Nr. 84 Drittes Blatt M. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme de; Sonntags. Dis „tzießener och- und Tiefbau cr- sorderlicheu Aemter und Baubeamlcn demnächst vorzu- schlagcn. Es besteht ferner Einvernehmen darüber, daß die Stellung der Bauämter, soweit möglich, s e l b st ä n d i g zu gestalten ist, und daß auch in den Beziehungen, in denen ein Zusammenwirken zwischen Bauämtern einerseits und den Verwaltungsbehörden und Selbstverwaltuiigskürpern an dercrseits unerläßlich sei, unter Abänderung der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen, iiauientlich des Art. 35 Abs. I des Kiinststraßenbaugcsetzes. den Baubeainten eine ihrer Vorbildung entsprechende Stellung gcwäbrlcsstet werden soll. Tie in der Denkschrift der Regierung lctonte Notwendigkeit, auch das mittlere Baupersonal zu verstaatlichen, wurde allgemein anerkannt. Ferner wurde erörtert, daß es an einer Zentralinstanz für den Tiefbau, insbesondere für die Straßenunter- haltung, fehle, und daß ein A u s b a u d c r M i n i st e r i a l - abtcilungfürBauwesen in dieser Richtung unerläßlich sei. Diese Abteilung sowie das sämtliche ihr zu unterstellende Bcamlcnpersoual soll dem Ministerium des Innern zugewiescn werden. Am Schlüsse der Verhandlung erklärte die Regierung, daß sie nunmehr aus Grund der vorstehenden Leitsätze in die sür eine Neuordnung erforderlichen näheren Feststellungen und Verhandlungen mit den beteiligten Faktoren eintrcten werde; sie hoffe alsdann in dem nächstjährigen Voranschlag bereits bestimmte Vorschläge für die Neuordnung der Bau waltung machen zu können. Rumänien als Bundesgenosse Albaniens. Wien, 8. April. Die „Neue Freie Presse" meldet auS Bukarest; Die albanische Regierung erbat die Entsend « ng einer rumänischen M i l i t ä r m i s - si o n nach Alb an icn zwecks Reformierung des albancsischcnHcercs. — Zwischen Albanien und Rumänien finden Verhandlungen wegen einer Intervention Rumäniens aus Anlaß der Epirussrage in Athen statt Die rumänische Regierung hat bereits diskrete Schritte in Athen un te ru o mnien. Dcntscbe» Zlcid*. Ter gefälschte Kaiserbries. Tic „Norddeutsche All gemeine Zeitung" schreibt: Zu dem unüberlegten Vorwurf einiger Blätter, unsere Mitteilung über den gefälschten Kaiserbries hatte acht Tage f r ü h e r erscheinen müssen, möchten wir bemerken, daß es gar nicht in der Macht der amtlichen Stellen lag, eine schnellere Aufklärung zu schassen. Zunächst war nicht bekannt, ob das Original des Brieses an die Frau Landgräfin von Hessen überhaupt noch existierte und wo cs sich befand. Erst nachdem der Brief aus dem Nachlasse des Kardinals K o p v an die Adrcssa- tin zurückgclangte, bestand die Möglichkeit, die über seinen Inhalt umlaufenden Angaben als freie Erfindungen cinwandsrci sestzustellcn und zu kennzeichnen. Das geschah nach an demselben Tage, an dem der Reichskanzler eine beglaubigte Abschrift des Originals erhielt. Verleihung des Schwarzen Adler-Ordens. Ter Kaiser hat dem Erzherzog Peter Ferdinand von Oesterreich den Schwarzen Adler-Orden verliehen. Ansschnb der Kanzlcrreise. Dem Vernehmen nach mußte der Reichskanzler die Abreise nach Korfu ivegen der Erkrankung seiner Gemahlin zunächst verschieben. Tie Ta nie des Erbprinzen von Braun schweig findet dem herzoglichen Obcrhosmarschallamt zufolge am st. Mai statt. Vom Grafen P o s a d o w s k h. Im Alter von 73 Jahren ist am Mittwoch morgen die Gattin des Staatsministcrs und langjährigen Staatssekretärs des Innern, sowie Mitglied des Herrenhauses, Grasen v. P o s a d o w s k N - Wchncr gestorben. Azirlanv. Ter italienische M a r i ne m i n i st c r Gras M i l l o wird sich an den Osterscicrtagen nach San Rcmo begeben und dem Großadmiral v. Tirpitz einen B e s u ch machen. Premierminister A s q u I t h ist ohne Gegenkandidaten ivicder in das Unterhaus gcivähl! worden. >1 c b c r das Verhör des früheren Finanzmi < nisiers Eaillaux, welches nicht weniger als sün> Stunden dauerte und sich zu einer ivahren Verteidigungsrede Caiilaux- gestaltete, wird auS Paris genieldct: Caillaur schilderte eingehend die vom „Figaro" gegen ihn unternommenen Kämvie, Er führte aus, bah Calmette, dessen Tod er und seine Frau tict beklagten, (einerlei persönlichen Groll gegen ihn haben lonntc. Unter dem Ministerium Waldeck Rousseau, dessen Mitarbeiter er gewesen sei, habe er zu Calmette, der die Politik WaldeE Rousseau'S treu unterstützt hatte, sogar in freundschaftlichen Beziehungen gestanden. Vor einigen Monaten, als^ der „Figaro" die Angriffe gegen iim begann, habe inan ihm Schriftstücke air- gcboten, damit er eine Campagne gegen Calmette iinteriielvnl- doch habe er diese Papiere abgelkhnt, denn er kämpfe nicht tttii solchen Waise». Die Letze des „Figaro" sei immer leidemchast- licher geworden. Calmette habe versucht, ihn in der Erbichaits- angclegenhcil Prieu bloßzustcllen und als sich dieser Angritl als haltlos erwies, sogar verschiedene Leute z» salsck>en Zeugenaussagen durch Geldveriprechungen gegen ihn anstiilen wollen. Er behalte sich vor, den Ursprung dieser Gelder genau zu kennzeichnen. Calmette beabsichtigte auch, gewisse Schriftstücke über die äußere Politik Frankreichs zu oeröiicittlicl'cii, um ihn zu kompromittieren und nur infolge eines aül Ersuchen der berufensten Persönlichkeiten von Barthou unternommenen Schrittes hätte Ealmctte im letzten Augenblick aut die Perösscntlichung dieser Briefe verzichtet, welche die schwersten äußeren Verwicklungen hätten verursachen können. Er persönlich habe diese Ber- össentlichungen nicht nur nicht gefürchtet, sondern geradezu her- bcigeschnt. An dem Tage, wo er wieder frei werde svrcckrn können, wa das ant amtlichen Dokumenten beruhende Werk erscheinen werde, das er über Aga dir geschrieben