Nr. TZ Drittes Blatt Ci'd>f;iu täglich mit Aufnahme bei c#,mtags. 164. Jahrgang Tic „fiefimr ZamIIiendlitter" werde» di», .Slnjtinei* viermal wöchentlich beigeleal, das „Kreirblan s«r de, Kreis Kietzen" zwei,»»! luöciicntlid). Tie „candnsirtfchaliliH«» »ril- frogen" erscheinen monallich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Sberheffen Mittwoch, April 1914 Retatio »-druck und Verlag der Brühl'ichrq Univcrsitäts - Bmh- u»d Steindruckerei. R. Lange, Gieße». Redaktion, Expedition »»d Trilckerei: Sihul» siratze 7. Expedition und Perlag: )1- Redaktion:e-Ell'-. Tel.-Lldr.:A»zeigerGieße»> hessljchc Zweite Naminer. rb, Darmstadt, NI. März. Am Regierungslischc: Mehrere Kommisiare, Das Hans ist schwach besetzt, ^ Präsident Köhler eröffnet■ bie Sitzung um 10', Ilhr. Au« der Tagesordnung stehe» zunächst mehrere Anträge an» dem Haisie, Ci» Antrag der Abg. redet und Ge», betrifft da- Verbot fcc» Fischen« ans dem Neckar zur Nachtzeit. Ein Regicriingspcrtrelcr gibt hierzu eine tarzc, aus der Tribüne unoe-ständlich gebliebene Erklärung ab, worauf der Aus- ßbnßautrag augcnommcn wird. ES olgi die Beratung des Antrags Tr. Winkler, betr. die B c k ä m p f n n g des Heu- und 3 a u c t io u r m S. Abg. 3 o r c l l-Zngclheim Fortschr. Pp. c,-klärt, er inerdc gegen de» .l -'ö'uß Antrag stimmen, da »INN sich ja sa,o» einmal mit der Frage beschönigt habe und damals der vierte Ausschuß anders entschieden habe. als setzt der dritte. Abg. Tr. Winkler (9?tl.) begründet feinen Antrag »ich legt dar. daß man in einem Moment, in welch»»! sich die Tackweiö ständigen selber »och nicht einig sind über die zu ergreifenden Bekümtiunasmaßnahmcii, dock, nicht einiach z»r Anwendung non Zwangsmitteln greifen sollte. Hier sollte mehr mit der Erlveckun.g der Ileberzcugung gewirkt iverden: aus keinen Fall dürste die Tiircksiübiung höherer empfindlicher Geldstrafen erfolgen. Diese Durchsöürung habe in den rheiuhcksiischcn Gemeinde» viel böses Blot er,egt. besonders in der sonst so sriedlickteu Gemeinde Gin,Hs Heini. Die Durchführung der Maßregeln gegen de» tzeu- und Sauerwurm wurde von den Winzern erzwungen, obivohl die ganze Bevöllerung Widerstand leistete Illid matt heute auch längst zu der Erlciiiilnis gelommen ist, daß die vorgeschrikbcnen Maßnahmen gar kein ernstes Bckänipsnngsmittel bilden. kDer Redner wird sortivährcnd von linrnbe und Lachen ans der linken Seite des Hauic» »nterbrochr» ) Ter Redner crtlärt, er müsse sich doch sehr ioundern, das; bei der Behandlung dieser für Rhcinhesscn so Ivich- ngc» Frage nur ei» Regiernngsvertreter zugegen sei. der ob.-» drein i» dieser Frage nicht kompetent sei (Abg. Woli-Stadecken irusr: Skandalös! Tie. E->-bitteru»g würde noch besonders geschürt dnrck! die »iigleichniäßige Behandlung, indem der eine einen! Straibeiehl bekam, der andere aber nicht. Es seien in einem kleinen Weinort allein 117 Strafbefehle erlaßen worden. Tic betresicn- de» Porschriften wnrdcii eiitfad) nur äußerlich zum Schein dnrckh- gesührl. Präsident Köhler rügt den vorerwähnten Zwischenruf und bünicrk». daß die meiste» Regieiiingsvkrtrcter i» der Ersten Kammer bei der Pndgctberalimg benötigt würde». Abg. Woli-Stadeckc» Bbd.. meint, daß einer dcr Hcrrei! doch ivohi abtönimlich gewesen ioäre. Im übrigen spricht sich der Redner gegen den vollständigen Straferlaß ans. da dies schließlich zur Anarchie führen müßle und crfncht um Auualune des Äusichußantrages. Miiiistcrialvai Schlicuhake, der inzwischen erschienen ist, teilt mit dem Vorredner Arie Meinung, daß eine vollständige Strafbefreiung uickn angängig fei. Tic Regierung iverde eben jeden Einzeliail wohlwollend prüfen: cs solle auch vou der Erhebung eines Eingabciistcnipcls abgesehen werde». Abg. Finger >Rll. erklärt, sämtliche Bürgermeister des Kreises Worms, nicht aber das Krcisaint, hätten den Beschluß gesoßt, die bemängelten Maßnahmen durchzuführcn, Er hält einen völligen Straferlaß ebenfalls nicht für angezeigt, empfiehlt aber die Ansetzung des niedrigsten Strafmaßes. Abg. Stephan -Rtl,> weist daraus hi», daß ini Kreise Worms 07 Geineiiidcn^in ihren Berichten an das Äreisamt um die Durchführung der Strafmaß,lahme» nachgeßicht hätten. Man müsse auch bedeulc», daß es sich hier um die Durchführung einer gcietz- licheu Maßnahme handle, vo» der man nicht beliebig Abstand nehmen löitne, Ivenn sie ungeeignet erscheine. Der Redner erklärt deshalb, daß er mit seinen Parteifreunden gegen den Antrag Winkler stimmen werde. Abg. Tr. Schmitt 'Zentr, : Am meisten böses Blut .habe die Ungleichmäßigkeit in der Behändlung gemacht. So seien z. B. in Alsheim etwa 00 Anzeigen erstattet worden, es sei aber nur gegen drei Personen Strafbefehl erlassen worden. Abg. Tr. Winkler ist der Meinung, dyß man nicht allzu- gros-es Gewicht aus den Umstand legen solle, daß die Tiirchführung der Steasniaßiiahtiien durch die Gcnicinücbcschlüsie -aistoude gekommen sei. zumal man doch wisse, wie solche Beschlüsse oft hcrbeigcsührk würden. Selbst wenn man im vorliegenden. Fall einmal Gnade vor Recht ergehen lasse, iverde die Autorität »er Obrigkeit nicht darunter leiden. Wenn man fehe, wie wenig die vorschnelle» Vorfchrsitcn genützt hätten, die der Kreis Worms erlassen liabe, so werde man gewiß mit den Sündern gern »tildcr ins Gericht gehen. Es fei durchaus lein Perstoß gegen die Staatsautoritüt, wenn man ihnen die Strafe