D. 85 Sflnftes krschenck ksttzklch mtt SuSnabrre der Sonntags. T,e „Gietzenee Samtlienhliiier" werden dem »Anzeiger' viermal wöckenllich beigelegl, da» ..Ktcisblatt für den Kreis Kienen" zweimal wöchentlich. Die „randwirtfchnftlichen Seit- frazen" erscheinen monatlich zweimal. Blatt J64- Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen Samstag, tl. April 1914 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scher» Universttäts - Buch- und Stemdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^*51. Redaktion:^-sKIl2. Tel.-Adr.:2lnzeigerGle8eu» Osterspazieraana. Sflzzc von Alwin Römer. ..Nimm,: du mich mit, Hartung?" fragte ein wenig schmal- lend die alte Dame und ttctftc den Kopf m des Zahnes Zimmer. Hartwig Hainreiter band sich gerade seine funkelnagelneue Krawatte vor dem schonen, alten Rokokoipicgel und sagte, ohne sich umzusehen: „Nein, Mamachen. Zch will in den Wald hinaus. Das nnrd tut weit iür dich- Aber mittag treffen wir uns im Parkhotel in der geheizten Veranda. Setz' dich, bitte, an einen Fensterplatz, dag ult dich schon von draußen sehe. Und bestelle uns recht was Schönes „Gegen zwei?" „Ungetäbr. Zo lange kannst du tm Park spazieren. Es ist Oslerkonzert \" „Gut, du Rabcnkind, tvenn du mich wirklich solange allein lassen willst!" „Ich muh ein bißchen umherzigem,ern, Mamachen! Es treibt nrtep förmlich vors Tor und in die Waldireude!" entichuldigte et sich. „Du hast wohl Fausntimmung, Schlingel?" „So was ähnliches, Altchen! Ist es ni>»t ganz ein Tag da zu ? Pom Eise befreit sind Strom und Bäche . . „Komm her, ich null dir die Krawatte binden. Tu großer Junge wirst damit sa doch nicht fertig!" „Du, das ist die Einleitung zu deinem Lieblingslhemo!" drohte er sckwlkhasi. , Aber er ließ sich den Liebesdienst gefallen. „Ach Gott," seufzte die alle Dame, „du und heiraten!" Und dann zitierte sie gleichfalls aus dem Ostersvaziergang: „Ein starkes Bter, ein beizender Toback, Und eine Magd tm Puh, das ist nun dein Geschmack!" „Mamachen, du wirst anzüglich!" lachte er und ging dabei schon an ose Zigarrenkiste. Und dann zog er den Rock, an und den Frühjahrspaleiot, nahm Hut und Stock, küßte sein Mütterchen artig und verließ die Wohnung. Draußen schleuderte ei wie et» echter Grandseigneur die sonnige Straße hinab, der nächsten Haltestelle zu, um die Straßenbahn zu erwarten lieber den Fahrweg her kam eine junge, in schlichter, dunkler Mode gekleidete Tome, mit einem anscheinend reichlich gefüllten Pompadour am Arme. Er schaute lebhaft zu. Wobrhottiq, das ivar sie wieder, der er schon ein paarmal in verliebter Torheit den Weg gekteuzt hatte, ohne freilich mehr alS ein paar ungnädige, zuletzt bis zur Entrüstung gesteigerte ©lute geerntet zu hoben. Mit ausgesuchter Höilichkeit zog er den Hut. Aber sie sah an ihm vorüber, als wäre er ein Lalernenpsahl. „Ltoän'Ivrnizeßchen!" dachte er und ärgerte sich Denn sie war kindisch hübsch, gut gewachsen, und hatte einen Mund. Hutter dem er fröhliche Schalklmsiigkeit und hingebende Güte witterte. Die Straßenbahn rasselte heraus. Natürlich überfüllt. Lauter Osteripasiergänger! „Nur noch ein Stehplatz!" vetkündete der Schaffner. Natürlich ließ er ihr den Vortritt. Aber als sich der Wagen wieder tu Bewegung setzte, sprang er lühn nach, hielt dem protestierenden Iahrscheinonkel den üblichen Obulus verdoppelt hin und fand Düknmg, sogar mit Honneur. Das Fräulein wurde rot por Empörung über so viel Keckheit und drehte ihm abweisend den Rücken zu. Leider konnte sie es nicht hindern, daß bet einet Kopfbewegung das bescheidene, weiche Federchen a» ihrem einfachen Hut dem hinter ihr Stehenden über das Antlitz huschle. „Danke, gnädiges Fräulein," hörte sie ihn humorvoll sagen. „Aber mein Schnurrbart war schon gebürstet!" Tas Wort löste ein lustiges Gelächter auS, wodurch sie nur noch tiefer in Verlegenheit geriet. Hastig wandte sie den Kovt und murmelte: „Verzeihen Sie, bitte, man kann sich wirklich kaum regen hier!" ' . . „Und ich bin überzählig. Ich wettz!" ergänzte er trocken. „Weil er dir den Lortritt gelassen hat!" sagte eine stimme in ihr und milderte ihren Groll. Alz er an der Waldecke >edoch abltreg, wo sie selbst den Wagen verlasien wollte, ärgerte sie sich aufs neue. „Wollen Sie auch einen Osterspaziergang unternehinen, mein gnädiges Fräulein?" versuchte er anzubandeln. „Ich habe eine Verabredung!" erklärte sie kühl und wandte sich brüsk von ihm. . , ., .,. „O pardon," entgegnete er enttäuicht. „da darf tch nicht stören!" _ .. „Unverschämt!" dachte sie und sast^wider threi^Wtllen verteidigte sie sich: „In einem anderen Sinne, als sie meinen." j,Aber bitte!" lächelte er, sich gleichsam entschuldigend. Und doch klang es ein wenig ungläubig, was sie nur höher reizte. ,.Zie können sich ja davon überzeugen!" ries |ie, vernähe semdieUch ^ f B indiskret sein!" tat et begütigend, ohne vorläufig von ihrer Seite zu weichen. , . . . das dari alle Welt sehen^ wenn's auch nicht fult angenehm ist' Kommen Sie nur, damit Sie endlich Bescheid wissen. Sie unausstehlicher Kerl, müssen Sie noch hmzusugen! sagte" er vergnügt. „Aber ich tue es ? Denn es ist nur wirklich ^ Älcich hinter der