Nr. Zweites Blatt *64- Zahrgang Erscheint täglid) mit Ausnahme des Sonntag;. Ti- „«ietzcner Lamillenblätte," werden dem .An,einer, viermal wöchentlich ^eigelegl. das „«retrdlatt für den «reis «letzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichen Zeit- srag«»" erscheinen monatlich zweimal. SichsKer AWger General-Anzeiger für Gberhejjen Dienstag. 2(. April *9*4 Rotalionsdruck und Verlag der Brühl'scherr Unwerfiiüts - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, (ließen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^SH2. Tel.-Adr.:i)lnzeigerGieben. Hauptversammlung des hessischen Gberlehrervereins. Am 17, und 18. April hielt der H e s f. Oberlehr erverein seine diesjährige .Hauptversammlung unter zahlreicher Btftctlt gimg aus allen letlctt tzejscns in Oppenheim a Rh ab Ten Vorsitz bei den Verhandlungen jührtc Pros. A l t e ,i d o r s - Gießen. Tie Schiilabtcilung ivar vertrete» diirch Hcrnt Staatrat S ü s s e r t und Herrn Geh. Oberichulrat Block. Ala Vertreter des Kreises war erschienen Herr Kreisrat Wolfs für die Stadt Oppenheim Herr Bürgermeister Schmidt. Außerdem hatten Vertreter entsandt die Phtlologenveretne von Baden Hessen-Nassau Württemberg und der Verein akademisch gebildeter Lehrer zu Frank- furt a. Main. Der Freitag war, wie es in den lchten Jahren Sitte geivorden ist. wisscnschastlichen Fachsitzungen gewidmet. Tie matheniatisch-naturwijscnschastliche Abteilung beriet unter den, Vorsitz von Tircktor S ch It e l l - B u h b a ch über die von ihrem Lehrplanausichujj entworfenen Lehrpläne, ohne damit -zu Ende zu kommen. Ter Entwurf soll mit den gewünschten Aendcrungen und Zusätzen der nächsten Tagung nochmals vorgelcgt werden. Sodann führte Herr Oberlehrer Grüninger-Worms zwei -von ihm selbst konstruierte Wellcnmajchinen vor. Zuletzte brachte Professor B ö l l t n g - T a r m st a d t in längeren interessanten Ausführungen eine Reihe von Wünschen bezüglich der Ausbildung der Biologen vor. Tie Sitzung der Neuphilologen leitete Pros. Tr. Hellwig- M ain z. Ter von Proi. Dietrich-Darm stadt vorgelegic Plan für den iranz. Lesestoff wurde einstimmig gutgchcitzen. Oberlehrer Tr. K n a u ß - G t c ß c n sprach in einem sehr beifällig aus- genominenen Vortrag über bcn fremdsprachlichen Aufsatz, jedoch mutzte auch Heer die Aussprache über die ausgestellten Leitsätze wegen vorgerückter Zeit auf die nächste Tagesordnung verschoben werden. I» der Sitzung der evang Religionslehrcr, an der als Vertreter des Oberkonjistorimns Herr Prälat Tr. F l ö r i II g teilnahm. erstattete zunächst der Voriitzende Prof. L a m v a S - F r t c d berg Bericht über den derzeitigen Stand der Lchrplanrcsorm. Dann sprach noch Pros. Kunkel-Tarmstadt über die „Bedeutung der Religion für Unterricht Und Erziehung auf unser» höheren Schulen" und Prof, l i c. M a 11 h es - Da r NI st a d t über den „Unterricht in der Glaubens- und Sittenlehrc in den Obcr- klassen der höheren Schulen". Gegen Abend sand eine Besprechung der Vorsitzenden der einzelnen Fachabteilungen mit dcu> BereinSvorstaud statt, in der Beschlüsse über die zukünftige Gestaltung der Fachabteilungcn gefaßt wurden. Außerdem wurde beschlossen, eine germanistische Fackt- abteilung ins Leben zu r,usen. Nach einer Besichtigung der Einrichtungen der Grotzh. Wein- und Obslbauschulc unter Führung des Herrn Tircktor F u h r, wobei die Teilnehmer auch den kostbaren Inhalt der Keller kennen und schätzen lernten, vereinigte der Begrützungsabend alle Amtsgenosscn zu sröblichem Tun. Den Vorsitz der überaus gut gelungenen Veranstaltung führte Pros. Obcnaucr-Oppen- h c i m. Ter SamStag brachte zunächst eine Besichtigung der Katha- ncnkirche, wobei Herr Pfarrer Kietz führte. Um 11 Uhr begann dann die nichtöffentliche Versammlung in der Wirtschastshallc aus der LandSkronc. Nach Erledigung geschäitlicher Dinge schritt man zur Neuwahl des Vorstandes. Der frühere verdiente Vorsitzende Pros. Tr. B e ck M a i n z hatte eine Wiederwahl aus Gesundheitsrücksichten dankend abgelehnt. In Anerkennung seiner grasten Verdienste um den Verein schlug der Vorsitzende vor, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen. Der Antrag wurde unter starkem Beifall einstimmig angenommen. Für ihn tritt neu in den Vorstand ein Pros. Tr. H e l l w i g - M a i n z. Tie übrigen Vorstandsmitglieder werden wiedergewählt Von den übrigen gefastten Beschlüssen sind zu erwähnen : Ter Beitrag für nicht dauernd verwendete Anwärter wird aus 2.50 Mark herabgesetzt : der Verein soll in das Vercinsregistcr eingetragen werden; die dazu nötigen Aenderungen der Satzungen weiden gutgehcitzen: die Versammlung ist damit einverstanden, dast ein „Lchrerkalender für die höheren Schulen Hessens" unter Mitwirkung des Vereins erscheint. Ten Abschluß dieses Teiles der Tagung bildete ein Bericht des Schriftführers Ass. P o ep perlt n g - T a r m st a d t über die Lage der hessischen Lehramtsasses sorcn und -Resereiidarc, in dem er gleichzeitig versuchte, einige Mittel anzugcben, wie der schlimmsten Not gesteuert werden könnte. An diese Sitzung schloß sich die eigentliche Hauptversammlung, in der zunächst der Vorsitzende die Erschienenen begrüßte und herzlichst willkommen hieß. Aus die Begrüßung antwortete Herr Staatsrat Süsser t mit folgender Ansprache: Meine geehrten Herrn! Ich danke Ihnen persönlich und im Namen der Schulabteiluug, insbesondere im Namen meines hier mitcrschienencn Kollegen, des Herrn Geh. Oberschulrat Block, herzlich für die liebenswürdige Einladung, die Sie uns zur Teilnahme an Ihrer Versammlung haben zugehen lassen. Ich danke Ihnen nicht minder herzlich für die freundlichen Worte der Begrüßung, die Ihr Herr Vorsitzender der Ministcrial-Abteilung und insbesondere mir gewidmet hat. Meine Herren, mir sind gerne Ihrer Einladung gefolgt. Ich duzstc Sie im Vorjahre schon versichern, daß wir Wert darauf legen, mit Ihnen persönliche Fühlung zu nehmen, vertraut zu werden durch persönlichen Verkehr^ mit Ihren Sorgen und Wünschen, Ihre Anschauungen in Fragen Ihres Berufs und Standes kennen zu lernen und Ihnen auch menschlich näher zu kommen. Ich habe int vorigen Jahre die Hvfsnung ausgesprochen, und ich wiederhole sie, dast die guten Beziehungen zwischen Ihrer Vorgesetzten Behörde und Ihrem Verein immer >ort- daucrn mögen. Sie baden den Wunsch, sie aufrecht zu erhalten und auch an unserem guten Willen soll cs nicht fehlen. — Meine Herren! Es ist bisweilen in der letzten Zeit die Behauptung zu hören und zu leien gewesen, dast eS mir persönlich bei der Leitung der Geschäfte nur daraus ankäme, eine äußere Autorität zu lvahren. Meine Herren! Ich glaube, ich habe es nicht mehr nötig, vibnen gegenüber gegen diese Behauptung mich zu verteidigen, coie haben mich >a jetzt kennen gelernt Immerhin darf ich ein paar Worte dazu sagen. Es ist