erlasse. Abg. Finger macht daraus auimcrksani. daß gerade der Kreis Worms, welcher die viel kritisierte Maßnahme erlaßen hatte, im vorigen Fgtzr ein viel besseres Weine, meeigeöuis batte, als andere Kreise. Wenn mau ein besseres Bekämpfungsmittel hätte, ivürde mau es gewiß mit Freuden begrüßen. Abg. K o r e l l-Fugelheini kFortschr. Bv. meint, daß der Kreis Worin» leine Polizeiverwaltung in bctreit des Wbürstcns der Rebeu erlaßen dürste, da es sich um ein doch noch io wenig! er« probte« Mittel handelt: dieses Äbdürste» fei eine gefährliche und ziveisklhaße Maßnahme lind gerade gegen das Abbürstzcn der Rcben habe sich der Widerstand der Alsheimer Winzer gerichtet. Abg. Wolf - Sladeckcn: Das Aushängen der Fmigdückiien sei erst kürzlich von denselben Herren, di- sic früher empfahlen, als eine Maßnahme von untergeordneter Bedeutung bezeickinec ivordeu. Mit ihnen habe nnr der Krngbäcker ein gutes Geschäft ^ Abg. Tr. Winkler bemerkt. auck, im Kreise Oppenheim sei das Fanggcfüßsystcm freiioillig eingeführt worden. Redner ändert seinen Antrag dahin ah. daß er beantragt, die eingeleiteten Pcriahreii niedcrzuschlagcn und die bereits gezgbltcn -kra;gc!der und Kosten zurückzucrstattcn. ^ Ministerialrat Sck'licphake: Man kann die .nage, ob die Regierung zwangsweise die Durchführung derartiger Mannattmen inhibieren 'könne, nicht generell beantworten, Umbern nur von oral£ zn r^nfl. Irr selber sei kein freund von ^nmngömatzna Innen. die nur bei wirklich ervrobtcn Mitteln durchgeküürt werden sollten. Der Ztreis WorwS würde zu einem zwangswcrwn Borgehen ver nnlaht durch das gleiche Vorgehen in der Pfalz, wo mit großem Erfolg durchgeführt wurde. Die Anzeigen und strafen seien zu Recht ergangen, er bitte deshalb um Annahme des Aus- schus-antragcs. . . ... . lieber die nun folgende Mstimmung entfpmut,'rch nnc längere Gcfchäftsorduui^gsdebattc, worauf der ViiSickuüanag ange - nominell tvird, nach welchem der Antrag Dt'. Xitnilef für erledigt erklärt ist. . .. . Nach eitler längeren Panse erklärt zunawft "Abg. o r e l l -Angenrod Bbd.), dar» er irber die 9c o ta- riatsfrage einen neuen Antrag cmbringen werde. _ ^bg. Tr. Efnnit erstattet alsdann namens des Auchchuftes Bericht über die Rückäufrcrungeu der Ersten Kammer zu dem Staatsvoravschlag. Bei Kap 35, 36 37, 65, 67, und 75a beantragt der Ausichun Beitritt zu den Beschlüssen der Ersten Hammer, bet &ap. 74 Beharren auf den frübereit Beschlüssen. Thne Debatte beichliestt das Haus entürmmtg den'.^inon. Als leuicr Gegenstand erfolgt notti die Besprechung der Allst age Tr. t!6ol t Gonsenheim (Fortschr. Bp.) über die Erteilung von Wirt schartskonzesfronen an juristrsckle Personell. Ter Fragesteller kommt aus die Rcgierungsantwort zurürt und bcdcnlert^ das; die Regierung von ihrer bisl^erigell Stellungnahme in der Tache abgeheik wolle In Tarmstadl l^a'vc eilte Brauerei allein etwa .50 eigene Wirtschaften errichtet. Ministerialrat schliephakc: Tie Regierung stand früher als letzte Instanz auf hem 3tanbpuufi, dar eine Wirtf6>rftskon- ^cffioit an furistifche Perwnen nickt erteilt werden könne. Ter Verwaltungsgfrichtshos,. der jeüt die letzte Cmtscheidung habe, sei luis juristischen Gründen zu einem anderen Ilrreit glommen, -dieser Umstand erklüre sich daraus, das- das Ministerium auch Öwechmästigkeitsgründc berücksichtigte, während der Berwaltungs- Gerichtshof mir nach vrinzipiellen juristischen Beweggründen zu entscheiden hat. Inzwischen sei dem Biuwesrat eine Vorlage zu gegangen, die sich mit dieser Frage befaßt. Es sei da eine >ton- zesnonsdauer vorgesehen, die ück vielleicht noch heruntersetzen lästt. Abg. G r ü n e w a l d (Fortschr. Pp.) bezeichnet die Entsäwidung des VerwaltungSgerichtshofeS als bedenklich für das ganze Gast- wtrtsgewerbe und legt dar, dost die Konzession nur an denienigen erteilr werden sollte, der den Betrieb auch wirklich ausübi. Es ler ein Fall vorgekonrmen, das' sogar eine katholische Kirchen- gememde eine Wirtschaftskonzession erhalten hat. Abg. v. Brentano (Ztr.) bemerkt, dast noch immer eine Antwort der Regierung aus eine Eingabe ausstehe, die s. Zt. der ^.stenbacher Gastwirteverband an das zuständige Ministerium richtete. . dlbg. Stephan (NtlF lveist noch darauf hin. dast die Gastwirte sehr stark dadurch geschädigt werden, das; sie den hohen Stempels tedesmal von neuem entrichten müssen. Damit schließt die Be,vrechung. ^ Da die Tagesordnung erledigt ist, schließt der Präsident die Sitzung um 1 Ilhr und vertagt das Haus bis zur zweiten 5)ülfte 'des Monats Mai. wobei er neck an die Ausschüsse die Bitte rrcktet. ihr Beyatunqömaterial möglichst bis dahin für die Plenar- vcrhanolung fertig >u stellen. hessische Erste Kammer. rb. Dar i» stabt, 31, März.l Am Regieruiigslischc: Staatsministcr Tr, p, Ewalb, srinailz- niinistcr Tr, Braun, Minister des Innern von Hombcrgk, Staatsröte Tr, Becker, Süßcrt, Lorbacher, Ministerialrat Hölzinger, Gei,, Oberiinauzrat Seid, _ Rack, Erößnung der Sitzung um 10,20 Uhr criolgt zunächst die Wahl des ersten und zweiten Stellvertreters der Schrütführer, Es werden durch Zuruf gewählt die Herren Geh, Komnicrzicnrat Tr, Strecker und LaiidgerichtsPräsident Hangen Danach wird in der Beratiing des Dtaatsvvraitfchlags bei den Kapiteln 3l! und 37 fortgeiahrrn. Der-Präsident des Finauzausichnsics, Graf zu Erbach Fürstenau cntatiet kurz Bericht über die