Nr. Z5 164. Jahrgang ©er #fev»rt Anzeige, erscheint täglich, nutzer Sonntag?. - Beilagen: viermal wöchentlich SießenerZamilieiidiLtter; rweimal wöchent!.rlreis- Matt fiir fce» Ureis (Bieijen oDtenstag und Freitag); zwetma! »>oua!l. Land- wtttschaftiiche zeitseageu Fernsprech » Anschlüsse: tür die Redaktion 112, «erlag u. Expedition öl Adresse iür Depeschen: Anzeiger (Ließen. Annahme von Anzeigen 'ür d«e Tagesnummer ^ ^ . . . - , - ~ bts vormittags 9 Uhr. noianonsonlik atto Verlag öer Srahl'schen Uaiv. Suchr anö Steiniruderei S. Lange. Redaktion, Lrpedition lijld Druckerei: Zchulstratze 7 Montag. 30. März 1914 General-Anzeiger für Oberhessen Vezu gsvrets: monatlich 7öVs„ vienel- lährlich Mi. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Ko Ps.; durch diePost ALL.—vienel» jährl. auSschl. Besleüg. Zeilenpreis: lokallöPs„ miSivärts 20 Bienniq. Ehesredakleur: A. Goeq. Verantwortlich sür den polst. Teil: Aug. Eoey: sür „Feuilleton", „Vermischtes" und„KerichIS- saal": Karl Neurath; iür „Stadt und Land": Kurt Bendt; sür de» Anzeigenteil: H. BeL Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Tttgeskalcnder auo dem vertreibt von der Höhe die Truppen der Marschälle Mar,, mont und Mvrtier Paris ergibt ,'ich. Bei seinem Fall ruft Blücher : „Ihn, ist Luise gerächt" Neuwahlen in England. Die Krisis im Briten reich ist „och nngelösr. Das Rück- krittsgesuch des .Kriegsministers Obersten See ln ist fürs erste abgelelint. die Entscheidung über das Rücktrittsgesuch des Generalstabschefs French und des General.iduibcinten äLwcrt ist vertagt worden, und das kennzeichnet die Voltige Ratlosigkeit de- Kabinetts Aiguitl,. Wenn es aber auch zum schließ gelingen toird, einen Ausweg aus dieser akuten Krisis zu finden, io bleibt doch die chronische, nämlich die "cklster-Krisis, unverändert sortbesteben. und hier zeigt sich auch nicht die geringste Möglichkeit eines Auswegs. DaS Kabinett Aiquitb befindet sich in einer ganz eigentümlichen Lage. Es bat fiir ein Gesetz, nämlich die Homernlc , :b i £ 1, das bereits in zwei Lesungen angenommen ist (in Zweiter Lesung im Juni 1913 nnt 388 gegen 270 Stimmen), die sichere Mehrheit im Unterhanse. Die Regierung hat sich durch die Vctobilt selbst die Möglichkeit geschaffen, über den Einspruch des Oberhauses zur Tagesordnung überzngehen, und sie wagt es doch nicht, das Gesetz durchzuführen, weniger weil die protestantische Bevölkerung Ulsters mit der Revolution droht — denn an den Ernst dieser Drohung glaubt mau in England nicht recht —, sondern iveil eilt Teil des Offizierkorps dem Kabinett die Gefolgschaft verweigert, und an dieser hochbedcutsamen Tatsache vermögen alle Bertuschungsversnche nichts zu ändern, sochbedeutsäm, weil sie zeigt, >vo die Grenzen des parlamentarischen Regimes in England gezogen sind, hochbedeulsaui, iveil es ein offenes, von der englischen Regiernngspresse vergeblich geleugnetes Geheimnis ist, das; die Opposition cinichli-ß- lich des Offizierkorps ihren Mut zum Widerstand daraus schöpft, das; der König mit seinen Sunipathien auf seiten der obstruierenden Ulsternner stetst. Das ist der springende Punkt der Krisis, und darauf beruht die Schwierigkeit, lvcnn nicht Unmöglichkeit, sie zu lösen. Wenn sich zu den Zeiten der Königin Viktoria die monarchische Gewalt ans die Repräsentation beschränkte, so hatte sich dieser Zustand »nter König Eduard, der die auswärtige Politik bekanntlich fast selbständig leitete, bald geändert, und auch König Georg begnügt sich keineswegs mit dem Schatten der Macht. Freilich hat der Ministerpräsident Asguith wiederholt mit säst verdächtiger Gescktäs- tigkeit versichert, daß der-Monarch sich während der ganzen Krisis streng im konstitutionellen Rahmen gehalten habe, und es mag ja auch sein, dast ein direktes Eingreifen nicht erfolgt ist. Aber jeder Engländer weiß eben, daß der König .von Anfang an init seinem ganzen Herzen aus seiten der nnionistischen Homerulegegner stand, das: seine Sympathien den protestierenden Protestanten in Ulster gelten. Das hat den Opvositionsmut der Unionisten verstärkt, hat ihnen Sympathien in iveiten Kreisen verschafft, die nicht unbedingt zn ihrer Parteifahne schworen, hat Unsicherheit und Verwirrung in die Reihen der liberalen Partei getra-, geil und die Akiionskrast des Kabinetts Asguith ganz erheblich geschwächt. Bor den Neuwahle n hat die liberale Regierung begründete Scheu. Tie große Mehrheil, welche sie im Jahre 1900 erzielt hatte, war 1910 schon etwas zusammen- geschriimvit, und bei den Nachwahlen hat sie seitdem erhebliche, wenig Gutes verheißende Schlavven erlitten. So wird sie nur im äußersten Notfall zum Mittel der Parlaments- auflösung greisen, denn der Ausgang der Wahlen wäre angesichts der Stimmung int Lande durchaus ungewiß. Aber es ist nicht nbzuseben, wie sie um dies letzte Mittel herumkommen will. In der sozialdemokratischen Presse war init Behagen aus die Lage in England hingewiesen worden, wo man vom Militär nicht den unbedingten Gehorsam verlange wie bei uns. Das gibt der amtlichen „Nordd. Allg. Ztg." Anlaß zu iolgenden Bemerkungen, die unsere Aus- sührungen vom letzten Samstag ergänzen mögen, aber diese staatsrechtliche Frage keineswegs erschöpfend behandeln. Dazu müßte auch auf die Geschichte des englischen .Heereswesens eingegangen werden.. Die „Nordd. Allg. Ztg." führt aus; Das lXvteit über die Entwicklung der Homerule-Krisis nmß der Eigenart der englischen Verhältnisse gerecht werden. Bei Anwendung des deutschen Maßstabes könnte die .Haltung, die ein großer Teil der Armeeoifiziere gegen die Regierung eiiigenounnen hat, ungeheuerlich erscheinen. Unter den IN England obwaltenden Umständen ist sie es nicht. Die Osiizierkorvs sind in Dingen der inneren Politik aus das Parteiprogramm der jeweilig e n P a r l a m e n l S m e h r h e i t n i ch t v e r v s l i ch l e t In der Ulsterirage besuchen sie sich in parteipolitischem Gegensatz zü den Liberalen; denn die Ossizlerkorps sind ganz überwiegend u II i u n ist i s ch. Tie Schwierigkeiten sür das Ministerium Asguith werden dadurch vcrichärit. Man versteht, das; der Premierminister eine Vorsicht Übt, die darauf berechnet ist, dem vereinigten Königreich das Unglück eines Bürgerkrieges zu erivaren. Die Behutsamkeit, mit der nian in England in diesem Falle das Volitiiche Verhalten der Offiziere behaichelt, kann von unparteiischen Beobachtern nicht als Schwäche ansgelegt werden. L o n d o n , 29. Mürz. Ministerpräsident Asguith und einige andere Minister verließen London am Ende der Woche und begaben sich aufs Land. Diese Tatsache wird als Anzeichen sür die Entspannung der inneryolitischen Lage betrachtet. C a rson traf in London ein, um an den Montags- Verhandlungen des Unterhauses teilzunehmen. Die Reise des Kaisers. Kars». 29. Mär;. Die Fahr! der „tzoheuzollern" führte bei gutem Wetter teilweise an der Küste entlang. Heute morgen hielt der n i i e r an Boro Gottesdienst ab. Gegen 10 Uhr trafen die Kaiserschisfe unter Salut auf der Reede von Korfu ein. Ter Kaiser empfing alsbald den Besuch der griechischen KöniaSsamilie an Bord der „Hobenzoliern", Ivo auch die Mittagstafel itattsand. D u r a z z o . 