habe, würden alle Franzosen nicht bloß seinem Patriotismus, sondern auch seiner politischen Voraussicht Gercchligkeit tvtdenahren lassen. Die Tatsache, daß Calmette an die Veröffentlichung derartiger Papiere dachte, beweise jcdemolls, dat; dieser vor nichts zurückschrccktc, um seinen politischen Gegner ntc- dcrzuwersen. Deshalb Hobe er cs auch für sehr möglickt gehalten, daß der „Figaro" seine intimen Briete verötiemlichen tönnle. Seine Gattin habe übrigens von Barthou selbst gehört, daß dieser ans der Straße unter einer Gaslatcrnc eine Unterredung mit Frau Guaydon (ber geschiedenen Frau Eaiilaux't hatte, wobei ilM diese die intimen Briese vorgelesen hatte. Man habe gefragt, welchen Zweck Man mit der Veröffentlichung dieser Briete verbinden lonntc: Zweifellos, weil in diesen Briescn auch politisckte Angelegenheiten behandelt worden seien und weil man gehofft habe, ihm durch die Enthüllung seiner Liebesgeschichte zu schade». Für ihn selbst hätte dies mir nebensächliche Bedeutung gehabt, aber seine Frau konnte dies in ihren heiligsten Gefühlen, inl ihrer Würde als Gattin und Mutter einer erwachsenen Tochter verletzen. Er habe mit seiner Frau stets in innigster Harmonie gelebt. Man habe das böswillige Gerücht über seine angeblichen Ehezwistrgkeitcn verbreitet, aber das gehörte eben zu dev vom „Figaro" unternommenen Eamvagne. Man habe sogar behauptet, daß er der Nebenbuhler Calmettes bei einer Dame sei. Eaillaux schilderte dann eingehend dip bereits bekannten Vorgänge am Tage des von seiner Frau unternommenen Anschlages. Er bestätigte, daß er zu seiner Frau, als sic ihm von der Unterredung mit deni Gerichtspräsidenten Mitteilung machte, gesagt habe: Wenn die Sache so liegt, dann werde ich Ealmctte den Schädel entzweihauen. Aul die erschreckte Frage seiner Frau, ob er dies heute luu werde, habe er geantwortet: Nicht heute, ich werde mir den Tag und die Stunde aussuchen, aber eS wird nicht lange dauern. Nun soll Eaillaux auch Barthou gegcnübergcstcllt werden. Tie G c g c n ü b e r st e l l u u g C a i l k a u x- und B a r t h o u's zielte allein aus die Feststellung ab, ob Frau Guchdon unter einer Straßenlaterne Barthou die beiden intimen Briefe vorgcleien habe. Ohne Eaillaux iörmltch zu dementieren, gab Darthon die Versicherung, daß er bis vor kurzem nichts von dem Vorhandensein dieser beiden Briese gewußt habe, Wahrscheinlich habe Eail- laux, hypnotisiert durch die Furcht vor der Berössöntlichemg der intime» Brieic, geglaubt, Frau Gucydo» habe sie ihm mit- gctcilt, aber er täusche sich. An den Staatswahlcn in Illinois nehmen zum ersten Mal die Frauen teil. In Chicago stehen 2 17000 Frauen i ir den Wahllisten neben 4 ö 5 0 0 0 Männern. Beide Parteien lassen cs sich viel kosten, Magen und Automobile zu stellen. Um die Frauen zu dm Wahllokalen zu bc- sördtzrn. Ber dem Wahlkampf handelt cs sich, tvcsenllich NM die Beschränkung oder dasVerbot desHandelS mit geistigcnGctränken. Europas Herrscher im SUde der Infantin Eulalia. Tie Jniankin Eulalia van Spanien, die im Strand Magazine ihre Lcbcnscrinncrungcn vcrösicntlicht, tvidmet den neuesten Abschnitt ihren persönlichen Beziehungen zu Eurovas Herrschern und gewährt dadurch die seltene Gelegenheit, die gekrönten Häupter einmal aus intimster Nähe von chrcsgleichen betrachtet zu sehen. Tie Prinzessin, die an manchen der Könige, mit denen sie in nähere Berührung trat, eine scharfe Kritik übt, bezeichnet Kaiser Wilhelm II. als „den Stolz und das Muster eines modernen Herrschers." Sie erzählt, wie begierig sic war, ihn kennen zu lerne», da sic als Braut auf ihrer Reise an die Höfe zun? ersten- nral in die Sphäre der europäischen Throne und Kranen cintrat. „Ich war niemals begieriger, einem Öerrscher zu begegnen, und keiner hat je wieder solch einen Eindruck aut mich gemacht. Man suhlte sogleich die 2ck,wingungcn einer starken Persönlichkeit, einen unaushörtich längen Geist, eine machtvoll wirkende Energie, ein lateinisches Temperament, klug und fröhlich. Er hat >cne Art von harten, graublauen Äugen, die man gewöhnlich durchbohrend nennt, und er benutzt sie, glaube ich, mit ziemlicher Kenntnis ihrer Wirkung, wenn er jemanden aus der Fassung zu bringen wünscht. Wer die Fältchen in seinem Gesicht kommen vom Lachen, nicht vom Finsterblickcn, und in seinem Privatleben ist er zugleich entzückend und ungezwungen liebenswürdig. Als ich zuerst im Schloß zu Berlin als Gast tvcilte, war ich crftannt über die vollkonimene Einrichtung des Haushaltes. Man erzählte mir, daß der Kaiser persönlich affe Einzel- I,eilen der Einrichtung übcrwackNe. Als ich das nächste Mal da tvar, sand ich bei meiner Ankunft eine kleine Bibliothet meiner Lieblingsschriftsteller in den Gemächern, die sür mich bestimmt waren, sind ich entdeckte, daß der Kaiser sie ausgewählt und vorbereitet hatte. Das reizende Zeichen seiner Aufmerksamkeit: ist sür ihn ebenso charakteristisch wie die Gründlichkeit, mit derer es ausiührte. Er scheint ebenso gründlich in allem zu sein, was er tut. Seine Tatkraft ist wirklich ungeheuer; sein Geist scheint unermüdlich. Er vollbringt eine ttiiglaubliche Menge von Arbeit und kommt doch zu seiner Erholung noch- frisch und nicht überanstrengt." Den Schlüssel für den Charakter des Kaisers sieht die Verfasserin in seiner Religiosität, die seine ganze Welt- rnschauttNg bestimme. Eine ganz andere, aber nicht minder sympathische Persönlichkeit ist Zar Nikolaus II., der so gar keilt matestälischcs Aus- '.retcu hat. „Er besitzt mehr menschlick-e Zättlichkeit, als ich ie bei einem andern Manne sah. Er tritt in einen non Menschen -rsüllten Audicnzrauni mit derselben freundlichen Güte und Un- iewußthcit seiner selbst, wie er sich im Schoß seiner Familie bewegt. Seine Augen