Llnsichußberatiiug und beantrogt, den Antrag Koch-Leist dahingehend anz»nehmen, daß die Regierung ermächtigt wirs, auckpuiit den bei der Revision der Peioldnngsordnnng be- nachteiligien Dozenten eiitiprechcnhe neue Pctcinbarungen zu treffen. Dieser Antrag „nd die Ka», 37 mid 38, Landes- n n i v e r s i t ä t und T e ch n i s ch e H o ch schule, iocrdcu darauf genehmigt. Ohne Aussprache genehmigt wird das Kapitel Höhere Bürgerschule, Bei Kap, 40, Lehrerseminar »stv, bespricht Tom- kapitiilar Tr, Bend ix das Verhältnis der katholischen zu den evangelischen Lehrerinnen am Tnrniüädtee Lehrcrinnenseminar und ersucht die Regierung, den Standpunkt der Parität zu wahren, ES seien zurzeit weniger katholische Lehrerinnen dort angestellt, als dem Verhältnis entsprechend wäre. Weiter äußert dm- Redner Wünsche zur bevorstehenden Revision des Polkssckiulgesetzes vom Jahre 1874, Diese« Gesetz sei ein so radikales Geien. löse man beute wohl kein» wieder schaßen würde. Sämtliche Schulen wurden mit einem Strich zn Gemeindeichulen u,»gewandelt, io daß die Frage, oh lonsesiionclle oder Simulrauschule-, gai- isicht nretzr in 'Frage kommen kann. Wo einmai eine konscssioiielle Schule in eine Simnitanschule uiugewandelt wurde, gebe es auch kein Zurück mehr. Auch über das Sckiulvermögcn seien im Polksschnlgesctz von 1874 radikale Bcstiininiingen getroffen worden. Man rede fetzt so viel einem Zug nach Ullis das Wort, da sei es natürlich, daß auch ein „rechts" vorhanden sei und der Redner bittet, auch die Wünsche von dieser Seite zu berücksichtige», Minister v, Hombcrgk: Es ist beim Tarmslädler Lchrc- linneiiieminar allerdings Tatsache, daß dort weniger katholische Lehrerinnen wirke», als dem Verhältnis nach richtig und ent- itzrccheud wäre, rin Umstand, den auch die Regierung bedauert, Fch tan» ihn mir nur dadurch erklären, daß nicht genügend katholische Kräfte zur Verfügung netzen, ES ist so auch schon bei der vorjährigen Voran'chlagsberaiung oon der Regierung bemerkt worden, daß bei der Reutzcietziing von Stellen daraut Rücksicht gcnomnieii werden soll lieber das Volksfchulgcsetz zn sprechen, muß ich mir fetzt versagen: es wird im nächsten Landtag die Novelle zum Schulgeictz vorgelegt werden und dann Gelegenheit geboten fein, näher darauf cinzi,gegen. Fch kann aber heute schon das eine erkläre», daß die Regierung an den bcioährlen (tzruud- lagen unseres Vvlkslchulwricns iesthalten wird, Tas Kapitel wird darauf genehmigt, ebenso Kapitel 41: VollSichulen, und die iolgendcu Kapitel >2—72. Bei Kapitel 85, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, tritt die Kammer auch dem rom andere» Hause an die Regierung gerichteten Ersuchen bei, in Verhandlungen wegen einer- anderen Vereinbarung hinsichtlich der Verwendung der Fonds im Sinne der Anregungen der Zweiten Kammer cinzutretcn. Bei Kapitel 73, Landwirtschaftliches Vereins- und Genosicn- schaitswescn, beantwortete Finanzra. M i cf) c t eine Anfrage des Freiherr» v. Heul zu Herrnsheim über den Siand dir Geuosicit- fchaftslrisiS, wobei er zunächst ähnliche Erllärungen gab, wie türzlich in der Zweiten Kammer, Bei der Bcrwaltungs und Per- wcrtungsgcsellfchaft weiH- zurzeit eine Revision der Aktivbestände vorgcnommcn und es habe sich dabei hcrausgestellt, dast die Immobilien zn einem Betrag zu Buche ftchcn, der sich imieutlich unter der ortsgerichtliche» Tare beivegr, Tie Gcnoiscitsckxiftsbanl hatte der Perwaltnngs „nd Verwertuiigsgeiellichaii Schwierig ketten gemacht, indem sie eine :si>hiu,ig von einer Million Mark und rineil ZinSuachlaß vou 80 000 Mark verlangte, Ter letztere ist gewährt worden und die Re- ision der Verwalt»,lgs- und Vcr- wcrtungsgefellfchaft ist in dir Wege geleite,. Oekvnomierat Walter ho>>t, daß die Regierung auch in Zukunft die Gcnosicnschaftsvcrhälrnisie nack, Möglichkeit iordern werde. Man habe aus der Darlegung des Rcgierungslvmmisiars ersehe» iönnc». mit welchen rvchwicrigkeiten die Regierung bei der Neuordnung der Tinge,zu kämmen habe. Aut eine weitere Anträge des Freiherr» v. Heul ccklärt Finanzrot Ni ichel, daß bis fetzt an die Bank 1> < Millionen Mark ansgezahlt wurden, wofür natürlich enlipreckiende Sichrr- hcitcn gegeben wurden: eine Gefährdnn-z der Geltn-r sei zurzeit nicht zu befürchten. Es war hoher für die Kaffe auch nick,! nötig, die Hilfe der Preußenkaffe iveiter in Anforuch zu nehmen ^ Freiherr v. Hetzl zu Herrnsbeim: Es ist liebe» dem Darlehen ron einer Million noch ein Kredit von zwei Mllionen bewilligt, für die natürlich Deckung gegeben werden muß. Man dain auch bei de, großen Notlage in der (öeivährung des Kredits nicht zu ängstlich »ein und sollte möglichst entgegenkommcn. Fincknzrat Michel beincrlt, die Genusienfchaiten hätten eS ganz in der Hand, ihre Zntercsien durch die Regierung gefördert zn fehe». Bei Kav, 75: Förderung einzelner Zweige der L a n d >o i I t i ch a f l erstattet Frbr, Hetzl zn Herrnsheim als Ausichußrcicrenl Berichl, Der Finanzausschuß der Zwcilcu Kamnler liatic zuerst befchlosicn, die erhöhte Forderung der Land- wirtfchaitskammcr im Betrage von 53 103 Mark nickt zu bewsi- ligen , NackHem ober dann die Zweite Kammer und zwar einstimmig alle Parleicn die Bewilligung dieser Forderung bcschloffeir haben, mußte angenommen »'eichen, daß die Zweite Kammer eine ernste Prüfung über die Notwendigkeft dieser Summe vorgcnomme» har. Deshalb