Nr. 89 Der #itft«Kr Snzeigtr erschein! läglich, autzer Sonntags. - Beilagen i viermal ivöchenllich «ietzenerLimiliendläNee, zweimal Wochen! l,Kreil: büm für ben «eeir Sießen (Dienstag und Freilag): zweimal monall, lanb- »ielschgstliche Zellkragen Oernivrech - Anschliisle: s»> die Redaktion 112, Verlag u Erpedilion bl Adreffe sür Tevelchen: Anzeiger «irhen. Annahme »an Anzeigen Kr die Tagedmanmer bis vormittags S lthr. Erster Blatt *64. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Zreitag. *7. April *9*4 Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. „Parität in Hessen". Es ist noch in ganz irischer Erinnerung, min tonal die hessische Volksvertretung und dicGroßh, Regierung den Zentrumswunschen ,n Bezug aus die Milderung d?r Ordensgesetzqebung entgegengekoinmen s.nd. Wir haben vor einiger Zeit die betreffenden Regierungserklärungen, die wir in den SandtagSdrukkiachcn fanden, abgcdruckt^ und es würde schwer fallen, zu glauben, das, trotzdem von Anhängern des Zentrums die Negierung als katholikcnseindlich bezeichnet werde» könnte Ein Tarnistädtcr Mitarbeiter der ,,'töln Bolksztg " bringt dies aber dennoch fcrtiq Er spielt dabei das hessische Volk gegen die Negierung aus und glaubt, wieder einmal über mangelnde Parität in Hessen Nagen zu müssen. Da die Dinge vielleicht im Landtag wieder einmat zur Spraihe ko,innen, lvollen wir einen Auszug aus dem Leitartikel der „Köln, Bolksztg," hier wieder- geben: Tie Taijache, bafi auch die neugcschafsenc Stelle eines weitcIc » vorIragcnden Rates in der Schulabt c i l ll n g des hessischen MinisterüimS des Innern entgegen den berechtigten Erwartungen der Katboleken mit einem Protestanten besetz, morden iit, hat in der katbolisäic» Bevölkerung Hessens unliediiarneS Aussehen erregt. Man batte von dem Gerechtigkeits- sinn der Negierung erwartet, daß mit der Wahl eines katholische» Rates endlich auch der katholische PolkSteil eine Vertretung innerhalb der o b c r st e n 2 ch n l b e h ö r d e iindcn lverdc, die durchweg mis Protestanten zusammengesetzt ist. Aber die Einflüsse des in Hessen immer noch mächtige» Evangelischen Bundes und die unglaublichsten Vorurteile gegen allez, was katholisch ist, lassen eine varitälischc Behandlung der Katholiken einmal nicht zu, So erzählt man sich in neuester Zeit speziell über die kirchlichen Orden verbürgte Acutzeruv-gen hochstehender Staatsbeamten, die geradezu unglaubliche Ausblicke in die Denkungsart und in die Vorurteile gewisser Kreise crössnen und eine Erklärung daiür liefern, dass man im Lande Plnlivps des Groß mutigen von einer gerechten und vorurteilsfreien Behandlung und Einschätzung der katholischen Minderheit immer »och meilenweit entsernt ist. Unter diesen Umständen braucht man sich tvahrlich nicht zu lmindern, wenn auch bei der Besetzung dieser neuen Stelle nnederum die Wünsche der Katholiken leer anSgegangen sind. Man nnll das Schulministcrium nach wie vor ,,katholikenrein" erhalten, selbst aus Kosten einer ausreichende» und sachkundigen Beurteilung katholischer Angelegenheiten, die gerade im BolkSichul wesen sick, aus Schritt und Tritt ergeben und die dann durchweg vo,i Männern entschieden lverden, welche von katholischen Dingen nicht nur keine Ahnung haben, sondern meist mit den unglaublichste» Vorurteilen gegen alles, lvas katholische Interessen berührt, erfüllt sind. Bereits ist in der ZentrumSpresse daraus ausmerksam gemacht nwrden, bah in Hessen die K reiSräte, auch die in de» überwiegend oder zum erlzeblichen Teil katholischen Kreisen, ausnahmslos Protestanten sind: gleiche Verhältnisse bestehen auch in anderen Zweigen der Staatsverwaltung, Das Wort, in Hessen könne kein Katholik Minister werden, welches einer sehr hohen Stelle in den Mund gelegt wird, ist bis heute noch nicht dementiert worden und wird wohl auch über kurz oder lang wieder seine Bestätigung in der Praxis spiden. Und dabei ist cs nicht einmal richtig, dass der überwiegende Teil der evangelischen Bevölkerung in das Horn des Evangelischen Bundes stößt. Wir begegnen vielmehr bei unseren andersgläubigen Mitbürgern seit Jahren einem wachsenden Verständnis sür die Bedürfnisse und gerechte» Forderungen der katholischen Bevölkerung, wie eS u, a, die jüngsten Äammerverhandlungen über den Ordcnsantrag der ZentrumSsraktion deutlich bclvicsen haben. Wie trat dagegen die Negierung zurück, die erst die Willenskundgebung Vas wanüermuseum für Städtebau und Wohnwesen. Bon A. Kn och. Geheimer Baurat, Vor kurzem ist in der grossen Ausstellungshalle am Zoologischen Garten in Hannover ein Museum eröffnet worden, das bis setzt noch einzig in Deutschland dastehl, ES ist das Dandermuscum für Städtebau und Siedelungs- und Wohnwescn: die eigentliche Schöpfung des verdienten NegicrungSbaumeisters L a »g cn - Osnabrück, Tos Wandermufcuni will eine allgemeine Uebcrficht über das, oaS auf städtebaulichem Gebiete geleistet ist, geben und neue Anregungen schaffen: cS erläutert durch Karlen, die z, B, den Flugverkehr, de» Eisenbahnverckehr, die Wohndichte um», darstellcn, durch Ltadtpläue, Entwürse, Photographien von Städten, Bauten, Brücken, Naturdenkmälern „sw, und Modelle, Alle Fragen werden also durch Material belegt. Das Museum will, indem es strebt, ganz Deutschland zu durchziehen, das- Publikum belehren, und die Fachleute und Städtevrr- valtungen unterstützen, will anrcgen, damit wir auch auf diese Weise zu besseren Resultaten kommeli. Eine Unsumme von Fehlern sind und lverden in den Städten gemacht. Aus der Summe derselbe» entsteht dann zuletzt die bekannt, Hässlichkeit unserer modernen Städte, im Gegensatz zu der Schönheit der alten, Ter erste Raum zeigt 15 graste Weltkarte» und eine ebensolch- Anzadl von Karlen von Deutschland, die über die Gröstc des Eisenbahnnetzes, des FlustvcrkchrS, die Bevölkerungsdichte der Städte, die Gewinnung von Eisen und Kohlen über Landwirtschaft usw, Aufschlust geben, Ter folgende Raum zeigt Bilder von Reihendörfern, Haufendörfern, Bergstädten Landsckloite» aus ollen Teilen Deutschlands, io dast man die verschiedenen Gegenden leicht mit einander vergleichen kan». Weiter lverden Naturdenkmäler im Bilde vorgciührt: ctiva vom Ballon aus: wir sehen Leipzig, Stuttgart, Meiningen in dieser Form und viele andere, Stadtplänc geben Aufschlust über das Wohnen, Kleine, verschiedenartige Kreise markieren die Hotels, die Apotheken, das Fuhr-, das Sanilätswel'cn und allerlei sonstige Einrichtungen, so dast solche Karten fast ganz — etwas unübersichtlich — mit Kreisen bedeckt sind, Tic Bevölkcrungsstärke ist durch schuoarze Punkte, ,eder für 200 Einwohner markiert. Verschiedene Eniwickelungsphasen der Städte sind durch Farben dargestcllt, so sind z, B, römische Reste durch Rot, die Bauten der Zeit von 1550 bis 1850 durch verschiedene Schattierungen van blau und die der nachherigen durch solche von braun dargestcllt. Für die Klarlegung des Bodenlvertcs der Städte sind besondere Karten angefertigt und Farben dienen wiederum