29. Mär;. Bei der heutigen Fahrt des deutschen Kaisers durch die albanischen Gewässer richtete Fürst Wilhelm an den Kaiser ein F unken tel e g ra m »i, in dem er ihm seinen Gruß eMbietet und ihm einen angenehmen Aus- enthalt aus Koriu Ivünickt. Ter Kaiser sandte deni Fürsten als Erwiderung ein herzliches Tanktelegramw. DcuticBss llcicto. Tie Stichwahl von Borna-Pegau in amtlicher Beleuchtung. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Stichwahl von Borna-Pegau hat mit dem Siege des Sozialdemokraten über den bisherigen Vertreter des Wahlkreises, den Freikonservativen v. Liebert, geendet, ein Ergebnis, daß in allen nationalen Kreisen bedauert werden muß. In der .Hauptwahl waren für v. Liebert 8810 und für den nationalliberalen Kandidaten etwa 6500. im ganzen also über 13000 bürgerliche Stimmen gegenüber etwas über 12000 sozialdemokratischen Stimmen abgegeben worden, und da die Nationalliberalen den überwiegenden Teil ieuer 6500 Stimmen gestellt hatten und sofort eine entschiedene Ttichwahlparole zugunsten v. LicbertS auSgabcn. und ofjen- bar auch befolgten, hätte es kaum mehr als einer bloßen Stimmcnthaltnng des sreisinnigen Restes bedurft, um dem bürgerlichen Kandidaten zum Siege zu verhelfe,!. Nicht einmal hierzu hat sich die frei» sinnige Wählerschaft verstehen können, sondern sie ist ihrer großen Mehrzahl uarl> aktiv für den Umstürzler ein- getretcn; nur hierdurch kann der Zuwachs von etwa 2250 Stimmen, den dieser erhalten lyrt, erklärt werden. Zurückzu» führen ist dieses Verhalten aus die Winke, die von dem parteiossiziöscu Berliner Blatte, also doch wohl von der Berliner freisinnigen Parteileitung ausgegangen sind. Der Gegensatz zwischen Rechts und Links bei den bürgerlichen Parteien muß dadurch eine verhängnisvolle Verschärfung erfahren. Es kann nicht nmndernehmen. daß die Organe der Rechten dem Freisinn jede' Wahlhilfe sür die Zukunft auslüiidigen uni) daß sie ihn ein für allemal mit der Sozialdemokratie in einen Topf iversen ivollcn. Wenn die Volts- Partei die Unterstützung der Umstürzler zur ständigen Wahlparole zu machen gedenkt, so hört vom Standpunkt der staatserhaltenden Politik in der Tat jedes Interesse daran auf, die Fortschrittler und Soziaidcniokratcu im Wahlkampf unterschiedlich zu behandeln. Für die Folgen mag sich dann der Freisinn bei der eigenen Parteileitung bedanken. Daß er dabei Gefahr läuft, immer mehr zu einem Anhängsel der sozialdemokratischer Kartei zu werden, liegt auf der Hand. Wie sich die in den Richlerschcn Traditioueu großgewordencu fortschrittlicheu Voe.titer mit dieser Entwicklung abfindcn loolle», warten wir ab. Tie hochmütige, oft geradezu geringschätzige Behandlung ihrer Partei durch die sozialdemokratische Presse zeigt ihnen fast täglich, daß sie nicht mehr viel Zeit zu verlieren haben. A b g. A b r e s ch a u S der Hast entlassen. Wie die „Reue Badische Landeszeitung" erfährt, ist der Abg. A b r c s ch am Samstag vormittag kurz nach l0 Uhr aus der .Haft entlassen worden. Ter Grund sür die Hastcnt- lassung des LaiidtagSabgevrductcn Abresch scheint der zu sein, daß das Gericht den Aufenthaltsort des im Mittelpuult der Angelegenheit stehenden Fräuleins Ilse v. Harder ermittelt hat und daß deshalb von einer weiteren Verhängung der Untersuchungshaft abgesehen werden konnte. Abresth hat sich nach Neustadt a. d. H. begeben und wird wegen der gegen iiyi unternommenen Maßregel den Klageweg bejchrciten. AusIanS. Vom R o ch e t t e - A u s s ch u ß. Obgleich der Rochctte- AuSschuß beschlossen hat, seine Verhandlungen bis zur Fertigstellung seiner Schlußfolgerung geheim zu halten, sind die Blätter doch in der Lage, über die letzte Sitzung des Ausschusses mancherlei Einzelheiten zu verüsscntlichcn. Der Antrag I a u r tzs, der Kammer die Ergebnisse der Arbeiten des Ausschusses in einer c i n g e h e n d c n D a r st c l l u n g vorzulegcu, wurde mit 19 gegen 8 Stimmen angenommen. Das von Jaures ansgcarbcitete Exposö, das an 10 Seite» umfassen soll, wurde ebenfalls lebhaft besprochen. Es heißt, daß der erste Satz dieses Exposes folgendermaßen lauten soll: Es ist erwiesen, daß Monis, aus Ersuchen Caillaux', dem Oberstaatsanwalt den Wunsch kundgegebcii hat, einen Aufschub des Röchelte -Prozesses zu erlangen. Mehrere Aus schußmitglieder, namentlich Lesevre und Barres, erhoben gegen den Ausdruck „Wunsch" heftigen Einspruch und verlangten, daß dieses Wort durch „Kefehl" ersetzt werde. Doch wurde schließlich der von Iauräs oorgefchlagene Wort laut angenommen. — Ter von Röchelte an JaursS gerichtete Brief hat allgemein lebhaftes Erstaunen hervorgernfcn. Man fragt sich bisher vergeblich, zu welchem Zwecke Rv Gieszcner StaSttkeater. Wahrheit. Schauspiel von Karl Adelt M e tz. Gießen, 30. März 1911. Eine Urauisührung an einen, Herne» Theater ist fall allemal ein g e i e l l i cki a s t l I ch e S Ereignis, aber kein künstlerisches, denn ein Autor, der es mit sich und seinem Schossen ernst meint, wir» sich nickt mit einem billigen, lokalpatriotischen Beiiall begnügen, sondern vor dem anivruchsvolleii ZuschauerkreiS einer iremden Bühne zu bestehen suchen. Herr Metz hat mit seinen! Schausviel Wahr heil diesen Ehrgeiz offenbar nicht besessen und so halber denn hier in Gießen bei einem beisallsrendigen, znm Teil aus Freunden und Belaniiten zuiammengeietzleii Pnbliknm einen sich von ?lkt zu Akt steigernden Beiiall gesunden, und zum Sckiluiie wurde ihm sogar von .iinbeiamiter Hand ein Kranz mit roter Schielte gespendet, so daß alle äußeren Zeichen eines Erfolges vorhanden Ivareu. Eine ernsthafte Kritik aber, die Echtes von Unechtem scheiden soll lank! in diesen Büsall nicht einstiinmen. Der Gang des Dramas und die Absichten des Verfassers bleiben während der vier Auszüge reichlich i»> imtiaren, und die svrgchliche Form ist nicht darnach angetan, den Mangel an Klarheit zu beheben. Man vermißt daneben vor allem aber auch einen soigerichtigen Ausbau lind Fortgang der Geschehnisse, denn nachdem sich die Vorgeschichte durch drei Akte Inildurch in sehr breit ansgeivoiinenen Geiprächen um den tunstlich l.erbeigeiührten Koniliki herum^ewimdi-n hat, beqinnt die eigentliche Handlung erst, wenn das Ltück zu Ende kommt Keine der Personen spricht dabei aus einer Notwendigkeit heraus alle reden mit dem Munde des Vertaiiers, und toenu euch immer wieder periichert wird, daß wir es mit bedeuienoeu Menschen zu tun haben, so kann mau aus dem, was sie sagen, diesen Eindruck leider nicht gewinnen. Neu ist die ,cdee, die .vauvtver,amm- luna eines Freidenkervereins auf die Bühne zu bringen, und wenn Man darin auch nicht durch neue Gedanken überraicht wird, ,o enibrl man doch wenigstens, was der Veriaiier will, nämlich daß ein rechtzeitiger Schuß die erfreuliche Wirkung erzeugen kann, zwei grundiätzlielie Gegner^ an der Leiche einer von be,d>-u geliebten Frau plötzlich als Freunde zu sehen. Tie Wiedergabe, die unsere Bühne dem Stücke unter der Lei- tuna des Herrn' Tworkowski hatte angedeihen lassen, zeugte von einer außerordentlichen Arbeit und war auss torgsältigste und gewissenhafteste oorbereitet. Durch starke Sttiche imd bedent- sanle