Nr. 80 Sechstes Blatt |64. Jahrgang krfchemt M | fl # ottt Sn®«(rftme b H Swmtene. Die „Siehrner .fonttieiiWötler" roeröen bem ,Slnj€ifloie Lanzen schwingend. Magere Kühe, schwarze, ioildeberäbnliclie Schweine sonnten sich im Licht des kurzen Wintertages. In einer Bauernstube, wo ich mir crnen Fuhrmann mietete. Um mich durch die Urwälder nach Kai fahren zu lassen, wohin keine Poststraßc führt, ertönte gailz iinerwartet von, Palat, herab die Erkundigung in zitternder Greiscnstrmmc: „Was willst du ber Uns?" Ans meine Erklärung: „Ich befinde mich aus Reisen lind will sehen, wie Ihr hier lebt," ward mir mit meckernde»,Lachen die Antwort: „Du reisest also wie Peter der Große?" Es wurde jedoch dem Patriarchen nicht vergönnt, an der nun ausgetragencn Mahlzeit, bestehend aus Kartoffeln, gefrorenen Preißelbceren und gesäuerten Pilzen teilzunehmen. Denn mit dem arbestsnnsähigen Altervater werden hier wenig Umstände gemacht. Ich' erlebte es, wie ein Sohn seinen erbärmlich hustenden, greisen Vater mit den Worten vom Ofen hermiter trieb: .„Was lebst du umsonst? ftüach, daß du in den Wald kommst und arbeitest!" Sehr im Gegensatz zu solcher Pietätlosigkeit den Eltern gegenüber steht die Zärtlichkeit. la geradezu Asscnliebe, mit der der Säugling hierzulande behandelt wird. Er steht im Zentrum des Interesses, er ist das Spielzeug der Brüder, des Vaters und Großvaters — um sei» Gedeihen zittert alles. Denn di? Natur hält hier eine furchtbare Auslese. Frauen, denen ihre sechs Kinder, eins nach dem andern, im ersten Lebensjahr Ivegstarbcn, sind keine Seltenheiten. Auf den, hoch mit Len — dem Proviant für drei Tage — beladenen Schlitten thronend, verließen ivir die malerische, offene Feldlandschast, um in den kaum bewohnten Urwald einzulenken, der uns nun für volle drei Tage aufnelimen sollte Schlanke Edeltannen bohrten sich wie Lanzcnspitzen in das srosthartc Blau des Himmels, aus dichten Verjüngungen schossen mächtige Kiefern enrpor. Vom Sturm schleigedrückte Tannen schienen sich erwartungsvoll über deu Weg zu biegen, als spähten sie noch jemandem Mts: zuweilen öffnete sich ein Blick aus ungeheuere Windbruchslöcher, Ivo die Stämme von den Stürmen tose Zündhölzer geknickt, zu geivaltigcn Barrikaden übereinandergctürmt logen. Unter mächtigen Schneebauben gekrümmte junge Fichten zeigten die abenteuerlichsten Gestalten. W,c Büchsenschüsse knaUtrn die vom Frost gepreßten Bäume. Stirndenlong fuhren wir durch diese großartige Einsamkeit, bis wir das Eis der Kama erreichten, an deren anderem llfer sich die cinsanicn Gehöfte der Berto- zovskijc Potschinki hinziehen. Diese bildeten einst den Verban- nuugsort des berühmten russischen Schriftstellers Korolenko. Im Hintergrimd der psadlosc Urwald, vor sich die Karna, so liegen die Waldgehöite, ein Inbegrrff der Weltabgeschiedenheit. Wahrend sm Winter nur durch reisende Holzhändler einige 'Fühlung mit der Außenwelt erhalten wird, sind im Sommer die einzigen Besucher dieser Einöde die beritlenc Hebamme und ■— der Bär! Furchtbar haust dies Raubtier unter den im Walde Iveidendcn Viehberden des Bauern. 'Achtzig Stück Vieh sallcn nicht selten in einem Sommer dem Räuber zum Opfer, dem der nieist herkulisch gebaute Waldbewohner mit einem Vorderlader ältester Konstruktion oder nur mit der „Rogatina", der lBärcnlanze, zu Leche geht. Rach behaglicher Rast bei einem dieser wohlhabenden Bauern fuhren wir am nächsten Tage, bald ank dem Eis der Kania, bald durch den Wach »ach Nordosten wcfter, immer mit denselben Waldbildern vor Augen wie bisher. ?lm späten Nachmittag aber ward plötzlich alles uni uns verändert. Es war, als ob wir das Reich des Todes betreten hätten. Riugsherum 'ragten rauchgeschwärzte Baumlcichen, mächtige alte Lärchen, aus dem Schnee. Wir waren im Brandwald. Hier hatte vor einigen Jahren ein furchtbares Feuer gewütet, tMä dos Dorf, dem ivir nun zustrcbten, bereits so umzingelt hatte, daß Menschen und Vieh dem Erstickungstod nahe 9 ** waren. Nur der das Dorf umgebende, noch grüne Roggen rettete cs vor dem Untergang, irachdcm schon die Pflüge aus dem Felde ein Raub der Flammen geworden ioarcn. I-,, diesem vom toten Wold imftchlungencn Dort übernachteten wir. Dort ging es hoch her. Es war der Tag der Taufe Christi und die Fcst- stiminung schon sehr vorgeschritten. Hier hatte ich Gelegenheit, an einer Victschcrinka, zu deutsch Abend,micrboltung. teilzuneli- inen, zu der sich die smttlichcn Burschen und Mädchen des Doris versammelt Trotten. In enger rauchiger Stube drehten iick, die Solotchizcrinucn tun einen, aus einem Stuhl stehenden Burschen. Der Reihe nach raubte dieser icdcin Mädchen das Kopt- tuch, das sie sich nachher durch einen Kuß wieder eiulöscn mußte. Eine wohlklingende, träumerisch-monotone Melodie wurde dazu gesungen. Diese Abendunterhaltring dehnte sich bis tief in die Nacht aus und ließ mir wenig Zeit zum Schlas. Die Morgen» dchnmerung sah »ns wieder ans 'dem Weg nach den Kaisckic» Dörsern. Aus der totenstillen Waldstraße erklangeir plötzlich Ba lalaikatönc. Ein Schlitten nahte ftch. 00 » einem Mädclien gelenkt. Langausgestreckt darin einige stramme