Nr. 88 Der Sleheuer Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich öiehenerZomilirnblätter: zweimal wüchentl.Xreir: dUM für den Kreis ©iefjtn (Dienstag nnd Freitag); zn'eiinal monatl. LanL- wirtschaftliche Zeitfragen »lernsprech - Anschlüsse: iur die Redaktion 112. Verlag u. Expedition 51 Rdreffe für Depeschen: Anzeiger Ziehen. Annahme von Anzeigen (nr die TaqeSnummer bis vormittags 9 Uhr. Erster Blatt (64. Jahrgang Donnerstag, (6. April (9(4 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationrtznxk und Verlag der vrühl'schcn Univ.-Vuch- und Steiudruckerci R. Lange. Redattion, Expedition »nd Druckerei: Zchulstrahc 7. n " rl ’ 8e ‘' bt ' f " 1 fn VcziigSvrci»: monatlich 75Pi.,»r-rlel- jährlich Alk. 2.20: l'arch Abhole- u. Zweigf^lleir monatlich 65 Pf.: durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. auSschl. Bestellq. ZeilenvreiS: lokal 15Pi., auswärts 20 Pfennig. Ehefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den volit. Teil: Ang. Goeg: für .Feuilleton", .Ber- unjchtes^ uud^Genchts- jnal": Karl Neurach; für »Stadt und Land- Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. wilsonr Zühnekrieg. Huerta, immer noch Präsident der Republik Mexiko, soll keine Ueberraschunp und keine Besorgnis gezeigt haben, als *r rem der Mobilisierung der nordomcr,konischen Echlacht-- slotte hörte. Er denkt sich wohl, daß die Besetzung von Tampico mich di« Blockierung einiger anderer Häsen noch lange nicht die Eroberung des Landes bedeutet, daß man mit 15000 Mann Landungstruppen nicht viel erreichen kann und )aß hie Bereinigten Staaten von Nordamerika auch jetzt ,eicht an eine Besitzergreifung Mexikos denken, das ihnen mrt seinen 14 Millionen farbiger (und unangenehmer) Mitbürger sehr unverdaulich erscheint. Wer irgend eine »er* änderung des politischen Zustandes >vird bei Wilsons Sühne» krieg zweifellos herausspringcn. Vielleicht eine „Kubani- sicrung" des Landes, d. h. die Schassung eines Gegenseitig» keitsvertrages mit Vorzugs,Zöllen, oder eine Schutzherrschaft, die eine Sicherstellung gegen Freundschaft mit Japan bewirkt, oder die Schassung einer mexikanischen Nordsüdbahn zur Verbindung von Texas mit Panama Aber alle diese Pläne sind rein amerikanische Sorgen. Uns im Deutschen Reiche interessieren diesmal nur wieder die deutschen Werte in Mexiko, ihre Aufrechterhaltung und Sicherung, und es ist erfreulich, daß jetzt rasch uud prompt der deutsche Kre uz er „Drcs den" zum Schutze der pieichsangchorigen nach Tampico beordert wurde. Man hat feit Woche» und Monaten so viel Trostloses und Entsetzliches aus dem unglückseligen Lande der ständigen Revolution gehört, daß der Zweifel nicht unberechtigt erscheint, ob es in.Mexiko zurzeit überhaupt noch deutsches Blut und Eigentum zu schützen gibt. Glücklicherweise darf man diesen Ztvciscl zerstreuen. In Mexiko besinden sich zurzeit n o ch etwa 300 0 Deutsche, mit Familien ungefähr 5000 Köpfe. Es ist der zehnte Teil aller in Mexiko lebenden Ausländer. Eine beträchtliche Anzahl deutscher kaufmännischer Angestellter hat unter dem Druck der Unruhen und der Han» dclsdepression das Land verlassen. Unter der Stockung des Wirtschaftslebens, die teilweise bis zum Niederbruch sührte, baden eben leider auch die Deutschen schwer zu leiden gehabt. In der H a u p t st a d t M c x i k o selbst werden sich wohl noch 1000 unserer Landsleute befinden, von ihnen sind ein Drittel Frauen. Die Deutschen, die in Mexiko tätig sind, tvirken teils im Plantagenbau, am meisten aber in offenen Handelsgeschäften, in der Eisen- und Kurzwarenbranche, im Drogrn- und Eheniikaliengesckßist, in Galonterietvaren-, Papierwaren-, Musikalien-, Uhren- und Möbellädcn. Wichtige wirt- schaftliche Posten versehen sie in der Elektrizitätsindnstrie und im Brauivcsen. Es sind meist nicht gerade Großkauf- lcute, aber Mitbürger von gutem Wohlstand, die in der gesamten Bevölkerung tvegen ihrer geschäftlichen Zuverlässigkeit und der soliden Qualität ihrer Waren großes Ansehen genießen. Das größte offene Geschäftshaus der Hauptstadt ist von einem Deutschen gegründet und geleitet (Roberto Boecker u. Co.). Auch in den anderen Städten Mexikos beherrschen deutsche Firmen den offenen Handel, z. B. in Vcra- cruz sechs, in Pucbla drei, in Guadalajara zehn Firmen. Bedeutende deutsche Geschäfte haben sich gehalten in Laxaca, Mazatlan, Guarrajuato, Durango, Chihuahua, El Paso. Tie großen deutschen Brauereien in Monterey, Toluca und Qri- zaba haben ihre Betriebe nicht eingestellt. Rur den Farmern ini Süden und Westscn des Landes ist eS mehrfach recht schlecht gegangen. Die deutschen Bankhäuser blieben im allgemeinen gut gesicherte st« gingen sehr umsichtig vor und stießen alles Unsichere ab, bsicbcn aber genötigt, alles bar einlausende Geld für kritische Momente zusammenzuhalten. In weit schlechterer Lage, so versichert ein vorzüglich unterrichteter Mexikvdeutscher, sind die französischen Häuser, die stark mit Bankkrediten gearbeitet haben. Daß die Opfer an deutschem Gut und Blut tvnhrcnd der letzten Mexikowirrcn nicht größer waren, wird vor allein der Tüchtigkeit des derzeitigen deutschen ttzesandten bei der Republik Mexiko, Herrn v. Hintze, zugeschrieben, der immer wieder seine eigene Persönlichkeit zum Schutze seiner Landsleute eingesetzt hat. In den Tagen des tvildesten Straßenkampfes in Mexikos Hauptstadt hotte er die gefährdeten Angehörigen der dortigen de»tsck>en Kolonie persönlich einzeln aus ihren Häuser» heraus »nd sührte sic durch die von Fliutenkugeln und Kartätschen durchfegtcn Straßen hinter die sicheren Mauern der deutschen Gesandtschaft. Ebenso wurde durch die Entschlossenheit des Herrn von Hintze die deutsche Bevölkerung des TerritoriSmus Tepic in letzter Stunde aus dem Seewege über den Hafen San Blas vor der Massakrierung gerettet. Von diesen, man darf wohl sagen Heldentaten, wurde bisher iveit weniger Wesens gemacht als seinerzeit von einigen bureaukratischcn Verzögerungen in der Cavadongo-Ängclegcnhcit. Die reichen Entwicklungsmöglichkciten des Deutschtums in Mexiko sind durch die politischen Wirrungen zwar gehemmt, aber nicht vernichtet worden. Sache unserer Regierung ist es, in Washington daraus zu dringen, daß nach der Aktion der Nord- amcrikaner das Ansehen des deutschen Namens in Mexiko und das Verständnis für deutsche Äülturlcistung von neuem besördert und befestigt wird. Eine amtliche Erklärung aus Washington. Washington, 15. April. Tic Regierung hat eine amtliche Erklärung erlassen, in der sie den Uebergrisf gegen die amerikanischen Matrosen in Tampico, die Zurückhaltung von Depeschen und anderes mehr aufzählt. Die Regierung gibt der Ansicht Ausdruck, daß die mexikanische Regierung, wenn ihr die ernste Wirkung der sich häufenden Zwischenfälle deutlich gemacht werde, einsehen würde, daß cs schicklich und notwendig sei, solche Beweise von ihrem Wunsche, diese Vorfälle zu mißbilligen und wieder gut zu machen, zu geben, die nicht nur die Vereinigten Staaten befriedigen, sondern auch der übrigen Welt zeigen würden, daß sic ihre Haltung völlig änderte. Die de facto bestehende Regierung in Mexiko könne nichts von ihrer Würde verlieren, ivenn sie die Forderungen einer großen souveränen Regierung bezüglich der angcfiihrten Tatsachen anerkenne. Washington, 15. April. Präsident Wilson erklärte Mitgliedern des Kongresses, falls Huerta der amerikauischeu Forderung nicht nachkäme, der erste Schritt der amerikanischen Regierung die Besitzergreifung Tampicos und B c r a c r u j’ sei. — Amtlich wirtz erklärt, daß zu de» Gründen für die Entsendung der amerikanischen Flotte auch die Tatsache zu rechnen sei, daß die Depeschen an den amerikanischen Geschäftsträger in Mexiko von den