^ ll ..ft s ten« Anzeiger »ichfinl täglich, nun er .-- n»ags. — Beilagen: l ivixbenckick . Anmiienl-Iätter, >»öchcn:!.llrtis- . !urt'|." X*Krtis#it(jfn ,gunvJreilag>: ■ r - inonail. tone- •».- ckich« -Vftfragjn .1 i-rech-'Lnjchlüffe: ffiK dec Redaktion 112, >. Expedüian öl sidrell-. kür Deveichen: ger «ieße». Ln . e »oii Aasigen ' , öw Tagesninnmer i» pp . nittagS S Uhr. Erstes Blatt 164. Jahrgang Mittwoch. 1. April I9J4 General-Anzeiger für Oberhessen Rote, daß dies von den de. : >, Katholiken als eine schlvere Benachteiligung cmp- wird, und cs heißt denn auch seit einiger Zeit, daß - angekündigtcn Ernennung neuer Kardinale die von will er Seite geäußerten Wünsche berücksichtigt werden Das geheime Konsistorium, in den: die Ernennung cdinälc erfolgt, sollte ursprünglich im März stattwurde aber dann auf den April verschoben. Es beißt, i„ if Italiener und fünf Ausländer zu Kardinalen ge uaach werden sollen. Unter den letzteren werden unter an- eine genmnii der Erzbischof von Wien, Tr. Psllfl, der Erz- - von Gran und Ftirstprimas' von Ungarn Tr. Csct >.»n und als deutscher Vertreter der Erzbischof von Köln wartmann, sowie der Apostolische Nuntius in Mün- fn ühwirt. Zweifellos würde cs unter den deutschen Katholiken 6'sriedignng erregen, und es wurde ja damit nur eine WktV der ausglcichenden Gerechtigkeit erfüllt werden, : enigstens zwei deutsche Kirchensürstcn mit dein roten 'st ec'leidet würden, zu denen sich früher oder später als wein er Vertreter im Kardinalskollegium auch der noch zu neu. >idc Nachfolger des Fürstbischofs Kopp gesellen .-.-I- Aber die Bedeutung dieser Frage braucht nicht über- u werden, den» unter den zurzeit 53 und demnächst ich niehr als 60 Mitglieder zählende» Kollegiums oder.'! deutsche Vertreter einiger,nahe» ciuslnßlos. ist dafür gesorgt, daß die Italiener, denen noch dazu " 'onrer sekundieren, über die Mehrheit ini Kollegium ni, woraus e. sich denn auch erklärt, daß aus dem '- i" >>c seit dem 16. Jahrhundert kein Papst mehr hcrvor- -pi. der nicht italienischer Nationalität war. Hat doch auch e i so maßvoller Ma.in imd gennrndtcr Tiplomat. wie e storbenc stopp es ivar, ebensowenig den Erlaß der ioe omäusenzhklita wie des gegen die christlichen Olewerl- ich-iten gerichteten Rundschreibens verhindern töiine». Even deshalb ist weit bedcutsainer und politisch ein- nb.ic ndcr als die Frage, ob und wie die deutschen Kailiv stiken im Kardinalskollegium.vertreten sein werden, die an- ■bcrc Frage, wer auf den vcrwaisten Erzbischof- s« tz in der Breslauer Dom in sel berufen werden >nrd. auf welche Persönlichkeit Staat und Kirche sich einigen werden. Tenn ivcnn die Regierung auch, da cs sich ui Pr aßen ja um eine „akathvlische" Regierung handelt. lein vositives Mitwirkungsrechl bei der Wahl hat, so stehen ihr doch gewisse negative Befugnisse, ein Einspruchs- r c ch t zu. das man freilich von kirchlicher Seite »ach Mög lichkeit ciiizuengcn sucht. ä.ie Wahl, die von dein Tonitapite! vorgcitoniinen wird. 0^ >»>wrhalv dreier Monate nach ücni Ableben des Fürst lnschofs zu erfolgen. Wahlberechtigt sind nicht nur die Toni kapitularc, sondern auch die Ehreiidoinhcrreii, ivähreud die hegiermig ihrerseits zur Wahrung ihrer Einspruchsrechte cllicii ^vahlkomniifsar ernennt, zunicist den Oberpräsidenten oder Regierungspräsidenten. Bor der Wahl stellt das Tom orpitel eine Kandidatenliste ans, loobe: der vom Kardinal Rampolla im Namen des Paostcs Leo XIII. im Jahre 1900 veröffentlichte ^Erlaß „ad nolitiam" gewisse Einschräntun llen. vorsieht. So sollen „keine Greise, leine Kranken oder w»ü Behinderte" darin ausgenommen werden, und für einen Nichtprciißen bedarf es, auch wenn er ein Deutscher ist, der besonderen königlichen Genehmigung. Weiter soll darauf ge- ichcn werden, daß keine dem Landcsherrn nicht genehme Persönlichkeit auf die Liste gesetzt wird, denn cs heißt in dem erwähnten Wahlerlasse: „Es in daher Sache des Kavitcls. nur ialebe auf die Liste zu nehmen, vv» denen es vor dem feierlichen Wahlakt sestftcht, das: sie außer durch andere Gaben, die erforderlich sind. NM die Kirche ZU leiten, zu schütze» und friedlich zu rcgicrrii, durch den Vorzug der Klugheit und durch ein eiiriges Bestrebe», die öffentliche Rnbc ZU loahrcn und die Treue zu halieu, sich auszuzeichnen und deshalb d e IN Landcsherrn Nickt minder g c II c h IN i i II d." Wenn die Kandidatenliste fcrtiggestellt ist, wird sie dem Wahlkonnnissar zur Weiterbesörderung an die Regierung übermittelt, der sic nach deren Rückäußerung wieder dem Kapitel znstellt. Dann wird die Wahl vollzogen und dein Kommissar anitlich mitgeteilt. Erst hierauf wird die pipst- liche Bestätigung nachgesucht. nwrmlf die sogenannte Prä- kvnisation crfotgt. Aus dem hier Gesagten geht hervor, daß die Regierung tatsächlich ein Eiiisprnchsrecht hat. Daß sic unter Um - standen von einem solchen Gebrauch zu machen gewillt ist, geht daraus hervor, daß sie den Poscncr Bischofstuhl bis heute lecrgelasscii hat. weil sie sich mit dem Vatikan nicht über einen geeigneten Nachfolger Stablewstis einige» konnte, nachdeni sic mit diesem fanatischen Parteigänger der Polen so schlimme Erfahrungen gemacht hatte. Deutsche» Aeich. Ter K a i s e r hörte, wie aus Kurf» gemeldet wird, am Montag den Vortrag des (stesandtcu v. T re u t lc r. Tiens lag nachmitiag machlc der Kaiser mit Gefolge einen Busilug in Automobilen nach dem Kloster Palasokastriga. Tic Nutzung der Walchenseekräftc. Ter Fi- nanzausschuß der bäuerischen Abgeordnetciikammer lsat die Rcgieriiiigsvorlagc l etrcfscnd den Ausbau der Walchensee tröste aiigcilommeii. Für diesen Zweck sollen sechs Millionen als erste Rate in den anßcrordentlicben und 165000 Mark für Verzinsung und Tilgirn-g in den ordentlichen Voranschlag eingestellt werden. Auslauv. I in R och e t t c - A >i s s ck » s: setzten es die sozialistisch, radilalcn Mitglieder durch, daß der entsprechend dem Vorschlag von Jaures angenommene Absatz der Lchlußiolge- rungeii, in welcher ans den van Monis und Caillaur ausf geübten „bedauerlichen und mißbräuchlichen Einfluß" bin- gewiescn wird, einer neuerlichen Erörterung unterzogen werden. Nach lebhafter Aussprache sprach sich der Ausschuß mit 11 gegen 8 Stimmen für die Streichung dieser Stelle aus. Jaures erklärte darauf, daß er unter diesen ilin- ständcn den Vorsitz nicht iv e i t e r f ü h r c » tön n t c und gab seinen Rücktritt. Ticsec Entschluß verursachte eine lebhafte Erregung. Tie radikal-sozialistksche Mehrheit des Ausschusses erklärte sich darauf bereit, das abgegebene Votum zurückzuziehen und genehmigte sodann den die Ralle des ehemaligen Ministers Monis und Eaillnux kennzeichn »enden Absatz. Jaures ließ sich darauf