Waldecke lag ein kleines Blockhaus-Restaurant. Als sie sich ihm näherten, stürmte plötzlich eine ^char von etit>a dreißig sieben und achtjährigen Mädchen aus die fungc Dame zu, umringte sie jubelnd und grüßte mit allerliebstem Kniren 1 Guten Morgen, Fräulein Hilgendorf! Fröhliche Ostern! Alle"iind wir schon da' Gehl's jetzt gleich kos?'' . „Gewiß, ihr ungeduldigen Närrchen! Ter Osterhole tlt langst frier !" beruhigte sie die Glücklichen Und dann wandte sie sich an ihren Begleiter, der uberraicht. aber ossenbar wohlig berührt, dieser liebenswurdtgen Szene zuge- sehen hatte, und bemerkte: . „Ta haben Sie meine Perabredm^! „Gnädiges Fräulein sind Lehrerin s Sie nickte. Er zog respektvoll den Hut. . . • ~ßin gau- klein wenig schäme tch mich? sagte er heiter. Wer, nicht wahr. Sie sind mir nicht Wetter böse? „Turchaus nicht!" entgegnete >>e kuhtt ober'Äatfeu Sic wirf) nun meinen Pflichten, nachdem SlC ' Tat?'mmi^nichi^ noch ein ivenig zuichauen?''bettelte er drollig aber doch mit einer deutlichen Note der bisher ichaldtg gebliebenen^Echerbuitinq.^ nicht!" entgegnete sie acksel- zuckend. „Aber,-^^t Das ist selbstverständlich"' verwirrte er ihr schalkhott ben Xcjt mxh ehe M den vollendet hatte. Und dann wandte er sich an das llerne, si, sich en Festkleidchen um die offenbar peMtterte Lehrerm gescharte Volk und ries: „Also autgevatzt! ,«b bin. eiwr Onkel! ^ Wsi heißt du denn, Onkel?" /ragte ein vorlautes stumpf- nngcheir und b/itzta M 32 .° Cilla-Nugen m. „Hartwig! Onkel Hartwig!" präsentierte er sich und zauste den Naseweis kosend am Ohrläppchen. „Fraulein Hilgendort hol jetzt eine Konferenz mit dem Osterhasen. Wir spielen solange drüben aus dem Trockenplatz 'Plumpsack! Ganzes Bataillon, Marsch!" Er hatte den Ton, der Kinderherzen rasch gewinnt. „Es kann Tein schlechter Mensch sein!" ging es Lona Hilgendorr durch den Kops. Und sie nickte einverstanden, als er sich erkundigte, ob's ihr recht sei mit der Abkommandierung, siotzdent sie sich eine Vierieliekunde zuvor noch aus ein Dort kühler Mlehitung besonnen batte. Während sie die Porangeschickten Osterspenden aus dem Block- Hause holte und sich im Garten und dem anstoßenden Wald mit seinem Broinbeergestrüpp ans Verstecken machte, beobachtete sie mit heimlichen Seitenblicken, wie sie drüben unter seiner Leitung tollten und jauchzten, wie er harmlos ein Kind mit „ihren Kindern" wurde und sich schieben wrd stoßen, untringen und auslachen ließ. Immer schneller schmolz ihr ursprünglicher Groll zusammen. t Und jetzt, wo er angelegentlich einmal zu ihr herüber sah, bekam sie gar Herzklopfen. Leise befangen, mit einem richtigen Zorn äut ihr dummes kleines Herz, richtete sie sich aus und flutschte in die Hände. Tos war das verabredete Zeichen. Wie ein Taubenschwarnr kamen sie geflogen, der ein Erbsen seld erspäht hat. Und während/ie suchten und lugten, sich drängten, ausjubel- teir oder einen Seufzer der Enttäuschung laut werden ließen, stellte sich der Herr Ober-Ingenieur Hartwig Hainreitec, der bisher ein ziemlich leichtfertiger Junggeselle gewesen war, sacht an Lona Hilgendorfs Seite und sagte halblaut: „Tas ist eine wirkliche Osterfreude, die Sie mir da Perschasit haben, gnädiges Fräulein! So begeistert waren wir für unsere Herren Präzeptoren nicht, wie dies Völkchen für Siek Aber mit Recht!" Sie wurde rot, was sie nur noch liebenswürdiger erscheinen ließ. — „Ich liebe keine Komplimente, Herr Hartwig!" sagte sie streng. „Es war auch durchaus ehrlich gemeint!" entgegnete er. Und dann scheut er ins Haus und bestellte Schokolade und Kuchen für das „ganze Bataillon" . - . Aus dem Heimwege wich er zu ihrer innerlichen Beklemmung nicht r-on ihrer Seite. Er plauderte, wie wenn sie schon zehn Tchcsiel Salz miteinander verzehrt hätten, statt des bekannten einen. _ Und ihre einsilbigen Antworten schienen ihn» nicht im geringsten auszufallen. Fast tat er ihr leid. Mil so viel Wertschätzung behandelte er sie. Ein ganz anderer als vorher aut der Straßenbahn! Unwmvathisch war er ihr aut keinen Fall: Aber wenn jemand ihnen begegnete, der sie kannte? Es gab einen Bombenklasi'ch! . . . Richsig, da saß an der Fensterwand der Parkhotelveranda eine alte Tanu, die zum Vorstand des Frauenpereins gehörte! Ta halt nur noch eins: nämlich kurz Wschied zu nehmen und hinüber zu schwenken, um rückhaltlos Ausflärung zu geben. „Ich sehe da eine Bekannte, Herr Hartwig. Tie muß ich begrüßen! Leben sie wohl!" flüsterte sie. Und mit einer leichten Verneigung änderte sie den Kurs und verschwand durch den Seiteneingang in die Veranda Er sah ihr verblüfft nach. Aber dann hellten sich seine Mienen plötzlich auf. Lona Hilgendors war zu seiner Mutter gegangen. Wie ein Tetektiv war er hinter ihr her. Sie bekam einen jähen Schrecken, als auch er jetzt au den Tisch trat, vor dem sie in anmutiger Höflichkeit Posto gefaßt hatte. „Aber nehmen Sie doch Platz, liebes Fräulein!" ermunterte Mama Hainreiter gerade dos junge Mädchen. „Sehr verständig von dir, Mamachen, Fräulein Hilgendort zu Galle zu bitten!" klang da seine Stimme launig auf, und er küßte der alten Tome ritterlich die Land. „Tie kennen meinen Sohn?" forschte „Mamachen" erstaunt. „Ist Herr Hartwig Ihr Sohn?" fragte Lona Hilgendors verwirrt und schlug die Augen nieder. „Gewiß," bemerkte die alte Dame mit einiger Befremdung, da sie beide hatte kommen sehen. „Mamachen, du wunderst dich über meinen Bornamen aus Fräulein Hilgendorss Munde? Daran ist sie unschuldig! Aber will's Gott, soll sie mich ein ganzes langes Leben nicht anders nennen!" ries bewegt und doch fröhlich der Sohn. „Hartwig, wenn dos wahr würde!" murmelte beglückt Frau Hainreiter, die LonaS Wesen kannte und schätzte. „Ich glaube, ich . . . darf mich jetzt empfehlen!" stammelte die Lehrerin. „Tas wollten Sie Mama ainun, nachdem sie so lieb war, Sie einzuladen?" sagte er, wie ein Schelm schmollend, und sandte ihr einen warmen, bettelnden^Blick zu. Ihr wurde ganz sonderbar ums Herz, und wie ein Schleier wob es sich vor ihre Augen. Wie eine jähe Schwäche durchrieselte es sie. „Ja, freilich, liebes Kind, Sie müssen unser Ostergast sein!" sagte aus seinen deutlichen Wink hin endlich Mamachen. In dem Augenblick mußte sich, der nie gekannten innerlichen Wallung zufolge, Lona Hilgendort wirklich setzen und besiegelte dadurch ihr Schicksal . . - Sv ist ihr Ostern ein doppeltes Fest froher Wunder geworden! . . . LanVrvirtMiaft. — Arbeiten auf dem Bienenstände tm April. Ter naßkalte März war der Entwickelung der Bienenvölker wenig günstig. Als aber aM Ende des Monats warme Tage eintraien, herrschte mit einem Schlage ein sehr reges Leben in den Stöcken: das bis dahin durch die schlechte Witterung lahmgelegte Brut- geschäsl setzte nun voll ein. Da insolgedesien viel Futter nötig ist, und die Honigauellen noch wärlich fliesten, so vergewissere man sich von Zeit zu Zeit, ob darin kein Mangel lurrscht. Bel günstiger Witterung kann man diesen Monat auch zur Reiztütteruug benutzen. Sie bestehi darin, daß man Völkern mit starkem Futtervorrale handgroße Stellen aut den gedeckelten Waben ritzt und solchen, bei denen er knapp ist, von Zeit zu Zeit flüssigen Honig oder Zuckerlösung einhängt. Empschlenswert ist dies ober nur bei starken Völkern, schwache werden uns kaum das Futter anrühren, und bei gutem Wetter. Bei ungünssiger Witterung könnte es uns leicht geschehen, daß wir die Bienen zum Flugloche hinoussMerten, denn eine Fütterung bewegt sie zum Aussliegeu, und ist die Witterung schlecht, io finden dabei viele den Tod. Zweck der Reizfütterung ist, die Bienen zu einem größeren Brut- aniatze zu peranlassen. — Bei guter Tracht und gutem Wetter gegen Ende des Monats muß man auch daran deiiken, den Baa- trieb der Bienen durch Einhängen von Kunstwaben zu befriedigen. Es gibt ja zum Bezüge derjelben eine Menge Quellen, die besten sind jedoch die, welche man sich selbst herstellt. Für 9—10 Mark bekommt man heute eine gute Kunstwabengußsorm. Wachsabsälle Mid alte, unbrauchbare Waben gibt es aut jedem Stande. Nur denkt dabei mancher Imker an einen kostspieligen Wachsichmelzapparot. Doch der ist zu entbehren. In jeder Haushaltung sindet sich wohl ein großer, alter Tvpf. In dielen stelle man eine» Bügeiesienroft, dann jülle man seine Waws- ahMe und die in Stückchen zerbröckelten alten Laben m ein Säckchen von grobem Zeuge, lege es aus den Rost, beschwere es mit einem Steine und übergieße es mit. Wasser, das man zum Kochen bringt Taduräi kommt das Wachs zum schmelzen und sammelt sich obenauf. Man schövir es nun in ein Gesäß, in dem sich ettvas kaltes Wasser besindet und läßt es darin fest werden. Zwar enthält es noch einige Unreinigkeiten, aber das i'chadet nichts. Die daraus gegossenen Waben werden von den Bienen jeden anderen, selbst wenn sie noch so schön aussehen. vorgezogen. — UeberPrlzeiudenMistbeeten. Moncheui Gauben freunde, der slcki ein Mistbeet angelegt bat, wird dasselbe gar bald verleidet durch Pilze, welche in großer Zahl die Erde durlddringen und dadurch die zarten Pflänzchen neniichten. Tiefem Akißstande kann man leicht beim Anlegen Vorbeugen. Man bringe oben aut den Mist eine Sünckit Laub, und nie mehr wird man etwas von Pilzen zu sehen bekonnneu. O Steinfurth a. d. Wetter, 10. 'Avril. Die Rosen- züchter sind seit einigen Tagen wieder fleißig an der Arbeit. Lebhaft ist vor allein iwch der Beriand von alten Rvienpilanzen. besonders nach Rußland. Leider bleiben Pianchem Zücküer viele Tausende der Pflanzen übrig, da Sorten, die in srüheren Jahren viel verlangt wurden, Heuer kaum noch begehrt werden. Tie Hauptarbeit ist jetzt das Pflanzen der Rosennnldlinge (eanino Millionen von Rojenpslanzen werden jetzt von vielen biindnb fleißigen Händen gesetzt. Sptelplan der vereinigten Zrantsurter Ztadttheater. Gpernhaus. Sonntag, den IS, April, nachm, Zs» Uhr: „Polenblnt." Abend» 7 Uhr: Zum erben Male: »Sulnmitb." Ein Opernakt in 6 Bilder» von Paul v. Klenau. Hiera»!: Zum ersten Male: .Ter Liebhaber al» Arzt.' Musikalisches Lnslspiel in 2 Akten „ach Mokiere. Atustl von Er,»anno Wols-Ferrari. Montag, den 18. April, »achinillaas »Uhr: „Parsisal.' TienStag, de» 1». April, abends V.8 Uhr: »Rigolello.' Plitlwoch, den >5. Avril, abends Zs8 Uhr: „Madame Biitterstii.' TonnerSlag, den lü. Avril, abends h',8 Uhr: .Lulanillh,' bierani: .Der