Mexikanern ausgefangen wurden. Denn die gesamte Flotte in Tampico eingctroffen ist, wird sic aus ll der modernsten Schlachtschiffe bestehen. Tos Landungskorps aus den Besatzungen des Geschwaders wird 15 000 Mann stark sein. Die letzte» Gefechte. Iuarcz, 15. April, Nach hier eingegangcncn Meldungen hat General Villa nach einer neuniägtgen Schlacht die Regierunastruppen bei S a n P c d r o im Norden von Torrcon geschlagen. Tic Verluste aus beiden Seiten werden auf 3000 Mann geschätzt. Jnarez, 15. April. Nach einem Bericht des Generals Villa hatten die Rebellen in der Schlacht bei San Pedro 500 Vcrlvundcte und niachten 700 Gefangene Die Bundestruppen zündeten einen großen Teil der Stadt an, che sic sie räumten. — Eine 1 ,'itcre Meldung besagt, daß von den Dundcstruppcn 3500 Mann getötet, verwundet oder gefangen genommen worden seien. Tic „Times" melden aus Mexiko vom 11. d. Mts.: Die Rebellen lmben sich von Tampico zurückgezogen und ine Eiienbabn hinter sich zerstört. Weitere Angriffe werden erwartet. Brililchcs Eigentirm hat keinen ernsten Schaden erfahren. Vas veratlingsmaterial -es Reichstags. Angesichts der Frage, ob der Reichstag vor Pfingsten vertagt oder geschlossen iverdcn soll, ist es von Interesse, einen Rückblick aus die noch unerledigten Arbeiten des Reichstags zu werseu. Von Vor Io gen sind noch zu erledigen: der Voranschlag für 1011, der Entwurf über den Verkehr mit Leuchtöl, das Spionagegesetz, die Novelle zur Gebührenordnung für Zeugen und Sachverständige, der Entwurf über Errichtung eines KolonialgerichlShoscS, der Entwurf über die Wiederaufnahme eines Disziplinarverfahrens, die Novelle zur Gewerbeordnung über Wanderlager, das Sonntagsruhegcsetz, die Novelle zum Mllikärstrafgesetzbuch, der Enktvurf über das Erbrecht des Staates, Gis Jngend- gcrichtsgesetz, das .Konkurrenzklauselgesetz, die Besoldungsnovelle; all« diese Entwürfe lind von Ausschüssen beraten; sie enthalten fast alle KonfliktSstosf, da die Negierung die Ausschußbeschlüssc nicht annehmen ivill. Ferner sind noch zu beraten und zwar in erster Lesung vom Plenum: das Luftvcrkehrsgcsctz, der Entwurs zur Be- kämpsuug der Schundliteratur, die Novelle zur Gewerbeordnung über Gastwirtschaften uud Kinos, der Entwurf über Ausnahme einer Getrcidestatisftk, der Entwurf über die Post- dampsschifssverbindungen mit überseeischen Ländern, der Vertrag zum Schutze des menschlichen Lebens aus See, einige lleiuere Vorlagen. Dazu komnit Anfang Mai noch der Ent- ivurf über die Altpensionäre und das Rennwcttgesetz. Dil meisten Anträge sind auch noch unerledigt, ihre Zahl beträgt gegen 120. Allein die noch unerledigten Vorlagen belaufen sich ans 30, von diesen sind 12 von den Ausschüssen so umgestaltet, daß die Regierung sic in der vorliegenden Fassung nicht annchmen wird, von den ncnvorgelcgtc» Entwürfen sind zwei nicht nach dein Wunsche der Reichstagsmehrheit, ihre Annahme ist also auch gefährdet. Ende April ivird die Regierung dem Reichstage Mitteilung machen, welche Vorlagen sic bis Pfingsten erledigt wissen lnsill, in der .Hauptsache sind es die BesoldungSiiovellc, das Altpensionärgesetz, das KolonialgcrichtSgesetz, das Spio- nagegejctz, das Sonntagsruhegesetz, das Konkurrenzllausel- gcsetz, das Postdampfergcsetz und der Vertrag zuni Schutze des menschlichen Lebens auf See. Cb der Reichstag vertagt oder geschloffen ivird, hängt vom guten Willen des Reichstags ab. Tic Aussichten, die übrigen Vorlagen im Herbst im Einvernehmen mit der Regierung zu verabschieden, sind sehr gering. Deutsche» Seid». Der Reichskanzler ist am Mittwoch nachmittag 2 Uhr in Brindisi aitgekommcn »nd an Boro des kleinen Kreuzers „Breslau" nach K o r s u wcilcrgereist. Der Reichs- lanzlcr ist um 8.20 Uhr in K o r s u cingelrofscn und von den Gesandten v. Trenller und Gras Qnadt empfangen worden. Er begab sich nach dem Achillcion. Der E n t w tt r s, b c t r. st a t i st i s ch e A n s II a h NI c n der Vorräte von Getreide und Erzeugnissen der Getreide m ü t l e r e i, der dem Reichstage vorlicgt, gibt dem Bundesrate die Ermächtigung, statistische Ausnahmen der Vorräte von vom neuen Surgtheater-vireltor. Was lange erwartet ward, ist nun vollendete Tatsache geworden: Hugo Thimig reiht sich als jüngster Letter des Burg- lheatcrs dem stattlichen Zuge Iiervorragcndcr und glänzender^Per sönlichkeitcn an, die vordem die Führung diejer klassischen Stätte dcuttchcr Bühnenlunst inncgehabt lioben. Er hat cs weit gebracht, der Sohn des Dresdener Handschuhmacbers, der doch ursprünglich ganz und gar nicht Tür den Sckauivielcrbcrut bestimmt war. Tenn Thimigs in Dresden „hatten das nicht nötig", sondern cs sollte ihr Hugo ein solider .Kaufmann werden, dem bei den günstigen Bermögcnsverhältnissen seiner Eltern von vornherein die sreund- lichstcn Aussichten winkten. Aber — der Thcatcrtcusel! Was half es, den Jungen hinter den Ladentiich zu stecken und aui die vandels- atadcmie zu schicken, wenn man ihm nicht die Theaterleidenschaft austreiben konnte! Die deutschen Klassiker wußte er bald auswendig, und bald litt es ihn (lud- nicht mehr — er mußte sich wenigstens au, einer Licbhaberbühne versuchen. Das wurde sein Schicksal. Bei einer solchen Tiletlanlenvorsteltung sah ihn der Charaktcrkomikrr Ferdinand Tcssoir, und dieser Künstler ivar von Thimigs natürlicher Laune uud komischem Talente so betrossen, daß er ihm nicht nur riet, zur Bühne zu gehen, sondern auch selbst seine llnter- wcnüna übernahm. Es war, wie Amon Bcttelheim einmal erzählt bat eine eigentümliche Unterweisung. „Junge." so sagte der Meister zum Schüler, „ich kann dick mir lehren, was du aus der Bühne vermeiden sollst: was du dort machen sollst, kann dich nur der liebe Gott lehren". Dieser Maxime getreu, hielt Dessoir den Hingen Thimig denn auch nicht lange in der Lehre, sondern er schenkte ihm ein Paar Rittcrsticsel, ein Paar schwarze und ein Paar weiße Trilots, eine Straußcnscdcr und einen gehäkelten Rittcrkragen, gab ihm außerdem noch einen Empfehlungsbrief an den Theatcrdirektor Schiernang in Bautzen und hieß ihn gehen. Tbimig ging, soieltc in Bautzen als Antrittsrolle den Lancclot Gobbo ward enaagicrt und wunderte und spielte nun in Zittau, «amcnz und Freiberq hcruni. Volle 19 Jahre war er alt. als er dies Tchmicrcnlebc» ini Jahre 1873 Mil einem Engagement am Breslauer Stadt,heatcr vcrtaulchie Tort erweckte er bei verschiedenen urteilsfähigen Persönlichkeiten lebhaftes Interesse. Dazu uedörre der alte Volte,: dazu gehörte auch die kürzlich verstorbene Friederike Bognar. Die sah den wngen Thimig gelegentlich eines Gastspieles in der tzoloiernes-Parodie von Ncstroy, und unter, bcn assyrischen Hauptlentcn des grausamen Holofernes, siel der innac Thimig ihr duvck, natürliche Drolliqkeit so sehr aut, daß sie Dingelstedt, den sein Weg gerade nach Breslau führte, aus ihn aufmerksam machte. Dingelstedt sah Thimig und gewann dasselbe Urteil, wie Holtet und wie die Bognar. Kürz entschlösse» engagierte er den jungen Menschen iürs Burgtheatcr, wo er als „Verwunschener Prinz" uud als „Sittig" sein Probegastspicl mit glücklichstem Erfolge absolvierte Joset Lewinskn hat später bekannt, daß ihm, als er diesen ltzsährigen Menschen damals spielen sah, alsbald das Fertige, schon Abgerundete seiner Kunst als etwas ganz Ungewöhnliches aufsicl. Das ist nun jetzt über 10 Jahre her und in dieser ganzen Zeit ist Thimig c.in großer Liebling der Wiener geblieben. Es vereinte sich bei ihm natürliche Laune und ungewollte Komik immer mit dem feinsten Takte und Geschmackc und allen seinen Rollen drückte eine unwiderstehliche Liebenswürdigkeit einen besonderen Reiz auf. Als Regisseur Hai er sich im Lause der Jahre so vor- tresslich beivährt, baß