Burschen, singend und spielend, sichtlich noch in Frsttagsstimmnng. Nacki den Feier lagen ging cs itmi wieder in die rauchigen Erdhöhlen ihres Holz- ichlages, wo sie den Rest des langen Winters in harter Arbeit und grimmiger Kälte verbringen müssen. Aus der letzten Strecke meiner Fahrt war cs mir bestimmt, in rascher Folge alle Leiden einer nordostrnssischeu Reise zu durchleben. Die Kälte wuchs von Stunde zu Stunde. Unser abgehetztes Pserd auittiertc über die ergiebigen Prügel und Schimpsworte des Fiihrmanns durch böswillige Seitensprünge, die öfteres Um- kavven des Schlittens zur Folge lzatten. Eine tragikomische Situation : kovsupter im Schnee von seinem Gepäck begraben liegend, die Füße in dem inttcralähnlichen Schlitten steckend, geduldig ausharren zu müssen, bis cs dem Fuhrmann gelingt, das Äesäbrt Illieder aus die Kufen zu bringen. Es gewährte mir doch zuletzt eine grausainc Genugtuung, als die Ursache meines Leidens, das störrische Pserd, beim Herabsahren der zahlreichen, steilen Schluchten in der landesüblichen Weise zu langsamem Tempo gezwmigen wurde. Um zu verhindern, daß unser schwer- bepacktcr Schlitten in ein verhängnisvolles Rutschen kam, schritt der Bauer vor dem Pferde her und zwang es durch Faustschlägc aus die bereiste Schnauze zum Schrittgehen. Es ivar Mitter- ' nacfit, als vor uns die bastionartigcn, tieserngeschncsten Dors- häiiser und Schober von K a i aus der -blassen Ocdc herauswuch- sen. Wir hatten das Zentrum eines der wcltentlegcnstcn Winkel des Ipuropäischen Rilßlairds erreicht — 450 Kilometer von der Eisenbahn entfernt. Heißt es doch im allrussischen Svrichwort: „Kamil Eak y Kaiirslismah", „Er ist versunken, wie im Kama Moos". Fern sind die Tage, als der Wojewodc in der ehemaligen Stadt Kai residierte, als die allrussischen Handelskarawaneir auf trau Wege von Bjeliki Ustiug zum Ural hier Station machten — als gewappnete Männer aus Schneeschuhen gegen die Wogulen des Urals von hier aus zu Felde zogen. Aber auch Kriegsgetümmel hat diese ursprünglich vcrmsaftschc Burg gesehen. Noch sind die Ueberliescrungen lebendig von den Reiterscharcn der Rogaitatarcn, die drohend aus der andern Seite der Kama erschienen! Zur Zeit Peters d. Gr. inachte der Aufstand der Katschen Bevölkerung, die noch jetzt als „verzweifelt" gilt, viel von sich reden. Ich war schon halb erstarrt, als wir vor der Kreisverwaltung Halt niachten. Das Gefühl, mich nun bald im behaglichen Zimmer für durchreisende Beamten erwärmen zu können, beflügelte ineine Schritte zur verschlossenen Tür dieses stattlichen Äolzge- bäudes. Gewohnt in diesen -Verwaltungszentren, dank meiner Legitimation, entgegenknnmend ausgenommen zu werden, klopfte sch an. Totenstille' dann eine wütende Stimme, die mir empfahl, mich zum Teufel zu scheren! Aus der Schwelle^ dieses ungastlichen Hauses stehend, im Hintergründe das heisere Hohnlachen mesnes Fuhrmannes, der bereits starke Zweifel in meine Persönlichkeit gesetzt hatte, versuchte ich diesem Cerberus ber 40 Grad Kälte eine gedrängte Uebersicht meiner Reisezwecke zu geben und im verstärkten Brüllen meine Lcgitimatwn vvni Ministerium des Innern und vom Gouverneur zur Geltung zu bringen. Umsonst. Es blieb mir nichts übrig als umzukehren und, wie der liebe Gott im Märchen, mich voni Hause des Reichen zu der Hütte des Armen zu wenden, nämlich zu derjenigen eines Gast- sreundcs meims Fuhrmannes, eines bettelarmen Bauern. Mit unserm armen Pferde ivurdcn nach landesüblicher Weise wenig Umstände gemacht. Es wurde ausgesvannt und uueingedeckt hinten an den Schlitten gebunden. Trübselig sein Heu kauend und leise mit den Glöckckien an seinem halse klingend, stand es reifbedeckt die ganze lange Wimernocht hindurch in der grausamen Kälte. Ter daraussolgende Morgen war einer jener prächtigen ost- russischen Wintertagc, an denen man die eisige Temperatur kaum spün. Kerzengerade stieg der Rauch aus den Blockliäuiern. Der städtiichc Charakter Kais bat sich erhalten in den regclmätzigen Siraßcn und Gassen, welche die schluckücnartigrn Userberge durch, ziehen, dftir ein steinernes Geüäichc überragt die Holzhäuser dieser ziim Don degradierten Stadt. Cs ist dies das Krankenhaus, ein ehemaliges Arsenal aus der Zeit, da noch Truvpen hier standen. Mein Aufenthalt in Kai war sehr kurz — bald tuteten mich die Postpserdc nach Nordosten in die Törscr am Rande der Urwälder, in denen ich meine Sprachstitdien fortsetzcn wollte. flüssige Lust. Vorgänge, welche Ivir häufig beobachkcn, erscheinen uns nicht „wunderbar". Sv mag höchstens der Trovenbewohner darüber erstaunt sein, daß sich das Wasser in der Kälte eineit scftrn Panzer anziehk, und selbst der Schulknabe weiß bei uns, daß diese unentbebr lichc Fjnsftgkcrt auch in Dampssorm austrctcn kam,, schwer mag ftch der Laie aber „slüssige Luft" vorstcllen, und in der Tat ist die Techlftk auch erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit imstande, sie hcrzustellcn. An sich ist — oder erscheint — der Weg sehr einfach, die Lust zu verslüssigcn. Man kann sich nämlich dabei an gewisse Eriche, mmgcn anlebnen, welche man bei den Dämpfen beobachtet. Vlller