Nr. 83 Zweites Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonntags. Tie „»letzen« Zamtlienbliittee" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kieisblott für den Ktfis Stehen" zweimal Ivöchentlich. Tie „kendwirtschastlichen z,it- sragen" erscheinen nionatlich zweimal. Blatt Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Mittwoch, 8. April W Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Blich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« slraße 7. Expedition und Verlag: e-^51. Redaktion:^»^ 112. Tel.-Adr.:A,rzeiger8ießen» ver 25 Mlllionen-Arach. Aus Berlin wird uns geschrieben Das Berliner Amtsgericht hat über das Vermögen der Berliner Waren ha ussirma Wolf Wertheim nun den Konkurs cröfsnet, ein Ereignis, das weit über den Rahmen einer Notiz im vandelstcil der Presse hinaus-» geht. Es handelt sich um Personen, Tinge und Zahlen, die das allgemeine Interesse beanspruchen. Zunächst un, Zahlen: Tic verkrachte Gesellschaft mit beschränkter .Haftung hat nicht weniger als rund 25 Millionen Mark Schulden und etwa 4000 Gläubiger, die dran glauben müssen. 3 Millionen Mark Aktiva sollen in den Lagern und im Inventar der Warenhausfirma vorhanden sein. Aber die ttzesellschaft selbst hat, als sie ihre Zahlungs- einsteftung erklärte, ihre Warenbestände einschließlich des Inventars mit nur 2l',> Millionen angegeben. Und Leute, die zu schätzen verstehen, behaupten, daß diese Summe um etwa 2 Millionen zu hoch gegriffen sei, daß also nur eine halbe Million in den Trümmern des Konkurses liege. 1200 Angestellte des Passagekaushauses, das von den drei Wolf Wertheinischen Gründungen zuerst entstanden und zuletzt geschlossen wird, sind auf die Straße gesetzt. Sie tonnen sich zwar mit ihren bevorrechtigten Gehaltssorderungen an die halbe Million Aktiva halten, aber ihre Zukunft ist doch sehr trüb und unsicher. Wer ist an der wirtschaftlichen Katastrophe schuld? Etiva die Fürsten Hohenlohe, Fürslcnberg usw., die mit dem Gcldstrome ihres Fürstenkonzerns die finanzielle Leiche der Wols-Wertheim-Gründung immer wieder galvanisierten und jetzt, durch ihren viel zu späten Rückzug, das Unglück maßlos vergrößerten? Aber der Fürstentrust Hütte doch sein Geld nicht gegeben, wenn nicht der Name Wertheim immer wieder als das Zeichen am geschästlichen Himmel erschienen wäre, in dem man zu siegen hasste. Ter eigentliche Urheber der ganzen Kalamität ist und bleibt, doch der längst aus der Firma ausgeschicdene Träger des Namens. Ter Kaufmann Wolf Wertheim ist ein schwer herz-- und nervcnlcidender Mann. Schon vor einem Fahre verschivand er plötzlich aus Berlin und schrieb seiner Gattin, der aus dem Metternich- Prozeß bekauutcn Schriftstellerin Truth, daß das Leben für ihn keinen Zweck mehr habe, daß die Zerwürsnisse im Hause Wertheim und die Unmöglichkeit einer Versöhnung mit seinen Brüdern ihn zugrunde gerichtet hätten. Wols Wertheim hat sich seitdeni beruhigt und etwas erholt, aber hinter den Kulissen haben die Kämpfe und Aussöhnungsversuchc fortgedauert. Seine Brüder Georg, Franz und Wilhelm Werlheim, die Inhaber der großen Firma A. Wcrtheim, haben vor fünf Fahren ihren Bruder Wolf „verstoßen", indcin sie die offene Handelsgesellschaft A. Wcrtheim zum 1. Januar 1909 kündigten und so eine künstliche Liquidation herbeiführtcn, bei der sie das Gc- scktzist durch Alleintauf an sich rissen. Wolf Wertheim verklagte damals die Liquidatoren, drei hochangesehenc Berliner Kausleute, mit der Behauptung, sie hätten das Geschäft zu billig verkauft, auf 5 Millionen Schadenersatz, wurde aber vom