Nr. 85 Erster Blatt X 64 . Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 5amrtag. \\. April Der Eichener Anzeiger erscheml täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Slesienerzomilienblölter; zweimal wöchentl-lkreir- dlafi für den Ureis Kietzen «DtenLlag und Freiing); zweimal inonatl. Land- wirtschasUich« Zeitsragen Ferusprech - Anschlüsse: kür die Redaktion 112, slerlag in Expedition 51 Adresse iür Deveschen: Anzeiger Gießen. Annahme van Anzeigen bis vormittags s Uhr. ßotatioirrdnick Mid Verlag der vrühl'schrn Unw.'Buch- u»d Stelnörntferei ß. Lange. Brtaftion, Erpedition und Drucker«: zchulstrafze 7. Aul-ig?m-ä:' H^B-ch Be;u q»vret-: monatlick75P^vierlel» jährlich Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellci, monatlich 65 Pf.; durch diePost Dtk.L.—viertei» jährl. ausschl. Besteüg, Zeileupreis: lokal I5Pf^ auswärts 20 Bienniq. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den volit. TeU: Auq. Goetz; für „Feuilleton*, .Vermischtes- und„Gerichts- saal": Karl Neurath; !ür .Stad! und Land- Die heutige Nummer umfaßt 20 Seiten. Ostern! Giehen, ll. April, Schlveigsmn ist das sonst so lockende Ostersesk diesmal zu uns gekommen. Noch ist der sieghaste Lenz nicht in seiner vollen Pracht erschienen, der alles uni uns her verwandelt und unsern Sinn emporrichtet, daß wir wie in eine neue Welt hinauÄchauen. Und so rückt die Vergangenheit uns heute näher als die Verheißung der Zukunft. Es ist ja auch nicht des Ehrrsten Weisung, alle Opser nur dem unbekannten Reich ko in men der Herrlichkeit darzubringen. Auch lvas hinter uns liegt, redet mit gewaltigen Zungen zu uns, und unsere Seele wäre verarmt, wollte sie ihre Nahrung nur in Hoffnungen cinziehen, wüßte sie nicht die trauten Bilder zu erwecken, die unsere zurückliegenden Jahre gleichsam umrahnit und in sich abgeschlossen haben. Wir könnten von einem Reiche Gottes nimmer reden, ivenn wir nur den Vorstellungen des Günstigen nacheilteu und die unbestimmten übersinnlichen Tinge Über die Wundergaben stellen wollten, mit denen uns das Leben bereichert Hot. Fromme und milde Menschen könucn nicht vergessen. Erfüllen sic aber damit nicht das christliche Gebot, indenr sie in solchem Geiste das Kreuz aus sich nehmen und selig damit werden? Der Auserstehungsgedanke soll sich nicht allein richten auf eine förmliche Verwandlung, aus eine Umsormung. Täglich soll uns ein innerliches Anferstchcn beschicden sein; neu erquickt aus dem Borne der idealen Welt, die wir erblicken dürsen, nehmen wir dem Tageskampse seine Schärfen, geben wir dem Wirken des Tages einen Schimmer von wirklicheni Glück. Nicht nur schassende und kämpfende Augenblicksmerrschen sollen wir sein. Es muß uns gelingen, das allzu Nüchterne. Kleinliche und Ungeordnete, das der Hetze des Tages ost anhastet, zu überwinden, ohne Laß wir den Blick fürs Real«, das uns nolweirdig ist, verlieren. Wir dürsen manches idealisieren, ohne Gefahr zu lausen, uns in Schlingen zu verwickeln. Politische Wirksamkeit verlangt freilich zuerst, daß man das Ziel niemals aus dem Auge verliere, aber unnützes Gestrüpp kann man bei gutem Willen auch auf dem Gebiete der Politik befestigen oder umgehen. Der deutsche Michel dars draußen nichts idealisieren; aber im Innern sollte er die Fenster ausreißcn, um die verbrauchte Lust unnützer Partcidebattcn lnnausWlassen. Die Lsbcrfreudc in der Politik ist uns nicht glänzend ausgerauscht und ist so still und bescheiden, wie der Lenz, der noch hinter Wolken zurückgehalten war. Die neuen Vor- schristcn über den Wasfengcbrauch des Militärs hat sich der Reichskanzler wohl als eine» festliche Genugtuung für das Bolk gedacht. Tie berühmte alte Kabinettsordre, die der Oberst v. Reuter angcivendet hatte, ist erloschen, und ein Fall Zabern gehört hoffentlich fortan zu den Unmög-t lichkeiten. Im Auslände erblicken >vir nicht überall das Bild -friedlicher und festlicher Ostern. Der neue Fürst von Albanien. unser deutscher Landsmann, erfährt gleich bei seinem Regierungsantritt, daß in seiner neuen Heimat die Osterglocke» anders schallen als bei uns. Ein Trost mag es ihn, sein, daß dev König von Rumänien, ebenfalls ein Fürst deutschen GebtütS, ihm in schwerer Stunde die Hand reichen will. Allein der Friede ist damit dennoch nickst verbürgt. Griechenland, das den Aufstand in Epirus heimlich schürt, hat cbcnsalls seine Freunde. Und ob unser Kaiser, der in .Korfu sein Osterfest verbringt, nicht vor einer schweren Entscheidung stehen wird, wenn er die griechischen und die albanischen Forderungen mitrinmidcr in Einklang zu bringen helfen soll? Vorläufig sind es nur wieder die griechischen Banden, die dem neuesten Balkanstaot das Leben sauer machen, und das amtliche Griechcnlrrnd hält sich vorsichtig zurück. Es wird kein ganz erquickliches Ostergespräch werden, ivenn der griechische Minister des Auswärtigen beim Kaiser vorspricht, und die griechischen Majestäten, die noch die Schrecken des Ballankriegcs in lebhafter Erinnerung haben, werden dem deutschen Besucher manchen Schatten heraufbeschwören. Auch Frankreich ist nicht das Land froher und heiterer Botschaften. In ivelchec Verzerrung boten sich seine innerpolitischen Zustände dar! Wenn heute Mokiere, sein liebenswürdigster Dichter, lebte, so würde er vielleicht einen „Misanthropen" schassen, der noch nntvilliger als der des LonilS q-uatorze das Getriebe seiner Zeitgenossen bejammern würde. Bon diesem bochgelobtcn Lande der Kultur können wir augenblicklich wirklich nichts lernen; herab „vom Gipfel des Glücks" stürzen seine besten Männer, und sie sind von üppig wucherndem Dorncngestrüpp umgeben, aus dem cs kaum ein Entrinnen gibt. Auferstehen! In deutschen Landen soll das Wort seinen guten Klang behalten. Tic düsteren Schatten der Vergangenheit dürfen wir vergessen. Und wenige Tage werden verstreichen, dann wird das Osterwort seine volle Bedeutung erfüllen. Wenn die Welt in des Sommers Glanze neu ersteht, dürsen auch wir auserstehcn aus der Enge des Daseins. Neu rauscht uns ein Strom des Lebens entgegen, und was uns vergangene Tage nicht erfüllt haben, das führt uns mit srohcm Klange die Hoffnung für die künftigen entgegen. Wir dürfen von unserem Leide auferstchen. wenn uns die göttliche Hand berührt. Wie in jener schönen Märchendichtung, können nur, wenn wir die Düste der Blüten einsaugen, all unsern Kummer und unsere Sorgen vergessen. Erfrischung und Labung für neues Schassen! Das ist die Botschaft, die uns heute wieder eingeläutct wird; wir wollen sie dantbar vernehmen und nicht vergessen, daß die irdischen Pflichten die obersten Leitsterne sind, die das Christentum der Auferstehung in Ewigkeit uns gesetzt hat! Deutsche» Reich« Das Kaiserpaar nahni am Donnerstag vormittag in der Schloßkapellc im Achilleion das heilige Abendmahl, das Militäroberpfarrcr Goens austeiltc. — Tür griechische Minister des Aeußern, Streit, begibt sich, wie aus Athen gemeldet wird, Enjde der Woche nach Korfu, um dem