fchltgt auch der Ffnanzausfchuß der Ersten Kammer die Bewilligung vor, mit 'Ausnahme jedoch einer Summe von 2000 Mark, die für die Förderung der Kaiiiilcheuzucht und die Feldbcreinigung augeiordcrt war. Für die crftere ist bereits an anderer Stelle ei» Betrag vorgefeheu. die letztere ist nicht Sache der Lmrdwirtschaftskammer, Ter Finanzausschuß spricht bei dieser Gclcgcnheit auch die Erwartung aus. daß fick, die Landwirtsckafts- kammcr in Zutunft der grölstmöglichcn Spariaiiikcit befleißigen werde. Man könne der Mchrforderung umso eher zustimmcn, als die Bewilligung nur für das Etaksjatzr l!kl l erfolgt und angenom- nieu werden lau», daß der erhöhte Zuschuß keine dauernde Anforderung bleiben würde, Tic Snnline soll in Oberhesien bcfoiiders für Förderung der Viehzucht, in Rheinheffen für den Weinbau und in Starkcnburg für Bienenzucht »iw, verwendet werden. In Rücksicht au> de» großen Notstand im rhcinhcsisichen Weinluru hält Redner die dafür bewilligte» 3800 Mark für viel zu gering. Alsdann bespricht der Referent nockk in eingehender Weise die ganze Lage des Weinbaues in Hessen, Oekonomierat Walter hält es für seine Pflicht, fcstzuftel- len, daß die 'Anichaunng nicht zutreffend fei, als ob bei der Regierung ein gewisses System liorbcrrichcnd fei, der Landwirifchgfts- tammcr nicht genügende Mittel zur Verfügung zu stellen: auch bei der 3, Abteilung im Ministerium des Innern habe er stets das größte Entgegenkommen gefunden, Fm übrigen ucrficherl Redner, daß bei der Landivirtschaitstäniiucr die größte Sparsamkeit, herrsche: »och sparsamer könne sic nicht sein, Redner dantl zum Schluß für die Benntligung der Summe, worauf das Kapitel mit der Mchrforderung angenommen wird. Die Restkavitcl des Haushaltplans des Ministeriums des Innern (76 — 87) werden debattelos bewilligt, Nack, einer längeren Pause teilt Oiraf Erbach-Für sie »a ,l mit, daß die Zweite Kammer den z'lbänderungsbcichlüsic» der Ersten Kammer betreffs der Kap, 35, 36, 37, 65 und 67 zuge- sliinmt, dagegen bei Kav, 74, Bodcnmcliorationen und Wasi'cr- versorgungswesen, aus ihrem Standpunkt zn belzarren, beichloi- scn habe . Aus Antrag des Ausschusses wird daraut dem Bcschlutz vrr Zweiten Kammer beigrtretcn, ine einzelnen Kapitel des Fusttzetats werden ohne Debatte genehmigt, ebenso die Kapitel des Ministeriums der Fiiianzeit Kap, i08 113) und scküicßlich auch der ganze Rest des Etats, Ohne Tr'battc ivird darnach auch der E n t w u r k e r n c s F i n a nz g c > etzes für das Etatsjahr 1914 angciionNnen. Betreffs der Regierungsvorlage über die Teilung vou Grandsiückeu, de« Antrags Reh und Genofie» über das GerichtsdArngefen vom 30, Dezember 1004, des AniragS ißrünewald und Ge noffcn betr, die Belömpfung gcmeingetährlicher Krankhciteu und des Antrags Köhler und Gen, betr, Revsiion der allgenici- nen Bauordnung tritt das Haus den Beschlüsse,! der Zweiten Kammer bei, Zn einer längeren Erörterung führt dann noch der Antrag Tr, Schmitt und Gen,, bcir, die religiösen Orden und o>- denSädnlichcn Kongregationen, Hierbei wird auch ein Antrag, Fürsten Bsenburg - Wüchtcrsbach bcrotc» Er stellt den Antrag, das zur Debatte stehende Gesetz vollständig aurzuheben und begründet diesen Antrag solgcndcruiaßcn: Tas Gesetz ist eins der fünr Gesetze, die 1874 unter dem Namen Külturkanipfgesctzc angenomuieu wurden. Sie waren unnütz, und trugen mir Zwist in die Bevöllerung, Außerdem waren sie auch versassungswidrig, inden, auf verichicdenc Mitglieder der Ersten Kammer, die da gegen waren, ein unzulässiger Truck ausgeübt, bezw, ibrc freie Stimmabgabe illusorisch gemacht wurde, Tas Gesetz wurde da mal« mit 25 gegen 16 Stimuteu ang-nouimen. UebrigcuS ,var das Gesetz so wenig präzis gefaßt, dar: cs z»m großen Teil gar „ickü zur Ausführung gelangen konnte. Dem Antrag, mir dcr Ausfühvung zu warten, bi« mau feststellen könnte, wie die preußischen Gesetze sich bewährten, wurde nicht stattgegcbeu. Im Fahre 1873 sckwiterte die Wicdcraufbcbung des Gesetzes an dem Wider stand der Zweiten Kammer. Redner betont zum Schluß, daß ec schon 1874 gegen das Gesetz gewesen sei, und daß, er jederzeit energisch iür die Aufhebung desselben cinrrctcn werde, Prälat D. (Hör in n erklärt, er ltztbc leine BeranlasiniUt. der latholsichen Kirche jede mögliche Bewegungsfreiheit zu mißgönnen, ioweil sic sich mit dem konfessionelien Frieden und dem staatlichen Zntercssc vereinbaren lasse. Es sind Aeußerimaeir in der Presse laut geworden über VorlomMnsisc. daß das Gesetz nicht genügend rcsvektiert werde. Es sragt sich, ob die Beseitigung der Punkie des Gesetzes, die in dem vorliegenden Anlrag gefordert wird, nicht der Tendenz des ganzen Gesetzes zuwiderlänil, ES wäre wünschenswert, hierüber Erhebungen anzustciicn. Auch Abg. Tr. Stephan und das frühere Mitglied dieser Kammer, Adolf Schmidt, habe» diesen Standvunkt rrrtrelc». Es sind 3 Bedenken gegen das Gesetz geltend geinacht worden, erstens wird befürchtet, daß das Auffichtsrecht des Staates geichmölcrt werden könnte, 2. sei die criorderlickic Vorbildung der Geistlichen nicht genügend geivährleisiet, wen» z, B. der Orden der Kapuziner zur Zecliorge zugclasieit werde und drittens könnte der staatliche Eharakter des Schulwesens aeiährdet werden. Es >,t ja schon heute so, daß die katholischen Bolksschullcbrcrinnen ihre gesamte 'Ausbildung bei den Englische» Fräulein in Mainz erbalte,I