selbstverständlich und bedarf keiner Begründung, insbesondere Ihnen gegenüber, die Sie berufen sind zu erziehen, daß in den Beziehungen zwischen Ihnen und uns die Autorität stehen muß, dast nötigensalls die Autorität der Behörde auch durch» gesetzt werden must. Aber es wäre schlimm,um unser Verhältnis bestellt, wenn es gestellt wäre nur aut äußere Autorität., Nein, meine Herren, die Beziehungen zwischen uns müiien Iteler, Ue müssen aus ethischen Grundlagen begründet fern, und da glaube ms es sagen zu dürfen, denn es gebt dieses auch aus den Worten der Begrüßung Ihres Vorsitzenden hervor, es waltet zwilchen der Vorgesetzten Behörde und Ihnen das Verhältnis des Z^rtrauens, des Vertrauens, das gegründet ist auf gegenseitiger .Innung und die Uebcrzeugung, daß beide Teile ihr Bestes geben zur Förderrtng unserer gemeinsame» Interessen des Vertrauens, das Treu« erzeugt. Meine Herren! Haben wir nun uns die Treue gehalten? Diese Frage ist berechtigt nach dem Abschluß des zwctiahrigen Beiol- dungsftreites. Ich möchte für Sie diese Frage betahen. Sie haben mit Nachdritck Ihre Interessen vertreten fahrend der Bc- soldnngSkämpse, aber in einer Form, die ^threr Stellung, und mit her Würde, die Ihrem Stande entspricht. Wir haben das nicht anders erwartet, aber es hat uns das angenehm berührt, und ick danke Ihnen dafür. Meine Herren! Sic haben uns die Treue ge halten, aber haben auch wir Ihnen die Treue gehalten? Es ist da- eine Frage, schwer zu beantworten für den Außenstehenden, de, nicht zu durchschauen vermag die mancherlei.Fäden des Gelriebe-, gerade bei der Erledigung einer derartigen roackw, wie eine Be foldungsreform. M. H. Der aufmerksame Beobachter wird währenk der Besoldungskämpfc ans manchem seine Schlüsse gezogen haben vielleicht zuivetlen dabei weniger aus dem Reden als mehr au-, dem Schweigen. Ich selbst, meine Herren, kann nicht Richter in eige »er Sache sein. Aber das glaube ick) sagen zu dürfen: Ich trete vor Sie hin mit einem guten Gewissen. Ich darf aber weiter, IVI dies auch aus den Begrüßungsivorten Ihres Vorsitzenden hervor lwht, sagen, daß in diesen Besoldungsstreit Ihre Interessen ein gut Stück vorwärts gekommen lind. Meine Herren. Ter Beivlduuge- kampf ist jetzt vorüber, und Sie können sich nunmehr wieder mehr den idealen Aufgaben Ihres Vereins widmen, Sic werden uns dabet gern aus Ihrer Seile linden. Sie haben >a gesehen, daß Ihre Anregungen bet uns aus guten Boden fallen. Ich brauche das nicht näher auszuführen. In nächster Zeit wird eine Neuauflage der Lehrpläne erscheinen, d. h. die alten Pläne in ettvaS veränderter Form. Wir haben Wert darauf gelegt, die vielen Anregungen, die an. einzelnen Schulen erprobt werden, den neuen Lehrplänen an- zusügen, damit sic.in der Ocsfentlichkeit bekannt werden und jeder sehen und prüft» kann, welche Aendcrungen erfolgt stud. ES wird das eine nützliche Vorarbeit für eine künstigc Repision der Lehrpläne sein. Eine solche augctwlickluh vorzunchmen, wo so vieles noch gärt und brodelt in Lehrplanfragen, möchte nicht zweck mäßig sein. __ Meine Herren! Eine neue Frage beschäftigt Sie uttd uns, Sie hoben sie auch aut Ihre Tagesordnung gesetzt, es ist die Lage Ihres Nachwuchses, die Lage der Asse s s o c e II und Referendare. Es ist eine schwierige Frage. Ich habe dazu schon ein paar Worte in der letzten Kammerdebatte getagt, cs ist Jlmcn das wohl auch zu Ohreti gekommen. Sie iverden daraus ersehen haben, dast wir uns mit dieser Frage beschäftigt haben zu einer Zeit, wo noch keine Anregung von außen an uns gekommen ist. Wir haben schon vor zwei Jahren durch einen Aussatz in der Tarmstädicr Zeitung und durch entsprechende Anweisung der Direktionen die Aufmerksamkeit aus dir schlechten Aussichten der Anwärter des höheren Lehramtes zu lenken gesucht. Sie ersehen daraus, dast uns diese Angelegenheit schon länger beschästigl, und daß wir nicht gezögert haben, hervorzutreten in dem Augenblick, wo wir einen klaren Ucberblick über die Verhältnisse gewonnen zu haben glaubten. Meine Herren! Wir werden dankbar sein für die Anregungen, die Sic an uns gelangen lassen. Seien Sie versichert, daß wir sie orüsen und tun werden, was in unserer Macht steht, die Verhältnisse zu bessern. Ich halte diese Frage nicht für eine äußere Standessrage, für eine Geldfrage, ich halte fte in hohem Maste auch für eine ideale Frage. Ich bin in der Tat der Meinung, daß es aus sozialen und ethischen Gründen notwendig ist, dast unser Nachwuchs frühzeitiger zur Anstellung kommt und in die Lage versetzt ist, ein Heim zu gründen. Es gilt das für alle Beamte, insbesondere aber für den Erzieher. Also meine Herren, ivas in unserer Kraft steht, das Iverden wir tun. Ich würde mich freuen, wenn mir in der Lage sein sollten, III dein näcktsten Budget- den Beweis unseres gitlen Willens zu erbringen. iBravoh Indessen, spannen Sie Ihre Erlvartangen nicht za lwch, denn wir sind immer nur ein Teil des Ganzen, und aus anderen Gebieten der Staatsverwaltung liegen die Tenge viel schlimmer. Immerhin, an unserem guten Willen soll es nicht fehlen, und ich wünsche Ihnen, meine Herren, daß Sie aach in dieser Frage, die Sie heute beschäftigt hat, das erreichen, was Sie wünschen. Mit diesem Wunsche, meine Herren, möchte ich meine Betrachtungen schließen. (Lebhafter Beifall.) Nachdem noch Herr Kreisrat Wolsf und Herr Bürgermeister Schmidt geantwortet hatten, berichtete der Vorsitzende über das abgclausenc Vercinssohr. Sein Bericht war ein Ueberbltck über die in diesem Jahre zu Ende gesührten Kämpfe uni die Besoldnngs- resorm. In tresscnden Worten wurde gezeigt, was dabet erreicht wurde, und was noch zu erstreben ist, und der teste Wille ausgesprochen, rastlos und zielbcwustt weiter zu arbeiten an der Förderung des Oberlehrerstandes. Reicher Beifall lohnte den Redner. Ten Festvortrog, der sich kiesen Ausführungen anschloß, hielt Prot. Tr. Henkel-Worms. Sein Thema lautete: Kulturgeschichtliche Beobachtungen an römiichen Fingerringen. Seine laugen, eingeltendcn Studien setzten den Redner, der vor nicht langer Zeit die Ehre batte, vor Sr. Mai. dem deutschen Kaiser über denselben Gegenstand zu sprechen, leicht in Stand, den Versammelten in überaus sesielnder Weise einen Einblick zu verschalten in dieses Gebiet des klassischen Altertums und erstaunliche kulturgeschichtliche Zusammenhänge nachzuweisen. Ten Schluß der Tagung bildete ein gemeinsames Mittagsmahl aut der Landskrone, das noch durch manche Rede aewürzt wurde. Dann oina es ans Abschiednehm"" Tie ireundliche Anmabmc durch di? Bürgerschaft und die Behörden, die minnigtahen Anregungen. welche die Tagung bot, ..nidi die entzückende Lage des alten Städtchens, das sich im Glanz der Frühlingssonne und dem Schmuck der Baumblüte zeigte, werden die Teilnehmer an der Tagung das rebnmkränzle . Oppenheim nickt io bald oergessen