deutschen Kaiser seine Aufwartung zu machen. Am Karfreitag wohnten der Kaiser, die Kaiserin und die Königin der Hellenen vormittags dem Gottesdienst in der Schloßkapelle bei, welchen Militäroberpsarrer Goens obhielt. Die Königin der Hellenen nahm an der Mittagstafel teil. Die Gemahlin des Reichskanzlers erkrankt. Wie das Wolfs Bureau hört hält die Besserung, die in der immerhin c r n st en Erk r an kun g der Gemahlin des Reichskanzlers eingetreten ist, erfreulicherweise an. Feste Bestimmungen über die Abreise des Kanzlers nach Korfu, die lediglich tvegen der Erkrankung ausgeschoben wurde, konnten aber noch nicht getroffen werden. Tic Zentral - Auskunft S stclle für Äuswan- de rer in Berlin W. 35, Am Karlsbad 10, hat im ersten Biertclsahr 19)4 (1. Januar bis 31. März) in 6919 Fällen Auskunft an Auswanderungslustige erteilt und zwar in 5677 Fällen schriftliche und in 1242 Fällen mündliche. Beantwortet nkurdcn insgesamt 9649 Anfragen über die ver schiedcncn Auswanderungsgebietc. Davon bezogen sich 4349 aus die Deutschen Kolonien und zwar aus Deutsch-Südwcst- asrika 1471, Teutsch-Ostafrika 755, Kamerun 183, Togo 46, Samoa )24, Kiantschou 81, Dc»tscl>-Neugui»ea 100, auf die asrikanischen Kolonien im allgemeinen 310 nsw. Unter den fremden Auswanderungs-Gebieten steht Süd-Brasilien mit 647 Ansragen an der Spitze; dann folgen Argentinien mit 641, die Bereinigten Staaten von Amerika mit 609, Kanada mit 560, Mittel-Brasilien init 405, Brasilien int allgemeinen mit 135, Chile mit 127, die Türkei mit 109, sttiederländisch- Jndicn mit 91, Rußland mit 85, China mit 81, Paragnali mit 57, England mit 56, Britisch-Jndtcu mit 51, Queensland mit 47, Ncu-Südwales mit 46, der Südafrikanische Bund mit 40, Bulgarien mit 31, Sibirien und Frankreich nrit je 30, Uruguay und Rnhnänien nckt je 29, Bolivien mit 27, Guatemala, Japan, Italien und Oesterreich-Ungarn mit je 26, Albanien mit 25, Nord-Brasilien nrit 24, Egypten mit 23, Peru mit 22, Griechenland und Serbien mit sc 20. Mexiko mit 19, Viktoria und West-Australien mit je 18, Neu-See- land mit 17. Marokko mit 15. —• Von den Anfragen kamen 93 aus Hessen, 192 aus Hessen Nassau. Auslanv. Frankreich und die Meltaus stell» na in Sa» Francisco. Gleich verschiedenen anderen Körperschaften hat auch der Verband der französischen Kautleutc und Industriellen einen gegen die Teilnahme Frankreichs an der Weltausstellung von San Francisco gerichteten Beschlußantrag geiaht. Für diesen Beschlnßantrag tocrden u. a. solgende Gründe geltend gemacht: Die Bereinigten Staate» bedrohten die Jntermen des sranzösischen Aussuhrhandcls. Tie sranzösischen Luxusartikel seien hinreichend bekannt. Tie sranzösischen Baren würden allen Gesetzen zum Trotz mehr nachgeahmt als gekauft werden, und da Deutschland und England nicht ansstellten, hätte auch Frankreich lein höheres Interesse gehabt, die Ausstcttung zu beschicken. — Unter Öinweis ans diesen Beschluhantrag erklärte der Kandelsin INI st er Pcrre.t einenr Berichterstatter: Tie sranzöiische Regierung habe gewichtige votitischc und wirtschastliche Gründe gehabt. als sic 1912 die Einladung zur Beteiligung an der Wett- ausstcllung in San Francisco angenommen habe. Man würde es nicht verstehen, wenn Frankreich heute seine Zusage zurückzöge. Gewiß, manche der von sranzösischen Handels- und Jndüstrickrcisen erhobenen Beschlverden seien gerechtsertigt. aber dank dem cin- dringlickien Ersuchen des sranzösischen Boisckmficrs habe die amerikanische Regierung von ihrem Parlament die Annahme eines Gesetzes erreicht, durch welche die ernstesten Bürgschaften iür den Schutz der Ausstellungsgegenstände geboten würden. Dieses Gesetz sei allerdings ein tyclegenheilsgesetz und trete in vier Jahren außer Kraft, man könne aber hosscn. daß ein anderes Gesetz, das gegenwärtig beraten werde, dem industriellen Eigentum in Nordamerika entsprechend den Grundsätzen des europäischen Rechtes endgültigen Schutz gewährleisten werde. Der Au f st a n d in Epr ru s. Amtlich wird aus Kor i tza gemeldet: Die Ausständischen haben die Waisen gestreckt, die albo- nesische Gendarmerie ist Herrin der Lage. Man betrachte den Ausstand als völlig niedcrgeivorsen. — Man wird diesen LvtimismuS nicht überall teilen. In einer anderen Meldung heißt es nämlich: Der Präfekt von Koritza, der die albanischen Truppen besehligt. bat die Regierung um Verstärkung insolge der Nachricht, daß die nufständischcn Epirotcn in der Nähe sich zu einem neuen Angriff auf Koritza sammeln. Der kurdische A u s st a n d. Nachrichten zufolge, die ans der Pforte eingelausen sind, sind die Kurden, die Bit is angcgrs en haben, aus die Ortschaft Timek, östlich von Bitlis und westlich vom Wansee abgezogen. Türkische Truppen aus Wan unter dem Oberst Ibrahim und Truppen, die aus Musch unter General Jhsan Pascha gekommen waren, begannen am Donnerstag vormittag gcmeinsonr unter dem Oberbefehl des Generals Jhsan Pascha die Operationen gegcn die Rebellen, um die Räpelssührer gefangen zu nehmen. Ta das Gelände für die militärischen Operationen günstig ist, erwartet man d:e baldige Niederlage und Untcrwcriung der Rebellen. ll c b e r die Krankheit des Königs G u st a v von Schweden wurde am Dienstag folgender Bericht ausgestellt: „Ter König wurde heule vormittag einer Operation unter- .,»reb;-Häuser". Zn der vielerörterten Frage, ob Krebslciden durch das Wohnen in einem .Hause, in dem früher Krebskranke gelebt haben, erworben werden kann, liefert der bekannte englische Gelehrte und Prosessor der Medizin an der Durham-Unwersität Sir Thomas Oliver durch einen Aussatz im Lancet einen bedeutungsvollen neuen Beitrag. Die sog. „Krebs Häuser" spieten in der medizinischen Literatur seit langem eine große Rotte, ohne daß die Forschung dabei zu einem einwandfrei seststehenden endgültige» Resultate gekommen wäre. Tic Jnsektionsthcorre hat viele Verteidiger, die sich ans eine Füllst von z. T. verblüffenden Beisvielen sttltzen können; andere Krebs- sorscher dayegc» verhalten sich ablehnend und wollen das Zu- sammentreisen von Krebserkranknngcn in bestimmten Häusern und Stadtteile» mehr als zusälliq ansehcn und jedcnsalls nicht als Beweis für die Fnsekiionstheorie anerkennen. Immerhin geben die. Fälle, die Sir Thomas Oliver zusammcngctragen hat, dringende Veranlassung zu dem Wunsche, daß die Studien und Beobachtungen über diese iür die Menschheit so wicfttige Frage mit allem Nachdruck ergänzt und sortgesctzt werden. In einem sranzösischen Dorsc von 400 Einwohnern vcrzcichncle Tr. Armande in sieben Jahren II Todesfälle durch Krebs: und alle diese Fälle ereigneten sich im gleichen Hä-nerblock. Drei Jahre später besanden sich unter den Bewohnern desselben Häuserblockes nicht weniger als 17 Krebskranke in ärztlicher Behandlung. In einer anderen Gemeinde wurden in dersclbar Häuserreihe im Lause von 15 Jahren 19 tödlich verlausende Kreibserkrankungcn scstgestcllt. „Bei säst »Oe» Patienten." bemerkt Sir Thomas Oliver, „war