n dieselbe Lage geriet: das Pctroleumschfff „Nvrra", von Tri nidad unterwegs, sollte eine Ladung Massen und Munition in Tampico landen, aber der britische Admiral bot seinen Ginsluß auf und überredete den Kapitän, die Ladung auf ein anderes Schiss abznsühren und nach Trinidad zurückgelangcn zu lassen Ebenso wird jetzt durch den Kreuzer „Denver" in Salinacruz die Landung einer Waffcnscndung verhindert, die von einer japanischen Firma ausgcht. Ganz eigenartig und zunächst säst unverständlich war die Behandlung des Hapag-Schisses „Bpiranga" durch die Amerikaner. Anfänglich verbot Admiral Fletcher dem Kapitän des Dampsers (der mittlerweile zur Ausnahme deutscher Flüchtlinge requiriert worden ist), den Hafen mit der sran- zösischen Munition an Bord zu verlassen. Vom grünen Tisch in Washington wurde aber Admiral Fletcher plötzlich desavouiert uud der Standpunkt der amerikanischen Regierung dahin fcstgclegt, daß sic kein Recht habe, die Abfahrt des Dampfers zu verwehren oder über die Wassensendung vor ihrer Abladung eine Kontrolle auszuübcn, weil ein Kriegszustand nicht bestehe! Um diese Washingtoner Direktive zu begreifen, muß man sich erinnern, daß die Vereinigten Staaten im Jahre 1002 die Wirksamkeit der Blockade der Küsten von Venezuela für Schiffe der nicht- beteiligten Mächte bestritten, weil jene Maßnahme damals zunächst als „Fricdensblockade" angesagt war. Den Amerikanern zuliebe wurde dann auch am 20. Dezember 1002 die friedliche Blockierung in eine „kriegerische" verwandelt. Um also nicht inkonsequent zu erscheinen, hat sich die amerikanische Regierung jetzt so besonders zuvorkommend Deutschland gegenüber gezeigt, obivohl sie sich sagen muß, daß ihre Friedensblockabe Mexikos keinen durchschlagenden Erfolg baden wird, wenn sie die Küsten nicht von dem ge- fainten Handel qbschneidct, wenn sie die Friedensblockabe nicht unter denselben Bedingungen wie eine echte Kriegs- blockade durchführt. Tatsächlich ist es die überwiegende Meinung der diplomatischen Welt, daß Voraussetzungen und Wirkungen der Friedensblockade dieselben sind wie die der kriegerischen Blockade. Das Gewaltmittel der Friedensblockade wurde zuletzt noch im Baltänkriege vor Antivari angcwendet, uin die Montenegriner an der Einnahme Sku- taris zu hindern. Die Blockierung eines Teiles der osscnen See sowie einer osscnen Meerenge ist ausgeschlossen, mag man nun den Zustand als friedliche oder kriegerische Blockade ansehcn: ebenso ausgeschlossen ist die Blockierung solcher Land- und Wasscrgcbietc, die durch allgemeine oder besondere Vereinbarungen neutralisiert sind: die Aktion der Vereinigten Staaten dürste sich also in diesem Falle wie in allen künftigen Füllen niemals aus de» Panamakanal erstrecken. Tie Blockade muß den verschiedenen Flaggen gegenüber unparteiisch gchandhabt werden. Doch kann neutralen Kriegsschiffen, also auch unseren deutschen Kreuzern die Durchfahrt gestattet werden. Die Blockade muß, um rcchtswirksam zu sein, erklärt und bekanntgegeben werden. Die Erklärung hat zu eutl>olten: I. den Tag des Beginns der Blockade; 2. die geographischen Grenzen der blockterten Küstcnstreckc; 3. die Frist, die den neutralen Schiffen zum Die Tagespresse. Von Heino Bollingcr, Leipzig. Im Fahre 1794 taucht zum crstcnmale eilt Wort auf, das heute eine gewaltige Rolle spielt: der Weltrcisendc Förster schreibt aas Paris, in Deutschland srhlc noch emc als Agens bienende össcniliche Meinung. Dies erste Auikommen eines bedeutsamen Wortes. dem Lobt, „Kultur und Presse" nachgcgangen ist, gibt einen sicheren Hinweis aus die Entwicklung und die Existenz desjenigen Organs, das in nahester Beziehung zur üffenilichen Meinung steht: der Presse, in erster Linie der Tagespreise in Ixt Form der politischen Zeitung. Ihre geschichtliche Linie beginnt niit dem römischen und chinesischen Staatsanzeigrr, verlaust Uber periodisch erscheinende geschriebene Zeitungen (für einzelne Personen» und gedruckte Einblattzeitungeu (für das Votki, zu periodisch gedruckten Zeitungen, die in Fristen von einem Fahre, einem halben Jahre, schließlich einer Woche crscknenen Als^ die äiteite Wochcnzeitung galt bisher eine Straßburger aus dem Jahre 1609, die jedoch neuerdings einem Kölner Exemplar von 1594, das sich im Britiichcu Museum befindet, den zeitlichen Vorrang hat cin- räumen müssen. Die Entwicklung der Zeitung macht Halt mit den, Jahre 1660, dem Erscheinen der ersten Tageszeitung, der Leipziger Zeitung", um. allerdings zunächst stockend und all- mohUdi, durch den Einstich der erstarkenden englischen Tagespreise >>n t8. Jahrhundert, auch an» dem Kontinent in immer breiterem Strome und reicheren Veräsielungen dahinzufließrn. Sowohl die Zobl der Zeitungen (heute im Deutschen Reiche etwa 4000> wie der Stoffbercich der Presic als auch ihr Leserkreis vervicliältigtcn sich und in dem Maße, in dem der einzelne Leser von den geschilderten Vorgänge» des politischen, so,inten, wirtschastlichen Lebens ergriffen wurde, trug jeder einzelne dazu bei, die öffcni- tichc Meinung zu bilden. Zwar erzeugt die Zeitung oder die Presse diese öfsentlichc Meinung nicht, wohl aber kann sie ihr Ausdrucksmittel, ihr Förderungsorgan wie ihre Dekämpserin sein, indem die Zeitung jedes kleinste Ereignis in sich aufnimmt, in sich die Arbeit einer Uniünrmc von einzelnen Individuen anhnmtt und den Leser zwingt, seine Gedanken aut das Das und das Wie des Inhaltes cinzustcllen und. je nach Temperament des Echriststellcrs und Lesers, mit Begeisterung, Interesse oder Gleichgültigkeit zu überdenken. Den» die Presse ist, im weitesten und ursprünglichsten Sinne, eine Organisation aus demokratischer Grundlage ebenso wie eine moralische .Anstalt, deren Streben auf Auslaufen gewährt werden muß. Fehlt eine dieser Angaben, so ist die Erklärung in ihrem ganzen Umfange nichtig. Tic Erklärung muß den neutralen Mächten gegenüber durch die kriegsührcndc Macht selbst bekanirtgegeben werden, den Ortsbchürdcn gegenüber durch den Befehlshaber der blockierenden Streitmacht. Das gleiche gilt von der Ausdehnung, der Wiederaufnahme und der Aushebung der Blockade. Wir erhalten folgende Meldungen: Washington, 22. April. (Abends.) Ter zur Auf- nahnie deutscher Flüchtlinge requirierte Hapagdampfcr ,,S) p t r a n g a" mit einem für die mexikanische Regierung bestimmten Waffen- und Münitions- transport ist vor Vcracruz cingctrosfen. Der amerikanische Admiral Fletcher verbot anfänglich dem Kapitän, den Hasen mit Waffen an Bord zu verlassen. Die amerikanische Regierung präzisierte inzwischen ihren Standpunkt dahin, daß sic zwar hofft, die Wassensendung tverdc in dem von den amerikanischen Truppen besetzten Zollamte von Vcracruz gelandet, um dort amcrikanischerscits verwahrt zu werden. Da indessen ein Kriegszustand nicht bestehe, beanspruche sie nicht bas Recht, die Abiahrt des Dampfers zu verwehren oder über die Wassensendung eine Kontrolle, auszuübcn, es sei denn, daß sie in den von den amerikanischen Streitkrästcn besetzten Zollamte gelandet werde. Flet- chcc hat sich auf Weisung seiner Regierung bcidem deutschen Kapitän entschuldigt. Wie hier verlautet, ist eine Vereinbarung dahin getroffen tvordcn, daß der Dampfer „Hpiranga" seine Wassenladung wieder an die früheren Eigentümer in Deutschland zurückgebcn soll und daß diese die Transportkosten für die beiden Wege tragen. Die Besetzung von Veracruz. Vcracruz, 22. April. Das Feuern in der Stadt dauerte gestern bis Mitternacht fort. Die amerikamschen Streitkräste an Land betragen 1200 Mann. W a s h i n g t o n, 21. April. Ter Marinesckretär hat folgendes Telegramm des Vizeadmirals Fletcher veröffentlicht: Am Dienstag, um 6 Uhr abends, landete ich Scesoldaten und Matrosen von den Schlachtschiffen „Utah" und „Florida" und von dem Transportschiffe „Prärie" lind beschlagnahmte das Zollamt. Die Mexikaner leisteten der Landung feinen Widerstand, erössneten aber nach der Beschlagnahme des Zollamts ein Gewehr- uud Artillcriefeucr. Die „Prärie" vertrieb durch Gcschützfcuer die Mexikaner aus ihren Stellungen. VondcnHausdächernundinden Straßen wurden zer st reute Schüsse abgegeben. Wir halten das Zollamt und den Teil der Stadt in der Nähe der Werften und Konsulate besetzt. Unsere Verluste betragen vier Tote und 20 Verwundete. Nach dem Gefecht begab sich der amcrikanischc Konsul zu General Maaß und Tenor Antonio Villavonto, dem Jcsc Politico, um sie zur Unterstützung der Amerikaner bei der Wiederherstellung der Ordnung aufziifordcrn. General Maaß lehnte dies ab. Veracruz, 21. April. Kontrcadmiral Badgcr ist mit fünf Schlachtschiffen hier angekommen. Wie der Pariser „Newyork Herald" meldet^ ist die Eröffnung der Feindseligkeiten und die Besetzung von Vcracruz dadurch beschleunigt worden, daß der Dampfer „Bvi- ranga", welcher von einer ausländischen Firma gelieferte Maschinengewehre uud Kriegsmunition für Huerta an Bord hatte, sich Vcracruz näherte. Die Maschiuengewchre werden beschlagnahmt werden, falls bewiesen ist, daß Huerta sic bezahlt hat. Im anderen Falle werden sie, um intcruationale Verwickelungen zu vermeiden, an den Absender zurückgcsandt werden. Der Kreuzer „Denver" erhielt den Befehl, nach Salinacruz abzugehcn, um die Ausschissung einer von einer das Ganze gerichtet ist, die den Einzelnen einzureihrn und zum dienenden Glieds zu wackren sucht. Obgleich die Schattenseite dieser oft segensreichen und den, allgemeinen Fortschritt der Kultur in die Breite dienenden Presse nicht verkannt werde» daff, kann man sich die tatsächliche Macht dieser selben Presse nickn lcbhfft genug vergegenwärtigen. Sie zeigt sich weniger in Gestalt einer direkt sichtbaren tzerrschait als in einer indirekten Bedeutsamkeit. Je häufiger aber die Untersuchungen der Wissenschaft über das Zeitungswesen iverden, desto klarer werden sich die Dvicinsbe- dingnnqen, die Existcnzverhältnisse und die Einffüsse der Presse überblicken lassen. Die Tagespreise dient bestimmten menschsich-gesellschasilickzen Zwecken und ist gemäß diesen in ihrer Struktur und Farbe bis ins kleinste zersplittert, sowohl ivns politische Gesinnung als auch ioas die große Farbcnreihe kultureller Strömungen und Tendenzen angcht. Ter weitesten Oeffentlichkei! ein ungesährcs Bild dieser Großmacht zu vermitteln, wird ein hohes Verdienst der „Internationalen Ausstellung sür Buchgewerbe und Graphik" in Leipzig sein. Svivohl in der kulwrhistorischcn Abteilung, wie in einer besonderen Gruppe „TageszeiMngcn" wird der Gang der Entwicklung des Zeitungswcsens war Augen gerührt. Anschaulich und brtehrend, zugleich in sessclnder Form wird gezeigt, löse im Lause dcr Zeiten sich das Nachrichtenwesen vom Botendienst bis zur drahtlosen Telegraphie, dem Telegraphen, Frrndruckcr und Eick tropiwn gewandelt hat, nicht unähnlich der wachsenden Bedeutung des JnseratenwesenS, das aus gesonderten Jntelligcnzblättcrn allmählich in die politische Tageszeitung einmündcnd deren si- nanziellc Grundlage und für das Wirtschastsleben die wichtigste Vermittlerin von Angebot und Nachfrage geworden ist. Sowohl die Zeitung der Vergangenheit nls die Dresse der Gegenwart wird die „Internationale Buchgewerbe-Aussiellung" in den Bereich anschaulicher Betrachtung ziehen zum Beweise dafür, daß der zeitliche Unterschied zwischen Ereignis und Inhalt der Zeitung seit den Ansängen bis Ijcute immer kleiner geworben ist. — Das Londoner Museum sür Medizi». Aus London ivird berichtet: Noch im Lause des Mai wird die britische Hauptstadt um ein eigenartiges und interessantes Museum bereichert sein: das große von Henry S. Wellcome begründete heilgeschrchtliche Museum, das Historieal Mcdicil-Museum wird dem Publikum seine japanischen Firma abgesandtcn Warenladung zu verhindern. Ursprünglich habe die Absicht bestanden, die Blockade zu verkünden, um die Landung jeglichen Kriegsmaterials zu vereiteln. doch hätte cs hierzu einer regelrechten Erklärung bedurft. Admiral Fletchcr habe deshalb den Bcjehl gegeben, den Hasen und das Zollamt zu besetzen. Washington, 22. April. In später Nachtstunde hat gestern dcr Senat die Entschließung der Oiegierung itngc - nommcn, in dcr erklärt wird: „Der Präsident ist berechtigt, die Streitkräste des Landes zu benutzen, um seine Genug tuungssordcrungcn sür die Beleidigungen und Bcschimpsnn- gen der Vereinigten Staaten durch Mexiko durchzusctzen." 