Nr. Set «etzever Anzrigki «richaint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal ivöckienlisch »ießenerZamilienölätter; iiveinialwöchriitl.lliti»- U«ttfür»tBKret$«iej|«n >«renLtag unö gveitaqi; siueitnal monatl. Land! »irlichaftlicheöeitsragen Feviivrech - Aiischlüße: 6>r die Nedallion 112, Stvlttfl it. Exvediüo» 51 Adresie für Depeschen: Anzeiger Wtcfctn. JlHiwIira« von Anzeigen «*v die TageLnuinmcr bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt !Pi.. vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6ä Pt.: durcq diePost ALL.—vicrtet» jährl. ausschl. Bcfteüg. Zeileupreir: lokallLBk^ auswärts LÜ Pienniq. Cheiredaktcur: A Goen. Verantwortlich sür de» volit. Tell: Slug. Goeg; für »Feuillelo»", ,Aer- mijiitc»“ und.Gerichle- Inol": Karl Neurath; (ür .Stadl und Land': Kurt Bendt; für de» Anzeigenteil: H. Beck, Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Tageskalendcr aus dem Jahre 1814 . 2. April: Ter französische Senat spricht Napoleons Ab s e tz nn g ans. Aolonialpolitik und Weltlage. Man hat in den setzten Monaten lvenig gehört von den deutsch-englischen V c r st n n d i g n n g s v c r l> a n d langen, über die zuvor zwei Jahre lang so viel qcipvo- rnen nmvdc. Auch das deulsch englische Asrilaablonnnen entzieht sich immer noch der üfsentlschrn Kenntnis. Ein Jahr ist jetzt gerade vergangen, seitdem ei» Lich- noivskn Oftiziosus für die deutsch britische Verständigung eifrig die Trommel rührte und uns Umständlich auseinander-» Zusehen suchte, das; ivsr fruchte re icl>c deutsche Wcltpolitik ohne Krieg mir zn führen vermöchten, im Einvernchnicn mit England Telbswerständlich wurde dabei Bisniarck als Krön - zeuge angerusen und Zwar durch den Hinweis auf die Grcn zen, die Bismarck der ZweckbesriinMung des Dreibundes gesetzt hatte. Diese Umgrenzung der Drcibuiidzwccke sollte uns belehren, das; die Trcibundmnchte Deutschland bei einer expansiven Weltpolitil nicht zu helfen vermöchten. Weiterhin wurde daran erinnert, das; wir auf den Wegen in die iveite Welt immer an cngliscilen Kanonen vorbei müßten, also eine Ausbreitung unseres Kolonialbesitzes oder anderer überseeischen Interessensphären nur mit Englands Einwilligung iintcrnchiiien tonnten. Man hat inzwischen nicht gehört, das, die Anfsassung unserer leitenden Kreise eine andere gelvordcn wäre, und doch ist sie trotz der Berufung auf Bismarck durchaus IIII - bismärckisch. In den ersten Phasen der deutschen Ko- lonialpolitik sind die kolonialen Erwerbungen des Tcnt- schen Reiches durchaus unabhängig von der Gnade Englands uuternoinmen worden. 'Allerdings bat Bismarck es nicht an Versuchen fehlen lassen, auch England in den Kreis der Freunde des Dreibundes einzubeziehen, und zeitweise hat die britisch-italienische Mittelmccrverständigiing auch zu einer gewissen Annäherung Englands an den Dreibund geführt. Aber einer näheren deutsch-britischen Verständigung hat Bismarck nicht getraut, und er unternahm die deutsche Ko- lonialpotitik gerade zu der Zeit, in der er England isoliert .hatte. '* Der Geburtstag der oifiziellen Kolonialpolztit Bismarcks ist bekanntlich der 24. April 1884, jener Tag, an dem unter Ausschaltung des britischen Widerspruchs dem Kaufmann Lüderitz der Schutz des Deutschen Reiches in Siidwestasrikn zugcsagt wurde. In den vorangegangenen Jahren hatte Bismarck 1870 den Bund mit Oesterreich, 1882 den Bund mit Italien geschlossen ltiiD ans diese Weise die Stellung Deutschlands aus dem europäischen Festland stark vcraiitert. Bevor Bismarck den Schritt in die Kolo- niatvoiltik wagte, hatte er aber auch noch.für Verhältnis-» mäßig gute Beziehungen zu dem westlichen und östlichen Nachbarn gesorgt. Am 21. Januar 1884 erfolgte die offizielle deutsche Anerkennung der schon vorher unter der Hand geförderten. Errichtung der französischen Herr- schast über Tunis, und die sreuiidlichc Haltung Deutschlands zu der französischen Kolonialpolitik hatte gerade damals recht gute deutsch-französische Beziehungen gezeitigt. Was Rußland anbetrisft, so förderte Bismarck die töloiiisatorischen Bestrebungen des Zarenreiches in Asien, die den russisch-englischen Gegensatz verschärfen mußten, und noch wenige Tage vor sencm offiziellen Geburtstag der deutschen Kölonialpolitik, nämlich am 1ö. April 1884, tonnte die. russische Regierung an der Berliner Börse eine Goldanleihe von Ist Millionen Pfund aiifnchmen, die dank ihrer Befürwortung durch Bismarck zehnfach überzeichnet wurde. Diese Taten — über die sich sehr hüvsche Zusammenstellungen in der jungst im Beilage der Grenzboten erschienenen Schrisl: Voraussetzungen und Veranlassungen für Bismarcks Eintritt in die Wcitpolitik von Dr. M. p. Hagen finden kennzeichnen die pokitischc Lage in Europa, die Bismarck zu schaffen gewußt hatte, bevor er, unbekümmert um Englands Einwilligung oder Einspruch, zur Gründung deutscher Kolonien schritt. Es ist also schwerlich eine Berufung auf Bismarck am Platze, wenn uns in den letzten Jahren fortgesetzt gepredigt Ivurde, Dciitschtand könne Erpansionsvolitit nur an der Seite Englands treiben. Der Fortbestand des Dreiverbandes setzt uns zurzeit allerdings nicht in die Lage, wieder auf ähnliche Verhältnisse auf dem europäischen Fest lande zu rechnen, wie sic am Geburtstag der deutschen Kvlonialpolitik herrschten. Mer anderseits besteht für die weitere deutsche Erpausiou mit Bezug aus Afrika heute nicht jene Sachlage tvie 1884, denn damals wurden von allen möglichen Seiten so weitgehende afrltnnischc Än- sprüche geltend gemacht, daß Bisniarck in der Tat sehr schnell zugreisen mußte, wenn Deutschland nicht zn spät lonimen sollte. Heute liegt, wie gesagt, in Afrika diese Zwangslage nicht vor, wir haben also durchaus Zeit zu warten, bis wieder ein günstiger Moment gekommen ist. Es sind andere E r d e n w i n kel, in denen m o r- g c ii z u s» ä l t o m in t, w e. r h c n t c n i ch t s c i n e I n t c r - esse ii s p h ä r e n a n s p r n ch e a u in c l d e t: und hiernach muß heute die deutsche Wettpolitlt eingerichtet lvcrden. Ab sicht der deutsch-englische» Bcrstäiidigungsverhandlnngcii wäre es aber gerade, durch die Ablcntung aus Afrika Deusich land an jenen anderen Stellen in einer entscheidenden Epoche womöglich zn spät kommen zu lassen. Die in dieser Beziehung obwaltenden Sorgen sind auch jetzt noch in teiucr Weise gebannt. Au» Heften. ('{um Voranschlag für die Landesuuiversiiät bat Geh. Iustizrat Prof. Tr. Leist am Montag in der Ersten .Kammer Ausführungen gemacht, bereit Wiedergabe in unserem Bericht leicht zu Mißdeutuugeu "Anlas' geben könnte. In der Tat har der Beigeordnete Grünewald gestern bet der Äml^etnfütirltng dec' neuen Obev^ürgermeislerc- die "7ln»?snhrungcit schon dcaustandei. Wir wollen