herbei, von neueni den Präsidententisch cinzunehincn. - Aic in den Wanbrl- güngc» der Kammer verlautet, wurde von der sozialistisch- radikalen Mehrheit des Ausschusses beschlossen, daß in die der Kammer vorznlegciidc» Scblußsolgcriiirgc» auch ein Lll'- satz ausgcnvniinen werde, welcher oie isaltung von Bartlion in ähnlicher Weise kritisiert, wie bei Monis und Eaillam. Portugal und die deutsche Einfluß-Sphäre in Afrika. Aus Lissabon wird gemeldet, der Senator Pedro Martins habe die Regierung bezüglich der Meldung eines Pariser Blattes interviewt, wonach die portugiesische Angola-Kolonie der deutschen Einfluß- Sphäre in Afrika zugewiesen werden solle. Ter Frag-- stellcr verlangt, daß das Parlament und das Land über diese Angelegenheit genau unterrichtet iverden. Ter Marhic- ininistcr versprach, die Anfrage dem Ministerpräsidenten und Minister des Aentzern zu übermitteln. Ein Bündnis der B a lI a n st a a t e n. In der Tpc- zialbcratung des Budgets dcS Aeußern erklärte in der^'erbi- schen Skupschtina Paschitsch in Beantwortung verschiedener Anfragen, daß zwischen Serbien, Montenegro und O'.riccheiilaiid ein Bündnis abgeschlossen ivordc» sei. Tie Vcr- trägc über den Bukarestcr und den Könstantinopelcr Frieden werden der Tlnvichlina in der nächsten Zeit unterbreitet ucrden. Tas Verhältnis Serbiens zu Rumänien sei daS gleiche wie das Griechenlands zu Rumänien. Tas Zusam- mentrcsje» des Ministerpräsidenten mit Bcniselos in Petersburg sei ein zufälliges gewesen und habe einen willkom- menen Anlaß zu einem eingehenden Gedankenaustausch gc- l ölen. Ter Antrag ans Abtretung von Istip und Kotschmia an Bulgarien sei weder von Rußland noch Serbien ans- gcgnngcn. Serbien iverde übrigens niemals einem derartigen Projcite beistimmen. Tas mit Rumänien Über den Baii einer Tonailbrückc erzielte Eiiwernehnien werde zur Entivicklnug der gegeiiscitigeii 5?andelsbeziehuiigcn beilragen. In der Sricntfrage habe Serbien dem französischen Projekte im Prinzip zugestimmt. Tas F r ie d c n S b e d ü r fil js Bulgariens. Ter l ulgarifche Ministerpräsident hat an die Präfekten ein Rund- schrciien erlassen, in dem er ihnen zur Pflicht machte, die Bevölkerung zu versichern, daß oie Regierung keinerlei tric- gcrischc Pläne hege, und sie aufsordert, alle jene zu ver. hasten und vor Gericht zu stellen, die Gerüchte verbreite», um die leichtgläubige Bevölkerung ausznbcnten und zur Auswanderung nach Amerika zu verlocken. Kritiler und Publikum. Von Professor Tr. G. K rüge r. Wie i*n hört, sind in unserer Stadt die Gemüter Ivicdcr eil,mal erregt, und die Kritik macht zwar nicht dcniPublikum, aber d<-. 'laaneiu, denen die öffentlichen Veranstaltungen aus dcu» (äc- di:l der Kunst alwertrant iiild, Sorge. Aclinliche Vorgänge iind auch in anderen Städten nicht unbekannt. Selbst das graste Fra»! iurt w st davon zu erzählen, wie dem, der sich für derartige Tinae i„.c. ä .rt, noch lebhnit in der Elinncruiig ist. Wirklich liege» ja .'Nä> in äner großen Stadt die Tinge grundsätzlich nicht viel anders. Die menschlichen Leidciischasrcn sind überall die aleiän». Ter Kri- .r aus irgend einem Grunde dem oder jenem Schininieler .ict ? ngcr, dcm oder jenem Theaterleiter oder Koiizcrtvorstand lwas anhängen will, kann inii der großen Macht, die das gedruckte Wart besitzt, seinen Mitmemcheil das Leben außerordentlich schwer ncachen und mrhr Schaden nisten als mancher Verbrecher. Ilmgc- f-ltrt o ag, lver die Freiheit ehrlicher Kritik zu untervilldcn oder rinzuengeil vrriucht mit der Macht orrsünliche» Einilussed. Ivkil r vom freien Wort Unannehmlichkeiten fürchtet für ferne Person iihrr 3. Ktbcn für das von ihm gefeitete Institut, Zusehen, ob er den . e »ici'l absägt, aus denn er sitzt: dmin riit dem sreicii, sachlich begründeten Wort steht »nd fällt dir Sache selbst. Ich wochiie nun fast dreißig Jahre in dieser Siadt und habe M rttiff in Ai enge kommen »nd gehen sehen. Ich habe selbst lange rv •' >, gehört und erinnere mich, nachde»' der Aergcr erstorben ist. ncstst ohne Behagen der Zeit, wo mefa „Sfr." manchen aus) st v r :. uhe ousrütteltc und oft herzlichen Pstisall, ebenso oft grim- iniarn Widcrspriich mislvsrr. Mit Willen und Wisse» habe ich das ... 'a, er Sachlichkeit nie übertreten und habe dock: manchen rer- l- - - t ich nickst verletzten wollte, vielleicht anch einmal Schaden ■ stOtci wo ich nicht daran dackstr, ihn anznrichtcii. So Hab' ich ou h-r Mitleid mit dem Kritiker gehabt, der lieb in die Nesseln r.,n mutz, er wag es aniangen. wie er ivill. lind io fühle ich anch n! - ui mir gänzlich unbekannten Manne, drin zurzeit das un- ' an legre Amt auiliegt, feinen Mitbürger» die musikalischen Speisen er >,-.!! k : ii'iir;ni oder zu verderben. Ich lulne um hr mit ihm, als ich ihn noch nie aus unsachlichem Wege crtapvt P llcichl ist eS gestattet, das Gesagte durch Beispiele zu erläu ' i' sn unserem schönen Theater kehrt irrt riner Reihe von '.reu das Tarinstädlcr S vc rn per l ona l zu gern gellem Gastspiel ein. Es kann mchi doäl genug cingeichatzl ivcr- ' I,as diese Vorstellungen nicht,etwa nnr mr un,cr Musikleben, ■ n ar die Steigerung des geistigen Lebens IN »wcrcr Stadt . herbeupt bedeuten. Ich selbst, der ich viel -chonrS und Grotzes 'ri'-a mid gehört habe, genietzc jede dicirr ivaben ,n vollen Zugen. "incr Tperiivorstellung bin ich hinausgegangcn, ohne mich ln- acwcgt und gehoben zu iühleii. 2üe Hai mich inc Dankbarkeit "gsti. - erlassen, da» uns in unserem kleinen Gietzenio viel, geboten :i-irb m das manche größere Stadt uns beneiden mutz. Aber ivohlgcmcrkt, ich habe nie als Kritiker da gesessen. Ich dnrste ge. nirßcn, ich durste dankbar sein, lind ipfitu je. eine Regung des Mißvergnügens in mir auisticg — wie sollie sie Nickst? —, so bare ich sie unterdrücken dürfen, weil es meines Amles nicht war, tie Schäden zu sehen, und niemand nach meiner Meiming ver. langte. Anders der Kritiker. Er darf nicht dankbar sein. Er bat cm Amt und rine Meiiinng. Man verlangt von ihm. wickl n»d io lange man in ihn- ch'N Sachverständigen sicht, lliibciangenheil Iiild Cffcnljcit. Welh- dem Kritiker, der jc daraus Rücksichi nehmen würde, ob er inir oder anüercii zu Lirb oder ZN Leide schreibt. Ist er aber nickst sachverständig, so seid ltnr ohne Sorge: er wird schneller in der Versenkung verschwinden, als Ihr cs erwarte» fnögt. Noch nie lmt ein -lickst sachocrfländiizer Kritiker ein Pnbli tum längere Zeit'zum Narren halte» können. Anch i>» Pnbiilum sind elementare Gewalten lebendig, die einen solchen Wicht weg blasen, ehe er sich's versieht. Aber etwas anderes bleibt zu bedenken. Wir Und hier in Gics-cn von der Gnade der Tarmstädtcr abhängig. Verschnupsen wir sie, so kann es