lleberarbeitungen Ijnfte die Regie der Büh;iemvtrku»g Rech- uimg getragen, und jeder einzelne Darsteller gab sein Bestes, um dem Stück zu einem Erfolg zu verhelsen. Herr Rotteck sand sich mit dem aut llmwegeii zur Wahrheit wandelnden Professor Dr. Kraft sehr gut ab und bemühte sieh nicht vergeblich, einen Men- ichen ans die Bühne zu stellen. Herr Höcker als Tr. Goetz ging ebenfalls mit starkem Ersolge ins Zeug. Er verstand es durch sein stummes Spiel am Schlüsse, über die endlos lauge Pause hiu- wegzutäuschen und durch sein leidenschastlich überstürztes Svrechen seinen wenig bedeutungsvollen Reden einigen Eindrm! ;n sichern und sie dadurch an; ein gewisses Maß eiuzuschränkeii. Frl. Ttettner steuerte die int Angelpunkt des Stückes stehende Frau Maja mit ihrem starken Talent aus, ohne der »roblema- tiicheu Frauengestalt aber eüi schärferes Prosit verleihen zu lön- ne>>, als ihr zugewieieu ist. Bo» den übrigen Darstellern sind noch Herr Schubert als Liebert und Herr Volck als Dahmer besonders zu erwähne», aber auch alle übrigen standen Mannhaft au; ihrem Posten. K. N. - Deutsche Kunst i it Italien. Aus Berlin wird gemeldet: Tie Verhandlungen Ivegen des ständigen deutschen Kuiistvavillons zu Ausstellungszwecken in Venedig iind abgeschlossen. Tie Verlwndlungen, die unter dem Ministerialdirektor Leivald im Reicktsamt de-s Fmiern stattiaiiden und au denen außer einem Vertreter Venedigs der Bildhauer Proieiior Ludwig M a u z e l als Vertreter der Allgemeinen deutschen Kunst- genosieiischast, und der Maler Proiessor Gras Leopold v. Kalchreuth als Präsident des »eutschen Künstlerbundes teilnahwen, hatten das Ergebnis, daß fetzt auch Dentichland wie andere Länder für Kunstausstellungszwecke in Venedig einen eigenen Pavillon hat. Es handelt sich um ein Haus, in dem vor Jahren einmal die Bayer» im AuSsteliungsgebäude Giardim Pubiiei ihre Kunst zeigten. An dem Belitz sind die beiden großen deutschen Künsiler- organisativncn, die Allgenieine deutsche Kunstgenoiseuschast und der Deutsche Künstlerbund gleichermaßen beteiligt. Die Kosten sür das Haus wurden von privater Seite aufgebracht. Die Unter- haltungskosten übernimmt das Reich. Die erste Ausstellung Ivird im Rahnren der großen internationalen Kunstausstellung in diesem Frühjahr abgehalten. — Ter Geschichtskenner. Von dem sranzäsischen Schäststeller und uuerichövitichen Humonsten Alvhonse Altais erzählt sein Biograph, der deni Meister, eine oemnächst erscheinende umsayeilde Lebensbeschreibuilg widinet, eine lustige Geschichte auS der GiMnaiiastenzen. Der stmge AllaiS lag mit 16 Jahren lern von Paris seinen Studien ob, deren behagliche Ruhe nur selten gestört lvurde. Eines Tages aber kam ein neuer Geichichtslehrer, und dieser wollte sich zuilächst einmal von dem Wissen seiner Zöglinge überzeugen. Lluch AllaiS konnte sich dieser unangebrachten Neugierde des Herrn Prosessors nicht entziehen, doch beharrtc er beieits bei der ersten Frage im. schönen Stillschweigen. „Nun. mein Lieber," sagte der Lehrer freundlich, „Sie scheinen nichls von Geschickte zu wissen." „Aber dock, Herr Professor, die Taten weiß ich sehr gut." „Also schön. Gerad: dos ist sonst immer die schloache Seite der Schüler. Sagen Sie mir bitte einige Daten aus." Mit stoischer Ruhe beginnt Altais auf gut Glück einige Zahlen hinzuwerfen: „968 . . . >330 .... 1612 .... 1818" Ter Professor hört erstaunt zu. Er macht augeuscheiulich die größten Anstrengungen, mit diesen Zahle» die betresienden Ereignisse zu verbiliden und einen Sinn in diese Äittworten zu hängen. Kopfschüttelnd unterbricht er schließlich den zahleiikundigen Schüler und fragt: „Aber was ist denn z. B. 1913 vasliert?" „Ja, das weiß ich nicht," gesteht Allais errötend. „Ich habe nur die Taten behalten, das klebrige habe ich vergessen." - Neue französische Kolonial marken. Noch im Lause dieses Jahres werden in der sranzäsischen Kolonie der Somali-Küste neue Bäeimarken nnSgcgeben werten. Tie Wcä- zeichen find von Monlader und von dem Stecher Houriie ent- worsen: einstweilen erscheinen nur drei Markenrnveii und eine neue Ttrasporlo-Marke. Die Wertbewül;nungen stehen Iwch nicht fest. Zwei der Marken haben Hochsorntat: aus der einen, die blaue Färbung erbäli, gewährt man einen Eingeborenen, das Tambmin schlagend, und eine Ziegenherde. Tie zweite Briet marke, die ickwar; und grün ist, zeigt das Bildnis einer ara bischen Schönhät aus Tscknbouti. Die dritte Marke weist Brät sormat aut und bringt eine Ansicht des Viadukts von Holle-Holle: die Farbengebung ist bier blangrau aui rosa. Die Straivorto Marke, von roter Färbung, zeigt einen Bündel strahleniörniig angeordneter Lanzen. Auch iür die übrigen französischen Kolonien, vor allem iür den sranzösische» Kongo, Guadeloupe mid AcadagaSkar iverdcu bald, vielleicht noch in diesem Jahre, neue Marken zur Ausgabe kommen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Boätand der Königlichen Geographischen Geiellichafi in Louläiu hat beichloisen, dem Geh. Regierungsrat Aiired P e n ck von der U n i v e r i i t ä t B e r l i n ihre Stiitermedaille ;u verleihen. Ter König hac die Berleihimg genehmigt. u»« dem man allgemein a«twbm, ba6 cc sich in Wrrtfr in vvMer Sicherheit befinde, sich durch sei» Schreiben der erfahr anssetzte, dir Polizei auf seine Spur zu dringen. Allerdings laute» die Meldungen über deu gegenwärtige,, Aufenthalt Rochettes sehr widerspruchsvoll. Tic einen behaupten, daß er sich iu London befinde, die anderen wollen ihn in Brüssel, die dritte» bei Poris gesehen Hoden. — Aus Luzern, dem Auigobcortc des Krieses, lvird gemeldet, daß von Rock>ette dort nicht geringste Spur vorhanden sei. Es wird übrigens erzählt, daß der „Matin" den Brief durch die Kerinittelung der Ara» Rochertes erholten Inibe. Tos neue russische P r o g r a m m für den Bau von Militärluft schisse n, das jetzt ausgearbcilct worden Zft, sieh: insgesamt ■'! 2 6 Flugzeuge vom gcwöhnlichcn^Typ und zehn L u i t - T re a du o u g h t s vor. Bon kleinen Flugzeugen sollen 100 nach dein System Ssikorskv, die ilbrigen nach ausländischen Systemen Fnrman, Tuvcrdusün, Moran lind Boisin gebaut werden. Bei der dentschcn Firma Rumpler und der englischen Firma Sainch Ivcrden ie zwe, Flugzeuge besteilt, ebenso zwei nach dem Syitem des ruisiichen Leutnants Kowanko. Allßer- de», sind zwei lenkbare L u f t s ch i s f e in Frankreich „nd eins in Rußland in Alchiag gegeben worden. Bis »erbst soll das neue Programm verwirklicht sein. Tie Dahlen i» Schweden. Aus Stockholm, 28. März, wird berichiei: Die Teilnahme an den Dahlen in Stockholin, mit denen die Neuwahlen zum aufgelösten Reichstag am Freitag cingcleitcl wurden, zeigt die erwartete bedeutende Vermehrung des Interesses für die Rcichstogswahl. Aus den bis Freitag abend vorliegenden Zahlen geht hervor, daß von den 56000 Stimmberechtigten deb Hauplstadt 43500 wählten, also ungefähr 80^Prozent. Bei den Dahlen von 1911 wurden nur 35 500 Stimmen abgegeben. Die Dahlen nahmen überall einen ruhigen Verlauf. E i n e a l b a n i s ch c B c s ch w c r d c üb e r Gr i c ch e n- land. Tie „Albanische Korrespondenz" meldet aus lu> razzo. Die Regd-rung von Albanien hat