dazu, die Abstufungen zu zeigen. Auch über Gesundheit, der beiden Kammern abwartcn zu müssen glaubte, bevor sic sich bereitiinden will, den Lebensintercssen der katholischen Kirche auch nur einigermaßen aus einem Gebiet gerecht tu werden, wo außerdem wichtige gemeinlämc ckiaritativc »nd soziale Interessen von Staat und Kirche vorliegen! Ter Landtag geht seinem Ende entgegen, und im Herbst stehen wir vor N c „ m o b I c n , die den bürgerlichen Parleien innen E n t scheid» ngskampk gegenüber der «ozialdemokratrc bringen werden. In eine,» solchen Augenblick ballen cs unsere dkl lilchc» Staatsmänner sür Iwlwendig, durch einen besonders drastischen Beweis der imvaritätischen Behandlung des katholischen VollstkilS einen neuen Keil in die Reihen der bürgerlichen Wählerschaft hineinzutreiben und neue Gegensätze zu schassen, die naturgemäst nur der äußersten Linken zugute kommen können. Von besonderer TtaatSwciSheit zeugt ein solches Vorgehen gcwist nicht, und die Früchte werden Nicht gusbleibc». Jedenfalls aber werden das latholilche Volk »nd seine Vertreter aus diesen neuesten Beweis der Unduldsomleit der regierenden Kreise in Hessen die Antwort nicht schuldig bleiben. Das ist also eine Drohung, dast das Zentruni sich beim „Eiitscheidungskampfe gegen die Soziabbemokratie" nicht init Volten Kräfte» beteiligen werde. Ob die führenden Zcntrunispolitiker in Hessen wirklich solche doch wohl ziemlich wirkungslosen Drohnngen niisgesprock>eii haben wollen, be ziveiseln wir Antikakholischc Tendenzen bestehen in Hesse» nicht: damit könnte man sich doch wahrlich begnüge» Bei der Besetzung der Beaiutenstettc» muß in allererster Linie die Tüchtigkeit inahgebcud sein, und nach konscssionellew Gesichtspunkten, wie in der „Köln, Bolksztg," es geschieht, dars überhaupt nicht gefragt werden. Die Freunde des Zentrums- mögen erklären, was ihnen an dem „Kurs" oder der Politik des Landes sachlich nicht pastt: sie können cs von der Regierung aber nicht verlangen, dast sie ohne Not und Sinn eine Schwenkung vollzieht, indem sie prinzipiell l o n f e s s i o n e l l e Gründe bei der Auswahl ihrer Beamten in erster Linie maßgebend sein läßt, Tic Perri- tätsschnüfselei wäre für unser Land eine Gefahr, der man sich von vornherein nicht aussetzcn dars. Ob wirklich einmal von „hoher Stelle", wie die „Köln, Bolksztg," geheimnisvoll verlauten lästt, „Vorurteile" gegen, die Katholiken geäustert worden sind, ist doch auch wohl fraglich. Biel- leicht hat der Gewährsmann der „Köln, Voitsztg," die Auseinandersetzngen wegen des angeblichen Kaiserbriefes als Muster vor Augen gelmbt. Dabei hat cs sich ja aber schließlich auch hcrausgestellt, dast an der Sache nichts war. Wir lvollen keinen „Kulturkampf" in Hessen, und auch der Artikel in der „Köln, Bolksztg," wird ihn lauin näher triide». IHcrifo und die vereinigten Staaten New ?sork, IG. April, Huerta telegraphierte au die „New Bork Times", Mexiko habe kerne Streitigkeiten mit irgend wem, am wenigste» mit der großen amerikanischen Nation, Ter Zwischenfall von Tampico habe keine besondere Wichtigkeit, Washington, 16, April, Huerta hat die Forderungen gestern dem mexikanischen Senat unterbreitet, Chihuahua, 16. April, General Billa berichtet, die von San Pedro zurückgchcnden Bnndestruppen tvürden jetzt zwischen zwei Rebellengruppcn zerrieben. Er eile dem Kampfplätze zu in der Hosjnung, ihnen einen vernichtenden Schlag beizubringen, Washington, 16, April, Nach amtlichen Depeschen hat Huerta so gut wie zugcsagt, den Salut sür die amerikanische Flagge abzuscucrn, Tic „B, Z," meldet aus New Aork: Am Samstag ereignete sich in Tampico ein zweiter Zwischenfall. Unlerricht, geistiges Leben, ErholungSfläckscn geben andere Karten sinnreich Ausschluß, Tie Stadt als Kunstwerk ist ein Hauptkapstel, Pläne von der Königlichen Domäne Talem, dem Temvelhoser Feld, Husum mit ihren großen Grünilächen erfreuen das Auge, Tie Wvhnnngs- gescllschastcn haben viele Modelle, Zeichnungen nsw, ausgestellt. Die Bauberatung Hannovers ebenso. Ein besonders interessantes Kapitel bildet das der Kuppeln und Türme im Stadtbilde, Wir sclzen die Tome zu Meißen, Erfurt, Bremen, Naumburg, den PetcrSdom in Rom, lvir sehen Köln, Trier, Quedlinburg usw, und eine Menge weiterer prachtvoller Bilder. Die Geschichte beS Wohnhauses ist ein letztes interessantes Kapitel. MasienwohnbauS, Ein-, Zwci-FamilienwohnhauS usw,, das deutsche und das englische FonrilicnhauS, Auch die Technische Hochschule in Hannover hat eine sntcr- cssantc Ausstellung gebracht. Ebenso ist die Sanitätsabteilung durch bas Tuberkulosenruseum reich beschickt, Ernc sehr ireundliche Arbeilerwohnuna, Stube, Kammer und Wohnküche zu 214, 263 und 108 Mark ist in Natur ausgestellt, Stadt, Wohlfahrtsverein, Bauberatung usw, haben sich große Verdienste erworben. So haben wir im ganzen ein Werk vor uns, das mit bc- ruscn sein kann, die Mistständc im Städtebau und AobnungS- wesen lieben zu Helsen, Die Verwendung „wirklicher Knnst- l c r" in Kunstsragen bleibt aber inrmer die Hauptsache, Mögen die Hauvtstädie Deutschlands dem Wandernmseum ihre Pforten öjsilcn, Ter Nutzen wird ein guter sein, Auffindung römischer Gehöfte. Aus Frankfurt a, M,, 16, April wird uns qcschrreben: In der letzten Zeit wurden durch den bekannten Archäologen Professor Tr, Wolfs in der Zorbach'schcn Ziegelei bei B o n a - m eS, bei dem Dorfe Ecken heim, und vor einigen Tagen bei Eschersheim die Trümmer römischer Gehöfte freigelcgt, Tie Gcbäuderestc lagen tcüwcjs an schon bekannten, römischen Straßen, teilwciS wurden sic in Verbindung mit neugefundcncn Straßen und Vizinalivcgen nachgewiescn. Ebenso fand man zwischen Niederursel und Kalbach und zwischen Berkersheim »nd Vilbel die Reste umfangreicher römischer Gutshöfe, — Auch die archäologischen Forschungen in der Römerstadt Nida bei Heddernheim führten letzthin zu sehr wichtigen Ergebnissen, Es gelang, eine abschließende Untersuchung über das schon vor zwanzig Jahren entdÄte riesige Gebäude im Bereich des christlichen Fried- lwt's fcstzulegen. Das Bauwerk lag am Forum der Stadt Nida, es bestand aus einem rechteckigen Hauptgebäude von 7 5 Metern Länge und 45 Metern Brette, dessen Eine ainerikanischrc Ordonanz in Uniform die die Schisssposr ablioltc, wurde von mcxikauischem Militär verhaftet und ins Gefängnis geworfen und später unter ungenügender Entschuldigung sreigelassen. Dcutsci,-» Neich. Kaiser und Kanzler in Korfu, AuS Athen lvird von, 16 Avril gemeldet: Zum Tiner, das heute abend Ehren des Reichskanzlers an Bord der „Hohenzollcrn" stattsindet, ist der Minister des Acußern, Streit, cingeladcn, Ministerpräsident BcnizeloS trifft heute in Korfu ein, Ter Kars er machte am Donnerstag irnh seinen gewohnten Spaziergang, an dem auch der Reichskanzler teilnahni. Zur MittagStajel bei den Majestäten waren u a, geladen der griechische Minestcr- präsidcnt B c n I z c l o S und der Minister des Aeuftcrn Dr, Streik sowie der Gesandte Grat von Quadt zu Wukradt und