Nr. 80 Der «letzrnrr Sn.ietq« erschemt täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Oießener^amilienblatler; ,wem,al,vöchenll.r!reii- dlott für den klreizSietzen tevicnstag undFreitogl; zweimal n-onall. Landwirt schafUich« »eitftageu l-er»iorech - Anschügje: >nr die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse Sr Depeschen: Anzeiger Mienen. Annahme von Anzeigen 'ür die Tagesnummer bis vormsttags S Uhr. Erstes Blatt m. Jahrgang Samstag, 4. April W «czugsoretl: monatlich 75 A. vierteljährlich Tllk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Ko Ps.; durch diePost Alk. 2.—viertei- jährl. ausschl. Bestellz. Zcilcnoreis: lokallöPi^ auswärts 20 Pkenniq. Ehesredakteur: 21 Goetz. Verantwortlich iür den vvlit. Teil: 2lug. Goetz; iür „Feuilleton', .Vermischtes' und.Gcrichts- saal": Sari Neurath; iür .Stadt und Land': Rotd Verlag -er vrühi'schen Univ.vuch- und Steindnidcrei R. Lange. Re-aktion, erpe-ition nutz Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeigemeü:' H^BeL General-Anzeiger sür Oberhessen Die heutige Nummer umfaßt 24 Seiten. DagcskalcnScr aus -cm Jahre 1814. 4. Avril: Navoleon entsagt zu Fontainebleau zu Gunsten seines Sohnes dein Thron. politische Wochenschau Gießen, 4. Apri!. Nachdem die Parlamente in die Osterferien cingctreten sind, erschöpft sich die innere deutsche Politil wieder.einmal in Betrachtungen, die von Zeit zu Zeit im verzweigten deutschen Partcilebcn nun einmal an der Tagesordnung sind. Obgleich bei der Erledigung der letzten gesetzgeberischen Arbeiten die Gegensätze im Liberalismus bei weitem nicht so stark hervorgetrcten sind als in früheren Zeiten innerer Kämpfe, so fühlt man doch, das; das deutsche politische Leben an vielfältiger innerer Zerrissenheit leidet. Innerhalb der nationallibcralen Partei, die de» innglibcralcn und den all liberalen Flügel als Anhängsel hal, sind durch Preßorganc nud Soiiderorganisationen künstliche Mcinungsverschiiitin leiten wie in einem Treibhaus gehegt und gepflegt worden: ein großer Wortstreir erfüllte die Tagcsarbcit, und meist handelte es sich um Theorien und Prinzipien, weniger um die ivirkiichen Arbeiten des Tages. Wenn die große Slggls- Maschine eine kleine Panse machte da inerten die Rädchen der uneinigen Parteipolitiker, und tveil die alte Sehnsucht der Fortschrittspartei nach Zurückgewinnung des Natwiml- liberalismus für Ziele und Taklit des llrprogramms von 1861 noch immer unerfüllt geblieben ist, und die Preßorgane dieser Partei und der Demokratie nicht müde werden, ihre Warnungen und Ratschläge an die „Brudcrpartei" zu erteilen, so lebten die Blätter und Parteisekretäre der Jung und Altlibcrnleii innerlmlb der Partei Baiiermanns vom Äampi mit schönen Worten. Bor zwei Fahren hat der na ttonalliberale Zcittralvorsland den jnngliberalen Reichsver- band außerhalb der Parteiorganisation gestellt, und in den letzten Meirztngcn dieses Jahres sind sich die obersten Hüter der nationallibcralen Tradition an ihrer Spitze Bassermann selbst darüber einig geworden, daß inan versuchen solle, die beiden Sonderorganisationen ctufzulösen, damit die innere Einheil der Partei wieder erreicht werde und damit eben die sastlvken theoretischen Streitigkeiten endlich ein Ende nähmen. An der nnlionalliberalen Politik sollte, das stellt die parteiamtliche „Natiouallibcralc Korrespondenz" auch heute noch einmal ausdrücklich fest, nichts geändert lverden; die Einigung sollte lvedcr zu Gunsten eines Rutsches nach links noch nach rechts erfolgen. So handelte es sich also bei deni Beschlussc des nationalliberalen Zcntralvorüandes keineswegs um eine Parteiwcnduug von großen Folgen. Fm Innern des Parteikörpers loürdcn die Soiiderincinungrn nach wie vor bestehen und sich geltend machen: lediglich die überlaute Diskussion nach außen sollte gedämpit werden. Das lvar nicht nach dem Willen der links von Basser- inann stehenden Parteigruppen. Die wollen solche Diskussionen. die seit den Januarloablen des Jahres 1877, >oo Fortschrittler und Rationallibcrale getrennt in den Wsthl- kampi gingen, ziim Bestände des liberalen Wetteifers ge hören. Zu,,! min,„ml hatte der Nationalliberalisnins im Jahre 1867 jenes Programm ausgestellt, das sich von den „Prinzipien" der alten Fortschrittspartei trennte. In dem damaligen nationallibcralen Wahlausruf hieß es nämlich: „Die Endziele des Liberalismus find beständige, aber seine Forderungen und Wege sind nicht abgeschlossen, und er schöpfen sich nicht in sesten Formen. Tein innerstes Wesen bcstchk darin, die Zeichen der Zeit zu beachten und ihre An spräche zu befriedigen..." Das würde auch beute Herr Bai sermanu »och unterschreiben, und daher darf einmal daran erinnert werden, daß die stürmische Befehdung seiner Partei von links her nicht etwa erst von'gestern ist, sondern daß dieselben Angrifse und Beschuldigungen schon seit länger als drei Jahrzehnten wiederkchrte». Freilich wirken die 'Argumente eines Engen Richter, die er in seiner Reichstagsrcde am 15 April >880 seinen nationalliberalcn Gegnern vorhielt. heute im Munde einer etwas zügellosen demokratischen Presse bei weitem nicht mehr so nachhaltig und schlagkräftig, wie damals. Gar zu hänsig handelt es sich heule nur um demagogische Phrasen, um eine Ausartung der politischen Diskussion, die einer Einigung des Liberalismus sehr im Wege ist. Ans dem jung liberalen Reichsverband find durch verschiedene Erklärungen dem nationalliberalen Zcntralvor- stand Absagen erteilt worden, und die fünf Vertreter im Borstande haben in der entscheidenden Sitzung auch gegen den erwähnten Beschluß gestimiul» Aber auch die Altnaiio- »alliberalen haben Bedenken gegen die Auflösung der beiden Soiiderorganisationen geäußert. Wir glauben denn auch nicht, daß die gegenwärtige Auseinandersetzung ein wesentliches Ergebnis haben wird, Fmmerhin ist das Thema, solange ausdringliche Hetzereien nick» Oberhand gewinnen, zum Nutzen des Liberalismus crörterbar. Wir haben es auch begrüßt, als die freisinnigen Gruppen sich zur Volkspartei znianimcnschlvüen, Fm Grunde haben die meisten Parteien einen linken und einen rechten Flügel, die Fortschrittliche Volkspartci nicht ausgeschlossen. Ta die Politik nun aber einmal aus Kompromissen besteht, so wäre es nützlich, lvenn das Ilebermaß uniruchtbarer Partcianscinandersctzung ein- gcdäniint und abgeleitet würde. Wir begrüßen es mit Beifall, daß dieser Tage in der Gieß euer Organisation der Fort- ichriltlia-n Bollspartei von einem maßgebenden Vor standsmitglied die Nottve-.digkeit betont worden ist, man müsse aus -eine Verminderung, >vcn» nicht Beseitigung der Spannung zwisckien den leiden großen liberalen Parteien Hinwirten. Was die Vorbedingungen in Hessen anlangt, so haben die letzten Arbeiten des Landtags im Grunde keine trennenden Momente ergeben; in entscheide» den Abstimmungen ivaren Nationatliberalc und Fortschritt ler geeint. Nun hat freilich der Abgeordnete Tr. Osann kürzlich in einer Programmrede den .zunehmenden Radi lalismus in der Fortschrittlichen Bollspartei bellagi, allein wenn inan die Motive dieses nationalliberalcn Führers genauer prüft, ,vird man feine Kainpfansage nicht so tragisch nehmen können. Gar häufig haben sich die Zpeerc der Linken aus ihn gerichtet und da ihm manche Tendenzen der Fortschrittler einer liberalin Einigung wenig förderlich erschienen, so hat er, vor den schweren 'Ausgaben der lammenden Landtagswatzleii, icincin Herzen einmal Lus. gemacht. Gewiß, auch der Liberalismus in Hessen hat uocki manche Klärung herbeizuführen. Taß dies nickit mit widrigen Zänkereien erstrebt wird, wollen wir hoffen. Es gilt, iich nicht in allgemeinen Redensarten ju_ verlieren, sondern gemeinsame Richtlinien aufzustcllen und die Ziele der nächsten 'Arbeiten zu bestinimen! Gemcinsami Arbeit das ist ein gutes Rezept gegen des Gedankens Blässe, und die angeborene Farbe der Entschließung wird durch friedlichen Wetteifer erweckt und entwickelt. Nurdische Aufstände. Konstantinopcl, 3. April. Eine amtliche Darstellung über Kämpfe bei Bitlis besagt: Einem Teil der 2lus rührer, die Bitlis zu besetze» versuchten, gelang es gestern abend in ein äußerstes Stadtviertel cinzudringcn und sich dvrt zu verschanzen, wurde aber von einer kleinen Truppen- abtciliing wieder hinausgeworsen, Tic Kirche, in welcher sich die 'Ausrührer verschanzt hatten, wurde durch das Ge- ichühscucr der Truppen zerstört. Heute früh begannen die Truppen den 'Angriff auf die Ausständischen, die sich auf dem Tcherishügel zusammcngezogen hatten, der schließlich von den Truppen besetzt wurde. Tie 'Aufrührer wurden gänzlich ans der Stadt vertrieben. Malta Sclini ist mit drei Begleitern in das russische Konsulat geflüchtet. Fm Inneren der Stadt sind leine Plünderungen vorge- kommen; bereits gestern sind alle Geschäfte wieder crösinel worden. Tie Mohawedaner und Christen vertrauen einander und gehen ihrer Beschäftigung nach. Bon Van sind Truppen eingetrossen, die die Verfolgung der 2lufstäudischen auf- genommen haben. 