die Mehrzahl der modernen Dichter, wie Hauvtmann, Schnitzler und Fulda, wenn im Burgthcaier Stücke von ihnen ansgesührt werden sollten, sich immer eigens Thimig als Regisseur ausbaten. Thimig ist ein seingcbildcter Mann, ein geschworener Büchcrliebhaber und Bücherfreund und mancher kleine Aussatz, den er vcrösfentlicht hat, legt Zeugnis ab von seinem feinen Geiste, von seiner schackhasten Beobachtnna und von einer Urteilskraft, die echt und falsch sicher zu unterscheiden, aber an Menschen und Dingen auch immer das Beste und Jrnchtbarstc herausznsinden weiß. Sin mittelalterliches Altarwcrk in Zrantfurt a. Itt. Cs wird UNS geschrieben: Wie ost liest man in den Zerrungen, daß dem oder jenem Museum wieder eine bedeutende Erwerbung gelungen ist, daß aus unbekanntem Besitz wieder einmal ein Werk onstauchte, ldas es nun in einem ösientlichen Künstinstitut zu genießen gibt. Die Gewohnheit macht einen flüchtig über solche Notiz hinweglcscn. Selten sind die Fälle, wo durch solch eine geheimnisvolle Erwerbung dem Menschen aut einmal ein Gut cr- schlossen wurde, das seinem Sein, seinem Leben und Schaffe,i mächtige Antriebe zu bieten vermag. Diesen sehr seltenen Fall erleben jetzt die Bcmcker des Städtischen Kunstinsti» tuts in Frankfurt am Main, in dessen Plasrikeniamm- lung seit den Ostertagen ein mittelalterliches Altar- Werk zu sehen ist, von dem man nicht ohne tiefftc Ergriffenheit gehen kann. Es ift eine Alabastersckinitzerei, eine Mittelgruppe mit dem Golgathadrama, Christus, die beiden Schächer an den Kreuzen, darunter Magdalena, die beiden Marien, der blinde Longinus, der Vauvtmann von Kapernaum und der Mann mit dem Essigsckwamm, dazu in zwölf Einzclsigurcn die zwölf Apostel, gleichsam als Zeugen »nd als Verkünder der untaßbaren Begebenheit. Irgendwo IN Italien, hört man, ist das Wert aus- getaucht, dank einem glücklichcu Zutall, dank der 360 000 Mark, die die Stadt Franksnn dem schnell zuvackcnden Swarzenski t,r witligle, ist es gelungen, diesen Altar, der schon den W-g nach Amerika gehen sollte, in Europa zu behalten Kunstgcschichtlich weist das Werk nach der Wende vom 11. zum 15. Jahrhundert, einer Zeit, die mit dem Burgunder tzol eine gewaltige Entscsselung der Kräfte erlebte. So Kostbares, so stilvoll Äiisgereistes, so vornehm Elegantes damals auch entstanden, so sehr schlt es auch der heutigen Wissenschaft nach an Anhalisrnnkten für die Individualität, die sehr weit im Stilvollen der Zeit auszugehen bestrebt war. Als die Franksnrter Altargruvpe zuerst allstauchte, glaubte man nach dem Urheber in jenem burgundischcn Kreis suchen zu müssen, bis mehr und mehr die Meinung sich bekräftigte, daß es sich nur um einen de nt scheu , um einen in seiner Wirksamkeit noch, kaum er- tannteu m i t t c 1 r h c i n i s ch e n Meister handeln könnte. Zu dem Altar in Lorch, zu diltarsigurcn in Schwerte ergeben sich aut einmal geheimnisvolle Beziehungen imd man ahnt in dem nicht fcststcllbarcn Plastiker so etwas wie eine Grüncwald-Natur ein halbes Jnhihundert vor der Geburt (tzrüncwalds. Doch, mag die Wissenschast an derlei Fragen ihren Sckiarslinn üben, diescs Werk gehört zu den Schüvftmgen,, die auch ohne alles Vorwisscn itrre Wirkung nicht verschlcn. Es ergreift durch einen kaum zu sassendcn Formgehalt, durch eine Eleganz, durch eine Natürlichkeit, eine Glut der Empftndung, die, über die Jahrhunderte hinweg lodernd, geblieben ist. Welche Zartheit, welche wehmütige Ucbcr' Icgenheft umspielt diesen sterbenden Christus, wie vom Wunder betroffen steht der aus der Umnachtuna erwachende Blinde, wie vom Sckimerz durchwühlt kauert die fassungslose Magdalena am Fuße pes Blutgerüsts. Seltsam auch der bildnerische Reichtum der Avostelftgurcn, die durch ihre Enbleme, ihre reich und sorgsam durchgcbijdelc Kleidung höchst weltlich anmuten und doch wiederum in der jedesmal anderen Art, wie das große Ereignis sich in ihnen widerspicgelt, wundersam vergeistigt sind. Es ist elwaS, was man so wenig wird vergessen können, wie jene antike rheinische Pieta des Frankfurter Ltebig-Vouses, jenes lieblich iung- iräulichc Figürcken, das als ein erschütterndes Dokument der mütterlichen Liebe den zerschundcnen, den halb schon in Verwesung übergcgangencn Leib desGckreuzigten in ihrem Schoße Hali. Wfiäfn, Utogarn. 'T’Tt»d>?rurfit, Jömcr, ffinftt imb Um« »arjuitrtmm. ®u- iit bfv Begrünbung des GntrouiH herborgehoben mirb, ii> bieie ?tntirn! niif m'tR'rnhtge ?rg«n,;nng brr iSmtrflatiftif und brv Slcmtnt ober dir tein mib 'Xu«fu6v brr wichtigsten lanbwirt- schoNUchr» Erzeugiiiiie. Erst mit Hilfe rinrr VornitSstatistik läßt 'ut> rin »rbrrktiik itbrr bir Bewegung bes GetreibeS gewinnen, bis rS in br» Verbrauch nbrrnrtn, übe, bir BvrrSIk, mit brnrn baS Laub in bir nrur Ernte rmlritt, unb endlich imrb zusammen mit brn Zahlen brr Statistik über Ernie, llin unb ötuSsuhr eine Ber- brauchsstanstik. bir bis beute ganz (rillt, ermöglicht, liirte besondere Bedeutung bnt eine Vorrats ft atiftik für Dir Lanbwir t I tö o i t. Tie Versuche, ohne gesetzlichen Zivang solche Statistiken auszustellen. hatten bisher frinrit Eeinig Drr Entimief lehnt sich <>n bir aus Anlaß brr Beeilst- und Brteirbstiihlungrn erlassenen Gesetze an, Nach dem Entwuri wirb auch für bir aus Binnen waiierßraßen nrrlehrrnbrn Schisse rinr gesetzliche Ausklinilsvsticht bestehen. An Betracht kommen für bir Statistik etwa 2 M i 1 linnen Betriebe, Am allgemeinen sollen die Ausnahmen nur alle vier A a b r r stattsinbcn. Um sichere Ausnahmen vor nehmen zu könne», eine Strafandrohung im Gesetze für salsclic Angaben ober Berweigerung her Auskunsi vorgesehen werben. Aut die Anfrage des Adg, Erzberger wegen der Gründe des Selbstmordes z w e t e r_® ii r f a» e_it be-ÄeneralmajorsBoetz i n N e i s s e hat Staatssekretär Tr, Delbrück bm Reickslage eine schriftliche Antwort zugehen lassen, Sarin wird ausqesührt, das', einer ber_ Burschen den General angegrijsen hätte und aus Neue darüber Selbstmord verübt habe, Ser General, ein nwhlwollenber Vorgesetzter, habe den Burielien morgens durch Begießen mit Wasser ge» weckt. An Schlaftruukenheit habe der Bursche aus'den General eingeschlae,e», eine Bestrafung würbe aus diesem Grunde kaum rrsolgt sein. Wieweit der andere Bim'che am Angriss beteiligt war, hat »ich »ich« seststelleu lassen. Er bürile sich bas Leben genommen haben, weil er befürchtete, als Mittäter in Verdacht zu kommeii. Fest steht, das! beide Burschen wegen Herumtreibens abgelöst werde» sollten, auch diese Strafe dürste mit ein Grund des Selbstmordes sein. Ein gerichtliches Einichreiten ftatjjer Ile- berialt nicht »nuvendig gemacht. Die Beerdigiing der Soldaten fand im Garniionvrte statt, weil die Eltern eine lleberiühning in die Heimat nicht wünschten. Ans Wunsch der Mntler deS einen Burschen soll seine Leiche letzt nachträglich in die .Heimat über- füljrt werben) Tie mecklenburgischeBcriaisungSsr - ge An Bezug am das vom „Berliner Sage blatte" gebrachte Jnter- view, dos der LiaatSniinister Boisart einem Vertreter beS Blattes gewährte >u»b von dem auch wir Notiz nahmen) »t die „Lanbeszeimng für beide Mecklenburg" narb Erkunbigimg an maßgebender Stelle iit der Lage, folgendes zu erklären! Ter be treiienbe Vertreter des Blattes bat vor einigen Tagen beti Minister in einer wichtigen Angelegenheit" um eine Unterredung, die ihm, ha der Zweck der Bitte nicht erkennbar war, auch gewährt mürbe. Hierbei richtete er die Frage an den Minister, ob der Negierung ln der mecklenburgischen Bersai'ungSangelegeiiheit Unterstützung durch die Presse erwünscht sei, Ter Minister besahte dies unter Hinweis barani, baß die Negierung bas Zilstanbekommen der Reform wiederholt als eine Staatsnotwenbigkcit