200 Mexikaner getötet? Galveston , 22, April. Wie gemeldet wird, sind bei dcr Besetzung von Veracruz 200 Mexikaner getötet worden. Washington, 22. April. Nach Mitteilungen des Marinedepartcments sind von der Flotte des Kontreadmirals Badgcr heute Verstärkungen in Vlwacruz gelandet tvordcn. um bei dcr Einnahme der ganzen Stadt zu hclicu. Badgcr beorderte auch die Torpcdobootsslottillc nach Tanipico, um den Kreuzer „Desmoincs" zu unterstützen, dcr dort allein zurückgeblieben ist, als die übrigen amerikanischen Schisse nach Veracruz gingen. Nach einer Depesche a»S Vcracruz wurden zwei Eisen- b a h n z ü g c v o l l a m e r i k a n i s ch e r F l ü ch t l i n g e irgendwo zwischen Mexiko und Beracruz angehaltc», wie inan glaubt, a»i Anordnung des Generals Maaß. Tie telegraphische Verbindung mit dcr Hauptstadt ist abgcschnitlen. Der amerikanische Konsul in Verncruz »amcnS W. W. Eanado meldet, daß die amerikanischen Truppen Mittwoch vormittag um 8 Uhr unter dem Schuß der Geschüße dcr Kriegsschiffs ausrückten, um die gesamtcStadt zubcseßen. Dem Bericht des Konsuls zufolge wurden bei den gestrigen Kämpfen 150 Mexikaner getötet oder verwundet. Ein Erlaß an die Einwohner von Beracruz. Kontrcadmiral Fletcher richtete cm die Einwohner von Beracruz einen Erlaß, in welchem diese ausgesordcrt werden, im Interesse der Menschlichkeit mit ibm an der Wiederherstellung der Ordnung zu arbeiten. Sie könnten die städtische Regierung beibehalten wie zuvor, die Vereinigten Staaten würden nur das Zollhaus besetzt halten und Patrouillen durch die Stadt schicken. Vcracruz, 22. Avril. Das Fcuern in dcr Stadt dauerte gestern bis Mitternacht fort. Die amerikanischen Streitkräste an Land betragen 1200 Mann. Als heute weitere amerikanische Marinesoldatcu gelandet lvurdeu, wurden sie von mexikanischen Scharfschützen von Haus- dächerndcsStadtzcntrumsbcschossen. Der merikanischk Geschäftsträger verlangt seine Pässe. Washington, 22. April. Der mexikanische Geschäftsträger Älgara ist von Huerta angewiesen worden, von dem Staatssekretär Br hau seine Pässe zu verlangen. Ter Widerstand Huertas. Eagle Paß (Texas), 22. April. Sämtliche Bundes- truppc» im Norden Mexikos erhielten Befehl, sich auf Saltillo zu konzentrieren, um einen amcrita- nischen Einfall z u r ü ck z u >v c i s c n. Piedras Negras, das gegenüber von Eagle Paß liegt, ist infolgedessen heute frühmorgens geräumt worden. In der Nacht herrschte dort die größte Aufregung. An mehrere eiligst gebildete Fret- willigcn-Kompagnien waren Waffen verteilt worden. Paris, 22. April. Ter hiesige mexikanische Gesandte de la B arr a hat vom Präsidenten Huerta folgendes Telegramm erhalten: Wir käinpfen in diesem Augenblick in Veracruz gegen die Landung dcr amerikanischen Psorteu öffnen. Es ist hervorgegangcn auS dcr heilgeschichtlichen Ausstellung, die im vergangenen Jahre in London im Zusammenhang mit dem Internationalen Kongreß iür Medizin slaltiaiid und in der Acrztcwclt so lebhaftes Interesse und Aufsehen erregte, daß beschlossen wurde, die Ausstellung ausznbaucn und zu einem ständigen Museum zu erweitern. Tic zusammengcbrnchten, nnßer- ordcntlich interessanten Sammlungen »msassen last alle Gebiete der Heilkunst und füllen Räume von insgesamt 40000 Onadrat- snß Flächeninhalt. Man sieht hier Rcliguien berühmter Heilsorscher der Vergangenheit, daneben genaue Nachbildungen alter Laboratorien, Acrzteslubcn und Apotheken, Modelle mittelalterlicher und späterer Krankenhäuser, Krankenzimmer au» dcr Renaissance, kurz, in seiner Ostsamtheit vermittelt das Museun, einen anschaulichen Uebcrblick über das Werden und die Enlwicklung dcr Heilkunde von den frühesten Anfängen der Zivilisation bis zur Gegenwart. Das Museum soll nicht unbedingt der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, sondern in erster Linie nur Acrzien, Forschern und Studenten dcr Medizin Zutritt gewähren. -4 130 Kubikmeter Holz für ein Schiss. Welch ungeheure Mengen Holz sür ein einziges unserer neueren Riescn- schiffc gebraucht werden, zeigt die Holzwclt an einem schlagenden Beispiel. Sic zieht nicht die Kolosse dcr Jntpcrator-Klassc heran, sondern berechnet nur die Holzmenge, die bei dem jetzt seiner Vollendung cntgcgcngchendcn „Kolumbus" des.„Norddeutschen Lloyd" gebraucht worden ist. Bei dem Schisst das eine Länge von 236,20 Metern, eine Breite von 25,30 Metern und einen Bruttoraumgehalt von 35 000 Registertonnen hat, betrug das zur Ver- weirdung gelangte Holz rund 800 Kubikmeter Teak, 650 Kubikmeter Orgeon und Pitchvine, 2000 Kubikmeter Kiefer, 600 Kubikmeter Steinholz und etwa 80 Kubikmeter Eiche und Moaholz. Ein Wald von der Ausdehnung eines unserer größten Rittergüter wäre notwendig, um den Bedarf für dieses eine Schäl zu decken: wären es lauter Stämme von 30 Zentimetern Ticke und 10 Metern Höhr, dann hätten 6000 solcher Bäume sür diesen Bau gk- sällt -werden müssen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Für die Herausgabe des he s si s ch - n a ssa u j s ch e n Wörterbuchs bewilligte dcr Kommunallandtag von Wiesbaden zc 2000 Mark auf zehn Jahre. Kriegsmarine, welche einen wahren Anschlag gegen das Völkerrecht bildet, Santiago de Chile, 22, April, Die Blätter beklagen, das, es zwischen Mexiko und den Bereinigten Staaten zum äußersten gekommen ist. Sie hassen, dass die Bcreiuigleu Staaten die Verirrung Mexikos nicht ausnutzen iverden, indem sic die unabhängige Republik erobern oder Gebietsteile ivcgnchmen, was die brüderliche Politik zwischen den,Vcr- einiaten Staaten und dem lateinischen Südamerika beeinträchtigen würde, Entsendung eines deutschen Kriegsschiffes, Berlin, 22. April, Tic kriegerischen Entwickelungen zwischen den Bereinigten Staaten und Mexiko haben zur Erwägung geführt, zum Schutze der deutschen Reich sa»gehörigen in Mexiko mehr Kriegsschiffe hinübcrzuschicken. Es ist daher die beschleunigte Ausreise des Kreuzers „Karlsruhe" nach den mexikanischen Gewässer» beabsichtigt, _ An» Stadt „NS Lau-, Gieße». 