datier die Rede des Verlreicro der Laudeonuivcrfitär nochmals au^sülirticker wirdergebcn. Geheimrat Prof. Tr. Leist führte ans: In dem Jahr, in dem die bcvorstcticnde (Gründung der Universität Frankfurt zn de wnderer Sorge nnt die Zukunft der Landesüniversität Veranlassung gibt, niun ich einige Worte dem, was bei den Beratungen der Zweiten Kammer gesagt nwrden ist, hinzusügen. Es ist in dankenswertester Weife darauf hingewiesen nwrden. das; es seht doppelt nötig ist, die Mittel ;,n gewahren, die die medizinische Fatultät braucht, um iveit über die Landesgrenze hinaus zu wirken und Anziehung auszuüben. Mit glcicl'cin Tank ist zn begrüsten, dast die Bedeutung Dctout wurde, die unter den gegebenen Umständen die Pflege einiger der Landesnniversität eigentümlichen Speziali täten, besonders der "Ausbau des Landwirtschaftlichen Instituts, haben wird. Aber ist denit mit der gesteigerten Fürsorge für Sve zialitäten und die Medizin .die Gefahr eines "Niederganges be schworen? Tas ist zu bezweifeln, auch wenn dabei, ivas bei der Budgetberatung entschuldbar ist, nur ait die Frequenz gedacht wurde. Ter Besuch könnte erheblich abnehntcn, attch wenn es ge- lättge, die Zahl der Mediziner und Landwirte zu steigern. Es foiuntt doch auch etwas darauf an. welche Anziehungskraft für Studierende der Theologie, der Rechtswissenschaft, der Philologie usw. die Universität ausübt. In Gießen fehlt da manches, was viele dieser Stndierettden nach anderen Universitäten lockt. Aber gerade deshalb kann Gießen für nicht gerade gleichgültige und auch nicht unbeträchtliche Gruppen vott Studierenden einen Vor zug bieten, näntlich für dtcjemgcn, die arbeiten wollen: Man fauit — um Höheres beiseite zu lassen — inGiestcn den er in den Seminarien tätig sein und feine Toktordifsertation vor bereiten, als an manchen anderen Orten, die anziehender, aber auch a b z i c h c n d e r sind, als Giesten. Um diesen Vorzug zu erhalten und zu steigern, bedarf es für die meisten der in Frage stehenden Studierenden nicht kostspieliger Institute. Sie alle aber haben eines nötig, eine gute Bibliothek! Tie Universität^- bibliothek hat ein schönes Gebäude, eine treffliche Verwaltung, aber viel zn ivenig Bücher und Zeitschriften. Tie Mittel für Ergänzung der Bibliothek und Bnchbinderarbeilen UOO Mk , davon nin 28 000 Mk. ans allgemeinen Staatsmitteln ^— bleiben erheblich zurück gegenüber denjenigen, die anderen Universitätsbibliotheken zur Verfügung stehen. Freilich, die Studierenden der Rechtswissenschaft lind Nationalökonomie werben in der nächsten ;»eit nickt mehr so leicht in die Lage kommen, notwendiges Arbeitsgerät zu per missen. Es wird ihnen bald ztmr Beivnstlfein kommen, lvelchcn Werk eine Stiftung hat, die uns int vorigen Fahre zuteil geworden ist. Ader ans anderen Gebieten würde, wenn nicht .Hilfe käme, die wissenschaftliche Arbeit an unserer Universität eine Einbuße ei leiden, die aller Voraussicht nach attch in deren Frequenz^an den Tag treten würde. Tie Fürsorge lediglich für einzelne Institute könnte zwar Giesten vielleicht den Bestand einer medizinisch natur wissenschaftlichen Akademie garantieren, aber sie würde allein nicht die Blüte der hessischen Landesuniversität sicherstcllcn. * F ö r d e r ungdcs 0 s i e n t l. A r tu' itsnach w> eises. Ter Mitteldeutsche Arbeitsnachwcisverband F r a n k s n r t a. M. beab sichtigt, ans die Einrichtung der öisenrlichen Arbeitsnachweise durcli eine allgemeine möglichst in allen Landgemeinden des Berbaitds bezirks erfolgende Reklame dnrcii "Aushang großer Plakate hinzu weifen und dabei insbesondere die BennNnng der ländlichen Ar beitsnachweise zn empfehlen. Z>l diesem ^»wcck hat mit dem Ein Verständnis Grosch. Ministeriums des Fttnern der Verband Plakalc für jede Provinz getrennt auf seine Kosten drucken lassen und beabsichtigt, diese an die Gemeinden kostenlos zum Aushang an geeigneten hervorragenden Oiebäuden, Rathäusern und ähnlichen abzngeben. Zur besseren Wirksamkeit ist weiter beabsichtigt, die Plakate in allen Orten an dein gleichen Tage ansznhängcn.- Ta in den Landgenunnden die Einrichtung der gentcinnützigen öi fentlichen Arbeitsnachweise noch niclit genügend bekannt ist, so dürste dcr Wert dieser Reklatne recht hoch einznschätzen sein. Strasanträgedes A b g. K orcll-Fngel h e i in. Wie wir ans Da r instadt erfahren, hat der Landtagsabgeordnele K o r e t l - Ingelheim den Abg. Tr. Winkler lvegen beledigen der Ausdrücke, die dieser in rheinhessischen politischen Bersamnt lungen getan haben soll, lvegen össcnrlicher Beleidig an g Klag e e r h o b e n. Ebenso hat er gegen die ,^Hess. Landeszcitung" wegen eines beleidigenden Artikels Strafantrag gestellt._ Der Kaiser in Karfn. K 0 rin. I. April. Dcr >l a i i c r brsuchlc hciitc nachmittag den Schlaßpark Mrnircpos. wo die Frcilcgnng Vcs Tcmvcls von Kar tiali aingciioinincn wordcn ist. Sodann bcsnckitc er dic Ausgratniii gcii bei Garitza, wo bci dcr Fortsepun« der Grabunaen am Gorgo icmvcl hcutc neben nvci lainlloe. crlialtcne» sclmrtkantigcn. Tri glvvlirii auch dic crftc Mctopc nun Borichcin fam, loodurch dii Arckilcttiir des Tcnipcls wcientiich vcrvollständigl in, da dadurch dic Brcitc meßbar wird. Auch Fragmcntc anderer Glieder des Baues wiirdrn ausgcgrabc,,. Zugegen ivarc» säimlildc Mitglieder dcr gric chijchcn Köuigssauiilie sowie Gras Tuadt mit Gemahlin. Das Wetter war schön. DüNticD-s Neich. Tic Kaiserin ist am Mittwoch vormittag UNI 10.04 Uhr im Hofsonderzug nach Kassel abgcrcist. Dcr verzog gclciictc bie Kaiserin 51111 t Bahnhos. Zn Begleitung dcr Kaiserin licsandcn die dic .hosstaatsdame Gräsin Keller und Kammcrherr Ircrhcrr v. Spitzemberg. Tic Kaiserin reiste nach Venedig weiter. Die w n r t t c »1 b c r g i s ch e Regierung ü b c r d i r 5; c d n 1 -Kanals i ati 0 n. In der Scpung dcr wüittcmbergischcn Zweiten Kammer erklärte ani Mittwoch der Minislcc des Innern v. Ilcischlianer ans die Ansragc, ob er bereit sei, aut der Grundlage des Schisiahrtsabgabengesetzes mit den Regierungen von Baden und Hessen olme Rücksicht aus den Stand der Verhandluiigcii mit Holland lind Lcsterrcich über die Aushednng der Abgabcnsreiheit Das varmstädter Kunsljahr 1914- Tarmstadt rüstet sich 511 großen künstlerischen Ercignissen, die in ihrer Art einzig sind und dic für sich den Anspruch erhebe» dürfen, in gesunden Wettbewerb zu den beiden anderen bedcnitendcn Ausstellungen dieses Sommers in Lciprig und Köln zu treten. Lebendiges und künstlerisch Starkes nnrd hier neben einem be. dculsamc» Kapitel deutscher Vergangenheit zu Worte kommen, und während aus dcr bereits historisch gewordenen Marhildcnhölw dic Pavillons. Anlagen und Bauten der Vollendung langsam cm gcgcnrcisen, in denen das Können der