Nr. 68 Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntag?. Tic ..Gittzentt Zomittendlätter" werden dem .Anzeiger' viennal wöchentlich beigelegt, da? „«reiidlatt für deu Kt»is «ieße," zweimal wöchentlich. Ti- „kandwirtlchastlichen reit' trag«»" erscheinen monatlich zweimal. 164. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Vberheffen Saniötag, 21 .März 1914 Rotationsdruck und Verlag der Drüblschen Unwersuäl? . Buch- und Stciudrnckrrci, R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» stratze 7. Expedition und Verlag: e*51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzcigerKießen. Mb. Deutscher Reichstag. 2 37 . Sitzung. Freitag, den 20. März. Am Tische de? BundesratS: Dr. Solf. Präsident Dr. Koempf eröffnet die Sitzung um 2 Uhr. Eingegangen ist der R o t c t a t. Kurze Anfragen. Abg. Hoff ^Dp.) fragt an: Zeitungsnachrichten zufolge werden Söhne von Volks- schullehrern — von ganz vereinzelten Ausnahmen abgesehen — als Offiziersaspirantcn für die Marine nicht angenommen, auch wenn sie bezüglich ihrer körperlichen Beschaffenheit und ihrer Vorbildung den gestellten Anforderungen genügen. Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, ob diese Nachrichten auf Tatsachen beruhend und bejahendenfalls: was gedcntt der Herr Reichskanzler zu tun, um diese für den Volksschullehrerstand verletzende und die Interessen der Marine schädigende Verwaltungspraxis der Marinebehörden zu beseitigen? Kontreadmiral Trhnhardt. Die Anfrage, ob Söhne von Volks- schullehrern, abgesehen von ganz vereinzelten Ausnahmen, als Offiziersaspiranten für die Marine nicht angenommen werden, entspricht nicht d e n Tatsachen. Weder sind Bestimmungen getrosten, noch besteht die Verwaltungspraxis, daß Söhne von Volksschullehrern nicht als Anwärter angenommen werden. Tatsächlich dient auch eine Anzahl von Söhnen von Volksschullehrern oder aus dem Volksschullehrelstand hcrvorgegangencn Persönlichkeiten als Seeoffiziere oder Offiziersanwärter. ES läßt sich nicht vermeiden, daß jährlich eine große Anzahl von Meldungen für die Seeoffizicrslaufbahn nickt berücksichtigt tverden kann, trotzdem die Anwärter die gestellten Bedingungen erfüllen. Solche nicht angenommene Anmeldungen verteilen sich auf alle Bcrufsstände. Die Annahme erfolgt nach dent Grade der Erfüllung der körperlichen nnd wissenschaftlichen Annahmcbcdingnngen und der persönlichen Geeignetheit zu dem Beruf. Abg. Schiffer-Magdeburg (Nall.) fragt an: Durch Urteil vom 6. März dieses Jahres hat das Königlich Preußische Kammcrgericht dahin erkannt, daß _ b c r Generalpardon aus § 68 dcS Gesetzes über einen einmaligen außerordentlichen Wehr- d ei trag vom 3. Juli 1913 auch in denjenigen Stcuersachen Anwendung findet, in denen bei Abgabe der Wchrbeitrags- erklärung ein Strafverfahren bereits eingeleitet war. Durch eine hochstrichterliche Entscheidung ist al,o der gegenteiligen Vorschrift des § 15 Absatz 2 der Ausführungsbestimmungen des Bundesrats vom 6. November 1913 die ökcchtsgültigkeit abgesprochen. Welche Stellung nimmt der Herr Reichskanzler zu dieser Entscheidung ein? Ist er bereit, mit den einzclstaat- lichcn Regierungen in Verbuchung zu treten, um sie zu veranlassen, von der Einleitung und Durchführung von Strafverfahren aus der gedachten Bestimmung fortan abzuschen? NnterstaatSsckretär Jahn: In der von der Anfrage berührten Angelegenheit sind verschiedene Urteile ergangen, die sich teils ebenso wie das Kammcrgericht, teils in anderem Sinne aussprechen. Gegen verschiedene Stiaflammerurteile ist bereits Revision eingelegt worden, über die das Reicksgericht zu entscheiden bat. Die Reichsfinanzvcrwaltung hat die Bundesregierungen um Mitteilung der Abschriften der ergangenen Entscheidungen ersucht. Bon dem Ausfall der Prüfungen der zugrundeliegenden gerichtlichen Entscheidungen wird es abhängcn, ob der Reichskanzler sich wegen einer von 8 15 Abs. 2 der AuS- führungSbestimmungcn abweichenden Auslegung des § 68 des WehrbeüragsgesctzcS mit den Bundesregierungen ins Benehmen setzen wird. Soweit die Fragesteller Abstandnahme von der Einleitung neuer Strafverfahren wünschen, so kann schon jetzt bemerkt werden, daß auch nach der Auslegung, die K 15 Abs. L der AuSfübrungsbestimmung des Bundcsrates dem 8 68 des Wehrbeiiragcs gibt, die Einleitung eines Strafverfahrens nach Abgabe der Vermögens- und Einkommcns- c r k l a r u n g nicht für zuläsiig zu halten ist. Der ftolonialeföt. (Sechster Tag.) Die Aussprache über den Etat für Südwcstafrika wird ****■ ' Ciitjid ff*« , „ . , Wir lehnen die Bahnen ab, weit die Regierung sich weigert, die minimalsten Forderungen zum Schutze der Arbeiter und Eingeborenen zu erfüllen. Eine Unmenge von 2\emajcn hat man bet diesen Bahnbaulen zugrunde gehen taffen. So geht e» nicht weiter! Für die OvamboS muß bcffer gesorgt werden. Jetzt stnd sie nicht einmal vor räuberischen Buschmännern stcher.