geschehen, daß sie uns ioie unartigen Kindern unscr Vergnüg'» eni'.irlwn. Ilpd da darf di: Frage wohl rul- geivorse» werden: lohn- es sich, scibst NM oereckstigicr Kritik willen, ein Verhältnis zu geiährdeii, aus dem für unsere Stadt io viel Schönes, io viel Gutes hcrvorgegangen ist und hoilenrlich noch Winter um Winter herrorgchcn wird? Ich bin geneigt, dirie Frage ,n verneinen. Aber dann gibt es nur einen Weg: man streiche eie Kriri! nach der Vorstellung »nd setze an ihre Stelle die bcsehrendc Einleitung in das anszuführeiide Werk. Im Ernst geredet: was haben denn die Tarmstädtcr dolwn. daß ihrr Lci- stnngen hier im rinzeliicn zergliedert werden? Tie kommen doch nicht zu uns, um Lob zu ernten oder Tadel zu linden, eie kommen oder lullten koinincn in beut Bewußtsein, daß sie bei uns eine Mission criiilfen, daß sie vielen Huiicerlcii, denen lßeld bentel oder denen Zeit es picht erlaube», die Theater großer Städic :>, besuchen, Stunden weihevollen Genusses berciic», daß sie ihnen die Augen und die Ohren öffnen für die Wunderiverke der Knust. Tas ist ihre mühsame, «her große Ausgabe, und darin sollen sie sich durch leine Kritik beirren lassen. Aber der Kritiker? Er darf nicht danlbar sein, denn er ha! ein Amt und eine Meinung, und die Freiheit feiner Kritik ist unantastbar Nun „handeli es sich ja »ich: nur um die Cm und um Tarmstadh Auch die an unseren Konzerten geübte Kritik steht immer wieder zur Tcbaitr, Wir wissen cs alle, und keiner weiß cs besser als ich, mit welckicn Schwierigkeiten unser Konzert- verein ZN ringen Hai. Immer größer werden die Ansprüche, und immer schwerer wird es, sie zu besriedigcn. Ist eck doch noch nicht einmal gelungen, unserer Siadtverwatrung eine einigermaßen namhafte Unicrstützmig in klingender Münze für ein Unternehmen abzuringen, alt dcm die Ccsscntlichkeit doch wahrlich in hohem Maße interessiert ist. Keiner von uns soll den kleinen Finger bieten, es ZN schädigen, alle sollen wir rührig sein, es ZN stützen und iördern, wie wir nur könne». Aber inner Kritiker? Ter hat ja aor kein Jiitercsse daran, ob es dem Konzcrtoercin gut oder schlecht gehl. Er darr gar »i.ö: einmal danach sragen. Sein Amt verpflichtet ihn zu offener Meinnngsäußerung über die Güte »njerrr Konzerte, und so lange er dabei sachlich blciüi und ieinen Maßstab nicht vom .Himmel holt, mit ihn an linier irdisches Gießen anzulegcii, io lange darf ihm keiner dreinreden. Er ist ia jes'M von IMS, die wir auch nickst von gestern sind und ehren haben zu hören, iiiibrnonimcn, anderer Meinung zu sein als uiiscr Kritiker. »nd hier steht cs nun anders als vorhin. Hier kann die LoiiNlg nickt lauten: fort mit der Kritik. Unsere Konzerte ver- anstalte» wir unter unserer Verantworlung und haben die Taigen ZU tragen. Fit die Kritik sachlich. >o liabcn Ivir von ihr ZN lernen. Ist sie lediglich bissig, so richtet sie sich selbst und ivird an sich irlbst zu Grunde gehen. Vollends iann nickst ins Gewicht iallcii, ob sich der eine oder andere Künstler vielleicht in seinem bcrechiigicu Seibstbeivußtscili, vielleicht alich nur in seiner lieben Eitelkeit durch kräftige Kritik geträntt fühlt, Tic Fälle dürsten übrigens sehr selten gewesen sein, daß Künstler von Ri» bei uns zu Ilnrechi kritisch schleck - bcl andrlt wurde», und nmgc lehrt weiß ich mich mlbr als eines Falles ;>l erinnern, daß große Künstler sich im kleinen Gieße» nickst besondere Mühe gaben und die Kritik geradezu heranSsorderten. Stelle» wir „ns aber aus den Siandvunlt, Kriiik vcrtrigeii ZN kömmt und zu wollen, so hülsen mir damit auch eine Mahnung an das Publikum verknüvicii. Tas Publikum ist gar zu sehr geneigt, ans der Kritik stets nur den Tadel heranszichörcii und über das Lob hinwcgzulcseii. Taß es selber loben will, bat es durch seinen Bestall gezeigt. Vom Kritiker verlangt cs beinahe, daß er ihm hinterdrein noch Wasser in de» Wein schüttet, und gegen eine Kritil, die nur lobt, verhält cs sich oft geradezu ablehnend. Tas wäre min kein Unglück, in, Gegenteil, b-i ivl- cher Stimmung kann die Kritik, auch die gcinv.de. nur gedeihen. Aber etwas anderes ist bedenklicher, linier Publikum hat keine Maßftäbe. So kann cs poisicren, daß, wenn bc, der wohlvvrbr- reitricn Wiedergabe einer schweren Sstmvhvnie virllcicht einmal die Bläser vcriagcn »der in einem gewaltigen Tcatorienckwr der Einsatz mißlingt und der Kritiker dies und anderes pflichtgemäß rügt, das Publikum die Nase rümpft: die Ausführung', denkt es, wird Wohl danach gewesen sein. Eine Woche daraus ist rin anderes Konzert, mit beicheidcncn Mitteln vorbereitet „nd ans geführt: von milder Feder wird es kritisiert, Tas Publikum schwelgt und zieht Vergleiche, die regelmäßig zu Ungnnstcil der Unternchinung aussallen, über die eiste strenge Kritik zu Gericht gesessen hat. Ter Kritiker aber bat in beiden Fällen lachlick- gehandelt. Nur verscknedcnc Maßstäbc Hai er angewendet, und mußte er anivenden: denn er kann von Crchestervei einen nickt verlangen, was er vom Konzertverein als ietbirvenländlich in 'Anspruch nimmt, »nd kann und darf beim „Sängcrkranz" gut 31m* Staftt «N- Co «6. Gießen, l. April 1914. Dir 'S.'fltil i«r Ortskvankenkasse. Die ®üU( juc DttäfniBlentajfe, »eldic «eihui nflc Kreise »n- :'(« Vcvötkerung, Männer lind 7vvn«eit. in Bewegung lebte. IN ohne jede 3«nmfl m-rtmiirn, Da» Ergebnis wird lu-iitr nbenft in bott Geirhäiioräumen brr Mmir, uric ec- Boracidiritbfn Ul. unn dem Vorüano rrmittrit nnb sestgcstellt inribni. Der Wahlakt irlbH icnb in 3 iMhllofniru statt nnb zwar für dir Arbeitgesier^ N» Hotel SdAs, für die männlichen Atdeitaehmer im Len,', che« e r w a h l herechiiglcu jede auq,iangenen 10 oc> der Ortskaiie veriidierten ArbritneHmer^zur Abgabe einer Stimme, jedoch »»r bis zur HöchstzaHl von 30 Stimmen aui einen Arbeiiacber. Die Stadt Gießen war als Arbeitgeber der einzige, welcher XI Stimmen hätte abgrbcn können, dod, macht- die Stadt von ihrem Stiminrecld keinen Gebrauch. sie hat damit gezeigt, dag iic in der Palleten Streit sich nicht ein,tuschen wollte. Die höchste von einem Wahlberechtigten abgegebene Stimmenzabl, ii-nnlich 22, haben Bänningee abgegeben, dann iolgtc die Firma SchaMtaed! Mtt 21 Stimmen, der linke rne Um ei Weimar und de Brüblsdic Trrnkere, mit ie 14 Stimmen, die llnionbrauerei mit 11 Stimmen, üiewäblt haben 741 Art-itgeber, die zusammen 040 Sttmmrn abaegebe» haben. Bemerki-nswert ifi die Wahr nehmnng, dag die ttkitten Handwerker nicht zur Wahl kamen, wahrend die sogenannten Herrichaften. nn-tdic »nr ein Dienstmädchen bähe», die Mehrheit der Wähkeridrait der Ai heil gebet. die dos Stimmrecht ausgeühi habe», hildklen. Aber audi zahlreiche Frauen, die sich ein Mäddien haltrn, machien »on ihrem Wahlrecht als Arbeitgeber Gebraudi Aiederhott mußte der Wahl dorstand Tomen von der Urne zurückweü'en, die unar eine Piitzirrn zur Kaste anaemcldet. aber noch keinen Beitrag daiiir Ixzablt hatten. Manche der Zuriiekgelmelenen zog beleihig! ah, aber mit Humor setzte sich eine ältere Wählerin »her die ihr veinlichc An Weisung hinweg, indem iic dem Wahlvorsteher mit einem zierlichen Knrrchen ciBärte: ,.Na dann das irächsieinai, wenn wir es beide noch erleben sotten". Die Zalkl der Wahlbercchttgten bctrua etwa rnnd 2500 Arbeitgeber Sehr lebhaft gestattete sich das Bild der Wahl der Arbeit nehmer !m Fel enk ller. Hier waren 4500 Wihlbercchiigte w 1 -trat nach dem Anfangsbuchstabe» der Wob. getrennt l Urnen zur Bersiigniig standen. Eiegcn «litiag war der Zudtang zur Klabl sehr stark, aber die Adserilgnna konnte dod, besriebigend be werkstelligt Werve». Gegen >/,!'