Jsnh, — Ter Reichskanzler empfing vornrittags BenizeloS und Tr, Streit, TaS Kaiserpaar wird aut 0. Mai vormittags in Brau » schweig zu den DlUlsfeierlichkeitcn eiirtresscn. Die Taufe des Erbprnnzen sinket abends 6 Uhr im Tome statt, T c m H a u p t in a » n Ka m m l e r, bisher Bezirksvfti zier iin Landwehrbezirk Rhbnik (aus dem Prozeß gegen den Amtsrichter Knittel bekannt), ivurdc der Rote Adler- orden vierter Klasse verliehen. Der frühere Reichstagsahgcordncte Ahl- Wardt ist an den Folgen eines in der vorigen Woche erlittene» Unfalls im Leipziger Krankcnhause St, Jacob gestorben. SuflanS. England und die Triplcen teilte. Die „Times" veröfsentlicht eine Zuschrift des Professors La Visse, des Tirektors der Ecolc Normale Siipöneure in Paris über die Ausgaben der Entente, Lavisse klagt darin über die Unllarheit der össentlichen Meinung in England, Tas Blatt schreibt in einein Leitartikel dazu: „Wir sind gegen diese bcunruhigeudcn Symptome nicht blind und vertrauen trotzdcni darauf, daß die Demokratie des britischen Reiches in einem gerechten Streit so mannhaft und l>artliückig kämpfen würde wie ihre Porsahreu Aber die Gerechtigkeit nud die Notlvcndigkeit des Konftiktes must ihr absolut klar sein, Sic lvird keine Prävenkivkriege und leine 2lngrisfskriege sanktionieren. Sie haßt keine Nation, sic will keiner Nation Unrecht tun, sic liebt den Frieden, Nur der positive Beweis, daß andere Unrecht getan haben, wird sie veranlassen, das Schwert zu ziehen. Das britische Reich kann überl>aupt nur handeln, wenn es als eine Einheit handelt, und es kann dies nur bei der individuellen Zustimmung aller zerstreuten Teile tun, 8tur eine Politik, d,c sehr einfach, klar und aufrecht ist, kann die Einheit des Willens aller schassen. Bis das britisckfc Reich wirklich eine organische Einheit geworden ist, muß sich unsere Diplomatie notwendig langsamer bewe- c n als diejenige in einfacheren und kompakteren Staaten, ie Demokraten des britischen Reiches unterstützen die Triplciwtente herzlich, iveil sie eine solche Politik verkörpert, Sie verstel)«», daß die Entente für die Sache des Friedens angenommen wurde und bereits für den Frieden gewirkt hat. Aber um ihren Einfluß aus ihr Verständnis und ihre Herzen zu behalten, niuß die Entente ihren Prinzipien treu bleiben, auf denen sie gegründet war. Unter diesen Bedingungen hält das Reich ihr die Treue und wird sie mit vereinter Kraft aufrecht erhalten. kleine Räume sich um einen in der Mitte offenen Ho» orurpieren. Obwohl die gewaltige Anlage durch die zahlreichen neuzeitlichen Gräber vielfach zerstört ist, gelang cs nicht nur, den Plan des stadtröinischen össentlichen Gebäudes sicher fcstzustellen, sondern auch unter ihm »och Reste srührömischer Siedlungen aus der slawischen Zeit und in größerer Tiefe noch eine Wohngrube aus der Bronzezeit z» entdecken, — Ferner legte man am israelitischen Friedhof einen Kästelltnrin der Tomitianischen Bcscstigung und ein Bürgerhaus aus der Itadtvcriode irei. Hier kam eine Wohngrube aus der Hallstattzcit zum Vorschein, Von Einzeisundcn sind bemerkenswert der Terrakotta-Torso einer Torn- anSzieherin, ein als Unikum anzul'chcnder dunkelbraun bemalter Teller, dessen Grund ein prachtvoll gemalter Fisch ziert und sür die Zeilbcstimmung wichtige Ziegclstempcl, Tic umfangreichen Ausgrabungen standen unter der Leitung von Professor Tr, G ü n d c l (Frankfurt), — Ü c r st e l l u n g S k o st e n v e r l e g c r. Tic Städt, Rcchts- auskunstsstellc in Tarmstadt erläßt folgende Warnung: Eine große Anzahl zweifelhafter VerlagSgeschäske, die besonders in Leipzig ihren Sitz haben, besaßt sich damit, unkundige Anfänger zu verleiten, ihnen gegen Zahlung von mehreren hundert Mar! den Verlag und Vertrieb ihrer schrislstellcrischen Arbeiten zu übertragen. Für jedes ihnen unterbreitete Werk geben sie sofort ein günfti- geL Urteil ab und stellen sie einen großen Absatz in 2luSsicht, Taniit das Werk nun in besonders gcsälliger 'Ausmachung erscheine, verlangen sie einen Beitrag sür die .Herstellungskosten, In ihrem Dichter „nd TchriitstellcroptimismuS zahlen auch die Opscr den bcwünschten Betrag, der in Wirklichkeit nur zum geringsten Teil tür die Herstellungskosten Verwendung findet, vielmehr hauptsächlich den Verdienst iür die Verleger darstellt. Wenn loirklich auch einige Exemplare gedruckt werden, so sorgt der Verlag doch nicht sür einen Vertrieb, Wenn er cS auch ernstlich versuchte, so würde er doch bei dem Mangel einer Verbindung mit interessierten Kreisen und zudem bei der vlelsach vorliandcncn Minderwertigkeit, ja auch völligen Wertlosigkeit der schriftstellerischen Arbeiten nur einen recht bescheidenen Eriolg erzielen. Besonders muß gewarnt werden vor einer VerlagSanstalt in Chemnitz, die durch ein in den Tageszeitungen gebrachtes Preisausschreiben ihre Opfer sucht. Viele in diesem 2luSschreiben enthaltene Angaben sind völlig unwahr. So benennt sic als Mitarbeiter und Preisrichter hochangesehene Personen, die nicht bis geringste Verbindung mit ihr haben und sich entschieden gegen diese Unterstellung verwahren. Allen des Systems unerfahrenen Schriftstellern wird daher bei der Uebertragung ihrer 'Arbeiten größte Vorsicht ancmpiohlcn. Sie wollen sich vor Abschluß eines Ver- rragcs an berufener Stelle genau erkundigen. An Hand des ihr vorliegenden Materials erteilt auch die Zentralstelle ;ur Bekamp- DerenglijcheFlottenbau Tic britische Sftmlra*' litot hat zu Angebote» für zwei von den vier Schlachtschiffen, die im Bauprogramin für 1914 15 vorgesehen sind, aus- gcsordcri. Die Aufforderung ergebt früher als seit vielen Jahre». Die Schisse solle» im Juli aus Stapel gelegt werden und im Oktober I9l6 fertig sein. Tic beiden andere» Schisse werden ans den Werste» in Portsmouth und Devonport gebaut und mit acht und fünszchnzolligen Geschützen ausgerüstet werden. Be s u ch e de s englischen M i t t e I m c e r g e s ch >v a- ders. Wie die „Wiener Allgemeine Zeitung" erfahrt, tvird in der ersten Mainwche das englische Mittelmecrgcschwaüer, das aus neun großen Kriegsschissen und den dazu gehörigen kleinen Kriegsfahrzeugen besteht, beit düsen von Triest, Polo und Fiume einen Besuch abstatten. Das österreichisch-ungarische Ge sch w a d c r wird am 22. Mai den Besuch der englischen Flotte in Malta erwidern. Tic Begegnung in Abbazia. Aus Abbazia wird berichtet:Der von Graf Berchtold und SanGiu.lia.no geplante Meerausslug ist wegen ungünstiger Witterung unterblieben. Tie Minister arbeiteten am Donnerstag vormittag in ihren Wohmingcn und frühstückten gemeinsam. Am Machmittag unternahmen San Giuliano und die Grä sin Berchtold einen Autoausflug, die Botschafter Herzog von Avarna, Mere» von Kapos-Mere und andere Persönlichkeiten der beiderseitigen Begleitungen machten im Tor- veüoboot „Tatra" eine Rundfahrt im Golf von Quarncro. Gras Berchtold begleitete di« Teilnehmer der Rundsahrt zum Schiffe. Der Aus st and in Epirus. Bei der albanischen Regierung sind Meldungen