Nr. 79 Zweites Erichei»! täglich mit Ausnahme de? Sonntags. Tie „Giehener jamilienblätter" werden dem .Aiijeiger' viermal wöchentlich beigelcgt. das „lireirdlati für den Kreis Kietzen" zweimal 'wöchentlich. Ti- „Landwlrtichastlichen Seil- ieagen" erscheinen monatlich zwcnnal. Blatt m. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Vberheffen Zreitag, 3. April Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts - Blich* und Steindrllckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul* srraße 7. Expedition und Verlag: «^A51. Redakti«l:eEN2. Tel.-Adr.iAnzeigerGießen. hessische LanSwirtschaftskaminer. rb. Dar »I Habt, 2 April Die heutige zweite Litznng, d,c um 9". Ill,r begann ivar an erster Linie der B c r a I n II g des Ha >, vtvora n s ch l a g 2 gewidmet. Präsident W a l I h e r erstattete hierzu einen kurzen Bericht »nd verteidigte den Vorstand gegen de» Vorwurf, das; zu viel Geld iür die Bcrwaltnng »nd zn wenig für die eigentlichen land avirtschaitlichen Zwecke verwendet werde. Tic von der Regierung beanstandete Sunrme von 22000 Mark. die. von der La»dwi,i schastskanimer in de» PensionSsonds überwiesen wurde, stamme an» den Ucberschiissen des Jahres 1911. Es sei mich unzutrenend das; ha Erbauung der- Gebäudes siir die Landwirischaitskammcr der Voranschlag überschritten werde. Das Arbeitsscld sei viel uwsang- reicher geworden und die Leistungen sür die Landwirtschait größer Dajür seien auch die drei ProvjnzialauSschüsse und drei besondere Bureaus notwendig, durch ivelche den besonderen Verhältnissen der Provinzen Rechnung getragen werde. Sparsamer als letzt könne d,c Verwaltung nicht gerührt werden. In der Hanptdebatte besprach zunächst Schädel Mommcn- heim Ilndenbcim die rhei»hessischen Verhältnisse und besonders den Weinbau Die Weinernte ivar weniger gualitaliv. als »nanntativ nucrlrenltch und die Hauptschuld an den schweren Fehlschtägen bildeten die Verheerungen durch den 5eu und Saucrwiirin. zii dessen Bekämpfung die Regierung in dankenswerter Weile die »öligen Mittel zur Bersngnng slclllc. ES »ins; aber »ich. nur der Be kämpsung der Rehschäden, sondern auch der Kultur der Rebe die grünte Aufmerksamkeit zngeivcndcl werden. Tic Koninrrcnz des Auslandes laste schwer ans dem ganzen deutschen Weinbau E» haben sich überall in Deutschland rtaliensschc und spanische Wein-. Stuben ansgeian, die dem Pubtilnm für billiges Geld ein gut mint denke». atloholreiche» Getränt liefern. Das Ausländ produziert seine Weine viel billiger und die Konknrrciiz Hat seit dem neuen Aeingesetz »och erheblich znacnommcn. Zudem werden die deutschen Weine vielfach als Berichnittweine mit ausländischen Weinen be- nntzt, womit sich also der dculschc Weinbauer selber Konkurrenz macht und dem Ausland Porspanndlenste leistet. Ein gecigneles Schutzmittcl dagegen bietet nur ein hoher Zoll; ein Jahrschein zoll ist zwecklos. Wie müssen ja natürlich in zollpolitischcn Dingen aus Lesterreich und Italien Rücksicht nehme», aber diese darf doch nicht so weit gehen, das; ein großer Erwerbszweig dadurch aufs schwerste geschädigt wird. Bei der Grenzkontrolle sollte nicht nur die Analnie des Chemikers, sondern auch das Urteil »nd die Ratschläge sachverständiger Fachmänner mit zu Hilfe genommen werden. Tie .Kontrollvorschriite» bedürfte» dringend der Verschal, iung. ES werden vielfach Weine cingesührt, die zwar einen ein- wandssreien Geschmack haben, aber mitunter eine geradezu elelhaste Zusammensetzung. Die jetzige gesetzliche ZnckcrungSgrenzc genügt kür unsere rheinhessische» Verhältnisse nicht, mW die Frage de» Aikodolgelialt» bedarf dringend einer anderen Regelung, worüber ich mir einen Antrag Vorhalte. Oekonomicrat Irrt sch; An die Beratung des Voranschlags können wir diesmal mit Bcsriedigung heraniretcn. da der Land nnrttcha't setz, foft alle ihre Wünsche mit Einbelligkctt erfüllt toordcn sind. tlnbegresslich bleibt nur, warum nicht auch die IltOO Mk für die Förderung der Jeldbercinigniig bewilligt nur- -den. Die Ernte des letzten Jahres war günstig, besonders iür Weizen, aber der Absatz Ivar sehr schwierig. Es wurden auch von unseren Produkte» nicht annähernd die Preise der Franktnrter -Börse erreicht. Die Pferdezucht ist in günstigen, Ausschwung. iion d c s K örgcsctzes. beraien werden, doch mußte dieser Punkl bei vorgerückten Zeit wegen bis zur nächsten BcrsaniNiluiig zurückgestellt werden. Rachdeni dann noch von der Wahlprüsungskominission über die beanslandeten Wahlen Bericht erstattet und Beschluß gefaßt ivordeu war. schloß Präsident W a l t h c r die 12. .Hauplversainmlnng nach- ininags ' .5 11 !jr. Zlibcitchrbeivegung. Petersburg, 2. Avril. Tic P u I i l o w w c > k c . die Baltische Werst, die Fabrik der russischen Gesell-- j'ch oft z u r Erzeugung von G c s ch o s s e u , die Fabrik von Siemen s u. Hals! c und eine Reihe aitdcrer Fabriken haben mit insgesamt 60 000 Arbeitern ihren Betrieb ans Niibe- stimmte