Nr. 88 Zweiter Blatt, 16§. Jahrgang Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntag?. Die „Siehener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger' viermal wöchentlich bcigclegt, da? „Xreirdlatt für den Xreir Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlich«» Seit- frage," erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Donnerstag, l6. April 10^ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e*s>51. Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerVießen. Steigendes Angebot an den viehmärlten. Ter Monat März 1914 brachte an den deutschen Vieh- inärktcn eine ganz beträchtliche Zunahme gegen den Vormonat wie gegen den cntsvrechenden Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Monat März 1912 ist die Steigerung der; Austriebs allerdings noch ziemlich gering. Immerhin ist die Besserung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage » an den Viehmärlten von großer Bedeutung, und cS wäre zu wünschen, daß sic auch in der Bewegung der Fleischpreisc im Kleinhandel mehr noch als bisher zum Ausdruck kommt. An den 40 größeren deutschen Schlachtviehmärktcn, sür die eine sortlausende Statistik vorlicgt, entwickelte sich das A n gebot im Monat März der Jahre 1911 bis 1914 in ionen Kilogramm, wie folgt; Mär- 1911 1912 1913 1914 Rinder 24.41 25,92 26,11 27,01 Kälber 4,39 4,36 4,41 4,18 Schale 1,82 2,07 1.98 1,64 Schweine 41,7« 41,17 39,21 45,54 Ter wesamtauftrieb betrug im März d. I. 78,37 Mill. Kilogramm gegen 71,72 Millionen Kilogramm im Vorjahre, 76,52 Millionen Kilogramm im März 1912 und 72,41 Mill. Kilogramm im Vergleichsmonat 1911. Aus diesen Zissern geht deutlich hervor, daß die Versorgung Deutsch- land s mit Fleisch den größten Schwankungen auSgesctzt ist, daß die Linie aber — zum Ruhme der Landwirtschaft sei cs gesagt — auswärts geht. Wie stark von dieser llnglcichmäßig- keits des Angebots der Fleischverbrauch bceinslußt wird, zeigt die nachstehende Zusammenstellung der an den oben erwrihn- kcn Plätzen dem Schlachthose zugeMrten Quantitäten in Millionen Kilogramm; März >911 1912 1913 1914 Rinder 19,78 16,49 16,25 . 1725 Kälber 3,96 3,85 3,76 3,67 Schate 1,61 1,85 1,71 1,54 Schweine 31,88 34,04 29,20 34,60 Tie Gesamtmenge belief sich im März 1914 auf 57,08 Millionen Kilogramm gegen 50,92 Millionen Kilogramm im Vorjahre, 56,23 Millionen Kilogramm im cntsvrechenden Monat 1912 und 54,23 in 1911. Nach alledem wird man, so meint die „.Köln. Ztg.", an die Zunahme des Angebots im März 1914 noch keine iveitgehenden Hoffnungen knüpfen dürfen. Bisher ließ der Rückschlag nie'lange aus sich warten. .Hosscntlich bewahren die Bemühungen um Steigerung der Bichproduktion vor neuen Enttäuschungen Die vegeginmg in Abbazia Abbazia, 15. April. Sau Giuliano und Graf Berchtold empfingen heute nachmittag die Vertreter der Presse Italiens und Oesterreich-Ungarns. S«n Giuliano unterhielt sich in liebenswürdigster Weise mit den österreichisch-ungarischen Journalisten in deutscher Sprache und bedauerte, keine Mitteilung machen zu können. Wie bekannt, gewähre er niemals Interviews, da er niemand verletzen wolle. Er betonte gegenüber den italienischen und österreich-ungarischen Journalisten die guten Eindrücke, dtc er bei seinem Aufenthalt in Abbazia gewonnen habe Die Konferenz des Grafen Berchtold mit San Giuliano dauerte zwei Stunden. Die Besprechungen nwrden heule nachmittag und in den nächsten Tagen fortgesetzt. A b a z i a, 15. April. Heute nachmittag fand bei dem früheren Botschaiter Baron v. H c n g e l m ü l le r ein Gartenfest zu Ehren der Minister Marguis di Tan Giuliano und Grat Berchtold statt. Am Abend gaben Grai und Gräfin Berchtold ein Mahl zu Ehren des Marauis di Sa» Giuliano. Paris, 15. Avril. Das „Petit Journal", destcn Leiter seit kurzem der frühere Minister des Acuhcrn P scho n ist, erörtert anläßlich der Zusammenkunft di San Giulianos mit dem Grasen Berchtold die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien und schreibt u. a.: (Sä ist wohl mögtidi daß der Dreibund bei seiner Erneuerung im Jahre 1912 nicht geändert wurde. Biel z w e i s e l Hafter dagegen ist cs, ob nicht irgendein neues Abkomme n betreisend das M i t t e l m e c r , die Adria und R o r d - a f r i k a hinzugefügt wurde, lieber diesen Punkt brauchten wir eine Aufklärung, die sich in keiner amtlichen Erklärung des italienischen Ministers findet. A b a z z i a , 15. April. Heute nachnnttag fand bei dem früheren Botschaiter Baron von Hcngelmüller ein Garten- fest zu Ehren der Minister Marauis di Tan Giuliano und Grat Berchtold statt. Am Abend gaben Gras und Gräfin Berchtold ein Mahl zu Ehren des Marauis di San Giuliano. Slerblichkeit und Gefundhei'szuftand im Krcifc Giehcn im Zähre fyfZ. Das Großh. Krcisgesundhcitsamt G.icßcn schreibt uns; Im Anschluß an unsere Beröiscntlichung über die Bewegung der Bevölkerung und die Sterblichkeit in der Stadt Gießen wird aus der Statistik sür den Kreis Gießen solgcndrs auszugsweise mitgcteilt - Im Jahre 1913 sind im Kreise Gießen 1342 Personen gestorben, 696 männlichen und 646 weiblichen Geschlechts (im Jahre 1912 waren es 1434 Todesiällc Bei einer Einwohnerzahl von 96 500 beträgt die Sterblichkciiszisscr, d. h. die Zahl der Todks» iälle aus 4000 Einwohner berechnet, 13,91 °/ t0 (im Vorjahre 15,02° oo- Hiervon kommen in Abzug diejenigen Personen, die in den hiesigen Kliniken verstorben sind und dem Kreise nicht angchören. Es sind dies 272 Dodesiälle, so daß also die Zahl der Todesfälle im Kreise sich in Wirklichkeit nur auf 1070 beläuft oder aus 11,08° 0 „. Diese Zahl wird auch bei den folgenden Betrachtungen zu Grunde gelegt. Ihr steht gegenüber die Zahl der Geburten (Lcbendgcborcnes, die im Berichtsjahre rund 2100 beträgt, so daß also immerhin noch ein ganz ansehnlicher Geburtenüberschuß vorhanden ist. Tie Todesfälle verteilen sich aus die einzelnen Altersklassen solgcndermaßen: untcrlJahr 1-15 15-30 30—60 60-70 70 und darüber 118 84 92 245 203 328 Bei den Kindern unter 1 Jahr kommt als Haupttodesursachc angeborene Lebcnsschwäche, Lungenentzündung und Brechdurchfall in Betracht. In den mittleren Jahren nimmt die Tuberkulose, insbesondere diejenige der Lungen, einen großen Raum ei», während die Todesfälle an Lungenentzündung sich auf alle Lebensalter gleichmäßig verteilen. Tie Todesiälle an Herzkrankheiten und Erkrankungen des Gcsäpshstems lArterrosklerose sind bis zum 30. Lebensjahre nur wenig vertreten, während sie vom mittleren Lebensalter an stetig zunehmen. Auch Gehirnschlag und Krebs sind noch eine Todesursache des höheren Alters. An Wochen bcttsieber starben 4 Frauen. Eine verhältnismäßig große Zahl von tragischen Todes fällen ist im oerslossenen Jahre zu verzeichnen. Es kamen 25 Selbstmorde vor, 43 Fälle von Verunglückung und 3 Todesfälle, bedingt durch Körperverletzung. 