dings ist die Lust zunächst kein „Damps", sondern ein „Gas". ?lber die Gase zeigen so viel Vcrwaildtsckiaft mit den ungesättigten Dämpsen, daß man gewiß die Gase als ungesättigte Dämpsc nn< svrechen darf. Nun ist es allgemein bekannt, daß Wasserdamvi aus die cin- sachste Weise in den flüssigen Zustand zurückgesührt werden kann, wenn man ihn abküblt. Das geschieht bei der Damvsmaschine, die mit Kondensation arbeitet, mittels zugesütetein kalten Wasser, und in großzügiger Weise bewirkt die Natur diese Umwandlung jedesmal, wenn sie uns Regen spenden will. Es lag daher der Gedanke nahe, die Lust durch starke Abkühlung ftüsftg zu machen, und cs kam nur daraus an, einen Weg zu iindcu. wie man die jedensalls sehr starke Tcmperaturcrniedrignng bewirken könne. Auch dazu besitzen wir ein ziemlich einfaches Mittel. Jeder Radfahrer und jeder Kenner des Automoblls weiß, daß die Piimvcii. mit denen wir den Reisen Lust zusührcn, sich bei der Arbeit stark erhitzen. Und ganz mit Recht schließen wir daraus, daß die Zil- sammcirprcssung der Lust Wärme erzeugt. Die Arbeit, ivelchc wir dabei eingesetzt haben, muß doch irgendwo verbleiben, und sie äußert sich in der Erbitzung und in der erhöhten Spannkraft der erwärmten und aus einen kleineren Raum zusammcngcprcßten Lust. Nun stellen wir uns solgendcs vor: Wir treiben einen Kolben in einen Zolindcr, wobei mir also die eingeschlosscno Luft erhitze». Daraus kühlen wir aber die erhitzten Wandungen des letzteren mit kaltem Wasser ab, so daß die erzeugte Wärme verschwindet. Es sei also wieder nonnalc Temperatur eingetreten. Was wird nun geschehen, Ivenn wir den Kolben dann lterauszichcn? .Hatte eine Zu- sammcnpressmig der Lust Wärme erzeugt, so wird — wie ein ein sacher logischer Schluß ergibt —• ein Sichausdebnen Kälte hervor rufen. Da wir nun aber die zuvor entstandene Wärme weggcschaift haben, so kann die Temperatur der Luft nicht ciusach aus den früheren Zustand zurückkehren, sondern cs muß eine llitterkühlimg cintrelcn, bei welcher die Luft viellcichlt viele Grad kalt werden kann Nach diesem Prinzip ist denn auch der Apparat eingerichtet, mit dem Professor Linde die Lust verflüssigt hat. Hier wir» die selbe zuerst stark zusammengeprcßt -— aus etwa 200 Atmosphären — um dann gekühlt und wieder entspannt zu werden. Dabei erreicht sie allerdings zunächst noch nicht jene tiefe Temperatur, die ftir ihre Verslüssigung notwendig ist. Um eine solche schließlich zu erzielen, hat Proscsfor Linde seinen genial ausgedachten Gegen stromapparat ersonnen. Er läßt die bcretts entspannte und ziemlich kalte Luft nämlich ioieder zun, Kompressor zurückkchrcn wo sic von neuem zusammengeprcßt wird. Aus diesem Wege umlließt sie in einem Spiralrvhr andere Lust, welche in derselben Weise obgekühlt wird, wie sie. Letztere muß dabei natürlich eine ttefere Temperatur erreichen, als erstcre. Denn sie unterliegt demselben ?lhkühlmtgsversohren, und außerdem ist sie im Gcqcnsttomapparat noch auf Kosten der zuvor abgekühltcn Lust niedriger temperiert worden. So geht eine bestimmte Menge Lust in stettgem Krcislans durch Kompressor, Kühler und Gegenstromavparat, wobei sic schließlich bei etwa 190 Grad (Celsius) Kälte flüssig ivird. Man läßt sie dann aus einem Sammelgcsäß ausslicßen, dessen Hahn natürlich zuvor geschlossen war. Flüssige Lust sieht, wenn man sic durch Fließdapicr geslltert hat, schön himmelblau aus. Sie ist aber eia etwas gefährlicher Stoss, der den Finger schlimm verwunden würde, der etwa hincin- gesteckt würde. In diescin Zustand verdampft die Lust uatüttich sehr leicht. Immerhin kann man sie in den sogen. Dewarschcn — Eine Fraucnaus stellungin England. In London wird Mil 11. April in der großen Halle der Olympia, in der Pros. Reinhardt seine Miraele-Vorstellungen gab, eine große Kin- dcrwohlsahrtsaiisstellung erössnet. Auf ihr hat die National Union nt Women Sussragc Society eine Unterabtellung übernommen, die sich „Das Königreich der Frau" nennt. Diese Ausstellung unterscheidet sich wesentlich von den sonst veranstalteten Fraucn- ausstellungcn. Tenn es handelt sich vier nicht darum, die Leistungen der Frauen aus den verschiedenen Gebieten zu zeigen, sondern es soll vielmehr ein Bild davon gegeben werden, wie sich mit einem Minimum von Ausgaben ein behagliches und wohnliches Heim schassen läßt. Neben einer Einrichtung für Eheleute ist eine sür alleinstehende, arbeitende Frauen ausgestellt. Hier ist mit csiicr einmaligen Ausgabe von 100 Blark ein Zimmer ansgestattct, das Schlas- und Wohnzimmer zugleich ist, so daß mit dieser geringen Summe der Wunsch, ein eigenes beiin zu besitzen, ersüllr werden kann. Daneben wird ein ArbeiterwobnhauS mit 5 Zimmern ausgestellt werden. das für den billigen Preis von 2500 ?1!ark hcrge- stellt ist. Durch Ausstellung von Arbeit und Zeit sparenden Apparaten sür die Hausarbeit soll die praktische 'Amoendung solcher Maschinen gezeigt und ihre Eiitsührung in die kleinbürgerlichen Arbeiierhaushaltungen gesörderi werden. Außer dieser wirtschaftlichen Seite, die beweist, das, die Sttnimrechtlerinncn hausivirt- schaitlichen Fragen mit vrakrischem