^Aus die Diamanten tonn man sich Nich: allein verlaßen. In Sudwcn tonnte die Viehzucht in großem Motze betrieben werden. Schuld an den jetzigen mißlichen Zuständen ist die Eingcborenenpolitil der Regierung. Ebenso schuldig sind die Ä o»zcssio,»gc, ell» sch asten. Die Löhne der Arbeiter werden systematisch gedruckt. Abg. Kcinath (Natl.): Wir l»rben alles Jntcreffc daran, die Zeit der D'-manten- Gewinne zu benützen, um die bauernden Einnahmen »u r r h h h e n Gewin ist cs auch zweckmäßig, d,c c^elvitverwal- lung^ö/per da^n °zu 'gewöhne.k d7ß die Kolonie selbst zu^ den S-lbstve-wattmig der ÄtcU "mtt chm » P* die SoMje* Schutz. pÄWtnit van t :2 SEmmcres zu vcrhütew Auch m,.r ^sche.n^ V^rgehe^ i t j Ä d I o n i a 1 a m Kann dann da nicht cnd- ? %, r Forderung für oie Lvanibabahn ftiM. I,ch Frieden werden? Der ^cdenk-n fie berech. Ugt"Lrn Var allem wird d,e Eisenbahn die häufigen Hungers- ''"^^Rechluti^uber den Bahubau im «"b-l-ude können wir r ie ‘««iwulion uui Bestimmung. t>aß dort eme Be- ?” ,ml “ft A n iüoei«™ bleiben soll. Es siedclnng von Sl t £, cn g jnn unserer Kolon:alvol,lik toarc ein Wider, pruch gcg^n^ ^-niernd der Besiedlung vcrschloyeu wen,, ein -e,l de» Schutzg ^„roräcr ist eine Viehzucht in den g- ------- - ausgeschlossen bleiben soll. Es srebelung von W ßc ^ ^inn unserer Kolonialpolitik, Schutzgebietes dauernd der Besiedlung vcrschlotzen ., .. ,, ’ F„„ ?.- r Europäer ist eine Vicbzucht m den bleibt. Ohne Leitung d cJ unvernünftig, einzelne Kolonien uurnoglich und lch ^ ^ie Daffererschließung halten Teile den Weihen zu vc sch deshalb den dafür geforderten Sf Ä ÄÜIÄ! “• ä “*“ *“ “* geschaffenen Anlagen ciicheimsen. Wir werden den Staatssekretär unterstützen, wenn er weitere Machtmittel gegen diese Gesellschaften anwenden und uns Vorschlägen wird. Abg. Kuckhosf (Zentrum): Die Negierungspcnsionate für die Schulkinder verlangen zu hohe Preise. Es ist unbillig, einen Zwang auf die Unterbringung der Kinder in diesen Pensionatcn auszuüben, wenn sie anderweitig billiger untcrgebracht werden können. Die höheren Schulen in Wnrdhuk und Swakopmund leisten sehr Lobenswertes. Aber cs ist fehlerhaft, die Schüler genau nach dem deutschen Lehrplan cinrichten zu wollen. Insbesondere darf nicht die Bevorzugung des Englischen wieder beseitigt werden. Wenn schon unsere heimischen Schulen als Muster dienen sollen, so nehme man die Londwirtschastsschulen zum Vorbild. Ich möck»te wünschen, daß uns im nächsten Jahre eine Uebcrsicht über die Entwicklung des Schulwesens vorgelegt wird. Abg. Dr. Ocrtcl (Kons.): Die Idee, landwirtschaftliche Schulen in Südwest zu errichte, ist mir außerordentlich sympathisch. Was wir in den letzten Jahren über die Diamanten gehört haben, war wenig erfreulich. Hoffentlich wird jetzt Schluß mit diesen unerquicklichen Fragen gemacht. Es ist gefehlt worden: hoffentlich ist der Weg in die Zukunft schöner. Ich wünsche, daß der Staatssekretär künftig eine st a r k e D o s i S G c r i s s e n h e i t für diese Frage in Anwendung bringt. Die Suche ist wegen der widerstreitenden Jnter- csien nicht einfach. Es wird gut sein, die Förderer in der Form, wie sie es wünschen, zur Mitberatung heranzuziehcn. Für die Zukunft wird der Tiamantgcwinn nicht das Rückgrat bleiben können, und wir müssen uns nach Ersatz umsehen. Das kann nur der Farmerstand und Farmertrag sein. Das ist das einzig Bleibende. Wir dürfen die Farmer nicht behandeln, als ob sie eine qusntite neLtixeLdlc seien. Die Farmer müsicn zugeocn, daß manches für sie geschehen ist, und sie sind auch dankbar dafür. Aber sie müssen noch dankbarer sein. Sie boffen viel bon der Entwicklung der Landbank, über die wir gern einen Bericht erhalten würden. Abg. Ahlhorn (Vv.): Die Dimnantenfunde haben leider der deutschen Dia:na)iten- industrie nicht auf die Beine geholfen. Die deutschen Schleifer wollten Robdiamanten haben. Das Antwerpcner Syndikat hat ' aber selbst Schleifereien eingerichtet. Das Syndikat soll sich nur l mit. dem Verkauf von Rohware befaffeu. Es wäre angczeigt. i n Berlin einen eigenen Diamantenmartt zu er- > richten. Staatssekretär Dr. Solf: Dem Vorredner kann ich die erfreuliche Mitteilung machen, daß der von ihm empsoblene Herr Hahn in das Syndikat bereits ausgenommen ist. Die Regierung ist nicht in der Lage, mit dem Gelde der Förderer die Industrie an sich zu unterstützen. Die Förderer babcn sich darauf nicht eingelasien. Soviel wie möglich haben wir auch die Interessen der Schleifer vertreten. Viel können wir da nicht tun, wir haben ihnen aber von Jahr zu Jahr Vorteile gewährt. Die Doppelnatur unserer Abnehmer, als Schleifer und als Rohhändler, ist tatsächlich eine Konkurrenz für unsere Schleifer. Daß wir sie nicht totmachcn können, ist richtig Die Klage darüber ist aber nicht berechtigt vom Standpunkte der Förderer und deshalb auch nicht von dem der Regierung. Immerhin werden wir Abhilfe zu schaffen suchen Wir können aber dem Abnehmer nicht verbieten, sich die besten Steine herauszusuchen und mehr Diamanten auf , den Markt zu bringen, als unsere Sckleifcr wünschen. ^ Wir werden aber versuchen, diese bester zu schützen. Wir haben ihnen dazu zunächst gestattet, um 5 Prozent billiger einzukaufen. Das