23. April I9l4. Tie Erziehung nach der Konfirmation, Tic Eltern nnd Erzieher haben eine sehr große Verantwortlichkeit und sollen sich dieser Aufgabe voll bewußt sein, Tie Seelen ihrer Zöglinge sind die Pflanzstätte für das von ihnen hineinznlegciide Sanicnlorn, das, wenn ihre Hossikung nicht trügt, in Zukunft gute Früchte tragen wird. Tamit dies geschieht, müssen alle Entwickelungsperioden der Pflanze sorgsam beobachtet und richtig cingesch itzt werden, Tie Elter» müssen darauf achten, daß nicht allein des Kindes Körper, sondern auch sein Gemüt gepflegt werde, damit das Kind nicht später über eine traurige Jugendzeit zu klagen hat, Was in ihr versäumt ivird, kann niemaiss wieder eingeholt werden, Pater und Mutter haben ganz gewisse Rechte ihren Kindern gegenüber. Zugleich aber auch Pflichten, die nicht umgangen lvcrden dürfen, wenn sich das Versäumnis nicht böse rächen soll. Etwas, was sehr viele Eltern nicht in richtiger Weise handhaben, ist die Art, mit der sie ihre Heranwachsenden Kinder behandeln. Sie meinen, noch die weichte Wachsform vor sich zu haben, der sie jegliche erwünschte Gestalt geben tonnen: sie sehen den schwanken Zweig im Winde auf- und abschweben und wollen ihm genmltjam die ihnen passend eiffcheinende Richtting geben: sic wollen der zaghajt den unbekannten Lebensweg bcschreitenden Seele das unverrückbar feststehende, ihnen vor Augen befindlich»: Ziel zeigen, Tiefe aber möchte nun auch einmal nach eigenem Gutdünken handckn, Ter flügge gewordene, Vogel Ivill selbständig die Flügel zum Fluge ins Weite rühren. Unsere Kinder sieben jetzt mehr denn je im Zeichen des Fortschritts, Dies müssen wir Alten ruhig zugeben. Sie lernen inchr, als wir mit dem besten Willen hätten tun können, Die Zeiten und Verhältnisse sind ganz anders geworden. Es gibt heutzutage hundert einfache Gelegenheiten zur Aneignung alles möglichen Wissens, von denen wir uns nie hätten träumen lassen. Diese sollen auch wir noch nach Kräften ausnutzen und uns dadurch auf dem Laufenden erhalten. Wer nicht mit seiner Zeit vorwärts geht, wird ansangs zur Seite geschoben und bleibt dann bald zurück. Mögen sich aber die Kinder immerhin ausbilden: sie dürfen sich nur nie cinbilden, daß ihr Wissen sic über ihre vielleicht nicht so gelehrten Eltern stellt. Diese haben die ihnen noch sehr mangelnde Lebenserfahrung, und die Allgewvrdcncn besitzen weit mehr Herzenstatt als die heutige Jugend. ** Tagcskalcnder für Tonnerstaq , de» 23, Avril: O e I! cn t i i ct) c v o li t iich e Versammlung: Re-ctzstaqsabg. Proicüor Tr. Werner: .Die politische Lage". CtcinS Garlcu, A9 Uhr. Kouzertabend im Lichtspielhaus: 8'/, Uhr, " Landesuniversität. Der Groß Herzog hat den Privatdozenten Tr. Hermann Hohlweg znn, nußer- ordentlichen Professor in der medizinischen Fa'nltät unserer Landes,miversität ernannt. ** Aus dem Sch »ldienstc. Der Lehrer Jakob Spilgcr zu La ubach wurde aus sein Nächtlichen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom I, April 1914 ait in den Ruhestand versetzt. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Großhcrzvg das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** O ffcne Stelle, Erledigt ist die Stelle des Forst- warts der Forstwarlei Michelnau, Obersörstcrci Nidda, vom 30, April d, I, ab, ** F i n a n z a m t s - B u r e an v o r st e h e r, ilkach einer amtlichen Bekanntmachung des Großhcrzoglichcn Ministeriums der Finanzen hat der Großhcrzvg genehmigt,.daß die Finanzamtsgehilsen in Zukunft den AmtStitcl „Finänz- amts-Bureauvorsteher" zu führen haben, **. Hessischer Svarkassenvcrband, Die Deutsche Gesellschaft für Äausmanns-E'ihv- lungshcimc hat sich bereit erklärt, dem Hesikschen Spartasscuverband die dauernde Mitgliedschaft gegen eine einmalige Zablung von 3000 Ml, zu gewähren, wofür der Verband jährlich 75 Beamte an die Heime entsenden kann, ** I m Zuge tot a u s g e s u n ü e n. In einem Eisenbahnabteil zweiter Klasse auf der Strecke Siegen-Betzdorf Gießen wurde am Mittwoch aus der Station H c r - b o r n ein junges Mädchen, das nach- G i e ß c n reisen wollte, tot ausgesundcn. Ein inngcr Mann, der der Bahnbehörde in Betzdorf den Borsall in c l d c t e, wurde vorläufig in Hast behalten. Nähere Angaben fehlen noch, ** Schulnachwuchs, Die Gesamlzahl der mit Bc- giun des neuen Schuljahres eingestellten Anfänger für unsere Stadt beträgt 587 (gegen 531 im Vorjahre), nämlich 294 Mädchen >260 und 293 Knaben (271), Bon diesen ABC- Schüycn entfalten aus die Volksschule 425 G72), i-äm- lich 218 Mädchen (180) und 207 Knaben (192). Auf die höheren L c h r a n st a l t c n entfallen 162 Ansüngcr (159) 76 Mädchen (80) und 86 Knaben (79), die sich im einzelnen wie folgt verteilen: Vorschule der Realschule und des Realgu mnasiu ms 46 (43), Gumnasium 40 (36) H ö b c r e T ö ch t e r s ch u l e 32 (39), ErwcitcrteTöckw t er sch ule 44 (41), Eine praktische Folge bat also der so viel beklagte Geburtenrückgang in unserer Stadt bei der dieS- jäbrigen neuen Einschulung nicht gezeigt. Das Mehr au Kindern, die gegen das Vor,ahr neu eingeschult sind beträgt 56 oder rund 10 Prozent, ** T i e Rumplcrtaube, die, wie wir gestern bc> richteten, am Mittwoch früh Gießen überflog, landete um i ,8 Uhr nördlich der Stadt Marburg, Die Insassen waren Oberleutnant Schäfer vom Fkiegerbataikloii Nr. 4 und Leutnant K ü h n vom Infanterieregiment Nr, 5 in S > r a ß, bürg, Sic hatten die Fahrt von Tnrmstadt aus unternommen. Oberleutnant Schäfer, ein Sohn des Kommerziell- rats Schäfer aus Marburg, blieb stiit seinem Fluggast bis nachmittags 5 Uhr in Marburg und Wollte dann wieder aussteigen. Es hattvn sich hierzu große Menschcnmassen eingefundcn, so daß dos Jägcrbataillon absperren mußte. Das Gelände eignete sich jedoch hierzu nicht, denn der W i e d c r a u s st i c g mißlang und das Flugzeug erlitt solche Beschädigungen, daß es ab montiert werden muß, Tie beiden Flieger hatten sich tmrch Abspringen in Sicherheit gebracht, ** Hundeausstellung, Man schreibt »ns: Tie Vorbereitungen für die Ausstellung von Hunden aller Rajicn aus der Licbigshöhe am Montag sind in vollem Gange lind werden rechtzeitig beendigt sein, Tie Beteiligung der Hundebesitzer von Rech und Fern ist als sehr gut zu bezeichnen, denn cs lind für 320 Hunde annähernd 600 Meldungen abgegeben worden, so daß die Arbeit Preisrichter, t>ie alle Don auswärts kommrir, leine leichte sein roird, Es ist Wert darauf gelegt worden, in jeder Beziehung die Vorschriften des Kartells der Stammbuchführenden Spezialk^ubs genau zu erfüllen, wozu insbesondere gehört, dast nur anerkannte Richter mit langjä-hriger Erfahrung zur Be- urtei ung zugezogen werden dürfen