bezeichnet hätte, fügte aber ausdrücklich hinzu, bah gerade die liberale Presse der Sache am besten dadurch bienen würbe, bah sie ihre übertriebenen Fvrverunaen einschränke. Wünsch?, wie z, B bas allgemeine glerche und direkte Wehtrecht, ieien selbstverständlich unerfüllbar unb könnten daher nur schaben, da der Ausbau der Verfassung nur mii der historisch gewordenen Grundlage niöglich sei, Tie weiteren Aeuhcrnngen des Ministers sind in dem betreuenden Artikel teils b i r c k t u n r"i ck I i g w i e b c r g c g e b e n , t c i l S t e n b c n z l ö S zu gespitzt, Sieö gilt insbesondere für die Ausführungen über die Frage der Einmischung deS .Reiches in die mecklenburgische Beriaiiunasangelegenheit und bezüglich der weiteren Behauptung, dah der Minister der liberalen Presse für ihre bisherige dankenswerte Unterstützung besonderes Leb geipenbe! babe, Tie letztere Behauptung ist frei e r s » n b e n , unb was die Frage der Einmischung bcs Reiches anhclangt, so wurde oom Minister betont, dah er die Weigerung des Bundeskats, durch Erweiterung der ReichSkompetcuz sich in die einzclstaatlichen DcrsasiungSverhältnissc einzumUchen, schon mit Rücksicht auf den Ansturm gegen die preußische Versaliüng für durchaus begreiflich und berechtigt halte, Tie ganze Unterhaltung wurde vom Minister als eine rein persönliche lind nickt für die Oessentlichkest bestimmte angesehen Eine Bitte, den Inhalt der Unterredung verössentlichen zu dürfen, ist nicht gestellt, auch die Genehmigung seitens des Ministers dazu nicht erteilt worden. DaS Befinden des Groh Herzogs von Mecklenburg - S t r e l i tz, Sie „LandeSieitung iür beide Mecklenburg" verbreitet nach Erlunbigung an zuständiger Stelle über das Befinden des GrohberzogS Adoli Friedrich von Mecklenburg-Strelitz folgende Mitteilung! Das Befinden des Großherzogs bietet zu irgendwelchen Besorgnissen burchonS keinen A n I o h. Ter Heilungsprozeh schreitet normal fort. Die Nächte sind meist sebr gut, so dah der Patient ohne Schlafmittel nachts sieben bis acht Stunden schlaft, Ter Kiäitezustand des GrohberzogS bebt sich täglich, so bah er seit einigen Sagen das Bett aut einige Stunden berlafsen und cinige Schritte selbständig im Zimmer gehen kann, Erzherzog Franz Ferdinand in München, AnS München wird vom Id d,M brridttet: König Ludwig und sein hoher Gast, Erzlzerzog Franz Ferdinand von Sesterreich besuchten heute mittag in Begleitung des beiderseitigen Gefolges die alte Pinakotlzek und daraus das bayerische Nationalmuseum Um 1 Uhr gab der österreichisch^ ungarische ttzefandte zu Ehren des Erzherzogs ein Tiner, an dem anher deni Gefolge und dem Ehrendienst auch Ministerpräsident Graf von Hertling, Kultusminister von Knil- linig, die obersten Hoschargen und eine Anzahl geladener Gäste teilnahmen. — Ans das vom König an Kaiser Franz Josef gesandte Begnißuiigsckclegramm ist folgendes A n l - w o t tt c tc g r a m nt ein gegangen: Aus das innigste danle ickt 'Sir und Marie Therese für den Franz Ferdinand bereiteten gnädigen Empfang, Ich lnn ausrichtig gerührt von der liebevollen Erinnerung, die Ihr von Eurem vorjährigen Besuche bei mir bewahrt Auch ich gedeihe der leider nur zu schnell verflossenen Stunden unseres Beisainmenscins mit Freude und Tanlbarkeit und erwidere che lieben Wünsche in alter Treue für Tein, Marie Theresens und Seine» Hauses Glück und Wohlergehen, DcrwürttembergischcFina uzmini st er von Gehler ist aus GesundheiiSrücksichten von seinem Amte zurnckgetrcten, Ter König hat den bisherige» Ministerial- virelkor im Finanzministerium Tr, von P i st o r i u s zu dessen Nachfolger ernannt, Düppelseier, TaS 4 Gardercgiment wird, wie ans Berlin gemeldet wird, die Tuppelfeicr wie folgt abhalten: Am 17, April 8 Uhr 40 Min, abends Begrüßung der Gäste und Aufführungen im Kriegervereinshaus in der Ehanisee- straste; am 18, April ll Uhr .40 Mi», vormittags Regiments- avpell und Parademarsch vor den Veteranen von 1 Si> 4 aus dem Moabiterplatz Anschliehcnd hieran findet ein Festessen mit den Tüppclstiirnlern in den UnierofsizicrkasinoS der Bataillone statt. Um i! Uhr nachmittags sind Schauturnen, Wettlämpfe und Exerzieren der Maschinengcwehrkompagnie auf dem Moabiterplatz, Auslariv. Tie deutschen und die französischen Interessen in der Türkei. In deutschen Kreisen in Kon- stantinopel wird betont, das; die in Paris zwischen Frank- reich und der Türkei abgeschlossenen finanziellen Abmachungen erst nach dem Aistehlns; der wirtschaftlichen M-- machungcn zwischen Deutschland und der Türkei als endgültig angesehen werden dönnen. Die Verhandlungen über letztere sollen »nveizügltch m Berlin Ist! cd er ausgenommen werden Auch die kompetenten französischen Finanzkreise verweisen darauf, daß ausgenommen des ersten Teiles' der Anleihe, für ivelche bereits ein Jrade erschienen ist, die Konventionen über den Bau und Betrieb der Bahnlinie im Schwarzen Meerbecken und in Syrien, sowie über mehrere Häsen in den gleickwn Gegenden noch nicht unterzeichnet und mit der Sanktion noch nicht versehen sind, vielmehr von gewisse», noch zu erfüllenden Vorausfctznngen ab- hängcn, deren Realisierung man jedoch nicht bezweifelt. Ein drohender PostbeamtenauS stza nb in A t n * 1 i c «. Ans Mailand wird berichtet! AIS der Sekretär des Verbandes der Post- unb Telegraphenbeaniten in einer stark bejuchten Versammlung mitleilte, daß der Postminister alle Forderungen der Beamten und sogar die Erhöhung bcs Miiwestgehalics der ^anb- briesträger aus jährlich 400 Mark abgelehnt hat, helchlotz die Versammlung die S I el I n n g e i n cs U I t i m a t u in s a n b e n M z - n > st e r, unb erklärte sich zum Generalstreik bereit, lieber das Bctrndcn des K önigS von schweben wurde am Mittwoch volmittag 10,30 IIln folgenber Bericht ver- öjscnllicki! Ter König schtiei in der Nacht ruhig, äeniperatur oi. Pul-, 58 Ta? AUgemeinbesinben ist anbauenib zulrlcbcnttetlenb, Abends 7 30 llhr wurde folgenber KranklieitSbencht anSgegeben! Tie Besserung in dem Bennben beS Königs ,'chreitet „l bcirn-bigen- bee Weite fort, Tie Tarmfunktion ist in Ordnung, Temperatur 37,3, Puls 56, Eine P o st b a m p s e r I i n i e mit bewaffneten Schissen Im amerikanischen Senat ist eine GesetzeSvor- lnge zur Errichtung einer Postdampferlinie mit bewafftleten Schis,en nackt südameritanischen Häsen eingcbracht worden, Ter Plan hat die Billigung deS Marinesekretärs gesunden, Tie Liste des neuen japanischen Kabinetts ivurde am Mittwoch nachmittag dem Kviser unterbreitet. Sie ist noch nicht amtlich veröjsentlicht, doch glaubt man, daß sich das Ministerium solgendcrinaßen zusammensetzen werde! Vorsitz und Inneres: Okuma, AeußereS: Baron Kato: Finanzen: Wakatsukü: Marine: Admiral Hashiro; Krieg: General Oka: Justiz: Ozaki, Unterricht: Jchiti, Verkehr: Taketann: Handel: Viscount Oura Bon den Mitgliedern des Kabinetts gehören ztvci den Parteien des Abgeordnetenhauses, der Toshikai und Teheseikai-Partei an, die zu unterstützen sich die Kokuminto-Partei verpflichtete,, aber die Seipukwai-Partei behält die Majorität, — Ädan glaubt, daß dies die Auflösung des Parlamentes notwendig mache. Aus Stadt und Lanv. Gießen, 16. April 4814 . »»VonderLandesuniversität, Ans einen füns- undzwanzigjährigcn Abschnitt ihrer akademischen Lehrtätigkeit können die beiden Ordinarien der Mathematik cm der Landesuniversität zurückschauen, Ter eine. Pros, Friedrich Engel, wurde im Frühjahr 1880 an der Universität Leipzig zum außerordentlichen Prosessor ernannt, der andere, Professor Ludwig Schlesinger, hat sich zu Anfang des Sominersemesters 1880 an der Universität Berlin als Privat- dozent niedergelassen, Professor Schlesinger wirkt seit Ostern 1011, Professor Engel seit Oshern 