mtb nur dos Examen bei den staatliche» Prüsiingsanstallcn ablcgcn. Zum Schlüsse weist der Redner aui einen Artikel der 'Augsb, Postztg. hin, aus dem hervorgcht, daß cs sich in dieser ganzen Frage nur UNI eine Machtprobe de» Zentrums handle. Man sieht in evangelischen Kreisen dieser Gcietzcsändcruirg mit tiefer Besorgnis entgegen und darum, so erklärt der Redner, könne er dem Ansuchen der Regierung imd dem 'Antrag des Ausschusses zu seinem großen Bedaucril nicht zustimme». Graf Erbach-Fürstenau crllärt, er erblicke in der kath, Kirche und deren Einrichtungen das beste Bollwerk gegen den Umsturz, Er bölt cs für begrüßenswert, wenn es gelingt, aus einem lauen Protestanten einen guten Katholiken zu machen, Laudgerichtspräiideitt Tr, H a >r g c n stimmt zwar dem Antrag des Ausschusses zu, bittet aber, den Antrag des Fürsten 'Menburg Wächtcrsbach abzulehuen, _ Tomtävitular Tr, Senbij; erkennt an, daß die Debatte über diese Frage leidcnichastslos geführt wurde. Es handle sich bei dem Wunsche „ach freierer Betätigung der Orden, nicht um kalholsichc Propaganda, sondern lediglich um eine Ausgestaltung des inneren religiösen Lebens der läth, Kirche, Bon einer Machtprobe des Zentrums kömie gar keine Rede sein, Msiliste.r v, Hombcrgk iübrt aus, daß die Regierung sich in dieser Frage nur von dem Gesichtspunkt des religiösen Friedet, habe leiten lassen, Teil 'Antrag des Fürste» Bsenburg-Dächtcrsbach bittet der Minister abzulehncu, Tic Kammer stimmt schließlich dem 'Ausichußantrag bei. Zur Beratung gelangt alsdann uock, der Vocanichlag der Ersten Kammer für da» Rechiiuugsjahr 1314, dem das yaiKj nacl) eiiifui [ur; ,, Barirag des Fürste» Fic»!>„>'ü B > r stein zuüimmi, Tümit ist hir Tagrtvrtmmg «Hcbi*t imb der JJt#ltbom > ilicfct Ca 1 2itz,mg »in 2 Ubr. Nächste 2itii,»fl imbrWtitim. _ . A«s 5 t«M >«nS Land. Gicsten. >. April 1814 . Drr X"rutirtir StiiMriiifl zur Ktiimfternng des StnpoHiflfHicditss. Irr Borstand des Initirhnt 2tnbtflnftr-> Imt ui, dir Reidrsressorts eine erinejiibe woge» 'Jlbditbcnjiifl der- >'npa lirfcnrrtfit? florirt’trt, in Per solgendes niiefl.'nihi'f >„>>> . Tie fdttmrrigcn 'ticitHrfPii»erbältiüii<‘. d»' >n> 9a»Hn Trntschen Reich zurzeit Heftchen, baden an vielen stellen eine sorgsältigr II»teriuch>mg der Nriachen neranlanr Ticie Untersuchung ba! ergeben, dast einzelne Herten des geltenden ,H y p »thc kc n r e ch t s die »' a> krebitnor in iülchbarer Weise verschärfen Es liegt inoir Hand der Gesetzgebung, stier Abhilfe zu srbanei! L>e rem s,nen3tädle staden lebhaftes Interesse a» der Äststilse, w-u besondere- die städtischen Hansprsitzcr dneni dre »real kredituot betrosjen werden, Es sind hanpksäcloich zioc'i Gruppen gisetzlichei e-, l jchristen, deren Ädänderung erstrebt >»irb. irinnial ist dr > Anspruch der Hlipoihelengläubiger iber Realgtanbiger' onf die ürträflc be: Grundstückes, Pie Mietzinsen, nicht lun reichend sicher gestellt: in diesem Punkte staden die Gläubiger der ersten und der zloeiten Hvpolhel 1 Rachlwpv lief ein gemeinsames Interesse an einer Aendernnq de - G: festes, nienn auch praktisch das Interesse der '.,achhvtv iHetäre überwiegt. Zweitens legt im Fable der -swangs Versteigerung da» geltende Recht dein Ersteigerer jo schwere privatrnhtliche und össentlichrecdtlidu' Lasten au,, da» daran die Möglichkeit, bas Grundstück ;,n erwerben, oft scheitert: stier ist eine Acwderung besonders in, Interene des Rachhhpothekars geboten Tie Eingabe ist eingehend begründet und nti 1 benimm feit Vorschlägen fiir die Aenderung der Gesctzcshestimmn» gen versehen. Es wird besonders eine Aenderung der D!N imb 77 -jmangsoersteigeruugSgesetzes, des KN'.'! Bd'P- und der Tarisstetke 11 des Reichssteinpelgesetzes beantragt. -Landes» H e i l» u n d P lcgea »st a l t, Ter Groft Herzog hat den Oberarzt an der Landes-Hcil und Pslege- anstalt bei Eiesten Medizinalrat Tr. Johannes Tiest zum Tirektor der Landes-Heil u»P Pjlegea»statt bei Atzen und den Oberarzt an der Landes-Heil und Pslegeanstakt bei Alzen Medizinalrat Dr. Albert Wagner zum Oberarzt an drr Landes-Heil- und Pslegeonititlt bei Gl ehr» ernannt. ^ Erna n ,i t ivurde der Hikfsdieirer Max 2 chi e tz e l in Gießen zum Amtsgcrtchtsdiener bei dem Amtsgericht Grnnberg mit Wirkung vom i>. April 1914 — Iir H essi s ch e H a n broerfrr« :> e n t v a 1 i>; c n osse »sch« st Attieu'GejellschasI, die unter staalticher Aussicht stellende gemcinitüpige Geweibebesörderuugsailsl alt der Haiidwcrkslanimer, stielt am Montag vor dem Grofth Amtsgericht in Dar m ft a dt ihre zehnte ordentliche jtzaupl Versammlung ast. Aach den, Geschäftsbericht erreichte der Umsatz in diesem Jahre den Betrag von 110917.19 Mk. Hier- non enliielen an, die Maschinenastleilnng 2M77Ü.17 Mk. gegen Lü!> H99.77 Ml. im Vsrjahre, Aus dem Gebiete des . 293770 Reitabschlüsse 173 302 .12 W. innerhalb kurzen Fristen ein, so dag trotz eines uni (>0000 Mark höheren Umsatzes die Ansstände nur um 7 . 707.81 Mb. stiegen, Tic Aussichten snr das lansetide Faste ivurden als günstig dezeichnet, — Stcuographitchcs, Tie 3tetti»ttf fee »tbule TI 0 t ze 2chr ev tiir das Joste 1913 wird je*» um i>n„ amt lirtien Organ der Ztolze-Lcstrestitben 2chul verösienilich,! Tas Blast stellt seil, den die Arbeit-ein- 2’tilsr 2*ve» in den anst.