'Andere Verstärkungen treffen von nlleir Seite» ein, um alle, welche versuchen, die Ruhe zu stören, zu bestrafen, K o n st a n t i n o p c l, 4, April, Die Kurdenunrnhcn haben einen sehr ernsten Charakter angenommen. Etwa 4000 Kurden belagern Bitlis, Eine Bckäinpfnng der Anistän bischen durch Militär hat ivcnig Aussicht auf Ersolg, da sich in den ostanatolischen Regimentern viele Kurden als Ossizicrc und Soldaten befinden, Tie Erregung unter den Kurden, welche die den Armeniern zngcsvrochcnen Gebiete zurückiordcrn, soll durch russische Emissäre geschürt >voo den sein, --— . — --------- Deutsche» Resch. T a s P r ä i i d i u m de s H a n f a b u n d e S besrhloß, am 10. Mai in To r t m n n d eine M i t t c l st a n d s t a g u n g abzuhaltcn. Ausland. T a s P r i n z c n p a a r H r i n r i ch v o n P r c u st e n besuchte am Tonnerstag in Santiago de Chile die deutschen Anstalten. Hierauf gab der deutsche Gesandte ein Frühstück, dann statteten die Fürstlichkeiten mit militärischem Gefolge dem Präsidenten einen Besuch ab. den der Präsident mit seiner Gemahlin erwiderte, Abends fand im Palais des Präsidenten ein Festbantctt statt, an dem die Minister mit töietzener Ktadtcheater^ Liebelei. Schauspiel von 2l r t h u r Schnitzle r. Gießen, 4. April. In einer wundervoll abgestimmtcn Ausführung ging gestern abend als Abschiedsvorstellung für Herrn Karl P olck Schnitzlers dreiaktigcS Sämusviet über liniere Bühne und entzückte wie bei feinem ersten Erscheinen auch diesmal die Zuschauer wieder auis innigste. Die Vorzüge und die Wirkungen des Stückes liegen nicht in einem ungewöhnlichen Vorgang, auch »ich! in einer iechnischen Meisterschaft, vielmehr in der schlichten, gesühlSstarken Schilderung der Charaktere, in der scheinbar kunstlosen Fortiührnng der Handlung, der ungemein iidifrcti Zustandsschilderung und dem miss glücklichste qetrosienen, bald sentimentalen, halb irivolen .Hauch des Wiener Lebens. Hier fühlt und sieht i»a» in jedem Wort den begeistert schaffenden Dichter, der mit heißem Herzen inmitten inner Zeit steht, ein Freund und Eckhard dei Armen, lliiglücklichen, über di- das Rad des Lebens geht, zugleich aber auch der zürnende Priester, der den Walursiun unserer hohlen pleseliichastsordnung ichari und schneidend brandmarkt. Diese große und starke Leidenschaftlichkeit wurde durch die von Herrn Tworkowski geleitete Aufführung sehr glücklich wieder- gegebcn. Er hatte den sviit des Werkes sicher getroisen und es ausgezeichnet verstanden, die chnzelnc» Darsteller zu einer schönen, nohltuenden Einheitlichkeit zu verbinden Auch die einzelnen Leistungen waren durchaus erfreulich, Ten alle» Musiker midie Herr -Sold, der unserer Bühne sechs Fahre lang als gewisse,ihastes und unbedingt zuverlässiges Mitglied angehört hat und dabei der Kritik kamn jemals Veranlassung gab, mit der Anstauung und der Durchführung seiner Rolle nicht einverstanden ici» z» können. Sein von einer hohen Fntelligenz geleitetes und von einem vornehmen Herzen unterstütztes Talent gab in jeder Rolle einen stetigen Charakter, der immer etwas Neues, immer etwas durchaus Ursprüngliches an iich batte. Mit Freuden gedenle» wir beute da her der großen Anzahl seiner Schövinngen und honen, daß ihm ui seinem neuen Wirkungskreis in Basel ein gleich dankbares Publikum beickiert sein möge. — Eine sehr schöne Leistung, neben dem Rautendelein vielleicht sogar die beste, die wir von ihr gesehen hoben, bot Fräulein T a g n » als Christine. Das wehe Glück und der tiefe Schmerz gelang ihr gleicherweise,Find^wcnn man etwas auszusetzcn hätte, daun wäre es mir. daß Fr!. Dagny nicht schon ilüher mit dieser Rolle hcrausgetreten ist, die ihr starkes Könne» im allerbesten Licht erscheinen ließ, 2lnch sie hat gestern Abschied von Gießen genommen, und die ungewöhnlich zahlreichen Spenden, die ihr unter starkem Boisall zuteil wurden, haben aufs beste bewiesen, wie hoch mau hier ihre Kunst eingeschätzt hat und daß man sie nur ungern nach Bremen ziehen läßt. — Frl. M ar- tini. die uns ersrenlickerweisc treu bleibt, gab die Mizzi, und sie gab das liebesersahrcuc Mädel mit so viel Humor und Lchalkhairig- leir. daß mau wiederum eine rechte Freude an ihr hob-m konnte, (fine achte und rechte Klatschbase, ganz im To» und Gehaben der kleinbürgerlichen Kreise, spielte Frl, N a t h u s i u s, Herr Stein - ho »er schuf als Fritz eine Figur voll verhaltener, bedrückter Lebenslust: stark und gut. Herr Rotteck gab dem Theodor blühende, schon etwas angcwelktc Tascinsfreude, Leicht herzigteil und lleppigkeit, aber aucki Herz und Gemüt Herr S ch u be r t midi.' die kleine Rolle des Herrn, Auf Liebelei folgte da- alte Genrebild St urmärkcr u n d P i f n r b e , das Herr Bold und Frl, M a r t i n i unter Herrn Conradis Regie sehr hübich auiiührten. Zum Schlüsse wurde Herr B o l ck , der schon nach dem ersten Stück lebhaft gerufen worden war, von seinen zahlreiche» Verehrern leb hast gestiert und ebenso wie Frt, Martini reich mit Blumen und anderen Aiisinerksanckeiten bedacht. X. Zu»! Tode htpsev. Aus München, 3. April, wird gemeldet: He nies Leiche wurde um ’ jl Uhr mittags zum Woidiricdhase übergesührt. Vormittags hatte Professor Kur .', die Totenmaske abgcnommen, Professor K II n ; M e » e r den Verstorbenen gezeichnet. Tic stadtiichen Kollegien holten om Sonntag nachmittag eine Tranersitzung ab, bei der der Oberbiirgernicisicr die Trauerrede holt. Ter König sandte der Witwe.Hchscs iolgendes Telegramm: Tie 'Aachttchl von dem Hinscheiden Fbrcs Gatten hat mich mit auirickstiger Teilnahme erfüllt. Vor GO Fahren von König Maximilian II. nach München bcrusen, hat der große Dickster und Meister der Novelle hier ein Lebenswert geschassen, durch das er iich in dem deutschen Geistes- leben einen hervorragenden Platz errungen hat. Cr hat iicki durch seine Werke ein unvergängliches Tenlmal geieht, das die Eristne rung an den Namen Paul Henses für alle Zeile» erhallen wird. Von Herzen nehme ich Llnteil an der allgemeinen Trauer um beit Tahingeichiedcnen und ivrcche Ihnen, gnädige Frau, mein herzliches, inniges Beileid aus. —'.Ter König hat im Trauer-««,e einen Kran; nicderlegen lassen. Tie italienische Presse widmet Paul Hense herzliche Nachrufe und feiert ihn als Tichter und Verherrlichör der iialie- nischcn Schönheit. In seinem lcnteu Willen drückt Paul Hcyse den Wunsch aus, daß kein Geistlicher seine Leiche zu Grab, begleite. Wenn feine Kameraden und Mitbürger ihn begleiten wollten, so wolle er sic nicht daran hindern. Gram um! seinen Tod dürsc man unterlassen. Dei K a m v i d e r d r a m a ti s ck, e n T ich t e r n m das Theater ist eine Erscheinung, die sich im Laust des vergangenen Jahrhunderts immer UNS immer wiederholt hat. Oit waren es Schauspieler, die den Tickitern e^rit die Augen iür das wahre Leben der Bühne geöiinct haben. So hat Eduard Tevrient einen Otto Ludwig mit Erfolg gelehrt, daß das. was dem Theater wahrhaft nützen soll, aus dem sscrzcn der Schaiiiviclknnft geschrieben sein müsse. Fn einem Aussatz „Hebbel und die Bühne" in den „Geistesmissenschasten" svricht Oskar Walzet von der um hnvockwn drischen Angst, mit der die meisten deutschen Tichter _feit Schiller leichte und bcgueme Bühnencrsvlgc mieden. Zwei -rchauivieler, Schröder und Fiiland, und ein geivaudlci Vielschreiber, ser die kleinen Mittel der Buhne