Liebhaber al» Arzt." Freitag, den 17, Avril, abends >/-8 Uhr: „Bolenblut," EamStag, den lb. April, abend» 7 Uhr: .Manon.' Sonntag, den 19. April, abends 7 Uhr: „Tiefland,' Montag, den 20. April, abends ’/,H Uhr: »Tie Zanberflöle," Tienslag, den 21, April, abends '„8 Uhr: »Die lustigen Weiber von Windlor." Mittwoch, den 22. Avril, abends X8 Uhr: Zinn ersten ü'iale: »Endlich allein.' Operette i» 3 Akten. Musik von Franz Lehar. Lchanspielhaus. Sonntag, den 12. Slpril, ilachniittags 3‘/, Uhr »Wie einst im Mai." Abends */,8 Uhr: Zum ersten Male: »Jedermann." Da» Sviel vom Sterben des reichen Mannes von Hngo von Hossmann», ihal. Tie zur vanüluna gehörige Musik von Einar Nilson. Montag, den 13. Llvril, nachmittags V,» Uhr: »Pygmalion." Abends 7 Uhr: „Die Tangovrmzeskn:.' Dienstag, den I». April, abends 8 Uhr: „Wie einst im Mai.' Mittwoch, de» lö, Aoril, abends 8 Uhr: .Jedermann.' Domierstag, den 16, Slpril, abends 8 Uhr: .Die Tangoprmzetsin.' Freitag, den 17. April, abends 8 Uhr: »Wie einst im Mai,' Samstag, den 18. April, abends 8 Uhr: .Der Pfarrer von Kirchleld,' Sonntag, den 19. April, nachmittags >/,» Uhr: Frankiurier Tialektstücke: " »Der alte Bürgercapitan,.' Hieraus: »Dodgeschosse." Abends 7,8 Uhr: „Wie einst im Dlat" - Montag, den 29. April, abends 8 Uhr: »Das Glück im Winkel,' Tienstna, den 21. April, abends 8 Ubr: „Jedermann," Mittwoch, den 22, Avril, abends 8 Uhr: »Othello," vüchertisch. — 160 Wanderungen in den Westerwald und das Tiebengcbirge und die dieses Olebiet begrenzenden Täler des Rheines, der Sieg und der Lahn. Herausgegebeil von Wich. S tollsuß (Preis 1.20 Mfl. Verlag von Karl Georg i in Bonn. — Das Büchlein enthält in übersichtticher, prakliickzer 'Anordnung eine Reihe der schönsten Wanderungen in: Westerwald und Siebengebirge nebst zwei recht guten Karten, so daß es jedem Wandersreund emm'ohlen werden kann. In gewissem Sinne ist es eine gute Ergänzung zu dem vom Gießener 'Anzeiger heraus- gcgebeiieii Wandcrbuch Wanderungeu und Schisahrreii rund Uni Gießen, wenn sich naturgemäß auch- vieles darin nnederholt. Es gibt dann aber einen Anschluß für Wanderlingeil zun» >,»d am Rhein, die wir nur kurz behandelt haben. Tie Wanderungen sind kurz und knapp gesoßt und iverdcn durch ein Verzeichnis der Wanderherbergen, der Sonntagskarten und durch ein zuverlässige» Register vervollstäichrgt. Als eiue unnütze Zugabe müssen wir jedoch den Anzeigenanhang anseheu, der den Umiong des Bänochens um etwa 50 Seiten erweitert und zwecklosen Ballast darstellt. — Bibliothek de r Unterhalt lilig und des Wissens, Verlag: Union, Deutsche Veriagsanstatt in Stuttgart, VIII. u. IX. Band Preis je 75 Psg. Tie Bücher enthalten gute Romane, Novellen und sonstige Heilere und ernste ErzabUingen, sowie lehrreiche Aussätze. Sie sind dalzer als Geschenke sehr zu empsehleiu ^ - Schule und Lernen greift manche Kinder recht a», zumal in den Eni wickelungsjahren. Das stille Sitze», der lange Aufenthalt in den Klassenzimmern, nimmt sie mit, sie wollen nicht recht essen, und die Eltern wissen ost nicht, wie dem begegnen. Man lasse solche Schulkinder morgens, mittags und abends kurz vor oder nach dem Essen eine Zestlang Scotts Emulsion nehmen und wird bald bemerken, daß die Eßluft wieder kommt, die Kinder frischer werden und den Vorgängen in der Schule mit reger Teilnahme folgen. Der in i Scotts Emulsion enthaltene Lebertran, die Kalk- und Natronsalze, sind zur Kräftigung und Entwickelung jugendlicher Körper besonders nützlich, Scotts Emul» ! sion läßt sich leicht einnehmen. Das für sic ausge- gebcne Geld ist eine Anlage, die sich gewiß bezahlt macht. Der vielen Rachahmunge» wegen ist beim vin- kans dentlich Scvtis Emulsion zu verlangen. Franc,».R«nös«hari. Kav>»ali»ni»s un» Ar«ticitbct»(ttMMC. Bon (Wettvub Sä unter. Dir boftidk Arbritgebe» Zeftung bejdiäitiflt f«h in einem 'Ihrftofi ,,'Rov lehrt die ;-?crt" mit brr Frauenirage und thren Sfwlutnijcn ,vum Sar>itali*nfuä, miwrn jic fidt iuuletd) mil einer im ,,Türmet" ncrireteneit 'Anschauung über diele Zusammen hänm' anseinandersetzt Es zeigt sich dabei, w,e Ivenrg fclbft in mirtMfwttewHtitd) erjobceneit Kecsisen hie ftrauenbonetjunn gekannt roirb und^lvie ltoMccnbiii selbst hier noch die Verbreitung der richtigen Tatsachen ist. Der Aussatz lwhamptet eimKiiiqs, „daß der vor etwa zwan- .zig Jahren emacloitcte Persuch, die Frauen nnb die jungen Mädchen der geiffKirten Kreise zu sozialer Arbeit beransutirfien, keine besonderen Frückne getragen habe." Dar Interesse der Fratien träftr sich »,s andere Dinge, als aus lreiwillige oder gar unentgeltliche Te d näh m e air sozialen Hilfswerk. sie wollten Rang, Sleflwug und Weib oerdieiieu, vom bösen Geist ihrer Zeit ersaßt! Wie sst es tatsächlich? Vor lügt' batten erst drei wtödte i» Deutffhlnnd Frauen in ihrer öffentlichen Armenpflege he. schastigt. 