Zeit eingestellt. -^London, 2. April. In Borkshirc streike» jetzt 170000 Kvhlcnbergleutc. Die Leute sind jedoch durchaus nicht ernstlich für eine» AuSstand, man nimmt vielmehr a». daß sie nur da» schöne FrühlingSivetter genießen wollen und »ach Ostern die Arbeit wieder auinchmcn werde». Ans Stadt und LanS. Gießen. Z. April 1914. Was dcr April üringt. Ter £ ft c r in oitat ist da! Tas ticfititninftc fseft ber EhriNm- feit spendet dem geplagten modernen Menschen eine Ileine Atempause in der entnervenden Hast des Erwerbslebens, tm Tumulte des politischen ZtampseS. Tas Fest fällt diesmal aus einen ^ver- bältnismästig späten Termin der 25. April ist der lepte Tag, auf beit überhaupt das Osterfest fallet: kaitn - , und das bat den Vorteil, daß itnt diese Zeit die Natur doch schon reckt lveit fort geschritteit ist, und das; der althergebrachte Osterspaziergang oder der Osternusflug, den der moderne Mensch vorzieht, begründete Aussicht auf die Gunst holden Frühlingswetters hat. Freilich, auf den April ist in dieser Hinsicht bekanntlich kein Verlast. Seine Wetterwendischke.it ist ja geradezu sprichwörtlich geworden. Hinter dem volkstümlichctt Begriffe des ^lvribvetters steckt aber eine wissenschaftlich streng um'chricbene Erscheinung: der April mag plöklich Regen. Hagel. Schnee, za kurze Geivitter schicken, immer sind diese Erscheinungen dnrck die Lustdruckver- tcilung und ihre Verschiebung bedingt: während im' Westen uitd Südwesten der Luftdruck hoch ist, zieht ein kleines, scharf ausgeprägtes Tier in östlicher oder südöstlicher Richtung, und anr der Rückseite bilden sich unter denr. Einslust der starken Lustbewegnng Wirbel, die in Form von Böen die Niederschläge oder das Ge- lcitter mitbringe^. Nackt ein.paar Minuten wird die Frühlings- luit wieder lau, und die Sonne steht dann am klaren Himmel. Aur kZuberl von hertomerr Leben. „Der Junge soll ein Künstler werden und mein bester Freund!" Diese provlietisiücn Worte sprach vor jetzt bald 65 Jahren IN dcr tlcincii Kirche von Waal, dem baherisckien Dörick-en bei Lgndsberg, der ehriame Kunsttischler Lorenz Herkomer nach der Tanie seines Sohnes, des nun dahingegangenen berühmten Malers Hilbert von Herkomer. Was der Baler damals im stillen ersehnle, das ist in ünerwartet großartiger Weise in Erfüllung gegangen; der Knabe wuchs z» einem Künstler heran, dessen Weg nicht nur aus die Höben des Weltenrulmies, sondern auch zu stolzen äußeren Ehren iiiid Würden führte und zugleich ist, Hubert zu dein vom Schicksal arg iniigenoinmenen. aber doch großaeorteten ..königlichen Mann", wie der Maler bewundernd seinen Vater nennt, in das innigste Ber dältnis gelrele», verdanlt ihm die Grundlage seiner vrachivollen Persönlichkeit »nd ieiner ganzen Künsrlerschast. In ieineni dichterisch wie menschlich ergreiienden Buch „Tie Herkomers". dem ersten der deutschen Heimat gewidineten Teil seiner nicht vollendeten Selbülnogravbie, gedenkt Sir Hubert, der auch als eiiglischer KÜHN ler stets der baneriiche Banernsvroß gebliebe» ist, in lieier Be,- ehrung seiner Ahnen, jener wackeren Handwerker, denen er seinen Ehavakter und sein Talent verdankt. Vom Großvater erzählt er, der als Gipsiorincr bereits zu feinem Bergnügen kiinnvolle Figuren niodcllicrte und „die Liebe Schönen in da» Gemüt feine« Sohne» rifanstc". Und der Vater fetzte fort, >vas der Großvater begonnen vlnch er prägte seinem Knaben die Liebe zur Kunst tiei in die Seele „nd gab ibm mehr als Geld und Gut, mit dem er so spärlich gesegnet ivar, aut de» Lebcnsiveg; den tt'ten Ernst im Eriasscir der Natur, die Ehrlichkeit de» Gestalten» und die hohe Achtung vor dem Hand werk. Eigenschaitcn, die das Beste in der kräftigen und gesunden Kunst Herkomers umschließcn. Mit dem Hobel in Ser Hand, an Ser .hobelbanl bat .Hubert den Vater in einem meisterlichen Portrar dargeslcllt, und wie der tüchtigen 2lrbcit seine» Geschlechtes, so, in er anck, der laancriichen Heimat stets treu geblieben. „Die deutsch: Seite meiner Natur ltzit iich in mir stark bebanplet," bclannic er. Fch iübllc immer, die Heimat gehörte zn mir und ich zn BaNcrn." i-o ist denn auch 1888 der Engländer wieder deutscher Bürger geworden »nd bat in den, beimatlichen Land»berg der verehrten Mutter, die sich iür ihn ausgeopiert, jenen vrunkhailcn Turm er ■ richtet der zusammen mit den der Stadt geschenkten prächligcis Bilden, in Landsberg da» 'Andenlcn an den großen Sobn noch lange waü' erhalten wird. Auch in feiner Kunst hat er Bonernlum und Vaterland nie vergessen und seine Povularität in London mit schaisg-iebenen, au» deutscher Seele ersaßlen Szenen und Tnven de» baherischen Tarileben» begründet. Herkomer» Jugend führte ihn au, den horten Ladensiueg der größten Armut hin; bitter ha, er zusammen mit den geliebten Eltern um da» tägliche Brot gerungen. Ten Vater trieb am Freih:itS0r..ng in die Ferne nach New Bork, u»b dann nach England, aber das Glück lächelte ihm nicht, und toährend der Vater in Sontltzimvton durch gelegentliche 'Arbeiten als Tischler und Bildschnitzer elwas verdiente, mußte die Mutter durch anstrengende Klarierstnndcn niitverdienen. In dieseni Elend K r der einzige Sonnenstrahl der Hosiiiung das Künstlertum de» Sohnes. Früh regte iich in ihm die eingeborene Begabung, und der Pater leitete ihu in der liebevollsten Form zum Zeichnen an. 