Unter anderem werten auch dir Vertreter von solchen Rassen diesesmnl vorgcjührt loerden können, die bisher in der hiesigen Gegend noch gar nicht bekannt waren So ist ein „Alpen,ennhund" und ct» , zottiger Owtscharta, Südrussischer Hirtenhund", gemeldet. Außerdem werden viele Hunde ausgestellt, die schon vielsach prämiiert und als erstflasstge Vertreter ihrer Rasten anerkannt sind, Dibei befinde» sich solche, die aus Ausstellungen schon 88 erste »nd Ehrenpreise erhalten haben. Der Besuch der Ausslc.lnng wird jedem Tierfreund bestens empfohlen werden könne», *> Habt aut die Katzen acht! Der Vogelichutzoercin snr das Großlurzogtum Hessen schreibt uns: Habt ans die Katzen acht! Diese Mahnung möchten wir auch in diesem Jahre wieder allen Natur und Vogklsiruiidcn recht nachdrücklich ans Herz legen. Weitaus die meisten unserer inscktensressenden Singvögel sind aus ihren südlichen Winierguarlieren zurückgelehrt und haben in der deutschen Heimat ihre alten Brutstätte» wieder ausgesucht. Es gibt aber keinen Feind, der unter der brütenden Vogel- w e l t s o l ch c B e r h c c r ll II g e n anrichtele, als die w i l d c r » d e „Hauskatze", Eine riesige Anzahl von Vogelbruten wird alljährlich von Katzen zerstört, die namentlich nachts, in der Morgendämmerung, aber auch am Tage, die Nester beschleichen, die Jun- gen aussresseei und nicht selten auch die brütendeu Weibchen erhaschen, So manches liebliche Vogelidyll endet in einer blutigen Tragödie! Der Natursieund licht sich um seinen Genuß betrogen, wenn er eines Morgens da« zerzauste Nest zwischen den Zweigen I ingcn oder am Boden liegen fielst» die Jungen, die demnächst hätten ausfliege» sollen, geraubt und die Alten verstört in der Nähe am einem Baum hockend. Es sind wahrlich nicht gering! Beträge, die jahraus jahrein von Staaten, Kommunen und Privaten snr die Vogclvilege verausgabt werden. Das Geld ist vielsach nutzlos ausgegeben, solange es unterlassen wird, den Raubzügen der wildernden Katze eutgegenzuwirkcn! Drum: Wollt ihr Vögel hegen, dann habt acht aus die Katze», besonders letzt, zur Brutzeit! — Diese Mahnung gilt natürlich auch dem Katzcnbesitzer. Noch genießt die Katze unter allen Hausticrcn allein das Vorrecht, ihres Besitzers Gebiet zu rerlasten, ungestraft fremdes Eigentum zu betreten und dort dem Bogelmor) nachzuaelzen Die Rücksicht auf die ästhetischen Interessen des Nachbars, der an dem Gesang des lebensfrohen Geschöpfes seine Freude ha!: die Rücksicht auf die wirtschaftlichen Interessen der Aflgemeinlstit, die es sich etwas kosten läßt, die inscktenverlitgende Vogelwelt in der deutschen Heimat zu hegen nnd zu pflegen, müßten es jedem Kntzenbesitzer, der seiner Bcrantnwrtlichlkit bewußt ist, nahelegen, seine Tiere schart im Auge zu behalten und während der- Brntzcit der Vögel, d, i, etwa von Anfang April bis Ende Juli, wenigstens nachts, in seinem Haus oder in seinem Stall cinzusperren! ** Beschädigung der Anlagen, Man schreibt uns: Fast täglich werden die össentlichcn gärtnerische» Anlagen durch Abreißen von Blumen und Zweigen, durch Betreten der Rasenflächen und Beete beschädigt, durch Hinweisen von Papier und sonstiger Absälle verunreinigt. Um diesem Uiisng wirksam zu steuern, bedars es neben den, Eingrestc» der Polizciorgane, die in derartigen Fällen unnachiichtlich Strafanzeige erheben weiden, auch der tatlrästigen Unterstützung des Publikums, Alle Besucher unserer schönen Anlagen werden daher bringend ersucht, diesen Ihren besonderen Schutz angcdeiheu zu lassen, ** <8 ü t e v t c di ije r c fl i il c r Heinrich Zecher VI., Wirt z» Stau sende rg, nnö dessen Ehelra», Katharine, geb Rolshausen, haben durch »olarielte» Vertrag vom 7, April 1914 Güier- t r e n n ti n ä vereinbart. ** Kleine Mitteilungen, Eine ältere Frau wurde am Dienstag abend in R o d h e i m v, d, H. von einem durchgehenden Gespann übcrrannt und dnbei lebenSgeiährlich verletzt, — In seiner Wohnung erschoß sich am Dienstag nachmittag der 64jährige Kaus- mann .Heinrich M c t n b a ch zu F r a n k III r t. Ein unheilbares Leiden trieb den Mann in den Tod, — Der Arbeiter Schneider in B o r n h e i m hotte mit der Frau seines Freundes D a n m a n n ein Liebesverhältnis angckuüpit. worüber es nach langen Streitigkeiten zu Tätlichkeiten kam. Hierbei stieß Raumann dem Schneider einen Dolch in den Leib, daß der Mann tödlich verletzt zusammenbrach, Baumanu wurde verhastct, — Aus der Krcisstraßc Sprendlingen in der Gemarkung Neu-Isenburg iourde am Dienstag mittag ein 9 Jabre altes Mädchen von einem den Adlcrwerkcn gehörenden Automobil überfahren und sofort getötet — Tödlich verunglückt ist gestern der Dragoner Wendel Mahr, 24 Jahre alt, aus Traisa bei Tarmstadt, Er fuhr mit einem Krümperwagen. Als die Pferde scheuten, stürzte er ab, kam unter die Räder und wurde schwer verletzt in das Militär- lazaret gebracht, wo er verschieben ist, — In Mühlheim bei Ostenbach verbrannte sich der verbeiratetc 24jährigc Fabrikarbeiter Karl Herzog aus Groß-Auheim mit einer Säure schwer an Gesicht und den Händen. — Turch einen scheu gewordenen Bullen Iourde der 60jährige Landwirt Karl D ö h n von Ober - Ingel - heim schwer verletzt, Töhn führte den Bullen aus der Ocken- beimer Strafte von Grolsheim nach Ober-Jngctheim, als das Tier durch ein vorüberfahrendes Auto ichcu wurde und sich losriß, Töhn ivnrde umgcrannt, wobei das rasende Tier, ehe cs gebändigt werden konnte, aus ihn hcrumtrat. " Konkurse in Hessen. Im Konkurse über das Vermögen der Firma Max W e r l h e i m e c & Eie. in B >1 dinge n ist zur Abnahme der Schlußrechnung, zur Erhebmig von Einweadimaen gegen batz Srblnßveizeichnis und zur Velchlnßsassnna der Gläubiger über die nickt verwertbaren Vermögensstücke ans Freitaa, 15. Mai 1914, vornilttaas 107, Uhr, Schlußtermin anberaumt worbe», — 1» dem !tonk»rsverlot>ren über das Permüaea detz Alkr. N o d r i a stonimani, in Alzen, Inhaber der Firma .Alired Nodrian, verrengorderobe und Älabgesckätt" in Atze», ist inlolge eines von de», Gemeinßhnlbner acmachtcn Vorichlag» za einem ZwangS- vergleiche Vergleichslerini» ans ToanerStaa, 7. Mai 1914, vormittags 10 Uhr, vor dem Awlsgerjchi Alzey nnberanml, weniäß § 189 d. K-O, wird der Pergleichslermi» mit dem