179 Personen starben an Altersschwäche, ein gutes Zeichen sür die Lebenszähigkeit unserer Bevölkerung. An Scharlach starben im oerslossenen Jahre 2 Kinder, an Masern 7, an Diphtherie 11 und an Keuchhusten 2. Diphtherie herrschte während des Bertchtsjahrses in einer Reihe von Orten in wechselnder Ausdehnung, die Erkrankungszahl erreichte ihren Höhepunkt im Monat Dezember mit 51 Fällen. Während des ganzen Jahres kameen 294 Fälle zur Anmeldung, von denen aus die Stadt Gießen allein 169 entfallen, von denen 5 Kinder gestorben sind. Die in den ländlichen Orten vorgckom» menen Fälle betrafen messt solche Orte, deren Bevölkerung im täglichen Verkehr mit der Stadt Gießen steht, in den entserntep gelegenen Orten Kam diese Erkrankung vereinzelter und seltener vor. Die Anzahl der Scharlachsällc erreichte im April v. Js. ihren Höhepunkt mit 25 Fällen, im ganzen kamen 159 Fälle zur amtlichen Kenntnis. Meist nahm die Erkrankung einen gutartigen Verlauf. An Typhus starb im Berichtsjahre niemand und kam auch kein Erkrankungsfall zur Anzeige. Erschreckend groß ist immer noch die Zahl der an Lungentuberkulose Verstorbenen,- es sind dies 143 Fälle, an tuberkulöser Erkrankung anderer Organe starben 33. Gegen Errde des Jahres nmchte sich in Lich und den benachbarten Orten ein häufigeres Auftreten von Blinddarmentzündung bemerkbar. lieber die Ursache dieses schon häufiger beobachteten cpcdemseartigeii Auftretens dieser Erkrankung schtvebt noch ein völliges Dunkel. Jedenfalls ist nicht, wie es im vorliegenden Falle vereinzelt behauptet wird, das Trinkwasscr die Ursache. Tie zur Bekämpfung der ansteckenden Krankheiten durch Pol: zcivcrordnung festgesetzte DsSinsektton wurde in allen uns zur Kenntnis gekommenen Fallen durchgeiühri. Wenn wir auch i» der Tesinsckiionsirage noch weit vom Ideal cntscrnt sind, so muß hoch hcrvorgehoben werden, daß die zurzeit gebräuchlichen Tcsinscklionsmcihvdcn IM Kampfe gegen die ansteckenden Krankheiten immerhin einen mächtigen und wirkungsvollen Faktor bedeuten. Erfreulicherweise bricht sich diese Erkenntnis immer mehr Bahn, und es kommt auch fast kaum vor, daß der 'Ausführung der Desinfektion Widerstand entgegengesetzt wird. DaS Publikum ist doch von der Zweckmäßigkeit überzeugt, und gar oit wird die Desinfektion auch ohne behördliche Anordnung aus freien slüacn gewünscht. Gelegentlich der sckmlärztlicknm Untersuchungen, die durch die Unterzeichnete Behörde ausgesührt werden, konnte im allgemeinen sestgestelll werden, daß für derartige Hhgicnische Maßnahmen auch im weiteren Publikum Berständtii» vorhanden ist. Es zeigt sich dies an der Befolgung der schulärztlickwrseits gegebenen ärztlichen Ratschläge und, damit Hand in Hand gehend, in einer Besicrung des körperlichen Beiindens in den höheren Tckmlkiassen. Es soll allerdings auch nicht verschwiegen werden, daß es auch noch eine Menge „Unbelehrbarer" gibt, deren Gleichgültigkeit oder Fatalismus auch durch die schlimmsten Erfahrungen nicht zu ändern ist. Ter größte Feind des Gesundbeitszüstandcs unserer Bcvölkc rung ist aber immer noch der Alkohol, und das trotz aUcr ent- qegcnwirkcndcn Bestrebungen. Ist cs doch eine Tatsache, daß in manchen Orten am Montag ein intensiver Schulunterricht nicht durchzusühren ist, da ein Teil der Kinder einen regulären Katzen jammcr hat. Und es ist eine in jedem Falle nachweisbare Tat- iachc, daß der größte Teil der Fälle von allgemeiner, körperlicher lind geistiger Schwäche und allgemeiner Verwahrlosung aui diese Verhältnisse zurückzusührcn ist. Dieser betrübenden Tatsache gegenüber muß aber auch Izervorgehoben werden, daß in vielen Orten des Kreises die Erziehung der Kinder in geistiger und körperlicher .Hinsicht sich immer mehr den hygienischen Grundsätzen nähert, die unter den gegebenen Verhältnissen als erreichbar Mid durchführbar zu betrachten sind. . Es dar! deshalb die Hoffnung ausgesprochen werden, daß diese Tatsache aus den Gesunbheitszusiand und die konstitutionellen Berhältniskc des Einzelnen und der ganzen Rasse nett der Zeit nicht obne Einiluß bleibt »nd sür die Säumigen vorbildlich wirkt. Es bleibt trotz aUcr hygienischen Maßnahmen von Staatswegen doch immer wieder die Aufgabe des Einzelnen in seinem kleinen Kreise hngienisch zu wirken und sich nicht damit zusrieden zu geben, daß er dem Staatsvehkangen Rechnung getragen hat, aber auch nicht alles von der staatlichen Behörde zu erwarten. Ohne das kygienische Mitarbeiten und Mitdenken des Einzelnen tmrd auch die beste sanitätLpoKzeiliche Verordnung nur einen zweisclhajien Erfolg haben. _ Sserichtrsaal. th. Gießen, 15. April. Ter llnlerosiizier d. R. H. von E. war angeUagt, daß er den Feldwebel des Bezirkskommandos ivrederhvlt belogen hat und schließlich crncm Gestellungsbefehl nicht nachgekommen sei. ES lwndelte sich darum, daß der Angeklagte sich bei seinem Abgang von der Truppe anfänglich nicht angemeldct hatte, dann aber dem Bezirksfeldwebel in Schotten erklärte, er habe leinem ebemaligen Feldwebel noch eine Schuld ab,„tragen, weshalb dieser seinen Militärpaß zurückbehalten habe. Aus Vorhaltungen des Be- zirksscldwebels versprach H., die Angelegenheit zu ordnen. Er ist dann auch wiederholt auf dem Dezirkskommando gewesen, hat sogar ei» Protokoll über seine Aussagen unterzeichnet, aber immer neue Ausreden vorgetragen. Schließlich hat er einer Vorladung, vor dem Bezirkskonimando zu erscheinen, keine Folge gegeben, obgleich er an dem Tage in Schotten war. Der Angeklagte war geständig, in Dienstsachen dem Bezirlsscldwebel inehrsach die Unwahrheit gesagt zu haben. Er sei dem Gestellmrgsbesehl nicht nachgekommen, weil er wußte, daß cs fid> uni den Paß handelte, den crchis dahin außer Ttande war, ernzulösen. Er bat um eine milde Strafe. Ter 'Anklagevertreter