Kammergericht abgewiesen. Man kann sich denken, ivas Wolf Wertheini schon bei Beginn seiner „Selbständigkeit" allein an Gcrichtslosten verloren hat. Aber er gründete mit einer Ueppigkcit, als hätte er Milliarden im Rücken. Drei große Häuser in den verschiedenen Stadtteilen wurden aufgetan. Das persönliche Vermögen Wolfs, das immerhin mehrere Millionen Marl betrug, zerftatterte rasch, und es zeigte sich auch, daß Wolf Wertheim nur den ildamen, nicht öfter die Talente eines großen Kaufmanns besaß. Er wollte eine Rolle im Wirtschaftsleben Berlins spielen und hat nur sein Vermögen und sein Glück verspielt. Will er sich selbst dafür nicht verantwortlich machen, so wird er in seinen! Hause und in seiner Familie allerdings manchen Anhaltspunkt finden, um die moralische Schuld des Zusammenbruchs abwälzen zu können. Fn welch' unliebsamer Weise die Oefsentlichkcit vor drei Jahren in der Affäre Metternich durch Frau Gertrud Wertheim beschäftigt lvurde, ist noch so gut bekannt, daß man auf jene unerquicklichen Tinge nicht zurückzukommen braucht. Tiefe „vielgewandte" Frau, die man trotz des finanziellen Niedergangs ihres Mannes, trotz des Verlustes dker Tier- gartcnvilla und des märkischen Gutes Cladow immer noch in den sashionabelsten Kurorten, äuf den internationalen Renn- und Spielplätzen zu sehen bekommt, ist es gewesen, die den unglücklichen Mann in die komplizierten Warenhaus- Unternehmen, in diese ungesunden Uebergründungen hineinschob, zu denen er teine Befähigung besaß. Wie das Schicksal des Unternehmens, das im Gcschästs- lebcn Berlins jahrelang eine so unheilvolle Rolle gespielt hat, sich künftig gestalten wird, ist schwer zu sagen. Tie erste Gläubiaerversammlung wird am 6. Mai stattsinden. In dieser Versammlung, die manches Sensationelle bringen dürfte, soll auch die Frage untersucht iverden, ob der Verkaufserlös der von den Gläubigern gelieferten Waren in die Kassen der G. m. b. H. oder auch in die des Fürstenkonzerns geflossen ist: letzteren palls könnten die Gesellschafter regreßpflichtig gemacht werden, was wiederum vielleicht eine Sprengung des Fürstcntrusts herbeiführen dürfte. Man nmß sich also aus einen gewaltigen Wellenschlag des Millionenkrachs gefaßt machen. An» nnS Land. Gießen, 8. April 1914. ** T i e Teilung des R c a l g n m n a s i u ni s und den' O b e r re a l s ch u l e zu Gießen. Amtlich ivird bekanntgegeben: Das Realgymnasium und die Obekrealschule zu Gießen sind vom 1. April 1914 ab in zwei selbständige Schufen zerlegt worden. Mit Ermächtigung des Großherzogs werden von der gemeinsamen Schule zugewiescn: dem Realgymntsium die Herren Oberlehrer Professor I>. Hblzmann, Tr. Erb, Storck, Dr. Collin, Tr. Weimar, Tr. D i tt m a r, S cha u m a n n , Tr. K n a u ß, Oberlehrer Schmoll, Tr. Horn, Reallehrcr Eissel: der Oberrealschulc die Herren Oberlehrer Professor Tr. W i e d e r h o l d, Müller, H e d d c r i ch , K o o b , Geyer, Tr. Trapp, Tr. Noll, Dr. K rausmüller, Wüsten höfcr, Dr. Klein, Oberlehrer Tr. Weimer, Tr. Richter, Weber, L a m b n , Tr. Bocck, Barth, Dr. Faber, Reallehrer Jann, Grimm, Will, Salo- mon, Heber mehl. ** <£f) tenbe Anerkennung für Dienstboten. Ter landwirtschaftliche Verein für die Provinz Obcrhessen hat nachstehenden Tienstboten, die schon längere Zeit bei ein und derselben Herrschaft in Diensten stehen, folgende ehrende Auszeichnungen verliehen: Für 25 und mehr Tienstjahre je ein Diplom an Brennmeister Heinrich Kröm- melbein, 41 Tienstjahre: Heinr Möller III., Schaftneister, 41 Tienstjahre; Johs. Möller VI., 35 Tienstjahre: Georg Döring, 