lassen. Tie nächstjährige Tagung soll in Bad-Nauheim stalt- sinden. Einsührung der neuen Direktoren ö-s Realgymnasiums und der Oberrealschuie. K. B. Gießen, 20 April. Tie feierliche Amtseinführung der neuen Schuldirektoren des Realgymnasiums und der Oberrealschule fand a,n Montag morgen um 10 Uhr in der festlich geschmückten Turnhalle des Realgymnasiums statt. Bekanntlich lag die Leitung beider Anstalten bisher in den Händen des Geh. Schulrates Dr. Rau s ch, für den mit Beginn des neuen Schuljahres als Direktor des Realgymnasiums Professor Dr. Saut, als Tircktor der Lberrcalschule Professor Tr. Schnell cintrecken. Ter Feier wohnte neben den beiden Lehrerkollegien und den Schülern und Schülerinnen der oberen Klassen auch eine große Anzahl Ehrengäste bei: unter diesen saß man den Provinzialdirektor, den Oberbürgermeister, die Stadtverordneten, Vertreter des Attlitärs, der Geistlichkeit, die Direktoren der übrigen Lehranstattcn u. a. Die Einführung der neuen Direktoren in ihr Amt nahm als Vertteter der Regierung Geh. Ober-Schulrat Not - naget vor. Zunäch.st rief er einen dankbaren Abschr-ds- gruß dein bereits geschiedenen Direktor Rausch zu, der seit 22 Jahren an der Spitze beider Anstalten stand, nachdem sich während seiner Amtszett und durch seine eifrige Förderung aus der Realschule, späteren -Oberrealschule, das Realgymnasium abgezweigt hatte. Gr hob hervor, daß der heutige Tag auch ein Tag der Weihe für das im letzten Schuljahre fertiggestellte neue Schulgebäude sei. Dann gedachte der Redner der Trennung der beiden Schulen, die bisher in enger Gemeinschaft zusammen gearbettet haben. Zur Zeit ihrer Grünibungck-üfte die Realschule eine Witteljchu-le zwöichen einem GNntnasium und einer Volksschule sein, und wie sie Ziele, so war auch der Bau anfangs bescheiden. Nach üufzig Jahren, 1887, hatte die Schule eine ganz andere, edeutendere Gestalt angenommen, als tnau zuerst gewollt mtte, und wurde von mein als 0000 Schülern besucht. Später erivies sich dann ein Realgymnasium als notwendig, tud l>eule sind Heide Schulen so gewachsen, daß sic beide incr eigenen Leitung bedürfen und daß ihre Wege nun lieht mehr zusantmengelp'ii können. Sie treten ausetnauder zu friedlichem Wettbewerb. Zum Schluß wandte sich der Redner au die neuen Direktoren und schilderte ihre Aus; sahen und Pflichten im einzelnen. Er schloß mit dem Rat. daß jeder den ihnen anvertrautcn Schülern ein väterlicher Freund sein möge.' Ter Direktor des Realgytnuasium-S, Prot. Dr. Baur, tzaiitte der Regierung für die Ernennung zum Tirettor und dem Vertreter der Regierung für die herzlichen Worte. Mit Freude trete er seinen neuen Posten in Gießen an. denn er sei selbst ein Kind -Oberhessens, habe einen großen Teil seiner Studien in Gießen absolviert und sei auch ichvu in Gießen tätig gewesen, also mit Land und Leuten vertraut. Tie ttohe Stimmung, die il>n bei seinem Amtsantritt beseele, werde noch verstärkt durch das gute Verhältliis zwischen den städtischen Behörden und der Anstatt Sodann legte er die einzelnen Grundsätze dar, nach denen er sein neues Amt — er war bisher nur au humanisttschen Gymnasien lättg -- aussassc, erinnerte dann an die Verdienste seines Vorgängers und wandte sich an seine neuen Kollegen und au die Schüler, die seiner Ueberzeugung nach nicht nur für die Wissend ichasteii, sondern auch zur Bildung des Eharatters erzogen werden müssen, nach den drei Gesichtspunkten: Religion, Zilie und vaterländische Gesinnung. Professor Tr. Schnell, der neuernannte Tirettor der Lberrcalschule, schloß sich den Dankesworten des Professors Baur au und hob besonders hervor, wie sehr die Schule der Stadt für das schöne, praktische Gebäude zu danken habe. Auch er lobte die erfolgreiche- Wirtjamkeit des scheidenden ffiel,. Schulrates Tr. Rausch und dankte ihm dafür. Tann wandte er sich an das Lehrerkollegium der Oberrealschuie und begrüßte die ihm anvertranten Schüler. Endlich tvarf er nach einen Blick aus die neue llnterrichtsresorm, die einen eifrigen Förderer in Herrn Pros. Schnell gesunden hat. Wen» er für die iResorm eintrete, so führte er ans, so bedeute! vgs nicht, daß er das ganze bisherige Untcrrichtswesen verdamme und ändern wolle: das sei auch nicht das Ziel der Reform, denn unser deutsches Erziehungswesen sei in der allgemeinen Weise gut und richtig und sei der melgerühmten euglischen Erziehungsmethode iwit voraus. Er wünsche nur eine Förderung der körperlichen kAuShilduug der Schuliugeivd (Erweiterung der Jngendspiete! und eine größere cklirsd-eh- nung des matheinatilch-naturwissenschastlickten Unterrichts. Er hoffe, die Oberrcalschule werde unter seiner Führung dazu beitragen, daß man zu diesen Zielen ein Sttick weiter gelange. Oberbürgermeister Keller bedauerte, daß die treuen >-chulräninc nicht zur bestimmten Zeit hätten scrtiggestcllt werden können. Tann gedachte er des früheren Tircttors. und erinnerte an dessen hervorragende Tätigkeit und an die liebenswürdige Art, mit der er mit der Stadt (äteßen zusammcngearbettet hat. Darauf begrüßte er die dctdcit 'Nachfolger und versprach das toohlwollendc Interesse der Stadt. Darnach schilderte er die Entwicklung des Neubaues: Nachdem die Sladtverordnetenversamm lnng ihre Bewilligung erteilt habe, sei der Bau tut Mat 1912 begoiineti, im Januar 1010 der Rohbau und int Dezember 1910 der innere Ausbau fertiggestellt ivorden. Tie Turnhalle des Realgymnasiums sei in, März 1912 in Angriss genommen und im März 1919 vollendet. Einen hohen K'ostenanswand habe das naturwissenschastlichc Institut des Realgymnasiums erfordert. Insgesamt seien für die Oberrealschuie au Baukosten und Kosten für die innere Einrichtung 29001X1 Mk., für das Rcalgymna.sium 1.70000 Wf. erforderlich gewesen. Allen, die zur Vollendung beigetragen hätten, sei die Stadt Tank schuldig, so besonders dein Stadtbaumeister Gerbe! und dem Bauführer Nold. Er sprach die Hoffnung aus, daß den Direktoren, Lehrern ttnd Schülern die ihnen anvertrauten Räume tvohlgcfallen und zu Stätten nutzbringender Tätigkeit werden möchten. Zum Schluß wies er darauf hin, daß die Schnleii ihre Ausgaben darin suchen müssen, für die Erziehung zur Arbeit und zur Pflicht und fiir die Festigung des Willens zu dienen. Im Namen des Lehrerkollegiums vom Realgymnastuin begrüßte Professor v. Holtzmann den neuen Direktor. Ein Wechsel in der Leitung sei immer ein gefährlicher Eingriff in eine lebendige Organisation. Um so mehr hoff: er, daß die Anstalt unter der neuen Leitung nicht wachsen, denn die Schule sei schon groß genug, aber blühen und gedeihen möge. Das sei zu erreichen bei einer innigen Zusammenarbeit, wenn sich Lehrerschaft und Direktor nicht gegeneinander verschlössen. Er begrüßte den neuen Tirettor als einen Mann, d»r mit Gießen bereits verttant fei. Professor Ko ob überbrachtc dem Tirettor