allgemeinen Prnknnaskernnn verbunden. Ter VergleichSvorichlag liegt nni der GertchtSIchreiberei des IlonkurszerichtS znr tztnstckt der Beteiligten oßen, — TaS KonknrSveilabre» über den Nachlaß des zn Unden- l> e i >» — Evarrinnlile — verstorbene» Müllers .iohnnn Scherer ist »ach eZolzer Adhaitnng de- Schlnßterminß ansgehode» worben, LanSkreis Gießen, rT Klein.Linden, 21, April, D:r Rote-K renz ta g beschäftigte gestern abend eine Sitzung des Ortsausschusses unter dem Vorsitz des Plärrers B c ö ck c l m a n n und des Bürgermeisters I ii n g im „Deutschen .Hol", Es wurde einmütig beschlossen, die leier ähnlich wie die Völlerschlachtieier zu gestalten, Vormittags ist Festgottesdienst mit Kirchenparade des Kriegervcreins und der u-anitälskolonne vorgesehen, Nachmittags sindet ein seitlicher llm- >uä der Schulklassen »nd Vereine statt, daran schließt sich bei günstigem Wetter allgemeine Feier in dem Wäldchen „Woisting", An- wrache» wechseln mit Mustkvorträgcn, Eböre der Gesangvereine und allgemeinen Liedern, Dazwischen sindet der Bcrkaus der Abzeichen, Rotc-Kreuz-Karten und Büchlein, sowie das Sammeln von Geldbeträgen statt. Auch ist siir den Vormittag ein Verkauf in den Häusern durch junge Mädchen vorgejchen, Kreis Alsfeld, Hj Elpenrod, 21. April, Tie heutige letzte diesjährige B r e u.» h o l z » e rst c i g e r u » g aus den Domanialwatdünge» der kwcriürstrrej Hainbach hatte reichen Besuch, Tie Preise waren sehr niedrig, Bier Rm, Bucheisicheit kosteten nur 25—26 Mk„ vier Rm, Bucknmvrügrl 17—18 Ml,, vier Rm Birchenstöckc 10 bis 11 Ml,, sechs Rm. Buchenreisig 2—3 Ml,, vier Rm, Kiefernholz 10—12 Ml, X Ruppertenrod, 22, 'April, Aus der A l l e n d 0 r s - Stiftung erhielten auch in diesem Jahre wieder die hiesigen Konsirmanden, sechzehn an der Zahl, ihre Gesangbücher zur Kon- sirmation, Tie Konsirmanden zc'igien sich dafür dankbar, indrnr sie das Grab des Sohnes von dem Stifter bekränzten. Auch die Gemeinde will dem hochherzigen Sstilcr ihren Dank durch Aushänge,! einer Marmornen Gedenktafel in der Kirche bekmwen. II B r a u e v I tl) m e » b, 22, Avril Gestern abend »m U8l!hr landete in der Nähe der Bahnlinie eine F I n g m a I ch i » e »nt zcvei Jnjalsen, die bald von emer groben Znschauermenge umgeben ivnren, Tte beide» Jnsahen waren Liftziere nnd mußten, dg cS bald Nach, ivnrde, ans dem nicht acrade günstigen Gelände landen, Tie Maichnie iourde von drei Männern aus Branericlnvend be- ivacht, während die Ossiziere sich znr Nachtruhe ins Tori begaben. Heute morgen um ‘Al »hr stiegen die Flieger wieder aus. Kreis Lallterbuch. N, Oucck, 22, Llpiil, An Stelle des langjährigen Bürger- Ilkeisters Heil, der ans Gejundlzcitsrücksichten nach 40jähriger Ticnstzcit sein Amt niedcrgclegt hat, wurde gestern der ueiigcwähtte Bürgermeister Ehrißian Hosotann durck, den tziroßh, Areisrat v, Werner im Beisein des Gemeinderats verpflichtet und in den Dienst cingcwikscii, R, Unter-Schwarz, 22, April, Gestern fand hier für den verstorbenen Bürgermeister Ltps Neuwahl statt. Trotzdem t ie-Gemeinde mit dem Gräflich Gärtzjchen Gute Richthot nur 125 Einwohner zählt, waren zwei Kandidaten crufgestrllt worden, Es erhielten Konrad Livs IV,, der Sohn des öerscvrbrucu -Dürgernecistrrs, 18 Stimmen, während der Gcgcnkaildidat Alles nur l Stinnne erhielt. Das Bürgcrmcistcramt bleibt jetzt zum picrtclrmal in der Familie Lips, Kreis Lchottcn. 8 Gedern, 22, April. Tank de» Bemühungen deS Llindtagsabgeorductcn Forstmeisters Dr, Weber ist die Gemeinde Burkhards den Orten eingerciht worden, in denen mit der Schulstelte eine Ortszulage verbunden ist, - - U l i fl , 22. April, Seit kurzer Zeit ist jetzt ständig eine ausgcbildetc T c k a n a t s - K r a n k c n >' ch w c st e r stationiert. Kreis Friedberg. OFricdberg, 22, Llpril, Gegen einen Ingenieur und dessen angebliche Braut von auswärts findet eine Untersuchung statt. Beide hatten als E h e I e u t e eine Wohnung bezogen, die M ö b c l aber, die einen Wert von 3000 Ml, hatten, verschleudert nnd den Erlös verbraucht, — An der städtischen Technischen Akademie finden gegenwärtig die Prüfungen statt. Gegen Ende des Monats sollen Borträgc allgemeiner Art für Damen nnd Herren Friedbergs und der Umgebung gehalten werden, m. Friedberg, 22, Avril, Ein Spediteur hatte am llckaberg einen 10 Meter langen Möbelwagen von der Bahn ausgcladen und wollte ihn um die Burg herum in die Stadt iahren. Beim Antahren v e r s a g t e d i c B r e m s e und der Wagen sauste, mit den vier Pscrden bespannt, den steilen Berg hinunter. Der Spediteur kam zu Fall, Ein entgegenkommender Wagen mußte auf den Fußsteig flüchten, „nd suhr bei dieser Gelegenheit einen Allee- banm um. Der Wagen des Spediteurs sauste am Fuße des Ufa» berges in einen großen Hausen Schlacken, wo seinem wilden Rennen ein Ziel gesetzt wurde, k Butzbach, 22. Avril. Rechtskonlulent Wllh, Povvelr» d o r s nnd seine Ehefrau, Maria, geb, NoN, seierten an> Mittwoch das Fest der silbernen Hochzeit. Ta heule auch die Trauung der Tochter statlsindet, so erirent üch die Familie eines Tovvestestes, ui, O ck st a d t. 22, Llpril, In der vergangenen Nacht brachen wieder einmal zwei wildernde Hunde, Ivelche schon vielsach in der Umgegend in Schafherden große Verwüstungen anrichteten, in den Pfercki der G c m ei n d e sch ä s e rer ein. Sie zerrissen rin 5s d) a t ans der Stelle und verwundeten fie- bc» weitere Schafe, sa daß diese sofort abgcschlachtet werden Mußten, Die beiden Räuber waren ein kleiner schmutzig weißer Spitz und eine große blaue Dogge, Tie Herde war nach allen Windrichtungen zersprengt, Hessen-Nassau, sj M a rb u rq. 21, April, Tie Einweihung des Kreis- Kriegerdenkmals, welches im Süden Marburgs, aus dem Fricdrichsplatz, Aufstellung finden soll, findet am Sonntag, den 5, Juli, statt. Am Tage vorher wird in Marburg der Abgeordnetentag des Kurh es fischen Kriege r b n n d e s abgehalten, — Fr a n k sn r t, 23, April, Zu Pfingsten dieses Jahres wird einer der großen studentischen Verbände, der D e u t s che W i s s e n - schastler-Bcrband, seine» Vcrbandstag in Frankfurt a. M, abhalten, Ter Deutsche Wtssensckxtstlcr-Vcrband ist der jüngste große studentische Bund, aber er wurzelt dach sest in einer mehr als 60jährigen