eine Zirkular- note an die Großmächte gerichtet, in der es heißt, Tie griechische Regierung zieht die Truppen aus den zu räumende» Gebieten zurück, sendet aber Koniitatschibanden wieder dorthin, die von den griechischen Behörden organisiert und mit Dassen ^ersehen werden. Tie Lage in Ep i r u s wird täglich bedrohlicher. Tie griechische Regierung habe die Errichtung einer provisorischen Regierung geduldet, was der stärkste Beweis dafür ist, daß die Athener Regierung mit dem Vorgehen einverstanden ist. Angesichts des bevorstehenden Ablaufs des Räumungstermins ersucht die Regierung von Albanien die Großmächte, ihren Einfluß bei der griechischen Regierung wegen einer Beendigung der bedauerlichen Lage geltend zu machen. Die albanische Regierung würde nur ungern Maßnahmen treffen, welche unliebsame Rückwirkungen auf die Lage im Balkan Hervorrufen könnten. Sie lehnt die Verantwortung für diese neue Wendung der Tinge ab. Kämpfe der Italiener in Beug hast. Aus Beughasi wird gemeldet, General Eantore , der Kenntnis davon erhalten hatte, daß die Gegend von M a r a u a im Osten von T eknis von starken A b t c i l u n g e n der Aufständischen besetzt sei, rückte am 23. März mit einer gemischte» Kolonne vor und griff am 24. März den Feind an, der 900 Mann stark, darunter 400 Mann reguläre Truppen, sich ans den Anhöhen stark verschanzt hatte und über vier Geschütze verfügte. Die italienischen Truppen rück- len schnell vor i,nd bedrohten im Süden die Rückzugstraße der Aufständischen. Diese verließen, von einer Panik er- grifsen, ihre Stellung und flüchteten in Unordnung, 15 Kilo- meter weit von den Italienern verfolgt. Einige Lager lvur- deu uicdergebraiint, die Italiener erbeuteten viele Gewehre, Munition, Materialien und nahmen zahlreiche Ansständische gefangen. Ter Feindhatte90Toteundzahlreiche Verwundete. Aus seiten der Italiener Ivurden sechs A s k a r i S verwunde t. Am 25. März rückte daun die italienische Kolonne bis K a s b a H a r g u b a vor und fand in den von dem Feinde verlassenen Lagern viel Vieh, Materialien und Lebensmiltel. Darauf kehrte die Kolonne nach Maraua zurück. Infolge dieses Sieges haben sich zahlreiche Oberhäupier der Torsa unterworfen. Ein Sieg der mexikanischen A u f st ä n d i -- scheu. Ein am Freitag morgen ausgcgebcnes Telegramm aus G ont c z Palazio gibt 'eine freilich nicht ganz zuverlässige Schilderung der E i n n a h in c von Go nie; P a- laziv durch die Aufständischen. In dem Telegramm heißt es, daß nach einem vierstündigen Kamps und cineni dreimaligen Sturm gegen die Stadl Villa in Gomez Palazio eindrang und setz, sein Hauptauartier au einer Stelle aus geschlagen hat, von wv er das drei Meilen entsernte T o r - reon überblicken kann. Villa habe noch nicht die Verluste icststellen lassen, doch seien diese sehr schwer gewesen. Die Verwundeten hätten schrecklich unter Durst zu leide», viele seien lvegen Mangels an Dosier und Fehlens ärztlicher Behandlung gestorben. Viele Tote haben die Straßen bedeckt. In dem Telegramm beißt es weiter, daß nach dem Bombardement durch die Artillerie Kavallerie und Infanterie in die Straßen eindrangen. Die Rebellen waren mir Ge ivehren, Messern, Pistolen undHandgranaten bewaffnet. Es entspann sich alsbald ein Kamps a» hundert verschiedenen Stellen in de» engen Straßen. Alte Soldaten erklärten, daß sie niemals eine entsetzlichere Schlacht ,nitgen,acht hätten Villa rüstet ücb jetzt z»m Angriff auf Torreo», das er bald einzuuehmen gedenkt. General Villa gab seiner Verwunderung für die Männer Ausdruck, die unter dem Befehl des General-.- jßelaseo Gomez Palazio verteidiglen. ver ttreisrmdrrznchwerein für dar Vogelsberger Rind. A Gießen, 28. März Im Sjotcl Schütz hielt am Samstag der K reisrinderzuchtoerein für dm Pogclsbergkr Raste seine H a I, v t v cri kl IN m l u II g ab Rentner .«lein eröiinete die Bersämmlung und begrüßte besonders den Vertreter des Lairdwirtfliiaite'kammer Ausschüsse, ~ c . frcun schwarz Gießen. Infolge mancher Mißerfolge der miKtaln Jucht bring! man seit letzter Zeit der Bogelsbcraer Russe wieder mehr Bcrtrauen und Beachtung entgegen Manche Züchter scheinen fick imeder der Bogelsberger Zucht zuzuwendeu- dien- muß durch gute Ausiv-di de, Zuch,material- weiter geior der« werde>i. Es dabei, uch deren« neue Biedbestper angenveltsck Reiskircheil wurde mit 2« Mitgliedern wieder gewonnen Rüddiugs- lwuieu meide,c iich mit 15 Mi,gliedern g„ Airgetört wurden I«) Bullen uud >l Rächei und Küb.- Die Vü'ddeiitzer beqmu-n immer mehr die bodeniwndige Bogelsberger Raste zn schätzen die iidl für de» vderheststüien Kleinbetrieb bester eignet als antn-re Rasse». Bor Kreuzungen ist zu warnen. Im Kreise Gießen und Schotten sinh lehr gute Tiere des Bogelsberger Sciilagk" vor banden. Kreispeterinärorzt Tr. Knell spricht aber den Befund der Tiere der der Auswahl ,iür die große deuiiche Ausstellung ,n -yannover im nächsten Sommer. Die Tiere wurden lui-, „och Weihnachten im ganzen deutschen Reich t»stchtig> Bei dieser Vorwahl wurden die besten Tiere ausgeN'nhll. Eilk Ausschuß wählte dieser Tage aus diesen wiederum die besten für die Aussteklpng ÜI Hannover aus. Ein Rundgang durch die Kreise Gießen und Schotten zeigte allerdings auch manche» Unerirenlichc, Ein großes gefchlostencs Zg,chl- gebicl ist leider nicht «lehr da, ia vielfach lieht man Ul den Beständen schwarzbunies und scheckiges Vieh. Nebcrall hört man vom Rückgang der- Zahl der Bnllenbaltung, auch t>tc_ Zahl der weiblichen Tiere ist zurückgegangcn. Erfreulich ist, daß die vorhandenen Tiere bester, größer und starker gewordcii und gegen früher. Zum Teil wurde dies durch die Einkreuzung von granken- vieh bewirk!. Tie Ernährung der Jungtiere muß eine beuerc werden. Wir baben heute schon weibliche Tiere mit einer -echulterhohe von 128—132 Ztm. und Bullcn von 136 Ztm. und mein schulter- höbe. Im Vogelsbcrg hat sich die Kreuzung mit grankcn sehr bewährt. Aach Hannover kommen 17—18 Bogelsberger stiere aus dem Kreise Schotten 11, Gießen 0 Tiere. Der Zuchthof Zwic- ialteir stellt 5—6 Tiere. Tic Tiere des Kreises Gießen lind aus Großen-Lindcn, Reiskirchen, Grünberg und vielleicht noch Lauter. Sekretär Schiuarz macht einige Bemerkungen zu der Rot - Viehzucht im deutschen Reich. ES ist das Ziel, die einzelnen Rotviebschlägc Deutschlands zn verschmelzen und alle guten Eigenschaften der Tiere durch Zucht zu vereinigen. Auch in Hannover kommen alle Rotviehrafscn zusammen. Bon de» 12 Rotvieh- verbänden werden 9 in Hannvver ausstetleii, und zwar Mit 160 Tieren, so daß die Rotvichabtcilung ein tzanvtanzichungsvunkt der Ausstellung lverden wird Aus Hessen lammen dorthin 31 Tiere, darunter 18 Bogelsberger. Braumchweig bringt 8, Hannover 32 und Sachsen 16' Harzer, Waldeck 7, Schlesien 21, Westfalen 15, Kreis Wetzlar 8, Hessen-Nassau 20 und zwar wie Oberhcssen, Bogelsberger Tiere. Der Rviviehverlnind umfaßt 5000 Züchter mit 10 000 Herdbuchlieren. Ter Redner glaubt, daß die Vogels berger Zucht nicht nur zu halten fei, sondern daß sicher Ivicder viele Züchter aus diese Rasse zurückgrciscn würden. Ter Rechnungsbericht für 1813 zeigt eine Einuabuie von 624 Mark, eine Ausgabe