseitigen zuständigen Parteiinstanzen * nicht zu zweifeln, so daß das Abkommen, wie in Aussicht genommen, bis zum 15, Juli endgültig zum Abschluß gebracht sein wich. KtiflaitS. llebcr bas Befinden des Kaisers Franz Josef wich offiziell miigcteilt: Tic Nacht zum Donnerstag war durch Hustenreiz gestört. Die katarrhalischen Erschei- nungen sind noch in gleicher Stärke vorhanden. Der Kräftc- zustand und der Appetit sind, befriedigend. Der König von Schweden hat die Ucbersührung nach dein Schloß Trottningholm am Mittwoch ohne Beschwerden überstandcn. Er hatte eine rulsigc Nacht und fühlte sich am Donnerstag kräftiger. Regelmäßige Krank- heitsberichte werden von jetzt ab nicht mehr ausgegebcn. Eine Auszeichnung Jswolskis, Ein Erlaß des Zaren anläßlich der Verleihung des Alerandecncwski. Ordens an den Botschaster Jswolski bebt dessen lwchst nützliche Tätigkeit in dem befreundeten und verbündc'e'l Frankreich und die engen Band« zwischen Rußland und Frankreich hervor, die nicht nur eine Garantie für llle Interessen der beiden verbündeten Länder, sondern q 7hi als ein wertvolles Unterpfand zur Wahrung des Wllt- grdonkcn nild die Ausstellung, Für alle Mitteilungen steht die Berliner .^ntralc des Deutschen Wcrkbundes zur Verfügung, — dauvtinaiin und Reinhardt, Gutem Vernclimcii nach dar! man, wie das Berliner Tageblatt meldet, mit einer Ber nnbarnng rechnen, die zv.üschcn «erhärt Hauvtmann und dem Dcutichkn Theater dahii, getroffen wird, aast die Reinhardt- Buhne die Werke des Dichters in Zukunst auisührcn wird Es wurde slchftncr um ernen ähnlichen Vertrag handeln, wie er früher zwilchen utto Brahm und Gerhait daummann deslandea ha! Wenn dieses liebere,nkommcn abgeschlossen wird, wäre damii ahne weiteres zugleich bekundet, daß Gerhart tzauptmann siö, vom Deutschen Künstlertheater trennt, dessen Sozietär und Regisseur er bislzer gewesen ist, D-a auch Rittner sich vou diesem Institut los- ko,t, mich es sich unter der Direktion des Herrn Willi Grunwaid vernnnlich nach der Richtung entwickeln, daß sein Spielplan den kommenden HauMkräitcn, Frau Tilla Duricur und Herrn Paul Degcner angepaßt wird, ^ 2 t to Ernst in Paris Der bekannte Hamburger Schriitneller Otto Ernlt hielt am Ticnslag abend aus Einladung des Vereins für die Vcrbrcilung der fremden Sprachen einen Bartrag über seine Werke, in dem er insbesondere über seine Essays über Lessing und Nitzslbe sprach und sodann Bruchstücke aus mehreren seiner Romane, Novellen und Humoresken, namentlich ,I>ans im Glück", „Asmus" und der „Der Jünling" vorlas. Die sehr zahlreiche Zuhörcrschast nahm die Vorlesungen mit lebhaftem Beifall aus. Ter Obmann des Vereins, Professor Leon E a n e, Mitglied des Instituts und ehemaliger Dekan der Pariser Recht--- sakultät, sprach dein Vortragenden den herzlichsten Dank aus, — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft, In Venedig fand die feierliche Eröffnung der 11, intcr- nationalen Kunstausstellung statt. friedens dienten, der -durch die Tätigkeit des Botschafters noch mehr gefestigt worden sei, und wofür der Kaiser ihm sein Wohlwollen zu erkennen gebe. Nur StaSt «nd La«K. Gießen, 24. April 1814, SluS der Liisung der Stadtverordneten. Die erste Sitzung unter dem neuen Oberbürgermeister hatte keine ungewöhnlich bedeutsame Tagesordnung.^ aber dennoch machte sich der neue Geist, der in unserem L-tadt- haus cingezogen ist, aufs angenchmsde bemerkbar, a,tc Beratung der mannigfachen Angelegenheiten wurde rasch und ftott erledigt, und wenn sich auch einzeln« Stadtverordneten während der Ausführungen des einen oder anderen Herrn durch private Unterhaltungen störend bemerkbar machten, so konnte man doch mit großer Freude beobachten, daß die Zügel in einer straffen, festen Hand ruhten, und allgemeine Unterhaltungen, wie das früher häufig der Fall'war, nicht aufkommen konnten, Zn Eingang der Sitzung machte Oberbürgermeister Keller neben einigen anderen Mitteilungen auch bekannt, daß das Urteil über die S t ad iv e r o rd ne te n wahle n am nächsten Sonntag rechtskräftig werde, da im Interesse der Stadt hoffentlich niemand Beruftu,g einlegen ivcrde. Eine Sitzung, in der über den Termin für die neuen Wahlen beraten werden soll, loird gcgcbciicnfälls am nächsten