noch beiier kannte als die beiden Theaier- vraktiker, Koxebue, Itatlen alle Theatral.il, die iich ausschließlich nur an die sicher wirksamen 'Nittel der Bühne hielt, gründlich vcr dächtig und verächtlich gemacht, Schiller stand mich mit der lebendigen Bühne in ^engei Fünlimg und schrieb seine Tramen aus dem Herzen der Schausvielkunst, Ihm glückte, was seinen Nachfolgern iast unmöglich wurde. Knnsthöhe einhaften und zugleich die Bühuenwirkung zu wahren Ohne innere Äämvse und ohne schwere Bedenken ging es auch bei ihm nicht ab Ein Bekenntnis aus feiner Spätzeit, ein Brief au W. v. Humboldt vom 2 . Avril 180.5, wirst die Frage aus, ob er in seinem valiliiipen Streben nicht einen Rückichrill oder ntindestens einen Seitenschritt g»tan habe. Bei der vielseitigen Berührniiq, die zwischen dem üranialischen Tichter und der großen Masse stattsinde. bleibe man nicht immer rein. Atifaiigs gefalle' es, den Herrtater zu »tachett über die Gemittet', aber welchem Herrscher begegne es nicht, daß er der Tic- ner seiner Ticnett werde, um feilte Herrschst kt zu behaupten, „Und so kann es leicht geschehen sein, daß^ich, indem ich die deutschen Bühnen mit dem Geräusch meiner Stücke erfüllt habe, auch von den deutschen Bühnen etwas angenommk» habe." tlnd Goethe be merkte einmal in Bezug ans Kleist, aus den der Vorwurf allerdings zu Unrecht gemünzt war, man warte auf ein Theater, das da tommen toll, weil die Romantiker, um ia nickst in den Verdacht Kotzcbuescher Theatralik zu geraten, überhaupt nicht nichr mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Bühne rechneten. Ter Kater von Walhall. Ein Theateridtstl. Vom Rhein wird uns geschrieben: Es war in der Seidenstadt Kreteld. Richard Wagners „Götterdämmerung" ging in S>ene. Hagen brach ans der Nacht seiner schwarzen Gedanken und schleuderte gegen den Helden des Lichts den tückischen Speer Tie Mannen stehen in scheuer Ergriisenheit da^ „Hagen, Ivos rniesi du?!" .Hagen blickt 'Nacht und Grauen. Siegiried rätst sich zu seinem Schtvatiengesangc. Tie 'Welt ist ins Herz getrosten. Wotans stiabcn kündeten schon das Ende. Tie l'iötter Und zum letzten K'ampsc gerüstet. Ta vlötzliih sendet Wotan noch ein neues Zeichen. Götterdämmerung: ein großer schwarzer .Kater wandelt um Siegfried herum, gebt langsam, als zähle er mit feinen schivar- zen Füßen Stabreime ab, über die Bühne und erscheint daun, starr in die Welt derer dort unten blickend, an der Ramve. Ein neuer Götterbote? Es ist nicht Frickas Katze Fit cs der Haus- katcr der Mer zechenden Helden von Walhall? Niemand weiß es. nur der schwarze Kater kennt seine Sendung, Er wandelt über dem Lrckzester hin, als suche er einen sreundlichen, verwandten Ton in all den wirbelnden Geräuschen und springt dann hoiiniings los in die Pivszeninmlogc, 2lui dir Brüstung dreht er iich noch einmal um und .sendet sein Leitmotiv, ein klägliches Miau, in die ruitergehendc Welt der Götter und Hcldcii, Tonn wendet er ihr verächtlich den Rücken. Hinter ihm her aber braust — nicht der Jaminerton der Vernichtung -- das Lachen der Welt, die lustig sein will, das Lachen der erlösten Welt, der Götter und (Helden Hekuba tinb, lind noch in den Trauermarich hinein klingt der letzte Ngchltzill des Lachens, ein imterdrücktes siichcrn. Götterdämmerung ! — Kurze Nachrichten au 4 Kunst und Wissen- t ch a i t. In Kristiania ist die 2ä i t w e .Henrik Ibsen« im Alter von 77 Jahren g e st o rb e n. ttjim lamcN uub das diplomatildic Korps teilmihmcn. X>«r>auf brock,re dir demickw Kolonie einen Fackelzng mit Militärmusik dar, den, dir Fürstlichtriton und dor Präsi- drnk vom Palais ans ^uiahfii Der n r >> c l! I, e f des e » § i i >' cl> r n vt e n e r a 1 |t a b s. MJodi der „Times" irt General Sir Tongtas als 'ltachfolqer von (General F r e » cki zum iShef des Generalstahs ernannt worden Englische Suffragette» versuchten am Freitag morgen die Bclnionl Kirche im Westen von Glasgow in die Luft zu sprengen. Es erfolgten drei Explosionen. Nur eine Tür und eine Türschwelte sind beschädigt worden. Ter französische Senat l>a< den von der Kam mer angenommenen Gesetzentwurf über die E a d r e s und die E s f c k t i v st ä r k e der verschied? uc n W a fj e ng a t t nn g en sowie den Entwurf über die beiden Budgetzwölstel für Mai und Juni ebenfalls a» g c n o in in e n Tic fr a n zösi-fche .Kammer iialiui die Beratung über die Schlusifolgeruiigen des tH oche11c a nsicki u i i e s wieder auf. Ter Berichterstatter Folleville brachte fol gcude Tagesordnung ein: „Tie Kammer missbilligt und tadelt die festgestcliten, regelwidrigen Eiiimischnugen der Finanz in die Politik und der Exekutive in die (Kerichis barkeit und geht damit zur Tagesordnung über." Fn ihrer Nachtsitzung lehnte die Kammer mit 349 gegen 1 li Stirn men die Priorität für den Antrag Telabane ab, wonach gegen Monis und Eaillaux wegen Tfemntenbestechnng ein gerichtliches Berfahren einqeleitet werden soll — Tie .Kam mer nahm mit alten 133 stimmen die von Rcnard und Tariac eiugebrachte Tagesordnung an, die von den Schlugiolgerungen des Untersuchungsausschusses .Kenntnis ninimt, die missbräuchliche Einmischung der Finanz in die Politik und der Politik in die Angelegenheiten der Justiz tadelt und die Notwendigkeit eines (Keiebes über die varla mentarifcheu Jnkvmpatibi »täten betont Tie .Kammer lebnn' die Eröfinung einer richterlichen llnteriuchung durch Hand auihebeu ab und nahm schließlich mit 393 gegen 196 Stirn nten eine Tagesordnung an, wonach die Treuuuug der Ge walten aus die wirksamste Art gesichert werden soll. — Tarauf vertagte sich die Kammer bis zum 9. Juni. AiisTnrazzn wird gemeldet: Nach eiilgcgaugcucu Telegrammen sind epirotische Aufständische vor Kor itz a er ichiciicn und haben mit Geschützen einen A n g r i f s n n s d i c Stadt unternommen. Es entspann sich ein blutiger Kanipi, über dessen Verlauf augenblicklich verläßliche Einzelheiten nicht vorliegen. Tie „Agencia Stefani" meldet dazu weiter: Mazedonische Epiroten waren heimlich in Koritza eingedrungen und machten am Donnerstag einen plötzlichen An griff, indem sic die Häuser der Albanesen beschossen. Der holländische Major Ruellcr, der Kommandant der alba neiischen Äendarincrie, beschränkte sich ans die Verteidigung. Die Angreifer waren im Vorteil gegenüber den Albanern. Rneller wurde schwer verwundet. Tie Einnahme der Stadl steht bevor. Tie mohiimmedaniichen Landbewohner versuch tcn, die Stadt zu verteidigen. Fn anderen Städten im Süden Albaniens iß die a l b a n i i ch e B e i a tz u n g vertrieben lvorden. -- Aus V atona wird gemeldet: Tie Nachrichten aus dem Süden des Landes sind fortdauernd ernst. Verläßlichen Meldungen zufolge befinden iich unter den ans epiro tischen Banden und heiligen Bataillonen bestehenden Aus -ständischen znni großen Teile verkleidete g r i e ch t f ff) e C i i i < i 1 r c n n d Soldaten. Tie Banden verfügen über .Kanonen imo MitraiÜenscn, über, deren Herkunft ans Grie chenland wenig Fweifet besteht. In den letzten Tagen find die 'Aufständischen von dem Süden über Kolonia und Leskowiki gegen Norden vorgcdrnnqen, wobei sie die auf dem Wege liegenden Dörfer plünderten und durch Kanonenschüsse zci störten. Tie Versa s s n n g i n E h i n a. Ans Peking wird gemeldet: Ter Konvent für die Abänderung der Vrovisvri scheu Verfassung hat einstimmig die Amendements ange noinnien, die von dem Präsidenten Pnanschikai beantragt wurden. Ter Konvent entwirft tatsächlich eine neue Per saisung, die dem P r ä s i d e n t e n eine i o g nt wie d i k - tatarische Ei c w a l t überträgt. Man nimmt an, daß die Persassung eine W i e d e r h e r st e llu n g der T h n a st i e der M a n d i ch u bezwecken werde, da diese sonst von Auanichilais Nachfolger ignoriert werden tönnten. Tie un zufriedenen Parteien im Süden haben sich an die Waffen Handlungen von Schanghai gewandt, um sehr bedeutende Mengen von Gewehren und Munition zu erhalten. Britische Finnen haken diese Lieferung abgelehnt. Ari» Stadt und Land. » Gießen, 4. April 1914. Landrs-Buß imft Bettag. Nicht nur in der Bibel, sondern in der ganzen christ lullen Literatur »vielt der Begriff „Sünde" eine große- Rolle. Von Paulus über