ist fiir , manche Schleifer ein Vorteil, aber nicht für die Lohnschleifcr, die nicht direkt Material kaufen könner«. Auch sind die deutschen Schleifer nicht gezwungen, Sorti- , incntc zu kaufrni, sondern können sie im freien Handel erwerben, i Aber auch das können die Lohnschleifer nicht. Wir verhandeln mit dem Syndikat, ihnen indirekt eine Beteiligung zu ermöglichen. Ferner haben wir in Hanau eine Diamantenschlcifschulc errichtet. Mehr können wir aber nicht tun. Hinsichtlich der Tarife können wir keine Zwangsmaßnahmen treffen, obwohl es in unserem vSntcrqfc liegen würde, den Kreis zu verringern, an den wir die Steine abgcben. Die Errichtung eines Diamantenmarktes in Berlin würde unserer Tendenz cntgcgcnarbeiten, das ganze Dia m a n t e n - ge schüft in eine starke Hand zu legen. Die Bahn im Amboland liegt mir ganz besonders am Herzen, und zwar derart, daß ich mich bereit erklärt habe, von dem Diamantenscgcn 3 Millionen zu Lasten des Schutzgebietes zu übernehmen. Die Anwerbung der Owambos staatlich zu regeln, haben wir bereits angeordnet. Auch dem Wunsche, daß Garantien für eine menschenwürdige und gute Behandlung der Owambos geschaffen werden, kann ich gern zustimmcn. Eine Spczialverordmlng enthält bereits alle Garantien in diesem Sinne. Tie sanitären Verhältnisse, mich in den Minen, wo die OwamboS hauptsächlich arbeiten, sind so ausgcstaltet, daß die Gesundung und Verarztung der Leute genügend gesichert ist. Spezialberichte über die Gesundheitsvcrhältnissc werden wir gern i in der zugcsagien Denkschrift veröffentlichen. Diq Landwirt- , schaftsbank bat in zwei Monaten gute Arbeit geleistet, z. B. eine Anzahl Darlehen gegeben. ,Wir werden diese Frage aber weiter prüfen. Unser heimischer Schlachtviehmarkt wird noch lange nickt von Südwestafrika versorgt werden können. Der natürliche Absatzmarkt siir Schlachtfleisck von dort bleibt der Markt in Südafrika. Wir werden uns bemühen, Verhandlungen , mit den dortigen Staaten einzuleitcn. Eine weiße Arbeiterfrage in dem heimischen Sinne existiert in Süd- w e st a f rk a n i ch t. Es sind ungefähr 2000 kleine Leute weißer Farbe da. Die meisten davon sind aber freie, selbständige Handwerker, denen cs im allgemeinen gut geht. Die anderen sind vielfach angestellt bei den D'inen als Aufseher oder sonst in gehobener Stellung und haben Gehälter, auf die die Arbciterfchutzbcstimmun- gen der Heimat nicht anzlttvenden sind. Im übrigen sind weder dem Gouvcrncmcrst noch der Kolonialverwaltung Klagen in dieser Richtung zugegangen. Dann die Schulfrage. Tic Kinder muffen so erzogen werden, daß sie für das Land dort geeignet sind. Wir sollten nicht von bicr aus Bestimmungen treffen, sondern es den Eltern dort überlassen, welche Wünsche sie haben. Eine Denkschrift über das Schulwesen will ich vorlegen. Dann die Konzessionsgesell schäften. Ter Regierung ist vorgeworfen worden, daß sie in leichtsinniger Weise diese Konzessionen vergeben hat. Man muß sich aber doch daran erinnern, wie früher die Berhältniffe waren. Damals gab cs noch keine Diamanten, und Südwestafrika galt als eine Sandwüstc. Damals konnte die Regierung gar keine Leute bekommen, die überhaupt 12 diesem Lande Geschäfte machen wollten. Man wollte danrals dem Landeshauptmann von Südwestafrika nicht einmal den Titel Gauver. neur geben, weil der erste Titel für dieses Land genüge. Da können Sie sich die Stimmung der Regierung und auch der Ge- sellsck^ftcn denken. Nun hat sich berausgcstellt. daß das Land j mehr lvert ist, als man dachte, und daß die Konzcssionsgcsell schäften nun wie ein Pflock im Fleische des fschutzgebictcs sitzen. Mari rät mir nun, mit den schärfsten Maßregeln gegen diese Gesellschaften vorzugchen. Andererseits erinnert man daran, daß die Regierung dock selbst diese Konzessionen, wenn auch fälschlicher, weise, gegeben hat. Ich werde den Mittelweg einschlagen, und wir werden prüfen, wie wir der Unbequ»mlichkeitcn Herr werden, die uns die Gesellschaften mit ihrem ungeheuren Areal bereiten. .Hier muß etwas geschehen. Die Budgetkommission legt nur zu dieser Frage einen Gesetzentwurf vor. Mit der Fassung bin ich im all I gemeinen einverstanden, aber der Gesetzentwurf hat vielleicht eine Tragweite, die wir so schnell nicht übersehen können. Mir ist daher der konservative Antrag sympathisch, diesen Gesetzentwurf i n der Form einer Resolution der Regierung zu übermitteln, die dann in der Lage ist, seine Tragweite genau zu prüfen. Dann kann sie eine Handhabe gegen die Konzessions gcscllschaftcn schassen, falls diese sich verständigen im öffcntliäjen Interesse liegende Forderungen gegenüber widcrstandsvoll der- I halten sollten. Tie Regelung der staatSanrvaltschaftlichcn Verhältnisse wird in die Wege geleitet. Die Beschwerde der Rechts anwälte wird berücksichtigt werden. Ein Erlaß wird hinausgeheu wonach einer Beschwerde eine ausschiebcnde .Kraft gegeben wird. Die Einführung dcS Rechtsweges in Verwaltungssachen erscheint auch uns notwendig. (Beifall.) Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.): Die Ansiedlung im Amboland ist bei der gegenwärtigen Situation sirr die Weißen durchaus nicht vorteilhaft und deshalb ist die Ausschließung des Ambolandes von der Besiedlung durch Weiße vollkommen berechtigt. Die Kritik an der MissionStatigkeit ist nicht stichhaltig. Die Missionen sind nicht die großen Landbesitzer, sondern die Konzessionsgesellschaste«. Wenn der Staatssekretär gegen diese vorgelzt, wird er die überwältigende Ntehrheit des Reichstages für sich haben. Den Missionen ist so manches Gebiet geschenkt worden, tveil cs bei I ihnen in guten Händen ist. Die Missionen stecken hunderttansendc Mark in die Kolonien, und die einzelnen Missionare sind nirr Festangestellte mit Gehältern, die durchweg kleiner sind alö die der Beamten. Speziell in Südwest ist die Mission mit Erfolg tätig, die Buschleute seßhaft zu machen. Ich hoffe, ^ daß der Abg. Noske den Vorwurf gegen die Missionare zurücknehmen werde, daß sie für ihr eigenes Interesse tätig sind. Die Warte des Abg. Noske haben seltsamerweise ein Echo.in der ffKölni- s ch e n Zeitung" gefurrden. Dort zeigt sich eine so niedrige Polemik gegen die Missionen, daß man das niedriger hängen muß. Gott sei Dank sprechen die Herren Nationalliberalen hier in ganz anderem Tone als dieses Blatt. Hoffentlich werden die Nationalliberalen ein offenes Wort gegen diese Ausführungen finden. Abg. Dr. Paafche (Natl.)k Die Haltung unserer Fraktion zu den Missionen rst nrchb ident i'i ch mit der Stellungnahme des Artikels der ^Kölnischen Zeitung". Dieser Artikel eines .altörc Afrikaners" gibt sicher nicht die Meinung der Redaktion urck «rst recht nicht die der nationalliberalcn Partei wieder. (Beifall rechts u. i. Ztr.) Unsere Pflicht ist es, auch für die Schwarzen einzutreten, und daran werden uns solche Artikel nicht hindern. Wenri man von der Kulturarbeit in den Kolonien spricht, dann muß man in erster Linie'der aufopfernden segensreichen Tätigkeit der Missionen mit größter Dankbarkeit gedenken. (Lcbh. Beifall rechts u. r. Ztr.) Unsere deutschen Missionare unterscheiden sich gerade dadurch vorteilhaft von den englischen, daß sic nicht Geschärte machen wollen, sondern selbstlos der Kultur icnd den Eingeborenen dienen. Daß sic selbstlos arbeiten, das möchte ich im Gegensatz zu der „Kölnischen Zcituna" noch besonders hcrvorheben. (Beifall rechts u. i. Ztr.) Ich glaube, im Namen meiner politischen Freunde ausdrücklich erklären zu sollen, daß wir im Gegensatz 1 zur „Kölnischen Zeitung" die Tätigkeit der Mi s s i 0 n e n !voll anerkennen und wünschen, daß sie weiter geübt wer- ! den möge im Interesse der Kolonien und chrer schwarzen Be- I Völkernng. (Beifall.) Der Interessen der Farmer und ihrer Viehzucht haben wir uns immer mit größtem Wohlwollen, angenommen. Die Herren haben keinen Grund, sich über uns I zu beklagen. Ein Antrag auf Vertagung wird abgelehnt. Abg. Henke (Soz.): Die Garantien dee> Staatssekretärs für bei: Arbeiterscbnl« reichen nicht aas. Er sicht alles zu optimistisch an. Tie Ambo- bahn soll nicht der Verbreitung bon K»Itur, sondern lediglich der Beschaffung non lohndruckendeu Arbeitern dienen. Mit Gewalt sollen die Ambo ihrer selbständigen Lullur beraubt werden. Ta« ist der Zweck der Bahn. Dafür sind wir nicht zu haben. Staatssekretär Dr. Sols: Ter springende Punkt ist der. datz dem Anfsichtrrali- porsihendender Regie in der Oeffentlichkeit der Vorwurf gemacht wurde, daß er schmutzige unredliche Geschäfte gemacht habe mit Rücksicht aus den Abnehmer der Diamanten. Er soll mit Gundermanns unter einer Decke gejteckt haben und persönliche Zutercssen an den Einnahmen Gundermanns gehabt haben, j Herr Hach kennt das ganze Material ziemlich genau. Ich kann annehmen, daß er wc>ß. daß der Gegenstand der Behauptung Gegenstand einer Privatllage gewesen ist. Ich muß annebmen. daß ee auch den Ausgang dieser Pribattlage kennt. Da« Urteil. ! ich will leine Namen nennen, ergibt, daß der Beleidiger erklärt j hat. daß es ihm fern gelegen habe, den Borwurf ehrenrühriger Handlungsweise zu erheben. Soweit der Varwurf herausgelesen werten könnte, nimmt I ct i h n mit dem Ausdruck des Bedauern« zurück und erklärt, daß er teil, e Unterlage dafür hat. (Hartl hört!) Weil ich wußte, daß diese Peivatklage diesen Aus- gang nehmen wird, und weil ich annebmen konnte, daß Herr Hock, von dieser Tatsache Kenntnis gehabt hat, deswegen habe ich mich geitern so hart ausgcdrückt. Das ist der eigentliche Grund, weshalb ich gestern so aufgeregt war. Herr Hoch hält« dar wissen: müssen. (Beifall.) Der Staatssekretär erklärte der weiteren, daß gegen den Vor- sitzenden de- Aussichtsrats der Regie, Herrn Fürstenberg, nichts Ehrenrühriges vorliegt. Er stehe rein und lauter als Kauf. I mann dar. Nächste Sitzung Sonnabend 2 llhr: Etat-Nolgefetz ,md Weste» beratung. chluß 75ä Uhr. Lan-wirtscbaft. — Der Kampf gcgcn das Unkraut muß recht früh im Jahre beginnen, Es ift viel leichter, einen (Porten rein zu Halle», als rein zu machen, Ter Kamm gegen das Unkraut ist nötig, denn cs verdirbt nicht mir den ganzen Eindruck. den ein