Geschichte. Der D. W, V, zählt gegenwärtig 84 Verbindungen mit 3000 Llktiöen und über 12 000 Alten Herren, Zn der Pfingsttagung haben Oberbürgermeister Voigt und der stiektor der Handelshochschule, Prof, Tr, Wachsmuth, den Edrenvorsltz übernommen: die Handelshochschule siir die wissen. schastlicken Sitzungen Pat ihre Höriälc zur Verfügung gestellt, Die Rednerliste enthält Namen wie (tzeneralfeldmarscholl Freiherr von der Goltz, Hauptmann Freiherr von Seckendorfs, Geh, Kirchcnrat Pros, Dr, Eck-6!ießen, Tie Stadt Frankfurt lrird den Fcstteilnehmern .im Römer einen offiziellen Einpfang bereiten. Bei dieser Gelegenheit wird eine große .Ehargrerkeir- ausfahrt in Wichs mit Fahne» .veranstgjtet. Ein großer Fest- lommcrs, ein Ansfliig nach Homburg und der Saalburg vervollständigen die Fcstordnung, deren Abschluß eine Rhernsohrt nach Caub und zurück nach Bingen bilden wird, S, W c st c r b u r g, 22, April, Das elektrische K r e, s - Kraftwerk Höhn-Wefterburg will» voraussichtlich am 1, Juli denr Betrieb übergeben. Die Hochivannungsleitung (50 000 Volt! Höh»—Vallendar ist bereits im Ban begriffen, S, Eisemroth, 22, April, Der Gemeind: Eisenroth wurden zur Wiedcrhersteflung der Vizinalwegc Bicken—Wallenfels „nd Tringcnstein—Eisenroth und Ortsbering 30 Prozent der 3650 Ml, betragenden Gesamlkvstcn aus der Staatsrentc bewilligt, — Wiesbaden, 23. April. Eine hiesige Kunsthandlung hatte in threni Eckiaulenster ein Gemälde v o » N i k o I a n « Ports sin ausgestellt: .Zeus und Kaliito', Es mußte aber n»k Peranlaffnng der Polizei au? dem Schanseniter entsernt Iverden, da nngeblich das Publikum a» ihm Aergeniis nehme. Ter Anwalt der Firma hat gegen das Vorgehen der Behörde Einspruch erhoben. vermischte«. * In einem B r a u n ko HI e n l a g c r unterhalb einer »Straße in St, Etiennc ist Feuer ausgcbbrochcu. Mehrere Häuser, bereit Bewohner durch den ausströmendcn Rauch be- Itelliat werden, müssen geräumt werden. Die Behörden br- schlosscn, das Feuer dadurch zu ersticken, daß tiesc Gräben gezogen und mit Ton ausgesüllt werden, * Das F e st im u u t e r i r d i s ch e n P a I a st, Tie Freunde und Pächter des Herzogs von Pvrtlaud lmben in diesen Tagen ein seltsames Sckiauspiel genießen können: sie nahmen an dem prunkvollen Feste teil, das der Herzog zur Feier der Großjährigkeit seines Sohnes in den, nntcrirdlschen Schlösse von Welbeck Adbcy gab, Welt über l00 Millionen hat der 1870 verswrbcnc sünste Herzog von Porkland für btac VexwlrNubung leint« phantastischen Traumes geopfert. Wie Temiramis ibre hängenden Gärten Kitte so stand der Sinn de« Herzogs auf ein unterirdisches Schloß und auf einen unterirdischen (»arten: sein unermeßlicher Reichtum ge< stattete es diesem engsischen Aristokraten, sich seine SonderlingS- launen zu erfüllen, ohne seine Erben.fühlbar zu beeinträchtigen:, lind ein Sonderling war der fünfte verzog von Portland, ein Original, Abgeschlossen von der Welt lebte er in Welbeck Abbe», oder richtiger unter Welbech Slbbev, sein Einsiedlerleben, Nie bat er geheiratet, klein war die Zahl seiner engeren Freunde, Der verzog wollte mit seinen Gedanken allein sei», und so begrub er nch :n den riesenhaften und prunkvoll eingerichteten »ntcrirdiickxn Räumen, in denen er zu seiner Zerstreuung mich eine der kostbarsten Gemälde galerien (Hrglands unlerbrachte. Der ictzige verzog von Portland, feines Namens der sechste, hat wohl die Besitztümer und die Millionen des „Maulwiirfes von Melbeck ?ll,bet>" geerbt, aber nicht dessen absonderliche Neigungen: er in verheiratet, ist Familienvater, und zur Feier des 2l, Geburtstages seines Sohnes, des Marguis von Titchfield, lud er alle Freunde des vauies und alle sein-! Pächter in das unterirdische Schloß, Welche Räume hier unter der Erde sich dehnen, mag man daraus ermessen, daß im Gemäldes»»! 1400 Gäste soupierten und das; in dem großen Bailiaal vor Jahren einmal Ehamberlain vor einer Hörerschaft von ,ä000 Mensck-en eine Rede hielt, Tausend und eine Nacht: unter der Erde konnten die (»äste hier Spazierfahrten unternehmen, ausrrite» »der lustwandeln, wiewohl die Meisten sicherlich nur staunend von Gemach zu Gemach eilten, aus dem unterirdische» Garten in die unterirdisrhen Frst- räiime und weiter in die lange Flucht intimerer Gemächer Hier fanden die Damen die entzückendsten Boudoires, die Herren die ge mütlichsten Rauchzimmer: und über allem lag ein mildes rosiges Licht, das den Lärm und das Treiben der Welt oergeiien lassen konnte, Tenn am Tage empsangen diese unterirdischen Räume und Galerien ihr Licht durch mattgedämplte Oberlichtscheiben, die kunstvoll zwischen den Büichen de« oberirdischen Garten? verborgen sind. Am Abend aber flammen die Tausende und Abertausende von Lich. lern aus und tauchen diese Behausung nutet der Erde, dieses unterirdische Schloß, in strahlendes Helles Lick,!, —W arune der Aut omat » m so n st Gas lieferte. Einen originellen Knifi hat, wie die „Industrie Electrigue" aus Honolulu zu berichten weiß, ein dortiger Gasabnehmer ersonnen, um seine Gesellschaft zu täuschen. Dar Apparat, ein Automat, lieferte Gas auf Gas, aber nie war in ihm eine Münze, Der Direktion siel das auf, aber trau stete-e (iontroll« war an den Automaten keine Spur von einer Verletzung zu entdecken, Man stand vor einem Rätsel Wenn die Kontrolle»,' der Geiell'chgst dem Abnehmer vorsleilten, die Sache iei doch nicht in Ordnung, erwiderte er, er würde nur zahlen, wenn der Gasometer seine Lieferung einsteslte: solange er immer Gas hätte, läge sür ihn keine Notwendigkeit vor, Geldstücke einzu- Iversen, Tie Gesestichgit droh!