haben immer den klaren Glanz einer klaren Seele. Er macht zunächst leinen großen Eindruck, weil er unfähig ist, irgendeine Rolle zu spielen, selbst die eines Herrschers. Aber je mehr man von ihm sieht, desto mehr wächst er in unserer Anschauung. Er hat keine Neigung für Pomp und Prunk, iür Uniformen und Zurschaustellung kaiserlicher Macht. Er ist klug durch die Klugheit des Mitleids, begierig, seinem Volk zu helfen, und in seinem Denken an seine Untertanen wohl- tvollcnd in einem Grade, zu dem ich keine Parallele kenne. Ich denke, daß er cs diesen »ich! zu nerkcnneudcn Ausstrahlungen seiner Herzensgute verdankte, daß selbst während der schlimmsten RevolutionShetzen keine Angriiie aus sein Leben gemacht wurden. Bei der drohenden Gefahr, von der die Zarensamilre in Rußland umgeben ist, sollte man crtvartcn, die kaiserliche Fa milie unter dem Truck einer ewigen Furcht lebend zu finden. Aber im Gegenteil: ich halte sic sür bic glücklichste Lerrscher- iamilic, die ich sc gesehen >>abc. Sie waren so natürlich in ihrer Liebe und in ihrem Glück zueinander, daß man sogar ocrgestcn konnte, daß man bei Hose war. Sic hatten sich augenscheinlich mit den Gefahren ihres Lebens abgcfunden, wie cs Soldaten tun, und wurden von ihm nicht mehr berührt." Tic Fniantin erzählt auch von ihrem ersten Besuch bei der Königin Viktoria. Tie hatte sich die mächtige Beherrscherin des Weltreiches stets in aller Größe und Majestät oorgestellt: aber als sie nun in Windsor Castle sic besuchte, war ihr ganzer Eindruck „Mitleid und Bestürzung". „Sie war so klein, als sic ausstand, daß ich zuerst meinte, sic säße noch. Und sie war nicht nur altersschwach, sondern augenscheinlich krank. Ter Eindruck größter menschlicher Schwäche, den sie hervorries, wurde noch verstärkt durch ihre schwarzen Trauerkleidcr; und wie sic so auf ihren kleinen Stock gestützt dastand, hinter ihr zwei indische Diener, in diesem prachtvollen Saal, der auch einen Riesen zum Zwerg gemacht hätte, ihre zitternde Hand mir mühsam entgegcn- streckcnd'— da stiegen tnrir die Tränen auf. Tas also war Herrscher- größc! Das die größte und berühmteste von uns allen!" Einen desto freundlicheren Eindruck erhielt sie von dem engen und heiter zwanglosen Familienleben des englischen Königshauses. Fhre besondere Wertschätzung drückt die Jniantitt für König Albert vzii Belgien aus, in dem sie einen der klügsten Herrscher Europas sicht, und sür König Ferdinand von Bulgarien. — Kant als Anckdotencrzähler. Der berühmte Königsberger Philosoph war einst bei seinem Freunde Mokhettty, einem Engländer, der alles, was aus seinem Batcrlande war, und auch Englands Konstirulion, iür unverbesserlich erklärte. Kant äußerte sich bei dieser Gelegenheit, daß cs wohl gut wäre, wen» die Nation selbst und nicht der Minister die Taxe» auilegte- Ter Engländer wies diesen Einwurl blaß durch die einige Male wiederholte Erklärung von sich: „Es ist ja einerlei, wer mich taxiert!" Kant schwieg, nber nach ei» oaar Minuten erzählte er nachstehendes Anekdötchen: „Zu einem Landprcdigcr kommt ein Mann mit der Bitte, das Geld iür ein Schwein, welches er gestohlen hatte, dem Eigentümer einzuhändigen. Ter Prediger ermahnt ihn, lobt aber deniioch seine Gewissenhaftigkeit. Als aber ini folgend^» Jahre derselbe Austritt wiederholt wurde, da schalt er J>nt reuigen Sünder nicht wenig aus. Doch kam dieser im dritten Jahre mit der nämlichen Bitte wieder. Jcvt ward der Prediger höchst cnttüstct: „denn," sagte er, „ich weiß gar nicht, warum Ihr so gehandelt habt; ist cs nicht einerlei, ob Ihr das Schwein gleich vom Eigentümer kauftet oder es ihm jetzt bezahlt?" „Verzeihen, Euer Hochehrwürdcn," war die Antwort, „der Unterschied ist ziemlich groß, denn lause ich das Schwein vom Eigentümer, so macht er die Taxe: stehle ich es hin. gegen, so wird die Taxe durch mich gemacht, wenn ich cs ihtn in der Folge vergüten lasse." — „Faust" und „Ter Bogen des O d y ss e ns" — Kindervorstellungen ! Man schreibt uns aus Hall ca. S.: Sei! jeher wirst mau der Tirektion des ballischcn Sladtlheatcrs Jntcrcsscnlosigkcit gegenüber der wahren Kunst vor. Tie bevorzuge andauernd Operetten und Schwänke: sie pflege toeder das klassische noch das moderne Schauspiel genügend. Tie Tirektion des Theaters wehrt sich nach Kräitcn gegen diese Vorwürfe und behauptet, an dem Spiclvlan trage nicht sie, sondern die Abonnenten und die Theaterbesucher Schuld. So unrecht scheint sie damit nicht zu hoben. Sic stellt jetzt den höllischen Zeitungen den Brief eines Abonnenten zur Beifügung, in Per dieser über das „minderwertige Repertoire" Klage führt. In dem klassischen Schriftstück heißt es: „Zu meinem nicht geringen Erstaunen leie ich soeben in der Zeitung, daß am Donnerstag, meinem Theaterabend, Faust l. Teil ^gegeben wird. Tics ist wirklich eine Anregung, im ^nächsten Spiclabschnitt wieder zu abounicren, wenn man drei Schülervorstellungen hintereinander hat! Am Tienstaa vergangener Woche „Bogen des Odnsseus", Mittwoch dieser Woche „Maria Stuart", Tonncrsrag kommender Woche „Faust" tt Teil. AI last Kindervorstellungen. Tas genügt. Jedenfalls dürstcu diese Zecken wohl dazu beittagen, das Repertoire noch zu ändern, da cs doch wahttich kein Genuß bst, sich stets unter den Schickern zu bewegen, und verkäuilich sind diese Billetts für derartige Vorstellungen überhaupt nicht." b. Vcrbandrtag Ser akademisch-gebildeten Lehrer ventschlands. O M ü n chcn, 8. ?f»riL Unter jaMmdm Beteiligung von Velckretcrn der angcjchloslc non Vereine landen hier die Berhandlungen des 6 Bcreins- verbandstagcs akademisch gebildeter Lehrer Teutschlands ffpitt. Ctnijelritct wurde dic Tagung mit einer Reihe von ^Spezial Versammlungen, die von den einzelnen Unter- und Fachabtei- lnngen