von 564 Mark. Für Ausstellungen lind Schauen wurden 382 Mark, für Jungvichprämiierung 8l Mk., für die Bezirkslchauen Gießen und Grünberg 250 MI., für die Ticr- auswahl für Hannover 60 MI. ausgegeben, Tas Vermögen beträgt 2090 Mk. Ter Boranichlag für 1914 wurde mit 1048,1 l Mk. genehmigt. Für Ausstellung, Schauen und Jungoiehvrämiiernng sind 500 Mk., für Weidebeschickung 150Mk. vorgesehen. Borträge wünschen die Vereine Göbelnrod, Wcickansbain und Watzenborn-Steinberg. Tie Anmeldungen zu den Brcbweiden sind sehr zahlreich. Auf den Tiergarten Hungen kommt auch ein Bogelsberger Bulle „INI Tecken der Tiere. Es wird auf Vorschlag des Tr. Knell beschlossen, einen Ausflug zur ZuchtvichauSstellung Schotten zu unternehmen, ein Betrag aus der Kasse wird zur Brrsügung gestellt. Als Entgelt für ihre Mühewaltung sollen die Bcrtrauens- männer zwei Werke über Biehznäi! erholten. Ter Borsitzendc verliest die neuen Bestimmungen über die Kör ordming, welche von der Landwirtschaftskainlmer vorgeschlagen ist. Nach Beratung in den einzelnen Kreisvereinen soll der Entwurf gedruckt und verteilt werden. Nach Erläiiterunge» chirch Sekretär Schwarz findet der Entwurf Zustimmung. Auf Antrag des Herrn Tr. Knell sollen die Gemeinden zmn Beitritt anfgesordeit werden. Ter Beitrag beträgt 10 Mk., bei mehr als zwei Bullen aus jedes weitere Tier 5 Mk. mehr. In den Ausschuß für Jungvichprämiierung wurden gewählt! Tr. Knell, Rentner Klein und Bürgermeister Schmidt- Qucckborn. Tiefes Jahr kommen in Betrach! Großen-Lindcn, Leihgestern und Heuchefhain. Tie Körungen finden im Mai und Juni statt. In Bezug aus die Zucht Vieh markte steht eine Neuerung in Sicht, G r ü n - b e r g hat für den Gallus markt einen Z u ch t v i e h m a r k l für Bogelsberger Vieh beantragt, die Land wi risch a ft s ka IN m c r hat ihn genehmigt und will ihn unterstütze». Tie ziomte An- und Verkaussgelegenbeit für Bogelsberger Bich ist der Schölt euer Markt an Pstngstcn. Andere Zuchtviehmärkte finden statt Butzbach, Alsfeld und Nidda. Ini Bezirk Grünberg werden Stallschaucn beabsichtigt. Sekretär Schwarz führte aus, daß sich die Einführung der Kälbcrvermittlungsstclle sehr gut beioährl bade: die Tiere werden nach Flcischlvert bezadlt, außerdem gibt cs je nach Abstammung einen Zuschlag von 5—15 Mark. Bei Tieren, die mit hohen Preisen prämiiert ioorden sind, finden künftig Probcmelken statt, um die Milchteistunqen zu prüfen. Tie Stallsckiaiicn finden auiangs Juli statt. Der Verein lmt dazu einen Preisrichter zu stellen und wählt Rentner Klein dazu lim dem B u l l c n m a n g c l abzuhelien, hat die Landwirtschaftskammer aus der Vichiveide Lautcrbach eine Bnllcii- l^u s z u ch t st a t i v n eingerichtet! es Ivurden dort bereits acht Simmciiihaler und 1 Bogelsberger Bullen aufgezogen. Ter Vorsitzende teilt mit, daß der Verein seinen früheren Vorsitzenden, Kreisrat Tr. M c r ck-Schotten, zum Ehrenmitglied ernannt habe. Anstelle des bisherige» Rechners B e ch t o l d lrmrde Berwaltungsaspirant Schmidt einstimmig gewählt. Geftügck- und Vogclzucht-Vercin Gießen und Umgegend. __ th. Gießen, 28 . Marz. In der am Sonntag im Lenzschen Felsenkeller abgehaltene» gut besuchten.Hauptversammlung deslieftvqelziichlvereins.sprach Tr. Walther über die Vererbungsthcoric beim Geflügel an der Hand bildlicher Tarstellung. Der Vortragende führte die Ergebnisse der Forschung der Versammlung vor und gab dabei für die Geflügelzüchter werlvolle Hinweise und Be lehcuiigrn, wie diese bei der Zucht verfahren müssen, um sich die Vererbungseigenichasten der Tiere hei der Rassegeflügelziicht dienstbar machen zu können. An den Vortrag schloß sich eine sehr anregende Aussprache. Tie Bersämmlung beschloß, die P r o v i n z i a l--G e fl ü ge l » Ausstellung für 1914, die der Landwirtschastskammer :>lus- schust augebolen hat. zn übernehmen. Tie Ausstellung soll Anfang Dezember aus der Liebigshöhe stattiinden. Tcni Vorstand wurden vorerst die weiteren Verhandlungen übertragen. Ferner imirde Örtdiloffen, im Mai oder Juni eine» Famitien- Ansflug zu machen, der bezwecke» soll, die Geflügelzucht des Ockonomierats Ho» mann zu Hof-Güll in Augenschein zu nehme». Ein Ausflug des Vereins im Herbst ist nach Nieder- Gcmünden geplant. 3tttf Stabt und CattO. Gieß en, 30, März 1914. Die Stadtverordnetenwahl ungültig. Ter .Kreisausschuß Imt in seiner Sitzung am Samstag die StaStverordnekenwahI zu Gieße» vom Ist. November v. F. ihrem ganzen »mfange nach für »»aiiltia erklärt. Nachdem der Provinzialausschuß in seiner Sitzung vom 21. Februar die Entscheidung des Kreisausschusses vom 10. Dezember v. I., das die Dahl des Franz B r ü ck, Heinrich Fourier und August Haggen Müller für" ungültig, die übrigen Dahlen aber für gültig erklärte, aufgehoben und die ^ache zur nochmaligen Verhandlung a» deu Kreisausschuß zurückvcrwicsen halte, hat der Kreisausschuß am Samstag nochmals über die Stadtverordnetenwahl verhandelt. Die Verhandlung fand unter dem Vorsitze des Größt, Regierungsrats De Icker statt und hatte sowohl die.Ent scheidung über die Einwendung des Karl Kump f »„d des Foh. Gg. Psafs, als die Entscheidung über die von A in t s wegen erfolgte B e a u st a u d u it g der Dahl zum Gegenstände. Als Zeugen ivarcn die Wahlvorsteher deren Siellverlreier und die Protokollsührer aller Abstimmungsbezirke geladen. Es sollte Beweis über die „achträg liche Beanstandung der Wahl durch den Großh Kreis- rat erhoben werden, die dahin ging, daß das Wahlergebnis! in einzelnen Wahlbezirken angeblich in Abwesenheit! der Wahlvorsteher durch städtische Beamte fest ge * stellt worden sei. Denn ein derartiges Vorkommnis sofern! cs sich als wahr herausstelle, verstoße gegen das Gesetz Tie^ Veruehnlung der Zeugen ergab, daß dies allerdings in mebrcren Bezirken v o r q e k o m »i e n ist. Turcki die Zeugenaussagen wurde aber auch noch luritcr sestgcstrlll, daß Berichtigungen des Wahlergebnisses in den einzelne» Bezirken vorgenommen worden sind, ohne daß in die Wahlprolokolle irgend etwas darüber ausgenommen wurde. Ucberhaupt gibt kcins der Wahlprotokolle deu tatsächlichen Verlauf des Wahlaktes und der Feststellung des Wahlergebnisses richtig wieder. In diesen Gründen erblickte der KreiSausfchuß eine erhebliche Gcsetzividrigkeit und erkannte daher zn Recht, 1. 2lus die Beanstandung des Großh. KreisraTS uud ine Einwendungen des Karl Kumpf und des Ioh. >Kg. P l a s f zu Gießen gegen die Stadiverordnetemoahl zu Gießen vom 18. Nov. v. I. wird die Dahl des, F. Brück, H. Fo u r i c r und A. H a gg c n mü l.l e r für ungültig erklärt. 2. Im übrigen tverden die E i u >v e nd u ng e n des Kumpf und Psafs zurück gewiesen. 3. Aus die Bcaiisiaudnug des Großh. Kreisrats werden ivciter die Wahlen der übrigen Gewählten für ungültig erklärt. 