Schnell den Gruß der Lehrerschaft der Oberrealschule und gab der Frettde Ausdruck, daß der neue Tirettor, den man mit Tchnsncht erwartet habe, tein Fremder sei, und daß sein ckiame ans dein Gebiete der Methodik und der Retorm-bewe- gnng einen guten Klang habe. Daher sei ein neuer 2lusi schwung der Oberrealschuie zu erhosseu. Um diesen zu erreichen. dürfe der Tircktor der gewissenhaften Mitarbeit seines Lehrerkollegiums versichert sein. Die Feier wurde von sttminungsvollcn Vorträgen das Schulchors umrahmt. An» StnSt nn- Land. Gießen, 21. April 1914. ^ Vom Kaifermanöver 1914. Das vornehmste Mittel, die Führer unseres Heeres schlüssig und befähigt zu machen, daß sie ihren Ausgaben für den Ernstfall geivachsen sind, bildet in seiner hetttigen kriegsmäßigen Form das Manöver, das alljährlich vor dem Kaiser abgehaltcn wird. In diesem Jayre findet das Kaisermanöver, wie schon wiederholt mitgetcttt, unter Be- von Armeekorps fomu- mehrerer Kavallerie- Divisionen Pom 14. bis 18. September zwischen der .utn.vifl >»d der oberen Lahn statt Durch umfangreiche Einziehung »an Reserven iverden die Infanterie Bataillone aus 700 hlann vcrslarlt. Vorher haben diese Korps je drei UebungS- lage für die Tivijlonsmanöver zur Verfügung Die Divi sionsmanöver müssen so beendet sein, das; die Truppen ain Abend des 12. September im Versammlungsberciche zum Kaisermanover eingctrosjcn sind, lieber das 7 Armeekorps halt der Kaiser am 7 ». September bei Münster in Westfalen, über das 8. am 8. September bei Koblenz Truppenschau,. Als Armeeführer kommen der cheneralinspckteur der 4 ArmeeJnipeklion, Generaloberst K r o n P r i n z R u p P - recht von Bayern und der Generalinspekteur der 7. Armee- Inspektion, Generaloberst v. Eichhorn in Frage. Die Heerestavallerie der erneu Partei ivird voraussichtlich GeneraNeutnant v. Knorzer, der Kommandeur de» -I. Kavallerie Inspektion, führen. Tic beteiligten Armeekorps unterstehen den kommandierenden Generalen v. Einem gen. v. Rothinaler (7, Armeekorps!, Xülff v. Tscktepe und Reidenbach (8. Armeekorps ', v. P l ü s k o w (11. Armeekorps), v. Schenck (18. Armeekorps!, Ritter v. Sa rtini i2. bayerisches Armeekorps», p. K re ß (3. bayerisches Arnice- lorps). Ter Aufkläriinasdienst bei der Arniee toird in großem Umfange von den Pustschiffer und Iliegerbalailkonen ausgenommen »verden. Tie strategische»» Vorbereitungen für das Kaisermanover liegen zu»n neunten Mate in der Hand des Ehess des Gencralstabs der Armee, v. Moltke, die verwaltungstechniichcn, d h. die Regelung des Mnnover- suhrparlwcsens, die Einrichtung vv»i Proviant- und Fou- rageämtern, sbeldjchlächtereien und Feldbäckereien »verden von dem Generalmasor v. Schüler, ocin Direktor des Armec-Verwaltungs-Teparteinents des preußische», KriegS- ministeriums, geleitet. Gerade an die verioaltungstechnischen Arbeiten werden diesmal, wo zum erstcnnial so bedeutende Truppcnmassen auf einem immerhin kleinen Raume unter- gcbracht sind, riesige Anforderungen gestellt »verden, und sie »verden zeigen, wie sie'sich apwickeln. Denn vo»i ihnen hangt die GefechtSlrast der Truppen und letzten Endes der Sieg ab. Tie Eisciibahnabteilung des Große» Gencralstabs unter ihrem Leiter Gencralmajoc Schumann mit Unterstützung der Linienkommandante» in Köln, Münster, Elberfeld, Frankfurt a. M., Mainz, Erfurt. Kassel und der bayerischen Orte, wird bei der Heimbesörderung der Truppen am Schlüsse des Manövers eine erhebliche Rolle spielen und eine gewaltige Arbeit zu leisten haben. Zahlreiche Fürstlichkeiten »verden voraussichtlich an den Manövern teilnehmen, so der König Ludwig lll. von Bayern mit den Prinzen seines Hauses, die während der Manövertage Schloß Aschafsenburg beziehen, der Großherzog Friedrich II. vo» Baden als Generalinspekteur über das 8. Armeekorps, der Thronfolger in Württemberg als Gencralinfpetteur über das 11. Armeekorps, der Groß!»erzog Ernst Ludwig und die Grobherzogin von Hessen, der König der Hellenen, der, Großherzog von Sachsen, der Herzog von Sachsen-ftzobnrg und Gotha, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen, der Fürst Günther zu Schtparzburg- Riiüolstadt und Sondershauscn, der Fürst Heinrich XXVII. Reuß jüngere Linie, Leopold Fürst zur Lippe, Prinz »nd Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Prinz und Prinzessin Karl v. Heisen, der Fürst zu Wakdeck. Tie Einzelheiten, die zurzeit noch beraten iverden, und die dann in der Manöverabtcilung des Großen Gencralstabs verwahrt werden, kommen erst in der Woche vor deni 14. Sepie,über als Befehle an „Blau" und „Rot" heraus. « ** 6 nf t uii 9 des Fii hrher rn bet leichtsinnigem Fahren des Kutschers. Wenn ein Kutscher durch Fahr- lähigftü mit scinc»n Geschirr jemandem Schade», zugefügt hat, so il'i hierfür nach § 831 des Bürgert. Gesetzbuches der Dienstkecr basibar, n>enn er nicht nachwcist, daß er bet der AuSivahl des Kutschers die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet Hai. Dieser dem Geichästshcrr» nachgelassene Entlaitungsbewcis lrnn schon dann nicfu als geführt angesehen werden, »oenn der Kutscher »ich häusig nach Feierabend beirunken hat Mid auch im Dienst nicht immer ganz nüchtern »var. Denn solchenfalls mußte »ich der Dienstherr tagen, daß der Kutscher infolge Angcirunken- scius leichtsinnig fahren und dadurch andere Personen gefährden könnte. So war d»r 14 Jahre alte Sohn des Bergmanns C. in denrichenburq auf der Straße von einem Wagen des Fuhrunternehmers B. in Gelse ii lirchcn, de» der Fuhrmann R. gelenkt hatte, überfahren und schtvcr verletzt worden. Es steht sc»!, daß der "Unfall, aus ein Per schulden des Fuhrmannes iiiriid'uiüfvrcn ist, der übermäßig schnell gefahren und beim Uibcrholen eines a»ldcrcn Wagens so »vcit ausgebogen ist, daß er den hart am Bürgersteig gehenden Knaben angesabren hat. Der Fuhrmann R. ist deshalb rcchtskräitig zum Schadenersatz verurteilt worden. Das OberlanbeSIcricht Hai nun aber auch den T i e n st h e r r n zum SAtdenersatz veeurteiit Es steht den vom" Bellagien angctretenen Entiastungsbciveis nicht als erbracht an, indem cs anssührt: Es ist crtvicsen, daß R. schon in seiner früheren Dienststelle ab und zu betrunken »var. Auch während »einer Tätigkeit bei dm» Beklagten hat er »ich nach Feierabend häufig bclninken, »vor aber ab und zu auch im Dienst nicht ganz nüchtern. Daß R. bei der hier fraglichen Unglückssahrt betrunken war, ist zwar nicht erwiesen. Es liegt aber eine Hobe Wahrscheinlichkeit dafür vor, daß sein unvorsichtiges Fahren eine Folge von Anqetrunkniheit war Wenn ein Kutscher »ach Feierabend »ich häuiig betrinkt und auch im Dienst selbst nicht immer nüchtern ist, bann muß ein vorsichtiger Dienstherr damit rechnen, daß der Kutscher möglicherweise nicht stets mit der gehörigen Vorsicht fuhren wird. Dar Beklagte kann »ich auch nicht damit entschul- fci