Silin gegenüberstchen, wird die Ausstellung noch eine Kunnabteilung enthalten und eineit großen Basar, in dem ansschließlich von Frauen hergcstelltc Waren zum Verlaus auslicgen. Schließlich soll eine Abteilung die Erfolge zeigen, die durch das Fraucnstinnnrecht berttts erzielt sind. Durch Vorträge, eüt Theater- und Varietecunternehmen, in dem Frauetr Manager. Regisseur und Veranstalter siitd, durch eine ModesckMii, in der auch die Art und Weise der Herstellung von Kleidern, namentlich die schlecht bezahlte Heimarbeit vorgesühtt wird, soll die Ausstellung vervollständigt werden. So wird sie cinen Eiichlick in viele Ziveige der wewlichen Berutsarbeit geben. — „E s sind nochgenng d a". Zur Paradiesvogel-Frage schreibt der Kunstwart (Verlag von Georg D. W. Callwey Münchens in seinem eriten Avrilhcst: Der Staatssekretär des Reichs- kolonialamts erklärte '.IN Reichstag, datz er irnher den Ailschaiiungen der Bogelschuvsrcunde über das dlusstcrbcn der Paradiesvögel .stark zngcneigt" hätte, zumal als ec in London ans einer Versteigerung von Rechern, Paradiesvögeln»iw., bei der es um MUlionenwcrte ging, gewesen wäre. Aber einige Herren der Saving-Expedftion hätten ihm gesagt: sin Innern von Ren-Gninea seien noch eine „Unzahl" von Paradiesvögeln da. man brauche sich von den Naturdenkmalschützern nicht bange machen lassen. Also ivolle er das Ab» schießen vorläusig nur sür anderthalb Jahre verbieten. Das ist sehr tröstlich: dort hinten sern von der Küste im Urwald sind noch genug da. Glauben wir eS einmal! Haben unsere Frauen nun ein „Recht", also gettöstet sich Paradiesvogelbälge ans das Haupt zu setzen? Nicht darum handelt cs sich allein, ob noch „genug da sind". Auch die Italiener sagen, iocmi sie unsere Singvögel in Massen nicder- knallen, lächelnd : es sind ja genug da. Und doch ftnden Sie, meine Damen, diese Vögel mordenden Italiener abscheulich. Handeln Sic Ihrerseits wirllich weniger abschenlich? Zwar stellen Sie sich nicht persönlich in Nen-Oiuinca hin und töten Tausende der Tiere, von denen eine „Unzahl" da ist. Aber die von ihnen bezahlten Händler lassen sic Ihretwegen zu Tausenden umbringen. Stellen Sic sich vor: um Ihrer Eitelkeit willen durchstreisen zweiselhastc Gcnt- lcmen den Urwald mit Büchse und Messer und schlachten ganze Schisssladungen jener lleinen Wunderspielc der Natur ab. Kommen Sie sich wirllich besser als die Italiener vor? Die Paradiesvögel gehen nicht den Staatssekretär allein an, sondern jede einzelne deutsche Frau. Und für diese ist die Frage noch nicht damit erledigt, daß „noch geling da" sein — sollen. — Das kindliche Genre von Heuer. Ein merkwürdiger Zug liegt in unserer Zeit. Die sungen Leute ziehen es vor, sich alt zu machen, wie die jetzt imedcr in Gebrauch kommenden weißen Perücken, bie in Paris so modern sind, be- lvciscn. Hingegen kann man sich in dem Uebersngendlichtun bei der Fasson eines Kleides nicht genug leisten. Von vierzehn auswärts wollen sie alle wie Babics mit achi Jahren aussehen. Es scheint wirllich, daß die Ersindwlgen mancher Modekünstler tatsächlich schon ans Kindische ftteisen, daß man cs aber trotzdem tvagt, diese Ausgeburten der Phantasie als Mode von heute zu proklamieren, bestätigt wieder einmal das Sprichivort: Es ist im Leben nichts närrisch genug, das die Damen tt'agen, wenn man es als Mode proklamiert. Dieses kindliche Genre ist aber auch nicht erst jetzt erfunden, sondern lehnt sich wie so vieles Heuer an längst vergangene Zeiten an. In der sittenverdcrbten Zeit des Rokoko konnte man dieselbe Beobackttnng machen. Trippelnd und wippelnd kmncn die Backftsche scher sünszig und die Jünglinge an die sechzig einher. Heute lacht mair recht herzlich über sre. So -wird man einmal wahrscheinlich über imserc jetzige Pöodc lächcln. kf. Das Zitroncngcsicht der Pariser Schönen Zitronengesicht? Was ist das? Nun. cs ist die letzte Modetvllheit der Parilerin. lieber Nacht ist in Paris die Akodc ausgekommen, daß die Frauen ihr Gcsickzt nickst nur, lose bisher, hinter einer dicken Puder- oder Schminkeschicht verbergen, sondern daß diese Schicht die Farbe einer blassen Zitrone haben muß. Warum die Wahl gerade auf diese Farbe getanen ist, erfährt man nicht. Eine Mitarbeiterin der „Tarlift Mail", die regelmäßig aus Paris chre Modenberichte liefert, versichert gairz crnsthast, sic habe in Paris solche Zittoncngcsichter gesehen. Sic sägt hinzu, man trage dergleichen nur bei gesellschasttichen Gelegenheiten und gibt weiter die reizende Einzelheit, daß man Hals und Nacken cbensalls mit Farbenschichten überzieht, so zum zittonengclben Gesicht mit Weiß und einem Rot, das der Farbe des Alvenveilchens nahe kommt. All dies erössnet reizende Aussichten: der Farbanstrich wird augenscheinlich die angrenzenden Körperteile, soweit sic sichtbar sind, überziehen: ioic wäre es da, wenn man sich ftir einen Anstrich in den Landessarben entschiede? ks. Wie sich die Türkin wäscht. Niemand wird be- zweiseln, daß die Engländerinnen von Körperpilege und Reinlichkeit besonders viel verstehen, und dennoch hat sich die Engländerin Grace Ellison, die gcgenwärftg im Harem