1013 an der LandcS-Uni- versität, " Ernennung, Ter Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Tarmstadt Professor Ta, Wilhelm Kalbfleisch wurde zum Tirektor der Realschule zu Butzbach mit Wirkung vom 5, April 1914 an ernannt, ** Ans dem Pfarrdienst,«. Der Großhcrzog hat dem Pfarrer Adam Glück zu Hcuchelheim die evangelische Psarrstelle zu Oder--Eschbach und dem Pfarrverwalter Wilhelnt B n ch h o l d zu H a i n ch c n die evangelische Psarr-- stclle daselbst überrragen, Veränderungen im Gerichisdienste, Der OberamtSrichtcr bei dem Amtsgericht Grünberg, Geheimer Jnstizrat Ernst Mickel, wurde auf sein Nachsuchcn, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom l, Mai 1014 in den Ruhestand versetzt. Der Großherzog verlieli ihm gleichzeitig das Elircnkreuz des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen, — Ter Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein Karl Dölp wurde zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Grünberg mit Wirkung vom 1, Mai 1014 ernannt, Handwerk nnb HeercSvermehrnng. Bei der Tagung de? Arbeilgcher-SchntzverbanbeS hatten die Frankfurter nnb Mainzer Delegierten ivegen einer besseren Negelnng der Preise für die Garn isonsarbeiten im Bereiche des 18, Armeekorps Rücksprache mit den maßgebenden Instamen gepflogen. Die Folge war, daß in einer von allen v! Frage kommende» Verbänden ans dem KorpSgebiet die Mindestpreise für die einzelnen Arbeiien fcstgelcgt und der Korpsmtenbantnr eingereicht wurden. Diese hat die verlangten Preise als berechtigt anerkannt und deren Auszahlung versichert, falls keine Unterbietungen stattsinden. Aach das-sehr veraltete VergebungSverfahren der GarnisonS- orbeiten soll zeitgemäßer gestaltet iverdcn. Entsprechende Perhanbümgen mit dem striegSministeritU» sind durch den ReichSbnnb bereits eingeleitet. Tie Vergebung der einzelnen Arbeiten erfolgt vom nächsten Jahre an nach der neuen Lille, während die erhöhten Stnnbenlohnfätze bereits am I. April .»r Einführung kamen, "^TieFrauenab teile, nberEiienbabn, Trotzdem die Mehrzahl aller weiblichen Reifenden die Nichtraucherabteile benützen, wirb im Gebiet der vreußifch-heisischen Eiienbabnoerwaltung daran seiigehalten, baß in jedem Zug eine bestimmte Anzahl Franenabteile vorbanoen sind, Nenerbings ist aber bestimmt worben, baß i m F r a u e n a b t c i 1 unter Ilmst nben auch M-innerP atz nehmen können, wenn der Zug star! besetzt ist unb sic oom Zug- veriouol dorthin gewiesen werben. Das soll jedoch in der Regel nur geschehen, wenn es sich um die Abiahrt von der vorletzten Haltestelle des Zuges bandelt, Bedingung tür die Besetzung des Frauenabteils mit Männern bleibt aber, daß keine Frauen darin sitzen, Ter Katholische Lehrer verein im Großher- o g t u m Hessen hielt am Dienstag im Konkordiasaale zu Darm stabt eine Vertreterversammluug ab, mit der eine Mit- gliebcrversammlung der Fürsorge lasse berbnnbcu war, Tic Kaste vertilgt gegenwärtig bereits über ein Beimiögen von 01000 Mark, Sie Zahl der Versicherten beträgt »»rzeit 563 Samen und Herren Ser Verein selbst zählt gegenwärtig 1380 Mitglieder, Tie Vcreinstätigkeit war nach dem vom Lehrer Loren; S ck> m i t t- Tarmstadl erltatteten Jahresbericht im abgetauienen Jahre besonders lehhaü: namentlich die jetzt geregelte GelialtSfrage er- sordcrte viele Arbeit und Ansregung, Dem Voriitzenden, Lehrer Schorn-Mainz, wurde für sein Auftreten in dieser Frage Anerkennung ausgesprochen, Ser Antrag Bingen, der die Bildung einer Jugenbickriitenkommission iorbert, wurde angenommen. Eben- so erfolgte die einstimmige Annahme des Antrags Otieübach aus Bildung eines Ausschusses, dem die Ausgabe zusällt, jungen Lehrer» bei Ableismng ihrer einjährig-ireiwistigen Tienßpsticht mit Rat und Sat zur Seite ;u stehen. Von Internst bürste auch der Antrag sein, der daraus hinzielt, ein gesetzliches Verbot des W i r t s h a n s b e i I, ch o für Schulentlassene unter 17 Jahren herbeizusühren, Weüerhin soll der Vorstand des Vereins beim Großh, Ministerium dahin vorstellig werben, baß bei Eingemeindungen die völlige Gleichstellung der Vorortlchrer mit denen in der Mntterstadt sowohl in Gehalt als auch in Woh- nungsen!>ck>äbigung gesttzlicd teltgekegl wette kkbniw lollen Wt Lehrer mit SemmarbNbung int Gehall überall glcickigntellt und die WohmmgSentsckinbigung nach ServiSllnssni wie bn anderen Beamten gewährt werden. Ein weiterer Antrag bezweckte dst itzriin- bung eines P r e s s c a u s sch u i ic S innerhalb des Vereins, ** Sprechende Lichtbilder Edisons Kinetovhon bat seinen Laus durch die größeren Städte Deutschlands gemacht, Ivurde' überall mit mehr ober minder großem Bestall ausgenommen und zeigt sich nun drei Sage lang im L i ch l i vi e l ha u se auch den Gießener Kinosreunbeu. Man hat, solange die Kinematographie bestcht, danach gestrebt, mit dem Bilde auch das gesprochene Wort z„ vereinigen, um so das Leben iioch täuschender wieder zugeben, und es gab ein? Zeit der „T o n b i I d e r", die als die erste Stufe dazu angesehen wurde Ticst Tonbilder verfehlten jedoch ihren Zweck und wurden bald wieder aufgehoben: da die Ausnahme des Sones gesondert von der kincmatogravilischen Aui- nabme ersolgcn mußte, gab es liier und da Lücken unb Ilnstimmig- leiten, die die Wlber der Lächerlickteit anheimgaben Nun hat Edison seit drei Jahren Vcrsuckie mit einer gleichzeitigen Auf' nähme von Bild und Ton gemacht, wobei zum Austangen des Wortes neben dem uicchanisthen Wege auch elektrische Elvergic verwandt wird, und er hat eine Wirkung tiervorgeinsten, der man bei weiterer Vervoltlommnuna eine große Zuknnst Voraussagen bavf._ Geste, Sprache ober Gesang der Darsteller sstmmm vorzüg- lick überein und, was nicht unwichtig ist, die Töne werben deutlich und llar wiebergegcben. Das gestrige erste Enistspiel der Kinr- toPhon-Gcstllschait hesricbiglc bas zahlreiche Publikum vollkommen. Nach einem einlestenben Vortrag wurden Szenen aus „Hostmanns Erzählungen" »Nb der „Zauheritöte", ein humoristisches Sing. »viel und ein Solovortrag vorgeführt, Tie Sarstkller waren samt, lich Wiener Opernsänger, ** C b c r h c f f i f di c r Bienen züchterverei» Ter Oberhessische Bicnenzüchtervcrein hielt seine diesjährige A n S - ichnßiitznng im Hotel Schütz ab. Es waren sämtliche Zweig, vereine Oberi^sstnS vertreten Ser Poriitzende, Lehrer Buß- Leihgeslcrn, erstattete den Jahresbericht, wonach der Verein zurzeit 1185 Mitglieder hat, seine Aahrescinnahme betrug 3570 Ml,, die Ausgabe 3251 Mk„ so daß ein Uebcrschuß von 328 Mk. »er bleibt. Das Vermögen beträgt '2000 Mk, Ter Ertrag der Bienenzucht war 1013 in einigen Teilen ObcrhessenS bcsrie - digend, im Kreise Gießen sehr gering, Tie Jmkerkuric in Hirzenhain waren gut besucht: Wandervotträge sind in ver- schstbenen Zweigvcrcinen gebalten worden, Ter Verein richtet ein besonderes Augenmerk aus die Förderung der Anvstanzung von Biencnnährptlonzen und cmpjicblt die Aussaat von Samen solcher Dilanzen, Tic diesjährige Wanderversammlung lindct am 26, und 27. Juli in Mücke statt, — Lehrer Hentcl - Hirzenlustn berichtete über die Vcrbanblungen der beustchen Jmkervercine zur Gründung eines beut scheu Jmkcrbunbes, dessen Zu- Itanbekommen nötig wäre, NM den Erlaß eines Honigichutzgesetzes iinb eine-? solchen gegen die Ausbreitung der Bienenieuchen zu sördern Leider verhalten sich die baberiickien Verbände noch ablehnend, Herr V e ! t e r - Gießen legte der Versammlung eine von ihm ausgearbeitete neue Preisrichterordnung vor, die ungeteilten Bestall iindet und bereits in diesem Jahre in Kraft treten soll. Ein Antrag des Zweigvereins K i r I o t i aut Herab ictzung des BercinSbcitrageS von 2 Mk. aut 1.50 Mk, wird, nach dem der Vorsitzende