Veranstalter wurden. Die Beratungen deS 6, Peresnvverbandstagcs wurden ein geleitet mit einer Vertrcterversammlung, in der u n Beiträge für einige aus nationaler Grundlage stehende wissenscktastltchs Organisationen bewilligt und beschlossen wurde, die innerhalb des Pereinsverbandes gesammelte Kaiser-JftbiläNlnSfpende zum Bau eines Geuesuiigsheiines zu verwenden, Als Ort der nächsten Versammlung im Jahre 191li wurde K ö l n bestimmt, — Oberlehrer Dr, Sveck ,2lcglitzs hielt daraus einen Bortrag, über die „Mittel zur wissenschaftlichen u»d pädagogischen Wortbildung der höheren Lehrer." Ter Redner verlangte zu dieienr Zweck eine festere Organisation der gesamten Philologenschait im 'Anschluß an ge meiimützige Lehrinslilule wie die Urania ^n Berlin, Zn der Ersten Bcrsaniinlung sprach Oberlehrer F i t t b o g c n Berlin iiber daS Tlsema: „Tas Teulschtum im Auslande im Unterricht der hälreren Schulen" Im -Anschluß an den Bartrag Ivurde solgeude Entschließung angenommen: „Oer s> Oeulsche Oberlehrer tag rick'let air dieBer'asscr u. Oe ausge.er der r'i betracht konrnienden Schulbücher der livheren LehrairsMlten die Aussordernng, von jetzt ab das Teulschtum rin Aneland gebiihreird zu berücksichtigen, eiiva in der Weite, lvic das in der Broschüre von Ftlibogcn ,,Tas 'Deuttchtum im Ausland in linieren schulen" vvrgefchlageu tvor- den ist, Er beauftragt den Borstand, des Bereinsoerbandes, iedem der betresserrden Autoren diese Autsorderung mit einem entsprechenden Begleitschreiben zuzusenden," Es folgte eine längere Erörterung der I u n g d e u t s ch l a n d b e w c g u n g, Reiercnteu hierüber ivaren Realschullehrcr Enzensbcrger (München' und Gymnasiallehrer Wimmer (München!, In ihre» AnS- sührungen wurde die Tr, Wynekensche Richtung in der Ju gcudbewegung ohgelehnt Dic Redner legten gemeinsame Leit sä he vor, in denen u, a, ausgesührt svird: „Ter Bereinsvcrbaudstag ist bereit, die Bestrebungen der Jungdeutschlandbewegung aus seinem Gebiete nachdrüctlichst zu unterstützen, Bor allem erkennt er an, dal! regelmässiges Wandern unter zielbewußtcr Leitung von Lehrern die Jugend für Familie, Schule und Staat erzieht und das Ber- hältiris der Jugend zur Schule verschönt. Für dic Entwicklung dieser Wanderbewegung ist tatkräftiges Entgegenkommen aller Lehrer, der schule und der Schulbehörde, unerläßlich, Tel Bcreinsverbaud hält es aber auch für seine Pflicht, hierbei aus die Notwendigkeit der völligen Freiwilligkeit der aklivcn Beteiligung hinzuweisen, Ter Dereinsverband betrachtet die Körver- zucht als wertvolle Ergänzung der geistigen Ausbildung, Er ivarnt aber vor den Bestrebungen, körperliche Leistungsfähigkeit als Ersatz für mangelhafte geistige Befähigung gelten zu lassen, Tas nötige Zusammenarbeiten zivischen Schule und Jn- gcndverbänden erfordert, dass den Lehrern der höheren Schn len ein entsprechender Einjluls in der weiteren Entwicklung der Jungdeutschlandbewegung cingeräumt wird, soweit sie aus daS Gebiet der höheren Schulen übergrcilt," — Tiefe Leitsätze wurden angenommen. Im Anschluss Hiera» fand die Festversammlung statt, dic unter der Leitung von Obcrskudienrat Tr, Tegenlsart (München! stand, Ihr wohnte auch Prinz Alfons von Bavern bei, Gmnnasialvroscssor Hartman» >Bahreuth> hielt he» Feftvor- tta« über: Tic höhere Schule als Erzieherin fürs Leben, Bei der Erfüllung dieser Ausgabe sei der Unterricht i,n der Antike unerläßlich. Die nüsscnschastlichcn Veranstaltungen wurden abgeschlossen mit der Hauptversammlung, Tas bedeutsame Thema war die ireie Gestaltung des Unterrichts in den oberen Klassen der höheren Schulen, In den Leitsätzen empfahlen dic Redner u, a, eine Gabelung der Prima und zwar in der Weise, daß in der einen Abteilung die fremdsprachlichen, in der anderen dic mailiematiich- naturwissenßhatttichen Fächer stärker betont werden sollen, Tie Wahl der Abteilungen soll den Schülern selbst freistehen. In keinem Hauptfach dürse die schriftliche Reifeprüfung ganz Wegfällen: — Nach einer Aussprache, in der auch gegenteilige Mei- irungen zu Worte kamen, wurden die Aissiührungeii der Redner gebilligt und dic Tagung für gefchlaffen erklärt. Das Parlament Ser Schauspieler. ^ Ost Berlin, 8, April, Tic diesjährige Tagung der Genossenschaft deutscher Bühncn- augehörigcr begann wie alljährlich mit der Telegicrtcnvcrsamm- lung der Gcnossenschajts-PensionSanstalt, Nach dem von dem Obmann des Tircktoriums K ö z l c r erstatteten RechenschastSbericht betrug das Vermögen der Pensions anstatt am Ende des Berichtsjahres nahe 10 Millionen Mark, Nach einer Pause wurde in die Beratung der vorliegenden Anträge ein- getretcu. Genehmigt wurde die Erhöhung der Fnvaliditätszuschüssc der Pensionäre, die Herabsetzung des Mindestbeitrags für die Versicherung von Zusatzrentcn: abgesetzt wurde der Borstandsantrag aut Errichtung einer Leibrentcnversicherung, Ein Antrag, wonach ausscheidende oder ausgeschlossene Mitglieder jeden Anspruch an die Borteilc der Penfionsanstalt verlieren sollen, wurde, ebenso soic die übrigen Anträge angenommen, trotzdem Rickelt wiederholt dic Unzulässigkeit dieses Antrages beont hatte, Jngcnhvll Leipzig legte gegen dic Annahme dieses Antrages im Namen von Gß Mitgliedern des Leipziger Theaters unter grosser Unruhe des Hanfes Protest ei», — Ter Antrag Klein Rohden -Berlin) belr, Enthebung säumiger Mitglieder und Vorstandsmitglieder und Er- ncmiung von Ersatzmännern durch den Auisichlsrat bczw, Zenlral- ausschuß fand keine Mehrheit, Ebenso worden die Anträge Klein- Raichen belr. die Führung der vollständigen Vor- und Zunamen gastierender Künstler in den Svicloerzcichiuisten und ein Antrag Lind, wonach der Ortsausschuss für dic Anmeldung der Gast- lviele und iür Verluste der Pcnjtoissanstal' in>olge