ciugctrossen, daß trotz der Blol- kade von Santa Quaranta wieder etwa 300 griechische Freiwillige dort ausgeschisst worden und in das Innere des Lpirus abmarschiert seien. _ OeHtfdx Kolonie«. Berlin, 16. Avril. Tic in Brüssel gevtlogcneu Schluß- hesprechliiigen der Qbcrleitcr der Kameruner Grenzver- Messung wurden mit der Unterzeichnung des Protokolls abgeschlossen, das noch der Prüfung und der Genehmigung der beiden Regierungen bedarf. Im allgemeinen wurde über den Verlauf der last 3000 Kilometer langen Grenze zwischen den Kommissaren eine volle Einigung erzielt. Streitig blieben sechs Kilometer am Ubangi-llser oberhalb Singa und die Insel Waleachc im Logonc- iluB Außerdem in noch zu entscheiden die Führung der Grenzlinie vor den deutschen Nierstrecken im Kongo und llbangi. womit das Schicksal der diesen vorgelagerten Inseln und der bisher zu Kamerun gehörige» Schariinseln zusammcnhängt. Die von deutscher Seiic erhobene Forderung aus die T a l w c g g r e II z c ist von Frankreich noch nicht anerkannt tvordcn. Aus Stadt und Land» Dieben, 17. April 1914. Gießen vor 50 Fahren. Wie es in Gießen vor ungefähr 50 Jahren anssah, verrät uns ein Ende 1867 im Verlag der Brühlschen Ilm» versitäts-Truckerei erschienenes Adreßbuch der Provinzial- Hauptstadt, welche damals 9 bis 10000 Einwohner zählte. Tie Stadt war »och in füns Bezirke, A bis E, eingekeilt und die Läufer hatten sortlausendc stummem. Das Adresscn- verzeichuis umfaßte nur Einwohner, die einen selbständigen Haushalt hatten. Aufsällig ist es, daß es damals sehr viele alleinstehende Mädchen und Witwen mit eigener Wohnung in der Stadt gegeben hat, bei denen merktomtdigerweise der anscheinend sehr bellebte Borname Johcmnettc recht ost vorkommt. Unter den Berufen der Gießener von damals findet man eine ganze Reihe von Grwerbszweigen, welche heute nicht mehr geübt werde» ES gab nämlich einen Fruchth wicqcr, einen Holz- und Kohlenmesser, 3 Holzmacher^ einen Hoizsetzer. einen Blaufärber, einen Federputzer, 2 Stiefelputzer und 2 Schäfer. Neben einem Gasthalder, der sich heute mit Hotelbesitzer bezeichnen würde, finden wir euch einen Schenkwirt, während unter den übrigen 58 Gastwirten saußcr den vier Hotelsi nur acht sich (tzastwirtc nannten. Gewisse Berufsarten liebten es, ihre Tätigkeit mit einem Fremdwort zu bezeichnen, so finden tvir 90 Skribenten, 3 Pnoatskribenten und nur 2 Schreibgchilfen. Dagegen be- zeichncten sich der spätere Kanzletrat Demuth und der verstorbene Beigeordnete Grünebcrg schlicht als Bürger- nieistcrei- und als Kreisamlsgehilse. Tie 15 Landtvirtc in Gießen nannten sich Oekonomcn. Polizeidiener findcii wir 5. nebst 3 Rachtivächtern. Es folgen dann wieder mit fremdsprachlicher Bernssbezeichnung: 1 Möbeltransportant, 2 Af- kordanten, 2 Magazinier?, 1 Insignations-Mandalar. Auch Amtstrtcl m-ie Krrmrnalrickster, Stadtrichter, Universitäts- richtcr, Fiskalamoalt waren noch sehr gebräuchlich. An den verschiedene» Bernsen gab es in der Stadt: 4 Seiler, 2 Posamentierer, 1 Spinnmcister und mehrere Leinweber, 1 Siebmacher, 2 Strumpsweber, 1 Seifensieder, fung der Schwindelsirmen in Lübeck Rat und Auskunft. Ihr wolle man auch etwaige Beschwerden vortragen, denen sic dann »acbgehen wirb. Ferner gewährt die Städtische Rechtsauskunftsstelle in Darm- stadt, Stadthaus, Rhcinstraßc, Minderbemittelten gern Auskunft. — Tic Zukunft des Münchener K ü » st l c r t h c n - t er e. Aus M ü n ch e n wird uns geschrieben : Die vlötzlichc Hci- mailoiigtcit der Sczcsston nnd die immer mehr um sich gleitende Zeriolitterung im Münchener Kunstleben hat die Gemüter wach- samer Lokalvatrioten nervös gemacht. Seit Wochen hallt es wi der von Alarmrulen, in Venen zur Erhaliung der gesährdeten Vormachtstellung Münchens als Kunststadt zum Sammeln geblasen wird. Als drittes Moment, das Anlaß zu ernsten Besorgnisse gab, kehrte in diesen Artikeln die Sorge um die Zukunft des Miinche- »er Künstlenheaters wieder. Diese Musterbühne im Aussie!l»„gs- vark Hai in den fünf Jahren ihre» Bestehens bereits rech! lvechsel- volle Schicksale durchlebt. Bon Georg Fuchs mit einem Kreis sübreudcr Münchener Kiinftler begründet, wirkte sie nni den aui- sehenerregenvcn Erfolgen ihrer ersten Svielzeit gerade;» kaust- revolutionierend in szenischer und dekorativer Hinsicht. Die neuen Prinzipien d:r Inszenierung machten unter dem Namen ..Rcliei- bühne" Schule und auch die Architektonik des ohne Logen angelegten Amphitheaters ivurdc ieatdem tviederhott von Biibmmarchi tckten benutzt. Zwei Jahre hindurch feierte Reinhardt, erst mit seinen Schauivielern, später als Overetten-Regisscur, dort laute, aber in München selbst nicht ganz imwiberivrocheiie Siege, und schließlich ging dg» Haus durch Pachtvertrag a» den Münchener Drei-Masken-Pcrlag über, der mit künstlerisch belangloicn, aber prunlvoll ausgemachten Ausstattungsstücken um die Gun» de» Publitnms warb. Nun ha! der Verlag, da der stnanzielle Erfolg gusblieb, seinen Pachivcrirag mit dem Verein Ausstcllungspart gelöst, und e» bestand Gefahr, daß die Bühne in dieseni Sommer unbenutzt bleiben würde. Diese Sorge, und mehr noch die Verhandlungen. die mit dem Düsseldorfer Schauiviclhauie wegen eines Eniemble-Gastipiels im Künftlertkeaicr schweben, hat einen flammenden Aufruf veranlaßt, in dem eine Reihe von Münchener Matern, Schriftstellern und anderen bekannten Persönlichkeiten gegen die neuerliche Verpachtung an auswärtige Unternehmer energisch protestiert. In dem Aufruf ist viel von einem ganz im Gründungssinn der Bühne zusammengestellten, scn um- ristenen Svielvlan hie Rede, aber es fehlt eine nälicre Angabe übec die Art dieses Repertoires. Und doch wäre ein Spiet mit 7 Zimmermcister, 6 Drechsler, 3 Kammacher, 2 Glockengießer, 1 Pumpen machcr, eilte Qsenfabrik, eine Zengfabrik, l l Bierbrauereien, 1 Blech- und Metallwarenfabrik, 10 Ger der. Tic Zahl der Küfer, welche jetzt aus 3 zurückgcgangen ist, betrug damals >6. 3 nieckninischc Webereien beschäftigten eine größere Anzahl von Arbeitern. Die Metzgerznnft zählte 1867 30 selbständige Meister, eigentlich ein wenig viel für die kleine Sladt. Ziegelcibetriebe gab? 3, Zigarrc»fabriken 16, Tabaksabriken 4. von denen jetzt nur noch eine Tabak- sabrik besteht. Für das körperliche Wohlbefinden sorgten 17 praktische Aerztc und ein einziger Zahnarzt, während für die, ivelche sich in Gießen nicht wohl fühlten, 4 Auswandcrnngsagcittcn die Reise übers Meer vermittelten. Für Rcchtssti.eitigtcl.tcii standen 31 Advokaten zur Verfügung. " ßs „ z dem Schuldienst, llebertragen wurde deni Schulamtsaspirantcii Martin Klein, ans HcchtShenn, Kreis Mainz, die erledigte Lehrerslellc an der katholische» Volksschule zn Frei-LauberSheim, Kreis Lllzey; dem Schnl- antiSasptranlen Heinrich Ohl anS Vilbel, Kreis Jriedberg, eine Lehrerstcllc an der Volksschule z» Schwalheim, in dem- selben Kreise: dem Lehrer Johann Heist ans Düdelsheim, Kreis Büdingen, eine Lehrerslellc an der Volksschnlc zu Mainz- Kostcl; der Lehrerin Marie Merz zn Herbstein, Kr. Lanter- bach, eine LehrerinsteNe an der Volksschule zn Mainz. *• Os scnc Le h rcrstel lc n. Erledigt sind: Eine mit einem katholischen Lehrer zn besetzende Schulttelle an der Volksschule zn Wackernheim, Kreis Bingen, mit der Stelle ist Oeganistcndienst verbunden; eine Lehrecstellc an der evang. Volksschule zu Bingen und die mit cineni evang. Lehrer zu besetzende Lchrecstelle zn MctzloS, KreiS Lauterbach, milder Käntordienst verbunden ist. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gemährt werden. ** Zum Wechsel im Kommando der 25. Kavallerie-Brigade. Der neue Kommandeur der 25, Kavallerie-Brigade, Oberst v. Bodelschwingh, bisher Koni- inandcnr des 2. Hannoverschen Dragoner-Regiments Nr. 16 in Lüneburg, hat am Donnerstag das Kommando der Brigade übernommen, die am 1. Januar 1860 als .Rciicr- brigadc" ausgestellt wurde und am 1. Januar 1872 den Flamen 25. Kavallericbeigade zKcoßherzoglich Hessische) erhielt. Die Kommandeure der Neitcrbrigade ivaren: Oberst Klingclhöffer, Willich, genannt v. Pöllnitz, Prinz Ludwig von Hessen, der nachmalige Großherzog Ludwig IV. und Freiherr Gcdnlt von Jungenseld. Die Konnnandenre seit 1867 waren: v. Wtchmann (bis 1870), von Rantzau (bis 1876), v. Radecke (bis 1883), Freiherr v. Loqnenhicn (bis 1886), v. Eolomb (bis 1889), v. Masiow (bis 1893), v. Schmidt (bis 1897), v. Winlerseld (bis 1901), v. Schmidt (bis 1805), v. Werder (bis 1909), Generalmajor v. Ocrtzen (bis 1911), Clifsord Kocq v. Brengel (bis April 1914). Der neue Kommandeur, Oberst v. Bodelschwingh ist somit der 13. Kommandeur der Brigade seit 1867. •• Keine .Ed c r ta lspe rre". Die seit mehreren Jahren fest eingebürgerte Bezeichnung .Edcrtalspcrre" für das jetzt vollendete große Staubecken ini Edertal hat durch eine» ministeriellen Federstrich ansgehört zn existieren. Die Sperre hat die amtliche Bezeichnung „Waldeckec Talsperre" erhalten niit dem eigenartigen Zusatz: ,In der Eder bei Hemfurth". ** Ter Landesvcrban d der Friseure von Hessen und Nassau hält am 20. April in Wiesbaden seine dritte Landesverbandsversammlung ab. Der Berbandsvorstand beantragt Durchführung von gleichmäßiger Lehrzeit für mäiiiilickze und weibliche Lehrlinge, sowie Verbot von Kursen für letztere und gleichmäßige Prüfungs- bcstimmnngcn für das Frisenrgcwerbe in Stadt und Land. Die Innung Groß-Gerau beantragt, der Landesverband möge bei der Handwertskain mcr idahin wirlen, daß das Beschäftigen von Lehrlingen nur auf dem gesetzlichen Weg von drei Jahren geschehen" kann und daß das Beschäftigen von Einscisjungen oder jugendlichen Arbeitern im Friseurgenerbe gesetzlich verböte» wird. Tie Innung Mainz beantragt, der Landesverband möge dahitGovirken, daß in den Kasernen ähnlich wie in Bayern Friseurzimmcr eingerichtet nerden, um sic an Friseurmeister zu vermieten. Tie Innung Wiesbaden beantragi cinlxeitlichen Feiertagsschl-rß im ganzen Bezirk. ‘ ** G e mcindcsteucr-Rückstände. Unter den bentigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gjtzßen bcsindet sich auch die Mahnung des 6. Zieles vlcmeindesteue.n nnd Kanalgebühren. Die Zahlung kaini noch bis zum 2. W a i d. I. einschließlich ohne Kosten bei der Stadtkassc crtolg cn. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt ossencn Karten fraglos der beste Weg, diesen Absichten Vcrnürk- lichnng zu versckzassen. Tenn an sich ist diese Forderung keineswegs unbcrechnet, und eine Devise wie die: „Das Münchener Künstlcrlheater den Münchener Künstlern" wird den Münchenern natürlich besonders leicht cingehe». — Unbekannte Wagner- und Liszt-Briese anf- g e l IIII d e II. Aus A IN st e r d a IN wird berichtet: In den Archiven der Amsterdamer Gesellschaft zur Förderung der Musik entdeckte man vor einigen Tagen drei Briese Richard Wagners und acht Brief von Liszt, die sämtlich bisher unbekannt geblieben waren. Tic Briese Liszts sind aus Weimar datiert, die Briefe Wagners aus Zürich und aus Luzern. Sie wurden in den Jahren 1854 bis 1857 geschrieben und sind an den Begründer der „Niederländischen Gesellschasr" gerichtet. T i c N ar ko s e s ä h i g kci t. Zur Beurteilung der Herz- lrgli iür die Frage ter Nirlosc empfiehlt'Dr. Stange, Petersburg, in der Rußk. Wratsch den Atmungsversuch. Patientinnen mit guter Herzkrast^ können die Atmung nach einer tieferen Atmung gul 20 30 Sekunden aussetze,i, während solche mit Ivenigcr leistungsfähigen Herzen cs nur 10 15 Sekunden aushallen. Dr. Stange mack I unter anderem daraul aufmerksam, daß einige amerikanische Lcbeiisversich-rnngrgcscllschaftcn niemand veriichcrn, der nur toc- nigcr als 20 Sekunden aushält. Diese Probe sei natürlich neben anderen Prüsungen des Herzens anzuwenben, nicht aber als deren Ersatz. — * » t Gebauers Reise nach O st t i b e t und I ü n - ä," " ..." Unterstützung der osicrrcichischeu Regierung und der Wiener Akademie der Wissenschaften hat Ant. K. Gebauer, der bereits verichiedene Reiten in Asien misgesührt Hai, eine Jorichungsreise nach Osttibei angetccicn. Während die Stötznerickie Ervcdltion dieiem Ziel von Osten her aui Jangtsekiang zustrebi, wirb Gebauer von Birma ausgeben, wo Bdamo am oberen Jra- waddl >e>n Ausgangspunkt sein wird. Am Saltven, den er ans der Karawanenstraßc erreicht, will er sich stromaui wenden, um in die wenig ersorschicu Grenzgebiete zwischen Tibet und Ebina, in denen Dr. Brunhuber und K. Schmitz ein Ovier ihres Wagemuts ge- worden waren, ein.udringen: später tvill er nach Jünnan, um auch hier für die Wiener Museen zu samineln. >l>ie Beitrelhung, wobei die Psänduugskosien erhoben tverden A» 27. und 30. Avril ist die Kasse geschlossen. Es wird noch besonders daraus ausmcrksam gemacht, daß die Stadtkassc mit Wirkung vom l. d Mts. unter Rr. 8315 an das Postschcckanit Frankiurl a. M. aiigeschlosscii worden ist. Tic Zahlung der Steuern und Kanal gebühren kann daher auch aui genanntes Positchecklonlo crjolgcn. Die BuchungSgebühc beträgt in jeden, Falle 10 Pig. und ist oon dem Absender niilcinzuzahlen. Aus dem Abschnitte ist der Name des Stcuerzahlcrs, die Nr. des .Heberegisters, der Betrag und das Ziel genau anzugcben. Verb c s s e r u n g der Po st verbind ungen mit Holland. Tic Briespost, ivelche nachmittags uou Mannheim oder gegen Abend von M a i n z und Frankfurt nach Holland versandt wird, gelangt erst in der Mitte des Bormittags des nächsten Tages in die Hände der Empfänger. Diese langsame Bciördcrung ist für den Geschätisvcrkehr außerordentlich störend, namentlich, wenn es sich um Uebersendung son Konnosscincntcn und ähnlichen Tchiisahrtsdolumenten handelt. Die Handelskammern zu Amsterdam und Rotterdam machen jn cineni Rundschreiben an die 59an- delskannncrn zu Mainz. Mannheim, Frankfurt a. M., Köln, Düffeldors und Duisburg den Vorschlag, daß im Anschluß an den abends 8,25 Uhr von Mannheim und 9,01 Uhr von Frankfurt a. M. abgchenden und gegen 2 llhr nachts in Duisburg an- kommenden Zug von Duisburg ein besonderer Nachtpostwageu nach der holländischen