eu, daß ein stellemveiies Angetrunkensein fast bei allen Kutschern vorkonim». Hier liegt »neh. vor» dam Bet" -Osten konnte ti Neigung des R. zum Trinken nicht entgehen Mag der Br Ilagle auch bei der An st ell » v g .des R. djUeu mit der ge hörigen Sorgialt ausgawöhlt haben, so ist doch » , ch l bewiesen, daß R. bei »einer Auswahl für die hier fragliche Verrichtung, ' te IIn lüttSiahrt, noch geeignet „ n d zuverlässig »var. Das Reichegericht bat dieses Urteil bestätigt * + Feuchtes Wiedersehen! Ein Leier schreibt uns das folgende nette Histörchen» Am Sonntag kehrte ein Mann aus dein Nachbardort "R, der seit langen Jahren die Welt durch, wandert hat, nach seinem Hrimatdvrie zurüei. In dein ein Bicrtcl- stündchen entfernt liegenden Orte T. tvird noch einmal Halt ge in acht und zum Abschluß der legten Reiicetapve werden einige „linier die Binde"" gegolten. Doch zu stark tvar der Alkohol und bald hat sich der Wanderer — es »vor inzwischen Abend ge luvte« — den Straßengraben als Fridbctt erkoren. Tie kalte Nachlluit bringt ih»i jedoch bald »vteder aus ruhigere Gedanken. Langsam such! er nach einem besseren Ruhepläpchcn Plötzlich verliert er den Boten unter den Füßen und . »itzi plötzlich in deni vorbeistießenden Bach. Hätte nicht das Dienstmäbchcn des in der Rad" wohnende» Müllers die Hilieruic de Bedauernswerten g-hört. »"a hätte der Weg nach der Heimat nach der Weg zur „ewigen Heimat"" »ein können. ** ft»nfw»ic in Hesse». In dem Konkursvertafiren über das Vermögen der Will» Beckert Eheleute in AlSteId ist zur Prüfung der nachträglich augemeldete» Forderungen Terinin nu> Dienstag, 28. April 1914, vormittags 10V, Uhr, vor dem Großh Auüllrirscht >n Alsfeld anberaiuut »vorden. — In den, Konkurs- vermhren über de» Nachlaß der Eheleute Johann Wetze! I. nnd Katharina geb. Bretter von Nackenheim ist Terntin zur Gläubigerveisgnimlung zwecks Anhörung über den Antrag des Konkursoerwallers aus Einstellung des Verfahrens mangels Malle bcflimmi auf de» 13. Mai I. I., oorni. 10 Uhr, im StUnngSsoale des Großh, Amtsgerichts Lvvenbetm. — Das Konknrsverlahren über das Vermögen des Landivirts und Eparkasienrechners Pbtlivv Man.» V. von E r n st h o i e n ist narb erfolgter Adhaltvnq des Schlußterniins hierdurch aulgehoben. — lieber das Berntogin des Peter Knocke, Kaufmann in Pt a i II t, ist an, 16. »April das Konkursvcnahren erössnet. Der Reelilsamualt De. Winter in M-.inj ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs'orderimgen sind bis zum .b Mai 1911 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Befchl»b>a>"»"lu,g über die Beibehaltung des ernannte» oder die Wahl eines anderen Berivalters usw. ani Samstag, 18. Atai 1911, vormittags 9>, Uhr, vor dem Amtsgerielite Mainz Termin - »- beraumt. Personen, tvelche eine z»r Konknrsninste gehörige Lache in Behl! haben oder gur Konkurs maste etwas fchnldtg sind, ivird ansgegeben, dem Konkursvernvalter bis zum ». Mai 1914 Anzeige zu machen. Landkreis Gießen. & Al len. Bus eck, 20. April. Die Hauptversommlniie» des Spar, und B or j ch u ß vc rei »S fand gestern bei Elast, wirt Krämer statt. Nach dein Jahresbericht de? Vorsitzenden zählt der Verein 122 Mitglieder. Das Guthaben des Ver. eins beträgt 274 785 Mk„ der Reingewinn 1870 Mark. — M ü „ stcr, 19. 'Avril. Nach dreicinhalbsähriger Tätigkeit im Bahnbau in Asien ist Ingenieur Serth von derSleinesinühle bei Münster im vorigen Monat wieder zuriickgekchrt. Er hat ans "einer Reise durch Palästina »ud "Aegypten vhotographiiche Aus- »alnneii gemacht. d>e er am Samstag abend im Saale des Gastwirts Dauer als Lichtbilder zeigte. (i) Ob vorn Hose», 19. April. Von einem bebaue» lichen IlnglnckSsoll wurde die Familie des Maurermeisters Heinrich Litt betroffen. Der achtzehnjährige Sohn, der in Stuttgar! bei einer Herrschaft als Diener beschäftigt war. stürzte mit einer brennenden P e t r o l c u >» l a in p c ii Bode» nnd brach beide Beiiic, »vovon ihm das eine bereits abgenommen werden ninßte. Auch hat sich der Ber unglückte bei seinem Sturz schwere Brandwunden am ganzen Körper zugezogen. Er liegt hoffnungslos im Krankem Hans zu Stnltgärt darnieder. Kreis Schotten. Hü Ober-See me» bei Gedern, 19. April. Ein Berkäu fer von Nähmaschinen stellte gestern sein Fahrrad auf der Straße ab und begab sich tn ein nahes Haus. Nach der Rückkehr ivar sein Rad verschwunden. Noch gegen Abend ging ein Knecht mit einer Laterne mit dem Verläufer aus die Suche» das Rad fand sich nicht. Der Bestohlene fuhr nach Gedern und holte einen Wachl- mcistcr. Nach Rückkehr hatte »ich das Rad gefunden. Der Knecht mit der Laterne war der Täter. Er Ivar gesehen »vorden, als er das Rad bei einem Eiskeller versteckte. * Ulfa, 20. "April. Man schreibt uns: Wie »ehr die den Bemühungen des Landiagsabgcordneten Dr. Weber zu verdankende Errichtung eines G e st ü r s in unserem Orte einem wirklichen Bedürfnis entsprach, beweist die Tatsache, daß die Einrichtung von den Pfcrdcbesitzern von hier und der Umgegend »che stark in Anspruch genonunen wird. Aus jeden F-all ivird an unterem Orte solvohl, als auch in den benachbarten Gemeinden, die Pferdezucht sehr gefördert, was um so mehr zu begrüßen ist, als sich hier ein anerkannt vorzügliches Psrrdematerial an Zuchtttcrcn besindel. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 19. April. Die neu errichtete Sc m i n a r s ch >» l e, »velche unter der Leitung de? Seininar direklors steht, »oird nächsten Dienstag eröffnet, m. F r i e d b e r g , 20. April. Der Friedbcrger Polizei gelang es heute vormittag, einen gcl'uchlen Verbrecher zu verhaften. Tk,L 48jährige Johannes B o ck b o l d aus Bujendorf, Kreis Lübeck, versuchte nämlich in dein Hause Ludwigstraße 33, in das er angeblich, um zu "letteln, eingedrungen war, einen Diebstahl auszusührcn. Von eine»» Hausbcivohner hinausgewtesen, kehrte er kurze Zeit daraus wieder zurück und versuchte, einen Anzug, ivclcher aus einem Balkon hing, mit einer Stange vom Garten aus heruntcrzuneh- mcn. Hierbei wurde er von einem benachbarten Bureau aus beobachtet. Die" Bureauangestclltcn benachrichtigten telephonisch die Polizei, welche sofort zwei Schußleute zur Stelle sandte. Dst Beamten ertavpten den Drei!», als er immer noch den vergeblichen Versuch machte, den Anzug vom Balkon herumerzuholen. t» O b e r - R o s b a ch , 19. April. Ter weit und breit bekannte Kirschbcrg »wht in »oller Blüte. Heute kamen zalzl- reiche Llusflüglcr nach hier, um den herrlichen Anblick zu genieße». L. Kloppenheim, 19. April. Durch den Kreisrat von Friedberg wurde der »>c» geivählte B»»rqer»ne»stcr in sein Amt eingesührt. Zu gleicher Zeit verabschiedete sich der Altbürgermeister, welcher 39 Jahre sein Amt bekleidete. Während seiner Amtsführung »viirdc ein neues SchulhanS erbaut nnd das Dorf erhielt Wafferleitnng »nd elektrische Beleuchtung. Starkenburg