versäumter Anmeldung haslhar gemacht werden könne, abgclchnt, Tie Wahlen um Vorstand und Ausiichtsrat wurden von der Tagesordnung abgcsctzt, incit es iür wünschenswert erachtet wurde, da» die Verhandlungen übce die Genossenichait zuvor weiter iortgcschssl- tcu seien, und dast dcc Wahle» für dic Gsnvsscnsckwit mit denen für dic Pcnsiosisanstolt verbunden werden, — Hierauf wurden die Wecteru er Handlungen aus tnorgcn vertagt. Morgen soll eine Trancrscicr iür Hermann Nissen stattsindcn sind tiatm >» die Verhandlungen über dic Gcnossenschast eingctrelcn wcrdcis. Vereinsnachrichten. - P, ,H, E Nack, dem lieblichsten Teile unseres hcmmlttchen Gebirges marschierte am Sonntag der Vogclsberger Hühenklub, Zwci^vkrcin G i e ft c it mit ein er Bcuili§"ng lwn über 7U lei sonen. Von Lancisdors führte der Aeq ait t>cn Aillingcr Icicl)cn, einigen ziemlich groszm, in idyllischer L-andschast gelegenen V.ek.yern vorbei nach Villingen zur Frühstücksrast. Von liier gcng c-> über R u ppcrtsburg und die Friedricl>sl 7 Üttc nam dem anmutig im tzorloütalc gelegenen Gonterskirchen, wo auogicbige Vi^Nee-- station gehalkeii ivurde. Aus guter Landilrastc ivurde lneraus das tief im Grund gelegene Ginartshausen erreicht, das ourcy- wandert wurde, um hinter deni Dort einm ^ohknruklen zu ersteigen, von dessen Gipiel man einen prächtigen unsblick aus den hohen Vogelsberg gcnost. Der Tanfstcinturm, die sililvhanter aus dem .Hoherodskopf, Bilstein und Gackeritecn waren bei der klaren ^.'uft in greifbare Rahe gerückt, während zu den FuNcn der Wanderer sich freundliche Pogelsbergdärfchen ausbreiteten. Rach genügender Augen und Ohrenweide (cm Mitglied brachte einige Pistonfolis ineilterhaft znni Vortrags ging es deni Endziele, Schotten zu, wo im Gasthaus zur Traube ^.uartter genommen ivurde. Bei dem hier herrschenden fröhlichen Brechen, her d.'irt Solis und gemeinschaftliche Lieder, sowie andere Vorträge abwechfelten begrüstte der Vorsivende des V. v- G. schotten, Apotheker Scriba in herzlicher Wecie die Gicstencr Gaste, m deren 'üinirteii der Schriftführer des Gicstencr Bwergverems erwiderte. Der lebte Zug führte die Teilnehmer der tzeunat wieder___ ' Wandern und Reisen. Bäder. Tas B u r g m n s e u m von B lO.r g P c r s c it, der vielgenannten deutschen Sommerfrische in Südtirol, hat kürzlich esne Reihe wertvoller Zuwendungen erhalten. Eine Münzensammlung gibt eine Geschichte der Burg von der Römerzcit dis zu,Karl hem Großen, Von ihm ab sind alle denlschcn Kaiser, die Grasen von Tirol, sowie alle Fürsten vertreten, die mit dcc Burg in Beziehung standen. An den Kaiser, der monatelang aus der Burg weilte, erinnert der 12 Ouadratmctcr große Holzschnitt Albrccht Türcrs „Kaiser Maz- Ehrenvsortc", Dieser Ricsenholzschnitp ist eine Seltenheit ersten Ranges, Er cnthält Leben und Talen des Kaisers, die Bilder und Wappen seiner Verwandtschaft und alle Wappen der damaligen Reichsstädte, Eine, nicht minder koltbarc Erinnening an Kaiser Mar bildet sein Gebetbuch, das mit Zeichnungen von Türer, !Holbein und Cranach geschmückt, leider nicht ganz i-ollenoet svordcn ist._ ücrmifditc*. * Reisen nach R u s i i s ch - Z c n t r a l a s i e n. In letzter Zeit ist es wiederholt vorgckommen, dast deutsche Reichsangehüriqc, die sich All Geschäits- oder Pergiiügusnsreisci, nach Rnssisch-Zcn- tralasicn begeben wollten, dein, Eintreisen dort an der Weiterreise verhindert worden sind, da sie nicht im Besitz der ersordcrlichen Erlaubnis der russis , e t Regierung zum Betreten des L-rndcs waren, Tic mustlen sich dann meistens von Baku aus telegraphisch au die dculsche Batschast in Tt, Peiersburg UNI Erwirkung der Reiseerlautmis wenden und unter großem Zeit- und Geldverlust abwartes,, bis die Mitteilung von der Erteilung der Erlaubnis eintrai. Zur Beachtung seitens der beteiligten Kreise werden deshalb die russischen Bcstimmungeti über Reisen von Ausländern nach Russisch Zentralasien iju nachstehenden erneut in Erinnerung gebracht: Ausländer bedürsen für Reisen nach Russisch-Zentraiasien einer besonderen Erlaubnis der russischen stiogierung, dic iür Deutsche durch Vermittelung der Tcutsche» Botschasi in Lt, Petersburg uachzuiucheu ist, Tic Erledigung der Gesuche um Erteilung der Reisecrlaubnis erwidert ebenso tose dicsenige von lstesuchcn win Gestattung der Waneneinsuhr und der Führung von Waisen :n Rustland süni bis sechs Wochen von dem Zeitpunkt an, wo die Gesuche der russischen Regierung zugcgangen sstld. Tie an dic Teulsckse Polschast gerichteten Anträge NM Erwirkung der Erlaubnis sind zweckmäßig durch das Auswärtige Amt zu leiten. Wird der Antrag unmitteldae bei der Botschaft gestellt, so empslehlt es sich, eine behördliche Bescheinigung bcizusügc», daß der Erwirkung der Erlaubnis keine Bedenken entgcgcnstehe». In beiden Fällen tverden die Reisenden gut tun, die Anträge so frühzeitig zu stellen, daß noch für etwaige Rückfragen Zeit bleibt. In den Gesuchen um Erteilung der Reisecrlaubnis ist Zweck, Zeit und Ziel der Reise genau anzngeben: die Gesuche uni Gestattung der Wasseneinsubr und der Mitsührung von Waisen müssen deren genaue Beschreibung ^sowrc Angaben über ihre Anzahl und ihren Zweck enthalten, auch das russische Grenzzollamt bezeichnen, über svclches die Einfuhr statt- srndcn soll, Tie Einfuhr von Gewehren mit gezogenen Läusen ist verboten, Trr Wassenpaß tostet 2,25 Rubel Tic Reisecrlaubnis für Rnnisch-Zentralasie» erstreckt sich teinessalls auf eine Reihe von Oertlichkeiten, die aus militärischen Rücksichten nicht hetreleck werden dürscn, und deren wesentlichste die solgendcn sind: Die Pamirs, Kuschk, Terme», Kcrki und dic Zollstationen auswärts am Amu Tarja, Tschikichtiar, Tschaltv, die Militärposte» an, Atrek und aus der Linie von Kuschk nach