-r' veeuxischen Gebieten nicht io •nntnveid'. war, wie in Pr,nisten ieiMt. Aarti de» Keiatkickiszahlcn tat im Deiitiisten Reielie st,e :lastl de, Pereine bei 0l l 1 um L13, bei 23 1 2iel',e 3rtne;i lim 9(1, Pie der Mitglieder bei !>, 11 m 08-01, l»-i 22 ur.i litzl I Pie Salti der Uiiterrianetea bei (tz ittn 11 211, bei 22 um 791 I ji,' c.noniincn. FnSgesaml gibt es nach 22 2229 Pereinr ,nil 90 -18! '"kilglieder», Tie Geiamualil der Unterrirtueten nnichlietzlie! - -Auslandes betragt bei ss >73719 (+ 7999-, bei ttzal'ei«»eea- r 220 312 i-f 17 202 . * Grundüücksverkehr Ein Grundstüe! zu Bad R anbei m , das aui den Namen der- Gemeinschuldiiers, der Me-i- germeisters Fuliur Ehriwslomns >r öni g »nd seiner Ehelran Anna Maria «eb. üestler. beide i» Bad-Rausteim. eingetragen »>ar, io,l Mittwoch, den 20 Mai 1011, vormittags 10' , Ubr, im Amtsgerichtsgestaiide 1 » Bad R anbei 1 » versteigert wertet, „»una büäe 91 Bingen, die a»i den Rainen des Hoteliers Bi-r!st"ld Ort'war-, und ieiner Edeiran Eliiastetst gest. 2choll in Bingen eingetragen waren, sollen Zamslag, de» 9. Mai 1011, vormittags !' . Ubr, im 3t,u„gSiaase des Amtsgerichts Bingen im Wege der Bineiiigsvotlitteikung versteigert Iverden, t'liiiiidststeke !i> Vilbel, die an> den Rainen des Andreas Roth und Eheirgi, , -celanie geb. Fe» ,n Bilstel eingetragen nmren, jollen Tanner-'- te ,, d--n l l. Ma, 191-1, vormittags 9 Uhr. in, 2,ti»„gsiaal Air l , - Silbe! ist, Wege der Swangs-sollsttecknng versteigert werden - Grimostürte , 1 , ld i rti en r od, die aus den Raine, i von »arl O a) midi und Eiiiabetst geborene Ladner, betten Este,rau ein g kragen waren, sollen Miltwoch, den 13 Mai 101 4. nachmittags 2 Uhr. zu Eschenrod im Lchulhans i,n Wege der Swgngsool'strek- liiiig versteigert werten. — Grundstürte z» Wetterteld' die am den Ramen des Wilhelm Müller >„ ?->e,terield und der ,9-ttarine -leeg geb. Müller, Ebe'rau des Wilbel», Zieeg in Langd, eingetragen waren, lallen Zamslag, den 9 Mai 1014 nachmittags 2 Ubr am dem Gemeindehaus im Wege der lwana-' votlitreckuiig verneigerl iverden. — Grundstücke Rieder Ai örlen, die aui den Rameit des Lorenz Feckel Gärtner in -Riedec-Mörle», und seiner Ebeitau Fnliane geb. Möbü eingetragen waren, iolten 'Montag, den 23. Mai 1914, nackimiikags :! ihn im Gemeindehaus in Riede, Mörlen im Wege der Uwang-voll- strecknvg versteigert werden - Grundstücke Blödesheim die ani den Ra„,e» der Ebe'rau 'Sans Kleemann jtalbaiing geb. Grab in ZeUsln-im eingetragen waren, sollen Mittwoch, de,, 27, 'Mai 191-1. nackmntiags 3 Uhr, in der Airrickniit von Türke» imWege der Zwangsvoilstreckmig versteigert werden. Kreis Alsfeld, - R a , ,1 r o d , 31. Marz. An -teile des »>>a» Mörfelden versetzten Lehrers stonrad Spieft ivurde Friedrich tz^vn» vad I, als Borftandsmitglied der hiesige» Ovar- und var lelinskasse E, 01, m, u, H, gewählt Sturkenburg und Rlwinliesien rm T a r in ft ab 1,31. März, Tie Frage der 2 l r >t e 1 - erhöh uii g in Darmstadt wird am Donnerstag ,» der Ttadtverordnelensitzung bei Beratung des sranvtvvr- onschlages zu einer ausführlichen, voraussichtlich sehr leb- l:asten Aussprach,' führe. Die Bürgermeisterei schlägt »am» lich aus Grund der finanziellen Lage der 31.481 eine -teuer erhöh,,ng von l'2,9,1 Pro; ans >32,2 Proz, bei der Ein-' tpiiitiicioifitci lind von 21,o aus 22, H vei de: Bermägens» neuer vor. nnihrend der Finanzansschu» noch eingehender Beratung in seiner Mehrheit zu der Aussassnng kam, das; die derzeitige» Berstnltnisle eine 2leuererhöh»ug für das Rechnungsjahr 1911 überhaupt nicht nötig machen. Heile» Rgsiau, 2A ., r b n r g. 31. Marz. Der neue inendarineri,-Ober- ivachlineister Bötlg er aus Siegel,Imin wurde heute durch de,, Kommandeur der II. itzendarmerie-Brigade, Oberst Ranidohr aus gassel in sein 'Amt eiugetnhrt. vereinsnachrichttri. Der P ogelsberger H ö I> eukl » b, :l >v c i g v e r e i n hi teste 11 , hielt am Freilag seine ordentliche H o u ptst e > i a m m- f 11 tt it ab Rach dem vom !. Botjitzenden erstatteten Fahresbcrirtit bat sich die Mitgliederiabl an> annäheiud gleickzer Höbe gehalten. Tos W e g e I, e ; c i ch » 11 n g s » e b in der ilingebunq von bin nen ist mit erheblichen Opiern a» Seil nnd löeld nahetn fertig- gestellt ivorben. Tie hoben Aniorderungen an die Pereinskekse foivostl. tote üuä> der 'Relnbelrag »ou :70 Pig,, der seil vorigem Jahr >ür dgs Mitglied au den Honvlrcrein abiutübrc» ist, bedingt auch eine »ollvendiga Beitrggserböhnna, die iii der ansterordei,, - liebe» Hanvtveriam,»I»»o vom 27. Febliia, mit großer Mehrheit mit I Marl, alio aut 1,70 Marl, beiauosien wurde Das; aueli die Wandertag,gleit sehr rege lvar. bewies der Bericht des 'Wauder- meisters, nach dem sich durthichniitltcki 7i Personen an den Vereins wanderungen beteiligten, von denen 37 beim Stiitilngsteji aus ge.ieichnet iverden tonnten. Die Rechnnugsablage zeigte, dost iina»- zii'll recht gut gkwirtickntilel worden ist. Für d>t> lammende Fahr ist eine größere 'Ausgabe für Bklchaliung von weiteren Führern »nd starten, die de» Mitgliedern zue Veristgung stehen, vorgesehen. Ter bisherige Borstand wurde inst einstimmig loiedergewählt: iür das verstorbene Borst» ndsmitglied Redakteur H e st, dessen der Poe sitzende noei, mit ehrende» Worten gedackste, wurde Nauiman» W. Schwall, gelmiblt. Tie neue Wanderordnung, die bei der vcriabrigen Hauvtverstinimluilg veriucksiveiie gut ein Fubr ei» geführt wordr» war, ivurde endgültig »ngenommen. 