Augustin und Lnther bis hinein in die neueste Feit beherrscht dieser Begriff die Gedankenwelt der Frommen. Sowohl die katholischen Kirchenväter als auch die altprotestantiscken Dogmatiker haben viel über die Sünde, ihren Ursprung, ihre Verbreitung und ihr Per derben nackigedachl und haben Bücher darüber geschrieben, die sich manchmal aus iclisaincn Seitenwegen ergingen und oft sehr unklar waren, die aber mit allem Nachdruck die Sünde als eine reale Macht schilderten. Hiergegen hat sich das Empsinden vieler nioderner Mciischen ausgebäuint. Sic haben es mit Entrüstung av- gelehnt, daß sie Sünder seien und daß die Sünde in der Wett eine Macht bedeute. Wobt haben sie zugegeben, daß sie ihre Schwächen hätten und daß es Menschen gäbe, deren Tun sich gegen Leben und Gesundheit, gegen Ehre und Eigentum der anderen richte, aber wie man vor ungefähr 130 Fahren üble Taten aus „mangelhastcn moralischen Be griffen" erklärte, so hat man in einer Feit, die noch nicht weit hinter uns liegt, alle Untaten aui die anormale geistige Beschaffenheit der Väter zurückznsühren gejucht. . Es ist gut, wenn wir von diesen theoretischen Betrachtungen »ns einmal zu dem ivirkltchen Leben wenden. Tie große Bedeutung der Fettung beruht mit darin, daß sie uns das wirtliche Leben widerfpiegelt. daß sie Tag für Tag registriert, was die Menschen in der Heimat ititb in der Fremde tun, und daß sie die Motive ihres Tuns klar« legt. Tie Feitnng berichtet uns i» unseren Tagen sehr viel, das das Herz erschüttert. Durch falsches Zeugnis kann auch bei der gewisfeiihalten Rechtsprechung unserer Tage, wie es der vielbesprochene Fall der Witwe Hamm in Flandersbach beweist, ein unschuldiger Mensch in das Zuchthaus kommen. Unredliche Menschen baden in den letzten zehn Fahren viele Millionen veruntreut und damit steißige, sparsame Familienväter, Witwen und Waisen in die Verzweiflung innaurgeiioßcn Liebespaare werden uneinig, cs tnallt der Revolver und beendet den Streit. Gewissenlose Eltern laiien in schmutzigen Wohnungen ihre kleinen Kinder verkomm n, daß sie zeitlebens siech bleibe». Wir müßten olme iedrn Wirklichkeitssiun sein, wenn uns aus diesen Feststellungen die Macht der Sünde nicht riesengroß hervorwüchsc. An den Nöten unseres Volkslebens sind sicher nicht die äußeren Verhütlnisse schuld. Deutschland ist heute so reich wie nie zuvor, die Not, dir nocki in den Tagen nnl.'rer Großväter herrschte, ist durch die soziale Gesetzgebung ein Ting der Unmöglichkeit geworden. Aber es fehlt »nierem innere» Leben die Tiefe und Ursprünglichkeit. Das ehedem so viel gerühmte deutsche Eiemütsleben ist verflacht Wir arbeiten an den Wochentagen angestrengt, lassen uns aber die SoiintagSstillc und Sonnlagssreude durch die „Vereins- anstlngc mit Musik" und die großen Feste verderben, xie Fugend ist vielfach ohne Ideale, zeigt ivcnig Liebe zu deutschem Land und zu denlschcni Volkstum. Eing schätzte man das dentickic Hans, in dem die Familie abends fich zusaminenfaiid, liente schätzt man mehr die großen -sale, in denen inan Abend für Abend durch allerhand a.ai birtiingcii gefesselt wird, die oline tiefere Wirkung bleiben, weil die geistige Arbeit zu Hanse, die Beschäftigung mit. ernsten Bucktern fehlt. Völlig verkehrt ist es, durch die Gesetzgebung Iiienn Wandel schassen zu ivvllcn. Polizeiverordnnngc» ichasie» lein neues Leben. Nur da fetzen wir in der (Keickückite ein Anisteigen, wo Menschen, von Gott ersaßt, Buße Inn, d. l>. ivv sie wie Paulus vergessen, was hinter ihnen liegt, >vv sie ihre Sünde bereuen und mit allem Eifer darnach.trachten, (, altes Willen zu Inn. Auch nnfere Feit braucht, um zu ge fuiide», Leben ans Gatt. schlichtes, reines, demütiges Leben. Spezialisten und Fachmänner find uns weniger nötig als Menichcii mit starkem Eiottvertrancn, warme», Herzen und jenem Mut. „der früher oder später den Widerstand der stumpfen Welt besiegt". 'Gewiß, dieses neue Leben können wir nullt selber schallen, so wenig unser Verdienst es ist, daß ,'ich der Frühling in diesen Tagen so herrlich regt, aber es iil ein Gesetz der göttlichen Weltvrdnung, daß da, wo sich ein Mensch nach Gottes Nähe und nach Reinheit des Lebens sehnt, die Hilfe von oben nicht ansbleibt. H. B. ** Tageskale tt der für Sonntag, den ö. Avril: Stadt- t(»enter: .Wahrheit', nachmittag? SP Uhr: »Ter Hütteiibeßtzer" ab«»»? 1'A Uhr. F v ii l, j a hrs iv a l d l a u i: Nachmittags 3 Uhr, EchützenhauS. Verla in mliuii, der F uhrleute, 8 Uhr im .Plan". V e r j a in m lang der ft n b t Arbeiter u n ü H a n d - werter, 89, Uhr im ,'1'fau*. W ek k v a n o r a in a: Aslerweg Lickitspielha«?: Täglich Vorslellnng Union-Theater: Täglich Vorstellung. (TienStag? und SnmSIagS neues Programm.) O b e r h e! s i s ch e r K ii n st v e r e i n. Tie ckiemälde-Aarilelliiiia ist täglich von II— l Uhr. Mittwoch? von 3 bis 5 Uhr, und an Sonntagen von II— 3 Uhr geöiinet. O b e r l> e i s i s ch e s Museum n n d G a i I' s ch e S n m m - tIIIIae II, Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich, l'iitfciim I ii r Völkerkunde, Geöiinet an Sonnlagen vorniiltags von 11 — 1 Uhr unentgeltlich. ** Die Äü t e r n in g e h n » g s b a h n. Tas 2. Los der Gü t e r u in g e hu n g s b ah n bei Klein- Linden soll in Kürze ebenfalls in Angriff genommen werden. Es handelt sich dabei um die gewaltige Erdbewegung von .■>70000 Kubikmetern: diese Erbmasse ist »ölig zur Ans schüttuiig eines Ei se n b ahn d a mm e s, der bis zu 1 7 M e t e r H ö h e erreicht. Dazu kommen 7000 Kubikmeter Manerwerke und Brückenbauten, 1.7000 Kubikmeter Pack läge und HOCK» Kubikmeter Chaussierung. Leider verliert durch den üeabsichtigteu Bahndamm das Tors Klein-Linden seinen Ausblick ind LAHntal. ** Erneu» u n g. Ter Gcrichtsfchreibergehilse Wil- helm »laus in Altenstadt wurde am 1. April zum Attuai iatsassistent bei dem Amtsgericht Altenstädt ernannt. ** M i tteilii iigen der L a n d e s st a t i st i k, Heft Nr. !).■>(! der Mitteilungen der Großh. Heisifchon Zentral stelle für die Landesstatistik Hai folgenden Fnhalt: Lehens- mittelpreise Februar 1011 RechnuiigSergehiiisse des Staatshaushalts 101 ’S. Sparkassen 191L Fwangserziehniig im Etatjahr 101 ■_?. Ilebersicht über die Einlagen und die liquiden Mittel der Spartasien des Hessische» Spartasienver- bandes 1900 und I9lL. Ueberiicht über den Einlagen und Wertpapieren Zuwachs der Sparlaiien des Hessischen Spar knssenverbandes in 1913. ** T i e l ä n d l i ch c n A r beit s n a ch >v e i f e. Rach einer Belaiintinachuiig des Kreisamts gehen heute den Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises im Aufträge des Größt;. Ministeriums des Innern durch den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisvcrdand zw.ä Plakate, die die Benutzung der ländlichen Arbeitsnachwekse empichlc», zum Aushang zu. ^ B o m h t i j i f ch tu Slaatssch » ldb u ch. Fn den Mv »ölen Avril 10K5 bis dahin 191 t üiid im heiiisänai Slnatc-idinlb buch weitere 0 470800 Mt. eingrirageu worden. Für den I . Avril IO* I stellt sich danach die gesamte Bnchichiild aui 93108 1 CIO Mi. Veieiligi sind hieran Privaie mit 97 319 900 Mk., Handelsiirmei,' INI 739 300 Mi , (üeietlidiaiten und rednsiäliige Permägcns- maiien anit 16 701300 Ms.. Ilichtrrchtsiähige Perinögriismasicii mit 17»63900 Pik. Nähere Aiiskiiiist über das StaatSschuldbiich »nd irine^Vorteile bietet das amtliche Merkblatt für das Großh. Heiiiiäie ^laalsidiuldbudi, das Iineittgelllidi bei allen Behörden, wivie bei den Bürgermeistereien und den Postämtern im Grog henogirn» erhoben Weeden kann. Tee Erwerb einer Budnorderiing -gcringstei Nennbetrag 100 Mk., bei den älteren Anleihen 900Mk.