Grenze erpediert tverdc. Tie beiden holländischen Kammern haben die deutschen Kammern gebeten, bei der deutschen Post- und Eisenbahnverivaltnng die erforderlichen Schritte zn tun. damit die für den Gcsckiästsvcrkchr unbedingt notwendige Verbesserung der Po st Verbindung herbrigeführt werde. I» ihrer letzten Sitzung sprach sich die Grosib. H a n d c l s ka m m c r zu M ainz für eine Unterstützung dieser aus eine Verbesserung der Postverbindung urit Holland gerichteten Besirebungen aus und beschloß, sich zu dem Zwecke mit den Handelskammern zu Frankfurt und Mannheim in Verbindung z» setzen. ** Gü t c r recht s re g i st c r. Otto K l e bm . Fabnkarbeite, zu Stauscnberg, und desicn Ehefrau Bertha geh. Stahlsänger haben durch notariellen Vertrag vom 3. April 1914 Errungen s ch a f t § g c m c i II s ch a i t vereinbart. ** Grund st ücksvcrkchr. In bet Zwangsverstcrgerungs- suche des Heinrich Theiß des fünsten in Flensungen gegen die Heinrich Eckhardt dritter Eheleute daselbst — IC 4/14 — findet der aus den 18. Mai 1914, nachmittags 1' Uhr, an- beraumic Verstcigerungstcrmiti nur noch bezügl. der dem Heinrich Eckhardt dem dritte,, an de» Grundstücken zustehenden Eigen- tumshälfte. statt. ** Kleine Mitteilungen. In F r i s ch b o i n trat ein von einem Milchfubrwcrk Herablollender sckwerer Sack den liinier. dem Wagen stehenden ncuniölirigen Sohn des Landwirts Döring und riß ihn nieder. Der Knabe erlitt einen schweren Beinbruch. — In der Nacht zut^ Donnerstag wurde in der Villa eine - Professors in M a r b u r g, der mi! seiner Fannlie verreist ist, cingebrochen. Den Dieben sielen Herren- und Tamenichuhe. lowie Kleidungsstücke nnd Schmucksachen in die Hände. Der öttjähriae Privatmann Sol» Kuhn in Frankfurt, ein mchriäcktcr Millionär, hat am Mittwoch seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Ter Lebensmüde wollte sich demnäck-st mit einer Schauspielerin verheiraten. — Beim Svielen geriet der icchsiährige Sohn des Landwirts H e ck e r t in H o ch st a d t unter einen sckiwerbeladencn Wagen. Er wurde übersahren und getötet. Kreis Büdkregen. £ Büdingen, 16. April. In dem Brc it enb orn er Bnsaltwerk ist der verheiratete Arbeiter K. Schwab ans Ri n der b ü g e n tödlich verunglückt. Ein abstürzender Basaltblock verletzte den Mann jo schiver, daß er ans dem Transport starb. Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe mit acht kleinen Kindern. A Nidda, IG. April Die Bäcker-Innung für den Kreis Büdingen hielt ihre Frühjahrsoersammlung im Krastschcn Saale ab. Das ausscheidende Vorstandsmitglied Wilhelm Schinück-Büdingen wurde wicdecgewählt Für die hessische Verbandstagung in Alzey am 16. und 17. Juni wurden Vertreter gewählt. ES soll eine Ein -und Verkaufsgenossenschaft gegründet werden. Für die Gesellenprüfungen wurden zwei Beisitzer bestimmt. A 2 i u ti [] e i m , 16. Avril. In der Woche vor Pfingsten feiert die Landwirtschaftliche H a n s h a l t» n g s I ch n l i ihr LöjährigeS Bestehe» i» Verbindung mit der Feier der lause »dsle» Schülerin. Aus diese», ülnlaß sollen alte Schiileriiiiien des zugleich abschtießeudeu 50. Kurses mit einem Geschenk bedacht wert.»: die tauseudsle Schüleiiu erhält »och en» besondere Gabe. Vor nicht langer Zeit wurde das Schulgebäude durch einen Anbau beträchtlich erweitert. Kreis Alsfeld. AU de »hau scn, 16. Avril. Das Ehepaar Gastwirt Johannes Necb feierte seine goldene Hochzeit. Kreis Schotten. — Herchenhain. 16. April. In der vergangenen Nacht trat im oberen Vogelsberg leichter Frost ein: zeitweise siel Schnee. Kreis Friedbcrg. 8 B a d N a u l> c i m , 16. Avril. Denn der Kur und Bade- beirieb auch schon seit Wochen wieder stark int Gange ist. so hat die ossi zielte Saison hoch erst am heutigen Tage mit der Eröffnung des Kurhauses und den Erössnungs- klängcn der Großh. KurkapeUe iWinderstein-Orchester, Leipzigs ihre» eigcnisichen Anfang genomnic». Tic stkainr ltzit sich dazu bereits sesriich geschmückt. Starkcnburg und Rhciuhesskti. rb. Tarmstadt, 16. April. Tic T i v l o m v r ü fu n g e n an der Technischen Hochschule haben gestern mit der mündlick»cn Prüfung ihre» Anfang genommen: die Klausurvrüsnngen beginnen am nächsten Montag. Es beteiligen sich an den Prüfungen im Hoch- bausach 27, im Baningenieursach 32 nnd im Maschinenbaußrch 33 Kandidaicn: in der Abteilung iür Elektroicckmik II, in der Abteilung für Chemie 6 und im clektroicchnischcn Fache und dem Pavicr-Ingenicurwesen je vier Kandidaten. Tic Prüfungen dauern bis zum 24. Avril. " , Darnistadt, 16. Avril. Das Großh. Seminar für Bolksschullehrcrinncn war nach dem Jahresbericht ini verflossenen Jahr von 109 Schülerinnen besucht. Die Enilassungs- prüfung bestände» die 22 Schülerinnen dee ersten Klasse und 13 Erlerne, linker der ösesanitzabl der Schülerinnen waren 64 ev. und 45 kaili. Aus Ttarlenburg waren 81, aus Obcrh essen 5, aus Rheinhcssen 18, nicht aus Hessen 2. Zehn Töchter' von Lehrern waren darunter, von Landwirten 7, von Handwerkern und Ge- schäflslenten 38, von Beamten 52, von Eltern anderen Standes 2. Borgcbildet waren in Volks- nnd Mittelschnlon 83, in höheren Mädchcnsck ulen 4, in Bürger- und Realschulen 6, in Institute« 16. An der Anstatt wirkten außer dem Dir-ktor 7 Lehrer und nenn Lehrerinnen. Das neue Schuljahr beginnt am 22. April. M a i n z, 16. April. Die Bürgerineisterei hat im Ein - vernehmen mit dem Aeltestcnrat heute beschlossen, den Termin für die nochmaligen Stadtverordnete n >v a h l e n auf den 7. M a i anzuberaumen. Dieser Beschluß unterliegt noch der Bestätigung der Stadlverord netcn. iBekänntlich sind die Stadlvcrordnctcnivahlcn twm 3. Dezember v. I. vom Provinzialausfchuß wegen formaler Verstöße für ungültig erklärt worden.) Hessen-Nassau. >v Neustadt, l6.April. Tein in Aachen im Ruhestand lebenden Sanitätsrat Braun von Neustadt, der am 24 Februar d. I. sein 50fähriges D o kt o r j ub il ä um gefeiert, ist aus diesen, Anlaß durch die medizinische F Jahre» erfolgten T o l t o r w ü r d c e r neuert tvordcn. w. Neustadt, l«> Llpril. Seit gestern ist die Auto- Po st v c r b i n d u » g zwischen N e u st a d t und Alsfeld, &ic während der Sintermonate eingefteftt war, wieder in Betrieb * Mu > 16 - April Grosse Stiftungen für wohltätige Zwecke sind der Stadt Hanau von der gehern verstorbenen Nentnerin Frt. Marie Lin den- bau er gUgefatten. Auch die evangelische Zohanneskirche hat eine Stiftung erhalten, ebenso die Stadt Getnhanseu, wo die Mutter der Verschiedenen geboren ist. X Salmünster, 16. April In der Silvesternacht k>Lt brkanntlich der 17jährige, das Fnldacr Gnmnasiani be- jiichende SHer-Tertianer Slnton Wolfs ans Salmünster ein Revolveratteniat gegen seine Mutter und ~ an J e verübt uiipHicic schwer verletzt, dlach dier Tat rannte der Schüler durch verschiedene Straften und flüchtete jyulcftt ui die Kirche, wo er sestgenommen wurde. Sein auffälliges Benehmen während der Tat und in der llntersuchungShast gab Veranlassung, ihn der Irrenanstalt in Marburg zur Beobachtung seines Geisteszustandes zu überweisen. Pach beendigter BeobachtiingszTit ist er jetzt wieder nach S>a»au in doS Gerichtsgesängnis gebracht worden. Zivcisel an seiner Zurechn nngssähigkeit haben sich nicht ergeben. verelnsnachrlchten. Sl L i ch , 17. Avril. Als Festtage für das Bundessest des Lahn tal-Sängerbnnbes sind nun endgültig der ll. bis 1 :i. Juli icst- nefeet worden. Ter hiesige Gesangverein „Eäcilia" hat die Fest- und ArbeitsausiÄäsje bereits gebildet, die die Vorarbeiten schon begonnen haben. Als Fcftvlatz Und die im Sikdwestcn der Stadt, zwischen der Gikssener Bahn und der Wetter, gelegenen „Gäns- meid",Wiesen gewählt worden, aus denen auch vor 18 Zähren das Lahntalsängerjest abgehulten wurde. — Aid da. Iö. 