einer türkischen Freundin in Konstantinopcl zu Gast ist, beinahe den Vorivnrt der Unsauberkeit machen lassen müssen! Sie wäscht sich und badet natürlich io wie sic es aus England gewohnt ist, während die Türkin bcinr Waschen und Baden ein anderes Bcrsahren cinschlägt. Als die Engländerin zum ersten Male das Badcgemach betrat, das neben ihrem Schlafzimmer liegt, war sic erstaunt: dieses Waschzinimer Ivar ein niarmorgelleideter Raum mit Abilußrübren an den Seiten: cs war auch ein Wasch- und Badebecken und Wasser in Hülle und Fülle vorhandcil, allein kein Gesäß, in dem sie Wasser hätte nussangen köimcn. Die Türlin wäscht ftch nämlich nur in sließendem Wasser. Die Engländerin benutzte die Gelegenheit, als ihre schvko- ladentarbige Dienerin sich zurückzog, nnt den Abfluß des Waschbeckens mit ihrem Taschentuche zuzuswvfcn, uni sich waschen zu können, wie sie es gewohnt war, aber als die Dienerin wiedcrkam, machte sie ein ganz entsetztes Gesicht, zog auyenblickllch dos zum Stopfen geballte Handtuch hervor und sagte, das sei ja eine „ganz schreckliche Art, sich zu waschen". Dabei war sic auss ltöchste erstaunt darüber, daß die Engländerin nnt blendend weiße Haut hatte, obwohl sic sich nach türkischen Begrisien zeitlebens in „icbmutzigeni Wasser gewaschen halle". cSttHben, iMidjo mir lose ue.ßtblofcn sein büßen, fotqc ausheben imb 'octor jinithü) weit verschicken Hitb rocKu Wfit Wb biese-j seltene Produkt vcnveudcn? Znitächst ju rinn- Urt Destillation Lust bcftcljt bekanntlich b>e,entlieft Mv Tauenton und Stiefftoif. üäfit mau null jene blaue Flüssigkeit verdamttie». so entweicht »»erst de',' slüchttgcrc stick- noii, und nach einer gkwklien Zeit iv'Nndct sich in dem bettetse»- b'!! Gesäß tan nur flüssiger Saucrston, Aus diese Weise gennnnk mau ein Mittel, den Lustsauerstots technischen Zwecken dienlich zu machen. Vor allem aber kann dieser überaus kalte Kößicr zu Kühl» zniecken verwendet werden To bat man in Amerika Eiienbahn-l waaen, welct'e dein Trausport von 7ylcn"d> dienen, mit ’Sü'iiprc Luit gelübll, Und auch bei uns spielt sie ihre Rolle in der Kälteindustrie Lust in llüiiigei» Zustande stellt aber auch einen gewissen knergiewcrt dar. Denn IN! Komvtl'iior war sa eitle erhebliche Menge voll Arb.it geleistet worden, die nicht verloren sein kann Diele blaue Masse kann.daher auch als üraltanelle zum a.relben l'gend welcher Maschinen auSgenupt werden Wer wein, welche Zukunit dieses eigenartige Erzeugnis noch haben wird! Börsen-Wochcnbcricht. — F r a n k f u r t a, M„ 3. April. A«ch längerer lüeschästsunluit iit die G > u n d st i m m u n g an der Doris wieder etwas zuversichtliche r geworden: die Kuß'e konnten sich nach Beendigung der lllttmoliauibaliou aus sait allen Gebieten beseitigeil. and zwar um so mehr, als die Baissespekulation angesichts de> Einslnßlosigkcit ungünstiger Nachrichten zu Decknnge- kauten sich veranlaßt sab, Zn der .Hauptsache sind cs vorerst nur Znklmstschotfnullgen, die der Börse den halt verleihen: denn die w i r t sch a s t l ich c n P er i ch t c sind nicht besser, eher schlechter geioorden Die Siegerlander Eisenwerke müssen bereits zu Feierschichten ihre Zuflucht nehinen und die großen Gemischtwcrke sind über das Ausbleibcu der Tvezisikativnen enttäuscht, wahrend zugleich die Preise unter der zunehmenden Konkunenz loeiler Nachlasse» Allein diese schlechtere,, Berichte machen kaum noch Eindruck, loctl die Büße wegen, der erstaunlichen Gcldslüssigleit, die sich sogar am OnartalSterminc erhalten konllte, sowie wegen der bevorstehende,, Staatsbestellungcn und, der bisher noch ungetrübte» Ernteberichte in der ganzen Welt an eine bessere Zulunst glaubt, Zn dieser hossnung wurde die Börse weiter bestärkt durch dir Aeußerun- gßt, die mchriach in beit letzten Tagen von bedeutsamen Stellen aus gesallen sind, Zn bfii Generalversammlungen der Großbanken und Schiffahrtsgesellschaften wurden die Zukunilsaussichtcn Hofs »nngsvoller dargrstellk. als nran es nach den vicliachci, Shmptomen riner Berlangiälvnng des Weltverkehrs und Welthandels erwartet batte. Zur Perbeilernng der Börsentendenz trug auch der Umstand bei. daß aus dem Geb, et der Politik keine bcunrubigenden Nachrichten mehr konteu. Guten Eindruck hat insbesondere die gün. stigc Wendung hervorgcrusen, die die englische Krise genommen hat, ferner boten die besseren Meldungen aus Wallstreet und die ausgiebige Erholung, die am K ali markt eingetrcten ist, der Büße eine wesentliche stütze. Die freundlichere Börsenausfassung übertrug sich vor allem aut Montan Papiere und Schiss- sabrtsakticu Aus beidmi Gebieten wurden neben Teckungs- käusen auch Meinungskäuse vorgenommen, was zu ansehnlichen Kurserholungen iühße Besonders prositicrten hiervon Bochumer. Deut,ck>-Lurelnl>u>ger. Gclsenkirchencr und .harpener, letztere, da man die Möglichkeit eines neuen englischen KohlcnarbeiterstreikS tür nicht ausgescküosseu hält. Auch Eoncordia konnten sich wß'entlich befestigen, Auf Schisfahrtsaktie,u wirkte die Erhöhung der Zwischendccksrate des Llovd noch besonders anregend. Etwas leb- Hafter gestaltete sich auch das Geschäft in Bankaktien, Die