Donnerstag statt- sinden. Unter großem Beifall der Versammlung teilte der Oberbürgermeister weiter mit, daß er die Absicht habe, die Zahl der Wahlbezirke zu vermehren, wodurch eine schnellere und zuverlässigere Zählung gewährleistet werde, Bon besonderem Interesse war daneben eigentlich nur noch die Beratung über die elektrische Dahn nach Wies eck, die auch eine längere Aussprache veranläßte, Tie Versammlung war sich darüber klar, daß durch den Ban von Außen- bahnen die Städte keinen praktischen Vorteil haben, und daß höchstens ideelle Gesichtspunkte in Frage kommen könnten, Erfreulich war cs, daß man von der sog, Feldbahn, die ja auch iaum einen Freund gehabt hat, vollständig ab- gcgangen ist und als einzigen Weg in der Gießener Gemars kling die Kreisstraße angenommen hat. Was die Linienführung in Wieseck ' selbst anlangt, so einigte sich die Versammlung glücklicherweise auch hier auf den Antrag des zusammengesetzten Ausschusses, der die Linie für die Graben und Kornblumeustraßc bis zum Lindenplatz Vorsicht, damit ein größerer Teil von Wieseck berührt wird und späterhin auch ein allcnfallsiger Ausbau nach Alten-Buseck möglich ist. Aber wenn man sich auch über die Grundfragen einig war, so kamen im Laufe der Beratung doch mancherlei Soudcrwünsche zum Vorschein, die jedoch schließlich alle im Orkus verschwanden. So ist denn gleich in der ersten Sitzung des neuen Regimes eine Frage erledigt worden, die seit vier Jahren hilllos in der Schwebe hing, und Gießen solvohl als auch Wiescck wird es dem Oberbürgermeister Keller Dank wissen, daß er in dieser Angelegenheit schnell und bestimmt eine erfreulich« Acnderung herbeigc-führt hat, so daß nun ein bestimmtes Ziel in absehbarer Zeit erreicht sein wird, ** Der Geheime Forstrat Pros, Dr, Karl Wirnmenauer, Ordinarius der .Forstwirtschaft an der Universität Gießen, begeht am 25. April seinen 70, Geburtstag. Geboren zu N c ck ar st c i n a ch, studierte er in Gießen, war mehrere Jahre im Großh, hessisäwn Staatsdienst tätig, übernahm 1872 die fürstlich solmsche Oberförstcrci in L ich, zunächst provisorisch, und wurde zwei Jahre später, unter Verzichtleistung aus den Staatsdienst, ebenda endgültig als Forstrat angestellt. Seine dortige amtliche Stellung bot ihm Gelegenheit zu wissenschaftlichen Arbeiten und Veröffentlichungen auf dem Gebiete des Wald- wegcbaucs .und der Holzmeßkunde, Diese vcranlaßten im Jahre 1887 seine Berufung als a, o, Professor der Forstwissenschaft an die Universität Gießen, 1888 erfolgte seine Ernennung zum Ordinarius. Außer zahlreichen Artikeln in Fachzeitschriften verfaßte er: „Grundriß der Daldwert- rechuung und forstlichen Statik" (1891), „Grundriß der Waldwegbaulehre" (1896), „Grundriß der Holzmeßkunde" (1906), „Grundriß der Wakdertragsrcgetung" (1907) und besorgte die vierte Auslage von Hetzers „Anleitung zur Waldwertrechnung", Scll 1902 ist er Redakteur der „Allgemeinen Forst-und Jagdzeillmg". " 2ln§ dem Schuldienste. Uebcrtragcu wurde dem Lehrer Peter Sommer zu Hornbach, Kreis Heppenheim, eine Lehrerstclle an der Volksschule zu Leiselheim, Kreis Worms; dem Lehrer Eduard Volkheimer zu Heldcnbcrgen, Kreis Friedberg, eine Lehrerstclle an der Volksschule zu Horch- heim, Kreis WormS; dem SchulamtSaspiranten Philipv Hassinger au? Rieder-Saulheim, Kreis Oppenheim, die Lehrerffelle a» der Volksschule zu Feldkrücken, Kr. Schotten. *’ f Vorträge über biblischen Unterricht, ^cin Krcisschulinspektor Professor Tr, Alles ist cs gelungen, den bei der Ausarbeitung der neuen bibkisckw» Geschichte sür die evangelischen Schulen des Großherzogtums Hessen täsig gewesenen Ausschuß zur Darlegung der dabei in Betracht tommcndeu Grundsätze in Vortrüge zu gewinnen, Es sind drei Versammlungen in Steins Garten geplant, von denen die erste am Donnerstag stattfand. Eine große Anzahl von Lehrern und Gcistlickien aus allen Teilen Obcrhesjcns hatten sich eingefunde». Superintendent Pe- tersen leitete die Versammlung, Als erster Redner sprach Lic, Jäger (Friedbergl über die Propheten des Alten Testaments, Sodann beantwortete Professor Die hl (Friedberg) die Frage: Warum bedeutet die neue biblische Ge- schichte einen Fortschritt? Als nächste Redner sind Lehrer Dollin g er (Ober-Gleen) und Schulrat