4. Bo» deu sämtlichen bisher entslaiideiien Gcrichtss kosten, über die durch das llrtril des Provinzial« ausfchusscs vom 21. Februar 1914 noch nicht ent schieden worden ist, haben die Reklamanten Psafs und Kumps je Vio »nd die Stadt Gießen 8 /io »u tragen. .Im Verhältnis der beide» Reklamanten zu der Stadt Gießen können die Reklamanten je und die Stadt Gießen - ihrer Kosten von der Gegenpartei erstattet verlangen. ** 3 u r Kranke n k affe n iu a h l. Tic lveiblichen Krankenkassen Mitglieder haben am Tienstng in der alten Gewerbeschule a in A st e r w c g, die männlichen dagegen im Saale d e r R e st a u r a t i o n z u m Felsen- k ell e r, Bahnhof st raßc zn wählen, während als Wahllokal für die Arbeitgeber Hotel Schütz vorgesehen ist. Auch der Haushaltungsvorstand ist lvahkbercch- tigt, wenn er auch mir einen Dienstboten beschäftigt. Gc- tvählt wird von ll llhr vormittags bis 8 Uhr abends. " Ein katholischer DivisionSpsarrer für die 2 5. (hessischcf Division. Die jüngst erfolgte Veröfsent- lichnng der Mitteilung, daß der DivisionSpsarrer Krause von der I. Gardcdivision zu,n DivisionSpsarrer der 25. Division ernannt worden sei — er ist inzwischen auch bereits »ach Darinstadt übergcsicdclt — hat vielfach zu der Auffassung Veranlastmig gegeben, daß der gegenwärtige DivisioiiSpfarrcc Lüdcekc von seinem Amte ziirückircien ivürde. Diese Einnahme ist jedoch falsch. Herr Krause ist vielmehr »eben dem fetzigen evangelischen DivisionSpsarrer zmn katholischen DivisionS- psärrer der 25. Division ernannt worden. Bisher waren die katholischen Angehörigen dc8 Soldatenstandes in kirchlichen Dingen der hiesigen katholischen Zivilgemeinde, bezw. dem Geistlichen Rat und Dekan Dr. Elz unterstellt. Da sich jedoch die katholischen Soldaten in den letzten Jahren in der Division stark vermehrt haben, ist seitens de§ obersten KonmiandoS ein besonderer DivisionSpsarrer für sie bestellt worden. ** Der Landcsverei» hessischer Z e i t u n g s- r c d a k t e n r e hielt seine diesjährige Hauptversammlung gestern im „Hotel Großherzog" ab. Auf der Tagesordnung standen lediglick, innere Vereins und Siandesangelegen heilen. Die Verhandlungen werden am 19. April in Darm, stadt fortgesetzt. ** Jahresbericht d c r H ö li e r e n und E r iu c i - t e r t c ii M ä d ch e n > ck, u I e z u G i e ß e n. Ter Jahresbericht zu Oster» 1814 ist soeben erschienen. Seit Ssteru 1913 liegt dem Unterricht an allen hölwren Mädchcnschnlen Hessens der vom Großherzvglichcn Ministerium des Innern. Slbteilnng für Schnlangelegenheiten vorgeschriebene Lehrplan zugrunde. Tie erforderlichen Sonderlkhrpläne ivurden in einer Reihe von Fachsitzungen im Laufe des Sommers sestgestclil. Zum erstenmal sei! der Neuordnung des höheren Mndchenschulwesens in Hessen cnihatten die Entlassnirgs- zengnisse der Schülerinnen der Klasse I den Vermerk, daß die mit diesem Zeugnis erlangte Ausbildung der dm-ch eine inilitärberechtigbe Rcalschille übermittelien Bildung entspricht Ter Erwerb eines solchen Zeugnisses berechtigt zum Eintritt in die Franenfchnle. das Lehrrrinnenscniinar und die Studienailstalt in Tarmstaht und Mainz. Schülerinnen, die die höhere Mädckfenschnle mit Erfolg durchs laufen und im letzten Jahr an dem vvn ihrer Anstalt eingerichteten Ergänzungs-Mathcmatitniiterricht leilgcnvm- men haben, werden in die Lberscknnda einer hessischen Oberrealschule ausgenommen. Bon dieser Berechtigung ivcr- den dieses Jahr zum erstenmal einige Schülerinnen Gebrauch machen und in die Obersekunda der hiesigen Ober- realfchule übertreten. Nach der Schülerinnenstatistik für das Schuljahr 1813 14 ivar in der Erweiterten Mädchenschule der Bestand bei Beginn 343, am Schluß 337; davon clmtH gelisch 312, katholisch 27, israelitisch 15, konfessionslos 1; aus Gießen 347, ans Hessen <>, aus anderen Staaten dcs Reiches 2. In der Höheren Mädchenschule betrug die Zahl der Schülerinnen 443, am Ende des Schuljahres 437. Von den Schülerinnen am 15. Mai waren evangelisch 365, ka- tholisch 33, israelitisch 45, Gießen 395, aus anderen hessi scheu Sr len 27, aus nichthessischen Orten 19, ans nichts deutsckien Staaten 2. ** I ii d i e itz i c ß e >i c r K l i u i k wurde ein junges Wüdcben aus A l l c II d o r f cingclicsert, das durch einen eigenartigen Uni stand schwer verletzt luordcn >oar. Es war in der Tunkelliktt au, der irisch beschotterten Straße gefallen und lnntc sich dabei an einem spitzen Basaltstein das rechte Handgelenk aufgefchnitte». ^ Tas Gewcrbcblatt für das Großhcrzogtuni Hessen iZcitfchrist des Landes Gewerbevercins' Nr. 13 vom 27. März hat folgeiideii Inhalt, Warnung vor liebervorteilung an» dem Gebiete des Patent und Gebranchsmusterichutzwesens. — Gr oßh. Zentralstelle tür die iRnocrbe. 75jähriges Bestehen des Orts- gewerbevcreins Tannstadi. Kuiiffgeiverbeichule Mainz. Tcckin. Lehranstaltcn^Ofse,ibach. Gcwerbcfchule Gießen. ** D i eFlej s ch^- u n d W u r st v r e i > c a n f d e m L a n d e. ES wird seit einigen Tagen viel darüber geklagt, daß die Fleisch und Rurftpreisc auf dem Lande nick» mit denen de»- Städte, die fast überall gesunken sind, gleichen Schritt halten. Ein Mitarbeiter. schreibt uns dazu aus Schorlen, Man sollte nieinen. daß in, den ländlichen Bezirken Oberhesjens, wo gegenwärtig die Schweine preise ans 44 Mark gesunken sind, auch die Fleisch- und Wurst preise denientiprechend niedrig gehalten werden. Tas lriffl nichi zn Gegenwärtig kosten Fleisch und Wurst hierzulande erheblieli mehr als z. B. in der Stadt Frankfurt. Es lrikt intolgedeffan das umgekehrte Berhälmi» cm. nämlich, daß dje Fraukffirtcr und die Bewohner anderer Städte feine oberlfefjischc WursNoaren mehr aus Oberhcssen beziehe», sondern daß sic und auch die Obrrliesseii selbst ihren Bedarj in den gegenwärtig billigeren Großstädten Hecken. ** Jugendliche Ausreißer. Ter 15jährige Schüler Albert Äandl und der 16jährige Schüler Herbert Kufserow aus Goll)n lverden seil dem vergangenen Samstag »ermiß«. Tie beiden Anzreißer hatten von ihrenl Plan, m die weite Welt s u fl eben, um Üben teuer ;u erleben, ihr«, TBEitiduikin Miitcilimg qem-ck», 2ic beiden Bürschchen liwb- lichligt«, iitti cinrflf Tafle in den Wäldern aniznhalt«, ,md dann fl rohere Städte und Badeorte Mitteldeutschlands, bei de»«, ile vranksurl, Wiesbaden, Trier und >l a j j e l nannten, zu besuchen und siel, dann in eine Seestadt *11 beneben. »m int» aut einem 3*iii anbeuer» zu lassen, Mil Reisegeld Katt«, sie sich reichlich oersel>en, indem sie zuvor dm Rasse >brer Elter» crsteblick erleechrerten. Aus die Ergreisung der jugendlichen Ansresger ist eine Belohnung b»n 300 Mark »usgeseal, ** Biltifle Briese nach den Bereinigten Lina !en (10 Psg. iiir je 20 Gramm. Tie Portoermähignng erstreikt sich nur an, die Briese, nicht auch auf Postkarte», Trucksachen nsm -und gilt nur siir Briese nnd» den Bereinigten Staate» von Amerika nicht auch »ach anderen.Staaten Amerikas, z B, Eanada Rron^ vrinz Wühelm" ab Bremen 31, i'Säij, „oiiuieraior" ab'Sam bürg 2. April. „Kronprinzessin Eecilic" ab Bremen 7. April „Amerika" nb Hamburg 9. April, „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 11. 