Akrobat, sowie die Eisenlahn von Merw nach Kuscht, Tie Pastvorsshriiten soerdcu durch vorstehendes nicht berührt, Ter von einem russischen Konsul visierte Rciiepast muß indessen au jedem Aufenthaltsort in Zki,- tralasieu unverzüglich dcc Pvlizelbchördc vorgcwiese» lorrdcu. Im übrigen ist den Reisenden in ihrem eigenen Interesse anzuraten, sich beim Besuche von Taschkent und Askhabad mit den dortigen diplomatischen Beamten in Verbindung zu setzen, die dem General- gouverneur von Turkestan und dem Ehes der transkaspischen Provinz bcigkgcbcn sind, Tiefen Beamten hat die Russische Regierung in dem Bestreben, den Reisenden den Äusenthalt in Ruisisch-Zen- tralaiien möglichst zu erleichtern, zur Pflicht gemacht, die Fremden zur Erreichuiw ihres Rcisczwccks und insbesondere auch bei et,va eutstchcndcu Schwierigkeiten zu unterstützen. QattdeL X H a ii a n , 8. April, In der in Hanau und Umgegend stark pcrtrelcnen Fabrikarian von Zigarren gestalteten sich nach dem I a h r c s b'c r i ch t der Handelskammer drr Geschäftsgang und der Absatz namentlich svährend der ersten !i Monate des Be- richtsjahrcS recht schleppend. In besseren Sorten, bereu Fabrikation im tzandelükammerbe-irke crsreulichcrwcisc ständig znnimmt, konnte zsoar eine Steigerung der Prodiittion lind erhöhter Umsatz erzielt werden: aber die billigeren Tollen criuhrcii einen weiteren Rück- ggisg, Aiis sie drücken einerseits mit nnverniindertcr Schwere dic Folgen der letzten Tabakzollerhühusig, so daß ganz billige Fabrikalc mehr »nd mehr vom Markte verschwinden müssen. Andererseits hat dic anstervrdcnllickic Ziinahme de- Zigaretlenverbrauchs wesenl- lich dazii bcigciragen, den Absatz der billigere» Zigarren noch Ivencr einzuichränken, so daß diese heute bereits zun, größten Teil durch dic Zigarette ersetzt werden. Als besondere Erscheinungen im Tabakgewerbe sind im Berichtsjahre einmal das iveiterc, stärkere Uin- sichgreisen des anicnkanischeii Tobaktrnfts, der heute etwa Ul Proz, der gesanite» deutschen Zigarcttcnsabrikatlon an sich gerissen har vder kontrolliert, zu verzeichnen, und andererseits der Versuch einer großen norddcutschcii Zigarrensabrik, dem Markenshstcm in der Zigarrenbranchc durch großzügige Rcklainc Eingang zu vcr- frfiaffen. Ter Widerstand gegen das lveilerc Umsicksgreisen des amerikanischen Tabatkrnstes hat eine außerordentliche Schärse an- gcnvnimcn, und es scheint, daß die 2lbwehrbeslrebungen innerhalb der Branche und der zum Zwecke der Trustabwehr gegründeten Vereinigungen insoweit von Erfolg begleitet ivaren, daß in den letzten Monale» des Berichtsjahres ein Stillstand, wenn nicht ein Rückgang der Erfolge des Tabaktrusts zu verzeichnen ist. Auch der erwähnte Versuch, das Markensystem in die Zigarrenbranchc einznsühren, ist aus starken Widerstand gestoßen, indem wegen der Gesahr eines solchen Vorgehens die gesämte Branche lvic auch die Händlerschalt einmütig dagegen Steilung genommen hat. Und cs must angesichts dieser allgemeinen Ablehniing zweisclhast erscheinen, ob der Versuch praktischen Ersolg haben mütr_ Märkte. th, Siesten, 8, April, Ter Vorrat aus dem diesivöchcntlichcn Vieh markt betrug etwa 1100 Stück Großvieh, 500 Kälber und 173 Stück Schweine, Schon in der vorigen Woche land wieder ein lebhastcr Handel in Milchivare statt, dic aus Ostpreußen zugejührt worden war, nachdem dic Tiere 8 Tage in Beobachtung gestanden haben, Tic Tiere wurden z» sehr hohen Preisen zur Milchver- sorgung für Frauksurt a, M, und Bad-Nauheim angekaust. Am Vormarki wurden Milchkühe in besten Stücken sehr gesucht und angemessen gut bezahlt, während der Handel in der übrigen Ware ilan war, Ei» Transport fetter Ochsen, der aus Kurhesscn ge- kommrn war, wurde fast ganz von de» Gießenec Metzgern für den Lsterbednrs angekanit. Feite Rinder und fette Kühe, und zwar von letzteren der ganze Vorrat, gingen cbensalls am Montag glatt fort, die ersteren gingen in die Tillstädte, settc Kühe aber sämtlich nach dem Rhein, Tic Käuser der Wäre verluden die Tiere noch am Montag, weil die Abliesernng an die Besteller eilte, Anssälllg ist die Tatsache, daß neuerdings die größeren Metzger von Herborn, Tillenburg und Haigcr regelmäßig als Kundschaft unsere Märkte aussuchen und immerhin belangreiche Einkänje in Schlachtvieh machen, obgleich dock das Tilllal und der Westerivald zu dem Produklionsgebiel von Schlachtvieb gehört. Nach unserer Erkundigung sollen aber die Bichpreisc dorl höher sein, als dies durch den Marktbetrieb veranlaßt in Gießen der Fall ist. Ein Metzger versicherte uns, daß er Wcsterwälder Tiere in Gießen vom .Handelsmann billiger gekauft hat, als es ihm 10 Tage srüher direkt vom Produzcnren augeboten sei, Ter Meister erklärte, cs sei nick! nur lohnend, den Äießcner Markt regelmäßig zu besuchen. Man komme auch sonst schon gern einmal nach Gießen, wo doch immer mehr los sei, als zu Haus, — Am Markt selber war das Geschält in tragenden Rindern und in Fahrtüben, die Hobe Preise brachten, flott. Jungtiere ivaren nur vereinzelt am Markt und ergab sich darin kein vrcisbildcndcr cigcnklichcr Hendel, Tas Geschäft ans dem Kälbermarkt wollte wegen der enorm hohen Preissorderuiigcn für dic Tiere anfangs nicht in llsang kommen. Die Vcrkäuscr glaubten, wegen des vorliegenden Bedarfs zu Ostern ihren Schnitt zu machen. Als dic Kundschaft aber daraus nicht einging, schlug man gegen dic Mitte des Marktes den Preis um 5—6 Mk, oro Zentner ab und nun begann ein flottes Geschält, bei dem unsere heimischen Metzger und die Frankfurter Einkäufer den Handel in besserer Ware machten, während die leichteren Tiere für die kleinen Provinz städtc gckaust soucde». Gehandelt svurden vro Stück: Frischmelkende und tragende Kühe 1, Qualität 550—850 Mk,, 2, Qualität Alk, 150—525, 3. Qualität Mk, 300—400; tragende blinder 1. Qual, Mk. 400—550, 2. Qual. Mk, 330—450; Fnhrkühc I. Qual. Alk. 500—600, 2, Q»al. Mk. 4> 0 - 500 , 3. Qual. Mk. 325—380. Bezahlt wurde derZenlner Schlachtgewicht; Helte Ochsen Mk; 89—91; (die Rinder I. Qualität Mk, 88 -90, 2. Qual, Mk. 85—87; leite Kühe 1. Qual. Mk. 70—80, 2. Qual. Alk. 70 — 74, 3. Qual. 06 bis 70 Alk.; Kälber I, Qual. Alk, 00-98, 2, Qual. Alk. 92-95, 3. Qual, Mk. 88—90, — Nächste Markttage am 21, und 22. stlpril; am 22. Avril auch Krämcrmarkt ani OLivalbs Garten, ZLirchliche Nachrichten. Jsraciitlsche Reiigionsgeineiiiöt. Gottesdienst in der Kymiaogc (Sitd-Nnlaqcf, Samötaq, den 11. rrnd den 12. April 1014; P asfnhfe ft. 1. T a g. Vorabend: 0.4-5 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. 