> ist sehe einsadi. Tic anznlegende Geldiiimme wird mit rntiprechr» dem Antrag bei einer der Geoßh. Lokalkaisru äbgelieieet oder am Postidtaüer aus das Postietzedlonlv der Großh. Hanvlilaalskaiie Ne. (7 Frankfurt a.M.) cingezahlt. Fm letztgenannten Falle emv nelili es sich, den zugehörigen Antrag -Foriiinlae am Postidialten »nmiltelbar an das Geoßh. Siaalsichuldbndibnreaii in Taemstadt rinzuienden. Es genügt jedoeh midi ein fuejer Vermerk über die Bestimmung des Geldes auf der Fahlkaete. Alle? weitere beforgl dann das genannte Vnrean. Für das Sdinldbudi bestimmtes Geld wird Wen er andi non der Laiedcshhvvihefenbant in Taemstadt, von den Reidisbanlanstalteii und Privatbankiees entgegengeiionimen Ebenso vermitteln diese Sletlen wie die Großh. Kassen auch den Schuld bncheinirag gegen Einlieieeung von Anleiheftiicken. Tie Zinsen werden an den eingetragenen Emviangsberediligten I l Tage vor der Fälligkeit nach Wnnid, des Gläubigers gezalstl : l. in bar bei der Geoßh. Staaisichnldenkaiie in Taemstadl, bei k>en übrigen Großh Kasten und be, der Reichsbanl, 9. durch die Pvst entweder durch nnmmelbaee Fniendnng an den Enivlänger oder dnrdi Einzalstnng am sein Postidieckkonto, 3. durch lleberwestung aui Girokoitto des Emdiängers bei der Reidisbank ' s l a d t t I, e a t e r. Lebhaftes »nleraic erregt am Schluiie einer sepielzeit stets die Frage, wer von den alten Bühnenmit gliedern wiederkoinmen wird. Es kann festgestellt werden, dast es der Tireltion unseres Sladttheaters gelungen ist, den grössten Teil des diesjährigen bewährten Personals für nächstes Fahr zu halten Außer den Damen Frenzel, Martini, Stettncr und Goll Etdini, die ans länger abgesdilosten lwben, wurde midi he s si ich e r & n n st v e r c i n Tie von Bildhauer W. Krieger-München ausgestellte Bron-.e „Bastard" ward, verlauit und geht in hiesigen Privalbesib über Enreuticherweste ist es „Ivgiich geworden, die Aiisstettung des Aussteller Verbandes Münchener Künstler noch einige Tage hier IN behalten, da die Eröstnimg der Ausstellung in Erfurt erst am 90. April erjolgt Morgen, Suiimag, ist dir Ausstellung von lt bis 3 llhr nii unterbrochen geöiinet. ** Oi i e [jener Frcilicht P ü h u e. Gestern abend fand im Cafe Astorin eine Besprechung über den dies» jährigen Lommeripielplan stall, an der die Herren Ge neralleutnant Kl i n ge l hö i e r , Exzellenz, Alfred Bock, Musikalienhändler E ha liier jr„ Tberregissenr T w o r l o w s k i, Major G r o ß m a » n , Fenillctonstedak keur N e »rat h xind (Lberlehrcr (Tr. B e r » b c ck teilnahmei,. Hcrf Tr. Bernbeck streifte in kurzen Worten die seitherige Tätigkeit der Watdbühue und teilte mit, cs sei die Anregung gefallen, anstelle^— jvic bisher — alle Rollen durch Titel kanten, ^bici'o z. T. durch Berufs schau spiele r zu bc setzen. Tie Veriammlung stimmte diesem Vorschlag ein wütig zu, und demgemäß wurde beschlossen, die nötigen Schritte zur Perwirklichung des Gedankens zn unternehmen. Herr Tirettor Stein goetter hat sich bereit erklärt, die Bestrebungen der Freilicht Bühne in jeder Weise zu fördern. . **^ n - W e l t p a n o r a m a, Asterweg 10, hat für diese Woche wieder ein vorzügliches Programm aufgestellt. Ein Besuch ist zu empfehlen. *’ f G r o h li^ Real g l) m n a s i u m n n d O b c r r e a t i d) u 1 c in Gtesten. Dem soeben erschienenen Jahresberichte beider A» statten sür das verfloifene Sdpilialir 1913/11 enttiehnien wir iol gendcs: Neben dem Direktor, Geh. Sdmlrat Tr. Emil Raufdi. waren au den beiden Schulen 1t Lehrer tälig. Fn dem Real gymnasinm mit der Boridmie wurden >93 Schüler, darunter iedis Schnlerinnen, iiiiterrrdstet. von denen nad> dem Glaubens bekenntnis 370 evangelisch, 93 römisch lalholiirh und 98 israelitisch waren, während nach dem Wol,mibe der Ellern 303 ans Gießen, 79 ans anderen hessiichen Orten, 13 ans nichthesiischen Orten und einer aus einem nidstdentidien Staate stammten. Tie Re-ievrüinng bestanden Ostern 1913: 19 Schüler, Oktober 1913: l Sdniler, Ostern 1914:_99 Schüler. Tie O b erre a l fch n l e hatte MI vergangenen Schnliahre .307 Schüler, darumer 90 Schülerinnen, aufzuweiien. 1H1_ waren nad) dem GlanbenSbekenittniS evangelifdi, 31 kalholiidi, 37 ifraelitistti. ein Sdniler gehörte einer sonstigen Relsgion a», nad> dem- Wohnsitz der Eltern eiitiiammten 3*19 Gießen, 141 anderen hessischen Orlen, 09 Iiidnheiiiichen Orten, ein Schiller war aus einem nichtdeutschen Staate. In der Obecreal sdnile bestanden die Reiievnünng Ostern 1913: 19 Sdniler und 3 Schülerinnen. Oktober 1913: i Schüler, Ostern 1914: 13 Sdifi Irr und 6 Schülerinnen. — Mit Beginn des Schuljahres wurde Projesior Boden stein von dem Gstmnaiinin in BenSheim als Oberlehrer hierher Verse»». Seine Tniigkeit war nur von kurzer Dauer. Nadi kurzer Kiankheil starb ec am 13. Fannar 1914. Mit der Verwaltung seiner Stelle wurde vom 90. Fannar an Lebramts- aiiesior Tr. Kann beanilragt. Oberlehrer Sdionr bo hin ging mit Beginn des SchuliahreS an das Gstmnaiilim in Lanbadi über. Am 3. April 1913 wurde der kaibvliidie Religionslehrer, Kaplan Jakob, abberuseii. An seine Stelle trat am 11. April Kaplan B o o s. Oberlehrer Tr. K n a u ß erhielt vom 90. Juli bis 97. September Urlaub zu einer Studienreise nadi England, Lehramts- afsefsor Tr. K n ö l l i » g e r vom Beginn der Herbstierien bis zum 9.3. Lklober zu einer Studienreise nad> (Griechenland und Klein- aiien. Tie Vertretung des letzteren übernahm Lehramtsreicrendar Tr. Fischer. Tcn Lchramtsaiiesioren B n ß und Tr. Weiß wurde durch Beringungen vom 31. März und 10. April 1913 die Perwaltung von zwei Lehrerstellen an der höheren Pnrgei'ichule in Sdwtten übertragen. Als Volontär »rot Lehranttsaiß'iior M ü l l er rin. Lehramtsreinendar Tr. B e ck e r begann fein 9. Porbereitungs - fahr: am 9. Februar 1913 wurde er zur Uebernahmi einer Lehrer stelle an der Eioelheichule l» Oiienbadi beurlaubt. Lehrainlskandidat Ehovard, der vom 21. Mai bis 90. Funi 1913 zinn Zweck der Ablegung einer Prüfung Urlaub erhielt, schied am Ende des Som- mer Halbjahres ganz aus seiner hiesigen Täliglcit ans. Für ihn trat am 1. Otloder Lehranttskandidat Bettini ans Mai'ieille ein. Poni 90. Juni bis znni Sdilnst des Somineriemesters leitete Tr. S ch ä i i e r einen K r a ii f c ii t v ä gerk n r i n » für Schüler der beiden Oberprimen. In diesem' Fahr starben vier Schüler: es star- hen der Oberprimaner des Rralgmnnaiiums Alfred Hahn ans lKießeii, der thiterprimaner der Oberrealschule Wilhelm Engel, der Läiüler der 1. Borsdnilklaiie Georg Hans; und der llnler- sekundancr der Oberrealschule Walter Leim b ach in Fronhausen. Sonst war' der Gesundheitszustand der Schüler besriedigend. Tenr Quintaner des Rcalgvmnaiiunts Otto Form hals wurde vom Großh. Ministerium des Innern in Anerkennung einer mit Mut ansgejührten LebenSretttmg ein Buch verliehen. ** Soziale Fürsorge in de r Volksschulc. Tie Arbeit in der Volksschule beidiränlt firii itlwn längst nicht mehr auf ein reines Unierrickten. in den letzten Fahren besonders war man bestrebt und wird es in Fulnnit nodt mehr sein, audi in sozialer Hiniidit Einriditniigen zn schassen, die in besonderem Maße ärmeren und idnvächlid eren Kindern zugute kommen sollen. So ist der Schularzt »idü nur in alten größeren Städten der Schule bei gegeben, auch eine Anzahl Kreise haben in letzter Zeit Acrztc mit her ständigen gesundheitlichen li e b e r »v a di u n g der Schulen in den Orten des Kreises betraut. Schulzahnpflege, Schul bäder, Verabreichung von Milchfrühstück sind ständige Einriditniigen in einer Reihe von Städten geworden. Tie ummtgelttid»- Abgabe van Lernmitteln ist im Prinzip überall anerkannt und wird an vetidnednien Orten schon loniegneni dnrdigesührr. Ferien- kolonieii, Erholungsstätten riennnnen immer mehr Fürsprecher. Mit der Ausdehnung der Städte werden die Sdmtwege immer weiter, deshalb gewährt z. B. in Tarmstadt ein Fürsorge- v e r b an d H i l s s s ch » l k i nd c r n A die besonders entfernt wohnen, freie Fahrt auf der Straßenbahn. Um mm einen »eberblick über alle derartigen sozialen Eänridstunge» an den Schulen unseres Landes zu bekommen, soll darüber von der Schulabteilnng auf eine Anregung des Abg. K o r e l l. Fngelheim in der Zweiten Kammer hin eine statistiidie Erhebung angestellt werden. Man darf dieser Arbeit mit großem Fnterejie entgegen- iehen, auch inioiern, als zweifellos damit-auch festgestellt ivrä'den wird, daß in dieser Beziehung Hessen mit ist der vordersten Reihe 8er deutschen Staaten marschiert. ** Paketein som m lang d u r di d i e P o st. Es ist nodi nicht genügend bekannt, daß die Post adzuiendendc Pakete auf Be- stellung ansdenWohnnngenabholenläht. Man brandst nur ein