'Murre arbeiten ca. 18000 Frauen in her fommuitalen ®obItrtbTc3W(eae mit. In den kehlen zwei Jahren ist ihre Za bl nm ea. 0000 qenieuen. Bon diesen 18 000 sind nur ca. 1000 in besoldeten, alle anderen in ehrenamtlichen stellen, lind wettert tedes Fahr vermehrt die Zahl der sozialen Ausbildungsaiftlalten Übt Mädckien. und mit lebe nt Jahr steigen ihre Lchülerinneti- ziffern. Und jedes Jahr geben von diesen sachmäßig ausgebildeten Frauen viele in ebrenaintlidie Wohliahrtsarbeit. Diele« rasch amvachsenbe Aufgebot bedeutet eine um so gröbere Energieleistnng. als es dodi gegen den härtesten Widerstand aut - gebracht iverdett muhte. Fast um alle diese Posten hat qekätnvit werden müssen und muh nodt gekamptt werben. Wenn bte Zahl Frauen in dieser Arbeit nickt schon letzt viel größer ist, so liegt 'das Dar allem an biefett Widerständen, Ferner: die Erwerbstätigkeit der Frau. In dem Artikel wird der ,'iqeninm siche Versuck, gemacht, zu zeigen, daß die wech- lick? Erwerbstätigkeit kerne Folge des .Kapitalismus, sondern ein Produkt des herrichinchiigeu Willens nnd der Gleichmacherei der >Frauenrechtlerinnen sei. In der Tat eine merlwürdige Behauotung gerade an dieser Stelle. Man nehme ans den Entwicklungsten- ldenzen der wriblichen Indulwiearbeit ein einziges Beispiel: die Vermehrung der sArbeiterinnenschast in der Maschinen- nird Metall- iinbntzrie. Ihre Zahl ist in ungemein rascher Steigerung heute aus etwa lOOIlOtl grkammen. Glaubt irgend ein Mensch ernstlich. dah and' nur mrt drm Entschluß einer einzigen dieser Arbeiterinnen, sich an eine Fräsmaschine z„ stellen, die Frauen- bewegung eilvas zu tun bat? Es wirb immer behauptet, daß bie Frauenbenrequng bie Zissern ber werblichen Erwerbstätigen „triumphierend nenne, tsie hat das tatiäeltlich nie getan und hat in keinem Sinne dazu Veranlassung. Aber sie nennt diese Zissern als Taiiachen, vor deneti man die Augen nicht zumachen kann. Nnd sie knüpft daran die Folgerung: Wenn diese Lunderttauieude heute in der Volkswirtschaft gebraucht und zu Hause nicht mehr ernährt werden können, io sollen sie möglichst ihren .«rüsten und Fähigkeiten entsprechend verwertet Iverden können, nicht au> eine Art und Weise, die ihren Körper jchöbigt. ihre Seele abstumvit, ihre Mittterschgsi beeinträchtigt. Diese Forderung ist der Srnn der Frauenbewegung. Wen» das „Materialismus" genaimt wird, so heißt das die Begriiie aus den Kap» stelleti. Materialistisch ist, wer genießen will, ohne zu arbeiten. Hütten die Frauen beim Herauftommeii der netten Zeit die Hände in den Schoß gelegt und ruhig den Atispruch erhoben, auch ohne eigene Arbeit versorgt m werden, so hätte man sie maierialistisch nennen dürfen. Was sie getan haben, als sie bereitwillig die bescheidensten Arbeiten aus sich nahmen, um ihre Kräfte nicht brachliegen zu lassen, mar genau das Gegenteil. Und schließlich: Das Frauenstimmrecht. Der Aussaß der Ar- beitgebcrzeitimg will bie Unabhängigkeit ber Ttimmredftsbewegung von den wirtsdtaftlichen Zuständen damit beweisen, daß in England die „intellektuelle)! und Mehr oder minder dem Sozialismus zugeschworenen Kreise" den Bodeli für die Frauenbewegung abgeben, die eigentliche Arbeiterschaft diesen Dingen aber glesch- giltig gegenüberstände. Genau das Gegenteil ist richtig. Die englische Labviir Parin tritt als Par tei geschlossen iiir bas Frauen- (ftmmredjt ein Ebenso falsch ist die andere Behauvt)>ug, bah nur in den Bereinigten Staaten bon Nordamerika, trotzdem sie noch weit mehr als England unter drm Zeichen des Kapitalismus ständen. „die Frauenbewegung keinen besonders heftigen Grad erreidrt habe". Was soll damit gemeint sein? Aon den Vereinigten Staaten haben zehn das^ Frauenstimmrecht eingeiührt — allerdings ohne daß sie sich burd) Suftragettenaii stritte dazu zwingen ließen, aber doch durch die 'Arbeit der Frauenbewegung In vielen anderen steht die Einführung bevor Man war bisher gewohnt. 'Amerika als das klassische Land der Frauenbewegung zitiert zu feben, auch bei den Gegnern. — — Es ist keinen Augenblick zu leugnen — und die Frauenbewegung leugnet es am wenigsten — bag die moderne wirtschaftliche Entwicklung für das Frauenleben manche Gefahren birgt. Sollen wir die Frauen durch diese ohne ihre Schuld gekommenen Krisen gesund Hindurchstenern, so ist außerdem sorlan bei Gegnern und Freunden der Frauenbewegung eines vor allem notwendig: der ehrliche Wille, die Tatsachen so zu sehen, wie sie sind. Dieser Wille sst leider nid>t bei allen vorhanden, die hkute das Wort zur Frauensrage nehmen. — Die Lehrzeit ber Verkäuferinnen Hai bis heute noch leine gesetzliche Regelung gesunden. Tie Folge davon ist ein unersreulichev Zustand, der iür beide Teile, iiir die Geschäftsinhaber wie für die Verkäuferinnen selbst, viele Schädigungen mit sich gebracht hat. Ilm hierin Wandet zu schaffen, ist es dringend notweudig. daß Heide Beteiligte zur Selbsthilfe greifen nnd aut Grund eines Lehrvertrages eine mindestens zweijährige Lehrzeit seftlegen, die der Berlättferin nebst dem Besuch der Kaufm. Fortbildungsschule die nötige Grundlage gewährleisten muß. um im Beruf vorwärts zti kommen. Andererseits werden dadurch dem .Kaufmannsstand tüchtige weibliche Kräfte für den Verkant herangebildet, am denen heute großer Mangel herrscht. Außerdem ist es den Geschäftsinhabern dringend zu raten, nur solche Mädchen als weibliche Lehrlinge einzustellen, die eine ab- gesdilosseiie Schulbildung besitzen und in den kausmännischen