um den Großherzog Der sammelten Künstlerschar einen neuen Beweis moderner Geschmacks kultur vor der Ocsscntlichscit oblegen soll, sind dic Räume NN Rcsidenzschloß. die vordem das LandcSiiiiiscum bchcrbergren, einer gründlichen Erneuerung unterzogen worden. INN iii^ sein abge- dämpstcr Heller siarbensreiidigkeit all diejenigen Werke anizn- mehnien, die für die aus Veranlassung des GroßhcrzogS oerannatteie Iahrhundertausftcllnng deutscher KunN lfü>0—18(K) in wenigen Wochen nach Tarmstadt nbersirhrt werden. Beide Veranstaltungen verbinden sich wiiirdervoll ^ in dem (Kcdankcn, dem Lebendigen in der .Kunst zn dienen. Baut das Schassen des tebciiden werktägigcn Meisters der Zukunit voraus, io erwachsen dem Knnstsrcunde aus der Erkenninis der »roßen und unveraängsick eil Werte der eigenen Vergangenheit Anregungen und Genüsse, die über dem Streit der Meiniingcii stehen. In diesevi Sinne iimschlrngt die Heiden Tarnistädtcr Ausktellungen der Großhcrzoglichen Künstlertolonie und derjerngen deulich-r Kunst im Zeitalter des Barock und Rokoko von vornherein das Band geheimer Harmonie und cs kann getrost bebauvtet werdeir. das; ieder Kunitsrrnnd. den der Weg von Mitte Ma, bis Auianck Tklober in die hessische Residenz iiibrt. si nach vsetckmack und Neigung aus seine Kosten kommen wird. Denn oielsenig in das Brogramm sowohl der modernen wie rückblickenden Ansttellung deutscher Kunst uud gemeiusame RickNtruieu ireteu hier wie dort markant genug hervor. Die Ausstellung der Kmistlerkolonie, deren Zuhalt iü der Hauptsache von den im Großhcrzoglrchen Austrag in Darmstadt tätigen Künstlern bestritten wird, ioill in heivnßl obgesicckten vircuzen ein Bild ireier und angewandter Kunstpskcge aeben wie es von jeher dem kunttirendigen Fürsten vor Augen stand' Die Architekten dcr Kolonie, Künstler von führenden Namen, -einen in ihren Bainen und an Werken der Jimcuknnst, bis zu weicher Höbe sich Geschmack und Können seit ieucr ersten Sciik- Iviirtigen Darmstädter Aiisstellimg vom Jahre I!«l die ein allgemeines Signal siir die Erneuerung des dentichcn Kunst gcwerbks gewesen ist ' gesteigert haben. Die beiden snhrend?» Bildhauer der Kolonie werden in großen vlastilchcn Anlagen Aul gaben verwirklichen, wie sie ähnlich mir das alle Hellas für Neu - schöpftingcn seinesgleichen bercilhieli. iikoldschinliedeknnst -- Malerei — Bnchkllilst, alle Zweige der angewandten und indiliimenkalen Knust loUcit i» originalen Einzeileislnngrn drni einen großen Gedanlen bicitnt, Ausdruck dcr in dcr Moderne wirklich vorhandenen starken künstlerischen Krästc zn sein. Wenn der Großherzog außer der von seinen Künstlern bc- slritkenen Aiisstellimg gleickizeilig di'N wagemutigen Beriuch inner nahm, durch dic zweite Beranstaltiiiig einer nmsassenden Jahr hundertansstcllniig scheinbar historischen Iiitcrcsscn zu dienen, io geschah es in der Ueberzengung, daß hier eine große nationale A 11 i g a b e der Ersüllung nahe gebracht werden lönnte, dic im Hinblick aus die nnvergessene Ighrdundenausstellung der National galcric von llt«.>ti ininicr nachdrücklicher von allen Kiinstsreundrii gefordert irmrde. Denn wie seinerzeit die genannte Veranstaltung zugleich grundlegend nnd bahnbrechend siir die Erkenninis tünst lcriichen Wirkens, vornehmlich im neunzehnten Jahrhundert, gc- ivordtii ist, genau io steht zn holte», daß die neue Iahrhnndcrt schau aus einem sicher nrck.t »linder srncknbarrn Gebiet inndginciuat ansklärend wirken wird. Handel! es sich doch ganz besonders für die Zeit nach den. Dreißigjährigen Kriege bis zur Napoleoniichen Acra NM einen Abschnitt nationaler Vergangenheit, der künstlerisch bisher völlig abseits vom modernen Kunstinicreisc slano, nm eine Periode, die absolutes Neuland ist und die - das dari gesagt werden-— bisher mit Unrecht als völlig unptodnltiv verschrien ivard. Tie Jahrhniidcrlansstelliing dentschcr Kunst 1600 >800 wird die Malerei der Zeit, cinichließlich der Aguarelle, Pastelle, Hand - zcichnnngcn nnd Miniaturen, in einem großen Gesanitrahnien a„i zeichnen; sic wird nicht minder dcr PildhauerZ, oornchmlich der Kleinptastik, einen breiten Raum zngcstchcn. Daneben aber wickd ne dies dürste die Aiischanung von der eigentlichen csteickmacks- tnltnr dcr Zeit besonders vielsagend Verliesen — dcr sogenannten Lupuskunst, dem Gold, Silber nnd Elscirbcin, sowie verwandten Zweigen zur entsprechenden Repräseniation verhelfen. Besondere Abteilungen innerhalb des Gesamtrahmens sind sodann dcr Sit- houctte und einer Porträtgalcric des lünstlerisckcn und geistigen TeiitschlandS Vorbehalten. In diesen ;o-:uabgestcckten Grenzen, in die neben Deutschland auch Testerreich nr> dic Schweiz ein bezogen sind, hofft die AnSstellniigslcitniig wirklich ein Bild jener tiinstlcrijchcn anderthalb Jahrhunderte abwickeln zn lünncn, das restlos allen historischen nnd lebendig ästhetischen Ansvrüchen gc recht wird. An dem Zustandekominen der Zahrhiiiidertausstellung haben alle führenden Persönlichkeiten der deutschen nnd zum Teil ausländischen Knnslwisscnschast mitgearbcitct und den .Hanptantcil an der Veranstaltung haben in erster Linie die össentlich nicinals gezeigten Schätze dcr deutschen Schlösser, der Kirchen, der Privat sammlungen usw. Aber auch ans dem Bcsii! der Museen, Biblio tbetcn und Akademien werden hervorragende Kunstwerke jedioeder Art nach Tarmstadt kommen nnd so dari ioohl ohne Uebertrclbnng gesagt werden, daß durch dic »cne Iahrhundcriausstellimg znm mindesten ein Material zugänglich geinachi icnrd, das znm größten Teil noch niemals der Tessentlickilcit betaimt geworden ist. Die Heiden Aiisftcllungen ersabren durch eine d r i t t c H 11 n u aIISstel! IIII g eine sehr crsreuliche Ergänzung. Tie heniickir Gruppe ..Freie Bcreinigiing Tarmstädter Künstler", die auch die große ..Ausstellung Tarinstadt INN" aiii der Malhildcnhöhe, sowie die Engen Bracht Ausstellung lpt2 dnrchgeiührt hatte, veranstaltet aui Einladniig des Knnftvcrciiis inr das Groß Herzogtum Hessen in sämtlichen Ränmen des Gebäudes die eigens ne» hergerichlct werden, vom Juni bis Tklober eine Kollektiv Ansstellung. Es ist drni Vorstände der „Freie» Vereinigung" bereue gelungen, sich eine ganze Reihe hervorragender Werk- siir diese Ausstcllniig zu sichern, so daß hier in einer künstlerisch wertvollen .rzaniinlung dic hessische Malerei uird tstravhit der lstegen wart den Besuchern Tarmstadts vorgeiührt wird. Tas Plakat der Ausstellung hat Tr. Emi! Prcctorius cinworscn. Das B e i i n d c n Paul H c »s e S scheint hoisnungslos, La nach dcr Krisis Lungenentzündiing irnd Kräitcvcrsall riugc- trrtcn ist. Ter 84iährige Kranke ist nur noch zeitweilig be' vollem Bewußtsein. -- Kurzc Nachrichten auÄ Kunst und Wisscn-- schast. In dem Schulhausc