beantragte eine Gesamtstrasc von 14 Tagen Mittel- vernhard Shaw und die „premierentiger". Am Samstag erlebte Shaws „Pygmalion" in London die erste Ausführung in England: der Mitarbeiter eines großen Londoner Blattes, der dieser Tage den Verfasser besuchte, hat ihn bei dieser Gelegenheit gefragt, ob er nicht ^gleich anderen Autoren ein wenig Prcmiereniiebcr habe. Woraus Shaw lackne und meinte, cs gäbe für ihn nicht den geringsten Grund, nervös zu icin^Er kennt kein Premiereniiebcr, seiner Sache iühlt er sich sicher. Lind aber auch die Prcmicrcntigcr, diese gewohnheitsmäßigen Besucher aller Erst- ausiührungcn. ihrer Sache sicher? Sind sie in Bereitschaft? Werden sie dem Stück die Möglichkeit geben, gehört zu werden? Das sind Fragen, die Shaw beschäftige». „Wird der bygieniiche Herr, dem seine 'Aerzte sagten, cs gäbe sür die Lunge nichts 'Leiseres als e,n süni Minuten langes, wieherndes Lachen, irnrd dieser hygienische Herr da sein? Worden jene gütigen Leute, die da wähnen, es ermutige die armen lieben Schauspieler, bei jedem zehnten Worte durch sröhiiches Lachen unterbrochen zu werden, werden diese gütigen Leute alle an Influenza krank zu Bett liegen, wie ich das inbrünstig erhoise? Ja, wenn das nicht der Fall ist, dann müssen wir uns den Gedanken an eine künstlerische Ausführung aus dem Kops schlage»: dann ist die Sache verschlt. Tann wird der fort lausende Zusammenhang des Stückes und des Spieles zerstört, dann werden die Uebergängc. an die die Schauspieler so viel Studium und Mühe setzen, im Lärm verschüttet, dann werden die Tchau- svielcr, die sich so hingebcnd zur Konzentration zwingen, abgelcnkt und gezwungen, alle boisnunq fahren zu lassen, lind die Zuschauer werden sich über ihre lärmende .Heiterkeit beklagen können, werden eine kalbe Stunde zitzspät nach Hause gehen, werden ärgerlich und müde sein und miteinander Reden führen, die da schließen mit der Erklärung: „Solange ich lebe: mit Ihnen zusammen gehe ich nie wieder ins Theater." So wenigstens wachs bei der Premiere von „Androlles und der Löwe". Das war eine so surchtbare Prüfung, daß wir die nächste Premiere — die Neueinstudierung von „The Toctors Dilemma" — mit voller Absicht aus einen Tag setzten, an dem eine andere große Premiere stattsand, so daß die gewohnheitsmäßigen Premsercntiger fcrichliebcn. Und das bewährte sich glänzend. Rein, Shaw will nichts von Lachen wissen; alsihm der verblüistc Besucher die Frage oorlcgt, ob er etwa wünsche, das Publikum möge die heiteren Stellen im tiesstcn Ernste hinnehmen, meinte Shaw voll Elser: „Ich sehe durchaus nicht ein, warum das nicht sein sollte; lautes Lachen ist nur eine schlechte Gewohnheit." Die Leute sollen richtig lachen, so wie Shaw lacht: ohne den Nachbar zu stören. „Wenn die Premiercntigcr sich weigern, ihre Tränen, Hochrufe und ihr Lachen bis zum Schluß jedes Aktes zurückzn- halten, dann wird die Ausführung bis zum Ostersonntag dauern. Und wenn das eintrrtt, werde ich künftig bei meinen Premieren aus den Stücken alle guten Bemerkungen herausstreichen und die Ur- puisübrung aus süns Minuten Spieldauer reduzieren. Denn nur an cn Premicrenabcndcu srnd die Leute so lärmend. Sie meinen cs gut, aber wenn sie erst einsehcn, daß sie den Abend ruinieren, dann werden sic hossentlich dazu kommen, sich vernünftig zu benehmen." Im übrigen behauptet Shaw, daß „Pygmalion" durchaus nicht amüsant sei, im Gegenteil. „Sä gibt in dem Stücke nichts, was irgendeinen Menschen veranlassen könnte, vor Heiterkeit zu toben oder zu platzen. Ich jedensallS kamr das Stück anhören, ohne vor Vergnügen zu heulen: und als Autor müßte ich mich doch viel mehr amüsieren als irgendwer sonst." — T r c diesjährigen Frühlingsfc st spiele im Hoitheater zu Tarnrsiadt. Man schreibt uns aus Darm stadt unterm 14. April: Das Großherzogliche Hoitheater zu Tarm- stadt Ivrrd auch heuer unter Leitung seines Intendanten Tr. Paul Eger in den Monaten April, Mai und Juni Frühlingsiestsviclc veranstalten, für die 4 berühmte Gastdirigenten und 16 Gesangskrästc ersten Ranges verpslichtct worden sind. Auch eine Urauisührung wird in den Rahmen der Festspiele mit cinbczogcn werden, und zioar Weingartners neue Oper „Kain und A§el", die am 17. Mai unter persönlicher Leitung ihres Schöpfers ihre künstlerische Aus- erstebung feiern soll. Von berühmten Tirigenlcn sind weiter zu Gastspielen verpflichtet die Herren Proscssor Arthur Nikisch-Lcipzig, Generalmusikdirektor Leo Blech-Berlin und Generalmusikdirektor May v. Schillings-Stuttgart. Es gelangen in vollständiger Neuinszenierung und in den führenden Partien ausschließlich von allerersten Künstlern besetzt zur Ausführung; am 19. April „Tic Meistersinger von Nürnberg", am 26. Avril „Ton Juan", am 10. Mai als Gesamtgastsviel der Stuttgarter Hosopcr mit den gesamten Dekorationen. Kostümen uiw. dieses Instituts „Tic Entsührung aus dem Serail", am 17. Mai Weingartners „Kain und Abel", am 28. Mai „Carmen" und am I. Juni „Aida" unter Leitung von Arthur Nikisch. H. S. — Ern St ob trat sür M u s i k in London. Aus London wird berichtet: Die Stadtverwaltung der englischen Hauptstadt gibt den Rommunalbehördcn der europäischen Großstädte ein interessantes Beispiel städtischer Mufirpslege; Mr. Hubert Bath ist zmn Stadtrat sür Musik von London ernannt worden. Dem nnrsikalischen sStadtrat fällt chic älcberwackmng dep Programme jener Konzerte zu, die in den verschiedenen Stadtteilen Londons ösicnllich veranstaltet werden; er hat somit Etnsluß über rund 50 Orchester. Der neue Stadtrat sür Musik erllärte bei Llntritt seines ?lnttes, darüber wachen zu wollen, daß sortan nur Musikstücke gespielt loerden, die geeignet sind, das Musikverständnis und das musikalische Urteil der Allgemeinheit zu verbessern. Einstweilen sreilich haben die englischen Komponisten den meisten Vorteil, denn ihre Kompositroneii füllen weitaus den größten Teil der Programlnc aus. — Ein heimatloses Bildnis von Anatole France. Aus Paris wird berichtet: Eines der schönsten Meisterwerke Carrier cs ist sein Bildnis Anatole FranccS, der in Diesen .Tagen seinen ,70. Geburtstag feiert, .Ae Ironie will es. daß dieses Bildnis des berühmten Schriftstellers, dieses Meisterwerk Carrieres, heimatlos ist. Das Bildnis war von dem Verleger Pelletan dem Louvremuseum