'Avril. „Kaiser Willulm der Große" ab Bremen 10, April, „President Grant" ab vambnrg Its, April, Kaise-r Wilhelm II," ab Bremen 2l. April, „Kaiserin Auguste Bicioria" ob vambnrg 23, Avril, „Kronprinz Wilhelm" ab Breme» 28 April „Imperator" ab .Hamburg 2, Ma, (Postschluß „ach 'Ankunft der Frühzüge.,. Alle diese Schisse, außer „President Grant", sind Schnelldampfer oder folttv-, die für eine bestimnite 4sejt vor dem Abgänge die schnellste Beiürdern»gsgelege>tb>'it bieten. Es empiiehll sich, die Brrese mit einen, Leitvermerke >me „direkter Weg" ob« „über Bremen oder Hamburg" z» versehen, ** Güterrechtsregifter, E r r n n g e n j ch a s t s - gemeinschatt baden vereinbar!: Gendarm i, P. P»nl Feilst nnd dessen Ehefrau Sophie geborene Klimm zu Tarnisiadl — G ü t e r t r e n n u n g haben vereinbart : hch, Rvhrbach VII Schreinernte,her zu Lollar, nnd dessen Ehefrau Luise gell hörr! Schuhmach« Heinrich E i d m a n n und dessen Ekesran Rosine geb Scheer ,u Tarmsladl, Schuhmachermeister Ludlvig Möller und dessen Ehefrau Eliiabetde geh. Tlcitz zu Darinstadl, Philipp M eip^ Icr, lNetzger, nnd dessen Ehefrau Maraarela geh. Schrick in 'Mauchcnhemi, srnher in Worms. Georg Hellmuth Ncncnborii Tircktor der Türertchnlc zu Ftzbesstanien, und dessen Ehefrau Eliia' beth geb, Lonis. Landkreis Gieße,,. = 6 cu dielt) ei in, 30. März, Am Montag findet Genie, „ d e r a t s s i 8 » n g mit folgender Tagesordnung statt' 1, Ilebernahme der elektr, Lichtanlage inr Psarrhanse, 2. Anslellunfl von Gemeindedtenern, I, Vergebung der Toglohnsahrlen für 1914 4. Remuneration jiir den Schloeinehirten, 0. Anschaffung von Feuerlöschfleräten, eu Grossen-Buseck, 27, März, Tiefer Tage ist mit denr Ban des n e uen S ch u 11) a u f c s begonnen worden. Da» »raus konimt abfcils der Kaiserstrahc hinter dem Pfarrflarlcn ,,, ruhiger Loge zu stehen. Es erhält vier Schlllsälc und über diese eine Lehrerwvlninnfl. Außerdem wird im Kellergeschoß ein Volksbad eingerichlel werden. Tie Ausführung der Maurerarbeiten nach Plänen des KrciSbauaints geschieht durch die Ban- firma Horbach ' Großrn-Bnseck. n, Göbelnrod, 28 März, heute fand die B e i g e o r d - nktcntoahl statt. An Stelle unseres ieikherigen Betgeardnelen Jobs S ch n l l h e i ß , der zweimal gewählt war, wurde ZN dessen Nachfolger Georg Wilhelm mit 29 Stintmen gewählt, Ta Stimtmrngleichheil war, entschied das Los des Wahlvorftandcs. Bon 4i. r > Wahlberechtigteii hatten 38 ihre Stimmen abflCflObett. ahn »fl e tt , 27. März, Gleichzeitig mit der Erbauung NN Ieres neneti Schulizauies ist auch eiiient anderen dringenden Bedüri ms entsprach«, worden Es ist nämlich! in das Erdgeschoß des Baues «ne B a d ee i n r i ck t u n g eingebaut worden, lvelchc aus Wannen ttnd Brattfebädern bcslehi. Tas Bvllsbad ist eröffnet und die Badezeit auf Mittwoch oon 7—8 1 . Ilstr und Tamslafl von 9 Uhr angefetzl Sehr zu begrüßen find die niedrigen Säue, eilt Brausebad zu 15 Psg, und ein Wannenbad zti 50 Pig, Es iß atizuuehmen, daß nicht nur die Bewobner Hungens, sondern auch die Eimvtvhner der umliegenden Orischasten Gebrauch davon mach«,, Kreis Büdingen, = Lorbach, 30. März, Auf Grund des K 42 der Berod- Nmlg, die Anlegung des Gru»dbnck»s »nd die 'Ausführung der «ßrundbuckwrdnnng betreffend, von, 13, Januar 1900 Hai das Wr Ministerium - der Justiz bestimmt, daß das Grundbuch für L o r b a ch und das G r it n d b u ch nnd B e r g g r u n d b ti ch sür Eckartshäuser U >, tecwaid vom 15, April 1914 an als angelegt anzniehen sind, Kreis Scholle», t- Ulfa, 29. März, Tie Molkerei erzielte einen Reingewinn von 3802 Mk, Sie zädlt gegenwärlig 405 Mitglieder. Die Gesamtmilchlieserung in 1913 betrug IV Million Liter, Kreis Fricdberg, — Holzhausen, 28, März. Ter neugewählte Bür- geriueistcr Philipp Kunz wurde durch Krcisral Freiherr Schenk zu Schweinsberg verpslichlcl, Slarkenburg und Rhrinhessen, ch, Mainz, 27, März, Mil einem günstig«, Ergebnis schloß die heutige W e I ti p e r st e i g e r u n g der G r o ß h, ,h e s s ische n Weinband oinänenBerivallung alr Tv nusgebvienen 70 Nummern 1914er Nattirwesne könnt«, sämtlich zu hohen Prel sen zugeschlagea werden, Dadei >vurd«i die Schotziingswerie mit dem Höchstpreise 2990 Mark sür das Stück überschritten. Hessen-Nassau. X Hanau, 29, Mürz. Drei Selbstmorde sind hier in kurzer Zwischenzeit zu verzeichnen. Im Binzenzkrankcnhauje hat sich die »ervenleiLende Frau Haar ans Bergen in einem »nbeivachicn Augenblicke die Halsschlagader dnrch- i'chnitten und ist an Verblutung gestorben. — In der Kaserne des Eis« »bahn-Regiments Nr. 2 har sich ans seiner Stube der Unteroffizier Eygrrneck mit seinem Dienslgeivehc erschossen. Ta dienstliche Verfehlungen nicht vorlicgcn, nimmt inan eine Liebschaft als Grund für die Toi a». — Eine ungewöhnliche TodeSar! crivählte die Ehefrau de? städtischen Assistenten Hagemann. An hochgradiger Nervosität leidend, legte sie sich in ihrer Wohnung in die Badeivanne, begoß sich mit Petroleum und zündete die init dieser Flüssigkeit dnrchträiikten .Kleider an. Alk ihr Sohn hinznkam, war sie nahezn verkohlt. Nach kurzer Jett trat der erlösende Tod ein, B a d h o ui bürg. 27, März, In einer dringlichen Sißung stimniteu die Stadtverordneten heute abend in der Prozeßsache der Tr, W, E m n, c r > ch s ch e n Erbschaft einem Bergleichsoorschlagc des Klägers, dem Bruder des Tr, E,, zu, lvonackl dieser das ihm znqcschriebene Legat v o i, 3 000 Mark und eine jährliche Rente von 600 Mk, erhalt, vorbehaltlich des Einverständnisses der Piandglän bigcr des Klägers, Tr, E. hatte der Stadl Homburg sein Vermögen in höhe von etwa 90000 Mk, vcruiachl, mit der Bestimmung, daß die Stadl verschiedene Legate zahle, Georg Emmerich hatte das Testament angcsochtcn, und der Prozeß beschäftigte verschiedene Gerichte, ia selbst bis zuiu kaiserlichen Kabinett ergingen Eingaben, Frank surt, 28. März, In Frankfurt ist zuni erstenmch seit Menschcngedenten die Tatsache zu verzeichnen, daß die TchiileranMeldungen nicht gestiegen, sondern um ettvas zurückgegangen find, Tie „Franks, Zig." schreibt dazu: Tic siiianjiellc Wirkung dieser Erscheinung, eine Folge des Geburtenrückganges, tritt deshalb nicht her vor, ipetl bekanntlich eine bedenkende .Herabsetzung der höchst schnlerzahl in den Bolksichnlklasjen erfolgt. Wenn diese Maßregel im Lause der Jahre zur Durchführung gelangt, so wird voraussichtlich ein Stillstand nnd infolge des wachsenden Ge burtcnrückgangs sogar ein Rückgang der Volksschullasten ein- treten, eine Aussicht, die anderen Schulreformen günstig zu sein scheint, m End hoch, 29. März. Gestern nacht,,ittag »m 8 Uhr ereignete sich ans der Strecke Herborn—Niederwalgern ans dein Bahnhof Endbach ein Unglückkiall. Der 14jährige Sohn der Witwe Burk von Schlierbach sprang ans den »och in Bewegung befindlichen Zug, geriet unter die Räder »nd wurde ans der Stelle getötet. Wiesbaden, 29, März. Gestern mittag 1,40 Uhr landete aus dem Eßerzicrvlan ein von Metz komnicndcr und mit zwei Offizieren besetzter Eindecker. Als der Apparat um 3 Uhr lvieder aufsteigen tvotlte, kam er nicht hoch, sondern s n h r g e ge n c i n e n B re l t e rza u n, Ter Avvorat über- schlug sich und wurde zeit r ii in m e r t, Tie beiden Oiii- zicre kamen ohne Verletzungen davon. vermischte». * Ter Kammerdiener als Jumctendieb An- Brüfsel, 28. März, ivird gemeldet' Tie Polizei verhafte ie heute nachmittag den Kammerdiener Ma hä, der i» Paris in bei Nacht von, 12. uni 13. März einem Bankier H a 11 a fl, Ivähieno dieser mit seiner Frau tick» in der Over befand, sür 150000 Frk- T ck» m n ck s achcn ge hohle» stalle, Ter größte Teil de? g, stohlrnen Gutes wurde in seiner stiejigen Wohniing vorgesnndeit Kleine Toge?chio»lk. Rack, dem Slapellaui des spantsck»en Sckilvchlitstutcs „Fnso" i» Tokw brach ein schiocrcs Utt taett er ans. Bei der dadnrckt enlstestendeii Panil tonrdnt mehrere P«tonen gelötet nnd cttva 20 bis 30 verletzt. Markt«. — raufl'Gvn«, SS. März, Dienstag, de» 31. März, findet P t e h» und K r ä tn e r in a r k t statt. Meteorologijcht veobachtungen der Station Siehen. März |5S> Bzi slL» 1914 ii C-S Al üs *§’S“ | Ss - :||li|J; “ tUtt r 1 kl 1 »I ^! £-2§i 29. 