unter Hinweis aus die VcreinSrechnung die Unmöglichkeit der Ausführung dieses Antrages kurz bargelegt hat, zurückgezogen. ** S o n n t a g - Ra ch,n i t ta g ve r k> i n d un g Wctz- la r — Gießen Man schreibt uns: Von Weßlar hat man an Wochentagen Nachmittags vier Verliindunaen znr Fahrt nach Gießen; cs sei denn, daß der 11, oder 10, im Monat gerade auf einen Sonntag fällt, dann geht nämlich der Zug 6 Uhr 12 Minuten ab Wetzlar aurli Sonntags nach Gießen In der Regel fällt dieser Zug 6 Uhr 12 ?Nstnuten ad Wetzlar an Sonntagen aus. Man kann also an Sonntagen nur 4 Uhr 40 und 7 Uhr 5 Minuten von Wetzlar nach Gießen reisen. Merkwürdig aber ist ec-, daß der Zug 6 Uhr 12 Minuten auch Sonntags nach Gießen fährt, aber Reisende dorthin nicht lnitnehinen darf, weil er nach den, Fahrplan eigentlich Sonntag-? nicht gehen soll. Die Sacke liegt nämlich so: Ter Zug verkehrt Wochentags von Weil- burg bis Gießen sahrplanniäßig. Am Sonntag aber vcr kehrt derselbe Zug nur von Weilburg bis Wetzlar, tvv alle Reisenden, auch solche mit Fahrkarten bis Gießen, ans- steigen müssen. Nachdem dies geschehen ist, werden die Wagen nicht etwa auf ein Nebengleis der Station Wetzlar gestellt, nein, das Züglcin rollt — jedenfalls wegen »er kchrstcchnischcn Gründen, mit vollständig leeren Abtei len nach Gießen weiter, Tie Reisenden, welche Fahrkarten nach Gießen haben, und deren Zahl war am letzten Sonntag nicht gering, märten geduldig bis 7 Uhr 5 Minuten oder 7 Uhr 41 Minuten, Was den Wetzlarcr Touristen, die Sonntags früh wieder zu Haus sein toollen, recht ist, sollte den Gießener Sonntagsansflüglern billig sein, und wenn dieser fahrplanmäßig eingelegte Zug Sonntags von Weilburg bis Weimar einem Bedürfnis entspricht, dann liegt für dessen sahrplanmäßige Durchführung bis zum größeren Eisenbahnknotenpunkt Gießen ein verstärktes Bedürfnis vor: umsomehr, als man den leeren Zug ja doch bis zur Endstation Gießen lausen^läßt, ** Beilegung des Fen st erpu heraus st andes i n G i e ß e n. Die Fensterputzer in Gießen hatten, um bessere Arbeitsbedingungen zu erzielen, vor Oshern die Arbeit eingestellt, Es kamen dabei 12—15 Arbeiter und 2 Unter-, nehmersirmen in Frage, Jetzt ist eine Einigung erzielt. Tie Unternehmer zahlen bei lOsründiger täglicher Arbeitszeit für die WockM 27 Mk„ übernehmen die Krankenkassenbeiträge, zahlen den vollen Wochcnlohn, auch wenn Sonn- und Feier- tagc hintereinander fallen, und bezahlen jede angefangene Ueberstunde, ** Glänzende Lei st ungen eines Polizeihundes, Einen schlagenden Beweis, nwlckze Bedeutung der Haltung von Polizeihunden beigemcssen werden muß, erbrachte ivährcnd der Ostcrfeiertagc der deutsche Schäferhund „Sektor" des Gemcinderechners Hofmann von Bob c »hausen II, Unsere frisch gesetzten Obstbäume waren nachts gestohlen worden Ter Täter n»ar nicht zu ermitteln, Ter aus den Tatort gebrachte, von seinem Besitzer geführte Hund nahm sofort die 'Spur auf Und arbeitete sie an der Leine ohne jeden Fehler ans. Das Tier führte in raschem Tempo seinen Besitzer und dessen Beglei-' ter gucrseldcin nach dem 6 Kilometer entscrnten Dorfe O O, Nachdem das starkbclebte Torf durchgncrt mar, hielt der Hund vor einem Hanse und verbellte nach den Fenstern, Nach kurzem Leugnen gestand der Bewohner die Tat ein. Selbstverständlich wurde der Mann sofort zur Anzeige gebracht, " Die Absertigungsbesugnisse des Salz- st c u e r a m t s Bad-Nauheim — Hanptsteueramtsbe- zirk Gießen — sind, wie uns das Großh, Hauptsteueramt Gießen schreibt, vom 1 ds, Mts, dahin erweitert worben, daß nunmehr Zollbegleitscheine I und II über Warensendungen aller Art, soweit deren Absertigung nicht gemäß 8 4 des Zolltarifgesetzes beschränkt ist, vom Salzsteucramt Bad-Nauheim erledigt werden können. Bisher war dieses Amt nur zur Erledigung von ans Reisegepäck ausgestellte» Begleitscheinen I befugt, * ** 3 um Sch u l a n fang. Bald beginnt das neue Sckul- lahr, bei vielen eine Weiterarbeit, bei manche» eine Wiederholung, bei anderen ein Anfang, Zum Gedeihen dieser Arbeit ist ein Lrl- traucnsverhältnis zwisckien Elternhaus und Schul« nöbg Darum ftn Wunsch Bon Sehren eite für da« neue Sd)uCj«6r 36r gttern fttmmctt eitdi um curt Sinbtr, um ihre Attnai. ihr fecirt, ihre (Snelllihcft. lleberlnm bet Schult nicht alle*, mutet ihr mdttfl Unmögliches zu. Erkundigt euch von Zeit zu Zeit der dem Lehret "brr tuet Hiub. Gegenseitige Aussprache wird für beide Teile Dell Rüden fein; die erziehliche Arbeit des .Hauses und der Schute ™" B eiulKitltd) und damit erst ersolgteich werde», Manche» Mißperstä,^^ könnte dadntd, beseitigt wetbai, manche UuMarung über Anlagen und Verholten des Kindes gegeben und dadurch eine angemessene Behandlung gewährleistet werden Tann »och eine Bitten Wenn man irgendwelche Maßnahmen der Td>ule nicht verstehen kann oder sie gar mißbilligen zu müssen glaubt, dann nicht gleich mit großem Auswand an Empörung und Ent- rünung vor die Oeßcntlichkeit treten und die Autorität der Schule bei der Jugend zerstören. Ruhige sachliche Prüfung und Rücksprache mit dem Lehrer wird meistens schneller zur Verständigung und nötigensalls zur Abhilfe sühren als jener Weg, Sicher ist damit der Jugend besser gedient, an deren Erziehung Eltern »nd Lehrer arbeiten. Und nun mit frischem Mut hiuein in die Arbeit des neuen Jabres, Treue Pslichtersüllnng aus allen Seite» und ein reiches Maß von Liebe werden diese Arbeit freudig und erfolgreich gestalten, ** Entscheidungen des Groß h, Verwaltnngs- g ertchls Hofs, Soeben erschien das vierte SStft der Entscheidungen des Großh, Verwaltnngsgericht-lwis. In dem .Heft werden wichtige Fragen des Beamlenrechts und einige Erkenntniße aus dem Sicuerredn behandelt, worunter die Frage der Abzugsfähigkeit der Lebensveritcherungsviämien in grundlegender Weife erörtert wird. Auch eine nächtige Entscheidung aus dem (stebie. des neuen Petwaliungsrechtsvslegegesehes über die Einlegung der Rechtsmittel vor Zustellung des anzufedrtendev Urteils ist in dem Lest erönert worden ** Güterrechtsregister Heinrich Tchwenz I., Landwirt in Münzenberg, und dessen Ehefrau Marie Katharine Schwenz geb, Mefferichmidt haben Errungenfdioftsgemein- fchaft vereinbart. " Kleine M i t t eil „ n g e », I» dem Hausflur des Hauses Louisenstraße 82 zu Ofsenbadi wurde ein von einer bisher unbekannten Person niedergelegtes Paket gesunden, das die Leiche eines neugeborenen Kindes enthielt. — Das Sommer- iemtfrer an der Marburger Universität nimmt am Mittwoch seinen Ansang, —I In den Farbwerken zu H ö ch st wurde der Schlosser Mehner durch einen absliirzenden Rührer leben« gefährlich am Kopse verlebt, — An Stelle des verhasteten Kriminal kommsssars S d) m i b t wurde Kriminalkommissar Engelbrecht mit der Leitung der F r a » k i u r I e r Sittenpolizei beanstragt, — Ern Wildschwein, das sidi in den Waldungen bei Sellnrod aushält, verursacht aus den mit Wintersaat bestelllen Aeekern großen Schade». — Ern 20jäf)r. Handlungsgehilse, der in einer Oise» bacher Kohlenbandlung angestellt war. hat sidi selbst der Polizei gestellt. Er hatte nnndengelocr in Höhe von 100!) Mar! unterschlagen und war dann nach Franlreich zeiltchte», — Ans der Fahrt nadi Wiesbaden er»lädierte am Mittwoch nachmittag bei D i e- d^en bergen ein Automobil und verbrannte vollständig. Die Insassen konnten >m lebten Augenblick gerettet werden Durch das brennende Auto ging auch eine Telegraphen st ange in Fla ni men ans, loodurch die Leitungen vernichtet wurden. Ein zweites Automobil sanfte in der Rälie von H ö di st. da die Steuerung versagte, gegen einen Baum und über s d> 1 u n s i ch Bon den Insassen erlitt ein Mädehe» eine schwere Geßchtsver- letzung, der Führer brach beide Beine, — Ein Schulsnnge in Geinsheim hantierte mit dem Flobert seines älteren Bruders, tier die Waste getadelt zur Seite gestellt hatte. Dabei ging der Sdiuß los und iras ein Mädchen aus der Nachbarschaft so nnglücklidi, daß die singet in der Nase stecken blieb Das Mädchen tnuß operiert werden. -^Konkurse i» Hesse». Ueber das Vermögen des Friedrich Ne e b II. in Stanken h erg ist am 8. illpril das Konknrs- verlabren erößuet. Der Rechtsanwalt Dr. Llaron in Gienen ist znm Konkursverwalter ernannt. Konkursiordermiqen sind bis zum 27. Allst 1914 bei dein Gerichte anznnielde». Zur Prüsung der nngemeldeten Forderungen ist nul Montag. 