unv Rhrinhcssen. NI. Ojsenbach a. M., 20. Amil. Für den vroiektierten Neubau einer Nolkirche mit Klcinkinderschulc hat der Großherzog der katholischen Gemeinde einen jährlichcn Beitrag von 10O Mark aus die Dauer von fünf Jahren bewilligt. — Wegen Untcrichlagung von Kundcngeldcrn in Höhe von fiter 100 Mk. wurde der 20jährige Hausburschc Hcnnann Kürschner verhaltet. -- Ebenfalls ^estgenommen und dem Gericht Mgesührt »vurdc der 25jährige Schlosser Johann H a ck c n b r t, ch aus dem Siadi- teil Bürgel, der unterwegs einen Arbeiter zu berauben oersuchle, der sich aber entschieden zur Wehr setzte und seine Fesniahmc bewirken konnte. V Hessen-Nassau. X Königsberg, 20. April. Tie »ach eincin Plan des Kreisbaumeisters A ck, e n b a ch-Biedenkovt erbaute Schule wurde heute ihrer Bestimmung übergeben. Gleichzeitig fand üie Einführung des neuen Lehrers Tomski statt. s» Marburg, 19. »April. Das hessische LaudeF. » u »e u m z u K a i f e 1 fiat der im hiesigen Landgrasenschlolse linicrgebrachten Sammlung des hessischen G c schi ch t s v c r- c i I, s eine Anzahl »vcrwollc Stücke als dauernde Leihgabe» über- wicstn. Es ist dies eine Gegenleistung für von hier aus nach Kassel gesandte Llltertümer. In Zukunst dürste die Marburger Smnmlung in einem besoiideren Museum, für das ein Platz oberhalb des Marktes in der »og. Mainzergaise, da itx> ,ctzt das sog. Arbeitshaus steht, vorgesehen ist, "Ausnahme finde». ^ Ha, gcr, 19. April Fn de» Tagen vom 14. bis 16. Juni feien «arger das lOMjälwige Jubiläum seines Bestehens nn Hauptanziehungspunkt des Festes »vird die Anfsührnng d>-s von Hosrat 2 p ie l ma n n-Wiesbaden verfaßten Festspieles bilden, an dem über 100 Spieler Mitwirken. Montag ist großer historischer Festzug, an dem Hunderte in etwa 20 Gruppen Mitwirken. _ X Hanau, 19 "Avril. Der neuernannte Kommandeur der Lchutztruppe sür Kamerun, Major Zimmcrmann, ist ein Lohn unserer Stadt, 1864 als Sohn des Pfarrers an der »Fo- hanncSkirche, Zimmennann, geboren. Seine noch lebende M u t - t e r ist die älteste Bewohnerin unserer Stadt, sie wird am '29. d. Mts. ihr 91. Lebensiahr vollenden. Der neue Schutztrupven- wiiiinandciir weilt in unserer Stadt. Vorgestern hatten sich seine Konobtlurienie» von Ostern 1883 hier vereint, um mit dem von der K^o ngokonfcrenz in Brüi'iel heimgekehrten einige fröhliche stunden der Erinnerung an die Panälerzeit zu verleben. Man wußte noch nichts von der Ernennung, die erst später eintraf. Zmrmcrmann, der zuerst als LcuMant im Ins.-Regt. Nr, l8.1.< ging er als Jllstruktioiisgstizier in die chilciiische ".tlrnree Nach »einer Rückkehr trat er in das Inf.-Regt. Nr. 72, 1898 wurde er zum großen Gcncrali'tab kommandiert. J,n Juli 1901t ging er zur Kaiserlichen ^chutztruppe »ach Kamierun. Hier war er bis 1908 zuerst als Staiioiislciter von Ebolova tätig, dann war er Resident von "Adannrua nnd den deutschen Jsadiee-Ländcrn. ".»IN Januar 1907 erltielt. er rin lim 2 Jahre 5 Monate vor- datiertes Patent. 1908—1912 war er im Kommando der Schutz truppe in Berlin iinb ging 1912 als Oberlcitcr der deutsch-sran- zo»»chen Grenzezpedilion aus der Südtront von Kamerun toieder IN die Kolonie. Nachdem die Verhandlungen m Brüssel über die Grenzrcgulierung in der Hauvtläche vor Ostern ihien Abschlup geiundeit haben, ist er nun zum Kommandeur der Schutzttuvte, in der er »ritz 14 Jahren gedient hat, ernannt »oorden. X Bilstein, 19. Apnl. Heute ivurde in eineni feierlichen Gottesdienste die nach dem Brande im Vorjahre wieocr ncucr- Kirche ei »geweiht. Die Baukosten Katen 70 000 Mark betragen. X IS i7" . f ^ ch' i9 April In einer chemischen Fabrik »stürzte stroeiter Marck aus Geisenheim in einen mit Schwesellätirc angeiülttki»»Bottich. Er starb a» den erlittenen Brandwunden. vermischte«. * ~ tv § >> i> eingang des SiinplontunnelS v e r- schnttet. Ans Iselle wird gemeldet: Ain Sonntag zer- »löclc ein Felssturz den Südcingang de? Siinplon- Iiinnels nnd einige Häuser der Unternehmer, Die Ursache »osten verbotene Minen sein, die die Arbeiter anlegtcn »nd entzündeten. Die Arbeiter leugnen dies und haben die Arbeit eingestellt. Falls die Arbeit bis Dienstag nicht auf- genommen ivird, iverden die Arbeite» ans ein Vierteljahr eingestellt. * Brände. Aus Tebreczin, 20. April, wird gc- meldel» In der Waggonfabrik der Staats- bahnen ist gestern ein Brand entstanden, welcher auf die übrigen Werkstätten üborgrifs. Hundertfünszig Waggons und zahlreiches Material sind vernichtet worden. Der Schaden beträgt drei Millionen Kronen. — Aus Paris wird gemeldet» In der Nähe des Friedhofes Psre- Lachaisc brach ein G r o ß f e i> c r aus. Das Warenhaus und Stapellager von Waring Gillow stand in hellen FAam- inen. Es gelang, den Brand auf das Lagerhaus zu beschränken. Der Schaden wird aus über eine Million Franken geschätzt. — Aus Ko bürg, 20. April, wird gemeldet» Heute abend sind 13 Scheunen und Stallungen, darunter solche des herzoglichen Marstalles, vollständig niedergebrannt. Einige Privativobuhäuser wurden beschädigt. Tie Entstchniigsnrsachc des Feuers ist unbekannt. * Verhaftete Buchmacher. Aus Berlin, den 20. April, meldet ein Priv.-Telegr.» In einem Cafe im Zentrum von Berlin tmirden heute die Namen von 150 Buchmachern und Wettenden, die ganz offen die verbotenen Geschäfte betrieben, durch die Polizei festgestellt. Die Poli- zei beschlagnahmte das Geld nnd zahlreiche Wettzettel. * Schlechtes Flötsch. Aus Leipzig, 20. April, melbet ein Priv.-Telegr » Nach dem Genuß von Fleisch erkrankten am Samstag und Sonntag im Osten der Stadt etwa 70 Personen, von denen sich die meisten jedoch auf dem Wege der Besserung befinden. Nach Mitteilung des Gesundheitsamtes ist als bestimmt anzunehmen, daß die Erkrankungen auf den Genuß de- Fleisches einer notgeschlachtet e „ Kuh zurückzufnhren sind, deren Stücke jedoch vorschriftsmäßig abgestempeit waren. Zur Verhütung weiterer Erkrankungen sind die umfassendsten Maßnahmen getroffen. * Des Mordes beschuldigt. Aus Paris, 20. April, wird gemeldet» Der Zeichner C o t t e r c a u hat seinen früheren Arbeitgeber, den Möbelsabrikantcn und Antiguitätenhändler Otto, als besten Heliershelser er vor einigen Monaten wegen verschiedener Muscumsdiebstähle verhaitel worden war, beschuldigt, am 1. November 1912 im Boulogner Wäldchen eine Halbweltdame namens Juliette Sonavin erdrosselt zu haben. Nach den bisherigen Ergebnissen der Untersuchung scheint diese Beschuldigung begründet zu sein. Die Polizei fahndet nach einem jungen Manne, »velcher der Mittäter Ottos bei diesem Verbrechen gewesen sein soll. * Eine tollkühne Fa hrt Wie aus Toulon gemeldet Ivird, fand ein Fischch in einer Bucht ein Boot, in dem ein Täsch chen mit mehreren hundert Franks und Schmucksachen lag. Tie Untersuchung ergab, daß das Täschchen einer Halbweltdame namens (Seltne Rouliii