'Avril. Tie Vorbereitungen zu dem Vaterland i j >h e n G e I a » g S >v e t t st r e i t an, 13., 1s. und IS. Juni, verbunden mit den, 7öjährigen Jubiläum des Gesangvereins »E ä » g e r k ra n z'-Nidda und dessen dritten Fahnenweihe, sind in, Bange. Kleine Tagcschronik. Eine gewaltige Fcuersbrunst vernichtete in Adlig- Lvnken s.Kreis Bnlow) 81 Häuser, viele Futlcrvvrrätc, Mnsckstne» und Vieh. 5»ort, — ..R n n d durch W e st d e n t s ch l a n d". Bei der Olnmpia- Vrüsunosiakrl „Bund durch Westdeutschland" über 213 Kilometer errang Emil A l l h o ! i vom Gicsscncr Nadsahrer-Verein 1885 als einziger Gicsscncr Preisträger den siebcnlen Ehrenpreis. — Ferner tmirde bei den Saal Wettbewerben am Abend des gleichen Tages die Junior mannscssast desselben Vereins, die Herren Karl und Friedrich Kehler, im Radballspiel mit dem ersten Ehrenpreis ausgezeichnet. Vermischte». * Sin Schönheitsfehler. Aus £> o s wird gemeldet: Ein hiesiger Realschullehrer strengte gegen den Magistrat eine Ent- schädigungsklage über 80000 Mark an, weil seine Tochter bei Behandlung ihrer Hand im Städtischen Kraiikcnhause mit Röntgcn- strahlen einen Schönheits fehler erlitten habe. Eine Krankenschwester habe den Ävvarat allein bedient und dabei sei die Hand der Kranken verbrannt worden. * Flüchtiger Althändler. Tie Morgenblätler melden aus Köln- Unter Hinterlassung bedeutender Schulden ist der Althändler Frist B r o o aus Mainz, der hier ein umiangreiches Antiguitätciigeickiäst betrieb, mit Frau und Kindern, unter Mitnahme von 200000 Mark nach Amerika geflüchtet. Zu den Gläubigern gehört auch ein Mainzer Privatmann, der um 43 000 Mark geschädigt ist. Grubenbrand. Aus Brüssel, 18 Avril, wird gemeldet, heule vormittag brach aus der Grube „Trieu Kaijin" in G i l l l> bei Eharleroi nach dem Einiahren der Morgenschicht Feuer aus. Der Maschinensaal „nd die clekiriiche Zentrale ivurden zerstört. 250 Grubenarbeiter Ivurden dank der Verbindung der Gnibe^ mit einer benachbanen Grube gerettet, 2 sind verbrannt. Ter Schaden wird aus eine Million geschätzt. * Schuhliebhaber Einer mit Veranlasst,ng des „Journal d'Allemagnc" in Berlin we,lenden sranzösischcn Rciscgesellickiait wurde in dem Hotel Eumberland, wo die Gesellschail wohnt, etwa 40 Paar Stiesel gestohlen. Tie Bestohlene» muhte» aus Kosten des Gasthoibesisters neu beichuht werden. Tie frühzeitig Niigc- iestke Tamvieriahr! nach Potsdam erlitt durch diesen Vonall, der grosse Verwirrung anrichkete, eine erhebliche Verzögerung. Tie Tiebe iint> entkommen. ^Unglückliche Wettfahrt. Die Morgenblätler melden ans Stettin, In dein Torfe Sommi» nnternahinen die Pächter Kurkowskh und Eieczinskv aus dem Rückweg von der Kirche eine Wettfahrt. Ta» Fuhrwerk des Knrkowskn stieh gegen einen Baum. Tee Besitzer sowie die Arbeiieriran Wielezak wurden, wie der „Ber liner Lokalanz " meidet, getütet. - Bazillen nach Beliebe»! Eine dlnssehgn erregende Entdeckung ist kürzlich von einer iranzösischcn Gelehrten, der bereite. seil längerem durch bakirriologiiche Forschungen hekannlen Madame Viktor Henri gemachl worden. Wie Emile Rour. der bc rülstiile ebematige Milarbeiter Pasteurs und derzeinge Leiter ix» „Fnstitttt Pasteur" in Paris, in einer amtlichen Rotc an die Akademie der Wissenschaiten soeben milteilt, bandctt es fiel, um die Verwandlung einer Bazillenari in eine andere, d. h. eines Krank heilserregers von genau bestinimiem Eharakter in einen solctzen, der eine von der vorigen wesentlich verichiedene Krankheitssorm hervorruft. Tie betresienden Vcrsuckc wurden Mil dem sogenannten „Kohienbazillus" ongestellt, den man der sortgeietzten Einivirkung ullrovioletter Strahlen unterwari. Die Forscherin erhielt au, diese Weise Mikroben, die sich als Eoeeienbazilien charakterisierten, anstatt die Stäbchen- und Fadengestalt des Kohienbazillus anlzn- weisen. Diese iieugeblldeten Lebewesen wurden einigen Periuihs- lieren eingeimpst, ivoraus sich bei ilmen^eine eigentümliche, bisher nie beobachtete Krankheit entwickelte. Sie nahm einen, langsamen Verlaut und zeigte schari präzisierte Vergistungserscheinungen, anstatt der Serticemicn, t-ie sonst der Köhlenbazillus erregt Tie neuen Mikroben unterscheiden sich von dem normalen Koblcnba zillns ist ebenso stark, wie von diesem die Tiplstheritisbazillen. Madame Viktor Henri ivricht angesichts dieser und anderer Be gleiierscheinuligen >Irrer Versuche lderen sachmännische Erörterung hier zu weit führen würde- die kühne hnvotheie aus, ob nicht die von der heutige» Wisienschast als selbständige Lebewesen konstatierten Baziklen im Verlause grosser Zeiträume aus einigen wenigen Formen hervorgegangen seien, die sich unter dem Ein ilusse des Lichtes oder der dunklen, chemisch und blologiich wirk samen Strahlen entwickelt hätten. Wäre es nickt möglich, diese primitiven „Urformen" seine Art von biologischen „Elementen") aus der grossen Menge der krankheitserregenden Mikroben in Rcin- iultne zu züchten und indem man die Bcimiibtung einer solchen Urivrnngssorm auszeigt, damit den Weg zur Vekämvsnng mehrerer ..bakteriologisch verwandter Krankhciwn" sreizabekonimen? hier icheint sich die Perspektive auf ein neues Feld medizinischer Forschung zu eröffnen, das höchst interestänie und, hosfen wir, prak- lisch bedeutsame Arbeit darzubieten verspricht. * Getroffen. Passagier in der Strassenbahw (wütend): „Passen Sie doch aus! Glauben Sie etwa, meine Füste wären dazu da, dass ein Idiot draus steht?!" — Der andere Passagier statt lächelnd): „Ja, ausgerechnet, das habe ich angenommen!" Kleine Tagerchronik. Der Schoner „Buckle h" ist bei L o n g B r a n ch im Staate Illinois gestrandet. Der Kapitän, seine Frau und die ganze Mannschaft ertranken, nur ein Mann konnte sich retten. vüchcrtisch. — Was können Eltern zur Verhütung schlechter Sch Utfort schritte ihrer Kinder beitragen? Von Tr. med. Heinz Stadelmann. Verlag von Almin hnhle Hs Dresden. 