4 Mai 1914, vormit- lngs 10 Uhr, vor dem Amisaericht Gießen, Ziminer 18. Termin an- i'eramnt. — I» d«n Konkursversahren über den Nachlaß des «n 29, Juli 1918 verstorbenen Bchiihinachers Johann Peter Trant mann zu T ärmst ad t ist der Termin zur ersten Glättbtgerveriannnlnng lind Prsisimg der angemelbeten Forderungen ani Miltwoeh, 29. April 1914. vormittags 9 Uhr. Zimmer 291, im Amtsgericht Darmstadt verlegt worden. - Das Konknrs- verlaliren über das Vermögen der Firma Th. Fnhrinan» N a ch l o l g e r in Bingen und der alleinigen Inhaberin Hemricli Berger Elieiran. Jiiliane aeb. Muster dafelbik, soivie über das Vermögen de- Kanimamis Heinrieh Berger in Bingen ist nach eitelster Abhallnng des Schlußtermins aulgeboben. — Im Konkurs Über das Vermögen der Wettern »er Bakaltiverke Scherer sc Eo. m Bellmuth ist zur Abnahine der Schluß- rechmmg, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schluß- Verzeichnis und zur Festleb,Mia der Vergütung des KonkuiS- verwalierS md Dienstag, 5. i'lni 1914, nnchmstiags 3 Uhr, vor Großh, Amlsgeiichl Ortenberg, Zimmer Nr. 2, Teriiii» aiiberamnt ivorden. Landkreis Gießen. O D e u ch e l l> e i m , 15, April. Pfarrer Glück, welcher 15 Jahre in Heudielhcim gewirkt hat, ist auf seinen Wunsch nach Obereschbach bei Bad-Homburg im Taunus versetzt worden. Der Weggang des Herrn Glück wird allgemein bedauert. A Klein-Linden, 15. April Eine 'Auszeichnung für Rettung aus Lebensgefahr wurde dem Uhrmacher Wilhelm Lenz durch das Kreisamt Gießen irder- reicht. W. Lenz hatte bei dem Hochwasser iin Spätherbst den Weichensteller i. P. Philipp Weigel von hier aus dem Klecbach gerettet. Weigel war bei großer Dunkelheit mit seinem Fuhrwerk von der Straße Dntenhosen—Klein Linden abgekommen und in den Klcebach gefahren. Seine Hilferufe hörte der vorübergehende W. Lenz, ohne dessen Hilfe Weigel mit seinen Zugtieren nmqekominen wäre --- Gro ß en uLtn den, 16. April. Man schreibt und: Am 3. Lstertage fand in einem Saale der neu erdanlen Klein-Kinderschule eine Ausstellung der Handarbeiten der Schülerinnen der hiesigen B o I t s s a> u l e statt die viele Besucher aus dem Orte »nd aus der Umgebung herbeigezogen hatte. Die Arbeiten, die unter der Aussicht der Handarbeitslehrerin Frau Kalth. Dern augefertigt wa- reu, fanden nicht minder Anerkennung als die geschmackvolle Art, mit der die Ausstellung eingerichtet worden war, E» ist bcabsiditigt, auch in den kommenden Jahren am Ende des Schuljahres die Ausstellung zu wiederhole». A Große,>-Buseck, 15. Llpril. Der erste Lehrer Valentin Wagner begeht am l. Biai sein 50jghrigcs Dicnstjubilüum. Er ist 1845 in Ketteicheim bei Alzeh geboren und besudite von 1862 bis 1864 das Lehrerseminar zu Alzey. Am 1 Mai 1864 trat er in die Schule in Großcn- Buseck ein. Mit Ausnahme von 2 Jahren, die er in Oppenrod wirkte, ist er hier ununterbrochen als Lehrer tätig ge- wesen. Dollar, 16. April. In der G e in c i n d c r a t s »rotzh Bahnmeisterei IV Gießen detr. Reinigung der »reissrraßr. Genehnngnng der Rechnung der Gr m c i n d c kr a n kc n vor s i ch e r u n q für 1813. Kreis Friröberg. — Fr tedberg, 14. April. Heute fand eine Zusammenkunft der Abiturienten des Jahres 188g statt, um die 25jäh rige Wiederkehr des Tages brr Reisebrüning zu feiern Es waren nngeiöbr 20 ebenmlige Abiturienten aus vielen Gegenden Deutschlands dein Rufe gefolgt. Von Friedberg waren erschienen Postastistent Wilhelm Laubach und Bädermeister Hermann Reuß. Nachmittags erfolgte ein Ansilug »ach Bad-Nauheim. -- Bad-Nauheim, 16. April. Wie uns geschrieben wird, hat das seit dem Jahre 1901 bestellende guellenn technische Laboratorium seit dem l. April eine erhebliche und lwdeutungsvoNe Erweiterung erfahren. Das Großh. Ministerium der Finanzen hat genehmigt, daß dem obengenannte» Laboratorium eine medizinisch- wissen schastliche Lldleilung augegiiedert ivird Ti- beide» -Abteilungen zusammen bilde» das neugegründete „Großh. H a l n e o l og i j ch e Institut". Dessen Bor-t stand und zugleich Leiter der guellenteehnischen Abteilung ist der Großh' Badedirrktor: als Leiter für die medizinische Abteilung wurde der langjährige Assistent und Privatdozent an der Gießen er medizinische» Klinik Tr. in d Arthur We ber berufen. Dieser hat sich bisher ganz besonders mit Herzkrankheiten und Hcrzdiagnostik beschäftigt. Ta er auch Röietgenologe und balieriologisdi ausgebildet ist. wird er hier ein weites Feld fiir seine Forschung und diagnostisdie Täligkeit finden. Praxis als Arzt darf Tr. Wider nidst ausüden: cs ist ihm jedoch itestatiet. ani Ersudien von Bad- Nauheimec Aerzten hin sich an Konsilien zu beteiligen. Außerdem gehört zu seinem Wirkungskreis auch die ärztliche Ueberwachnnq des Großh. Inhalatoriums und des Emanatoriums. s. B u tz l> a d>. 15. April Ter frühere Kominandenr des hiesigen Bataillons, Major Mat hie S, welcher in türkische Dienste übergetreten war. und dort gegen die Balkanstaaten mitlainpstc, 'ist kürzlich wieder zurückgekehrt. Er ist zum Oberstleutnant l>efördert und mit der Führung des Jusan terie-Regiments Nr. 136 in Straßburg betraut worden. Starkenburg lind Rheiullcsscn. rn> Fr o i ch h alt s e n, 15. Avril. Die z we i l e Bü rger- »i eist erwähl in Froschhansen bei Seligenstadt ist bekannt lieh ebenso ivic die erste Wahl ivege» vorgekonnnener Wahl b c ei »s l nssn n a et, durch den Kreisansschnst a»sg «hoben ivorden. da die Slinnnzcttel teiliveise gezeichnet waren. Tie Wahl des Beigeordneten Holler in nllo ungültig und dem- nächst »,nß eine dritte Wahl slatlsinden. Inzwischen bat die unterlegene Partei wegen einer ganzen Anzahl von Fälschungen und sonstiger Wahlbeeinslnssungen An zeige bei der S ta atsa niv a l ts cha st Dartnslndt erhoben. Be! den Aernehmnngen, die Kriminalkommissar Daniel geile Froschhausen anstcllte, wnrden etwa 50 Zeugen verhört, aus deren Anssagen mit großer Wahrscheinlichkeit hervorgeht, daß die erhobene Anzeige begründet ist »nd in der Tat slrasbare Handlungen bei der Wahl vorgekomnien sind, sa daß geeicht liche Beesolgnng eintreten muß. Der Termin zur dritten Wahl ist bisher nicht sestgelegt worden. Kreis Wetzlar. X Ä iiizenbadl, 15. April. Mit dem heutigen Tage blickt Lehrer August Eberhard ans eine 25jährigc Tätig teil in der hiesigen Gemeinde zuriiek. aus wold>c'm 2l»laß ihm der Gesangverein am Alend ein Ständchen brachte Turch Herr» Eberhard sind das Landwirtschaftlidxe Kasino »nd die Spar- »nd Tarlehnskasse gegründet worden. Hessen-Nassau. h. Franksurt a. M., 15. Avril. Zwisch-n dem Hist» rische» M »s e u in und der siädtisdien Bildergalerie ist gegenwärtig ein eigenartiger Bilderstreit ausgebrodien. Die Galerie sardert vom Museum die Auslicsernirg der den Fronlsnrter Kirdien und Klöstern entstammenden Bilder, eine Forderung, die von dem Museum und dex Oesienllichleit als unbillig und unzulässig angesehen wiro. Auch die Kunstkrcise der Stadt haben sidi bcrcitS gegen das Ansinne» ausgesprochen. Jetzt ist der Magistrat als Sdtiedsrichler angeruien worden. Jedensalls wird die Ängelegen- heit noch weitere Instanzen beschäftigen. --- Franksurt