gcsnste! worden; allein das Museum lehnic die Annahme des Bildes ab. Im Sladtparlamcnt nmchte mm der Seincpräsekt den Vorschlag, das Werk sür das Carnaoalet Museum anzunelmren, aber aut Veranlassung des Stad.'perordncteii d'?Indigne lehnte das Parlament die Einnahme des Bildnislcs ab und zwar mit der Begründung, daß durch die Entgegeunahme dieses Geschenkes einige tznndcrr Francs Kosten entstehen könnten. — DicOdysscederverbotc neu Tolstoi-Bücher In Rußland behält die Polizei immer das letzte Wart; das hat nun auch Tschcrtkow erfahren müssen, der Freund Tolstois und Begründer einer Baucrnkolonie, die den Namen Tschcrtkow trägt Tolstoi, so berichtet der Rußkojc Slowo, hatte in einem kleinen Hause im Parke von Jasnaja Poljaim eine nicht unerhebliche Anzahl von Exemplaren jener seiner Werke verwahrt, die in Rußland verboten sind. Hin und wieder gab er intimen Freunden ein Exemplar, Leuten, voll denen er annabm, daß ihnen der Besitz eines verbotenen Buches keine Unannehmlichkeiten bringen könnte. Allein die in Rußland allgegenwärtige und allmächtige Polizei ersuhr doch von diesem Gchermlagcr verbotener Bücher und als Tolstoi starb, einigten sich sein Sohn Andreas und die Gräsin Alexandra, diese verbotenen Werke fort,uschasien und jedcnsalls nicht in die Erbmasse cinzubcziehc», da die Exemplare dann doch nur vernichtet werden würden. Tie Gräfin ließ die Bücher verpacken und in ihr Haus Tetjatnikow schassen; cs waren süns Zentner Bücher, die man nun in einem Haserschober versteckte. ?lls die Grast» später ihren Wohnsitz verlegte, wußte sie nicht, was sie mit den verbotenen Büchern ansangen sollte und gab schließlich, um Konslikte mit der Polizei zn vermeiden, Auftrag, die Werke zu vernichte». Allein die Persönlichkeit, die das vollbringen sollte, wagte nicht, den großen Bücherhausen zu verbrennen ans Angst, die Polizei könnte davon erfahren; und er begrub heimlich bei Nacht und Nebel die Tolstoi-Bücher. De Bewohner von Tschertlow entdeckten das Versteck, grliben die Bücher aus »nd beschlossen, sic im Ausland in Sicherheit zu bringen. Der Zuiall, daß an der Grenze Eisenbahndicbstählc vorgckommcn Ware», machte der Odyssee der Tolstoi Bücher ein Ende; da alle Kolli durchsucht wurden, ent. deckte man dir Werke. Nun hat sie die Polizei verbrannt, die ?kbscnder verhaftet und gegen Kaution sreigelasscn, Tschcrtkow aber mit einer hohen Geldstrafe belegt. — Kurze Nachrichten au S Kunst und Wissenschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie erössnete am gestrigen Mittwoch in der Hochschule sür Musik in Charlottcnburg ihren 43. Kongrcst. Den Vorsitz sührte Proscssor M ü l l e r - Rostock. Etwa 1000 deutsche Chirurgen lind anwesend. nmn| £o? Stanbarridit crfannte ieborfi liuv aus 7 Tage Wittel- arrfil, inbem cS bnf Urteil begründend auSsührte: Der Angettagte habe sorgen des Passes den Vorgesetzten viermgl belogen und nur »us Sedeu, um nicht uneber die Unwahrheit Vorbringen su müssen, baba er bem Gestellungsbefehl nutzt Folge geleistet, Ter Gerichtshol tzat die Verfehlungen als eine, im Zusammenhang stehende,Struttal angesehen unb deshalb wie geschehen erkannt, fr, nahm bic Straic sofort an verelnrnachrlchte«. ^ Beuern, 15. April. Bei sehr großer Beteiligung wurde gestern abend im Saale des Gastwirts Chr. Wagner dahier eine Beriammtung zur Gründung eines B ü r g c r v e r c i n s abgc halten 47 Bürger erklärten bereits ihren Beitritt. Nächsten ^ams- taa soll in einer weiteren Versammlung zur Wahl des Vorstandes nnd zur Beratung der Satzunge n geschritten werden. _ Sport — Fußball. Tie Osterspiele des Vereins lur Rasen- spiele Gienen brachten dem Verein einen vollen Erfolg. Am Ostersonntage Pennte die erste Mannschatl ans ihrem Sportvlatze n'i der Haardt ge en di«' bekannte Eli des Vereins für Ralensprele Vt a rr über m , e. V.. den Sieg von 4: 0 Toren erringen. - as sehr faire Spiel machte onf die zahlreich erschienenen Zuschauer einen einten Eindruck. — Am Ostermontage trat die I V -' ann- irhait gegeri die gleiche de? Kölner B a l l s p i c l k l u b s e. T. an und konnte trotz zahlreichen Ersatzes nach überlegenem Spiel mit 5:2 To°eu gewinnen, Köln hatte nnt Tage vorher gegen P f B. Marburg mit 4:2 Toren gewinnen können. — Tie er ne A'annicha't des V. f. R. sviclte darauf gegen die Liga-Erlaiz- '"annschafk deS Offen bacher F. C. Kickers und konnte, trotzdem drei ihrer besten Spieler fehlten, nach überlegenem Spie! mit 4:0 Toren siegreich sein. _ wandern nnd Reisen. Bäder. — N o x b 1 11 b a b $ ii t u m (tiolfltin). Man schreibt miS : Tr,- hiefioe ÜAiihannftnbe. bie Cttfqemeinbe u»d die Bado- reriunStima ii»b in lUitcvfwuiMnmieii netreteii, um nui bem Snitev- ®il(Klm«-‘l>ln(i er» ßSemeiiibc&mis zu baue», um bann alle Der- tuiilUmnbinuiue imletnibnimeit. Es würbe dies — auch kur die Kutaäfle — einen »toben Tforlfcbvitt bedeuleu, beim bet Verkehr mit bei, ieftt einzeln untergedrachlen Behörden würde sebr er- leichtert werbe». Ta« frans wirb in seinem ?le>,Heren der Laub lchast augeunbt werben. #v r t ebr i rfi«b a f eu. lä. Avril. Das neue Militar-Luitschiss a- ist heute früh zur Ueberlatzrt'nach Baben.Tos aui- aeuteqen. Es ha!!e die aeroöbnliche Belatzung a» Korb. Tie Fahr! aiaa über den Schwarnvald, rvo Schrnaiberg r in 7 Ilhr - o Mi», übeiflofltn wurde. Tos SMiirf-.ift wirb vorerst in Baden-Oos l leiden »ab bori leine Pol>e>ahr!e» eilebiae», weil die L-erkt in Friedrichshaie» iiir bie Reuvantrn Irenötigi wirb Os endest. 