gehörte, die am Samstag in Gesellschaft der Leutnants der Kolonialinsantcrie S o u ch e t und Lenormand und eines jungen Tvuloners namens E e s s e t vom Fort Collc- Noir nachts zur See nach Toulon zurückkehren wollte. Bei dieser tollkühnen Fahrt sind alle vier Insassen des Bootes zweifellos ertrunken. * Die Zeitungsjungen und Hamlet. Die beiden Zeitungsjungen sehen zum ersten Male ein Theaterstück, den Hamlet. Bor Aufregung zitternd verfolgen sic von der Galerie aus die Ereignisse. Tie letzte Szene kommt. "Als Hamlet den Lacttes und den König getötet l»at, als die Königin vergiftet gestorben ist und nun Hamlet an seiner vergifteten Wunde stirbt, da kann »ich der jüngere der beiden Zeitungsjungen nicht länger halten. Und dem Genossen einen Rippenstoß gebend, sagt er, ein Meer von lchmerz- licher Verzwriilung in der Stimme» „Mensch, Justav, wat könnt man da an Extrablätta verlausen! Wie warme Semmeln!"" * Im Stich gelassen. Mr. Maß» „Dieser Katalog ist ein richtiger Schwindel, nicht ein Preis steht darin."" Mrs. Moß: „Wieso denn? Wolltest du denn etwas kaufen?" Mr. Moß: „Das nicht. ?lber tvie kann ich denn kbissen, ob die Bilder was taugen, wenn die Preise nicht angegeben sind."" Vanvcl. — GewerkschastGießetlerBra» nsteinberqwerk, vor m. F e t it i c in Gießen. Eine ordentliche Gewerken- versammlung ist aul SamStag, de» 2. Mai 1914, mittags 12 Uhr, in das Werksburean auf dein Oderhos bei Gießen einberusen worden. Tie Tagesordnung ist folgende: I. Recheuschaüsbericht der Per- waltiina» 2. Vorlage der Jahresrechuung und Bilanz, soivie Antrag aus Entlastung » 3. Wahl zweier Ülcckinmigsvrüser» 4. Grube»- vorstandswahl. Tie Bilanz pro 1913 wird den Gewerken rechtzeitig zugehe,i. __ Bei Katarrh, Bronchitis. Asthma ist Astmol-Astbma-Pulver eindttitglichll zu empfehlen, um rasche Erleichterung „nd Erfolg zu erzielen. »» __ r /Stramon. 40, Grindel rob. 10, Bol. laric )0,\ . n . „ AltMol (Menthol S, Kal. nitric. 20, Natr. nitrie. 2o) lst bft StCBltttfl aller Asthmatiker. Preis M. 2.5», in Apotheken. Hauvtdcvot: Engel Avotbckc, Fraukturt a. M. 26350 lohe iafer-Flocken sind für Gesunde und Kranke, Kinder und Erwachsene gleich nahrhaft und wohlschmeckend. Rur echt in Paketen „mit der Schnitterin!"" Weisse Blusen in hervorragender Auswahl Preislagen: M. 9 00 7 50 6 00 bis 6 Zimmer Vcrrschasttiche 8-Zimmer Woüuuug in der Bei-Eiage m» nbem Zubehör ib vcr icgungsllaiber zum I. Otl. »u ucrmielen. Ä'flü Näher es QB-ä t nlane ,1V v Nord-Anl., Ecke Tammftr. cr >. Zul> zu vermiet. Pud- H. L«Mlb»ch, -.Mliccitr. L> l'» 1 3 Zimmer | 082511 (n rebnerftröBC 84. 2 Zimmer 2 Zim.-Wob«. v. fotovt Ml urrm. ^icuifnbt 561. _33u0 Schöne 2-Zimm. Wohn. au per m Neuenweg 42. Io-?io 2 2V m. K. v. 1. 5. zu vermieten. Srabeastr. S. [0B337 | Verschiedene | Walltorktraiic 33 kleiuc Wohnung per 1. Mai zu vermiet. Näh. b. Altbost, W alltorstratze 16. _ 5016 5059] Kleiue Wobnnng, neu bernenebtet, sofort zu vermieten Tonnenstr. 6. 0^527 4 (*tn Zimmer nwb Küche iofort zu ueriH. Zu er fr. Ncncnwcg 33. | Möhl. Zimmer] MSbl. o:»05i Zimmer zu vermiet Bahnftoistr. 12 III 2r an ru&ineu Herrn zu verm. 03240 Hofmannstr. 8 v. Ein schön möbl. Wobn. nnb Schlafzimmer zu vermieten Kirchcnvl. 23. Schön möbl. Zim. mit oder ohne Pension zu vermieten 032301 Kaiser-A llce t l. Lichcr Str. TIl schön möbl. Zlmmer zu vermieten. (02810 Eins. möbl. Zim. in. 2 Betten z .verm. Sonnenstr.sU. Irm». S ant möblierte Zimmer zu vermieten. 03318 ttzoetbestr. 48 I. Seitenbau. Möbl. Zimmer zu vermiet. OLIM . Liebigstraft e 63 I. freundlich möbl. Zimmer mit amev Pension zu verm. Alicestraftc 26 p. [0R27 Möbl. Zimnier zu vermiet. 03329 Bergstraftc 22 v. Frankl. Sir. 11II. out möbl. Z im. m. Kab. z. verm. Schön titöbl. Zim. bill. zu ve in. Dammstr. 431. [»^, Möbl. Zim. i. rub. Hause zu verm. l.ndwigstr.4 2Tr [ ov * 8 | JL&den u. dfrl, \ SaDcn mit Wohnung zu verm. Lindcnvl. 3. 8er» Laden in, isnuie bet- Herrn Angmt ffi-.ntanrs I. in SieSen, Bahn- boisIrxDe M seither Ki»c- motonvnpB) ift »er 1. Ouui sii vermiet. Preis Mk. 2000 v. a Näheres sn ersrngen bei d. Pslcger Nechisanumli Fhr. Sehensk in Sehwains- Mein.U:s8ta.S«ll»riw«atl. tul Geräumige V-Zim. Wob», in mir gmem. ruhig. Huuie. von kinderivi. a»Jletcr. sowie :t—t Zim-Wobiningsgrotzc Räume» von eiuzcincr, ge bildeler Dame i» gm. Hause geiucht. Neides I. STTt. ober 1 —LMvnlUc irüber. Genaue ichrif». Angeboie unter 5104 . d. Gietzener Anzeiger erb. Zungcr Lehrer sucht zum 1 . Zuii oder 1. Auguii 4-Zimm.-Wohnung. Schriftl. Angeb. m. Preis »nt. 0:4:117 a. d. Gietzencr An,, erb. UndcrloicS Gbcvagr iiidit um 1. Mai eine 2-Zimmcr- Wolinung mii »rükbe. ^rhriitl- Angebme um MII4 i b Gietzener Anzeiger erb Lihncnh.Sicbcnvcrdicnil! Herren u. Damen, die Privni- kundlämii beiuib .iitGelcgen- üei! gebvi..eiue gcl. gefch. ton- kurrenziäb. Rendcit milzu- iiibren, nur Drmkmiben und milzniuhrcn. Schriftl. Ange- bole ni. Angabe leiih. Tannk. UNI. 03310 a. d. Gich. Anz. erb Duchligerl Al,hMlhkri,chl>>c aui dauernde Siebe soft gesucht. 5136 Christian Weeg. lverbrirni.Manu ob.»rau zum Berlaui unjercr vrima Päanzenbulter n. Sützrahm- Marggriue direkt anPrivale bei bohcm Berdienn evenil ieiiem Gel,all „lori (tausch!, veriordrr Liitzrahui Mar garinc u. Pflanze,ibuller- »nduitric. Hauä Livckc. Herford 81. _ 512B ss i SdmlinijdjfrjjfitllfB jtf. Müller, Woikcngasfc 23 C 33 ” Tüchtig. Maurer und Erdarbeiter ges. Karl L O brisiian Feh. Bangeschäft, pich. 5002 4.bchligc f«nei>«-r und » rlNIilnch^n gcsuchl. (Ö081 Gebe. Derb, Wieicck. Lklbsi. Änslrcichttgkhilsk gesucht. 5113 _ Rorb Anlage 20. TUebl. WeiBbinder b. bob.liobti gcsucbi. Dicziirgüc 13. t 05 *" t*“ Arbeiter TK nusbilsbm. aus ca. 14 Tage sür Garlenarbeitcn u. Hvlz- Ivalien sosorl gesucht, l -133 itroucnbcrii, Tiidanlage 7. Kräftige ^röörbritrr sofort aesucku. 5116 Ingenieur Berlicli, Wetzlar. Tuche. Unecht oer sos. aes. Kost und Vüfliö im Hause. 03272 _Seiteröwea 12. 032731 Ein.Pferdeknecht nur sofort siemchl. M. Zenlcr, PferdeuielZ Ler. Tüchtig. Bursche sür mein Bier- u. Miueral- wasseraeschäft gesucht. 5110 Pb. Hofmaun Nachf., Dillcuburg. Televlion 268. itzärtner ^cbrling k. aeg. Kost und Pogiö som. Taschengeld bei griindl. Llusbild. sos. eintr.b.am4‘nberiarf*mrtikel nar Damenbedlcnnnjr I [5132a ßlmüfcurJürlncrÄ Schrift!. Angebote unt. fß310 a. d. Gieäener Anzeiger et b. BV8nehc Stcllnng'^l als Portier, Kassierer oder sonstigen Vertrauensposten, letzte Stellung 14'/, Jahre. Gute Zeugnisse zur Verfügung. Kaution kann gestellt werden. Beherrsche mehrere Sprachen. Schriitl. Angeb. u. 03305 an den Gietzener Anzeiger erb. Bauplatz unt. sehr günst. Bedingungen preiswert zu verkaufen. Schrift!. Anaebote unter Nr. 0333» a d.Gien. Anz. erb. Für Schuhmacher. Eine Vederwalze zu verk. Stcins1ra«c 23. 