2. Tag. Vorabend: 8 Uhr. Morgend: 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. Abendd: 8 Uhr. Israelitische Religionsgejellschast. Sotterdlenst. Freitag, de» 10. 'klprit 1914: Morgens: 6.00. Samstag, de» II. uu» Louutag, »c» >2, Aprrl 1914: P a j s a h s c st. 1, Tag. Vorabend: 6.45. Morgens: 8.00. Predigt. Nachmittags: 4.00. 2, Tag. Vorabend: 8.00. Morgens: 8.00. Nachmittags: 4.00, FcstcoaitSgang: 7.55. Wochengoltesdienst Morgens: 6.30. Abends: 8.00. Die Bekämpfung von Katarrhen. Welche Gefahren kranke Oltmungsorgauc slir den ganzen Körper bilde», wird leider von vielen Laien »och nickt! genügend gewür digt. Aus .dem so wenig beachteten schnupfen entsteht lcick: ein Racksen oder Kehlkoptkatarrb, welcher, tiefer erndringend, Luftröhren - und Bronchiallatarrh neruriack.cn kann. Um für oll naturgemäße Bekämpsung dieser tieser liegcndcn Katarrhe das richtige Verständnis zu gewinnen, muß man die Aimungsarganc in ihrem Zusammenhänge betrachten In dic seinen Verästclunaen der Atmungsorgane kann nur die Luft cindringen: zur Bc- kämpiuiig tiefer liegender Katarrhe kann man also naturgemäß auch nur die mit wirksamen Desinsektions- und Heilmitteln gemischte oder imprägnierte Luft verwenden T >.s Verdienst, eine hierfür geeignete Methode in idealer Weite vrakliich verbreitet zu haben, gebührt der Firma Earl A. Tancre, Wiesbaden dl. o. 98, Bon dieser Firma ist ein kleiner sinn i-eickier Lkpvarat konstruiert worden, der nach be'onderem Verfahren t esinsi,zierende und hcillrästige Stoffe znm Einatmen bis in die tiktsten Luftwege bringt, ohne Kitzelreitz zu verursachen oder sonstwie dic Schkeimhänte anzugrciscn, und zwar aut kaltem Wege, um auch neuer Erkältung vorzubeilgen. Hiermit sind vei .Krankheiten »nd Katarrhen der Atmungsorgane,- wie Bronchial- katarrh, Lungenipitzenkararrh, Luströhrenkotarrh, Kehlkops, Rachen-, Nasenkntarrh, Hals- und Mandelentzündung, Keuck- lnistcn, Folgen von Influenza, Asthma usw, überraschende Er- iolge erzielt worden, worüber mehr als 12000 überaus günstige Urteile von Acrztcn und Patientm vorliegcn. So schreiben: Herr Realsckmlvorstand Büchlcr IN Rastatt: Ich litt vierzig Jahre an einem hartnäckigen Luströhren- und Lungenkatarrh, gebrauchte englitck-e Jnlsolationsgläier, die mir nichts halfen, »nd eine Maske Arzneien, die ebeniovlel bewirkten und mir einen Magen- und Tarmkatarrh zuzogen- Vor kurzem liest ich mir einen Tancrä scheu Inhalator kommen, und bald war mein altes Leiden voll läudig geheilt. Auch das Asthma, das ich mir infolge des an lallenden Hustens »»gezogen hatte, ist fast vollständig geschwunden, -Ich bin deshalb ganz begeistert von dem Tancrescheit Jnhalator -uid lann älmlich Leidenden nur den Rat gehen, sich sobald als möglich den vorzüglichen Tanrröichen Inhalator anzuschassen. Ich habe diese Anerkennung srelwillig lohne ?tnfforberung> ausgestellt und mit meinem Namen unterzeichnet. Außerdem urteilen über Tancrös Inhalator: Herr Otto Block, Justizkanzleibeamter in Berlin d>, 20, Badstraße 15: Nachdem ich jetzt reichlich 3 Monate Ihren In hakator benutzt habe, drängt cs mich, Ihnen meinen ansrichtigsten Dank und meine volle Anerkennung für J1»re großartige Er sindung ausznsyreche». Schon seit meiner Jugend litt ich an Atembeschwerden -Rasselgeräusche beim '.Atmen und Verschleimung) und war iür Erkältungen zugänglicher als alle anderen Menlcben Mit zunehmendem Alter, ich stehe im 60, Lebensjahre, nahm aitck- mein Leiden zu, ich mußte jeden Winter ärztliche Hilfe in univrnch nehmen und sah mit Angst und Sorge jedem neuen Winter entgegen, 'Antang dieses Jahres traten die 'Atembetchwer- dcn mit besonderer Festigkeit aut. Ich konnte keine Nacht schlaten und tand nur am Tage, aut dem Sofa sitzend, den notwendigsten zpchlaj. Ich befand mich in niedergedrückter Stimmung, lebcns- überdrüjtig und hatte iür nichts mehr Interesse, Da kam mir Ihr Jtlserat zur Kenntnis und ich bestellte mir Ihren Apvarat, Schott nach zweiwöchigem, vorichristsinäßigeni Gebrauche Ihres Inhalators verspürte ich Besserung, die Rasselgeräusche verschwau- den, ich atmete freier und der Schleim löste sich leicht nach lurzem Räuivern, Ich suhlte wieder Lebeuslusl, Arbeilssreudig- leit und genoß wieder ohne jedes Schlaimittcl volle Bettruhe, Jedem meiner Mitmensche», welche gleich mir a» Atembeschwerden leiden, inöckitc ich aus »ollem, dankbarem .herzen Ihren Inhalator als Wohltäter der Menschheit cmvsehlen, ES liegen über 10 000 ähnlicher Anerkennungen vor, welckie durch cincu vereidigten Bückzcrrcvisor und polizeilich beglaubigt sind. Tie Originalbriete können jederzeit bei uns cingetehen werden. Nähere Auskunft über den Origmal-Tancre-Jnhalalor svird von der Firma Earl A, Taue re, Wiesbaden di,0, 93, gerne kostenlos und ohne Kausztvang erteilt. Verlange» Sie noch ksentc gratis belehrende Broschüre, De» Kupon wolle man ansschneiden, und als Drucksache der Firma einsenden, 4682E Firma Earl 4l. Tancrä, Wiesbaden «. 