von einer Erblichkeit des Leidens nicht die Rede, und die große Zahl der Todesfälle legt die Annahme nahe, daß cs sich hier um mehr als run ein zufälliges Zusammcntrcssen handelte." Dasselbe gilt snr eine Beobachtung, die T'Arcy Power ichon vor Jahren ocröffcnttirtitc. Es handelte sich um ein Doppelhaus mit gemeinsamem Garten. In dem einen Hause charb ein Mann an Krebs Das Hans wurde nun von einem Ehepaar bezogen. Zwei Jahre später starb der Ehemann an Krebs und zehn Jahre später die Frau Nun: mieteten drei unverheiratete Damen das Haus: und bald starben zwei von ihnen ebensalls an Krebs. Eni anderer Fall betrisst ei, bestiinmtcS Schlaszimmer. in dem hintereinander drei Frauen an- Krebs starben. Das Bemerkenswerte dabei ist, daß bas zweite Opchr 20 Jfthrc in dem Hause gelebt hatte che es üi das betreuende Schlaszimmer zog: und datz auch d,c dritte Frau erst nach achtjährigem Ausenthalt IN dem haute das sraglichc Zimmer bezog und nun erkrankte. Seitdem der Raum «rundüch desinfiziert worden ist. blieben wettere Erkrankungen auS. Tics und nur einige Beispiele für Viele ähnlicher Art. Welche Rolle Häuser in der Verbreitung krebsartiger Leiden spielen können, bewiesen indirekt auch Versuche, die vor einiger Zeit mit einem infizierten Mauskäsig gemacht wurden. Es war den Acrzten ansgesallen, daß die zu Laboratoriumszwecken aus einem gewissen Laden gekausten Mäuse sehr ost Krebsgeschwürc zeigten. Man erwarb nun den betressenden Käsig und stellte ihn im Laboratorium aus, ohne ihn zu desinfizieren. Nun setzte man gesunde Mäuse hinein: und ein sehr erheblicher Prozentsatz erkrankte alsbald an KrebS, während die in anderen Käfigen zum Zwecke des Koutrollversuchcs untergebrachten Mäuse gesund blieben. Auch nach einer gründlichen Waschung des Käfigs blieb die Anstecknngskrast: erst wiederholte durchgrciscnde Tesinsektionen brachten eine Aendcrung hervor. — Ein Wildenbruchdcnkmal. In der Stadt Weimar ist bekanntlich die Errichtung eines Wildenbruchdenkmals geplant. In der letzten Gemcinderatssitzung machte nun, lt. „Weimarischer Landes,citnng", der Vorsitzende Justizrat Tr. Flintzer über den ö'ntnnin des Denkmals solgende Mitteilungen: Zur Verkörverung von Wildcnbruchs Arbeiten, Wirken und Schassen hat der Künstler, Prosessor Engelmann eine schreitende, nackte Jünglingsgestalt gewählt Der Jüngling zieht ein Schwert aus der Scheide. Die Stellung der Figur und die Handlung des Jünglings entsprechen einem charakteristischen Ausspruch Wildenbruchs: „Ich kämpsc nicht, um anzugreiscn, sondern zu verteidigen." Di^ Figur steht aus einem nahezu quadratischen Sockel. Figur und Sockel werden ans Bronze mit blaugrünec Feuerpatina ausgcsübrt. Das Denkmal ist in ein kreisrundes Wasserbecken von sieben Meter Durchmesser gestellt. Tic Randemsaüuug des Beckens ist aus farbigem Granit gedacht. Das Becken enthält einen Wasserstand von zirka 20 Zentimetern und wirb durch eine Leitung unterhalb des Wassersvicgels tagsüber erneuert. Der Platz muß auf der einen Seite noch etwas gehoben werden, damit die Denkmalsanlagc aui eine horizontale Fläche zu stehen kommt. Fiir die dadurch entstehenden Aen- dcrnngsarbeiten entstehen sür die Stadt 3000 Mk. Aufwand, firner etiva 100 Mk. jährlich sür den Wasserverbrauch und 25 Mk. jährlich zu Zwecken der Unterhaltung. Man hatte zuerst an einen etwas anderen Platz innerhalb des Stabtparks gedacht, hat sich aber dann dem Urteil des Künstlers unterworfen. Der Gemeindcrat genehmigte hieraus einstimmig die ersorderlichen Mittel. Ks. Tie letzten Nachkommen Napoleons I. Sind noch Nachkommen des ersten Navoleon am Leben? Wahrscheinlich ja, denn wenn der König von Rom auch in jungen Jahren gc- | starben ist, ein anderer Sohn Napoleons, der unter dem Namen Grat Leon bekannte Sohn Eleonore Rcvels (einer Mitschülerin Karoline Bonaxartes) hat sich verheiratet, und aus dieser Ehe stammt eine ganze Anzahl von Kindern. Es ist soeben eine englische Biographie dieses natürlichen Sohnes Napoleons erschienen, die auch über düse Enkelkinder Napoleons I. Auskunft gibt. Wie die „Times" danach erzählt, geriet Grat Läon in schlimme Bedrängnis: Napoleon III. suchte ihn zu unterstützen, aber er verspielte alles Geld, das er in die 5xände bekam. Seine Gattin, die Tochter eines Gärtners, schenkte ihm vier Kinder. Eins davon, wahrscheinlich/ das älteste, Karl mit Namen, wurde Ingenieur, und kam im Jahre 1894 in Venezuela um, esu zweiter Sohn, Gaston, wurde im Jahre 1890 in Rochelles als Varta- mentskanhidat ausgestellt, wurde aber nicht gewählt. Ein dritter Sohn, Ferdinand mit Namen, hat längere Zeit in dem Unternehmen des bekannten Bnsallo Bill gearbeitet, und Charlotte, das letzte Kind, wurde Lehrerin. Bon diesen letzten drei Kindern könnten immerhin noch einige oder gar alle am Leben sei». P a p i e r sta u b ex v l o s i o n e n. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß an sich nicht exvloiiblc brennbare Stossc Er- ploiione» Hervorrufen können, wen» sic ganz sein verteilt in größerer Menge der Lust beigemcugt sind. Am bekanntesten sind die Kohlenstaubexplosionen, die sowohl in Bergwerken wie auch in Brikettsabrikeil und bei den Kohlenstaubsenerungsanlagcn mancher Zemcntsabrilcn beobachtet werden. Ferner ereignen sich häufig Mchlstauberrlosionen, die cbcnsaUs sehr hesttg wirken und schon ganze Mühlen vernichtet haben. Auch über Explosionen von Baumwollstaub ist bereits berichtet worden. Weniger bekannt ist merkwürdigerweise die Exvlosibilität von Pavimtaub. Eine kürzlich in Tourcoing in Frankreich vorgekommene Papierstaub- explosion hat den Anlaß zu eingehenden Untersuchungen über die Gesährlichkeit des Pavierstaubes gegeben, die IN der Versuchsstation zu Lieviu vorgenommcn wurden. Hierbei ergab sich, daß trockener Paxierstaub bei genügender Mischung mit Lust kräs- tigc Explosivnsivirklingen Hervorrust, wenn er in einem geschlossenen Raume mit ossencr Flamme entzündet nneb. Die Empfindlichkeit des Papicrstaubcs gegen Zündung steht nach den Bcrinchen in Lievi» der des Kohleststaubes nicht nach. Für die Praxis ergibt sich hieraus die Nottvcndigkcit, bei ollen Arbeiten in Räumen, die Papicrstaub enthalten, gut geschlossene elektrische Leuchtkörpcr zu verwenden und auch die Kontakte, bei denen eine FuukenbUdung nicht ausgeschlossen ist, nach Alöglichkeit austerhalb dieser Räume anzubringen oder wenigstens schlagwettersichere Kontakte nach dem Muster der in Kohlenbergwerken üblichen zu verwenden. kogcn. Bei der ^voratiijtt wurde eine Magenwund'e in der lutttnMi Unterwund m der Nähe de-Z unteren Magenmundes gefunden. Die Untftefcmtn der Wunde, die ziemlich oberflächlich ilt. N'ur otnxi'5 angndyiuüücn, organisch aber nicht mit den Bauch ineicheldrüsen fest verbunden. Zeichen bösartiger B er ander urigen rr-urderr nicht g-e nnden. Zwischen dem Magensack und dein L-arm nnrrde eine Leffnnng angelegt. Die Operation dauerte knapp fünfviertel Stunden und wurde vom Patienten gut ausgebalten." Der am Freitag vormittag über dos Beiirrden des USnrgs ausgegebene Krantheitsbericht lautet: Der ttönig batte nichts im ganzen drei Stunden geschlafen. Die Schmerzen, die den schlaf rrnterbrachen. deuteten rricht auf eine Störung des Äeueiurrgs- verUruses. Temperatur 3$, Puls l>6 bis 68.. keine Erbrechungen. Der König genosz ohne Unannehmlichkeit während der Rächt nicht unbedeutende Mengen .Wasser und Tee. Prinz Heinrich von Preußen gab am Mittwoch an Bord des ..Kap Trafalgar" ein Bankett zu Ehren des Bizepran- dcutcn der Revubtik Argentinien, an dem die Spitzen der Behörden und die Minister mir Ausnahme des erkrankten Ministers des Aeußern. teil nahmen. Das Prinzenpaar hat am Mittwoch in Lk Plata den Gouverneur besucht und das Maturhistorischc Mn;eum sonne die Universität besichtigt. Das P r i n z e n p a a t Heinrich ^ on Preu ß e n Nt am Freitag in Montevideo eingctroffen.'