des Gewcrbcvereins zu Groß Gerau findet in dcr Zeit vom T>. bis 14. April ans Anrcgunlg Lsienbachcr Paiigciverblcr eine Ansstellung inr bürg er l ich c und ländliche B a u I n n st statt. — In M e r a n ist der Verdcutscher von Ibsen, Björnson, Strindberg nnd Hansum. Ehristian Morgenstern, an Herzschwäche gestorben. Er ioar 1878 in München geboren. Die Beerdigung linder in Basel natl - In Kopenhagen ist dcr Ehcniikcr Professor Fürgcn» scn im Alker von 76 Jahren gestorben. «Ul ifd)eit Mann Ücim i>7w s>rilbroiut ciuwtrettit 11 . n.: bcm Voranschlag von entfallen mif wnrttkmbergisches (Gebiet an sollen 1l>4^()lM) Mark, an, badisches 19 (>i:>O(X) Mm? mtb a n f li e s s i sch f* 0) c tu e t 3 5 7 l 0 00 M a r f. Dazu kommen Die kosten für Die 0°r Weiterung des ÄrÜiffaKrtsftafeus in lOcilbronn. Cs sind aber noch 10 Prozent zuzuschlagen, so das; mir insgesamt aus eine mmuv lumme von 45MO000Mt kommen. Die kosten für die Unterhal ring des Kanals und die Wasierbanloften müssen mit 1' -Prozent oder vngciälir 6l10 0M Mark angenommen werden. ^inen de lrächtlichen Ausgaben stehen an Einnahmen mir der Veert der gewonnenen Wasserkräfte und die ^chissahrlsavgabi'N gegen»dn. Die Gesamteinnahme der ^chiffahrts a bg a b e n nnrD m >: rund <50 000 Ml. ,flirrtid» berechnet lverden können Dinnchtttch des rechniichen Vetriebes lverden auf lvürttemberaifchen Gebiete 4.iO(l Pferdekräfte gewonnen, was einen Wert von 5'. Millionen Mark darstelli. Eine zuverlässige Berechnung des gesamten üliitzens und der einzelnen oolksivirtschaftlicheu Vorteile null! al-? iiusgr ichloven beifiriinet nn'tbnt. In TtMalifrfici' 'öiniutt wird ^drr btinal fct’ii IjiiatbalTttrli S'ortfilc nuo "»'ackurile drunirn Aiii Württemberg allein bedeutet die Ausstihrung des ll'ttrrnr>,i»rnr- " i n »i p u» i i t p p a »1 n i *.*. Slui der Weunöloaf des wilti ,, fl ln I *.* abaabenaeiese-' würde die wSrttembergnckc Aegierung diejes Wan „iS rislicrr». Sn, iibrigrn wird dir Stelbmgnatzme der Regierung ni»pl obne rimirdendr Erir-igung drr üiiaiizirllrn lUliditffitm er iotiicn rönnen. Im Hinblick am dir Leiftnnq-siiibigkeit eines klr, neu Vnnbrfl Ivird die blusgabr non in vielen 'fKilliouru zu rriiuri, Rcdenken -Jlnlnf; neben. Dir miicftembrrniWe iUcsiptunp Imt nidits Bftiätimt. lim mif dir Wichtigkeit und Dringlichkeit de*) lürfekr») immer wieder (»inZliloe,«rn und daraus , 11 drinnen* niii der iiicbPrläiifciid'P» Rriiirrnug in Verbindung in treten. Wärt icmborn briindek lick in wesentlich ungünstigerer Lage als Bayern mit seinem Mainkauat, _ __ AurlanS. n*ii* 3 ch t ii B f n I n r r li 11 n c u b e s 91 u ch e 1 t e A 1 , s ichn 11 es erklären« Es ist rttoielen, dflst niiicr dem Miniiterimii Monis Eingriiie der Regierung oorgekommcu sind, um durch die Vermittelung de*) Oberstaatsanwalts Sabre UoU drin Präsidrnrcii ber Berusiiiigsstrailamiiirr einen Aniick«nb de*) Rockietlr-Prozenis IN erreichen. Ter "lujschub konnte nicht bezwecken, Rochctte den Vorteil einer Bersäbrung zu sichern, aber er nab ich» eine nriistere Frei beit zur Foriscliung der Overallonen. Ter Schein bei dem Oberstaatsallwall grsckiab in dem Amirnblick, ab) die Rochelte-An »irlegrnhei!, die enrangs durch nnrechlniiistiqe Manöver und min dränchliche Eingrisse der Regierungsprcssc und der Polizei gckeun zeichnet war, endlich wieder in normale Bahnen znrnckkchrtc und sich der ocirmnäßigeii Lösung näherte. Ter 'Aufschub bedeutete einen Erfolg riir die dilatorische Taktik Rochcttcs. Tie Iickeroeniivn der Minister lalle sich erklärest, ohne dast man liegen ihre vcrlön siche Reckstschgstcubeii eine» Verdacht gussprecheu könne. Der Sckiriik Cflillanr und dar* Einschreiten Moni*) seien weder ein "(ft der Korruption, da sie an der Angelegenheit kein versöntiches In teressc Kfllteu, noch rill Akt der Rrchtflbcilgung. Aber sie stellen reu beklagenswertesten Mrstbranch ihres Einflusses dar. In den schlnstiolgcruitgcn wird ferner das Bcdfluerii dariiber'anSqesvrochen. dast Oberstaatsaitwiill Fabre in dem Geiühl der Eiitrüstimg nicht die strait zu sestcrcm Widerstand gesunden habe. Aus Albanien. Tie „Albanische »orreipondenz" meldet au) Dnrazzoi Ter Ministerrai bat beschlösse», von de» Re nierimgen Oesterreich-Ungarns und Italiens die Entsendnitg jeeines Beirates für die "Ministerien der Post, Tekegraoheu, SToffciitiichtii Arbeiten und der Finanzen zu erbitte». De«tjche Kdloitieii. Berlin. 1. April. Die heutige Aufsichlsratssihuug der D i a nt an t c u r« g i c luflhltc Den Direktor der .kolonialen Berg werksarsellscbast Stand) zum VorsibenDen und den Direktor der Deutschen Diamantenqcsellsdmft-L o tz zum stellvertretenden Vor sitzenden. Die aus die Anssdireibimg von deutschen Diamanten eingegangencn Anaebole wurden aeöisnet und erwiesen sich als red# I>cfriföipcnb._ Der Anssichtsrat beschloss über Die 5nschlaaerteilung. Der Beschluß liegt dem Aeichskolonialamt zur EntsebeiDung vor Die noch den Ansschreibungsbedingimgen innerhalb fünf Tagen er iolaen muß. Arbeiterbewegung. London, l. April. Ter Ags stand in den Kohlen gruben von Borts bi re dauert fort und umfaßt jetzt aeaeir ^5 00 Stimben lang Hi Mitglieder des Vor - istandes der Haffe mit den nötigen räften in den Bnreauränmcn an der Ludwigstraste. Po» Arbeitgebern waren 917 gültige Ltiinnicn abgegeben; von. diesen cntsiel.'n * *dstH ans die blaue Liste Ar. l. l>7 aus die rote Liste Ar. 2. _ Aach einer flüchtigen Aufstellung entfnllen hiernach infolge der Verlstiltuiswalst lst Perlrctcr auf die blau und- 2 Vertreter ans die rote Partei. Von den Arbeitnehmern waren durch weibliche Mitglieder der Kasse 12*79 gültige Ztiimnen abgegibcn. Von diesen eiilsallen, t->7 Ztiiniiie» auf die rote Liste 2, 409» Stimmen aus die blaue Liste 1. Von m ä ii nlichcii Arbeit ne h m r r n waren 22 * 7 " gii(ttfic Stimmen abgegeben i von diesen entfallen 207*7 Stimmen auf die rote Partei. >77 Stimmen aus die blaue Partei. Das W a I; l crg e b n i s für die Arbeitnehincr z nfam men stellt sich auf 0.702 abgegebene Stimmen' davon entfallen:■ 2922 auf die rote Partei, *780 auf die blaue Partei Ta die Arbeitnehmer 10 Mitglieder für den Ansschnst zi» wählen haben, entfallen nach der Perhallnisni.il , l 09» Ansschiistmilglieder der Liste 2, i Ausschnstmitgtieder der Liste I. Tas Starken Verhältnis im Ansschnst wird also, Arbeit gebcr nnd Arbeitnehmer zusaimnengerechnet, sich auf •>»;jj glieder der Gewerkschaften gegen 27 Mitglieder der andere» vereinigten Organisationen stellen. Ter neue Vorstand der Kasse wird ebenfalls nach d -r "st-r lstillnisloahl von den Mitgliedern des Ausschusses gewalst« werden. Anerkennenswert ist cs, dast bei den abgegebenen Stimmen der Arbeitgeber leine einzige ungiillig war n>71, rend die Arbeitnehmer im ganzen I! ungültige 39mmen abgegeben haben Tas Dienst,midchc» einer Witwe v.in- statt des Walstzettels eine Quittung eines hi -figei, 2 in, "Hause» abgegeben. In einem Fall hatte di - Wählerin den Aamcn ihrer Tienstherrschast auf den (jctt.