sanft woblgevslcgter Garten macht, sondern cs nimmt auch UN- seren Kulturpflanzen Nahrung. Raum und Luft und fügt io dem Gartenfreunde nicht unbedcullnden Schaden zu. Ja, einzelne Unkräuter tu» noch mehr, cx> ist die Wolfsmilch der Träger, die Zwiichenpslanze des Erbscnrostcs, der nur durch Uebcrtra» guug und Bcnnittlung dieser Pflanze Schaden anrichten kann, Dax der Kampf früh begonnen werden muß, um ein gutes Resultat zu erzielen, ergibt sich aus dem Wesen der Unkräuter, Planche derselben haben recht kräftige, ticsgehcndc Wurzeln, die tidi später eher ab- als ausreißen lassen, dann aber wieder srisch uachwackycn, so dasz sic noch einmal gezogen werden müssen. Andere erzeugen in sehr kurzer Zeit eine Unmenge von Samen, die sich schnell verbreiten, leinten und so die Arbeit nicht verdoppeln, sondern verhundertfachen. Die richtige Zeit, dos Unkraut zu entfernen, ist da, wenn dasselbe so groß geworden ist, das; man cs mit zwe, Fingern ansassen und herausziehen lairn. Die Arbeit ist dann so leicht, dass man in einer Stunde viele tausend böse Kräutlein entfernen kann. Ist in dieser Weise ein Zarten vom „Bortrob" und von „Gewaltbausen" befreit, so ist der „Nachkvab", der auch beim besten Jäten erscheint, leicht zu bewältigen. Ein großer Fehler, der von vielen Gartcnsreun- den gemacht wird, ist das Autzerachtlassen der Lcckenreinigung, Bleibt das Unkraut in den Hecken stehe», so entwickelt cs hier Blüten und Samen UN» dieser verunreinigt dann vollständig den Garten, Daß ein Garten mit völlig vcrunkräutcten Hecken nicht schon aussieht, ist klar, und die Hecken haben wieder den Schaden davon. Diese Hcckrnreinigung kann ganz passend an solchen Tagen erfolgen, wo die «eigentlichen Gartenarbeiten durch dir UngltMt der Witterung verhindert werden, Tie Arten des Unkrautes ausznzählen, rcsv, zu beschreiben, finde ich nicht praktisch, weil unnötig: alles, was nicht zu den Kulturvflanzen gehört, ist eben Unkraut und nruß heraus, Gelangt hier Itnd da eine Unkrantpssanze an verdeckten Stellen zur Samcnentwicklung, so werfe man diese nicht auf den Lvmposthaufen, sondern verbrenne sie, damit das Unkraut doch nicht wieder auk Umwegen in den Garten gelange. €lcridn>faal. Gießen, 19. März, (Schöffengericht,! Ein eigenartiger Fall von Hausfriedensbruch, Am Am 8. Januar I, Js, fulzr der Händler O, H, von hier mit einem Trückkarrcn in den Hof der Jenghauskaierne zu Gießens, Der Posten, der gerade präsentierte. iordcrtc ihn, als er niit der Ehrenbezeugung fertig war auf, zur Wache zu gehen. Hl zeigte aber eine weiße Einlaßkarte vor und fuhr weiter, Ta für den Posten strenge Borsckrriit ist, daß die weiße Einlaßkarte auf der Wache vor,„zeigen ist, und der Posten bei Unterlassung einer Ausiordernng sich straibar macht, war der Bonall als Hausfriedensbruch auszufassen und wurde H. zu einer Geldstrafe von 8 MI oder 2 Tagen Gefängnis verurteilt, — Ter Kaufmann A, G. von hier war durch Straf- bcsehl wegen Uebcrtretung der Polrzeiveroordnnng vom 2, Februar 1912 zu ?' Mk. Strafe verurteilt worden, weil er nicht dafür gesorgt hatte, daß sein Hund nicht von nachmittags 12 bis 3' > Uhr durch iortgeicptes lautes Bellen die Ruhe der Rackibarickia'l störte. Er erhob Einimmch und ries die gerichtliche Entscheidung an. Taö Gericht kam zur 'Ansicht, daß die eru>äh»te Polize-vorichrist als uiatcricll rechtsgültig nicht anzuiehen ist, vielmehr die Strasbarlcit Gießen, Aufgebote; März 13, Andreas Lauterbach, Monteur, mit Sabine Kiesel, beide in Gießen, — 16. Friedrich Georg Karl Röcker, Schneider, mit Elisabetha Robrbach, beide in Gießen, — Heinrich Friedrich Günther, Zigarrenmacher, mit Frieda Margarete Elisabeth Nolte, beide in Gießen, — 17. Erdmann Ctto Sprangcr. Ingenieur iu Mülhausen i. E,. mit Friedcrika Heinrich in Wieslock, —Tanicl Goldschmidt, Tlieaterarveiter. mit Katharina Schwing, beide in Gießen, — 18. August Hermann Schlosser, Metzger in Bad Nauheim, mit Auguste Käthchen Schneidemüller in Gießen. — Karl Hoimann, Schutzmann in Gießen, mit Katharine cann in Lauter, Kreis Gießen — 19. Emil Wilhelm Plant, Ledechäiidlcr in Gießen, mit Anna Maria Strauber in Lollar, — Hans Koivar Nab holz, Landwirt in Pieifingen (Schweiz), mit Anna Bichler in Gießen, E h c f ch t i e ß u » g c n, März 14, Gottlieb Fleck, Büroge Hilfe, mit Etile Katharine Elisabeth Heil, beide in Gießen, — Johannes Frank, Postschaffner, mit Katharina Repo, beide in Gie- bei,. — Arthur Kurt Avitzich, Geschäsisreii'cnder, mit Greta Klara Adele Tickarö, beide in Gießen, — Friedlich Michael Engel. Buch- balter, mit Ella Nather, beide in Gießen, ,— 18. Wilhclni Heinrich Johannes Georg Eduard Adelt Recheting, Gesckäitsrciicnder, mit ' Elise Hoimann, beide in Gießen, — Ludwig Klingler. Hotelier in Gießen, mit Marie Antoinette Fischer, geborene Breitbarth in ^ Soden a, T, Geborene; März 6, Dem Großh. Geometer 2, Klasse Heinrich Schäler eine Tochter. Gertrud Katharina, — 11. Dem Post- schaiincr Gregor Joseph Schneider ein Sohn, Emil. — 13. Dem Schlosser Hrch, Wagner eine Tochter, Marie Katharine, — 14, Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Busch ein Sohn, — 16, Dem Architekten Hans Burg eine Tochter, Ursula Philippine Dorothea — i 17. Dem Scherenschleifer Battista Righi ein Sohn, Adam Anibale, ,— 18. Dem Monteur Ludwig Bauer eine Tochter, Marie Margarete, • Stcrbesäkle: März 12, Katharine Forinhals, geh. Rein, 76 Jahre alt, Lichcrstr, 74, — 14. Eva Eliiabethe Becht geborene Schwab, 49 Jahre alt, Brandgasse 5, — 16, Rcchnpngsral Jakob ' Kieler, Sber-Bahnhoisvorstchcr i, P,, 6l Johre alt, Älicestr. 