16. Avril, Aus dem Ra loser Flugfeld ist brr ungarische Flieger Z s e l!, i aus beträchtlicher fröbc gbgeftllrzt unb schwer verlebt worbe», Zein Zustand ist bedenlisch. LandrvirUctinjit. h Frankfurt a. M., 15. Avril. Tie mit großen Hoffnungen aui eine Umwälzung aus dem Milchmarkte gegründeten ^Deutschen 6 oijamilrfirocrfe" im Stadtteil Bockenheim haben sich in der bisherigen Form als Gesellschaft m. b. v>. auf- gelöst. In langmonatlichen Versuchen hat die Gesellschaft versucht, ans der japanischen Sonabohne ein der Milch ähnliches Produkt herznstellew das vier Prozent Fett enthalten sollte Auch Nahm, Butter und Käse wollte die Fibrik Herstellen. Tie tägliche Produktion der Soyamilch sollte rund 50 000 Liter betragen. Wie e? heißt, sollen t otz derAuflösung der Gesellschaft die Versuche noch fortgesetzt werden. NtNverlifeits-Nachrkcbten. ** Die deutschen Burschenschaften beschlossen, die Tirier ihres hundertjährige» Bestehens Pfingsten 191', in Jena \u begehe» Tie Feier snll teilweise im Gailhof „Zur Tanne", wo seinerzeit die Gründung der deutsche» Burschenschaften stau fand, adaebalien werben, Aui der vorgesehenen Fahrt zur Wartburg soll die Weihe des deutschen Burschenschastshauses in Eisenach erfolgen, — Pros. Ehrenreich +. J»l Alter von 59 Fahren starb am 14. bs, MiS, Professor Tr, meb. et vbil, Paul Ehren reich. Privaldorent für Bälkerlunde an der Berliner Universi tä:. Tr, Chrenreich war Mitglied der Sack verständige!,kommission am Kgl Museum für Völkerkunde in Berlin, ferner frerauSgeber des Baeßler-Archivs im Aufträge der Generalverwaliuug der Kgl, Museen, , — Tie philosophische Fakultät der Universität Brüssel hat dem Privatbozenten Tr, Carl E n d e r i in Bonn bie Heber nähme des Lehrstuhls für deutsche Philologie als Vertreter unb Nachfolger von Pros, Stadler angehoten. vermischte». * Erdrutsche, AuS Karlsruhe wirb gemeldet: Bei Todtnau bat ein grober Erdrutsch zahlreiche Berg-, IN alten verwüstet nnd die Bahnlinie t e i 1 In e i i c z e r- ftört. — Aus Ramfei lKanion Bern) wirb gemeldet: Im E m m e n t a l ist durch einen F e l s st u r z ein fr a u s zerstört worden, wobei zwei ältere Frauen gerötet wurden, * A II s Rache, Aus Weinboehle wirb gemeldet: Offen bar um sich für seine Entlassung zu rächen, ichoß der, Arbeiter Schneider aui die Frau und die Tochter seines Borgesetzieu Kutsckara, Tie Fra» erhielt einen Schutz i» die Schläie: an ihrem Auilommen wird gezweiseli, Tie Tochter wurde nicht ver- verleht Der Töter schost sich hieraus selbst eine Kugel in den Hrtleileib. * F r a u P a ir k h u r st i n O s en ve st. In Oienpest hielt Frau P a n! h u r st im grotzen Redoulknsaal eine» Vortrag über die Frauenbewegung, Die uimariichen Frauenrechtlerinnen hatten sich jedoch dem Vortrag ierinsehalten. ’ Kirchenräuber, Aus Rom, 16, April, ivird gemeldet: Fn die aus dem 4, Jahrhundert stammende Basilika San Elemente zu Rom drangen durch einen unterirdischen Gong Diktze ein und raubten die berühmte alte Statue des freiligen Petrus, Eine andere freiligrnftatue, die sie nicht mit sich schleppen konnten, zertrümmerten sie. Die Diebe konnten gestern abend bereits seftgenommen werben. Es sind z w e i M a u r e e , die in der Kirsie gearbeitet haben, Tie geraubte Statue wiutdc in der Wohnung des einen Berhasteien qesnnden, * Be, einem frotelbrand in Boston sind angeblich acht Personen umgekommen. Etwa 156 frolelgäste sagen he, Aus- tzrucli des Feirers in den Betten, Sie waren teils von den Rammen abgeschniiten und i'vrangen vieliach aus den Fenstern, 5 i, b, s 6 0 lind schwer verletzt. In einem Zimmer des sünsten Slorkwerks würben die verkohlten Leichen einer au? Manu, Frau und einen, Kind bestehenden Familie, in einem anderen Zimmer die Leichen ziveier Frauen gefunden. * Liebe und „F a rb en li ni t". Ein Prozetz wegen Bruchs des Eheversprechens, der aui einer nrerkwürdigcn Bor aejchichte beruht, erregt gegenwariig in Baltimore die allgemeine Autmerksamkeit, Die Klägerin ist Mist Anna B, Clark, ein junges Mädchen ans guter ßfcnulie, das Krankenpflegern geworden ist nnd zur Ausübung ihres Berufes eines Tages in das frans des Mr, James L. fritcken«. eines stattlichen Wittvers, der an einen! Herzleiden erkrankt mar, berufen wurde, sie pflegte den Kranken mit hingehendem Eifer, und während seiner Esenelung machte dieser ^hr einen freiratsantrag, der angenommen wurde, „Kurz vor dein Tage, au dem die frmteeii trat kn »den sollte,"- erzählt nun da? junge Mädchen, „nurchte nnr einer meiner Freunde die Mitteilung, datz mein künsttger Gatte ein Neger wäre, Diefe Nachricht war tue mich io niederschmelleriw, datz ich vhumäckiiig zusammensank," Mitz Clark behauptet zur Begründung ihrer merkwürdigen Klage, datz Mr, fritchens, besten frautsarbe Ivettz ist, dessen Fingernägel jedoch das charakiertsttiche Kennzeichen der Negerrasse tragest, sich ihr gegenüber dadurch dev Bruches des Ehebersprechens schuldig gemacht _b(ibe, datz er ihr seine Abstannnnng von Negern verheimlichte, eme lvrdert für die Enttäuschung, die sie erlitten, 120000 Mart Schadenersatz, . Kr »tei, gif t, Tas Krötengist, das im Boiksaberglaubrn eine bedeutende Rolle spielt, ist jüngst Gegenstand wissenschalt- licher Untersuchungen gewesen: das Krötengist, das die Keinen aus den frantdrüsen absondern, ist ein starke? frerzgilt: Faust hat daraus zwei Stoffe rein darstellen können, von bene» der eine, das Buiotalin, ein recht starkes Gift ist. Wie der „Prometheus" mitteilt, genügt ein halbes Milligramm dieses täistes aut ein Kilogramm Körpergewicht, um Säugetiere zu töten: Frösche ver- trageu nicht einmal ein viertel Mittigramm, und im Auge ruft das Krötengist heftige Entzündungen hervor. Die chemische Zu- sanilllensetzuug dieses Giftes haven soeben fr. Wieland und F, I, Weil näher unteriuckt. Es handelt lick danach um eine stick- stossreie Verbindung von der Formel 6l<»li24lt4, die neutral reagiert, prächtige, sarblose Kristalle bilde! und optisch aktivsschwach rechlsdreliend' ist. Durch Behandlung mit starker svalzsäure fn der Kälte entsteht unter Abscheidung von zwei Molekülen Malier ein hellgelbes, gut kristallisierendes Anhndrid, Kleine Tagerchrsnik. B e i einem Znsammenftost zwischen einem Slratzen- bahnwagen nnd ein>Mi Pierdeomnihus in Berlin sind sechs Personen leicht verletzt worden, __ , _ I m Schramm st ei »gebiet in der Tächsiicheu Schweiz sind dreiDresdenerTouristenabgestürzt, Zwei wurden schwer, der dritte leichter oerletzl. Aus dem Etrundsrücke eines Gärtnereibesitzers in Vehlow lOstpriegnitz ist ein Wohnhaus mit Srall und Umzäunung ausgegraben worden, das anscheinend zu einem ltzermanendorie aus der Zeit um Christi Geburt geliört. In dem Torte T a n n e n l> a u > e n bei Aurich sind beim Anzünden eines LsterfeuerS zwei Kinder im Alter von drei und fünf Jahren verbrannt. Aus dem dunkelsten Afrika. Einen fesselnden Einblick in die noch heule bei den Einliebore- nen von Nigeria sortlebenden abergläubischen Vorstellungen nnd barbarischen Bräuehe gibt der britische Kommissar P, Amaurh T a l b o ! in einem Berichte über seine Beobachttmgen und Erfahrungen mit