Dietrich zEr- bach) vorgesehen, ** Das Lichtspielhaus veranstaltete gestern abend einen sehr gut besuchten und auch fehr hirbsch verlaufenen Konzertabcnd. der neben gut ausgew-ählten Musikstücken eine ganze Anzahl hervorragender Lichtbilder brachte, Tie unter Leitung des Kapellmeisters Jos. Herrinann stehende, gut besetzte Kapelle brachte in der Hauptsache Musikwerke älterer Meister, wie Wagner, Suppe, Berlioz. Joh, Strauß, aber auch neuere Meister wie Mich, Strauß, Puceini, Kütsckiera und , , , Gilbert lvaren vertreten. Besonderen Beifalls hatte sich Herr Heini mit seinem Violin- solo zu erfreuen, der das Konzert Nr, 1 von Berlioz mit guter Technik und sicherer Auffassung spielle. Ein Prachtstück der Darstellung war der Film Blumen im Werden und Vergehen, in dem die Blüte einiger bekannter Blumen in sehr interessanter Weis« vorgeführt wurde. Sehr lustig wirkte die Humoreske M a x e n S O r d e u, in der der beliebte Filmschauspielcr Max Linder feine ungewöhnliche Darstcllungskunst aufs neue bewährte. Eine spannende Handlung bot Der Spürsinn des Raubtiers, Neues aus^ aller Welt brachte das Pathö Journal und viel Beijall fand auch die Gruppe Alegrüi, das zwei hervorragende Artisten paare in tückstigen Darstellungen zeigte. Den Schluß bildete das vieraktigc Filnrdrama Frida mit Wanda Treu mann und Diggo Larsen in den Hauptcollen Eine spannende und gut du rchge führte Handlung wird hier mit großer Geschicklichkeit lind in guten Bildern packend und eindringlich wicdcrgeg'ben. Der Untertitel: eine Warnung für Mütter und jung' Mädchen sollte viele, denen die Erziehung von Töchtern anvertraut ist, dazu veranlassen, sich diesen Film anzuschen, ** Das Wcg s chießcn von Brieftauben ist leider in der letzten Zeit hier in Gießen vorgekomntan. Wir erhalten darüber folgendes Befchwerdeschreiben und hoffen, daß der Unfug eingestellt wird: _ Als Mitglied des hiesigen Bi-icitanbcnkillLs unterhalte ich einen Schlag sehr wertvoller Reisctaubcn 'Nun sind mir in der Chor- woche an einem Tage zwei Tauben iElterntiere> geschossen worden. Daß die Tiere abgeschossen werden, mW kein anderweitiger Verlust i» Frage kommt, beweist der Umstand, daß eines der getöteten Tiere in meine Hände gelangte und ich dede Spur, — Ein größerer Waldbrand äscherte in kurzer Zeit im Jngclkeimer Walde oberhalb Daxweilcr etwa 5—6 Morgen Fichten knlturcn ein, Landkieis Gießen. tt R e i 5 f i r cfi e n . 23. April, Einen besonderen Reiz bietet gegenwärtig der am Südausganq des Dockes gelegene Kirsch- berg. Hier stehe» die Kirschbaume, >»>. denen der ganze Hügel bepflanzt ist, in voller Blüte. tt B n , k h a r d S > e l d cn, 2,1. Avril, Die Ehelrau de? Land- ivirls kl, Haas verunglückte heute dadnrcb, daß die Kühe ai>s dem Ho'e mit einem belndeiicn Wagen durchgingen. Tie Fra» versuchte die Tiere ai> der Zngkette zu luilteii, was ilw aber nicht gelnnq. Schließlich rannle das Kefoan» in einen kremdei. Ho! nild kam erst z»n> Steden, als der Wagen mit der Deichsel wider das Hau? stieß. Die Frau geriet dabei unter die Räder und wnide an den Beinen schwer v e r t« tz t. Grünbcrg, 24. Ilpril. Slnt Donnerstag mittag verschied NechtSanwalt Ferdinand Nnbe im Alter von 38 Jahren. Kreis Friedbrrg. L. Fricdbcrg, 23. April. Das Gesuch um Errichtung eines Notariats in Vilbel ist vom Ministerium abschläglich bcschieden ivorden. t. Kl c i n - K a r b c u , 23, April, Heute nachmittag tvurde die Leiche des Eiscnbahiibcamten Karl Lohmann von hier aus der Nidda geborgen, ES ist mit Bestimnitheit anzunehmen, daß Selbstmord vorlicgi, Ter Verstorbene war seit längerer Zeit an Gicht erkrank!, Starkenburg und Rhriiihcsscn. rm. Darmstadt, 23, April, In der heutigen Stadtverordnete n s itzn n g teilte der Oberbürgermeister mit, daß anläßlich des Prinz-Heinrich -Fluges die Hess, Eisenbahn- Akticil-Gesellschait beabsichtigt, den Verkehr der Dampfstraße bis nach dem Uebungsplatz dadurch zu vcrbesser», daß alle 20 Minuten rin Zug hin und zurückgeht, außerdem werden die sahrplanmätzigcn Züge dovvilt fahren. Hierdurch werden in jeder Stunde etwa 20 bis 30 Wagen in jeder Richtung verkehrcii und etwa 1500 Personen befördert werden können. Der Vorschlag sür die neuen Steuerveranlagung s - A ll ö s ch ü i s c wurde