. Der Sekretär des Präsidenten der Republik, Urugun. der deutsche Gesandte, der Einsubrer des diplomatischen Korps und die deutsche Kolonie waren zur Begrüßung au der LanduugSstcllc erschienen. — Heber den Verlauf d-.'s Donnerstag, den das Prinzenpaar noch in Bucnos-Aires verbrachte, wurden noch folgende Einzelheiten gemeldet. Mittags, besuchte Prnrz Heinrich die zum Manöver abräckenden Truppen. Nachmittags machten beide Fürstlichkeiten einen AiKamobilausfUrg nach Tigrc und besuchten, daraus den Ruderklub „Teutonia". Im Anschluß daran unternahmen Prinz und Prinzessin Heinrich ans der Jacht des Präsidenten eine Rundfahrt im Delta des Parana. Rach der Rückkehr wurde ihnen vom Bürgermeister ein kunstvolles Albunl mit Ansichten von Bnenos-Aires und eine Sammlung von ErinnerungZmedaiUcn überreicht. Abeuds gab der deutsche Gesandte von dem Bussche-Haddenhausen, ein Essen im Jockeiklub. Später nahm der Prinz umh an einem Bierabend aller deutschen Vereine im deutschen Klub teil, aus deni Bankdirektor H er in ann die Begrüßungsrede hielt und das Kaiserhoch ausbrachtc. Der Prinz erkannte in seiner Antwort die Pflichttreue und Anhänglichkeit dev ' Deutschen an. dankte dann für die Beteiligung an der Ftugfpende und begrüßte freudig die am Dienstag erfolgte Gründung eines F l o t t e u v e r e i n s. Die Prirrzessin wohnte inzwischen einer Vorstellung im deutschen Thea^enrerrin bei. Um Mitternacht begab sich der Prinz auf dem in Deutschland erbauten Torpcdoboots- zerstörer ..Eatamarca" nach Montevideo. Die Prinzessin fuhr Freitag vormittag 10 Uhr an Bord des „Cap Trafalgar". Aus Stadt und Land. Dieben, ll. April Ostern. Ti? Menschen, die ohne Osterglaub.'n sind und der Bot- I r.-Inft. das: cd ein ewiges Leben gibt, ein kurzes Nein ent- j gegcnstellen, staben es, inie cs aus den ersten Blick scheint, ‘sehr leicht mit ihrer Bcwcissiihrung und brauchen w'dcr i nicl Zeit noch viele Warte, um ihre Ansicht zu begründen. Erde wird Erde, mit seinem, Abstcrben sinkt jedes Wesen zurück in das Nichts, die nivberne Astronomie hat keinen Raum mehr für einen Himmel im Zinne der Gläubigen gelassen, darum ist eine beherzigenswerte Maxime das Wort, Ü>as in den 70cr Jahren an dem Portale dcS Friedhofes -einer Berliner freireligiösen Gemeinde geschrieben stand: „Macht hier das Leben gut und schön, kein Jenseits gibt's, ikein Wiedersehen!" Bei näheren. Nachdenken findet man jedoch, daß daS nicht nur eine sehr trostlose Weisheit ist, sondern auch eine Weisheit, die dein eingehenden Tcnlcii nicht standhält. Die Menschen, die nicht den Glauben an eine einige Welt haben, werden, wenn die Jugendzeit mit ihrer Freude und die . Zeit der noch aufstrebinden Kraft vorbei ist, leicht von lähmender Mutlosigkeit befallen. Alles ist eitel, das ist der ^Inhalt ihrer Lebenserfahrung, Das Leben gleitet an ihnen worüber wie ein Schattenspiel an der Wand, Bor ihnen ftst es dunkel und hinter ihnen ist cs dunkel. Alle Arbeit ist :cin mühsames Ringen, das für die Tauer leinen Bestand Bat, Auch die Völker tauchen ans, streben emporurnd sinken zurück in die Nacht, Um mit Eduard von Haetinann zu reden, so ioärc cs da? beste, wenn dieser Weltlauf sich wieder in das Nichts zurückbilden würde. Gegen diese pessimistische Weltanschauung hat sich kein Geringerer als Mollkc aufgclehnt. In seinen 'hi,itcrlassenen Papieren fanden sich die Sätze: „Unmöglich kann diej'-ck Erdeulebcn ein letzter Zweck sein. Eine Höhere Bestimmung müssen ivir haben, als etwa den Kreislauf dieses traurigen Daseins immer nneder zu erneuern. Sollen die uns rings umgebenden Rätsel sich niemals klären an deren Lösung die Besten der Menschheit ihr Leben hindurch geforscht haben? Wozu die tausend Fäden von Liebe und Freundschaft, die uns mit Gegeiuoart und Vergangenheit verbinden, wenn eS 'eine Zukunft gibt, wenn alles »nt dem Tod: aus ist?" — Jesu Auscrstehung, sein Sieg über Welt und Tod ist die sicherste Garantie für das Vorhandensein einer Welt die mit irdische» Sinnen nicht zu erfassen ist. Man bars seine Auferstehung freilich nicht isolieren, sondern must stets sein ganzes Leben zur Beweisführung heranziehen. Jesu ganzes Wirte,i, seine Worte, seine Persönlichkeit verbürgen uns, dass cs einen lebcubig.'n, persönlichen Gotl gibt, der die Liebe ist und der mit dem Menschen, der seine Hand ersaht, sich in inniger Gemeinschaft verbinden null Unfassbar aber ist, dast dieser Gott die Menschen, denen er so Großes zuwendet, nur zu kurzem Eintagsdasein ge- schasjen habe, die notwendige Folge dieser Erwägung ist vielmclir, daß die Verbindung, die Gott mit ihnen eingeht in ei,rem höheren Dasein, über dessen Art wir freilich nichts genaues wissen, das aber ungeahnte Entnncklnng.- nuigliriitcitcn in sich birgt, fortbesteht. Dieser Gedanke vermag auch Trost an den Gräbern zu geben. Ohne die Hoffnung aus eine Wiedervereinigung mit unseren Lieben, die uns der Tod geraubt hat, wären wir die ärmsten Geschöpft unter dem Himmel, Tausendfach kommt diese Hoffnung ans den Grabinschriften, vor allem der deutschen Friedhösc. zur Geltung, Auf einem Soldaten- grabv, das aus der Höhe des Spicherer Berges liegt stellt d,c Inschrift: „Hier ruht bei seinen treuen Kameraden unser vielgeliebter Sohn. Bruder und Neffe Johann Peter Pütz von Biebelhausen. Kreis Saarburg, Gefreiter bei der ». Kompagnie Äohcnzollcrnsck>«n Füsilierregiments Nr 40 Er starb hier den Heldentod am tz, August 1870. Sanft ruhe seine Hülle in der Totenstille und wartend einer fröhlichen Auferstehung am jüngsten Tage," Tiefe schlichte Inschrift gibt davon Kunde, daß eine innere Stimme vi'lcn in unserem Bolle sagt, daß cs ein ewiges Leben und e,n Wiedersehen nach dem Tode gibt. Nicht aber von einem Theologen oder einem strenggläubig,'« Manne aus dem Volke, sondern von Schiller, der mehr in der Kantische» Philosovhi- und im klassischen Altertums wurzelte als in der gcosftiibartcn Religion, rührt das Wort her: „Und was die innere Stimme spricht, das täuscht die hoffende Seele nicht." H. E. »* TagcSkalender bir Sonntag, de» 12. April: Steins Garten, I. Olterl-ierlag: Ä i l i t a r k o n z e r l „nt-r Leitung des Sb-rmnstkm-istcrs W. Lob er. SInsang 8 '4 Uhr. I L i e b l g 3 h öh e: Am dritten Feiertag, nachmittags 4 ^ Uhr : Konze.t der Negimeutskapelle unter Cbernurfifmtifier* 2 ober Leitung. Wektvanor am a: Aklerweq. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. U n t o n - 2 I) e a t **. r: Täglich Vorstellung. (Dienstags und samstags neues Programni.) . O d e r h e s s i s ch e r K,r n st v e r e r n. Die Gemäkde-IlnSstellung an Souutaaen von 11—3 Uhr geöffnet. ^bcrhess'scheS Musen m und GaU's che Sa mm- tun gen. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich, M u s e n m s ü r Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. ** Ernennungen, Die Gehilfen im^ Gewerbcauf. sichtsdicust Heinrich Spalt in Darmstadt, ,vraiiz Mahr in Osfcnbach, Ludwig Melcher in Gießen und Georg Messer in Mainz wurden zu GcwcrbcinspektionSgehilfeu mit Wirkung vom 1, April ID 14 ernannt, " Offene Stelle, Erledigt ist die Stelle eines Revisors bei dem Großh, Kataster« mt, *» Geologische Studienreise. Am Mittwoch abend trafen sich hier ans allen Teilen Deutschlands eine: größere Anzahl von Mitgliedern der T c u t s ch c n natur- wissenfchaftlichenGesellschaft, um von hier eine lltägigc geologische Studienreise in das rheinische Schftfer- gebirge und die vulkanische Eifel anzntrcten. Am Donnerstag erfolgte von hier aus zunächst ein Ausflug nach 1 den an Versteinerungen so reichen und weithin bekannten Sandsteinbrüchen von M ü nzen b er g, Abends kehrten die Teilnehmer, dariknter 'zahlreich« Damen, nach Gießen zurück, um am Freitag die Exkursion nach den Lahnbergeu sortzujctzcn, zunächst nach den ..ealbsteinbrüchen bei Wetzlar, Leiter der Studienreise, wie solche von der Deutschen naturwissenschaftlichen Gesellschaft seit einigen Jahren nnt Erfolg unternommen werden, ist Tr, E, Riem an», Dezernent für Geologie und Bodenkunde am Kalisyndikat in Staßfurt-Lcopold- «$011 derGewerbeausstellung. Mit den Vorbereitungen zur Gewerbeausstellung Gießen geht es rüstig voran. Zwischen dem Liebig-Mnseum und dem alten Klinik, bau ist man au der Arbeit, aus schwerem Balkenwerk einen Fachwerlbau zu errichten, in welchem das gesamte ober hessische Berg - und Hüttenwesen untcrgcbracht und auch für den Laien interessant veranschaulicht werden soll. An diesen Ban wird sich ein 10 Meter langer Stollen anschlicßen, in welchem die Gewinnung von Braun! otzleu, der verschiedenen Erze und des Salzes bargestellt wird, Ter Stollen wird elektrisch beleuchtet und eine HauptanziehungS- lraft für die Besucher der Ausstellung bilden. Ferner wird eine geplante alt hessische Bi erwirtschaft, welche noch besonders neben dem Haupt-Restaurant errichtet wird, einen Anziehungspunkt bilden. Die gärtnerische Anlage in nerhälb der Ausstellung wird großzügig von einem auswärtigen Garlenarchitekten durchgeführt werden. Sämtliche Arbeiten werden so gefördert werden, daß die Ausstellung pünktlich am IN Mai, wie vorgesehen, eröffnet werden kann, ** O b e r h e s s is ch c r Knnstverci n. Die Ausstellung ist an den beiden Ostcrseiertagen von ll bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. ** Ter frühere Direktor der Lollarer Gewerbe b a n k a u s der Hast entlassen, Ter am 23. November 1913 auf Antrag der Großh, Staatsanwaltschaft Gießen in Untersuchungshaft genommene Schuhmarcnrci- sende Hermann Nies, der frühere Direktor der in Konkurs geratenen Gewerbebanl, ist vor einigen Tage» aus der Haft entlassen worden und zwar, wie wir hören, gegen Stellung einer Kaution von 6000 Mark, ** K leine Mitteilungen, Ilm die Krcisstraßcn im Kreise Friedbcrg zu verbcsscrn, werden zurzeit eine 'Anzahl Straßen gewalzt und mit Kleinpilaster versehen, — In Bad - Nauh e i in sind scbon icpt nicht ynr in den vericlncdencn Hospizen, sondern auch in den Privathäusern viele Kurgäste angckomnicn, sv baß zurzeit clwa KnrsremOe i» Bad-Nauheim wm'len, — Ter Erlllosierlebkiing Heinrich Tiebl, welcher bei dem Tchlosscr- meistcr Rupoel in B u k> d a ch in Lehre steht, hat sich a u s unbe kannten Gründen a»: >, 'Avril 1911 ans seiner elterlichen Wohnung dahier entkernt und ist bis jetzt nicht wieder zurnckgekehrt. Derselbe ist ein sehr geweckter, lebenslustiger lijäbriger junger Mensch, Es ist anzunehmen, daß ihm ein »usall zugcstoßcn ist, — Geh Forstrat i. P, Albert Haberkor n ist am Mittwoch abend in Dar IN st a d > nach längeren Leiden im 73, Lebensjahre ge- storken, — Nach iängcrci» Kranksein starb in Maanz eine in waten Kreiten bekannte Persönlichkeit, Herr Wilbeliii Hartz n r g e r. H, nnu ein Bruder des tzelannten, 1906 i» München verstorbene» Malers »nd Zeichners der „Flieg, Bl,", Edm, Harbnrger, — Einen außergewöhnlichen Fund mackllcn einige Schulkinder in S c l i g c ii si a d t. In der Nähe der Stadtmühlc schwamm ei» Palet ans Land mit der Leiche eines neugeborenen Kindes, bas bic unnatürliche Mutter jedcnialls den Strömen des Mains auSgesetzt batte, Tie kleine Leiche >»»rde dem Leichenhansc zu- gelührl. Eine geeichlliehc llntersuchung in cinqeleitrt, — Eine Windhose richtete in ,F r o s ch h a » I c n beträchtliche» Lchadcn an. In einer Rcihc von Häusern wurden die Fensterscheiben zertrümmert, Ein Hojtor wurde aus den Angeln gehoben iiitd weil iortgeschleudert. Bon einem Hause wurde die ganze vor- dcre Hälste des Daches abgehoben und aus dir Straße gestürzt, — Seit Ende März ist der 42jährige Exportcur Eiigcn Rci- ningcr aus Frankfurt vcrschioundc», nachdem es ihm gelungen war, auswärtige Firmen .um sehr bedeutende Beträge, die zusaiiiine» mehrere >00000 Mark ausmache», zu betrügen. Vermutlich hat sich Rcininger, in dessen Begleitung sich die Frau eines GeschSstsireundrs befindet, nach Amcrila gewandt, — Tic Bahnvcrwaltung beabsichtigt, g» dem Bahnübergang der Strecke Lollar Grünbcrg in der oberen Hauptstraße in unserem Orte eine Schranke errichten zu lastciz. Zu dicsrni Zwecke faßt iic den Ailtomobil-, Fuhrwerks- lind Personrnverlchr vom bis 13, d, Mts. durch einen Bedienstetcn zählen. So ivurdc festgcslellt, daß au einem der letzten Tage 74 Aiitomobilc „n- seren Ort dnrchiuhrcn. Ter Kreistag setzte den Haushalisvlan i'ir 1911 für B ied e nkopi auf lö3 988 Mar! fest, — Ter Haushaltsplan für den Kreis F l 0 n kc n l> c r g wurde vom Kreistag an: -,01 003 Mark iestgejetzt. Ferner ivurdc der 2lnichluß des Krei'es an dir Ilebertanüzentrale der Edcrtalsverre beichlos- ien , Der Zweigvcr-i» vom Raten .Kreuz zii K i rch ha inl lloü't^ iür den Baufouds der Marv'.irger Walderholungsstätte LnnökieiS Gießen, ft. Lollar, ll>, April, Seit Wochen sind die Preise jür Schlachlvieh erheblich gesunken und allenthalven liest mc.ii von eine», P r e i s a k > ch l a g des Fleisches, Hier sind die Preise jedoch nach wie vor gleich hoch, ES wäre sehr zu ivünschcu, daß die hicsigeii Metzger dein Beispiel ihrer Kollegen auscher Ilingegeud solgcn wiirden und eine» Prcis- abjchlag^jür