den schwarzen Bewohnern dieses dunkelsten Afrikas, Nock, vor kurzem war es am Niger für die Eingeborenen seldst- verständlich, vor jedem großen Fijchzug ein M e „ s ch e n o v j e r darzubringen, in der frossnung, daiür durch recht reietze Beute be- lol.ut zu werden, TaS auserwählte Opfer wurde an einen starken Pfahl geschnürt, zur Ebbezeit rammte man den Pfosten tief in den Schlamm des Uiers und überiiest es dann der steigenden Flut, das Opser allmählich zu ersäufen. Einmal wollte e? der Zufall, bau der Regerstamm einen ungewöhnlich starken und kräftigen Menschen znm Ovser bestimmte, Ter Pfahl mit dem angebundenen Manne wurde sestgepslockt, mib als die Flut heranzog, leierte man im Torfe das Totenfest des klngiücklichen, der da draußen am Pfahle hing und fein Ende nahen fühlte. In dem Maße aber, als die Wellen stiege», steigerte sich die Berzweisiung des Opfers, die Todesangst mochte - ihm erhöhte Statt leihen, kurz, es gelang dem Manne, seine Fesieln zu sprengen und schwimmend das Ufer zu erreichen. Was sollte er nun beginnen? Alle Dörfer waren ihm verschlossen, ein Leben in der Wildnis wäre ein langsames Sterben gewesen. Da versiel der Schioarze aui ein kühnes Wagnis, Er eilte in das Don, wo man noch emsig mit der Totenfeier beschäftigr war. Zufällig war er aut einem Auge blind. Das machte er sich zunutze und erklärte: „Im Name» Jnjus," des gestrenge» Geistes, daß die Negergottheit aufs höchste über den Stamm ausgebracht sei, »er ihm, dem grotzen Juju, einen „beschädigten, halbblinden Menschen" zum Opfer anzubieten geivagt l>abe. Der Geist bade ihn zurückgesandt, als unwürdig, Juju fordere ein besseres Ovier, Und der Stamm gelivrchte, ein „vollkonrmenes" Ovler wurde ausgewählt und dargebracht, während der listige Mann mit dem blinden Auge unbehelligt weiterleben durfte. Ein ° grimmer und grausamer Humor liegt in den Bolks- bräuchen, die sich aui die alten Weiber beziehen, String ist es denen verboten, aus tiefen Töpfen zu essen, denn man jürchtet, die alten Frauen könnten daraus zu viel Nahrung empfangen, „was zur Folge hätte, daß sie länger leben als eS ihnen zue kommt," Aus demselben Grunde darr die'Mahlzeit für alte Frauen auch nie aut einem Feuer bereitet werden, bei dem Jungholz als Brennmaterial verwendet wird: man fürchtet, datz „der Sajt des frolzes die Speisen tränken" könne, und daß damit wiederum neue und versüngende LebenSkrast aus hie alten Weiber übergehe, ^2ehr lustig ist es, daß eine Gefängnisstrafe dem schwarzen Sünder vor den Augen seiner Brüder Würde und Anseh n verleiht: dis Gefängnis ist gleichiam die Pflanzstätte der Kultur, die Schule „höherer" Bildung, Als der Gouverneur Vau Süd Nigeria einen fräuptling lobte, weil er so viel Englisch verstehe und spreche, erklärte der schwarze Landesvater stolz: „Selbstverständlich ich iein besähigt englische ZiUige! Alles gelernt, bin ott unb lange Gefängnis gewesen," Hieb ein anderes Bild: Ein paar^ schwarze Sträflinge arbeiten in ihrer Sträf- lingsiracht als Straßenkehrer, Ein schwarzer Dandh kommt vorüber, trägt_ ein Rvhrstöeklein in der frand und klopft damit einem der Sträflinge im Vorbeigehen nachlässig aut die Schulter, Da sprang der Gefangene aui und mit der Würde des fröher-> stehenden verwies er dem Landsmann sein Verhalten, „Was?" riet er empört, „Tu gewöhnlicher Rigger wagst es, mich zu berühren? Tu armseliger geioöhnlicher Farmarbetter! Ich bin RegicrungSmauu, frier schau her!" Und mit dem Stolz eines Pfaues wies er auf das Zuchfhäuslerabzeichen an seiner Gef'angeneu- trachf. Der andere aber schlich sich beschämt nnd respekwoli davon, , , , QandcL Vom Postscheckverkehr. Wie wir hören, hat das Reichspostamt bestimmt, daß mit dem Zeitpunkte des Inkrafttretens des kürzlich vom Reichstage verabschiedeten Postschcckgesetzes, ülw voraussichtlich) zum 1. Juli d. Js., neue Scheck- und Ueber- weisungsformulare eingeführt werden sollen. Zwar sollen die dem Publikum bis dahin gelieferten Formulare aufgebraucbt werden dürfen^ doch ist es zu empfehlen, von jetzt an allgemein nur so viele Scheck und Uebcrweisungshefte beim Postscheckamt zu be- tellen, das; der Vorrat bis höchstens zum loerbst reicht. Märkte. $ Bleichenbach, 14. April. Zun: heutigen „0 ft er mar ft* ruarei; über 300 Ferkel und Einleger aus der näheren und weirereu Umgebung angelahren. Per den niederen Preiset, kur rette Schweine konnte ein stottcr bandel anfangs nicht Platz greifen, zn- >nal die Verkäufer bei ihren hohen Fordern ti a c ii stehen blieben. Starte Länder wurden in größerer Zahl vaS Paar zu 60, 90 nnd 100 Dkk. abgesetzi. Starke Ferkel im Aller von 6 bis 8 Wochen »rnd noch stärkere. 10 bis 12 Wochen alt, fanden zuletzt znm Preise von 40 biS 65 Mt. Absatz. Der große Kartosfelvorrat beeinflußte znm Teil den Verlauf. BiS gegen Mittag war der Markt ziemlich geräumt. X Groß-Fclda, 14. Febr. Unser heutiger O st e r m a r k t wie? eine ziemlich gute Auffahrt von Inngsch'vemen ans. Ta die Nachfrage stark war, entwickelte sich ein flotter vandcl bei hoben Preiien. Plan bezahlte inr das Paar Ferkel geringster Sone Ais. 45-50, mittlerer Dsk. 50—60, bester Mk. 70—80. Diese Preise zeigen gegenüber denjenigen anderer Frühjahrsmärkte eine steigende Tendenz. k'C. Wiesbaden. D iehh o i-Ma rkt b eri ch t vom 15. April. Austrieb: Rinder 166 (Ochsen 51, Bullen 16, Kübe und Färsen 90», Kälber J -4?, Schate 46, Sckweme 246. Preise für 100 Md. Geschäft mittel Lebend« Schlacht- Ochse'7. aewicht Voklsiesichsge, audgemästete. höchsten Schlacht« Mk. Mk. werte? im Alter von 4—7 Fahren .... 49—5^1 83-93 Jrmge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete............ 48—52 85—92 Mäßig genährte junge und mit ne* genährte ältere.....'......43—47 76—84 Bullen. Voll fleischige, ousqem., höchsten Schlachtw. . . 43—46 73—78 Vollfleischige, jüngere .......... 39—42 62—72 Färsen. K ü h e. VoNsleischige auZ gemästete Färsen höchsten Schlachtwertes........... 49-52 85—93 Voll fleischige ansgemästete Kühe höchsten Cchlachtwerkes br4 zu 7 Jahren ..... 39—43 74—80 y fitere ansgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe ......... 43—47 76—83 Mäßig genährte Kühe nnd Färsen ..... 34—38 65—70 Gerrr»g genährte Kühe und Färsen.....30—33 CO—64 Kälber. Feinste Mastknlber........... 