gutgeheißen. Nach Erledigung verschiedener baulicher Angelegenheiten wurde der neue Fahrplan der Straßenbahn sür den Lommer 1914 genehmigt, der eine wesentliche Verbesserung und außerdem die Erössming der elektrischen Dorortlinic mir llzstüiwigem Verkehr nach Ebcrstadt bringt, genehmigt, Eilw Ausiprack^ entstand durch die Erklärung des nationalliberale» Stadtverorduetcii Tr, Nnllner, der sich gegen den in dem hiesigen sozsaldemolraiischen „V o l kS fre » n d" ihm gemachte» Vorwurf verwahrt, daß er in einer Waylver- snmniluiig sür das A b st c r b c n der I ll d u st I i c in Darmstadt kingetretcn sei und es zu. einer „Pensionovolis" machen wolle. Ucbcr die Vorschläge der städt, Sparkasse, den Hhpothckcn- zinssuß von 4 Prozent aus 4»,* Prozent für Ncuausleihungeir und Zusatzhvpolhcken bei auswärtigen Objekten und bei Bcjitzivechsel «äußer Erbschaft) zu erhöhen, riitstand eüic längere Besprechung, Ter Landeswohnungsinsveklor Stadiv, Tr, G r e ft s ch c l sprach sich ganz entschieden gegen diese Maßnahme, wie überhaupt auch gegen die ZinSsvannung von 3' i Prozent sür ein Jahr »nd 40 , Prozent sür Hvvvlhekcii aus. Er fordert dagegen die Einführung der Zwougstllgung hon V, Prozent, Der Vcrwalllmgsrat hatte sich gegen die obligatorische Tilgung ausgcsvrochcn, sondern den Beteiligten die freiwillige Tilgung anhcimgestellt. Von einem Scheckverkehr soll zunächst abgesehen werden,' in Osicnbach, 24. Avril. Die gestrige Stadtverordneten- silzuna verhandelte über den diesjährigen Voranschlag. Rach ber «eiichmiglnig des RechenichallSberichts und der städtischen Rechnungen sür dar Rechmmgsjahr 1912 gab der Oberbürgermeister Dr, D >i I l o ein Bild über die Mehrausgaben des mit rund 8)4 Mistioncn Blark abschließenden Etair, die in einer Stadt wie Ossenbach natürlich erscheinen. Der 2-oranschlag wurde zur Vor- beraln g den zuständigen klusschüssen überwiese». Hessen-Nassa», N«uh Kösliner Muster. l! Frankfurt a, M,, 23, April, Aus drm Nieder- raderRennplatzvcrhaftcle gestern die Polizei einen lungen Chilenen, der sich gegenwärtig zu seiner Ausbildung in einem Hanau c.r Geschäft aufhält. Der Jüngling halle sich nach dem Muster des zweiten Kösliner Bürgermeisters einen salschcn Namen bcigclcgt und inner de« Schutze des Wörtchens „v o n" in Öen c r ft-e n ’g r a n f f u t * ter Gesellschaftsireisen Eingang gesunden, aber auch in zahlreichen Geschäften genial angelegte Schwindeleien verübt. Gestern erkannten mehrere Geschäftsleute den Betrüger beim Turf wieder und vcranlahtcn seine Verhaftung, Die Ermittlungen ergaben, daß der Chilene noch anderweitige Betrügereien verübt hat. Der Zahresbrricht des Gewelbkinipeitors.'i i. Ter Bericht der heis,scheu Gewerbcanisichisbramteti sür das Jahr 1913 ist dieser Tage erschienen Er enthält, wie immer, tediglüt, Tatsachen und bietet auch diesmal dem «ozialvvlittker eine Menge interessanten Materials. In der Provinz Oberhesicn unterstehen 1870 Gewerbebetriebe der Aussicht der Gewerbeinspek- tion. Während die 4 Kreise, Mssrld, Büdingen, Louterbach und Schotten, nur verhältnismäßig wenig industrielle Betriebe > durch schnittlich jeder etwa 150) mit einer geringen Arbetteczahl aut- wcisc», ist die Industrie in den Kreisen Gießen und Friedbcrg in weit stärkerem Maße vertreten. 700 Gewerbebetriebe mit 10 800 Arbeitern entsallen allein aus den Kreis Gießen, 550 mit 5000 Arbeitern aus den Kreis Fricdberg, 64 Prozent aller Gewerbebetriebe der Provinz beschöstigen 1—5 Arbeiter, sind also Kleinbetriebe. Nur 78 Betriebe arbeiten mit 50 und mehr Leuten. Tic Zahl der Großbetriebe ist also gering, die Zahl der in ihr vorhandene» Arbeiter aber beträgt 8300, tvas säst die Hälfte aller gewerblichen Arbeiter der Provinz (21000’ ausmacht. In 2 übersichtlichen Tabellen des Berichtes ist die Verteilung der Betriebe mit ihren Arbeitern aus die einzelnen Kreiie und dieiegigen der Arbeiter aus Groß- und Kleinbetriebe zusanrmengcstellt. Eine dritte Tabelle gibt eine interessante llebcrsicht über die in der Zigarrcnindustrie der Provinz bestehenden Anlagen und ihre Arbeiter. Der Siß dieser bedeutsamen Industrie ist die Stadt Gießen und deren Umgebung. 