'Al» der Dreizehnjährige ans die Zeichenschule in Southampton kam, drängte es ihn mit Macht zum Zeichne» nach dein Leben, aber man ließ ihn nicht in den 'Alifaal. Ta sta.nd ihm der Vater Modell. „Um sechs Uhr morgens standen wir aus." erzählt Her- tomer. „dann wuschen wir uns, und während ich mich anzog. machte mein Vater Feuer und stellte das TLaiier aus den Herd. Dabei blieb er mibctleibcr und stand mir in den Zwiichenpausen Modell. Wenn da» Waiser lock'te, ivar die Alinunde vorbei;" Später freilich erzwang iich Hubert durch eine Kraitvrobe den Zugang zuin „Leben", indem er eine» Tage» ohne Erlaubnis in den Attjaal ging nüd hier eine so treuliche Studie entmart, daß ihn der Lehrer nunmehr darin lieft. Früh suchte der Knabe durch Zeichiinn/cn für illuslriertc Blätter zu verdiene». 'Aber da» glückte zunächst nur schlecht, und es blieb ihm nichts andere» übrig, al» mit Zitberivielen und Schablonieren zu erwerbe». Erst als er an dem ncugegründetcn Gravbic 1869 Beschästigung iaud, ging es auswärts. Er hat »ns erzählt, nie er aus das Motiv seines ersten großen Bilde» kam. Der Redalteur gab ihm keine Aniirägc. „Sic müssen sich Ihre Stosie selbst suchen." sagte er So toanderte denn Hltbcrt drei Tage ziellos durch London an, der Suche »ach einem siois. Zu sättig trat er in die Kapelle de» königlichen Jnvalidenlianse» ein und sah hier die alten Krieger in ihren roten Röcken im Gebet. Daran» entstand die Zeichnung „Tie letzte Musterung", die er dann in einem winzigen Atelier zum große» Oelgcmäldc aus gestaltete. Für 21000 'Alif. verkaufte er dies durch feilte Fülle glanzender Eharalterlövic ausgezeichnete Bild, das ihn mit einem Schlage berühmt machte. Das war 1873, und nun führte sein Weg rasch empor. E» folgte da» berühmte Bild „Das Hurrah der Garden" und dann feite' Reihe von Meistcrporträts, unter denen die „Weiße Dame", das Bild der schönen Miß Grant, da» größte Aussehen erregte. In einem säst 40 söhrigcn reichen Schasicn bat sich der Meister voll ausgclebl. Nicht nur der bildenden Kunst war seine Arbeit gewidmet. In seinem schöizen Haus „Luliilound". das bald wie ein mittelalterliches Schlotz und halb wie ein Nürnberger PatrizicrhauS auSsah, hielt er feine vielgenannte Kunstschule, in der Schüler aus der ganzen Belt Unterricht empfingen, veranstaltete er Theater und zuletzt Kino- auitübrungen. bet denen er lick zugleich als glänzender Dekorateur und trefflicher Schauspieler betätigte, trieb er Sport, für den er enthusiastisch eingenommen war. Vom Krokettsoiel ging er zmn Radeln -iiber. und dann wurde er ein Förderer und Freund des 'Alutomobilivori», iür den er den Herkomer Pokal gestistet da,, ^lel» ivar er auch mit technischen und geschäftlichen Dingen beschäftigt; er erperimenrierte in Emailnialcrci, und dachte »och in lenter Zeit on ein großes Kinolhrater, das er nach ganz origincllcn Idee» leiten wollte Immer wieder aber zog es ihn nach der deittichen Heimat, und zwei Monate im Jahr verbiachtc er im Bäurischen Wald als ein echter Jünger des Waldheiligen Hubert, nach dem tt>» der Pater genannt u»d den er ini „ewigen Dom der Natur" in Bild und Schrift verehrt hat. Wie viel von der Erde ist noch u» entdeckt? Heutzutage, ioo kühne Forscher das Geheimnis der Pole entschleiert haben, ioo wir im Kincmatoqravhcn 'Ausnahmen au» den unwirtlichsten Gegenden sehen, ist inan geaelgt, onzunehinen, die Erde, die wir bewohnen, bcsäß: keine Rätlcl mehr sür unS lind doch bieten sich Männern, die de» Forscherdrang in sich fühlen, der Ausgaben noch genug. 'Nicht weniger als ein '.Uditel der Erde ist uns noch völlig unbekannt. Ein anierikanischer Gelehrter glaubt die nncriorschtcn Gebiete ant 7 Miltionen Ouadrat- meilen engl, beziiiern z» könne». 200 000 O.uadraim,eilen lom- ii,en von dieser Summe aus Nord- und Südvolländer, während der Rest iich hauptsächlich aut Asien, 'Amerika und Ozeanien verteilt. Airila steht nicht mehr im Vordergründe der Erdersor- schiliig. Viel größere Sehwicrigkeilen bietet die Ersorschnng der Wüste Tbana in Arabien, wo man ant einem Gebiet von 200 000 Geviertmeilen ld. i. das Füniiachc der Fläche von England keinen grünen Fleck und keinen Tropien Wasser vermutet Ncngninea ist auch noch zum Teil lerra ineognita. Hier sind es nicht Einöden, die die Reisenden abschreckcn, sondern kriegerische Völkcrschaiten, denen die Menschensreiscrci eine alte, ge- l.ciligte Einrichtung ist. Ferner ist noch ein volle» Viertel de» australischen Festlandes uneriorscht, Strecken mit einer Bevölkerung von einem Kops ant die