- Uhr abends eudteil die Wähler aber, n«m möane satt sagen, kolouneuwäßig an. Das Wahllokal erwies sich »fei zu Nein für die Mail,' der Klrbeüm hmer. die zur Abstnnv.uiig sräi eiliges ariden hgtleu und sAlte teilweise den Bürgersteig Var dem Lok-tt. Die Wähler zeigten 'ich hier in dem WeAlgesdiäft geübt. Gezählt wurde» heim Walst-chlntz 2255 ah gegebene Stimmen An, intereisonieilen war bae Wahthilb am Astcrlvcg, wo die Damen das Wort -ährten. 8s Inind-lte >id> um 2f>00 wahlbered! liare blrveitncbnicrimirn, von benea bis zum Sdstnß t257 Mit glicber der Kaste ihre Stimme ahgabru. Hier vor bem Wabttokai lobte der heftigste Kamvi um den Sieg der blauen Liste, wie mau den Vorschlag Ar. I bezeichnetk. ober bie roie Liste Ar 2 Sfnrj nach 12 Uhr trat eine Hodii'tnt ber Wählerinnen am Walnlola! ein: es waren bie -Arbeiterinnen aus den Zigarreuiahrikeii, welche aber mit Geduld abivartete», bis mau sie au de» beide» zur Verfügung stchcuSe» Urnen abgeiertigt harke, daun ebbte das Wablgkfdiäit bis gegen 1 Uhr ab. um von neuem zu beginnen, als die Ber fäuferinnen und Hausbedienstrten zur Wahl kamen. Bor dem Lokal und im Hoi der Gewerbeschule war ein richtige, Frauen kongreß. Im Wahllokal selbst laste» Männlein und Wciblkin a!S Wahläeamie cinträduia beicintrnber. Die Wählerinnen stellten sich dnrchsdnlittiidi Nod> red l tavviidl an Jede matzte beiondei.. in struicrt werden. Hatz 7er Vahlnmschla» nidrt zugeklebt werden dürie Die Anhänger ber rpte» Liste kieste» ror dem Wahllokal ein buntes Acklamevlalat au» und ab tragen, aut dem ein .stammer und schön iindeii. was seinen Anlorberungen beim „Akademischen Gesannvercin" viellcidit nicht genügen würbe. Idi mochte wobt, dasi bas Publikum dazu erzogen wäre, seine 2>,aststähe 'elbst zu wählen. Der stritikcr aber kann nidit vor jede seiner Auslaifunaen ein Bferkzcidien fetzen, an dem man erkcimen würde, welchen Maststab ,'r feinen Ansifihrnngen zngrnnde gelegt hat. Cr nmi: damit rechne», hast, wenn überhanvt icman» ein Pnblikum zu erziehe» vermag, nur er felbst dieser Erzieher lei» kann Fühlt er sich als solcher, io must und wird er sich audi der Verantwortung bewnstt sein, die er zu tragen hat, und er must und wird jedes Wort iich breiiyal überlegen, ehe cr's deui Pavier nnb dann der Preise auverrrau:. Das Publikum aber, wenn anders es riduig belehrt ist, wird ihm Gerechtigkeit widerfahren lasten! Nit weder keine oder frkimntige stritik. Der vorstebenbe Anfiatz. de» uns Herr Geheimrai strüger ai eigener Initiative einqefandt bat. en-nebt uns der Aufgabe, di Dbenza iclbn anzuschneideiz, Aach oer Meinung einzelner Ivll uämli nui'er Musikkritiker die Ostistipiele der Darmstödker Sver in id>.i kritif'.erl haben, woiaist wir vielleid'i nodi einmal zurnrkkomini werben. Wir ireuen uns, dast Herr Geheimra! st rüget. der als Ariiiker wie audi als früherer 1. Borfitzender des Son zonverei, ei» gutes Urteil über diese Dinge habe» mutz, aanz den Sianbvun vertreten hat, an bem audi wir iestbaltc» müfsen. Wir glaub, »ich,, hast im? jemand mit Reck,! den Bgnvur, machen lönzn wir hatten eine billige, unböflichc oder nniachliche ttritik bic-her nnserrm Blatte gedulden offene, ehrlidw Meinungsäusteruiig, i> aber die sollte nun gelten lassen, solange sie vo-i Sachknndc g kragen ist, and, wenn sie, wie in dem vorilehenbeu Anfsan an geführt worden ist, nicmats eine mit motiicmalischer llnumstöstlii k-it gilkige Feststellung sein koim Nur giguhon wir aus de» Au führungk» des Herrn GeHeimraks ikrüger den Beweis enttichm tt> können, dast der Wog, den er in Bezug auf die Darmstädt Gamvieie unter gewissen Borausfetzuiige» vorsdilägt, nidit gan har fit. Wollten wir in diesen Folien wirklich davon absebrn, d, Red,! ber üririk z,l üben, io wurden ja di" Darmstädier Gäste liNgünitigein Lichte heim Publiklim dästchen, „ämlidi als Len die eine ireimüiige xriiik iurchien und sidz mit ihr nicht mit b zu emvielstenbeu Getasteuheii ahiiubeu walten. Austcrbem biiri einer Zeuung. die im Dienste des Publikums steht und dessen B duriniiien zu wlaeu Hai, „iw ohne w.-itcres ihre Rcdste vcrtüi werbe» Wir haben bas Recht und die Pflicht, öfientlidie Bera Naltiingen önenttich zu beivrechen Aur in einem Falle könnt wir ge nü t.gt werben, non ioldren Beivredningen abzuselie wenn nämlich b,e ttzaitiviclc unter AnSichlI, st ber De i c * Vdi f c i t veranstaliet würben, so bast sie nicht iedcrmai zuganglitt» warrn. Wir glanhen taum, da« bas Darmstäbter Over verional bas Dbium oui sich nehmen wirb, eine freimütige ztri »ich. chcmowoh! vertragen zu könne», wie bie Gäste, die der Ko zertverein nach Giesten bringt. Die Tarmfoäbter wurden ,a n Herr ^riigri mit vollem Rechte auSstihrse. „den List abiaqen. a dem »e litten: denn mit dem freien, sachlich lwarsiiibeiei, iteht und lall, die Sache selbst." kätzdieu und ei» Diener in Livree abgebildei waren. Gegen 6 Uhr abends war der Fraiieiitrnbel tut Äfterweg io gewaltig, datz die umliegenden Wirke mit Neid gut den i» dieser Siraste jelleii'-ii Biesenverkehr bliclien, der leider für sie nidits einbradite. Wir hörte» mit Seufzer eine zesche ?terkä»feriii au - der Wilmvouirarv erklären: „Ach sdrade, dast nicht alle Tage Wahl ist, cs ist dodi >n schön, wenn man mal spazieren gehen kann." ** TageskaleuLcr für Mittwoch, de» 1 . ÜUtil: S t ab !■ thfnler: .Die Frau beS RominnnbeuvS." Anfang > Ubr ^ T r i n k c r - F ii r j o r ge sl c l l e liir Stadt »nd Landkreis Giesten Kietzen Astcriveg 9, Sprechstunde jede» Tonncrslag abend e> bis Vi, Uhr. L. U. L a ii d c s uu ivc r i i k ii t. Prof. Tr. 2 rii w « 11 st, bec Orientalist linse rer Landcsunivcrsitlit, hak einen rnnf an die Universität Königsberg erhalten und angcnoiiime». Er wird dem Rus nach zu diesem Sommersemeitcr ,)olge leisten. " Sin iifuei Leiter der T ewcrl>e bank. Heute morgen um !