Fächern, wie Deutsch. Rechnen und Schreiben, mindestens die Rote „gut" im Abgangszeugnis haben. Dadurch wird am ersten dem Eindringen solcher Elemente gesteuert, die nicht in den kaufmännischen Berns passen. Andererseits ist den Lehrstellen suchenden Mädchen zu raten, sich an die Bernssberatungsstellen oder an den Kausmännischen Verein für weibliche 'Angestellte ihrer Stadt zu wende,r, da sie hier die iür die Ausbildung von Lehrlingen in Betracht kommenden Geschäfte erfahren können. Die Verbündeten Kaufm. Vereine für weibliche Angestellte, Sitz Kassel, Vikioriastraße 1, haben außerdem das Schema eines Lehrvertrags ausgearbeitet, in welchem die gesetzlichen Bestimmungen das Lehrverhältnis beiressend genau ausgenommen sind. Durch die Benutzung dieser Lehrverträge wirb beiden Teilen die Möglichkeit geboten, sich schnell mit den Pflichten und Rechten bekannt zu machen, die »das Gesetz ihnen auserlegt, bezw. ihnen gibt. In Gießen sind diese Lehrverträge zu beziehen durch den Kausmänuisdicn Verein weibl. Angestellter Borl. Frau Marie Schmidt, Schissenbergerweg 8 , der auch Lehrstellen vermittelt. — Die freiwillige soziale Tätigkeit der Frauen in Offenbach steht in engen Beziehungen zur kommunalen Wohliahrtspilege. Teil dem 1. Oktober 191b arbeitet der Hauspflegeverein, der vor etwa ü Jahren vom evangelischen Frauenverein gegründet wurde, mit der Stadt gemeinsam. Diese wollte offiziell eine Hausvslege iür Wöchnerinnen einrichten. Da ober der Verein bis jetzt mit steigendem Erfolge gearbeitet hat, da auch, wie die Stadtverwaltung erklärte, die ehrenamtliche Aussicht der Helferinnen nicht zu entbehren sei, hat die Stadt mit dem Verein einen Vertrag ausgearbeitet, irach dem 2 offizielle Vertreter der Stadt (Armenamtsvorsteher und die besoldete Ärmenpflegerinl an den Sitzungen des Vereins teilnehmen, der Verein die Bezahlung der Pflegen nach Ueber- einkunst mit der Stadt einrickftet und die Stadt alle Kosten der Wöcktnerinnenhauspslege trägt. Selbstverständlich ist durch diese Bereinigung mit der Stadt das .Wirkungsfeld des Hauspflege- vereins sehr erweitert. — E i n R e f o r in r e a l g h m n a s i u m für Mädchen wird im Herbst 1914 in Stuttgart eröffnet. Tie Anstalt soll in StanScsKnrtsttcrchridktc«. Gietzen. Aufgebote: April 3. Adolf Bogelhöier, Bahnarbeiter in Wieseck, mit Lina Becker in Gießeti. — Johann Robert Schmidt. Drogist, mit Franziska Tderese Laschelvski, beide in Zoppot. - 4. Karl Inqliard. Feuerwerke^ IN Mainz, mit Christine Anna Ger- maün in Wiegen. — * Heinrich Christian August Bol- pert. Sergeant in Friedberg, mit Maria Johanna Weber in Gießen. 0. Adam Beck. Schneider in Gießen, mit Martha Elisabethe Fischer in Frankfurt a. M. — Julius Frensdorf, Pferdehändler in Gießen, mit Johanna Kälm in Gt'dern. — Leo Weitzenkorn. Kaufmann in Girßen, mit Anna Leib in Aachen. — 7. Joseph (Brünn, Bergmann, mit Katharina Wahl, beide in Gießen. — 8. Tr. Franz Rudolf Gros, Oberarzt im Fuß- artillerie Regiment Rx. 3 tu Mainz, mit Zusanna Helene Amalie Biermer in Gießen. — 9- Friedrich Wilhelm Jung, Scktreiner in Klein-Linden, mit Lina Hahn in Gießen. - Iakab Sieinniüller II, Maurer »I .Heuchelheim, mit Theresia Fronapsel in Gießen. E h es ch l i e ß il n ge n: April 4. Gustav Burkhard. Kontorist, mit Anna Töpfer, beide in Gießen. — Michael Blum, Rangierer in Frankfurt a. M., mit Margarete Großhaus i» Gießen. — 8. Daniel Goldschmidt. Theaterarbeiter, mit! Katharina Schwing, beide in Gießen. Geborene: Mürz 29. Dem Reisenden Otto Reinhold Uhlenhaut ein Sohn, Willi. •— 31. Dem Inhaber des Wach- und Schließinsfttuts Heinrickl Konrad Ehristia» Schmidt eine Tochter, Anna Katharina. — April 1. Dem Taglöhner Christian Pitz ein Sohn, Christian. - 2. Dem Buchhaltcr Kan Lnncker ein Sohn, Hermann Wilhelm Lanis, - Dem Bierbrauer Johann Kirzinger eine Tockner, Katharine. — 4. Dem Glasreiniger Franz Sebastian Pauli ein Sohn. — Dem Spengler- und Jnstallations- meister Ernst Adols Adam ein Sohn. 5. Dem Lagerarbeiter Wilhelm Schneider eine Tochter. Dem Friseur Karl Muhl ein Sohn. Dem Briefträger Johannes Horst ein Sohn. August. - 8. Dem Lokomotivheizer Karl Ran ein Sohn, Karl Christian Jakob Friedricki. St erbet alle: Avril 3. Emma Rothschild, geb. Vogel. 62 Jahre alt, Nordanlage 21. — Lina Nicolai, geh. Weber, 37 Jahre alt, Ebelstr. l4. — 4. Marie Spierer, 59 Jahre alt, Liche» straße 7». Wilhelm Konrad, 1 Jahr alt, Teltersmeg 11. - 5. August Oppenheimer, Fabrikant, 65 Jahre alt, Wlllltorstr. 48. — 7. Frieda Baiser, 10 Monate alt, Ludwigsplatz 8. — Berta Marz, geh Strauch, 41 Jahre alt, Licherstr 19. Marie Sievers. geb. Ermilch, 79 Jahre alt. Stevlianstr. 34. — 8. Dr. Hans Eber, Assistent an der medizinischen Beterinärklinik, 26 Jahre alt, Franffurterstraße 94. — Sara Stern, geh Simon, 69 Jahre alt, Diezstr. 13. — Johanna Möller, geb Fsnl. 27 Jahre alt, Kaiser-Allee 48. Albach. Geborene: Mar; 28. Dem Maurergesellen Ludwig Weber ein Sobn. Wilhelm. Bad-Nciilhkim. Aufgebote: Mörz I I. Paul Scheid, Gr Geometer2. Kl. in Bad-Nauhetm, mit Snbilla Anna Babette Rein in Mainz. — 20. Fried». Paul Schulze, Shitjdicr, mit Christine El,mb. Alctter, beide in Bad-Nauheint. 