68—70 113—118 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 61—66 107—110 Geringere Mast- nnd gute Saugkälber . . » 58—63* 97—103 Geringe Saugkälber.......... 52—56 88—95 Schake. Weidemcrstschafe: Mastlämmer nnd Masthammel .... 45,50—47.00 94— 96 Schwein e. kollfleifchrgr Schweine von 80-100 k* Lebend» gewicht........... . . . 497,-50 63-64 Vollfleischige Schweins unter 60'^Lebendgewicht 49',^-00 63-00 VoUfleischig-Schweine von 100-120 Lebend- gewicht . . ^ .......... 50 51 63-64 Votlfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... . . 48-49 60 — 61 Limbnrg a. d. Lahn, 15. ?lprik. Fruchtmcrrkk. Durchschnittspreis pro Dialter. Roter Weizen tNassaustcher) 16,40 Mk., weißer Weizen iangebaute Fremdsorten) 15,90 "tk^ Korn 11,85 Mk., Gerste (Futter) 9,00 Braugerste 00,00 Mk^ löaier 8.00—0,00, Akk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 50 Kilo 2,30—0,00 m , Butter das Pfund 1.20-0.00 Mk., Eier das Stück 7 Pfg. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) lc. Fraukfnrt a. M. Schwei nemarktberr -h- vour 15. 2lpril. ^lusgetrieben waren 856 Schweine. Boststeifchige Schweiire von 80 bis 100 kst Lebendgewicht 48.00—50.00 Mk.. Schlachtgewicht 62.00 —64.00 Mk., votlfleischige Schweine unter 80 k^ Lebendgewicht 4".00—50.00 Mk^ Schlachtgewicht 61.00 -63.00 ML voNsteischige Schweine von 100—120 k^ Lel'endgewicht 48.50—50.00 Mk., Schlachtgewicht 62.00—64 Mk.' vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Lebendgewicht 00.00—00.00 Mk^ Schlachtgewicht 00—00.00 Mk. Geschäft lebhaft, bleibt geringer tteberftand. le. Frankfurt a. M., 15. April. (Oriq.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen (hiesiger) Mk. 00.00—00.00, Knrhessischer Mk. 00.0>—00.00, Wekkerauer Mk. 00.00-00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 00.00 — 00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.50-17.00, Gerste. Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.50—18 Oj, Haier Mk. 16.50—17.00, Mais Mk. 15.00-15.25, Weizenmehl 0 Mk. 00,00 —00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00 —00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00 - 00 00. Roggen,nehl 0 Mt. 00.00—00.00- Roggeinnehl 0/1 A!k. 00.00—00.00, Rogqenmehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 0.00—0.00. Weizenschalen Mk. 0.00 —0.00, Roagen kleie Mk. 00.00 - 00.00. Malzte,me Mk. 00:03-00.00, Biertrebe,- 00.00 - 00.00, Futtergerfte Mk. 00 00 - 00.00. Alles per 100 ab hier. fc. Frankfurt a. M., 15. Avril. (Oriq.-Telegr. des „Gießencc dlnzeiaers".) Kartosselmarkl. Dian notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 4.25-4.75, im Kleinhandel Mk. 5.25—6.00 für je 100 kq kirchliche Nachrichten. Jzraelitische Keügisnsgrmeindc. Gotter-ienft in der Zynagoge (Süd-Anlage). Freitag, ve» 17., ,,n» Lamsiag, Sc» 1!». April 1814: Passahfeft-Eade. 7. Tag. Vorabend: 7.00 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. S. Tag. Vorabend: 7 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. Fcftesansgaug: 8.15 Uhr. Israelitische Neligionrgesellschaft.. S otterdienst. Freitag, den 17., „xd Samstag, de» 18. April 1014: P a s s a h f c ft - E » d e. 1. Tag. Vorabend: 7.15. Morgens: 8.00. 2. Tag. Vorabend: 7.00. Morgens: 8.00. Nachmittags: 4.00. Fcstcsansgang: 8.15. Wocheiigottesdienst: Morgens: 6.30. Abends: 8.15. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen April 1914 1 C 2 o r: o o Vi •^r J'C " CO A f if |sf otox: £ COä |.Ef Wetter IS.I 2”, 766,6 10,5 4,9 52 N 2 7 15.1 8“ <58,0 6,3 4,9 68 NW 0 16. <“ 758,1 5,1 M 7!) N 7 t>ochste Teniperatur am 14. bis 15. April 1914 4- 11,4*0. Niedrigste . . . 14. , 15. , 1914 = -f 23° , Niederschlag: 0,0 mm. i """ blntarmc Kinder nnd bleichfücktige iunae Mädchen (Ult bte Ernährung mit Milch als sehr ztveckmäßig) für viele aber iL^osne Much schwer verdaulich, anderen widersteht sic. Beide ^chwwrlgkerten überwindet man erfolgreich durch Zusatz von „Unsere". Dieses bewährte diährnnttel wirkt zugleich appelitan» regend, rrattrgend und verdauungssördernd. 7K?dv n. SaxSehner's Bitterquelle r HUNYADIJÄNOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit! Blutandrang! etc. Gewöhn/. Dosis: 1 Wasserglas uolL T He 2 » Etage ü Zimmer u. 1 «amnirr» u»w.. per 1. Juli an ruhige Familie *u ucrm. 4402 Joseph Herz. Neuen Baue. Neuzeit!. 5-Zim. 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April 1911 abends ' 9 Ubr. iu der Stadt-Knabenschule (A'ord Anlage 8> einen Anfänger- Kursus für Danicu und Herren. Unterrtchtogeld 1» Mk. An Meldungen an H«. Klin^-. Bückingstrasse 2 oder bei Bc giilu des Kursus. Beginn de KortbildungS Kursus Freitag, 21 . April 1914. Cabelsberijer Stenographen-Vercin (E. V.) gegr. 1801 Daiüeayerein Gabelsberger ’ießen 1914 . für 06erßeffeh und angrenzende ff eBiele • 3Ylai-0duguft Eröffnung: Samstag, 16.3\tai i Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachrieht, dass es “Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Engelberta Göbel geb. Schwab im Alter von 89 Jahren zu sich zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen A. Göbel. Giessen (Ebelstrasse 11a), den 15. April 1914. 03111 Die Beerdigung findet am Freitag, den 17. April nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Heute morgen 6'/, Uhr verschied sanft nach langem, schwerem, mit größter Geduld getragenem Leiden mein innigatgeliebter Gatte, unser herzensguter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Carl Kinkel Oberkellner im 35. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Maria Kinkel geb. Burrichter nnd Kinder fr'nmtlie Arndt Familie Ifinrrlchtcr. Gießen (Ludwigstraße 30 Id, Dresden, 10. April 1914. Die Beerdigung- findet Samstag, den 18. d. Mts., nachmittags 4 1 / 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4948 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben unvergesslichen Sohnes, Bruders und Schwagers Herrn Dr. Hans Eber sagen wir allen, insbesondere Herrn Prof. Dr. Fritz Gmeiner, unseren innigsten Dank. Die tief trauern den Hinterbliebenen Ing'olstadt, den 14. April 1914. 4937 Individuelle und schnellste Vorbereitung auf alle Schulprüfungen, besonders uJlnl Aufnahme von Knaben und Mädchen jederzeit. — Arbeitsstunden nnter strenger Anf- sicht. — Beste Erfolge. Ostern 1913 bestanden von 17 Kandidaten 16 die Prüfungen, teilweise mit Ke deutendem Zeitgewinn. Freqncn/. im Schuljahr 1913/14: (»7 Schüler. Näheres durch Direktor Brackemann, Bleichstr. 