33 Tienstjahre, Johs. Schmitt, 31 Tienstjahre: Johs. Möller VII., 27 Tienstjahre: Hrch Kaspar Döring, 27 Tienstjahre: Hrch. Götz, ,25 Tienstjahre: Johs. Beier, 25 Tienstjahre: Anna Marie'Sckynikt, 31 Tienstjahre: sämtlich bei der Gutsverwaltung Stockhauscn. Kr. Lauterbach. Desgleichen dem Johs. Dich, 20 Fahre bei Hrch. Dietz in Ober-Moos; Louise Tietz, 26 Jahre bei Christian Luft in Bannerod: Ludwig Fiedler, 25 Jahre bei der Gutsvere waltung Eiseubach — Silberne Uhrgehänge bczw. silberne Broschen nebst Besitzzeugnis für 15 und mehr Dienstfahre erhielten: Justus Gitlbcrlct, 15 Tienstjahre bei der Guts- verwaltung Eisenbach; Margarete Weitzel, 16 Tienstjahre bei Hrch. Schött II. in Steinsurt, Kr. Lautcrbach; Kath. Luft, 16 Tienstjahre bei Emil Döll daselbst: Hrch. Georg, 23 Tienstjahre bei der Gntsverwalkung Stockhausen und Andreas Möller I., 19 Tienstjahre bei der gleichen Guts, verwaltung. Tic Tiplome und Medaillen wurden den Dekorierten durch den Großh, Kreisrat v. Werner in Lautcrbach persönlich überreicht. Landkreis Gießen. 4 Lich, 7. April. Der gestrige Sturm hat in unseren Wäldern ziemlichen Schaden angerichtct. Ein) Reihe stattlicher Bäume ist gestürzt. § Bellersheim, 7. April. Von einem sonderbaren Unfall wurde der vierzehnjährige Sohn des Karl Bopp I. von hier betroffen. Er war mit seinem Bruder ans dem Acker mit Steinablesen beschäftigt; hierbei machte sich der jüngere das Vergnügen, Steine in die Lust zu weisen und traf dabei den älteren Bruder so, daß er eine starke Verletzung am Kopf erhielt. Sein Vater wusch die Wunde an einem Graben aus und beachtete sie nicht weiter. Nach wenigen Tagen trat eine starke Vereiterung ein und diese artete schließlich in eine Blutvergiftung aus. Der Junge wurde in das Krankenhaus nach Hungen verbracht. tt. Bett en ha uscn, 7. April. Beim Zerkleinern von Stöcken flog dem Bäckermeister Mulch im Walde ein abspringender eiserner Keil derart au den Uutcrkieser, daß die ganzen »ntcrcn Schncidczähue cingeschlagen und ein Stück vom Kiefer abgerissen wurde. Z Hungen, 7. April. Wenn man im allgemeinen von den Warenhäusern nicht besonders entzückt ist, ist es nicht abzuleugnen, daß sie manchmal aucb etwas gutes bringen. Während unsere Metzger trotz der seitherigen billigen Fleisch preise sich nicht entschließen konnten, die Preise herabzusetzen, haben sie nunmehr, nachdem ein neu errichtetes Konsnmgeschäft Wurst für 60 Psg. das Pfund verknuste, auch ihre Preise um 20 Psg. für das Pfund herabgesetzt. » Kreis Alsfeld. h. Groß-Felda, 7. April. Tie Mitglieder einer Spinnstube verabfolgten kürzlich mehreren kleinen Kindern alkoholische G e"t r ä n k e. Ein sechsjähriger Junge zog sich dadurch eine Alkoholvergiftung zu, der er jetzt nach qualvollem Leiden erlag. Gegen die jungen Leute wurde Anzeige erstattet. Kreis Friedberg. L. Friedbcrg, 7. April. Das Kuratorium der hiesigen ftädt. Polytechnische» Lehranstalt tvählte in einer Sitzung den Marine-Stabsingenieur z. T. Schumacher zuni Dozenten für Wärmekrastmaschtnen. L. Fr re d b c r g, 7. April. Am 2. und 3. April fand die Aufnahmeprüfung der Präparanden für das hiesige Lehrerseminar statt. l> Präparanden haben die Prüfung bestanden. L. Arie dberg, 7. April. Sowohl bei den Ochsen» als Schwei,lemetzgeri, sind die Fleischpreise etwas herunter gegangeiz. 