> llhr wurde in den Räninen der Gewcrbebank der neue leitende Dieeltor, Herr Rechtsanwalt Arnold, jiir den verstorbenen Direktor Loos feierlich in sein Ami cin- geftihri. Der Vorsitzende des A>issicht8rateS, Herr Louis Petri II., begrüßte den »ene» Direktor in längerer Rede. Nachdem auch der Direktor Willi Möescr und der l. Buchhalter Otto Keßler aesorochen hatten, ergnss Herr AsechtS- anwalt Arnold das Wort z» ichlichten. ergreifenden Ans- siidruiigen, in denen er ans seinen alten Berns hinivieS und mit frohe» Hoffiinnge» seine neue Tätigkeit begrüßte. ** N nie bc rg in ii n n i s che N n te r n >' hin » » ge n in, Vogels borg. Als jüngst in einer Beriammliing des Burgervcreins Gießen Architekt Kockerbect in interessanter Wcisc ans eine zuiiehmende industrielle Entnucklung im Bogelsberg hinwies, gcbachle er auch der noch unerschlosse- nen gewnliigen Snl.zlaqcr, die i» unserer Provinz ervssiiet »nd nutzbar geniachr iverde» könnten. Der Bogelsoerg ist nicht nur rrietz- an Basalt, sondern and» an Steinsalz. Wie inan uns beule n-itteilt, sind neuerdings, etwa zwei .Kilv Meter westlich von lü e i st 2! i dda , erfolgreiche Bohrungen vargcnomme» lvorden, die zwar nicht, wie man zuerst gedacht hatte, eine neue Quelle ans Tageslicht gebracht, aber dennoch die kühnsten Hossnuiigen Übertrossen haben, indem inan nämlich auf ein J t c i n s a l zl a g e r v v it u n g e a b n - t e r A n S d e l, » ii „ g gestoßen ist. Tas gelblich gefärbte Salz ist, obgleich es, in den Mranmjchichten Beiniengnugen von Mergel und Gips hat, in siristallsorm ieitgestellt worden, und i-ei weiterem Abbau stieß man ans große zusammen hängende Masse» völlig reinen Salzes. Unter Beteilig»»^ der Grnndl esiper, denen das Gelände gehört, ist ein b e r g in ä n n i s ch e s A l> b an -Unternehmen großen Stiles geplant, an dessen Spitze ein bekannter Großindu- stricller stebt. .»leine Förderungen haben lwnte schon mehrere Daggonladniigen hervvrgebracht, nnb ein Vorzug des Unter nelimcns ist es, das, da-.- Salz in geringer Tiese sicii vorsand. Gestern bat sich nun eine Ileberrnichung ergeben, die eine weitere Perspektive glniklichster Industrialisierung und Spiittijierung eröffnet und bereits heute die f»e- tvähr i-ietel, daß ei» neuer Reichtum und ma- tericlics tsedeihen in unsere Provinz ihren Ci»-- zng halten werden. Man liat nämlich in einem besöudereie Stollen bedeutende mineralogische Lagerungen von Pses rer entdeckt, so daß Hier nur durch einen ivniiderbaren Z» sali die beiden populärsten Gewürze in sriedvollcr Eintracht vielleicht Jahrtausende laug nebeneinander gelagert waren. Es war bisher von der Wissenschaft wohl vermutet, aber nie recht nachgcwiesen worden, daß der Psesser nicht nur als botanische Substanz, als tropische Stranchsriicht, sondern auch als mineralogisches Faktum in gepulverten, zusanimeii- ltängeiiden Mengen sich vorsiude. Die vberheisischc Fundstätte zeigt nun die bergniäuiiisch glücklichste Gliederung, und iveiiu eS auch bei dem Reiz, den der Psesjeritauo niiu einmal aus die Riechvrgane ausübt, sür die Bergarbeiter nicht leicht sein wird, unter T>rge zu arbeiten, so wird de! sieter Lust- zusuhr and den nötigen Vorsichtsmaßregeln der Ausbentung dieser natürlichen Schätze unseres Landes kaum ein ueiinens» wcrtks Hindernis sich eutgegeustelleii. Tie Landesbehörde hat bereits osiizielle Besichtzigunge» vorgeiiommen, und hcnte nachmittag lvcrden zwei Waggonladungen von Proben >im .">.07Iich- auf Bahnhof Gießen eintressen. Hier findet l ine Umladung statt, wonach die Sendung in die nahe liegenden Räunie der Gewerbeansstellung laste Klinik> gebracht wird. Es soll nämlich dort int Kreise der Aii'sstelluiigsleitimg und zahlreicher Fnteressente» von nab und fern eine 2lb iiahmevrüsung erjolgen, eine linterinchung ans die Konsistenz des Steinsalzes. Uni die Propaganda für die am Ili.Mai zu erössneiide A.iisstelinng wirksam zu fördern, lver- dcn kleinere Mengen der beiden l-iewürze, soweit die vorgesehene Menge reickil, an Interessenten, haussraiien und Koloiiiallvarenhäiidler gratis abgegeben. In einem der Irren Räume der allen Klinik wird ftir die ganze Dauer der Ausstellung ein Bestand der neuen Funde i» der Form einer zierlichen Salzgrolte zur allgeineinen Besichlignng vor gezeigt. Es sind weitere Forschungen im Ganges um nach zuweisen, wie weil und tief diese Salz und Psefter Forma lioncn im oberbessischen Erdreich begründet ist. " Eine ich wimiiiende Insel. Die belannte Vogel- insel ans der Baden bürg bei Gießen, ein Ruheplatz der norbische» zftigvögel, hat sich infolge der gewaltigen Regengüsse in diesen, Frühjahre i» Bewegung gesetzt. Die starken Iasserinassen der Lahn treiben die ganze Insel langsam üromabiväilr. ES inuß deshalb damit gerechnet werde», daß iie hclite »nt dem Lahmvehr bei der Binlschcn Mühle z„. sammenslößt, »nd, »,„ einen Wehrbrnch zu verhüten, ist ein Zng Pioniere beordert worden, der um 12 Uhr eintressen n»d den schwinnnenbc» Inselkoloß mit Dnnamit sprengen soll. Von der Lahnbrücke an? kann man da? interessante Tchansoicl gnt beobachten. " B-eaen Schlntz bec Smetzelt tan» bn8 "'«« -->,a„lp.el von Karl Ado« Al , „ .W ^ am uachilen itndmiittna acaeben mprhni qr.,.. onntna uniiimiitoii qeqeben iverden. Diese Dl s'eUt.na n„del lei kleinen Ereilen 'tan „nd Gutscheine (vultigkeit. haben Landkreis ('»iicsjcn. -- G r v tz e „ . P „ l e ck. 1 . 2,peil Bah»sl«i,!d>atzner Bolk van lner keierl heul« lem 2 b jährig es T ie „ It j „ v > l ä „ . 1 ».- me-cm Unlau wurden ihm von jeme» itarveitern viele "In erkeimmige» zitteil. Kreis Alssel». W- i ii d l> a ii s e n , >l. März. Ter Konsum- und K > e d > l v e r e i n erzielte einen Reingewinn von 1710 Mt' de, ernenr G.eschästsnmsatz von 107 000 Mk und einer Mitgliederzahl von 280. Kreis Schotten. Kreistag des Kreises Schotte». , — Schotten, 2ft. März Rattmusmal »and gestern unter dem Vorsitz hee- Groß,, Kretvrat« rr. Mcrck^die d,cS,äH,--.ge ordentlidie Sitzuna de« Krcrötags des Krcnes odiotfcn statt. Der Vorsitzende wie» ciiileilenb barauk hi», bar. mi erstenmal Gelegenheit bade, mit de» Llbgeorbnete. -r' in gemeinianier Täliakeit zuianimenzvarbetten. Er nt mühen, »nt allen Kräfte» die Intereiien des Krci .!, mrde-n! und hoike, daß die gemeinsame Arbeit zum Wol .r- Schotte» gereichen werde. Er gedachte Hiernach ,.it -i -iiven. Werten des verstorbenen Krei aiisidmnmitgliedS, \ . tont richterS Ritzpel. Hiernach ivnrdc in die Ta-uAvebm eingetretcni , l P r ti s i, „ g und Bes di ( n ß s a ssu nq ü 1 er o \ • - tigkcit der ErgänzungS mahlen zu »l Sttiei o g ;■ den int Herbst ». IS. vorgcnvmmencn Ergänzung wähl - > i. den wieder hezw. neu gewählt. Durch d Le voll uiächtigteii der Ge m e i »de» o r st ä ud e: ötfrgi-rmr>nc, Rispel, Gelder»! Johannes Konrad Lenz. Ober-Schmn l«a. "hi, gcimeiKer Rühl, KöddingenI Bürgermeister Sdn d> . mauiishain, Bürgermeister Ritter, Laubach und Karl >. eie enscru. D u r d> Die '*0 H ü dl st i> e si e u k r t e, ammertz rrktor Pirnbauiu, Laubach: Sauitätsrat Tr. B La-L.