Di- videichenobichläge, die Hinweise in den Generalversammlungen und die bevorstehende österreichische Schatzscheinanleihc veranlaßtenMci- nungSkäusc. wovon die ganze Liste profitierte, Von B a H n e n wurden nur Schantuug inmerdings höher bezahlt, Kassa - In - du stri epa p i er c stellten sich meist etwas höher, wenn auch die Ilmsätze noch keinen größeren Umsang emeichten. Badische Anilin gaben jedoch nach Bekarntwerden der starken Kapitolserhühungen im Anilinkonzern trotz der damit verknüpften ioertvollen Bezugs-- rechte stärker nach, da inan befürchtet, daß die Dividende durch die beträchtliche Kapttalsvorwafserung tkicht unerheblich heradgedrnckt werden känme, was sa auch der ausgßprvchene :,weck der Kapitals- erhühungß, ist sehr fest lagen dagegen Autonu'ße und einzelne Maschinensabrikaktien. auch Elektrowerre waren etwas begünstigt, heimische Anleihen konnten ebenfalls aus glöste« Anlagekäusc etwas auziebcil, während srcnidc Rente» mehr vcrnachtälligl blichen, Privatdiskont 2 4 /* Prozent, __ ^kirchliche Ncschvichten« Evangelische SemetnSe. Sonntag Palmar u ni. den b. April: Landes-Buß- und Bcttag. ^ Kollekte tiir hessische evangelische Gemeinden IN Erlen Nilt über- mieoender katholischer Bevölkerung. Gottesdienst. Zn der ktadtkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Plärrer Schwabe. Borlnittags ll Uhr: Beichte und heiliqes Abendmahl sur die Militärgeineinde- Pfarrer Schwabe, Nachnnttags 2 Uhr: Kinderkirchc für die Markusgemcinde, Pfarrer S ch >v a b c, Abends 6 Uhr: Pfarrer v S ch l o s s e r. . Abends 8 M Uhr im Markussaale: Vortrag von berbtbltotbefar Tr. vepding über: .Eine hellenistische Großstadt" (zum Verständnis der Ncutcstamentlichen Cchristent mil Lichiblldern, wozu die Mitglieder der Bereinigung der konfirmierten inännltchen Jugend der Matthäusgemeinde und des Wartdurgvereius eingelade» werden, 3n der Zohannerkirchc. Bormittags 9L, Uhr: Plärrer A u s > c l d. Vormittags II Uhr: Kinderkirchc iür die Jobannesgemeinde. Pfarrer Ausseld. AbendS 8 Uhr: Pfarrer B c ch t o l s h e > >n e r. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Johannes- genieinde gemeinsam, Anmeldung?,i vorher bei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr: Versammlung und Bibesdesprechung im Johannessaal. Gründonnerstag, den 9. April: Zn der Stadtkirche, Abends 6 Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl kür Matthäus- und Markusgemeinde geineinsam. Anmeldung vorher bei deni Psarrer jeder Gemeinde erbeten, Pfarrer Schwabe. Zn der Zohannerkirchc. Vormittags 9’/, Uhr: Vorncllunq und Prüfung der Konftr- mandcn aus der Jobannesgemeinde. Plärrer AuSseld. Abends 7 5 * Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl sur Lukas- »nd Jobannesgeineindc. Annieldung vorher bei den, Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Plärrer A u s s e l d, Karsrcitag, den lv. April. Kollekte für die eoangeliichen Anstalten zu Jerusaleni. Zn der Stadtkirche. Vormittags 9X Ubr: Pfarrer v. Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl fsir Matthäus- und Markus- gemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher dei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormitlags II!* Uhr: Kinderkirche iür Matthäus- und Markusgemeinde, Pfarrer v, Schlosser. Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Plärrer Schwabe, Am 2 . Osterf iertag. nachmittags 2 Uhr, findet die Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Markusgemeinde statt Die Konsirmalion sindet am Sonntag Quastmodogeniti, de» 19. April, statt, in Verbindung damit Feier des heiligen Abendmahls, Die Beichte dazu wird am Samstag, den 18, April, nachmittags 2 Ubr, gehalten. Zn der Zohannerkirchc. DormittagS 9'/, Uhr: Pfarrer Bcchtolsheimer, Beichte und heiliges Abendmahl iür Lukas- und Johannes- gemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags Ilf* Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Psarrer Bechtolsheim er. Abends 8 Uhr: Siebe Stadtkirche, Am l,-Oiterseiertag ivwd in beiden Kirchen eine Kollekte (üt btt Kircheakass« erhoben werden. Am 2, Olrcr-eicrtag ftndet im hauvtggttesdicnsl die Konstriuation der Kinder aus der Johannesgcmeiudc ilatt, in Verbindung damit Feier des heiligen Abendmahls Tic Beichte ivird am 1. Cflev* ieiertag im Anschlnß an de» Abendgottesdicnst aebalteii. Edensalls am 2. Oslericierlag, nachmittags 2 Uhr, bildet Vorstellung >»id Prsisuilg der KonNrmaiidcn auS der tlukaSgeiiieinde statt, Tie Konsirstialioi, derselben »ndcl a»i Sonntag Ouanmodo- geniti, de» 19. April, statt, in Verbindung damit Feier des heil. 