24. Hermann Koehlcr, Post- Assistent iit Osthosen, mit Elise Ottilie Marie Pierkow in Bao- Nauheim. 25. Friede. Wilhelm Berndl, Kausman», mit 'Marie Winkler, beidc' in Bad-Nauheim 26. Heinrich Schmidt, Bäcker, mit Anna Math. Ernestine Maithenns. beide in Bad-Nanheitn. — 31. Philipp Maul, Friseur in Göllheim, mit'Kath. Luise Marie Geßner iit Bad-Nauheim. Eheschließungen: Nlärz 21. Paul Oskar Otto Tesdttier, Kaufmann, mit Jda Gretchett Purver, beide in Bad-Nauheim. 28. Wftlh. Paul Fritz Kasch, Friseur, mil Maria Sprengel, ■beite in ÖoMCantenn. Geborene: März 1. Dem Schreiner Julius Friedrich Gries eine Tochter,^Llnna Susanne. — 16. Dem Buchhändler Hermann Burk ein Sohn, Haus Heinrick). — 19. Dem Kaufmann Karl Wilhelm Alfred Eugen König eine Tochter, Louise Elisabeth. i— 28. Dem Handarbeiter Wilhelm Theiß eine Tochter. Lina. S i e r b e f ä l l e: März 2. Philipp Jatob Ihrig, Mechaniker, 55 Jahre alt. — 18. Friedricki Sprengel, Masseur, 59 Jahre alt. Beuern. Sterbe f alle: April 2. Margaretha Elisabetha Otto, sieben Jahre alt. — 5. Elisabetha Krämer, geb. Lindenstruth, 76 I. alt. Büdingen. Geborene: März 29. Dem Heizer Hermann Mahlk ein Sohn, Otto Christian. Butzbach. Aufgebote: April 1. Georg Fülling, Kaufmann in Butzbach. mit Amalie Auguste Heß in Gambgch. — 3. Georg Andreas Wilhelm Freitag, Bäckermeister in Butzbach, mit Lina Margarete Tröster in Griedel. — 8. Georg Heinrich Kratz. Kaufmann, mit Emma Charlotte Luise Keßel, beide in Butzbach. — 9. Tr. tneb. Ferdinand August Richard Wendort, praltisckier Arzt in Frankfurt a. M., mit Lina Tröster in Butzbach. Geborene: April 4. Dem Buckihalter Heinrich Michel eine Tochter, Herta Marie. 8. Dem Fabrikarbeiter Emil Jakob Kellenberg eine Tochter, Marie. Fricdberg. Aut geböte: Avril 4. Heinrich Christian August Vol Port. Sergeant ilt Friedberg, mit Maria Johanna Weber in Gießen. — 6. Georg Ulrich, Taglöhner, mit Maria Braun, beid.' in Ostheim. —' 3. Jakob Steinmüller II, Maurergeselle in Henchelhenn, mit Theresia Fronapsel in Gießen. E h e 1 41 i c B u It 3 c n: Avril 2. Ter Oberlehrer Dr. d. Phila- sophie, August Wilhelm Hans Hoffmann in Frankfurt a. M., mit Johanna Pauline Phftippine Gatzert in Friedberg. — 4. Der Lo lomotivheizer Altenburg in Bad-Homburg p. d. H., mit Susanne Margarethe Thorn in Friedberg. — 8. Ter Schneider Karl Hir- zinger mit Saplne Wehrum, beide in Friedberg. Geborene: März 27. Dem Dachdecker Karl Konrad Heinrich Wilhelm Mosbach eine Tochter, Anna Elisabeth. — 31. Dem Partner Philipp Philipps, wohnhaft in Stkinlurth, eine Tochter. Maria. — Avril 2. Dem Hilfsseuermann Georg Adam Gries eine ^Tochter, Maria. — 3. Tem Streckenarbeiter Georg Kraft ein ^ohn, Georg. - 2. Dem Kaufmann Johann Georg Engel ein Lohn. Georg Adols Hugo. — 3. Dem Briefträger Heinrich Lvuimer eine Tochter, Katharina. _ «tctbcfäUc. April 2 Bertha Siebenbarn, Tochter des Ltraßenwarts Wilhelm Siebenborn zu Dauernheim. 1 Jahr alt. — 3. Karl Liebenbor,i. Sohn'des SiraßenwartS Wilhelm Sieben bar» zu Dauernhcim, 6 Jahre all. - 6 Louise Sulzmann, jeb. Kolb. Wittve, 73 Jahre eilt 7. Der Taglöhner Heinrich Lchoinberl, ,0 .cahre alt. 8. Tie Rentnerin Regine Haas geb. Lternberg, Witwe, 70 Jahre alt. Katharina Sommer, Tochter des Becelträgers Heinrich Sommer, 5 Tage all. Grofzen-Linden. ^ Geborene: April 2. Dem Schlosser Philipp Luh XIII ein Lvhir. Waller. Lterbesälle: April 4 Eivotd Eichhorn, 7 Monate alt. - i. oohs. Weigand IT., 74 Jahre alt. Grimberg. Geborene: März 21. Deut Packer Heinrich Otto Dörr eme iechter', Lina zcrene Anna. — April 4 Dem Streckenarbeiter Georg Heß nnc Tochter A-ter befalle: 'April 8. Auguste Elfte Schäfer, 1 Jahr alt. 6 .Klassen zum Abfturium führen, und eme Parallalantzall tunt humanftttschen Müddzengymirasium bilden,. von deffen Berwal- tungsral der llledanke ausgeht, und in deffen neuem Sehulgelniute ffe errichtet wird. — Ans der Arbeit einer Auskunft stelle )iic Frauenberufe. In Straßburg bot_ber Verein iür Frauen- bikdung im Zusammenwirken mit der Strahburgi-r Stadtverwaltung eine Ansklinftftelle erösfnet, die an der Rechtsauskunft und an der städtiid'en Lehrstellenvennittlung, die sich a«t die schul- entlaiiene» Polksichüleriunen bezieht, beratend tetlgenommen hat. Tie Auskunststelle mack» jich durch Besserung der Äusbilduugs- möglichkeiten in Frauenkreisen sehr verdient. So regte die Aus kunststelle den (Kedgnken der Buchbinderlehre für Mädchen bei der Buchbinderinnung und der Behörde für die Knnftgewerbeichule an. Sie beteiligte sich an der Organisation der leibitändigen Schneiderinnen, und zwar insbesondere für das Lehrlings- und Geiellemvefen Die Leiterinnen der Auskunitstelle erließen eine periönliche Umfrage bei den Straßburger Buck,Händlern wegen Einstellung von Lehrmädchen in den Buchhandel unter gleichen Bedingungen .wie die männlichen Lehrliirge. Tie Straßburger Buchhändler zeigten iickt dem Gedankeir nicht abgeneigt. Durch die Einrichtung von Elternabenden zur Belehrung der Eltern über die Berufsaussichten in einigen Frauenberuien für die schul- entlaiienen Mädchen, durck, die Verteilung von Merkblättern für die