ofieiies Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten: „Paket abzuhvlen bei Name und Wohnung " nniran* t i e v t in den nächsten Briefkasten zn werfen oder einem Briei- trägec mitzngeben, amh kann der Wnnid) aui Abholung eines Pakets dnrdi den Fernsprecher dem Postamt mitgeirilt werden. Tie Sendung wird dann bei der nächsten Paketbestelliahrt gegen eine Gebühr von l0 Psg. vom.Hanje des Absenders abgeüolt. Das Periahren ist einiadi und beaueni lind beiondcis midien Per- ionen zu emvfehlen, denen ein Tienstbole nicht zur Verfügung steht. ** g 3 u IN Einhorn Neubau Ein Leier idweibt lins sol- gende interessante Erinnerungen ans Alt Gießen: Fn diesen Tagen wird in» dem Abbruch eines unserer ältesten Geschästshäuier, des v o t e l s E in h o r >l begonnen, an desseii Stelle ein Neubau erstellen mit. Wie langender Ban gestanden lial, läßt iidi wohl kaum ermitteln. Ein dem Schreiber dieses in dir Hände gekommenes Zertnnqsblatt aus dem Fahre 1703 veröiientlidit eine Art Fremdrn- lttte, tn^ber es u. a. heißt: „Ter Hr. Obriit von Rabenau von der Tarmstäder (Karde ^vaßrrt rni Eaiieler Postwagen herein, logirt im Einhorn", saraus Ist zu idilreßen, daß das Einhorn das angesehenste Gast- Mlus der danwlrgen Zeit war. das ist es auch bis in die 90er Fahre des vergangenen Jahrhnnderls geblieben; hohe und höchste frrirbaiten mäbltm d sum ''fbftfigcquartier Auch unicrc citbcäiürftf n naljmrn während ivres Liier,Uns im Einborn Dobnung und wurden hier von der ^tadtvertreumq und Bürger kcka't begrüßt, s» Groß Herz a „ L u d n» i g IV. kurz nun, seinem Nkgierungsanrritt und unser jetziger Gr ofth ers o „ E v „ « ,, p 10i n Das Einhorn stand mii dem „Rappen" damals im >>a»vl- verkcbrsgrbiet der Stobt; der Verkehr »trfrtwb 'ich später „ach deui Bahnbossviertel zu. Tie Besitzer des Einhorn waren a„g scheue alteingesessene Bürger, gewissermatzen Respektspersonen, wenn sich dies auch in manchen Köpfe,, eigenartig ansmalte, ttüe folgendes Vorkommnis beweist. Wie beute noch in kleinen Städten, muhten die Straften von den Hausbesitzer», den „Anliegern" ge reinigt werden. Jeder batte aus die tätige seines Hause» die halbe Strafte zu kebrrn. Da dent Enihor» gegenüber 'ein äisentlicher Platz, der Lindenvlotz, lag, siel die Reinigung der davor licaenden -straftendalite der Stadt zu. Der Besitzer des Einhorn beorderte UINI Straftenkebren seinen Hausknecht, die Stadt einen städtischen Taglöhner. Eines Tages gerieten die beiden „Bevollinaäuiqien" in Streit. Ter Einhorn-Hau-sknecht behauptete, der Stadtkehrer kehre nicht bis zur Straftenmittc. und der Stadtkehrer wandte ein, der „Boriemaaster" habe ihn selbst bennilraql, nur „so weit" tu kehren. „Was U'iljt mir an Teim Boriemaaster, der bvtl gar naut zu saa, der „Echörnrr" is inieh wäi der Boriemaaster, „» aick, kichr'n nor bis bäiber." Da der ..Grenzstreit" ans diplontattschein Wege nicht zu schlichten war, griisen die Parteien zu den Waiien lies; Besen Der Stadtkehrer überschritt nicht nur die Grenze, son der» auch die durch den ungektbeten Straftenstreiien gekennzeichnete „Demarkationslinie", tun durch Messungen mit dem Besenstiel die richtige Straftcnmitte heransznknvbeln. Er batte aber kann, mit seiner Erdnicftlutist begonnen, als der Besen des Einborn Da n so urschen am teilte .Kappe niedersaiiste. Ter Stadtkehrer machte IINII ebemalls von seinem Beten ausgiebigen Gebranch, nvilde aber von seinem Gegner über die Grenze gedrängt; bevor es jedoch zum Haupt trctten ant dem Liubenvlatz kam, tauchte am Eingang der B.'tzttcin gaste die Gestalt eines jener dicken Polizeidiener ans, die für den Sicherheitsdienst in der Stadt tbvisch ivaren. Der Polizeidiener schrieb die Ruhestörer nicht ans, sonderit riet ihnen mit weil Über den Platz schallender Stimme zu; „Wollt Fbe nsslteern, Flir Miszgebicrier, wenn FhrEick, baage wollt, denn geht nts de Tribb." Angesichts dieser schwerwiegenden Intervention einer dritten Macht wurden die Feindseligkeiten eingestellt. Der .Hausknecht des „Ee ltörncr" überschritt schitupiend die Grenze, der Beanitragte des Borjcntaafters setzte seine Mehrarbeit fort, und stärkte sich nach deren lBeendignng durch esu .üannchen Lrdinäreu in einem in der Aalte brsindlicheu, mit Schankgerechtigkeit ausgerüsteten Bääerbaute. Bis in die soc-r Jahre hinein ltzttten die Giesetier Märkte eilt' weit höhere Bedeutung aiS beute. Der Haupwerkebr spielte sich in der Marltstrafte, namentlich aber in der Reustadt und ans Oswalds Garten ab. Die Geichaitsleute in dieser Gegend batten alle Hände voll zn tun, um die Kauilnft der Marttbcincher zu >>e iriedigen, und in den Wirtschaitcn war attch nicht der berühmte letzte Platz mcltr. Der besser situierte Bauer, besonders ans dem ünrbeittschen, bevorzugte dagegen das Einborn. All! Leitermage» mid sonstigen ländlichen Gciährten traten die Dortschönen in ihrer bunten Trab t mit den reichen Burschen ihrer Heimat hier ein und licftcn einen ordentlichen Batzen Geld sitzen, denn int Ein Horn wurde nur Wein ansgetchänkt. Am Spätnachntittaq zogen die Gäste sröbltch und guter Dinge wieder gb. - - ilnd noest ein Wort über die Art der trüberen Borjemaaftcr. Sie übten ihr Amt meist int Redender!,se, tränen Lindwirk, Metzger >!. dergl. Sie konnten mit P'lng und Egge, Pierben und „Llsen" besser NI» geh nt, tuic mit der „Ferrer", dos Geichreiwes übertieftrn sie dein Stadt sekretär, die BclaniMnochungen wurden rom Raesdiener aus geschellt -der letzte Ausscheller Moll weilt noch unter UNS, und die GemcinderatsstSungen batten sich mit besonders großzügigen Angelegenheiten nicht zn besaiten Ilm die „Repräsentation" kam aber der Boriemaaster nick» herum, und das war nicht leicht, besonders wenn der Landessürst die Stadt mit seinent Besuche beehrte. Bei einer solchen Gelegenheit lud einst der Groii- Herzog die Spitzen der Behörden zu einem gemütlichen Abend im Einhorn ein. Als es 1l Uhr wurde, machte der Bürgermeister An halt. Nb, zn verabschieden. Ter Grostherzog aber suchte den Bürgermeister zu überreden, ihm noch csnc Stunde Gesellschaft zu leisten, aber das Stadtobet Haupt wehrte sich ganz entschieden, „Herr Gros! Herzog." sagte der Bürgermeister, „atch mutz haam; wenn Sie io e abl Brommcldippe debaam hätte, ginge Se aach haam." Dan mit dem „ablc Brommeldtppe" die gestrenge, jeder llcberkneip.net gb- holdc Bürgermeisterin gemeint war. ist lcichl zu erraten. -e Landkreis Giesten. — Wiesctk, 3. April. Ter weit über die Grenzen seiner Hcitnatgemeinde hinaus bekannte und geachtete Gastwirt und langjährige Rechner der Borichuftkasse, Georg Welker, wurde gestern zur letzten Ruhe bestattet. Weller hat den Feldzug pan 187071 mitgemach, und sich wahrscheinlich dabei das Leiden zn- gezogen, dem er erlege» ist. Tee Kriegerticreiit, unter Borantritt einer Musikabteilung des Gicftcncc Regiments, der Gastwirteverein „nd der Verband der OberheffifcheN Erwerbs und Wirtfchafts geiiolt'cnschaiten, dessen Mitbegründer der Entschlatcne war, legten unter ehrenden Worten an dem Grabe ihres Mitgliedes Kränze nieder. Dcr Turnvrrciit ehrte' ihn durch einen Grabgesang. Kreis Alsfeld. A Homberg ,Ohm), 3. April. Tie städtische Spar 1 , „ d Krcditkasse blicht auf ein günstiges Geschäftsjahr zurück; dcr Reingewinn beträgt 3-H<> Mark bei einer Ge samtcinnahmc von 930000 Mark. Kreis Laukerüach. R. Rixfeld, 3. April. Bei Erbauung der B o g c l s her g - bahn dachte wohl keine acelc daran, datz sich an, den, hiesige» Babnhoi ein io l c b b a i i e r G ü tcrverkehr entwickeln würde, wie er in den letzten Fahren uns gerade in diesen! Frübsahr zu beobachten ist. Das zeigen dir unzulänglichrn Verlade Rampen und Plätze Ilm die Frülnalirszeit konimt eine Unmenge Bau und Brennholz zur Verladung, das ans beit herrt'chaitltchen .Waldungen in einem graften Umkreis herang- iffhrcn und längs dem Vcrladeglcts antgcstapclt tvird: aber auch damit den übrigen Verkehr oatpcirr. Ria» legen kuntml es vor, datz Landwirte beim Ans „nd Einladen laichwirtschaitlicher Produkte „nd der jetzt einlanienden Waggons mit tünstlichen, Dünger über Holz st ätze binwcgsteigen mütien. Dabei ist a„i der Zufuhr strafte ein Schmutz, der jeder Beschreibung spottet. Tie