03310 ÜUoDcrncs 2di(flfjtintnrr hell, fast neu, umzugshalber zu verk. Näh. i. d. Geschäftsstelle des Gietzener Anz. 1°-™° £rthrt*rth * 11 verk. 102650 ()flljUflü Baknhosttr.56H Fahrrad m. Freil s.35Äk. verk. Seltersweg tzl III. zu ßillis; ku verkaofen weg. Platzmangel. 1 komplett. Bett. Tische. Schränke. Küch.- Extrastarke frische! Tafelspargel heutiger pf u(1( j p|g Tagespreis Schade & Füügrabej 1 «ahuhofstraste 2«1 | Ludwigftratze 20 I Telebb#« 1»« Walltorstraste 24 ji-> 4 a Sckvammstein![}r.,ii. a.Svnd. l. bill IL. Stelle. Bimsraoü r. reweotdlel. kb.vles.Iilenwted. [5137 hvl Schirme werden repariert. | sow. neu überzogen | schnell nnb billig. iS 5 * FABRIK^ ißJ Sellersweg j2.1 Ihre Schul» schreien nach Erdöl Schuhpflege Zeichnung auf Mark 4000000- reichsmündeisichere 4\ Anleihe der Stadt Wiesbaden vom Jahre 1914 eingerollt in Siiirkc von Mark 5000, 2000, 1000, 500 und 200 mit Zinsgenues vom 1. April 1914 ab und halbjährigen Zinsscheinen. 1 , 1 »,,,,.' beginnend am 1. April 1915 durch Ankauf oder Auslosung mit 27«7o des Anleihekapitals unter Zuwachs der Zinsen von den urU kg, zahlt, n Beträgen. - Verstärkte Tilgung und Gesamtkündigung vom I. April 1924 ab zulässig. 1 )io Zeichnung findet statt von heute bis einschliesslich 96.60° SOEBBEafeefflsf, d&n 25. Äpi*iS 1914 zum Preise von zuzüglich 4* Stückzinsen vom 1. April 1914 bis zum Abnahmetage. Zeichnungen, welche unter Uebernahme einer Sperrverpflichtung erfolgen, finden vorzugsweise Berücksichtigung. Die Zulassung der Anleihe zum Handel an den Börsen zu Berlin und Frankfurt a. M. wird beantragt werden. Als offizielle Zeichnungsstelle nehmen wir von heute ab Anmeldungen zur Zeichnung entgegen. 5108a Giessen, 21 . April 1914 . Jobauuesstrasse ! , gegen übe der Johanueskirehe. Mitteldeutsche Creditbank Fernsprecher Nr. 168 und 2089 Filiale Giessen. Komme ymt MitNvvchsmnrkt mit riesigem 2agcr von Nenbeitcn in imitiert, xtandklövvcliviven, ferner mit riesigen Posten Wäirbcstickcreicn. Bolanto für Röcke re. :c. iiin Porten Seiklenrestc in sch warz «Hfl farbig zu Schleuderpreisen, seidene Bänder, Reite in Tpitrcnttofsen aller Arten, Bciätte und Borden, wie bekannt die meisten Lachen nach Gewicht. Werner emvsehle Posten Spaciiteikpagen. Reste in CaPtlinefl i Spannstoüen etc. yocha ratend! 5097 Georg Beitthar-t, Benrath a. Ah. trngror Barmer ««pilicnlagcr. (Lu dctait. ) kk. Senkel. Sonnenstr. 14 . Keielie Au.wähl in Tische. Stühle. hiiMierstieltle «. Tisch- clten, Spiegel. Kontor- und JKKavierstühle, 1 JKlosettstiihle. Plüsch-, Hohr- nnd Sehrelb- «esscl. Wäschopnffs, Pitpierkörbe, \oten- and Xähständfr. ßianien-Sländep end -Krippen in 18 Joslrußp., Verstellbare Liegesessel von Mk. 2.30 bis 32.- Prima Pesltligrolirsessiel von M. 6.75 < in 28 verschiedene Fassons. 4288 , Komplette Pediiig-Garmturen. Zirka 120 Sessel am Lager.. Sonnenstrasse 18 Telephon 634 erteilt- Kat in Rechtssachen, empfiehlt sich in Anfertigung Total-Ausverkauf wegen vollständiger Aufgabe des Geschäftes für grosseVorhänge u. Scheiben-Gavdinen sölisi and mm piil Eiden Die Preise hierfür habe ich deshalb nochmals wesentlich herabgesetzt früher Meter Mk. 1.75. 1.20, Pfg. 95, 78, 38. 25 jetzt Pfg. 80, 58, 45, 35, 20, 15 A.GoIdschmidt Schulstrasse 6 5125a GIESSEN Fernsprecher 532 UMOLEUÜ »W»WW»W»»»W -24SI ■■■■■■■■■■ einfarbig, bedruckt und durchgemustert in allen Stärken und Preislagen.' Das Verlegen wird unter Garantie für tadellose Arbeit mitübernommen. Ferner in «roßt. Auswahl Linoleom-Tepjdelie :::: und -Läufer, fischliHCleum :::: Tapetenhaus H. Hochsfätter Brandptadf 1 Fernsprecher 36 FrischaFischs Mittwoch früh o Uhr eintreffend: Nr. -hkigsliiiiilcr AngcliJirlljisilic iS P|d. »O »Ufa., kleine sinn Barke» t Psd 50 Pf». Pa Nordsee-Kablian Pfund 25 Pfg., im Ausschnitt Pfund 36 Pfg. Pfund 63 Pfg. Glbianöcr -Wf ['%» §o(|l «IntlMtc Äfo Stciiitnitt % f$'- Frische Fisch-Koteletts per Pfund 35 tUfn. Salat prima Do«. Bulter Total . . 3 Kopf 38 iit'n. Frische Gurken . . >0—t;o Psg. Eier srislhc Gier III 2t. ßS Psl,., 3« 2t. 3 Mk. 5109» Gebr.Berdux BahnhoBratze 27 Fernsprecher 231 WWW Deutfdbes 11 dcmm$1k ll ^ iai1 « 11 als crftKlaffigfte ü all di dl filfabnUatc bekannt fmü rtäncUo mit Dielen neuöeiten nur in den ausgedehnten Tlusftellungs' und DerUaufs* Räumen der alleinigen niedcriage Seltersmcg tfot pioeUftraße }\i erhalten. Zum gelegentlichen Befucbc dieser ständigen 7UiSftellung ladet ein 4978a Kunftgcuterbebaus Jul. Bach, Gießen Türschoner, Bilder-Rahmen und Leisten, Fenster- u. Bilderglas. Alle Reparaturen billigst 3783] Glaserei Schmitt Kanzlciberg7 Telephon 575 1 (Medizinische Klinik, Klinikstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5-‘/ 3 7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. 65 tzv Ausgabe von Attesten süc Ausnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Voit Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. > Die nachstehenden Arbeiten sollen I ^annfrstflft, Pen 30. Mil i>. Zs., vorm. 18 Uhr I össenllich pergeben werden. I Isolierbaracke. 3 Terra.zoarbeiken: I 4. «cbrcincrarbcitcn: Bolksschulcn, ForftbausHochwari. Die Nnicriagen liegen aus dem städtischen Hochbauamt zur Einsicht offen, Anacbote auf Vordruck, der daselbst erbälitich. sind bis zum genannten Termin dorthin ein- zureichc». — Zuschlagslrisl 3 Wochen. 5U18 Bei Niederschlagen treten vielfach die Wässer aus Winkeln und Neaelnohrsinkkäiten an den Straßenfronten auf den Bürgersteig, wodurch die Fichsteige verunreinigt werden. Um dies zu vermeiden, ist für eine eingehende Reinigung der Hofivässereinläufc und Ncgenrobr- si nkkaÜen Fu so rgen . 5112 8 Betriff,: Tic Bcrtilguna der Raiivcnnciter. Die (garten- »nd Geldbesitzer der (tzemarkung Gictze» werden hiermit autaefordert. bis zum SV. Mai 19kl ihre Bäume, Strnucher und Hecken von de» Raupe,, nettcri, z» reiniaen. Dieienigen, uw,che dieser Auffordcruna »ich, Iolgc teiste», periallen in die m § 368 dcü Reich»ftrasgesetzb„ches besttmmie Geld oder Hanstrasc. Stutze, dem wird die Verlitauna der vorhandenen Nauvennesler aus Kosten des Säummen angeordnel werden. 5135 B V “Bl Mil Rückfich, aut die z. ei. beitcdendc Gefahr der Enlftebung von Walddrändcu wache >ch darauf aus- merksam, dag es verboten ist. mit unverwabrtem Feuer oder Licht einen Wald zu betreten, oder sich diesem zu nähern, oder der Nähe eines WatdeS Jener anzuzunden. In den Waacn der Städtischen Siratzentmbn wurden in der Zeit mm I. rtcürunr bis 31. März ds. IS. „ach- tolgende Gegenstände gesunden: I Notizbuch, I Damcnportcmonnaie mit Inhalt, ein Bake, mit Inhalt, l «lnderspielzeug. 2 Paar Damen Handschuhe, eine Anstecknadel, 1 Paar Slrmnpse, ein' Spiritusbrenner, I .Kneisersittlcral, 1 Lorgnette, ein Havelock und ein Schlüssel. obige» machen können au» dem Buwau der tk erir,z„a,Swcrke „nd «lratzenbahu, Labnslratze 28 , Zimmer Nr. 4, in Empsana genommen werden. 51338 t^