-l geschrieben, zwei Bnreanvorsteher von Recht-sanwälten hatten di- .st gegebenen Zettel mit ihren eigenen '.Karne, unterzeichne,. Eine Wählerin der 'Arbeitnehmer hat folgendes-Versehen im Wahlnmschlmg abgegeben, Was soll der "Kann sich fvii I, und spat mit saurer Arbeit anale» , Was »soll die Iran mit Zclmsseiisi-.il zur Sitzung gehn und wählen! Ich schasse mir, drum w»ihl ich Nil, last fliidir sckmlten, walten, Tewi wenn ich wirklicki wlihltc mit, 's blieb alle»! dock, beim "lltru- Mackst e nVh dir Müll, ich last drn Sims, Ihr tnl's mir für die kranke Kill, . Kan;, so unrecht hatte die Wählerin mit ihrem satinsellen Persleiii nicht, denn die meisten ihrer Walstgenossinnen, welche ihre Stimme abgegeben lmbcn, wussten wirklich nicht, weshalb sie überhaupt wühlten. Man machte die neue "Kode mit, ohne den ftweck der ganzen Wühlerei Überlpilipt zu kennen oder einznlrheii. Wer die Verhäliiiiise lcnnl i»id am Wahltage beobnchlet har, kann nur bestätigen, dost bei der iniebsteii Kranieiikaiseiiivahl objektive "luskln- rnng über die Waift zum Krankenkassen ^Ausschuss besonders bei den weiblichen "Kilgliedern der Kasse not tu» dürfte. Asemand soll seine Lenke' zu einer Wahl drangen oder überreden und dabei eine Instruktion mit ans den Weg geben, welcher Ieltel abzngebrn ist. wie e-s leider vielfach ans beiden Seiten geschehe» ist. " (i r n c n n n n g. Tec Grostherzog hat am 00. Aiärz den KreiSaiiitinann De. Erich 5l int scher genannt von .ilodle zmn Mitglied de? Oberversichernngtzamts Darmsladt unter Belassmig des ?li»lltitcls v fivti»Sai»lnnnm" ernannt. ‘ 1( n s d e m 2 rl) ii l b i c u st e. Ernannt wurden der Tircktor des Lehrerseminars zu 'Atzen Tr. Karl K arg zum Direktor des Lehrcrsemivar-S zu Friedberg, der Oberlehrer an der Ernst Ludmigs Sckiule zu Bad A au heim Rektor Pro fessor Tr. Karl Zimmer z»m Tirektvr der Ernst Ludwigs Schule iNciilschule' zu Bad-Aa»l,cim, der Oberlehrer an der höheren Bürgerschule z» Lauterbach Rektor Professor .Heinrich Förmes zum Tiretkor der Realschule zu Lauterbach, der Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Schotten Rektor Professor Ludwig Hertsch zum Direktor der Real schule zu Schotten, der Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Erünberg Rektor Wilhelm A »gelbe r g e r unter Bekassiing des 'Amtslitels „Rektor" zum Oberlehrer an der Realschule zu türimberg, die Oberlehrer an der Ernst Lud wigs Schule zu Bad Aanheim , Professor Adolf P a b st, Tr. Reinhard Strecker, Ja lob Fnldncr, Karl llnvcr zagt zu Oberlehrern an der Ernst Ludlvigs Schule (Rcal- schulez zu Bad-iKauheim, die Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach, Professor Berthold Weidig, Franz E omo zu Oberlehrern an der Realschule zu Lauter buch, die Oberlehrer an der höhere» Bürgerschule zu Schot reu, Hugo H a h n, tüeorg Z i m m e r m nun zu Oberlehrern an der Realscknile zu Delivtt»'», sömtlicb mit Wirkung vom l. April 1911 In den Ruhestand versetzt wurde k er Tirektor des Rkalgiimmisimiis n. der Oterrealschnle zu Eie st e nlpe heimer Schulrat Tr. Emil Rausch aus sein Anchsuchen mit Wiriuug vom .7. 'April 1911, ans diesem Anlast wurde ihm das Ehrcnlreuz des Verdienstordens Philipps des Erost- mütigcn verliehen. Ernannt wurde der Oberlehrer an dem Ludwigoieorgs-Ehmnasinm 'zu Tarmstadt Pro- sessvr Tr. Anglist 'H n u r zum T irestor des R e n l g >, m n a -- j rums 'zu Eiesten, und der Direktor ocr Realschntc zu Butzbach Tr. Heinrich Schnell zum Tirektvr der Ober rcatschnle zu Eiesten. — Dem Oberlehrer an dem Real gymnasilini und der Lberrcalschule zu Iiießcn Tr. "llbert Klein, dem Oberl'hrer an dem Rcalgymiiaftnm »iii, der Obrrreakschulc zu <>»' i e st e u Tr. Otto Kiianst, dem Opel, lchrer an dem tKhmiiasiiim Fridcrieiaiiuin zu Laubach Lu.^. wig Weist hart, dem Oberlehrer an der Realschule M Butzbacl, Tr. Ferdinand Werner wnr»e der Eharalter als Professor erteilt. Ernannt wurden, am 20. März der Lehrer an der Ernst Ludwigs-Srlwlc z» Bad-Aauheiui Karl Be ii ii er zum Rcatteürer an der Ernst-Ludwigs Schule «Realschule, zu Bad-Aanheim, der Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Schotten Jakob Buß zum Real lehrcr an der Rralschulc zu Schotten, der Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Lauterbach (Keorg 'Decker zum Reallehrer an der Realschule zu Lauterbach, der Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Schotten Emil $> i tz zum Reallehrer an der Realschule zu Schotten, der Lchrer an der liöhercu Bürgerschule zu Lauterbach, 'Adam K a d e l zum Rrallehrcr an der Realschule zu Lauterbach, der Lchrer an der höheren Bürgerschule zu tiirünbcrg Rudolf Kohl buch zum Rcallehrer an der Realschule zu Erünberg, der Lehrer an der hvyerrn Bürgerschule zu türünberg Otto M ü l l e r zum Rcallehrer an der Realschule zu 0>rü»berg, der Lehrer an der Ernst-Lndwigs-Sclnilc zu Bgd Aanheim Adolf Stanbach zum Rcallehrer an der Ernst Ludlvigs Sclinle. lRcalschnle« zu Bad 'Aanheim, - Tie Lehraint-sreferendarc Heinrich Bast zu Friedberg, Karl Ta hm er und Tr. Fritz F i sch e r zu Eiesten, Karl H e n l'e l zu Eirünberg, Hermann A > ck zu »Kiesten, Jos. Schneid e r zu Friedberg, »»irden zu Lehramtsassrssoren ernannt. llebcrtragen wurde dem Pe bellen an der Ol errealschnle zu Heppenheim Jalob R e n s ch ling die Pedelle,istctlc an der Oberrealschule zu Gießen. vv B crä » deru » gen j m G erichtödie» st e. Ter ObcramtSrichter bei dem Amtsgericht Metze» Geh. 'Justlzrat Heinrich Oie b Hardt ist zum AmtsgerichtSdireltor ernannt worden. Ernannt wurde fr liier per 'Alt naviatäaiiini'iit 'bei bcm Amtsgericht G i e st e n Wilhelm Sa rt o r i H s zum Al liiariatSassisteiltci, bei dem Amtsgericht Höchst, der "iliu.i ria!sa,sistcnk bei dem 'Amtsgericht Bingen Karl R a l, it ziim 'Aliiiiiriatsassistenli'n bei dem Amtsgcrickil Gießen, di? Ge iichtsschreibcrgehilsen Friedrich Srhivarz in Laubach zum 'AktiiariatSassistenteti bei dem 'Amtsgericht Liinbuch, Ebrist. Alker in Aidda zum Aktiiariatsassisteiitcn bei dem Amts gcricht Ajddn, Willieli» tKiegerirl, in Vilbel zum "Iltim riatsassistenten bei dem 'Amtsgericht Vilbel, Karl o I d >' a rb e r in Butzbach zum AltnariatSassistenten bei dem 'Amtsgericht Butzbach und Wilhelm Pfeiffer in Schotten zum 'Aklnariatsassistcuteii bei dem Amtsgericht Bingen. " P er jo n ii lvc rändern n ge» im Eisenbahn- c>icnil. ",„»i I. "lprii wurden die Eisenbai,ngchilsen: Geist, Pzeiss er, Sch litt, Otto Schmidt und Sieger zu Eisenbahii-llnterassisieiiten ernannt. i Osse n e L e h r e r stell c n. Erledigt sind, Eine mit einem latliolischcn Lehrer zu besetz'„de Lehrcrstelkc an der Bollsschute zu O b r r t s h a n s e n , Kreis Offen buch. Tie mit einem tatl vlischen Lehrcr zu besetzende erste Lehrers,eile an der Voltsschute zu O b e r - 2l b t ft e i » a ch , Kreis Heppenheim. Mit der Stelle ist Organistendienst vcrbukchen. T i *.' g e m ein» ü H i g e Re tl, t s b « r a t u „ g s Ile de s E v a ,, g. A r beit e r v e r c i n s G i e st e „ ist um l 'April seit fünf Jahren tätig. Tie Beratniigssteltc u nrde am l Avril. 