Fleijcki- >ind Wurstwaren eintretcn ließen, , ,..T — t a u je nb erg , 11, April, Zu dem L'ijährigcn Dicnst- lub'lauu, des Bürgermeisters Stephan wird uns noch gc- Ichrieben: Krieger-, Gejang- und Turnverein, sowie der Orts- Vorstand brachten dem .Jubilar eitlen Lampionzug dar, wobei der Gcjangvcrc», einige Lieder vortrug. Nach dem ersten Lied „DaZ ist der Tag des Herrn", hielt eine Gkiiieiiidcrgtsinilglied eine Anjvrachc, die mit eine»! Hoch aiif den Bürgermeister endete. Hieraus wurde deni Jubilar ein vom Ortsvorsland gestifteter Ruhesessel sowie eine von dem Verein gestistetc Ehreiiurkunde überreicht. Tan» ,eog man niit Sang und Klang nach bem VerrinSlokal, ivo die Teilnehmer zusanimcn mit dein Bürgermeister in feuchtfröhlicher Stiinm>i„g einige Stunden verlebten, Kreis Alsfeld, — SR nin r ob, II. April. Am zwcitei, Oflerleiertag begehm, die Eheleiite Landwirt Joh», Hof das Fest der silbernen Hochzeit. Starkcilburg und Rhcinhessen. m, Osscnbach, ll, Llpril. Ten Schauvlatz einer schweren Bluttat bildete am Karfreitag die Sandgasse, t*m' >ener Gassen Alt-Ossenbachs, die in schmutzigen linb winkligen Häusern zweifel- hasten Elenienten Untcrschluxj gewährt. In dem Hause Sand- gassc 24 bewohnt der 21jährige Schirmslickcr Karl Wein- g ä r t n c r mit Frau und Kind ein Zimmer, dos »ach dem Hot zu gelegen und nur ganz notdürftig möbliert ist. In der Kärirntogs- »acht wurde ctwa gegen > .,3 Uhr morgens Frau Weingärtirrr durch einen Elegenstand, der vom Fensterbrett heruntergetalken war, gus deni Schloie aufgeweckt, 'Als sie Licht gemacht hatte und nach dem Fenster sah, geivahrtc sie einen trcmden Man», der nach ihrer Aussage sich an, Fenster zii schaffen niackftc und in der einen .Hand einen g e z ü ck t c n D o l ch hielt, Ta ihr Mann nicht gleich munter ivurdc, ergriss sie einen Revolver, UNI damit den Einürrngling zu verscheuchen. Tiefer aber ging nickst vom Platze und konnte sich auck> nicl.t dazu bewegen, nachdem der mit großer Mühe aus dem Schlafe ausgerütteltc Ehcmaiin, der ausänglich vermutctc, daß es sich um ciucn Bekannten handle, ihn durch Zureden ziim-Nachhausegehen zu beivegcn versucht hatte. 'Als danach Weingartner sich aus den Hof bewegen wollte, trat ihm der llnbekaiintc mit dem Dolchmrsser entgegen, W, feuert: aiis seinem Rcvolvrr zwei Schreckschüise ab Und gab von dcr Haustür aus einen dritten Schuß aut ben Eindringling ab, nackidem dieser sich abermals mit den, Atesser gegen ilgl geivandt liottc. Tiefer Schuß versohlte sein Ziel nicht und trat direlt in die Hirngcgcnd, Ter Mann brach am Voreingang blutüberströmt zilsammcn, Tic Polizei war bald am Tatort erschirnrn und nahm den 'Attentäter fest, dcr iwch in der Nacht cinrm eingehenden Verhör unterzogen wurde. Der Erschossene wiirdc im Krankengutomobil ins städtische Krankenhaus gebracht, wo er am Freitag mittag i/,ll Uhr seiner schweren Verletzung erlegen ist. Der Erschossene ist der 3k Jahre alte Gelegenheitsarbeiter Lldani Preis, der verheiratet ist und in dem.Hause Gclcitsstraße 75 wohnt, Hessen-Nassau. = Frankfurt, 11. April, Am Tonncrstag abend um -,9 Uhr ivurde die Feuerwehr durch den Feuermelder deci großen Getreidesilos im Westhgfen zu Großfeuer alarmiert, Tie Wohnlabine deS 30 000 Zentner fasjendeii Kohlen- schifscs der Bereinigten Frantsurtcr Reedereien „Duisburg 10" stand in Helle» Flammen, Ter Schisfmann aus H o »i b c r g am Niederrhein war gegen 6 Uhr mit einem Bekannten nach der Stadt geganacu und die Matrosen halten schon zuvor das Schiss verlassen, so daß während des Brandes u i e m a n d a n B o r d war, Erft gegen 10 Uhr läm dor Schisser zurück iliid fand sein» Habe vernichtet. Eine Untersuchung des Schiffes, besoiibers des Border-j WohnraumeS dcr Matrosen, bewies, daß dieser Raum, ivie auch die Schränke und K oinmod e ausgebrochen waren, Wäsche „nd Kleidungsstücke lagen umher und in dem ilutersten Raume, in dem nur der Borraum ailSgcbrannt ist, war der Verschluß des Schrankes abgerissen und eine Suiumc Geldes i» Gold schltc, ivährend die Jnvalidcn- iärteu und die Pcrsoualpapicrc noch vorhanden waren. Es liegt soniit Einbruch und Brandstiftung vor, -i- Eschwcgc a, d, Werra, 10, Avril, Während dcr vergangenen Nacht wurden in dem benachbarten Torfe K a l t c n c b c r durch ein verheerendes Großseuer vier B a u e r u g x h ö f t e v o l l st ä n d i g ei n g « ä s ch e r t, Mit- verbraunt sind große Stroh- und Futtervorrätc, sowie land- ivirtschaftlichc Maschinen, Dcr entstandene Schaden beträgt ctwa 80000 Mk, und ist nur teilweise dlirch Versicherung gedeckt, Tic Eutstehungsursache das Fciters ist noch unbekannt. Spott, -hnndcsvo r t. Am 26, Avril d, I, ist wieder einmal allen chiinbebesitzern Elclegenheit geboten, ihre Ticrc von sachmännlsibcr ereile beurteilen :» lassen und sich dadurch über bereu Wert in zuverlässiger Weise unterrichien zu können. An diewm Tage veranstaltet nämlich dcr Verein „H u n d c sv o r t für Gießen und Umgegend, c. V.", aut der „LicbigShohc" eine allgemeine Ausstellung von Hunden aller Rassen, die vom Kartell der Stammbuch snbrendcn Sondcrklubs anerkannt ist und bei dcr nur Kartrll- richtcr die Hunde vrnscn werden, vlrößcre Verbände gliedern ihre S o n d e rau s ft e l l u ng e n an diese Veranstaltung an, so der „Pinscher-Klub, Sitz K öl n", der „Deutsche Boxer- Klub, 2l b t c i l n n g Hessen-Nassau Hesse n" und de: „T e ii t s ch e T o g g c n K l II b , Abteilung Süddeutsch- t a n d". Die Geschäftsstelle ftir die Ausftellnnq ist bei Wilhelm Hombcrgcr, Seltcrswcg 52, Meldeschluß >6, 'April, Lattdwirtschaft. --- Leihgestern. 11, Avril, In den Tagen vom 12. bis 14, d, Mts. hält •••>! er Mitteli> e „t sche ll'nnt neben > ii ii b Geflügelzucht-Verband seine Jubiläums- Aus stell un a ab, Sic wurde dem Kaninchen- und Gcslügel- zuchtvercin Leihgestern übertragen nnd findet in den großen Hallen der Restauration W, Tern am Bahnhot statt. Aller Voraussicht »ach ist eine Schau zu erwarten, die sich i„ allen Teile» den bislicrlgcn Veranstaltungen des Mitteldeutschen Kaninchen, luid Geflügelzucht-Verbandes würdig zur Seite stellen kann. knitschiffahrt. 