a. M.. 16. April. Im Zulammenhang mit dem Prinz-H einrich-Jl i, g 1914 werden in Frankfurt Fliirveranstaltungkn geptent. Tie Veranstattnngen verteilen sich ani bie Tage vom 10. bis 21. Mai: sie ünisassen u. a. eineM o- d e l l - Fl n g z e u g - Ans ste l l n n g. die Anknnst der etwa 40 Teilnehmer deS Prinz-Heinrich FlngS nach Eilediaung der erslen Flugstrecke (Tarmsladt—Ziidw Ildeu schlond—Jronkürt cm 16. Mai, den Start dieser Flieger am 19. Mai »ach Hamburg, S ch a u s l ü g e und ein Wellsliegen der Modelle am 2l. Mai lHimmelsahrttag). ü«rntifd)(ef. * Automobiluirsall. Aus Fischeln bei Krefeld meldet ein Peivattelegramm: Heute vormittag suhr ein boliändischeS ?!,ttomobil aus der Landstraße Düsseldorf—Krefeld gegen einen Sperrstein und stürzte UM. Ter Besitzer des Autos. Albert La an aus Amsierdani. erlitt hierbei Rippenbrückie, seine Frau starke Verletzungen am Knie und der Ehansseur einen Schädelbruch. Sie wurden iü das Krankenhaus »ach Fischeln gebracht. * Schnee It ii c m e >„ Ruhla n d. Aus Petersburg wird gemeldet: Bon de» Pernische», sibirischen und Nilchnij- Rowgcroolchen Estenbahnen werden inrebtbare Echneeltürme ae- neldct A»i der Permschen Strecke blieb die Post eines Pasjagier- piges 3H Stunden laug 19 Kilometer vor der Etnlion Sarga II» Schnee stecken. lek Die 2lmerika!ahrt der Königin von Bulgarien. Dt« Königin Eleonore von Bulgarien wird eine P r o- paa an da reise nach den Vereinigten Staaten nnternehmen. Es ist mahl das erste Mal. daß eine Herrscherin stch einer derartigen Aistgabe nnlerziebt. Sieftncht >u den Vereinigten Staaten Shmvathien und Iluterstützung. Sie wird, ivie der „Daily Exvretz' »iilteilt, in ösientlickeu Versammlungen sprecheu, wird erzählen von dem hohen Grade der Zivilisation, dehcn Bulgarien sich erteil» und vor ollen Dingen das Mißtrauen zu zerstrenen suchen, das die ewigen grlechilchen Vteldnnaen von bulgarischen Grausamkeiten in der ganzen geluldeten Welt gegen dielen Baikanstagt gesät haben; sie wird schildern, wie Bulgariens Entwicklung von den Wrohmäctzten anl Echrstt und Tritt gehindert wird, denen vor allem daran liegt, keinen krälligen Staat am Balkan aistkommen >n lassen. Diese Atouarchentehrl, der endlich einmal nicht da« gewohnte Mäntelchen einer itnvoli sichen Reise »mgehängt wird. Schlachtviehpreise in ßrnnf s n v t a. Dk. Fleischpresi« in Elieüeu Ochsen 50 Ka. Schlachtgewifht 70—90 'I'r'k. Kg. 90-93 Alp Kälber '/, 5^q. Schlachtgw. 95-112 VV , 86-90 . Schweine . . «1-04 . . 7-.-!, 6 . Kelreidepreise in Al a n » h e im Brotpreise in G i e b e x Weizen 100 Kg. 20.25 - 20.W) Alt. Wechbrol 'i Mg. 62 i.. Schwarzbrot 2 54 Lsg. Roggen 199 Kg. 16.25 — 18.59 Ml. dürite sicherlich senleilS des Ozeans die Achtung ,or den Erfolgen »nd Bestrebungen Bulgariens heben. — W i e eine moderne Türkin Europa sieht. Sechs Jahre lang hat eine der geistig regsten Türkronen das Abendland bereist und namentlich der modernen Frauenemgn- zipation ihre Ausmerksamkeit gewidinet. »nd daS Ergebnis iß rin Geiühl der Freude darüber, wieder im Bereiche der heimischen Titten und der „süßen Wasser" zu sein. In einem kürzt ist: erschienene» Bande liat die durch Lobs Roman berühmt gewordene „Entzartbertr" Zevneb Hanum ihre Reiseerrnnernngen vor öiienilieln und dieie aisirichiigen Eindrücke einer twn keineni Vorurteil brsangenen Beobachterin laßen interessante Streislidner ant die europäische,i viitien falle» Eine Zkitlong wotmie sie in einem stattliche» Hotelpalast am Genfer See, ohne den, dortigen.Leben Geschmack abgewinnen »n kömien , Ich oerabscheiic". id reibt sie, „diese großen reichen Herbergen, in denen die Falsch- heil zulmuie ist. diese ireinnlligen Sesänginsse, in denen ,ed.-r Gast nicht mehl ist als eine Nummer, die Nummer seine« Zimmers. All die Damen, die ltzee Hanse», vergeuden ihre Tai kraft int Sport. Sie miäleii sich bi« znm Stumpfsinn in Berg besteigungen ob und geben sich vollkomnten ihrem kleinliche» lind banalen Tennisststel hi» Ich Ntödüe dod> recht an ihrem inneren Frieden ztoeisel» Sind sie es wen, von meinen Scknve steril in dem Harem beneidet zu werden?" Tao Leben in Parte, mißfällt ihr gründlidi. Tie Klatikhsncht der Boistevardpreise rm vört ste. das ruhelose Brausen des Lebens mackit sie sdmnndelig. Wenn dietDamen sich Über Mode, über Theater, über Zerifteiulng-n und Eheskandale unterhalten, langweilt sie sich tödtldi und nimmt ein Geil,kt des Ekels mit »ad) Hanse. Doch kann sie sich manche» starle» Wirkungen des Lebens in der Lichlstadt mcU entziehe» „Was für Eindrücke", schreibt sie, „in 24 Sluitevu 1 Heute habe id) in dieser schrecklichen Stabt eines der größten Kunstwerk- gesehen. Tristan und Isolde von Wagner und zugleid: in einer Spielhölle in Abgründe der Seele dlneinaeiedaui." In England hol ihr am meisten das vatriard,allsd>c Famsiienleben in den stattlichen, srenndlidien Herrcirsipen de« pandes geiallen Tie Bewegung der Stisiragetten dagegen ist ihr ein völliges Rätsel 9iad) einem kurzen Aitienilmlt in der Schwei» wählte ste de» Heimweg über Italien, und )var gerade in, Begriff, die Schön heit Italiens zu genießen, als dp- Ansbrudi des Tripoliskrieges sie in ihre Heimat trieb. Kleine Tagcschronik. In einem ?lbteil I. Klasse wurden im l>-Zng Nizza—Rom einem Juwelier, während er schlics, Bristanlen nnd Perlen im Werte von 350 990 Franc« gestohlen> Tic Marktpucisc fiir Bich nnd Frnch« und Sie Gicsiencr Fleisch- nnd Brotpreisc am 15. tzlvril 1914. wöcyentl. Uebersicht derTodtLMe i. i». Stadt Hiehen. 13. Woche. Vom 22. bi« 29. März 1914. Einwohnerzahl: angenoinnien zu 32 999 linkt. 1699 Alaun Militär). Eterbliehkeitszisser: 17,38 •/»», nnch Abzug von 8 Ortssremben: 9,59 "... Kinder Es starben an: Zusaimnen: Eewadisene: im vom I. Lebensjahr: 2.—15. Jahr. angeborener Lebens- schiväche 1 — 1 — Llniqentnbc'rklilose I 1 — — Ltmqencntzündnng un I (1) — — Äehirnschlag F 1 — Krankheiten der Der- danunasorganc 2 (1) I (1) 1 _ Blinddarmekit^ünduna 1 (1) Kl) — Krankheiteil der Geschlechtsorgane I (1) 1 (1) _ 5irebs 1 (11 1 i tz t r u p p e f ü r S ü d w e ft a s r i k a. Berlin, >6. April. Tie kaiserlidie Schutztrnpve i ü r S ü d w e st a i r i k a lann heute die Feier ihre« 25jäl, rigen Bestehens begehen. Tie „Bossische Zeitung" schreibt: Mit de, Geschichte der Schutztruppe für Sndwestasrika wird die Nieder wersimg de« schwersten Ansnandes dauernd verbunden sein, linier den schwierigsten Verhältnissen degonnen und sortgesührt, ist der üämps an seinem ganien Verlani ein beredtes Zeugnis sür die Energie und Ausdauer de« deutsche» Soldaten gewesen. Sd,lägerei zwischen einem französischen Osfizier und einem Landwirt. Paris, 16. Avril. In Elermont in 9tisonne bei Verdun kam es insolge einer Einanartierung zu einem A u s tritt zwischen einem Leutnant des 61. Jnsanterie- Regimen,« nnd dem Landwirt Jaeob, als dieser mit der Begründung den Soldaten den Eintritt verwehrte, daß bei ihm sd>on eine Llnzahl Artilleristen uns Pferde eingmirrieN je,. Ter Ossizicr „. der Landwirt gerieten in Iiestigen Streit, in deßen Verlaus der Landlvirt Jaeob mißhandelt wurde. Tie Vevölkr - rung ergris) sür den Landwirt Partei. Das Ratsmitglied E l a II s e und der zweite Bürgermeister, die Ordnung schaßen wollten, kamen ebeusalls mit dem Leutnant in Streit. Tie Lage wurde immer drohender, bis Gendarmerie die Ruhe iviederhri stellte. Tie Militärbehörde stellte fest, daß der Ossi »ierim Unrecht war. Er wurde sosort mit ft r e n g e m A r r e st bestrast. Foulard-Seide von!>"» Pfq. an ver Dieter, für Blusen und Roben, franko und schon verzollt intf HauS aeltef. Reiche Mnner- auswahl umgehend. 1^411) G. Henneberg, Hast. I. 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