Berufswahl sowohl in den Volks- als ftr den höheren Schulen, durch Vreilenotizen und Inserate bemühte sich die Anskunftste.lle einem großen Kreise von Frauen und Mädckten beratend und helfend zur Seite zu stehen. Die Kasten für die 21nsknnftstelle für Frauenberufe bestreitet zum großen Teil der Verein für Frauen- bildnng in Elsaß-Lothringen,' sitz Straßburg. Die Stadtverwaltung überläßt ihr ein Bureau mit Heizung und Beleuchtung. Außerdem gewährte die Handelskammer für Elsatz-Lothrrngen einen kleinen Zuschuß. — Xie Frail in derGemeindearbeit. In» Deutschen Reiche sind setzt etwa 2850 Frauen ehrenamtlich in der Armen < pflege tätig, 1775 in der Armen- und Waftenvilege und 10 739 in der Waisen und Ziehkinderilberwachung. Den 'Ausschüssen für 'Armen und Waisenvslege gehören 329 Frauen gn: davon in Preußen 231. IN Baoern 13. >n Jacknen 4, in Baden 39, iit Hessen 5, in Mecklenburg-Schwerin 1, iit Braunschweig 1, in Anhalt 2, in Sachsen-Meiningen 15, in Kaburg-Gotha 1, in Schwarzburg-Rudolstadt 2, in Lchworzburg-Sondershaiften 3, in Bremen 2, in Lübeck 2, ft, Eitäß-Lothringen 8. Von diesen waren stimmberechtigt in Preußen 165, in den übrigen Bundesstaaten 70, zusammti, also 235 von 329. In der Schulverwaltung find 581 Frauen tätig, im Polizeiwesen 20, in verschiedenen sozialen Ausgaben und 'Ausschüssen 845. Akademftck) gebildete Wohnungsinsvek ■ toren gibt es nur 3: in Halle, in Charlottenburg und im Landkreise Worms. Daneben gibt es einige besoldete Dohnungspslege- rinnen und eine größere 'Anzahl von ehrenamtlich tätigen Woh- nungsinspektorinnen. — Fortschritte der Stimmrechtsbetpegung »n England. Der Jahresbericht des nationalen Stfinimtechtsoer- bandes. des Gegners der Aamolbereinignng Iveist eine Zunahme der ihm angeschloffenen Vereine und Mitglieder aul. Die Vereine sind von 411 aut 478 gewachsen, die Zahl echter Miiglieder von 42 438 am 51 000. Höher noch als dieser zissern mäßige Erfolg ist die veränderte Haltung der Presse zu betverten. So haben die „Times", die bisher scheinbar unüberwindliche Gegnerschaft gegen die Stimmrechtsforderung an den Tag legten. - kürzlich einen Brief des Bischofs von Wineester veröffentlicht, in dem Regierungsmaßnahmen zu Gnnftien des Stttinnrecchs verlangt werden. In einem anderen Artikel haben ffe über Fortschritte berichtet, die in den Weststaaten Amerikas durch die parlamentarische Mitarbeit der Frauen erreicht worden sind. — Ein weiblicher GeneralinsVektor im französischen Ministerium des Innern. Mademoiselle Marie Gastier, eine der beliebtesten Ädvakatmnen von Paris, die zusammen mit dem jetzigen Präsidenten Rahmond Poineare, so lange er Rectztsamvalt mar, ihre Tätigkeit aus übte, hat ihren Beruf aufgegeheu, weil sie zur Geueralinipekiorftr im Verwaltungsdienst des Ministeriums des Innern ernannt worden fft. Hausen. Geborene: Tent Taglöchier Karl Fink eine Tochter. Maria. — Dem Roftenftihrer Heinrich Fink II. ein Sohn, Karl. — Tem 'Bahnarbeiter Ludwig Jchienlein eine Tochter, Maria Katharina Elise. — Der Witioe Katharina Vonderheid, geb. Gerlach, ein Sohn, Heinrich. — Tem Taglöhner Jakob Koob ein Sohn, Karl. Langsdorf. Geborene: Tem Landwirt Adolf Kleftrkurt eine Tochter, Luise. — Dem Landwirt Peter Bück eine Tochter, Anna. Leihgeftern. Aufgebote: Avril 4. Albert Wedemann, Schlojier in Eberstadt, mit Marie Diehl in Leihgestern. Eheschließungen: März 28. Philipp Albert Arnol», Speditionsarbeiter, mit Sophie Väth, beide in Leihgestern. Sterbesälle: April 6. Peter Damm, Landwirt, 64 Jahre alt. Lollar. A n f g eb o t c: Jäprit 7. Ludwig Klinkcl, Hüttenarbeiter in Lollar, mit Marie Stroh, geb. Fre», iit Wißmar — 8. Ludwig Karl Heinrich Schnsidt, Former, mit Johanne Wilhelmine Weger, beide in Lollar. Eheschließungen: März 28. Karl Wilhelm Gabriel. Former, mit Louise Rohrbach, geb. Zargcs, beide in Lollar. — Avril 9. Emil Wilhelm Plank. Lederhändler in Gießen, mit Anna Marie Streubcr in Lollar. Geborene: März 28. Tem Hüttenarbeiter Jakob Inddr- idal ein Sohn, Robert August. — Avril 2. Dem Landwirt Ludwig Hosmann VII. eine Tochter, Erika Lina. — 3. Tem Schmied IostJstauch eine Tochter, Margarethe. Sterbefälle: April 5. Margarethe Rauch, 1 Tag alt. Nidda. Sterbefälle: April 3. Riddel, toigeboren. Oppenrod. Aufgebote: Wilhelm Baiser VII., Wagner in Obvenrod, mit Lina Elisabethe Döll in Trohe. Schotten. Geborene: März 31. Tem Schreincrgehftsen Karl Fritz Povvlom eine Tochter. Frieda. — April 4. Zigarrenmachcr Jatob Launing ein Sohn, Georg. Ttcinboch. Geborene: 'April l. Tem Maurer Johann Paulus Schneider eine Tochter, Marie Lina. Watzcnborn-Stcinberg. Geborene: Marz 27. Dem Ziegeleiarbeiter Heinrich Klingelhöscr eine Tochter, Maria Sophia. —. 29. Tem Schmied Martin Schäfer ein Sohn. Karl. Slerbrsälle: März 30. Maria Elisabethe Hauser, geb. Happel, 86 Jahre alt. - 31. Georg Siraßhcim, 69 Jahre alt. Besfbewährfe gesunde und magan- darmkranke Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. VISITKARTEN :!l l r '^ €r beliebigen SciirißaiiundKar/onsorte, f=~—--— sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver* einigungen liefert zu mäßigen Freisen die Brühl'sehe Unw -Drucken**