'Abendmahls, Tic Beichte wird am Tage vorher, nachmittags 2 Uhr, gehalten. iiatholischc Gemeindk. Gottesdienst. Samstag, den 4, April: Liachmiltags um ö Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beil. Beiclite. Samstag nachmittag »ud abend und Sonntag varmittag 6 bis 7 V, Uhr ivird ein fremöec Priester Beichte hören. Sonntag, den ö, April, Palm-Sonntag: Vormittags von 6 V Uhr an: Gelegenheit z>ir bl. Bei-Ate. , »m 7 >Gr: Tic erste bl. Messe. Gememschastliche Oster» lommunioil der Vereine, „ um 8 Uhr: 'Austeilung der hl. Komiiuinioii, , um 9 Uhr: üochamt: vor deni Hochamt findet die Palmenweihc statt, „ iiin ll Uhr: Hl. Messe, Nachmittags »m Uhr: Jungfrauen-Kongregatiou, Nachmittags um 8 Uhr: Predigt: daraus Passwns-Andacht, Dienstag abend um 67« Uhr ist Fastenandacht. vlaspora-Eottesdienst. Sonntag, den ö. April: In Laubach um 10 Uhr, In Lich um 9'/, Uhr. üllvöüüTHgül' u'iiiiliiliiiiibmchil, bb ll , l! g,ggt/,» 1 ',ibst'i l liii»i > ! l » l list l!l li > stll > >l l ll kkk i,j, Stäben erschienen | und in allen Buchhandlungen vorrätig: | | Geschichten aus der Pfalz | | und ihrer Nachbarschaft j | 4 Volkserzählungen von Plärrer Heinrich Bcchtolsheimer | Preis Mk. 1.—. Verlag von 1 August Fillmann, Birkenfeld a. d, Nahe | niUi!iiiM,iliiii-iiiiiUi1iiii,l,iwliii ii0.>iUliii,>iUiiii.i.i iiiiiili,Ii,iiiiiiiUIiii,iiiNiiiiiiiiim!,'iiii,h Heilb sw ährt bei Kata rrh en.H usten Heiserkeit.Verschleimung.Jnfluenze Magen-Därw.-Gicht-u Blasenleiden.• Sera» erhältlich In Apotheken Drogen-und _^ mm StanSesasntrnacbricbten. (Stitfeeii. Aufgebote: März 27. Johannes Oberbaus, Winzer, mit Henriette Meitner, beide in Oppenheim, — 28. Karl Sebastian Peters, Bnchbändlcr in Gießen, mit Ana Denhard in Wetzlar, - Friedrich MiuhHartmann, Buchhalter, mit Minna Henriette Friederike Elise Werner, beide in Gießen, — 30. Hermann Wil belm Emil König, GeichöstSsübrer in Gießen, mit Alma >Nara Margarete Karolezak in Frankfurt o, M, Jakob Christian «cküiscr, konmiisiarischer llnterassistem in Gießen, mit Elisabeth Sommer in Friedlos, 31. Jakob Philipp Grimm, Händler, mit Anna Henning, beide in Heidelberg, — Hugo Möhl, Friseur, mit Margarete Werner, beide in Gießen, — April 1, Earl Heinrich Breidcnbach, Eiienbahnwerkmeisteranwörtm in Gießen, mit Luise Wilbelnnuc Kurz in Allendorf, Oberlahnkrcis, — Heinrich Karl Christian Währing, Bergingenienr in Röhrigshof, mit Marie Philippinc Luise Margarete Nowack in Gießen, — Joseph Kollmonn, Metzger, mit Lina Hahn, beide in lfiießen, -7 2, Friedrich Karl Heinrich Krische, Kännnaim in lKießen, mit Johanna Elise Margarete Finckc in Göttingc» Eheschließungen: Marz 28, Heinrich Decherl, Kutscher, mit Natalie Ernst, beide in Gießen, — Heinrich Ludwig Will, Fabrikarbeiter-, mit Jda Elsa Colditz, beide in Gießen, — Wilhelm Tamm, Bahnarbciter, mit Katharina Hofmami, beide in Gießen, — April 2. Leonhard Rem, Sergeant in Mainz, mit 'Anna Rühl in Ulrichstein. Geborene: März 23, Dem Gcrichtsdiener-Substitut Karl Wenzel eine Tochter. 25, Dem Artisten Friedrich Karl Andreas Detter eine Tochter, Justim 'Amalie, — 25. Dem Spe- zialarzr Dr, Kärl Adolt Wen! eine Tochter. — 26, Dem Kellner 'August Gisset eine Tochter, Anneliesc, - T-em Fuhrmann Eberhard Paulus, Zwillinge, Waller und Wilhelm, — 27 Dem Schuhmacher Heinrickr Pfeil eine Tochter, Marie, — 28, Dem Eisenbahn Wagenaufscher vemrich Kehl eine Tochter, — Den, 'Dienstmann Karl Pcpvcl ein Sohn, Georg, — 29 Den, Eisenbahn gehilsen Philipp Paulv eim Tochter, Llnncliese, — Dem Ziegelei- ausiehcr Wilhelm Happel eine Tochter. Erna Sterbefällc, März 31. Otto Landiicdel, 6 Monate alt, Hillebrandstr, 74, — April 1. Käroline Lotz, 7s Jahrc alt, Weidengasse 1. — Karl Ludwig Heinrich Christian Friebel, Pr, vaticr, 73 Jobre alt, Walliorstr, l7, Albllch Aus geböte: März, Wilhelm Menz, WeißbindergeieNe in Lindcnstruth, mit Eleomirc Maria Stump, in Älbach. — Karl Horn, Landwirt in Steinbach, mit Eleonore Lltzbach ged, Fink, in Älbach, Alsfelll, Aufgebote: März 17, Rudolf Tristan Kranich, Ingenieur in Montc-Earlo, Fürstentum Monaco, ml, Margaretha Hedwig Lcrch. Lelwerin in Daunstad, — 18 Wilhelm' Grün, BersicheßtiigS-Jnipektor in ''Ilsfeld, mit Etisgbetlm Möller in Eugelrod, — 21. Josef Äerseher, Erdarbeiter ln Lllsseld, mit Katharine Robl in Witzenbausen, - 24, Hermann Karl Jvscl 'Augstein, Filialleiter in AlSfeld, mit Margarethe Else Minna Easelitz in HerSield, Eheschließungen: Mürz 28, Heinrich Weidling, Postbote in Storndors, Kreis Alsfeld, mit Aima Dorothea Euler in Bieben, Kreis Alsfeld. - Heinrich Hahn, Dienstknechl, Mlt Eli iabetba Becker, beide in Lllsicld. — Heinrich Jakob Freihösie,', Schlossergelnlse, mi, Anna Katharina Werner, beide in Alsteld. - Wilhelm Bruno Häusler, Hülfsweichenfteller iu Rcckling- dauseli, mit Käroline Kathauna Susanna Ploch in Alsfeld, Geborene: März 15. Dem Rechtsanwalt Friedrich Her- mfltnI Peigheimer ein Sohn, Otto Paul Hermann, — 20 Dem Geschäftsführer Ferdinand Plauz eine Tochter, Elise Margarethe Marie, — Dem Landwirt Johannes Kraus V. in Homberg, Kreis Msfcld, ein Sohn, Gottfried — Dem kommistarischen Eisenbahnuntcrassistcntcn Otto Schwab eine Tochter, Sterbefällc: Aiärz 18, Katharina Weber geh. Ulnar, Rcntnerm, 80 Jahrc alt, — 20. Barbara Müller geb, Einivächter, 56 Jahrc alt, — 21. Philipp Habermehl, 9 Monate alt. — 28. Peter Ernst Plan;, Rentner, 68 Jahrc alt. — Andreas Kahler, lJnvalide aus Bleidciirod, Kreis Alsteld, 59 Jahre alt, Alten-Buseck. Aufgebote: Piärz, Ludwig Alban, Kellner in Alten-Buseck, mit Käroline Eliiabetbc Schäfer in Wieseck, — Wilhelm Bep- Per VI,, Weißbindcr in Alten-Buseck, mit Margarete Henkel- monn in