8 Bad-Nauheim, 5. April. Tic mit der diesjährigen Kon- sirmaitdenentlafsung in der Turnhallc dcr Siadtschulc verbundcnc öiicullichc Schulfeier, die aus allen Bcvölkcrungskreiscn srark besucht war, war nochmals der Erinnerung an die Zeit vor bundert Jahren gewidmet. Im Mittelpunkt der Feier stand Ernst M o r i tz Arndt, der mit seinen packendsten Dichtungen zu Worte kant, teils durch Tcklamationcn der Schüler, teils durch den Schüler chor unter der Leitung von Lehrer Dicht. Oberlehrer Kr edel, der Leiter unserer Volksschule, feierte in seiner e i n d r tl ck s v o l l e II A n s v r a ch e Arndt als den echt deutschen Mann und ftclllc ihn den zur Entlassung konimenden Schülern als Vorbild hin. Ter Schülerchor „Hinmiel und Erde vergeht," bclchloß die Feier. Starkenburg und Rheinhesse». -ii. Opfenbach, 6. April. Die hiesigen Bäckcr- gehilsen sind i» eine Lohnbcwegung cingetretcu. Sie verlangen eine tägliche Arbeitszeit von 11 Stunden, Sonii- »nd Feiertags vo» 9 Stunden und als Ersah für diese sonntägliche Arbeit alle 4 Woche» einen Ruhetag. Weitere Forderungen sind: Mindestlohn 24 Mk. pro Woche, siebentägige Kündigungsfrist, tarifliche Regelung der Lobn- und ArbcilS- verhältnisse, vom I. April 1915 ein Wochenlohu von 25 Mk. Die Bäckeriniiung iveist diese Forderungen zurück und stützt sich dabei auf den noch bis zum 1. April 1918 lau sende» Vertrag, während die außerhalb der Innung flehenden Meister zu Verhandlungen bereit sind. Kreis Wetzlar. ? Krokdori, 7, April. Im abgelausencn Schuljahre zählte Kroldorl 311 und Gleiberg .6 Schüler. Das zwilchen beiden Orlc» errichtete neue Schulhaus soll "alle Schüler aus Gleiberg, sowie diejenigen aus dein Sndende von Kroldorl aulnehmen. -Oberkleen, 7. April. Die neu crrtchtele zweite Lehrcr- üellc wurde Schulaniisbewerbee Baude! aus Dulcuhoje» über- iragen. Hessen-Nassau. fl Marburg, 7. April. Ter 16. Bertvetcrtag des Kreisfeucrwchr-Verbaudes Marburg findet am TienStag, den 14. April, in Dreihausen statt. — Franklurt a. 9)1. 7. April. Eine B l ü lens ü l le sondergleichen crlrcut jetzt den Besucher des P a l m e »- a a r l e n S, der Flor der indische» Azalien ist eine Sehenswürdicp teil, die nndcrweütg »ich! so leicht in dieser Vollkoinmenheit anzu- ircsjen lein wird. In Hans 4 der Schanhänsergruppe bietet sich der überraschende Anblick dieles Prachtbildes, das von großartiger Wirtung tlt. Tie geschickte Zusammenstellung trägt wesentlich z» dem heivorragenden Elndrnck bei. Damit ist aber die Reichhaltig- keil der Darbietnngcn des Pnlmcngarlcns noch nicht erschövlt, auch in de» anderen Häusern hat man schöne und interessante Plauzen, von denen als besonders hübsch die zierlichen Ertka NI Haus 13 hcrvvrmlieben sind. Abwechslungsreich ist das FrnhlingSbild in dcr Blnienqnlerie, Alle die Plauzen, die de» Karten zuerst mit ihren Blüten schmücken, sind vertreten, zarte Apkelbluten, blaue Glycinen, Vergib,neinnicht, Hyazinthen. Tulven, Narzissen vereiniqe» sich mit verschiedenen anderen zu einem nninnligen Ganzen, das durch die gelbe» Blütenköple der Akazien angenehm belebt Ivird, 'Auch die alte» Azalie» habe» ein reiches Blütenkleid angelegt. Der Azalienflor allein lohnt >etzt einen Besuch des Patniengarlcns, der ans Ostern das Ziel aller Blmnensreundc fein wird. rv Wiesbaden, 7. Apkil. Heute früh ließ sich auf dem Bahnhofe Biebrich-West die Witwe des kürzlich ver- storbeneu Hotelbesitzers und Stadtverordneten Horz von hier überfahren. Sie ivar sofort tot. Frau Horz hatte bereits vor einiger Zeit den Versuch gemacht, sich im Rhein zu ertränken, ivar damals aber gerettet worden. Gerichtssaal. js. Ei n unsinniges Gedicht. In Nr. 1 dcr im vergangenen Jahre in München im Verlag von Bachmcycr neu herausgcgcbcnen Halbmonatschrist „Revolution" war ein Gedicht „Ter .Henker" enthalten Dieses Gedicht ist ein Monolog eines Henkers, dcr im Begriff ist, ein nacktes Weib hinzurichtcu. In dcr Hauptiache besteht das Gedicht aus unvcrständlrchrn Phrasen, die perverse Empsindungen erkennen lassen. Tic Staatsanwaltschaft in München beanstandete das (bedicht als unsittlich. Ein Strafverfahren gegen» den Verkäster des (stc- dichts, den Verleger und den Redakteur der Zcitfchrist lvurde eingcsteltt. weil diese Personen Iiaäi dcr Annahine des ölcrichts das Gedicht wahrscheinlich selbst nicht verstanden hätten.