«, schickte ihre Inspektoren bin, alles vergebens Schließlich war sie des KamvieS müde, und versprach dem Abnehmer eine hohe Geldsumme, wenn er endlich sein Geheimnis, umsonst Gas zu erhalte», enthüllen wollte. Da der Abnehmer schließlich hierzu bereit war, fanden sich am festgesetzten Tage die Vertreter der Gesellschast bei ilini cm. Er zeigte ihnen eine kleine Authereismafchine, goß mit deren ioilte in wenigen Sekunden ein Eisstück von der Grüße einer Münze und warf sie in den Automaten. Sein Gaspvrrat war erneuert, dos improvisierte Geldstück dagegen schmolz m kurzer Zeit, ohne eine Spur zu tniuerlafseu, * Ter ersehnte Gefährte, Der .Herr Direktor des Zoologischcn Gartens hat endlich eine llrlaubSreise augetrelen, aber guck, i» die Ferien läßt er sich wöchentlich Bericht erstatten, wie es daheim geht. Der dritte Bericht des zurückgebliebenen Assistenten schließt mit der etwas »»glücklichen Wendung: „Der Schimpanse scheint dahin zu siechen, ihm fehlt ein Gefährte, Was sollen wir tun, bis Sie zurückkommeii?" * D i e kleine Beobachterin, „Papa, was ist ein stönig?" „Ein König, mein Kind, ist eine Person, die über alle Macht hat, deren Wart Gesetz iß und der jedermann gehorchen muß," „Papa, isi Mania ein König?" Nöqentl. Neberficht der Todesfälle i. d. Stadt Sietzen. I». 'Bode. Tom 5. bis N, Avril 1*14 Tinwohnerzahl: angenommen zn 3t 9» sinkt. lftOO Mann Militär). Sterblichkeit,,liier: 23.70 nach Abzug von 9 Ortssre irden: 14.22 Kinder ES starben an: Zusammen! Erwachsene: im i'om I. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Tuberkulose * io 4 (11 — — Lutigenentzundung 2(1) 2 (1) — — Britlflgdutj 1 1 Banchsetlentzsindung 1 (1) I (1) — — Dartnvetsch'.ntgtlug 1 u> Kl) — — ^reb« I 1 — — Wasserkopf 1 — 1 — Anämie 1 (>> — 1 (1) Altersschwäche I — — Ue!'ersahrenwcrden i <-> 1 (1) — — unbekannter Ursache i 1 — — Sumnta: 15 16) 18 (») 1 Ki) So.: Tie in Klammern gefetzten Ziffern geben a». wie viel ler Tvdessäll« in der betressende» Krankheit ans von auswärts nach Gieße» gebrachte Kranke kommen. Amtlicher Veiterbericht, Oessentlicher Weiterdien st. Gießen. WetterauSsichten s» Hessen am Freitaa, den 24, Avril 1914: Toni'u- eno Ipo kig, nod, meist trocken, eni'nS kühler, westliche dis norblvetiliche Winde Letzte riricHriciite». Eine erregte Sitzung der Lharlotlciibnrger Stadtverordnete „versa n, ml u n g, Berlin, 23, April, In der Charlottenburger Stadt- vcrordnctenvcrsaminlnng wurde gestern die Erhaltung des Wo chenMarktes am Wittenbergplatz beschlossen. Der von verschiedenen Frauenvereine» eingereichte Protest gegen die Magistratsvorlage auf Abschaffung des Wochen- markte-?, der von 7400 Hailsfrauen untcrzeichiret war, hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Ms der Stadtverordnete Gra» nitza einen großen Teil der Berliner Zeitungen für käuflich erklärte, entstand ein ungeheurer Skandal. Tie Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sprangen von ihren Sitze» aus »nd gaben ihrem Unmut durch lärmende Zurufe Ausdruck, Trotzdem der Stadtve» ordnctenvorstehcr dem Urheber dieser Beleidigung Gelegenheit gab, seine Aeußcrung zurückznnelmien. nahm Graniyzr nicht nur nichts zurück, sondern wiederholte feine Worte von de: „Feilheit" und sagte, er wisse, daß die große Berliner Presse die öffentliche Meinung fälsche. Nachdem der Stadtverordiietenvorstclzer sich init Mühe durch ständiges Lckütcn der Glocke Ruhe verschafft halte, erteilte er dem Stadtverordneten Granipa einen Ordnuiigsruf, ö^i dieser lächelnd einsteckte, Tic c n t s l o h c» e n F r c in d e n l c g i o n ä r e, A i n S e f r o, 23, April, Ter Korporal und die zwölf Fremdenlegion i re, die aus ihrer Kaserne emigjchen waren, versuchten em 30 Kilometer vo» hier enticrntes LebeusmiNeldepor zu nehmen und verwundete» dabei einen Korporal und zwei Mann, die fickt ihnen euigeqenstelllen. Der Korporal Müller ist mit einer Abteilung FremdenlegionSre nach dein Ln nbmarschiect, an dem sich die Entflohenen, die schon u »i z i n g e l t sind, bestnden, .Kniidgcbnngen für Huerta in Mrriko, Paris, 23, April, Nack, einer Meldung aus M e x i k t vom 22 April wurden Huerta begeisterte Kimdgebnngen dar» gebracht, Huerta hielt eine Ansprache, in der er aus- sührtc: Tie Schuld an der feindlichen Lage treffe die amerikanische Regierung, Mexiko habe alles getan, was feine Würde ihm erlaube, um die Feindseligkeiten zu vermeiden, Mexiko könne in 20 Tagen eine Armee von vier Millionen a n s b r i n g c n , cs werde seine Unabhängigkeit und Selbstherrschaft verteidigen, und wenn der Krieg 2 5 Jahre dancrn jollte. in Milch,Kakao.Suppenoder Gemüsen die bestgeeignete, leicht verdauliche u. nahrhafte Kran Ken Kost. Hü B Zimmer 5063 J 5-rlinimer-Wobna., 2. Stock, »er 1. Juli zu verm. _ LudwigSp l al» 15. Neuzeit!. S'^im. Lvobnuna vor I. Juki a« vermiet. Nab. H.Lannshaeb. A li cellr 22. 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Woada TroasaaMa und Tl*g« Lsrssn. F,* 11 . 0 . 1 o ’ai >' ß - * ' Musik 1. Akt: „Die schöne Galathea“, Musik 2. Akt: „Der Burger als Edel- _ ... v c . « ,, . ! Ouvertüre.....Fr. v. Suppe mann .großeFantas. Rieh.Strauß T n , . 1 Musik 2. Akt: „La Boheme , 5. Violinsolo — Konzert-Eialage Fantasie........Puccini |Herr Heini) Musik 3. Akt: Lorchen, Gavotte aus Konzert Nr. 1 mit Orchestcrbegle.- ^dehe»“......Gilbert tnnR '..... ' ' ßerI:oz Musik:.Moosröschen“,Valselento.Bose 6. Rat he- Journal. Akt.Filmbericht. Musik 4. Akt: „Brunhilde“, 7. Gruppe Alcgria. Varieteakt. Fantasie........Thiele Musik: Walzer .Rosen aus dem Musik: „Die Bestimmung'", Süden“......Joh. Strauß i Lied.......Kutschers. Anfang 8 1 /, Uhr. Keine Preiserhöhung! Anfang S 1 /, Uhr faekg, ' Pinsel! Qualität in der Hedizinal-Drogerie m Kreniplatz Kreuiplatz S. 5219a Fernsprecher 706. Die größte Auswahl in Qualitätsware V. C. -V. H. C. Eonntin. den Si». Slvril: Krofdorf—Gleibnchtal— ForftHauS—Schmelz— i>ron^ hausen. 5 Stund. 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April, abends '/,9 Uhr, in Lteins Garten. spricht über Die politische Lage Freie Aussprache! Nur Männer und Frauen arischer Abkunft haben Zutritt. 9 ff WihllttisMßinili öfr hitschiölkisihkil Pirtei. _ q A.: (».Kling. _ 5061 ■tnn.m r m murr. ,n ,t r, it i ttt i nrvmm m frrtrrm mmmn .u.xt w. rr. ' . v . r.? . ' . . ‘ fv. T nMj* : Vom Unterzeichneten Verlag, sowie durch den E Buchhandel zu beziehen: | W ; | und Schifahnt@n | | p&and! um Gieß©n I ===== Preis I Tfark ===== l Das Büchlein kommt einem wirklichen Bedürf- l z nis nach, wie schon eine kurze Einsichtnahme E E in das Inhaltsverzeichnis aufweist. Es sind j E zusammengestellt und in knapper Form de- E E handelt: j E Wanderungen in Gießens nächster Umgebung E mit Sonntagsfahrkartcnverzeichnis, Wege- = E bezeichnungen in der Umgebung von Gießen E 20 Hauptlmien des V. H. C. 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