20 Zigarrensabriken mit 1152 Arbeitern liegen in der Stadt, 42 Fabriken mit 1861 Arbeitern aus dem Lande. Außerdem kommen noch 13 meist kleine Zigarrcn- sabriken in der Provinz mit 145 Arbeitern in Betracht. Tic Zigarrenindustric beschästigt auch die meisten weiblichen Arbeiter, nämlich 2333, während die^Zahl der männlichen Zigarren- arbciter nur 626 beträgt. In der Stadt (Hießen ist die Anzahl der Betriebe in den letzten 10 Jahren sich gleich geblieben, aus deni Laude dagegen haben die Zigarrensabriken in diesem Zeitraum eine Zunahme von 10 teils recht großen Fabriken ersahrcu. Wie serncr aus dem Abschnitt des Berichts über die Hausarbeit zu ersehen ist, werden auch in der Zigarrcnindustrie Tabak und Wicke! zum Eittripveu und Rollen an etwa 400 Heimarbeiter ausgcgeben. Tic Zahl der Gewerbebetriebe hat gegenüber dem Jahr 1812 um 121, die Zahl der Arbeiter um 687 zugenoiumen, das sind 6,8 Prozent bei den Betrieben und 3,3 Prozent bei den Arbeitern. Diese Zunahme könnte aus den ersten Blick mit Rücksicht aus die auch im Aussichtsbczirk Gießen im Berichtsjahre in mehreren Industriezweigen unverkennbare wirtsctiostlichc Gedrücktheit bc- sremdend erscheinen. Sie erklärt sich aber in erster Linie durch die Errichtung und Fertigstellung der verschiedenen clektriichcn Ucbcr- kandanlagen, an die sich überall eine ganze Menge Handwerksbetriebe und sonstige hiShcr der Gewerbeaussicht nicht unterstellte Anlagen anschlossen. die nunmehr, weil sie Motore in ihren Betrieben ausgestellt haben, zum ersten Male bei den Erhebungen mitgczählt ioordcn sind. An der Zunahme ist auch die Zigarrcn- iiidustric beteiligt, indem 3 Zigarrensabriken mit zusammen 119 Arbeitern neu hiiizukamen. Bemerkenswert ist serner die Zunahme der Zahl der Betriebe und Arbeiter in den Anlagen, die aus Grund besonderer Vorschriften deS BundeSratS der Gewerbeaussicht unterstellt liich, wie der Bäckereien, kleineren Anstrcichebetriebcn, kleinen Tteinhauereien und Steinbrüche. In den letzteren Industriezweigen zeigt sich säst allgemein eine Verminderung der Zahl der größeren Betriebe und dagegen eine Vermehrung der Kleinhetricbe, eine Erscheinung, die wohl zum Teil ans die Zunahme der Konkurrenz der Kunststeine, sowie die ausgedehntere Verwendung des Betons bei Bauten zurückzuiührrn sein dürste. Die Gruppe IV (Industrie der Steine und Erden) hat in Tabelle II alkin 12 mittlere und größere Anlagen eingebüßt. Die GlaSsabrik deS AussichlsbczirkeS, die vorübergehend wieder einmal in Betrieb genommen worden lvar. ist im Berichtsjahre mit zuletzt 89 Arbeitern endgültig eingestellt worden. Dagegen hat eine Dinassteinsabrik vermehrte Arbeiten- ciustellungcn zu verzeichnen gehabt. Wenn auch das Gewerbe allgemein im Berichtsjahre nickt gerade rege belebt war und einzelne Industriezweige unter ungünstigen Kon,unkturverhällnisscn, »der unter der schwierigen Lage aus dem Geldmärkte (hoher Htzpothekcn- zinssuß usw.) zu leiden hatten, so ist doch im allgemeinen auch 1913 ein weiteres erfreuliches Fortschritten der Industrie, des AussichtsbczirkcS unerkennbar Ucber die Arbeitslosigkeit im Jahre 1913 lesen wir in dem Bericht an einer anderen Stelle folgendes: Arbeitslosigkeit trat im Berichtsjahr in einigen Betrieben der Eisenindustrie schon frühzeitig ein. Ein Hüttenwerk ttirzte die tägliche Arbeitszeit um 1—2 Stunden. Arbcitcrcntlassungcn fanden daielbst nick,« statt. Ein anderer Betrieb nahn, außer der Einlegung von Feierschichten allmähliche Entlassungen von Arbeitern vor und zwar wurden davon in erster Linie die aus den entfernt liegenden Dörfern kommenden Arbeiter betrosfen. Frühzeitiger Arbettsmangcl zeigte sich ferner im ganzen Baugewerbe. Anfangs *) Zu haben im Staaisverkag zu Darmstadt. Dezember fand trotz der guten Witterung in den DougeichHsten der Stadt Geeß'n nur noch der dritte Teil der sonst zu dieser Jahrcs- zeii Beichsftegtcn Arbeit. Auch in der Hausarbeit tvurdcn Klagen über geringe Dejchäs- Imung und öfteres Aussetzcn der Arbeit laut, Eine größere Fabrik hatte wegen Arbeitsmangel 2 Mädchen entlaßen Deshalb blieb die gesamte Arbcitcrschait dkm Betriebe am nächsten Tage fern, erklärte sich mit dem Entlassen solidarisch, verlangte von der Leitung der Fabrik die Wiedcreinftellung und iorderte, daß zukstuing rwn jeder Enttaiiirng ,argen Mangels an Arbeit abzuicheu »nd dafür die .Arbeitszeit gekürzt würde. Tic Betriebsleitung ging aus diesen Vorschlag ein. Auch in einem anderen größeren Betrieb des Äussichtsbezirkes wünschten die Arbeiter, als Mangel an Beschäftigung cintrat, keine Entlassung, sondern statt dessen Kürzungen der Arbeitszeit. Als aber die Kürzung einen derartigen Ilmsang" erreichte, daß ein fühlbarer Mindcrvcrdicnst damit verbunden'war, traten dieselben Arbeiter mit dem Ansinnen an ibrcn Betriebsleiter heran, doch nunmehr den jüngeren und unverheirateten Kollegen zu kündigen. ©erklnifaöl. W. Leipzig, 23. Avril. Bor dem vereinigten zweiten und dritten Straficnat deS Reichsgerichts begann heute vormittag 9 Uhr der Svionagcprozcß gegen den 1887 in Groß- Mayeuorc geborenen Buchhalter Lucien Baudlison. zuletzt in Ranch wvhnhast. wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse, Ter Angeklagte wurde unter Anrechnung einer noch nicht verbüßten Gesöngnisstroic wegen »ersuchten Verrats militärischer Geheimnisse zu zwei Jahren und einem Monat Zuchthaus, fünf 'Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Ter Angeklagte batte sich auf Veranlassung crncS gewissen Maurice in Rancv mit einem ihm bekannten iächsischen Seracantcn in Metz in Veri-iudung gesetzt und suchte von diesem geheime Papiere zu erlangen. Dreier oing scheinbar darauf rin und übergab Bau- disson einige Schriftstücke, die dieser Maurice aushänoigte Tic Polizei, die benachrichtigt war, nahm Baubisson fest, Berlin, 23. April. Das Kriegsgericht der zweiten Gardc- division verurteilte heute »ach sünilägigcr Verbardlung den Gen daimcriewackilmcister H ahneberg wegen iortgeietztcr Bestechung zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis, Degradation und Ausstoßung aus der Gendarmerie: den Gcndarmeriewachlmrifter S u ck l a n d wegen iortgeietztcr Bestechung zu einem Jahr Gefängnis, Degradation und Ausstoßung aus her Gendarmerie. Der dritte Angeklagte Gt-udarmeriewachlmeister Erziehen wurde sreigeivroche». Der Gerichtshof hat außerdem beschlossen, die BestechungSgclder in Höhe von je 300 Mk. als dem Staat Versalien zu erklärrii. Aus der Urteilsbegründung ist hervorzuhcben: Ter GcrichtSboi erachtet aut Grund der Beweisaufnahme dir Angeklagten ganz bcionb-rs durch das Zeugnis des Gendarmcrie- wachtmcistcrs S ck, u l z der fortgesetzten Bestechung sür übersührt, hat jedoch mit Rücksicht auf den Umstand, daß die Verführung seitens der Buchmacher eine sehr große war und die Angeklagten sich zur Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten führten, einen minder schweren Fall angenommen. Andererseits erwog der Gerichtshof, daß dir Angeklagten das Dertraittm ihrer Vorgesetzten mißbraucht hoben Sie hatten die Ausgabe, das Buchmacherweien anzuzcigen, begünstigten es aber Bcstechuugsgclder lvegen. Die Verurteilten erklärten, Berufung einanlcfjen. CuftSdiiffohrt. Mainz, 23. April. (Priv.-Telegr.) Eine lusisport- lichc Veranstaltung, in diesem Umfange und dre'er Vollständigkeit die erste in ganz Deutschland, wird im Juni d. Js. hier stattsinden. Es ist dies eine Ballonvcrsolgung linier Mttwirkung von «Zepvclin-Lustschisscn, Fliegern, Freiballons und Kraftwagen. Das Kriegsministerium hat einen Zeppelin sowie cinc Anzahl Flugzeuge zur Bcrsügung gestellt. Das Lustschiss soll auf einem im Rhein verankerten Floß landen. Berlin, 24. Avril. 9! IS gestern da? Militär - Luftschiff ,.L. V.“ nach einer Fahrt, an der als Gäste Priiiz Karl von Rumänien uns der Erbvrinz von Lohciizoller» teilgeuoinnien batten, in die Halle gebracht Iverdeu sockte, locke sich plötzlich ein Balk n der DachgeeüslkS los, Zwei M »r kette re, die von dem Balken aeirokien wurden, wurden schiver verletzt. Utrivcrkltäts-Nacirrlckite«!. Professor Tr. iur. Mbrecht Mendelssohn Varlhvldtz in Würzburg Hai den Rus an die Unipersilät Frankfurt o. M. abgelehnt. Sein Lehrfach ist Zivilprozeßrecht Und bürgerliches Rccht. — Der Priva-dozent für römisches und bürgerliches Recht an der Universität Halle a. S., Gerichtsassessor Dr. für. Karl Pole n s k e wird in diesein Soimner-cmestcr vertretungsweise Vor- lcsungcn und Ucbimgen in Greifswald halten. — vreniischrer. * Schwerer Unfall im Berliner Gaswerk. In der städtischen Gasanstalt in der Danzigcr Straße