19,99 zu dem Zwecke errichtet, die Mitglieder des Vereins und deren Angehörigen besonders ans dem Gebiete der soziale» Gesetzgebung nnenl g *'> t l i ch zu beraten und soweit notwendig, bei der An iirtigilng von Schriststücken zu „nlerstülien. Ta die Rechts lcraiuvgsürlle sei r bald auch von Aichtmitgkicdcrn in Anspruch genommen wurde, inußle die geschaffene Einrichtung, soweit cs fick, um das ltzebiet der sozialen cKes'tz» gebimg bandelt, auch Aichttnitgliedcrn zugänglich gemackn iverde,,. Wäl.rend die Beratungsstelle im Jahre l0I0 i„ 117 Fällen in Anspruch genommen wurde, war die Bc>» nntzuiig dieser gemeinnützigen Einrichtung im l. Quartal 1911 wesentlich stärker. " 3 t a b 111, c a t e v. Rochmflls iei ans die morgige lcst«e Aboiineineiii;»Vorslellinic,, dir zuglricl, 'Ablchiedfloorslelliiiig lör Herrn Karl Bo Ick iü, htugeivieien. Um seine Vietleiligkeit itori,- nifllS erweisen jn können, hat Herr Volck ersnclit, drn dikainiteii (Sinaller .Knrniaiker und Pikarde" und „Liebelei" geben zu dür'eu, und so wird er sich in ei«,er Rolle liebensivördigen tzumors, lind das sino bekanntlicki Aickgabcn, die ihm besonders liegen, non den zfll,(reichen '»freunde«, seiner Knnu vcrabichieScn. — Auch Fräulein D ag n y tritt inorgcii abend m „Liebelei" als Ehristine zuin leiten Male in einer grüiiereii 2l,i»gflbc vor da*? liienee 'tznbliknm. * Kleine M i t t c i l n n g c n. In Lcldhc cf c n ct(,äinn*.' sich rin im 01. Lebensjahre stehender "Kann ans Lcbcnsnderdriih - Tee Landwirt Jod Locw in J'ügeShcim wurde von einem schweren Nujcill betrossen. Beim Tungsahren drangen dir Räder drS schwerbeladencn Wagens lief in das nasse Erdreich rin. dir Rodipeichen zersplittcrlen und der W-igeu kippte. Ter daneben ciickwrschreitsnde Loeiv wurku' von dem Wcigrn gegen eine Mauer gedrückt und zog sich dabei cilicii Schfldrtbruch zu, cm dcjjrn Fol gen er starb. Ter Verunglückte hintcrläßt Frau und sechs Kinder. Landkreis Psießen. Wicseck, 2. Avril. Am Mittwoch »gchniittag starb drr Ganwirt n»d Sparkaisenrechner Georg Weller im Alker von 00 Jahren. — Lollar, k. Stylit. Heute fand im Rathanssaalc die Hauptversammlung deS Spar- und Norjch»l: -Bcr- eins, e. G. in. ». H., statt, an der der LandlagSabgeordnete Fenchel teilnahm. Die Bilanz wurde obnc Widerspruch genehmigt,' das Gcschäsisgntiiabei, wurde emstiminig um 4000 Mt. erhöht, ivaS wohl dazu beitragen wird, die Einleger zu beruhigen. ES wurde zu gleicher Zeit ein Slwöschns, ans der Vcrsainniliiiig gewählt, um die LkiftniigSsähigkeit der Mitglieder fcstzristelten. Kreis Limterbach. R. L a ii t c r b a ch , 1. April. Tic hiesige B a l> n m c i st c- rci, die seither 2. Klasse war, ist mit dem heutigen Tage in eine Bahnmeisterei I. Klasse ningewandelt und mit dem Bahnmeister l. Klasse Becker ans Hcrbvrn (Nassau« neu besetzt worden. Ter seitherige Bahnmeister 2. Klasse K a i s er iriirde nach Eppstein rin Taunus versetzt. Ferner wurde der Stationsvorsteher Ström an» auf Bahnhof Lauterbach K.ord in gleicher Eigenschaft an die VertehrSioittrokle midi Tarmstadt und der Stationsvorsteher Stadttor von der Vertehrskoiitrolle Tarmstadt nach Lauterbach Balmhof-Scord versetzt. Kreis Schottrn. ? Schotten, t. April. In der „schützeitlpillc" iand die 10. löauptvcrsanimtung der itz! o l I c rer g en v s s c n s cha s t in. und. H. „Holnrodflkops" statt. Brigrordpeter Eduard 9! n ck c l s ha ul en Micbelback erössnete die zahlreich besuchte Versami»- luilg und begrüßte die clwa 4>>0 cviannu’tirii Mitglieder der Gr noiienschast. Ter GcschSsisbericht zeige rin äußerst günstiges Er grlmis« der Reiugeipin» beträgt im »rbiielaufenen Grichästsi.rbi 11 li00 'vif., wovon 7000 SKf auf das Verlnftkonto entfallen <2100 Mark au die Genosseiiickransbank in Tarinsiodt, 0500 Mt. an die .Hauvtgi'noisenschast in Friedberg. der Rest van »7400 Mk. kpiuitc als Dividende mit ein Zehnte! für das Lrtrr au die Mitglieder berlrilt werden, ebenso wurden 1,70 Mk. 'Anwesenheitsgelü bezahl». Aul "lntrag ivurdc die (Kenoisenschast in eine solche mit br s ch r ä n k t e r H a s t P f l i ch i u m aciu anbei t. Jedes Mitglied hattet mit 100 Mk. und Hai .70 Ml. GeschüttSanteil, welcher mit »7 Proz. verzinst wird. Ter bisherige Tirektor Lehrer Karl Linck RndingSbaiii wurde rinstimmig wiedergcwählt. Kreis Friedberg. L. Friedberg. l. April. Ta*) am vergangeneii Lwuutag aus der Seewiesc abgrdotleiir F n tz b a l l s v I e > zwischen dem hie« sigi'N Fußballklub und dem Ossenbacher Klub endete zu Gunsten OssenbachS. 1 Ltarkenbora und Rheinhessen. in' C i i e n b a rf,, 2. Aviil. Ter slädlis üc Poraniclilaa lür da*? Jahr 19.14. der in der irbernächskcn Cladiverordiieleiisitzniig zur Berotnna koniinen wird, siebt in Einnabme und vtnsgabe rund 9’Millionen Sünrt vor. Er bedeutet im Vergleich juui vorjährigen Etat, der mit 0819800 'Mk. abschloß,, eine "ieln'orte- rmig von rund 800 000 'Mark. Trost der erlieblichen Blchr- aniweiidiinge» und de? ganz geringe» StenerziiwachleS braucht sicherem Vernehnien nach leine Erbölning der koniniinialeii Stenern vorgeiioiiiiiien zu werden. E-? wird demnach bei dem allen Steuer- coetjizicnt von 189 Prozent auch in diesem Etalsjahrc bleiben. .Hesscu Nassau. X. Hanau, l. April. Ter Errichiung des zum größten Teile in dir Gemarlung der Nachbargemeliide Großauheim sailcudeu Ha na »er Industiie und 3 ich er heit s- haiens lmoeu sich, wie in der letzten Stadtverordnctcnsitzung eingehend dargelrgt worden ist, durch da*) Verbalten der Ge* mrindc Groß anheim und der Hobe Siimmen sür ihre Grundstücke sorderuden Grüntbesieer groß»' Schwicrigkeite» entgegeugestellt, so daß, wie berichtet werden konnte, die Siadt Hanau von dem Mainhajeiibau abjeheu und nur ein*r Kaianlage errichten will. An» Hot die G c m e i ndr v c r t ret n u >i G r o ß a n 1, r i m s auch Stell» n g geilomineii, sich gegen den Borwurs, durch ihr Vcr haltea das Scheitern de) Hanauer Maiiihaseuprojekts veranlaßt in l abcu, gewehrt und gleick,zrili»r bcschloiien, nuiuilchr selbst ein Vrosekt für einen Mainhasen bei Großauheim ansgrbeitcii zu lassen. H ö rl, st a. Ri.. >. April. Juso «ent Tr. H a c f e r , der Tirek lor der Farbwerke, der heute sein 2.7 jährige») Tienstsubiläum nle Miiarbriter der Farbwerle seirrt, st i s r e t c aus diesem SlnOni dcr Sind, »70 000 'AK art unter dem Rainen "Idols - und Laisa Hacjer Siiitiiiig. Dir Erträgnisse des KapualS sollen zu gemein »litzigen Zwecken Perwendel lverden, iiisbrsoudeci' zur llnterstützung uotleidruder 'Angestellter und Arbeiter der Farbiiirkc, serncr aber ».