-I,!- und Forstmeister Klingel böser, ktzeder». Tie Wahlen w- dm e, p i l i ch t i g e n der ersten Abteilung für - > 'auf 10 15 17. (i* wurden auf Vorichlag gewähl- F- den F iNaN z a »I t s b'e i i r k Schotten: als Mitt wann Georg Rockenier, SdioNeu: i'ievrg Konrad ernmnii 1 Schotten: BÜrgetmeistcr Viehs, Raiurvd: Mb . Srftl Vsannsticl, Ulrichstein: als Eriatzmitgliever: Km an» Böhl. Sdwttcii und Metzgermeister und Gastwirt >. Behrman». Ulrichstein. Für de» F i n a n z a m t » b c z i r k H :: gen: .- 1 - Mitglikder: Hermann Kratz, Lanbach und als Ersatz!-- - ■ : gcrinesster Ritter. Lanbach. Für'den Finanzo -..ctii Nidda: als Mitglieder: Beigeordneter Vonalt, gen ind Lehrer Keller, Ober Seemen. Als Eri'ahmitglieb abiikaM I Moniaiia, Dher-Sdmntteii. ■}. Rechnung der Kr c i s kaiie und V c r w a t t u n -i bericht des K r c l s a u i j d> u i j e e für das tz- ilnum j a hr 1012. Rach einigen erläuternde» Benierkuvaci, o . Vor 'sipcnben lmirbe die Rechmmg vorbebälllich ber Prü . . dl ! . Dhrrrechniiilgskammcr genehmigt. Die Rcchming ' ieß, ab: Einnahme mit 2:11.819,42 Mt., und in Ausgabe v 2l0! 1-1,10 Mark, io daß ein Kästenvorrai von 24 705,32 Mk -cthlicb •f Voranschlag der Kreiskasse sür ,gS R c ä- - n u ii g « , g Ii r 10 14. Nach einem aligemciiien I .--erblick -er hie Filiaiizloae des Kreises Irng der Vorsitzende de-! Borvnsnüvg im einzelnen vor. Pei Rubrik 21) , Fonds für H, -------- --ig KreistagSabgcordiicter T> Vogel Laubadi. oh an de Ra,t> ridii im Sdiolieiier Kreishtatt, der Stadtvorstand vo» -öio-itt- hahe besdiloifeii. die Errichtung eines Kreis-Kranke-ibaines brr Kreisverwaltimg in Anregung zu bringen, r-was Wahree- kei. Der Vorsitzende erwiderte hieraus, daß dir ff - . i’-nli >■ mit dieser Frage bis letzt nid» eingehender beiaizt -»-- n die Möglichkeit, das: in dieser Frage Stellung qkNvmineii wr: müsse, liege aber vor. Sie könne nidn allein von ia »tarnt G-- sichtspunkien aus behandelt werde», sondern cs ihm , n auch bv iiuanziellcn Wirkungen eines wichen llntornehmc nt eiKgeheitt- gcvrüfk werden. Der Frage werde daher erst näher gctr.i-i werden, wenn alle Uitterlagcn sür eine Stellungnahme der Kr 's Verwaltung gcschgsscn seien. Der Peidiluü des Sch ttene-, Si -e: Vorstands habe den Charakter einer Enti«bliestu»g. - > sidneca mau in Bezug aui die Krankenvilege nicht uiitäli tc-vrien sei ii. a. bei der Provinz die Besdiassniig eines Ktiinkeno - mobile- angeregt worben. Es scheine bei dieser hier- ch ave. f-;. Neigung zu hestchc». Abgcordiietri K r o m m - Sa-ottc» bemerl, dazu, der Stadivorstandsbesdilus; hätte nur den Zn uk geliavt. - Frage der Errichtung eines Krciskrankeiihaust-5 !-I '.fuv. :.- bringen, zu mal audi die Stadt Schotte» zu CrifiT ü-'-tir he - sei. Bei Rubrik i>: „Feld- und P o i i »e i ft \■ n j giiteile" brachte Abgeordneter Fischer, Hof- Im-rnl,.'.- n Polizeiverordnung betreffend den Sanitz der .'ic>t'n utz Svrache Er wi'iiifchi, dar auch nodi der Monat ‘-'r. ’iii - Beschneide» der Hecken srciqeacben werde, Sa vor M trz beiter ;» haben seien. Dem Bogelslvutz werde dies -m V I l> nicht sdiaden. Abgeordneter Bauer, F reicnscen schloß nü: de,- Wunsch de-- Abgeordneten Fischer am Der Borsrende h". hierzu, oaß der Erlas; oder die Abänderung von Pv>! ' niüigeii nickt zur Fnftändigkeit des Kreistags gehören. " - Rubrik 7: „Tagegelder. Reisekosten u i- e 7 I, reu" frag! Abgeordneter Ritter. Lanbach an. ob e- reifen • sei, daß die Gebühren sür die Revision von Rechnnugin nur,' die ivrosch. Lbcrrcchitiiiigskamuier wegiatten würden. De, Bor sitzende erwidert darauf, daß darüber bis setzt nur in dr- .ln--.,, Kammer Verhandlungen stgltgesnuden hätten, ein '.feiet »her di Aufhebung der Gebühr aber nodi nicht zustande g-kom-.-'i. V e i Rubrik 10 „K r e i s st r a ß c u u n t • r b »11 u n g- wiinscht der Aba. Dr. Vogel-Lanbach dringend du der Dristvird-iabrt Lanbach und der Abg. Pfannsiie, ,' - die Walzung der Lhmstraße. Der Vorsitzende erwider: . d- -Er süttiing beider Wünsche sei erst möglich, wenn die dei zefti m via» mäßigen Walzarbeitcn aiisgestihrt seien. 2lbg. B i r >- !> a u --- ragt und) dem Stand der Peibandlniigen wcacn .Herstrll-Iiig der Kre- straße int Gebiet der Fl iedrichshüttc. Der Porsitz- - Ser es seien mich weitere Verbandlungeil mit der Gemeind, l,-...,eer' bürg ersorderlidi. Der Kreisansidniß hätte inzwischen e: a Buiift dahin sestgelegt, daß den »orgebrachtcn Mün> den «ng.-.-z-.i gekommen Iverde» solle. Abg. Dr Vogel-Laube,! oruai.- durdi die Schärfe der Kurve der Abzweigung der Kre--.-fn-.f- »ack Groß-Eichen gcsdiatfeuc Erschwerung des Fuhrwerks,-er!-!:- -vi Langholz zur Sprache. Vaur-n Plitt bemerkt b,ni\ dc-; e-m- Beseitigung des mitgeieiiteu Mangels sich wohl ÜI> e Straßenunterhaltuiigsvoraiischlags eruiöglichru Igss-n , - ' Vorsitzende tagte weitere Prüfung der Angelegenheit - Rubrik 11: „Straßen» e u baute n'5 Di, > oi!ie. Projekte: Vau eine r Krci s st r a ß c von 0-: » - l> - ! t e n ii a ch H i r z e u b a i u ii u d v o n U 1 i n n a ch II n t -. - 5 ch mitten. wurden genehmigt. Z >i R It b r i k 12. ,,K r e > s u n t e r st ü tz u » ü e » ' iv - 7-,. ine 2l b ge o rdn t t e n D r. B o g c t - L a u b a di ii: ii u-i ;-i Schotten. Ersterer wünscht Material zur Prüfung '•■■■■ %a,r des Veiiragsve, hättnines der einzelnrii Kreise zui ,' - ProvinriolHedieiiaiislall Die Gebühren für Ailssührnng i-,- De- inseklioneil bittet er möglichst niedrig zu halten. dr-»n »«. ich ' - 01 !->ihre» für DeSiiiteljtnieii ein Tarif besiehe. Bei -ÜM-. am Erlaß von Desinse-Anslostrn werde weitgehendst - - -; i. e: i g- i'ibt. 3 ii r Frage bei- Vertilg ii ii g s chädl - - - - - - g -1 n»e Tiere sprach A h g e o r d n e t e i F o r si m e i st . r -' , i n a , 1 böser -Krderü. Das Abschieste» der Kräbe» ha-- -u-nig Werl, er einpiehle das Legen von ttziil lind bitte die 2lm- !, !, r >: Pertilgiiiigsweistizn niväge» Die Vertilgung der F o-- > : - audi nidn richtig gebandbabi, iie müsse gemarkung-. . ioGe- B e i R lt b r i k 2 7: „P e i t r ä g e zu gerne - -- ii : I - e n Anstalten »nd Vereinen" wurde nodi ein - ei :u- Aliee-Frauenvereiil von 30 Mk. eingestellt. Ab - Birnbaum Lanbach bat um die Bewilligung -o» ' - ie - iiim Konzert und Vortrags Verein Laubadi und Stistnng „Iugend-Sport-Spielvlatz Lanbach" Ter Vorsitzen -mit tu ,-b diese Wünsche für das nädistsolaende Redinnngsja - " -a. -: gezogen werde». F n Rn b r i k 7 de SV o ra n sd>l a gs: „T -t r e- Reiiekoüeu und Gebühr e n batte der K re - e-i.e Erböbuna der Gebühren sür die Tätiakcil des G> -.'oa-, inivekiors und zu diesem Iweck eine -Abänderung d - betrestend die Erhebung der Gebühren im Bauweie. ovmrü den, Kirchen und öneulljcheu Sliltunge» und der !