50 Pig Tie ?lbhanblung enihält ausklarrnde A». gaben über körperliche und geistige Veranlagung >md Aorist e»y seelische Vorkommnisse bin, die 'Anlass z» schlechte» SantO.nV schrittcn bei Kindern werden können. Tie kleinen Kaonel über „mangelnde geistige Begabung", „Jnieeeiielossgkeit fiir Schul iiid-vr", „Ermüdung", „Tanenrniüdnng" »sw. mögen den Eltern als 'hlnbattspnnkte für eine nveckcniivreckrciidi' Beobachtung ihrer Kinder dienen. Unser Tierarzt oder Wie kuriei'e ich meine Tiere selbst! Ein Ratgeber zur Erkennung, Heilung und Verintlung der Krankheiten des View,. Pferdes, Hundes und Geilügels von Tierarzt Tr. Krabbe. Preis 1.50 Pik., gebunden 2 Mk. Anillicher Wetterbericht, Oessenllicher Wetterdienst. Giessen. Wetterauüiichten in Hessen am Samstag, de» 18. Avril 3914: Wechselnd eewölkt, doch noch meist beiter, keine iveientliche Aende- rnng der bestehenden Witterung. DagS warm, starke nächtliche 'Abkühlung. (elfte Unetiriduen, C i ii politischer Schriftsteller in Frankreich gestorben. Paris, 17. April. Gestern starb hier der bekannte politische Sckriststelier El ave au im Alter von 70 Jahren. T i e Wahlen in Schwede». S t o ck b o I in. Iss. ?lpril. Rach den bis Mitternacht var- liegenden Ergebnisse» sind bisher in die Zweite Kammer gewählt ivorden, 21 Mitglieder der Rechten, 55So- '.ialdcnivkratcn und 40 Liberale. Tie Rechte gewinnt 15 Sitze und verliert einen, die Sozialdemokraten gewinnen 0 und verlieren 3, die Liberalen verlieren 20. Tie früheren liberalen Minister Schotte kund Petten wurden wiedergewählt. Vorläufige Beilegung der mexikanischen Z w i s ch e n sä ll e. Washington, Kl. April. Tie Regierung hat heule abend Huerta s Anerbieten, die Flagge der V e r e i • n i g t c n Staaten z u salutieren, n n g e n o m in e n Tie amerikanischen Kriegsschiffe werde» daraus die m exikanischeFlaggefalntiere ». Wie es heiftl, bedeutet die ErflUlung der von Huerta gestellten Beding ungen durch die Vereinigten Staaten nicht die Anerkennung der Regierung Huertas Es wird erklärt, die amerikanische Regierung wolle ihre Ftottenmacht in den mexikanischen Gewässern selbst dann verstärken, wenn der geforderte Flagge» salnt abgefenert lverde. In diesem Falle ivird mtr ein Teil der setzt südwärts dampfende» Schisse zurückgernfen. B l e i ch s ü ch l i g e n » d Blutarme werden rasch gesund und kräslig, wenn sic ihre Ernäbrnng zweckmässig gestatten, b. b- alle Reiz- und Genussmittel meiden und sicki nur an blutbildende Rah rungsniittel i,allen Ais natürliche Kraitnahrnng von erstaunlicher Wirkung haben sich von jeher Knor, haserslocken erwiesen, deren hoher hbchatt an bim und tnochenbildenden Rährstosfen 'Aerzten und Laien genügsam bekannt ist. Das Wort „Hafer schasst Blut und Krast" kennzeichnet kurz aber tressend die segensreiche Wirkung der haserkost. Und die Bezeichnung speziell für Knorr-Haserslocken- als „teste haferipeise der Wett" ist in Anbetracht ihrer Ausgiebigkeit, ihres Wohlgeschmacks und ihres bedeutende» Nährwertes des dem billigen Preise durchaus berechtigt. Seit ca. 40 Jahren werden in den Knorr'schen Fabriken auserlesene beste hajersorten in geradezu idealer Weise nach wissenschastlichen Grundsätzen zum Genüsse vorbereitet. Bei der sorgiältigen Reinigung und Enthülsung bleiben dem öaierforne alle wertvollen Bestandteile erhallen. Man verlange ausdrücklich Knorr-baserslocken. Ist« Verein Handesport für Giessen n. Umg. E.V. 6. grosse allgem. Ausstellung :: von Hunden aller Rassen :: am Sonntag, den 26 . April 1914 , auf der Liebigshöhe verbunden mit Spezial-Ausstellungen vom Pinscher-Clnb, Sitz Köln; vom Boxer-Club. Sitz München; 1/andesfjrnjtpe Südwestdentscliiand und vom Mentxchen Bojfgen-Club, Abteilung Hessen-Nassau und Hessen. Eröffnung; 8 Uhr vormittags. Schluss: 6 Uhr abends. Eintritt 50 Pfennig. H Lichtspielhaus 8 RnhnliofatraHfte 34 Vorführung sprechender Films! Morsen Samstag, abends ‘/«Ö Uhr: 496Sa Grosser Konzert-Abend (Kapelle 13 Mann). — Hierbei Vorführung des bedeutenden Filmwerkes „Heimatlos . j D'M Mndigung entlaßen • ttHute ÄchulLn-, Köchin, nvä sic vcrgcflcn hatkc DieLieferung des Brennholzes für die Jnstitttte der LandcS-Universität im Rj 1914 und zwar ca. 8 Rni. Buchen- und ca. 73 Rm Taiinen-Scheslholz soll ans dem Wege öffentlichcr Berdingnng vcrgcben werden. Angebote sind mit entsprechender Ausschrift versehen bis znm 30. April d. I., vormittags II Uhr» zu welchem Zeitpunkt die Oefsnung dersclbk» ans unserem ?lmlszinimcr stattftndct, bei uns einznrcichen. Die Lieferungsbedingungen, sowie das Ber- zcichnis der betr. Jnstituic ;c. können ans unserem Amtszimmer, Bisniarckstratze 22, cingesehen werden. Gieße», den 16. April 1914. «TiD BerwaltungSausschuß der Großh. Landes-Universiiäl. I. B: Eck. _ §pazier< Stöcke Riesen-Auswahl! | Billige Preise! -das Atürü zu 10 J zn haUn Jjmnimr i a^iurf Jäurüen eine 1 ______ IniuifKtyalTf Ydtniftf yiiurc •) ferfftSIru «veil fit Kräuteriexoea berate cnmalstn Der K-m'd rr»rd ztriütnv’.rtj ’ und giiVijtzttia mit JanUmfai sstchw-rt ©j-s -f^ur.eckt nütnetn-erLtitttmutckL . -fürr üfcaall au hoben. 4 A. 4^0 rh Pli 5if £S nttl -ÜCrfudl. SJiur.-.r«. — « -- ---*--- Schulranzen unck Mappen für Knnhon n. 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Die amlSgerichiliche Verfügung ist zurEinsichtaufden, Ortsgerichtszimmer öffentlich angeschlagen. Gieben. den 25. s>ebr. 1944. Grobb. Ortsgericht. I. V.: Leo. Montag, de» 20. d. Mts., vormittags 1» Ubr, soll die alte abgehende Feuerspritze der Gemeinde KellingS- bauicn üffenli. meistbietend versteigert werden. Zuiammciilnnst amTvritzcn- banö. 4973 Ter Bürgermeister: __. W agnc r. . 3 mflngö= 2 >criteiqcruHfl. K. 27/14. ' 3782 8 Freitag, d. 15. Mai 1914, vormittags 9 Ubr, werden amGrostberzoni.LlmtSgericht Gieben. Zimmer 8ir. >8. die itn Grnndbnche für Gieben, Band 1» Blatt 76», auf die Namen der tlngcn disvrion Eheleute in Eoblenz eilige- ichlicbenen Znimobilien: Flur 1 Nr. 143 — 28 qm Hof- reitegrund aus dem Sel- tcrswcq Flur 1 Nr. 144 = 62 qm Hos- vnum mit Statt oaseibst iMaigaffe 13) Flur 1 'Nr. 157 - 3058 qm Hofreite daselbstiScilerS- weg 13» Flur 1 Nr. 16» = 140 qm Hoi- reite das. tzu Seitersw. 43» Fl»,r 1 Nr. 183'/,« -- 134 qm Grabgnrtcn daselbst zwangsweise versteigert. Die a»nlsger»chtiiche Beringung ist nn Zimmer des Grobb. OriSgertchlS öffentlich zur Einsicht angeschlagen. Gieben. den 18. Biärz 1914. Grobb. OrtSgcricht. _ I. B.: Leo. _ Dose L 2 Pid. rchiiittbobite» . Mk. 0.45 Wachsbobncn Spinat . . Kohlrabi Wirsing . . Erbsen . . do. seine 0.50 0.05 0.45 0.45 0.00 1.00 gute Qualitäten Htimch Iriesch Selterswcg 70. iim bei weitgehender Garantie und günstigster Kauf- u. Mietbedingung. Stimmung,Reparatur Transport Ständiges Lager von 250 bis 300 Instrumenten. Bei Miete 144 Eigentumserwerb laut besonderer Bedingung. Stets gebrauchte Instrumente zu jedem Preis. Vermietungen 2 bis 12 Mark monatlich. Vertretung v.SchiedmayertSöhne, Steinweg. Ibach, Kaps, Römhild, Dörner, Hörügel, Spaethe, Ackermann usw. Pianolas Pianola Pianos August Förster Giessen und Lieh Bahnhofstr. 65. Tel. 367. Bei Husten »>n»g f. »Farri" Pack 30 Pf. die beit. Eukal»vl»S-Mc»- tdol -Bonbons. Pelikan- Avotdekc, Kreuzvlatz. 124» Motor Räder NeuesleModelle d.Wanderer-Werke Preise n. 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