'Alsfeld, '29. Marz, -om Mainzer Hoi fand gestern abend eine Periam»il»»g der Alsiklder Bankbeannen zur Grün- dnng einer Ortsgruppe des 'A l l g e m e i >ze 11 Verbandes der T e u t s el> e » B a n k b e a IN t e II in Berlin stall. Tazn Ware» einige Giestener Bankbeainlen des obengenannien Vereins erschienen. I. Fried berg, 29, Mär,-. Heute oartnnittaa verianiineile» sich die Atttglieder da:- Wstteraner R e I t s v ve re I u s i-.ii Hotel aravv. 2ck>on jehl macht der Verein Vovbereitnüge» istr das am 24. -Mai zu beerbende 'ikriteriei! an' der Oeewiese. 4ko: geiclicu ist auch ein lonknrren;-Tarnenvri: - 11 . Tie Rennbabn ivird vergrösterk, ebeni-o dir Sni 'lauerkribune, welche ein Tack, erhält. 'Man hont auch ans rege BcteHignng des hiestaen Olfizierkorvs, Ter Giestener 'Keitettevei;, Mt seine NnterstützNiig ziigeiagt. l„ Friedbera, 29. 'Marz, In den „Trei Eelnvcrte,»' >a»d ent aut be-nrtile Versammln, g des B r e i s »B i e a e N ; II ck> t- Vereins statt, — -F» der „R'schslrone' versau,, Nellen nd, bcn'e imihmittaa die Milgiieder de? W e st d e i> l s ch e ,1 Wül e ra be a >„ l e » ve r e i » 5 , tun über interne Auqelegenbeile» tbre 5 Otandes ui berawn. -Butzbach, 3'4. März, Ter hiesige Verkehrs und Wandcr verein I,»ier»avi» de, starker Beteiligung von Damen nnd Herren gestern eine herrliche F-rübli»gs!ua:idrrn»a, die -,n- liächst nach dem so idntliicktei, Eransberg nnd von da -aber Forst lnnis Winlerstein uaa> Bad-Raiibeim siivne, Taielbn fand in der Tnnilntlle eil, ftövliches Susammeusesn stall. Lan^wrrkicbaft. k. Torf 0) i 1 1, 7 10. März. Während der Roggen hier lmD in der Onigegend im aUgenmirnni gur libeiUHtiicil hal. ist ba* vor. dem W e ie n mid>t ,;n inpeit. Er «>at fast auf allen Wrunbihidni mehr oder weniaer gelitten. Ruf manel'en Rertern ist er fast gan,; verschwunden, so das; ihren EiflNttümern nichts andere-? stbrig bleibt, als sie neu bestellen, hierbei fiime mm vor allein Svnnnerrveizen in Betracht. "Allein die 'seir ist schon so weit vorgcfchritteu, das; e>? dafür fast ;n ivät ist, Ta die Weizen oster 0 v.'öbnlich in qsttrr Dnnq stehen, so ist es auch« nicht ratsam, sie mi: Gerste oder Hafer einzilstren, da hierbest ^aaeriruchl ;,u be iörchten ist. Was den schlechten Stand des Weizens anlanat. so ist neben din- statte, wohl der nnhauenden Rasse in der lebten Zeit die meiste Schuld znznschreiben. Univcrk?itäts»Na>chricBten. Geh,-Rat Tr, phil, Alfons K ifiitc r, ordentlicher Professor der romanische» Philologie an dev Universität Marli n v g a. d, L , begeht am 3, 'April seinen.70, Geburtstag, Der älteste der Marbnrger philosophischen Fakultät iü ein geborener Hamburger, Seit 1901 trat Kistner nach Marburg als Rachfvlger von E, Koschwitz über Der D e ii k s ch e Verein für 2 ch » l g e j 11 11 b » heltsp >lege wird seine diesjährige Versanimliing in der Pjingstwoche vom 2. 7. Juni in Ttnttgact unter dem Vorsitz des Geh, O.-Med Rat Tr, Abel Berlin halten. Aus dev Vvrtragssolge ist zu nennen: Zoll der ?lnsangs- unterricht mit Antigua oder Fraktur beginnen? Die ge- 'snndheittiche und pädagogische Bedentnng der Schnlstrafen, In Verbindung mit dieser Versanrmlniig tagt die Vereinigung der Schtilärzte Deutschlands am 7, Juni unter dem Vorsitz des Weh. 'Med Rai Pros Tr L e u b n s ch e r M e i >1 i 11 ge n. - Prosessor Tr. Karl Ludlosf, Oberarzt der Orthopädischen Abteilniig der chirurgischen »linik zu Breslau, ivird dein Ruse an die Berliner »niversität keine Folge leisten. — Dein Bibliothekar an der Königlichen Bibliothek in Berti» Dr phil Philip,, Losch ist das Prädikat Pro Mior verliehen worden, Dr Losch ist 1869 zu Kassel geboren, . Ter oidentliche Proscssor der Matbemalik Dr, Heinrich -a 11 ",.9 i" Kiel bat einen Rni an Pic Universität F ena als Rach,olqer des Gehi-inirats Pros. Fab. Fhomac erhalten, P,»i ?9"0i ."> 1H ' 1 • -11 Essen geboren „nd hguvtiächlich i„ Marburg vorqebildet, >vv ,'r sich Ostern 1002 in, Mathematik habilitierte. -j.ttet,t l ll-i ersolgle seine Perus,,»g ,um Ordinarius i» Kiel ak- icachtalger des verüotbene» Pros, G. Laudsberg. rJ* 1 ' Rrwaldozenl iür deutsche -'.e.-m-gesci'nchte »Nd bürger» hche» -echt „>^ der Fnrislenla'ullät der Uiiiveesügt >.!'! >", „ ch « „ er, l'Iaudi»« „reiherr v, Sdiirttiu bat einen R„s ms Ertragt linarins an de llniverstläl Verl in a' Rachiel.tev .-- V-rok. Vlartm -Wolss eigallen Freiherr v, Zchwcri-n :: a"a>, geböte» 05 crie.ftsi.ial. , 1 .ve i l> r r. den, -st. Riaez 1 iu u'.uianstreicker Ri e i:: e t b «- oiojc» beschästiqre gestern du 1'sAl-istbe ScLnvm.-ani.Lst 'steaeu einer ^avvalie iwuel? der Beranmnn ,sto;ei ^ u v v, der Tagner Heinrieif W i n r e r unC> der üaansi' stohann a st nt a u , alle an4 Biiltelberbach, .Reineide steleislel. rjoiiv c ,u ,e ' ^ahr er e-Z einen neue., ^ohenrelord anwiefli hat. Nachdi-m ti um H. i ’> Uhr in der Nichtuna aui den cd a n 2 i i auiac)itcpen tvar, cneiriiic e6 um 7 Ubr eine Lohe von '.Vicrevu nnd betäub sich bantit nahezu HO)‘.Weier über der Eäntlsipitze. Gra, st, ep pe l iu ""rlirte iolöft da-5 Stener Das Lstutichli' nahnt datnt die NichllMst nach dei-.t Bregenzer Walde itnd ‘nihrtc über dem (Gebirge eme läit.,ete 2>innd'alnt an4, von der e> um N Uhr hierher zurnci- i-ic^cfn t ist. 2 11 n i} 1» u r ii, st0. Mär;. .Cjcutf nackmirlast 4.45 Ubr ist ci 1 . 