6. Beginn des neuen Schuljahres: 13. April 1914. 4600 Im Schuljahr 1913/14 bestanden bisher von 21 Kandidaten 19. verhüten Sie! Kopfschuppcn beseitigen Sie braue!/v" „Khet“-Haarwasser Alleiniger Hersteller: K. H. E. Trappe Medieinal-Drogerie um Kreaaplati, Kreszplatz 9, Ferospr. 706 4928a BRENNABUB Kinderwagen Klappwagen reizende Nenlieilen reiche Answahl billige Preise Reparaturen sofort AugustKilblnger _Belterem-eg 79 Fa usfring -Lanolin-Seife Der Haut zutrigllchsto, wohlfeilste tollen». seife.Stück 20 Pfennig, 5 Stück SS Pfennig. Angefertigt vom langjährigen Fabrikanten der'pfoiiringBeife C. 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Damenschneidermstrin Gießen, Wetzlarer Weg 171, gegenüber dem Bahnhof Zufchneidc - Lehranstalt Kaiser - Allee 14n. Tic verschiedene» Kurse im Manuel,me», deidmeu, Zuichnriben und jtnjcrtincn iämilichcr Damen-Karberobr besinnen am 21. April 1914. Anmeldungen nehme Jederzeit entgegen. 4S9s Lina Petri. Der Unterricht in dieser Lehranstalt beginnt am ?ik»stiiß, in 5. Mai i>. Z., iimhiititlilßS 1 ttfjr. Reiianiiielduilge» haben auf Vordruckformu. laren, die beim Schuldiener erhältlich sind, bis spätestens am 25. April d. g. in der Gewerbeschule — Kirchstraße 16 — zu erfolgen. Gießen, am 27. März 1914. 41221 ) Für den Aussichtsrat: Die Großh. Schulleitung: Dr. Krausmüller. Traber. Mail non liinil 4917 Roth's illuitru-rtcv Führer Nr. 3 WV 3. Anilagr. -«i Illustrierter Wegweiier durch den Vogelsberg mit Wetteran und hie sich daran anichliencnden Teile der Rhön. Mit über 100 Jllustralionen, 2 groben Karle» des BogelsberagebmteS, einer groben Rbönkarte, 5 Heine» Uebenichiskarten »nd 4 Siadtpläncn. Unter Miiwirkuna von Mitgliedern des V. H, C. bearbeitet von Hermann OeNtei-witz. Preis ftcribcl gebunden Mk. 2.—. . „ "Der WelpConrier". Dieser auch durch seine» billigen Preis nch auSzejchnende Fübrer kaii» den Touristen. die den noch wenig betnnnien, vor ollen, durch seine berriichen Wälder sum Wandern einladenden VagetSberg besuchen wollen. a»sS bene ewoioblen werden. Da» mit zahtreichen Illustrationen und mit gnien Karlen ausgeiiaiiele Bllchlein g,b, „ich, nur nlle vraklNchen Angaben. die der Tourist brauch«, in uberNibtlicher Zusammenstellung, sonder» insormterl ihn auch i» eingehendster »nd unierhaltendster Wesse über alle historischen, geologischen, botanischen und wirischaiilichen üragen. »Der Tsurift", illustrierte Zeilschrist des Der- bandcs deuttcher Wanderer- und GebtraSvereine XXVI. Jahrgang, Nr. 15. Der von Hermann Oesterwit- unter Mitwirkung von Mnaiiede,!, deSBogelsberger HöbenklubS bernnSgegebene Jübrer erweist nch nts mit grotzter Sorgsnit rntanimer, gestellt. M„ ,Nt,ick „nd Geschick ist jede Trock^nbeN des Tones vermieden, die ganze Darstellung ist stimmungsvoll und lebendig. Mehr ais hundert Sit - bildungen. drei grobe Karten, diverse kleine Hoher- stchlSknrtchen und Stadtvläne tragen „,r Slnschautiw keil bet und et» sorgsnltig ausgesübrte» Register erleichtert die Benutzung. Die Kenner des «rbietes wie der tourt»,iche Neuling werden den Jllbrer ,,,» gleichen, Stutzen zur Hand nehmen. Zu verwunder,! bleibt nur eins: der billige Preis von M. 2.- der st keinem PerbältniS Umfang und Ausstattung steht. 3u habe» in allen Buchhandlungen --srnr Oi-auslüekkslli Weikslüekkalk TTTTTfTTrnTTTTTTTTTnTTTTTTrTiiiiiiHiiiiimMhllllfllflinilMllllinillMNIM IMürfTTTTT zu Bau-, Dünger- u. chemischen Zwecken ab ihren Werken Großen-Linden und Bieber bei Gießen sowie Kalksteine zu Bau- und Hüttenzwecken ab* Station Bicber-Abendstern empfiehlt (Inhaber Carl Haas jr. f Gießen), Fernsprech-Anschlüsse Amt Gießen: Werk Großen- lindcn Nr. 139. Werk Bieber Nr. 1080, Bureau Nr. 282. Abfuhr kamt täglich erfolgen, eventl. Anlieferung durch eigenes Fuhrwerk. 33050 Jubiläumsftifiunq der Gießener Kaufmannschaft. Aus der Jubiläumrstiftung der Gießener Kaufmannschast ist ein Jahresstipendiu», im Höchst- bctrag von 600 Mark zu vergeben. Die Bewerbungen sind bis zuin 1. Juli d. I. an den Engere» Senat der Landes-Universität zi: richten. Näheres am schwarzen Brett. 6)ießcii, den 15. April 1914. Der Rektor der Großherzvgl. Ludwigs-Universität: _ Ekk. _ 4921 1) Bekanntmachung. Die Lieferung al der Dienstmützen und ... ... . h) der sonstigen DienstkleidungSstücke tur die int Ober-PostdirektionSbezirk Dnrmstndt beschul litten Post- und Telegraphenunterbegmlen soll in je zwei Losen vom 1. Avril 1915 ab zunächst aus die Dauer von 6 fahren, int Weste des AnbictungsversnhrenS vergeben toerden. Angebote ans diese Lieferung sind biS zum 3. Juni 1914, 10 Ubr Vormittage, verschlossen, srankierl und mit der Aufschrift ^Angebot aus 2icser»i„g von Dicnitkleidern" versehen an die Dber-Pondireknon ein- zureichen. Die Lieferungsbedingungen können innerlrnlb der Dienststnnden im Zimmer l)ir. 94 der Obcr-Post- direklion eintesehen. auch ans Antrag bezogen werden. Ebendaselbst liegen die Muster für die zu liefernden (Stiirfj oua. Am 3. Juni, 11 Uhr vormittags, nndct die Erössnung der eingegangetien Lieferungs-Angebote im Beisein der etwa erschieneitcn Bewerber statt. ^uschlagsfrist: 3 Wochen. Darmstndt. 14. Avril 1914. __ Kaiserliche Ober-Postdirektion. 14912D - Verpachtung. Die der Gemeinde Erbcnhausen, Kreis Marburg, zustehende Feld- und Waldjagd soll aus weitere 9 Jadrc öffentlich lueistbicteud verpachtet werden. Terinin Sannabeiid, den 2. Mai d. I., nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten. Bedingungen werden in dem Termin bekannt gegeben. Der Jagdvorsteher. Fischer. zeigt den Eingang der letzten 5oinrner-M!leitetl an. — Empfehle speziell helle Formen, sowie große Auswahl in Straußfedern schwarzen u. farbig. Pleureusen besonders preiswert. 4916 In keiner Familie sollte ein wirkl. guter Likör fehlen! Hageaheil, Beonekainp, Ünderberg-Booaekamp, Berpa- natta, Hankarger Trapfea, Aller Knaal-Bam, Tanna«- parlt, Zwetsekea- aal Btrzekvesaer, Steinhäger aaw. zu billigsten Preisen 9775 Gotthilf Röhrte, Giessen - Tel. 344. Jede Plättanstalt I bruckt ein. VatantpllUnMCkloe tu 4er rtrsterWlwhergl-IwUheihkrlkBiuascliiHaauier | 7500 St. i» Betriebe. 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