--g-- bühreu beantragt. Der Abgeordnete Birnbaiim 2 - n .'a-5 brachte einige Bedenke» hiergegen ror und beanire... -ü, Weisung a» Heu Kreisausschuß zur Einbringung ei- - i>>ebührrntarifs. Der Antrgg des Kreisausschnssts n , d- -wom mm T c r Voranschlag ly u i b I) i t r a u 1 i m 16 a n -, e » 1 it Einnah in r int b ?f u •} n n b r m i t 2 7 > ■"> -3 0 ?>! t. 6 ■_> ^ ; ( n g e n o m m r n 6. iS t f) o li n II n b c x 2 11 (i ü t II in ä r t c 11 o l> II>- Tci vom > r c i i c u i- r ( ä i tb prbninifl. Tcm t> 21a ber .'Ircijieutrlöirfiorbminn würbe bont Anträge bw Krcjsausschnües «lcmftB solgcitbe Jassung gegeben Für schaden, die bei brnt Fahic» mm 3pril-.cn, Mannschaiien oder Wasser entftchcn, lmitrt. falle- nirfil aus bcr Landessenerlösch fnifc ober an: andcrwcitcn Bkriickcrungcn StTiaben-Jctfab UI (einen ist, die Gcmcinbe, soweit nickt ber Schaben vorwiegend von bew Bcschäbiqtcn ober seinem Beauftragten verschulbet wurde, ober bnrck bie Beichaiienheit ber Gegenstände entstauben in, J-.n 7\a 11 e gclcjfte ter BrandhUsc battet für bie babnrck vernriachten Schiibcn bie jenige Gemeinde, welcher die Hülie teistcube Delir anqebör« 8 1} c u tt> a b I eines Mitglieds bes 8 r e i s a u s » schlisse: sür die Jahre 1011 eins ch l, 101!» (für ba: ner st arbcne Mitglic d^ ObcramtSrichtcr Rispel Gewählt würbe Gnisheiitzer.J i s ch e r von Ho>-Zwicsaltcn mit IO Stimmen. 9. Neuwahl eine: E r s a p ui i t g l i e d : de: 8 r c i s - a u s s ch ii s s e: iürdieJahr rJ9l5 bi: ein s ch l l 920. Da , lLri'atzmitqlicb Tbcobor Tcllar>u:-Schatten, besscn Ausscheiden iür Enbe 19! 4 durch ba: Lo-> bestimmt worben ist, wurde wieder gewählt, l 0. Erlaft einer Kreissatzung über die Erbe h n 0 einer Steuer v o NI g c n> c r h s m li K i g e n Handel I» i t ländlichen G r u ndstü tke u. Dem Antrag de: »reis- eusschusse^, eine solche Satzung zu erlassen, wurde zugcstimnit, Hessen-Nassau, d Biedenkopf, 30. März Unserer K r eis v ich kaffe find im avgelaufenen Geschäfissahrc 4r2 Mtglieder teifle'mni. Versichert waren 1776 Pferde z» 1 tu:}640 Mt.. 100.7* Stück Rindvieh zu 330.3610 Mt'., «,!!»! Schweine zn > 110320 Mk. und 1638 giegen zn 48 300 Mk. Entschädigt wurden 707 gälte mit 111 68.3 23 MI. gegen 6.56 J-älle mit 87 101.08 MI im Jahre zuvor. Von den gezahlten (rnt- schädigniigen entfielen auf 70 8 reisorte 47 272.70 Mk., bas oiesamk vermögen dieser segensreichen Kasse ist aus 147 482.80 Mark angeivachjcn. £nft$ an einer Lungenentzündung schwer erkrankt. T.-r olmedin an Herzichwäche leidende Dichter, der am IS. März »einen 83 die diirlriag ieicrie, liegt ictiwer trank darnieder. ' T a m v f c r i, n g l ü ck n u t dem Rhein. Ans T i, i s bürg, 31. März, meldet ein Privat-Telegramm: Ter Haien sä levvbampjcr „Jean Tewok" geriet h.-’itf nachmittag beim Ve, laiien des Parallklhaieus IN eine starke Rhcittströmiing. Tie Wellen lätngrii über den tiesliegenben Damvker, ber insolgebesseii lank. ->wei Malrojen sind crlriinken, Ter Schifsssührer und ein schwer verletzter Matrose wurde» gerettet. * Sch ii lersclb stmo rd Aus Berlin, 31. März, meidet ein Priv.-Telegr. i Heute vormittag lieft sich auf de», -stadtdal ni,ose o.n der Jainiowitzbrücke ei» zinölsj ihriqer Schiiler von einem Stadtdahnzug überfahre». 8r war sofort tot. 3 f l b st m o r d eines li n t e r o f f ii e r s. Ans 8 öl ii ward gemeldet i Hin Unteroffizier des .33 Infanterie- Regiments erschoß sich, im'il von einem ihm anvertraute» btrfnngenentranSbort ein Mann entwichen war. c Bon M ä dch e » hä nbkc r n verschleppt In den lrl-tcn Wochen verschwanden IN Tuirburg vier Mädchen i»> Auer von 1.3 lind 17 Jahren. Tas jüugfte der Mädchen, die lö cfll.rc alte Margarete, gcn. Hallend, ist ietzt von der Tuisburger Volizci in Fianlsnrt a. M, ermittelt worden. Tortbin war "-ran zwei Männern gclocit worden. Tie beiden headsichtiglrn bas Mädchen in einen, öffentlichen Haus in Frantiuri g M. nntcrzubringcii. Hs besteht der Perbacht, baft auch die übrige» drei Bermiöien von Mädäienhändlcrn i-erschlepp: worden sind, dock ifMt bb» ihnen noch jede Spur. A u t o m o b i l u n f a l I. Ans K v n st a n t i n o p c l ivird gemeldet Der goinniandenr des l. Ainneekorps in Non stein - linopel Oberst Nnry-Bth wurde bei einem Jufammenstost leiiies Automobils mit einem Straßenbahnwagen so schwerverletzt, daß^ an seinem Aufkvniincn gezwciselt wird. Er wurde bewntztlos in ein Militärhvspitnl gebracht und konnte noch nicht ins Bewußtsein znrnckgernseii werden. -'Tic schwarzen Pocken Ter „S6>les. Jlg." zu» folge ist eine Frau nebst ihrer Tochter unter dein Verdacht der schwarzen Poeten in die Jsolicrstation des Kranken Hauses in Breslau cingeliefcrt worden. In Berlin wurde der Klempner Graßineuin mit seiner Iran, seiner Schwägerin und seinen beiden Kindern uiitcr Pockenv -rdacht in das Kirchowkrankeiihans eingclicfert. Tic Bewohner d-S Hanses, in dem die Familie lvvhnlc, wurden einer Schutz, inipinng unterzogen. Kleine Tagerchronik. Im Nürnberger Haupibahnhof wurde eine auswärtige M äd ch c II h ä n d l er ! I, v erhaltet, die drei Mädchen noch Leipzig verschleppen nwllle. In N e » tu b ü r g bei Pforzheim verbrannte das Automobil des Arztes Tr. vcnöler, wobei der 30jährigc Hlanfsenr Schäfer in den F-lammc» umkani. In « o n d o ,i starb der 92j e ch i c l I n I a p a II. Tokio, 3.1 März. Vicomte Kiponra bat bei, Auiicag angenommen, ein neues Kabinett zu Hilden, Werdende Mütter und SelbststiUendc vermögen Unterernährung und damit zusamnienhäiigendcii Beschwerden wirksam oor- zubcugen, wenn sic regelmäßig Seoll? Eninlsioi, nehmen. Hergcstelll ans seinstei» Lebertran mit Kalk- und Naironsalzen, ist sic ei» leicht zu nehmendes und verdauliches Stärkungsiniitel, das die Eßlust dauernd anregt-, c ',, Verein der fortschrittlichen Volkspartei. Mittwoch, den i.Hprü 1914 ,abends 8 Uhr im Cafe Cbel dahier Ordentliche Cagesordnung-, 1. Borttag des .VKnn Professor Dr. Bogt: „Tic politischen Pflichten des Bürgertums," 2. Geschäftsbericht und Rechnnngsablage, 3. Borstandswahl- Gießen, den 28, März 1914. 