23, — 16. Anna Marie Keil, gcb, Stein, 76 Jahre alt, Löwengasse 30. — 17. Ernst Landsiedel, 1 Jahr alt, Hillebrandstr, >4, — 19. ' Johannes Schmidt, ohne Beruß 62 Jahre alt, Katharinengaiie 7, Alsfeld, Aufgebote; März 5, Johann Bittmann, Großh, Geometer 2, Klasse,^ mit Bertha Elise Etlinq, beide in Alsfeld, — 9, Johann .Heinrich Fischer, Postbote in Ottenbach a, M„ mit Sovhie Dorothea Mathilde Livv in Gießen, -- Karl Jab», Former, mit Katharina Fischer, beide in Gießen. — 11. Georg Leonhard Lich, Schreincr- gesclle in Romrod, mit Barbara Katharina Schmidt, Tienslmaad IN Lingelbach, — 13, Heinrich Jacob Rmikcl, Horiidrehergchilsc in Alsield. mit Katharina Stein in Lauterbach i, Heil, — 16. Heinrich Hainer, Maichinensührer in Münster, Ar, Höchst a, M„ mit Margaretha Bücking in Alsscld — Hermann Albert Pslcidcrer, Bankvorstand in Alsseld, mir Christina Wilhctminc Henriette Nicolaus, in Frankiuri a, M, Eheschließungen; Mär, 14, Johannes Merle, Tag- lohncr. mit Anna Elisabeth Schmidt, Heide in 'Assseid, Geborene; März I, Tein Kaufmann Heinrich Arnold Etlnig eine Tochter. Marie Margarethe Louise, — 3, Dem Buch, druckcrgchst'cii Ernst Wiegand eine Tochter, Marie Lina, — .6, Dem Tagtähncr Justus Merle eine Tochter, Elisabeth, — 7, Dem »auimann Julius Slern ein Sohn. Walter, - 8. -tem Kreisstratzenwartcr Heinrich Übrig, eine ,>imlli»gsgehurt. rin Lohn Peter Willi und eine Tochter Ille, — 8. Dem Post- schaiiner Ernst Karl Bücking eine Tochter, Marie Katharine Tc»> Kam'mann 2ldam Eduard Gebauer ein Sob». Eduard l Otto Karl, — 12. Dem Maurergehilfen .Heinrich Decker eine Lackier Erna - Dem Gastwirt Joseph Karl Ferdinand Io- hann^ Georg Malkmns eine Trichter Anna Elisabeth, L t e r bei alle: sNärz 7. Johanues Steller, Schre.iuer- gebilv-, 62 Jahre alt, 11, Johannes Alber, Tolzmrod, ll Monat alt, — 14. Katharine Marker gcb, Tichl, Witwe. Rentcii- empiängeriu, 74 Jahre alt, — 18, Katharina Weber geb. Ulner, Witwe, Rcntnerin. 89 Jahre alt, Bad-Nauheim, Ä u , g e b o t c; Febr 19, Paul Oskar Ollo Teschner. Kaus- wann, mit Iba Gretchen Purper, beide in Bad-Nauheim, — des ruhestörende» Lärms durch 8 360 Zijs, 11 des RSiGB, geregelt ist, soweit nicht r c i ch s g c s c tz l i ch andcrweite Vorschriiren zugelassen sind, Landesgescßlichc Vorschristen sind dcsbalb unzulässig. Es erkannte auf Freisprechung, zudem es den Porsaß. der zur Bcstrasung nach ß 360 Zliss, I I erforderlich ist, verneinte, In gleichem Sinne hat auch wiederholt das Kammer- gericht zu Berlin entschieden, — ‘Sie R, 1». März. Das S eh Ivn >' geri cli t bat Heine »ach viertägiger Perhandlung den italienischen Hüttenarbetter Paolo D in i wegen Ermordung seines Laodsnianncs Rannzzi zum zweiie» Plale z»n> Tode vennleilt. Das erste TodesurlcU, das am 29. Juni v, Js. gesälli ivodc» ivar, war vo»i Reichsgericht wegen eines Formlehleis aulgehoben worden. Spokt- Fußball, .kommenden Sonntag wird die 1, Mannschaft des Bcrcins für Rasensvielc Gießen gegen die 1, Mannschast Germania Bockenheim aus dein Sportplatz an der Hardt spielen, 33. s. R, wird einen ziemlich schweren Stand haben. Handel. --- Tarmstadt. 21. März, Die Großherzogl. Handels- kamnrer zu Tarmstadt ssür die Kreise Bensheim, Darmsladt, Erbach, Groß-Gerau und Heppenheim) hat soeben ihren Bericht über das Jahr 1913 im Druck veröffentlicht. Märkte. fC. TOieSt>«!en. Dlehhol-Marktberk cht vorn 20, März, Austrieb; Rinder 9 tÖckff»» K , Bullen 8, fifilif >md Bärten 55,, Kätvee ?, Schale 'I, Schweine 219. Prep« kür lag Md Geschäft mittel Lebend» Schlacht- Ockiken. gewicht Bokkslelkchkae, ansqemästete. böchften Schlacht» Alks Mk. wertes im After von 4—7 Jabren .... 50—63 86 94 Junoe, skeischige, nicht ausgemästili und ältere aiiSqemä'stete............49—52 lbläßla genährte junge und gut ge- oenährte ältere...........44—18 Bullen. AolMelkchlge, ousgew. höchsten Schlacht,». , , <2—45 Dollstetschige, jünger«........38—42 Färsen, st 1 h Aostklelschkae ausgemästete Färsen höchsten Schlnchtwertes...........48 -52 Polk fleischige onsgemästete Kühe höchsten Schlachtiverles bis z» 7 Jahren.....40—44 ? eitere ansaemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe.........43—47 Mäßig genährte Kühe »nd Färsen.....35—39 Gering genährte Kühe und Färsen. , Kälber. Feinste Mastkälber........ Mittlere Makt- und beste Saugkälber. Geringere Platt- »nd gute Saugkälber Geringe Saugkälber . ...... Schake. Weldemattschaft; Mastlänimer und Diatthammel . . . Schweine, r-ollsteischige Schweine von 80-100 Hz Lebendgewicht ..............490,-60 30—34 66—68 58—6) 53-57 46—51 85-93 78-85 72—78 63-70 84—93 72—78 76—83 66-71 60—86 100—113 97-105 81-95 78-86 47,00-00.00 96—00 63-64 PoNfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 480,-49V- Ö2-63 Pollsteiichige Echwelne von 100 - t20 kx Lebend» geivicht............. 5051 63—61 Vollfleischige Schweine von 120—150 k» Lebendgewicht .............. 49 49' , 61—62 gellschweine über 150 kg Lebendgewicht . . 46—48 58—60 0 Viele Millionen Dorsche werden olliShrlich an der norvegHLe» Küste gesangen, die besten bei den Losoten-Jnseln, Nur der aUsrtemfte Lolotcn-Lebertran wird zu Scotts Emulsion Aoott verwmdet und d?m Ccottsckien B rfah» rni unterzogen, aut welchem der Erfolg des Pröparotev beruht Scotts Emulsion schmeckt angenehm, Geruch uub Geschmack des Tranes find völlig gedeckt. Gehalt, ca.: Lebertran 150,0. Glyzerin 50,0. uiiterphoLvllorigl- Ra II 4,3, unterphcis» phorigj. Natron 2.0. Tragant 3.0. orab. Gummi 2,0. Wäger 129.0. Alkohol 11,0. Zimt-.Mandel-u. (ircuittietroöl le 2 Tropsm Tic Hebung nn'rres Körpergewichts. Bon einem Spezialisten. Die meisten Mageren nehmen ta iltch vier bis sechs Piund solidv seilvrodu,irrende Nahrung zu sich, und ihr Koroergewichl und llmlnna ändern nch nicht im geringilcn, während andererseits runde und -umsangrciche" Perlonen nur ganz lcickuc Ester sind und dabei Immer mehr zunehmen. Es ist Unlinn zu bchauvlen. d>S läge lo in der Natur des beir, JndinidnumS, So ein Zustand ist kein natürlicher. Maaere Lcme bleiben mager, weil ihr Stoffwechsel delekliv ist, Sic nbiorbiere» gerade genug von der angenommenen Nnhrung. um dno Leben und den Anlchei» vo» Gesundheit und Starke zu erhalten. Da hilft auch kein Siavlcn, und no» zwöti Mgdtzciien im Tag bleibt kein Psund bei ihnen. Illle ieitvrodu- zicrenden Elemente der Nahrung vasstcren unbehelligt den Verdauung'kangl und gehen unverbraucht wieder ab, eine richilge Berichlneiidung, Solche Leute brauche» etwas, was diese Elemciue assiimilercn hilft, dag sie ins Blu! li ergehen und vom Blulkreis- lani ans den dnriilgen Zellengeweben zugenihri werden, etwnS was die roten Blutkörverchen vervicliältigt und die Verteil,ing der Räliriubiianzen durch da, Blut anregt, iördcrt. Für diesen Zweck cmvsehle ich immer iolgendeS Rczcm; >5 prr Cardamommilnkinr. 60 er Salrada cunio. und 90 er einiacben Zuckerstruv, dazu genügend destill, Wasser zum Llnffüllen einer 25ü-Grami»-Fla!che, Das Rezevl kann ln sedcr Avolhckc oder Drogerie zulammengestcül werden,- nevmen Sie davon M Minuien vor jeder Mahizeii regelmäßig i bis 2 Eßlöffel ei», die GewickuSzunahmc iit oft ganz erbcblich und nimml vo» Woche z» Woche zu. Seine vciüauungswrdcrndew kräitigende Eiaenichgsle» kommen bei Enikräiiung sehr zuftaiicn und gebe - zumal alleren Lcuien neue Lebenskraft n»d Energie, Wenn Ihr Körvergcwichl „vier dem stiormal ist, wenn Ihr BerdaunngS- oder vierveniniicm nicht so iunkilonieri ivie es sollte, versuchen Sie das geiiannie Rezevl. und Sic werde» iehen. wie schnell es hilft |“‘ , ss 26. Hermann Brands, Ingenieur in Mannheim, mit Maria Dorothea Friederike Knicriem in Bad-Nauheim, — Wilhelm Paul Friedrich Kasch, Friseur, mit Maria Sprengel, beide in Bad-Nauheim, Eheschließunhcn: Febr, 5. Karl Wilhelm Ulrich Anton Kersting. Kaufmann, mit Anna Margartha Salzniann, beide in Bad- Nauheim, — 17. Georg Wilhelm Hosmann. Koch in Darmsladt, Mit Riaria Johanna Lemke in Bah-Nauheim. Geborene: Febr, 2, Dem Fuhrkncchl Edmund Friß eine Tochter, Marie Babette. — 6, Dem Gastwirt Franz AbSmann einc T-ckner, Maria. — 7, Dem Kauimann Jean Müller eine Tochter, Liselotte, — 10. Dem Friseur Karl Albcscr eine Tochter. Ottilie Agathe. — 11. Dem Steinmctzmeistcr Wilhelm Richard Frank ein Sogtz, Wildelin^Lcoitharb, — 13. Dem Kausnurnn Josue Rotten- hcrg^ein Sohn, Samson, — 15, Tem Tavczier Paul Arthur Müller ein Sohn, Paul Albert, — 17. Tem Großh, Amtsrichter Gustav Schneider ein Sohn, Alexander Otto Ferdinand Albert Gustav, — 24. Tem Chemiker Hermann Karl Philipv Wiedcrhold eine Tochter, Tillv^Ethcl, — Den, Chemiker Hermann Karl Philipp Wiederhold ein Sohn, Konrad Alfred, — 26. Dem Hotelier Wilhelm Leopold Joscs^Zerbe eine Tochter, Else Joohanna. S t er bc s ä l l c: Febr, 10. Ehristooh Jakob Becker, Gärtner, 41 Jahre alt, — 13. Auguste Sprengel, 3 Monate alt, — 15. Kvn- rad Wilhelm Wagner, Hausbesitzer, 77 Jahre alt. — 22. Konrad Heß II., Rentner, 68 Jahre alt, — 28. Klara Marie Magdalena Hedwig Mangelsdors, 62 Jahre alt, Bcrsrsd. Geborene: März 10, Tem Landwirt Ltldtvig Haiubach eine Tochter, Katharina, Burkharddfclden, Geborene: März 8, Dem Feldwebel Johann Adolph Horn zu Darmstadt eine Tochter, Anna Äilhclminc Margaretha Marie, Büdingen. Aufgebote: März.16, Emil Koch, Tclephonarbciter in Frantiurt a. M„ mit Margareta Susanne Grosch in Büdingen, Ehe sch 1 1 c ß u »neu: März 15: Hcinr. Hachenberg, Bäcker, mit Therese Ebristiane Hari, beide in Büdingen, Geborene: Mörz 15. Tcni Diener Georg Schäfer eine Tochter, Sophie Elise, Frievberg, Aufgebote: März 13, August