Stauienbcrg, ^ Geborene: März 14. Dem Landwirt Ludwig Lvver ein Sobn, Ludwig, — 27. Dem Landwirt Friedrich Bepver eine Tochter, Bersrod, Stcrbcsällc: März 30, Elisabetha Hainbach, geb, Bötz, 21 Jahre alt, Beuern. Sterbefälle: März 27, Wilhelnt Damm, Landwirt, 23 Jahrc alt, Büdingen, Eheschließungen: März 29, Johannes Günter, Pierde- knccht in Hof Tiergarten, mit Elisabeth Wolsschmidi in Büdingen, Geborene: März 27. Dem Obcrschweizcr Johann Korittke eine Tochter, Marie Katharine Gertrud. Sterbefällc: März 26, Wilhelm Appel. Kaufmann, 18 Jahrc alt, Butzbach, Aufgebote: März 17, August Hugo Duvhorn, Brenner in Butzbach, mit Minna Thiel in Eisenach, — April 1. Georg Fülling, Kaufmann in Butzbach, mit Ainalie 'Auguste Hetz ,n Gambach, Geborene: März 26, Dem Gefangenenaufseher Johann Luis Karl Barth eine Tochter, Gcrtrude Auguste Hedwig, St er befalle: März 27. Susanne Hucke geb, Weidtnann. Witwe, 72 Jahre alt, — 31. Ludwig Matern I, Kausmami, 64 Jahre alt. Friedberg, Aufgebote: OAärz 30, Karl Friedrich Seiler, Friseur, nrit Anna ^Amalie Merkt geb. Prechtl, Witwe, beide in Fried- bcrg — Johann Christian Wagner, Weichenwärter in Fricd- bcrg, mit Doris Johanne Chariottc «chaper in Eldagsen. — 31. Felir Ernst Wilhelm, Photograph in Friedberg, mit Magdalena Kirchner in Lauterecken, Ehe schlic ßun^g c n: März 30. Hans Otto Eisenreich, Friseur, mit Maria eriliner, beide in Friedberg. Geborene: März 28, Dem Fahrburschen Philipp Schneider eine Toäiter, Erna. 29. Dem Bierbrauereibß'itzer Eßtst Windeckcr II, ein Sohn, Ernst Philipp Heinrich. Ltcrbcsälle: März 23, Georg Karl Stcitz, Scklrcib- gehrltc, 20 >>ahre alt, — 29. Eaisan Brand, Kaufmann, 37 Jahre alt, Grohen-Linden, Aufgebote: März 27, Ebristian Albert Haupt, Maler m Climbach, Iint Anna' Peter in Grotzeit-Lindcn. Eheschließungen: Aiärz 27, Julius Menges, Kaus- mann, ,n„ Louise Jung in Ostheim, Gebore^n»: März 2t, Dem 'Aushtifsschassner Karl Fader lv. em Sohn, Otto Johann. . < «terbefälle: März 29, Marie Müller geb, Weluandt, o4 ^ahre alt, — 30. Maria Fischer geb, Steiß, 26 Jahre alt. Harbach, Eheschließungen: Heinrich Schmidt I., Landwirt, mit Anna Scheid, beide in Harbach, Hungen, Geborene: März 23, Dem Rcservelokomntivstihrß Martin Sindcnroth «ine Tochter, Maria. Klein-Linden, Eheschließungen: März, Wttbclm Stciiimüllcr, Steiger in Lumda, mit Lina Lud in Klein Linden. — Friedrich Steiirmüllcr, Eiscndobler, mit Marie Rinn, beide in Klein- Linden, — Heinritb Lang, Bahnarbeitcr in Klein Astnden, mit Lina Katharina Hild in Fleisbach, Langsdorf, Stcrbcsällc: März, Jakob Mevcr, Küscrmeistcr, 67 Jahre -iit Lich 2lusgcb 0 te: März, Johannes Ludwig Jäger, Geometer in Gieße», nrit Margarete Eite in Lich. Geborene: März, Dem Wagner .Heinrich Müller ein Sohn, Heinrich, — Dem Maurer Wilhelm Feh II, ein Sohn. Jobann Karl, — Dem Bicrsuhrinann Ludwig Wcissensce eine Tochter, 'Anna, — Dem Bahnarbeitcr Heinrich .Herzberger eine Tochter, 'Anna 'Meline Auguste, Stcrbcsällc: März 25, Julius Schulthcß, Ww , 65 Jäh« alt, — 27, Christian Stengler. Ww , 81 Jahre alt, — 29. Friedrich Mengcs IV,, Ww,, 67 Inh« alt, — 31. Heinrich Fischer II . Kaufmann. 76 Jahrc alt. — 'April 1, Feist Hirsch, Ww,, 76 Jahre alt, Londorf. Geborene: März 27, Dem Lokomotivheizer Ludwig Wagner ein Sohn, Ernst, Nidda, Geborene: März 27, Dem Lokomotivheizer Otto Kraft eine Tochter, Else, — 29, Dem Strumpfwirker Louis Weitz eine Tochter, Käroline?(nna. Schotten. Eheschließungen: März 29, Karl Georg Reimer, $cr- sicherungsbeamter in Franksurt a, M, mit Bertha Kromm in Schotten. — 'Avril 2. Friedrich Heinrich Otto Hertel, Sergeant und Zahlmeistcraspirant in Osßmbach a, M. mit Lina Sophie Müller in Schotten, Geborene: Mär; 27, Dem Lckmeidmüller Rudolf Revp ein Sohn, Rudols, wie ich mein rettete. »Mein Haar war dünn, kur^;. trocken und svrüde. jedesmal neken mir beim dämmen oder Bürsten eine Menge aus. und mir wurde Angst, ich könne noch gan,; kahl iverden, wenn das so weiter !^lnge. Ich lies; cs von eineni Lveztalisten untersuchen, und der ^'lllrrte. es handele sich um einen besoitders schlimmen Fall von i°. schlimm, das; er nur eines wisse, von detn Abhilfe,yu erhoben fet und das meinem -^aar die trübere Iülle "v ^chö^chkik wiedergeben könne. Ich solle mir in der Avmhekc oder Lrogerie folgende Misciiung .'»usantmenstellcn lassen: 85 6». i vUni - ^0. 6r. Livola de Compos6e und 1 Gr. kri^t. Menthol uno das 'zweimal täglich mit den I-ingerspitzen sorgfältig in die ^lomhant einreiben. Ich war ivohl skeptisch, befolgte aber seinen .hat. ),l inenie»» (Lnt,;ücken hörte der Haarausfall mirfIrrb bald nut. onv, vaar wurde wieder bübfch geschmeidig, seidig glänzend, la »lach cungen Wochen konnte ich sogar konstatieren, daü es ivieder w\ ne . r .,s öll * öe '- 111 it der Behandlung fort, und die Lchön- "vvige Iulle meines echten Haares fällt allen meinet x Lvezialijl sagte, hat er schon viele solcher il 1: Resultat lvar mitunter stauncncrreaend. (5s -^tt^b/wrcs fürs Haar, als dieses Nerept. Da es in '-alle w gut geholfen- iet eS zum Wohle aller, die ihr Haar erhalten mochten, hier vcrösfeuUicht." R.tL.E. 1M71«