2" 731,4 7,1 ; 4,9 64 . NW 2 3 Svnnenlchei' 29. 9» 152,» 3,0 4,4 79 i 0 0 0 | Klarer Htm,»«' 30. 1- 134,1 1,4 4,7 • 93 ' SE I S > 8 ! Nebel, Rest Üöchn« Tettiperatnr an, 28 . bjz 29. März 1914 = + 8,2*0. Flicbcifltte . „ 28 „ 29. , 1914 = — 0,7* . Niederschlag: o,0 mm, _ Amtlicher Wetterbericht, Oesseullieber Wetterdienst. Gießen, Delterauriicksten in Hessen am TienLtag, den 31. März 1914 Viebach beste, lrocken, tagsüber mild, »acht* kühl und vielfach Jrost: WniSe an« südlichen Richlunge». Kctztc Nachrichten. Nächtliche R a n sc rei i >i Cro»bcrg. h, Cronberg. 30, März Bei einer nächtlichen Raarse rci in einer Wirischask in Eronbcrg wurde der jung verheiratete Sckmbmacher Nikolaus Schäfer von dem Arbeiter Hans Schäfer so schwer verletzt, da», er nach kurzer Zeit starb, Deutschland und Frankreich, Berlin, 30. März (ßesiern abend wurde der Pcosessor der Pstlisiolbgir an der Pariser Unwersiläi R ichet bom deutsch iranzöiischeii stlich in Berlin begrüß!, Ricktei behandelie in seiner Erwidcrungsansprache das Th«na der Berstöhnnng der beiden Länder, Tie liberale E i n i fl u u g in Sachsen, Tresden, 30, März, Ter Londesausschuß der Fori- i ch r i l l l i ch e II B o l I S n a r l e i stimmte einmü.igdem '-Abschluß des W a b l b ü II d n i i i e s mit den Nativnalliberalen für die nöchstiährige» Landtaflswohlen unter der Bedliiflunfl zit, daß der sorlichritrlrckte Besitz gewahrt bleib.' und brreck'ttflie voll, parteiliche Ansprüche berücksichtigt werden. Lclbst in Fällen chrsnischer rnbeiiknlosc empfchlc ich Kaffee »>ag, den coffeinfreicn Univeriitcit»,Na«chrickten. Ter vrdenlliche Proscssor des Zivilvrozcßrechts „Ich bcs bürgerlichen Rechts an der Uniberiltät W ü r z b n r g Tr, iur, 'Alstr, M e n d e l S s o h » -B a r l st o l d st stak einen Rist an die Universität F r a n 1 f u r I a, M. erbalten. Er ist am 25. Oktober 1874 zu Karls ruhe i, B, als Sohn des Freiburger Professors der Geschichte Karl 'Mendclssostn-Baristoldn geboren, — Die Stört n n nt, der Universität Franks u r t. Wie in einer Bersannnlung der LandeSberelnigung des Tentichen SchulschiiivereinS Herr Regierungspräsident Tr von Meister am Sonntag mitteilte, stndct die Erössnung der Universität Frank- surt ,im Ollober statt, — A dols von ,h a r II a ck a IN t s m ü d e? Die „Bosssjche Jeitung" brachte am Tonnabcnd abend eine Andeutung von einer Llmtsmüdiflkeil tzarnacks. Sie erhielt daranistin eine Zn- schritt, in der bemerkt wird, daß sich Harnack schon lange die Frage vorgrleflt labe, ob ihm sein Berns und die miiienschaii- lichen Arbeiten die Fortführung des Nebenamtes der Grneral- direktion der Königlichen Bibliothek gestatte, Einftntcilcii nehme ibn aber die Einrichtung in den neuen Räumen der Bibliothek roll in Anioruch. Bohnenkaffee, mit außerordentlich qnnstieicm Erfolg. Prof, Nr. «Koller, Beeil« (rheeopeurtschc Rundschau 1 909, Heft 7). Geheimnisvolle Kräfte! Turch lange, schiuerr Krankheit tvar fch bis ?,uu» Skelett abgc magert nnd lwcügradig nervSß. Nachdem ich auf Anraten meine. Arztes eine Zeit lang ständig Dioson getrunken batte, unu' mein Körpergewicht von 8<> aut 110 Pfund gestiegen. Ich babe rvieder Kraft, Lchaftensfreudc und beffereS Änöseherk. so dab Biosvn aus mir wieder einen vollwertigen Menschen gemach! hat. Frau Hedwill ^Zackerbagen. Altcnweddtngen, Ngb. Magdeburg. Neireweg 22". Untcrichrisl beglaubigt: August 13. 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Mts,, an der Wahl teil- zunehnien, es kommt auf jede Stimme an! Stimmzettel sind vordem Wahllokal zir haben. Liste I siitd die richtigen, worauf zu achten ist. TaS Personal, einschließlich der Dienstboten, bitten wir ebenfalls auf die Wichtigkeit der Wahl aitfnterksam zu machen und darauf, daß Liste 1 der Arbeitnehmer der Stimmzettel aller Bürgerlichen ist. Also in allen Fällen Stimmzettel leiste I abgeben. d-tailliften-verein. Kaufm. Verein. Grtsgewerbeverein. vereinigte Gießener ^rauenoercine. 4239v zur Krankenkaffen wähl! Dienstag, ai. JVIävz, wird der Husfcbuss der Ortskrankenkasse Giessen gewählt. Arbeiterinnen, Dienstboten «nd Arbeiter wählt die vom Gewerkfehaftskartett aufgestellte Liste Nr. 2. 02392 Das Gewcrkfcbaftskartell. liefert in unübertroffener Ausführung, vornehmer, matter Glanz, ladeflnser Sitz, keine rauhen Ränder Grosswäschorei Edelweiss BckllnMtra*« 12 Farcsiwech^r W7 AmalnuttotU. in AJsfeki. Butzbach, üenehelheiin, Lollar. Wetzlar u. Wieseck. — Regelmässiger Fuhrwerkverkehr ■ ach Wetzlar und Bat/.bach. T»gl. Post-u. Bahnversanrl. An alle Kötel- n. Gastwirtsangestellten Seit Auflösung der Gaflwirtskrankenkasse gehören alle in Hotels und Gasthäusern Beschäftigten der Allgemeinen Ortskrankenkasse an. Wenn wir in Zukunft unsere Interessen als Bersichertc vertreten wollen, dann müssen wir alle am kl. Mär; zur Ausschnßwahl »ach dem „Felscnkeller" gehen und den Stimmzettel wr Liste Nr. 2 'W Viele Hotel- nnd Gastwirtsangestellte. Wir machen hierdurch bekannt, dass unsere Hauptverwaltung beschlossen hat, die Ortsorganisation in Giessen aufzulösen. Ein Zweigverein Giessen des I). R Y. besteht also - nicht mehr, Berlin, den 28. März 1914. I teutscher Bankbeamten Verein 1 - 1 Y. M. Fürstenberg. A. Meinhardt. Roth. Sooden I radioinhaltigr Solqnellen Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der AtmuDp9orsarie, Herzleiden, Blutarmut, Fraacnkrankheiten.RheuniatUmofl.Gieht, Skrofulöse. Rachitis, Rückständen von Influenz,#. Lungen- u. 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Amtsgericht. _ Lohverkaus. (Gebote auf die diesjährige Lohernte der Gemeinden: x'Ueinrcrbtenbacb —60, Niederkleen -- 70, Oberkleen « 300. Reisknchen =-= 240. Vollnkirchen - 120 und Bolvertshausen 112 Zentner find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis aum 8. Avril d. I., vormittags 1 1 Uhr. hierher einzurcichen. ?ie Berkrmfsbedingnngen können hier einaesehcn werden. Grotzrechtenbach. den 28. Mär; 1014. 4217 B _ Der Bürgermeister. _ :PflMi.f'oriÄi«pcrein k. 8 .i».».S. zu Ltauskilberz Bilaiiz am 31 . §cp&cr 1913 . Aktiva. «.* Passiva. Jt Ausgelieh. Kapi- Ausgeiiomm. lalien ».zwar: Kapitalien 554371.04 a) qeq. Oblig. 422081.17 Mitglieder- d) .. Bürgsch. 89847.31 guthaben 11586.14 e) „ Güter- Reservefonds 19631.35 kauf- Spezial- gelber 56683.08 reservefonds 440.— ci) „ Wertpap. 'Rachlaß f. noch »ach den: nicht fällige Kurs ani Güterkans. Ter Borstanb. 0>e.: Hermann Steingoetter. Montag.b.»o.Mäe; ISl t. abends 8 llbr. Bolks 'Vorstellung, Bolks - Pretsc! 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