Wagner, Autodroschkcn- besitzer, mit Georgine Babette Reindl, beide in Tarmstadt. — 15, Wilhelm Heinrich Tcckmann, Taglöhner, mit Elisabetba Dichl- mann, beide in Kaichen, — 16. .Heinrich Philipp Gottfried Hub». Wcißbindrr, mit Katharina^ Semmel, beide in Ilbenstadt, — 17. Theodor Billasch, städt. Hilisarbeiter in Friedberg, mit Dorothea Maria Elise Bachman» in Marburg, — Karl Hirzinger, Schneider, mit Sophie Wehrum, beide in Friedbcrg, — 18. Friedrich Baiser, Oberlehrer in Frieoberg, mit Emilie Sophie Zaun inDarm- ftadt, Eheschließungen: März 12, Leopold Keller, Kansmann i» Sicscrsheim, mit Kärolinc Stern in Frie.dberg, — 14. Karl Pelz, Fahrburschc in Friedbcrg, mit Rosa Gärtner in Buchenrod, Gehörende: Marz 6, Tcni Tapezier Friedrich Wilhelm Baumai,n ein Soli», Adols Georg, — 11. Dem Leutnant Hans Julius Eberhard von Mentz ein Sohn, .Hans Joachim Andreas Friedrich. — Tem Malermeister Friedrich Karl Peter Hieronymus ein Sohn, Lorenz Karl, St crheiällc: März 12, Josei Walter, Landwirt in Torn- Asv-Nheim, 35 Jahre alt, — 15. Christine Dorothea Müller, l Jahr alt, — 16. Ludwig Boßler, 23 Jahre alt, — 17. Heinrich Kirchner, Gutsverwalter ,n Beienheim. 29 Jahre alt, — «tugust Georg Schell, 8 Monate alt, Grotzen-Linden, G ch v rcn c: Febr. 2l, Tem Buchbinder Hemrich Fett eine Tochter, Jda, — März 11. Dem Zimmcrmann Wilhelm Louis Heinrich Thicmann eine Tochter, Paula, * r- r $ f f ® If e • März 2. Christina Peppker, 68 Jabre alt, — 11, Ellsabetha Keßler. 47 Jahre alt. Hausen, ^ Bahnarbeiter Ludwig Schlund in Hausen, mit Justine Mobr in Annerod, Geboreiic Tem Taglöhncr Konrad Schlimd I, ein Sohn, Ludwig Georg, Sterbcsälle: Heinrich Münch I„ Taglöhner, — Johon- nellc Bachmaiin, geh, Mayer Heuchelkieim. Aufgebote: März 17, Wilhelm Benncr, Maurergeselle, mit Margarete Hofmann, Fabrikarbeiterin, beide in Heuchclheim, — 18, Heinrich Kreiling VI., Schrcincrgeselle in Heuchclheim mit Karolinc Leib Wwe, geb, Pfeiffer, Fabrikarbeiterin in Gleiberg, Geborene: März 14, Tem Schlosserqescllen Johann Heinrich Hartmann eüic Tochter. Marie, — Dein Schrcinergcsellcn Ludwig Hahn II. eine Tochter, Lina Margarete. Sterbcsälle: März 14. Wilhelm Freitag, Hilssschasfncr, 38 Jahre alt, Hungen. Geborene: Dem Zimtnermann Karl Kvnrad Ncüller eine Tochter, Elisabeth, Sterbcsälle: Ernst Gerhardt, Langsdorf, Geborene: Dem Landwirt Heinrich Schiel t ein Sohn, Walter. — Dem Landwirt Otto Köhler ein Sohn, Paul, Lauüach. Sterbcsälle: März 16, Friedrich Wilhelm Karl Hechler, Telegravhen-Sekrctär i. P,. 74 Jahre alt, — Katharine Weil, geb, Mörschard, 51 Jahre all, — 19. Heinrich Hertel, Glaicr- meistcr, 69 Jahre all, Lciligeslcrn. Aufgebote: März 9, Philivv Mbert Arnold. SveditionS- arbeiter, mit Sophie Bäth, beide in Leihgestern, Geborene: März 1, Dem Ticnstknccht Karl Hartmann ein Sohn. Heinrich, — 12. Dem Metzger Georg Terior H. ein Sohn, Albert, Lollar. Llusgcbotc: März 12, Heinrich Junler, kommissarischer Unterassistcnt. mit Emma Günther, beide in Lollar, — 16. Emil Wilhelm Wank, Lcderhändlcr in Gießen, mit 2knna Maria Str-.u- bcr in Lollar, — Karl Schmidt, Hüllcnarbeitl-r, mit Elisabeth Becker, beide in Lollar, — Karl Fuchs I,. Küfer in Lollar, Niit 'Anna Lech in Glcchcrg, — 19. Wilhelm Schneider, Hüttenarbeiter, mll Anna Rohrbach, beide in Lollar, E b c sch li e ß u n ge n: März 7, .Heinrich Grün, Former, mit Anno Klinket, bechc in Lollar. — Ludwig Friedrich Heihcrtshauscn, Schnecheruieister, mit Marie Binkcl, beide in Lollar, Geborene: März 6, Dem Former Friedrich Richm V, ein Sohn, Richard, — 8. Dem Former Wilhelm Böcking ein Sohn, Ernst ?tlfrcd, — 14. Deal Hüttenarbeiter Ludwig Hanncl eine Tochter. Hedwig Paula Emilie Anna, — 16, Dem Schlosser Heinrich Schwab ein Sohn, Heinrich, Sterbcsälle: März 6, Margarethe Klinkel, geb, Kreiling 73 Jahre alt, Nidda. Geborene: März 14, Dem Zugführer Karl Erk I, ein Sohn, Heinrich, Schotten, -ku igeböte: März 3, 'August Block, Be-irkssparkasserech- ner, mit Elfte Kohlheycr, beide in Schotten, — 13. Friedrich Hein- - 10 ' ■ ft 1l, Sdfirqnt und Zahlmeisteraspiraul iu Oisenbach a., Main, Mit Lina Sosie Müller in Schotten iLchrcrbeiml — .vV. , - r Bondcrheid, Landwirt in Betzenrod, mit 'Anna Scheich in Ulrichstein, Stillende Mütter »nd Ammen bereiten dem Kinde nnd sich selbst schlaflose Rächte durch die aufregende Wirkung dcd KasieeS- sie schaden den Nerven des Kindes schon im zartesten Alter. Der cosieinsreic Kasiee Hag hat diese Nachteile nicht, deshalb eutpfehlcn ihn die Ärzte den Wöchnerinnen. uv ein, Mutter- oder 'tlmmcnmiick, ,n nicht genügender Menge vornlinden nnd. ?o craän e mnn d esc durckr eine feimtveie niilrtj» bnlttne und Icicfit lööl che Nahrunn- Eine solche ist Nestle'S .^inder- mebl, welched dem zartesten Äöroer alle in derMntterurilch vertretenen ornanlkchen nnd unoroanischen Stoffe in äunerst leicht verdaulicher und nwlilschmeckender Form Probe und tfluftricric Broschüre kostenfrei durch die Nestle-Gesellschaft. Berlin \V 57. (SjOb* Gardinen Rabatt A. 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