Ouadratmeile. In Südamerika schließen Kolumbia und Peru in ihren Grenzen Riesengebiete ein. die noch nie der Fuß eines Weißen betreten bat. Man hat wähl ein dutzendmal vcriucht, in dieie colevven und Ilriväldi» cinzudringen, aber stet» haben Gefahren wie Fieber, Gittichlangen und -lmeiicnplage die Ervedittonen zurückgetrieben. Es wird »och die Arbeit vieler tstenerationen kosten, ehe wir uns rühmen können. Ivirklich eine umsaiscnde geogravhiichc Kenntnis von nnie- rem Planeten zn lmbcn. — Poesie und Prosa. Ans Halle n. S. wird uns geschrieben; In einer hiesigen Zeitung Ivar dieser Tage eine Anzeige zu lesen, die im Interesse der guten Sache nicht unbeachtet bleiben soll. DaS ergötzliche Inserat lautete; „Wer schreibt sünsaktigeS Traucrivicl lManuikript) gegen kräftigen M i t t o a S t i s ch init Schieibinaschine ab?" Um einen „hungernden Dichter" scheint e» sich hier also nicht zu handeln! — Kurze N g ch r i ch t c n an S ' K u n st und Wissen- ichgst. Der Direktor des Salzburger Mozarteums, '.Rnslkschrist- stcller Robert Hirschseld, ist gcswrben. fernem wiui ix, '.tprtl o iie ixn Wenter gründlich au&trfert. lind mag'-? auch noch w berb üü einen. mag selbst einmal em bleicher Zchnersttleier nach einmal die junge Natur zudecken: letzt wird's dockt ichöner »nt tedent Lag, wie der dichter unflk Tie ausinlltgste Erscheinung IN der Pstanzrnwelt ist'die Betäubung der Bäume Die winterlich braunen Lanbknotpen bekonnnen ans einmal belle Ringe, sie schwelten an und wickeln sich dann auseinander^ die zarten Blatt chen der Früfelingsionne entgegenskreckend Ztachelbeerltraucher und Jobanntc-beeren iind gewühnttck besondere- unnuilsift -rer Hollunder legt ziemlich trüb sein Lanbkleid an, Birken, Fliemtr, Vogelbeere und Hagedorn folgen ihm : auch die groben decken snosven der Kastanie brechen aus, und an ibnen kann man br sonders schön sehen, wie die Plätter zuerst herabhängen, la dal! die starken Sonnenstrahlen ilmen nichts an haben können, mit 'ich erst, wenn sic stärker und kräftiger geworden iind, auszuricktten und ihre bolle Fläche wie eine ossene Hand dem Lickte entgegen- znhalteu. Auch die Nadelhölzer beginnen mit dem Farbemim schlag ihrer Blätter, -und nur die Eichen nnd Linden unter den einheimischen und die Robinien I Akazien und Platanen unter evit ausländischen Bäumen sind mit ihrem grünen Friihlmgs- lleidc noch weiter»zurück, (»legen Ende des Monats tauchen auch an einzelnen Bäumen, die keine Kästchen tragen, die Blüten aus, nnd die weine und rosige Pracht der Obstbanmblüte beginnt. Mit dem raschen Fortschritte der Pilanzenivelt nimmt das Tier leben in Wald, Hain und Feld in ausfälliger Weise zu. Tic letten Winterschlaicr nehmen ihr gewöhnlicktes (leben wieder aul. Vor allem aber wendet tickt die grobe Schar der Zugvögel nach Morden: die nordischen Wintergäste verlassen uns und dafür kom tuen aus den toormeit ('andern unsere Frühlings nnd Sommer Vögel znrixl. Der Kiebitz ist schon ileißrg beim Eierlegen, nnd während er mit Brüten beginnt, kommen die Schlvalben. (Grasmücken und andere Sänger, der Kuckuck kommt und mit ihn, des ..Kuckucks »düster", toic der Wiedekops genannt wird, imd für die >7uhnerüöael bricht die Zeit der Liebe aut Auerfeafene, Birkhähne und haselhätme balzen, und der Jäger benutzt die Gelegenheit, den liebestollen .Balm int Dämmerlicht anzuschleichen und zu schieben. Auch IN der Welt der niederen Tiere beginnt ein reges Leben. Wetve» und Bienen streichen summend umher, aut der Suche nackt dent Honig der inngen Blüten, eine gattze Reilx' von Schmetterlingen taucht auf, ttnd wenn das Wetter nicht^allzu lühl ist, erscheinen attch die Maikäier schon IN den letzten Tagen des Aprils. Jo regt sich übttall neues Leben. Neues Leben bringt der Avril auch vielen mngeti Menschenkindern. Fsi das^ Ostersest vorüber, so sängt das neue Schuljahr an, und zu Tausenden Ivallen die kleinen Rekruten den Schulhäusern zu, die nun lange Jahre ihr tägliches Ziel sein werden. Wohl berrscht^in unseren kritischen Tagen so manches Mißtrauen gegen die Schule, und wahr ift's, die Schnlerziehnng des Kindes muh, wie eben alles andere Gute im Leben, auch mit manchem Loser bezahlt werden. Missen möchte darum doch niemand unsere Schule und ihre Lei stimgen, imd wir dürfen, wenn wir unsere Kinder der Schule an- verlranen, uns getrost sagen, dab wir sie den Ständen ernster, besonnener nnd wohlwollender Männer auvcrtranen. Glück ans, ihr kleinen Menschenblüten! Ter April bringt Erlnuernngstage von inancherlei Art. Dar hundert Fahren, am ll. April, brach endlich der Stolz dr-s Imperators zusammen: i>ie Erinnerung an Napoleons Abdankung in Fontainebleau schließt die lange Reihe der vaterläudi scheu Erinnerungen an die Befreiungskriege 50 Jahre später, ntiefe an einem Apriliaqe, dent 18, tvor es, daß Düppel nackt langer schtvercr Belagcrung siel. — eine Rnfemestot der prenßi sckten Watten, deren Kunde toic cm elektrischer