^ Tie SiaalSanwaltschast stellte aber dann noch im obicktivcu Strai- vcriahren de» Antrag auf Unbrauchbarmachung des (tzcdichts. Dieser Ankrag ist vom Landgericht I zu München durch Urteil vom 17. Tczembcr 1912 abgclchnt worden. TaS Gedicht ist, so führte das Landgericht aus, nach seinem ganzen Wortlaut und Sinn total unverständlich. Eine unzüchtige Tendenz sei aus dem übrigen Inhalt dcr .Eilschrift nicht zu entnehmen. Einzelne anstößige Worte seien nicht geeignet, das An- standsgciühl in gcschlechllütier Beziehung zu veeletzen, Iveil diese Worte vollständig in den Unverständlichkeiten des Gedichts verschwinden. — Gegen dieses Urteil hatte die Slaatsanwaitschaft München Revision eingelegt, die aber vom Reichsgericht gemäß dem Antrag des Reichsanwalts verworfen wurde, weil — wie dcr höchste Gerichtshoi begründend bemerkte — das Gedicht völlig nnsinnig mid unverständlich sei und deshalb nicht unsittlich nnrken könne. W Paris, 7. April. Bor dem Säuourgcricht in Algier begann der Prozeß gegen den Oberstaatsanwalt im Ruhestand B a t- l u t, dcr im Dezember 1912 seine Frau und den Leutnant Gäbet bei einem Stelldichein ertappt und durch Revolverschüsse gelötet hatte. 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Dr. .Hüller. JL AM. Realschule |it schalte». Die Amneidunae» iiir die Reaischule und die Par- schuikiasse können von jetjt an schrittllch oder Montan, de» 29. Jloril 1914, vormittaao vo» 9-12 Wir, aus peilt Annsrunmer versünUch ersolaen. In iedeni ,>alle sind isseburlSnrknnde. Jmviichei» und levles Scinilreunnid vorruiene». Weile»! Siuskniiii wird »er» erieill. 43INI- Lchouen. den 1. Avril >914. Tie lfrroiib. Direktion: H e r I i ch._ Höhere Privatschule Darmstadt Grüner leg 19. Inh. und Leiter: H. Kupp. Fernspr. 1512, Nein^n Grnvven'lur Einj.-, ftioi.-, Fähnrichs- und ReiteprüL, sowie z. (Linlriit in eine büh. iiaail. Anilaitvor. Beschräntie ^chiiler^adi lhöchiiens 40 3dtiiler); daber durchaus (ornfiilt. sehr gute, überraschende Erfolge, ffifö iit eine v.d. best.Kreil, oursünl. emo», »amilienveni. || gum] verbunden. Jini). Auskunft n. Proivekte d. d. Borst. GieHener Paedagogium. Anmeldungen für das neue am 15. April beginnende Schuljahr werden täglich in den Sprechstunden 10— i2, 8—üUhrenigcgengcnommcn. 4589 Dir. Brackcniaii», Blcichftrafie kl. lllillllBlllllill .............. IIlHHlBllllim IIIIIIIHIIIIIII! lllillllBlllllill ,|||l!l«i>>M ÜlillllKIIIIIIII iiiiniiBiiiiiiii lllillllBlllllill MllillBBliimil llllllllMüllllll lillllll*........ lllillllBlllllill II......Ulillllll llllllllElllllill lllillllBlllllill uiimiHMii’iii IlllllltWIllllll Illllll« l:li;illB:lll .,'lllBIIIIHII iiiillllB! I illlKHBiH ......Bi iiillllliä illllll ll IlillWilllilll i im« .min - HUB Illllll hiibiiiiiiii IIIIBIIIIIIII iiiiiiii hiiiiii in SSHI lllllil».«- imiiilaS m'lmiimmi !!!!!!!«!!!!!!! iiiiiiii^iiimii lllillllBlllllill iiiiiiim,imiii üiiüiBiiiüi!! IjlllBHIIIIII .....imsmimi II lllllHilllllll lllillllBlllllill .....•iE’ llili um imiii mm mini. 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