7 Sopveidecter in einer Kurve abgerurfcht. Der st-ührcr des? ^tu-t zkustcS. Leutnan.t 2 cb n l ; . Val einen Unterickenkelbruch und Bcr lehnngen am Kops erlitten. Sein Beobachter. Dauptmann Rein hardl vonr Infanterie Regiment Rr. 70, ist tor. Der Apparat t»r pöllist zertrümmert. ‘liaritf, 230. Mär;. *21 uf dem aejertd.be uon Ch alon s stürzte der Eindecker eittei? tUiegero'üziers ab. Der Rl o t o r cr- plädierte nnd erriet in Brand. Der Füeger Hai schwere Brand- tmrnden und eine Gehirnerschntterting erlitten. DcrmiicHct. «tiftnnfl. Emil Kronen v r r g in Boihntn, der Tircltor des Rheinisch Westfälischen Srmentfnndikates, Hai der 2oi»ntlnng für die »krebs und Lupus 2lin-oig in Riii»- ster IOOOOO Mark überwiesen und für dir Sukünfl eine wei u v i Unterstützung in Aussicht gestellt. Ein g e w i s s e n h a s t r r A r z t. Ans P a r i 6 ivird unterm 3 l,Mörz genieloet: Wie ans Toulon gemeldet wird, wurde an Bord des Panzers „Fnles Michelet" ein Marinearzt verhaftet unter der Beschuldigung, das; er Matrosen, die »m Nrlnuv nachgesnchi hatten, gegen Bezah tung s a l s ch e K r a n kh e i t s z e ng n i s se ausgestellt habe, G r a b sch ä» d e r, '.Ans Paris, 31 'März, wird ge meldet: Die Polizei verhastele den Lteinnietz Fournier »nd dessen drei Helsershelser, die seit einigen Fahren aus dem Friedhose Pore Lawaise zahlreiche Grüfte erbrockzen und ansgeranbt hatten, Fn ihrer Wohnung wurde eine grosse Menge goldener,»nd silberner Kelche nnd Leuchter gefunden, Tie Missetäter sollen it.a. auch die Gruft der vor zwei Fah reu sm Rhein ertrunkenen Tchanspielerin Lanleline erbrochen nnd die Leiche ihrer Schinucksgii en beraubt haben. Mehrere Trödler stehen in dem Verdacht, den liebe» als Hehler gedient zu haben, Mäkttc. . Fpauksnrt a. 9W. Sckiivei neinavtt b' v - va n 1. Unlactriebei, inartit 1701 Stbiaeine. 'Tolti.'eischige Ccknveine von 8V Ins 100 ke Lebendgewicht 47.09—70.00 i'/t.. Schlachtgewicht »MO — oe.oOOTt., oollsieiskliige Schweine unter 90 kz» Lebendgewicht 43.00—> 2))r„ 3dilacbtgetri-!2 ue.oo :',f. vollfienchigr Schweine von Iü»— 180 kcc Lebeiidgewicltz 43,00—30.% Lchlachlgewicht >A 00 — V2 'liif.t vollfleischige Schiveine »au 120 bis 350 kg Lebendgewicht 4ö.on—äo.CO -32.. Schlachtgewicht ö- —<.2.00 ®f. ltzeschati mutclmabia, ! leb t 3> - ---stand. (,-. Fraulsurt a. M., >, Lloril, "> Amtliche Rollern»-, z«n der heutigen Frucht, narklvreile. Wetzen lhienger, Mk. 20.39—20.00, Kurbesiiirtier v.Ak. 20.50— 20.60, Welterauer 2JK. 00.00-00.00. Roggen (hiesiger» Mk. :« 00—16.25, Gerste IWeltevaner» Alk. 10.25—17.25, lÄevfte. Franken, Pfälzer, Ried Mk. lkchy—17 5Ö, Haler 9Si 16.25—17.30, Mats Mk. 15.25—15.50, Weizemnel-,1 0 Mk. G-. 00 -V 0 . 00 , Atzeizenmed- 1 2Al. A),00->»v,l>o, Weizenmehl IN Mk, «0,00 -00,00, Roggemnehl o Mk. 00 . 00 —luo.o-o. Roggen«,etil 0/t Alk. vv.OO—00.00. Rogqenmebl I Mk. 00.00-00.9», Weizenkleie Mk, o.oo-o.vo, Ltzeizenschale» 23!k.0.00—0,00, Rvggeu- kleie Mk. 99 09-09.00, 'Malzkenne '»lk, 00.00—00.00, Bierlrever 00 .% - OO.IKI, Futtevgerste Mk, 00 M-00,00, Alles per !00 kg ab hier. Fruiilturt n. 2>i., I. April, -Orig, -rele,,r. des „oiieüeuer Aiizetgers"., Kartoiselmarlt. Mg» Iivlierlet Karloiteln in Wae, gons Mk, 4.00 - 4.50, im Kleinhandel Mk. 5.00—5.50 für je 100 kj. Berufstätige Frauen erhalten sich gesund durch Bevorzugung nährstoffreicher und leicht verdaulicher Nahrung, wie sie zum Beispiel des altbewährte Kräftigungsmittel Kasseler S4afer-Kakao darbietet. (Nur echt in blauen Kartons für 1 Mark, niemals lose!) \c:Bra»inaaM»Ä,i Wie kurzes, biittitec* Haar in 30 ^n^cit wieder imtfl «ud iippift ^eumcht werde« knnu. Praktische Porschrist aegcrl 5lablwerden. Schuvpen und ausfallendes Haar Hilden ein sicheres Zeichen, das; die Haarwurzeln zu sehr aeschwacht find, um ans dem Blute die niitiaen Ccle zur stilrdermlst eines aesmidell -Haarwuchses .zu zicheu. Daher sterbeu die V'anrc allmählich ah. fallen aus und das eudet in ,w Doti-Extrakt bat die ^-inenschati eitdlich ciu Mittel aesunden. welstics selbst die schwächsten Haar^ wurzeln sowrt avsorbicreu und das die natürlichen Ocle io voll- kmnnten ersetzt- dast dadurch oft fdion itt dreißia Danen daS Haar ivieder Inua und üppig ivird. stu reinem stuttand ist Doti-tLrlraki so lrästist. das; efi sich cmpfichll, Aur Bcltntzuua erst (K) Gramm davon mit 37 Oirnmnt Alkohol und 5H (Mvnmm Rofenwasser zn vermischen. Die Bestandteile kann mmt sich n, jeder Apotheke oder Drogerie mischen lassen oder auch die Motion selbst zu Hause fertigtielleu, Wenn stlir Haar daher trocken, spröde, dünn imb kurz ist, luenn es ner bfimcit und leblos auSsteht. wenn es auSsällt. voll Schuppen ist und nach deul Frcstereu nicht am Platze halten will, dnnir iverden Sic über den raschen ErsoUr erstaunt sein, den die tästliche Ainvendnua dieses einfachen, nnschädlichen und bitliaen Rezeptes bat. l-ßM7.-d - ^tryrrwis' CUlyA • Saxlehner's Bitterquelle r HUNYADIJÄNOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. Gewöhnt. Dosis: J Wasserglas oo//. - ldc ^ . Ätorf bis 8-Jiuilucrwobnuug nut allem Zubehör »evl.'JUivU 1914 zu vermiete», [138 .üliccinnhc R. Tanücr. i 7 Zimmer 1 wvbnie Woliiinua. Acuen BäueDunttl, Stock, in mein, i«uie, ist zu», 1. Cftob. cv. , trüb, lMderwric zu vermiet, 7 Zimmer, Mädckiciiznnmcr, Badezimmer, aroßc geschlo», Pernnda, Kiickic nebst reich- lichem Zubehör, Jw l»r. Spohr. 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