rvchlag durch dir ganze Welt ging und eine neue Zeit verkündete. Der, der sic herausgctührt hat, ist auch ein Avrilkindt Bismarcks Geburtstag am l. April ist sür jeden Deutschen ein Gedenktag, zu dessen Feier es der bekannten dezimalen oder säkularen Anregung nickt erst bedari. Zur Frier rtnes anderen Groben vereinigt tickt in dietem Avril die -tanze Knlturmenschheit t das ist Shakespeare, dessen 350. GcbnrlS »der genauer t Taus, Tag am 26. Avril überall begangen tvetden wird. Nicht zuletzt in Deutschland, das sich mit England IN Shakespeare teilen zu dürfen glaubt, nird das das Gedächtnis des gräblen aller Tramaliker an diesem Tage durch zahlreiwe Festanisührungcn seiner Werke seien, nürd. Wer len mir schließlich auch noch einen Blick aul die Lebenden, so laitn der Berliner Philosoph Professor Riehl am 28, seine» 70. Geburtstag begehen. Heinz Tovole. früher einer von der Heer schar der jungen Naturalisten, tritt am l2. in das gemächliche fünfte Lcbensjahrzchnt und ebenso alt wird am 10. Avril Eugen d'Albert, der geniale Klavicrlünstler imd erfolgreiche Tonsctzec, der fick das Feuer der Jugend noch bis heute ungeschmälert erhallen bat. ** ,,P erschürfte Bestimmungen für Sott» ir o l l ve rs a m in l n ng e n" sollen Berliner Blättern zufolge erlassen morden sein. Hierzu bemerkt das Militär-l Wochenblatt: Es sind von militärischer Seite keine Anordnungen getrosten worden, die ans eine Berschärsnn.q der über die Konti ollvrrsommlitngen bcstefeendett Bestimmungen abzielen. Die in der Zeitungsnotiz erwähnten Sttaf- nndrohnngkn beruhen auf der Wehrordnnng und heer- ordnung und den seil Fahr und Tag bestehenden gesrtz-, lickten Bestimmungen. Wenn einzelne Bezirkskommandos diese Bestimmeinigen erneut bekanntg.'geben halten, so ist dies nur im Interesse der Kontrollpslichtigen geschehen. ** Ter Bilder schmuck der neuen Wohnung. Zur Gemütlichkeit der neu bezogenen Wolmung trügt eine gute An ordnnng des Btlaerichmnckes bei. Allerdings ist es nicht leicht, die Bilder wirklich gut nnd praktiich am der zur Beringung stehenden Wand zu verteilen Tabei schadet ein Zuviel ebenso tote ein Zn wenig. Um eine gute Wirkung zu erzielen, beachte mmt folgende! Regeln t t.ian hänge nicht mehreve gleicharligr Bilder nebeneinander. linker gletckxnttgen Bildern oerstelxn wir solche von ungefähr gleicher Große, gleicher Form als da find Rechteck, Kreis, - "öl uiw. > oder gleichen Rabmen. Gegensätze sind stets von reinerer und stärkerer Wirkung als ein unausgesprochenes Einerlei! Man tut deshalb gut, über oder neben einem Rechlecksbilde eint Et-albild, über ober neben einem Längssormat ein hochsorma! an- ,»bringen. In der Nabe eines Bildes, in dem das Grün über- Iviegt, itwrft ein Bild mit vielem Rot stärker und ichöner als ein gleichfalls grängestimmtes. Ebenso hängt man «if eine rote Tapete ei» grünes oder gelbes Bild, niemals ein rotes. «Gegensätze lind fe rner zu berücknchtigen in der- Größe und in rxi schiedenen Graden von Helligkeit und Dunkelheit. Eine zwecke haupiregel - Man hänge die Bilder nicht zu dicht. Jedes Bild muh Luit um sich, haben tick auswirkeu können. Die Wand dark niemals so belningt werden daß sie eigentlich nur noch Fugen zwisckzen den Bildern abgibt' Deshalb ist es bester, ein Bild lei für die BFarid zu Nein als zii groß. Ferner dürfen sich die Möbel und die Bilder- nicht gegenseitig stören, sonst entsteht eine unruhige Wirkung IN dem Raume. ** Pavier, Früchte, Obstreste und sonstige Mrällr- svllte man nicht mri Bürgersteige und Straßen werten hierdurch loerden die Straßen verunreinigt und «»eßrhren sür die Passanten hervorgeruien, die durch Ansgleiten aus Obstresten und dergleickxn zu Falle kommen imd sich erheblich verletzen können. lTiehe amt Uche Bekanntmachung.) ** Die Po st verbin düng über Serbien. Tie Pöstverbtndniig über Serbien ist imederhergestettt ** Güterrechtsregister. Gütertrennung haben vereinbart: Lolzan» Karl Fink, Weißbmsernuüster zu Kl in Lin den, und dei,en Ehe trau Justine grb. Stamm. — 'Bauunternehnter Heinrich Joseph scheibet zweiter und dessen Ehefrau Sophia Elisabetha geh. König zu O b e r-M ö rl eu. — Errungen- s ch a s t s g e m e i n s ck>a i t hoben vereinbarl t Schreruermeister und «tzaftwirt Peter Foieph Fedler N7st> dessen Eheirau Julie Marie ged. Treml zu Ober-Mörlen. *»- Grundstücks per kehr. Gadststtücke zu Büdingen, die aul den Namen der Ehristian Altmann, Weißbindrr und dessen Eheirau Marie geh. Beckstold, eiugclrqge» warrw .tollen Donnerstag, den 28. Mai 1011. nacktmitlags l Ufer, tra -itzungs- inctl an Gcricküsnelle im Wege der Zwangsoollnrecknng versteigert werdet! - Das Ztvanqs versteigernnqsvertahren b«ugl»ckt »er int Grundbuch für L br r' FI ° r st a d t an, Kock, »nrl „nd Ellle ged Hetterich, dessen Ehelräu. cmgelragemn Grundstücke ist ausgehoben. » lloukurjr in Hessen Heber den Nachlaß des Hos- tcktlotlernieisters «Seorg Friedrich Rahn zu Darm st ad