Valn, Verwaltung würde hier den Fubrleuten „nd sonstigen Fnteressen ten t irl Zeit und Mühe ersparen, wen» sic eine Berlängerung des Verladrglesses „nd eine bessere Ansitbrstrapc schassen niürfte. Auch die Beamten dieses Bahnhofs wären damit von einer Sorge beirrit. Kreis FrieSderg. L. F r i e d b e r g, 3. April. Die gemeinsame M n st c r- f rltit le stielt heute nachmittag im Turnsaale des Lcstrer- feminars eine öfsentlickie ^chlustieier ab. Vertreter der «ladt, die Geistlichen Friedbeegs, Gnmnaiial- und Seminar lestrcr u. a waren nun,eiend. Zur Ausfuhr.mg gelangte ein Festspiel „Theodor Körner" .Hauptlehrer Philipps hielt an die abgestcndci, Schüler nur Ansprache Das hiesige Be rs or g n t, g sh a u's hat mit dein 1. April eine Per- äitdcritng erfahren. Der 33 Fahre au dcr Anstalt wirkende Verwalter trat in den Ruhestand, Diaiouissiniien leiten die Anstalt. Gestern fand in der Gewerbeschule die Ueberrcichung der Geiellenbrieje an 33 Gesellen statt Ein Vertreter des Kreisantts und der Bürgermeister der Stadt ,raren dabei anwesend. Bad Rauhet m, i. April. Gestern vormittag fand unter Führung des Herrn Siaatsrais Wilbraud eine Besprechung mehrerer Herren vom Ministerium tu Tarnt stadl über die Anlage des neuen Golfplatzes zwischen B a d R a u h e t m und F r i c d b c r g an O n nnd Stelle statt. Ter Goltteckmiker, der den mtistergstltigett Tarmstädter Golfplatz angelegt hat. tvar zn dieser Verhandlung hinzngezogeu lvvt den. Lage und Ansdehnnng des in Anssicht getidmmeneti Tertains tvnrden für die Anlage des Golfplatzes für durchaus günstig befunden. Es wird mit perhältnisitiäftig ge ringen Mitteln gelingen, dort einen erstklassigen Golfplatz ,;tt schaffen. Ter neue Golfplatz übertrifst den alten in der Gemarlniig R rede r - M o r t e n gelegenen an Ausdehnung um niehr als das doppelte. Mit der Anlage des neuen Gvli Platzes wird nun alsbald begonnen iverden, um ihn mit nächster Saison seiner Bestimmung übergeben zn können. -Das nette Golfklnbhaus toll etwa in der Mitte des Platzes in der Rahe dcr neuen Usabrücke errichtet werden. Es tvird sowohl von der alter, wie neue» »re isst raste, nachdem dcr über die Usabrücke führende Feldweg chauffiert ist, leicht zu erreichen sein. Von der Terrasse des Golfklubhauses tvird matt einen herrlichen Blick auf Friedberg, den Uinterstein und den Fohannisberg geniesten können So tvird der neue Golf platz, zweifellos einen ncueti Anzichnttgspunlt für unsere Kurgäste bilden tiud durch seine Loge zwischen Bad-Rau heim und Frtedbcrg das Band, das beide Sliidte verbindet, noch enger knüpfen. Ter alte Golfplatz wird mit Eröffnung des neuen geschlossen werde». Die Berhandlitugeu üver etueit zuerst vorgesehenen Anlauf des allen Platzes haben zu keinem Ergebnis geführt. .Hervorzuheben ist noch, daß der neue Spielplatz auch für andere fporttichcn Veraitstaltungen, wie Pferdeschau und Pferderennen, Flugveeanstattiingen tistv. als besonders geeignet erachtet tvurde. Hessen-Nassau. H M a rburg, 3. April. Dem ordentlichen Professor der indische» Philologie und vergleichenden indo-germaiii -schen Sprachwissenschaften, Tr. Karl Geld» er, tvurde der Eharalter Geheimer Regieruiigsrat verliehen. d. Dillenburg, 3. April. Tie beiden wegen Ein» äruckts in die Bahnhofswirtschaft kürzlich jcstgenommeiien Ausländer sind aus der Untersitchnngshast im ltiesigen Gefängnis cckllvickien, indem sie in einem unbewachlett Augenblicke vom Regenwasserfast ans die Matter des Gefängnisses überstiegen. Lttstfebiffnkvk. Obcrwescl, 3. April. Ein mit dem Lberleutitant Schäker als Führer und dem Hauvtmann Blum vom Fnsaüteric rcgnncnt Rr. 114 besetzter Doppeldecker, dcr tick; ant einem Fluge Taemstadt— Köln befand, tnnftte heute morgen wegen Molo, tck'adens im Walde bei Lberweiel eine Rotlandnng vornelnnen. Während der Führer unverletzt blieb, erlitt Hauptmami Blum leick'tcre Verletzungen und wurde ins Garnisonlazarett Koblenz gcbrackn. Hamburg, 3^April. Tie Polizei verbot die für die Osler- ieiertage geplanten Schauflügc Pegonds, weil ein bedenlender Flurscktaden zn erwarten sei. Vrrinkscvts»- " II e b e r f a l l. Aus Koblenz, ck. April, tvird ge meldet; Gestern nachmittag dräng dcr ans Sachsen ge bürtige Ackerer Helm, der von dem Förster Bauer tm Forsthaus R c m st ecken tvcgen Forstfrevel augezeigt worden war, in dessen Wohnung und gab mehrere Schüsse aus ihn ab, von denen einer dem Förster in den üops drang und ihn schwer verletzte. Helm, der von der Koblenzer Straf- tammer ivegen Holzdiebstahls zu einem Monat Gefängnis verurteilt tvordett war, begab itch nackt dem Anschlag gegen den Förster zttttächst in dte Wvhnnttg des Staatsanwalts Dr. G r o ft m an tt. wo er jedoch teilten Zutritt fand. Dann drang er in die Wohnung des Landgerichtsdireltors M a n ger ein und griff diesen sofort an. Manger setzte jtch znr Wehr und gab aus einem Revolver einen Scknst ab, der Bauer am Bett, traf und dadurch kampfunfähig inachte, Helm am Bein traf und dadurch kampfititfähig nrachle. Ter Förster befindet sich nicht in Lebensgefahr, obgleich die Verletzung eine schwere ist, weil die Kugel neben dem Auge eindraug. * A tt t o m o b i l tt n j a 11. Am Freitag vormittag fuhr ein Kratttvagen in der Scktnrnhorststrnste zu Berlin in folge Versagens der Fntzbremfe in eine Abteil n » gSol - baten des ck, Garee-Regiments zu Fust. Drei Mann wurden verletzt, sie konnten fichl aber zu Fust in die Kaserne bo- gcbcn. Ter Chausseur hatte keinen Führerschein. * Gin sonderbarer s p a st. Aus Berlin >vi rd nnterin 3. April gemeldet: Heute nacht nackt l Uhr musttc vor dem Bahnhof E har tot tr »bürg der Zug auf freier Strecke hatten. Ft, diesem Augenblick sprang ein Mann in ein Abteil und überfiel eine allein sitzende Tame. Er versuch!,' sofort zn flüchten, als die Uebersallene laut mit Hilfe schrie. Er wurde festgenommeit und versttchkc den Vorfall als Tuinmeninugenstreich hittznstellen. Es handelt sich um einen Glaser namens P r e h m. * Ter letzte Postillion, der in dem Dienste des Fürsten von Thnrn und Taxis gestanden hat, Borge tt- hold in C f) r b r u s s, hat sich n n s S cknv e r mut erhäng t. Er war 7,'» Fahre alt. - II tt t e r s cki l a g u n g o tt. Aus Pcrleberg tvird gemeldet; Ter itzerichtssckretür Engler, der geflüchtet war, dann zurückkehrle und sich selbst stellte, hat sich in der Zette er hängt. Tie »itterschlagungeti sollen sich auf viele Tau sende belaufen. * T i c ge ritt gste Gefahr. „Fck, lutbe für bas Duell Pistolen gewählt. Wollen Sie „icjn Zeuge fein?" — „Wenn es fo etn urick.len ginge, wäre ickt lieber Fhr Gegner." Märkte. Wie fl fit, I April. Wir tilgen unserem Bericht über den F r ü h t a lt r s - P f cr d e „i ar k t noch hinzu; Tie Gespanne und Eguipagcit bcs Herrn Hu litt Ivaren bis ant die geringste Kleinigkeit gut und hätten ant jeoetti Eoneours hippiquc den Wettbcwcrl bestehen können und Aufsehen erregt. Herr Huhn bat gezeigt, daft er eS versteht, trotz der .Konlurrenz der Aiitoinobilc seinen Fuhrpark ant tnoderncr, vornchmer Höhe zu halten nnd den groftcn A„- tvrückten der Gieftcner Bevölkerung, die man MIN einmal an unser Ftihrtvcscn stellt, gerecht zu werden Amtlicher Wetterbericht. Q e s f c,t t (i dt c r Wetterdienst, © i c ft e WettcrauLsichtcn in Heüen am Camitag, den ö. Avril 1914; Vorwiegend heiter und trocken, Winde atw westlichen Richtungen. Lstztc rract«richte». U e b e r s a l l aut eine M issionsstation. P i e >-1 l, Australien , 3 April. Eingeborene haben die M i s - ! i o n a», Dntsdale-Finite zerstört. Zwei Väter, sechs Laicn- brüder nnd eine Anzahl Mitglieder der Mission wurdcti g ei öt et. Eitt Tabakmvltopol in Rtts;land. Petersburg, 1. Avril. Aus An last des Gerüchts über die Einführung eines S t a ätS - Tab akm o tto po l s in Rustlaiid gibt das Finattzittitristerittm bekannt, dast die gegenwärtige Lage der gesamten Tabakindnstrie einer ge- Natten Prüfung unterzogen werde, welche voraussichtlickt Mitte 1017 abgeschlossen fein werde Erst dann, wenn die Ergebnisse dieser Prüfung vorliegen, werde über die Frage nnd damit über die Täbakabgaben endgültig beschlösset, werden. Sollte sich das Ministerintn tür das Tabaktnoitopol entscheiden, so würde dieses niehl vor dem 14. Januar 101. s eingeführt werden. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Bcir.; ztriegsmästige Ballonverfolgung. Bei günstiger Witterung wird am Sonntag, den April o. Fs., eine »mit Atitotnobiltlnb Franksiirt a. M. und Franktnrter Verein tür Luitiabrt unter Mitwirkung des General- konintattdos des 18. Armeekorps veranstaltete triegsmäftigc Ballot, terfolg,,»g statlsinden. Etwa gegen 1 l llltr vormittag» werden die Automobil,' Frankturt verkatien. Die Kranwatzen werden durch Kliibwinipet gekennzeichnet, die ein spitzwinkelig ivciftcs Dreieck uiit - Zentimeter breiter roter Iluträiidernng darftellcn. Auf jeder Seite beiindet iich ein graues Wappen mit farbigen Buchstaben K. A.C. schwarz weist rvt. Grofth. Ministerium des Fnnerit bat dnrck. Verfügt,»g vv,,i 2. April 1911 zu Rr <> 17S gemäft s 94 der Bitiidesraksverord »»»q von, 3. Februar 1910 i„ dcr Faituug vom' 91. Funi 1913 die Veranstaltung genehmigt. Wir warnen hiermit das Publik,,,» vor etwaigen Äefahr.n und ersuchen die Srtsben»>l„»'r, die KraiNvagen beim Pnstiercn nicht zu behindern. Ten Graft b. Bürger »t eiftcrete n wird empwhlcn. auch a„i ortsübliche Weife vor den etwaigen Gefahren durch die Automobile zn warnen. Gieften, den 3. April 1914. GroftherzoglicheS Kreisamt Gieften. I, B.: Welcher. b> ’t * j Han) 4 l>e!«i(/:er 35 °| n Itabatl Erstes u. größtes ringfreies Tapeten-Geschäf! Frankfurts Kein Ramsch! Keine Seriellverkäufe! Nur neue reelle, aber billige Tapeten Vielfach lichtbestRndigc Druckfarben. Tapeten ..... ä Kollo von 0 Pfg. un Netto Fchtc Iiinkrn»ta ...... ä Meter von 27 Pfg - . an Netto Buntf?Inser*atK. z. Selbstaufklcb. ü Mtr. von 30 Pfg-. an Netto Ttff~ Vertreter überall gesucht! Ringfreie Tapeten-Industrie C. Kupsch, Frankfurt a. M. nur Altegasse 27/29 2 U 2 ,-> Telephon Amt I, 3103 -W8 nur A Mil. Hansbesit/.er Ä.»"!„ Rabatt x s K r>> Im Fluge durch die Wett! Der hervorragende Schuhpuiz Deutscher s aus franz fANDAÜERl&jjyfACHOLL ^ HEiLBRONN Uiurffchf n;J der Hgrrfrpr-Schulzmarke Ubera.i erhä*h!ich E^incieburg « Wetzlar Sonntag, 5. April, nachmittags nnd abends Künstler-Konzert der Kapelle Sandory. Eintritt frei. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Au die Grotzheridglichcn Bürgermeistereien der Landgemeinde» des Kreises. Im Auftrag des Grotzhcrzogltchc» Mtntsterimii? des Innern werden Ihnen durch den Mtlleldetitichen Arbetisnachwetsverbant» 2 Plakate, die die Benutzung der ländliche» Arbeitsnachweise empfehlen, zum Aushang zugehen. Wir beauftragen Sie, dafür Sorge zu t>.,g>!,. dug die Plalakc ant 4. April an hervorragender Stelle lAufteuieite eines öffentliche» Gebäudes, Plakatsäule oder Lasel) aiisgehängt mid erst nach Ostern entfernt werden. Der Befolg ist nnS bis zuni 15. d. AUS. zu berichte». Gieften, Len 2. April 1914. GroühcrzoqiicheS KreiSaml Gieften. i)r. Ufinger. RAD-CLUB „GERMANIA“ • GIESSEN Montag, den J3. April (Ostermontag), abends 8 Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins 1846 Feier des 15 jährigen Stiftungsfestes nebst Festball Gau-Saal-Konkurrenren, Radreigen, Radballspiele :: Preisverteilung der Olympia-Prufungsfernfahrt „Rund durch Westdeutschland" Zutritt nur gegen Karten, welche beim Vorstand erhältlich 4493 D DER VORSTAND 12 Visits. Glanz M. 1.80 matt 4.— Andere Formale entsprechend billig Jeder erhält eine Vergrößerung seines eigenen Bildes, 30 x 38 cm mit Karton V Ganz umsonst ii Gebr. Strawss, Bahniiofstr. 64 12 Kabinetts, Glanz M.4.80 matt „ 8.— Scnnlags den ganzen Tag geöünet . Sehr passendes Creschenk für {Konfirmanden und Korn„nnikanten -ms Frühjahrswaldlauf Sonntag, den 5. April, nachm. 3 Uhr. Schützenhaus, der Vereinei Turnverein 1846: Männer-Turnverein: Rudergesellschaft 1877: Wartburg, evg.Jüngl.-Verein: Verein für Rasenspiele 1900 u. Sportverein Merkur. Jungdeutschland Gießen-Siadt I. A : Ad. Münker. 3708D UMIONTHEATER 31 Seltersweq 8 ! Samstag:, 1. Vpril. Sonntag, 5. April, JKontng, (5. April Aufsehen erregendes Schlager- Programm! Auf dCr Donau, Herrliche Aufnahmen von den Palkanlündern. Finkler in Bedrängnis italienischer fu™. Wochenübersicht des Union-Theaters Neuestejnu?aiier myk; - - - ■ - — - Moni» Sport ole. etc. Sensation ! Die schöne Anita, das lebende Ziel VarüTt Drama, in 2 Akten. Die in diesem Drama gezeigten Äkrobaten- Kuuststttcke haben überall grosse Bewnndernng hervorgerufen. DOT Boxer, Amerikanischer Film. Ist .sehenswert. Die Kindlein schlafen, Riihreudw Tragödie. Sehr interessant st die Szene, wie ein reiches und ein armes, zerlmuides Kind sich befreunden. Sen*atiorm-Srlilagcr orsten Itan^cs in ll Akten! Der Schiftbrücbige oder: Dianiäiilensiiclier Die Szenen spielen sich auf den Diamantenfeldern im schwarzen Erdteile Afrikas ab. Haarstriiübend Ft der Anblick, wie ein einziger lieber- lebender von einem uiitergegaiigenenSeiiifie einsam auf stürmisch wogenden Meer sich beiindet und lange auf Rettung warten muss. Nicht minder .-ehenswert ist der Kamp! des Diainantensueher.- mit den wilden schwarzen Afrikanern. <4475n) l>ie »Erektion. Jede Plättanstalt] Braucht eine PfttentpUttaxscMne tob der rorBterWascherei-Iicrhintafabrik Euu sch 1 Hammer | 7r.00St.lm Bet riebe. Forst i.Ii. 163 Offerte kostenlos MME rttinjic lollftfi 5 Süpliiii - InieHnittcr h Pfand 1.4« Mk. LU haben hei 02757 Alfred Ziegler. Telephon 541. Seltersweg 54. Licht-Spielhaus jgj IhdinhoRrasse 31 ! Ab heute Samstag nur 4 Tage ! Ein Aufsehen erregender Film M Beginn des neuen Kursus Tlontag, »len 20. April, Aufnahme der neuen Schülerinnen Mittwoch, den 15. April, von 11—1 und 3 —5 Uhr. — Anmeldungen für den Hospitan- tinnen-Knrsus werden entgegengenommen. L. (Vloeser, Gartenstrasse Nr. 30 Trotz ©turnt unb Regen die Schuhe stets blank. Der Diamantine 2522 hv gebührt der Dank. Fabrikant: Rud. Starcke in Melle. In der Hauptrolle dis beliebteste und schönste aller Filmdarstellerinnen Henny Porten liiKsei'dciu diesmal ein besonders glänzendes und sohdnes Programm. f4H>4a :dl Schützen -Verein Giessen. '.I! bei iWcuitna, dcn ro. April, nbcitbc« fi Nlir, int Lchiistcnbamc jmitTtubatöcu Gtiikrlll-Peri mit folgender Tage c> 0 r d n tt u g t. Berichterstattung über dno verflossene Bercinolralbiahr. 2. Antrag ans lLrulastnng des Rechners pro 1iN2 13. Anslonrug von (> Anteilscheinen an der ^chieschalle. 4. Diesjähriges Preisschtetzen. verschiedenes 4521 D ladet hofl. eilt und bittet die Mitglieder uni recht zahlreiche Beteiligung. Ih*r Vorstand. Mit dein gleichen Tage beginnt das Uebungsiabresschieben- Vor/.ügl ichc iss- y. Holm Flasche von 75 Pfennig an Deutschen Kognak Flasche von Mk. 1.10 an Gute Margarine 00 Pfennig Dis Mark 1.— Rosinen. Korinthen Sultaninen, Pflaumen in allen Preislagen, ebenso Zitronen u. Orangen Feinst. Bliitenmehi per Pfct 22Pf»-, und billiger bei: Ko’onialwaren und Delikatessen Glessen, Marktplatz 17 Telefon Äi»2. Soimciiitrnüc II SclcpFSS. Znnwtan. 48.Avril I. 8V, Mir ffräkjifrs»$ii 9 t< iifriiumnliinir ” 0 imBercinslokalLva?«{•* bcl. Montag, den n. Avril, abends 9 Uhr Gesangstunde der Damen und Herren im Bcreinslokal. Biinkli.Erscheinen erwii«-scht, 44hl D Der Vorstand. Edison’s [( inetoplion - R esellsciiaH (sprechende Films) New-York kommt nach {* m Gießen! Aster- tveg 16 bellte Lamcstag zum lesttcn Male die Keisenach Amerika Eonntag: Reise öuvdj Lachsen üüö L achs.-Uhii!. Lchmeiz. (5S werden um- Valm- Aufnahmen gezeigt! Erwachs. 20, »mder IO Psg. Ter Besitzer. I02tz«4 vir.: Rermooo Sikiggoetter Sonntag, d. .».Avril 1911, nachmittags 3 ' , Nbt" Kleine Preise! Kleine Preise: Gutscheine haben Galligkeit Wahrheit Schansviet in 4 Auszügen von Earl Adolf Metz. Ende (> Uhr. Abends < V Uhr: K leine Preise! Kleine Preise ^ Der Hiitienbesitzer Schausviel in 4 Akten von Georges Clmci. M M BAHNHOF-RESTAURANT Vornehme Familien-Lokalitäten Telephonruf 25 Telephonruf 25 Austern aus der Kzl. I'reuss. Ansternfischerei List auf Sylt. Echte Schildkröten-Suppe Frischer Spargel Milchlammrücken Ostender Seezungen Neue Gurken Hirschkeule Hochf. Schipp-Malossol-Auslese Ostender Steinbutt Malta-Kartoffeln Brüsseler Poularden Helgoländer Hummer Bach-Forellen Artischocken Krammetsvögel