4l- Gotha, 10, Avril. Ter Flieger Ernst Stöfs ler wird am Montag, 13.April, früh um 5 Uhr vom hiesigen Flugplatz ab seinen Start zum Sternslug nach Monaco beginnen, Stöfflcr fährt ohne Passagier, er nimmt aus seinem Toppeldcckcr 130 Kilogramm Benzin mit. Dresden, 10. April, Als der Flieger R e i ch c l t heute nachmittag 6>Z Uhr auf einem Eindecker mit einer Tamc als Fluggast ausgesticgen war, explodierte nach einet Schleisenfahrt über dem Flugplatz Kaditz Plötzlich der Motor, Ter Apparat stürzte brennend zur Erde,' Tic Tamc blieb tot, wahrend R e l ch e l t schwer verletzt unter dem zertrüminerten Apparat hervorgezogen wurde/ Reichelt ist kurz „ach seiner Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, Ter Unfall seiner Aerotaube wird aus die Beschädi- guog und den Bruch eines Flügels des Apparates zurückgc- suhrt. Die bei dem Absturz getötete Tamc soll eine Schwä- gerin Rcichclts sein. ^ 1 10 m . c N " voleon Bonapartc, dcr N r g r o s fllc J{ a o l c o n § I., hat sich, wie aus Washington gentclb vermählt^ CmCr ® rau blanche Sircbeigh, geschiedenen Picri Kleine Tagcrchronik. -- , der Nachtzum Freitag wurden an vier Tenkmälcrn in d S, 1 C >r„ C Berlin die Sckinäbel mehrerer Marmoradlc die die Bankprosilc zieren, schiver beschädigt, Tic abgeschlagen! ©dliiabcltrilf sind in jatillofc Stiirfc seritjlittciit. SU;, bcr ~at fcr dächtig wurde ein Man» sestgenomnien, der IN der fraalictmi -kit bic Kette eines Denkmals überfticej. Sei dem Verhafteten wurden ein mitlclgroster Stein und ein starkes Messer vorgciunden er ist anscheinend geistesgestört. Es handelt sieh „n, den im Jahre 1K73 in Bitrn geborenen pensionierten Zlabsarzt der sranzüsischen '"ia rine Antoine 91 ftiet. Sei seiner Vernehmung an> dem Polizei Präsidium machte er derartige Angabe», das, man überzeugt war einen Gei'teslranken vor sich zu haben. Tie Zuckerfabrik in Noscnthal kB r c s l a ns ist in der Nacht »um Zreiiag niedcrgebrannt. Das erbaute Maschinen-.vanrn- gcbäudc, das etwa 159 Meter lang und 25 Meter tiet ift, „nd nuf dcm Erdgeschoss und drei oberen Ztockwcrten besteht, in völlig ausgebrannt. Bei Zell im Zillertal sind vom Lcinzcnberg grosie Fels- niassen zu Tal gegangen, im ganzen etwa 4000 »nbismeter Die mit dem Berge liegende Wallsahiislirche Maria Rast droht an zustürzen. rritivct sitäts>Naer,ricl)ten. — Ter Privatdozent vr. jr»r. Freiherr v. S cb w e r i n in Bi UN dien hat den Ruf nach Berlin anaenornu:cn und wird teine r.cuc Stelle schon zu Beginn deS bevorstehenden Cominerjs.nesters übernehmen. — Tem Rechtshistoriker Wirklichen Geheimen Rat Proiessor Tr. deinrich Brunner in Berlin, Mitglied des Herrenhauses, wurde anläßlich seines goldenen Doftoriubiläu'.nL die Groste Goldene Medaille snr Wissenschasl verliehen._ l>ie nach* A PT7tP sind T0U Uhr mittag? bis 12 Uhr stehen Jon ävi ci l C nachts uur für dringende Fälle sicher auzutrefien : D u / 4 Sonntag. den 12. April (1. Ostcrfciertag:): i>r. Büchner, Frankfurter Strasse 12. l>r. Steinreich, Neuen Baue 25. Montag;, den 13. April (2. Osterfeiertag): t)r. Meyerhort, Süd Anlage ineben der Johauneskirchei, I)r. PI och, Aster weg 34 Für dringende Fälle ist sicher anzutreffeu: Sonntag, den 12. April (1. Osterfeiertag) : I> r * Reioewaldi Süd-Anlage 18. biuduhl «Li; Fernsprecher 763. Montag, den 13. April (2. Osterfeiertag): _Zahnarzt Ä'?i._ Detkcraussichtcn in Lessen am Conntaa. den 12 , Llpril 19X4: Znnachn Trübung, Gewitterneigung und Regeniälle, dann Am» heitcrnng. wann, südliche Winde. Letzte Nachrichten. Unglück im Bergwerk. cf). Geisenheim. 10. April. Ein schwerer Unsall ereignete sich in dem Tagcbau-Ltollen der Ärnbc Rothenberg. Der '.Irdener P v r a z i aus Italien war mir einigen anderen bejchai tlgl, unmittelbar vor Lrt einen sogenannten Bau zu scheu, als sich een Keil Material aus der ! ,90 Meter hohen Strecke toslvne und den Arbeiter zu Boden drückte, Sbwobl der Verunglückte wtar! zu Tage gebracht wurde, tonnte er nicht mehr gerettet werden. Ein Bruch der Scki adeldecke halte seinem Leben ein Ziel gejev:. Ter Verunglückte hinterläht Frau und em Kind, die in Italic» leben, Prinz vernrichausdcröcimreise. Montevideo, l 1 Avril. Das P r i n z c n p a a r Sein rich oon Preußen hat an Bord des „Kap Trafalgar" die vkimrrisc angclrctcn 10000 MarksürgurcJdccn! Ta das Wetter während der Feiertage schlecht sein kann, seien die Leser ans da; in der heutigen Nummer enthaltene intercssante und lohnende Prcisaus- Ichieibe» der Providol-Gejellschast in Höhe von lOlXX) Mark ans merlsam gemacht. dv" , kisllsdssitLer iiöcüsten Rabatt. !! Linoleum-Betegenheitsangebof!! Einfarbige Monopolware bester Qualität ohne Jeglichen Fehler ond Tadel. 22 mm stark, braun . . per D-Motcr Mk. 2.r*0 12.2 mm stark, antikblau. per D-Meter Mk. 2.85 2.2 mm stark, kupferrot . per D-Metor Mk. 2.70 1,8 mm stark, braun . . per □•Meter Mk. 1.70 2.2 mm stark, resedagrün per □-Meter Mk. 2.85! 1,8 mm stark, feine Farbenper □-Meter Mk. 1.80 Imaid-Linotcum, koste I lllIe Muster gehen durch I » □•Meter von Mk. 2.25 an jsSIpß^a-finOiClilTOj yj , u. durch und sind ohne \ ä □-Meter von Mk. 2.20 an Gpanii-LitloEeUffn, ,, | Fehler. | ä □-Metel* von Mk. 2.10 an Druck-LiiioSeutn □-Meter von Mk. 1.35 an. Bei Bauten Extra- Offerte. — liegen durch Fachleute. Nur Altegasse 27/29 C. 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Zucherhrankheit, HusJchläge, flediten, Krampfadern, fuß- und Belnletden etc. Heute morgen verschied nach kurzem, schwerem Kranken- Rj lagcr mein lieber Gatte, unser treuhesorgter Vater, der l'-.J 1 Fürst!. Braunfels’sohe Oberamtmann Fritz Brückmann im 55. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Brückmann und KinSir. Hof Birklar b. Lieh, den 11. April 1914. 48H Die Beerdigung findet Dienstag nachm. 3 1 /, Uhr in Birklar statt. — Von Kondolenzbesuchen bitten wir abzusehen. d «räm-sä. i Für Schuh nrtb Leder Riiitmt als Schiihkrem ein Jeder 's ist ja so sparsam im Betrieb mit Sparsieb. » Fabrikant: Rud. Starcke in Blelle. früher Branrrei Sorticki. fl. Woizsn-Bock. Prima Weizeubier, fast alkoholsrei. Erfrischettdstes und betömmlichstes Getränk. 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Mi Reservefonds aus 1912 23634.17 Geschäftsanteile 867.’— Reingewinn aus 1913 6419.57 Noch zu zahlendes Gehalt 704.33 Noch zlf zahlende Mankovergllt. 350.— 31 975.07 Mitgliederbestand Ende 1912 .In 1913 gingen zu . . . 31 975.0? 269 4 Zusammen 273 In 1913 gingen ab . . . . 5 Bestand am 31. 12. 1913 ... 268 H. Meper, Direktor. K. riegsried, Lagerhalter. NUl UllIllUIHUli] finden das Interesse jeden Brautpaares. 4769a Dieses Schlafzimmer v a Ul Spiegelschrank Q7C 180 cm breit . v l d. 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April (Ostermontag), abends 8 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins 1846 Feier des 15 jährigen Stiftungsfestes nebst Festball 4493 0 Gau-Saal-Konkurrenzen» Radreigen» Radballspiele:: Preisverteilung der Olympia-Prüfungsfemfahrt »»Rund durch Westdeutschland" Zutritt nur gegen Karten, welche beim Vorstand erhältlich DER VORSTAND .LEIPZIG 1914 MAI- OKTOBER Weltausstellung BUCHGEWERBE GRAPHISCHEN KÜNSTE Eigene Gebäude fremder Staaten SONDER-AUSSTELLUNGEN Festliche Veranstaltungen Grosser Vergnügungspark Steins Garten I. Osterfeiertag : Militär-Konzert der Kapelle des Infam.