t Ick am 11. März das Konti,rsoenahren -rössn-t worden da die lleber- schnldn», des NachlasieS dargetan ist. Rechtsanwalt Dr. Broch er zu Darms,ad, ist zum Konkursverwalter ernanot. Konkttrslorde- rtmgeir lind dis zum 20. April 1914 bei dem Gertchle anzum-lKn. — In dem KonkrirSvcrsahren ober das Berotogeo des ..iichael herber! io Höchst i. Ldroiv. ist Schloßtermio am greitag, den 31, April Ibis, oachoiiltags 3 Uhr, vor dem Grolih. Rnitsgericbt höchst bestimnil worden - In dem Konkitrsver-iabren ober das Verm.geo des Wilhelm Büllner in Butzbach ist Bergleickto- lertntn ans Dienstag, den 7. April 1911, vormtllago 10 Mir, var dem (Brofil). Amtsgericht in Butzbach anberckum«. — N> „dein »on- lorse über- das Vermögen des Michael herb er k von ho ch l. t, loll die Schluüverteilnng crtolgeo. hierzu sind .txtz?» Mt, ver- feigbar. Zn berücksichtigen lind noch 246,12 Mk. bertorrechtrgt- gor- dcrimgen und 13 830,2» Mk. nichtbevorrecht'glc gorderunge». — lieber- das Vermögen des Johann 2ldam Köhler tl„ ^and- und Gastwirt in Bürstadt, ist am 26, ällärz das Konknrsversahren eröffnet worden. Rechtsanivalt N o a ck in Lorsch nwrde znnr 5ton° kursverivalter ernannt. Kon^trsiorderungtn fnw bi£ juui 20. ,lptu 101 4 bei hem Gerichte cmrnmelden. Landkreis Gießen.' »u. Lich, l. April. In der Ge NI c i n de ra ts si tz u n e, am Dienstag tvnrde in geheimer Abstimminig der Kaufmann Ludwig Häuser von hier tust 8 von 11 Sitiumen zum Stadtrechuer an Stelle des »lnfong Februar diese? Jahres verstorbenen Stadtrechuer? Heinrich Zimmer XII. geivählt. Kreis Büdingen. (-( Gelnhaar. 31. März Die W a u d e r - h a u s- hal-tuiigsschule des Kreises Büdingen schloß gestern ihren siebenwöchrgen Kursus mit einer Prüfung. Der Kreis» rat, Geh. Regierungsrat Böckmauu, richtete an die Lehrerin Frl. L ist m a u u auerlcnncnde Worte, hierauf folgte ein gemütliches Beisammensein. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 3. Llpril. An der Großh. L b c r r e a l s ch u l c zu Alsseld wurden nach dem Jahresbericht 1013 ll 282 Schüler, darunter eine Sckiülcri», von l7 Lehrern unterrichtet. ^Nack, dem Glaubensbekenntnis waren 241 Schüler evangelisch, 7 rünntch- kalbolitckt und 32 israelilisch, nach dem Wohnsitz der Eltrrn stammten 16:! ans Alsfeld, 90 ans anderen hessischen Orten, 21 aus nichthessischen Orten in Deutschland. Tie Reiseprüsnng bestanden >0 Schüler, dir wissenschaitliche Bekähigung znm einjährig freiwilligen Dienst erwarben im herbst 1013 drei, zu Ostern 1914 snns- zwanzig Schüler. — In der ftädlislbeii höheren Bürger« ,M ä d chc n -> S ch ul e zu Alsseld Helles sich die Zahl der stflii- lerinnen im letzten Schulsahre auf 0l, von denen 83 evangelisch, 3 römisch-katholisch und .5 israelitisch waren und 80 Alsseld, 9 anderen hessischen Orlen, 2 nichthcnischcn Orten entsiammtrn. Im Vorjahre war die Schülerzahl 98. Außer drin Direktor unterrichteten süns Lehrer und sechs Lehrerinnen. Kreis Schotten. § SFH o 11 c n , 2. April Tic hiesigen Metzger 'zählen für die Schweine das Pfutid Schlachtgewtcht sc noch Dualität 56—58 Psg. Auch die Preise für Rinder und Schafe sind sehr gesunken. § Burkhards,*^. April. Bei der im „'hilterswald" abgchaltencii Brennholzvcrsteigcrung wurden für Buchcuscheitfeolz l. Klasse 7—8 Mark, 'für Prügel 1. Klasse 5—6 Mark hurchschiiittlich bezahlt. Kreis Friedberg. P Bad-Nauheim, 2. April. Seit gestern Ist die E r n st - L u d w i g - § ch u l e "n staatliche Berlvaltung übet- gegangen. Sie ist nun eine Realschule, deren Lehrplan und '"erechttguiigen sie bereits seit ciutgen fahren hatte. Prof. Tr. Zimmer, der bisherige Rcklor, ist zum Direktor ec- uaunt worden. Dem sdeoeu erschienenen Jahresbericht zufolge betrug die Schiilcrzahl im nbgelaiifencn Schuljahr 201 igegen 188 im Vorjahre), darunter 81 Schülerinnen Außerdem Rektor wirkten an der Anstalt 9 ordentliche Lehrkräfle. Die Einjährigen-Prüfung bestanden im herbst 4 nnd im Frühjahr 7 Schüler In steter. Zunahme Ist in den 9 Jahren des Bestehens der '2cl)ule der Besuch von auuerhalb fee griffen, besonders gilt >v'rd die Obersekunda von atltzerhalb besucht, was durch den (riugsng der entsprechenden Aassc an den Realschulen zu Fr'edberg und Butzbach bedingt wird. 10 Schüler und Schülerinnen verlassen mit den, Zeugnis der Primareife zu Ostern die Anstalt. Nach dem Jahresbericht wurde in dem Schuljahre zum ersten Mal« ein Ktirsns in Gabelsbergerscher Stenographie abgehalten, den Lehrer Oswald von der Stadtschule leitete. f. Butzbach, 2. April, heute nachmittag wurde die Leiche des Kaufmanns' Ludwig M ater n * von Butzbach zur letzten Ruhe bestattet, der als Einjährig-Freiwilliger Tefden Jägern an dem Feldzug 1870 71 teilgenomme? hatte, Ter ftriegernerein marschierte unter Borantritt br-r Spiel heute des Infanterie Regiments Nr. 168 dem Leichenzug« voran. Soldaten des Jnfanterie-Btegtments Nr. >68 gab«,, die üblichen Ghrensalven ab. Medizinalrat Dr, Bogt, Vorsitzender des Kriegervereins, legte für den Verein einen Kranz nieder nnd gedachte in kernigen Worten der Verdienste des Verstorbenen. Für den Evangelischen Arbeiter» bereit: legte Pfarrer Loos einen Kranz nieder und hielt ebenfalls eine Ansprache. r. Reichelsheim, l. l'lpril. Am Dienstag fand an der hiesigen g c >v e r b l i ch c n Fortbildungsschule eine von Freunden der Schule stark besuchte «chlußscier statt. Die im letzten Schuljahre angeserttgten Zeichnungen und schriftlichen Arbeiten ivaren ausgestellt. Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, den 21. April. Starkenburg »na Rheinhrssen. ”• -out in |i u ü l ; »iyv 11, -*/ lv uiuuiw crunnitlE vcr>a m mluna beschäitigle sich heute abend mit dem ftäbtiii -fe°tanjtftlafl für 1914, der mit einem Tesizit von 803 .llark ahschlrcßt. Zur Deckung des Fehlbetrags hatte der Ol burgcrmerster vorgescktlagen, neben einer Entnahme van 500 Wtort ajijbtm itäfetiidjet 1 Ausgleichstoitds und einer Ueöerweii von 7.-000 'Mark ans den Bctriebsmilleln der Stadtkaiie replichen 230000 Mark durch eine Erhöhung der Ö mombeftfuer auszubringe», nnd zwar sullle die Einkomn Nenrw von 128.4 Prozent ans 132,2 Proz., also 4,8 Pro-, die BermogensNener von 21,6 Pfennig sür je 100 Mk aul °> tfctenmg erhöht werden. Ter städtische. F i n a n z a u s s ckt n ff jebod) dem Plan einer abermaligen Steuererhöhung ni z u ge» t m m t, sondern in der heutigen Sitzung beantraal, nc einer wetteren Lleuermehreinnalmte von 70000 Mk. den gan dann noch verbleibenden Fcblbelrag von 660000 Mk. dem A gletchstonds zu entnehmen. Sämtliche Redner traten tn der Ä wrache kur den 'Antrag des Finali',anstchusses ein. E» tm darant dtnc,ewie,en, daß nach Entnahme der bczeichneten Sun jcki Ausgieichswnds noch immer zwei Millionen Mark verblei! ö l ä iji n-q erklirrte fich ebenfalls ocm ^orichlaqe des i als Lehrer tätig. Kreis Wetzlar. - Ä r o s d o r s, 2. April. Tie neurrrickstete Ge n d a rß- ni e r i e st a t i o n tvnrde durch Wachtmeister H. Heiners, bisher in Ransbach sUiiterwesterwald! besetzt Der Station sind die Orte Dorlar, Atzbach, Kinzenbach, Vetzberg, Gleiberg nnd Krvjdorf zugeteitt. Auch Wißmar bleibt nach Ivic bor Wohnsitz eines Gendarmen für die Bürgermeisterei Launsbach. Braunsels, 2. April. Von den Räumlichkeiten des Schlosses tvcrden der Rittersaal und die Schloßtäpcll« erst vom l. Mai an gezeigt lvcrden. Lattvwirtschaft. L i ch, 3. tzlpril. Bis zun, Ende voriger Woche war insolge des schlechten Wetters noch kein Acker in unterer Getnarknng ausgestellt, während sonst um diese Zeit die Frühjahrssaat schon beendet tvar. Umso etlrtnlicher ist der Fortschritt, den die Fcld- orbcrten aber nun in dieser Woche noch genommen haben. Tic Landwirte nnycn die günstige Witterung so fleißig aus, daß bis zum Anfang nächster Woche die meiste Frucht gesät sein wiro. h Bo in oberen Vogels berge, 2. April. Jnjolgc der in diesem Winter außerordentlich lange liegen gebliebenen hohen Schneedecke ist das junge Korn auf den Aeckern fast gänzlich verfault. Von 5 Morgen Kornsaat müssen dnrchschnittlick» 4 Morgen neu bestellt werden. tu. Leipzig, 2. Avril heute vormittag begann vor dem vereinigten zweiten nnd dritten Sttaklcnal des Reichsgerichts der Spionage Prozeß gegen den Fabiikatbeilcr Jakob Strub, den Schweizer Bürger Monteur Otto Keller aus Burgfelden 'Elsaß, und den Arbeiter Georg Walter aus Frted- rtchsteld tBaden, alle zuletzt in Basel wolmhosl. Gegen den 2ln- gellaglcn Keller wurde tvegcn Beirats militärischer Geheimnisse in Tateinheit mit schwerem Diebstahl und wegen veriuchten Verrats militärischer Gelieimnin'e ans acht Jahre Zuchthaus, gegen Strub wegen der gleichen Verbrechen aal sechs Jahre Jnchl- daus, gegen Walter wegen Verrats in Tatcinbeit mit t'chwc- rem Diebstahl auf sechs Jahre Zuchthaus nnd außerdem gegen alle ans zehntährigen Ehrverltnt nnd Stellung unter Polizeiam- tidrt erkannt. Keller und Strub wurden sechs Monate, Walter vier Monate der Untcrsutfeimgshast nngetechnet. Wie aus der Urteilsbegründung hrrvorgeht, drangen die Verurteilten, nachdem sie sich mit einem lranzösischen Nachriä.trnbnrean in Belsvrt in Verbindung gesetzt ltatten, in einen Geichntzschnvvc» in Frei- butg t. Br. ein ttnd ciuwendeien Geschütztcjle, die sie dem lran- zösischen Nack,richtend,trean auslicsettcn. 