93. Och wüulche aenaue ?lulkläru»a über Ihr neues JuhalationS- lystem. Es dürkc» mirjcdocki keineKoltcii hierdurchciitftcbcn. 9inmc u. Stand: ....................................................................... Wohnort: ................................................................................... Genaue Adresse .......................................................................... _Im offenen Briesumschlag mit 3 Psg, lrankieren. Individuelle und schnellste Vorbereitung auf alle Schulprüfungen, besonders Eiojälirip-Ulurieafeii-EmM Aufnahme von Knaben und Mädchen jederzeit. 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Fink nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden im Alter von 28 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Möller und Kinder Familie Jakob Fink. Giessen (Kaiser-Allee 48), Wetzlar, Niedergirmes, den 8. April 1914. Die Beerdigung: findet Freitag, den 10. April, 4 Uhr nachmittags, von der Kapelle des neuen Friedhofes ans statt. 4700 Statt besonderer Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unsere liebe, treue Mutter und Schwiegermutter FrauWw.Josef Stern geb. Simon. Giessen (Diezstr. 13), Mannheim, Karlsruhe, 9. April 1914. Die trauernden Hinterbliebenen: Fniii Stern Heinrich Stern und Fran. Die Beerdigung findet am Freitag, den 10. April, 3 Uhr nachmittags von der Leichenhalle des alten Friedhofs ans statt. 4714 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharina Etzelmüller, S cb. sec nach kurzem Krankenlager im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Ktzclmiiller • Familie Lutl. Dönges. Giessen, Henchelheim. Die Beerdigung findet Freitag mittag 3 Uhr vom Sterbehause, Giessener Strasse 72, aus statt. [4701 Todes-Anzeige. Heute nacht 12 Uhr verschied sanft nach langem Leiden mein innigstem liebt er Gatte, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Gross- vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Deibel VII. im Alter von 55 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten tiefbetrübt anzeigen. Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Frau Marie Deibel, geb Pausch, nebst Kindern. Wicseck, den 8. April 1914. Die Beerdigung findet Freitag, den 10. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Kirchstrasse 8, aus statt. 4708 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem so schweren Verluste sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: F. Nicolai. Giessen, den 8. April 1914. 4717 Nachruf. Heute verstarb unser langjähriger Rechner HerrHeinrich Deibel VH. Der Verstorbene ist durch seine freue uudac. luiiiculmrle Ötefdiiiflcniljvmtn ein gcichahicr Mn- arbcilcr gewesen. Sein Andenken wird von uns in Ehren gehalten werden. Der Vorstand und Aiiksichtörat des Landw. Koiiiinnvcrcins. Verein ehern. llBer(Kai*er-Wiih.-Rol.) Gießen I Wir crjiiUeit hiermit die traurige Pflicht, uiiierc Mitglieder non den, Ableben unterst liehen Kameraden [ t300.Mj,gitedni>ci»richTc,bclVII, t» Wieselt geziemend in.Cienmnis zu sehen. — Die Beerdigung findet ,freilag, den 10, Avrif d. ,1., 3 Uhr nachm., in Wicseck flau. Um zahl- I reiche Befciiigung wird gebeten. 41231 > Der Vorstand. Wieseck, 8. April 19!4. [4094 Danksagung. Für nfle Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres liehen BatcrS, für die Mil- wlrknna des (iZesanaoereins beim Begräbnis, für die militärische Ehrung seitens des Kriegervereins sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Koch sagen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank. Anton Müller IV. Hörnsheim, den 8, April 1914. 4721 K j Danksagung. Air die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Blumenivenden bei dem Hin- schetden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Eroszmutter grau (iliiMia 8mii>M sagen wir allen innigsten Dank. ..Insbesondere danken wir der hiesigen Krankenschwester 2nise Hofmann für die liebevolle Pflege während der .Mranfbcit, sowie Herrn Pfarrer Glück für die trostreichen Worte am Grabe. 4702 Die trauernden .Hinterbliebenen. Hcuchelheim, Wetzlar, den 8. April 1914. Statt Karten Erna Reiss Harry Bauer Verlobte Aliendorf a, Eder April 1914 Giessen ÄchlaingS Ächtung! Samstag, übermorgen den l I. ds. Mts.. ertra nroBcr biiliflcriscrfanf am fvclK itfcücr in Micncu Fast über 1000 Stück Extra-Spezialität dicken Holland. Kopfsalat, Stück 15 Pfa. Grotze Auswahl, Blnmcnkobl Stück von 20 Psg. ab. Svinat. 3 Pfund 50 Psg.. sowie 9»otkobl, WeiHkolil, Wirsingkohl. Sellerieknollen. Fleischzwicbcln, Schwarzwurzel. 9)-cerrcttich, Kohlrabi. Petersilie. Schtiittlanch. 9,'adicschen. Nbabarbcr, Grünkohl, Feldsalat, rote Mohren, Gurken uiw., alles ausnahmsweise billig, in erstklassiger Ware. Allein, Köln. 4720 Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Fricvrich Rceb II. in Staufenberg wird heute am 6, April 1914, nachmittags 6 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Dr. Aaron in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt, Konkursfvrdernngen sind bis zum 27. April 1914 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenbett Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichnten Gegenstände, sowie zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus Monlag, den 4. Mai 1914, vormittags 10 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. * Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschüldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Berpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen,für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 27, April 1914 Anzeige zu machen, 4390 B Grobherzogliches Amtsgericht in Gießen. Türschoner, Bilder-Rahmen und Leisten, Fenster- u. Bilderglas. 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