zu Berlin ereignete sich kurz vor Arbeitsschluß ein schauerliches Unglück. In der Halle der großen Heizölen Ivarcn Mehrere Arbeiter beschäftigt. Einer von ihnen, der 38 Jahre alte 'Anton Sierschala, wollte eben einen Ts« absperren, als ein LeHrkng, ohne Me Bremse anzüziehcu, den Stempel herabfallen ließ. Ter 40 Zentner schwere Stempel traf Sierschala so, daß ihm der Bauch aus- grrieicn wurde und die Gedärme hervorauvllcn. D-S einzige Kleidungsstück, das er anhvtte, — wegen der großen Hitze arbeiten dir Leute nur mit den notdürstigstcui Klestaoigsitticken be lleidet —, sing, da Sierschala gegen den Oien siel, Feuer, Sieg schala ries noch einem seiner Arbeitskollege» einen Graß an seine Familie *u und verschied dann. * D « m p s eru » g l ü ck Aus Stettin, 23, April, lvird gemeldet: Ter zur Reederei Kunstmann gehörige Damvser „Sie genta" ist he,rtr mittag bei Een t a an der marokkanischen Mste gc ft rantzet Tie aus 30 Mann bestehende Mannschaft wurde gerettet. Der Damvser befand sich auf der Reise vo» Rordasrika mit einer aus 3600 Tonnen Eisenerz bestehenden Ladung nach Kratzwiek bei Stettin. Svanischc Kriegsschiffe sind zur.Hilfeleistung abgcgangcn. ' * Gin zwölfjähriger Revolverheld. AuS Koblenz, 23. April, meldet ein Priv.-Telegr.: Gestern abend aerieicu zwei lÄäbrigc Kinder, ein Knabe und ei» Mädchen, in Streit. Dabei zog dm Junge einen Revolver aus der Tasche und schgß aus das Mädchen. Die Kugel prallte an einen, Laternen- psahl ob und drang dann in den Körper des Mädchens, das schwer rcrtetzt wurde. * Boots»»glück aus der Weser. Aus Blumen- thal, 25. April, meldet ein Privat-Tclcgramin: Gestern abend um 11 IIhr wurde das Motorboot des Gemüsehändlers Schulz durch einen Dampfer aus der Weser bei Brake überrannt. Das Boot sank sofort. Bon den sechs Insassen ertranken vier und »war degf Ehausseur Kuntze aus Blumcnthal, Götz-Rönnebeck, Schröder Rönncbeck und der Besitzer des Bootes. * Fräulein 2 0 lvia P 0II k h u r st , der die Mchal- ttmg eines össcntlichen Vortrages in Dresden verboten worden war, veranstaltete in der Pension, in der sie Ivohntc, vor einem geladenen Publikum einen Vortrag und besprach die wirtschaftlichen und politischen Grundlagen der Frauenbewegung. * Die verirrte Ku gcl Ein Flugzcugcrbauer von Jssy-le-Roulincaux Ijat sich der Polizei als Urheber des seltsamen Geschoßunsallcs von A u t e u i 1 bekannt gegeben. Er erklärte, daß er Versuche mit blinden Schüssen habe vornehmen wollen und daß, dabei aus Versehen rin geladenes Geschoß abgcseuert worden sei, * Ausschreitungen Ausständiger, Au? Denver (Eoloradoh 22, April, meldet das Rcuterschc Bureau: Ei wird gemeldet, daß streikende Beralcute drei Kohlengruben in D c l A g u a und andere? Eigentum der Gnibcnbcsitzer ln B r a n d gesteckt haben. — Nach einer Meldung aus T ri n z d a d sollen Streikende ein Bergn>erk, in dem der Direktor und mehrere andere Personen Schutz gesucht hatten, in Brand gesteckt und hicraui den Eingang verschlossen haben. Kleine Eagesdironil. In Bangkok ist ein großes Feuer ausgcbrochcn, dos viele Häuser zerstört hat, so daß Tausende von Menschen obdachlos geworden sind. Märkte. k«, FranEurt a» BI., 24. Avril, Heu-und Strobmarkt. Angestthrcn waren Wagen Heu, 0 Wogen Stroh. Bezahlt wurde ks" i-en "0— . 0Strock tftornlanastrohl 0.00—".00 Mk„ Wir» stroh 0,00—0,00 Mark. SltleS ,e 50 Kilo. Kelchast gedrückt. — Tie Zufuhren waren aus den Kreiie» Friedbcrg, Hanau »nd Dieburg. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wctterausiichtcn in Hessen an, SamStag, den 25, April 1314: Wech elnd bewöttl, »leist tcocke», Gewitterneigungen. Letzte Tlrrchrichten. Eine Auszeichnung des französischen Ministerpräsidenten. Paris, 24. Avril. Der König v o n E nq l a II d hat dem Minislcroräsidenlen Doumerguc das Großkreuz des Victoria- ordcns verliehen. Die Amerikaner in Veracruz. Vcracru»,24. April. Ein a ui c i i k a n i s ch c o M a r i n c- soidot wurde heute in der Dunkelheit von einem auf Posten stehenden amerikanischen Matrosen erschossen, der in der Aufregung vergessen hatte. Len Marinesoldaten dreimal auzuruscn. Haar ml i o]tl reinigt, Kräftigt und crfriCcHt das üa&r und die Kopfhaut. naftiac 2-j 2 M. für mehrere Wodaec 3fcfe5cheQ<2. 