-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeister W. Löber. Anfaii- 8V 4 Uhr. Eintritt 50 Pfg. _ Kein Weiitr,wang. _ 466ü Liebigshöhe. Am Dienstag, den 14 April (3. Osfcrfeiertag) ITliiifärkonzerf ausgeführt von der Kapelle, des hiesigen Infanterie- Regiments „Kaiser Wilhelm* unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber. Anfang 4V, I hr. < 1029401 Eintritt 45 Pf*. Cafe Ebel. Am 2.Osterfeiertaq: Konzert. Am 3. „ Militärkonzert. __«ui»»« 8 Uhr. -NU O2983 Klein>Linden Gasthaus zur Deutschen Eiche. Am 2. Osterfeiertag: Grosse Tanzmusik Es ladet höfliehst ein 02917 ____ Fritz Krüger. Jagdschlösschen Dutenhofen. Tel. 423. Inh.: Gg. l*eil. Tel. 423 Am I. Osterleiertag von nachmittags 4 Uhr all Großes Konzert Eintritt frei. Am 2. Osterfeiertag von nachmittags 4 Uhr ah Tanzvergnügen wozu ergebenst einladet _U « * Peil. Leihgestern Vom 12. bi« 14. Mtiril (Cttern): Jubiläums AuSstcllnttg des Mitteldeutschen Kaninchen- nud Geftügel-Verbandes j t Restauration W. Lern am Bahnhof, verbunden mit Preisschiestcn und Tanz. 4731 Itahnhofstrasse 34 Ab bellte Samstag bis inkl. Dienstag: Der Kampf ums Leben Film Nr. 4 der Path^-Schlagcr-SerSe. Drama in 4 Akten. In der Hauptrolle die Pariser Mode-Schönheit Madame Robinne! Was schreibt die Presse über diesen Film? Leipziger Tageblatt : Ein nener Film. Die Firma Pathö fröres hatte am Montag die Vertreter der Presse zu einer Vorführung nach ihren Geschäftsräumen im Königsbau eingeladen. Fs handelte sich um die Uraufführung eines neuen Films, der sich „Der Kampf ums Leben“ betitelt, und in außerordentlich schön kolorierten Bildern das Lebens- schicksal eines Mannes schildert, der, durch Neid und Mißgunst um Stellung und Verdienst gebracht, sich doch ehrliches'Wesen und starken Charakter bewahrt trotz allen Leids, das er erfahren muß, und aller Hindernisse, die, sich ihm in de i Weg stellen, doch wieder hoch kommt und schließlich sein Glück macht. Die Szenenführung ist, wie kaum anders zu erwarten, wieder glänzend, woran natürlich auch die hervorragende. Darstellung des Films durch M. Alexandre und Gabrielle Robinne ihren Anteil hatte. Der ganze Film ist wunderbar koloriert. Gabrielle Robinne im Film ist unvergleichlich M. Alexandre im Film ist stets eine Sensation. Beide Mitglied der ComOdic francaise in Paris. Erstklassig Mnsik der Künstler • Kapelle Herrmais (anch am 1. Feiertag}. :=U Wirtschaft „Zum alten Fritz" : Ruttershausen : Am C ilerjcietlan Grosse Tanzmusik 0288S _ Fritz Schön. SfCotel Scßütz v gießen j Besitzer jCudwig SfClingler Zßaßnßgfstraße 52 :: Fernruf 164 j ßüie neußer gerichteten Oiestaurationsräumlicßfreiten j j empfehle einem geehrten fPußlifrum zur freundlichen j •- c "Benutzung :::: FKelle und ßMüncßener Eftiere, Oleine ! ! TO eine, TJorzügl. Olittagsiiscß, Oleicßß. EÄßendfrarte I Ostersonntag aßends von 6 Tlßr aß: Souper ä 1.60 OYlfr. Königin-Suppe Rheinsalm-Sauce-Golbert Salzkartoffeln Ochsenzunge garniert Franz. Poularde Salat - Kompott Eis Oftermontag aßends von 6 Tißr aß: Souper ä 160 Ochsensc/i weif suppe Schleie blau, Butter Kartoffeln Kalbsrücken mit Spargelgemüse Rehbraten in Sahnensauce Salat — Kompott Eis Kesselbach Aeu eröffaet! Ken eröffnet! „(•astliaus /.nm Ralmhof“. 2 grosse Säle, separate Zimmer für Touristen, Gesellschaften, Vereine etc. Gartenwirtschaft. Schönster Ausflugsort der Rabenau. o a?» _b ____ -> ii Gutgepfl.Biere, Inh.: BBa IUNIONTHEATER 8I Seltersweg 8I 4745a Vornehmster Aufenthalt am Platze. Samstag, 11. April, Sonntag, 12. April, Montag, 13. April: Ein grosses Monopol-Schlager-Programm Wochenübersicht des Uniontheaters wemvLZvorke'L Bubis neuester Streich Gespielt von dem kleinen 5-jährigen Willy. Der Kampf mit Schmugglern. Drama in Mi Akten. Ein spannender sensationsreich. Film in bisher noch nie gezeigter Ausführ. Sensation! Zum Paradies der Damen Herrliche Komödie in 2 Akten. Nach seiner Novelle inszeniert von Walter Schmidthaeßler. In der Hauptrolle die glanzende Künstlerin Hllllllj Weisse Grosser Monopol-Schlager! Alleiniges Aafffihrnngsrecht lir Giessen. Die bildhübsche französische Künstlerin im 3-aktig. Drama SuzanneGrandaisz Man empfindet einen grossen Genuß,wenn man diese kedemtendeKünstlerin in ihrer überaus schwierigen Rolle sicht. Mit ihrer Kunst versetzt uns diese elegante Pariserin in Staunen u. Bewunderung. Dieses Drama ist spannend von Anfang bis Ende. Die Direktion. Wellersburg 3. Ostertag Grosse Tanz-Musik wozu einladet (4726) Heinrich Weller. g: Londorf. 5® Am 2. Cftcrfeiertofl sinket in meinem Saale Tanzvergnügen statt, wozu frenndlichst cinladet 4794 Gust. Borger, Gastwirt. E£9 n| Am 2. Feiertag: Tanzmus k* 2 ™»™ ■ HllklllHMISl p h . Hofmann. Tanzmusik Kaiser Allee 02955 lüiiwrpiip 02975 Sehlttter. Meinen lieben Eltern. Herrn Johannes Hof nebst Gemahlin Lieschen Hof geb. Appel in Rainrod zu der am 2. Osterfeierta^e stattfindenden 02963 Silberhoehzeitsfeier die herzlichsten Glück-n. Segenswünsche Gießen, den 12. April 1914. Elise Hof. Mw. Konsumverein Allen-Bnseck (?. <4. nt. «. H. Generalversammlung Lamstag. den 48. April d. I., abends 8Uhr im Saale des Gastwirts Gerhard Koch. Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage pro 1913, 2. Verteilung des Reingewinns und Entlastung des Vorstandes, 3. Verlegung der Lagerhallerstelle, 4. Verschiedenes. Unseren Mitgliedern zur gefl. Kennlnisnahmc, daß die Bilanz pro 1913 zur Einsicht der Mitglieder vom 10. bis 18. April d. I. in der Wohnung des Direktors Vogel offen liegt. 4743 Allcn-Buseck, den 9. April 1914. Für den Aussichtsrat: Louis E i n h ä u s c r. MinneburgWetzlar 1. Feiert, nachm, u. abends Konzert d. Künstler-Kapelle Sandorn Eintritt frei. 2. Feiertag Tanz Eintritt frei. Tanz frei :!. ttcicrtnn Konzert. I47S0 Mokkn-Kastee. tiiciia. t'ager- bier. »rastbier. Kulinbacher, Petzbriiu, Pilsener Urauell. Staufenberg. 2lm 2. Feiertag: Tanzmusik wozu frenndlichst einladet L. OeiKsler GaftbanS j. kühlen Grund. Prima Speisen und ft. Pfungftädler Btcr. Grossen Büseck Am S. Citcrfcicrtnoc Gr. Tanz-Musik wozu einladet ™, a ^finri tfi Sriitf Hmniijffltar Sonntag, d. IS.Avril 1 f»14 finde! in derTnrnballe unser diesjähriges v2Afti> Oster-Kränzchen statt. Anfang 7' . Nhr. Montag, de» 43. Avril: Ausflug n. d. Wcllersbiirg Ter Borstand. .weiten Ostericiertaa Friihtour nach dem Gleiberg Abmnrich 8U1>r8ahnl>riiite Zahtr.Bekettigniig erwüniäu Ter Vorstand. |*-' n> L) Kaiscrpnnsrnma Asterweg 16 Heute den 1. u. 2. Feiertag sow. folnenbc Tg ge, Reise in Aus diese herrliche Reise mache besonders aufmerksam. Erwachs. MPfg. Mud.lstPsg. Ter Besitzer. Gesangverein Harmonie Gegründet 184«. 1. fteierinn: iluiammcntnnil zur Lndwigsdurg, «,eu cheldeim b.Miigl. Stumps, bei ungünstiger Witterung abends,gnsammenkunfi bei Äiilgl.Fischer, Feisenkester. 2. Feiertag morgens: 7>vii Ii ichovven im Vrreinslokal bei MilgiiedTchweinsberg. inttingS: Zniaminenkiinst aus der Karlsruhe, be ungünstiger Witterung be Miiaiied Jochen:, Pulver Mühle. 4M Freilag, 17. Avril, abends Gesangstrinde. BoiiznhiigeS und vünkilichee Erscheinen erforderlich. Ter Vorstand. Muschiiikilbnner- Gesangverciir 4. Feiertag abend bei Mitglied Vera 2. Feiertag abeud bei Mitglied Vops 3. Feiertag, Friibichovveu bei Mitglied Kunz, -saber kasten. i.7-i 1 TerVvriiand Bnncr scher (tzesang - Verein. 1. Feiertag mittags 12 Uhr- Zusammenkunft im „frankfurter Hof". 2. Feiertag: Ausflug nach Lollar iLindej. 4773D Der Vorstand