«ick« zur künstlerischen 'AnSsckiii ückuug der St.idt und ihrer Gebäude. «relkichiLkc-ar. w. W i c S baden, 1. Avnl. Vriv. Delegr. Die bieiige Dnaisainmer verurteilte naei' mehrstündiqer Verhandlnua den C»ie- fclnftvfiiljrev Dr. Nikol an-? W e, ß e n b e r a e r aus Grieslieim we- f,en Umcvfd (nnuna und lllkandensälulnina ^n ä>ner Jahren l^e- sängnis. Meißenbercier hatte als ^eschÄtssülner der v>enlcinnnht «eil Bkugeselllchait der Che mischen Tsatnit (^riesheiin in beit lebten vier Salven etwa 1 •“><) (m• ► s .lUf. uitten'd>(ancH und bic von ihm verübten llnterschlagnngeni durch NrknnDensälschnng zu verdecken versucht. Mann beim, l. Avril. Das Schwurgericht verurteilte heute die ^-ran Elisabeth M a ct aus .^eiDelberg und die ?vean Eatharino lü ii n l b e r ans Nohrbach wc^en Verbrechen aeqen 8 (Abtrei* b»na TtrGB .',u je zwcr Jahren sechs Monaten 'Zuchthaus und l^uaen M a ck aus Lausscn ain^Naclar weqen Beihilie zu ei nein Iabr drei Monaten Zuchthaus. Sämtlichen Angeklaateu ivirrdcn die bürfierlicheu Ehrenrechte auf die Dauer von «zehn Jahren ab 'gesprochen. Vor wenigen Dapen sind sie von der Strasfanuiüer in -VeiDelbera zu noch höheren Zuchrbansstrafen wegen versuchter Bcr brechen aepen 2lk> verurteilt worden, doch haben sie gegen diese Llraie Nevision eingelegt. Mannheim, 1. April. Das Schwurgericht sprach heute den lvewerkschastssekretär Mar Nagel von der Anklage eine«..' > Vergehens gegen Den ^ lö7 der WO. frei. Nagel sollte bei einem ' wtveti, der in einer Kölner Großmnlleitz'i ansgebrochcn war, die iKonfjttuntrn bcr ^i'edatfiwlrabrif, luclttv Ni- »töluec Mein v>>- «rbcitctr, ,»>» '-Kniifott acacn bic '.bvmiabvif aiiiarrpttirn licbiu ln. Ttraizbu ra, 1. April. »Im 22. '»btr;, furj „ach 12 «hr mittag«, schliiq in der brh'lnni ..Langt» Strafte" Met ■ bcr Maler Marl Lambert dem ruliin jeute» Weg,-« aeftenDrn »Musletier Robert (ingler vvni Anfmilericrealnient 'Kr. 120 ohne jede» erlichtlichcn birunb die 'Müh- v»p, »ovi,-. Ai» sich Enplcr bies „erbat „ad sich wehrte, scltlw, Lambert „ach ihm „„.i Dfriefte iim a„ der linken Leisten(leaenii n„k> am Unterarm. An zivischen war Polizei zur Stelle und verlautete Lanibert. Mit .Rbüsirl! ans Flivaliiäi de« Angrisse« ,o„rde l,e„te der schon mehrsaö vorbeüraste 'Anaekiaple wegen tätlicher Beleidigung und IMiftdandinng in einer Ihesamtftrasc von sechs Wochen INesiingni« verurteilt. Lnftschiifcibrt. Was kostet eine Stuuv.' fliegen? Die Flugmosäiinc dars zwar für sich den Ruhm be.insvrmbcn, das schnellste Tranevortanttcl der vleqenwart zu sein, aber wahr schcinlich, ist sie dabei auch da« teuerste. An einer sranzbiischen Wochenschrist wird eine interessante Berechnung verössentlicht, die die »tosten einer Stunde, Aliemms seit«,stellen sucht. Die Berech nung in zivar etwas prtiimifliidt gehalten und wird den iüngtien Lcrbeiserungen und Fvrttehritteu der wlugted nik lvon! nicht ganz gerecht, fruit ober den Blick aus ^die (fülle der Ilmslande. die rein finanziell betrachtet mit iedem Tflugmaschinenausstieg in Wirl- saiiikcit treten. Denn mik der FesNtelliinp, daü eine sflugstunde eine Ausgabe von rund 8 bis 20 »Mk. >iir Cfl und Essenz mit sich bring,, ist es nicht getan. Die Lebensdauer einer Flna Maschine ist m>d' immer relativ kurz, das Flugzeug in aber teuer und die K, 000 »Vif., die ein erstklassiger »!>neideikei tostet, müssen amortisiert werden Tos französische Blatt nimmt die Lebensdauer eines Flugzeuges — ziemlich niedrig mit mir 100 wirklichen Flug stunden an- Kami! würde auf jede Stunde Flug rein rechnerisch eine Ausgabe von löO Mk. entsallen. Die Motoren sollen durdi schnittlia nad> 60 Stunden Flug ansgetvedneu werde», was wie- ■derinn eine etwas pessimistische Anssassung ist. Ru» beandst der Motor keineswegs immer durch einen neuen ersetzt zu werden, man kann nudi einen bereits gebrattchien cinsetztn Ammerhill wird matt dafür rund 4000 Mk. in Ansatz bringen bittien, so dasz bei ItsO Flugstunden weitere 40 MI. »losten sür die Stunde ent fallen. Die Fnftandhaltung der Flugmaschinc mit den bnnsigen 'Ausbesserungen verschlinge» eine sehr grostc Slimnie. Sie mag bei besonders eriaheenen nub gesckndieil Fliegern gewis; geringcr sei„, aber im Diirchsdnitt wird man mit 6000 Ml. redmen dnrsc», w dasz wlederitm 60 Mk. »losten für die Stunde Fing Kinzutreten. Der Flieger ist verbältnismaftig billig geworden, die Riesen gehültcr der Ansangszcit lind dahin, denlznlage kann man aus gezcichnelc Flieger iür ein »Monatsgehalt von ->00 Mk. haben. Mnnmt man an, dasz der Flieger 40 Stunden^ stiegt, io ergibt sich ein Flnghonorar von etwas über 12 Mi. die 3rnnt>e. 'Alle diese »loste» zusammen bringen die wirklichen 'Auswen- dnngen für eine Stunde Flug aus rund 2KO »Mk. „icdiiKl man dazu noch die Auswendungen, die sowohl sür die Verzinsung des »laviials wie sür die llnkerhallnnq d>'r Flugplätze, Schuppen, der Mechaniker nsw. notwendig sind und berütkiidittgt man iihliehlich and» nodz den Umstand, das; die Ilntkrnehmer die Hinterbliebenen rernnglückter Flieger mit einer Lntschüdignng absindeu, so kam me» wir ans über 200 Mk. in der Stunde. Selbst wenn man an nimmt, das; die namöiiiche Berechnung zu »ngünilig ist: 200 Mk. in der Stttnde dürsten ein Minimum darneben Bei einer Stundengcsdin indiglru von 100 »lilonletern lostet die Fnrüd legling eines »Istomeiers in der Fiuamaidnne i-nnit rund 20 »Ml. Fit Frankreich plant man zurzeit die Einsühriniii eines Flug vostdienstes No» Paris nadi »Marseiile. Tee Fsng würbe t> Stun den eriordern, das Flugzeug soll 100 Miln Bricsschaiten miisühren. Bei 200 »Mk. sür die Flugstund' würde dann c!» Briet von 2ö Granu» (stewidn 00 Pi. Porto losten müssen, mir um die »tosten noldürslig zu deikc». P. »! »Hardt, l. 'Avril. Priv. Jel. Awliclien hier und Lei mershkim Munke gestern irüh ein mit zwei Fliegerostizieren aus D (1 rin sta d I besetztes »Militärilugzeng insolge Periagens des »Mo tors im steilsten icheikiluge niebcigehen. Tie beiden Fniaiien sprangen, ohne Zchrde» zu tiebnien, ad Der Apparat übrrsanug sich, wobei der Propeller o.bbradi. Dir Matdtinr Utnsste abmonticrt Weeden. 