'Außerdem knüpsten Keller und Strub, um noch andere Geichützteile zu erlangen, mit einem Lstiziersburichen Beziehungen an, der diese Teile bcsckat- scn sollte. Der Burtckte ging scheinbar aus das^tzlntuchcn ein, crstaitelc jedoch Anzeige, woraus Keller nnd Strub verhattcl wurden. Lustkctiiffttbrt. München, 2. Avril, heute früh 4»9 Ufer stärzten aus dem Flugi'cld Schleiß Helm zwei Ospziere mit einem Flugzeug ab. Oberleutnant Ruckte vom 16. Infanterie Regiment tvnrde schwer verletzt und Leutnant Lankmetter vom 12. Feld-Artillerie. Regiment wurde getötet. Ter Unfall ist vermutlich daraus zurück zutnhren, daß ein Gegenstand in die Luittchtauben geriet, wodurch sie zertrümmert Ivurdcn. Durch diese Trümmer wuroew die Drähte gm Flugzeug zerrissen und so der Absturz herbeigesührt. _ vermischter. "Entführ it it g. Aul der Psälzer Straße in Köln sprang gestern vlützltch ein Herr aus einem Automobil, ergriff einen an der Hand eines kleinen Mädcktcns gehenden drei Fahre alten Knaben und warf ihn einer im Auto sitzenden Tamr aui den Schoß. Das Aulontobil sauste davon. Ter Herr slüchteie vor der sich tammeln- dew Menschenmenge, wurde aber später sengenominrn und als der Rcchtsbcistand der Tante int Automobil sestgeftcllt, die mit ihrem Gatten in Ehescheidung lebt. * Militärische Mathematik. Ter Leutnant meldet sich beim General zum Urlaubsanlrttt. ..Tie sind Artillerist, also ttcherltckr guter Mathematiker?" tragt die Exzellenz. — „Ja, ja . . Jawohl Exzellenz." „Also sagen Sic als 'Artilleric- lcumant: l 2 -j- 8 macht . . .V" „20" „Gilt t und 20 6 . . .?" „26". „Ausgezeichnet. 12 fütjtic »nvorschriitsmäßigcn Achselstücke, 8 für den ungeputzten Säbel und 6 für den zu hohen Kragen — macht 26 Tage Stubenarrest — nun gehen Tie." * D i e letzte Rettung. Signora Nichettini ist mit Trägheit gesegnet und morgens nie vor 10 Uhr ans dem Bett zu bekommen. Ter Gatte, der NM 9 Uhr Bureauzeit hat, muß früh auistehen und selbst Feuer machen, NM sich sein Frühstück zu bcreiieu. Alle Borwürfe prallen jitt Signora Nicktettini ab. Ta. am nächsten Morgen, hört die Signora ihren bereits wieder in der Küche befajäfttgtrn Mann entsetzt rufen: „Feuer! F-eucr!" Sie (bringt aus dem Bett nnd stürzt zur Tür, „Um Gottes willen, wo denn, too denn?" Worctuf die Anttvort ertönt: „In den .Herden, in allen Käthen, nur nicht bei uns". •ßatfdd. O österreichische 4> -»» i g e st euer f TV i e am o rl i s a b l e S t a a ts - S cha tza it w e i s u n g c n von l 9 l 4 im Betrage von Nominal 396 600000Jlronen. Dir Schatzanweisungen sind crngcteilt in iünizehn Serien nnd w rückzahlbar in süntzehn Jahren durch Auslosung von einer rverie im ganzen Jahre. Die erste Atislosung findet am 1. Avril 1915 und Rückzahlung per I. Juli 1915 statt. Ter Zeichnungspreis von 95>', Prozent sichert in Anbetracht 'der 'Auslosung zu pari einen Kursgewinn von 4F»«. Die effektive Verzinsung stellt sich ans etwa 5,30 Prozent. Citigciaiidt. lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Vermntwortung.) Fellingshausen. Schon seit einigen Monaten erstrahlt unser Tors im Glanze des elektrischen Lichtes. Wünschensmert tväre es nun, wenn sich die Gemeindevertretung entschließen würde, die W a s s e r le i t u n g nicht noch iahrelnng hinauszuschicben, denn Wasser ist in unserer Gemarkung zu haben. Ein gut geratener Kuchen ist von jeher- der Stolz aller Hausfrauen gewesen. Früher, als man hksc als Treibmittel verwenden mußte, war das Kuchr-nbockeu immer eine zeit- raubende ^ und umständliche Sache. Das tourde anders, als Dr. Oetker sein Backpulver „Backin" in den Handel brachte und den hauslrauen leine zuverlÄsigen Rezevle kostenlos zur Vi'rsügung stellte, heute kann jede hausfran mit Tr. Octker's Backin-Back- vnwer und nach Dr. Oetker'S Rezepten in kurzer Zeit einen wohlgklungcnen Kuchen auf den Titckt billigen, und das ist der (»rund, daß Tr. Oetker'S Backin Backpulver lteute last in jedem »ante verwandt wird. Dr. Oetker'S „Backin"-Backpulver ist übcr- vi u das Päckckten zu 10 Psg. Man versuche die Rezepte aus der Rucktcttc der Päckchen. fev-/. Mein grosser Total-Ausverkauf! wegen Aufgabe des Geschäfts beginnt nächste Woche. ICO Bis dahin gebe ich auf alle Waren einen Extra-Rabatt von g Garnierte Damen- und Kinder-Hiite ganz besonders billig A. Goldschmidt 4437a L>L>L>L>L> L»L> L>L> L>L>L> L> L>L> L>L> Aliee-Schule. Die Kurse für Wcißnähen, Buntstickcn, Schneidern und Bügeln beginnen Dienstag, 21. April 1914. Anmeldungen erbeten Montag, 20. April 1914, 10—12, 4 1 /, —6Vj llhr im Schulgebäude. 441^0 SW W Bilanz vom NechnnnMr 1913 des Lsildw. Kttsunuittkilis e. 8. m.u.H, fv Karbentcich Aktiva Kassenbestand 925.78 Warenbest. n. E. 194 5.78 Ausstande 1045.87 Mobilienwert ' 83.80 4002.23 Passiva ./<$ Stammanteil 575. — Reservefonds 1245.— Bctriebsrücklagc 575.26 Reingewinn 1606.97 4002.23 Die Zahl der Mitglieder betrug Anfang 1913 114 Ausgeschieden im Jahre 1913 ... 18 Beigetreten im Jahr 1913 .... Daher Stand der Mitglieder Ansang 1914 . Der Vorstand. Briegel, Direktor. L. Wallbott V. W c h r u m, Lagerhalter. 115 Damenfrisieren Shampoonieren L — Kopfwäschen — mit neuestem 4- W armlultstrom-T rockenapparat Frau Bernh. Dosch Neuen Baue 12, Ecke Weideng-asse Damen-Frisiersalon separat Ankauf von Wirrhaar. Sonncnftraße is BürftenfabriKation uuü hantllung Reifte Rusiuabi “‘SST?! pinseln • fenltcrledef • Kämmen Schwämmen türoorlagen • Scheuertüchern • CeppubSlopfern nJalftlcmenBindfatlenKlammernKorbinarfn usw. 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