4 i ; ,o r> Der Vorstand. Union-Iheatei* 89 Seliersweg 8i Frühjahrs-Waldlauf Sonntag, den 5. April, nachmittags 3 Dhr, am Schntzenhans für die Siessener Tnrn*, ■» Sport- nnd Wandervereiae tncgdentscMaadbimd Giessen-St 4310a Freitag 3. April Studenten-Scherz Tango-Tanz IHittvsch, Doaatritii 1. April 2. April Ein außergewöhnlich. Schlager-Programm! (Einlage) aW". Ä (D*H) Asta Nielsen im Drama ,.Das Kind ruft“ liis Jetzt erzielte, veranlasst uns das Dram a bis BP- -»« 3. April als Einlage zn ▼•rlämitrm. -Ha Wochenübersicht Union-Theaters Neuestes aus aller Welt. Mode. Sport etc. (rroßaiii£re Komödie. Zum Lachen! Der von der Zensor verbotene, aber wie.d. frei gegebene .... . von erstklassigen Künstlern vorge.ühri 1. Der Tansro (Auiapat getanzt von Richard Wheler und Miss Dolan vom Parktheater in Neu’-York. , , . , 2. DprArsentinisclioTmifio lei t hoolnl zetsnzt von Herrn und Frau Solty Dur vom hmpire- Theater in London. , , DerTangro (ol lssistible get anzt v. d. wuncler- scibmen Sen’anna, Fräulein Marthe Marbel. Wüiende Indianer-Kämpfe oiior: !»;<- Meißen >Iei AnnlMllnnc. Spaiim-iiiie-. Dr.-iuia in - 3UI<_i,. ln s"--em Lirama .eln-ii n ie. wie weifte Farmpr 1 m tbchsl %,ir»llirk«r Lz«e keiinle«. ">- *'*' »•» TisltB Io«,a,e» R»»e, «mH«»«» V 1 e „Vii., .li Dank rter moliij«a «•‘“S- 3,11 We.jtt ibre »«>»»»- Sen.iiti.».: Sensation: In den grausip flown u 5 ü mm la.. des tosenden lind doiinerndenNia^araf- . till.Ie- „III, ie.i ii .z,c.'<-i,d>iek 1° äi. -»»-!>-"» iefec reslSrtt \ eiilen kann, «inl '<.•> f . loniuilt '.'ii einer berühmten -^N^'MwI'UU t. Brill aus dieser srlm-i klicho.il l £® ,n "L. J IM© IMrektion. 3 y Lichtspielhaus fcj Ab heute Kittwoch bis Freitag der ill. Film der Patiie-Schlager-Serie: Grosses Sensationsschauspiel aut' dem Meere io 4 Akteu. Verfasst von Franz Bodnar. Die Enttt'icklung des Sujets, seine wohldurchdachte Ausarbeitung ist nicht der einzige Vorzug dieses von allen Beteiligten sehr suf dnr- g - estellten Films. In denGemächerausstattungen, in der Auswahl der natürlichen Hintergründe findet man hier Raffinements, die bekunden, dass ein denkender Kopf, ein genialer Routinier dabei das Wort führte. Die Handlung, bis zum Schluss voll Spannung, hält sieh frei von groben Effekten. Die prachtvollen Szenerien und das meisterhafte Spiel stempeln ihn zu einem Schlager vornehmer Art. Außerdem ein glänzender Spielplan Unit- Der vielbcgehrle Moritz Kin heiteres Film^piel mi‘ Hieritr Prlnct in der Hauptrolle. 4320a i -- i Jjk «k Jk uii i u i nTW i m 11 Wn i »f»i Fffn 11 n i ffc ! Steckenpferd-j I Seife I r die bette LiHemnüch-Selfe : : (Or tarl c, «reifee Haut und bien- : ; dend fthönen Trinl StOck 50 Pfg. r Ferner macht. Dcda-Cream" • rote und fpröde Kaut wrife und : , fammetwrlrh. Tube 50 Pfg. bei ' P. J. Xöbs, Carl Saibel, W. 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März verschied in Wiesbaden nach längerer Krankheit unsere liebe Tante und Grosstante Frau Jeanette Leichtweiss geb. Peppier im fast vollendeten 86. Lebensjahre Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beisetzung findet Freitag, den 3. April in Giessen statt. Heute nacht entschlief nach lanacm. schwerem beiden unsere liebe, ante Mutter, Schwieger- mnttcr, Grotzmutter und Schwester Karolina was wir Verwandten und Bekannten hiermit lieibelrübt milteilen. F», Bauten der trauernden Hiiitcrblicbenent Ar. Keil, Schuhmachcrnicister. Giene» iWeidengnssc 1>. de» l. April 19tt. un Tie Beerdigung sindct Freitag, den 3. April, nachmittags rr .Uhr. van der Kapelle des neuen Friedhass ans statt. 4W2 Stuft Karte» Emmy Ledermann Karl Baer Verlobt e Hofferheim. u Zt. Gicllen April 1914 Gießen Empfang Samstag, (len 4. April, Neustadt 1 bei Carl Frensdorf o c. W. m. ii. ib. Die Kassengeschäfte sind wegen Krankheit des Rechners bis auf weiteres bei Torsetd (Zur Karlsruhe» z» erledigen. 4,1*5 Ter Aufsichtsrat. TB A II it II» tf. 1 HXMI Tie mit _ .3043 üeico behandelt. Fnnbödcu können scucht gereinigt und wiederholt poliert werden, ohne neue Masse ans?,„tragen. reinigt, vnht u. scheuert ohne icd. Anstreng., gnnz hervorragende Marmor, Emaille, Ainuiiniuin. Bro»zc..1i»,i. Parkett. Linoleum, Stcin- slienen. Hota.-öotganitriche etc. B>ata Paste in gicichicii. voringtichec-Händc-Ncinig- uiigpmittel. wacht inlrtic ;art »nd geschmeidig. Haler Trogerie. Selters tveg:!!». Ctto Schaai. Mt M Freunden »nd Bekannten d,e traurige Rach H richt, das; gestern morgen 10 Nhr unser liebes W Södnchc» . 4310 VtiO M im Alter von i! Monaten sonst entschlafen ist. Aamilic Ernst Laudsiedcl. IW Gsetze» iHillebraudstrahe 14i, den I. April 1914. IW Tic Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr ! W von der .Uapellc des neue» Friedhois aus statt. > J 4% Anleihe der Stadt Ofienbacö a. A. vom lafcre 1914. Ter Umtausch der JiUerimsscheine in dcsiniiivc Stücke ersvlgt von heute ab bei den ans den Scheine» angegebenen Ansreichesieilcn. 4323hv Tarmsiadl, den 31. März 1914. Bank für Handel mul Industrie. ' äaaiBHiäaäE EsfoiTaDif. Schon wieder ein neaer Her*! „Ja, Männchen, diesen Hut habe ich mir da* durch zusammengespart, daß ich unseren täglichen Kaffee, der Dir immer so gut schmeckt, mit Weber's Carlsbader KaJieegewiirz zubereitet und verbilligt habe." Dofdi Weber's CaHsbatler Kaffeegewürz bekommen auch billigere Kaffeescrten den Geschmack von fernem Edelkaffee. Man spart vor allem eine erhebliche Menge Kaffeebohnen, sowie an Eucker, weil die Bestandteile von Weber's Carlsbader Kaffeegewürz bereits Süßstoffe enthalten. Bis Ostern aul iolgende Artikel Prozent Rabatt 4333a D aiwen-W äsche Taghemden Beinkleider Nachthemden Xachtj achten Untertaiilen Stickereirücke Prinzessröekc Kombinationen Garnituren Korsetten Trikot-Fnterröeke Wasch-FuterrScke Herrenwäsche Weisse Oberhemden Farbige Oberhemden Nachthemden Kragen nnd manschet(en Krawatten Trikot-Filter wasche Socken Hemden-F.insätze Taschentücher Weisswa ren Hemdentuche Flockküper Flockpikee Zefirs Stickereistoffc Wäsche-Stickereien Blusen-Crepe BIiisen-Frepon Seiden Batiste Indische Halle Voile Farbige gsnmwoUwaren Schiirzcnzcugc Druckzeuge Waschkleiderstoitc Tennlsstolle Wollene Blusenstoffe Baumwollene Blusenstoffe Wollene Frepestofle Oberlienuten-Kattune Geblümte Satins Steppdecken-Satins Kinder-Wäsche Bettwaren Rett-Bauiaste Bett-Kattune Bet tncli-Kreton ne Bett ucli-lla Ihleinen Battncnküper ßettbarchent Kissen Koltertiicher Bettücher Damast-Bezüge Steppdecken b ollene Decken Leinen waren Tischtücher Servietten Handtücher Küchen wüsche Frottier-Waren Teegedecke Kaffeedecken ttadeira- Decken Spitzendeeken Taschentücher Konfirmanden-Wäsche Sardinen etc. Abgepasste Gardinen Gardinen am Stück Vitragen Spann-Tülle Kongress-Stoffe Kotilean-Köper Koulean-Daniast Xng-Konleaiis Tüll-Stores Band-Stores Ti» 1 f-Bett decken Band Bettdecken Tnch-Porticren Pliisch-Porticren Koehelleinen-Fort iereu Dekorations-I.einen am Stück Tischdecken in Tncli, Plüsch u. 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