'Mailand, 1. Avril. An Turin ist der Fliegerleutnani Grissa bei einer Hebung aits >0 »Meter Höhe abgestürzt. Er war s o s v r t t o t. P a t i S , > Avril Wie nur- l i l> a l o it i n r »M (1 r n e ge 'meldet wird, stürzte der Flieger T c st III a !, der mit einem Fluggast »amens Ä v i g » h einen P r o b k 11» g uiitcruahin, ans einee Höhe von 100 »Meter ab. Die beiden Flieger waren i o i o r t tot. Der Beuzinbel,älter sing Feuer »nd das Flugzeug verbrannte vollständig. Pmris. I. 'April Der Flieger Emile Bedrines, d:r jüngere Bruder des belaiinlen Fliegers Aules Bedrines, stürzte heute mit einem Einbeiter, als er einen Looping verinehie, aus einer Höhe von 27 Metern ad itnd blieb ani der Stelle tot. vermischte». ^ A „ s G r a m i » den D o d. An R e n k ö I t ti beging eit' 28 Fahre alter Assessor Selbstmord, indem er sich ans denc Fenster seiner im dritten Statt gelegenen Wohnung stürzte. Er hatte ans Gram darüber, dan er das Asscsioreiaiiie» nicht bestanden hatte, den Dod gesucht. * >! n> b l > M ü d ei> e n b c w tt s-! I o s. Aus Berlin, l. 'Avril, meldet ein Prirattetrgramm: Att rittem groben Schlairanin in h('( Zdzühenstrgste lvnrden heule nun neu zwöll weibliche Bedienstete, der Aschinger Geseltschai! bcwnsztlvs aitsgesundeti. Tic Mädchen hat teci »lohlenorndgas, das dem jchadhastc» Oien entströnite. eingeatmet. Bier der rrkranllen Mädchen wurden in das »rankenhaus gebracht. * 'S e t 3 o t a l i i a t o r i m ff 1 11 c r. ans Paris, l. Amts, toird gemeldet: Gestern nachmittag drang die Polizei in einen lunterrkdischen Saal des Palais Ronnl ein. in den, ein Renntotal, iator unlergebladit wae »ln kkOOPersonen waren daselbst versammelt, um Renn wett en einzngehor, die ans Eirund der non den Penn- planen telephonisch übet Mittelteil Ergebnisse geregelt wurden. Dem Eigenltinier des Tvlaliigtors gelang es, zu entsliehtni Tie Polizei beschlagnahmte die Einsätze. Selb st Mord eine s P e t e r s b II r g e r Bankt e r s Der Anbaber des Bankhanies Wilhelm Riedel in Petersburg hat sich erhängt, weil er sein ganzes Bei mögen ^nnd die ihm an veriranlen Gelder verspekuliert hatte. Wieviele Depots der Bank noeii intakt Und, ist »nbekannt. Kleine Lagcrchronik. Der 'Ahteilnng Vorstand der Teiilidien Bank, »söhler. d e >icli gestern ZN erschiehen versuchte, ist heute i» Berlin gestorben Di: Fernipredsteilnng »larlsrnbe Berlin ist NM l. Avril, 12,20 »hr mittags. IN Betrieb genommen worden. An Freu de »thal bei Besigheim wurde» in der Posi- agentur durdi Einbruch 4000 »Mt. geraubt. Die Einbrrdier vei letzten den 'Pastagenten durdi mehrere Revolvepschüssc und c»t kamen unerkannt. Am »(leinen Tt. Bernhard erreichte der Sd'tiee eine Höbe von fünf Meiern. Dir Lawinenstürze haben ungeheure It Sdiaden angcntfttel. Amtlicher Wetterbericht. O c s s c »11 > d> e r W c l l c r & t c it ft, Ei > estcn. Wclleranssichlen in Hessen ( 1»1 Freitag, den ü. z'li'ril Itzlt Borunegend wollig, vereinzelt Niedcrichlage, (»arm, ivestliche Winde. Letzte 27 nct>«'icl)teii. Tie liberale E > » i g n » g in Ta ch s e n Dresden, 2. Avril. Der Führer der »onservaliven, C p i tz , lzat den R a l i o u a l l i b e r o l e n den Borschlag gemadu. von einem A a h l b ü niini ■:■ mit de» Fortschrittler» wegen deren Haltung bei der Stichwahl in Borna abzuseden. Ter Führer der »klationalliberalrn ist. wie verschiedene Blätter melden, nid'l geneigt, ans den Boesdiiag einzngehen. Tie Sicherheit de r »A n s t >i n der i » »M er i ko. :>( ti» B o rl. 2. 'April. Der amekilaniidir »onsnl Earotlis, der sich in »M er ( i - gn der Front besindrt, gibt bekannt, das; olle 'Ausländer mit Einid'insz des engltsdien .»lonsnls sieh IN Sicherheit besinde». Hohe Bastseide i>. Hobe v. Mk. 15.80 an! r'vvanfo und Mellon verzollt ins H» Eine grotzc Wohltat ist mein gntsüz«fldcs. anr ans L«dsr, ohueFeAcr,fTCrncftcftt-’o.-I XIVF.KMAI.”-BrncKbanri. ist Icidit imb üenncni. bei Taa und Aacht -u trauen. ,>üe gutes Pasten übernehme Garantie, ^edes Band wird nach Mast irnaeseriia:. Mcirt Bertrelcr wird am 8ovL»3y, d.b.Lpril von U 3Dir i« ßieien, BaLnhofhotel Leoz.^Aataq, d. P. April von 8 11 Okr in 6r»nW*rrj, kÄr.t«! Wilder Mann, naß van 1 ! —5 TThr in ■■ngan, Haiti Sclunilt Muster vvr.;eiaen und BcstcUnnaen ei.*aeaennelnnen. («rl 1 nverzast, Banbaai" Iibrrnch k. it.. 'Wallbr nnnn r. >i. r el. l.^, ' in Orau 8 tüekkaIK WeißstückkaSk nTTTTTTTTT« ti i ).> L) i»crf(i!if ucn Siditii - dtrjiimlio!] auf dem Lubmifsionsivege. 'KnrOjteljciibetv in den Dalnanialwaldunnen der -Lber^ sörsterei Eictielsdor/ im Winter 1013/1-1 ncrnllte Ifidjeu itannnliol?» soll ans dein Snbinsnionsweae verkaltst werden und zwar: 1,11 ,vstn:. 3. >!l. (40—W Btm. Minendnrchnk.), 1(5,75 Ast in. 4. M(. (30—3!) C.lm. Mirtendnrclun.), 35,h? Aftm. 5. .vH. (25—20 /Bin. Miltendurclnu.' und (54,0t; Sv»*lin. ß. MI. (unter 25 Ztm. MiNendnrdim.). Hierunter besinden iirti en. 4S Jyftm. Grubenholz, das übrige Hol?, eignet sich teils ;u Wagner- und Lchniellenholz, teils ?,u Ban- und 2chnitl- lwl?,. Bon dein •'oof* liegen in der Lvorstwartei ^anad wrn wartei Gielrelodorf 10.01 F-stm. Tämtlirltes Hol? ist ohne Oiinbc gemessen und lagert an oder in nächster 2<älie von chaussierteu Wegen. Manstiebhnber iverden erincht. ihre Gebote, mit deren Cinreichung üe 'maleich die Lnbnnstione. bedingnngen anerkennen, verschlüsselt und mit der 2ini- schrisc „T«tbnlissionsliol(4verkaus' versehen, bio nun 10. Avril lfd. As-, vormittags 1" Uhr. an uns gelangeit ?.n lasten. \u welcher ;’,cit deren (yi ost- itintn in Gegenwart der elwa erschienenen Snbminenren erfolgt. Die Bietenden stnd 3 Wochen an ihre Gebote gebunden. Ocähere Anskmi'l erteilen die Grosth. Aorsl warte A-rank \n ^nngd. Bniob ?,n Lrornselo, '.Oienee Alt Okainrod und Schmitt ?,n (Lkchelsdori. die auch ani Berlangen dac. Holz vorzeigen, sowie die nntertertigte Stelle. Cichelsdors, den 31. Mär.; 1014. Grosth. Cbcvrimtcrci Gichelsdorf. 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V.) aegr. 18(51 Damenverein Gabelsberger M V. H. C. Zweig-Verein Giessen Morgen, Freitag abend Memits-Vttsiiiiiiiilinll! im „.Ogiserbos" ("*'D Sonntag, d. S. Avril 1914 I. Vereins-Wanderung 1814/15 Lnna^dorf—Billingen—Gonterskirchen — Cinartslianfen schotte». r>Vs Stunden. Abfahrt: 8 ,e Nhr Führer: (£• Wenzel nnd (Lhr. Georg. Zur Saat gereinigten Sommerweizen and (B >onmie• rossen ■ empfiehlt 10270*2 Christ. Lollar. Edison’s (sprechende Films) New-York kommt nach l*™ Gießen! Dir.: Hermann Steingaatter. Freitag, d. :t. Avril 1911, abeuSS 8 Ubr: 2l. Freilitirrlbvi.nenietilk- Borsteüung Gewöhnliche Preise! MWedS-Ärslrlllliiii für Herrn Karl Pol 6. Liebelei Schausviel 3 Akten von Arthur Schnitzler, Hierauf: SmMer nnil Ue Genrebild mit Gesang in 1 Akl von Louis Schneider, tr.ide 10*/, llhr. [4391t » nsse. - Der Gcsamtanslagc benüger Nummer liegt ein Flugblatt der Firma Bauer & Pit., Berlin xw 18 bei. ans welches hiermit besonders bingewiese.i sei. 435ÖC