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Später erfolgt gerichtliche Beitreibung. Gießen, den 22. April 1914, 51872 Der Markvorstand: Trautwoin, Großh. Forstmeister. TRAUEKDCTE _A . Sa Ujggj St Cie. iuoA Das beste 13119a. Bohner-Wachs erhalten Sie bei Lnfln. Kroll, Pi6ckstr. r I». /Vatnra-Aepfelwelrs i.6lasch.. Siohond u. Gebind. Hch. TrechSler, Stcinstr. 48. T^elevhon 581. Vtrt« rnrl WiGtervsrkSaieE- _ VtrKmgipraiit. 5253 J \ Große Auswahl in ( 4WS % ! | Tourist.-u.Wander Z ;; vögei-Utensilien j | Lads.KrnilPltskitr. © Wer krank ist und Interesse hat für £ute Hausmittel (keine Armei- oder Oehet™. mitte’.!) verlange kostenlose schriftl. Aufklärirnj: durch: Krankense5iwester Harre Wiesbaden S. 75, Adolheldatr. IS Cßagenleiden, Stuhtvrr- Ttc*pte»«o, I^Ämorrhotdeti, Blotsrmat, WeicMadn, Siteo- phutoT«, ÄdemverbathuTig, D*rvent«44e«. QUht, RSetrma. ÖaUenTtein«, Leber-, Nieren -. BUTen- liidtn, Z-uehertir*n4ih*it, Husfditige, flechten, Krampfadern , fofi - tred Bettileiden etc. Submissions - Holzverkans. Das im Marktvald Grüuingen—Dorf-Gill nachträglich gefällte Holz soll wie folgt vertäust werden: 1. L»s: 2 Kiefern 3. und 5. Kl. (30—39, 14—25 cm) — 0,97 Fstm, 2. Los: 5 Fichten 3. und 4 SU. (30—39, 25—29 cm) — 4,16 Fstm., 24 Fichten 5a Kl. (20—24 cm) = 13,92 Fstm., 109 Fichten 5b Kl, (unter 20 cm) — 30,82 Fstm., 12 Fichten-Derbstangcn --- 1,33 Fstm, Sämtliches Holz ist entrindet. Schriftliche Angebote werden bis zuni 1. k. MtS. erbeten. Weitere Auskunft erteilt der Forstwart Schäfer zu Dors-Gill. Gießen, 24, April 1914, 5256D Ter Markvvrsiand. 2 raut mein, Großh, Forstmeister, Bekanntmachung. In unser Genossenschastsrcgiftcr wurde heute bezüglich der Spar- und Darlehenskasse, emge> iragcnen Genossenschaft mit unbeschränftcr Haftpflicht, zu Grvßen-Lindcn eingetragen: Die Bekannt- machungcn der Genosienschast erfolgen lwnmehr in der Zeitung „Dar Heffenland". >52318 Gießen, den 22. April 1914, _ Großh, Amtsgericht. _ 4-1* * ln Jeder brtleblgen Sehrlftart u. Karton- V II ten rortt.fcwle mit Zirkeln aller 6tudent(rche« — Teretnlgrungen, liefert zu mi selben greifen Briiht'rche dnirerfitatö-Druditrei, &ehutftr. 7 . Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giehe»». Mahnung des 6 . Zieles l»«mei«defteuer und Kanalgebühren für das Rechuungssahr 1813. Da? im Monat Mär^ dH. ZS. sälv« gtwescnr 6. Ziel Gemeindcstsuer und Ktmal«evühi:en kann noch bis zum 2. Rai d. 3. eiuichlietzttch ohuc Äsltcn bezahl: werden. Diejeniaen, die mit der Zahlung dieses Ziele- noch im Rückstände sind, werden hiermit aemahnt, die Abgabe biö zum 2. L>tai 1014 an der Stadtkasse zu entrichten. Am 27. und 30. April ist die ttaffe geschlossen. Bom 4. Mai an aetanat das 6. Ziel zur Beitreibung^ wodurch BiändungHkosten entstehen. Uebcrweiiungen im Bamk- und Postscheckoerkehr müssen am 2. Mai d. Js. ebenfalls bei der 2tadtkasie nutgcschrieben sein, andern falls die vorgeschriebenen BeitreibungSkosten erhoben werden ._ 4966 B Stadt. Wohnnnttsriachweis Gießen, Astcrwcq 9. 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Redner: Generalmajor Freiherr von Heyl und Generalleutnant Bernhardt. 5245v _Der Vor.wtand. ""7 D/o meftbecüljmte Ccderputy-GremeJ „Raualiec" Einmal gebtauefit, will /Je niemand miedet miffenJ Kaiifm. Verein liniere Mitalieder werden nit die mornen stattfmdende Haupt-Versammlung erinnert und um vollzäblineS Erscheinen gebeten. |3246v Der Vorstand. Cie0enerR«il8P-Ge8.1877E.T. Montan, d. S7.2lvril 1D14 abends 9 Uhr, am Bootshaus lSkHkrol-Dttimiliiiliilig. 1. (Jiniäimc 2 . Aiiinabmc u. Mitgliedern 3. ttimübrunn des neue» NudcrledrerS 4. Trainin« 4d>4 5. Verschiedenes. Wir bitten um oollzablines Erscheinen. 52ÄO _Der Borst« nd. Bei Husten N'IINS !. „Karri" Pnck 30 Pf. die best. (eukalnptnS-Mcn- tbol-BonbonS. Pclikan- Abotdcke, Krcuzplatz. 1240 KesseZbnch. Zn dem am 26 . d. Mts. stattfindenden Tanzhergn iigen in zwei avoneri Sälen ladet eraebenit rin R. Schmidt. Gasthaus zum Bahnhos. f osn ‘ Lonntaa, beit 26. Avril'. Neiskirchen—Tloll—Weiter? Hain — Homberg. Abfahrt 8.11 Uhr. Wanderzeit 5 Sid. Der Stadtauflage heutiger Nummer liegt ein Flugblatt ber BiergroKhanvluirg KotthilfRöhrte, Gicjscn bei, cius das hiermit besonders aufmcrkscim gemacht sei. 15224,